Haben Sie die Voraussetzungen, um Millionär zu werden?


New York, 7. Mai 2016
Wer sparsam lebt, kann es schaffen, Millionär zu werden. Ja, es ist nicht jedermanns Ziel. Aber wer es möchte, kann es schaffen. Dann können Sie hier am Strand in Florida eventuell mit der Familie den Ruhestand verbringen.

Wer sparsam lebt, kann es schaffen Millionär zu werden. Ja, es ist nicht jedermanns Ziel. Aber wer es möchte, kann es schaffen. Dann können Sie hier am Strand in Florida eventuell mit der Familie den Ruhestand genießen.

Wer hat das Zeug, um Millionär zu werden? Es kommt auf ein paar Charakterzüge an. Es geht im Kern um Ihren Lebensstil. Ihr Ausgabeverhalten ist entscheidend. Wer sich finanziell konservativ verhält, hat die besten Voraussetzungen, um Millionär zu werden. Wenn Sie jeden Bonus oder jede Gehaltserhöhung gleich ausgeben, haben Sie schlechte Karten. Wer sofort einen Gewinn einer Aktienposition mitnimmt, hat auch schlechte Chancen.

Ich habe gute Voraussetzungen. Ich lasse meine Gewinne laufen. Ich verkaufe keine Aktien mehr. Selbst die schlechten nicht. Bei der CTS-Eventim-Aktie hat sich das Durchhalten für mich richtig gelohnt.

Es ist gut 15 Jahre durchzuhalten. Besser sind 20, 30 oder gar 60 Jahre. Familien wie Klatten, Quandt, Siemens, Hopp, Herz, Rockefeller, Marriott, Buffett, Johnson, Walton, Lauder machen das. Sie halten lange genug an ihrem Aktienbesitz fest, Geduld ist gefragt.

John Rockefeller (1839-1937). Rockefeller gründete 1913 die Standard Oil Company. Er reorganisierte die Ölbranche. Es entstand ein Monopol. Der Geschäftsmann häufte ein privates Vermögen von 900 Millionen Dollar an. Er entschloss sich, große Teile seines Geldes zu spenden.

John Rockefeller (1839-1937). Rockefeller gründete 1913 die Standard Oil Company. Er reorganisierte die Ölbranche. Es entstand ein Monopol, was unglaubliche Summen verdiente. Der Geschäftsmann häufte ein privates Vermögen von 900 Millionen Dollar an. Rockefeller entschloss sich später, große Teile seines Geldes zu spenden.

Es gibt viele Erfolgsfirmen, die sich zum Kaufen und Liegenlassen eignen. Walt Disney und Home Depot sind nur zwei Beispiele.  Exxon Mobil ist ein anderes Beispiel zum ewigen Halten. Die Texaner zählen zu den sogenannten Aristokraten. Das sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende regelmässig erhöht haben. Exxon hat gerade die Dividende abermals erhöht, dieses Mal um fast drei Prozent.

Im ersten Quartal rutschte der Ölpreis auf 30 Dollar ab. Das war das Tief. Danach begann die Bodenbildung. Jetzt sind wir bei circa 45 Dollar. Insofern scheint die Ölbranche das Schlimmste ausgestanden zu haben. Das zweite Quartal muss deutlich besser ausfallen als das erste angesichts des höheren Ölpreises.

Das menschliche Gehirn ist nicht in der Lage, den Zinseszins zu kalkulieren. Es fehlt die Vorstellungskraft. Wir verstehen das lineare Wachstum (die rote Linie), nicht aber das exponentielle Wachstum (grüne Kurve). Albert Einstein hat übrigens den Zinseszins als die stärkste Kraft des Universums bewundert.

Albert Einstein war ein Genie, er war einer der besten Wissenschaftler seiner Zeit. Er hat die Physik verändert, da war er 30 Jahre alt. 1933 floh der in Ulm geborene Deutsche vor den Nazis in die USA, wo er mit offenen Armen von der Regierung empfangen wurde. Der Zinseszinseffekt beeindruckte ihn sehr. Er bezeichnete ihn als einen der stärksten Hebelwirkungen in der Menschheit.

Albert Einstein war ein Genie, er war einer der besten Wissenschaftler seiner Zeit (1879- 1955). Er hat die Physik verändert, da war er 30 Jahre alt. 1933 floh der in Ulm geborene Deutsche vor den Nazis in die USA, wo er mit offenen Armen von der Regierung empfangen wurde. Der Zinseszinseffekt beeindruckte ihn sehr. Er bezeichnete ihn als einen der stärksten Hebelwirkungen im Universum.

Es kommt beim Zinseszins auf die Dekaden an. Ich verdiene mit meiner CTS-Aktie in einem guten Jahr schon ein mehrfaches meines ursprünglichen Einsatzes.


Hinzu kommt beim Reichsein: Wer ständig die neuesten Handys, TV-Geräte, Autos haben muss, wird es nie zur Million schaffen.

Es geht im Grunde darum, dass Sie sich nicht alles kaufen, was Sie sich wünschen. Sondern Sie fokussieren sich darauf, was Sie wirklich brauchen. Den Rest des Geldes können Sie dann sparen. Am besten legen Sie Ihr Geld langfristig an der Börse an.

Ich kenne Leute, die hätten die Million geschafft. Aber sie haben ihr Einkommen so schnell verplempert. Kaum war Geld auf dem Konto, war es schon wieder weg. So ein Verhalten kann in die Armut führen. Eine goldene Regel ist: Geben Sie weniger aus, als Sie einnehmen. Dann haben Sie eine wichtige Voraussetzung zum Millionärsdasein erfüllt.

Ein Haus zu kaufen, das zu Ihrem finanziellen Rahmen passt, hat etwas mit Erwachsensein zu tun.  So viele Hauskäufer verhalten sich wie Kleinkinder. Sie kaufen, was sie sich wünschen, verschulden sich bis zur Halskrause und beginnen einen langen Leidensweg. Es gibt Menschen, die leben ein Kamikaze-Leben mit ihrem Geld. Es ist unfassbar, wie unverantwortlich sich manche verhalten.

Je geringer Ihre Schulden sind, desto näher rückt das gute Leben. Keine Schulden bedeutet, keine Geldgeber im Rücken zu haben, die Sie unter Druck setzen können.

Anstatt gleich ein Haus zu kaufen, können Sie eventuell eine Wohnung kaufen oder mieten. So viele Menschen brauchen heutzutage ein Gästezimmer, dabei kommen ganz selten Gäste. Früher gab es dieses Anspruchsdenken nicht in diesem Ausmaß.

Wer das Anspruchsdenken aufgibt, wird schnell Geld entdecken, das vorher unnötig verpulvert wurde. Wer meint, er hat Restaurantsbesuche, ein neues Auto, Urlaub, neues Sofa verdient, der macht einen Fehler. So schaffen Sie kaum die finanzielle Freiheit. Der Reichtum beginnt im Kopf.

Jeder hat sein Leben selbst in der Hand. Es ist eine Einstellungssache. Die finanzielle Zukunft können Sie planen. Bevor Sie etwas kaufen wollen, sagen Sie zu sich: „Nein! Das muss nicht sein!“.

Wer das Ziel hat, die Million zu knacken, sollte sich umfassend fortbilden. Lesen Sie Börsenbücher. Das ist übrigens eines der besten Börsenbücher, die es gibt. Es schrieb Warren Buffetts Professor Ben Graham. Das Buch ist aktualisiert worden und Warren Buffett schrieb das Vorwort: Intelligent Investieren: Der Bestseller über die richtige Anlagestrategie


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Haben Sie die Voraussetzungen, um Millionär zu werden?

  1. Tobias F.

    Guter Artikel! So ist es. Nur einen wichtigen Punkt darf man nicht vergessen: Genau so entscheident ist die Einnahmen-Seite. Wenn man sehr gut verdient hat man das Glück, schneller Vermögen aufzubauen uns evtl. doch zwei schöne Urlaube im Jahr machen zu können (nicht um damit auf Facebook zu protzen 😉 sondern wegen den Erlebnissen die man JAhrzehnte lang als Erinnerung hat ).

     

    Im Moment mache ich einen 24-h-Notdienst als Arzt auf dem Land, zusätzlich zu meinem normalen Job. Gerade ist das Wetter sehr gut und ich kann leider keine Radtour machen. Aber 1-2 mal im Monat nehme ich das in Kauf, weil diese Dienste sehr gut bezahlt sind. Das Geld dieser Dienste lege ich komplett zurück. Ivh kaufe mir davon nichts anderes als Wertpaiere. Dadurch kann ich im Jahr 20.000 Euro mehr sparen als ohne den „Nebenjob“. Das ist ein gutes gefühl! 🙂

  2. Christoph

    schöner Artikel Tim.

    Übrigens gilt nicht Rockefeller als reichster Ami aller Zeiten sondern Andrew Carnegie.

    Der reichste Mensch aller Zeiten soll Mansa Musa, König von Timbuktu gewesen sein.

    Ganz vorne landeten fast nur Herrscher und Eroberer.

    Also vergessen wir das Sparen und Anlegen. Erobern wir die Welt!

    (Natürlich nur ein Spass) 
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/reich/caesar-dschingis-khan-rockefeller-43805184.bild.html

     

    Ich kenne auch einige die haben eigentlich monatlich so viel auf der hohen Kante, das die sicher in 15 Jahren aussteigen könnten und super klar kommen könnten. Aber das Geld wir nur minimal in Riester angelegt, sonst wird nichts getan. Dafür aber werden neue Autos(Minis) gekauft. Gut die können es sich leisten, leben mietfrei, aber dennoch..

    Andere wiederum haben nicht so gut bezahlte Jobs, wissen dass die Rente knapp sein wird und tun dennoch nichts für die Vorsorge. Da kann ich immer nur mit dem Kopf schütteln.

    Am besten gefällt mir immer noch der Spruch von Sir Isaac Newton: Ich kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, aber nicht, wohin eine verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.

