Die Immobilienpreise gehen in Deutschland durch die Decke. Irgendwann platzt die Blase

In Deutschland boomt der Immobilienmarkt. Heidelberg (Foto) ist besonders gefragt. Hoffentlich platzt die Blase nicht. Sei vorsichtig mit schnellen Hypothekenaufnahmen…

Die Mini-Zinsen in Europa, die die Wirtschaft ankurbeln sollen, haben uns einen unglaublichen Immobilienboom beschert.

Hypotheken mit 10 Jahren Laufzeit gibt es für deutlich weniger als 1,00 Prozent. “Es ist wie im Schlaraffenland”, denken Kaufinteressenten. “Bloß 0,5% Zinsen. Das ist ja geschenkt.” Kein Wunder, dass Kreditnehmer zum Kauf von Wohnungen und Häusern den Banken die Bude einrennen.

Sie glauben, sie bekommen was geschenkt. Auch Profis kaufen Wohn- und Gewerbeimmobilien wie im Rausch. Zum Teil klammheimlich.

Du kannst viele Volkswirten fragen. Sie werden dir bestätigen, dass die Immobilienpreise in Deutschland kein Kind von Traurigkeit sind.

Der Immobilienboom kann bitter enden. Hoffentlich ist keine gefährliche Blase in Deutschland entstanden, wie sie vor circa 12 Jahren in den USA geplatzt ist.

In München, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg stiegen die Preise um 30 oder 40 Prozent innerhalb von 10 Jahren. Manch ein Haus/Wohnung hat sich 150 Prozent verteuert.

Der Boom hat die Mieten in die Höhe getrieben. Wohnungen sind in Metropolen kaum mehr bezahlbar. Normalverdiener haben ein Problem.

Selbst die Deutsche Bundesbank warnt, dass Immobilien um 15 bis 30 Prozent in deutschen Städten überbewertet sind.

Auch andere Länder in Europa sind teuer geworden. Eine Studie der globalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche kommt zu dem Schluss, dass Paris, London und München die teuersten Pflaster sind. Auch Wien ist im oberen Drittel dabei.

Die Frage ist, wie streng Banken bei den Kreditvergabestandards sind. Hoffentlich streng. Sonst kann uns eine Krise heimsuchen. Ein Zusammenbruch wäre schlimm. Vielleicht sind die Preise nur überbewertet, und das bereinigt sich im Laufe der Zeit wieder.

Jedenfalls haben wir ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Grafiker, Sozialarbeiter, Lehrer, Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Einzelhandelsangestellte können sich kaum noch eine angenehme Wohnung in der Stadt leisten.

Mieten und Hypotheken machen im Durchschnitt 26% des monatlichen Einkommens aus, sagt die KfW.

Die Immobilienpreise sind viel schneller gestiegen als die Einkommen der Bürger.

Das kann ein Grund sein, warum immer mehr Menschen Protestparteien wie AFD wählen.

Gleichzeitig sind die Zinssätze so niedrig, dass die von den Banken angebotenen Schnäppchen nur schwer zu übersehen sind. Ich kann nur raten aufzupassen mit dem billigen Hypotheken-Wahn. Was nutzt ein megagünstiger Zinssatz, wenn das Objekt überteuert ist? Super schnell kann man heute Hypothekarkredite im Internet bei Dr. Klein und anderen finden und abschließen. Da werden einige in die Falle tappen.

Die Deutschen haben den Dotcom-Crash im Jahr 2000 erlebt. Aber noch keinen Hauspreis-Crash. Vielleicht ist das was Neues. In den Medien heißt es immer, dass die Preise weiter steigen dürften. Es liege an der Wohnknappheit. Es kann nicht immer in eine Richtung gehen. Irgendwann dreht es.

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2 Jahre zuvor

Nicht nur in DE gibts Blasen, soweit ich weiß sinken auch in New York die Immobilienpreise und in Kanada seit 2 Jahren. Jeder 3. in den USA neu abgeschlossene Autokredit ist ausfallgefährdet schon beim Abschluss, der gesamte Kreditbereich weltweit ist eine Blase

https://www.n-tv.de/wirtschaft/New-Yorks-Wohnungsmarkt-bricht-ein-article21308893.html

Wolke
2 Jahre zuvor

Irgendwann dreht es…

und nicht nur bei Immobilien! Die Aktienmärkte sind ebenso überwertet, aufgeblasen durch Niedrigzinsen, Zentralbankgeld und Aktienrückkäufe. Die Unternehmensgewinne passen schon lange nicht mehr zu den steigenden Märkten(Beispiel Apple).

Ein Aktiencrash läßt die große Mehrzahl der Deutschen eher kalt. Wer hat hierzulande schon Aktien? Der trifft die US Bürger härter. Ein Immocrash hingegen wird uns empfindliche Schmerzen bereiten.

Irgendwann dreht es…ein wahrer, weiser Gedanke, den man nie vergessen sollte, solange man mit Börse zu tun hat.

PS: „Irgendwann dreht es“:Tim Schäfer als Crashprophet? (Ein Schelm, wer Böses denkt).

