Aktiensparen: In welchem Intervall ist es am besten?

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Wenn ich als mit Leuten spreche, sagen sie, sie wollen dies und das für den Ruhestand investieren. Sie sagen stets, was sie tun wollen. Anstatt etwas zu machen, reden sie nur darüber. Es gibt ein wichtiges Ding, was diese Leute übersehen: Sie reden, reden, reden. Tun es aber nicht. Sie setzen keine Prioritäten. Ihnen fehlt die Selbstdisziplin.

Keine Ausreden mehr. Machen Sie es. Es gibt keinen Ausweg. Erfolgreiche Menschen packen Probleme an. Sie machen eine Gewohnheit daraus. Sie machen, was wichtig ist. Sie suchen nach Lösungen.

Vor vielen Jahren entschied ich mich, meine Geld-Protzerei zu beenden. Ich verpulverte mein Einkommen nämlich jeden Monat. Ich hatte Konsumkredite und eine dicke Hypothek. Freunde lachten mich aus. Sie dachten, ich würde es nicht schaffen. Ich verkaufte meinen schwarzen BMW. Zugfahren ist seitdem angesagt. Ich habe sei zehn Jahren kein Auto mehr. Ich verkloppte alle meine Designer-Möbel samt Kunst. Ich tilgte alle Schulen (bis auf zwei Hypotheken, die ich ganz schnell zurückzahle).

Ich war damals besorgt, was andere über mich wohl denken würden. Daher hatte ich so viele Statussymbole angeschafft. Anstatt zu schauen, was ich selbst über mich denke, blickte ich auf die Gedanken anderer. Ich merkte, dass es den meisten Menschen völlig egal ist, welches Auto ich fahre oder welche Kleidung ich trage.

Ich habe mein Girokonto ins Schwarze gebracht. Ich lege nun ausreichend Geld fürs Alter zurück. Ich schaue, bevor ich etwas kaufe: Brauche ich den Gegenstand wirklich? Oder ist es nur schön den Gegenstand zu besitzen. Das eine ist ein MUSS, das andere ein KANN. Ich mache alles, was ein MUSS ist und verzichte weitgehend auf KANN.

Ja, manchmal leiste ich mir Dinge, die kein MUSS sind. Aber nur wenn ich es wirklich schätze und lange genug nutzen mag.

Warum soll ich mir neue Kleidung kaufen, wenn ich die Sachen im Schrank noch gut tragen kann? Warum soll ich in ein Luxushotel gehen, wenn nebenan ein Hotel ist, das nur die Hälfte kostet und trotzdem ein vernünftiges Angebot hat. Ich gebe lieber das gesparte Geld ins Depot und lasse es wachsen.

Die meisten Europäer haben mehr Geld als jemals zuvor zur Verfügung. Trotzdem sind sie griesgrämig und unzufrieden. Es liegt wohl am übertriebenen Konsum. An der Fernsehkiste. An der Werbung. Die konsumorientierte Mittelschicht gibt ihr ganzes Einkommen ständig aus, Monat für Monat. Dann beschweren sich diese Menschen, dass sie nicht vermögend sind. Was soll das? Haben die alle nix kapiert?

Es kann nie alles in Ihrem Haushalt perfekt sein. Das sollten Sie akzeptieren. Stetig kommt ein neues Smartphone auf den Markt. Der Nachbar kann ein neueres, größeres, prächtigeres Haus bauen.

Wer clever ist, kauft eine Wohnung, die nur im Kern grundsolide ist und renoviert den Rest selbst. Ein schmutziges Bad, eine dreckige Küche schreckt viele Menschen vom Kauf zurück. Dabei ist so etwas zügig sauber gemacht bzw. renoviert.

Eine Wohnung/ein Haus wird erst perfekt mit den Menschen, die darin wohnen. Der Rest ist eigentlich egal. Das gleiche gilt für ein Auto. Der Kaufpreis und die PS sind wirklich egal.

Wenn es zum Investieren kommt, wie gehen Sie am besten vor? Ich investiere einmal im Jahr. Immer im April. Es ist nicht perfekt. Besser wäre es stur jeden Monat zu sparen. Etwa in einen Indexfonds oder ETF. Jedes Mal, wenn ich Geld übrig habe, sollte ich es eigentlich sofort an der Börse anlegen. Das wäre ratsam. Ich mache das aber im April. Warum? Aus Bequemlichkeit.

Ich versuche die Börse nicht zu timen. Ich weiß: Der Versuch, die Börse perfekt zu timen, geht meist schief.

Ich kaufe am liebesten Berkshire-Hathaway-Aktien. Ich beobachte die Aktie von Warren Buffett schon lange. Ich kann Ihnen nur sagen: Der Kurs geht immer höher. Sie brauchen nur Geduld.

Der Discountbroker Charles Schwab hat zum Timing eine Studie erstellt. Untersucht wurden fünf Personen über einen Zeitraum von 20 Jahren:

  1. Peter Perfect. Er hat stets perfekt die Börse am Tiefpunkt erwischt, wenn er die 2.000 Dollar jährlich investierte.
  2. Ashley Action. Sie hat sofort das Geld investiert, sobald es verfügbar war und hat gar nicht versucht, die Börse zu timen.
  3. Mathey Monthly. Er hat jeden Monat stur sein Geld angelegt. Also 2.000 Dollar aufgeteilt über zwölf Monate.
  4. Rosie Rotten. Sie lag immer falsch mit dem Timing. Sie investierte jedes Jahr die 2.000 Dollar auf dem Hochpunkt.
  5. Larry Linger. Er legte sein Geld in Staatsanleihen an. Er rührte keine Aktien an.

Am besten schnitt Peter Perfect ab, der die Börse exakt auf dem Tiefpunkt erwischte. Er häufte in den 20 Jahren ein Vermögen von rund 87.000 Dollar an. Es ist natürlich eine Illusion, dass Sie exakt jedes Jahr zum Tiefpunkt einsteigen werden. Insofern vergessen Sie dieses theoretische Beispiel. An zweiter Stelle folgte derjenige, der sofort seine Ersparnisse in Aktien investierte – egal, was die Börse gerade machte. Eben immer wenn er gerade flüssig war. An dritter Stelle rangierte der regelmässige Aktien-Sparer, der monatlich feste Beträge einsetzte. Schlusslicht war der Bargeldsparer, er verdiente am wenigsten.

Was ist die Lehre aus der Studie? Sparen Sie entweder sofort, jedes Mal, wenn Sie flüssig sind. Stur! Oder auf monatlicher Basis in den Aktienmarkt.

Arbeitnehmer sollten viel mehr investieren, als Sie gemeinhin denken. Wir Arbeitnehmer müssen nämlich auch die Pensionen der Beamten und Politiker mitfinanzieren. Das ist einiges, was da zusammen kommt.

Und noch was: An der Börse gibt es Aufs und Abs. Das kommt vor. Die Schwankungen sind völlig normal. Es handelt sich um eine wirklich gesunde Sache. Wie gehen Sie mit der Volatilität um? Diversifizieren Sie. Haben Sie Dekaden lang Geduld.

Bitte teilen Sie mir Themenwünsche mit. Was kann ich besser in meinem Blog machen?

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Vali
6 Jahre zuvor

Tim, super geschrieben! Habe jetzt echt lachen müssen, mit den tollen Beispielen. Ich bin dann wohl Ashley Action , haha 😉

Immerhin an zweiter Stelle 😉

Hach, einfach schön!

Übrigens bespare ich auch monatlich den Nikkei-ETF und heute kam auch die Ausschüttung davon, die mich überraschenderweise mehr als erfreut hat.

Also, einfach machen, egal wie und was – aber Investieren!

Alex Aktiensparer
6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

 ich bin seit einiger Zeit (ca. 1,5 Jahre) stiller Mitleser. Ich schaue mehrmals wöchentlich bei dir vorbei. Aufgrund deiner inspirierenden Artikel und den entsprechenden größtenteils sehr interessanten Kommentaren.

 Auch ich versuche, laufend (monatlich) in breit gestreute ETF zu investieren um somit meine Altersvorsorge zu stärken. Zudem habe ich eine kleine Wohnung als Kapitalanlage. Ich bin sparsam, aber nicht geizig. Man muss es auch lernen zu Genießen und mal „unvernünftig“ zu sein. Man darf einfach langfristig seinen Kurs nicht verlassen. Ich bin 40, habe Frau und 2 kleine Töchter. Unser kleines Haus ist abbezahlt. Wir haben keine Mega-Bude, sondern ein kleines Einfamilienhaus. Vor 10 Jahren wurde ich ein bisschen belächelt, weil in unserer Gegen relativ große Häuser (180-200qm) gebaut werden. Das ist bei uns normal (ländliche Gegend, geringe Arbeitslosenzahl, (bisher) relativ günstige Grundstücke, hoher Anteil selbstgenutzer Immobilie). Aber diese großen Häuser werden schnell zum Klotz am Bein. Einige denken, eine eigene Immobilie ist Schwachsinn. Aber sie bedeutet Lebensqualität (gerade für uns als 4 köpfige Familie), und die Mieten werden in unserer Region weiter deutlich steigen. Das wird oft vergessen. Die eingesparte Miete sehe ich als ersten Zinseszinseffekt an (Tim, kann man das eigentlich so sehen?!). Das eingesparte Geld (keine Abbezahlen mehr) stecke ich je zur Hälfte in Aktien ETF und in meine Wohnung. Steuerlich vielleicht nicht optimal, aber ich mag keine Schulden. Zwar muss auch mal investiert/renoviert werden aber dafür lege ich Geld zur Seite.

