So schneiden Sie besser als die meisten Börsianer ab

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Die Börse ist der beste Platz für Ihr Geld, wenn Sie bestimmte Grundregeln befolgen: Machen Sie die Volatilität zu Ihrem Freund. Diversifizieren Sie ausreichen. Meiden Sie Gebühren und Steuern, wo Sie können. Sie rauben Ihnen gewaltige Summe auf Sicht langer Zeiträume. Setzen Sie auf den Zinseszins. Kaufen Sie Qualitätsaktien oder einen Indexfonds zu fairen Preisen. Warten Sie Dekaden ab. Lassen Sie sich nicht verrückt machen.

Es gibt Leute, die in einem Wolkenkuckucksheim leben. Sie sparen nicht ausreichend für den Ruhestand, weil sie das Problem verdrängen. Sie leben in den Tag hinein. Sie denken: „Wenn ich erst mal im Ruhestand bin, geht es finanziell bergauf.“ Pustekuchen. Das Gegenteil wird der Fall sein. Sie werden geschockt sein. Sie sollten zehn Prozent, besser 15 Prozent (und mehr) Ihres Einkommens sparen. Sie müssen heute auf etwas verzichten, damit Sie später etwas davon haben.

Manch einer vergisst (bewusst oder unbewusst) die Miete beziehungsweise Hypothek, die im Alter bezahlt werden muss. Irgendwo müssen Sie ja wohnen, wenn Sie kein Eigenheim besitzen.

Wie Sie am besten fürs Alter vorsorgen, darüber habe ich schon oft in meinem Blog geschrieben. Das lukrativste Asset ist bekanntlich die Aktie. Nur das Problem ist, dass die Kurse schwanken. Die Volatilität ist für die meisten eine große Herausforderung.

Sehen Sie das Auf und Ab als Geschenk. Wenn eine Blase platzt, bieten sich herrliche Einstiegschancen. Wenn es zur Korrektur kommt, sollten Sie die Chance nutzen, um Aktien, Investmentfonds oder Indexfonds aufzustocken.

Sie sollten die Volatilität zu Ihrem Helfershelfer machen. Haben Sie keine Angst vor ihr. Übrigens erwischt niemand den perfekten Einstieg. Selbst Warren Buffett nicht. Er rutscht oft mit seinen Aktieninvestments unter den Einstandskurs. Als das Genie bei der Münchener Rück einstieg, musste er zwischenzeitlich einen herben Kursverlust verkraften. Er sitzt das einfach aus.

Bei seinem IBM-Investment ist Buffett ebenfalls im Minus. Er wartet ab. Kauft noch mehr zu. Er kann damit leben. Lernen Sie von ihm.

Besitzen Sie eine Qualitätsfirma, sollten Sie nicht die Nerven verlieren, wenn der Kurs ins Minus rutscht. Ertragen Sie die Erniedrigung. Die Börse ist wie eine Achterbahnfahrt. Es geht rauf und runter. Bleiben Sie im Sitz. Steigen Sie nicht vorher aus. Schauen Sie nicht täglich auf die Kurse. Besser ist: Schauen Sie nur einmal im Jahr auf Ihr Depot. Das riet mir eine junge deutsche Professorin, die an der renommierten Columbia University lehrt.

Meiden Sie Kosten, Gebühren und Steuern wie der Teufel das Weihwasser. Ausgabeaufschläge für Investmentfonds von bis zu fünf Prozent sind ein Klotz am Bein. Das ist eine große Belastung. Ich meide solche Dinge. Gebühren sind ein riesiges Problem auf lange Sicht. Sie werden gerne von Anlegern unterschätzt.

Warren Buffett ist ein Pfennigfuchser, wenn es um Bankgebühren oder hohe Gehälter für Fondsmanager geht. Buffett hasst es, Bankgebühren zu bezahlen. Er versucht sie zu umgehen. Der Börsenstar weiß, wie heftig sich Gebühren auf lange Zeiträume auswirken, wenn Sie auf den Zinseszins setzen.

Warren Buffett ist ein Pfennigfuchser. Er meidet Bankgebühren, wo er kann. Auch privat ist er extrem sparsam. Er lebt in dem gleichen Haus, das er 1955 in Omaha kaufte, obowhl er einer der reichsten Menschen ist. Er liebt gebrauchte Autos, weil die günstiger sind. Er mag Hamburger und Coca-Cola von McDonalds.
Warren Buffett ist ein Pfennigfuchser. Er meidet Bankgebühren, wo er kann. Auch privat ist er extrem sparsam. Er lebt im gleichen Haus, das er 1958 in Omaha kaufte, obowhl er einer der reichsten Menschen ist. Gegen Rennovierungen im Haus spricht er sich aus, selbst wenn die Familie ihn drängt. Er liebt gebrauchte Autos, weil die günstiger sind. Er liebt Hamburger und Coca-Cola von McDonalds.

Buffett mag Banker nicht wirklich. Das war ein Grund, warum er von New York in jungen Jahren mit seiner Frau wegzog und sich in seiner Heimat Omaha in Nebraska niederließ. Das junge Ehepaar Buffett kam in der Bankenmetropole zwischen dem Hudson und dem East River nicht klar. Es war ihnen hier zu hektisch, zu teuer.

Buffett meidet Gebühren, wo er kann. Einem ehemaligen Goldman-Manager traut er allerdings: Byron Trott. Über ihn schrieb der Börsenaltmeister: „Er versteht Berkshire viel besser als alle Investmentbanker, mit denen wir gesprochen haben – es schmerzt zu sagen – er ist seine Gebühren wert.“

Der Zinseszins ist ein weiterer Baustein für ein bequemes Ruhestandspolster. Die meisten Anleger verstehen den Hebeleffekt nicht. Unser Gehirn versteht lineare Zuwächse, aber kann sich nicht den Zinseszins ausmalen.