Andrea
2 Jahre zuvor

Tim, manches finde ich in deinem Artikel etwas weit hergeholt, z.B. die genannten Berufsgruppen, die sich angeblich keinen guten Wohnraum mehr leisten können. Ich kann sagen, dass meine Kollegen zum großen Teil Wohneigentum gekauft haben und auch die, die es nicht getan haben, gut wohnen. Und wir wohnen in einem eher teuren Ort.

Wenn ich überlege, was unsere Wohnung gekostet hat, als wir sie vor ca. 15 Jahren gekauft haben und was sie jetzt kostet, dann stelle ich fest, dass trotz des gestiegenen Preises die Hypothekenrate durch den niedrigeren Zinssatz ungefähr gleich geblieben wäre.

Es kann lediglich ein Problem auftreten, wenn jemand zu wenig tilgt und sich die Zinsen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist kräftig erhöhen würden und dadurch die monatliche Rate zu hoch würde. Im Moment sieht es ja nicht unbedingt danach aus, als würden wir in Zukunft deutlich höhere Zinsen sehen, und so halten die meisten Leute dieses Risiko wohl für überschaubar.

Mich selber betrifft die Problematik zum Glück nicht, da die Wohnung bereits abgezahlt ist.

Aber ich denke, dass man mit gleicher Berechtigung vor dem Aktienmarkt warnen könnte. Auch dort sind viele Aktien schon hoch bewertet. Mangels Alternativen bei der Geldanlage glaube ich allerdings, dass es noch eine ganze Weile weitergehen wird (habe natürlich keine Kristallkugel).

 

 

Comebackaktionär
2 Jahre zuvor

Es trifft ja nicht nur Frankfurt oder München, meist auch die Speckgürtel drumherum. Aktuell scheint ein riesiger Bedarf an Wohnraum zu bestehen, sodass sich das platzen der Blase noch ein wenig hinzieht. Auch halte ich die hiesige Bevölkerung für verantwortungsbewusster im Umgang mit Schulden als die medial vorgeführten Amerikaner. Die Kreditvergabe bei dt. Banken ist strenger, oft wird ein Haushaltsbuch geführt, die meisten haben noch einen Überblick über ihre Finanzen. Wir werden uns wohl an stets steigende Preise für Immobilien gewöhnen müssen. London ist diesbezüglich ein mahnendes Beispiel.

aaron
2 Jahre zuvor

Zwischen Wiesbaden-Frankfurt-Mannheim wird zur Zeit gebaut wie blöde. Da müssen die Immopreise demnächst fallen.

Paluma
2 Jahre zuvor

Die Entwicklung der Immobilienpreise hat auch damit zu tun, wie viele attraktive  Arbeitsplätze verfügbar sind.

Bei uns hat gerade Bosch 4000 Arbeitsplätze geschaffen und Porsche ist in Weissach kräftig am investieren. In Schwieberdingen soll ebenfalls ein Logistikzentrum von Porsche  geschaffen werden, wo viele Arbeitsplätze entstehen werden.

Daher sehe ich keinen Grund warum die Preise in den nächsten fünf Jahren fallen sollten.

So lange die Wirtschaft so weiter läuft, gehen auch die Preise der Immobilien nur in eine Richtung.

Der Baum
2 Jahre zuvor

@ Palina, da solltest du aber nicht die Stellen vergessen die abgebaut werden. Nicht nur bei den großen wird viel abgebaut, Kurzzeit angemeldet etc., es triff vor allem die kleinen Zulieferer und vorgelagerten Firmen. Ich hab selbst einige bekannte in diesem Bereich, die davon betroffen sind. Daimler –> reduzierte Arbeitszeiten, Bosch –> Verzicht auf Lohnerhöhung, Kurzarbeit und Kündigungen, etc. etc.

Ich wäre da also nicht so überzeugt, man weiß nie was passiert. Ich persönlich glaube aber auch nicht an den “Untergang”, das ist halt eine Phase, hoffentlich eine heilsame.

Grüße Baum

 

 

Peter
2 Jahre zuvor

Angebot und Nachfrage. Ganz basaler Marktmechanismus.

Die Immobilienpreise steigen nicht überall. Frankfurt hat zum Beispiel mehr als 20% Zuzug. Andere Städte wie Leipzig auch.

Im Spessart oder Nordhessen gibt es diverse Geisterorte, in denen man Immobilien fast geschenkt bekommt. Nur möchte da kaum einer tot übern Zaun hängen.

Was die Wohnraumknappheit angeht, sehe ich ein Versagen unserer Politik. Mietpreisdeckel usw. locken nicht unbedingt private Investoren an, mehr Wohnungen zu schaffen.

Teuer oder billig? Welche Anlageklasse ist denn aktuell billig?

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Wir haben unser Haus 2017 gekauft. In der Schweiz wird von den Banken ein Eigenkapital von 20% gefordert. Wir haben mit 40% Eigenkapital gekauft also “nur” eine Hypothek über 60% des Kaufpreises aufgenommen. In 2 Jahren läuft die erste Festhypothek(Zinsbindung) aus und wir planen da weitere 10% zu tilgen damit die Hypothek danach 50% oder weniger des Kaufpreises beträgt.