    Da ist was wahres dran. Nehmen wir mal Gopro. Die kletterte nach dem IP extrem nach oben, einfach nur aus Hype. Und mittlerweile ist klar, dass das Unternehmen Probleme hat ein stabiles Geschäft zu entwickeln.

    Daher ist es meiner Meinung nach immer ratsam: Nicht den Markt schlagen wollen und verrückte Dinge tun. Lieber mit einer stabilen Rendite glücklich sein, als mit einer möglichen hohen Rendite unglücklich sein weil es schief geht.

     

    @Tim: Beim obersten Bild schreibst du ja: Hier könnten Sie Ihre Rentnerdasein verbringen.

    Aber das ist in den USA leider extrem schwer. Unverständlicherweise gibt es kein Rentervisum. Dies könnte ja an eine Mindestsumme gekoppelt sein.

    Ebenso ist es ja sehr seltsam, dass man zb per Dividende USD 6.000/ Monat bekommen kann und dies die letzten 3 Jahre zB.

    Aber auch in so einem Fall hilft es nicht. Man ist entweder auf die Lottery angewiesen oder man versucht das Investor Visum. Dafür muss man aber 500k investieren in etwas das man vorgegeben bekommt und bei dem 10 Jobs benötigt werden.

    Also sind die 500 k quasi weg. Dabei wären das über USD 7.000/ Quartal (brutto) was eigentlich nochmal eine sehr gute Absicherung wäre dass der, der in den USa leben will nicht dem Staat auf den Taschen liegen wird.

     

    Habt Ihr eigentlich dieses furchtbare Drama in Kanada mit dem Feuer mitbekommen? Schrecklich!

    Mittlerweile ist es 10x größer als Manhattan! Und nur der Regen wird es stoppen können. Allerdings wird auch dieses Wochenende kein Regen fallen. Es wurde auch Hilfe aus den USA angefordert. über 80.000 Menschen sind evakuiert worden.

    Furchtbar für die Natur und auch für die Tiere. Das Gebiet ist bekannt für Ölsand. Shell sind dort vertreten.

    Man kann nur hoffen, dass es irgendwie zu stoppen ist. ich fürchte dass es noch viel viel schlimmer wird

    http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000515667

  3. Tobias

    Seit ich vor einigen Jahren aufs Land gezogen bin, erlebe ich den Konsumwahnsinn von manchen Leuten hautnah mit. Junge Paare Anfang bis Mitte 20 überlegen, wohin sie ihr Eigenheim bauen sollen. Sich möglicherweise ein bereits stehendes Haus zu kaufen oder gar zu mieten kommt überhaupt nicht in Frage. Die „Selbstverwirklichung“ steht bei dieser Entscheidung scheinbar über allem.

    Dann gibt es die Leute von 30 bis 50, die ihr Haus bereits gebaut haben und ihre Hypothek bei der Bank abstottern. Trotz allem muss es bei diesen Leuten ständig der neue Fernseher, ein modernes Auto, Möbel und all der andere Kram sein. Wahrscheinlich wieder finanziert durch neue Kredite (eine 0%-Finanzierung im Elektronikmarkt oder im Möbelhaus klingt ja so verlockend…).

    Dann bleibt die restliche Gruppe, die kurz vor der Rente steht oder bereits im Ruhestand ist. Hier wird ständig lamentiert, wie klein die gesetzliche Rente eigentlich ist und das man möglicherweise mal vorsorgen hätte sollen. Ihr altes, verwohntes, vielleicht renovierbedürftiges Haus kriegen sie zu keinem vernünftigen Preis los, weil sich die jungen Familien wie oben beschrieben sich lieber ein neues Haus bauen.

    Ich sehe das wirklich kritisch. Und lebe einen ganz anderen Lebensstil. Ich wohne zur Miete, habe einen genügsamen Lebensstil und führe Haushaltsbuch. Dank diesem Haushaltsbuch weiß ich, dass ich bei einem Nettoeinkommen von ca. 2500€ nach Abzug aller Kosten einen Überschuss von ca. 1000€ erziele. Ich gebe mich damit aber nicht zufrieden und versuche weiterhin, die Einkommensseite zu verbessern (hauptsächlich durch passives Einkommen wie Dividenden) und meine Ausgabenseite zu reduzieren (beispielsweise steht in diesem Monat ein lange überfälliger Bankwechsel an mit kostenlosem Girokonto und kostenloser Aktiendepot-Führung, außerdem versuche ich, in der warmen Jahreszeit immer mal wieder mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, das spart Kosten und ich tue meinem Körper auch noch was Gutes).

    Ich mag diesen Blog, und auch wenn sich die Artikel manchmal im Kern wiederholen, so finde ich es doch git, wie bei diesem Artikel daran erinnert zu werden, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Danke an Tim für die zahlreichen und regelmäßig erscheinenden Artikel.

  4. der der hier gerne mitliest

    Wie immer ein qualitativ hochwertiger Artikel der mich bestärkt durchzuhalten.

    Danke, für all die Kommentare, die hier regelmässig unter den Artikeln erscheinen, man merkt sofort, dass man hier von vernünftigen Menschen umgeben ist.

     

  5. Florian Günther

    Hallo Tim,

     

    toller Beitrag! Ich lese gerne Deine Beiträge. Sie haben große Motivationswirkung. Selbst kleine Beträge können zum großen Ziel führen.

     

    Weiterhin viel Erfolg wünscht

    Florian Günther

  6. vonaufdenboden

    Danke Tim für den tollen Beitrag!
    @Tobias F.
    Danke für Deine Geschichte!

    20k p.a. mehr sparen zu können ist eine feine Sache! Ich hoffe Du wirst dementsprechend früh auch die FI erreichen. Das Erkennen von Möglichkeiten ist wichtig und noch wichtiger ist es diese auch zu nutzen. Dazu muss man flexibel sein.

    Als der CHF immer stärker wurde bin ich ganz einfach mit meiner Familie in die Schweiz gezogen, um dort zu arbeiten. Selbstverständlich hängt es davon ab, in welcher Sparte man tätig ist und nicht jeder hat die Möglichkeit diesen Schritt zu wagen. Die Kombination starker Franken, niedrige Steuern und ein, verglichen mit dem €-Raum, sehr hohes Gehalt ist derzeit einzigartig (mit dem Wissen, dass man nach einer bestimmten Zeit wieder in die €-Zone zurückkehrt).

    Wir leben in der Schweiz sehr sparsam. Die Wohnung ist mit CHF2,5k günstig, wir gehen kaum ins Restaurant und unser Auto ist acht Jahre alt (ich nehme lieber die CHF1,6k monatliche car allowance). Meine Kollegen wohnen hauptsächlich mit CHF 5k zur Miete, haben alle drei Jahre einen Neuwagen und sind standesgemäss an den Wochenenden in guten Retaurants unterwegs. Kindermädchen muss auch sein und zwei Mal pro Woche eine Putzhilfe ist unabdingbar. Dadurch bleibt ihnen unterm Strich trotz astronomischem Salär, wie die Schweizer das Gehalt nennen, nicht viel übrig. Das Leben in der Schweiz ist bekannterweise sehr, sehr teuer. Mit unserer „Strategie“ sparen wir derzeit €100k p.a. mehr als vorher im €-Land. Solange die wirtschaftliche Situation so bleibt, werden wir das natürlich weiter nutzen. Der Partner muss mitspielen, sonst wird das nichts. Wir machen alles selbst. Wir kochen sehr fein daheim, wir putzen und reparieren die Dinge selber. Unser Ziel finanziell frei zu sein hat sich dadurch um viele, viele Jahre nach vorne verschoben.

    Ich werde mit meiner Familie in drei oder vier Jahren wieder nach Hause zurückkehren. Wir müssen dann nicht mehr arbeiten, wenn wir nicht wollen. Genau um das geht es uns! Die Freiheit zu erlangen, weit vor dem 65 LJ bestimmen zu können, was wir mit unserer Zeit anstellen. Viele meiner Kollegen werden weiter arbeiten müssen, um die Rechnungen bezahlen zu können. Die Chance fuck-you-money zu haben, wurde auch von ihnen erkannt, aber nicht genutzt.
    Gruss,
    vonaufdenboden

  7. Slazenger

    @Tim

    fasziniernd im Zusammenhang mit dem Verständnis wie der Zinseszins wirkt ist die Geschichte vom Josephspfennig! Mit Zinseszins wird aus 1Pfennig in 2000 Jahren die unfassbare Summe von ca. 300 Mrd. Mal die Erde aus purem Gold, ohne zinseszins wird daraus in 2000 Jahren aus 1 Pfennig einfach nur eine Mark, bzw. heute Euro!

  8. Tobias F.

    Wow, das sind noch mal ganz andere Zahlen. Die Schweiz ist auch unter meinen Berufskollegen sehr beliebt. Ein Bekannter ist direkt nach der Uni nach CH gegangen, hat sofort ca 5000 Euro netto im Monat verdient und wohnt jetzt seit 4 Jahren billig im Schwesternwohnheim. Er legt allerdings nicht so viel zurück sonder fliegt lieber öfters übers WE nach Hamburg zu Freunden 😀

    Ich persönlich kann nicht in die Schweiz, meine Frau ist hier sehr verwurzelt und auch meine Eltern und auch Freunde hier würde ich zu sehr vermissen. Wenn ich NUR wegen dem Geld für ein paar Jahre auswandern würde, fühlte sich das für mich persönlich flasch an. Wobei wie gesagt, gerade Ärzte werden in der Schweiz nach wie vor gesuch tund sehr gut bezahlt…

     

  9. Christoph

    @Tobias F.

    Du bist du beneiden mit diesem Nebenverdienst.

    Als normaler Angestellter/Arbeiter hat man eher so Alternativen wie McDonalds etc.

    Hatte das sogar mal überlegt aber wieder verworfen.

