Die Mittelschicht ist pleite und selbst daran schuld


New York, 20. Februar 2017

In solchen Salons geben Frauen schon mal im Monat 100 Dollar und mehr aus.

Konsumenten können wirklich schauen, wo ihr Geld hingeht. Jeder kann mit etwas Disziplin sparen. Ein Haushaltsbuch kann jeder führen. Selbst mit kleinem Einkommen lässt sich etwas sparen. Das geht alles. Wer immer nur jammert, aber nichts ändert, ist selbst schuld. Ich sehe ständig wirklich arme Menschen, wie sie im Supermarkt teures Fertigessen in den Einkaufswagen legen und Lottoscheine für 50 Dollar kaufen. Das sind 200 Dollar im Monat allein für Loskäufe. Einfach nur dumm.

Junge Amerikaner geben mehr in Starbucks-Läden aus, als sie für die Altersvorsorge zurücklegen. Es ist zum Kopfschütteln. Junge Deutsche kaufen sich teure Neuwagen, obwohl sie weder Kohle noch Berufserfahrung haben.

Ich trage alte Jeans und billige T-Shirts. Das ist mir schnurzpiepegal. Ich denke so wie Mark Zuckerberg oder Steve Jobs. Was nutzt ein Anzug für 600 Dollar? Es ist alles eine Scheinwelt. Fassade!

Frauen tragen nur noch sieben Mal ein Kleidungsstück. Dann werfen sie es weg. Idiotisch! Designerläden gibt es an jedem Eck in den Metropolen. Zudem kaufen Konsumenten gerne Fast Fashion von H&M und Zara – in endlosen Mengen.

Vergleiche doch mal: Die Hippies waren in den 70er Jahren zufrieden. Sie trugen alte Jeans und hatten lange, wilde Haare. Heute rennen Frauen wöchentlich in Salons. Sie lassen sich massieren, die Nägel schneiden/lackieren, die Haare frisieren. Sie lassen sich mit Tatoos verschönern und Falten mit Botox wegspritzen. Sie sind trotzdem unzufrieden – mit sich und der Welt. Die armen Dinger haben keine Ersparnisse – nur Sorgen.

Unser Volk spaltet sich in jene, die Geld haben und jene, die von der Hand in den Mund leben. Die Armen sind zum Teil an ihrer Misere selbst dran schuld. Sie haben einfach keine Ziele. Ich bin immer wieder über Paare erstaunt, die sich ein beachtliches Nettovermögen aufbauen. Sie sind ehrgeizig, sie wollen in die finanzielle Freiheit. Und schaffen es.

Dieser junge Amerikaner aus Chicago war arm wie Kirchenmaus. Er hatte 2 Dollar auf seinen Konten. Er schwor sich, die 1-Million in fünf Jahren zu schaffen. Es gelang ihm.

Wenn Du 90 Prozent Deines Gehalts ausgibst, bist du stetig pleite. Du solltest schauen, dass Du Deine Wohnkosten auf unter 30 Prozent bringst nach Möglichkeit. Gleichzeitig solltest Du versuchen, Deine Sparrate auf über 25 Prozent hochzufahren. Ohne Verzicht geht es nicht. Du musst irgendwo an Deinem Lebensstil Abstriche machen, um Ziele erreichen zu können. Schulden kannst Du schneller tilgen, indem Du etwas aufgibst. Ich habe kein TV, Waschmaschine, Auto, Tablet usw. Ich habe nur fünf paar Schuhe. Bei manchen Zeitgenossen ist ein Vergleich zu Imelda Marcos angebracht, was die Schuhanzahl angeht.

Du schaffst die finanzielle Freiheit, wenn Du sparst und jeden Monat stur Aktien/ETFs kaufst. Es dauert. Du brauchst Geduld und einen Willen zum Sparen. Die meisten Menschen wissen eigentlich wie es geht. Doch fehlt ihnen der Wille, die Energie. Sie geben sich selbst auf. Dann gibt es andere, die zwar sparen, die aber Spieler sind. Ich sehe sie in Finanzblogs immer wieder. Sie kommen vom Weg ab. Sie sind darauf aus, die Börse zu timen. Das geht meist schief. Einfach stures Sparen ist erfolgsversprechend.

Fondsmanager Peter Lynch hat die Problematik mit den Börsenkorrekturen und dem Timing gut auf den Punkt gebracht:

„Weitaus mehr Anleger haben Geld verloren, indem sie sich auf eine Korrektur vorbereitet haben (…), als sie in der Korrektur selbst verloren hätten.

Ich kann mich an keinen Börsentrader erinnern, der auf der Forbes-Reichstenliste landete. Wenn es wirklich möglich wäre, die Börse zu timen, hätte jemand schon damit Milliarden verdient.“

Anleger verlieren Haus und Hof, weil sie zocken, weil sie shorten, weil sie ihre Fähigkeiten überschätzen. Viel wichtiger als das ganze Trading ist die Gesamtzeit, die Du an der Börse investiert bist. Und nicht das Rein und Raus.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Mittelschicht ist pleite und selbst daran schuld

  1. Michael

    Gold:

    Zugreifen bevors zu teuer wird:

    http://app.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/goldpreis-warum-der-goldpreis-entgegen-der-theorie-steigt/19417142.html?mwl=ok

    Mir würde ein börsencrah momentan nicht viel ausmachen. Habe gold ziemlich übergewichtet und letztes jahr aktien ein wenig abgebaut.

    Cashreserven sind voll für den crash.

    Aber natürch habe ich auch noch aktien. Glaube aber dass gold in näherer zukunft gut performen wird.

    Ich sage nur: wahlen in den niederlanden. Frankreich. Und den trumpiboy gibts ja auch noch.

     

  2. Fit und Gesund

    mit dem sparsam Leben hab ich glaub raus, auch wenn ich diesen Monat mal Taxi gefahren bin und auswärts Essen war, das waren Ausnahmen und damit hab ich kein Problem,

    mit den Nagelstudio’s muss ich schon bisschen lachen, Tim, wir haben manchmal  ältere sonst schniekfeine Patientinnen, guck aber besser nicht unter die Kunstkrallen, da kann Dir schlecht werden…oder schau in’s Necessaire, das fasst man besser nur mit Handschuhen an, wobei, es geht auch anders, da steht schonmal ein Tiegel „La Prairie“ Gesichtscreme auf dem Nachttisch, besser nicht zu viel davon benutzen, sonst gibt Schimpfe der Angehörigen,

    ich kenn die ganze Bandbreite, *lach*….selber nehme ich Nivea oder Ähnliches, was soll ich übertünchen???

    Einfaches, stures Sparen ist erfolgsversprechend, das ist der Hauptsatz und müsste fett hervorgehoben werden, das mit dem gefürchteten Crash oder der Korrektur scheint in vielen blogs gerade sehr präsent zu sein,

    ist schon so, je grösser das Depot, desto mehr hat man ja zu verlieren, die Jungen könnten sich freuen, ich selber habe eine hohe, fast zu hohe Aktienquote, aber ich benötige das Geld nicht und habe noch Zeit gegenzusteuern, darum halte ich mich noch an den ersten Satz von Peter Lynch,

    zocken kommt nicht in Frage, ich gehe achtsam mit meinem Geld um, nach bestem Wissen und Gewissen, Fehler gehören auch zum Leben.

  3. Michael

    @tim

    Ich investiere überwiegend in aktien und werde auch immer investiert bleiben.

    Gold und goldminen sind aber nicht generell schlecht. Und ab und zu gewinne mitnehmen auch nicht.

    Lg und happy investing.

  4. Skywalker

    Das Unileverbeispiel der letzten Tage war für mich wieder sehr lehrreich. Es war kein Fehler mal wieder, wenn man einfach nichts gemacht hat. Kein Raus kein Rein, einfach wie Tim immer sagt, Füße still halten. Keine hektischen Versuche irgendwas zu timen.  Unterm Strich ging die Aktie doch noch deutlich hoch!

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Du hast eine lockere Einstellung. Ich finde das super.

     

    @ Michael

    Wenn Du Dich wohl fühlst mit Deinem Depot, ist das super.

    Grundsätzlich sind Aktien long (durchhalten) langfristig am rentierlichsten. Wer das mit dem Timen versucht, fällt meist auf die Nase. Die Börse kann teuer sein und trotzdem weitere 3, 4 Jahre nach oben laufen. Seit einigen Jahren warnen „Profis“ schon vor dem Crash. Der kam bislang nicht. Ich bin voll investiert. Habe etwas Cash als Notreserve. Das wars.

    @ Skywalker

    Genau. Einfach durchhalten die Aktien. Man muss das Auf und Ab ertragen. Dann springt langfristig am meisten bei heraus. Voll investiert. Und fertig.

  6. Rookie

    Seit dem ich an der Börse mit Aktien aktiv bin, hab ich das Ausgabenniveau noch weiter reduziert.

    Bin Schwabe und eh in einigen Dingen geizig, nun aber noch mehr als vorher.

    Timen ist unmöglich. Leider in den letzten Monaten auch so einiges verbockt bzw Chancen nicht erkannt und dadurch einen schlechten Schnitt gemacht.

    Die Lehre daraus, gleich im Januar  doch noch einige tausender Kurzgewinne zocken können und ein paar Verlustpositionen damit abgebaut.

    Sparen auch im Risiko, aber auch wissen wann es sich lohnt. Gilt auch fürs shorten.

    Reserveliquidität ist derzeit das A u O.

    Korrekturen (Crash ist ja nix anderes) werden so zum Segen. 🙂

     

  7. Michael

    @sky

    Wieso? Bei übernahmegerüchten sollte man eihentlich sofort verkaufen. Aber da wird jeder gierig und will den letzten euro haben.

    Meistens wird die übernahme nichts und der kurs steht tiefer als zuvor. Rede jetzt nicht unbedingt von unilever. Da gibts andere viel bessere beispiele. K+s z.b.

    Gier frisst hirn.

  8. Mr. Pino Cavallo

    Ich bin der Meinung, dass man – frei nach Graham – nicht nur intelligent investieren, sondern auch intelligent konsumieren sollte.

    Ich trage meine Klamotten auch bis zum Sankt Nimmerleinstag. Trotzdem, finde ich, sollte man darauf achten, dass man nicht verlumpt durch die Gegend rumläuft. Sparsam zu Leben bedeutet nicht, dass man ein asketisches Dasein fristen muss und man jede (notwendige) Anschaffung bis ins Extreme hinauszögert, nur um den maximal möglichen Betrag ins Depot zu legen. Es geht auch anders. Beim Thema Klamotten zum Beispiel gibt es die Möglichkeit über Outlets und/oder bestimmte Internetseiten sogar an Markenartikel zu kleinen Preisen zu kommen. Auch muss man auf das Wochenendbier mit den Kumpels nicht verzichten, wenn es nicht gleich in der Schickimicki-Bar ist, wo die Getränke das doppelte als anderswo kosten.