In unserem Dorf sind in diesem Jahr zwei Häuser mit vergleichbarer Bauweise und etwa gleichen Grundstücken mehr als 20% über unserem Kaufpreis verkauft worden. Wir haben uns beide Häuser angeschaut, da wir die Vorbesitzer kennen.

 

Wir zahlen uns selber monatlich eine fiktive Miete von der wir die tiefen Zinsen sowie Unterhalt und Nebenkosten zahlen. Durch die tiefen Zinsen bleibt da viel übrig zum tilgen.

In meinen Augen ist wichtig die Schuld zügig zu tilgen um so auch bei fallenden Preisen keine Probleme mit der Bank zu bekommen.

 

Ralf
2 Jahre zuvor

Das Thema Wohnen birgt sozialen Zündstoff für die Gesellschaft. In vielen Regionen von D sind die Preise auch weit außerhalb der Städte stark gestiegen. Und nun wird mit der CO2-Steuer auch noch das Pendeln und Heizen weiter verteuert.

1-2-Zimmerwohnungen sind vielerorts noch zu guten Konditionen zu mieten bzw. zu kaufen. Bei größeren Wohnungen und Häusern sieht es aber nicht gut aus. Das trifft vor allem Familien hart.

Die Immobilienpreise werden aber weiter steigen. Das liegt auch mit daran, dass Bauland in etlichen Regionen rar geworden ist und Boden nicht beliebig zur Verfügung steht.

Gut ist es aber für Aktien wie Vonovia. Die hat sich richtig gut entwickelt im Depot…

Gurki
2 Jahre zuvor

@Andrea: Jetzt muss man verstehen was guter Wohnraum bedeutet? Es gibt in Hamburg schlechte Gegenden, quasi “Soziale Brennpunkte”, da bekommst Du eine 3 Zimmer 80m² Wohnung für um die 680€ – in einer Genossenschaft (erstmal reinkommen!) wahrscheinlich sogar warm.

Will man dort aber wohnen? Eine vergleichbare Wohnung in einer guten Gegend auf dem freien Markt kostet dann warm direkt über 1000€. Und wie soll sich eine eventuell Alleinerziehende Kassiererin so eine Wohnung leisten?

Ich denke schon, dass es für genannte Berufsgruppen schwierig ist und wird schöne Wohnungen in guten Gegenden bewohnen zu können. Vor allem leiden die Kinder daran (Schule, Mitmenschen, “Digga, Alta”). Schon zu meiner Zeit war meine Klasse überwiegend mit Ausländern gefüllt. Entsprechend war halt einfach das Niveau.

Wenn ich heute 1 Zimmerwohnungspreise (Miete) vergleiche mit meiner Wohnung, dann fasse ich mir an den Kopf zu welchem Preis da teilweise Minizimmer vermietet werden…

Ralf
2 Jahre zuvor

Das billige Geld hat zu starken Preissteigerungen geführt. Außer in der Pampa vielleicht.

Das führt inzwischen dazu, das Banken die Beleihungsgrenzen bei Krediten absenken. Weil Banken die hohen Immobilienpreise im Verhältnis zu realen Immowert nicht mehr akzeptieren.

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article196726145/Kredite-Jetzt-wird-selbst-den-Banken-der-Immobilienmarkt-zu-heiss.html

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Andrea, Gurki

Die Preise für Immobilien sind in vielen Städten gestiegen. Der Zins ist aktuell niedrig. Ich freue mich auch über niedrige Zinsen. Allerdings darf man nicht den Preis dabei aus den Augen verlieren. Ein niedriger Zins bedeutet auch eine längere Finanzierung bei Anuitätsdarlehen. Folglich bedeutet eine teurere Immobilie mit gleicher monatlicher Belastung einmal eine höhere Verschuldung. Zusätzlich wird diese weniger schnell getilgt. Somit bleibt eine entsprechend höhere Restschuld bestehen. Dies ist ein Risiko. Des weiteren muss die Immobilie durch den höheren Preis über einen längeren Zeitraum abgezahlt werden. Das ist aber alles nur theoretischer Natur. Ändern kann man den Markt nicht, nur kann man selbst überlegen welchen Preis man an welchem Ort auch zahlen möchte. Die Gentrifizierung ist in größeren Städten sichtbar. Ich würde wie von Gurki dargestellt auch mehr für den Wohnraum bezahlen, damit meine Kinder in dem Umfeld wohnen, dass ich für sie gerne hätte. Wohngenossenschaften und staatliche Förderungen durchmischen zumindest die Gebiete ein wenig. Auch wenn dies ein wenig mit der Gieskanne verteilt wird. Die Kirche hat auch einige Häuser in der Stadt und andere Träger. Hier ist der Preis/Leistung Faktor bei den Objekten, die ich gesehen habe recht gut.

Peter
2 Jahre zuvor

Was haltet Ihr eigentlich von dem MSCI World Value? Da sind zumindest sehr viele Werte drin, die hier regelmäßig auftauchen. Vielleicht als “Vorlage” nicht uninteressant.