    Das wären dann zwar auch € 450 mehr pro Monat aber ehrlich gesagt da verzeichte ich dann lieber.

    Ich schaue allerdings ob ich irgendeine Chance als Dateneingeber von zu Hause erwische. Das wäre genau mein Ding.

     

    @vonaufden Boden: Gut gemacht !

    Wobei du vielleicht abwarten solltest ob du wirklich in den € Raum zurückkehrst.

    Denn wer weiß wie das alles noch weitergehen wird.

    Wenn zB die allgemeine europäische Arbeitslosenversicherung kommt… Gute Nacht sage ich da nur

  10. vonaufdenboden

    @Tobias F.

    Du hast recht. Natürlich spielen für solche Entscheidungen andere wichtige Faktoren wie z.B. Familie und Freunde eine grosse Rolle. Gesamtgesehen muss das einfach passen. Meine Frau kommt ursprünglich nicht aus dem Euro Raum und daher war das Thema Verwurzelung für sie in diesem Fall nicht relevant. Für mich sehr wohl und man sehnt sich oft nach daheim. Aber das sind kurze Momente. Ohnehin ist die Schweiz kulturell und sprachlich beinahe identisch. Die Entfernung ist auch sehr gering und wir können auch übers Wochenende nach Hause fahren wenn wir möchten. Das tun wir auch sehr oft, damit die Kinder den Bezug aufrecht erhalten. Meine Mutter und meine Freunde sehen wir oft. Die kommen auch zu Besuch in die Schweiz. Rückblickend und gesamtgesehen ist „der Preis“ den wir für diese „opportunity“ bezahlen sehr überschaubar.  Ich würde sogar sagen vernachlässigbar. Ganz anders sieht die Lage aus, wenn man sich aus beruflichen Gründen entscheidet für fünf Jahre z.B. nach China oder Mexiko zu gehen.

    @Christoph

    Danke! Ich bin sehr heimatverbunden und wir werden auf jeden Fall bald wieder zurückkehren. Aber wenn es für jemanden passt, lässt es sich auch in der Schweiz sehr gut leben.

    Gruss,

    vonaufdenboden

  11. Felix

    @ vonaufdenboden

    Die Schweiz ist zweifellos attraktiv, nicht nur der großartigen Landschaft wegen, sondern wegen ihrer Neutralität, ihrer bodenständigen Politik und dem Nichtangehören der EU, insbesondere des Euros. Anfänglich dachte ich, das hält die Schweiz nicht durch mit dem Schweizer Franken gegenüber dem übermächtigen Euro. Inzwischen ist der Euro das kranke Zahlungsmittel.

    Ob die Schweiz ihre wirtschaftliche Ausnahmesituation behalten kann, erscheint mir fraglich: Die Löhne sind extrem hoch; die Produktivität dürfte aber kaum höher sein als in D. Die Besonderheiten des Schweizer Nummernkontos, das Geld aus aller Welt (auch kriminelles) anzog, sind im Schwinden. Außer Pharmaindustrie und Nestle ist da nicht viel. Die Schweizer Banken sind (international) am Boden – es hagelt Entlassungen. Und natürlich sind wegen des starken Schweizer Frankens die Exporte teuer.

    Wie ist das mit Krankenversicherung, staatlicher Altersversorgung, Schule der Kinder, wenn ihr nach D zurückkommt?

     

  12. Christoph

    @Felix: Ich sehe das ganz anders. Die Schweiz brummt.

    Und am allerbesten finde ich die Volksentscheide. Genau dafür wurde eigentlich auch die AFD gegründet.

    Es gibt da leider zu viele Idioten die zu sehr rechts sind.

    Mit Frau Dr. Alice Weidel an der Spitze wäre die Partei deutlich besser aufgehoben. Sie spricht sehr durchdacht mit Hand und Fuß.

    Wieso zB gibt es beim Thema Visa Freiheit für die Türkei keinen Volksendscheid? Oder ebenso bei diesem Pakt bezüglich dem Hin und Herschieben der Flüchtlinge.

    Es sollte mehr davon geben!

    Ich bin allerdings mal gespannt wie die Schweiz bezüglich dem Grundeinkommen entscheidet.

    Es gibt ja zB in den Niederlanden schon Versuche. Theoretisch macht das Sinn, ausser wenn keiner mehr schaffen will.

     

     

    Übrigens ist Nestle nur auf Platz 6 der größten Schweizer Unternehmen!

    Vitol, auf Platz 1, ist dreimal so groß.

    Bekannt sind ja auch noch viele andere, Novartis, Lafarge, ABB, Glencore, Cargil, Clariant usw usw

    und das sind alles verschiedene Branchen. Chemie, Pharma, Nahrung, Mineralöl etc.

    Also ich denke eher Schweiz ist ein Vorbild in vielen Dank, natürlich nicht in Allen.

    Da vonaufdenboden ja deutscher ist, kann er ohne Probleme wieder in die gesetzliche KV zurück. Ebenso können seine Kinde (ich nehme an auch deutsche Staatbürgerschaft) auch in die Schule, wobei die wahrscheinlich aus dem Schulater raus sind. Wenn seine Frau EU Bürgerin ist, ist das auch kein Problem.

    Altervorsorge, macht er ja separat. Vom deutschen Staat gibts aber natürlich weniger Rente, aber das ist ja scheinbar eh nur ein kleines Zubrot.

     

  13. K.

    Das mit den Notdiensten als Zuverdienst kenne ich auch anderes herum. Aber super wenn man es so macht (wie oben beschrieben und es spass macht und man es macht weil man es darf und nicht weil man wg. Geld „muss“) und ggf. günstig und trotzdem zufrieden wohnt..

    Anders rum geht so, wie mir mein Hausarzt im letzten Dezember erzählte:
    Er hat kein Problem seinen Weihnachtshintergrundnotdienst an einen anderen Arzt innerhalb von wenigen Stunden abzutreten bzw. loszuwerden. Viele Ärzte, sagt er, „kloppen“ sich drum. Der Grund: Sie brauchen jeden Cent zusätzlich zum sehr gut bezahlten Hauptberuf, weil sie große Autos fahren und ein großes Haus gebaut haben, das nun abfinanziert werden will.
    Mein Hausarzt ist glücklich mit dem was er verdient (auch wenn es „früher“ mehr war) und lebt zufrieden ohne Zusatzdienste.

    Mein Gedanke dazu (zu den Zusatz-Arbeitenden-Ärzten): Immer hin eine glückliche Ehe. Die Ehefrau genießt den (geforderten?) Luxus und der Mann ist wegen Arbeiten und Geld ran schaffen zum Schulden tilgen nie zu Hause. Dann kann man sich auch nicht streiten.

    Ironie dabei wäre wenn der Arzt mit Nebenjob und Feiertagszusatzdiensten dem Patienten erzählt: „Sie müssen stressfreier Leben sonst bekommen Sie einen Herzinfarkt oder Bluthochdruck oder oder oder.“

  14. Tobias F.

    @K. : Meine Frau erlaubt das auch nur, solange wir keine Kinder haben 🙂 Aber ab Ende 2017 habe ich hoffentlich eine eigene Praxis, dann habe ich die Dienste auch nicht mehr nötig. Dein Hausarzt ist sehr vernünftig, ich sehe es eigentlich so wie er. In welchem Bundeslad ist das?

    Hier gibt es auch viele Ärzte, die diese Dienste ständig machen und dann mit einer Mercedes S-Klasse vorgefahren kommen, auch ältere. Das ist nicht gerade clever. Dann lieber das ältere kleinere Auto und weniger Dienste. Außerdem sind die Dienste hier oft recht gut machbar ohne extremen Stress (ich kann gerade hier schrieben 🙂 )

    Unterm Strich haben wir hier als DINK-Paar sehr gute Vorraussetzungen um ein Vermögen zu gründen. Meine Frau ist Juristin, ich Arzt, wir leben in einer kleinen Mietwohnung mit Ikea möbeln. Wir leisten haben zwei Autos, weil wir sie beruflich brauchen, ansonten geben wir ab und an Geld für Restaurants aus (1 x im Monat) und machen gerne in den USA Urlaub. Viel mehr Luxus brauchen wir nicht. Ich bin akutell extrem dankbar für die Situation und klopfe fast täglich auf Holz 🙂

  15. Fit und gesund

    Ich bin Eine von vielen Deutschen die in der CH hängengeblieben sind, als Krankenschwester mit Zusatzausbildung verdiene ich ordentlich, das was ich erreicht habe hätte ich in D niemals schaffen können, aber die Bedingungen in der CH sind auch härter geworden, das ist der Grund weshalb ich nun echt spare, bis 65 möchte ich und kann ich evtl. auch nicht mehr malochen, so mit Schichtdienst, irgendwann merkt man dass man nicht mehr so mithalten kann. Meine Sparrate liegt im Moment bei 54.95% vor Steuern. Also Millionär werde ich nicht mehr, dazu hab ich dann zu spät angefangen richtig was wegzulegen, zudem weiss ich nicht ob ich im Alter nach D zurückgehe, nur aus finanziellen Gründen, nicht weil ich das unbedingt möchte, eine unabhängige Finanzplanung hab ich für den Sommer vorgesehen. Sparen tue ich via ETF’s, Einzelaktien und aktiv gemanagten Fonds, wobei die letzten im Auslauf begriffen sind, Alle Kosten hab ich unter die Lupe genommen, mehr geht einfach nicht, sonst käme das krankhaftem Geiz gleich und das möchte ich nicht, ich habe auch noch mein Hobby die Tiere, wobei das auch irgendwann ein Ende hat.