Mit dem Timing habe ich auch immer so ein Problem. Ich habe noch nicht sehr viel in Aktien investiert, da ich zuerst das Haus abbezahlen wollte (niedrige 5stellige Summe). Was hältst du von dieser Strategie? Daher habe ich immer das Gefühl, dass ich möglichst schnell investieren muss, sobald wieder Kohle reingekommen ist. Ich bin ungeduldig. Daran muss ich noch arbeiten. Mein Ziel ist es monatlich relativ stur und gleichmäßig zu investieren. Zudem habe ich noch alte Lebensversicherungen wo ich überlege diese zu kündigen.

Ich finde, dein Blog hebt sich von anderen deutschsprachigen Blogs ab. Sicherlich, es gibt weitere sehr gute Blogs (z. B. Finanzwesir….), aber diese Blogs haben teils etwas andere Schwerpunkte. Sicherlich kommt es einigen so vor, als ob sich das Mantra „sparsam leben und investieren“ immer wiederholt. Aber du zeigst immer wieder neue Sichtweisen auf. Es wird nie langweilig. Man muss halt verinnerlichen, dass man sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben besinnen sollte. Zudem hast du die richtigen Einstellungen zu Beamten/Politiker/Altersvorsorge in Deutschland/Konsum/Kredite usw….

Blogs wie deiner helfen mir enorm, an meiner Strategie festzuhalten. Dein Blog bestärkt mich immer wieder aufs Neue, dass ich das Richtige mache. Du hast die richtigen Einstellungen. Bitte mache so weiter. Was ich mir jedoch wünschen würde ist, dass du öfters mal die Mentalität der Amis im Vergleich zu den Deutschen rüberbringst. Zudem interessiert mich, wie die Amerikaner über Deutschland/Europa und das Weltgeschehen (Politik generell, Merkel, Sozialstaat, Beamtentum, Steuern, Hartz 4, Flüchtlingskrise, Russland/Putin, Wirtschaft, Zinsen, VW-Skandal, usw….) denken.

Dein Blog bringt mir mehr als irgendwelche TV-Berichte oder sonstiger Presse-Müll. Alles ist voll von Lobbyisten. Zudem ist die Politik unfähig. Es tut sich nichts. Es gibt so viele Ungerechtigkeiten. Der Arbeitnehmer / die Mittelschicht ist der Dumme. Und deine Einschätzungen zu den meisten Themen sind die richtigen. Danke für deine Arbeit. Mach weiter so.

 Viele Grüße
Alex Aktiensparer 🙂

Oliver
6 Jahre zuvor

Ich bin wohl an dritter Stelle, da ich monatlich investiere. Ich time meine Käufe als solches nicht, kaufe aber regelmäßig Firmen, die nicht sonderlich beliebt sind, deren Geschäftsmodell nach wie vor intakt sind. Letztendlich ist es am wichtigsten, dieses regelmäßig zu tun. Ich habe Aktien, die sind im Minus inkl. der Dividenden. Umgekehrt habe ich Aktien, die sind schon lange weit im Plus. Ich mache mir wegen der Kurswerte keine großen Gedanken und habe noch nicht einmal die Kurse meiner einzelnen Werte im Kopf. Das sind etwa 60 Firmen.  Ich verkaufe nur, wenn das Geschäftsmodell nicht mehr schlüssig ist. Bei großen Unternehmen trifft das nicht sehr häufig zu.

Für mich persönlich sind die monatlichen Einnahmen sehr wichtig. Sie steigen ständig und würden das auch tun, wenn ich nichts mehr anlege, da ein großer Teil der Unternehmen jedes Jahr die Dividenden erhöht. Momentan bremst das Dividendenwachstum etwas ab, aber auch das wird sich wieder ändern. Obwohl ich keinen großen Wert auf Buchwerte lege, hatte ich gestern wieder einen neuen Rekordstand. Und das, obwohl die letzten 12 Monate die Börsen nicht sonderlich zugelegt haben.

Im Grunde muß man nicht mehr tun als schauen, dass man im Monat regelmäßig etwas weglegt. Es geht gar nicht unbedingt darum, finanziell frei zu werden, obwohl das für mich persönlich mein oberstes Ziel ist. Aber wenn jemand z.B. im Monat nur 100 € weglegen kann, wird das nicht klappen. Trotzdem kommen mit der Zeit Vorteile, die äußerst positiv für einen sind. Das Problem mit der Waschmaschine oder der kurzfristigen Autoreparatur ist kein Problem mehr, sondern nur eine ärgerliche Sache, um die man sich schnell kümmert und weiterlebt. Ist man ein Stückchen weiter, kann man einen Verlust der Arbeitsstelle besser überbrücken, weil man einfach 20 oder 50.000 € Rücklagen hat. Das nimmt einem schon mal die Ängste vor solchen Situationen. Gleiches bei Krankheiten oder Zahnarztreparaturen. Wenn man im Alter dann tatsächlich aus seinem Depot monatlich zusätzlich 500 € bekommt, ist das auch sicher ein Unterschied, der das Rentendasein auf jeden Fall verbessert. Darum macht es auch Sinn, wenn man nicht viel sparen kann, es trotzdem zu tun. Die Argumente: “Der Staat springt ein” oder “der Staat zahlt H4 erst, wenn ich nur noch ganz wenig habe” sind wirklich dumm. Als H4-Bezieher bin ich immer Sklave der Behörde. Sie schreibt mir vor, wie ich zu wohnen habe, ich muß immer verfügbar sein und jede Arbeitsstelle annehmen,. Ich habe dadurch kein eigenbestimmtes Leben mehr, viele Bescheide sind zu meinen Ungunsten falsch und muß ich anfechten und wenn ich nicht brav bin, kürzen sie mir auch noch die paar Kröten.  Von daher sollte man alles versuchen, dort nicht hinzukommen und das aus Eigeninteresse nur als letzten Weg sehen.

Wenn ich regelmäßig spare, heißt es natürlich nicht, dass mir trotzdem so etwas nicht passieren kann. Die Wahrscheinlichkeit wird aber immer geringer, je mehr ich zur Seite gelegt habe. Wenn ich es z.B. tatsächlich geschafft habe, 100.000 € Depotgröße zu besitzen, sind das im Jahr etwa 4.000 € Dividenden, also pro Monat etwas über 300 € Einnahmen. Das hilft ungemein, wenn ich vielleicht Zeit überbrücken muß und bis zur nächsten guten Arbeitsstelle etwas annehme, das nicht so gut bezahlt ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Regelmäßig sparen und die Zeit hilft mir, finanziell schwierige Situationen zu überstehen. Daneben natürlich Bildung & Qualifikation. Die Beispiel von Leuten, denen es finanziell miserabel geht und dadurch ein unglückliches Leben wegen der ständigen Geldsorgen führen müssen sind immer die gleichen: Keine Schul-/Berufsbildung gepaart mit Schulden machen. Diese Kombi führt sehr häufig zu Armut und ständigen Geldsorgen. Ich kenne das aus meiner Kindheit aus erster Hand. Von daher ist das, was Tim hier mit dem ständigen Sparen schreibt, absolut richtig. Nicht sexy, aber effektiv.

Andreas
6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

danke für den schönen Artikel. Endlich mal wieder etwas Neues! Ich selbst finde mich _nicht_ in den Gruppen 1-5 wieder. Ich bin irgendwo dazwischen. Schichte aber mein Depot zur Zeit auch eher von ‘Hoffnungstiteln’ hin zu Aktien mit hohen Dividenden um.
Als Thema könntest du mal die Quellensteuer/Doppelbesteuerung aufgreifen, welches sich sicher gut diskutieren ließe. Ich hatte lange Zeit ENI im Auge wegen der hohen Dividende (ohne nennenswerte Kurssteigerungen). Habe mich aber nach langem hin und her gegen einen Kauf entschieden, da Italien was das Thema Doppelbesteuerung betrifft wohl ziemliches Chaos veranstaltet. Daher z.B. doch lieber eine Britische BAT?!

Was mich auch interessieren würde: Warum möchte jeder in J&J investieren? Die Dividendenrendite ist nicht sehr hoch. Wie groß ist der Glaube an eine stetige Kurssteigerung bei dieser Aktie?