 

Rüdiger
2 Jahre zuvor

Irgendwann dreht es …

 

Logisch! Nichts dauert ewig. Irgendwann werden die Assetpreise einen Rücksetzer erleben, wahrscheinlich bis in tiefe Bereiche der Unterbewertung … und irgendwann wird es zum Crash des Finanzsystems kommen.

 

Ach ja … und irgendwann wird jeder von uns in der Grube liegen.

 

Um all das vorherzusehen, muss man kein Crash-Prophet sein. Ich glaube nicht, dass hier jemand den drei mal irgendwann widersprechen wird  😉

 

 

Christian
2 Jahre zuvor

@Andrea: Guter Beitrag! 🙂

@Tim: natürlich auch von dir. Blasen sind immer so eine Sache… Ein bekannter handelt mit Immobilien seit den 1970ern… Er hat mit Immobilien (Buy&Hold) so viel Erfolg wir du mit Aktien, Tim. Ich höre mir gerne die Ratschläge von euch beiden an – bei euch beiden ist das Erfolgsrezept (liegen lassen und nie wieder hergeben + Qualität! Qualität! Qualität! + kein Zocken auf Turnaround etc.). Er sagt, es gab noch nie mehr als 15% Delle bei unserem lokalen Markt. Das lässt sich jetzt nicht auf alle Lagen in Deutschland pauschalisieren (vgl. Ost-Immobilienboom nach der Wende führte zur völligen Überbewertung) aber ist sicherlich ein guter Indikator.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Panikkäufe, schlechte Lagen, zu protzige Häuser, zu kurze Zinsbindung, zu geringe Tilgung, Turn-Arround-Hoffnungen sind schlechte Kaufanreize.

Claus
2 Jahre zuvor

@ Der Baum

 

@ Claus, darf man fragen wie du die Kurse z.B. aktualisieren lässt?

 

Nachdem die kostenlosen Kursabfragen im Web gar nicht mehr oder nur unzuverlässig funktionieren (Änderungen, Abschaltungen…) habe ich mir eine Gute und kostengünstige Quelle erschlossen, ich nutze Tai-Pan (End-of-Day). Hier kann man nicht nur die Kurse, sondern auch alle selbst erstellten Auswertungen/Kennzahlen automatisch exportieren lassen, so dass sich alle Daten problemlos in Excel zur weiteren Verarbeitung verwenden lassen. Das Programm habe ich gekauft, für die Kursaktualisierung zahle ich 19 € mtl. Das zahle ich sehr gerne, der Mehrwert ist für mich unbezahlbar. Manche zahlen für Streaming-Angebote, ich zahle für Börsendaten…

 

Eine weitere Möglichkeit sehe ich hier. Zu dieser Quelle kann ich allerdings nichts sagen, da ich sie bisher nicht ausprobiert habe. Macht mir aber einen sehr guten Eindruck.

 

Wie ich meine 3 Kaufkurse bilde, möchte ich hier nicht veröffentlichen. Aber wer so weit gekommen ist, solch eine Liste anzulegen, der hat auch ganz bestimmt viele gute Ideen hierzu. Nur so viel: Viele kaufen x% von irgendeinem Höchstkurs oder bei x% Rückgang des Kurses. Das mach m.E. aber nicht viel Sinn, da unterschiedliche Aktien und Branchen sehr unterschiedlich schwanken. So kann man bei einer Nestle-Aktie vielleicht einen guten Kaufkurs bei -10, -15 oder -20% vom ATH haben oder bei Erreichen des berühmten 52W-Tiefs. Aber wäre das auch bei einer Amazon- oder Mastercard- oder Novo-Nordisk-Aktie gut?

 

@ -M

 

Ich kaufe auch nicht bei jeder Meldung. So viel Cash hat man auch nicht immer. Die Werte müssen ja auch zum Depot passen, oft ist man ja bereits investiert oder die Branche ist bereits gut im Depot vertreten und der “grüne Wert” kommt daher nicht infrage. Oft warte ich auch auf “Kaufkurs 2”, im Einkauf liegt der Gewinn…

 

@ Kiev

 

Drücke Dir die Daumen für Deine Werte!

 

 

LG

Manuel
2 Jahre zuvor

Ich habe gerade ein revolvierendes Darlehen auf unsere Wohnung aufgenommen. Beleihung 25%, Zinssatz 0,6%. Mit der Kohle habe ich mir ein kleines Portfolio gebaut: 25% BTC, 25% Gold, 25% Dividenden ETF, 25% Cash um keine günstigen Gelegenheiten zu verpassen (auf Tagesgeldkonto mit 0,55%).

In 10 Jahren ist das Darlehen getilgt. Mal sehen ob der Kredithebel ne gute Performance gebracht hat.

 

Wolke
2 Jahre zuvor

@Rüdiger

Irgendwann dreht es…

Crashpropheten tun (abgesehen von jenen, die unseriöserweise den genauen Zeitpunkt voraussagen)nichts anderes, als zu sagen „Irgendwann dreht es“.

In diesem Beitrag schlüpft Tim Schäfer in die Rolle des Crashpropheten bezüglich Immobilien. Warum nicht? Das ist durchaus vernünftig, das braucht man nicht verdrängen.