    Ich könnte jetzt natürlich mein Arbeitspensum reduzieren, aber ich beisse lieber nochmal ein paar Jahre auf die Zähne und spare ordentlich was weg, ganz auf Aktien möchte ich mich auch nicht verlassen, so werde ich meine ETW dann mit Eintritt Rente abbezahlen (in der CH ist es besser Schulden zu haben, rein steuerlich, aber ich zahle lieber mehr Steuern dann und bin keiner Bank was schuldig) Die Wohnung war ein sehr guter Entscheid, bleibe ich hier so werde ich mietfrei wohnen und Wohnungen sind teuer hier. Gehe ich nach D zurück kaufe ich noch eine kleine ETW für mich selber, meine jetzige Wohnung ist eigentlich zu gross für mich, aber wegen der Tiere benötige ich auch Platz.

    Wenn ich nochmal könnte, würde ich es anders machen, aber auch so, ich stehe gut da, im Moment suche ich noch einen Mieter für die Wohnung meiner Mutter, das wird mir dann irgendwann auch mal was einbringen.

    Ich bin eigentlich sehr genügsam, ich brauche keinen grossen Luxus, und ich bin nicht so sehr vom Urteil anderer Leute abhängig, ebenfalls ein grosser Vorteil, Jeder eben so wie er möchte, tolle Reisen hm… ganz nett, aber es muss nicht so sehr sein.

     

    Wünsche Allen ein schönes WE.

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Tobias F.
    Danke. Du hast eine bodenständige Einstellung, was klasse ist.

     

    @ Christoph

    Das stimmt. Ein Visum oder Greencard ist nicht so leicht in den USA zu bekommen, außer man gewinnt in der Greencard-Lotterie.

    Reiche Deutsche mögen Florida. Es ist schön warm, das Wasser ist nah und es ist nicht so irre teuer. Es gibt Direktflüge von Düsseldorf nach Fort Myers beispielsweise mit Air Berlin. Betuchte Europäer kaufen oft ein Haus am Strand oder Kanal. Sie haben dann ein Boot. Und kommen im Winter hierher zum Überwintern. Sie kommen als Touristen, obwohl sie eine Immobilie in den USA besitzen. Das Haus lassen sie von einem Verwalter managen. Der Verwalter vermietet das Objekt an andere Touristen, so entsteht eine Geldquelle.

    Touristen können übrigens 6 Monate in den USA bleiben:

    http://immigration.terra.com/visa_tourist_b2.html

     

    @ Tobias

    Gute Sicht der Dinge: Bodenständig. Nicht abgehoben.

     

    @ der der hier gerne mitliest

    @ Florian Günther

    @ vonaufdenboden

    Drei Mal Danke!

     

    @ Slazenger

    Ja, der Josephspfennig zeigt die wahnsinnige Kraft des Geldes. Wenn Geld neues Geld schafft und sich das endlos fortsetzt, ist das eine Lawine. Warren Buffett macht genau das.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Josephspfennig

    Ein schönes Wochenende an alle.

  17. Vali

    Sehr schöner Beitrag, Tim! Sehr motivierend mit dem Strandfoto,  ich freue mich auch auf meinen Sommerurlaub mit Meeresstrand und Pool… 🙂

    Hier ein schöner Film über den Zinseszins und das Geldsystem und dass die Zinsen nicht nur Leute bezahlen, die einen Kredit aufnehmen, sondern alle, die Miete zahlen, leasen, kaufen und einkaufen…

    Die richtig Reichen zahlen wenig und bekommen viel, ohne zu arbeiten. Unternehmen, Immobilien, Eigentum, Aktien. Das passive Einkommen ist ihr Einkommen.

    Die meisten haben kaum oder wenig Vermögen, haben aber jede Menge Kosten… wer das begreift und richtig was ändert, kann entspannt die Million anpeilen 😉

     

     

  18. Fit und gesund

    DINK = Double income no kids

    Danke K. für den link, ja , die Österreicher sind ganz schön clever, nicht nur bei der Altersvorsorge.

    Ich muss wegen dem Riester-kram öfter schmunzeln, eine Arbeitskollegin erklärt mir immer wie clever ihr Mann doch bei der Geldanlage ist, ihre Überstunden hat sie sich auszahlen lassen und genau in ein Riesterprodukt gesteckt (sie wohnt in D und der Mann eben auch)  ob der tatsächlich soooo clever ist? aber sagen tue ich natürlich nix.  🙂

  19. StockMan

    @Slazenger

    Die meisten Banken verzinsen die Pfennige/Cents nicht, nur die vollen DM/Euro Beträge. Da bleibt ein Pfennig ein Pfennig, wenn er nicht nach einigen Jahren der Umsatzlosigkeit wegen Geringfügigkeit ausgebucht wird. Dann verbliebe er noch einige Jahre auf einem Sammelkonto, dann geht er in das Eigentum Bank über.

    Eine hübsche Geschichte, aber leider nicht möglich.

    Grüße vom StockMan

  20. K.

    @Fit und gesund

    Danke für die Aufschlüsselung.

    Ja das mit dem Nichts Sagen ist manchmal vermutlich besser. Um der Freundschaft oder des Betriebsfriedens-Willen.

     

    Ist ja teilweise in der Partnerschaft oder bei nahen Verwandten (Eltern) schon schwierig, selbst wenn ähnliche Grundeinstellungen da sind. Wobei meine Eltern zum Glück gut vorgesorgt haben (waren/sind aber auch andere Zeiten gewesen).

    Spricht man die Ausgaben an (und viele Frauen verlassen sich bei gleichem Einkommen/Einkommenshöhe dann oft bzgl. Notfallrücklagen auf den Freund/Mann), bekommt man (in dem Fall von der Frau) oft das zu hören:
    Ich gebe jetzt lieber Geld komplett aus, wenn ich später mehr Kosten (z.B. wegen Kindern) habe, dann wird nicht an den Konsum(Spass)-Ausgaben gespart sondern dann fällt lieber das klassische Sparen (Nogroschen bzw. Rücklage für Waschmaschine, Auto und Co) bzw. die Rücklagenbildung fürs Alter weg.

    Schade und traurig aber erst gestern wieder live erlebt. Schwierig. Einerseits weil eine Person (in dem Fall Mann) nicht mit einem Gehalt für zwei effektiv Vorsorgen, Sparen und Rücklagen bilden kann. Zum anderen warum will die Frau nur dazu beitragen wenn es ihr gerade in den Kram passt (Grundeinstellung zu sparen ist da, aber auf Konsumverzicht kommt man nicht, seien es Online-Spiele mit Geld-Zuschuss für „Items“ (160 EUR und mehr pro Monat) oder ein neues Sofa auf Kredit obwohl schon eines da ist)?
    Was passiert wenn Frau wg. Trennung oder früher Verwitwung nun doch wieder alleine dasteht?

    Sparen für die Elternzeit oder spätere Teilzeit nach der Elternzeit, die man ja will (als Frau)? Fehlanzeige, das geht dann schon irgendwie. Dann geht man halt auf 450 EUR Basis etwas dazu verdienen obwohl ja eigenlich in der „arbeitsfreien“ Zeit diese den Kindern gewidmet sein sollte… Oder spart an Lebensmitteln.

    Vorallem der Druck der auf dem Mann/Partner lasstet, hier trotzdem sich und die Familie absichern zu wollen. Er steht für die Frau ja teils auch mit gerade, wenn es blöd läuft. Oder kompensiert die Mehrausgaben, damit es den Kindern trotzdem gut geht. Das wird schwierig und birgt Stresspotenzial.

    Hier ist guter Rat teuer, besonders wenn man sich liebt aber das Thema ist halt doch sehr essentiel. Habt ihr Erfahrungen oder Ratschläge zum Weitergeben?
    Ich habe momentan keinen Ratschlag parat. (Das Paar hat (noch) nicht geheiratet und (noch) sind keine Kinder unterwegs, aber beides geplant in den nächsten 1-2 Jahren).

    Und die Grundgedanken (Kreditvermeidung, Rücklagen, Sparen/Investieren fürs Alter und das jetzt und nicht erst mit Mitte 50 und warum) hat der Mann schon kommuniziert, das wird auch „gut geheißen“ und verstanden von der Frau, aber es hapert an der Umsetzung oder (?) dem Wollen.
    Und die Frau weiß aus vorherigen Beziehungen eigentlich wie es ist, wenn man Schulden hat bzw. konkreter die Schulden vom Partner (und von diesem verursacht) mittragen musste und diese teils alleine abbauen musste…
    Gerade dann müsste das Konzept ihr doch entgegen kommen? Vorsorgen, Sparen aber trotzdem gut und normal leben. Scheint aber nicht so…..
    Das wird noch mal ein großer Knackpunkt werden.
    Eine Idee ist auf Gütertrennung zu setzen und damit den Standpunkt des Mannes zu verdeutlichen. Aber ob so ein Ehestart dann ein gutes Ehefundament ist. Es schwellt ja dann immer im Hintergrund mit.

  21. Frank

    Schön zu lesen dass man sich um Ärzte beim nächsten Streik keine Sorgen machen muss.

  22. K.

    @StockMan

    Die meisten Banken verzinsen die Pfennige/Cents nicht, nur die vollen DM/Euro Beträge. Da bleibt ein Pfennig ein Pfennig, wenn er nicht nach einigen Jahren der Umsatzlosigkeit wegen Geringfügigkeit ausgebucht wird. Dann verbliebe er noch einige Jahre auf einem Sammelkonto, dann geht er in das Eigentum Bank über.

    Das mit dem Ausbuchen und Übergang von Pfenningen/Cents (Nachkommastellen der EUR-Beträge) habe ich noch nie gehört und auch bei (früher) verschiedenen Banken und Sparbüchern über Jahrzehnte (auch „vergessene Sparbücher“ mit über 30 Jahre „Laufzeit“ bei Verwandten) nie erlebt.
    Das wäre ja Enteignung und so sicher rechtlich gar nicht möglich. Müsste ja in den AGBs stehen: So ala: „jeder Betrag der nicht vollen Euros entspricht wird nach x Jahren automatisch ausgebucht“ Bsp. Guthaben auf Sparbuch 5,34 EUR. Zinsen jeweils auf die vollen 5 EUR (lt. deiner Aussage) und alles was nach dem Komma steht fällt irgendwann an die Bank. Was ist wenn die Zinsbeträge (=jeweilige Zinsen) auch nur Centbeträge sind? Fallen die dann laut Deiner Theorie auch weg oder wird hier gönnerhaft aufgerundet und ein ganzer Euro an Zinsen gut geschrieben?
    Beides noch nie gehört und gesehen.