Aufgrund des Zinseszinses hat Buffett mehrere Investments gemacht, die um mehr als das 500-fache gestiegen sind. Etwa der Direkt-Versicherer Geico.

Der Zinseszins funktioniert am besten mit Qualitätsaktien zu fairen Preisen. Anschließend sollten Sie Dekaden warten können.

Wichtig ist, dass Sie nicht zu teuer einsteigen. Denn das raubt Ihnen künftige Renditechancen.

Der Zinseszins funktioniert übrigens auch mit Immobilien: Gute Lage! Günstig einsteigen! Gut managen! Dekaden abwarten! Und schon kann sich das auszahlen. Wobei Aktien im langen Schnitt besser abschneiden.

Auf den folgenden Fotos sehen Sie ein Grundstück und ein mehrgeschossiges Mietobjekt in New York. In den 1970er Jahren konnten Sie Immobilien für wenig Geld kaufen. Das Grundstück in Manhattan kostete 1971 ganze 5.100 Dollar. Auf dem zweiten Foto sehen Sie ein fünfgeschossiges Gebäude, dessen Wert mit 29.000 Dollar 1971 taxiert wurde. Heute ist das Objekt bestimmt mehrere Millionen wert.

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Ein Grundstück in Manhattan. 1971 konnten Sie das für 5.100 Dollar kaufen. Heute ist es sicherlich ein Juwel. Dank des Zinseszinses.

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Das Gebäude mit einer Wäscherei hatte 1971 einen Wert von 29.000 Dollar. Heute ist es dank des Zinseszinses mehrere Millionen Dollar wert.
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Wie dieses Dokument zeigt, hatte das obige fünfgeschossige Mietgebäude mit einer Wäscherei im Erdgeschiss 1971 einen Gesamtwert von 29.000 Dollar. Heute ist das Objekt sicherlich mehrere Millionen Dollar wert.

Ich habe es schon mal mit dem Trading versucht. Es funktioniert einfach nicht. Die meisten Menschen fallen damit auf die Nase. Es mag vereinzelt Trader geben, die einen guten Schnitt machen. Aber seien Sie gewarnt: Es geht meist schief. Ich schätze, dass über 90 Prozent scheitern. Aus diesem Grund rate ich vom Trading ab. Haben Sie einfach Geduld. Verdienen Sie lieber langsam Ihre Rendite. Besser langsam, als gar nicht.

Jason Zweig, einer der besten Journalisten, die ich kenne, umschreibt es so:

Grob übersetzt heißt das:

“Geduld ist eine Tugend. Tugenden machen keinen Spass. Bringen Sie sich Geduld bei. Dann brauchen Sie sich nie mehr Sorgen um viel Konkurrenz zu machen.”

Schließlich sollten Sie ausreichend diversifizieren. Wenn Sie all das beachten, werden Sie besser als die meisten Börsianer abschneiden.

PS: Ich schreibe eine Value-Investing-Kolumne im „aktien“-Magazin. Eine kostenlose Probeausgabe können Sie hier anfordern: http://www.traderfox.de/aktienmagazin

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Santiago
6 Jahre zuvor

Sehr schöner Artikel mit Dingen, die man nicht oft genug sagen kann.

Besonders den Punkt mit dem weniger ins Depot gucken, kann ich sehr gut unterstreichen. Mittlerweile schaue ich 2mal ins Depot pro Jahr. Meistens, wenn ich einen Nachkauf tätige so wie letzte Woche.

Dieses ständige ins Depot schauen, ist doch eine Kontrollillusion.

Ein schöner Artikel von Ken Fisher aus der FT zur aktuellen Marktlage:
Timing this market is a fool’s errand

6 Jahre zuvor

@Santiago,

manch einer (ver)kauft eben jeden Monat 2 oder 3x oder mehr was. Dann bleibt man mit dem Depot vertrauter.

Der Blick ins Depot ist für mich genauso selbstverständlich wie aufs Girokonto. Da will ich auch wissen was Sache ist.

Aber Jede(r) wird ja selber wissen, was für ihn/sie richtig ist.

MS

Santiago
6 Jahre zuvor

@Matthias Schneider

Ganz ehrlich. Ich habe früher sehr oft, mehrmals täglich ins Depot geschaut. Dadurch habe ich wirklich meist verschlimmbessert. Zu früh verkauft oder wild hin und her etc.

Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass ich absolut nichts weiss in Bezug auf die künftige Entwicklung der Börsen. Das musste ich lernen. Seitdem handele ich kaum noch. Bin auch nicht mehr in der Depotaufbauphase. Ein bisschen gucke ich auf die Sainsonalität, weil der Spätsommer ja doch oftmals schwächer ist. Ich habe meine relativ feste Investitionsquote und überlasse den Rest Mr.Market.

Ich gucke dann nur nach dem Rechten, um anzupassen oder wie gesagt, wenn dann doch mal neues Geld da ist, nachzukaufen. So wie letzte Woche. Mehr nicht. Den Rest meiner Zeit verbringe ich mit anderen Dingen des Lebens.

Für den einen mag das naiv ein, weil man doch nachgucken muss, mich persönlich entspannt das ungemein. Wenn Du willst, dann kann man sagen, dass ich im Reinen bin mit meinem Depot.

6 Jahre zuvor

Santiago:

Ich gucke dann nur nach dem Rechten, um anzupassen oder wie gesagt, wenn dann doch mal neues Geld da ist, nachzukaufen. So wie letzte Woche. Mehr nicht. Den Rest meiner Zeit verbringe ich mit anderen Dingen des Lebens.

