Die Immobilienpreise gehen in Deutschland durch die Decke. Irgendwann platzt die Blase


New York, 19. Dezember 2019

In Deutschland boomt der Immobilienmarkt. Heidelberg (Foto) ist besonders gefragt. Hoffentlich platzt die Blase nicht. Sei vorsichtig mit schnellen Hypothekenaufnahmen…

Die Mini-Zinsen in Europa, die die Wirtschaft ankurbeln sollen, haben uns einen unglaublichen Immobilienboom beschert.

Hypotheken mit 10 Jahren Laufzeit gibt es für deutlich weniger als 1,00 Prozent. “Es ist wie im Schlaraffenland”, denken Kaufinteressenten. “Bloß 0,5% Zinsen. Das ist ja geschenkt.” Kein Wunder, dass Kreditnehmer zum Kauf von Wohnungen und Häusern den Banken die Bude einrennen.

Sie glauben, sie bekommen was geschenkt. Auch Profis kaufen Wohn- und Gewerbeimmobilien wie im Rausch. Zum Teil klammheimlich.

Du kannst viele Volkswirten fragen. Sie werden dir bestätigen, dass die Immobilienpreise in Deutschland kein Kind von Traurigkeit sind.

Der Immobilienboom kann bitter enden. Hoffentlich ist keine gefährliche Blase in Deutschland entstanden, wie sie vor circa 12 Jahren in den USA geplatzt ist.

In München, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg stiegen die Preise um 30 oder 40 Prozent innerhalb von 10 Jahren. Manch ein Haus/Wohnung hat sich 150 Prozent verteuert.

Der Boom hat die Mieten in die Höhe getrieben. Wohnungen sind in Metropolen kaum mehr bezahlbar. Normalverdiener haben ein Problem.

Selbst die Deutsche Bundesbank warnt, dass Immobilien um 15 bis 30 Prozent in deutschen Städten überbewertet sind.

Auch andere Länder in Europa sind teuer geworden. Eine Studie der globalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche kommt zu dem Schluss, dass Paris, London und München die teuersten Pflaster sind. Auch Wien ist im oberen Drittel dabei.

Die Frage ist, wie streng Banken bei den Kreditvergabestandards sind. Hoffentlich streng. Sonst kann uns eine Krise heimsuchen. Ein Zusammenbruch wäre schlimm. Vielleicht sind die Preise nur überbewertet, und das bereinigt sich im Laufe der Zeit wieder.

Jedenfalls haben wir ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Grafiker, Sozialarbeiter, Lehrer, Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Einzelhandelsangestellte können sich kaum noch eine angenehme Wohnung in der Stadt leisten.

Mieten und Hypotheken machen im Durchschnitt 26% des monatlichen Einkommens aus, sagt die KfW.

Die Immobilienpreise sind viel schneller gestiegen als die Einkommen der Bürger.

Das kann ein Grund sein, warum immer mehr Menschen Protestparteien wie AFD wählen.

Gleichzeitig sind die Zinssätze so niedrig, dass die von den Banken angebotenen Schnäppchen nur schwer zu übersehen sind. Ich kann nur raten aufzupassen mit dem billigen Hypotheken-Wahn. Was nutzt ein megagünstiger Zinssatz, wenn das Objekt überteuert ist? Super schnell kann man heute Hypothekarkredite im Internet bei Dr. Klein und anderen finden und abschließen. Da werden einige in die Falle tappen.

Die Deutschen haben den Dotcom-Crash im Jahr 2000 erlebt. Aber noch keinen Hauspreis-Crash. Vielleicht ist das was Neues. In den Medien heißt es immer, dass die Preise weiter steigen dürften. Es liege an der Wohnknappheit. Es kann nicht immer in eine Richtung gehen. Irgendwann dreht es.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Die Immobilienpreise gehen in Deutschland durch die Decke. Irgendwann platzt die Blase

  1. AvatarWolke

    Irgendwann dreht es…

    und nicht nur bei Immobilien! Die Aktienmärkte sind ebenso überwertet, aufgeblasen durch Niedrigzinsen, Zentralbankgeld und Aktienrückkäufe. Die Unternehmensgewinne passen schon lange nicht mehr zu den steigenden Märkten(Beispiel Apple).

    Ein Aktiencrash läßt die große Mehrzahl der Deutschen eher kalt. Wer hat hierzulande schon Aktien? Der trifft die US Bürger härter. Ein Immocrash hingegen wird uns empfindliche Schmerzen bereiten.

    Irgendwann dreht es…ein wahrer, weiser Gedanke, den man nie vergessen sollte, solange man mit Börse zu tun hat.

    PS: „Irgendwann dreht es“:Tim Schäfer als Crashprophet? (Ein Schelm, wer Böses denkt).

  2. AvatarAndrea

    Tim, manches finde ich in deinem Artikel etwas weit hergeholt, z.B. die genannten Berufsgruppen, die sich angeblich keinen guten Wohnraum mehr leisten können. Ich kann sagen, dass meine Kollegen zum großen Teil Wohneigentum gekauft haben und auch die, die es nicht getan haben, gut wohnen. Und wir wohnen in einem eher teuren Ort.

    Wenn ich überlege, was unsere Wohnung gekostet hat, als wir sie vor ca. 15 Jahren gekauft haben und was sie jetzt kostet, dann stelle ich fest, dass trotz des gestiegenen Preises die Hypothekenrate durch den niedrigeren Zinssatz ungefähr gleich geblieben wäre.

    Es kann lediglich ein Problem auftreten, wenn jemand zu wenig tilgt und sich die Zinsen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist kräftig erhöhen würden und dadurch die monatliche Rate zu hoch würde. Im Moment sieht es ja nicht unbedingt danach aus, als würden wir in Zukunft deutlich höhere Zinsen sehen, und so halten die meisten Leute dieses Risiko wohl für überschaubar.

    Mich selber betrifft die Problematik zum Glück nicht, da die Wohnung bereits abgezahlt ist.

    Aber ich denke, dass man mit gleicher Berechtigung vor dem Aktienmarkt warnen könnte. Auch dort sind viele Aktien schon hoch bewertet. Mangels Alternativen bei der Geldanlage glaube ich allerdings, dass es noch eine ganze Weile weitergehen wird (habe natürlich keine Kristallkugel).

     

     

  3. AvatarComebackaktionär

    Es trifft ja nicht nur Frankfurt oder München, meist auch die Speckgürtel drumherum. Aktuell scheint ein riesiger Bedarf an Wohnraum zu bestehen, sodass sich das platzen der Blase noch ein wenig hinzieht. Auch halte ich die hiesige Bevölkerung für verantwortungsbewusster im Umgang mit Schulden als die medial vorgeführten Amerikaner. Die Kreditvergabe bei dt. Banken ist strenger, oft wird ein Haushaltsbuch geführt, die meisten haben noch einen Überblick über ihre Finanzen. Wir werden uns wohl an stets steigende Preise für Immobilien gewöhnen müssen. London ist diesbezüglich ein mahnendes Beispiel.

  4. Avataraaron

    Zwischen Wiesbaden-Frankfurt-Mannheim wird zur Zeit gebaut wie blöde. Da müssen die Immopreise demnächst fallen.

  5. AvatarPaluma

    Die Entwicklung der Immobilienpreise hat auch damit zu tun, wie viele attraktive  Arbeitsplätze verfügbar sind.

    Bei uns hat gerade Bosch 4000 Arbeitsplätze geschaffen und Porsche ist in Weissach kräftig am investieren. In Schwieberdingen soll ebenfalls ein Logistikzentrum von Porsche  geschaffen werden, wo viele Arbeitsplätze entstehen werden.

    Daher sehe ich keinen Grund warum die Preise in den nächsten fünf Jahren fallen sollten.

    So lange die Wirtschaft so weiter läuft, gehen auch die Preise der Immobilien nur in eine Richtung.

  6. Der BaumDer Baum

    @ Palina, da solltest du aber nicht die Stellen vergessen die abgebaut werden. Nicht nur bei den großen wird viel abgebaut, Kurzzeit angemeldet etc., es triff vor allem die kleinen Zulieferer und vorgelagerten Firmen. Ich hab selbst einige bekannte in diesem Bereich, die davon betroffen sind. Daimler –> reduzierte Arbeitszeiten, Bosch –> Verzicht auf Lohnerhöhung, Kurzarbeit und Kündigungen, etc. etc.

    Ich wäre da also nicht so überzeugt, man weiß nie was passiert. Ich persönlich glaube aber auch nicht an den “Untergang”, das ist halt eine Phase, hoffentlich eine heilsame.

    Grüße Baum

     

     

  7. PeterPeter

    Angebot und Nachfrage. Ganz basaler Marktmechanismus.

    Die Immobilienpreise steigen nicht überall. Frankfurt hat zum Beispiel mehr als 20% Zuzug. Andere Städte wie Leipzig auch.

    Im Spessart oder Nordhessen gibt es diverse Geisterorte, in denen man Immobilien fast geschenkt bekommt. Nur möchte da kaum einer tot übern Zaun hängen.

    Was die Wohnraumknappheit angeht, sehe ich ein Versagen unserer Politik. Mietpreisdeckel usw. locken nicht unbedingt private Investoren an, mehr Wohnungen zu schaffen.

    Teuer oder billig? Welche Anlageklasse ist denn aktuell billig?

  8. AvatarNico Meier

    Wir haben unser Haus 2017 gekauft. In der Schweiz wird von den Banken ein Eigenkapital von 20% gefordert. Wir haben mit 40% Eigenkapital gekauft also “nur” eine Hypothek über 60% des Kaufpreises aufgenommen. In 2 Jahren läuft die erste Festhypothek(Zinsbindung) aus und wir planen da weitere 10% zu tilgen damit die Hypothek danach 50% oder weniger des Kaufpreises beträgt.

    In unserem Dorf sind in diesem Jahr zwei Häuser mit vergleichbarer Bauweise und etwa gleichen Grundstücken mehr als 20% über unserem Kaufpreis verkauft worden. Wir haben uns beide Häuser angeschaut, da wir die Vorbesitzer kennen.

     

    Wir zahlen uns selber monatlich eine fiktive Miete von der wir die tiefen Zinsen sowie Unterhalt und Nebenkosten zahlen. Durch die tiefen Zinsen bleibt da viel übrig zum tilgen.

    In meinen Augen ist wichtig die Schuld zügig zu tilgen um so auch bei fallenden Preisen keine Probleme mit der Bank zu bekommen.

     

  9. AvatarRalf

    Das Thema Wohnen birgt sozialen Zündstoff für die Gesellschaft. In vielen Regionen von D sind die Preise auch weit außerhalb der Städte stark gestiegen. Und nun wird mit der CO2-Steuer auch noch das Pendeln und Heizen weiter verteuert.

    1-2-Zimmerwohnungen sind vielerorts noch zu guten Konditionen zu mieten bzw. zu kaufen. Bei größeren Wohnungen und Häusern sieht es aber nicht gut aus. Das trifft vor allem Familien hart.

    Die Immobilienpreise werden aber weiter steigen. Das liegt auch mit daran, dass Bauland in etlichen Regionen rar geworden ist und Boden nicht beliebig zur Verfügung steht.