Fabian S.
6 Jahre zuvor

Hallo Tim, wieder einmal ein toller Artikel. Ich habe eigentlich langfristig vor, meine bisherigen Normale-Aktien zu verkaufen, wenn der Aktionmarkt überbewertet sein sollte und dann zu warten bis ein Crash kommt um dann nur noch die  sogenannten”Big Four” von Warren Buffett zu kaufen und dann für immer liegen zu lassen. Der von mir sehr geschätzte Max Otte sagte aber kürzlich, dass Berkschire Hathaway keine Aktie mehr für die Ewigkeit wäre?! Weiß nicht genau was er damit meint und wie siehst Du das Tim?

Leon
6 Jahre zuvor

Dass wir so viele grießgrämige Leute haben, obwohl es uns eigentlich sehr gut geht, ist auch mein Eindruck.

Auch ist bei mir der Eindruck entstanden, dass dies seit 2000 leider noch zugenommen hat.

Vielleicht täuscht mich meine selektive Wahrnehmung, wobei man natürlich viele Gründe zur Bestätigung der eigenen Meinung aufführen könnte… 😉

Delura
6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

 

also bezogen auf unser “Good Old Germany” und den damit einhergehenden Ängsten, Unsicherheiten und dem Hang dem irgendwie aus dem Weg zu gehen habe ich vor kurzem einen Satz eines Bloggers kopiert, den ich einfach klasse fand. Auf die Frage eines “Newbie” wann er denn Aktien kaufen sollte, unter dem Vorsatz der Langfristigkeit:

 

Wann kauft man an der Börse?

Immer. Regelmäßig. Egal wie die Kurse sind. Und ganz besonders wenn es knallt, alle Panik schieben und in der ARD ein Brennpunkt kommt.

Ich fand den klasse. Ich persönlich investiere regelmäßig, so gut wie immer monatlich. Stehen mir die Kurse zu hoch investiere ich eine kleinere Summe. Stehen die Kurse preislich normal eine mittlere Summe und wenn es kracht versuche ich eine größere Position Aktien zu kriegen. Letztes Jahr hat das im Flash Clash August 2015 super mit Altria und P&G geklappt, und dieses Jahr im Februar fast noch besser mit IBM.

Weiter so, sehr guter Blog und Gruß am meinen Bruder im Geiste (Slazenger)

 

Ace
6 Jahre zuvor

Grüäzi Tim

Auch ich bin schon seit längerem ein stiller Leser deines Blogs.
Deine Einstellung und Ideen finde ich sehr spannend und lässt mich auch immer im Glauben, das ich mit meinen Aktieninvestments auf dem richtigen Weg bin.

Als Schweizer kann man leider nicht immer alles so 1:1 übernehmen, da ich z.B bis anhin kein schlaues “Produkt/Bank/..” gefunden haben wo ich z.B monatlich 100.- in einen SMI-ETF investieren kann.

Natürlich gibt es Fonds die relativ günstig sind wie z.B die von https://www.avadis.ch/

Kennst Du da allenfalls etwas das mir noch nicht bekannt ist :)?

Grüsse ACE

PIBE350
6 Jahre zuvor

Ich investiere monatlich bei steigender Aktienquote altes und frisches Geld. Daraus ist mittlerweile ein kleines Ritual geworden: an den Monatsanfängen anmelden, Nachkäufe ausführen, wieder abmelden. So wird wenigstens ein wenig der Spieltrieb befriedigt, da Indexfonds ansonsten totlangweilig sind. Oh, mir fällt gerade auf, dass ich ich mein 1-jähriges Börsenjubiläum feiern kann. 😉

Christoph
6 Jahre zuvor

Toller Beitrag Tim. Vor allem freuen mich die gewünschten Themenvorschläge ;o)

Bezüglich kaufen. Ich glaube es war Buffett der mal sagte man soll Aktien kaufen die von selbst laufen. Das heißt wenn man heute für 2 Jahre nicht mehr handeln könnte würde einen das nicht beunruhigen.

 

Gesten war bei Maischberger das Thema Sparen/ panama papers und ob die Banken schuld sind.

 

Die Meinungen gingen auseinander. Manche sagten die Banken wären ja die Bösen. EIn Fall war: Eine 76 jährige wollte ihr Geld anlegen. Sie ging zu Ihrer Bank. Dort wurde ihr was angedreht und sie verlor Geld. Sie klagte und bekam ein bißchen wieder.

Daher ging sie zu einer anderen Bank. Der Berater war “schockiert” wie die andere Bank gehandelt hat. Er zeigte Ihr Bilder der Familie usw. Sie unterschrieb etwas relativ solides.

Irgendwann kam der Anruf dassman da schnell raus muss. (EIner aus dr RUnde sgate, das war sogar richtig weil da in der Zeit alles runter ging). Also hat er ihr was anderes angeboten. u.a. Zertifikate mit BASF, BMW und noch einem dritten. Angeblich sicher

Als Sie merkte dass die Kurse rutschen beendete sie das und hatte viel verloren.

Aus dies ging vor Gericht. Sie verlor, der Richter sagte selbst Schuld er hätte ja auch nur ein Sparbuch und wer was anderes will muss mit dem Risiko leben.

 

Da sieht man wer alles da Mist macht. Natürlich zuallererst der Banker der nicht was sicheres anbietet. Aber auch die Dame. Sie sagte sie hat nicht verstanden was es ist! Wieso macht sie es dann dennoch? Weil sie dem Banker vertraut hat.

EIn Anwalt für ANleger sagte: Wenn eine Bank anruft soll man gleich auflegen. Wieso? Weil die nichts gutes wollen. Die sind nur daran interessiert Produkte zu verkaufen die Boni bringen.

Alle haben auf die Zinspolitik dr EZB geschimpft (mit Recht wie ich finde) Aber dennoch gibt es Alternativen.

Nur schade das Deutschland das nicht gesagt wird. EIn ARD Börsenexperte a.D. sagte es gibt Alternativen. zB Fonds. Aber da muss man wissen das es einen Ausgabenaufschlag gibt von 5% und eine Managergebühr von 1,5%

 

Da denkt doch jeder: Oh nein das ist zu teuer. Wieso sagte man nicht. Es gibt Indexfonds. Die kosten wenig.

Oder man sagt: Was nutzen Sie selbst im Alltag? Gilette? Penaten? Pampers? Dann kaufen Sie doch P&G und J&J. Die zahlen seit über 50 Jahren Dividende und diese wird auch noch erhöht!

 

Schon komisch: Viele schimpfen dass es keine Zinsen gibt, wollen sich aber gar nicht mit dem Thema Finanzen auseinander setzen. Bei einem Handy oder TV werden Tests angeschaut usw. Aber beim Geld wird einem wildfremden Menschen vertraut.

 

 

6 Jahre zuvor

Schöner Rückblick zur Market Timing Studie von Charles Schwab 🙂

Ich investiere monatlich einen Betrag per Sparplan in 3 ETFs.

Zusätzlich verwende ich einen Teil des “übrigen” Geldes, um ein bisschen Rebelancing zu betreiben bzw. aufzustocken.

Am wichtigsten ist – wie du schon schreibst – MACHEN und nicht reden, denken, grübeln…

Slazenger
6 Jahre zuvor

Ich investiere immer dann wenn ich freies Kapital habe und der Markt nicht überhitzt ist. Bisweilen nehme ich auch Teilgewinne von gute gelaufenen Aktien mit, wenn mich ein neuer Wert reizt um dann in diesen zu investieren, und ich momentan keine flüssigen Mittel habe. Damit bin ich gut gefahren die letzten 15 Jahre. Was mich interessieren würde warum ist der Deutsche so abgeneigt gegnüber Aktien? Die gängigen Produkte zur Alterssicherung wie Betriebsrente, LV, etc. werden die nächsten Jahre nicht mehr viel abwerfen! Es bleibt nur die Anlage in qualitativ hochwertige Aktien. Ob man das dann monatlich macht oder so wie ich selektiv, egal! Hauptsache man investiert überhaupt!

@Delura
Gruß zurück Schwesterherz. Und wem ziehen wir am WE die Lederhosen aus?

Christoph
6 Jahre zuvor

@Slazenger: Ich glaube das liegt zb an der T Aktie.

Mein Vater hat damals großzugig zugegriffen. Und dann gings nach unten. Glaub von ca 80 auf nun 17?

Seitdem sagt er beim Thema Aktien: Und was ist wenn du Geld brauchst und der Kurs unten ist?

Mein Argument dass ich stabile Unternehmen kaufe die stabil Dividenden zahlen und mir nur diese wichtig sind, lässt er nicht gelten, denn da hört er gar nicht mehr zu.

Aber 2 tage später ruft ihn irgendeiner von der Bank an und erzählt ihm von einem IPO das toll sein wird.

Glücklicherweise kauft er auch das nicht mehr.