    Konsumieren sollte man -wie bei allen anderen Dingen auch- immer in Maßen und mit etwas Preissensibilität.

  9. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mr. Pino Cavallo,

    ja, das Ziel und der Sinn des/der Investors/Investorin sollte nicht der Selbstzweck sein, sondern, dass man sich mit Hilfe der Investments ein Leben leisten kann, was man ohne Investments nicht könnte.

    Also, die Rückflüsse (Cashflow) der Investments sollten das Leben bereichern.

    In der Aufbauphase muss man natürlich kürzer treten, damit der Kapitalstock aufgebaut wird, der die Rückflüsse ermöglicht.

    Aber auch da sollte man abwägen. Ein nicht gelebtes Leben wirft man sich im Alter ewig vor.

    Guten Erfolg

    MS

     

  10. Delura

    @Tim

    Also Deine Vorgabe hinsichtlich max. 30% Kosten der eigenen Wohnung (Warmmiete bei mir) habe ich gerade für 2016 überprüft und komme auf 9,5% Kosten bezogen auf die Gesamteinnahmen !! Da bin mehr als zufrieden mit.

    Einen prägnanten Kostenfaktor habe ich noch (Rauchen) – aber da muss ich glaube ich erstmal aus dem immer stressiger werdenden Hamsterrad raus dann gebe ich das auch dran.

    Glück Auf!

     

  11. Gurki

    @Delura: Keine Ahnung wieviel du verdienst, aber wenn man davon ausgeht, dass eine kleine 1 Zimmer Wohnung warm mit allem drum und dran (GEZ, Internet / Telefon, Wasser, Strom) 500€ kostet, muss man ja schon 5000€ netto verdienen… Ich frag mich immer in welchen Spähren manche leben.

  12. vonaufdenboden

    Derzeit baue ich meine cashreserven auf. Ich habe dieses Jahr nur Zalando zugekauft und Microsoft etwas aufgestockt. Das Bauchgefühl sagt mir, dass es bald bessere Gelegenheiten geben wird. Ich verkaufe aber (noch) nichts, obwohl ich immer öfter mit dem Gedanken spiele Wachstumsaktien wie z.B. Netflix oder Tesla zu verkaufen.

    Ich will damit sagen, dass es derzeit nicht einfach ist. Gut bewertete Aktien zu finden wird schwieriger and ich denke schon, dass Aktien noch einige Zeit gut laufen werden. Goldminenaktien habe ich Anfang 2016 bereits gekauft und vor allem Barick Gold hat sich blendend entwickelt.

    Es wird spannend und man macht sich mit steigendem Depotwert so seine Gedanken. Das ist unvermeidbar. Ich bin nicht nervös oder gestresst. Es prickelt nur ein wenig.

    Obwohl ich voll hinter buy and hold stehe, werde ich in den nächsten Monaten vielleicht doch den einen oder anderen Titel verkaufen und entweder auf Gelegenheiten warten oder in Immobilien investieren um etwas umzuschichten.

    Mal sehen, wie ich mich im Laufe des Jahres verhalten werde.

    vonaufdenboden

     

  13. Pascal

    Im Grunde muss den Kindern schon durch ein Schulfach Finanzwissen der Umgang mit Geld beigebracht werden. Wie sollen es die Eltern den Kindern beibringen, wenn sie selbst im Konsumwahn gefangen sind?
    Aber andererseits: Ist das überhaupt im Kapitalismus erwünscht? Wieviel weniger Steuereinnahmen hätte der Staat, und wieviel weniger würden all die Konzerne verdienen, von denen wir die Aktien halten, wenn alle Leute ihren Konsum so sehr einschränken würden wie wir es tun? Nein, ich stelle hiermit sogar die These auf: Wir brauchen die Dummheit der Leute da draußen, um mit unseren Aktien in weiter Ferne einmal die finanzielle Freiheit erreichen zu können!
    @ Delura:

    „Einen prägnanten Kostenfaktor habe ich noch (Rauchen) – aber da muss ich glaube ich erstmal aus dem immer stressiger werdenden Hamsterrad raus dann gebe ich das auch dran.“

    Versuche es besser jetzt schon. Sonst hast Du mit 60 Jahren COPD und nichts mehr von Deiner finanziellen Freiheit.

  14. Ralf

    Ein guter Artikel! Aber beim Thema Wohnen ist es leider vielerorts schwierig geworden!

    Hier bei uns in der Region Heidelberg explodieren derzeit die Wohnpreise, egal ob Miete oder Eigentum. Das Angebot ist selbst bei größerer Radiussuche mittlerweile recht stark beschränkt, das treibt zusätzlich die Preise. Zusätzlich muss der Landkreis nun in diesem Jahr über 4000 Flüchtlinge im Rahmen der Anschlussunterbringung dauerhaft unterbringen und hat nun sogar einen Aufruf gestartet, damit Eigentümer freien Wohnraum melden. Dies sorgt naturgemäß für eine zusätzliche Verschärfung auf dem Wohnungsmarkt.

    Derzeit wohnen wir in einem entfernteren Dorf ohne Infrastruktur. Für jeden Mist muss man das Auto anwerfen (hohe Pendelkosten) und die Wohnung ist zwar günstiger, aber sehr kalt (hohe Heizkosten).

    Als Single würde ich noch weitere Fahrstrecken in Kauf nehmen und eine winzige Wohung nehmen. Aber mit Familie und schulpflichtigen Kindern geht das nicht so ganz einfach. Sie sind gut in der Schule der nächsten Stadt (10 km) integriert. Leider sind die Busverbindungen dorthin auch miserabel. Auffallend ist, das in bestimmten Gegenden hier bei uns mit bekannten sozialen Brennpunkten (hohe Rate an Kriminalität etc.) ein viel größeres und bezahlbares Angebot vorhanden ist. Das möchte ich meinen Kindern aber echt nicht antun. Ohne Kids wäre mir das egal, so aber nicht.

    Das Thema Wohnen ist meine Achillesferse beim Thema sparen. Eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht mangels bezahlbarer Alternativen.

    Ansonsten absolut einverstanden ;o)

  15. Christoph

    Also ich finde es gut wenn Leute sich pflegen und gepflegt kleiden. Man weiss ja auch nicht was die, die teure Handtaschen usw kaufen, für finanzielle Möglichkeiten haben. Denke gerade in NYC gibt es sicher viele betuchte Menschen.

     

    Vielleicht sind es aber auch welche die einfach für Handtasche XY gespart haben weil diese ein Traum von Ihnen ist. Dafür fahren sie nicht in Urlaub. Den einen macht dies glücklich andere der Urlaub. Aber natürlich sollte man alles mit bedacht machen.

    Wegen Anzug: Ich habe 2. Boss und Zegna. Beide so 400-600 Euro. Aber im Vergleich zu einem 200 Euro Anzug bei C&A merkt man einfach einen riesen Unterschied. Die Stoffe und der Schnitt sind viel besser. Da ich sowas nicht jeden Tag kaufe, kaufe ich lieber was gutes und habe damit Freude und fühl mich wohl.

    Der junge Amerikaner ist ein schlechtes Beispiel (finde ich). Also ich kenne in meinem Bekanntenkreis niemanden der sowas nebenher machen kann. Klar wenn jemand mit IT fit ist kann er gut was nebenher verdienen.

    Aber Otto Normalo? Da reicht es vielleicht für einen Nebenjob bei McD, Datenerfasser etc aber da kommen dann sicher keine 100.000 raus.
    Aber natürlich ist der Weg mehr einkommen zu generieren nie verkehrt.

     

     

  16. Ralf

    @vonaufdemBoden: Anstatt nun gute gelaufene Aktien zu verkaufen, gäbe es noch die Möglichkeit Sicherungsstrategien zu nutzen. Hier gehen die Meinungen aber naturgemäß weit auseinander.

    Ich habe z.B. Reverse Bonus Zertifikaten auf den DAX gute Erfahrungen gemacht. Dadurch hat man bis zu einem gewissen Grad weitere Renditechancen, profitiert aber eben auch von fallenden Kursen. Andere schwören z.B. auf PUT-Optionen zur Absicherung.

    Letztlich kommt es auf die persönliche Strategie an. BuyHold und unterstützend solche Zusatzgeschäfte schließen sich jedenfall für mich nicht aus.

  17. Gurki

    @Christoph: Hatte auch bei C&A mal nach einem Anzug geschaut. Dachte man könnte dort eventuell ein Schnäppchen machen. Aber ehrlich gesagt sind das dort nur Plastiktüten die man da bekommt. 70% Polyester. Da schwitzt man ja wie sonst was drin. Und dazu kommen noch lauter Ziehfäden. Dann gebe ich auch lieber 1x etwas mehr aus und habe einen gescheiten (Baumwoll-) Anzug. Boss ist mir allerdings viel zu weit. Ich gehe dann lieber zu einem bekannten Anzuggeschäft. Die Anzüge sind auch nicht so teuer, sind aber Qualitativ hochwertig.

    Zu dem Amerikaner: Wer lässt sich denn heutzutage noch eine Webseiten bauen? Privatmenschen können das mit ein paar Klicks selbstständig machen. Und Firmen haben meist ja schon eine Firma die deren Homepage verwaltet.

    Bei großen Firmen kannst du dann so ein Projekt eventuell gar nicht mehr alleine verwalten. Und bei Software ist es ähnlich. Die großen Firmen haben ihre eigene Softwareabteilung oder haben schon einen Dienstleister. Kleine Firmen haben auch ihre Software die sie benutzen.

    Ich habe mal versucht neben meinem Job was so nebenbei zu bekommen. Meist verlangen die Firmen einen aber als Vollzeitentwickler oder die Projekte sind wie gesagt wieder viel zu groß für einen allein.

    Also einfach und mal eben so ist da auch nicht.

  18. Andreas

    @Michael:

    Wieso denn bei Unilever sofort verkaufen? Nur weil der Kurs mal 10% nach oben geschossen ist? Da verdiene ich langfristig deutlich mehr mit Unilever, wenn ich die Aktie einfach halte und jedes Jahr steigende Dividenden kassiere.

    Bei anderen Aktien kann das schon sinnvoll sein, aber für mich nicht in einer Liga von Unilever. K+S habe ich damals aber beispielsweise wirklich verkauft, da ich die Aktie ohnehin aber nicht mehr langfristig in meinem Depot wollte. Aber wenn man von einem Unternehmen und dessen Geschäftsmodell langfristig überzeugt ist, dann würde ich wie im jetzigen Fall bei Unilever auf keinen Fall verkaufen bei Übernahmeangeboten.