    Gut ist es aber für Aktien wie Vonovia. Die hat sich richtig gut entwickelt im Depot…

  10. AvatarGurki

    @Andrea: Jetzt muss man verstehen was guter Wohnraum bedeutet? Es gibt in Hamburg schlechte Gegenden, quasi “Soziale Brennpunkte”, da bekommst Du eine 3 Zimmer 80m² Wohnung für um die 680€ – in einer Genossenschaft (erstmal reinkommen!) wahrscheinlich sogar warm.

    Will man dort aber wohnen? Eine vergleichbare Wohnung in einer guten Gegend auf dem freien Markt kostet dann warm direkt über 1000€. Und wie soll sich eine eventuell Alleinerziehende Kassiererin so eine Wohnung leisten?

    Ich denke schon, dass es für genannte Berufsgruppen schwierig ist und wird schöne Wohnungen in guten Gegenden bewohnen zu können. Vor allem leiden die Kinder daran (Schule, Mitmenschen, “Digga, Alta”). Schon zu meiner Zeit war meine Klasse überwiegend mit Ausländern gefüllt. Entsprechend war halt einfach das Niveau.

    Wenn ich heute 1 Zimmerwohnungspreise (Miete) vergleiche mit meiner Wohnung, dann fasse ich mir an den Kopf zu welchem Preis da teilweise Minizimmer vermietet werden…

  11. KievKiev

    @ Andrea, Gurki

    Die Preise für Immobilien sind in vielen Städten gestiegen. Der Zins ist aktuell niedrig. Ich freue mich auch über niedrige Zinsen. Allerdings darf man nicht den Preis dabei aus den Augen verlieren. Ein niedriger Zins bedeutet auch eine längere Finanzierung bei Anuitätsdarlehen. Folglich bedeutet eine teurere Immobilie mit gleicher monatlicher Belastung einmal eine höhere Verschuldung. Zusätzlich wird diese weniger schnell getilgt. Somit bleibt eine entsprechend höhere Restschuld bestehen. Dies ist ein Risiko. Des weiteren muss die Immobilie durch den höheren Preis über einen längeren Zeitraum abgezahlt werden. Das ist aber alles nur theoretischer Natur. Ändern kann man den Markt nicht, nur kann man selbst überlegen welchen Preis man an welchem Ort auch zahlen möchte. Die Gentrifizierung ist in größeren Städten sichtbar. Ich würde wie von Gurki dargestellt auch mehr für den Wohnraum bezahlen, damit meine Kinder in dem Umfeld wohnen, dass ich für sie gerne hätte. Wohngenossenschaften und staatliche Förderungen durchmischen zumindest die Gebiete ein wenig. Auch wenn dies ein wenig mit der Gieskanne verteilt wird. Die Kirche hat auch einige Häuser in der Stadt und andere Träger. Hier ist der Preis/Leistung Faktor bei den Objekten, die ich gesehen habe recht gut.

  12. PeterPeter

    Was haltet Ihr eigentlich von dem MSCI World Value? Da sind zumindest sehr viele Werte drin, die hier regelmäßig auftauchen. Vielleicht als “Vorlage” nicht uninteressant.

     

  13. AvatarRüdiger

    Irgendwann dreht es …

     

    Logisch! Nichts dauert ewig. Irgendwann werden die Assetpreise einen Rücksetzer erleben, wahrscheinlich bis in tiefe Bereiche der Unterbewertung … und irgendwann wird es zum Crash des Finanzsystems kommen.

     

    Ach ja … und irgendwann wird jeder von uns in der Grube liegen.

     

    Um all das vorherzusehen, muss man kein Crash-Prophet sein. Ich glaube nicht, dass hier jemand den drei mal irgendwann widersprechen wird  😉

     

     

  14. AvatarChristian

    @Andrea: Guter Beitrag! 🙂

    @Tim: natürlich auch von dir. Blasen sind immer so eine Sache… Ein bekannter handelt mit Immobilien seit den 1970ern… Er hat mit Immobilien (Buy&Hold) so viel Erfolg wir du mit Aktien, Tim. Ich höre mir gerne die Ratschläge von euch beiden an – bei euch beiden ist das Erfolgsrezept (liegen lassen und nie wieder hergeben + Qualität! Qualität! Qualität! + kein Zocken auf Turnaround etc.). Er sagt, es gab noch nie mehr als 15% Delle bei unserem lokalen Markt. Das lässt sich jetzt nicht auf alle Lagen in Deutschland pauschalisieren (vgl. Ost-Immobilienboom nach der Wende führte zur völligen Überbewertung) aber ist sicherlich ein guter Indikator.

    Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Panikkäufe, schlechte Lagen, zu protzige Häuser, zu kurze Zinsbindung, zu geringe Tilgung, Turn-Arround-Hoffnungen sind schlechte Kaufanreize.

  15. AvatarClaus

    @ Der Baum

     

    @ Claus, darf man fragen wie du die Kurse z.B. aktualisieren lässt?

     

    Nachdem die kostenlosen Kursabfragen im Web gar nicht mehr oder nur unzuverlässig funktionieren (Änderungen, Abschaltungen…) habe ich mir eine Gute und kostengünstige Quelle erschlossen, ich nutze Tai-Pan (End-of-Day). Hier kann man nicht nur die Kurse, sondern auch alle selbst erstellten Auswertungen/Kennzahlen automatisch exportieren lassen, so dass sich alle Daten problemlos in Excel zur weiteren Verarbeitung verwenden lassen. Das Programm habe ich gekauft, für die Kursaktualisierung zahle ich 19 € mtl. Das zahle ich sehr gerne, der Mehrwert ist für mich unbezahlbar. Manche zahlen für Streaming-Angebote, ich zahle für Börsendaten…

     

    Eine weitere Möglichkeit sehe ich hier. Zu dieser Quelle kann ich allerdings nichts sagen, da ich sie bisher nicht ausprobiert habe. Macht mir aber einen sehr guten Eindruck.

     

    Wie ich meine 3 Kaufkurse bilde, möchte ich hier nicht veröffentlichen. Aber wer so weit gekommen ist, solch eine Liste anzulegen, der hat auch ganz bestimmt viele gute Ideen hierzu. Nur so viel: Viele kaufen x% von irgendeinem Höchstkurs oder bei x% Rückgang des Kurses. Das mach m.E. aber nicht viel Sinn, da unterschiedliche Aktien und Branchen sehr unterschiedlich schwanken. So kann man bei einer Nestle-Aktie vielleicht einen guten Kaufkurs bei -10, -15 oder -20% vom ATH haben oder bei Erreichen des berühmten 52W-Tiefs. Aber wäre das auch bei einer Amazon- oder Mastercard- oder Novo-Nordisk-Aktie gut?

     

    @ -M

     

    Ich kaufe auch nicht bei jeder Meldung. So viel Cash hat man auch nicht immer. Die Werte müssen ja auch zum Depot passen, oft ist man ja bereits investiert oder die Branche ist bereits gut im Depot vertreten und der “grüne Wert” kommt daher nicht infrage. Oft warte ich auch auf “Kaufkurs 2”, im Einkauf liegt der Gewinn…

     

    @ Kiev

     

    Drücke Dir die Daumen für Deine Werte!

     

     

    LG

  16. AvatarManuel

    Ich habe gerade ein revolvierendes Darlehen auf unsere Wohnung aufgenommen. Beleihung 25%, Zinssatz 0,6%. Mit der Kohle habe ich mir ein kleines Portfolio gebaut: 25% BTC, 25% Gold, 25% Dividenden ETF, 25% Cash um keine günstigen Gelegenheiten zu verpassen (auf Tagesgeldkonto mit 0,55%).

    In 10 Jahren ist das Darlehen getilgt. Mal sehen ob der Kredithebel ne gute Performance gebracht hat.

     

  17. AvatarWolke

    @Rüdiger

    Irgendwann dreht es…

    Crashpropheten tun (abgesehen von jenen, die unseriöserweise den genauen Zeitpunkt voraussagen)nichts anderes, als zu sagen „Irgendwann dreht es“.

    In diesem Beitrag schlüpft Tim Schäfer in die Rolle des Crashpropheten bezüglich Immobilien. Warum nicht? Das ist durchaus vernünftig, das braucht man nicht verdrängen.

    Ach ja … und irgendwann wird jeder von uns in der Grube liegen…

    Der Vergleich ist unglücklich, Crashpropheten beschäftigen sich meist nicht mit dem Tod.

     

  18. AvatarRüdiger

    @Wolke:

    Natürlich dreht es irgendwann … weil nichts ewig dauert, auch keine Übertreibungen an den Märkten. Das zu wissen ist unspektakulär und trivial. Was sollte man daran verdrängen wollen?

     

    Es war nicht als Vergleich gedacht, die eigene Sterblichkeit – irgendwann halt –  in’s Spiel zu bringen. Nur als Ergänzung eines Sachverhalts, mit dem man sich ebenfalls beschäftigen kann, der ebenfalls unausweichlich ist, ohne angesichts dieser Tatsache in blinden Aktivismus und Panik zu verfallen, oder aus Angst vor dem Tod, Selbstmord zu begehen. Insofern passt der Vergleich dann doch wieder … irgendwie  😉

  19. Avatar42sucht21

    @Tim – Irgendwann platzt die {Immobilien-}Blase
    Die auf dem Bild gezeigte Studentenstadt ist ein schönes Beispiel. Dort sind die Preise gefühlt seit spätestens 1975 viel zu teuer. Der Immobilienmarkt ist eben sehr lokal. In solchen Lagen wie auf dem Bild mit Sicht auf die Sehenswürdigkeit zahlt man auch gerne unrenoviert ab 7.500€/m2 falls man denn mal etwas angeboten bekommt. Es ist halt eine Wertanlage und so lange die Infrastruktur / Arbeitgeber sich nicht dramatisch ändern braucht man sich keine Sorgen machen wegen eines Crashs. Tatsächlich wirken sich in solchem Lagen inzwischen in Deutschland auch internationale Kapitalanlager zB aus China, RUS oder den Golfstaaten / Saudi Arabien recht stark aus. Auch glaube ich die Kreditvergabe ist immer noch relativ restriktiv in DE und “vernünftige” Menschen wählen mit den aktuellen Zinsen lange Laufzeiten oder sogar Volltilgerdarlehen.

    Ich persönlich sehe tatsächlich mehr Spekulation in anderen Märkten wie zB im Aktienmarkt wo anscheinend wieder vermehrt mit Kredit gekauft wird oder mehr Menschen ihr komplettes Vermögen an die Börse geben – die Märkte gehen ja nur hoch. Kein Problem.

  20. AvatarMat24

    Hallo Zusammen,

    Interessanter Beitrag, Tim. Aber der niedrige Zins und das Bereitstellen des billigen Geldes durch die Zentralbanken hat nicht nur die Assetklasse Immobilie durch die Decke gejagt, sondern auch die anderen Assetklassen. Anleihen sind explodiert und auch sehr viele Aktienindizes sind auf oder nahe Alltime-High, und das nicht immer/überall aufgrund der guten Realwirtschaft, sondernzu großem Teil aufgrund der Geldschwemme der Z-banken.

    So wie der Immobilienmarkt kann also auch der Aktienmarkt in einer Blase sein, weil beide maßgeblich von billigem Geld profitiert haben und aufgebläht wurden. Vielleicht der eine Markt mehr oder weniger, aber beide Märkte haben davon definitiv profitiert und das bereits oft zitierte “irgendwann” wird für beide Märkte kommen.