  23. K.

    @Frank

    Es kommt sicher auf die jeweilige Arbeitssituation drauf an.
    Hausärzte (gerade Allgemeinmediziner) haben teils schon auch zu kämpfen auf Grund niedriger Pauschalen, gerade bei chronisch-kranken Patienten.
    Liegt auch mit am System. Es hat ja Gründe warum es immer weniger Niedergelassene gibt, gerade in ländlichen Gegenden weil es sich teils nicht mehr rentiert. Rein aus wirtschaftlichen Gründen. Berufung hin oder her. Von irgendwas muss ein Arzt (und ich bin keiner) auch leben.

    Klinik-Ärzte auf Grund von Arbeitsbedingungen und nötigen aber nicht gegegeben (bzw. nachträglich einfach gestrichenen) Überstunden auch.

    Hier beginnt ein Wandel und ein „Nicht-Mehr-Gefallen-Lassen“ aber in sozialen Berufen (Ärzte, Pflege, Erzieherinnen, etc..:) sind manche zu sozial und machen es eben trotzdem mit. Unterstützung und Verständnis aus der Bevölkerung ist hier sicher wichtig und hilfreich. Damit Chefärzte und Verwaltung/Vorstand umdenken/einlenken. Viele Ärzte machen solche Bedingungen „zugunsten der Karriere“ aber leider (noch) mit. Selbiges in der Pflege.
    Leiden tut die Person die es mitmacht/versucht zu kompensieren. Langfristig tut sie sich selbt keinen Gefallen (Stress usw.) und letzten Endes leidet auch der Patient/“Kunde“ und die Versorgung darunter. Das ist am schlimmsten.

  24. Frank

    @K,

    du hast mit vielem Recht. Ich bin Altenpfleger und habe mir jahrelang von den Hausärzten angehört wie schlecht es ihnen geht.

    Alle mit dickem Auto und großem Haus!

    Ich gönne jedem alles, was ich nicht leiden kann ist das Gejammer auf hohem Niveau. Für die OP Schwester die neben dem Arzt beim Patienten steht ist das alles ein Hohn.

     

     

  25. K.

    @Frank

    Da bin ich vollkommen bei Dir. Deinen letzten Kommentar kann ich voll und ganz unterschreiben.

    Es kommt sicher auf die Lebensweise aber auch die Region, das Umfeld und auf die Rahmenbedingungen an. Bin ja auch eine Art Insider / Kollege 🙂

  26. Tobias F.

    @ Frank:

    Niedergelassene Ärzte dürfen nicht streiken. Und Klinikärzte, das weiß ich aus eigener Erfahrung, haben einen bescheidenen Job mit richtig miesen Arbeitszeiten. Ich habe mir oft genug für 10 Euro die Stunde 24-Stunden schichten in der Notaufnahme antun müssen, auch nachts um 4 anspruchsvolle Arbeit mit viel Verantwortung ableisten müssen. Ich war gesundheitlich ein Wrack, ich habe 8 kg zugenommen, das Rauchen angefangen, meine Beziehung hat gelitten, Freunde habe ich noch alle Schaltjahre mal gesehen.

    Um das machen zu dürfen habe ich vorher sieben Jahre lang studiert, Sommer um Sommer über den Büchern vorbeiziehen sehen und kein Einkommen gehabt. Ich habe nebenher gejobbt. Mit Ende zwanzig dann oben beschriebene Situation.

    Jetzt bin ich in der Praxis und habe ein gutes Einkommen, arbeite aber immer noch über 50 Stunden pro Woche. Es gehtmir ganz gut, ich klage nicht sondern bin dankbar. Nur soviel mal zur Situation der Ärzte…

    Dass Pflegekräfte für einen Knochenjob den man nicht bis zur Rente durchhält unterbezahlt sind steht auf einem anderen Blatt und wird von mir nicht bestritten!

  27. Tobias F.

    P.S.: In Deutschland muss man eben sehr vorsichtig sein damit zu sagen, dass es einem gut geht (v.a. finanziell). Man macht sich damit scheinbar echt nur PRobleme. In den USA freuen sich die Menschen eher mit einem, zumindest habe ich den EIndruck

  28. Frank

    @ Tobias F.

    ich habe ja geschrieben dass ich alles allen gönne! In Deutschland herrscht freie Berufswahl, ich wußte dass ich nie viel verdienen werde, du wusstest welche Arbeitsbedingungen auf dich zukommen.

    Ich mag nur nicht das Gejammere!

    Wer trotz hoher Arbeitszeit zusätzliche Schichten wegen des Geldes schiebt hat sich eben für Geld und Konsum versklavt, sollte sich aber nicht beschweren. Wir haben alle die Wahl.

    Ich habe mein ganzes Leben bis jetzt nur Teilzeit gearbeitet, mache dafür aber Abstriche beim Konsum. Auch arbeite ich nicht mehr in der Pflege, weil die Arbeitsbedingungen sich sehr verschlechtert haben. Mit Arbeitsbedingungen meine ich ausdrücklich nicht die Bezahlung.

    Für mehr Geld  und bessere Arbeitsbedingungen zu streiken ist legitim, in die traurigen Augen von Montgomery schaue ich trotzdem nur mit einiger Verachtung!

    Nix für Ungut.

  29. K.

    @Frank

    Darf ich fragen was Du jetzt machst? Abseits der Pflege. Ganz grob oder gerne auch „detailliert“ benannt. So viele Alternativen innerhalb der Pflege oder des Gesundheitswesens gibt es ja nicht.

  30. Felix

    Danke für den wieder einmal tollen Artikel.

    Am meisten helfen mir die (Erfolgs-)Stories der Firmen, die nach Schwächephasen wieder auf die Überholspur gekommen sind. Das gelingt leider nicht immer – daher setze ich lieber auf breite Indexfonds.

    Solange ich sehe, wie (fast) alle Menschen konsumieren was das Zeug hält, kann ich gut schlafen 🙂

  31. StockMan

    @K

    Centbeträge an Zinsen werden vergütet. Bei einem Guthaben von z.B. 2000,99 und durchschnittlich 5 % Zinsen wurden 100 Euro gutgeschrieben, nicht 100,04 oder gar 100,05. Jedenfalls bei der Bank für die ich damals gearbeitet habe.

    Beim Ausbuchen von umsatzlosen Konten musste ich schon mitarbeiten. Natürlich wird zuerst versucht den Kontoinhaber zu kontaktieren. Schon klar. Je höher der Saldo ist, desto intensiver wird ggfls. gesucht. Aber wenn nichts geht, geht das Konto. Wenn der Kunde einen Nachweis führen kann, wird er auch Jahre später sein Geld [wieder] bekommen, aber das wird ein wenig dauern.

    Versuche mal ein Sparkonto zu eröffnen und 0,01 Euro einzubezahlen, oder von einem bestehenden Sparkonto alles bis auf 99 Cent abzuheben. Wenn Dir das wider Erwarten gelingen sollte, dann warte zwei Jahre und lasse dann Deine Zinsen nachtragen.

    Grüße vom
    StockMan

  32. Ärztehof

    Welcher Arzt arbeitet für 10€/h? Den stelle ich sofort ein! Ich bin seit 12 Jahren im Gesundheitswesen tätig und kann mit Fug und Recht behaupten, dass Ärzte zu den bestbezahlten Arbeitnehmer gehören. Nicht umsonst zeigt jede Statistik, dass die Ärzte Spitzenverdiener sind.

    Ein Anfänger beginnt bei rund TEUR 50, ohne Dienste und Überstunden. 38,5/h Woche. Fachärzte sind mit Diensten leicht bei TEUR 80+. OÄ bei 110+ und CÄ bei TEUR 200+.

    Dabei werden alle Arbeinehmerrechte genossen und häufig gejammert und gemeckert. Verantwortung möchte die werten Herren und Damen nicht übernehmen. Ich kenne keine Berufsgruppen, die mit so wenig zeitlichem Aufwand soviel Geld verdient. Vor allem, da aufgrund des Ärztemangels Qualifikation nichts mehr bedeutet. Wo andere Akademiker Spitzenleistungen bringen müssen, um in diese Gehaltsklasse aufzusteigen, da genügt bei Ärzten einfach die Approbation.

    Richtig lustig wird es, wenn die Kollegen den wirtschaftlichen Druck bejammern und sich beschweren, dass private Träger Geld verdienen wollen und im nächsten Atemzug 20% mehr Gehalt fordern, welches wieder bei der Schwester eingespart wird.

  33. Tobias F.

    Jeder Klinikarzt arbeitet am Wochenende (!!) zur Unzeit (!!) für ca 10-11 Euro netto (Es sei denn es gäbe ein extrem komfortables Schichtsystem, welches kaum eine Klinik anbietet). Wie die Rechnung im Detail zusammenkommt kann ich bei Interesse gerne darlegen und versichere, dass es der Wahrheit entspricht!

    Die Grundgehälter in der Klinik sind mittlerweile ganz gut, das stimmt. Leider findet man in der Regel keine Stelle, an der keine Dienste gemacht werden müssen. Den 38 Stunden Job und dafür das Grundgehalt nach Tarif: damit wäre jeder zufrieden.

    Leider sind die 24-Stunden Dienste welche extrem schlecht vergütet werden der RIESEN-Zonk an dem Job, welche man allerdings leider einfach machen mus, die ruinieren die Gesundheit so richtig. Daher war für mich die Lösung: Schnell in eine Praxis, schnell in die Selbstständigkeit…wie gesagt, jetzt beschwere ich mich nciht mehr, toitoitoi, es geht gut.