  19. DerMitleser

    Lieber Tim,

    ich lese Deinen Blog nun schon recht lange und freue mich immer über interessante Beiträge. Aber bitte, kannst Du Dir nicht dieses „als“ abgewöhnen und stattdessen das Wort „ständig“ verwenden..?

    Gruß & Dank,

    DerMitleser.

  20. Holzwurm

    Guter Artikel, nur zwei Sachen möchte ich anmerken:

    Ad Waschmaschine: Ab einem 2 Personen-Haushalt ist es sicher günstiger, eine zu kaufen, als in den Waschsalon zu gehen. Hier in Wien zahle ich rund 5 Euro pro Waschgang im Waschsalon, bei rund 2 Wäschen/Woche habe ich Anschaffungskosten für eine Miele, die zig Jahre hält und die Stromkosten bereits nach spätestens 2 Jahren herinnen.

    Ad billige Jeans und T-Shirts: Das soll nicht polemisch klingen, aber in vielen Berufen kann man halt so nicht herumlaufen. Ich gebe auch nicht viel Geld aus und kaufe einiges an Second Hand-Markenkleidung, das kostet dann auch nicht viel mehr als die neuen Sachen aus den berüchtigten Textildiscountern.

     

  21. Couponschneider

    Ich finde, eine eigene Waschmaschine hat schon was, auch als Einzelperson. Ich mache viel Sport; ohne Waschmaschine würde ich umkommen. Die Zeit ohne Waschmaschine kenne ich auch noch. Es war nervig, mit einer Tasche schmutziger Wäsche in den Waschsalon zu gehen. Außerdem waren die Kosten hoch. Meine aktuelle Waschmaschine habe ich seit 6,5 Jahren und hat sich schnell amortisiert. Die eingesparte Zeit kommt ja noch on top. Statt zum Waschsalon geht’s für mich in die Waschküche. Glücklicherweise wohne ich in einem Haus mit Waschküche. Das halte ich auch für eine Fehlentwicklung, dass die Mehrfamilienhäuser seit 20 oder 30 Jahren ohne Waschküchen gebaut werden. Ich bin glücklich, dass ich den Lärm nicht in meiner Wohnung habe. Eine kaputte, leckende Waschmaschine wird damit auch nicht so problematisch als wenn sie im dritten Stock kaputt geht.

     

  22. Christoph

    Also ich bin auch single und ohne Waschmaschine? Nein Danke. Erstmal kostet der Salon auf Dauer mehr Geld. Dazu muss ich dann ja 1-2 Stunden da rum hocken. Ausserdem bin ich so flexibler. Hinzu kommt dass ich dann mit der feuchten Wäsche erst wieder heim fahren müsste. Also extrem unpraktisch und auf dauer teurer.

    @Coupon: Ja ich hab auch noch eine Waschküche. Allerdings hab ich seit einem Jahr eine neue Maschine und die ist echt viel viel leiser als die alte. Die könnte man auch in der Wohnung stehen haben, wäre echt kein Problem wenn man die tür zu machen kann in dem Raum.

     

  23. Ralf

    Waschmaschinen mit intelligenter Mengenautomatik bekommt man teilweise recht günstig. Waschmittel und Wasser ist auch noch bezahlbar. Deutlich mehr Sparpotential sehe ich beim Thema Wohnen. Das Thema ist allerdings derzeit in etlichen Regionen Deutschland eine große Herausforderung aufgrund einiger Überhitzungen und anhaltend hoher Nachfrage am Immobilienmarkt.

    Für uns als Familie derzeit die größte Herausforderung und außerordentlich schwer zu lösen wenn man wie bereits weiter oben beschrieben nicht so flexibel ist.

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Delura

    Gratulation zu Deinen niedrigen Wohnkosten. Das ist exzellent.

    Beim Beenden des Rauchens helfen Nikotin-Raucherpflaster, denke ich.

    New York hilft den Bürgern tatkräftig, wenn sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Sie bieten Nikotin-Pflaster kostenlos an (glaube ich):

    https://www.nysmokefree.com

    https://www.nysmokefree.com/Factsheets/NicotinePatchInstructions.pdf

     

    DerMitleser

    Danke für den Hinweis mit dem „ALS“. Ich korrigiere das sofort in diesem Blogeintrag.

     

    @ Holzwurm

    @ Couponschneider

    @ Christoph

    Wir haben im Haus im 2. OG einen Waschsalon. Der Ertrag aus dem Betrieb des „Salons“ kommt der Hausgemeinschaft zugute.

    @ Dominic

    Der Blogger hat 5 Millionen angespart in 5 Jahren. Auf CNBC.com zählt sein Rat zu den am meisten gelesenen Artikeln.

  25. Oliver

    Ich weiß nicht, ob die Mittelschicht wirklich pleite ist. Solange die guten Jobs da sind, wird es den Leuten, wenn es sich nicht ändert und sie alles ausgeben oder sogar mehr als das, noch nicht schlecht gehen. Ich denke, viele sind einfach orientierungslos und achten, was die Umwelt als normal empfindet. Es gibt sicher viele Leute, die nicht großartig über Finanzen nachdenken. Andererseits sehe ich die Grundstimmung in Deutschland ggü. vernünftigen Geldanlagen negativ. Wie bei einem Artikel, der hier vor kurzem erwähnt wurde, waren die Kommentare zu Aktien bei einigen extrem negativ. Das gleiche, wenn man bei Spiegel Online zu Finanzthemen nachliest.

    Letztendlich liegt es bei jedem selber, wie er sein Leben gestaltet. Ich bin nicht die Mutti und wenn jemand das Thema für zu langweilig, nutzlos oder was auch immer sieht, sind es halt seine Konsequenzen. Aufregen nutzt nichts und jeder weiß doch aus eigener Lebenserfahrung, dass vielen Leuten einfach nicht zu helfen ist. Manche registrieren dass, wenn es zu spät ist. Aber auch da gibts immerhin in Deutschland Möglichkeiten, wenn auch bescheiden, weiter vor sich hinzuleben. Man kann immerhin noch das positive daran sehen: Menschen, die im Alter noch arbeiten, sind im Schnitt geistig agiler.

    Die vorgestellten Konsumgewohnheiten beobachte ich auch in meinem Bekanntenkreis. Die ist wesentlich häufiger als meine Vorstellung von vernünftigen Finanzgewohnheiten. Frauen oder Männer gleichen sich, auch wenn die Ausgabenschwerpunkte ganz anders liegen. Als Mann fällt in dem Artikel von Tim einen das viel mehr auf, dass diese Dinge unsinnig sind, weil man sich halt auch weniger dafür interessiert. Wofür brauche ich 40 Kleidungsstücke & 7 Paar Schuhe pro Jahr oder rumpel in ein Nagelverschönerungsstudio? Aber wenn man ehrlich ist: Warum kaufe ich mir ein teures Auto, einen Computer mit allen Schikanen, den Riesen-TV oder den Webergrill in der größten Ausstattung? Nichts anderes, nur anders herum. Dazu gibts ja noch ganz gute Ausgabemöglichkeiten mit der Gattin/Freund/Freundin, wo beide ihren Spaß haben wie ein nettes Wasserbett, einen fetten Urlaub in einer schnieken Ferienanlage oder der Kurzurlaub in der Toskana.

    Zugegeben: Viele Dinge davon machen durchaus Spaß, sonst würde man sie nicht machen. Aber wir sind heutezutage so drauf, dass wir alles auf einmal wollen. Dazu der negative Zinseszinseffekt durch Schulden, eine Diskussion, die ich mit einem Freund am Samstag geführt habe. Das wird mangels Erfahrung im positiven aber von vielen Leuten nicht verstanden.

    Man ist eher gewohnt, die Raten für dies und das zu bezahlen. Das ist normal und meinem Nachbarn gehts ja auch nicht anders. Ich kenne in meinem persönlichen Umfeld so gut wie keinen, der von sich behauptet, dass er neben seinem Arbeitseinkommen zusätzlich noch passives Einkommen hat. Das scheint in unserer Gesellschaft überhaupt nirgendwo verwurzelt zu sein. Im Grunde schade, aber selbst Blogs wie dieser hier werden das bestenfalls marginal verändern, weil die richtigen Leute so etwas nicht lesen.

    Eine Sache handhabe ich schon anders: Die Waschmaschine. Zu Studentenzeiten hatte ich auch keine und der Zeitverlust hat mich wahnsinnig genervt. Solange ich das vermeiden kann, lebe ich nicht ohne Waschmaschine. Die Ersparnis ist nicht vorhanden für mich, im Gegenteil, in der Zeit verdiene ich mehr. Auch ein Grund, warum ich Hemden nur noch in die Reinigung bringe. Mein Stundenlohn ist höher als der Aufwand, es selber zu machen. Und selbst wenn ich nichts verdiene, habe ich mit anderen Sachen wesentlich mehr Spaß als in einem tristen Waschsalon zu sitzen.

     

  26. Kall

    Bonjour Tim und Foristen,

    Tim, deine Beiträge sind oft ein wenig zugespitzt. Aber das ist legitim. Einen wichtigen Punkt übersiehst du meines Erachtens. Jeder „erwirbt“ in seiner Kindheit bestimmte Muster. Da ist es nicht so einfach, den Schalter einfach umzulegen. Über Finanzen, Sparen, Aktien usw. haben ganz viele, besonders aber Einkommensschwache, so gut wie keine Informationen. Gelernt wird es auch nicht. Weder an den Schulen, noch Universitäten. Die denken dann in einer ganz anderen Logik.

    Klar-muss man auch selbst etwas tun und ändern. Dafür braucht man Unterstützung und kluge „Lehrer“.

    Hinsichtlich des Konsums sehe ich es so, wie viele, die heute geschrieben haben. Ich kaufe bei Kleidung z.B. wenig, dafür aber Qualität. So trage ich dann auch eine Aigle Winterjacke nicht zwei, sondern jetzt schon fast 10 Winter. Das rechnet sich am Ende. Beim Essen halte ich es ähnlich. Ich gehe selten essen. Aber ich kaufe gut ein. Davon werfe ich auch so gut wie nichts weg.

    Beim „Markt Timing“ bin ich bei Tim. Sicher wird einem bei der aktuellen Hausse ein wenig schwindelig. Ich werde im Sommer trotzdem nachkaufen. Immer wenn ich mit Timing oder Stops gearbeitet habe, ging es schief. Ich lasse es jetzt einfach-außer wenn ich ein kleine Spekulation mache (im Augenblick nur eine im Depot).