    Bei Immobilien muss man meine ich auch differenzieren zwischen Eigenbedarf und Investment. Eine ETW als Investment würde ich mit einer Qualitätsaktie mit guter Div.rendite vergleichen. Wenn der Markt mal nachgibt, genau das gleiche kann auch bei der Aktie passieren, habe ich ja trotzdem noch den monatlichen Cahsflow durch die Miete. Und mit einem Buy-Hold-Ansatz bei Immobilien macht mir ein Rückgang genauso wenig aus, wie dir Tim ein Aktienrückgang als Buy-Hold-Aktienanleger, vorausgesetzt meine Wohnung liegt in einer wirtschaftlich starken Region wo es tendenziell keinen strukturellen Leerstand geben wird und vorausgesetzt deine Aktie(n)/Unternehmen sind in starken Branchen zuhause, die nicht einfach disruptiert und ausgelöscht werden.

    Ich als Immobilieninvestor (mit meiner Frau zusammen 3 vermietete Wohnungen), der trotzdem auch per ETF’s am Aktienmarkt partizipiert, halte weder Immobilien noch Aktien als die eine alles andere überstrahlende Anlage. Vor dem Hintergrund der Assetallokation sollte man denke ich beides haben.

    Aber Achtung: Eine Immobilie als Eigennutzung halte ich dabei NICHT für eine Anlage, da sie keinen Cash-Flow generiert und über die Jahre Ausgaben verursacht. Das halte ich, vor allem in einem großen Haus, ausschließlich für Luxus, den sich die meisten Leute gönnen WOLLEN. Meine Frau will auch auf Teufel komm raus ein Einfamilienhaus bauen, da das bereits als Kind einer ihrer Träume war. Ich werde vermutlich zähneknirschend zustimmen, da das der pure Luxus ist und ich weiß, dass das eine riesen AUSGABE und kein INVESTMENT sein wird.

    SO, mein Statement ist zwar etwas lang geworden, ich freue mich aber dennoch über eine rege Diskussion.

    VG

    Mat24

  21. AvatarDanielKA

    Das Verhältnis bleibt doch immer gleich, ich verstehe die Diskussion nicht. In den besseren Vierteln der größeren Städte (ob jetzt Top7 oder auch > 100 Einwohner Städte wie Heidelberg, Wiesbaden, Freiburg, Karlsruhe Würzburg usw.)  haben immer schon die wohlhabenderen und nicht die Kassierer gelebt (Unternehmer, Ärzte, Anwälte, höhere Beamte, leitenden Angestellte, Erben usw). Das war doch nie anders. Als ob die Arbeiterschaft in den goldenen 60/70er Jahren in den Gründerzeitvierteln gewohnt hätte (da wurde sogar noch mehr diskriminiert als heute), dass war schon immer der Oberschicht vorbehalten und da wird sich auch nichts daran ändern.

     

  22. AvatarThorsten

    Meine knappen Aussage dazu :

    keine Blase, reines Angebot und Nachfrage, vereinzelte Übertreibungen
    USA-Kreditblase von 2008 und Immobilienpreise in Deutschland haben keine erkennbare Relation
    Immobilien noch immer moderat bewertet
    Gehälter zu niedrig
    Miete in guten Lagen noch immer unter denen vergleichbarer Großsstädte in Europa
    Energiekosten, Steuern an den Staat stark gestiegen
    Das Notenbankengeld strömt in Aktien und Immobilien, sowie seit geraumer Zeit in Gold (sogar die Banken stocken auf).
    Geld wird weniger wert, weil die Geldmenge aufgebläht wird, daher steigen die Sachwerte
    Sparbücher und Cash werden mit 2% bis 5% pro Jahr enteignet. Sachwerte steigen um diesen Prozentsatz.
    Esbesteht die Gefahr, Objekte wegen Niedrigzinsen zu teuer zu kaufen (>20  oder 25 fache Jahresmiete)
    es besteht keine Gefahr die Annuität nicht bedienen zu können wegen Zinsanstieg wenn Kreditverträge  über 20 Jahre oder länge laufen.
    Größte Gefahr ist eine tiefe Resezzion mit Kreditausfällen wegen Arbeitsplatzverlust, dann  aber keine “Immobilencrash”, sondern Stagnation. Die starke Zuwanderung von Menschen aus dem Ausland hält die Nachfrage in Ballungsgebieten hoch.
    Verlierer sind die ländlichen Gebiete, Zuwanderer wohnen ausschließlich in Ballungsgebieten, die Landflucht der Deutschen Bevölkerung hält an.

     

  23. AvatarRalf

    @Thorsten: Damit ist das wesentliche gesagt.

    Bei heute nicht so unüblichen Kredithöhen auch in ländlicheren Lagen 20 km um Städte wie Heidelberg herum von 400.000 € und mehr sind 1 Prozent Zins und 25 Jahre Laufzeit rund 1500 € monatlich (ohne Nebenkosten, Instandhaltungsrücklagen etc,). Nicht gerade wenig. Warm kommt man da schnell auf 2.000 € und mehr…

    Da werden sich manche Familien den Kragen zudrehen wenn etwas nicht rundläuft (Job, Gesundheit, Scheidung…).

    Und dann fehlt oft die Kohle für zusätzliche Altersvorsorge. So war es bei meinen Eltern. Alles ins Haus gesteckt und dann schlechte Rente.

  24. AvatarJUn

    Wenn …wieder eine Finanzkrise kommen sollte ….trifft es den US Amerikaner doch erheblich schlimmer als den Deutschen !!! Mit Ihrer laufenden, immer höher werdenden gigantischen Staatsverschuldung, hat auch ihre hohe Wirtschaftsleistung , irgendwann keine Chance mehr das Defizit in Zukunft zu kompensieren !! Es ist einfach Ihre Mentalität, immer besser und höher hinaus zu wollen, als z.B. die Deutschen. Von der Rentenversicherung ganz zu sprechen! Lieber 40 % kleine Renten als über 50 % überhaupt keine Rente und unter Brücken schlafen !!

  25. AvatarDanielKA

    @ Ralf, alles relativ sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen, für die 400 K bekommt man dann in den Städten eine Wohnung (70-120 qm je nach Stadt und Lage), das Haus auf dem Land ist somit deutlich größer (Wohnfläche > 150 qm Garten usw), man muss aber mit den Nachteilen leben können (Infrastruktur, pendeln,.

  26. AvatarThorsten

    @Ralf ich habe bis kurz vor die Jahrtausendwende ein paar Jahre im Raum Heidelberg gewohnt. Ich wollte eine Wohnung kaufen, aber die Bank hat mir gesagt, dass ich nur eine Dreizimmerwohnung auf dem Dorf kaufen könne ein paar Kilometer vor Heidelberg, mit meinem Gehalt und Eigenkapital. Entsetzlich schlechte Infrastruktur, Enge, alles nur aufs Auto ausgerichtet, ich bin da quasi geflüchtet und nach Hamburg gezogen. 1999 habe ich dann gleich zwei Wohnungen gekauft. In eine bin ich selbst eingezogen. 2007 habe ich dann ein Haus gekauft, noch rechtzeitig vor dem “Platzen der inversen Immobilienblase”, haha, Immobilien haben laut Aussage meines Maklers in Hamburg seit 20 Jahren stagniert. Wer Anfang der 80er gekauft hatte, hat sein Geld gerade mal so rückbekommen. Ich habe also  zu eher alten Preisen gekauft und sie holen jetzt bloß auf. Natürlich machen die Medien ein Riesengeschrei, wie in Berlin. Dabei holen die Städte nur den Rückstand auf.

    Früher hat ein freistehendes Haus 500.000 bis über 1.000 000 DEM in Hamburg gekostet, heute 500.000 bis über 1.000 000 EUR.  Reihenhäuser gibt es natürlich preiswerter. Ist auch für die Heizkosten besser 🙂

  27. AvatarRalf

    @DanielKA: Völlig klar.

    Allerdings sind die Nachteile teilweise erheblich bzgl. Infrastruktur, Pendeln, Busverbindungen. Zum Teil je nach Regions zersiedelte Dörfer. Kommt halt sehr stark auf die jeweilige Region und lokale Lage an. Da gibt durchaus große Unterschiede in D. Da braucht dann die Frau noch ein Auto usw.

    @Thorsten. Richtig. Ohne Auto ist man in der Region schnell am Ende. Hat sich leider nicht verändert. Und nun drücken noch Mitarbeiter von Firmen wie der BASF und SAP und Ärzte der Uniklinik in die ländlichen Gegenden (bis nach Eberbach). Das ist der Nachfrage und steigenden Preisen spürbar. Die Lokalpolitik versagt völlig beim Thema Wohnen und Mobiliät. Null Ideen.

  28. AvatarThorsten

    @Ralf das ist schade. Die Entfernungen sind gar  nicht so groß, aber mit Rad oder ÖPNV kaum zu überwinden. Wir waren dort ein Jahr ohne Auto, oh je, vieles ging gar nicht, da wälzt man den Fahrplan und stellt fest, dass sonntags NICHTS fährt und man keinen Ausflug dorthin machen kann, wo man gerne möchte. Da kann ich auch im Wendland wohnen mit Auto oder noch weiter im Osten. Da bekomme ich für 50.000€ 5000qm Grund plus Haus. Problem ist : der fehlende Arbeitsplatz 🙁

  29. AvatarNico Meier

    Wenn wir die Immopreise in DE gerade in den Zentren mit anderen Zentren wie London, Paris oder New York in Relation zum Einkommen setzen so sehen wir, dass die Preise in DE in München oder Berlin noch einiges tiefer sind.

    Solange nicht eine andauernde Resession losbricht mit Rekordarbeitslosigkeit so werden die Preise in den nächsten Jahren weiter steigen.

    Bauland an guter Lage lässt sich nicht vermehren.

    Habe in meinem Umfeld zwei Kollegen die seit 10 Jahre in der Schweiz vergeblich auf sinkende Immopreise warten.

  30. AvatarNico Meier

    @Rüdiger

    Ich bin füe eine radikale Vereinfachung von Hartz IV wie auch Sozialhilfe dann könnte man die Maden in der Sozialindustrie alle entlassen.

  31. AvatarEcckehard

    @Nico Meier

    Ich warte in meinem Heimatort seit 50 (fünfzig) Jahren auf sinkende Immobilienpreise.

    Ecckehard

  32. AvatarNico Meier

    @Ecckerhard

    Ja eben irgendwann sollte man auch einsehen, dass in gewissen Regionen keine Überhitzung des Marktes vorhanden ist und daher die Preise nur eine Richtung kennen auch in Zukunft.

  33. AvatarRüdiger

    @Wolke: Interessanter Beitrag zum Sparen der Amerikaner.

     

    Definitiv ein interessanter Beitrag! Und gespickt mit Argumenten, die die Vorteile der freien Markwirtschaft – zum Wohle aller Bevölkerungsschichten – nicht plastischer darstellen könnten  😉

  34. AvatarRüdiger

    Brexit – was bisher geschah:

     

    UK: Wir wollen ein Einhorn!

    EU: Einhörner gibt’s nicht – ihr könnt ein Pony haben.

    UK: Wir haben abgestimmt. Das Pony wollen wir nicht.

    EU: Ein Pony oder gar nichts!

    UK: Wir haben abgestimmt. Gar nichts wollen wir nicht.

    EU: Ihr habt’s noch nicht verstanden, oder?

    UK: Wir brauchen mehr Zeit zum Nachdenken.

    EU: Über das Pony oder über das gar nichts?

    UK: Wir wollen ein Einhorn!