Ach ja … und irgendwann wird jeder von uns in der Grube liegen…

Der Vergleich ist unglücklich, Crashpropheten beschäftigen sich meist nicht mit dem Tod.

 

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Wolke:

Natürlich dreht es irgendwann … weil nichts ewig dauert, auch keine Übertreibungen an den Märkten. Das zu wissen ist unspektakulär und trivial. Was sollte man daran verdrängen wollen?

 

Es war nicht als Vergleich gedacht, die eigene Sterblichkeit – irgendwann halt –  in’s Spiel zu bringen. Nur als Ergänzung eines Sachverhalts, mit dem man sich ebenfalls beschäftigen kann, der ebenfalls unausweichlich ist, ohne angesichts dieser Tatsache in blinden Aktivismus und Panik zu verfallen, oder aus Angst vor dem Tod, Selbstmord zu begehen. Insofern passt der Vergleich dann doch wieder … irgendwie  😉

42sucht21
2 Jahre zuvor

@Tim – Irgendwann platzt die {Immobilien-}Blase
Die auf dem Bild gezeigte Studentenstadt ist ein schönes Beispiel. Dort sind die Preise gefühlt seit spätestens 1975 viel zu teuer. Der Immobilienmarkt ist eben sehr lokal. In solchen Lagen wie auf dem Bild mit Sicht auf die Sehenswürdigkeit zahlt man auch gerne unrenoviert ab 7.500€/m2 falls man denn mal etwas angeboten bekommt. Es ist halt eine Wertanlage und so lange die Infrastruktur / Arbeitgeber sich nicht dramatisch ändern braucht man sich keine Sorgen machen wegen eines Crashs. Tatsächlich wirken sich in solchem Lagen inzwischen in Deutschland auch internationale Kapitalanlager zB aus China, RUS oder den Golfstaaten / Saudi Arabien recht stark aus. Auch glaube ich die Kreditvergabe ist immer noch relativ restriktiv in DE und “vernünftige” Menschen wählen mit den aktuellen Zinsen lange Laufzeiten oder sogar Volltilgerdarlehen.

Ich persönlich sehe tatsächlich mehr Spekulation in anderen Märkten wie zB im Aktienmarkt wo anscheinend wieder vermehrt mit Kredit gekauft wird oder mehr Menschen ihr komplettes Vermögen an die Börse geben – die Märkte gehen ja nur hoch. Kein Problem.

Mat24
2 Jahre zuvor

Hallo Zusammen,

Interessanter Beitrag, Tim. Aber der niedrige Zins und das Bereitstellen des billigen Geldes durch die Zentralbanken hat nicht nur die Assetklasse Immobilie durch die Decke gejagt, sondern auch die anderen Assetklassen. Anleihen sind explodiert und auch sehr viele Aktienindizes sind auf oder nahe Alltime-High, und das nicht immer/überall aufgrund der guten Realwirtschaft, sondernzu großem Teil aufgrund der Geldschwemme der Z-banken.

So wie der Immobilienmarkt kann also auch der Aktienmarkt in einer Blase sein, weil beide maßgeblich von billigem Geld profitiert haben und aufgebläht wurden. Vielleicht der eine Markt mehr oder weniger, aber beide Märkte haben davon definitiv profitiert und das bereits oft zitierte “irgendwann” wird für beide Märkte kommen.

Bei Immobilien muss man meine ich auch differenzieren zwischen Eigenbedarf und Investment. Eine ETW als Investment würde ich mit einer Qualitätsaktie mit guter Div.rendite vergleichen. Wenn der Markt mal nachgibt, genau das gleiche kann auch bei der Aktie passieren, habe ich ja trotzdem noch den monatlichen Cahsflow durch die Miete. Und mit einem Buy-Hold-Ansatz bei Immobilien macht mir ein Rückgang genauso wenig aus, wie dir Tim ein Aktienrückgang als Buy-Hold-Aktienanleger, vorausgesetzt meine Wohnung liegt in einer wirtschaftlich starken Region wo es tendenziell keinen strukturellen Leerstand geben wird und vorausgesetzt deine Aktie(n)/Unternehmen sind in starken Branchen zuhause, die nicht einfach disruptiert und ausgelöscht werden.

Ich als Immobilieninvestor (mit meiner Frau zusammen 3 vermietete Wohnungen), der trotzdem auch per ETF’s am Aktienmarkt partizipiert, halte weder Immobilien noch Aktien als die eine alles andere überstrahlende Anlage. Vor dem Hintergrund der Assetallokation sollte man denke ich beides haben.

Aber Achtung: Eine Immobilie als Eigennutzung halte ich dabei NICHT für eine Anlage, da sie keinen Cash-Flow generiert und über die Jahre Ausgaben verursacht. Das halte ich, vor allem in einem großen Haus, ausschließlich für Luxus, den sich die meisten Leute gönnen WOLLEN. Meine Frau will auch auf Teufel komm raus ein Einfamilienhaus bauen, da das bereits als Kind einer ihrer Träume war. Ich werde vermutlich zähneknirschend zustimmen, da das der pure Luxus ist und ich weiß, dass das eine riesen AUSGABE und kein INVESTMENT sein wird.