Aber man sieht das durch solche Geschichten das Thema Aktien vorbei sein kann.

 

 

Ben
6 Jahre zuvor

Tim,
mit dem Sparen ist es O.K. Aber alles andere machst du falsch.
Berkshire-Hathaway Aktie ist die dümmste Aktie der Welt, weil du keinen Profit daraus hast, wenn du nicht verkaufst und ETF genauso. Ein kluger Investor braucht von jeder Aktie mehr als 3% Dividende. Du musst endlich mit den Dividenden-Aktien beginnen. Und mit Value Investing beginnen. Aber keine 2x überteuerte Aktien von Coca Cola oder Mc Donald, sondern immer an Value Investing denken. Das heißt nach Graham P/B unter 1,5 und P/E unter 15. Doch heute passt auch P/B unter 2,0. Doch du machst in der deutschen Anleger Lügen Presse Werbung auf die Aktie Amazon mit P/B 21 und P/E 492 (und andere stark überbewertete Aktien). Die Aktie Amazon ist mit KBV 21 schon 10x überteuert und mit KGV 492 schon 33x überteuert. Du solltest nicht über Value Investing durch schreiben lernen (in dem Trader Magazin). Du solltest über Value Investing durch lesen lernen = das Buch:
Die Graham Methode – Benjamin Grahams Value Investing Schritt für Schritt, Janet Lowe, aus dem Jahr 2000, deutsch, 267 Seiten
= Value Investing made easy – Benjamin Graham’s classic Investment Strategy explained for everyone, Janet Lowe, aus dem Jahr 1996, englisch, 204 Seiten.
Oder direkt: The Intelligent Investor – Benjamin Graham – Original mit rund 200 Seiten, keine moderne Version mit 666 Seiten.
Was kannst du schon den Daytrader über Value Investing erzählen, wenn dir die Aktie Amazon mit KBV 21 und KGV 492,  gefällt.
http://finance.yahoo.com/q/ks?s=AMZN+Key+Statistics

Delura
6 Jahre zuvor

@Delura
Gruß zurück Schwesterherz. Und wem ziehen wir am WE die Lederhosen aus?

Na ja, Lederhosen tragen ja nur die Bayern aus München mit Manuel Schmitz inner Bude.

Ich denke wir ziehen die denen aus, reicht wahrscheinlich wenn das Management die Schalke Amateure schickt (wäre auch kostengünstiger, sammeln dann ein bisschen Erfahrung etc.) Mann könnte auch über die Damenauswahl nachdenken… 🙂

VG

 

 

 

Christoph
6 Jahre zuvor

@Ben: Berkshire eine dumme Investition?

lol der war gut

 

Wenn Coca Cola und McDonalds zu teuer sind, dann nenn doch mal Aktien die über 50 Jahre Dividende steigern, stabil sind und auch wahrscheinlich in der Zukunft gut laufen!

 

Alex Aktiensparer
6 Jahre zuvor

@Felix

du hast geschrieben “Ich investiere monatlich einen Betrag per Sparplan in 3 ETFs.”

Eine Frage hierzu: magst du einmal schreiben, bei welchem Broker du die Sparpläne eingerichtet hast? Nimmst du Kosten (z. b. 1,5%) in Kauf oder nutzt du Aktionen?

Warum ich frage: ich kaufe aktuell über die ING-Diba einmal im Monat ETFs. Gebührenfrei ist dies erst möglich ab 500,-. Ein (automatisierter) Sparplan ist hier meines Erachtens komfortabler und man kommt nicht in Versuchung, den Markt zu timen. Daher würde ich gerne auf (möglichst kostenlose) Sparpläne umstellen. Oder sind deiner/eurer Meinung nach einmalige Kaufgebühren zu vernachlässigen?

Vielen Dank.

Christoph
6 Jahre zuvor

AlexAktiensparer: ich kaufe monatlich EinzelAktien wie Coca Cola, J&J, Microsoft usw

Kostet 1,5% der Sparsumme. Ich will gleich mehrere Unternehmen aufbauen und bin so auch nicht abhängig ob der Preis gerade extrem niedrig war und ich den Kaufzeitpunkt verpasst habe.

 

6 Jahre zuvor

@ Christoph

Sie schreiben: ” …  Glücklicherweise kauft er auch das nicht mehr. Aber man sieht das durch solche Geschichten das Thema Aktien vorbei sein kann.”

Woraus lernen wir eigentlich? Am meisten doch aus unseren Fehlern. Und genau das hat ihr Vater getan. Sie sollten ihm deshalb nicht mit Unverständnis begegnen, sondern mit der gebotenen Akzeptanz. Schon das alte Sprichwort sagt: “Gebranntes Kind scheut das Feuer.”

@ Tim

Ich lese seit einiger Zeit hier mit und besonders in Ihrem obigen Artikel fühle ich mich an die Aussagen erinnert, die ich vor ca. zwanzig Jahren bei Bodo Schäfer “Der Weg zur finanziellen Freiheit” gelesen habe.

Was war das damals für ein Hypi und viele sind ihm gefolgt; auch ich!!! In den Talk-Shows war er gefragter Gast und es wurde arg gestritten. Die Auftritte stehen ja bei You Tube heute noch im Netz.

Minimalistisch leben, sparen und das Geld anlegen. o.k. die damals anvisierten Renditen gibt es schon lange nicht mehr, aber darum geht es nicht. Es geht um die Botschaft. Was haben sie den Bodo in den Medien und auch im Netz wegen dieser Botschaft zerrissen. – Klar doch! Wenn man sich durch Sparen ein kleines Vermögen zusammen bastelt, dann ist das Geld erst einmal aus dem Geldkreislauf entzogen und wenn das sehr viele tun, dann sinkt der Konsumklimaindex. Die Wirtschaft kann so ein Verhalten überhaupt nicht gebrauchen.

Der zweite Aspekt ist ein dadurch realisiertes Maß an gewonnener Freiheit. Ich würde das vielleicht als persönliche operative Sicherheit bezeichnen. – Freiheit! Was für eine schreckliche Vorstellung in den Augen der das System tragenden Bürokraten. Freie Menschen, die man nicht mehr in ökonomischer Abhängigkeit in den Niedriglohnbereich zwingen kann. Menschen, die in der Lage sind, ihr eigenes Ding zu machen. So etwas ist, wenn sehr viele dazu in der Lage sind, ziemlich systemschädigend.

Genau aus diesen Gründen war und ist diese Botschaft unerwünscht.

Und hier im Blog kritisieren nun einige Leser, dass es zu langweilig wäre, wenn Tim das Thema Sparen so in den Mittelpunkt stellt. Nein Leute! Das Thema Sparen ist der Ausgangspunkt der Vermögensbildung; es ist der Beginn von Reichtum und der damit verbundenen Freiheit. Und deshalb, liebe Leser ist das Thema Sparen der Mittelpunkt von jedem Blog, der sich im Finanzbereich bewegt. Die Wege mögen verschieden sein, aber das Ziel ist immer das Gleiche. – Unabhängigkeit und Freiheit!

Tim hat das wohl begriffen und deshalb das Thema Sparen in seinen Beiträgen besonders hervorgehoben. Sparen ist überhaupt nicht langweilig, man muss es nur kreativ gestalten.

Weiter so Tim!

Der Malachit.

Slazenger
6 Jahre zuvor

@Ben

also ich kenne keine Aktie die eine Wertentwicklung wie Berkshire hingelegt hat , in den letzten Jahrzehnten!!!

wen interessiert da noch eine Dividende, zumal die versteuert werden muß! Buffett hat das Geld seiner Anleger fantastisch vermehrt seit es Birkshire gibt, und das auch noch steuerfrei wenn du lange genug dabei bist!

@ Delura

Schönes Wochenende kleine Schwester und klar ein Pünktchen wäre schon schön!

fit und gesund
6 Jahre zuvor

hallo Tim,

genaus isses wohl 🙂

ich kenne auch Zeiten in denen ich einfach den Lohn draufgeputzt habe, kam ja jeden Monat ein neuer Lohn, aber ich hatte nie Konsumschulden, Hypothekarschuld schon. Dennoch, meist hab ich auch gespart, zur Zeit betreibe ich mal wieder Powersparen, das muss Jeder selber wissen.