     

  35. AvatarNico Meier

    @Rüdiger
    Natürlich ist die Altersrente in Nordkorea viel besser als in den USA. Man muss einfach versuchen nicht zu verhungern um das Rentenalter zu erreichen.

  36. AvatarThomas

    wir wohnen in einer sehr schönen Wohnung in einem Gebiet in dem die Kaufpreise ähnlich hoch sind wie in Stuttgart oder München. Die Schweiz ist in sichtweite. Wenn wir die Wohnung die wir Mieten kaufen würden, (wenn sie zum Angebot stünde was sie aber nicht tut) würden wir, verglichen mit dem was geleg. auf dem Markt angeboten wird, mindestens 37 Kaltjaresmieten bezahlen. Bei mir löst das einfach keinen Kaufreiz aus.

     

  37. AvatarDanielKA

    @ Ralf: Ich denke der Heidelberger Raum ist für Deutschland auch eher ein Sonderfall, du hast von dort alleine Zugang zu vielen Top-Wirtschaftsregionen und dann mit Heidelberg selbst einen dynamischen Topstandort.

    Top-Pendeldistanzen nach Mannheim/Ludwigshafen, Heilbronn, Karlsruhe, Stuttgart, Frankfurt und selbst die kleinen Städte wie Walldorf (SAP), Bruchsal, Graben-Neudorf (SEW, JohnDeere) haben örtlich Schwergewichte vorzuweisen.

    Da können die Preise nicht wirklich billig sein.

  38. AvatarPaluma

    @ Baum

    Ich hab gehört von den gekürzten Arbeitszeiten bei Bosch. Freitags ist dort kaum noch was los. Ein paar kleinere Autozulieferer sind auch Insolvent gegangen, die nur auf Stückzahl aus waren und kein breit aufgestelltes Portfolie an Teilen liefern konnten.  Aber ich denke die treten alle nur kurz auf die Bremse, um dann wieder voll durchzustarten.

    Ich würde gerne in 1-2 Jahren mir nochmal eine Wohnung zum vermieten kaufen, allerdings finde ich die Preise (Faktor 30 aufwärts) schon übertrieben.

    Wahrscheinlich werde ich bei der Suche weiter aufs Land ausweichen. Vielleicht gibt es auch eine Preisrückgang? Aber ich glaube nicht daran…

    PS: PALUMA — ich bin Männlich 😉

  39. AvatarJan Cux

    Wir haben 2007 eine Wohnung im Rhein-Main Gebiet gekauft. Recht groß aber mit Renovierungsstau. Hat damals 190.000 € gekostet, für 145 qm Wohnfläche. Den Renovierungsstau gibt’s immer noch aber wir zahlen den Kredit ab. Die ersten 10 Jahre haben wir wenig Sondertilgung gemacht aber seit wir umgeschuldet haben, machen wir alles was an Sondertilgung geht. Der Kredit muss abgetragen werden, das hat Priorität.
    Die ersten 10 Jahre hatten wir 5% Zins und 1% Tilgung, nun ist es umgekehrt, plus die Sondertilgung. So macht das Spaß.

  40. AvatarStefan Müller

    Verstehe als Eigenheimbesitzer und Vermieter den Hype nicht. Sitze jetzt im Kalten, da gestern um 21.00Uhr die Heizung aufgrund einer defekten Pumpe ausgefallen ist. Ein Heizungsmonteur wollte heute kommen und sich die Flansche und Verbindungen ansehen und ich warte seit 13.00 Uhr darauf, dass er kommt.

    Frühestens Montag wäre eine neue Pumpe da, weil die bestellt werden muss. Bin dafür extra früher nach Hause gefahren und habe die Monteure der Umgebung abgeklappert, bevor ich einen finden konnte, der helfen will.

    Soviel Stress. Wenn man das noch für andere Leute machen müsste ….. Stichwort Mietwohnung.

  41. AvatarNico Meier

    Viele hier sprechen von unvergältnismässig hohen Preise im Vergleich zu den Mieten und haben das Gefühl die Preise müssten wieder sinken. Aber was wenn die Preise weiter steigen und die Mieten auch steigen?

  42. AvatarThomas

    Auch Vermieter brauchen Mieter die die Miete zuverlässig bezahlen können. Ich finde nicht dass die Preise sinken müssen, die können auch noch steigen. Was aber wenn die Mieten verharren wo sie sind?

  43. AvatarNico Meier

    @Thomas

    Wir sehen gerade in den teuren Zentren in der Schweiz seit Jahren steigende Mieten glaube nicht, dass sich da was ändert.

    Wenn ich jeweils ausrechne was uns unser Haus kostet muss ich schmunzeln dafür bekäme ich zur Miete in unserer Region niemals ne Wohnung.

  44. Avatarsammy

    Der Wendepunkt wird kommen sobald die Notenbanken aus gegebenem Anlaß ihre Politik ändern müssen. Solange das billige Geld fließt steigt alles. Da braucht sich niemand den Kopf darüber zu zerbrechen warum wir solche Preissteigerungen bei den Assettklassen haben. Der Junkie braucht seine Droge. Sobald ihm diese Droge entzogen wird bekommt er Schmerzen. We will see..

  45. Der BaumDer Baum

    @ Paluma, ja, sorry, das war Autokorrektur mit deinem Namen.
    Ich kann es ehrlich gesagt nicht wirklich einschätzen. Die Zusammenhänge sind so komplex, aktuell findet soviel statt was einen Einfluss darauf hat. Die einzelnen Daten die ich zu den Themen verarbeiten kann (von der Hirnleistung her) sind vermutlich wenig Objektiv….

     

    …. dennoch mehr als meine Realität kann ich mir nicht bilden, und da sehe ich unglaublich viele problematische Dinge. Ich hab es ja schon oft gesagt, erodierendes Wohlfahrtssysteme, Innovationssprünge, Globalisierung, etc. das hat soviele Wechselwirkungen, und vieles verunsichert zumindest mich. Ich kann es selbst nicht ändern, in der Politik sind Menschen die den Status quo hinterfragen nicht gern gesehen. Also versuche ich möglichst viel Selbständigkeit aufzubauen, damit ich weniger von diesem Blödsinn beeinflusst werde. Woher kommst du den wenn ich fragen darf?

    Grüße Baum

  46. Avatar-M

    @Peter “Welche anlageklassen ist gerade billig”?

    Hier liegt ja das Problem, welches einige immer wieder ansprechen. Viele Märkte bei aktien sind ziemlich hoch bewertet und Immos auch.. siehe den Post von @Kiev weiter oben. Einige immobesitzer werden ihre Schulden in diesem Leben nicht mehr abbezahlen können da hohes DL mir niedriger annuität (2% Tilgung oft). Das wird viele hart treffen, da bin ich mir sicher.

    Es wird immer wieder richtig große Chancen geben wie auch @Wolke schreibt. In der aktuellen Zeit ist es einfach schwerer siehe Buffett mit 128mrd auf de hohen Kante…Das Geld wäre sicherlich investiert wenn alles günstig wäre (klar, er muss natürlich in anderen Dimensionen kaufen).

    Bei Claus und auch bei mir sind viele viele Unternehmen absolut überbewertet. Ok kann auch an unserem System liegen, wir sind ja auch nur Amateure. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass es eher zu teuer wie zu günstig ist. Schade. Ich hätte lieber alles günstig, da ich noch lange Zeit habe zum anlegen.

     

    -M

  47. AvatarThomas

    Es ist noch unfassbar viel Geld in Anleihen allokiert. Ich glaube das niedrige Zinsumfeld ist bei Aktien noch gar nicht richtig angekommen. Ausnahme vielleicht der amerikanische Aktienmarkt. Die anderen Märkte werden meinem Gefühl nach nachziehen.

  48. AvatarPaluma

    @ Baum, ich komme aus Vaihingen an der Enz (Kreis Ludwigsburg). Das ist im Speckgürtel von Stuttgart Richtung Pforzheim.

    Ist schon schwierig einzuschätzen, welche einzelnen Faktoren den letzten Preis am Ende bestimmen. Hin und wieder schau ich die Immobilien Portale durch und frage mich, ob man ernsthaft eine so hohe Miete verlangen kann, damit sich der Preis dann auch rechnet. Als wir unsere erste Wohnung gekauft haben, waren die Preise auch schon kräftig gestiegen gewesen, sind dann aber noch mehr angezogen.

    Ich habe vor, nur noch meine Private Vorsorge über Aktien und Immobilien zu machen. In die gesetzliche Rente zahle ich seit zwei Jahren nicht mehr ein.

    Den Blog von Tim mag ich besonders, weil es nicht nur allein ums Geld geht, sondern auch um Nachhaltigkeit und gegen den Konsumwahn. Lese jetzt seit ca. 2 Jahren mit.

     

     

  49. Avatarsammy

    @Paluma

    In die gesetzliche Rente zahle ich seit zwei Jahren nicht mehr ein.

    Das halte ich für grob fahrlässig.

  50. AvatarRüdiger

    @sammy:  Das halte ich für grob fahrlässig.

     

    Dass wir beide mal einer Meinung sind … 😉

     

  51. Der BaumDer Baum

    @ Sammy, als selbstständiger musst du das nicht wenn ich richtig informiert bin, da kannst du privat vorsorgen. Warum ist das dann fahrlässig?

    @ Paluma, ich komme selbst aus dem Kreis Ludwigsburg, genauer möchte ich hier im Netz nicht drauf eingehen.

    Grüße Baum

  52. Der BaumDer Baum

    @ Rüdiger, ich versuch es jetzt mal nochmal mit einer ernst gemeinten Frage:

    Warum bist du so unglaublich staatsgläubig? Stellst du den nie irgendwas in Frage? K

    Das ist eine sehr angenehme Geisteshaltung und in einigen Fällen auch sinnvoll. Aber immer nur Friede, Freude, Sonnenschein halt ich am Ende auf für fragwürdig.

    Ich will dir auch genau sagen was mich daran ärgert, durch eine solche Haltung leistet man dem Stillstand und fehlentwicklungen Vorschub. Warum kann man nicht konstruktiv Kritik an Dingen äußeren die nachweislich falsch laufen?

    Grüße Baum

  53. AvatarRüdiger

    @Baum:

    Als “staatsgläubig” würde ich mich keineswegs bezeichen. Eher als “staatsgleichgültig”. Hängt mit meiner Herkunft zusammen. Dem Saarländer – mal deutsch, mal französisch – war es schon immer Wurscht, ob er von Paris oder Berlin/Bonn regiert wurde. Viel zu erwarten hatte er eh nicht und er hat sich lieber selber um sein Wohl gekümmert  😉

    Bei Friede, Freude, Sonnenschein finde ich mich auch nicht wieder. Ich arrangiere mich mit den Umständen, die ich nicht ändern kann. Von mir wirst du zum Beispiel nie hören, die EZB sollte … Warum sollte ich mich da aufregen? Die EZB wird eh nicht auf mich hören. Für mich ist es sinnvoller, auf das zu reagieren, was die EZB tut, denn nur das hat Einfluss auf meine Geldanlage, nicht das, was sie m.E. tun sollte  😉

    Konstruktive Kritik äußern … sehr gerne sogar, solange ich selber etwas ändern kann oder zumindest die erreiche, die es können. “Problemschreiber” gibt es genug, “Lösungsschreiber” eher weniger. Ich verkneife mir meist beides, da ich nicht davon ausgehe, dass Parlamentarier hier heimlich mitlesen und meine Ideen aufgreifen und umsetzen. Ich bin politisch nicht “neutral”, würde mir niemals einfallen. Wenn mir etwas gegen den Strich geht, mache ich das auch deutlich. Aber am liebsten rede ich nicht über Politik, sondern mache einfach bei jeder Wahl meine Kreuzchen … und zwar an der Stelle, die mir genehm ist  😉

     

  54. Der BaumDer Baum

    @ Rüdiger, das was du schreibst finde ich überraschend neutral und zurückhaltend. Sonst habe ich dich immer pro Merkel, pro Sozialsysteme, ja keine Kritik an dem Thema Migration etc. wargenommen.