SO, mein Statement ist zwar etwas lang geworden, ich freue mich aber dennoch über eine rege Diskussion.

VG

Mat24

DanielKA
2 Jahre zuvor

Das Verhältnis bleibt doch immer gleich, ich verstehe die Diskussion nicht. In den besseren Vierteln der größeren Städte (ob jetzt Top7 oder auch > 100 Einwohner Städte wie Heidelberg, Wiesbaden, Freiburg, Karlsruhe Würzburg usw.)  haben immer schon die wohlhabenderen und nicht die Kassierer gelebt (Unternehmer, Ärzte, Anwälte, höhere Beamte, leitenden Angestellte, Erben usw). Das war doch nie anders. Als ob die Arbeiterschaft in den goldenen 60/70er Jahren in den Gründerzeitvierteln gewohnt hätte (da wurde sogar noch mehr diskriminiert als heute), dass war schon immer der Oberschicht vorbehalten und da wird sich auch nichts daran ändern.

 

Wolke
2 Jahre zuvor
Thorsten
2 Jahre zuvor

Meine knappen Aussage dazu :

keine Blase, reines Angebot und Nachfrage, vereinzelte Übertreibungen
USA-Kreditblase von 2008 und Immobilienpreise in Deutschland haben keine erkennbare Relation
Immobilien noch immer moderat bewertet
Gehälter zu niedrig
Miete in guten Lagen noch immer unter denen vergleichbarer Großsstädte in Europa
Energiekosten, Steuern an den Staat stark gestiegen
Das Notenbankengeld strömt in Aktien und Immobilien, sowie seit geraumer Zeit in Gold (sogar die Banken stocken auf).
Geld wird weniger wert, weil die Geldmenge aufgebläht wird, daher steigen die Sachwerte
Sparbücher und Cash werden mit 2% bis 5% pro Jahr enteignet. Sachwerte steigen um diesen Prozentsatz.
Esbesteht die Gefahr, Objekte wegen Niedrigzinsen zu teuer zu kaufen (>20  oder 25 fache Jahresmiete)
es besteht keine Gefahr die Annuität nicht bedienen zu können wegen Zinsanstieg wenn Kreditverträge  über 20 Jahre oder länge laufen.
Größte Gefahr ist eine tiefe Resezzion mit Kreditausfällen wegen Arbeitsplatzverlust, dann  aber keine “Immobilencrash”, sondern Stagnation. Die starke Zuwanderung von Menschen aus dem Ausland hält die Nachfrage in Ballungsgebieten hoch.
Verlierer sind die ländlichen Gebiete, Zuwanderer wohnen ausschließlich in Ballungsgebieten, die Landflucht der Deutschen Bevölkerung hält an.

 

Ralf
2 Jahre zuvor

@Thorsten: Damit ist das wesentliche gesagt.

Bei heute nicht so unüblichen Kredithöhen auch in ländlicheren Lagen 20 km um Städte wie Heidelberg herum von 400.000 € und mehr sind 1 Prozent Zins und 25 Jahre Laufzeit rund 1500 € monatlich (ohne Nebenkosten, Instandhaltungsrücklagen etc,). Nicht gerade wenig. Warm kommt man da schnell auf 2.000 € und mehr…

Da werden sich manche Familien den Kragen zudrehen wenn etwas nicht rundläuft (Job, Gesundheit, Scheidung…).

Und dann fehlt oft die Kohle für zusätzliche Altersvorsorge. So war es bei meinen Eltern. Alles ins Haus gesteckt und dann schlechte Rente.

JUn
2 Jahre zuvor

Wenn …wieder eine Finanzkrise kommen sollte ….trifft es den US Amerikaner doch erheblich schlimmer als den Deutschen !!! Mit Ihrer laufenden, immer höher werdenden gigantischen Staatsverschuldung, hat auch ihre hohe Wirtschaftsleistung , irgendwann keine Chance mehr das Defizit in Zukunft zu kompensieren !! Es ist einfach Ihre Mentalität, immer besser und höher hinaus zu wollen, als z.B. die Deutschen. Von der Rentenversicherung ganz zu sprechen! Lieber 40 % kleine Renten als über 50 % überhaupt keine Rente und unter Brücken schlafen !!

DanielKA
2 Jahre zuvor

@ Ralf, alles relativ sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen, für die 400 K bekommt man dann in den Städten eine Wohnung (70-120 qm je nach Stadt und Lage), das Haus auf dem Land ist somit deutlich größer (Wohnfläche > 150 qm Garten usw), man muss aber mit den Nachteilen leben können (Infrastruktur, pendeln,.

