Wie Riester-Sparer abgezockt werden


New York, 31. Oktober 2016
Riester-Sparer werden von der Politik im Stich gelassen. Die Hochfinanz erfindet immer neue Gebühren. Und versteckt sie in unverständlichen Verträgen. Für viele Bürger springt keine Rendite heraus. Sie müssen 100 Jahre alt werden, um das Geld wieder zu sehen, das in die Verträge floss.

Riester-Sparer werden von der Politik im Stich gelassen. Die Hochfinanz erfindet immer neue Gebühren. Und versteckt sie in unverständlichen Verträgen. Für viele Bürger springt keine Rendite heraus. Sie müssen über 100 Jahre alt werden, um eine ansehnliche Rendite zu erhalten.

Wenn Sie diese NDR-Dokumentation sehen, wissen Sie alles über die „Riester Rente“, was Sie wissen müssen. Die Riester-Rente dient der Finanzindustrie. Die Anbieter bedienen sich am Geld der Sparer. Sie schröpfen ihre Kunden mit absurden Gebühren. Ich kann nur raten: Finger weg!

Ich gebe Ihnen ein Beispiel aus der NDR-Sendung: Antje Duffert schloss gleich nach dem Studium eine Riester-Rente ab. Schließlich empfiehlt der Staat privat für das Alter zu sparen. Und Berlin belohnt ja das Sparen mit großzügigen Zulagen. Die Mutter von zwei Kindern erhält 754 Euro staatliche Zulagen jährlich. Frau Duffert spart per fondsgebundene private Rentenversicherung.

Doris Kappes, Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg, nahm den Vertrag von Antje Duffert unter die Lupe. Sie hat acht Kosten-Posten entdeckt – versteckt zum Teil im Kleingedruckten auf den hinteren Seiten des Vertrags. Darunter ist eine Verwaltungsgebühr, die fällig wird, wenn die Rente fließt. Es gibt drei Gebühren, die sich auf den Abschluss und Vertrieb des Vertrags beziehen.

Apropos: Üblich bei Vertragsabschluss ist eine Provision, die mehrere tausend Euro umfassen kann.

Expertin Kappes sagt, es sei schwer zu berechnen, wie hoch die Kosten sind. Zitat aus dem Versicherungsvertrag:

„Auf das aktuelle Beitragssummenziel inkl. der uns zugeflossenen Zulagen jährlich der Quotient aus 40 Promille und der Vertragslaufzeit in Jahren vom Versicherungsbeginn bis zum Garantiezeitpunkt.“

Wer soll diesen Mist verstehen? Was ist das für ein Kauderwelsch?

Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt fest: „Das versteht kein Mensch.“ Verträge sind mit Absicht so kompliziert formuliert, damit niemand nachrechnen kann. Das behaupten jedenfalls die Verbraucherschützer.

Die Sterbetafel ist ein weiteres Problem. Eine Riester-Rente muss bis zum Tode reichen. Deshalb passen die Versicherungen die monatliche Rentenzahlung an das zu erwartende Lebensalter an. Doris Kappes hat geschaut, wie alt Kundin Antje Duffert werden muss, um all ihr eingezahltes Geld samt der staatlichen Zulagen wieder herauszubekommen:

„Sie muss ziemlich alt werden, um ein gutes Geschäft zu machen, ich würde mal sagen, locker über 100!“

Ich bin der Meinung: Das ist ein legaler Betrug am Sparer. Sie muss über 100 Jahre alt werden. Warum der deutsche Staat solche Schrottprodukte fördert, ist mir ein Rätsel.

Absurde Sterbetafeln, intransparente Kosten, unverständliche Verträge, tausende von Euro Abschlussprovision. Das ist Alltag in der deutschen Altersvorsorge. Kurz: Die Menschen werden geschröpft.

Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten kritisiert die Abzockerei seit geraumer Zeit. 16 Millionen Bürger haben einen Riester-Vertrag. Es gibt 1800 verschiedene Anbieter von Riester-Produkten.

Es ist für Verbraucher unmöglich durchzublicken. Kleinlein:

„Bei einem normalen Riestervertrag versteht eigentlich keiner, wann was mit seinem Geld gemacht wird. Wenn man dann noch nachvollziehen will, wie das mit den Zulagen und den Steuervorteilen funktioniert, dann ist fast jeder aufgeschmissen. Nur wenige Experten können bei dem Produkt überhaupt nachvollziehen, wie die Geldflüsse sind.“

Wenn nicht mal die Fachleute es verstehen, wie soll das dann Max Mustermann verstehen?

Berlin hat versagt. Es liegt an den Lobbyisten. Sie geben Millionensummen aus. Parteispenden fließen. Privatanleger haben nicht so viel Geld, um es den Parteien geben zu können. Frau Merkel spricht fast täglich mit Vertretern der Wirtschaft. Aber versuchen Sie mal als Bürger bei ihr einen Termin zu bekommen.

Die Riester-Rente ist außer Kontrolle geraten. Die Anbieter ziehen den Menschen das Fell über die Ohren. Die Politik schützt die Kunden nicht. Sie sind der Hochfinanz mit ihren schäbigen Tricks ausgeliefert. Wir brauchen faire Regeln, um die Gebührenschinderei zu stoppen.

Besser dran sind Sie, wenn Sie Versicherungsaktien anstatt unverständliche Finanzprodukte kaufen. Wechseln Sie die Seite.

Blicken Sie über den Atlantik, sehen Sie, wie es besser laufen kann: Präsident Barack Obama hat den hohen Gebühren in der Altersvorsorge den Kampf angesagt. Bürger dürfen nicht mehr abgekocht werden. Obama hat die Kundeninteressen vor die Interessen der Hochfinanz gestellt. Er hat eine Verordnung erlassen. Das führt zu geringeren Gebühren und mehr Rendite für die Menschen. Obama hat richtig gehandelt. Von Washington sollte Berlin lernen. Und zwar so schnell wie möglich.

Übrigens wissen mittlerweile junge Jobstarter, dass die gesetzliche Rente lausig ausfallen wird, wenn sie in den Ruhestand gehen werden. Daher sparen immer mehr.

Ich finde die Leistung dieses Freelancers beachtlich: Der selbstständige Grafiker macht einen Umsatz von 80.000 Euro jährlich. Knapp 3000 Euro bleiben dem 28-jährigen übrig im Monat zum Leben. Weil er bescheiden ist (er lebt in einer WG), kann er jeden Monat 1000 Euro sparen. Das ist super. Eine Sparquote von 33 Prozent ist ordentlich. Nur würde ich nicht per Riester-Rente sparen. Besser sind Aktien oder ETFs.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie Riester-Sparer abgezockt werden

  1. Dominic | Der Portfoliomanager.de

    Riestern ist jetzt wirklich nicht der Brüller.

    In letzter Zeit gibt es Gott sei Dank lobenswerte Entwicklungen auch dort, bspw. ist ETF-Riestern über fairr mittlerweile möglich. So weit ich mich erinnere, liegen die laufenden Kosten dann „nur“ noch bei knapp einem Prozent. Wer dann noch zulagenberechtigt ist, für den KANN es sich unter Umständen lohnen. Ich bin dennoch kein Fan davon…

  2. Pate von Miami

    @tim

    Ja mei! Ich pfeife auf solche Art, weil ich autarkes Leben führen möchte!

    In Deutschland ist der Bund, Ländern und Kommunen überschuldet, weil Sie den kleinen Leuten kaum Möglichkeiten zum Wertpapiersparen geben!

    Beim Investieren sollte man auf eigene Faust tun!

    Wer noch weiter gehen möchte, der sucht erst seine eigene Mission vor der Etabilierung eines Unternehmens!

    http://www.huffingtonpost.de/frank-schaffler/foderalismus-schulden-griechenland_b_12600132.html?utm_hp_ref=wirtschaft

  3. PIBE350

    Ich war damals beim Abschluss leider auch so blöd. Als ich mir dann ein paar Jahre später bei einer Verbraucherzentrale meinen Vertrag genau durchrechnen ließ, war ich zuerst geschockt, dann aber doch irgendwie froh. Also gekündigt und weg damit. Lieber habe ich einmalig etwas Lehrgeld bezahlt, als dass ich langfristig in ein Fass ohne Boden einzahle. 😉

    Der NDR-Bericht gefällt mir. Nur Ralf Stegner hätte darin nicht auftauchen müssen. Wenn ich ihn schon reden höre. Brrrrrrr.

  4. Diana Gräbner

    Selten so einen wirklichen schlechten Artikel gelesen nur um Quote zu machen! Eine Dame mit 2 Kindern bekommt 754 Euro Riesterzulage der maximal Betrag den sie Förderfähig einzalen darf sind 162,17 Euro*12 minus die Zulagen. Also da kommen wir auf 99.34 Euro monatlich die Sie maximal einzahlen darf! Ganz ehrlich welche Mutter mit 2 Kindern macht das meist zahlt Sie ja nur die 4 Prozent Ihres Einkommens da wären wir dann sicherlich eit darunter aber selbst mit dem maximal Beitrag fährt sie doch super! Dann fliessen da zum Beispiel 15 Prozent kosten ab ( hoch gegriffen ) na und! Die Förderung bekommt sie doch und sie bekommt definitiv mehr als sie einzahlt und warum da der Versicherer dAS EINGEZAHLTE GELD PLUS zULAGEN GARANTIEREN MUSS!

     

    Warum verschweigen Sie das ganz ehrlich Ihnen gehört ein Anwalt auf den Hals gehetzt absichtliche Falschaussagen treffen unglaublich. Im übrigen gibt es einige Anbieter deren Fondgebunden Riester mehr als 7 Prozent im Durchschnitt der letzten 5 Jahr pro Jahr gebracht haben und das kompensiert die Kosten locker. Natürlich gibt es ein paar schwarze Schafe aber selbst bei denen kommt mehr raus.

     

    Also mal die Kirche im Dorf lassen und den Menschen nicht das nehmen as sie später brauchen um zu überleben denn nicht jeder kann und will traden und selbst seine Geldanlagen managen.

    Durch solche Artikel werden Menschen verunsichert schämen sie sich:-(

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dominic

    In den USA sind die Kosten für Altersvorsorgeprodukte mittlerweile deutlich unter die 1%-Marke gesunken. Seit das Weiße Haus Druck macht, schmilzen die Gebühren wie der Schnee in der Sonne. Und so sollte es sein. Es geht in erster Linie um die Menschen, finde ich und nicht um das Wohlergehen von Milliardenkonzernen.

    Übrigens habe ich für Dominic einen kleinen Gastbeitrag geschrieben:

    http://derportfoliomanager.de/weltportfolio-guide/#TS

     

    @ Pate von Miami

    Ja, das mit dem Investieren auf eigene Faust zu tun ist immer besser. Vor allem wenn man nicht durchblickt, sind Finanzprodukte gefährlich. Die Riester-Verträge versteht kein Mensch. Das sagt ja alles.

     

    @ PIBE350

    Tut mir leid, dass Du einen Schrott-Vertrag hattest: zum Glück hast Du das rechtzeitig gestoppt. Die Verbraucherzentrale hat Dich sicher gut beraten.

     

    @ Diana Gräbner

    Was soll daran so großartig sein, wenn Riester-Sparerin Antje Duffert über 100 Jahre alt werden muss, um eine vernünftige Rendite zu erzielen? Es ist ja alles ihr Geld, was ihr zusteht. Ob es nun die staatliche Förderung oder ihre Beiträge sind. Es ist jedenfalls nicht das Geld des Finanzinstituts.