Für den einen mag das naiv ein, weil man doch nachgucken muss, mich persönlich entspannt das ungemein. Wenn Du willst, dann kann man sagen, dass ich im Reinen bin mit meinem Depot.

Hallo Santiago,

das sehe ich genauso. Ich schaue zwar ebenfalls häufiger ins Depot, genieße jedoch auch die Phasen, in denen das seltener vorkommt, denn die Dividenden treffen trotzdem weiterhin ein.

Viele ETF-Verfechter denken ja, diese passive Art des Investierens ließe sich nur mit Indexfonds darstellen. Ich bin dagegen davon überzeugt, dass dies auch mit einer kleineren Sammlung von Einzelwerten möglich ist.

Viele Grüße,

Marco

Santiago
6 Jahre zuvor

Hallo Marco,

genau so sieht es aus. ETFs oder Einzwelwerte sind da ja nur Mittel zum Zweck und ich kann mit beiden gleich gute/schlechte Dinge machen. Die Vor-/Nachteile muss jeder für sich individuell abwägen, wobei mich mancherorts die fast schon dogmatische “entweder oder”-Haltung erstaunt.

Bei mir ist weniger mehr, wenn es um den Blick ins Depot geht. Anekdotisch kann ich also die o.g. Studie bestätigen – ich würde (und habe in der Vergangenheit) deutlich mehr gehandelt als ich öfter reingeschaut habe. Wäre ich in der Aufbauphase würde ich mir stur ein System und eine Frequenz überlegen, in der ich regelmässige Kaufen würde (z.B. jedes Quartal).

Ein Augenöffner war für mich übrigens auch ein Artikel von Dobelli zum Thema News. Sinngemäss sagte er, dass News sowas wie Zucker für unser Gehirn sind. Zuviel des Guten oder gar eine Abhängigkeit davon ist schädlich. Eine gute Überprüfung der These ist für mich, wie lange man es ohne Internet oder Nachrichten aushält ohne hibbelig zu werden.

Witzigerweise ging es mir heute morgen fast so. Ich habe immer noch einen kostenfreien Newsletter eines kritischen Finanzjournalisten abboniert. Ich mag seine unorthodoxe Sicht auf die Dinge. Heute morgen dann schrieb er von anhaltend negativen Faktoren für die Börsen und dass man doch als Anleger einen langlaufenden Put kaufen sollte. Ich habe kurz drüber nachgedacht und dann laut über mich selber gelacht, dass ich mich von dem Kram immer noch beeinflussen lasse.

Beste Grüsse & schönen Sonntag

Santiago

Schwarzer Kater
6 Jahre zuvor

Die Anmeldefunktion hängt irgendwie…@Tim kann man da was machen?

Falls noch nicht gesehen, ein schönes Interview mit Gottfried Heller im Handelsblatt. Vorsicht, ist ein wenig Boullevard (der Himmel zieht zu…).

Interessant, dass wohl Kostolany himself kein “Buy & Holder” war. Das mit der Schlaftablette war wohl laut Heller anders gemeint.

Und seine Empfehlung: Global Sel Div + MidCap + MDAX je zu 1/3. Ich weiss nicht. Wie seht Ihr das?

@Santiago

Klingt sehr vernünftig und entspannt!

6 Jahre zuvor

Ich schaue schon häufig in mein Depot, weniger um die Kurse zu “kontrollieren”, sondern um meine Dividendenabrechnungen zu checken. Ich freu mich immer, wenn wieder ein paar Euro reinkommen und ich den nächsten Nachkauf planen bzw. tätigen kann.

6 Jahre zuvor

Ja, kauft nur. Die Distributionsphase ist längst eingeleutet, aber wenn man das ignorieren mag, bitte sehr.

In der kommenden Woche gibts schon mal einen Vorgeschmack.

Erstes Ziel, wie gesagt ==> Dax 8.700

Der aktuelle Verlauf deutet aber eher auf ==> Dax 8.300 als Anlaufpunkt.

Allen viel Spass beim Verbilligen!

SkyHH
6 Jahre zuvor

Also willst du damit ausdrücken, das man noch warten sollte für einen Nachkauf?

Vali
6 Jahre zuvor

@SkyHH , damit will er ausdrücken, dass er noch nie Buy&Hold konnte und es auch nicht begreift!

Die Frage ist, ob er uns auch schon den turnaround tuesday glaskugeln kann, ober ob er immer noch an den 17. Oktober festhält, wo der Dax bei 7000-5000 stehen soll…

Und der Dow?

@Schwarzer Kater, danke für den Link! Solche Männer mag ich – klar, positiv und mit beiden Beinen auf dem Boden!

@Tim, danke, super Artikel! Ich poste bis ca. 15.00 Uhr mit unregistriert, da du noch schläfst;-)?. Liegt es daran, dass es so eine Zeitverschiebung gibt? Erst dann mache ich manchmal registrierte Posts, die du ja erst freischalten musst, oder? Habe sonst keine Probleme soweit  festgestellt…

 

6 Jahre zuvor

@Alexander,

mir gefällt auch die Lektüre der Dividenden-Ankündigungen. Keine Woche ohne was Neues. Außerdem stehen immer wieder Kapitalmaßnahmen an, die einer Entscheidung bedürfen. Also ob man Aktien oder Cash will usw. Schon deswegen “muss” man dauernd rein schauen.