Ich investiere monatlich via Sparplan in einen aktiv gemanagten Value Fonds von BWM, Ter 1.32%, dieser sehr gute Fonds bekommt also jeden Monat 500 CHF, dann habe ich noch Einzelaktien des SMI und 2 weltweit anlegende ETF’s von Vanguard, Einzelaktien oder ETF’s kaufe ich mit höheren Beträgen, d.h ich spare 3Monate und lege dann 10000 CHF auf’s Mal an, so passt es eben mir am Besten, in Zukunft werde ich wohl vermehrt die ETF’s füttern, mit den Einzelaktien hatte ich echt Pech, meine Credit-Suisse lag teilweise über 55% im Minus, ich habe auch nachgekauft dann, Ende April werde ich dafür aber mit guten Dividenden ohne Quellensteuer belohnt werden. Mein Timing hat nie geklappt, hab immer zu früh gekauft, diesmal werde ich erst nach der Abstimmung der Briten investieren, manchmal ist das so unberechenbar, nachdem jetzt wieder Alles so bachab lief, gab es gestern wieder schöne Gewinne, diese vermaledeite CS hat über 8% gewonnen und heute “nur” um 1% verloren,

ich mag ETF’s da muss ich mir kein Kopp machen ob die besser oder schlechter sind, meine aktiven Fonds überwache ich 1x im Monat, ich kann eben nicht die ganze Zeit Aktien schauen, ich hab noch Anderes zu tun, ich bin voll berufstätig, ich habe eine kranke Mutter im Pflegeheim, muss mich um Renovation und Vermietung ihrer Wohnung bemühen, (gute Fortschritte nun erzielt), ich habe Haustiere, ich möchte in meiner Freizeit gerne draussen sein, am See…das ist mir lieber als immer am PC zu sitzen, ich muss mich beruflich auch noch ein wenig bilden, das ganze ETF-Gebashe find ich nicht so schön, muss doch Jeder wissen was er selber gut findet, so dumm wie es hier dargestellt wird ist es sicher nicht, also ich bin nicht der Börsen-crack, wenn Ihr besser seid, dann freu ich mich für Euch,

jetzt geh ich mal die Sonne geniessen,

@ACE, gibt es nicht vom Vermögenszentrum eine Möglichkeit kostengünstige Sparpläne auf ETF zu machen?

 

fit und gesund
6 Jahre zuvor
StefanGE
6 Jahre zuvor

@Ben, inhaltlich stimme ich einigen Punkten zu, der Rest ist ziemlich anmaßend.

Ich persönlich halte Berkshire ebenfalls für keine gute Aktie, einfach weil die Dividende fehlt. Ich will aus den Aktien irgendwann mal meinen Lebensunterhalt bestreiten und das idealerweise aus den Dividenden. Da bringt mir eine Berkshire nichts, selbst wenn der Wert sich verzehnfachen würde, müsste ich liquidieren und Steuern darauf zahlen. Das will ich nicht, also kaufe ich nicht.

In Amazon  würde ich in 100 Jahren kein Geld investieren. Bezos weiß ja selbst nicht, was er will. Amazon verkauft alles: vom Buch, über Spirituosen, Kleidung, Sportartikel, Sextoys und sogar Zigarren und Möbel. Sie mischen bei der Cloud Technologie mit, entwerfen und vertreiben Handys und E-Reader. Amazon ist eine online Videothek und bietet TV-Boxen an, entwickeln und vermarkten Computerspiele. Wollen gleichzeitig aber auch ein Logistikkonzern mit eigenen LKW und Drohnen sein. Apropos Drohnen, hier mischt man natürlich bei Entwicklung usw. auch ganz vorne mit, genau wie bei Bezahldiensten und Musikdownloads. Buchdruck und Verlag macht man nebenbei auch noch. Bestimmt habe ich noch ein paar Geschäftsfelder vergessen, jedenfalls ist mir das einfach zu viel unterschiedlicher Krimskrams.

Mag sein, dass das alles funktioniert und Amazon irgendwann ein paar Geschäfte per IPO abstößt und damit mordsmäßige Gewinne erwirtschaftet. Für mich persönlich ist das einfach ein zu großes Durcheinander.

Bei Coca Cola und McDonalds muss ich widersprechen. Coca Cola ist einfach so “überteuert”, weil das Unternehmen seit einer Ewigkeit stabile Erträge liefert. McD ist jetzt ziemlich teuer, aber auch hier gilt, dass die eben durch jede kurze Krise stärker rauskamen, als jedes andere Unternehmen in der Peer-Group. Bei beiden Firmen kann man nicht viel falsch machen, wenn man nach und nach ein paar kleinere Investments tätigt.

V

Tim
6 Jahre zuvor

@ Oliver: Ich time meine Käufe als solches nicht, kaufe aber regelmäßig Firmen, die nicht sonderlich beliebt sind, deren Geschäftsmodell nach wie vor intakt sind.

 

Das würde heißen, du hast die letzten Monate hauptsächlich Rohstoff – und Öl Aktien gekauft ? Wie sahen den deine Käufe aus? Hast du bei BHP Billiton / Vale / RDS … zugeschlagen zu Schleuderpreisen?Ich persönlich konnte meine Position bei Vale mehr als Verdoppeln, bei etwas unter 2€ und liege mittlerweile “deutlich” im PLus und glaube fest an weiter steigende Rohstoffpreise…

Frank
6 Jahre zuvor

@ StefanG

ich finde Berkshire perfekt. Mit einer Aktie kaufst du Corporate America, hast also diversifiziert. Gleichzeitig profitierst du vom Zinseszins Effekt. Nicht nur dass Gewinne wieder investiert werden, das übernimmt auch noch der beste Investor der Welt für dich.

Meine Berkshires sind von vor 2009, also steuerfrei. Auch wenn man heute kauft, auf die Dividenden zahlst du doch auch Steuern! Was ist der Unterschied zwischen zu versteuernden Dividenden und zu versteuernde Kursgewinne?

Die Divis gibts doch nicht zusätzlich, sondern werden vom Kurs abgezogen.

6 Jahre zuvor

Mir ist inzwischen auch egal, was andere denken. Vielleicht kommt das auch mit dem Alter. Ich brauch kein neues Smartphone, mir ist die Arbeit mit dem Einrichten etc. zu viel. Klamotten, wayne? Irgendwie ruhe ich inzwischen in mir selbst, ziehe mein Ding durch und gut ist es.

 

Ich bin auch eher Nr. 3 – mir macht es Freude jeden Monat ein oder zwei Käufe zu tätigen, weitestgehend unabhängig vom Kurs. Meine Aktienanzahl steigt, meine Einnahmen steigen und ich blicke zuversichtlich in die Zukunft. Rente? Mache ich mir auch keine Sorgen, ich krieg das hin (Optimist).

 

Wie Oliver schreibt, mit steigenden Dividendeneinnahmen bekommt man Sicherheit, muss ja nicht gleich Freiheit sein.

Andrea
6 Jahre zuvor

Ich kaufe meist, wenn ich wieder einen gewissen Betrag zusammengespart habe.

Nachdem jahrelang Geld auf dem Tagesgeldkonto herumdümpelte, habe ich Mitte des letzten Jahres ein Depot eröffnet und ab Anfang des Jahres ein paar Einzelaktien gekauft.

Bislang sind das  Royal Dutch Shell, Exxon, Deutsche Bank, BASF, Bank of Nova Scotia und Gilead. Ich glaube, die Einstiegskurse sind bei allen okay gewesen. Shell macht im Moment viel Freude (seit Januar 22 Prozent im Plus) und alle bis auf die Deutsche Bank liegen im Plus – okay, die Deutsche Bank war erst einmal ein Griff ins Klo, aber ich hoffe, sie fängt sich wieder und steigt langfristig auch wieder.

Mehr Käufe werden folgen, ich muss noch viel mehr diversifizieren. Das kommt noch.

 

chaostrader
6 Jahre zuvor

Was ist der Unterschied zwischen zu versteuernden Dividenden und zu versteuernde Kursgewinne?

Dividenden versteuert man JETZT. Das Geld für die Steuer is weg und kann damit nicht mehr für einen arbeiten. Blickt manch einer aber nicht.

Die Divis gibts doch nicht zusätzlich, sondern werden vom Kurs abgezogen.

Scheint als ob das nicht jeder kapiert. Steuern zahl ich am liebsten erst in ferner Zukunft, wenn mein Steuersatz niedriger sein wird. Dann kann die Kohle bis dahin ungestört wachsen und der Zinseszins voll wirken.

Es ist mathematisch gesehen scheissegal, ob ich Aktien verkaufe oder Dividenden bekomme. Das kann man so oft wiederholen wie man will, manch einer wirds nie verstehen.

StefanGE
6 Jahre zuvor

Frank: Meine Berkshires sind von vor 2009, also steuerfrei. Auch wenn man heute kauft, auf die Dividenden zahlst du doch auch Steuern! Was ist der Unterschied zwischen zu versteuernden Dividenden und zu versteuernde Kursgewinne?

Hallo Frank,

klar zahlt man auf Dividenden auch Steuern, aber aktuell doch nur 25%+X bzw. den persönlichen Steuersatz, wenn er geringer ist als diese 25%.

Mal angenommen ich kaufe heute BH zu 128€ und diese steigen jetzt 20 Jahre lang um 5%, dann wären sie bei knapp 340€. Stand heute müsste ich dann beim Verkauf 212€ Gewinn versteuern und das zum Steuersatz der in 20 Jahren gilt.