     

    Danke für die Rückmeldung.

  55. AvatarRüdiger

    @Baum:  Warum kann man nicht konstruktiv Kritik an Dingen äußeren die nachweislich falsch laufen?

    Um das zu können, muss man erst einmal wissen, was “nachweislich” falsch läuft. Müsste man dafür nicht im Besitz der “absoluten Wahrheit” sein, um das objektiv beurteilen zu können? Nun ja, manche denken, sie hätten die Wahrheit erfunden und für sich gepachtet. Dazu gehöre ich nicht  😉

    Für mich läuft “nachweislich” so manches falsch, was hier aber gewiss nicht mehrheitsfähig wäre. Ich bin alles andere als harmoniesüchtig, gehe selten einer Auseinandersetzung “Auge in Auge” aus dem Wege … aber sinnlose Besserwissereien und Streitereien vom Zaun brechen, ist auch nicht unbedingt mein Hobby  😉

     

    Und jetzt entschuldige ich mich dafür, die Mehrheit der Leserschaft gelangweilt zu haben.

     

  56. AvatarOlly Wood

    @Stefan Müller

    hm…normalerweise haben die einen(zentralen) Notdienst mit einer Ersatzteilversorgung such übers Wochenende, koste dann einen Aufpreis, glaube so 10%, aber das geht. Den Fall hatte ich auch schon übrigens auch mit einer Pumpe, Freitags um 19 Uhr..:-)

    @sammy & Rüdiger

    da bin ich bei @baum. Ich habe noch nie in die gesetzliche Rente eingezahlt und bin recht froh darüber 😉

  57. AvatarRene

    Wir sind hin und her gerissen, mein Mann und ich.

    Als homosexuelles Paar in MeckPomm ist es keine leichte Entscheidung zu kaufen oder das Gebiet zu verlassen.

    Wir lieben unsere Heimat und möchten Kinder haben.

    Die Preise hier sind noch relativ OK, aber wir denken darüber nach auszuwandern.

     

  58. AvatarThorsten

    Dass ich aus der staatlichen Rentenversicherung ausgetreten bin , war eine sehr gute Entscheidung und keinesfalls fahrlässig. Die abgeflossenen Beiträge wären verpufft und die erworbenen Gummipunkte unvererbbar gewesen. Es gibt ja keine Kapitaldeckung. Mit dem Kapital habe ich meine finanzielle Freiheit beschleunigt. Drei Kreuze, dass ich nicht von  diesem Schneeballsystem abhänge. Laut Werner Sinn wird 10 Jahren 1 Rentner auf einen Beitragszahler kommen. Das System funktioniert nicht. Punkt.

  59. Avatar42sucht21

    @Die gesetzliche Rente

    ist wahrlich nicht optimal und man kann einiges tun. Ich bin froh, dass es diese Versicherung gibt. (Waisenrente, Witwenrente, Rehafinanzierung auch für Angehörige/ Kinder, Altersrente #einLebenLang (Schnitt grob ca. 20 Jahre), für Menschen mit Behinderung usw usw.)

    Ein Staat muss nicht alles unter Renditegesichtspunkten betrachten. Es ist nicht der Sinn der Altersrente, Rentnern 4x pro Jahr Kreuzfahrturlaube zu ermöglichen. Dafür muss man halt weitere private Standbeine nutzen.

    Über die gesetzliche Rentenversicherung kann ich mich nicht richtig  ärgern. Über die Riesterrente sehr wohl. Man kann die gesetzliche Rente auch nicht isoliert von anderen staatlichen Sozialleistungen & Krankenkassen betrachten. Wenn der stolze Hecht welcher noch nie eingezahlt hat mal älter & gebrechlich wird und die Selbstständigkeit nicht gelaufen ist, na woher bezieht dann wohl der tolle Hecht seine Lebensgrundlage?

  60. AvatarMattoc

    Dass ich aus der staatlichen Rentenversicherung ausgetreten bin , war eine sehr gute Entscheidung und keinesfalls fahrlässig. Die abgeflossenen Beiträge wären verpufft und die erworbenen Gummipunkte unvererbbar gewesen. Es gibt ja keine Kapitaldeckung. Mit dem Kapital habe ich meine finanzielle Freiheit beschleunigt. Drei Kreuze, dass ich nicht von  diesem Schneeballsystem abhänge. Laut Werner Sinn wird 10 Jahren 1 Rentner auf einen Beitragszahler kommen. Das System funktioniert nicht. Punkt.

    Beste Comedy 🙂

  61. AvatarMattoc

    Wenn der stolze Hecht welcher noch nie eingezahlt hat mal älter & gebrechlich wird und die Selbstständigkeit nicht gelaufen ist, na woher bezieht dann wohl der tolle Hecht seine Lebensgrundlage?

    Das ist doch kein Problem. Wenn man 4% auf den aktuellen Depotwert Dividenden bekommt, braucht man doch nur 600k, um auf 2k brutto im Monat zu kommen. Das sparen die meisten Selbstständigen auch in den schlecht bezahlten Jobs doch „mit links“ an. 😉

    Dann lieber „die Gummipunkte“ ganz abschaffen. Und das Volk sich selbst überlassen. Für den Konsum wäre das sicher gut.

     

  62. AvatarThorsten

    @Mattoc

    Danke, ich vermisse die sonstigen Verrisse. Zum Glück lebt jeder wie er will. Private Krankenkasse und Ausstieg aus der Rentenkasse haben mir einen Tausender im Monat gespart. Damit konnte ich quasi wie die US-Amerikaner investieren, wenn auch mit entsetzlicher Steuerlast – und lebe heute von kapitalgedeckter Eigentrente, wie die Amis.  Natürlich hauptsächlich mit Dividendenaktien, das ärgert dich dann noch mehr 😉 Nicht böse gemeint, für Angestellte gibt es derzeit keine kapitalbildenden Alternativen außer ins eigene Depot vom Netto zu klotzen.

  63. AvatarLad

    In vielen Landkreisen in Ostdeutschland, aber auch in der Eifel oder im Norden Bayerns stehen mehr als 10% der Wohnungen leer.
    Landesweit haben Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen den höchsten Leerstand mit Quoten von 12.6%, 10.9% und 10.0%.

  64. AvatarThorsten

    Lad, ja und bald wird es die ersten Häuser für 1€ geben. Da ziehen dann pensionierte Städter ein, die ihr teures Haus in Köln verkaufen und auf dem Land ausspannen. Deswegen Wendland nah an Hamburg, Lüneburg. Bei uns sind 2 von 17 leer. Kann man sofort kaufen.

  65. AvatarThorsten

    @42sucht21 warum gehst Du vom worst case aus ? Selbst und ständig. Funktioniert in der Regel. Diese negative Einstellung gegenüber Selbstständigen ist echt blöd, “es könnte was passieren”. Bitte keine Versicherung für Unglück.

  66. AvatarThomas

    @gesetzliche Rente.

    Was mich hier antörnt ist die Tatsache, dass sie mittlerweile zum Spielball der Politik geworden ist. Die Politiker bestimmen mitterweile wie die Rente unter dem Wahlvolk verteilt wird. Die Grundrente zeigt, dass wir Richtung Einheitsrente gehen. Leider bin ich Angestellter und bin gezwungen einzuzahlen. Aus Gründen der Solidarität natürlich.

     

    Gruss,

    Thomas

  67. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Wolke

    Nun bei Hypotheken handelt es sich wohl um die größte finanzielle Verpflichtung, die man im Leben eingeht. Daher sollte man das genau prüfen.

  68. AvatarRüdiger

    @Thorsten:  Funktioniert in der Regel.

    Halt nur blöd für den Fall, dass sich der “worst case” nicht an die Regel hält  😉

     

  69. AvatarPaluma

    @ Baum, Vaihingen ist ja groß genug um noch anonym zu sein. Aber verstehe dich schon. Freut mich das du aus der nähe kommst.

    Mein Onkel ist letztes Jahr verstorben. Er war ein erfolgreicher Unternehmer und hat stehts die Freibeträge für die Rürup Rente genutzt. Jetzt hat er so viel Vermögen aufgebaut, dass meine Tante keine Ansprüche auf eine Wittwenrente bekommt.

    Das ist auch einer der Gründe, warum ich keine Staatlichen Förderungen in Anspruch nehme, um eine “sichere Rente” zu bekommen. Irgendwo ist imner ein Haken.  Und letztens hat der Staat seine Schäfchen mit der Rente in der Hand.

     

  70. Avatar42sucht21

    @Thorsten – warum gehst Du vom worst case aus? Selbst und ständig. 

    Ich vermute Sie haben auch eine (Berufs-)Haftpflicht oder als Immoeigentümer die Brandkasse u.ä. Braucht man ja in der Regel auch nicht wirklich aber ist schöner es zu haben im wc. Auch schöner wenn der Nachbar es auch hat.

    Bei Rente geht es mir um persönliche Antifragilität und Gesellschaftsstabilität. Nein, ich meinte das nicht negativ. Grob ca. 25% der Selbstständigen schaffen es nicht. Grob 42% der Selbstständigen betreiben dauerhaft eine 1-Man Show und die gleiche Anzahl sind Unternehmen haben 1-4 Angestellte. (die Zahlen sind 10 Jahre alt von 2008) Da ist jetzt der Besuch seines persönlichen Schwarzen Schwans auch nicht völlig ausgeschlossen.

  71. KievKiev

    @ Immobilien

    Hier gibt es ein paar Punkten ohne Antworten. Paluma, wie alt bist Du ungefähr? Du vermietest bereits wenn ich es richtig verstanden habe. Somit kennst Du viele Dinge vermutlich schon. Schulden schränken die Freiheit immer ein. Auch wenn gute Mieteinnahmen ihnen entgegen stehen bleiben sie eine Verbindlichkeit. Ich möchte im Alter keine Verbindlichkeiten mehr haben. Anton Kreil empfiehlt generell keine Verbindlichkeiten in Form von Schulden aufzunehmen, da sie dem Punkt Freedom is an Asset entgegen stehen. Er hat damit nicht unrecht. Ich habe Schulden allerdings genutzt um Gas zu geben. Ich hatte und habe bedingt durch mein Alter aber noch viel Zeit.

    Falls Du eine Wohnung mit Faktor 30 erwirbst ist das keine gute Rendite. Zumindest wenn die Wohnung bereits marktüblich vermietet wird. Vielleicht kannst Du sie gewinnbringend an einen Käufer für Eigennutz in 10 Jahren verkaufen. Ob sich das rentiert ist allerdings Spekulation. Als Vermieter möchte man mit dem Cashflow bereits am Anfang positive Überschüssige erzielen. Instandsetzungsrücklage, nicht umlegbare Kosten wie ein Verwalter kommen in dem Fall der WEG ja noch hinzu. Im Alter wird die Pflege der Einheiten auch nicht leichter, so dass man mehr Service in Anspruch nimmt und sich dies negativ auf die Rendite auswirkt. Bei 3.3% ist kein Spielraum vorhanden.