Alexander, Dein Depot würde sich ideal für Aktienverleih eignen. Bei meinem Lynxbroker wird das gerade per eMail beworben, und ich bin geneigt, das zu machen. Allerdings habe ich zu wenig geeignete Werte, denke ich. Aber da muss ich nochmal schauen. Das ist der Nachteil meiner Fonds und “Exoten”. Die anvisierte Sasol wäre da wahrscheinlich auch wieder nix. Beim Christian vom stock-blog habe ich jetzt diese Sonoco gesehen. Die gefällt mir auch prima. Wird auch in meinem Depot landen, früher oder später. Wenn sie noch auf 35 zurück kommt, dann wären zumindest 4% drin, was mir für den Wert reichen würde.

Es ist natürlich klar, dass man mit dem Aktien-Verleih Shortseller beliefert. Aber die Zusatzeinnahmen sind schon verlockend.

Programm zur Steigerung der Aktienrendite (Stock Yield Enhancement Program)

MS

 

Schwarzer Kater
6 Jahre zuvor

@willihope

Liest Du noch mit oder bist Du im Umzugsstress?

Porsche heute Dank VW 12% im Minus. Falls Du noch Interesse hast, bekommst Du die heute im Sonderangebot.

Patently Absurd
6 Jahre zuvor

Bei Porsche erhält man inzwischen eine Dividendenrendite von fast 4 %. KGV (3 Jahre) liegt bei 3,5. Bin leider zur Zeit voll investiert, andernfalls würde ich da eventuell zugreifen.

Keine Ahnung, warum der Holding-Abschlag  so hoch ist. Ich komme auf 25 % gegenüber den VW Vorzugsaktien. Jedoch ist Porsche im Prinzip eine “unechte” Holding, da die größte Position (VW-Stammaktie) fast 100 % Anteil ausmacht.

Wenn ich zwischen Porsche VZ und VW VZ zu wählen hätte, würde ich meinen Favoriten kennen…

Schwarzer Kater
6 Jahre zuvor

@Patently Absurd

20% Abschlag heute ist schon eine Hausnummer. Die sind jetzt knapp 50% unter Jahreshoch. Auch wenn es ein Zykliker ist, kann man da als Langfristanleger durchaus drüber nachdenken.

Ok, der maximale VW-Schaden könnte laut Presseberichten ca. 18 Mrd. sein, wobei eine Einigung weit drunter wohl realistischer ist. Aber Mr. Market tut ja gerade so als ob VW und Porsche keine Autos mehr verkaufen werden.

 

 

Anna
6 Jahre zuvor

@ Schwarzer Kater

Naja, die 18 Milliarden sind die eine Seite. Dazu kommen bestimmt noch Sammelklagen, noch schlimmer dürfte der Imageverlust sein. Eine Belastung wird es schon werden für VW.

Zurzeit haut Mr. Market ja ziemlich zu: Siehe Deutz, heute ElringKlinger.

6 Jahre zuvor

der CRASH ist echt lustig, da muss ich immer schmunzeln.

 

@Matthias

Das mit den Aktien verleihen spukt mir immer wieder im Hinterkopf herum, allerdings habe ich mich noch nie ausführlich damit auseinander gesetzt, wo die Risiken liegen etc. Muss ich mich mal einlesen.

SkyHH
6 Jahre zuvor

Davon habe ich auch schon gehört. Interessant ist es schon, aber Risikolos?

Verliert man evtl. seine Aktien im Depot?

 

Mal abgesehen davon, muss man ja auch genug EK haben!

 

Ein anderer Blog betreibt das wohl schon richtig erfolgreich:

http://finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/dividenden-depot-pramie/

6 Jahre zuvor

@Alexander, @SkyHH,

ich habe vorhin per Mail mal eine Anfrage abgeschickt, ob es sich mit den Dividenden so verhält wie ich es verstehe. Man bleibt berechtigt, auch wenn die Aktie verliehen ist. Bzw. man erhält vom Counterpart (in dem Fall IB) eine Ausgleichszahlung anstelle der Dividende. Bei US-Bürgern gäbe es die Komplikation, dass bei dieser “anstelle-Zahlung” wohl der normale Einkommenssteuersatz anfallen würde, weil keine reguläre  Dividende gezahlt wird. Für mich sollte sich steuerlich aber nichts ändern. Es würde die (reduzierte) Quellensteuer von 15% wie gehabt einbehalten werden. Das klingt alles prima.

“When you lend your Fully-Paid Securities, you are entitled to receive the amount of all dividends and distributions made on or in respect of the loaned securities. However, you may receive cash payments “in lieu of” dividends. If you are a U.S. taxpayer, cash payments in lieu of dividends are not the same as qualified dividends for tax purposes and are taxed as normal ordinary income (up to 39.6%) instead of the preferential qualified dividend rate of 20% (U.S. federal income tax rates quoted here are for 2014 and are subject to change). If you are not a U.S. taxpayer, IB may be required to withhold tax on payments in lieu of dividends and loan fees to you at 30% unless an exception applies.”

Man bekommt als Sicherheit 102% in bar gut geschrieben für die Zeit der Leihe., die über Nacht immer neu berechnet wird. Diese Netto-Verleih-Einnahme soll bei mir die Marginkosten übertreffen, sodass ich mehr Zinsen für das Verleihen einnehme, als ich für die Kreditzinsen meiner Minusposition USD zahlen muss.

Schaun mer mal. Wenn es ist wie vermutet, dann schalte ich das heute frei. Lynx (IB) macht es einem da wirklich einfach.

MS

 

SkyHH
6 Jahre zuvor

Bin dann mal gespannt auf deinen Erfahrungsbericht 🙂

Aber warum leiht man sich Aktien von kleinen Anlegern? Begründet wird es bei Lynx wegen den Leerverkäufen. Also wenn der Händler einen Leerverkauf tätigt, sind deine Aktien aus dem Depot weg und bekommst einen entsprechenden Eurobetrag eingebucht im Depot? Bei Wertverlusten würde ich doch eher negativ beim verleihen sein oder?