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Ralf ich habe bis kurz vor die Jahrtausendwende ein paar Jahre im Raum Heidelberg gewohnt. Ich wollte eine Wohnung kaufen, aber die Bank hat mir gesagt, dass ich nur eine Dreizimmerwohnung auf dem Dorf kaufen könne ein paar Kilometer vor Heidelberg, mit meinem Gehalt und Eigenkapital. Entsetzlich schlechte Infrastruktur, Enge, alles nur aufs Auto ausgerichtet, ich bin da quasi geflüchtet und nach Hamburg gezogen. 1999 habe ich dann gleich zwei Wohnungen gekauft. In eine bin ich selbst eingezogen. 2007 habe ich dann ein Haus gekauft, noch rechtzeitig vor dem “Platzen der inversen Immobilienblase”, haha, Immobilien haben laut Aussage meines Maklers in Hamburg seit 20 Jahren stagniert. Wer Anfang der 80er gekauft hatte, hat sein Geld gerade mal so rückbekommen. Ich habe also  zu eher alten Preisen gekauft und sie holen jetzt bloß auf. Natürlich machen die Medien ein Riesengeschrei, wie in Berlin. Dabei holen die Städte nur den Rückstand auf.

Früher hat ein freistehendes Haus 500.000 bis über 1.000 000 DEM in Hamburg gekostet, heute 500.000 bis über 1.000 000 EUR.  Reihenhäuser gibt es natürlich preiswerter. Ist auch für die Heizkosten besser 🙂

Ralf
2 Jahre zuvor

@DanielKA: Völlig klar.

Allerdings sind die Nachteile teilweise erheblich bzgl. Infrastruktur, Pendeln, Busverbindungen. Zum Teil je nach Regions zersiedelte Dörfer. Kommt halt sehr stark auf die jeweilige Region und lokale Lage an. Da gibt durchaus große Unterschiede in D. Da braucht dann die Frau noch ein Auto usw.

@Thorsten. Richtig. Ohne Auto ist man in der Region schnell am Ende. Hat sich leider nicht verändert. Und nun drücken noch Mitarbeiter von Firmen wie der BASF und SAP und Ärzte der Uniklinik in die ländlichen Gegenden (bis nach Eberbach). Das ist der Nachfrage und steigenden Preisen spürbar. Die Lokalpolitik versagt völlig beim Thema Wohnen und Mobiliät. Null Ideen.

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Ralf das ist schade. Die Entfernungen sind gar  nicht so groß, aber mit Rad oder ÖPNV kaum zu überwinden. Wir waren dort ein Jahr ohne Auto, oh je, vieles ging gar nicht, da wälzt man den Fahrplan und stellt fest, dass sonntags NICHTS fährt und man keinen Ausflug dorthin machen kann, wo man gerne möchte. Da kann ich auch im Wendland wohnen mit Auto oder noch weiter im Osten. Da bekomme ich für 50.000€ 5000qm Grund plus Haus. Problem ist : der fehlende Arbeitsplatz 🙁

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Wenn wir die Immopreise in DE gerade in den Zentren mit anderen Zentren wie London, Paris oder New York in Relation zum Einkommen setzen so sehen wir, dass die Preise in DE in München oder Berlin noch einiges tiefer sind.

Solange nicht eine andauernde Resession losbricht mit Rekordarbeitslosigkeit so werden die Preise in den nächsten Jahren weiter steigen.

Bauland an guter Lage lässt sich nicht vermehren.

Habe in meinem Umfeld zwei Kollegen die seit 10 Jahre in der Schweiz vergeblich auf sinkende Immopreise warten.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Rüdiger

Ich bin füe eine radikale Vereinfachung von Hartz IV wie auch Sozialhilfe dann könnte man die Maden in der Sozialindustrie alle entlassen.

Ecckehard
2 Jahre zuvor

@Nico Meier

Ich warte in meinem Heimatort seit 50 (fünfzig) Jahren auf sinkende Immobilienpreise.

Ecckehard

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Ecckerhard

Ja eben irgendwann sollte man auch einsehen, dass in gewissen Regionen keine Überhitzung des Marktes vorhanden ist und daher die Preise nur eine Richtung kennen auch in Zukunft.

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Wolke: Interessanter Beitrag zum Sparen der Amerikaner.

 

Definitiv ein interessanter Beitrag! Und gespickt mit Argumenten, die die Vorteile der freien Markwirtschaft – zum Wohle aller Bevölkerungsschichten – nicht plastischer darstellen könnten  😉

Rüdiger
2 Jahre zuvor

Brexit – was bisher geschah:

 

UK: Wir wollen ein Einhorn!

EU: Einhörner gibt’s nicht – ihr könnt ein Pony haben.

UK: Wir haben abgestimmt. Das Pony wollen wir nicht.

EU: Ein Pony oder gar nichts!

UK: Wir haben abgestimmt. Gar nichts wollen wir nicht.

EU: Ihr habt’s noch nicht verstanden, oder?

UK: Wir brauchen mehr Zeit zum Nachdenken.

EU: Über das Pony oder über das gar nichts?

UK: Wir wollen ein Einhorn!

 

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Rüdiger
Natürlich ist die Altersrente in Nordkorea viel besser als in den USA. Man muss einfach versuchen nicht zu verhungern um das Rentenalter zu erreichen.

