Der Vorteil einfach zu leben


New York, 29. Mai 2016
Ein Freund hat seine Familie in Alabama. Sie leben ganz einfach auf der Farm. Sie bauen ihr eigenes Gemüse an, haben Nutztiere und sind zufrieden.

Ein Freund hat seine Familie in Alabama auf dem Bauernhof. Sie leben ganz einfach. Sie bauen ihr eigenes Gemüse an, haben Nutztiere und sind zufrieden.

Das einfache Leben auf dem Land kann Leute glücklich machen. Schauen Sie sich diese Fotos von einem Freund an, dessen Eltern auf einer Farm in Alabama leben. Sie bauen Ihr Gemüse selbst an. Sie haben Nutztiere und sind glücklich. Ich glaube, wir Menschen brauchen nicht sehr viel zur Zufriedenheit. Familie, Freunde, ein Dach überm Kopf. Das ist alles. Im Grunde. Sie können gefühlsmäßig ein reicher Mensch mit wenig Geld sein, wenn Sie zufrieden sind.

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Ich verbrachte vor langer Zeit einen Urlaub in der Ostsee auf einem rustikalen hölzernen Segelschiff. Wir mussten alle an Deck helfen. Die Segel setzen, schrubben, putzen, kochen. Es war einer meiner schönsten Urlaube, die ich je erlebt habe. Ich denke noch heute zurück an die Zeit. Es gab keinen Luxus. Absolut keinen. Das Bett glich einer Hundekoje.

Ein Luxushotel hätte mit diesem Holzschiff nicht mithalten können. Selbst ein Fünf-Sterne-Schuppen mit Goldtellern nicht.

Wenn ich alte Schiffe sehe, bin ich begeistert. Kürzlich besichtigte ich ein französisches Kriegsschiff aus den 1930er Jahren im New Yorker Hafen. Auf diesen Schiffen herrscht irgendwie auf hoher See eine unendliche Ruhe. Es ist stressfrei. Und man sieht, was man braucht. Nicht viel. Etwas zu essen, zu trinken, ein Buch, ein paar Leute zum Plaudern. Das wars.


Viele Menschen haben dagegen regelrechte Neurosen entwickelt. Sie rennen herum auf der Suche nach dem besten Rotwein. Kaufen Koffer für 600 Dollar. Und fahren die neuesten Autos. Sie füllen die Schränken mit Chanel, Hugo Boss, Hermes, Bottega Veneta, Christian Dior…

Ich habe keine Luxuskleidung, einen uralten Koffer, kein Auto, kein funktionierendes TV-Gerät, kaum Zeug… und mein Leben fühlt sich „leicht“ an.

Wer minimalistisch lebt, ist nicht griesgrämig. Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Die Gesundheit ist im Prinzip am Wichtigsten. Den Rest kann jeder selbst „steuern“. Wir sitzen alle mit unserem Leben am Steuern. Manche merken es nicht mal, weil sie in Routine verfallen.

Zu akzeptieren zufrieden zu sein mit dem, was Sie haben, ist etwas Herrliches. Ich lebe anders als die Meute, die ständig neuen Dingen hinunterrennt, damit sie etwas „vorzeigen“ kann. Das ganze Imponieren mit Kram ist so nervig.

Es ist nie zu spät das Leben zu ändern. Entrümpeln Sie Ihr Leben, wenn Sie etwas ändern möchten. Tilgen Sie Ihre Schulden. Und versuchen Sie mit weniger „Zeug“ zufrieden zu sein. Damit tun Sie nicht nur Ihrem Geldbeutel einen Gefallen, sondern auch der Umwelt. Ich vermute, dass Beziehungen auch besser laufen, wenn der Konsum nicht im Mittelpunkt steht.

Wie großartig ist es, gemeinsam am Strand einige Meilen zu laufen? Das kostet keinen Cent.

Ich fand eine Studie interessant über die Essgewohnheiten. Wer immer das gleiche zuhause zubereitet (mehr oder weniger), sagen wir ein Salat aus Grünkohl, Karotten und Brokkoli. Dazu Kartoffel und Sauerkraut. Der lebt viel gesünder, als jene, die jeden Tag ein anderes Restaurant besuchen. Die Vielfalt (mexikanisch, chinesisch, koreanisch, italienisch…) macht Menschen dick. Alles muss heutzutage „aufregend“ sein. Jede Form der Stetigkeit wird abgelehnt.