@Tim
Da es hier nur um US-Aktien geht, welche Erfahrung hast Du gemacht bzw. Infos gibt es von deiner Seite?

6 Jahre zuvor

@SkyHH,

der Händler leiht sich von IB aus dem Pool. Angenommen 100.000 Kleinanleger geben die Leihe frei, und ein Händler will sich von IB 10.000 MSFT zum (Leer-)Verkauf leihen, dann sammelt IB die aus den Kleindepots ein und gibt sie dem Händler. Ob die Bar-Sicherheit von IB oder dem Händler kommt weiß ich nicht. Sobald der Händler sich wieder eindeckt (mit Verlust oder Gewinn), werden die Aktien den Depots wieder eingestellt. Man sieht aber diese Aktien trotzdem im eigenen Depot, dass sie aber verliehen sind. Man kann sie trotz Leihe genauso selbst verkaufen. Dann ersetzt sie IB von woanders (anderes Kleinanlegerdepot, denke ich).

> “Bei Wertverlusten würde ich doch eher negativ beim verleihen sein oder?”

Man würde natürlich mit dem Füttern der Leerverkäufer dem Abwärtstrend Vorschub geben. Aber wenn es abwärts geht, dann tut es das eben. Dann bekommt man wenigsten paar Gebühren. Ob ich die Aktie verliehen oder unverliehen mit weniger Wert im Depot habe kommt aufs Gleiche raus. Ist weniger wert.

Beim Markos sehe ich nicht durch was da wirklich gemeint ist. Die Kommentare reden von Optionshandel. Covered Calls und Naked Puts verkaufen hat nichts mit Aktienleihe zu tun. Muss ich nochmal anschauen.

Der Rico startet gerade Artikel über den Optionshandel.

Nachtrag; wenn ich mir die Positionsverluste beim Markos ansehe, dann kann es kein Aktienverleih sein, sondern Optionshandel. z.B. hat er wohl einige Optionen verkauft, die er mit Verlust schließen musste durch Ausübung. Shit happens. Aber sowas ist Optionsgeschäft. Die Aktien nur gegen Gebühr zu verleihen ist anders.

MS

Vali
6 Jahre zuvor

@Matthias, ich finde das auch sehr spannend mit dem Aktienverleih!  Das geht wohl nur bei einem richtigen Broker wie Lynx. Die haben keine Abgeltungssteuer? Wie wird das dann verrechnet?

Ich könnte ja theoretisch mit einem Depot umziehen… Ich bin auch nur bei der DAB und DKB. Das DKB-Depot könnte ich gern verliehen…

Und wie ist das eigentlich mit den Kapitalmaßnahmen? Hast du dich schon mal mit Aktien “auszahlen” lassen? Ist da nicht zu viel Gebühr? Z.B. BP fragen mich immer, da würde ich gern die Aktien nehmen, aber meine Dividende entspricht aktuell evtl. 8-10 Aktien… Bei der DKB ist 10 Euro die Gebühr, die würden sie ja berechnen… das wäre sehr dooof…

Wie machst du das? In der jeweiligen Währung nur? Gebühren? Bei Lynx?

6 Jahre zuvor

@Valueria,

keine Ahnung wie das bei anderen Brokern ist. Ich bin nur durch die eMail drauf gestoßen, dass es bei Lynx so geht. Kenne das zwar prinzipiell schon, habe mich vorher aber nicht drum bemüht.

Depot kann man ab 5.000 eröffnen, aber die 50.000 braucht man für das Verleihprogramm.

Die Wahldividende Cash oder Aktien sollte eigentlich immer kostenlos sein. Auch bei Flatex habe ich meines Wissens da keine Gebühr gezahlt, was ich aber nicht beschwören will.

Bei Flatex bin ich einmal in die Gebührenfalle getappt. Man hat dann ein PDF im Postfach und kann ausgefüllt mit dem Entscheid zurück faxen oder mailen. Das habe ich mal gemacht, weil ich nicht wusste, dass die Wahl auch online zu erledigen ging.
Für das rückgesendete Formular wurden mir dann auch solch hohe Gebühren berechnet, online war kostenlos.
Da gab es ja einige Wahldividenden bei Telekom, E.ON, und irgendwas noch. Das war online immer kostenlos bei Flatex.

Bei Lynx sieht man dann auch eine Nachricht, dass eine Wahl getroffen werden soll. Wenn man nichts macht wird die Voreinstellung gemacht. Die Aktien-Dividenden werden immer kostenlos eingebucht, der unrunde Cash-Rest der Dividende als Cash. Die Quellensteuer wird auf den gesamten Dividendenbetrag abgezogen, denk ich.

MS

Stefan
6 Jahre zuvor

Habe gestern mal bei 46,5 bei Porsche zugelangt. Kurzfristige  Wette auf eine Gegenbewegung.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es spätestens ab Oktober wieder kräftig steigt. Versuche deshalb ein paar günstige Werte zu finden. Bei SAP habe ich ebenfalls nachgekauft.

Vali
6 Jahre zuvor

@Matthias, danke! Wenn du magst, kannst du gern deine Erfahrungen mit uns hier teilen 🙂

Ich mache momentan wenig mit dem Depot, aber diese Optionen reizen mich. Vielleicht mache ich aber bei Lynx was neues auf nächstes Jahr…
Und bei den Divis, probiere ich es aus, mal was in Aktien ausbezahlt zu bekommen, damit ich einfach einmal;-) weiß wie es geht.

@Tim, dachte ich mir schon 😉

@Stefan, finde ich gut! Viel Glück! Ich finde auch, dass das gestern bei VW eine brutale Überreaktion war, alles wird schwarz und schwärzer ausgemalt, dabei gibt es Firmen, die viel mehr Dreck im Gepäck haben… die amerikanischen Autos sind ja so umweltfreundlich…!!!