    Auch Börsendienste wissen es oft nicht besser. Ich beziehe einen. Zweimal im Jahr überprüft sie die Aktien und verkauft oder kauft. Beim letzten Mal 10 Aktien. Ich habe 8 davon behalten. Sie zahlen gute Dividenden. 6 sind wieder auf den Einstiegskurs gestiegen. Diese Verluste habe ich mir gespart. Kaufen tue ich bei den Empfehlungen nur noch „gute“ Dividendenwerte oder wirklich aussichtsreiche Wachstumswerte (Priceline z.B.) Und dann lasse ich alles liegen.

    Die Korrektur wir kommen. Ich rechne sogar mit einem richtig heftigen Crash. Trumpoconomics wir m.E. maßlos überschätzt. Da gibt es ein böses Erwachen. Deshalb halte ich immer Cash, um in Krisen nachkaufen zu können (etwa 10%).

    Tim, wie findest du übrigens von Novo Nordisk?

    Ich habe sie immer noch im Depot, trotz Verlusten. Zweimal habe ich sogar nachgekauft.

    Schöne Grüße über den Teich

  27. Skywalker

    Die Börse rennt von Rekord zu Rekord. Der Dax peilt das ATH an. Dies ist der Moment sich klar zu machen, dass es auch wieder andersrum gehen wird. Die Euphorie ist recht hoch momentan. Es wird kippen, keiner weiß wann. Spannend!

  28. Fit und Gesund

    @Skywalker,

    ich beobachte das seit Tagen, ich bin zwiegespalten, auf der einen Seite ist es schön, aber auf der anderen Seite weiss ich, das hält nicht, bald gibt Geld und ich bin unschlüssig was kaufen, überall nur grüne Zahlen, die Aktien meiner Wunschliste sind eben gut gelaufen, zur Not nix kaufen…. oder ETF aufstocken,

    also man kann immer jammern, *lach* fallen die Kurse ist es nicht gut, steigen sie, ist es auch nicht recht..sehr seltsames Spiel…und ja, auch spannend.

    @Kall,

    ich habe auch NovoNordisk, 1x hab ich nachgekauft, im Moment bin ich bei Minus 11.5%, war schon viel schlimmer, ich glaube an diese Aktie, aber das heisst eben nix.

  29. Skywalker

    @Fit und gesund:

     

    kaufen ist besser als nicht kaufen!

     

    ich habe vor zwei Wochen Procter & Gamble aufgestockt obwohl ich es schon teuer fand seit dem Einstieg der Heuschrecke ist der Kurs noch mal deutlich gestiegen.  gestern habe ich General Mills gekauft.

    Ich bin ein Fan von Tims Ansatz möglichst keine Aktien zu verkaufen, allerdings habe ich novo nordisk  mit Verlust verkauft weil mir das Unternehmen zu wenig diversifiziert ist.  es passt nicht zu meinem restlichen Portfolio und Pharma bekommt von der Politik auf die Finger.  ich habe mich nicht wohlgefühlt  mit dem Wert daher der Verkauf investiert habe ich das Geld in Procter & Gamble und Coca-Cola.

  30. Gabriele

    Meine erste Börsenerfahrung war 1987. Ich habe einen Tag vor dem Crash Fiat-Aktien von meinem Lehrlingsgehalt gekauft zu 15,50 DM. Ein Tag später war der Kurs etwa bei 7 DM. Nahezu alle Werte haben sich wieder erholt. Fiat über Jahre nicht. Irgendwann verkauft und gedacht, Aktien sind halt was für Zocker.

    Jahre später habe ich Telekom gezeichnet und bekommen und beim ersten sprunghaften Anstieg, ich glaube noch am selben Tag habe ich Kasse gemacht.

    Ich hab immer wieder Aktien gekauft und aus Angst bestehende Gewinne wieder zu verlieren, wieder verkauft. Zuletzt glaube ich 2009, weil ich dachte die Kurse fallen wieder und ich kann billiger wieder einkaufen. Hat nicht funktioniert. Ich habe Jahre auf günstige Einstiegskurse gewartet und keine Dividenden bekommen und saß auf einem für mich hohen Bargeldbestand auf dem Tagesgeldkto.

    Erst zu Beginn 2015 bin ich auf Tim’s Blog gestoßen durch einen guten Freund meines Mannes. Ich begriff, wenn auch spät, dass Investieren etwas anderes ist als zocken. Im Prinzip ist es gleich, ob ich Aktien kaufen oder eine Immobilie zum Vermieten. Da ich eh nicht verkaufen will, sondern von den laufenden Einnahmen leben, kann mir der aktuelle Wert nahezu egal sein. Der Vorteil bei der Immobilie ist, ich sehe nicht jeden Tag, was sie wert ist.

    Habe 2015 relativ wahllos und uninformiert Aktien gekauft, die laut Tageszeitung eine hohe Rendite bezahlen. Ende 2016 habe ich etwas umgeschichtet und Aktien, von denen ich heute nicht mehr überzeugt bin, verkauft. Z. B. RTL und Deutsche Bank, auch verkauft habe ich Südzucker, die waren gut im Plus. So gingen die Verluste und Gewinne auf und ich war steuerlich glatt. Fühle mich mit den jetzigen Werten wohler.

  31. Stefan Ledabyl

    @Skywalker

    In einem Punkt muss ich dir widersprechen. In meinem Umfeld ist keinerlei Euphorie wahrnehmbar. Man könnte sagen, All Quiet On The Western Front.

    Ich glaube, claus hat das hier mal schön erwähnt, solange die Bild Zeitung keine Titelstory rausbringt, ist alles im grünen Bereich.

    Und persönlich denke ich, solange es für Anleihen noch keinen vernüftigen Gegenwert gibt, fehlt die Alternative für einen Crash.

  32. Skywalker

    Hmm… Naja, den Bild-Artikel erwarte ich wenn der Dax sein ATH erklommen hat. Dann kommt der, also nicht mehr lange 😉

    Und in Deutschland ist das Thema Aktien halt wirklich in großen Teilen der Bevölkerung Tabu. Eine Euphorie wie 1999 wird es nicht mehr so schnell geben denke ich.

    Aber die Teilnehmer am Markt sind doch eher euphorisch als pessimisitsch. Der VIX Index ist am Tiefstand. Das ist schon ein Zeichen: http://www.cnbc.com/2017/02/02/cboe-vix-index-briefly-broke-below-10-after-federal-reserve-decision.html

     

     

  33. Fit und Gesund

    @Skywalker, @all,

    tja, dann werd ich jetzt wohl täglich noch Bildzeitung lesen müssen 🙂

    meine erste Einzelaktie war die Credit Suisse, voller Griff in’s Klo sozusagen, 1x nachgekauft, bis 55% Verlust, ich habe dann gewartet, wollte ja nicht zu den „zittrigen“ Händen gehören, so ein Schmarrn, als das Mistteil dann doch gestiegen ist, hab ich sie mit Minus 21% verkauft, und nie bereut, ich bin seither viel ruhiger was meine Aktien angeht,

    Aktien mit denen man sich völlig unwohl fühlt, sollte man wohl auch verkaufen dürfen, Seelenfrieden ist auch wichtig, so finde ich es völlig in Ordnung wenn Du Novo Nordisk verkauft hast, aber trotz Miesen, ich liebe sie, auch wenn es noch lange dauern wird bevor ich dann richtig Freude dran haben werde, die verkauf ich nicht.

    @Gabriele,

    spannend Deine Erfahrungen, alle Erfahrungen prägen Einen irgendwie, Selbsterlebtes ist einfach überlegen, und so denke ich, Jeder muss eben seine Erfahrungen selber machen und dann weiter handeln, auch Misserfolge gehören dazu, die Menschen schreiben nur weniger drüber, damit sind mir Viele auch suspekt!

  34. Andrea

    Ich habe auch den Eindruck, dass die Endphase der Hausse nicht mehr weit entfernt ist. Vor 10 Tagen erzählte mir ein Freund, er habe jetzt auch Aktien gekauft. Und vor drei Tagen fragte mich eine Freundin nach meinem Depot und ob ich sie beraten könne, sie wolle Aktien kaufen, um ihre Rente aufzubessern. Alles Leute, die vorher nicht viel mit Aktien am Hut hatten.

  35. PIBE350

    An Skywalker: Ich werde an meiner passiven Strategie und festgelegten Portfolioaufteilung inkl. regelmäßiger Wiederherstellung festhalten. Etwas Anderes macht aus meiner Sicht wenig bis keinen Sinn.

    Außer man hat eine aktive Strategie und möchte deshalb in das Marktgeschehen eingreifen. 🙂

  36. O.T.

    Angeblich hat die Bild in der letzten Woche schon diesen „Artikel“ gebracht. (http://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/mit-der-herde-in-den-abgrund/).

    Seit dem Übernahmeangebot von Kraft an Unilever bin ich auch auf Crash eingestellt. Bisher war es immer so wenn die zugekoksten Manager ihren Größenwahn nicht mehr unter Kontrolle haben ist der Crash nicht mehr weit.

    Außerdem merkt man auch hier (im Blog), das viele neue Investoren kommen die Programmierer, Beamte, Lehrer oder Taxifahrer sind plötzlich in Aktien machen und gute Tipps von der Leine lassen.

    Ich habe mir zumindest für das laufende Jahr einen Investitionsstopp verordnet. Mal schauen ob ich die eine oder andere Aktie noch vor dem Crash zu Geld machen werde und billiger nachkaufe.

  37. gandalf

    Hallo Zusammen!

    Am besten ist es ja wenn Leute aus der Mittelschicht so wie ich sagen es gibt ja eh keine Zinsen mehr geb ich das Geld lieber aus bevor es noch mehr an Wert verliert.Kenne auch viele die fast jeden Cent in ihr Haus stecken Pflanzen und Co für den Garten,neue Möbel usw. aber keine Sondertilgung.

    Ja und Urlaub muss im Sommer und Winter sein das ist Pflicht!

    Nun jeder soll machen was er will denn ich rede mir nur den Mund fusselig wenn ich über Aktien und ETFs rede.

    Ich finde den Markt im Moment ziemlich teuer aber werde ebenso wie viele von euch nicht warten sondern die Sparpläne stur bedienen.

    Gruß,Gandalf

     

  38. Couponschneider

    Ich finde Trump gar nicht mal so schlecht. Mein größter Kritikpunkt ist seine Absage an TTIP. Ich muss sagen, dass ich es komisch finde, dass man plötzlich in linken Medien liest, wie schlimm seine Absage an TTIP wäre. In den letzten Jahren war TTIP das Schreckgespenst in den linken Medien.