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Ich esse gerne mittags Fisch und Salat im Hafen. Meine Ernährung muss besser werden (es kamen ein paar unnötige Pfund hinzu):


Konsumenten nehmen Kredite auf, um modern zu erscheinen. Sie kaufen Elektronik, Kleidung, Schmuck, Autos… wie die Weltmeister.

Mein Traum ist, wie gesagt, ein altes Holzhaus am See zu haben. Dort würde ich Monate mit der Familie verbringen. Ganz einfach. Ohne Brimborium.

Natürlich sollten Sie sich hin und wieder etwas leisten. Zum Beispiel im Urlaub. Das ist vollkommen in Ordnung. Aber nicht ständig. Und besser nicht auf Kredit. Aber das muss im Endeffekt jeder selbst für sich entscheiden.

Zum Schluss möchte ich etwas über das Aktiensparen für die Rente anmerken. Am besten geht das langweilig. Stetig. Unaufgeregt. Legen Sie Ihr Geld unspektakulär an. In grundsolide Aktien oder in ein Indexpapier. Und stocken Sie auf. Das wars. Sie sollten nicht jeden Tag den Depotstand überprüfen. Wer in Ruhe spart, hat weniger Stress. Und ist vielfach erfolgreicher.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Der Vorteil einfach zu leben

  1. Ex-Studentin

    Finde es toll, dass du in letzter Zeit viele Youtube-Videos anhängst. Danke, dass du uns an deinem Leben teil haben lässt.

    Finanzen optimieren und Minimalismus passen gut zusammen. Ich nehme mir auch vor, regelmäßig auszumisten. Unnötigen Balast los zu werden, befreit tatsächlich.

  2. Felix

    Das wirkliche Leben auf dem Bauernhof ist so ungefähr das genaue Gegenteil von Beschaulichkeit. Es wird von Leuten aus der Stadt, die einmal einen Urlaub auf einem Bauernhof verbracht haben, idealisiert und romantisiert.

    Ich weiß, wovon ich rede, da ich auf einen Bauernhof aufgewachsen bin. Es ist Plackerei von früh bis spät, gepaart mit ständigen Existenzsorgen. Wovon die nächste Reparatur des Traktors bezahlen, das Saatgut, des undichte Dach usw.? Das kann sich ein Mieter einer Stadtwohnung nicht im Traum ausmalen.

    Das Halten von Nutztieren klingt so putzig. Tatsächlich ist es auch das genaue Gegenteil von Streichelzoo und Ponyhof. Es bedeutet: keinen Urlaub, keine freien Tage, keine Sonntage. Diese Viecher wollen jeden Tag (365 x im Jahr) was zu Fressen. Und dann kommt die Schlachtung, ja auch das gehört zur Realität, da geht es absolut archaisch zu – nichts für Leute mit schwachen Nerven.

    Viele Bauern versuchen es in ihrer finanziellen Notlage als Nebenerwerbslandwirt. Sie nehmen einen schlecht bezahlten Hilfsarbeiterjob (wegen nicht vorhandener Ausbildung an), um eine finanzielle Grundversorgung zu haben und bewirtschaften in ihrer Freizeit (die dann keine ist) ihren Hof. Das ist in gewisser Weise Selbstausbeutung mit 80 Stundenwoche, aber sie können halt nicht von ihrer Scholle lassen. So mancher Stadtneurotiker würde da nach zwei Wochen in den Burnoutmodus verfallen.

    Fazit: Das Leben auf und von einem Bauernhof ist sicherlich ein naturnäheres und ursprüngliches Leben, aber auch ein hartes, entbehrungsreiches. Jedenfalls nichts für Träumer, sondern für tatkräftige, realistische Menschen. Aussteiger halten meist nicht lange durch.

    Es ist auch immer wieder interessant, dass Menschen, wie auch Tim, das genaue Gegenteil von dem wollen, was sie eigentlich haben. Leben in der interessantesten und nervigsten Stadt der Welt, beruflich tätig an der abgehobenen Wallstreet (und damit in einer sehr künstlichen Welt) und träumen vom vermeintlich beschaulichen Landleben auf einer Farm in Alabahma.