    Falls Du bereits Wohnungen vermietest kannst Du doch einfach Geld in Aktien anlegen. Das ist wohl auch in höherem Alter möglich.

    @ Rene

    Aufgrund der Kaufnebenkosten sollte bei einem Immobilienkauf für die Eigennutzung immer ein Zeitraum von mindestens 5 Jahren anvisiert werden. In Euren Fall würde ich erst evaluieren wo Ihr mit den Kindern leben möchtet und dann etwas kaufen wenn alles passt. Eine Vermietung von einem zuvor  eigengenutzten Objekt sehe ich nicht sehr vorteilhaft an. Je nachdem wohnt man nach dem Umzug weiter weg und kann sich entsprechend schlechter kümmern. Außerdem hat man bei Eigennutz wesentlich schneller getilgt und vielleicht auch unnötiges Zeug verbaut.

    @ Zu Klempner

    Als Vermieter habe ich den Installateur meines Vertrauens. Er wird für alle möglichen Dingen eingesetzt. Als Privatperson bleiben solche Möglichkeiten verwährt. Hier kann ich Probleme einfach beheben lassen.

     

  72. AvatarChris

    Ich wohne in Wiesbaden, eine der teuersten Städte Deutschlands. Mieten gehen je nachdem wo man wohnen will. Klar die exklusiven Gegenden kann sich kein Normalo leisten, normale Gegend schon, zumindest zum mieten.

    Bei mir um die ecke wird gebaut. Das Grundstück lag 30 Jahre brach, dafür fällt wieder Grünfläche weg. Also wieder schlechtere Luft, wo dann gemeckert wird.

    Ich wäre für Auflagen dass jeder neubau ein begrüntes Dach, bei flachdach, haben muss.

    Klar sind die Zinsen niedrig. Aber hier kosten die Wohnungen ca. 400k (3-4 Zimmer).

    Also 400 Monate 1.000 euro ohne zinsen schonmal.

    Das müssten viele bedenken. Das ist schon eine Hausnummer.

  73. AvatarPaluma

    @Kiev, Ich bin Anfang 30. Wir haben uns erst eine Wohnung zur Eigennutzung gekauft und seit einem halben Jahr vermieten wir diese. Damals habe ich für die Wohnung einen Faktor 24 überschlagen. Ich denke ich werde weiter aufs Land ausweichen, um zu einem ähnlichen Faktor wieder kaufen zu können. Aber bis dahin ist auch noch etwas Zeit.

    Ich mag Immobilien als Kapitalanlage, da hat man einfach etwas zum anfassen. Und die Verantwortung  zu haben macht mir (bis jetzt) auch Spaß.

    Aktien sind toll, weil sie schnell liquide gemacht werden können, das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele mit Aktien nicht erfolgreich sind.

    Ich möchte Buy and Hold in beiden Anlageklassen machen, aber es kann von Vorteil sein, wenn man in einer Notsituation steckt, schnell an Geld zu kommen.
    Durch meinen Beruf bin ich auch an meine Gegend gebunden. Ich mag es überall erkannt zu werden und für mich kommt weg ziehen wenig in Frage.
    Wie lange hältst du schon deine Immobilien im Bestand?

    Grüße Paluma

  74. KievKiev

    @ Paluma

    Es ist gut, dass Du viel Zeit für die Entwicklung der Immobilie mitbringst. Ich hatte ein höheres Alter angenommen. Suchst Du eine Immobilie für den Eigenbedarf? Hier ist die finanzielle Rendite vielleicht nicht ausschlaggebend. Die Immobilie sollte zu dem angestrebten Leben bestmöglich passen. Möchtest Du mit Familie dort wohnen usw. Falls es bis zu diesem Zeitpunkt aber noch einige Jahre dauern sollte, ist die Fragen ob sich der größere Wohnraum heute schon lohnt. Den Preis musst Du schließlich schon mit dem Kauf dafür bezahlen. Hier ist mieten einfacher.

    Für mich sind Investitionen an der Börse aktuell interessanter, da ich hier relativ einfach und breit gestreut mehr als 3% mit Inflationsausgleich erwarte. Immobilien kann man sehr gut Hebeln. Es muss aber auch ein Überschuss vorhanden sein den man hebeln kann.

    Ich bin um die viermal im Jahr im Raum Stuttgart. Ich kenne die Preise, Mieten und Möglichkeiten nicht ganz genau. Ein Faktor 30 käme bei mir nur in einer sehr guten Lage in Betracht. Das wäre dann für mich eine sehr sichere Anlage. Nehmen wir das Bild von Tim. Falls es aus einer ETW mit Faktor 30 erstellt wurde, so würde ich sie vielleicht kaufen. Diese Wohnung kann man schließlich immer wieder an private Käufer teuer verkaufen. Meine These stütze ich auf die Vergangenheit. Mark Twain hat bereits in seinem Bummel durch Europa viel Zeit im Heidelberg verbracht. Das hatte vermutlich seine Gründe. Bei C Lagen ist die Rendite am höchsten. Aber es benötigt auch am meisten Aufwand. Und es hat Risiko. Falls die Automobilindustrie langfristig 30% weniger Umsatz macht wird das Auswirkungen in Stuttgart haben. Vor allem in C Lage. Falls Du als Beispiel für 5000€ Aktien von Daimler und Porsche gekauft hast wird es Dich auch treffen. Aber die Verluste sind im Vergleich mit der Immobilie überschaubar.

    Ich habe selbst ein MFH erworben. In Top Lage mit hohem Renovierungsstau. Die Anfangsrendite vor 5 Jahren lag nur bei 4% aber es hat mir Sicherheit geboten. Ich hätte eine WEG Teilung durchführen können und eine Einheit sehr lukrativ verkaufen können. Eine Einheit ist darüberhinaus heute mehr als 50% im Wert gestiegen. Das konnte ich allerdings in der Form nicht erwarten. Durch die Reparaturen, WEG Umwandlung und Wertzuwachs würde ich heute 100% mehr Geld für eine Einheit am Markt erhalten. Ich habe aber auch viel repariert. Man hätte im Block eine Kernsanierung durchführen können. Das wäre aufs selbe hinaus gelaufen.

    Ich habe auch nach einem weiteren MFH gesucht und auch einige ETWs besichtigt. Ich habe diverse Protokolle zu Eigentümerversammlungen gelesen. Ich war hier manchmal von unnötigen und völlig überteuerten Maßnahmen und Trägheit in der Entscheidungsfindung schokiert. Wir hatten auch eine ETW verbindlich reserviert und ein Maklertermin stehen. Der Deal ist allerdings geplatzt. Sie hätte sich auch gelohnt. Es ist für mich heute aber in Ordnung. Ich muss keine Verbindlichkeiten mehr aufnehmen. Ich möchte in absehbarer Zeit frei sein. Da wären neue Schulden eher hinderlich. Auch wenn ein guter Cashflow diesen entgegen stehen sollte.

  75. AvatarRalf

    “Als homosexuelles Paar in MeckPomm ist es keine leichte Entscheidung zu kaufen oder das Gebiet zu verlassen.”

    Warum nicht? Und aus welchem Grund der explizite Hinweis auf die sexuelle Orientierung?

    “Wir lieben unsere Heimat und möchten Kinder haben.”

    Das ist nachvollziehbar. Da bleibt aber vermutlich biologisch bedingt nur eine Leihmutter, Adoption oder durchaus wertvolle Aufgabe als Pflegeeltern. Adoption ist generell aber schwierig, die Warteslisten sind sehr lang und streng geregelt. Das ist auch gut so im Sinne der Kinder.

    @Immobilien: Der sogenannte EPX-Hauspreisindex spricht gerade für Neubauten eine deutliche Sprache. Die Preise gegenüber dem Basismonat August 2015 haben sich um über 60 Prozent erhöht. Nicht wenig. Eine Gegentrend ist nicht zu erkennen. Wird noch weiter gehen.

    @Immobilienaktien: Was habt ihr aus dem Bereich im Portfolio?

  76. AvatarNico Meier

    Vermietung

    Da mein Vater berufsbedingt einige Jahre im Ausland verbracht hat, hat er mir während dieser Jahre die Bewirtschaftung seines Hauses mit drei Wohnungen und einem Gewerberaum im EG übertragen. In diesen Jahren hatte ich zwei Mieterwechsel zu bewältigen. Da muss man vor Abnahme der Wohnung den Zustand anschauen um abzuschätzen ob nur der Maler gebraucht wird oder weitere Handwerker. Auch Administration fällt an. Einer der Mieter hatte ab und zu mal vergessen die Miete zu überweisen. Habe ihn dann kuez angerufen und gefragt wies mit der Miete aussieht eine Woche später kam die Miete dann doch. Dann hat man die Anrufe der Mieter was wiedermal nicht funktioniere.

    Ich denke viele unterschätzen den Aufwand.

  77. AvatarRalf

    @Schulden: Der SPD-Finanzminister Scholz will laut Medien rund 2500 stark verschuldeten Kommunen einmalig Schulden abnehmen….

  78. AvatarMarc

    Tja, irgendwann wird sich ggf. eine Blase bilden, die dann möglicherweise platzt. Derzeit gibt es jedenfalls keine Blasenbildung, weil

    a) die Kreditvergabe für Immobilien restriktiv ist

    b) es keinen spekulativen Bauboom gibt wie seinerzeit in Spanien

    c) demgegenüber die Nachfrage nach Wohnung in den urbanen Regionen weiterhin hoch bleiben wird.

    Zweifellos gibt es Preisübertreibungen, aber solange die privaten Haushalte ihre Verbindlichkeiten bedienen können (s. Punkt a) kann von Blase keine Rede sein.

    Feuer frei!

  79. AvatarRüdiger

    @Immobilien:

    Ich habe mein Häuschen mit reichlich Garten, in ländlich landwirtschaftlicher Umgebung. Mehr Immobilien brauche und will ich nicht.

    Umso entspannter kann ich die interessanten Diskussionen hierzu verfolgen. Geht mich ja alles nichts an  😉

  80. AvatarNico Meier

    Ich habe mein Häuschen mit reichlich Garten, in ländlich landwirtschaftlicher Umgebung. Mehr Immobilien brauche und will ich nicht.

    @Rüdiger

    Da sind wir uns doch mal einig kommt ja genug selten vor. 😉

     

  81. AvatarThorsten

    @42sucht21

    Ich lese eine Versicherungsmentalität heraus. Früher war ich auch so. Bis ich gemerkt habe, dass das reine Angst und Passivität ist. Und mit dieser Angst machen andere Geschäfte. Das verträgt sich dann irgendwann nicht mehr mit aktivem Unternehmertum, wo Kosten und Nutzen kalkuliert werden. Wenn dann erwähnt wird, wie viele Selbstständige scheitern ( wie oft ? Für immer ?), dann müsste ich im Gegenzug ja argumentieren, dass die staatliche Rente schon deswegen hinfällig ist, weil viele sie gar nicht erleben oder wenige Jahre nach Beginn versterben. Da scheitern viele, weil sie sterben und ihr Geld nicht mehr herausbekommen. Die Erben bekommen 0. Unternehmerisch fast immer ein Verlustgeschäft. Deswegen private Vorsorge und bloß raus aus dem Schneeballsystem, wer kann.