     

     

  34. Mein Geldanlage Vergleich

    Hallo Tim,

    Wieder einmal ein toller Beitrag. Es ist doch eigentlich so einfach Millionär zu werden. ?

    Leider gibt es in der heutigen Zeit zu viele Dinge die wir unbedingt haben müssen. Ein neues Auto, der große Fernseher usw. Wenn man diese Dinge nicht hat man schon schräg angeschaut.

    Wir haben uns vor ein paar Wochen ein Auto gekauft. Weil wir nicht Finanzieren wollten, hat dieses Auto etwas über 100000 km gelaufen. Wie oft sind seit dem schon Kommentare wie was wollt ihr mit so einem Alten Auto usw. gekommen. Da wird einem wieder bewusst in welcher konsum Welt wir leben.

    Wir sind allerdings sehr zufrieden mit dem Auto. Und das Gefühl es selbst bezahlt zu haben ist super.

    Viele Grüße Klaus-Dieter

  35. K.

    @StockMan

    Also ich hatte bis letztes Jahr zwei Sparbücher parallel über Jahre/Jahrzehnte bei zwei verschiedenen Instituten. Dort habe ich immer x,xx EUR Gutschriften bekommen an Zinsen. Und ich habe damals nachgerechnet und die Ausgangsberechnungsgrundlagensumme war immer exakt der Ausgangesbetrag inkl. Nachkommastellen.

    Einzig bei meiner neuen Bank (Wechsel/Übertrag&Zusammenfassung in 2015) habe ich erstmals exakt 1,00 EUR bekommen am 31.12. Aber es gab auch mehrfache Zinsanpassungen in 2015. Wie es genau sein wird, werde ich am 31.12.2016 sehen. Das wäre aber das erste Mal.
    Mindesteinlage 1 EUR (lt. mdl. Aussage) aber sonst dürfte alles normal sein.

    Bei allen anderen Banken davor (inkl. unterjähriger Zinsgutschrift wg. Sparbuchauflösung in 2015) waren es immer Gutschriften mit Nachkommastellen und auf den Cent exakt.

    Selbst ein vergessenes Konto mit niedrigem zweistelligem Saldo wurde über 30-35 Jahre hinweg geführt (da vergessen im Verwandtenkreis) und es war reiner Zufall das die Bank nach 30 Jahren mal alle Kunden einfach so angeschrieben hatte (nix Inhabersuche oder so) und dabei rauskam, das die Kundin verzogen war (zweimal umgezogen). Dann wurde nachgeforscht und dieses Schreiben pro forma schreiben an die aktuelle Adresse gesendet. Erst auf Nachfrage der Kundin bei der Bank warum das Schreiben kam raus das überhaupt noch eine Sparbuch exisitierte. Da waren dann 95 EUR drauf. Angelegt und vergessen mit einem Betrag x Anfang der 80er.
    Abgezogen wurden ein paar EUR Gebühr wg. Urkundenverlust, da niemand das Sparbuch mehr hatte.

  36. StefanStefan

    Hallo zusammen!

    Ich bin gerade mit meiner Familie in Florida. Musste daher schmunzeln als ich die Kommentare hier gelesen habe.

    Hier gibt es unheimlich viel Reichtum. Gegenüber von unserem Haus ist eine Marina, da liegen Yachten im Wasser…keine unter drei Millionen Dollar.

    Gestern waren wir in Miami Beach. Noch nie habe ich so viele Bentleys gesehen. Und meistens sitzen goldkettchen behängte Schwarze drin 😉 und checken Mädels ab…habe das Gefühl, dass vor allem „Ungebildete“ es brauchen zu protzen. Wahrscheinlich sind viele dieser Autos einfach nur kurz gemietet…

    Die Häuser hier:extrem teuer. Habe eine Immobilienzeitung mitgenommen, das billigste Haus war 3 Millionen, die meisten lagen um die 10 Millionen. Hier ist man mit einer Mio ein ganz ganz kleiner Fisch…

    JLo habe ich leider verpasst:

    http://www.bild.de/unterhaltung/leute/jennifer-lopez/zeigt-ihre-tueten-45710024.bild.html

    habe mir das auch immer vorgestellt: im Alter in Florida überwintern…

    Haben hier einen deutschen Vermieter der in den 90ern ausgewandert ist und daher interessante Einblicke. Kurzum: alles rosig und perfekt ist es hier auch nicht. Die Hitze (vor allem jetzt ab Mai) kann enorm nerven. Die Leute sind eigentlich fast nur drinnen bei eingeschalteter Klimaanlage. Es gibt einen HAUFEN Moskitos durch die vielen Kanäle (sind bei Fort Lauderdale in Pompano Beach). Die Kriminalität scheint schlimm zu sein. Schiessereien seien an der Tagesordnung. Für 50 $ wurde neulich ein Kassierer erschossen…

    Die Bauvorschriften müssen deutlich schlimmer sein als in Deutschland. Für den Bau des Hauses musste unser Vermieter über 70 Inspektionen überstehen usw…da wird jeder Nagel nachgezählt

    Ansonsten stimmt es aber, dass es hier echt toll ist. Die Leute sind relaxt und freundlich, das Meer ist klasse (wenn auch voll mit Haien, zum Glück gibts eine Shark Patrol 😉 ), die Sonne scheint das ganze Jahr. In Deutschland haben wir vielleicht drei gute Monate…

     

    @ vonaufdenboden

    Die Schweiz interessiert mich auch. Kannst du mir denn sagen wie das mit der Steuer bei Kursgewinnen ist? Die Aktiengewinne sollen ja eigentlich steuerfrei sein…wie aber ist es wenn man amerikanische Titel verkauft?

     

    @ Tim

    Exxon würde ich nicht mehr zu den Unternehmen zählen die man EWIG halten kann. Wenn sich sogar die Rockefellers vom Öl verabschieden…

     

    Viele Grüsse an alle

     

     

     

     

  37. Vali

    @Stefan, danke für die tollen Florida-Einblicke;-)

    Da ich bald geschäftlich in die USA muss, freue ich mich sehr über Fotos und Geschichten – wird mein erstes Mal sein 🙂

    Aber ansonsten teile ich auch die Sonnenansichten mit dir – mir ist diese Vorliebe für heiße Länder der Deutschen irgendwie fremd. Weder Mallorca, noch Florida reizen mich wegen der Sonne. Ich bleibe am liebsten in der MUC-NYC-Area 😉 Diese verschwitzen 40-Grad-Tage, wo man wie gelähmt nur Schatten und Klima-Anlage sucht, habe ich zu oft erlebt. Ich muss auch kreativ sein und dafür braucht man angenehme 22 Grad 🙂

    Und auch was Exxon und die Rockefellers betrifft. Das habe ich kommen sehen: Wenn die Rockefellers dem Exxon den Rücken kehren – die größten Erfinder dieses Geschäfts praktisch – was soll mich dann noch in diesem Investment für die langfristige Zukunft halten?

    Ich besitze weder Exxon noch Chevron mehr. Demnächst werden auch einige andere verkauft.

    Da gibt es bessere für die Ewigkeit  – ich sage nur Kraftfoods, CocaCola, American Water Works, Nestle, Siemens … u.a.:-)

  38. Oliver

    @Stefan:

    Schöne Bilder aus Florida. Nicht umsonst gibts da so viele Rentner, die überwintern. Wie Du richtig schreibst, ist der Sommer eher schwül. Aber als agiler Rentner kann man sicher woanders übersommern :). Die beschriebenen Probleme mit der Kriminalität zeigen einfach, dass es in den USA sehr viele Leute gibt, die kein Geld haben. Ich schätze, das es in den USA noch krassere Gegensätze als in Deutschland gibt.

    Die Million können theoretisch recht viele Leute erreichen. Dafür müßte man mit Anfang 20 einen Plan haben und das lebenslang durchhalten. Es darf aber in der Zwischenzeit nicht viel passieren. Wenn jemand 40 Jahre durcharbeitet, diszipliniert spart und gesundheitlich fit ist ist das selbst mit kleineren Sparsummen möglich. Aber ich kenne ziemlich niemanden, der so früh angefangen hat und immer dabei geblieben ist. Die Reichen, die ich kenne, waren fast alle selbstständig oder haben geerbt. Arbeitnehmer, die fleißig sparen, gibt es auch. Das sind häufig die, die ein Haus kaufen und vielleicht ein paar zehn- oder hunderttausend auf der Bank haben. Von denen würde ich keinen reich nennen.

    Reichtum ist sowieso sehr individuell. Als Student wohnte ich zur Untermiete in Starnberg in einer Villa. Die gehörte einem älteren Ehepaar (er war früher erfolgreicher Augenarzt und hatte eine der größten Praxen in München) und sie haben untervermietet, damit die Villa nicht leersteht, wenn sie sich auf Reisen begaben. Daneben gabs noch ein nettes Haus in Tenereiffa, eine Hütte in der Nähe vom Brenner sowie ein paar Eigentumswohnungen. Alles in allem schon weit von der Million weg. Da fiel auch mal der Satz: 20.000 DM (90er-Jahre) sind kein Geld, weil die für Reparaturen am Haus gleich weg sind. Ich habe ihn immer aufgezogen, dass er sehr reich wäre. Er hat das aber nicht so gesehen und sich als gehobene Mittelschicht bezeichnet. Sein bester Freund wäre wirklich reich. Der hat immerhin 300 Eigentumswohnungen in Stuttgart. Zugegeben: Gegenüber seinem besten Freund war er arm, aber gegenüber der großen Masse der Bevölkerung reich. So verschieben sich die Ansichten. Genauso sehe ich das Erreichen der Million: Für jemand, der nichts hat, ist das unerreichbar weit weg. Aber mit einem Plan und etwas Glück kann man schon dahin kommen, wenn man es sich als Ziel gesetzt hat.