  6. Rainer Zufall

    Sicher Riesterverträge sind verdammt teuer. Aber: Meine Frau hat auch einen Riestervertrag. Und bekommt jetzt neben der jährlichen Zulage auch noch die Förderung für unseren Nachwuchs. Dann ist das ganze auch noch steuerlich absetzbar.

    Klar mir wäre es auch lieber wenn die Gebühren nicht so hoch wären. Ich habe das ganze aber mal grob überschlagen und so schlecht kommt mir das gar nicht vor.

    Ich finde es ein bisschen ärgerlich, dass die möglichen Vorteile (neben den Nachteilen, die mir bewusst sind) eigentlich nie thematisiert werden. Das verunsichert eher als dass es hilft.

    Nur weil ein Riestervetrag sich für einen Single nicht rechnet, muss das aus meiner Sicht nicht unbedingt auch heißen, dass er sich für einen verheirateten mit Kind nicht rechnen kann.

  7. PIBE350

    An Tim: Nicht schlimm, aus eigenen Fehlern lernt man. Mir wurde geraten, sie beitragsfrei zu stellen, aber ich wollte einen Schlussstrich haben. Seitdem leiste ich nur noch Unterschriften, wenn ich Vertragsinhalte im Großen und Ganzen verstanden habe. 😉

  8. Valueer

    @Diana Gräbner:

    Habe die Zahlen nicht nachgerechnet, aber Tim vorzuwerfen absichtlich fehl zu informieren ist völlig unangebracht. Ich halte Tim für einen grundehrlichen Menschen.

    Die Art Ihres Artikel ist auf einem Niveau, das wir hier nicht pflegen, worüber Ich auch froh bin.

    Auch wenn (hochgegriffen) 15% Kosten drauf kommen ist das nicht egal oder „na und“. Betrachten wir die Förderung nicht isoliert, bei dem wir immer noch den Großteil abgreifen und der Riesteranbieter sich einen guten Teil genehmigt, sondern betrachten wir die Historie:

    Die staatliche Rente besser gesagt das Rentenniveau wurde unter rot-grün herabgesetzt. Um das auszugleichen wird der Teil um den das Niveau herabgesetzt wurde nun als Förderung ausbezahlt. Das war also immer schon Geld auf das die Rentenberechigten den alleinigen Anspruch hatten. Dieser wird nun (zum zu hohen) Teil an die Riesteranbieter weitergereicht. Das kann man als legalen Betrug durchaus bezeichnen! Das schwedische Rentensystem schafft es mit 1/30tel der Kosten einer Riesterrente auszukommen.

    PS: Wenn Sie vom traden schreiben haben Sie die Einstellung der Anleger hier auf dem Blog komplett missverstanden. Mit traden haben wir soviel am Hut wie Waren Buffet mit einer armen Kirchenmaus.

    Grüße
    Valueer

  9. PIBE350

    An Rainer Zufall: Jetzt mal unabhängig von Riester: Wenn von ,,staatlichen Steuervorteilen“ die Rede ist, gehen bei mir mittlerweile die Alarmglocken an. Siehe die vielen Direktversicherungskunden, die durch eine zwischenzeitliche Gesetzesänderung bei den Auszahlungungen kräftig draufzahlen mussten. Kann man in diesem Fall den Kunden für ihre Vertragsabschlüsse die Schuld geben?

  10. Rainer Zufall

    @ PIBE: Stimmt. Da kann ich nicht wiedersprechen. Und ich will hier auch bestimmt nicht die Finanzindustrie in Schutz nehmen. Deren Argumentation teile ich nicht.

  11. Delura

    Ich kann nur sagen,

    stellt „Riestern“ hinten an. Ich habe zwar auch einen Riestervertrag seit 2003… Ist halt zu alt zum kündigen, lasse ich mit 100€ so neben her „laufen“…

    Konzentriert Euch auf das Aktiensparen, ich habe heute eine erste Anfangsposition Cisco Systems in mein Depot geholt. War nicht viel, vielleicht knapp über 50€ per anno, aber ich kaufe nach, Schritt für Schritt und das wächst und Cisco wird die Dividende erhöhen, das ist sicher.

    Vor allem sieht man wie sein „passives Einkommen“ wächst ohne versteckte Gebühren, ohne irgend etwas vom Staat zu bekommen oder what else.

    Glück Auf!

  12. PIBE350

    An Delura: Am wichtigsten ist doch, dass man in die Produkte investiert, die am besten zu einem passen. Zu meinem Lebensmodell passt Riester nicht. Und vielleicht nicht alle Eier in einen Korb zu legen. 🙂

  13. Slazenger

    @Delura

    Bist du auch mal wieder hier!

    Trotz Verletzungspech läufts jetzt langsam rund! Bentaleb macht einen echt guten Eindruck!

    Hab heute mal Unilever etwas aufgestockt, aktuell ca. 3,5% Div, seit 40 Jahren immer erhöht! Da brauche ich keinen Riester etc.

    Blau und weiß ein Leben lang…….

  14. Funki

    Grundsätzlich gebe ich Tim Recht. Es fehlt m.E. jedoch die Betrachtung eines Riester-Banksparplanes. Natürlich ist die Verzinsung mit aktuell ca. 0,25% mehr als lausig. bei 3 Kindern kann sich die Rendite auf Grund der Zulagen jedoch mehr als sehen lassen, vor allem da eben die Nebenkosten hier verschwindend gering sind, außer natürlich die Kosten für die Versicherung ab Auszahlung. M.E. ist diese Variante zum mitnehmen ganz gut geeignet.

     

    Das System setzt jedoch leider absolute Fehlanreize…!

  15. Delura

    @slazenger

    Glückwunsch mein Schalker Freund, du wirst lachen habe vier Wochen zwischen Unilever und Cisco bzw. zwischen Cisco und Unilever hin- und her überlegt und dann ist es Cisco geworden (weiß aber nicht warum – kopfschüttel, war schwer -booaarrr) und ja unsere Jungs kommen, trotz extremem Verletzungspech, unglaublich….

    So kann es weiter gehen, GLÜCK AUF!!!

     

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Valueer

    Danke für das Lob und Vertrauen.

     

    @ Funki

    Danke für Deine Anmerkung. Ja, die Banksparpläne galten lange Zeit als kostengünstig. Leider haben sie jetzt neue Gebühren für die Auszahlungsphase sich einfallen lassen. Es gibt jedenfalls auch hier Kritik:

    https://www.welt.de/print/wams/finanzen/article153482569/Noch-eine-Riester-Luege.html

    http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/riesterplaene/riesterfonds-und-riesterbanksparplaene-ihre-altersvorsorge-koennte-auf-einen-schlag-ein-viertel-weniger-wert-sein_id_5375451.html

    Aber das ist alles so kompliziert, dass kein Bürger durchblickt. Ich verstehe bei dem ganzen Kram nur Bahnhof. Es ist alles so verwirrend. Vermutlich ist das Absicht der Anbieter.

    http://www.versicherungsbote.de/id/4839322/Welt-Finanztest-Riester-Rente/

    Ich denke: Am besten kennen sich Verbraucherzentralen aus. Ihnen würde ich vertrauen.

  17. Funki

    @ Tim: Sorry, das wusste ich nicht. 25 % Abschlussprovision bei Renteneintritt und dann noch mit einer kalkulierten Lebensdauer von 98 Jahren. Wieso lässt der Staat das denn zu???

  18. Bankkaufmann Klaus

    Vielleicht können die unzufriedenen Riestersparer ja in das neue Vorsorgekonto der Rentenversicherung wechseln. Aktiensparen mit geringeren Gebühren.

    Mal schauen was die Experten von der Verbraucherzentrale dazusagen.

    Die Riesterzulage soll ja auch ein wenig erhöht werden.

  19. Webeichi

    Die Rede ist immer nur von den klassischen Rieser-Versicherungen. Aber was haltet ihr von Produkten wie dem Riester-Bausparer? Den hab ich in jungen Jahren recht blauäugig abgeschlossen. Man wollte halt mal was für das Alter machen. Und obwohl mich die hohe Anschlussgebühr im Nachhinein immer noch aufregt, fällt mir momentan kein Grund ein ihn einzufrieren.

    Meine interne Rechtfertigung: er ist ein akzeptables Vehikel um die Zulagen mitzunehmen, bei 16 Euro Service Gebühr im Jahr und einem Prozentpunkt Verzinsung. Okay, die Abschlussgebühr von 500 Euro war zugegeben recht heavy. Aber die wird bei neueren Verträgen meines Wissens nicht mehr erhoben. Mit 2.100 Euro jährlich zahle ich den höchstmöglichen geförderten Betrag ein. Keinen Cent mehr. Davon sind rund ein  Drittel die Riesterzulage sowie die Steuerrückzahlung, welche ich vom Absetzen der Altersversorgung aus dem Vorjahr erhalten habe.

    Den Großteil meiner Sparsumme investiere ich in ein Aktien ETF Portfolio. Für mich, wie offensichtlich auch viele andere hier, die überlegene Anlageklasse. Wie auch immer, der Riester Bausparer ist für mich ein transparentes Werkzeug um die Zulagen und Steuervorteile mitzunehmen. Eines von vielen Standbeinen beim Vermögensaufbau für die Altersvorsorge.

    Als weitere Alternative gibt es übrigens auch noch das Riester-Sparen. Dieses ist zwar aktuell aufgrund der geringen Zinsen wenig attraktiv, aber auch hier sind die anfallenden Kosten einfach nachzuvollziehen.

  20. PIBE350

    An Bankkaufmann Klaus: Ich habe nichts gegen staatlich geförderte Vorsorgemodelle. Ich wäre eventuell dabei, wenn ein paar Punkte zutreffen sollten:

    – einfach und durchschaubar (Produktgestaltung, Angaben zu Kosten, Steuern, Abgaben und möglichen Renditen)

    – kostengünstig für den Bürger

    – zukunftssicher vor staatlichen Eingriffen (siehe Direktversicherungen)

    – flexibel zu handhaben während der Einzahlungs- und Entnahmephase (Riester wird z.B. nicht im Ausland ausgezahlt und bietet keine Komplettauszahlung an)

    – keine Bestrafung für Niedriglohnsparer (Riester wird z.B. auf eine spätere Grundsicherungsleistung angerechnet = viele werden umsonst gespart haben!)

    – flexible Risikoklassen (die Beitragsgarantie bei Riester bremst mir persönlich die Rendite zu stark aus)

  21. MattySpaghetti

    Habe heute die Kündigungsbestätigung für meinen Riestervertrag erhalten. Einige (wenige) Tausender hat mich der ganze Spuk jetzt gekostet. So ein Mist. In die Zukunft blickend lohnt es sich für mich dennoch mit Sicherheit.Ähnlich wie bei Rainer Zufall hat meine Frau (als Geringverdienerin) einen Vertrag, um auch die Förderungen für die beiden Kinder zu nutzen.
    An sich ja eine gute Sache. Ob man damit allerdings besser fährt als einen ETF auf den MSCI zu besparen, mit 50€/Monat… ich muss es mal ganz genau nachrechnen. Das Thema zieht bei uns nicht gerade das Stimmungsbarometer nach oben.
    Man fühlt sich schon ein wenig, besonders an die Versicherungen, vom eigenen Staat verkauft. Die Handlungen der amerikanischen Regierung, weiter oben von Tim erwähnt, gefallen mir dagegen wesentlich besser.