    Trumps Positionen zu Israel gefallen mir. Er verharmlost auch nicht den Islamismus. Ich finde die 90-Tage-Frist richtig! Die Kritik am geplanten Mauerbau halte ich für unredlich. Jedes Land der Welt hat das Recht, sich vor Eindringlingen zu schützen. Es werden auch keine amerikanischen Werte verraten. Es ist kein amerikanischer Wert, dass man in die USA illegal einwandern kann. Der Grenze zu Mexiko wird zwar um eine Mauer erweitert, es wird aber viele Grenzübergänge geben. Mexikaner können die heute schon nutzen. Gerade die Europäer sollten sich mit Kritik zurückhalten. Wir haben im Süden das Mittelmeer und wir kommen nicht in Verlegenheit, eine Mauer bauen zu müssen. Außerdem bieten wir im Gegensatz zu den Amerikaner nicht die reguläre Einwanderung per Greencard an. Fachkräfte wie Profifußballer nehmen wir gerne.

    Das Trump Steuern senken will, begrüße ich. Was ich an Trump nicht mag, ist sein Auftreten. Sein Auftreten ist ja unrepublikanisch und fand man früher eher bei solchen Schürzenjägern wie Kennedy und Clinton, beide aus der Sklavenhalterpartei.

    Trump hat den Vorteil, dass er nicht zum politischen Establishment gehört. Er äußert seine Gedanken klar und direkt, ohne politische und rhetorische Winkelzüge. Beispielsweise im Nahostkonflikt. Auf der einen Seite haben wir einen demokratischen Rechtsstaat mit dem Davidstern in der Flagge. Auf der anderen Seite haben wir arabische Diktaturen. Es ist so einfach, Partei für Israel zu ergreifen. Unsere politische Elite aber und auch die Demokraten in den USA geben ständig Israel die Schuld, schwafeln von der Gewaltspirale, die Israel nicht in Gang setzen dürfe, und vom Stopp der Siedlungsbau. Warum ausgerechnet jüdische Siedlungen illegal sein sollen, aber keine arabischen, hat noch niemand plausibel darlegen zu können. Ist es nicht komisch: Uns Deutschen/Europäern wollen die Linken Millionen an Emigranten aufhalsen: „Emigration als Menschenrecht“ konnte ich kürzlich lesen. Aber genau einem Volk wollen sie die Freiheit von Juden gestatten: den sogenannten Palästinensern.

    Trump schafft Klarheit und das ist gut. Ich sehe ihn positiv.

  39. Gurki

    @O.T. Was ist falsch daran wenn „Programmierer, Beamte, Lehrer oder Taxifahrer“ „in Aktien machen“? Dürfen das sonst nur Manager und Diplom Bankkaufleute?

  40. Couponschneider

    @Christoph

    Das BGH-Urteil begrüße ich. Das ist wie eine kalte Dusche. Das ist Trump für Kleinsparer und das Gehirn wird erstmal ordentlich durchgepustet. Bausparen ist Unsinn und wenn dann Menschen mit dem Geld stattdessen was anständiges machen, kann ich das nur begrüßen. Nicht alle werden in Aktien gehen, aber den Konsum könnte es anheizen.

  41. O.T.

    @Gurki

    Nichts ist falsch daran. Aber es deutet darauf hin das Aktien im Mainstream angekommen sind und daher die Blase nicht mehr weit sein kann.

    Frag‘ mal die Leute die schon lange investiert sind, 9 Jahre, 10 Jahre plus. Du wirst zu dem Ergebnis kommen das alle (naja, 90 %) vor einem Crash eingestiegen sind inkl. mir.

  42. Michael

    @O.T., all:

    ich habe mir den Investitionsstop schon Mitte 2016 auferlegt. Hat nicht ganz gehalten, weil ich im November noch 1x eine Position aufgestockt habe. Allerdings war diese Position eine Goldmine.

    In den letzten paar Monaten habe ich 2 Positionen realisiert. Zum einen Evotec (supertoll gelaufen in den letzten Monaten). Außerdem habe ich auch einen Teil von Vale versilbert ( +500% im letzten halben Jahr). Dabei habe ich auch gleich 2 Positionen mit Verlust verkauft, die ich schon lange loswerden wollte, verkauft, um die Steuer gegenrechnen zu können.

    Ich habe immer noch ein schönes Depot und habe auch nicht vor noch etwas zu verkaufen. Ich investiere aber momentan auch keinen Euro mehr. Ich warte einfach ab, bis es einen deutlichen Rücksetzer gibt. Ob dieser jetzt von einer Le Pen Wahl in Frankreich oder von einer wieder aufkeimenden Schuldendiskussion in der Eurozone herbeigeführt wird – who knows?

    Es werden aber auf alle Fälle bald bessere Einstiegskurse kommen – davon bin ich überzeugt. Und auch wenn nicht… ich bin ja noch immer schön investiert an der Börse und schneide auch wenns weiter rauf geht mit. Nur buttere ich eben nicht mehr jeden Euro rein. Ich warte ab und spare an.

    Falls die Märkte deutlich nachgeben bin ich dabei. Ich erwische sicher nicht den besten Einstiegskurs. Ich kaufe sicher momentan nicht in den amerikanischen Markt hinein wo dir die KGVs nur so um die Ohren fliegen. Fasst alles einfach zu hoch bewertet.

    Meine Taktik momentan: abwarten, den Markt zuschaun wie er sich entwickelt. Steigt die Börse ist es schön – bin ja investiert – fällt sie, ist es mir auch relativ egal, weil ich Gold + Goldminen etwas übergewichtet habe im letzten Jahr. Sollte einen möglichen Crash halbwegs abfedern. Kassen für schöne Nachkäufe sind ebenfalls gefüllt.

    Soll es noch v.m.a. 4….6….12 Monate dauern. Aber ich gehe davon aus, dass es bald einen schönen Downturn geben wird. Wann, kann natürlich niemand sagen.

  43. Christoph

    @Coupon Also bis zu Kennedy und vor allem Clinton gefiel mir dein Beitrag ab dann nicht mehr.

    Wenn man sich die letzten keine Ahnung 10? Präsidenten anschaut da war Clinton mit ABSTAND der beste.

    Reagan? Ohne Ende Schulden gemacht

    Bush1? Nicht wirklich was großes geleistet und weiter Schulden gemacht

    Clinton? Viele Reformen und vor allem GEWINN!!! gemacht

    Bush2: Der schlimmste von allen total unfähig

    Obama: Leider erst in der 2 Amtsszeit wirklich gut. Aber lag vielleicht auch den Reps in den Häusern

    Die davor? naja am besten war da wohl noch Johnson.

     

    Und wegen Sklaverei: Wieso sind die heutigen Demokraten die Sklavenpartei? Das ist ewig her. Ich finde das genauso einen Käse wie diese ständige Nazi Schelte gegen Deutschland. Kaum einer der heute leb war daran beteiligt. Und wenn man sich mal die Länder der Welt anschaut dann hat jedes Dreck am Stecken. Man muss nur lang genug suchen.

  44. Christoph

    @Michael:

    Intel KGV: 16

    Cisco KGV: 14

    Skyworks: KGV 14

    Amgen: KGV: 14

    Abbvie: KGV 17

    Disney: KGV 18

     

    Also die sind doch wirklich alle nicht extrem teuer wenn man KGV als Maßstab nimmt

    Auch noch in Ordnung in meinen Augen:

    Boeing: KGV 20

    3M: KGV 21

     

    Sind jetzt nur mal ein paar die auch habe.

     

  45. Michael

    @Christoph:

    Ich möchte keinen vom Investieren abhalten. Ich habe für mich entschieden, dass ich etwas Risiko rausnehme. Einfach meine Persönliche (momentane) „Strategie“ bzw. Entscheidung, die ich auch so durchziehe.

    Bin allerdings eben auch nicht der Blue Chip Typ. Ich habe zum Teil kleine Unternehmen dabei.

    Meine „Sicherheit“ ist eben etwas Gold beizumischen und ein relativ hoher Cashbestand.

    Dafür habe/hatte ich so Werte wie: Evotec, Vale, Teranga Gold, K+S, AT&S, BB Biotech, Actelion und noch ein paar andere.

    Ich habe also eigentlich keinen „echten“ Blue Chip. Investiere eben ein wenig anders als die meisten hier.

    Grundsätzlich bin ich aber ebenfalls der Buy & Hold Typ. Da gleichen wir uns wieder. Mir gefallen aber eben auch oder vermehrt kleine Unternehmen bzw. Rohstoffe.

    LG

  46. pommes

    @Tim wie immer klasse Artikel!

    @all: verstehe nicht was die Angstmacherei soll. Persönlich werde ich einfach weiter in den gewohnten regelmässigen Abständen investieren (ETF’s und Einzelaktien). Haette man mir vor der Wahl von Trump gesagt „Wenn Trump gewinnt, geht die Börse nach oben“ hätte ich wahrscheinlich gelacht, in „meiner Welt“ war es klar, dass die Börse abraucht wenn Trump Präsident wird => ist sie aber nun mal eben nicht. Es ist anstrengend über all das zu spekulieren. Ich aktzeptiere einfach mal das ich nichts weis und hoffe das der Spruch:“ich weis nicht wo die Börse stehen wird in 10 Jahren, aber mit großer Wahrscheinlichkeit höher als heute“ (von wem auch immer der kommt, wahrscheinlich Buffett?) einfach weiter der Wahrheit entspricht. Solange der persönliche Anlagehorizont noch ein paar Jahrzente hat, sollte doch statistisch nicht so viel schiefgehen können, wenn man nicht auf den Verkaufknopf drückt und eine breite Diversifikation im Depot hat.

    Ps/Nachtrag: eigentlich macht mir der Markt relativ wenig Sorgen. Sorgen mache ich mir über die zukünftigen Besteuerungen, wenn man wirklich auf die Dividenden oder Bruttogewinne angewiesen ist. Damit meine ich nicht die jetzige Reformen, sondern die Abgaben die in einigen Jahrzenten auf Kapitalerträge wahrscheinlich sein werden

  47. Stefan Ledabyl

    Andrea said

    „Und vor drei Tagen fragte mich eine Freundin nach meinem Depot und ob ich sie beraten könne, sie wolle Aktien kaufen, um ihre Rente aufzubessern. Alles Leute, die vorher nicht viel mit Aktien am Hut hatten.“

    Auch hier muss ich sagen, fehlen einfach die Alternativen in Form von Tagegeld Zinsen, und ich denke, solange das Gegengewicht fehlt, wird er grosser Rückgang auf sich warten lassen. Wo soll das Geld hin?