    Ich bin noch eine ganze Ecke von der Million entfernt. Was ich aber sehe: Je weiter ich mit meinem Depot komme, desto mehr Eigenleben entwickelt es. Die Tagesänderungen haben mit meinem Verdienst gar nichts mehr zu tun. Es gibt Tage, da gewinne oder verliere ich mehr, als ich im ganzen Monat verdiene. Und mein Verdienst ist nicht so schlecht. Die passiven Einnahmen machen sich auch immer mehr bemerkbar. Und gerade Reiche Leute leben von passiven Einnahmen, wenn auch in einem wesentlich höheren Ausmaß wie ich. Dafür sind aber Anlagen notwendig, die Geld bringen. Deshalb lege ich so viel Wert auf Dividenden, da gerade die passive Einnahmen bringen. Was mit der Zeit allerdings verblüffend ist, sind die Wertsteigerungen. OK, jetzt haben wir ein Jahr gehabt, wo sich nichts bewegte mit recht ordentlichen Schwankungen. So etwas sehe ich als gute Einkaufsphasen. Aber irgendwann wirds wieder anziehen und bei entsprechender Depotgröße kann man in einer guten Zeit mehr Gewinne verzeichnen, als man in einem Jahr verdient. Ich denke, das ist genau der wichtige Teil an der Geschichte. Man muß sparen um zu investieren. Aber noch wichtiger: Man muß investiert sein, um zum richtigen Zeitpunkt an Aufwärtsbewegungen zu partizipieren. Nur so kommt man an größeres Vermögen. Natürlich gibts auch die Crashphasen. Da gilt natürlich alles umgekehrt. Erfahrungsgemäß gleichen die sich aber über bestimmte Zeiträume aus.

  39. vonaufdenboden

    @Stefan

    Einkommen:

    Kursgewinne von Aktien sind steuerfrei. Kapitalerträge wie Dividenden sind steuerpflichtig. Sie werden zum Einkommen dazugerechnet, man setzt dann alles ab und erhält das „steuerbare Einkommen“, womit der individuelle Steuertarif ermittelt wird. Steuerbares Einkommen x Tarif ergibt die „einfache Steuer“. Diese „einfache Steuer“ wird dann mit dem sogenannten „Steuerfuss“ multipliziert. Der „Steuerfuss“ hängt vom Wohnort ab und wird vom Kanton und von der Gemeinde festgelegt. Der könnte z.B. 1,05 und 1,10 sein. Die „einfache Steuer“ wird dann mit dem jeweiligen Steuerfuss multiplizert und ergibt die Gemeindesteuer und die Kantonssteuer. Dann gibt es noch die Bundessteuer. Auch da wird das „steuerbare Einkommen“ mit einem Tarif multiplizeriert, der aber wieder anders ermittelt wird. Am Ende zahlt man Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuer.

    Und das alles nur dann, wenn man als Ausländer in den ersten 5 Jahren (da hat men eine B-Bewilligung) ein jährliches Einkommen grösser CHF120k hat. Ansonsten zahlt man Quellensteuer, die sofort vom monatlichen Einkommen abgeführt wird. Nach 5 Jahre beantragt man eine C-Bewilligung und versteuert „normal“, d.h. man erhält das gesamte Jahr das Bruttogehalt und reicht die Steuerveranlagung im Folgejahr ein.

    Vermögen:

    Alle in-und ausländischen Aktien werden in sogenannten Wertschriftenverzeichnissen zusammengefasst und dem Vermögen zugeordnet. Das Gesamtvermögen unterliegt der Vermögenssteuer. Diese ist aber vernachlässigbar klein, ausser man hat mehrere Millionen.

    Ich hoffe das hilft ein wenig! Noch eine schöne Zeit in Florida!

    Gruss,

    vonaufdenboden

     

  40. vonaufdenboden

    @Stefan

    …und amerikanische Aktien habe ich bis dato noch nie verkauft und keine Erfahrung. Aber warum sollten US Aktien anders behandelt werden als z.B. europäische Aktien. Ich nehme and Kursgewinne sollten daher auch steurfrei sein.

    Gruss,

    vonaufdenboden

  41. Christoph

    @K: wegen deinen bekannten: Auch in einer beziehung sollte man ja wichtige Themen besprechen. Und wenn man da nie auf einen Nenner kommt, ist das auf Dauer schlecht.

    Da die beiden ja aber scheinbar das eigentlich ähnlich sehen, aber sie nicht so handelt sollten die einfach ein drittes Konto eröffnen. Da muss sie auch einzahlen.

    Und ganz ehrlich wenn sie sich weigert oder es dann doch sein lässt, dann ist auf die kein Verlass. Dann sollte man sich trennen.

     

    Bezüglich der Ärzte:

    http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/aerzte-und-kliniken/mehr-ansehen-als-gehalt-was-aerzte-verdienen-12622272.html

    Ein Facharzt verdient 84 K im Durchschnitt

    Und wegen den Schichten: Nun die haben andere Gruppen ja auch, Nachwächter, Altenpfleger, Feuerwehr usw usw. Nur die verdienen viel viel weniger.

    Ich habe da wenig Mitleid.

    Ich  hatte 2010 einen Trainingsunfall bzw habe es übertrieben. Habe gemerkt da stimmt was nicht, hörte mit dem training auf und bin heim. Nachts wachte ich vor schmerzern auf, konnte mein schulter kaum bewegen.

    Also ab ins auto. Nicht mal schalten konnte ich mit rechts. In der Klinik: Die Schwester auf der Station: Miese Laune ins gesicht geschrieben:

    Hat das nicht Zeit bis morgen?

    Ähh nee ich habe jetzt schmerzen.

    Dann beim Arzt: Er mich untersucht, dann : Also da hätten sie doch auch morgen kommen können.

    Als ob ich nachts nichts besseres zu tun hätte als in die klinik zu fahren. Ich konnte übriegns 6 MOnate keinen sport machen..

     

    Aber natürlich war das eine Ausnahme, Hoffe ich zumindest

     

    @Stefan. Das ist auch mein Traum. Schönes AHus in der Sonne. Ich persönlich liebe Hitze. Ich brauche kein Schmuddelwetter.

    Bezüglich der Morde usw: Ja das ist traurig. Aber leider kann man sich ja nirgends sicher sein. Da wo ich wohne wurde letztes Jahr (oder 2014?) eine schwangere abgestochen weil ihr freund das Kind nicht wollte.

    Generell habe ich aber das Gefühl in den USA hat die Polizei mehr durchsetzungsvermögen. Ich glaube nicht dass das Silvester Chaos in Köln so in den USA geschehen wäre.

     

     

  42. K.

    @Christoph

    Da hast Du wohl recht. So sehe ich das auch.
    Die Idee mit dem dritten Konto (ich vermute Du meinst eine Art gemeinsames Haushaltskonto) ist nicht schlecht. Kenne ich zwar, aber bin hier konkret nicht drauf gekommen das zu empfehlen. Danke.

    Bzgl. deiner Krankenhauserfahrungen:
    Es gibt leider überall gute und schlechte Klempner wie man so schön sagt.

    Ja die Polizei in den USA setzt sich mehr durch. Aber wenn ich mir die Unruhen in Ferguson vor 1-2 Jahren anschaue, da hat die Polizei die ersten Tage/Nächte auch nichts tun können. Erst als sie sich dann vorbereiten konnten (inkl. externer Kräfte), ging es inkl. Deeskalationstaktiken etwas besser.
    Ob man dann sowas wie Silvester in Köln dort hätte verhindern können? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

  43. Tobias F.

    @Christoph

    Keine andere Berufsgruppe muss Schichten schieben wie die Ärzte. Kein altenpfleger, kein Feuerwehrmann etc arbeitet über 24 Stunden am Stück. Ich mache das seit Jahren bis zu 4 x im Monat. Nur mal so…
    Und eine Geschichte vom Fehlverhalten bestimmter Mitglieder einer Berufsgruppe ist eben eine Geschichte und hat keine Aussagekraft.

  44. Christoph

    @Tobias F: Naja zB Feuerwehr Frankurt: in 6 Wochn 4 mal 24 Stunden Dienst. Gehalt? Viel viel weniger.

    Und in beiden Jobs hat man große Verantwortung.

    Aber ich verstehe nicht wieso man sich dann aufregt. Man weiß doch vorher dass man eine gewisse Zeit solchen Dienst machen muss bevor man eine eigene Praxis etc haben wird.

    Dies ist beim Feuerwehrmann anders.

    Ich persönlich finde Ärzte müssen auch gut verdienen. Denn jemand in dieser Berufsgruppe muss fit sein und nicht nebenher noch einen Nebenjob machen müssen.

    Wobei ich mich dann auch manchmal wundere dass Ärzte keine klaren Aussagen usw treffen können. Oder sich auch komplett falsch verhalten.

    Mein Vater war zB vor kurzem im Krankenhaus. EIner der Ärzte kam rein, sprach kurz mit meinem Vater und untersuchte dann seinen Bauch. Der Nachbar fragte ebenfalls etwas. Dann ist er zu diesem und schuate auch bei ihm nach.

    ABER!!! Alles ohne sich zu desinfizieren!!!

    Die Ärztin am nächsten Tag hat es richtig gemacht.

    Finde das hat was mit der Einstellung zum Beruf zu tun. Und als Arzt ist sowas einfach extrem wichtig.

     

    Ich selbst stand mal kurz vor einer OP. Arzt A sagte OP und zwar Methode 1 und schickte mich ins Krankenhaus

    Dann im Krankenhaus der behandelnde Arzt: OP aber Methode 2

    ähhhh…

    Dann kam der Oberarzt: Keine Op und wenn dann Methode 1

    Na super. Also dachte ich mir, erstmal warten.

    Bin dann zu einem anderen Arzt ein paar Tage später gegangen. Der sagte. Keine Op und wenn dann Methode 2

     

    4 Ärzte mit 4 verschiedenen Ratschlägen.

    Wie soll sich da bitte ein Patient entscheiden?