  3. Alex von Homemade Finance

    Dein letzter Absatz kondensiert ungefähr alles was es in der Finanzblogosphäre zu sagen gibt auf wenige Zeilen zusammen. Nicht nur das, es fasst auch nahezu alle relevanten für Privatanleger wissenschaftlichen Erkenntnisse des Kapitalmarktes zusammen.

    Im Grunde gibt es nicht mehr zu sagen.

    Es ist tatsächlich so simpel. Die einzigste Hürde die den Menschen noch im Weg steht, ist ihr Verhältnis zum Risiko. Das ist böse, schlecht, muss vermieden oder versichert werden.

    Dabei ist Risiko die Essenz des Lebens, weit über die schnöde Börse hinaus. Alles im Leben ist einer gewissen Wahrscheinlichkeit unterworfen. Es gibt weder absolute Sicherheit, noch absolute Gewissheit.

    Sobald man bereit ist das zu aktzeptieren, schafft man es auch Geld an die Börse zu geben.

    Stetig weitermachen und nicht weiter darum kümmern.

     

    Viele Grüße

    Alex

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Moin Moin,

    grundsätzlich liebe ich auch einfaches, unkompliziertes Leben ohne Konventionen und künstliches Getue.

    Aber „in the middle of nowhere“ lebendig begraben zu sein, das wäre der Albtraum für mich. Gerade in „Redneck-Land“ würde ich eingehen.

    Ich fühle mich schon bei der Vorstellung absolut beklemmt. Gerade diese Südstaaten (Mississippi/Alabama) sind für mich der Inbegriff für Rückständigkeit. Da ist „Der Woid“ – der Bayerische Wald, bzw. Niederbayern eine kulturelle Hochburg dagegen. 😉

    Aber wer weiß, vielleicht tue ich denen ja unrecht. Wenn ich an ruhiges, bescheiden-glückliches, einfaches Leben denke, dann bekomme ich Bilder von Fischerdörfern in Spanien oder Griechenland in den Kopf, eine kleine Finca in Andalusien oder Hof in der Provence o.ä.

    Aber so hat man halt seine Prägungen.

    Schönen Sonntag

    MS

  5. Elf on the Shelf

    Bin auch der Meinung, dass bei diesem Beitrag von Tim der „Ist- vs. geschriebener Sollzustand“ etwas divergieren. Wenn jemand in NYC wohnt und erklären will, dass die Einöde in Alabama der richtige Weg ist, dann wirkt das auf mich komisch. 😉

     

    Auch für mich persönlich wäre das nix. Urlaub in der Einöde? Klar, gerne. Von mir aus auch mal über einen Zeitraum von 5 Monaten in Island. Aber meine restlichen Jahre möchte ich dann schon dort verbringen, wo ich nicht zwei Stunden zur nächsten Einkaufsmöglichkeit benötige. Würde mich nicht wohlfühlen, Tag ein, Tag aus die selben zwölf Gesichter zu sehen. Außerdem wird dann das „Aufwachen-Kühe melken-Rasen mähen-Essen-schlafen“ viel schneller zur mühseligen Routine als das Arbeiten & Leben in der Großstadt.

    Also Tim, in Zukunft bitte wieder mehr coole Berichte aus der Millionenmetropole; die lese ich persönlich viel lieber. 🙂

  6. Andrea

    Tim, ein schöner Artikel, ich stimme dir bei vielem zu.

    Bei mir fing es mit dem Entrümpeln an. Es hatte sich soviel angesammelt, seitdem wir in die größere Wohnung gezogen waren, dass ich geradezu ein Bedürfnis danach hatte, Sachen abzugeben, die ich eigentlich überhaupt nicht brauchte und von denen ich manche sogar wirklich nie gebraucht hatte.

    Also habe ich viele Sachen über eine Tauschwebseite vertauscht gegen Dinge, die ich gebrauchen konnte.

    Dann habe ich mir den Satz „Ich kaufe nichts“ zu Eigen gemacht. Natürlich kaufe ich Dinge, die ich wirklich brauche, aber mein Kaufverhalten hat sich doch sehr verändert.