Ich habe jetzt keine Ahnung, was in 20 Jahren ist, aber anlegerfreundlicher als heute wird es nicht sein. Daher zahle ich lieber heute 25%+Soli heute auf meine Dividenden, als Summe X in 20 Jahren, die ich nicht kenne. Was danach übrig bleibt, reinvestiere ich selbst und kriege wiederum mehr Dividende usw..

Aus den gleichen Gründen lehne ich auch thesaurierende Fonds kategorisch ab.

Patently Absurd
6 Jahre zuvor

@Chaostrader:

Endlich mal jemand, der es verstanden hat und auf den Punkt bringt. Genau meine Meinung.

Marci
6 Jahre zuvor

Berkshire H. Aktie ist doch super. Alle Gewinne werden steuerfrei für mich re ditestark re-investiert. Ich muss nicht regelmäßig Steuern abführen und auch den Broker für die Wiederanlage bezahlen. Übrigens macht das über viele Jahre gesehen einen großen Unterschied in der Performance aus. Warum schreckt einige der teilweise Verkauf des Portfolios im Alter ab? Angst vor einem crash bei Rente. Hier könnte man vorab schon teilweise umschichten, um das Risiko zu mindern. Regelmäßige Dividenden sehen zwar schön aus. Die wenigsten können das Geld aber so effektiv wie Buffett anlegen.

Vali
6 Jahre zuvor

@Oliver, super geschrieben, ja genauso denke ich auch. Ich kann mit Dividenden-Cashflow ab sofort Teile meiner Kosten decken, auch wenn ich ab sofort keine einzige Aktie berühre oder dazu bespare. Das ist sehr viel wert und mir pers. als Selbständige am wichtigsten 🙂

@Alex Aktiensparer, welcome – tolle Geschichte!

@chaostrader, erst mal einen schönen Gruß dir 🙂

Zum ersteren gebe ich dir recht. Eine versteuerte Dividende arbeitet nicht mehr voll und ganz für den Investor wie wenn sie unversteuert reinvestiert ist. Doch wie oben geschrieben ist mir das (überlebens)wichtig passiven Cashflow sofort zu produzieren, ohne Aktienstücke verkaufen zu müssen!

Aber deine Aussage  hier “Es ist mathematisch gesehen scheissegal, ob ich Aktien verkaufe oder Dividenden bekomme.” ist UNFUG!

Eine verkaufte Aktie ist eine geschlachtete Kuh, die in Zukunft keine Milch mehr geben wird.

Eine verkaufte Aktie ist das Ende der Aktie in Deinem Depot. Mathematisch so zu begründen:

Du hast 100 Aktien und verkaufst jedes Jahr 4% davon. Im Jahr darauf hast du nur noch 96 Stück davon. Das ist ein riesen Unterschied, auch mathematisch, als wenn ich 4% Dividende immer von 100 Aktien bekomme, auch wenn ihr Kurs schwankt. 100 Stück sind 100 Stück!

Bei ETF-Stückzahlen ebenso oder? 🙂

 

 

chaostrader
6 Jahre zuvor

Mal angenommen ich kaufe heute BH zu 128€ und diese steigen jetzt 20 Jahre lang um 5%, dann wären sie bei knapp 340€. Stand heute müsste ich dann beim Verkauf 212€ Gewinn versteuern und das zum Steuersatz der in 20 Jahren gilt.

In der Rente gehste nich mehr arbeiten, zahlst also vermutlich auch weniger Steuern weil niedriger Steuersatz.

Außerdem steigen deine BH mit Dividendenzahlung nicht um 5% pro Jahr, sondern um 5% minus Dividende, und von der Kohle gibst du dann auch noch ca. ein viertel freiwillig weg. Na toll, da kommt der Zinseszinseffekt ja so richtig in Fahrt.

 

Aber deine Aussage  hier „Es ist mathematisch gesehen scheissegal, ob ich Aktien verkaufe oder Dividenden bekomme.“ ist UNFUG!

*Seufz*

Wenn du es mir nicht glaubst, dann googels halt selber.

Eine verkaufte Aktie ist eine geschlachtete Kuh, die in Zukunft keine Milch mehr geben wird.

Ja die Analogie hab ich schonmal irgendwo gehört. *augenverdreh*

Eine verkaufte Aktie ist das Ende der Aktie in Deinem Depot. Mathematisch so zu begründen:

Ich bin gespannt…

Du hast 100 Aktien und verkaufst jedes Jahr 4% davon.

Da liegt vermutlich euer Denkfehler. Rechne doch mal anders: ich hab 1 Mio € in Aktien oder ETFs und verkaufe für 40000 Anteile. Der Kurs steigt, also muss ich nächstes Jahr weniger Anteile verkaufen. Kursanstieg = nicht ausgeschüttete Dividende plus sonst. Kursgewinne.

Im Jahr darauf hast du nur noch 96 Stück davon. Das ist ein riesen Unterschied, auch mathematisch, als wenn ich 4% Dividende immer von 100 Aktien bekomme, auch wenn ihr Kurs schwankt. 100 Stück sind 100 Stück!

Ja genau. Ich kanns nimmer hören.

Bei ETF-Stückzahlen ebenso oder?

Ja, da isses genauso wurscht.

 

 

StefanGE
6 Jahre zuvor

@ Chaos, es können auch mal Kursverluste ins Haus stehen. Wenn ich für 40000€ Aktien oder Fondanteile verkaufe, können das z.B. im Jahr 2040 1000 Fondanteile sein, im Jahr 2041 auf Grund von massiven Kursverlusten aber plötzlich 2000 Einheiten.

Dividenden sind dagegen relativ stabil, wenn man sich die Aristokraten ansieht. Viele haben sogar nach massiven Kursverlusten die Dividenden erhöht.

Da sehe ich es so wie Vali, ich habe lieber heute schon eine Ausschüttung und reinvestiere diese.

Da sehe ich wenigstens konstant, wann es reicht und meine Einnahmen hoch genug sind um mein Leben zu bestreiten.

Das mag mathematischer Unsinn sein, psychologisch ist es Gold wert.

6 Jahre zuvor

Ich bin eine Ashley Action. Das ist das beste, was man machen kann. Peter Perfect ist eine Illusion. Für eine Strategie wie “jeden Monat 2000 € in Aktien investieren” habe ich schlichtweg nicht Geduld, weil es in meinen Fingern kribbelt, wenn da ein paar 1000 € auf dem Konto liegen. Und das Geld kommt ja unregelmäßig. Neben dem Grundgehalt gibt es Boni, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Spesen und andere Zulagen. Dividenden kommen auch. Gerade im Mai. In Anlehnung an Heine:

Im wunderschönen Monat Mai,
Als Dividenden sprangen
Da ist in meinem Herzen
Die Investierlust aufgegangen.

Ich habe ja in meinem Blog schon geschrieben, dass sich der Erfolg abzeichnet. Es gab ja so gewisse Schwellen, die der Depotwert überschreitet. Die 10000 € waren schon was ganz besonderes. Dann 20000 €, irgendwann 50000 €, seit zwei Jahren immer sechsstellig und nun schon über 150000 €. Das fühlt sich verdammt gut an, insbesondere die Dividenden.

Interessant finde ich vor allem, dass Rosie Rotten immer noch besser dasteht als Larry Linger. Das ist der wichtigste Punkt. Den Artikel muss ich merken und bei der nächsten Schlammschlacht bei SPON, meistens nach Tenhagen-Artikeln, kann man das mal zitieren, wenn da wieder so eine Flitzpiepe behauptet, wie gefährlich doch Aktien seien.

K.
6 Jahre zuvor

Bei mir ist es eine Mischung aus Mathey Monthly (monatlicher ETF-Sparplan) und Ashley Action (Quartalsweise zusätzliche Aufstockungen von Einzelaktien oder ETFs, je nach angesparten Betrag und Kursen). Für die Ashley Action-Variante habe ich eine Liste mit “Wunschkandidaten”, die ich je nachdem mal so und mal so (neu)kaufe bzw. aufstocke. Quartalsweise deshalb, damit ein größerer Anlagebetrag zur Verfügng steht und es sich in Bezug auf die Gebühren/Provision rentiert.

Die Gebühren des ETF-Sparplans sind auf Grund der “kleinen Teileineinheiten” momentan im einstelligen Centbereich, so dass hier aktuell langsames aber stetiges Ansparwachstum drin ist. Grund: Ein weiterer Spar-Teil kommt als (Nicht-Investitions-)Rücklagen aufs Tagesgeld.Rücklagen als “Notgroschen”, ggf. Elternzeiten, für größere Anschaffungen (Auto bspw. lieber Bar mit Skonto und Rabatten da Barzahler, als via Kredit (plus das Geld das ich spare arbeitet in der “Ansparzeit” wieder für mich)), usw….