  22. PIBE350

    An MattySpaghetti: Kopf hoch. Mir ging es damals nicht anders, aber das Leben geht weiter. Wer mir erzählen möchte, dass es in seinem Leben immer nur nach oben ging, macht sich für mich verdächtig. 😉

  23. MattySpaghetti

    @ PIBE: Danke 🙂

    Unterm Strich bin ich glücklich, mich zu der Kündigung überwunden zu haben. Geruht hatte es ja schon. Aber wie bei dir: der Schlussstrich musste her. Die Faust hatte ich schon oft in der Tasche, aber es lief dann doch irgendwie noch ein Jahr so weiter… Und die Rückkaufsumme wird direkt investiert. Mein persönliches Weihnachtsgeschenk!

  24. PIBE350

    An MattySpaghetti: Ja, ein richtiger Schlussstrich kann manchmal das Beste sein. Man erhält wieder einen freien Kopf, behält in diesem Fall keinen ruhenden Vertrag über Jahrzehnte im Hinterkopf. Wenn ich heute über mein damaliges Riester-Erlebnis berichte, balle ich dabei keine Faust mehr in der Tasche. 🙂

  25. Fit und Gesund

    @PIBE350

    Wer mir erzählen möchte, dass es in seinem Leben immer nur nach oben ging, macht sich für mich verdächtig.

    also der Satz ist Klasse und einfach so wahr, muss ich mir merken!

  26. Andrea

    Ich habe auch noch eine alte Riester-Rentenversicherung, und würde ich heute vor der gleichen Entscheidung stehen, mit dem Wissen von heute, dann würde ich sie nicht mehr abschließen.

    Wahrscheinlich behalte ich sie nur für den Fall, dass ich mal 100 Jahre Lt werde, oder älter. 😀

    Alleine wenn ich mir nur die jährliche Mitteilung ansehe, bekomme ich eine Krise. Z.B. wird vorgerechnet, wie hoch die „garantierte“ lebenslange Monatsrente ist. Darunter findet man das Kleingedruckte, in dem steht, dass dies gilt, wenn man die Beiträge jährlich zum 1. Januar einzhalt (das habe ich nie gemacht, also muss ich daraus schließen, dass die Berechnungen überhaupt nicht für meinen Fall gelten). Außerdem wird als zweite Klausel genannt, dass die derzeitigen Überschusssätze bis zum Rentenbeginn unverändert bleiben müssen.

    Als wenn das nicht schon genug wäre, gibt es anscheinend noch andere Eventualitäten: „Die angegebenen Leistungen sind nicht garantiert, da die künftige Höhe der Überschussbeteiligung insbesondere von den Verhältnissen am Kapitalmarkt und der Entwicklung der Sterblichkeit abhängt. Der auf Basis der derzeit festgesetzten Überschussanteilssätze hochgerechnete Wert ist insoweit trotz der auf Euro exakten Darstellung nur als unverbindliches Beispiel anzusehen.“

    Mit Verlaub, diese Ansammlung von also willkürlichen Beispielen ist komplett lächerlich.

    Das Beste ist, dass ich es mir gerade zum ersten Mal so sorgfältig durchgelesen habe und mir gar nicht bewußt war, dass die „garantierten“ Beträge gar nicht garantiert werden. Ich hatte spontan Lust, die Police zu kündigen.

    Außerdem steht in meiner jährlichen Mitteilung, dass im letzten Jahr 29,73 Eur für die Abschluss- und Vertriebskostem verwendet wurden und Eur 74,06 für die laufenden Verwaltungskosten, außerdem noch Eur 21,74 für eine Verwaltungskostenrückstellung, die auch fast komplett schon für sie Verwaltungskosten verwendet wurde. Insgesamt komme ich also auf Kosten von 125,53 Eur, d.h. die Förderung (im letzten Jahr Eur 154,00) wird nahezu komplett aufgefressen.

    Bleibt der Steuervorteil.

    Insgesamt kein überzeugendes Produkt.

     

     

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andrea

    Das tut mir leid. Das sind üppige Gebühren. Gleichzeitig gibt es Mini-Zinsen. In der Summe kommt nix bei raus. Wer möchte 40 Jahre sparen und keine Rendite erhalten? Es ist eine Gaunerei, wenn Du mich fragst.

    Die Allianz hat voriges Jahr fast 7 Milliarden Euro nach Steuern verdient. Dort landet das Geld samt Förderung zum Teil. Oder bei den anderen Adressen (ich weiß nicht, wo Du den Vertrag abgeschlossen hast).

  28. Andrea

    Ja, damals war ich einfach schlechter informiert. Die Verbraucherzentralen haben die Riesterrente empfohlen, damals waren die Zinsen auch noch nicht so niedrig wie jetzt, so dass mit höheren Ergebnissen gerechnet werden konnte.

    Im Nachhinein eine ziemliche Verarschung.

    Mein Mann und ich haben beide eine und zahlen immer noch darin ein, zusammen insgesamt fast 300 Eur im Monat. Wer weiß, vielleicht werde ich ja 100 (als erste in meiner Familie …) . Oder ich löse meine bei der nächsten großen Panik am Aktienmarkt auf, wenn ich Geld zum Aktiennachkauf benötige …

     

  29. PIBE350

    Ich würde definitiv nur wieder riestern, wenn ich als Galapagos-Riesenschildkröte (die werden bis zu 200 Jahre alt) wiedergeboren werden sollte. 😉

    Andrea, vielleicht klappt das ja mit deinen angepeilten 100 Jahren. Sei froh, dass du nicht zu Bismarcks Zeiten gelebt hast: Mindesteinzahlungsdauer 30 Jahre, Renteneintrittsalter 70 Jahre, durchschnittliche Lebenserwartung 40 Jahre. Riesters Modell klingt plötzlich richtig fair. 😀

  30. StefanGE

    Moin zusammen,

    ich hatte wie so viele mit 18 die erste Lebensversicherung abgeschlossen, damals noch „steuerfrei“, sowie eine Riester-Rente, als ich meine Ausbildung begonnen habe.

    Irgendwann mit knapp 30 habe ich mir die Verträge mal angesehen und festgestellt, dass von 100% Einzahlung bestenfalls 70% tatsächlich gespart werden. Der Rest ging für Gebühren etc drauf.

    Also habe ich alles gekündigt und ganz bewusst die Verträge nicht ruhen lassen. Die Rückzahlung habe ich direkt in Daimler und Microsoft Aktien gesteckt und diese dann nach wenigen Monaten mit dickem Gewinn wieder verkauft.

    Es folgte eine Phase der Spekulation mit Allgeier (mit Profit), Marine Harvest (mit Profit) und E-On (dickes Minus).

    Währenddessen habe ich mich ausgiebig mit Finanzliteratur weitergebildet und bin zu dem Entschluss gekommen, dass man einfach monatlich stumpf Geld zurücklegen und ab 1000€ Sparbetrag investieren sollte.

    Jetzt habe ich ein schönes Depot, sehe anhand der Dividenden, wie lange ich noch arbeiten muss und kann beruhigt nach vorne schauen. Buy and Hold ist jetzt meine Devise.

    Auf staatlich geförderte Produkte pfeife ich. Wenn man etwas fördern muss, lohnt es sich offenbar nicht von selbst, also taugt es wohl nichts.

    Ganz einfache Logik: wenn der Staat mitmischt, bin ich auf der anderen Seite.

    Gruß

    Stefan

     

  31. Oliver

    Ich habe relativ schnell entschieden, dass mir Riester nicht ins Haus kommt. Von daher war das Thema für mich tot, obwohl ich zwei mal von der Bank angesprochen wurde. Diese Gebühren sind mit das Unverschämteste, was ich im Finanzsektor überhaupt kenne. Es ist untransparent wie der ganze Vertrag. Alleine die Gebührenarten sind ein Witz. Einen solchen Vertrag zu „verwalten“ kostet in der heutigen Zeit fast gar nichts. Kosten stehen für das Anfangsgespräch an und dann laufen die Verträge so nebenher. Das schlimmste an der Sache ist: den Menschen würde das Geld über gesetzliche Renten sowieso zustehen, d.h. die Allgemeinheit zahlt für Witzgebühren an die Finanzindustrie.

    Was aber selbst denjenigen, die heute glauben, dass sie mit den Zulagen trotzdem noch einigermassen gut fahren, zu denken geben sollte: Diese Verträge sind ständig einseitig änderbar. Das heißt, man zahlt in eine Blackbox. Mal angenommen, die Leute werden tendentiell älter (was Fakt ist), dann werden die Sterbetafeln von den 98 Jahren noch weiter nach oben gesetzt. Weil es könnte dann im Jahre 2050 jemand 120 Jahre alt werden. Wird natürlich die Masse nicht, so wie heute die meisten von uns die 98 Jahre nicht erleben werden. Hoffe ich zumindest für mich nicht.

    Daneben werden die Auszahlungen versteuert. Inklusive der Sozialversicherungen. Wer weiß heute, wie die Sätze in 20 Jahren sind? Das ist völlig unberechenbar. Daneben das Renteneintrittsalter: In der Presse geistern schon Diskussionen mit 70 Jahren Eintritt. Tatsache ist: Heute kann keiner sagen, was man tatsächlich bekommt, ab wann man es bekommt und wie viel Steuern/Sozialversicherungen man zahlen muß. Dazu noch die tolle Verwaltungsgebühr für die Auszahlungen. Selbst wenn man die hohe Förderung mit Kindern bekommt, ist das eine völlig unberechenbare Sache.

    Ich war vor ein paar Wochen auf einer Infoseite für Riesterrenten. Das erste, was ich wissen wollte ist die mögliche Höhe der Auszahlung im Alter. Eigentlich der wichtigste Wert, dafür schließt man so einen Vertrag ab. Nur, es gab keinerlei Angaben dazu. Dafür seitenweise Kauderwelsch über irgendwelche Formalien. das heißt, die mit Abstand wichtigste Angabe fehlt völlig. Wenn man sich die gesetzliche Rente anschaut und dann seine Lücke ausrechnet, hat man einen Wert, den man ausgleichen muß. Ich kann diesem konkreten Wert aber keine konkrete Gegenauszahlung bei Riester zuweisen? Das ist schlichtweg ein Witz. Hier hat der Staat versagt. Und was noch deprimierender ist: Riester & Rürup haben daran fett mitverdient. Rürup tut dies heute noch.

    @Diana Gräber: Was ist dir denn persönlich passiert? Solche Trollkommentare ohne irgendwelchen Inhalt sind nur daneben. Wenn Du Riester toll findest, dann spare ihn halt bis zu deiner Rente. Ist alles gut. Nur lass andere ihr Geld nicht für Unsinn verbrennen.

     

  32. Ricki

    Hallo Tim

    Danke für deinen Beitrag. Ich verfolge deine Seite schon lange und es hilft mir meine Motivation zum Sparen und Investieren nicht zu verlieren.

    Ich wohne in der Schweiz und habe daher bereits ein ganz ansehnliches Einkommen, alles was ich nicht zum Leben brauche wird investiert in SMI ETF’s und einige Einzeltitel (Nestle, Roche, Novartis, Swiss Re, Zürich, Apple) nichts aussergewöhnliches. Hast du diese Titel auch schon mal angeschaut?