    Ich muss sagen, wir bestellen öfter einmal etwas, die Häufigkeit des Bestellens will ich noch verringern. Davon abgesehen bleibt aber auch so Geld zum Sparen übrig. Ich brauche einfach vieles nicht.

    Heute morgen haben wir einen tollen, von mir selbst „komponierten“ Erdbeersmoothie getrunken. Trotz der frischen Erdbeeren ist solch ein Smoothie nicht teuer in der Zubereitung und tut dem Körper gut. Ein bisschen Grün war auch dabei – Sauerampfer, den uns die Schwiegermutter gegeben hatte und etwas Basilikum und Petersilie aus den Kräutertöpfchen auf der Fensterbank. Petersilie ist unheimlich calciumreich.

     

     

     

     

     

  7. Slazenger

    Jeder hat so seine eigene Philosophie vom Leben, was in glücklich macht, der eine die Ruhe auf dem Land, der andere die pulsierende Großstadt! Das ist ok!

    Im Übrigen kann ich Felix nur beipflichten, Landwirt ist ein Knochenjob und darüber hinaus auch psychisch sehr belastend, (immer mehr Burnouts) , zumindest in good old Germany, gehts häufig ums nackte Überleben, die neuen Milchquoten von 20ct/l sind für viele Milchbauern Existenz Gefährdent! Und so liese sich die Problematik der Landwirte endlos fortsetzen! Leider!

    Die Romantik vom Leben auf dem Bauernhof gibts allenfalls für Urlauber oder in diversen Unterhaltungsfilmchen!

  8. Tobias F.

    Für mich ist die Einöde in Alabama eher als Bild beziehungsweise als Metapher zu sehen und  ein Stück weit auch als Sehnsuchtsort.

    Nur wer übertreibt beschreibt anschaulich…  🙂
    Ich bin gerade an der Cote d’Azur und hier gibt es sehr ruhige grüne Landschaft  und gleichzeitig wenige Kilometer weiter San tropez mit Menschenmassen etc. Mir ist die Natur lieber…

  9. Gurki

    Hallo,

    sicher kann man sich auf einem Hof alles selbst anbauen und minimalistisch leben. Aber für mich wäre das nichts. Ein wenig Luxus darf es dann schon sein. Man kann auch eine Menge sparen, wenn man sich ab und zu auch mal was schönes gönnt bzw. kauft. So wäre zum Beispiel ein reiner Zelturlaub ohne einer Dusche für mich nichts. Mal abgesehen davon das ich ein schönes Bett für eine geruhsame Nacht benötige. Ich bin ja nun auch nicht mehr 14.

    Jeder wie er mag, aber ich möchte auf einige Dinge in meinem Leben nicht verzichten, nur des Sparens wegen. Es muss kein 5 Sterne Hotel sein, aber 2-3 dürfen es gerne sein. Man muss überlegt an die Sache ran gehen, das Geld rausprassen ist nicht gut, aber auf total alles verzichten (oder gar selbst anbauen) muss auch wieder nicht sein.

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Danke. Ja, ein paar von diesen Videos stoßen auf großes Interesse.

    Das Ausmisten ist ein stetiger Prozess. Zugegeben, es fällt mir als schwer.

     

    @ Felix

    Die reichen New Yorker haben beide Welten. Sie haben entweder ein Haus am Strand (Hamptons) oder Upstate New York im Wald, im Dorf, am See (Rhinebeck, Spring Valley, Cold Spring, Woodstock…).

    Gerade ist Manhattan wieder wie ausgestorben, die Einwohner sind weg. Weil am Montag Feiertag ist: Memorial Day. Da sind sie am Strand oder in den Bergen oder sonstwo bei der Familie.

    Warren Buffetts Sohn Peter hat sich wohl ganz aus New York verabschiedet:
    http://www.omaha.com/money/warren-watch-peter-buffett-farm-in-new-york-destined-to/article_1db7c63c-c2ba-55ec-820f-d60203fa2997.html

     

    @  Matthias

    Ein Fischerdorf in Spanien oder Griechenland klingt interessant.

     

    @ Alex

    Danke für Deine Anmerkung. Ich würde noch etwas weiter gehen. Langfristig ist die Börse gar nicht riskant. Eher das Sparbuch oder Festgeld. Die Menschen empfinden es nur riskant, weil sie jeden Tag eine Preisänderung genannt bekommen (Kurse).