     

    O.T. said

    „Außerdem merkt man auch hier (im Blog), das viele neue Investoren kommen die Programmierer, Beamte, Lehrer oder Taxifahrer sind plötzlich in Aktien machen und gute Tipps von der Leine lassen.“

    Wie gesagt, solange die Alternativen fehlen, werden immer mehr kleine Leute in Aktien machen. Finde ich auch nichts falsch daran. Das wird ja hier pausenlos gepredigt, dass der 0815 Bürger endlich mal aufwacht und in Aktien anlegt.

    Die Investoren in den 70er haben den DJIA wahrscheinlich auch für hoffnungslos überbewertet gehalten, das ist wahrscheinlich das Los jeder Generation den DJIA als überbewertet zu sehen. Aber solange die Realwirtschaft nachzieht, und mehr Ertrag liefert, ist der DJIA vllt a Stückl vorraus, aber nicht überbewertet, erst wenn das globale Bruttoinlandsprodukt mit dem DJIA und allen anderen Indizies nicht mehr mithalten kann, würde ich mir ernsthaft Gedanken machen, aber da es momentan Regionen wie Brasilien oder Russland gibt, die weit unter Wert liegen, kann nicht von einer Überbewertung des BIP gesprochen werden, was das globale Wachstum angeht. Wie seht ihr das?

    Liege ich falsch? Ich versuche pragmatisch zu sein.

  48. Ralf

    Es sollte niemand verurteilt werden, der angesichts der gegenwärtigen Aktienrally ein gewisses Unbehagen bekommt. Die Gefahr einer Korrektur ist selbstverständlich nicht auszuschließen und steigt mit weiteren Kursgewinnen. Aber den Zeitpunkt kennt bekanntlich keiner. Was tun? Wichtig ist doch nur, das man überhaupt eine Strategie für sich hat und diese auch systematisch verfolgt.

    Und wenn einer -so wie ich- über zusätzliche Sicherungsstrategien nachdenkt, so ist das auch ok. Ich habe keinen Bock meine schönen Kursgewinne zu opfern wenn der Markt dreht und sichere mich daher gegenüber möglichen Kursrückgängen zumindest teilweise ab durch Reverse Bonus Zertifikate solider Emittenten. Diese erzeugen auch bei Seitwärtsbewegungen und Kursrückgängen noch eine schöne Rendite. Gleichzeitig ist die Kriegskasse für Nachkäufe im Falle von Rücksetzern sehr gut gefüllt. Parallel dazu spare ich Monat für Monat stur einige ETFs an. Also eine Art dreigleisige Strategie.

    Wer anders verfährt und damit seinen Frieden findet, ok!

  49. Andreas

    Also wirklich spannende Phase momentan. Ich bin gerade auch dabei Cash aufzubauen, da ich dem Braten nicht so ganz traue. Auf meiner Kaufliste stehen Titel wie Walt Disney, Intel, Microsoft, BASF als Blue Chips, Marine Harfest. Evotec hatte ich sogar schon mal, bin dann doch wieder ausgestiegen, ärgerlich;)

    An sich ist es richtig zu investieren, man weiß eben nie, wann ein Rücksetzer kommt und wie groß der dann ist. So ganz wohl würde ich mich momentan aber nicht fühlen beim Aktienkauf. Aber wer weiß, bei Gilead Sciences hatte ich überlegt, aber da sehe ich jetzt nicht zwingend einen Grund, warum die Aktie in den nächsten Wochen/Monaten extrem steigen sollte, also da könnte ich auch noch später einsteigen…

     

     

     

  50. Jan

    @Delura

    beim Rauchen gehst du, wie jeder Raucher, falsch ran. Ich habe vor 9 Jahren aufgehört und freue mich bis heute. Zum Stress denk ich immer, was Carr mal schrieb. Ein Raucher denkt, wenn er eine Zigarette raucht, dass er entspannt ist. Letztlich versteht er aber nicht, dass Nichtraucher immer so entspannt sind, wie Raucher wenn sie eine geraucht haben.

    @Tim

    leider helfen Nikotinpflaster nur für den körperlichen Entzug (1-2 Wochen). Das Suchtorgan des Menschen ist aber das Hirn. Daher gibts so viele Rückfälle, auch wenn die Exraucher längst über die 1-2 Wochen hinweg sind. In Deutshland übernehmen viele Krankenkassen die Kosten für ein Entwöhnseminar. Dazu noch ein gutes Buch vom leider verstorbenen Allen Carr und man hat die größten Chancen. Ich kann beides nur empfehlen und natürlich am besten zusammen. Das war das beste je in meinem Leben angelegte Geld. Da kommt keine Aktie mit. 😉

  51. Michael

    @andreas

    Bin ganz bei dir. Gilead steht auch ganz oben auf meiner liste. Gefällt mir auch sehr sehr gut. Vor allem jetzt nach dem kurssturz.

    Eile,glaube ich, ist wirklich keine geboten. Außerdem bin ich bei bb biotech (höchste position in meinem portfolio) drin. Die haben gilead auch dabei.

    Ein wenig bin ich also schon drin 😉

    Überlega aber auch direkt einzusteigen.

  52. Hello!

    @Christoph

    „Reagan? Ohne Ende Schulden gemacht“ Also so viele Schulden hat er gar nicht gemacht. Und worin war denn Obama deiner Meinung nach, speziell in der 2. Hälfte, so gut? Im Auftürmen von Schulden? Meines Wissens hat Obama in seiner Amtszeit mehr Schulden angehäuft, als alle US-Präsidenten vor ihm zusammengenommen. Eine reife Leistung! Und auch sonst er hat er nicht sonderlich viel zustande gebracht. Außer noch weitere Kriege zu führen – und das als Friedensnobel-Preisträger. Guantanamo geschlossen? Fehlanzeige! Obama-Care ist nach Ansicht vieler – eine einzige Katastrophe und mit ein Grund für die Abwahl der Demokraten. Und auch sonst kam da nicht viel von ihm. Aber eins beherrscht er gut, das Reden und Blenden. YES WE CAN!!

    Aber klar, an all seinen Nichtleistungen waren sicherlich die Reps in den „Häusern“ schuld.

     

  53. Couponschneider

    @Christoph

    Die Demokraten waren die Sklavenhalterpartei. Wenn man die heutigen Demokraten so nenne, dann nennt man das Spitze.

    Die Bewertung der Präsidenten ist ja so eine Sache: Viele Maßnahmen zeigen erst in der nachfolgenden Regierung ihre Früchte. Reagan hatte den Mut, die Steuern massiv auf breiter Front zu senken, was zu einem unglaublichen Boom führte, von dem Clinton noch profitierte. Das hat man häufig. Tony Blair profitiert enorm davon, dass Maggy Thatcher (She is my hero!) knallharte Reformen durchzog. Acker Schröder zog die Agenda 2010 durch  und spaltete mit Hartz IV seine Partei. Es gehörte gehörig Mut dazu, nicht mehr zwischen Arbeitslosenhilfeempfängern und Sozialhilfeempfängern zu unterscheiden und eine ehrlichere Statistik zu führen. Den Politikern wird ja immer vorgeworfen, dass sie die Arbeitslosenstatistik schönen, aber mit der Einführung der Hartz-Reformen gab es einen rein statistisch bedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Acker Schröder warf da viel in die Waagschale; Angela Merkel profitierte davon mit Rekordbeschäftigung in ihrer Amtszeit.

    Ich traue mehr den Amerikanern, was die Bewertung ihrer Präsidenten angeht. Für viele Amerikaner ist Reagan der beste Präsident, den sie erlebt haben. Übrigens hat Clinton die Gesetze für die Wohnungsbauförderung so angepasst, dass es erst zur Subprime-Krise kam. Da hatte aber jeder Präsident seit Carter seine Finger im Spiel, wobei der Dammbruch durch Clintons Änderungen geschehen sein soll.

     

  54. PIBE350

    Ich habe eine schöne Doku über unsere menschliche Gier nach Status, Macht, Geld, Besitz und Konsum entdeckt. 🙂

    Teil 1: https://youtu.be/s2w4WL5GbXo

    Teil 2: https://youtu.be/pdA7113AYRw

    Und eine über unsere Konsumgesellschaft wiederentdeckt, die ich vor Jahren mal im Fernsehen gesehen habe: https://youtu.be/QztcpDcjHPk

  55. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Pommes

    Danke fürs Lesen.

     

    @ Jan

    Ok, ich dachte, dass die Nikotinplaster hilfreicher sind.

    Was ich schlimm finde beim Rauchen: Das Risiko, früh die Zähne zu verlieren. Allein das wäre mir eine Anstrengung wert die Kippen wegzuwerfen. Ich weiß gleichwohl, die Sucht ist extrem. Sie zu besiegen, dazu braucht man einen enormen Siegeswillen.

    http://www.vitanet.de/aktuelles/gesundheit/20150916-zahnverlust-durch-rauchen

     

    @ PIBE350

    Super Links. Danke für die Dokus. Wir Menschen haben also Angst vor dem Tod. Deshalb werden wir gierig. Gierig auf Zeug, Konsum, Geld, Macht usw. Deshalb wollen wir Kinder haben. Interessante These. Daran ist was dran.

  56. vonaufdenboden

    @Ralf: mit diesen Produkten kenne ich mich zu wenig aus. Wenn die Kurse weiter steigen, ist es für die Aktie gut und diese Produkte schmälern die Rendite, wenn die Kurse fallen, ist es für die Aktie schlecht und solche Produkte gleichen die Verluste wieder aus. Irgendwie ein „Nullsumen-Spiel“.

    Ich bevorzuge eine „Absicherung“ mit Goldminenaktien, deren Kurse seit Anfang letzten Jahres auch kräftig steigen. Ich lese daraus, dass es zwar eine gewisse Unsicherheit am Markt gibt und sich viele Marktteinehmer mit Gold absichern, jedoch andererseits sehr viel „billiges“ Geld vorhanden ist, das irgendwo hin muss und in dieser Phase alle Markteilnehmer profitieren.

    Auch der CH ist seit langer Zeit sehr stark. Eine Währung, die sich historisch in unsicheren Zeiten immer gut entwickelt hat.

    vonaufdenboden

     

     

  57. Ralf

    @vonaufdenboden: Bei den Absicherungen hat wohl jeder sein eigenes Vorgehen.Wichtig ist überhaupt eine Strategie zu haben.

    Der CH hat auch mein Vertrauen. Daher habe ich ein kostengünstiges Konto in der Schweiz bei Swissquote. Dem Euro ist nicht mehr zu trauen und eine geografische Diversifikation zu empfehlen.

    Wem ich nicht mehr so recht traue ist unserem Staat. Angesichts steigender Sozialkosten -aus diversen bekannten Gründen- ist mit einer weiteren Belastung von Ersparnissen wie auch Dividenden durch entsprechende Besteuerung zu rechnen.