    Meine Hauptfrage an dich: Hast du dir schon einmal das Schweizer Renten System angesehen? Wen ja, wie stehst du dazu?

    Ich persönlich denke es ist besser als der Riester Schrott aber an das Amerikanische System kommt es nicht ran. Trotzdem kann man ziemlich gut seine Steuern damit optimieren.

    Gruss Rick

  33. Felix

    Ich nehme Riester als Beimischung. Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen. Damit habe ich ein vom Aktienmarkt unabhängiges Asset, das mit Förderung und Steuer zumindest etwas Rendite abwirft im Gegensatz zu anderen aktienunabhängigen Anlagen. Ich möchte bei Eintritt in den Ruhestand mehrere, möglichst voneinander unabhängige Einkommensströme haben: Renter, Riester, Dividenden.

    Was soll daran so schlecht sein?

  34. diana

    Schade das ihr euch nicht wirklich mit dem produkt eines guten anbieters informiert! Bei meinem fondgebunden riesterprodukt hab ich nach 6 jahren bis auf 200 euro die kompletten abschlussgebühren schon wieder drin da sich die fonds anscheiennd dort super entwickeln. In meinem vertrag stehen ca. 2300 euro abschlussgebühren ich zahle höchstbetrag.die förderungen hab ich abgezogen. Ganz ehrlich wenn ich dann noch die 409 euro steuerersparniss pro jahr mit einrechne kann ich nicht verstehen wie hier einige so negativ auf die riester zu sprechen sind. Wenn hier viele riesterrenten bei falschen versicherungen oder vertrauenpersonen abgeschlossen haben dann seit zu 50 prozent ja auch ihr schuld oder? Im übrigen wer kündigt der hat auch null ahnung vorallem für was zahlt man die riester fürs alter ! Wenn jemand  eine riester oder rente abschliesst zahlt er die gbühren für die komplette laufzeit! Wenn er dann bei einem drittel oder der hälfte der laufzeit kündigt ganz ehrlich selber schuld und eigentlich sollte der staat verbieten das gekündigt werden kann denn das schützt vor fehlentscheidungen. Wenn es ein produkt ist wo man sich reingelegt fühlt dann sollte man eher den ein oder anderen berater verklagen das wäre sinnvoller! Im übrigen musste der der gekündigt hat ja auch seine ganze steuervorteile zurückzahlen die er ja aber die ganzen letzten jahre bei seiner steuerrückzahlung bekommen hat und wahrscheinlich ausgebgeben hat. Wenn er das mal gegenrechnet hat er wahrscheinlich keinen verlust gemacht! Es ist nicht richtig hier halbwahrheiten zu schreiben oder absichtlich oder durch unwissen gewissen dinge wegzulassen. Genau darum ist sowas hier völlig falsch. Eher sollte jemand einen riestervertrag der allianz aachen münchener ( fondsgebunden) einstellen mit dem blatt der kosten und aktuellem stand usw. Natürlich dann auch noch ehrlich die steuer der letzten jahre usw. Usw. Dann wäre es für jeden nachvollziehbar. Aber nein das ist ja das annonyme internet dankann man ja fakten weglassen bzw. verdrehen. Schade um dieses schöne medium

  35. MattySpaghetti

    Vielleicht hol ich mir einfach ein paar Allianzaktien. Da hat man dann was von der Riesterei… der anderen!

  36. Mr. B

    Ist jemand im Bilde was bei der Kapitalmaßnahme bei HCP und Yum im Detail passiert?

    Danke im Voraus.

  37. Claus

    @ Mr. B

    Hier etwas zu Yum.

    Aufgrund der deutschen Steuerproblematik habe ich Ende Juli bei 82,17 erstmal verkauft. War ein ganz guter Zeitpunkt. Je nach Lage werde ich nach der Maßnahme evtl. wieder einsteigen.

  38. vonaufdenboden

    Diana Gräber arbeitet vielleicht für den AWD oder einen anderen Finanzdienstleister.

    Ich hatte auch eine fondsgebundene LV von DWS in den Jahren 2002 bis 2013. Dort habe ich 24,801 eingezahlt und am Ende 26,669 erhalten. Eine Rendite von unter 1% p.a. Im gleichen Zeitraum erwirtschaftete der DAX eine Rendite von über 6% p.a.

    Einer meiner Freunde zahlt auch seit 10 Jahren in eine fondsgebunden LV ein. Die haben es sogar geschafft, bis dato eine negative Rendite zu erwirtschaften!

    So ähnlich ist es bei allen aktiv verwalteten Finanzprodukten. Man bezahlt mit einen beachtlichen Teil der monatlichen Einlagen Vertriebs-, Verwaltungs-, Management-, Depotgebühren, etc. etc. für eine Leistung, die in den häufigsten Fällen mit der eines Sparbuchs vergleichbar ist. Aber traurigerweise läuft deren Geschäftsmodel nach wie vor gut. Leute kaufen sogar eine LV, wenn null Rendite garantiert wird.

    Wie von Tim und anderen hier immer wieder gepredigt, muss man sein Geld selber verwalten. Wenn jemand damit überhaupt nichts zu tun haben will, dann eben einen ETF. Niedrige Gebühren und das Risiko ist breit gestreut. Einfacher gehts nicht.

    vonaufdenboden

     

  39. Mr. B

    Danke an Claus und Oliver.

    Oliver du hast auch HCP oder? Hast du eine Mitteilung deines Brokers bekommen?

  40. Oliver

    @Mr. B

    Ich habe die Aktie auf Lynx umbuchen lassen Anfang des Jahres. Ich habe eine Mitteilung bekommen über den Spin-Off. Vorhin habe ich auf mein Konto geschaut und die neuen Aktien sind bereits eingebucht. Da meine HCP-Aktienanzahl durch 5 teilbar war, habe ich nur Aktien bekommen und kein Geld. Je nach Broker müßtest Du die Aktien bereits sehen oder in den nächsten Tagen.

  41. Mr. B

    Leider habe ich bisher noch keine Mitteilung oder Aktien bekommen. Wird wohl in den nächsten Tagen geschehen. Musst grad mal nachschauen ob meine Aktienanzahl auch durch 5 teilbar ist. Zum Glück ja ; )

    Schönen Feiertag allen.

     

  42. Delura

    @MattySpaghetti

    Vielleicht hol ich mir einfach ein paar Allianzaktien. Da hat man dann was von der Riesterei… der anderen!

    Das ist der einzige Grund, warum ich eine recht große Position von Zurich Insurance im Depot habe, eine Cash Cow par excellence, die Aktionäre werden belohnt, die Versicherten besch…. (Traurig, aber wahr)

    Wenn man das aber erst mal weiß, dann hält sich die Trauer in Grenzen.

    Glück Auf!

  43. Funki

    So, ich hab soeben mal den Vertrag meiner Frau gesichtet: Wir zahlen in einen Banksparplan der VR Grohau-Ahaus (mehrfach Testsieger bei Finanztest) 1304 Euro jährlich ein. Davon sind 250 Euro Eigenanteil und der Rest Zulagen.  Bei der Förderquote sollte sogar ein Abzug von 25% noch rentabel sein. Trotzdem der Wahnsinn, wie der berühmte kleine Mann hier gemolken wird…

  44. KM

    Hallo, ich lese seit ein paar Wochen hier mit und mir gefällt der kaufen und halten Ansatz.

    Ich hatte 2008 einen Rürup abgeschlossen und nach 8 Monaten Beitragsfrei gesetzt da ich mich danach weiter informiert hatte. Der Vetrag hatte ca. 20% Verwaltungskosten. Das war mit zu heftig. Mein spontaner Gedanke dazu war lieber lege ich das Geld sinnvoller an mit mehr Rendite und zahle dann darauf meine Steuern als mir schon am Anfang ein fünftel wegnehmen zu lassen und hinterher dann was noch rauskommt versteuern zu müssen.

    Eine Frage an Alle:
    Ich habe noch eine RV und LV seit ca. 1995.
    Ich überlege beide aufzulösen und das Kapital sinnvoller anzulegen. Soll ich diese verkaufen oder über die Versicherungsgesellschaft beenden?
    Wer hat Erfahrungen mit dem Verkauf auf dem sogenannten „Zweitmarkt“?
    Ich habe gehört das teilweise sogar Verträge zurückabgewickelt werden können wegen einer evtl. fehlenden Widerspruchsfrist oder dergleichen bei Vertragsabschluss.

     

  45. Christoph

    Was ich beim Riestern nicht kapiere:

    Es gibt vom Staat Zuschuss da die normale Rente nicht reicht. Wieso lässt der Staat das nicht und gibt einfach mehr zur normalen Rente dazu?

    Ebenso liest man ja oft, glaub bei Andrea war es auch so, dass es abhängig vom Kapitalmarkt ist. Was heisst das genau? Sehr oft ist ein Fonds die Basis des Vertrags.

    Also wieso soll ich denn dann nicht direkt selbst in den Fonds oder einem ähnlichen ETF investieren? Das ist doch Irrsinn! Ich nutze in beiden Fällen die gleiche Grundlage, bei einem habe ich aber ein undurchsichtiges Geflecht von Klauseln und hohe Gebühren beim anderen nicht.

     

    Ich selbst hatte 2 Rentenversicherungen. Eine habe ich nach 3 Jahren etwa gekündigt. Mit Verlust. Aber auf Dauer spare ich viel Geld.

    Die andere kündige ich im Januar da ist das dann Steuerfrei da vor 2005 abgeschlossen (Suff gehabt war Dezember 2004) hehe. Das ist dann ein ganz leichter Verlust. Aber ich bin froh wenn ich das Ding auch los bin. Denn auch hier Gebühren für einen Fonds.

    Ich investiere das Geld dann lieber direkt selbst.

     

    @Stefan GE: Bereust Du den Verkauf von Marine Harvest? Ich habe die, will die auch behalten. Die Dividende ist mega und ich denke das Geschäftsmodell ist super. Ist auch fast ein Burggraben ala Buffett.

    Nur schade dass der Kurs in den letzten Monaten so stark stieg.

     

    Wegen den Steuern: Ich kenne jemanden der hat einen Vertrag bei so nem Film Fonds in Deutschland abgeschlossen. Wirklich war: Das Ding ist so ausgelegt dass Verluste gemacht werden und man dadurch Steuern spart!

     

    Da greife ich mir an den Kopf. Sowas würde ich nicht abschließen.

     

     

  46. Andrea

    Ich habe auch einen Versicherer im Depot. Das ist auf jeden Fall vom Ergebnis her besser, als eine Riester-Rente zu besparen. Die Dividende beträgt dort zur Zeit ca. 4 Prozent jährlich netto. Und eventuelle Kurssteigerungen kommen noch obendrauf.

    Diana Gräber, meine Riester-Versicherung war damals der Testsieger in der Finanztest. Nur zur Info. Ich stimme hier auch Oliver zu, dass in der heutigen Zeit die Verwaltung eigentlich nicht mehr viel kosten dürfte, der Großteil der Kosten dürften wahrscheinlich die Abschreibungen für die teuren Versicherungsgebäude sein!  Ich habe übrigens Kontakte in die Versicherungsbranche und manche sagen mir, dass sie keine Riester-Renten mehr verkaufen. Die Nachfrage danach liegt auch am Boden, zu Recht.