     

    @ Elf on the Shelf

    Nach 10 Jahren in einer solch riesigen Stadt denke ich manchmal anders darüber nach.

     

    @ Andrea
    Die Tauschbörse klingt super. Prima Einstellung!

     

    @ Tobias F.

    Viel Spaß an der Cote d’Azur!

  11. Patently Absurd

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich Slazenger auch nur beipflichten. Die Landwirtschaft ist ein Knochenjob. Das Leben auf dem Land ist für Erwebstätige gar nicht so einfach, wie die beispielsweise in den Hochglanzzeitschriften „Landleben“ & Co. suggeriert wird.

    Allerdings kann das Landleben eine Alternative darstellen für jeden, der sich dies auch leisten kann. Wer über genügend passives Einkommen verfügt und auf die Erwerbstätigkeit nicht unbedingt angewiesen ist, kann auf dem Land gesünder, (eventuell sicherer) und mit höherer Lebensqualität leben.

  12. Christoph

    Ich würde unterscheiden ob man einen Bauernhof hat mit dem man wirtschaften will oder einen Landsitz mit Tieren ohne diese zu schlachten etc.

    Das letztere würde sicher vielen gefallen.

    Für mich wäre es allerdings wichtig, in maximal einer Großstadt sein zu können.

  13. Christoph

    Ich führe ja diverse Listen.

    Eine davon, wann ich etwa in „Rente“ gehe..(wenn alles halbwegs normal läuft)

     

    und  heute ist dann…… BERGFEST!!

  14. DivSky

    @Christoph,

    Glückwunsch zur Halbzeit. Ich stehe da eher noch am Anfang 🙂

     

     

  15. Christoph

    @Divsky: Danke. Man muss ja immer positiv denken. Du fängst viel früher als ich an zu investieren. Das ist super

  16. Finanzmixerin

    Das mit dem Minimalismus finde ich gut und den Weg gehe ich auch. Ich kaufe nur noch sehr wenig „Zeug“ und denke mehr darüber nach was ich wirklich brauche.

  17. Christoph

    Danke Andrea: Planung ist mit 57. Wenn es 58 wird, auch nicht schlimm. Hauptsache ich habe ein gewisses Polster (nicht um die Hüften *gg*) und sichere Dividendeneinnahmen.

    Und dann geht’s raus in die Welt.

  18. Delura

    @Christoph

    Ich führe ja diverse Listen.

    Eine davon, wann ich etwa in „Rente“ gehe..(wenn alles halbwegs normal läuft)

     

    und  heute ist dann…… BERGFEST!!

    Meinen herzlichsten Glückwunsch,

    so eine Liste führe ich auch 59% habe ich erreicht, 41% muss ich noch (Das ist aber die schlechteste Prognose) 🙂

    P.S.: Habe mir letzte Woche erste Position Caterpillar gegönnt, wieder ein Februar/Mai/August/November Dividendenzahler (und wieder einen Mosaik Stein dazu) – das klappt!

     

     

     

     

  19. PIBE350

    Ich liebe einfaches Leben und die Natur, aber keine Land- und Tierwirtschaft. Mir wäre das zu anstrengend und ich brauche meinen Schlaf von mindestens 10 Stunden. Ein krähender Hahn mitten in der Nacht wäre mein Tod. 😉

  20. Noch ein Tobias

    Hallo Christoph,

    kurz und bündig – nicht viel.

    Das Abfüller-Geschäft ist sehr kapitalintensiv und die Margen sind eher gering.

    Vergleich mal die Zahlen von Coca Cola und dem griechischen Abfüller Coca Cola HBC, dann wirds erkennbar.

  21. Christoph

    @Delura: Glückwunsch. Tolles Unternehmen. ich sage ja immer, gebuddelt wird immer ;o)

    @Noch ein Tobias: Das wusste ich gar nicht. Aber im Prinzip sind doch die Maschinen schon vorhanden. Klar müssen manche mal erneuert werden etc. Aber man hat ja mehrere Kunden. Ich werde zwar nicht investieren, aber interessant ist es schon finde ich. Das mit den Margen kann natürlich stimmen. Zumal es sicher auch großen Wettbewerb gibt.