  58. StefanStefan

    @ Ralf

    hast du dir auch mal die Saxo Bank angeguckt? Die scheint noch einiges günstiger zu sein als Swissquote…

    Die Frage ist halt ob das Depot in der Schweiz reicht. Durch die neuen Informationsgesetze erfährt der Staat davon. Und wenn er meint Kapitalgewinne mit Sozialabgaben, Vermögenssteuer usw. zu belegen dann bringt das Depot in der Schweiz auch nix. Außer man wandert dann echt aus. Aber da gibt es noch die Wegzugsbesteuerung…

    alles nicht so einfach

  59. Ralf

    @Stefan: Es sind herausfordernde Zeiten. Das Konto in der Schweiz erfüllt für mich derzeit die Funktion eines digitalen Schließfachs. Und das der Staat künftig noch mehr zugreifen wird, ist angesichts verschiedener gesellschaftlicher Entwicklungen absehbar. Die Zeche wird hauptsächlich die Mittelschicht zahlen. Darum ist auch etwas Gold, anonym gekauft für mich reizvoll.

    Was mich in Deutschand stört ist die geringe Schutzwürdigkeit der privaten Altersvorsorge. Wer ernsthaft für das Alter spart und dann im Erwerbsleben z.B. wegen chronischer Krankheit recht schnell in Hartz4 landet, hat nur ein geringes Schonvermögen. Eine Immobilie zur Eigennutzung dagegen ist bis zu einer gewissen Größe geschützt. Ich sehe hier eine große Diskrepanz.

  60. Christoph

    @Hello: Naja Obama hat zb die Arbeitslosenquote massiv nach unten gebracht. Jetzt sagen manche das sind aber oft schlecht bezahlte Jobs. Das kann ich nicht beurteilen aber ich denke auch immer besser als überhaupt keinen zu haben.

    Obamacare mag nicht super sein aber ich glaube fast 40 Mio Amis haben dadurch überhaupt erst eine KV die sie vorher nicht hatten. Also wenn das nicht gut ist.

    Hier mal eine Übersicht über die Schuldenmacher

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Clinton#/media/File:Budget_Deficit_1971_to_2001.png

     

    Klar hat Obama auch massiv Schulden gemacht. Aber wie war die Ausgangslage? 2008 war die Finanzen/Weltwirtschaftskrise. Dazu Krieg im Irak usw. Das einzige was ich ihm vorwerfen würde der Krieg in Lybien und in Syrien da hätte er eingreifen müssen.

    Andererseits gefiel mir dass er sich zurückhaltend verhielt und nicht wie der Vorgänger wirr Krieg führte.

    @Coupon: genau genommen gab es damals Nord und Süddemokraten. Dazu ist das ja wirklich lange her. Ich sehe da keinen Zusammenhang mehr. Zumal oft die Reps in den USA eher Richtung rechts und Pro Weiss tendieren.

    @Stefan: Man hat doch bei Hoeneß gesehen dass alles auch in der Schweiz rauskommt.

  61. StefanStefan

    @ Christoph

    moment: ich rede hier nicht von Steuerhinterziehung!

    Hoeness hat Millionen Kapitalerträge (realisierte) gehabt und in Deutschland nicht versteuert. Er war halt nicht so schlau wie der Kaiser. Der hat seinen Wohnsitz in Österreich. Gerade kam ja wieder raus, dass er Millionenzahlungen nach Gibraltar hat überweisen lassen…vermutlich hätte der genaus so den Knast verdient wie Hoeness…

    Wenn man jedoch Holdings in ein schweizer Depot legt bei denen keine Dividenden ausgeschüttet werden fällt auch keine Steuer an solange nicht verkauft wird. Das ist nicht illegal. Wer weiss was in 30 Jahren ist. Dann könnte man ja zu seinem Geld ziehen 😉

     

  62. Ralf

    Das kann sein. Aber es gibt immer noch die Möglichkeit z.B. im Ausland oder über private Kanäle Verkäufe zu tätigen. Im Prinzip ist es derzeit die einzige Möglichkeit, Vermögen seriös und gesetzlich erlaubt zu anonymisieren.

    Missbrauch ist natürlich möglich: Theoretisch wäre es möglich, das so mancher listiger Zeitgenosse sein Vermögen in Gold geparkt hat und z.B. dann die Hand aufhält um mangels sichtbarem Vermögen Sozialbetrug zu begehen und Sozialleistungen zu beziehen. Dürfte wohl mit ein Grund sein, warum man dem anynomen Tafelgeschäft einen Riegel vorschieben will.

  63. Michael

    @stefan

    Zumindest in österreich kann man gold anonym kaufen. Was ich auch tue.

    Ich gehe mit 1.000 eurobargeld, oder wieviel die unze eben gerade wert ist, zur MÜNZE ÖSTERREICH und kaufe mir winen Philharmoniker. Dort fragt dich keiner nach deinem ausweis. Ich zahle bar, bekomme die unze, und gehe wieder…

    Ist also möglich. Erst ab einen wert von ich glaube 20k muss man sich ausweisen. Aber man muss ja nicht alles auf einmal kaufen.

     

  64. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    ich habe die Tage einen alten kaputten Goldring zum Ankäufer (diese typischen Büros) gebracht. Selbst der hat (musste) meine Personaldaten aufnehmen.

    Nur bei einem Privatverkauf ginge das wohl ohne.

    @all,

    wer sich Sorgen um den EUR macht, und einfach nur in CHF „flüchten“ will, aber diese Währung nicht bar in der Tasche braucht, der muss doch einfach nur einen Forex-Währungstausch beim Broker machen.

    Mit einem Klick hat man die fremde Währung im Depot. Hier als Beispiel: Nach dieser Orderausführung hätte man statt 10.000 EUR dann 10.639 Fränkli minus 4 Fränkli Gebühr im Depot.

    Mit denen könnte man am schweizerischen Börsenplatz handeln, was mir bei 15 CHF Gebühr allerdings zu teuer wäre. Oder die Währung einfach liegen lassen und bei Kursgewinn zurück tauschen etc.

    MS

  65. Ralf

    Für mich ist es wichtig, im Fall des Falles auf einen Broker außerhalb des Euroraums zugreifen zu können. Daher habe ich mich für die Schweiz entschieden. Eine Kontoeröffnung ist ja legal und im übrigen außerordentlich unbürokratisch möglich. Das Thema und die Sinnhaftigkeit muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ich fühle mich wohler damit.

    Wer aber denkt, das z.B. eine anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit in Süd-Europa, zunehmende Flüchtlingsströme aus Afrika wegen  Perspektivlosigkeit vor Ort oder auch die Digitalisierung mit in Summe negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt keinerlei Auswirkungen auf Steuern und Gesellschaft haben werden, der glaubt noch an den Weihnachtsmann.

    Daher ist etwas Gold auch kein Fehler, um sich zumindest etwas einem staatlichen Zugriff auf Vermögen zu entziehen. Bleibt allerdings das Problem einer sicheren Aufbewahrung angesichts massiv gestiegener Einbrüche. Die Folge: Hausbesitzer sollen nun entsprechend sicherheitstechnisch aufrüsten. Anstatt das Problem an der Wurzel zu packen. Das zeigt beispielhaft, wie es insgesamt um die Gesellschaft steht. Für mich besorgniserregend. Wer wie ich pubertierende Töchter hat, macht sich naturgemäß noch mehr Sorgen. Das würde aber diesen Blog sprengen.

    Aber zur Überschrift des Blog-Artikels zurück: Die Mittelschicht ist pleite und selbst schuld? In Sachen Konsum ja. Aber die Mittelschicht wird auch massiv ausgepresstvon vielen Abgaben und Steuern.

  66. StefanStefan

    @ Michael

    KAUFEN kann man in D auch anonym bis 15.000 €. Ich sprach vom Verkaufen…

     

    @ Matthias

    ist das die Lynx Oberfläche?

    Wie ist das denn jetzt mit dem Sitz von Lynx? Habe gelesen, dass der in Holland ist und es in Berlin eine Zweigstelle gibt. Ich dachte die würden in GB sitzen?

    Und was ist mit Interactive Brokers? Ist das der Mutterkonzern von Lynx?

     

     

     

  67. Pascal

    Wer sich Sorgen um den EUR macht, und einfach nur in CHF „flüchten“ will, aber diese Währung nicht bar in der Tasche braucht, der muss doch einfach nur … Schweizer Aktien kaufen.

    Ich finde wenn überhaupt nur XETRA-Gold interessant. Aber da Gold weder einen stabilen Aufwärtstrend über die Jahrzehnte hat (im Gegensatz zu den Aktienmärkten!) und auch keine Erträge abwirft habe ich den Gedanken bislang immer verworfen.

    Wenn die Stimmung für Gold einmal katastrophal schlecht sein sollte kaufe ich vielleicht, aber aktuell nicht.

     

  68. Michael

    @Stefan:

    Gold verkauft man nicht 😉

    Wenn es soweit ist, welchselt man Gold nicht in Euros oder sonst was sondern kauft ganze Straßenzüge direkt mit Gold 😉

  69. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    ja, das ist die einfache (Basis-) Oberfläche des Webtraders (Lynx Basic).

    Der ist vor kurzem verbessert worden. Ich finde ihn sehr gelungen.

    Normalerweise installiert man sich das sehr sehr ausführliche Programm TWS (Trader Workstation). Aber damit mache ich kaum noch was. 90% aller Aktivitäten mache ich über die  Android-APP.

    Der Firmensitz ist in Amsterdam, wie auch bei Degiro.

    Das Depot wird in GB geführt, und ist somit dem deutschen Fiskus entzogen. Man muss deswegen in Eigenregie die Versteuerung jedes Jahr machen.

    Interactive Brokers (wahrscheinlich das „non plus ultra“ unter den Anbietern für unsere Zwecke) ist die „Mutter“, bzw. diese Weiterverkäufer (CapTrader, Banx, Lynx) handeln über Interactive Brokers. Man könnte auch direkt zu IB gehen. Das würde alles noch günstiger machen, allerdings hat man dann monatliche Mindestkosten.

    Aber wenn man die mit Aktivität sowieso immer hätte, dann lohnt sich das sicher. Für mich wird sich die Frage evtl noch stellen. Mal sehen.

    Die Sollzinsen sind z.B. bei den Ablegern immer viel teurer als bei IB selbst. Momentan bin ich zwar kaum noch mit Fremdkapital unterwegs, die Zinsen haben ja angezogen (USD derzeit 3,16%, bei IB selbst 2,16%. Die anderen schlagen sich alle noch 1% drauf), aber es ist immer blöd wenn man weiß, man könnte es viel billiger haben.