Auch Zinsen und Dividenden die in den jew. Quartalskauf einfließen, werden zügig aufs Tagesgeld geschoben. Sind zwar pro Woche ein paar Minuten “Aufwand” aber dort können sie (z.Zt. für niedrige, aber besser als gar nichts) Zinsen arbeiten. Aber trotz der niedrigen Zinsen macht es a) Spass das Geld arbeiten und wachsen zu sehen und b) sind allein die monatlichen Tagesgeldzinsen ein überdurchschnittlicher Stundenlohn im Vergleich zum Aufwand. Liegt natürlich auch am Rücklagenbetrag auf dem Tagesgeldkonto.

Liegt auch daran das das Depot erst seit Herbst letzten Jahres im Aufbau ist. Inkl. Anschub mit gewissen Einmalbeträgen aus früheren Investment-Anlagen & alten Bausparverträgen und gekündigten Riester-Renten (nachdem ich diese nun besser kenne als mein(e) damaligen oder aktuellen Versicherungs-“Berater” oder anscheinend auch die Versicherungsunternehmen und diese sogar kundennachteilige Formfehler eingestehen mussten, als ich manche Unklarheiten ansprach und nachbohrte. Und ich bin kein Mathematiker und kein Jurist.).

Btw: Das Tagesgeldkonto nutze ich auch für andere Unterkonten und “Budgets” um größere Zahlungen monatliche “für mich” herunterzubrechen. So stören mich Monate mit “einmaligen” höhren Fixkosteneinzügen oder jährliche Nebenkostenabrechnungen nicht mehr. Das Geld ist monatliche per Dauerauftrag auf dem Tagesgeld und kann dort sogar noch für mich arbeiten. Kleinvieh macht eben auch Mist. Zzgl. Großzügiger Puffer auf dem Girokonto. Der Dispo wurde bisher nie gebraucht aber “denn gabs halt mit dazu”. Eines der nächsten Dinge die gekündigt werden. Wenn ich mal soweit kommen sollte den zu brauchen ist a) irgendwas ganz lange gewaltig schief gelaufen und alle Rücklagen weg und b) gäbe es bessere “normale” Darlehen zur “Überbrückung”, sofern ein Kredit unumgänglich sein sollte. Ich plane und hoffe aber das beides (a+b) nie eintritt.

Dani
6 Jahre zuvor

Ich denke die Anti-Dividenden Fraktion hat rein sachlich schon recht mit ihren Argumenten. Genauso sieht es ja auch Warren Buffet! Ich persönlich fühle mich mit regelmäßigen Dividenden auch besser. Insbesondere im Crash.

Und genau da kommt ein ganz großer Vorteil der regelmäßigen Geldströme zum tragen, nämlich der Psychologische Aspekt. Dieser wird in seiner Tragweite gegenüber einer Dividendenlosen Strategie enorm unterschätzt. Diese Geldströme befähigen mich auch die heftigsten Verwerfungen entspannt zu begegnen. Den was nützt es wenn ich zwar in 30 Jahren ( vielleicht, und je nach Titelauswahl)  eine höhere Rendite hätte,….. in der Praxis aber durch Emotionale Kurzschlüsse oder sonstige Gründe vorher alles verramsche!

Ein Regelmäßiger relativ sicherer stetig anwachsender Geldstrom beruhigt ungemein, unabhängig davon was die Kurse machen und das ist wie schon gesagt meines Erachtens einer der größten Vorteile.

Aber es natürlich wie mit vielen Dingen im Leben! Die – Wahrheit- gibt es wohl nicht und jeder muss für sich selbst raus finden was für ihn das richtige ist.

Man muss auch nicht unbedingt Dogmatisch werden, man kann ja sehr wohl seinen Dividenden Titel durchaus auch ein paar andere gute Titel ohne Auszahlung zuführen. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Mit einer Berkshire z.B habe ich in der Vergangenheit auch schon geliebäugelt!

Hab aber davon Abstand genommen wegen der Todesfall Problematik von Buffet/Munger. Ich dachte zwar auch immer das der Laden dann automatisch immer weiter läuft, sozusagen auf Autopilot. Nur was mich sehr verwunderte, war,  das Buffet seine Frau angewiesen hat, ca 90% seines Vermögens in Index-ETF s zu stecken.  Vorausgesetzt das es Wahr ist.

Da stellt sich mir natürlich die Frage: wenn er selbst kein langfristiges Vertrauen in sein Unternehmen steckt,…. WARUM sollte ich dies dann? WARUM hält er seine Frau nicht dazu an weiterhin in Berkshire investiert zu bleiben?

Denke die Antwort gibt sich von selbst und deshalb kommt die Aktie unabhängig von Dividende oder keine, für mich nicht ( mehr ) in Frage!

 

Dani
6 Jahre zuvor

Die Anweisung mit dem Index ETF gilt natürlich erst im Falle seines Ablebens! Vielleicht ist der Grund das Berkshire irgendwann solch eine größe erreicht das es so schwerfällig wird, das es vom Index geschlagen wird. Sprich einfach keine bessere Renditen mehr möglich sind.

Oder es liegt daran das man laut Buffet generell in Unternehmen investieren sollte, die auch ein Idiot leiten kann, weil genau dies auch irgendwann passiert 😉

Nach seinem Tod hat er selbstredend keine Einflussmöglichkeiten mehr und er kann vielleicht nicht ganz ausschließen das irgendwann mal ein Idiot ans Ruder von Berkshire kommt. Und ein solcher könnte dieses Unternehmen sicherlich nicht leiten!
Ob sein Sohn ( der Musiker ist? ) wirklich so hintendran ist und aufpasst? Für mich im großen ganzen schon zuviele Fragen die ich mir nicht beantworten kann!

Björn
6 Jahre zuvor

Ich würde ja gerne bei der DiBa mit dem monatlichen Aktiensparen (6 Unternehmen) mit jeweils 50 Euro starten. Mich hält bisher aber immer die 1,75 % monatliche Gebühr ab. Was meint Ihr? Trotzdem damit starten?

Patently Absurd
6 Jahre zuvor

@Chaostrader:

Ich glaube, da kannst da mit Sachargumenten nichts machen. Wer Aktien wie Kühe zählt, der denkt in anderen Kategorien. Dies hat mit Finanzmathematik nichts zu tun.

Als Investor ist einem der Shareholder Value, der intrinsische Wert der Aktie wichtig, nicht die numerische Einheit “Aktie”.

Wenn ich an einem Unternehmen wie IBM beteiligt bin, dann wird der intrinsische Wert meiner Beteiligung alleine durch die Aktienrückkäufe jedes Jahr größer (vorausgesetzt, dass das Unternehmen die Aktien am Markt günstig kauft). Da muss ich selbst gar keine Aktien dazukaufen. Dies hat auch W. Buffett immer wieder betont.

Bei einem Unternehmen, welches ständig Kapitalerhöhungen durch Aktienemissionen durchführt, nimmt der intrinsische Wert in der Regel ab, auch wenn ich keine Aktien verkaufe (auch wenn die Anzahl der “Kühe”, um den Vergleich anzuwenden, unverändert bleibt). Von den “Kühen” hat der Aktionär dann aber nicht viel.

Aktien sind eine beliebige Quotierung des Unternehmenseigentums. Nicht die Quotierung sollte für den Aktionär wichtig sein, sondern der Wert der Beteiligung am Unternehmen.

Vali
6 Jahre zuvor

@Stefan GE, danke 🙂

@chaostrader, wir reden echt aneinander vorbei.

Deine mathematische Grafik ist eher das  Der Finanzplan. D.h. von 100 Teilen (und da kannst du beliebig viele Nullen dahinter setzen) bleiben dir mir der Zeit keine mehr!!!

Das heißt, du möchtest irgendwann die Anteile verknuspern. Also als 80/90/100-jähriger (denn wir werden alle älter) immer noch die Börse anschauen und den richtigen Zeitpunkt zum Teilausstieg anvisieren.

Wenn ich mir die Volatilität des MSCI World Index des vergangenen Jahres anschaue, teils locker bei 20%, sind das bei 1000000 Kurspreis auch mal “nur” 800000 und weniger, von denen du die 40000 netto haben willst, dann müsstest du aber mit 50000 rechnen, da du die 25% Steuer dann auch abdrücken musst 😉 Das sind aber nicht 4%, sondern über 6% schon.

Meine mathematische Grafik ist das The Power of Dividend Reinvestment. Meine pers. Kurve ist irgendwo dazwischen, da ich 25+xx% an den Staat abdrücke.

Ich möchte als Rentnerin immer noch reicher werden und nicht umgekehrt 🙂

Jetzt kannst du in Ruhe wieder seufzen und augenverdrehen 😉

PS: Amazon und Alphabet halte ich auch und finde sie klasse. Berkshire Hathaway mag ich sehr, kaufe aber lieber ihre Unternehmen, als die Aktie der BH selbst 🙂

Jan
6 Jahre zuvor

@vali,

 

dein Denkfehler ist, dass du nicht 4% der Aktien verkaufen musst sondern jedes Jahr 4% deines Depotwerts entnimmst.