  22. DivSky

    @Christoph. Im Grunde genommen positive und bin gespannt welche offiziellen News folgen warden hinsichtlich der Dividendenausschüttungen.

     

    @Tobias, moment Mal. Es gibt auch den australischen CC Abfüller und der schüttet zwischen 5-6% DR aus. Denke durch den zusammenschluss gibt es eine menge Synergieeffekte und ich sehe das auch als eine gute Langfristanlage. Zumal das Listing in London ist.

     

    Gestern war mein Shoppingtag. Ich habe mir gestern erstmal Shell für das DivSkyBaby Depot gekauft und DHT für das Familiendepot.

  23. Christoph

    Divsky: Shell hat ne tolle Rendite. Und ich glaube einfach nicht, dass einer der 4 großen (Shell, BP, Exxon und Chevron) untergehen wird.

  24. DivSky

    Das denke ich auch, zumal Sie jetzt mit BG zugekauft haben. Zwar meiner Ansicht nach ein wenig teuer, aber das Management macht doch einen guten Job. BP befindet sich neben GSK auch im DivSkyBaby Depot.

  25. Mr. Braun

    @ETF Anleger,

    hat mal einer geschaut wie hoch die Transaktionskosten innerhalb seines ETF´s sind?

    Hab eben den aktuellen Geschäftsbericht einer meiner Fonds ( aus dem Altbestand ) durchgelesen und war überrascht, dass die Fondsmanager soviel handeln. Insgesamt wurden über 8 Mio. an Transaktionskosten verbraten, ca. 0,5 % des Fondsvolumen. Diese Kosten sind bei den laufenden Kosten ( TER ) noch nicht berücksichtigt.

  26. Tobias F.

    Ich bin immer davon ausgegangen das die TER die Transaktionskosten mit abdecken…  Ich würde mich ärgern wenn dem nicht so wäre

  27. Mr. Braun

    TER ist immer ohne Transaktionskosten. Steht im Kleingedruckten*

    Bei Fonds, vor allem aktiven, kann das einige Prozent zusätzlich kosten. Bei den ETF die ich mir grad anschaue sind das meist 0,1 % oder so …

  28. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mr.Braun,

    man kann aber auch nicht sagen ob es gut oder schlecht ist (Transaktionskosten). Mir wäre z.B. lieber, der Fonds verursacht Kosten für den rechtzeitigen Verkauf von Werten wie Valeant, und rettet damit Geld, als dass er Transaktionskosten spart, und das Zehnfache an Wert geht verloren durch die „ruhigen Hände“.

    Nur sinnlos hektisches Hin und Her macht natürlich auch Taschen leer. So pauschal sollte man aber wohl nicht auf die Kosten fixiert sein. Kommt drauf an „was hinten raus kommt“. Einen völlig statischen Fonds kann es sicher nicht geben, da Werte ersetzt werden müssen, Zusammensetzungen sich ändern usw.

    MS

     

  29. Fit und Gesund

    war mir jetzt auch nicht so bewusst, danke für den Hinweis, mein All-World Dividend High Yield ETF tauscht viele Werte aus, der S&P 500 hingegen nicht, der Erste hat eine TER von 0.29% der Zweite nur 0.07% und der spread den ich zahlen muss ist sehr viel geringer, da muss ich auch nochmal über die Bücher.

  30. Slazenger

    Mal eine Frage zu den ganzen ETF. Schaut ihr eigentlich ob die Swap basiert sind oder voll replizierend?

    Spielt das für euch ein Rolle, oder orientiert ihr euch überwiegend an den Kosten (TER) ?

    Spielt der Anbieter bzw. Emittent eine Rolle?

  31. Fit und gesund

    also ich nehme nur voll replizierend, aber da hat ja Jeder so seine Gründe, TER würd ich nicht über 0.5% gehen wollen.

  32. Rainer Zufall (ex T de Biehl)

    @ Slazenger. Ich ziehe voll replizierende vor. Ich habe keine grundsaetzlichen Probleme mit Swaps. Aber ich mags so einfach wie nur möglich. Swap basiert ist wesentlich komplexer, deshalb ziehe ich replizierende vor.

    @ mr braun:

    „Insgesamt wurden über 8 Mio. an Transaktionskosten verbraten“

    die hohen Transaktionskosten hast du bei aktiven Fonds entdeckt? oder war das ein etc?