6 Jahre zuvor

@Valueria,

ja klar. Bin selber gespannt. Ich habe jetzt mal dieses Verleihprogramm aktiviert. Mal sehen, ob da was passiert. Die schrieben mir, dass es schon so ist wie gedacht. Wenn eine Aktie über den Ex-Div. Termin verliehen ist, dann bekommt man eine Ausgleichszahlung statt der Dividende. Nur zur Besteuerung haben sie sich nicht geäußert, wegen unerlaubter Steuerberatung. Da müsste man einfach abwarten was passiert. Wahrscheinlich finden die bei mir gar nix brauchbares. 😉 Weiß auch nicht, ob man eine Nachricht bekommt wenn was verliehen wurde, oder ob man nachschauen muss.

Mit den Optionen muss man schon verstehen was man macht. Ich habe da auch noch Lernbedarf. Ich fange da mal ganz vorsichtig mit sehr überschaubarem Risiko an.

Erklärung findet man hier beispielsweise.

So, jetzt ist erstmal Betriebsversammlung. Zeit für ein Schläfchen. 😉

MS

6 Jahre zuvor

@Vali

Viel Erfolg heute am “Turnaround Tuesday”. Doch ab Dax 5.000 ist Buy & Hold ganz prima.

==> 17th October 2015 <==

http://www.zeit.de/2015/19/martin-armstrong-wall-street-film

Vali
6 Jahre zuvor

@CRASH, ja heute sieht es wieder nach Einkaufskursen aus. VW stürzt weiter ab und zieht den Dax runter… Meine Lieblingsaktien gibt es aber noch nicht billig genug… Am 17.10. bin ich leider auch nicht da, werde den Crash vielleicht verpassen, ist ja noch ein Samstag dazu… Tja, Pech 😉 Dann muss ich wohl weiter “nur” die Dividenden kassieren… wegen dieser Buy&Hold-Macke… tztztz ;-P

@Matthias, danke!

6 Jahre zuvor

@Vali

Das macht nichts. Du kannst ja zum Trost ein wenig Dein Bildchen von Warren Buffett streicheln. Oder hast Du Dir gleich die Puppe von ihm bestellt? http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/01132/arts-graphics-2008_1132277a.jpg

Dabei immer wieder schön das auswendig gelernte aufsagen: “Aktien steigen immer weiter”, “Es gibt ewiges Wachstum”, “Dividenden sind die neuen Zinsen”, “Aktien sind alternativlos”, “Das ist nur eine kleine Delle”…

Bulls make money, bears make money…buy & holders get slaughtered.

Vali
6 Jahre zuvor

“Der reiche Vater sagte: Verlierer sind Leute, die meinen dass verlieren schlecht ist. Die Verlierer können es sich nicht leisten zu verlieren und oft meiden sie dies zu jedem Preis. Viele Verlierer vertrauen nur auf Sicherheit … wie ein sicherer Arbeitsplatz, regelmäßiges Einkommen, garantierte Rente und Zinsen auf ihrem Sparbuch/Bankkonto. Die Verlierer verlieren weiter, und die Gewinner verdienen weiter, nur weil die Gewinner wissen, dass der Verlust ein Teil des Sieges ist.”

Aus dem Buch “Retire Young Retire Rich – How to Get Rich Quickly and Stay Rich Forever” von Robert. T Kiyosaki – das habe ich mir bestellt CRASH 😉

 

 

 

 

6 Jahre zuvor

Draghi unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Euro-Reich komme, Dein Wille geschehe,

wie im EZB-Himmel so auf Erden,

unsere tägliche Liquidität gib uns heute,

Wo ist der Mario, wenn man ihn mal braucht?

6 Jahre zuvor

Heute stehen verdammt viele verunsicherte da und erkennen, dass man sie hinters Licht geführt hat. Der DAX rutscht, statt wie noch im März/April von den üblichen „Experten“ aggressiv propagiert, immer weiter zu steigen.

Das Depot ist voll, die Verluste stellen sich ein, die Perspektiven sind von Ängsten bestimmt, nicht von Goldgräberstimmung.

Aber zum Glück gibts ja den Turnaround Tuesdaaaaaaaaaaa….

 

ZEN Investor
6 Jahre zuvor

Guten Tag

also VW wird doch jetzt so richtig zum kauf.

Abgestürzt von 160 auf knapp über 100 Euro. Also rund 35% Verlust innert 1 Woche.

Buchwert über 200 Euro. Kein Verlustjahr die letzten 7 Jahre, Return on Assets meist 2-4%.

Das ist wie damals vor 50 Jahren (als wir noch jung waren) beim Salat-Öl-Skandal von American Express. Man muss genau jetzt zuschlagen. Jetzt kann man mal richtiges Value-Investing betreiben.

Eckdaten zu VW:

Jahreshoch 2015: 246
Kurs vor 1 Woche: 168
Heutiger Kurs: 114,36
Buchwert pro Aktie: 201,70
Return on Assets (Median 7 Jahre): 3,21
Return on Assets (Bereich 7 Jahre): 0,56-6,80%
Gewinn pro Aktie (Median 7 Jahre): 18,63
KGV (Gewinn Median 7 Jahre): 6,14
KBV: 0,57

Also ich denke, da sollte man zuschlagen.
Alle Angaben von morningstar.com.

Also ich bin begeistert! So ein tiefes, langjähriges KGV! Eine profitable Firma mit 43% unter dem Buchwert!

Meiner Strategie widerspricht es ein bisschen, weil: Ich setze auf ein Return on Assets von 5% (7-Jahres-Median).