  82. AvatarFelix

    @ Ralf

    Das ist SPD-pur: Wer sein Geld raushaut und über seinen Verhältnissen lebt, der wird staatlich subventioniert, wer sparsam lebt, dem nimmt der Staat das Geld ab um es den Schuldenmachern zu geben. So setzt man politisch falsche Anreize.

  83. AvatarFollower

    Weder die Immobilien noch die Mieten sind zu teuer, im internationalen Vergleich sind die eher günstig in Deutschland. Was zu gering ist, sind die Haushaltseinkünfte. Alles Folgen von 20 Jahren Lohndumping. Oder wie ist es zu erklären, dass eine 5-köpfige Familie besser von Harz-4 leben kann als von einem Arbeitereinkommen? Der Abstand der Löhne zu den Almosen ist zu gering, weil die Löhne zu gering sind. Auf ganzer Breite.

    Und wo wenig Geld für Miete zur Verfügung steht, lohnt auch kaum zu investieren. Daher kommt ja erst der Wohnungsmangel. Und daher kommt erst die Altersarmut, wenn ein Erwerbsleben nicht genug Rentenpunkte zusammenbringt, weil zu wenig verdient wurde.

    Das Lohndumping war politisch initiiert. Gegen die Folgen wird aber am falschen Hebel angesetzt: An der Abgabenlast und den Renditeeinbußen derer, die noch gerade so an der Oberfläche schwimmen und noch nicht mit der Masse untergegangen sind.

    Zurückdrehen lässt sich sowas ja nie. Man kann sich nur daran ausrichten und Konsequenzen für das eigene Handeln ziehen. Eigene Ziele setzen und dran bleiben. Dafür sind wir doch hier, oder?

     

  84. AvatarNico Meier

    Alles Folgen von 20 Jahren Lohndumping. Oder wie ist es zu erklären, dass eine 5-köpfige Familie besser von Harz-4 leben kann als von einem Arbeitereinkommen? Der Abstand der Löhne zu den Almosen ist zu gering, weil die Löhne zu gering sind. Auf ganzer Breite.

    @Follower

    Man kann behaupten die Löhne seien zu tief. Ich behaupte die die Sozialleistungen sind einfach zu hoch. In den letzten Jahren wurden ständig der Sozialbereich ausgebaut, daher auch die Kostenexplosion in diesem Bereich. Sozialhilfe bzw. Hartz IV sollte das Überleben sichern und ist nicht gedacht dafür, dass sich arbeitsscheue Menschen es sich gemütlich machen!

    Senkt die Leistungen und schon werden mehr Menschen wieder selber für ihren Lebensunterhalt sorgen!

  85. AvatarThorsten

    Es geht los – leider. Das Unternehmen Allseas ist vor den Sanktionen der USA eingeknickt , wurde gerade im Radio verkündet. Das ist ein Angriff auf die Selbstbestimmung und die freie Welt. Wer Deutschland angreift, greift Europa an. Europa wird sich wehren.
    Ein erster Schritt wäre die Ausweisung der agressivsten Diplomaten, z.b. Grenell, der für die transatlantischen Beziehungen unbrauchbar ist, da er sich wiederholt zersetzend geäußert hat und Europa als Protektorat der USA versteht.

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Berlin-verurteilt-US-Einmischung-article21472471.html

  86. AvatarBlackrock

    @Thorsten

    Was soll denn deiner Meinung losgehen? Wer soll denn unser freies und so selbstbestimmtes Land angreifen – Donald Trump? Wie heute in den verschiedensten Publikationen zu lesen war, wurde unsere Politik des wir wollen alles selbstbestimmt entscheiden und alles kritisieren, belehren und maßregeln aber so wenig wie möglich zur freien Welt beitragen schon von Obama kritisiert.

    Was haben denn unsere Lampen erwartet, einen demokratisch gewählten Präsidenten der stärksten Millitär und Wirtschaftsmacht dauernd an das Bein pinkeln und sich von demselben beschützen und aushalten zu lassen?

    Die beste Zeit war als das Transatlantische Verhältnis eng und freundschaftlich geknüpft war!

     

  87. AvatarM

    In den 1980 Jahren (zu Beginn meines Berufslebens) rieten mir meine Eltern zu Lebensversicherungen, mit staatlicher Unterstützung. Leider musste ich diese wegen nicht vorhersehbaren Studienkosten und ohne nennenswerte Rendite wieder kündigen. Lebensversicherungen über 30 Jahre waren damals Mainstream. Als wir 2005 ein Reihenendhaus in einer deutschen Metropole gekauft haben stagnierten die Preise für Häuser oder fielen schon seit über 10 Jahren. Der Immobilienerwerb war zu dieser Zeit eher etwas für den Antiinestor. Im Nachhinein und bisher ein goldenes Investment. Als ich Ende der 1990 Telekomaktien gekauft habe waren sich alle einig: Must have. Einige Jahre später folgte der Absturz und ich musste meine Bestände für ein Bruchteil wieder verkaufen. Etwas später mit Penny Stock Aktien experimentiert und den Empfehlungen von Markus Fricke (n-tv) gefolgt. Der Starinvestor sitzt heute wegen Börsenbetrugs ein und hinterließ -nicht nur bei mir- verbrannte Erde. Die Finanzkrise 2008 -ohne Aktien- glücklich überstanden und erst wieder 2015 an der Börse. Diesmal wissenschaftlich fundiert auf der Grundlage der Untersuchungen von Prof. Martin Weber (arero). Aufgrund meiner Erfahrungen sehe ich Vorhersagen in diesem Zusammenhang -und damit bin ich bei Tims Artikel -ziemlich gelassen. Das trifft auch auf den Arero Ansatz (Passiv, breite Diversifikation) bzw. der hier im Block favorisierte buy and hold Ansatz. Wahrscheinlich alles nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern abhängig vom gesellschaftlichen, politischen Umfeld in dem wir gerade Leben. Es bleibt halt spannend.

    M

  88. AvatarRalf

    “Weder die Immobilien noch die Mieten sind zu teuer, im internationalen Vergleich sind die eher günstig in Deutschland. Was zu gering ist, sind die Haushaltseinkünfte. Alles Folgen von 20 Jahren Lohndumping. Oder wie ist es zu erklären, dass eine 5-köpfige Familie besser von Harz-4 leben kann als von einem Arbeitereinkommen?”

    Da ist was dran. Die Entwicklung der Reallöhne trotz des jahrelangen Wirtschaftsbooms im Durchschnitt ist ernüchternd. Die Netto-Reallöhne sind in D seit Anfang der 90er Jahre kaum gestiegen. Von 2004 bis 2008 gingen sie sogar zurück. Erst in den letzten Jahren gibt es kleine Bewegungen.

    “Die beste Zeit war als das Transatlantische Verhältnis eng und freundschaftlich geknüpft war!”

    Das kann man in Heidelberg gut feststellen. Als die Nato und die Amerikaner noch in Heidelberg stationiert waren, war das wirtschaftlich und sicherheitsmäßig von Vorteil. Die Amerikaner brachten viele Jobs und die Stimmung war besser.

    “Senkt die Leistungen und schon werden mehr Menschen wieder selber für ihren Lebensunterhalt sorgen!”

    Das würden sicherlich viele unterschreiben. Aber die Gerichte sitzen hier leider mehrheitlich auch auf der falschen Seite. Die Zeche zahlt die Mittelschicht.

    Wird noch schlimmer werden. Im ÖD bekommt man so einiges mit was nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Leider besteht Verschwiegenheitspflicht (Unterschrift) für Mitarbeiter im ÖD, sonst würde in D viel mehr an das Licht kommen…..

  89. AvatarHurtz

    @Immobilien in Frankfurt:

    Weiß jemand von euch, ob der neue Frankfurter Baulandbeschluss auch für kleine private Investoren gilt? Z.B. wenn ich auf einem erschlossenen mit einer Lagerhalle bebauten Grundstück in Frankfurt ein kleines MFH mit 10 Wohnungen hinstellen möchte? Der Zweck des Grundstücks würde indirekt geändert werden…

    Der verabschiedete Baulandbeschluss verdeutlicht wieder, wie sehr wir alle durch Enteignung bedroht sind.

  90. AvatarRalf

    @Frankfurter Baulandbeschluss: Das ist schon ein deutlicher Einschnitt. Bis zu zwei Drittel des Gewinns soll abgeschöpft werden, der dadurch kommt dass die Stadt für Flächen Baurecht schafft. Für alle Investoren, egal in welchem Stadtteil soll es noch dazu Vorgaben für 70 Prozent vom geplanten Wohnungsbau geben.

    Das ist im Prinzip eine geschickte Form der Enteignung oder Planwirtschaft! Eigentum wird in D immer weiter bekämpft und Investoren bekommen große Steine in den Weg gelegt. Ich sehe langsam doch schwarz für D und Leistungsträger in diesem Land.

  91. AvatarRüdiger

    … wie sehr wir alle durch Enteignung bedroht sind.

    Gibt’s schon offizielle Spendenkonten? Ein paar Euro – genug für eine warme Mahlzeit – für Not leidende, gescheiterte Ex-Kapitalisten würde mein Budget noch hergeben  😉

  92. AvatarHurtz

    @Rüdiger:

    Sehr kontraproduktiv und am Thema vorbei, aber typisch für Sozialschwache. 🙂

     

    @ Ralf:

    Also so richtig schlau werde ich aus den Artikel in der heutigen FAZ oder im Netz nicht. Wenn das wirklich auch für kleinste Investoren gilt, dann dürfte ich über die Nutzung von 70% nicht mehr frei entscheiden und müsste mich den Stadtvoegaben beugen.

    Dann verkaufe ich es lieber an Freund Abuo Chaker. Er darf da sicherlich bauen, was er möchte. 🙂

  93. AvatarRüdiger

    … aber typisch für Sozialschwache.

    So ist es. Wir haben halt ein Herz für Bedürftige 😉

  94. AvatarThorsten

    Kann das jemand bestätigen ?

    Angeblich arbeitet die Landesregierung Berlin daran , den Milieuschutz zu erweitern. Das heißt , dass im  Milieubereich ab einer bestimmten Quote an landeseigenen Immobilien eine Umwandlung der verbliebenen privaten Immobilien gegen Entschädigung erfolgen kann.

  95. AvatarRüdiger

    @Mark85:

    Mit dem link scheint etwas nicht zu stimmen …

    Erstaunlich … 41%! Mir gefällt’s auf der Arbeit. Interessante Aufgaben, gute Bezahlung, vernünftige Kollegen (arschlochfreie Zone!) … ich glaube, ich gehe noch ein Weilchen 😉

  96. AvatarHurtz

    @Rüdiger:

    Wenn ich in Ihren Augen schon ein Kapitalist bin, dann sind Sie in meinen nun einmal sozialschwach.

    Das Einzigste was ich möchte ist ein freies und selbstbestimmtes Leben. Jedes meiner Kinder soll so wie ich eine weitere Immobilie zum Familienbesitz hinzugefügt erhalten. Da ist nicht von Luxuswohnung oder ETW Umwandlung die Rede. Einfach und planbar nach Mietspiegel (in diesem Fall 11 € kalt) investiert.

    Sie erwecken in mir nur den Anschein, dass es sich bei Ihnen um den hässlich neidischen Deutschen handelt, der mit seinem eigenen Leben nicht im Einklang ist.