  33. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Slazenger,

    also ich persönlich schaue erstmal, was es so gibt zu dem Thema, das mich interessiert. Danach schaue ich mir den Inhalt an, ob die Zusammenstellung so ungefähr das ist, was mir taugt, dann schaue ich auf die Kosten. Wenn die dann überdurchschnittlich hoch sind im Vergleich zur Rendite, dann suche ich was anderes.

    Swaps und Leihe betrachte ich als konstruktives Handwerk. Diese Schwarzmalerei dagegen ist gerade in Mode. Leihe ist immer über 100% abgesichert. Aber man redet halt gern dagegen. Habe aber dennoch lieber replizierende, auch wenn das etwas teurer ist und mehr tracking errors verursacht (das macht man ja aus diesen Gründen, und nicht, weil man Langeweile hat).

    @DivSky,

    DHT ist interessant. Mein erster Gedanke war: geil! Der zweite; nicht schon wieder Schiffe.

    Übrigens, Deine AIMIA von neulich habe ich in meinem Canada-ETF zu 0,88% drin. 😉

    Bei den Anbietern habe ich mich bei iShares (Blackrock) niedergelassen. Comstage und x-trackers sind sicher auch ganz ok. Aber mir liegt das Original. Bei kanadischen ETFs gefällt mir als Emittent BMO (Bank of Montreal), aber mit deutschen Depots wohl nicht kaufbar, denke ich. Haben nicht viel, aber alles was ich brauche.

    MS

     

  34. Rainer Zufall (ex T de Biehl)

    Ich habe mich für Deka Etfs entschieden und für ishares. Da gibts genügend Auswahl an Etfs mit Domizil Deutschland.

    Die recht neuen Etfs von Comstage, die ebenfalls bei uns beheimatet sind, find ich auch gut. da ist mir das Volumen aber noch zu klein.

    Leihe finde auch nicht so dramatisch.

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Nachtrag (Editiermöglichkeit war weg);

    gestern hat man Gilead bei „Hart aber fair“ ganz schön angepisst. Ich mag ja diese ganzen Pharma-Abzocker eh nicht. Die haben mit den irren Preisen für die Hep C Medis der Firma Pharmasset, die sie für 11 Mrd aufgekauft hatten (also keine Rechtfertigung durch sonst so gern ins Feld geführte Forschungskosten), den Übernahmepreis bereits nach einem Jahr wieder drin gehabt. Letztens musste Gilead aber eine Schlappe einstecken. Das macht der Kurs deutlich.  Mal sehen ob die Clinton denen wirklich mal ans Zeug geht, sollte sie gewählt werden.

    MS

  36. O.T.

    Ja, interessant wie Medikamentenpreise zustande kommen.

    Die Deutsche Regierung will 10 Mrd. in 5 Jahren einsparen, tatsächlich eingespart haben sie 1,5 Mrd.

    Ich frage mich da immer, wie viele Quadratmeter die Villen von den Damen und Herren Politikern und AOK-Beamten in der Toskana haben, wenn sie derartig „gute“ Ergebnisse dem geneigten Steuer-/Abgabenzahler präsentieren.

    Ich jedenfalls, der zu den abgezockten Steuervieh gehöre, investiere schon lange in diese Pharmaunternehmen um wenigstens einen Teil des abgepressten Geldes zurückzubekommen.

  37. DivSky

    @MS,

    habe erst zwei dieser Werte. Aber der nächste Wert wird Lancashire and dann Aimia 🙂

  38. Christoph

    Also ich verstehe nicht, warum man über die Medi Preise so schimpft. Klar es gibt extreme, aber manche Medis sind einfach sehr teuer. Das hat auch Gründe.

    Von 100 Medikamenten die erforscht werden schaffen es vielleicht 2 zur Marktreife. Aber das geht über  Jahre und diese Forschungen kosten extrem viel Geld. Und selbst wenn die Medis auf dem Markt sind, hat man keine Gewissheit ob die Kosten wieder eingenommen werden können.

    Wenn man nun reglementieren würde, was würde dann passieren? Richtig, die Unternehmen würden weniger forschen und somit würde es weniger neue und auch weniger verbesserte Medikamente geben. Doch genau das ist wichtig.

     

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