Aber eigentlich ist VW ein super Investment, wie man es nicht all zu oft findet.

 

SkyHH
6 Jahre zuvor

Der Kurs wird denke ich noch ein wenig runtergehen. Die News, negative natürlich, überschlagen sich ja gerade. Ich würde noch warten, wenn ich Geld investieren würde.

Markus
6 Jahre zuvor

@ZenInvestor

Geht es bei Value-Investing nicht auch um Vertrauen in das Management?

Stefan
6 Jahre zuvor

Uiuiui, das kracht ja heftig. Wie geht ihr vor? Kauft ihr schon nach oder wartet ihr noch? Möchte mein Pulver nicht zu früh verschießen.

will aber auch nicht wieder tatenlos zusehen wie alles wieder steigt.

Anna
6 Jahre zuvor

@ Stefan

Suche Dir paar Werte und beobachte gut. Ich glaube, es geht noch tiefer. Im Herbst 2008 habe ich einiges eingekauft und später ging es weiter bergab (das Trostpflaster war damals das Ende der Steuerfreiheit zum 31.12.08). Nur nicht nervös werden.

6 Jahre zuvor

@Stefan,

VW liefert dem deutschen Michel gerade mal wieder den Beweis, dass Börse eben doch Kasino ist, reines Glücksspiel, da man nie wie wissen kann was die treiben. Und in der Tat ist der (Klein-)Aktionär ja nur ein lästiges Übel für das Management. Man macht sich Sorgen um das Wohlergehen des Winterkorn, nicht des geschädigten Aktionärs.

Hämisch wird der deutsche Gutbürger dem Börsianer mal wieder seine Verluste gönnen, weil Gier eben bestraft gehört. Jeder Bausparer wird sich wieder mit einem süffisanten “Das war doch klar” im Sessel zurück lehnen.

Mir ist es insoweit recht, da meine schlimmste Befürchtung ist, dass die Börse zu jedermanns Liebling würde. Woher sollten dann noch Käufer kommen? Jetzt ist erstmal wieder genug Schaden angerichtet, um die Deutschen in Scharen aus Aktien zu treiben, bzw. bestätigt fern zu halten.

Also ich selbst mache nichts anders als immer. Sobald ich etwas Kohle angesammelt habe, wird etwas nach Gusto gekauft, wobei ich nie in die Verlegenheit komme, dass mir da nichts einfallen würde. Man braucht ja nur im Internet etwas quer zu lesen, schon hat man wieder jede Menge Werte, die man kaufen könnte. Gestern ist mir z.B. noch WDR (Waddell & Reed Financial, Inc.) begegnet. Ist jetzt kein sofortiges “must have”, dass ich auf Pump kaufen müsste, bleibt aber auf der Wunschliste. Scheint ein solider, traditioneller Vermögensverwalter zu sein. Und so finden sich immer Werte, die ich sofort kaufen würde, wenn Geld da wäre.

MS

Markus
6 Jahre zuvor

@Matthias

Sorgen um das Wohlergehen von Herrn Winterkorn? 😉

Ist eher unwahrscheinlich.

Am Freitag hätte eine ad hoc Meldung rausgehen müssen.

Dann soll ein detailverliebter Ingenieur und weltweiter Entwicklungschef nichts von manipulierten Abgaswerten zuerst nur auf dem amerikanischen Markt (500.000 Autos) und dann einen Tag später urplötzlich bei 11 Mio. Autos weltweit gewusst haben…

Ein Schelm wer auch noch bei dem Zeitpunkt der Veröffentlichung eine andere Intrige wittert….

Aber es ist ja nicht nur VW… andere Praktiken in z. B. der Pharma-Branche werden doch auch mit Lobbyismus schön unter das Volk gebracht, bis mal wieder eine neue Sau durch`s Land getrieben wird, die nicht mehr vertuschbar ist.

Die Aufregung und Empörung ist dann auch wieder so eine grottige Inszenierung…

Markus
6 Jahre zuvor

Das Urteil über Winterkorn ist eigentlich in den Medien schon gefällt…

Ob was besseres bei dem Aufsichtsrat und der Vetterleswirtschaft nachkommt???

6 Jahre zuvor

Der arme Kerl (Winterkorn) wird sich wahrscheinlich mit einer 8-stelligen Abfindung völlig nutzlos im vorläufigen Ruhestand langweilen müssen. Andere wollen auch noch an die Tröge.

MS

6 Jahre zuvor

Und schaut Euch bitte mal die Insider-Verkäufe am Freitag bei VW und Porsche an. Sicher alles nur Zufall.

Unter anderem:
Ing. Hans-Peter Porsche / Verkauf / Stückzahl: 5268 / Kurs/Preis: 63,5218

Vali
6 Jahre zuvor

Mir tut es leid, wenn so eine gute Firma einen solchen Imageschaden abbekommt und andere mitzieht. Jeder 7. Arbeitsplatz in Deutschland ist von der Autoindustrie abhängig. Ich glaube, keiner möchte, dass VW zu Lehman Brothers wird.