     

  47. PIBE350

    Felix: ,,Ich möchte bei Eintritt in den Ruhestand mehrere, möglichst voneinander unabhängige Einkommensströme haben: Renter, Riester, Dividenden.

    Was soll daran so schlecht sein?

     

    Nicht viel, wenn die Produkte zu dir passen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und streue auch bei den passiven Einkommensströmen vor der Rente. Diversifikation finde ich grundsätzlich gut. Nur die passenden Bausteine muss jeder für sich selbst finden. Zu mir passt Riester nicht.

  48. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ricki

    Euer Rentensystem in der Schweiz ist besser. Bei Euch müssen ja auch Politiker und Beamte in die Rentenkasse einzahlen. In Deutschland gibt es für die Politikerkaste und Beamten Extrawürste. Daher krankt das System.

    Auch in Österreich ist die gesetzliche Rente viel gesünder, weil sich alle daran beteiligen müssen.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/altersversorgung-warum-oesterreichs-rentner-viel-mehr-geld-bekommen-als-deutsche-1.2818161

    Wir Deutsche schaffen gerne Sonderregeln für wenige, was der Mehrheit schadet.

     

    Die Riester-Rente ist mit all ihren Gebühren ein legaler Betrug am Sparer. In den USA kannst Du für den Ruhestand in Spezialkonten sparen (die vom Arbeitgeber und Staat gefördert werden) – nahezu ohne Kosten. Es gibt dort keine absurden Provisionen wie bei Riester. Die Kosten gehen in den USA gegen Null, wenn Du bei den Discountern bist. Etwa Vanguard, Fidelity, BlackRock oder Charles Schwab.

     

    @ Diana

    2.300 Euro Abschlussgebühr ist für mich eine Unverschämtheit. Das fehlt dem Sparer am Ende. Wenn Du dieses Geld mit 7% 40 Jahre lang verzinst, käme sehr viel bei herum, nämlich 34.000 Euro. Die fehlen Dir! So etwas darf man als Sparer nicht hinnehmen. Es ist ein Betrug am Sparer.

     

    @ Christoph

    Genau. Die Förderung für den Riester-Schrott (es sind Milliardensummen) wäre in der gesetzlichen Rente besser aufgehoben. Da stimme ich Dir zu. Riester ist zu komplex und teuer.

    Allianz, Münchner Rück und die Banken wollen natürlich an den Riester-Renten fürstlich verdienen, deshalb sind so so erfinderich bei den Gebühren. Sie müssen ihren Gewinn maximieren. Das machen sie für ihre Aktionäre.

  49. Slazenger

    Wenn man sich die Renten Systeme unsere Nachbarn Österreich und Schweiz so anschaut, dann frage ich mich ernsthaft warum lassen wir Deutsche uns das alles so gefallen? 45 Jahre arbeiten um dann eine Rente zu bekommen die sich am Existenzminimum befindet und dann u.U. Auch noch besteuert wird! Schon krass das ganze!

  50. Christoph

    EIn weiterer Vorteil von Aktien die Dividenden ausschütten ist auch der: Habe ich soviel dass ich nicht an Deutschland mehr gebunden bin kann ich auch ohne Probleme woanders hingehen und die Aktien dann einfach in ein anderes Depot transferieren.

    Besteuer Deutschland zb Dividenden irgendwann zu hoch kann man einfach auswandern. Ich bezweifel dass das mit Riester so einfach geht.

    @Tim: DU Hast vollkommen Recht dass es ne …. ist dass nicht jeder einzahlt. Das widerspricht auch dem Solidaritätsgedanken.

    Beamte sagen dann immer: Dafür verdient man in der Wirtschaft mehr. Das timmt aber auch nur teilweise. FÜr die Masse gilt das nicht. Ebenso kann ich nicht nachvollziehen dass es soviele Beamtenberufe gibt. Bei Polizei und Feuerwehr verstehe ich es. Aber bei Lehrern zB nicht. Hier zählt auch der Grund dass Lehrer nicht bestechlich sein dürfen nicht.

    Denn das darf keiner! Egal ob Lehrer, Handwerker oder Banker.

    Ich hoffe aber, dass es ein Umdenken gibt. Sowohl in der Politik als auch im VOlk. Man muss dem Volk nur gewisse Dinge mal erklären. zB Eigenverantwortung bei Finanzen.

    Vor 100 Jahren wurde dem Bürger auch nicht alles hinterhergetragen. Nein da musste er selbst schauen wie er das Alter bewältigt.

  51. Christoph

    @Tim: toller Artikel. Mich würde interessieren wer das initiiert hat.

    Waren das Bürger? Oder kam es aus der Politik? Hier in Deutschland wäre das ne tolle Sache. Das Problem wäre nur, dass die Regierung die das durchsetzt von den Beamten nicht mehr gewählt werden würde.

  52. Skywalker

    So, viele meiner schönen Titel gehen im Moment den Bach runter. Fühlt sich scheisse an.

     

    Nike, AT&T, Starbucks, Coca Cola, Novo Nordisk (!!!), Wal-Mart, usw….

     

    Ich schätze so langsam kommt die Phase, wo man durchhalten muss. Aber der Wunsch, das Depot mit 0 auf 0 zu verkaufen ist immer mal wieder da…. Wenn man im Plus ist ist das alles ganz easy… oh man ey…

  53. Slazenger

    @Skywalker

    also wenn du das den Bach runter gehen nennst, dann will ich dich nicht sehen wenn mal eine Korrektur oder gar ein Crash kommt, falls du ein buy and hold Anleger bist, darauf solltest du geistig immer vorbereitetsein dass dein Depot auch mal im schlimmsten Fall 30,40 oder gar 50% in den Miesen ist! Dann heißtes tatsächlich Nerven zu behalten und am besten nicht ständig ins Depot schauen, denn diesen Anblick ertragen dann die wenigsten und verlieren die Nerven! Im Moment ist doch alles im grünen Bereich, Dow über 18000, Dax weit über 10000!!! Wo liegt dein Problem? Lass mal den Trump kommen dann rumpelts in der Kiste!

  54. Sebastian

     

    Hallo Tim, wow, so viele Kommentare, der Wahnsinn 😀

    bin 20 und bespare monatlich etfs in form des msci world (50%),msci em und anleihen (jeweils 25%). Hinzu etwas rumexperimentieren mit p2p, aber nix ernstes. Hab jetzt mtl. noch weitere 25% übrig, überlege hierbei noch. Vllt. Hat der ein oder andere Vorschläge?

    Habe selber neben einer PKV eine BU am laufen, was ist deine meinung zu berufsunfähigkeitsversicherungen? Riestern tu ich gottseidank nicht.

    Mfg Sebastian

    Mach weiter so

  55. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sebastian

    Das klingt sehr vernünftig, was Du machst. Gratulation! Ich bin ein Fan von einem ganz einfachen S&P-500-ETF. Es sollte kostengünstig sein. Dann stur, stumpf, stetig einzahlen. So wie Du das schon machst. Genauso bin ich ein Anhänger von Aktien wie Berkshire Hathway, P&G, J&J, Nike, Henkel, Adidas, Verizon oder Unilever.

    Ich bin grundsätzlich ein Fan davon, finanzielle Risiken abzusichern, eben über Versicherungen. Leider ist die BU komplexer. Wenn es zum Schadenfall kommt, kann es Schwierigkeiten geben. Ich habe dazu ein kleines Video gemacht:

    https://www.youtube.com/watch?v=GSxvfnnZzgc

    In der Theorie ist die BU eine super Sache. In der Praxis gibt es Hürden, wenn es darum geht, Zahlungen zu erhalten.

    Hier findest Du weitere Infos zur BU in den Kommentaren:
    http://timschaefermedia.com/heiraten-sie-ihre-aktien/

  56. Max

    @Tim: Du könntest mal einen Artikel zu den Wahlen in USA machen, den wir dann für Diskussionen nutzen könnten.

    Skywalker hat schon damit angefangen: „Lass mal den Trump kommen dann rumpelts in der Kiste!“

    Mich würde vor allem interessieren:

    Wird der Pharmasektor unter Clinton leiden?
    Wie geht’s mit der Rüstungsindustrie weiter?
    Wird die Börse auch dieses mal die berühmten kurzen politischen Beine haben?

    Ich habe mich vor Jahren von meiner Kapitalleben getrennt. Habe darin keinen Sinn mehr gesehen – ebensowenig wie in Riester. Lieber beteilige ich mich an Firmen und lasse mir diese Beteiligungen in Form von Dividenden entlohnen

  57. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Max

    Wenn ich das alles genau wüsste, wäre ich Milliardär oder Trillionär. Es werden viele Dinge vorhergesagt, die nie eintreten.

  58. Florian Müller

    Hallo Tim,

     

    Riester ist echt ein übel. Die Ködermittel „Geld vom Staat zu bekommen“ und „steuerliche Vorteile“ ist nur eine Farce. Erstens bekommt der Kunde nicht die Zulagen. Diese werden nämlich intern vom Versicherer mit den Kosten verrechnet. Zweitens nutzen die meisten Riester Sparer die steuerlichen Vorteile nicht, weil sie diese in Ihrer Einkommensteuererklärung nicht angeben werden. Hier der Artikel dazu 
    http://www.versicherungsbote.de/id/4845343/Riester-Rente-Gruene-Anfrage-Bundestag/?platform=hootsuite

    Ich habe an einem Gastbeitrag von einem interessanten Buchprojekt dies auch wiedergegeben. Hier der Link zum Buch „Riester – Leaks

    Es ist ungeheuerlich, da es knapp über 16 Millionen Riesterverträge gibt, von denen ich behaupte, dass lediglich ein Bruchteil wenn überhaupt lukrativ ist. Die Intransparenz, Infelxibilität und die Starrheit machen dieses Produkt so dermaßen schlecht. Leider will keiner über das Thema Geld und Sparen in der Öffentlichkeit reden. Jeder möchte schnellstmöglich sein Haken unter das Thema Altersvorsorge machen, sodass kein Vertrag richtig geprüft wird. Zudem sind die 50- 100 Seiten AGB so unverständlich, das es keiner versteht.

    Beste Grüße Florian

  59. Christoph

    Max

    das entscheidende ist nicht die Präsidentschaftswahl allein.  sondern in Kombination mit dem Repräsentantenhaus und dem Senat.  gewinnt Clinton aber die demokraten holen nicht Senat und rep.haus ändert sich nicht viel. Bei trump ist es genau so. gewinnt Clinton und demokraten holen die Häuser kann viel geschehen.

    passiert das bei trump dann . .ohje.

     

    skywalker

    also ich bekomme eher schlechte Laune wenn die Kurse hoch sind da ich kontinuierlich kaufe.

    momentan freue ich mich über healthcare. toll zum nachkaufen.

    wobei der Markt bekloppt ist. bernie sanders Twitter wieso eli lilly innerhalb von 20 Jahren für das Produkt xy den Preis um 700 % erhöht hat.

    Und der kurs geht runter. Nur wegen eines tweets ohne Bezug auf das aktuell Geschäft.

  60. silentbob

    Moin,

    Ich sehe es wie Felix. Ich teile mein Kapital auf. Riester, Aktien, bisschen Edelmetalle.