    Allerdings war ich mit dem deutschen Support der „German Branch“ in Berlin bisher auch immer sehr zufrieden.

    MS

     

  70. Mr. B

    @MS,

    bin immer noch am überlegen wegen Lynx.

    Ich kann leider die TWS nicht installieren. Kannst du mir sagen, ob nur Lynx Basic ( + evtl. die App) ausreicht? Möchte nur Optionen verkaufen, und natürlich Aktien einbuchen lassen …

    Vielen Dank vorab.

    Mr. B

  71. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mr. B.

    ja, das reicht völlig aus. Die TWS ist so umfänglich, für echte Profis sicher ein Goldschatz, aber als Normalo wie Du und Ich völlig entbehrlich.

    Ich mach dann gerade mal noch einen Screenshot vom Handy, wie einfach eine Order ist.

    MS

  72. StefanStefan

     

    Danke Matthias für die ausführliche Antwort.

    Stellt sich nur noch die Frage: Swissquote/Saxo Bank in der Schweiz oder Lynx mit Sitz in Holland und Depot in GB…

  73. Christoph

    @Stefan: Also mir würde als Alternative zu Gold noch Diamanten einfallen. Oder wer sich auskennt noch Kunst. Bei allen dreien setzt man ja drauf das es jemanden gibt der das irgendwann mal wertvoller hält als man selbst zahlte. Oder bei Diamanten und Kunst schmückt man sich/ Frau oder Haus damit.

    Ob man den verkauf von Diamanten oder Kunst melden muss? Wird ja auch oft anonym ersteigert. Also könnte ich mir das als gute Alternative vorstellen.

     

  74. Michael

    @Christoph

    Diamanten zu fairen Preisen kaufen ist glaube ich extrem schwierig. Diamanten unterliegen, je nach Einschlüsse usw. extremen Preisunterschieden. Da würde ich mich nicht drübertrauen. Da musst du schon einen Händer kennen, der extrem vertrauenswürdig ist…

    Gold, Paladium usw. ist da viel besser handelbar, weil eben auch sekündlich ein Preis abfragbar ist.

    Kunst… ja, wenn man sich auskennt und ein Liebhaber ist. Da wäre dann auch noch Wein interessant. Ist aber sicher auch schwierig zu handeln.

    Ich halte es lieber einfach: Aktien, Gold.

  75. StefanStefan

     

    @ Christoph

    Diamanten scheiden schon deshalb aus weil man beim Erwerb 19 % Mehrwertsteuer bezahlen muss. Diese bekommt man aber beim Verkauf nicht wieder zurück. D.h. man ist sofort im Minus mit dieser „Anlage“.

    Auch ist der Markt sehr illiquide und undurchsichtig. Gold kannst du in jeder Stadt an zig Stellen verkaufen. Bei jeder Sparkasse…und die Unze Gold kostet überall gleich viel, mit minimalen Abweichungen im Spread.

    Ich werde so schnell weder das eine noch das andere haben.

    Im übrigen unterliegen natürlich auch Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften der Einkommensteuer. Also auch Verkäufe von Bildern etc.

     

  76. Christoph

    @Stefan: Bist du dir sicher mit der Steuer? Da man es ja privat macht und nur sporadisch.

    Sonst müsste man ja auch einen Autoverkauf usw melden.  Aber solange es nicht regelmäßig ist..

     

    Ich selbst will sowas ja auch nicht kaufen. Aber ich dachte wenn jemand ne Alternative zu Gold sucht..

     

  77. StefanStefan

    @ Christoph

    Ja bin mir sicher. Auf Regelmäßigkeit kommt es nicht an.

    Ein Auto wird man ja aber in den seltensten Fällen mit Gewinn verkaufen können…

    Gold ist vondaher privilegiert mit der Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer. Und glaube bis 600 € Gewinn ist es auch steurfrei, auch unter einem Jahr.

    Was meinst du was das Finanzamt so alles auf dem Schirm hat…

    ich kenne einen Fall da wollten die Schenkungssteuer von einer Frau weil der Hauptteil des Eigenkapitals für den Erwerb eines Hauses von „ihm“ kam.

    Da wäre es um über 30.000 € gegangen. Die beiden haben dann geheiratet, damit war das Problem vom Tisch weil entsprechend hohe Freibeträge greifen.

  78. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    das fällt unter den §23 Punk 2 EStG. Also 1 Jahr Spekulationsfrist. Bei Immobilien sind es ja 10 Jahre.

    Wahrscheinlich müsste man es auch versteuern, wenn man ein altes Auto kauft, es herrichtet, und teurer (mit Gewinn nach Kosten) verkauft. Aber das wird normal niemand prüfen, und auch niemand angeben.

    Es sind aber Leute (Fahnder) unterwegs, die ebay nach Leuten durchforsten, die jeden Monat 1 oder 2 gebrauchte Autos anbieten. „Zwei Dinge fürchtet Jeder im Leben; den Tod und die Steuer.“ 😉

    MS

  79. Christoph

    ich dachte es kommt auf die Regelmäßigkeit an. Naja da ich ja nie was privat mit Gewinn verkaufe betrifft es mich ja nicht.

    @All
    Will jemand von Euch SNAP(Chat) kaufen? Ich bin am grübeln. Einerseits könnte es eine 2. Facebook Geschichte werden, andererseits auch ein 2. Twitter.

    Von den reinen zahlen her sollte man die FInger davon lassen. Aber das sagte man ja auch über Amazon und die machen nun auch Gewinn.

  80. Ralf

    Ich würde die Finger weg lassen von SNAP. In dem ganzen Bereich IT lässt sich mittlerweile doch recht gut durch spezielle ETFs investieren ohne die Risiken eines Einzelinvests einzugehen. Diamanten wären mir aufgrund der Qualitätsrisiken und möglicher Fälschungen auch zu riskant.

  81. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    IPO steht für: Immer Preislich Oben

    Die Kurse bei diesen Novizen sind ausgereizt. Sie holen alles raus, was geht. Warren Buffett kauft nie IPOs.

  82. Pascal

    @ Christoph:

    Ich würde es auch nicht machen. Das ist eine reine Spekulation. Für Spekulationen sollte Dir Dein hart erarbeitetes Geld zu Schade sein.

  83. StefanStefan

    @ Christoph

    was du meinst ist die Einstufung als gewerblicher Händler. Dann muss man spezielle Vorschriften einhalten sonst hagelt es Abmahnungen.

    Z.b. Impressumsangabe, Widerrufsbelehrung mit der Pflicht Sachen 14 Tage zurückzunehmen, Gewährleistung kann nicht ausgeschlossen werden. Unter Umständen muss Mehrwertsteuer verlangt werden usw…

    Die anderen E-Bay Mitglieder sehen sich schnell im Nachteil wenn jemand ohne diese Nachteile einfach privat verkauft und rennen zum Anwalt.

     

    von IPO’s lasse ich auch generell die Finger. Wobei es schon Beispiele gibt wo der Kurs nach IPO stark gestiegen ist. VISA z.b. ist mir im Gedächtnis geblieben. Ich dachte damals immer die sind zu teuer. Hätte ich mal zugeschlagen damals…

  84. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    das ist leider ein Glücksspiel. Ich habe bisher bei noch keinem IPO was bekommen. Bzw., als ich im 2000er Wahnsinn gezeichnet habe, bekam ich nie was, als man wohl was bekommen hätte, da wollte ich nicht.

    Damals war das die Lizenz zum schnellen Reichtum.

    Ich denke, auch heute wird man gut tun, von Anfang bei erfolgreichen Unternehmen dabei zu sein. Aber wer wird es sein? Leider sieht man das erst in der Rückschau.

    Hättest Du im März 1987 diesem Knaben 21 USD für den IPO-Preis seiner Aktien gegeben/angeboten?

    Ich wahrscheinlich eher nicht, wenn ich kein Freak mit Insider-Fachwissen gewesen wäre.

    Am gleichen Tag endete der Kurs bei 35.50 USD. Und wie wir wissen, heute hätte man für jede damals gekaufte IPO-Aktie 288 Stück nach den Splits. Aus 21 USD wären also knapp 18.500 USD, aus 2.100 USD wären fast 1,85 Mio USD geworden.

    MS

     

     

  85. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Amazon, Google, Facebook, Netflix, Wal-Mart… hätte man auch nach dem IPO kaufen können. Meist sogar günstiger als zum IPO. Microsoft ist eine Ausnahme aus Tausenden von Aktien.

  86. Christoph

    @Tim: Ja Facebook ging von 36 auf 18 runter. Aber auch bei 36 im vergleich zu heute wäre es natürlich ein tolles Investment gewesen.

    VIelen Dank für Eure Sichtweise, bestätigt mich

  87. Jan

    Hallo Tim,

    vielen Dank für den Artikel. Ich lese hier schon eine ganze Weile, frage mich aber warum du so auf den Konsum schimpfst. Im Grunde genommen kann doch nichts besseres passieren, als wenn alle um dich herum shoppen bis der Magnetstreifen der Kreditkarte glüht. Ein Großteil der von Dir bevorzugten Unternehmen ist doch darauf angewiesen um langfristig profitabel zu arbeiten, zu wachsen, Gewinne zu erwirtschaften und schließlich in Teilen an Dich als Aktionär zurückzuführen. Wenn sich alle so verhalten würden wie du deinen Lebenswandel und dein Konsumverhalten schilderst, sähen die Dividendenerträge in der Breite vermutlich deutlich mickriger aus 😉

     

    Viele Grüße,

    Jan

  88. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hallo Jan,

    ja, das Argument höre ich öfter. Es ist aber so nicht ganz richtig. Wenn Du eine verarmte Mittelschicht hast, die nur ans Konsumieren denkt (dicke Autos, Häuser, Elektronik, Mode…), profitiert niemand nachhaltig davon. Du hast dann Probleme mit der Liquidität dieser Menschen. Die Bonität sinkt. Die Zahlungsmoral geht baden. Du hast mit Altersarmut als Staat zu kämpfen. Berlin muss viele Menschen mit Steuergeldern durchfüttern.

    Wie ein Konsumrausch endet, sahen wir 2007/08. Da bebte der Immobilienmarkt in den USA, weil sich Menschen zu hoch verschuldet hatten. Das weltweite Finanzsystem kollabierte, weil Staaten, Konzerne sehr stark über Landesgrenzen hinweg verwoben sind.

    Als Wirtschaft magst Du schon vermögende Kunden. Kein Unternehmen möchte sich mit finanzschwachen Kunden herumschlagen, die ihre Rechnungen nicht bezahlen und die dauerhaft pleite sind.

  89. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Larry.Livingston

    Genau. Ich lieferte die deutsche Übersetzung zu:

    IPO = It’s Probably Overpriced

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