Deutsche Autowerte gehören  nicht unbedingt zu meiner Anlagestrategie, aber  ich beobachte sie trotzdem jetzt genauer…

@Matthias, du hast so recht! Börse ist einfach nichts für Weicheier 😉

@Markus, ja finde ich auch! Viele Firmen bauen so viel Mist, es gibt auch viel schlimmere Praktiken, die Leben kosten. Die Frage ist, wann und ob es ans Tageslicht kommt…

VW hat mit Absicht betrogen und es wird auch so aufgefasst… Eine BP-deepwater horizon hatte viel schlimmere Ausmaße, aber es war ja nicht vorsätzlich…

Das Dilemma aller Firmen ist doch, zwischen Kunden, Aktionären, Lobbyisten, Staat (wie Umweltbehörde) und Gewinn das richtige Produkt zu liefern. Alle zufriedenzustellen, ist einfach schwierig. Viele haben sich das umweltfreundliche Dieselauto gewünscht, müssen jetzt doch auf Elektroauto umsteigen, aber wer macht das…

Stefan
6 Jahre zuvor

Da sieht man, dass der ZEN Investor eben keine Ahnung hat. Wer Investor in seinem Namen hat sollte investieren und nicht zocken. Bleib lieber bei deinen Patienten…jemand wie du hätte wohl auch Eon nach Fukushima gekauft…VW wird ein Fass ohne Boden werden. Die jetzt zu kaufen wäre wie in der Spielbank auf schwarz zu setzen. Kann natürlich gut gehen mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 50%. Hat aber mit investieren nichts zu tun.

Was machen eigentlich schon wieder diese komischen Sozen hier? Ich glaube es wird Zeit für ein geschlossenes Forum 😉

@ Markus

die Pharmabranche ist mindestens so verbrecherisch unterwegs. Da werden z.B. Aids Medikamente aus Afrika umetikettiert um sie dann zum tausendfachen Preis in Europa zu verkaufen… Nestlé nimmt den armen Leuten in Südamerika und Afrika das Wasser weg, füllt es in Flaschen und verkauft es denen dann wieder…

Moralapostel
6 Jahre zuvor

Schau einer an. Bei einem Automobilkonzern entdecken einige dann doch die Moral. Es gab ja sogar eine Sondersendung in der ARD zu VW.

Gabs die auch schonmal zu dem ganzen Rotz, den uns die Nahrungsmittelkonzerne vorsätzlich (!) unterjubeln? Die ganzen Chemieunfälle von BASF, Bayer und Co. sind ja sicherlich auch nicht der Rede wert.

VW kann wunderbar herhalten um von der desolaten Flüchtlingspolitik dieses Landes abzulenken. Es gibt ja leider keine WM. Na ja, die Reichen und Schönen haben ja wenigstens ihre Wiesn.

Winterkorn und Co. haben ihre Schäfchen längst im Trockenen. Wer entschädigt, den deutschen Anleger, der doch in Aktien investieren soll?

Blanker Hohn, wenn ich hier die Aussagen von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart lese: „Tagsüber schuften sie bei Daimler oder BMW, abends können sie aber die Aktien dieser Konzerne nicht schnell genug verkaufen.“

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/finanzmarktforum-investment-live-wir-investieren-wie-in-der-steinzeit/12352502.html

Ja, das ist sehr realitätsnah, Herr Steingart.

Markus
6 Jahre zuvor

@Vali

Ich habe dunkel was in Erinnerung dass BP gewaltig an der Sicherheit gespart und geschlampt hat…

aber bei all den beherrschenden Medienthemen (diverse Tier-Grippen, diverse Lebensmittelskandale, diverse humanitäre Katastrophen usw.) ist auf eines Verlass: Die Mehrheit und die Berichterstattung verliert nach ein paar Monaten oder Jahren so gut wie immer das Interesse daran und die Skandale sind so gut wie vergessen.

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit übersteht VW den Skandal aus mehreren und vielschichtigen Gründen.

Auch mit der Moral ist es so eine Geschichte und wenn man viel auf andere zeigt, zeigen doch mehr Finger in die eigene Richtung…

 

6 Jahre zuvor

Keine Sorge. Heute ist Turnaround-Wednesday. Und wenn das nicht klappt, dann kommt bestimmt der Turnaround-Thursday, Turnaround-Friday…

Aber es gibt Hoffnung. Herr Draghi spricht heute Nachmittag in Brüssel. Das dürfte doch für einen nachhaltigen Anstieg, wenn nicht gleich den Start der Jahresendrallye sorgen.

Das ganze Crash-Gefasel ist natürlich Quatsch. Aktien können nur steigen. Buy and Hold ist das einzige Wahre.

Markus
6 Jahre zuvor

@Crash

Wann genau scheppert es denn und in welcher Höhe nochmal?

Nur mal um deine heimliche Untergangssehnsucht auf zuverlässige Prognosefähigkeit zu überprüfen.

So ein Unterbewusstsein manipuliert Deine Erfolgsaussichten um es mal astrologisch zu formulieren. 😉

6 Jahre zuvor

@Markus

Das habe ich hier bereits mehrfach geschrieben. Ich erwarte in den aktuellen Phase einen Rücklauf bis mindestens auf die 8.300 Punkte bis zum nächsten Frühjahr. Das schrieb ich bereits als hier schon einige wieder sabbernd von die 11.000 oder 12.000 träumten.

Auch wenn es jetzt Dank Draghi oder VW-Tradern kurz wieder über 10.000 zuckt, erwarte ich mindestens das Oktober-Tief. Da ging es nur wegen Draghi (QE Ankündigung) nicht tiefer.

Mr. Armstrong geht ja von einem noch größeren Crash um den 17.10. aus.

Jetzt kannst Du ja gerne mit Deinem sauer verdienten Geld dagegen halten. Und immer hübsch nachkaufen.

Die Börsen sind gerade angeschlagen und gefährlich. Die FED hat nicht die gewünschte Sicherheit geliefert. Vielleicht gelingt es der EZB, die ja schon über Praet und Draghi von QE2 faselt.

Trotzdem, das ist bestenfalls ein abwärtsgerichteter Sägezahnmarkt und nichts für Buy + Hold.

Wer am legendären Tag der Aktie eingestiegen ist, war heute bereits 3000 Punkte im Minus.

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