Thomas
2 Jahre zuvor

wir wohnen in einer sehr schönen Wohnung in einem Gebiet in dem die Kaufpreise ähnlich hoch sind wie in Stuttgart oder München. Die Schweiz ist in sichtweite. Wenn wir die Wohnung die wir Mieten kaufen würden, (wenn sie zum Angebot stünde was sie aber nicht tut) würden wir, verglichen mit dem was geleg. auf dem Markt angeboten wird, mindestens 37 Kaltjaresmieten bezahlen. Bei mir löst das einfach keinen Kaufreiz aus.

 

Mattoc
2 Jahre zuvor

@Thomas

Mir fehlen auch so einige Reize, u.a. ein Kaufreiz. 🙂

DanielKA
2 Jahre zuvor

@ Ralf: Ich denke der Heidelberger Raum ist für Deutschland auch eher ein Sonderfall, du hast von dort alleine Zugang zu vielen Top-Wirtschaftsregionen und dann mit Heidelberg selbst einen dynamischen Topstandort.

Top-Pendeldistanzen nach Mannheim/Ludwigshafen, Heilbronn, Karlsruhe, Stuttgart, Frankfurt und selbst die kleinen Städte wie Walldorf (SAP), Bruchsal, Graben-Neudorf (SEW, JohnDeere) haben örtlich Schwergewichte vorzuweisen.

Da können die Preise nicht wirklich billig sein.

Thomas
2 Jahre zuvor

@Mattoc, ja wir sind schon arm dran. 🙂

Paluma
2 Jahre zuvor

@ Baum

Ich hab gehört von den gekürzten Arbeitszeiten bei Bosch. Freitags ist dort kaum noch was los. Ein paar kleinere Autozulieferer sind auch Insolvent gegangen, die nur auf Stückzahl aus waren und kein breit aufgestelltes Portfolie an Teilen liefern konnten.  Aber ich denke die treten alle nur kurz auf die Bremse, um dann wieder voll durchzustarten.

Ich würde gerne in 1-2 Jahren mir nochmal eine Wohnung zum vermieten kaufen, allerdings finde ich die Preise (Faktor 30 aufwärts) schon übertrieben.

Wahrscheinlich werde ich bei der Suche weiter aufs Land ausweichen. Vielleicht gibt es auch eine Preisrückgang? Aber ich glaube nicht daran…

PS: PALUMA — ich bin Männlich 😉

Jan Cux
2 Jahre zuvor

Wir haben 2007 eine Wohnung im Rhein-Main Gebiet gekauft. Recht groß aber mit Renovierungsstau. Hat damals 190.000 € gekostet, für 145 qm Wohnfläche. Den Renovierungsstau gibt’s immer noch aber wir zahlen den Kredit ab. Die ersten 10 Jahre haben wir wenig Sondertilgung gemacht aber seit wir umgeschuldet haben, machen wir alles was an Sondertilgung geht. Der Kredit muss abgetragen werden, das hat Priorität.
Die ersten 10 Jahre hatten wir 5% Zins und 1% Tilgung, nun ist es umgekehrt, plus die Sondertilgung. So macht das Spaß.

Stefan Müller
2 Jahre zuvor

Verstehe als Eigenheimbesitzer und Vermieter den Hype nicht. Sitze jetzt im Kalten, da gestern um 21.00Uhr die Heizung aufgrund einer defekten Pumpe ausgefallen ist. Ein Heizungsmonteur wollte heute kommen und sich die Flansche und Verbindungen ansehen und ich warte seit 13.00 Uhr darauf, dass er kommt.

Frühestens Montag wäre eine neue Pumpe da, weil die bestellt werden muss. Bin dafür extra früher nach Hause gefahren und habe die Monteure der Umgebung abgeklappert, bevor ich einen finden konnte, der helfen will.

Soviel Stress. Wenn man das noch für andere Leute machen müsste ….. Stichwort Mietwohnung.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Viele hier sprechen von unvergältnismässig hohen Preise im Vergleich zu den Mieten und haben das Gefühl die Preise müssten wieder sinken. Aber was wenn die Preise weiter steigen und die Mieten auch steigen?

Thomas
2 Jahre zuvor

Auch Vermieter brauchen Mieter die die Miete zuverlässig bezahlen können. Ich finde nicht dass die Preise sinken müssen, die können auch noch steigen. Was aber wenn die Mieten verharren wo sie sind?

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Thomas

Wir sehen gerade in den teuren Zentren in der Schweiz seit Jahren steigende Mieten glaube nicht, dass sich da was ändert.

Wenn ich jeweils ausrechne was uns unser Haus kostet muss ich schmunzeln dafür bekäme ich zur Miete in unserer Region niemals ne Wohnung.

sammy
2 Jahre zuvor

Der Wendepunkt wird kommen sobald die Notenbanken aus gegebenem Anlaß ihre Politik ändern müssen. Solange das billige Geld fließt steigt alles. Da braucht sich niemand den Kopf darüber zu zerbrechen warum wir solche Preissteigerungen bei den Assettklassen haben. Der Junkie braucht seine Droge. Sobald ihm diese Droge entzogen wird bekommt er Schmerzen. We will see..

Thomas
2 Jahre zuvor

@Nico, ja ihr habt ein tolles Schnäppchen gemacht. Ist nicht neu die Info. 😀

 

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