Du hast 100 Aktien und verkaufst jedes Jahr 4% davon. Im Jahr darauf hast du nur noch 96 Stück davon. Das ist ein riesen Unterschied, auch mathematisch, als wenn ich 4% Dividende immer von 100 Aktien bekomme, auch wenn ihr Kurs schwankt. 100 Stück sind 100 Stück!

Beispiel du hast 100 Aktien a 50 Euro.

Du wartest ein Jahr und willst eine Ausschüttung von 200 Euro. Beide Aktien steigen um 4% auf 52 Euro.

Die Dividendenaktien (Aktie A) schüttet alles aus und fällt wieder auf 50 Euro. Du behältst also 100 Aktien x 50€= 5.000 und hast 200 Euro für Konsum.

Wenn du verkaufst (Aktie B), verkaufst du nicht 4 Aktien sondern 3,84 Aktien. Du behältst also 96,14 Aktien x 52€ ~ 5.000 Euro. Durch den Verkauf kannst du ~200 Euro konsumieren.

Dadurch das Aktie B nicht ausschüttet bleibt der Wert in der Aktie und erhöht sich. Aktie A reduziert sich jedes Jahr um die Höhe der Dividendenausschüttung.

Die Vorgänge sind also wertneutral.

Natürlich kann man keine halben Aktien verkaufen aber es ist ja nur ein Beispiel.

 

Ich habe das Gefühl, dass viele den Dividendenstrom als Rechtfertigung nutzen um eine teure Aktie zu kaufen. Ich persönlich halte das für einen Fehler.

VG

K.
6 Jahre zuvor

@Björn

ich kenne die Preise nicht aber wenn die 1,75% monatliche Gebühr (ohne Mindestgebühr/summe oder maximaler Gebühr) korrekt ist, dann sind das 0,88 Euro. Also 88 ct von 50 Euro an Gebühren.

Klar geht das aus Gebührensparsicht sicher effektiver wenn man größere Summen nimmt, aber dann wartet man “ewig” und verliert Zeit. Deshalb würde ich an Deiner Stelle lieber Anfangen, wenn es auch klein ist. Ich z.B. habe einen Sparplan in dem ich 160 Euro bespare. Aber aufgeteilt auf 4 ETFs. Also ca 30-40 pro ETF. Von jedem ETF-Kauf gehen Gebühren ab. Also vom ETF A (30 Euro p.Monat) minus Gebühren, von ETF B (40 Euro p.Monat) minus Gebühren, ETF C (30 Euro pro Monat) minus Gebühren, usw….

Bei 40 Euro pro ETF/Aktie im Sparplan (es werden davon je nach Kurs ca 39,90 investiert und die Summe schwankt je nach Monat und Kurs zwischen 39,90 und 40,00) sind das z.B. 59 ct an Gebühren. Na und. Billiger als wenn ich für z.B. bei der comdirect 500 Euro Mindestordervolumen und “höherer” Mindestgebühr (4,95 Euro plus 0,x Prozent) den Fond als Einmalkauf kaufen will und dafür ggf. warten muss. (Deshalb mache ich auch eine Mischung aus monatlich und quartalsweise “on top”).
Mit der Zeit steigere ich den Sparplan (= “händische/manuelle” Dynamisierung).

Btw: Damit muss ich meine obigen Beitrag “korrigieren”. Es sind Gebührenanteile im zweistelligen Centbereich (nicht einstellig). Ein Schreibfehler.
Einstellig sind die Cent-Beträge die z.B. bei 30 Euro Sparplan, nicht angelegt werden auf Grund von Rundungen und Kaufanteilen oder warum auch immer.

Die wenigen Prozentpunkte und auch die 4,95 Euro finde ich schon günstig. Das geht auch mit dem 2,5 bis 4-fachen wenn ich z.B. manche Filialbank (trotz Preisreduktion zum Jahresanfang) hier anschaue. Und dann bieten die oft noch keine ETFs an (verdient die Bank ja nix bzw. nicht “genug”).

Online-Broker machen es da richtig, sie nehmen realistischere, günstige, kundenfreundliche Gebühren und über die Masse kommt das Geld rein. Kleinvieh (kleine Gebühren aber dafür viele oder überhaupt Gebühren) machen eben auch Mist = Bankeinkommen. Plus in Bezug auf Aktien guten Service und Tipps ob sich Rückerstattungen ausländischer Quellensteuer lohnt oder nicht. Bei meiner Girokonto-Hausfilialbank muss ich dafür nachfragen. Von sich aus kommen die da nicht drauf…. Leider und ich hoffe (für die “Hausbank”, nicht die Aktiendepotbank), das sie hier bald Richtung kundenorientiertheit nachzieht. (Man darf ja noch träumen oder 🙂 )

Vali
6 Jahre zuvor

@Jan, “Die Dividendenaktien (Aktie A) schüttet alles aus und fällt wieder auf 50 Euro.”

Das stimmt absolut nicht! Dividendenzahler outperformen Non-Dividend-Zahler seit Jahren! Oder welche Grafiken schaut ihr euch an?

Dadurch das Aktie B nicht ausschüttet bleibt der Wert in der Aktie und erhöht sich”- ist bewiesen falsch!

Sonst wäre die Volatiliät der Non-Dividend-Zahler kleiner als die der Dividend-Zahler, weil sie ausschütten und so “Kursverluste” machen würden.

Sie ist aber größer.

Sagt mal, wo steht denn das geschrieben, was ihr da von euch gibt? Hat man das dem Kommer wieder zu verdanken?

 

 

Christoph
6 Jahre zuvor

Also ich finde Amazon super. Habe zwar nur eine kleine Position aber das ist ein Unternehmen das es so nicht mehr gibt. ein Monopolist.

Dazu bleibt man nicht stehen. Man macht viele andere Dinge. Von Raketen, über Filme über Cloud. Sowas ist sehr gut.

Da könnte sich Apple eine Scheibe abschneiden. Klar die Uhr und die Musik ist neu, aber gerade bei Musik ist es schwer Geld zu verdienen.

 

10 Jahre ist Facebook jetzt am wachsen und richtig aktiv. Was wohl in 10 Jahren sein wird? Haben wir noch Fernseher oder hat jeder eine VR Brille und schaut dann darüber per App tv?

Ich freue mich, wird eine spannende Zeit. Aber ich hoffe dass die Menschen sich auch von der Technik lösen können und mehr das miteinander genießen.

 

 

 

Christoph
6 Jahre zuvor

@Björn: Ich spare derzeit monatlich in Einzel Aktien 1,5% Gebühr.

Irgendwann werde ich mal umstellen aber ich will möglichst viele Unternehmen stetig kaufen. Finde das ist ein guter Anfang.

Tim
6 Jahre zuvor

@Björn

Guck doch mal bei comdirect. Dort bezahlst du auf ausgewählte ETFs meistens nur eine Verwaltungsgebühr von 0.3 Prozent umd sonst nichts und du kannst einen Sparplan schon ab 25 Euro einrichten. Wenn du Etfs auswählst die nicht im Angebot sind kostet das 1.5 Prozent Gebühren (max. 4.95 Euro ) plus die jeweilige Verwaltungsgebühr ( manche etfs schon ab 0.09 Prozent zu haben)

Beim S broker gibt es auch sehr günstige Angebote, dort gibt es aber leider Depotgebühren (außer du bist Student)

Christoph
6 Jahre zuvor

Hier eine kleine aber schöne Übersicht Europäische Dividendenzahler vs USA (auf die Tabelle dann klicken)

http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/international/4967514/Nachhaltig-gute-Dividendenzahler

Leon
6 Jahre zuvor

@Vali

Bei Deinen Quellen & Diagrammen sind wie die Kosten und Steuern berücksichtigt?

Hat man die Dividenden-Strategie gegenüber einer passenderen Benchmark wie einen Value-Index gemessen?

Ich sehe diese immer wieder auftauchende Diskussion als Nonsens, da für mich in einem Depot sowohl Growth-Werte als auch Value-Werte (eine Unterart davon ist die Dividende) ihre Berechtigung haben.

Das glättet die Jahre, wo einer der beiden Stile besser läuft.

Für die Anleger, die psychologische Unterstützung in Form von regelmäßiger Ausschüttung benötigen… sorry 😉 kann man auch falsch interpretieren 😉 ist diese Ausschüttung extrem wichtig, um etwas langfristig durchzuhalten.

Dass ist in dieser Form extrem entscheidend für diese Investorengruppe und für diese Menschen extrem vorteilhaft um bei der Stange zu bleiben.

Andererseits gibt es auch Asketen, die rational und mathematisch die Steuerstundung ausrechnen können, die einen gewaltigen Vorteil ergeben kann.

Da wir aber nicht die zukünftige Besteuerung wissen, ist eine Mischung ein legitimes Mittel und trägt auch zu einem besserem sharpe ratio bei.

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