    Ich selber bespare monatlich eine fondsgebundene Riesterrente, die allerdings nur ein paar Prozent der gesamten Sparrate einnimmt. Das Gebühren anfallen ist mir schon klar, doch ich fühle mich besser wenn ich mein Kapital mehr streue. Den großen Vorteil den ich bei Riester sehe ist, dass das darin enthaltene Kapital vor Hartz 4 geschützt ist. Wer weiss ob ich mal arbeitslos oder krank werde? Ob das noch in 20 oder 30 Jahren so ist, dass es vor Hartz 4 geschützt ist, ist natürlich ungewiss.

    MfG silentbob

  61. Ecckehard

    Schon krass, wieviel buy and holder sich hier tummeln! Mich würde mal interessieren, wer hier von denen nach einer Baisse noch  mitschreiben wird! Nicht wie nach einem Absacker von letztem Herbst oder 2012; ich meine, in einer echten Baisse so  in den Jahren 2000 bis 2003, als es langsam und zäh, unterbrochen von kurzen scharfen Rallys von einem Daxstand 8100 bis 2200 hinunterrauschte.

     

    Gruß Ecckehard

  62. MattySpaghetti

    Christoph schrieb:
    „Also wieso soll ich denn dann nicht direkt selbst in den Fonds oder einem ähnlichen ETF investieren? Das ist doch Irrsinn! Ich nutze in beiden Fällen die gleiche Grundlage, bei einem habe ich aber ein undurchsichtiges Geflecht von Klauseln und hohe Gebühren beim anderen nicht.“

    Ja, wir haben damals für meine Frau auch einen solchen Unsinn abgeschlossen.  Riester-LV-Vertrag mit EuroStoxx-Indexbeteiligung. Monatsendwerte werden pro Jahr addiert und ergeben die Verzinsung. Nach unten ist man bei 0% abgesichert, es kann also nicht negativ werden. NUR: Die Gewinnmonate sind nach oben hin bei 3,5% gedeckelt (capped), nach unten hin jedoch nicht. Somit landet man am Jahresende immer bei der 0%-„Absicherung“, denn die Gewinnmonate machen nie die Verlustmonate (die manchmal bei -15% oder so sind laut Übersicht) wett. Jährlich kann man zwischen Indexbeteiligung und fester Verzinsung von wählen (momentan 2,9%) . Somit geht man immer auf die Festverzinsung. Soviel zum Thema Aktienbeteiligung. Wir waren so dumm dieses Produkt abzuschließen. Hätten besser nen ETF-Sparplan auf den EuroStoxx 600 machen sollen.
    Und der Knaller für mich: Beim Gespräch neulich mit meinem besten Freund, seines Zeichens hochbezahlter Berater, intelligent, sehr erfolgreich im Job – und finanziell gebildet würd ich mal spontan ins Blaue sagen – stellt sich heraus, dass er privat den gleichen Vertrag abgeschlossen hat. Mir ist die Kinnlade runtergefallen. Hätte ich nicht gedacht – aber wenn’s um die Rente geht, sind wir Deutschen anscheinend der Regierung hörig. Also hier läuft echt was falsch.

    Gutes NDR-Video übrigens. Schön kompakt. Viele Dinge angesprochen, die man mal näher nachschauen kann (oder lieber lassen sollte…)!

  63. K.

    Die von MattySpaghetti beschriebene Index-Versicherungsprodukte sind seit 2015 wieder(?) im kommen.

    Mitten in damaligen Phase der Versicherungs-und-Finanzverständnis/Aufräumphase damals habe ich mich auch (noch) von einem Bank-„Berater“ beraten lassen und anhand meiner vorab zugesendeten Ideen und Fragen hat er (kundenorientiert (+) und Kundenwunsch/Grundidee erkannt und beachtet (+) ) auch so ein Produkt empfohlen, das quasi druckfrisch ist. Der Flyer war noch nicht gedruckt aber er hat mit die PDF als Vorabversion ausgedruckt. ETFs zm „so investieren“ an sich bot die Bank/Sparkasse per se nicht an. Das läuft nun über ein anderes Depot. Selbst Schuld wenn die Bank hier nicht mitverdienen will bzw. evtl. Kauf-Gebühren (viel) zu hoch sind für Sparpläne. Kleinvieh kann ja auch Mist machen… Egal ob für Fonds oder Einzel-Wertpapierkäufe. Unter zu hoch verstehe ich das 5-10 fache als bei anderen Anbietern.

    Abgeschlossen habe ich es wg. dem Versicherungsbackground nicht. Kurz danach habe ich selbst größer angefangen mit Buy&Hold Ansatz zu investieren und Versicherungen (Haftpflicht und Co) anzupassen, Rentenversicherungen zu hinterfragen und z.T. zu kündigen (Schnitt und selbst besser machen). Näheres kann man den bekannten Kommentaren von mir aus den letzten 12 Monaten, seit ich hier mit lese, entnehmen, da ich will ich nicht nochmal alles wiederholen.

    Individuell mit realem Hintergrund werde ich das alles und die Zukunft an andere Stelle mal längerfristig dokumentieren und zugänglich machen. Als Anregung und zum Nachvollziehen für Dritte.

  64. Colibri

    KM schrieb:
    „Eine Frage an Alle: Ich habe noch eine RV und LV seit ca. 1995.
      Ich überlege beide aufzulösen und das Kapital sinnvoller anzulegen. Soll ich   diese verkaufen oder über die Versicherungsgesellschaft beenden?“
    @ KM: Bei Verträgen aus den 1990ern müsste die Garantieverzinsung auf den Sparanteil noch relativ üppig sein. Auch die Steuervorteile sind nicht zu verachten (vor 2005 geschlossene Verträge müssen meines Wissens mindestens 12 Jahre bespart worden sein, um die Steuervorteile nicht zu verlieren. Aber diese Mindesthaltedauer ist bei den Policen aus den 1990er ja kein Problem.).

    Von daher muss eine Kündigung nicht immer die beste Lösung sein. Man kann den Bund der Versicherten für sich rechnen lassen, um eine gute Entscheidungsgrundlage zu bekommen, wie man am besten aussteigt. Die Kündigung führt oft zu hohen Abschlägen. Eine Alternative besteht möglicherweise darin, bei der Versicherung in einem ersten Schritt eine so genannte „Laufzeitverkürzung“ zu beantragen. Dann läuft der Vertrag früher aus, sagen wir in zwei oder drei Jahren, statt in 20 Jahren. Wenn diese Vertragsänderung durch ist, kann man separat beantragen, dass der Vertrag beitragsfrei gestellt wird. Dann muss man bis zur Fälligkeit der Versicherung nicht weiter einzahlen. Hat den Vertrag aber eben NICHT gekündigt. Auf diese Weise behält man z.B. den Anspruch auf den Schlussüberschuss. Die Auszahlung ist dann oft wesentlich höher, als wenn man den Vertrag kündigt und nur den Rückkaufswert bekommt.

    Ich habe dieses Procedere vor drei Jahren angestoßen, um jetzt im Dezember 2016 nach 12 Jahren Vertragsdauer auszusteigen. Der Rückkaufswert im Dezember 2013 hätte sich mit 7% p.a. verzinsen müssen, um auf den garantierten Auszahlungsbetrag im Dezember 2016 zu kommen. Etwaige Schlussüberschüsse noch nicht eingerechnet.

    Seitdem der Gesetzgeber den Versicherungen erlaubt hat, die Bewertungsreserven nicht mehr in nennenswertem Umfang an die Versicherten herausrücken zu müssen, ist die Kündigung einer Kapitallebensversicherung im Vergleich zur Laufzeitverkürzung mit Beitragsfreistellung meines Erachtens noch unattraktiver geworden.

    Der Verkauf eine Police wäre mir persönlich zu riskant. Ich denke mir: selbst ein seriöser Aufkäufer wird an der Police gut verdienen wollen — und deshalb sicher weniger zahlen, als der Vertrag wert ist. Erfahrungen habe ich damit aber nicht.

    Bestens,

    Colibri

     

     

     

     

  65. Tobias Rechel

    Hallo Tim und alle „Redner“,

     

    leider stimmt dies einfach nicht. Gebühren sind hoch? Das kann sein. Aber die Berechnungen, auch die von Herrn Kleinlein, der nicht umsonst mal kurzzeitig rausgeflogen ist, sind leider mal wieder tendenziös und halten einer näheren Prüfung nicht stand. Wie immer, wenn es um diesen Herren geht. Nicht umsonst ist er in seinem eigenen Laden sehr umstritten.

    Nett, dass hier der Aktienmarkt gegengerechnet wird, aber auch das ist Augenwischerei. Einen risikolosen Marktzins mit einem risikobehafteten Renditeversprechen der Vergangenheit über 40 Jahre hoch zu rechnen ist nicht nur unseriös, es wäre, würden die Redner für ihre Aussagen haften, ein klassisches Beratungsverschulden.

    Hier einmal die Fakten:

    Eine Dame, Lieschen Müller, Akademikerin, zahlt ab ihrem 27. Lebensjahr den Maximalbeitrag von (2.100 EUR abzl Zulagen) ein (die Zeit davor berücksichtigen wir als Puffer nicht, da es auch danach mal etwas schwanken kann. Ausgleichende Gerechtigkeit). Davon bekommt sie gute 900 EUR durch die Steuer oder direkte Zulagen p.a. zurück.

    OHNE ZINS zu Lieschen Müllers 67. Geburtstag:

    84.000 EUR sind im Vertrag

    36.000 EUR sind davon Zulagen

    Von den 84.000 EUR kann sie sich 30% mit Rentenbeginn auszahlen lassen, also 25.200 EUR. Das bedeutet es sind noch 58.800 EUR im Vertrag.

    Ohne nun am 2 Uhr Nachts das rechnen zu können und wollen, dürfte bei einem restlichen Kapitalstock von 58.800 EUR eine monatliche Rente von gut 200 EUR (auch ohne Zins!) drin sein. Somit: 2.400 EUR p.a. Rente ein Leben lang. Von den 58.800 EUR die noch im Vertrag sind, hat sie aber nur 22.800 EUR einbezahlt, der Rest war der Staat. Das bedeutet, dass Lieschen Müller nach 9 Jahren und 6 Monaten Gewinn macht. Ja, da bei dieser Rentenhöhe auch eine Rentengarantiezeit von 18 Jahren zugrunde liegt, macht sie, ihr Partner oder ihre Nachkommen mit Sicherheit ein Gewinn.

    Wie gesagt, ganz ohne Zinsen gerechnet, einzig mit den einbezahlten Beiträgen von Frau Müller und dem Staat die mindestens garantiert werden. Mit den Überschussbeteiligungen und dem Schlussüberschuss wird sich die Sache entsprechend hochrechnen (Zinseszinsen sind hier in dem Blog ja oft genug behandelt worden). Und das alles risikolos!

    Ich hab nichts gegen Aktienanlagen. Ich spare selbst einen bedeutenden Teil meines Sparkapitals dort ein. Aber grundsätzlich andere Durchführungswege deshalb beiseite zu schieben (auch bAV) ist blauäugig.