     

    Wie gesagt ich habe wirklich nichts dagegen wenn Ärzte gut verdienen, aber dieses jammern nervt mich.

    Vielleicht haben viele den Landarzt oder die Schwarzwaldklinik im Sinn gehabt als es um die Berufswahl ging aber so ist die Realtität einfach nicht.

     

  45. Stefan Müller

    Zinseszins? Dax 03/2000 8300 – Dax 03/2016 9500 ->15% Gewinn in 16 Jahren.

    War da nicht etwas von 8%/ Jahr? -> alle neun Jahre eine Verdopplung nach der 72 er Regel?

     

    Demnach hätte der Dax mit einer Überbewertung wie damals 03/2018  einen Stand von ca. 33000 Punkten.

    Bin mal gespannt, ob die damalige Überbewertung noch mal eintritt.

  46. Slazenger

    Der Dax ist ein schlechter Maßstab. Zuviele Unternehmen deren Geschäftsmodell aktuell nicht mehr existiert ( Versorger, Banken)! Dazu etliche Zykliker, wie Lufthansa, Thyssen, Autos, usw.

    Wenige Unternehmen die ein Modell haben das Wachstum generiern kann!

    Wesentlich besser wäre hier der M-Dax als Maßstab!!!!!!

  47. Leon

    Ach die Geschichte mit dem Josephspfennig und den goldenen Erdbällen…

    Es muss zwangsläufig Geldentwertungen, Währungsreformen, Bankenzusammenbrüche, Zeiten ohne Zinseszins usw. geben.

    Da muss mann jetzt nicht gleich wieder als paranoider Verschwörungstheoretiker hingestellt werden…

    Eigentlich reicht Logik und Mathematik in Kombination mit Realitätssinn.

    @Stefan

    Ist halt ein selektiv rausgesuchter mieser Zeitraum.

    Keine Diversifikation weltweit, keine Diversifikation zeitlich, keine Diversifikation mit Rohstoffen, Reits, Anleihen, Termin- Tagesgeld etc.

    @K und Tobias

    Ein wenig krank ist unser Gesundheitssystem aber schon…

    Wenn man den Metastudien von Cochrane glauben darf… läuft vieles schief und amoralisch.

  48. PIBE350

    Unabhängig der Million als reiner Zahlenwert: Ich denke, dass es ab einer Sparquote von 50% richtig interessant wird. Mich motiviert die Umrechnung in freie (einnahmenunabhängige) Zeit. 50% bedeuten, dass ich für jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr die gleiche Zeit in freier Zeit dazubekomme. Ohne Zinseszinseffekt. Ich habe mich auf mindestens 66% festgelegt: Hier beträgt das Verhältnis schon unglaubliche 1:2. Motivation pur, weil es direkt schöne Gefühle hervorruft. 🙂

  49. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vali

    Danke für das Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=gmrfRPTbkRY

    Exzellent! Der Zinseszins ist der Wahnsinn. Wer es verstanden hat, legt sein Geld anders an. Eben nicht aufs Sparbuch, sondern lukrativer. Und wir wissen, dass die Zeit das A und O ist beim Zinsezins. Das heißt, wir müssen abwarten können. Sehr lange. Gleichzeitig muss man aber darauf achten, die Risiken stark einzudämmen. Sonst geht der Schuss nach hinten los.

     

    @ Klaus-Dieter

    Gratulation zu Deinem „neuen“ Gebrauchtwagen. Richtig so. Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, um von A nach B zu kommen.

    Ja, der Konsum war noch nie so übertrieben wie heuzutage. Es ist außer Kontrolle geraten. Ich werfe als einen Blick in den Dachboden, Keller und in die Schränke, wenn ich zu Besuch bin. Ich habe eine Bekannte, die hat 2 Eistruhen vollgepackt mit Zeug für mehrere Tausend Dollar: Steaks, Gefügel, Fisch, Frikadellen, Brote, Gemüse, Pizza, Garnelen, Lobster, Lachs… Ich frag mich, wann die das alles essen will? Und was passiert, wenn der Strom ausfällt?

    Es gibt ja den Spruch, dass es nicht darauf ankommt, was jemand verdient, sondern was gespart wird.

     

    @ Stefan

    Gut, dass Dir der Urlaub in Florida am Strand gefallen hat. Danke für die schönen Fotos.

    Es gibt günstigere Ecken in Florida, wo Du ein Haus für 300.000 oder 500.000 Dollar bekommen kannst. Hier 2 Beispiele, Fort Myers und Tampa:

    http://www.realtor.com/realestateandhomes-search/Fort-Myers_FL
    http://www.realtor.com/realestateandhomes-search/Tampa_FL

    Hier dagegen Star Island, Miami Beach, als Kontrast-Programm:
    http://www.zillow.com/star-island-miami-beach-fl/

    Zu Exxon: Es gibt Schätzungen, die zeigen, dass die Öl- und Gasnachfrage weiter steigen wird bis 2030. Elektroautos, Windräder und Solarzellen dämpfen gewiss die Nachfrage, aber in Summe wird sie steigen, denn die Weltbevölkerung wächst. Und die Schwellenländer holen schnell auf.

  50. Slazenger

    Nicht nur die Familie Rockefeller trennt sich von Exxon, auch Warren Buffett hat Exxon frühzeitig veräußert! Dafür steht er wohl auf IBM , was ich nicht so richtig verstehe! Was ist das Besondere an IBM ? Welchen Grund könnte es geben dass Buffett so massiv darin investiert?

  51. Lad

    Man sollte vielleicht in einige junge kleine Firmen je 1.000 euro investieren, egal wie teuer die Aktien mit KGV, KBV, KGV, KCV sind, auch wenn netto Gewinn negativ wäre und dann mindestens 10 Jahre die Aktien halten. Doch mache es nicht mehr 3 Jahre vor der Rente. Ich kaufe nur große alte Unternehmen von DAX, Eurostoxx50, Stoxx50, Dow Jones plus WFC, T, mit mehr als 3% Dividenden.

    Wie war es aber von 1990 bis zum Hoch von 2000:
    Die Aktie EMC Corp. wuchs 146 744 %, durchschnittlich 107,3 % jährlich auf P/E 224 und aus 1.000 USD wurden 1,46 Millionen USD nach 10 Jahren.
    Die Aktie Cisco Systems Inc. wuchs 112 378 %, durchschnittlich 101,8 % jährlich auf P/E 258 und aus 1.000 USD wurden 1,12 Millionen USD nach 10 Jahren.
    Die Aktie Dell Computer Corp. wuchs 120 753 %, durchschnittlich 103,3 % jährlich auf P/E 109 und aus 1.000 USD wurden 1,20 Millionen USD nach 10 Jahren.
     

  52. Leon

    @Lad

    An sich mal ein anderer Beitrag von Dir! 😉

    Bei den Highflyern und Tenbaggern ist es aber verdammt schwierig, die paar wenigen „Richtigen“ zu erwischen und die Finger von den überdurchschnittlich vielen „kleinen“ zu lassen, die hop`s gehen…

    Zudem sind die Spread`s im Small-Cap-Bereich deutlich größer.

    Small-Caps können auch mal 5 – 10 Jahre schlechter als die Large-Caps laufen, ebenso wie sich Value-Strategien, Growth-Strategien, Asien, Europa, USA, Emerging`s, Tech`s immer wieder mal abwechseln bei den Spitzenpositionen der letzten paar Jahre…

    In einem Crash knallen die small`s meistens stärker runter und erholen sich schneller…

    Aus Diversifikationsgründen sind smallcap`s mit der Direktanlage über einzelne Aktien ein Lotteriespiel, wenn auch mit Produktivkapital…

  53. Finanzfan.de

    Guten Tag!

    Der Artikel spricht mir aus der Seele!  Es geht im wesentlichen doch genau darum, die  eigenen Ansprüche den Realitäten anzupassen.  Auch in meinem Freundes und Bekanntenkreis ist das Gegenteil der Fall. Man überlegt Wochen oder gar Monate, welches Auto man kauft oder welches Handy es sein soll… Aber die Altersvorsorge und dann beim Thema Geldanlage werden Schnellschüsse gemacht.

    Viele Grüße!

    Jens.

  54. Anna

    Hallo,

    ich hatte jetzt aber viel zu lesen. Gestern war ich zum jährlichen Klassentreffen. Es war wieder lustig mit den alten Kamellen von vor 50 Jahren. Aber man wird wieder geerdet, wenn man erfährt, was in dem Jahr so alles passiert ist.

    Ein schönes Restwochenende wünscht

    Anna

  55. Michi

    Ich teile Tims Haltung größtenteils, aber zwischendurch sollte man sich auch etwas gönnen. Gerade als Ehemann und Familienvater darf man nicht zu sparsam und geizig sein, sonst steht man bald alleine da. Wichtig ist halt das richtige Maß. Ich habe z.B. auch einen großen Flachbildfernseher. Aber der ist inzwischen auch schon wieder 6 Jahre alt und wird noch so lange benutzt bis er kaputt geht. Ein großer TV ist für mich als Sportfan schon auch ein Stück Lebensqualität im Alltag. Auch ein Restaurantbesuch darf mal sein. Allerdings reut es mich schon so viel Geld da liegen zu lassen. Am Samstag hab ich mich allerdings mit einem guten Essen in einem guten Restaurant belohnt, da ich zuvor einen Halbmarathon geschafft habe. So darf es auch sein. Tim, mach weiter so. Deine Artikel motivieren mich sehr…

     

     

     

  56. valuetradeblog

    Wie immer ein guter Artikel!

    Zitat aus Tims Artikel: „Ausgabeverhalten ist entscheidend. Wer sich finanziell konservativ verhält, hat die besten Voraussetzungen, um Millionär zu werden.“

    Tja, mit dem Geld ist das irgendwie das Gleiche wie mit Krediten und Bonität; wer es braucht hat es nicht, wer es hat braucht es nicht.

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