    Würde der Staat ein Gesetz erlassen, dass jeder Finanzbeamte sich an Ihrer Frau zu 70% bedienen könnte, Sie wären wohl auch begeistert. 🙂

     

  97. AvatarHurtz

    @Thorsten:

    Davon habe ich bislang noch nichts gehört, würde mich aber auch interessieren.

    In die politische Richtung würde es auf jeden Fall passen.

  98. AvatarRüdiger

    Sie erwecken in mir nur den Anschein, dass es sich bei Ihnen um den hässlich neidischen Deutschen handelt, der mit seinem eigenen Leben nicht im Einklang ist.

    Was ich in Ihnen erwecke, ist mir herzlich Wurscht … solange Sie mir keinen Heiratsantrag machen 😉

    Könnte daran liegen, dass mein Leben einen Sinn hat und rundum erfüllt ist. Das scheint nicht der kapitalistische Standard zu sein. Interessiert mich aber auch nicht. Nicht meine Sorge  😉

  99. AvatarHurtz

    @Rüdiger:

    Könnte daran liegen, dass mein Leben einenSinn hat und rundum erfüllt ist.

    Herrlich, eine andere Antwort habe ich nicht erwartet. 🙂

  100. AvatarRüdiger

    Ich erfülle gerne Erwartungen 😉

    Vor allem die, von frustrierten Kapitalisten. Die sind eh geplagt genug  😉

    Eine kleine Freude bereiten, kostet mich nichts 😉

  101. Mark85Mark85

    An Rüdiger: Normerweise soll zur altehrwürdigen BILD weitergeleitet werden, aber manchmal scheint der Editor zu spinnen. Oder ich bin zu blöd. 😉

    Egal. Ich denke, dass man auch gut ohne eine Erwerbsarbeit auskommen kann, solange man genügend zu tun in Form von Freizeitbeschäftigungen hat. Es darf keine Langeweile aufkommen. 🙂

  102. AvatarHurtz

    Vielen Dank für meine Erheiterung. 🙂

    Ich verstehe leider nur nicht, warum Kapitalismus oder ich ein schlechter Mensch sein soll, dem es verboten sein soll ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen.

    Im Sozialismus gibt es doch lediglich drei Schichten denen es gut geht. Das sind die machthabenden Regierenden, die in Palästen wohnen, deren Beamte, die sich in deren Dunstkreis anbiedern und das Militär, das das Regime schützt. Alle andere drum herum leben in absoluter Armut. Wie kann ein Land wie Deutschland nur so etwas anstreben, wo es doch immer heißt, der Deutsche soll aus der Vergangenheit lernen…

  103. AvatarChristian

    Die steuerzahlenden vorallem Männer wählen AfD. Das hat nicht viel mit Mieten zu tun sondern mit hohen Steuern und dem selbstherrlichen Abschaum der mittlerweile in den Parlamenten sitzt. Hätten nur Steuerzahler wählen dürfen hätte die AfD bereits die absolute Mehrheit in Sachsen. Das Problem sind also die ganzen Spinner und Konsumaffen die nichts erwirtschaften und alles verkonsumieren. Hier steht ein unslösbares Problem nicht nur vor Deutschland. Der geisteskranke Abschaum der Merkel und Company immer wieder in die Ämter wählt wird sich nicht freiwillig hinlegen und absterben.

  104. AvatarRüdiger

    Vielen Dank für meine Erheiterung.

    Sollten Sie mich meinen, aber jederzeit gerne. Und auch gerne wieder  😉

    Beruht offensichtlich auf Gegenseitigkeit … eine win-win-Situation, sozusagen 😉

     

    An Mattoc: Natürlich kann man gut ohne Erwebstätigkeit auskommen, solange man sich nicht langweilt. Aber so’n paar Euro zusätzlich, auch wenn man sie nicht braucht, sind auch nicht wirklich blöd. Im Zweifelsfall kann man sie ja spenden …

    Von der interessanten Arbeit (sofern vorhanden) und netten Kollegen (sofern vorhanden) gar nicht zu reden 😉

  105. AvatarHurtz

    @Christian:

    Hätten nur Steuerzahler wählen dürfen hätte die AfD bereits die absolute Mehrheit in Sachsen.

    Für mich muss es nicht unbedingt die AFD sein, aber gegen die Wiedereinführung des Zenuswahlrechts hätte ich gewiss nichts.

    Da fallen mir spontan die Bahnhofsklatscher ein, die damals gejubelt haben, es aber nie bezahlen werden.

  106. AvatarPaluma

    @kiev, danke für die ausführliche Antwort.

    Ich suche nach einem Renditeobjekt. Momentan habe ich aber so viel um die Ohren, da hätte ich auch gar keine Zeit.

    Wenn nächstes Jahr ein bisschen Geld auf der Seite ist und vielleicht auch ein wenig Zeit :-), fange ich mal an mit der Bank zu sprechen und begebe mich auf die Suche.

    Daimler habe ich nicht im Depot, dafür Tesla. Bin aber an der Börse auch erst seit 4 Jahren dabei. Das erste Jahr war mehr Geld vernichten. Hin und her macht Taschen leer;-)
    Jetzt kaufe ich nur noch und lasse alles liegen. Die mittlerweile angesparte Summe kann sich schon sehen lassen.
     

  107. AvatarChris kross

    Comdirect hat die Anzahl der besparbarenden Wertpapiere erhöht. Eine super bank. Hoffentlich wird die anstehende Übernahme durch die Commerzbank die Qualität nicht verringern. Nur die order Gebühren sind auch für eine Premium Bank zu hoch. Sie sollte kräftig investieren in neue It.

    Die Immobilienblase wird sehr langsam platzen wenn überhaupt denk ich und noch ne ganze Weile auf sich warten lassen. Und dann immer heftiger werden.

    Die Afd ist für mich keine Alternative wegen diesem rechten höcke “Flügel”. Mir gefällt die fdp gut wenn auch nicht perfekt. Mehr innovationen für eine starke Zukunft, weniger Verbote, geringere Abgaben vom brutto, moderne Schulen und eine gute Einwanderer Politik ähnlich den USA. Weniger komplexe bürokratie. Und kubicki weist auch mal den us botschafter in die Schranken und steht für ein selbstständiges, selbstbewusstes Deutschland. Für mich aktuell die beste Wahl. An der afd gefällt mir jedoch der Euro austritt. Eine Währungsunion hat große Nachteile wenn so unterschiedliche Länder dabei sind. Europäische Armee würde ich gut finden jedoch.

    Frohe Feiertage an euch alle

     

  108. AvatarSparta

    @Chris kross

    “Die Afd ist für mich keine Alternative wegen diesem rechten höcke “Flügel”.”

    Definitiv, diese “Hetzerei” hat keine Lösung im Gepäck sondern nur emotionale Verführung und Destruktivität!

    Dieser Kommentar von Christian:

    “Der geisteskranke Abschaum der Merkel und Company immer wieder in die Ämter wählt wird sich nicht freiwillig hinlegen und absterben.”

    zeigt diese hässliche Fratze und eine Wortwahl, welche mit zur Verrohung von unserer Gesellschaft beiträgt.

    Da schreibe ich dann lieber ein Rezept für eine weihnachtliche Blaukrautsuppe. 😉

    Schöne Feiertage!

  109. Avatarsammy

    @Sparta

    Warum? Christian hat  doch vollkommen recht! Blaukrautsuppe passt wohl ganz gut zu dir. Weiter so!

  110. AvatarRüdiger

    @Sparta: Definitiv, diese “Hetzerei” hat keine Lösung im Gepäck sondern nur emotionale Verführung und Destruktivität!

     

    Offensichtlich findet die AfD (Abschaum für Deutschland) damit genug Dumme, die ihrer Hetze und ihren Parolen hinterherlaufen  😉

    Ich bin mal gespannt, wie es nach der nächsten Bundestagswahl aussieht, wenn es um die Kanzlerschaft geht. Ob die CDU/CSU dann charakterfest genug ist, sich vom parlamentarisch vertretenen Wurmfortsatz der rechtsextremen Brüllaffen zu distanzieren. Wenn es ohne das völkisch-nationale Gschwerl nicht zum Kanzler reicht, habe ich so meine Zweifel an den “Christlichen”  😉

     

  111. AvatarAnders

    Unsere Gesellschaft ist zu tiefst gespalten. 🙂

    Auf der einen Seite die klimabesorgten kommunistischen Gutmenschen Sparta und Rüdiger, denen politische Entwicklungen in Berlin und Frankfurt egal oder willkommen sind. Auf der anderen Seite die bösen besorgten Brüllaffen. 🙂

    Chis kross Wunschdenken, dem ich zu 100% zustimme, bleibt hingegen auch zukünftig unerreichbar für dieses Land, da politisch und gesellschaftlich nicht gewollt.

     

    Die Afd ist für mich keine Alternative wegen diesem rechten höcke “Flügel”. Mir gefällt die fdp gut wenn auch nicht perfekt. Mehr innovationen für eine starke Zukunft, weniger Verbote, geringere Abgaben vom brutto, moderne Schulen und eine gute Einwanderer Politik ähnlich den USA. Weniger komplexe bürokratie. Und kubicki weist auch mal den us botschafter in die Schranken und steht für ein selbstständiges, selbstbewusstes Deutschland. Für mich aktuell die beste Wahl. An der afd gefällt mir jedoch der Euro austritt. Eine Währungsunion hat große Nachteile wenn so unterschiedliche Länder dabei sind. Europäische Armee würde ich gut finden jedoch.

  112. AvatarSparta

    @Sammy

    Ich mag Sachlogik auf einem halbwegs zivilisatorischem Niveau.

    Wenn Du auf ein anderes zwischenmenschliches Niveau stehst, wo man anderen den Tod wünscht…, kannst Du versuchen damit glücklich werden.

    Ich finde Lebensfreude macht glücklicher und zufriedener! 😉

  113. AvatarSparta

    @Anders

    Um mich als Kommunisten zu sehen benötigt man selbst einen radikalen Standpunkt…

    Wahlweise als Abzocker oder Kommunist verunglimpft zu werden… ist aber sehr inkonsequentes Urteilsvermögen.

    Lediglich die Tonart ist konsequent niveaulos… leider!

  114. AvatarRüdiger

    Unsere Gesellschaft ist NICHT zutiefst gespalten. Es ist nur eine Minderheit völkisch-nationaler bis rechtsextremer Brüllaffen, die uns das einreden möchte. Weil sie die Spaltung gerne hätten  😉

  115. AvatarHurtz

    @Rüdiger:

    Ich finde es sehr merkwürdig, dass Sie sich über Rechtsextreme Gedanken machen, Ihnen aber die rote und grüne Gefahr, wie sie inzwischen allgegenwärtig ist, egal zu sein scheint.

    Wahrscheinlich scheinen Sie das Stammtisch Gerede in Ihrer bayrischen Provinz verstärkt wahrzunehmen. Ich lebe in Frankfurt und erlebe hier auch Rassismus, allerdings von einer ganz anderen Seite und dann auch noch gegen jene, die das alles hier bezahlen. Aber das ist nur meine persönliche Wahrnehmung und wahrscheinlich eh nur eingebildet. 🙂

  116. AvatarRüdiger

    Ach Hurtzi … pflege weiter deine Einbildung und mach dich mal locker. Falls du noch weisst, wie das geht  😉

    Falls nicht, kümmert’s mich auch nicht 😉

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