    Nebenbei, sollte Lieschen Müller mit Mitte 50 arbeitslos werden und in ALGII Leistungen fallen, wird das Vermögen im Riester nicht angerechnet. Die Aktien hingegen schon, die selbst geplante Altersvorsorge wäre damit futsch. Mit der staatlichen Lösung hätte sie, abhängig von den bisher gesammelten Rentenpunkten, weiterhin eine Rente zu erwarten und gute Chancen selbst dann über die Grundsicherung zu kommen. Würde sie mit 57 arbeitslos werden und lediglich 1 Punkt im Durchschnitt im Jahr sammeln können, wären das trotzdem 900 EUR Rente p.a., dazu kommt die Riester mit 63.000 Kapital ohne Zins, was einer Rente um 220 entsprechen dürfte: 1.130 EUR pro Monat. Grundsicherung wären 770 EUR monatlich derzeit. 360 EUR mehr als Grundsicherung. Sicher ist das nicht üppig, dürfte aber vor der Verarmung schützen. Alles per heute gerechnet ohne Zins, sowohl kein Zins bei Ansparung, als auch kein Zins bei der Verrentung.

    Es ist immer leicht zu reden und sich auf irgendwelche Experten zu berufen. Leider sind meist auch diese Experten durchaus tendenziös und verfolgen eigene Ziele (z.B. Medienpräsenz). Aber eigentlich hätte ich mehr Eigeninitiative hier vom Blog erwartet. Zumindest die Garantien sind sehr leicht zu überschauen und kann das damit rechnen. Und 163 EUR im Monat Höchstbeitrag für einen Kinderlosen ist nun, bei den Sparquoten die hier immer wieder gefordert werden, kein Posten der nun die gesamte Aktienvorsorge durcheinander bringt. Achso, einen Haken hatte meine Rechnung: Ich habe keine nachgelagerte Steuer kalkuliert. Den Schuh zieh ich mir an. Lässt sich aber auch seriös kaum betrachten, da die Einkünfte im Alter stark von der Erwerbsbiografie abhängen und somit bei Lieschen Müller letztlich niemand sagen kann ob und wie hoch ihr persönlicher Steuersatz im Alter sein wird.

    Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, auch Aktien sind das nicht. Deshalb sollte man Hühner, Schafe, Kühe und Schweine in der Altersvorsorge haben.

  66. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Florian

    Danke für den Buch-Hinweis. Das Buch ist witzig geschrieben.

     

    @ Tobias

    Ich vertraue schon den Verbraucherschützern aus der Doku.

    Herrn Kleinlein traue ich mehr als einem Versicherungsvertreter. Kleinlein spricht für den „kleinen Mann“. Ich finde ihn sympathisch.

    Am besten wäre es für die Menschen, ohne den ganzen Kostenappart zu sparen. Und zwar per ETF. Das ist sehr kostengünstig möglich. Da braucht man keine Vertriebstruppen und absurde Verwaltungsgebühren.

    In den USA ist Usus extrem kostengünstig via Altersvorsorgeprodukte per ETF zu sparen.

    Der S&P-500-Index hat im langen Schnitt seit hunderten von Jahren knapp 10% Rendite p.a. gebracht. Gehen wir vorsichtig von 7% aus. Das 40 Jahre lang.

    Kommt bei 175 Euro im Monat (2.100 Euro im Jahr) 435.000 Euro zusammen. Da frage ich Dich, was ist besser?

    84.000 Euro von der Versicherung oder 435.000 Euro aus einem ETF-Sparplan?

    Die Indexlegede Jack Bogle und das Finanzgenie Warren Buffett raten jedem zu einem kostengünstigen ETF, und zwar langfristig. Das ist viel rentierlicher als so ein Gebührenmonster.

    Ich bin gegen die mächtige Hochfinanz in diesem Fall. Sie haben eine Lobby-Truppe hinter sich, die mit Millionensummen in Berlin den politischen Betrieb ölt. So werden Regeln und Gesetze verbogen und verdreht. Der Regulierer stimmt am Ende den Interessen der Finanzindustrie zu. So entstehen Schäden/Nachteile für die Bürger. Ich bin für den „kleinen Mann“. Altersarmut ist ein großes Problem in Deutschland. Allianz, Münchner Rück, Axa und andere machen derweil Rekordprofite in Milliardenhöhe.

  67. Mario

    Mit 16 Jahren, zu Beginn meiner „beruflichen Karriere“  haben meine Eltern mir auch geraten eine Lebensversicherung, BU etc. abzuschließen – damals war es wohl gängiger „Standard“. Also kam ein gut gekleideter Herr zu uns nach Hause und gab 2 Stunden sein bestes. Es war ne lockere Stimmung, es wurden tolle Diagramme gezeigt und am Ende waren die Versicherungen abgeschlossen. Schon damals fand ich es seltsam, einem wildfremden Mann meine „Zukunft“ anzuvertrauen. Aber damals hat man sich nicht wirklich Gedanken darum gemacht. Nach ein paar Jahren habe ich den ganzen Kram zum Glück wieder gekündigt und meine Geldanlage selbst in die Hand genommen. Nach rund 25 Jahren bringt das Depot nun eine vierstellige Summe an Dividenden im Monat – ein vielfaches von einer Lebensversicherung oder einem Riestervertrag. Bei jedem Blick in mein Depot denke ich an den damaligen Versicherungsmakler, der mir bei der Kündigung den Verlust von sehr viel Geld prophezeite.

    Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man eine Abschlussgebühr von 2300,-€  bezahlen kann – allein daran sieht man doch schon, um welch ein krankes Konstrukt es sich handelt. Und überhaupt wozu eigentlich? Oder das Beispiel von Lieschen Müller, die 40 Jahre 2100,- Euro (mit Zulagen) anspart, um 200,- Euro garantierte Rente zu bekommen.  Ein Wahnsinn.

    Die angepriesene Garantierente von 200 Euro erreiche ich lieber auf einem anderen und einfacheren Weg, ohne versteckte Kosten oder irgendwelche horrenden Abschlussgebühren. 100€ im Monat per ETF  Sparplan ergeben nach 40 Jahren bei 3% Zinsen rund 90.000,-€ , bei 5% rund 150.000,-€ . Von dieser Summe (3%) könnte ich mir locker über  30 Jahre 200€ “ monatliche Rente auszahlen lassen. Ich wüsste ganz genau, dass meine monatliche Sparrate auch zu 100% meiner späteren Absicherung zu Gute kommen wird.

    Lieschen Müller wäre dann auch rund 100 Jahre alt und mit Sicherheit  in besserer finanzieller Lage als mit einem staatlich gefördertem Produkt.

     

  68. Christoph

    @Mario: Ja das kenne ich auch. Bei mir war es der Bausparvertrag. Abschlußgebühr 1%

    Sowas würde ich auch nie mehr machen. Aber ich denke gerade die Generation unser Eltern ist da sehr festgefahren. Immobilien und Bausparvertrag.

    Oder aber irgendein wildes Konstrukt von nem Banker aufschwätzen lassen. ich kenne das leider selbst so. Da hilft auch kein Fakten auf den Tisch legen etc.

     

    Heute wurden die Marine Harvest Zahlen vom 3. Quartal vorgelegt. Rekordergebnisse. Sehr schön.

    Dividende 2,30 NOK.

    Bei mir ergibt das eine Rendite von über 8 %. Im letzten Quartal waren es sogar über 11% weil da ein Beteiliungsverkauf den Gewinn erhöhte. Aber ich habe die Aktie nun seit 2014 und es ist mein bestes Investment. Die Dividende steigt stetig , leider nun auch der Kurs hehe.

    Aber selbst beim aktuellen hoch wäre die Dividende noch immer sehr gut. (ca 6%)

    Dazu fällt keine Quellensteuer an.

    Also ich kann gerade den Dividendensammlern nur raten sich Marine Harvest mal anzusehen.

  69. Felix

    @ KM

    Eine LV aus dem Jahr 1995 ist steuerfrei und hat vermutlich einen Garantiezins von um die 4 %. So etwas gibt es auf dem Markt nicht mehr. Wieso so man so einen Schatz kündigen sollte, ist mir schleierhaft. Ich würde eher schauen, ob sie sich dynamisieren (höhere Beiträge) lässt.

  70. Christoph

    @Mr. B. Generell kann das sein. Bei Marine Harvest allerdings nicht. Ist auch keine Dividende sondern eine Kapitalausschüttung. Ist ähnlich wie bei uns mit der Post oder telekom. Diese sind ja auch steuerfrei.

    Ich weiß nicht ob es hier oder in einem anderen Blog war. Jemand hatte Marine schon vor 2014. Und zahlte immer Quellensteuer. Seine Bank hatte ihn nämlich nicht informiert dass es da wohl eine Änderung gab. Erst als er nachfragte änderte man das bei ihm!

    Bei mir war es seit der ersten Dividende/Kapausschüttung ohne Quellensteuer.

    http://www.marineharvest.com/about/news-and-media/news_new2/all-time-high-operational-ebit-for-marine-harvest/

  71. Oliver

    @Tobias

    Erst mal Danke für deine ausführliche Rechnung.Mir sind ein paar Sachen dabei durch den Kopf gegangen. Bei 40 Jahren spart die Dame jährlich die 1.200 EURO (100/Monat). Dazu bekommt sie vom Staat durch Zuwendung die restlichen 900 EURO (75/Monat) geschenkt.

    Nach dieser doch sehr langen Zeit darf sie nach 40 Jahren 25.000 entnehmen und bekommt dann lebenslang 200 EURO. Durch die Kosten hat sie so gut wie keine Verzinsung, die besteht aus dem Delta Zuwendung Staat + Zins vom Betrag, der nach Kosten aus dem Vertrag übrigbleibt – jährliche Kosten des Vertrages. Letztendlich würde ohne Zuwendung des Staates aufgrund der hohen Kosten eine Negativrendite herauskommen.

    Bei der Auszahlung der 25.000 EURO: Müssen die auch normal versteuert und sozialversichert werden? Wenn ja, bekommt sie je nach sonstigem Einkommen einen viel geringeren Betrag zurück.

    Dann habe ich vor kurzem gelernt, dass es eine Verwaltungspauschale für die Auszahlungen gibt. Dazu dann die Sozialversicherungen und Steuern. Wie Du richtig schreibst, kann das heute keiner seriös voraussagen, was das 2056 sein wird. Dazu kommt noch die Inflation. 200 EURO werden ja quasi nicht verzinst, d.h. je älter die Sparbeträge, desto mehr werden sie über die Zeit entwertet.

    Dann noch eine weitere Betrachtung: 200 EURO im Monat sind als Ausgleich nicht genug, um eine etwaige Rentenlücke zu schließen. Um jetzt z.B. die Kosten zu senken, könnte ich mir überlegen, in ein preisgünstigeres Land wie z.B. Ungarn oder Thailand zu ziehen. Übrigens eine Option, die viele zu Beginn der Rente ziehen, weil sie zu wenig Einnahmen haben. Das geht mit Riester wiederum nicht, weil ich keine Auszahlung in diesen Ländern bekomme.

    Du musst zugeben, dass die Optionen nicht wirklich gut sind. Du wirst in deinem Wohnort gegängelt. Wir reden jetzt nicht davon, wenn Du in die Grundsicherung fällst. Du kannst voraussichtlich nicht deine Rentenlücke schliessen und hast höhere Einnahmen, die voraussichtlich zu der bestehenden Rente eine höhere Steuer und einen höheren Sozialversicherungsbeitrag erwirken.

    Dagegen bringst Du die garantierte Sicherheit ggü. einer ETF-Anlage, die naturgemäß schwankt. Nur fehlt mir bei Riester auch die Sicherheit: Ich habe keine Inflationssicherheit und keine Kontrolle während der Ansparphase über die Kosten inkl. je nach Anlage keine Kontrolle über die Anlageninvestition, da die einseitig jederzeit geändert werden kann. Zusätzlich habe ich keine Kontrolle über die Auszahlungen, weil ich die Gegebenheiten der Steuern/Sozialversicherungen nicht kennen kann und wie mein Anbieter die Auszahlungen von den Kosten bestimmt (kann ich auch nicht beeinflussen). Vererben kann ich i.d.R. auch nichts, meine Enkelkinder oder Kinder schauen bei der Anlageform immer in die Röhre.

    Bei einer stinklangweiligen ETF-Ansparung habe ich alle diese Unsicherheiten nicht und wesentlich weniger Kosten. Ich zahle ggw. die Kapitalerstragssteuer und den Solidarbeitrag. Ist auch unsicher, weil ich nicht weiß, was der Staat machen wird. Aber Stand heute wesentlich günstiger. Ich bin nicht eingeschränkt bei den Auszahlungen, kann auch bei Bedarf mal mehr entnehmen oder wenn ichs nicht brauche, weniger. Ich kann es vererben. Aktien sind Sachwerte, d.h. die überleben Währungsreformen, die Gesellschaften gleichen mir sogar die Inflation aus (wenn ich streue, sind Insolvenzen gut abzufedern) und bei mir sind alleine die Dividendenerträge von den Anhebungen höher als die jährliche Inflation. Ich kann das Geld wieder anlegen oder verbrauchen, ohne Einschränkungen bei der Ortswahl. Wenn ich Grönland toll finde, machts auch nichts. Über die Jahre bekomme ich Kursgewinne, wenn ich die Aktien halte. Die sind sogar steuerfrei, bis ich sie verkaufe oder vererbe. Meine Nachkommen haben von meinem Sparverhalten also auch noch was.

    Du hast recht: beides kann man nicht vergleichen. Das eine ist extrem effektiv, das andere ist nur eine Karotte vor der Nase halten in Form von einer Zuwendung, die mir in der Gesamtsituation nichts bringt. Lieschen Müller sollte auf die Zuwendung pfeifen und die 1.200 EURO stur in ETFs anlegen.

    Ich habe das mal in den Zinsrechner eingegeben, wenn ich 100 EURO spare, 6% Zinsen (Kurswert & Dividende) rechne und das auf 40 Jahre nehme. Meine Werte sind besser als 6%, der Wert ist also OK. Ich komme auf 191.750 EURO. Mal angenommen, ich erziele eine 3% Dividendenrendite nach Steuern, dann  kann ich 480 EURO/Monat zusätzlich bekommen. Das beinhaltet keine Optimierung der Auszahlungen wie z.B. Umgewichtung in REITs, die höhere Ausschüttungssätze erbringen, wenn ich das möchte. Glaubst Du nicht, dass damit Oma Müller viel glücklicher wäre?

  72. KM

    @Colibri

    Danke für deine Ausführliche Info.
    Ich werde beim Bund der Versicherten weitere Infos einholen.

    @Felix
    das ist richtig 3-4%

    Aber bedenke die 3-4% gibt es auf das Kapital das angelegt wird. Vorher gehen Verwaltungskosten weg.
    Wenn also z.B. von 100 EUR nur 90 EUR angelegt werden und ich 3-4% auf die 90 EUR bekomme hilft das nur bedingt weiter.
    Und da die Überschusszahlen auch immer weiter nach unten gehen kommt man da schon ins grübeln.
    Beide Versicherungen laufen mit Dynamik.
    Ich habe beide schon optimiert und Zusätze rausgekündigt sowie bei einer den Beitrag auf jährlich umgestellt, dafür gibt es dann Nachlass.
    Auch habe ich teilweise jedes zweite Jahr mit der Erhöhung der Dynamik ausgesetzt.
    Ich bin jetzt 39 und prüfe die Möglichkeiten.
    Die angesprochene Laufzeitverkürzung von Colibri hört sich interessant an.
    Ich brauche aber weitere Infos und möchte keine leichtfertige Entscheidung treffen. Rückkaufwert der beiden zusammen sind knapp 25.000 EUR.

    Meine Sparrate liegt bei ca. 80%. Wobei aktuell davon noch der größte Teil in die Tilgung von Darlehen meines Hauses geht das ich geschäftlich nutze, privat wohne und auch eine Wohnung vermiete.

  73. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ KM

    Ich sehe das genauso. Es sind die hohen Verwaltungsgebühren, die die Rendite kaputt machen.

    Bei einer LV-Versicherung von einem „Schatz“ zu sprechen, halte ich für etwas übertrieben. Allein wenn ich die Provisionen und Verwaltungsgebühren sehe, geht mir das Messer in der Tasche auf.

    In ein gutes ETF langfristig zu investieren ist sicherlich rentiertlicher.

    Gratulation zu Deiner Sparquote. Das ist wirklich super. Bei Dir muss bald der Frühruhestand möglich sein – oder?

  74. Felix

    Bzgl. der LV von KM bin ich anderer Meinung: Die 1995 abgeschlossene Versicherung hat das Gros der Gebühren längst einbehalten. Ein Versicherungsschutz für Angehörige ist auch enthalten. Es gibt derzeit kein Angebot auf dem Markt, das 3 bis 4 % risikolosen Zins bietet.

    Das ist die perfekte Beimischung zum volatilen Aktienmarkt. Was dort los sein wird, sollte Trump die Wahl gewinnen, lässt sich jetzt kaum erahnen. Ich würde nie meine gesamte Altersversorgung auf einen Pfeiler, ETFs, aufbauen.

  75. KM

    @Tim
    Ich bin selbstständig. Ich gehe aktuell davon aus das ich mindestens bis 60 arbeite. Außer es tut sich noch was bis dahin. Mal sehen.

    Ich setze auf verschiedene Pferde.
    Ich könnte mir auch vorstellen eine der Versicherungen zu behalten.
    Aber wie gesagt ich prüfe die Angelegenheit ausgiebig und entscheide dann nach der Informationslage.

    @Felix
    Danke für deine alternative Meinung. Ich verstehe was du meinst.
    Die Versicherung wäre wie eine Art Ausgleich/Ergänzungsinvestition mit niedriger Rendite ähnlich Staats-Anleihen.

    Ich hatte 2010 und 2012 ein wenig in MIG-Fonds investiert. Davon gab es 2015 und 2016 die ersten Exits, aber auch Abschreibungen. Ich habe aber ein gutes Gefühl dabei. (Ich weiß die Verwaltungskosten sind dort extrem, aber auch mögliche Renditen)

    http://www.vc-magazin.de/news/suppremol-fuer-200-mio-eur-an-baxter-verkauft/

    http://www.cash-online.de/sachwertanlagen/2015/mig-fonds-zweiter-exit-innerhalb-weniger-monate/276137

    http://finanzwelt.de/exit-bei-mig-fonds-ganymed-fuer-422-me-erfolgsabhaengige-860-me-verkauft/

    Ich habe bei onvista ein Depot eröffnet und für den Anfang bespare ich 4×50 EUR monatlich in 4 ETFs physisch mit Dividenden-Ausschüttung und Domizil Deutschland. Gestern zum 1.11 ging es los mit der ersten Rate.

    Sobald ich mit der Tilgung freier bin und mehr Kapital über habe würde ich auch noch in Aktien investieren.
    Ich habe mich die letzten Monate ausgiebig informiert und einige Bücher dazu gelesen.

  76. Slazenger

    @KM

    Die Geschichte der MIG Fonds hat gezeigt dass sie sich bislang auch nach 10 Jahren für die Anleger nicht ansatzweise rentiert haben! Diese Fonds haben so extreme Kosten und so wenige Exits, dass es sich nur für das MIG Management lohnt! Auch nach 10 Jahren ist noch keiner der Fonds im Plus, geschweige denn dass eine Rendite für den Anleger erzielt werden konnte! Schlechter kann man sein Geld kaum investieren!

  77. Skywalker

    Kommentare zum MArkt aktuell?Viele beliebte Titel werde gerade etwas gerupft, stehen aber noch ganz gut da. Wann kauft ihr nach?

     

  78. DivSky

    Nochmal zu Marine Harvest….über welche WKN sprechen wir hier?

    Und sind die Dividenden wirklich steuerfrei?

  79. Mr. B

    QCP von HCP wurde bei mir heute auch eingebucht.

    Fallen bei solch einer Maßnahme bei euch auch gebühren an? Was haltet ihr von QCP?

  80. konservative Aktien

    Hallo Mr B.,

    ich warte noch auf QCP. Ich befürchte bei der Targobak werden dafür 19,90€ fällig 🙁

    Hier ein ganz interessanter Artikel zum Thema:

    http://www.fool.com/investing/2016/11/02/hcp-inc-earnings-an-eventful-quarter.aspx?source=iedfolrf0000001

    Von der Dividendenkürzung bin ich etwas enttäuscht, immerhin handelt es sich bei der Q3 Divi noch um das „Gesamtunternehmen“, das Argument, dass die Summe aus HCP+QCP Dividende betrachtet werden muss zieht also (noch) nicht.

    Gruß

    Jonas

  81. Colibri

    @ Alle

    Hier noch ein Hinweis auf eine wenig bekannte Verwendungsmöglicheit von Riester-Verträgen. Es ist ein Unterfall des sogenannten „Wohnriesterns“. Das ist eher bekannt als Möglichkeit, das Kapital aus dem Riestervertrag zum Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie (oder zur Tilgung des Darlehens) einzusetzen.

    Man kann das angesparte Kapital inkl. Zulagen aber auch ganz oder teilweise aus dem Vertrag entnehmen, um damit Pflichtanteile an einer selbst genutzten Genossenschaftswohnung zu erwerben. Hierfür muss man rechtzeitig vor dem Einzug einen formlosen Entnahmeantrag bei der „Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen“ stellen und ein paar Nachweise einreichen.

    Zwar muss man den entnommenen Betrag (+ jährlich 2% Zinsen darauf) in der Rentenphase nachgelagert versteuern. Doch man bekommt auf die Genossenschaftsanteile ja meistens auch 3 bis 4 Prozent Dividende p.a. Außerdem muss man den Betrag für die Pflichtanteile nicht aus dem frei verfügbaren Vermögen bestreiten. Die Summe kann man dann anderweitig, z.B. in Aktien investieren.

    Zugegeben, im Hinblick auf das Ziel, finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, ist das natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Schließlich reden wir über einen Betrag, der ca. zwischen 5 und 8 TEUR liegt. Aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Auf lange Sicht hilft dabei ja das „Zinswunder“.

    Und wer das genossenschaftliche Wohnen als Alternative zum Erwerb von Wohneigentum in Ballungsräumen erwägt, kann seinen Riester-Vertrag zu diesem Zweck „plündern“. Wenn es ein kostengünstiger Riester-Banksparplan ist, sogar abschlagsfrei. Allerdings: bei einem späteren Umzug in eine „normale“ Mietwohnung muss man den entnommenen Betrag wieder in einen Riester-Vertrag einzahlen (oder zum Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie nutzen), sonst muss man die erhaltenen Zulagen zurückzahlen.

    @ KM:

    Manchmal wird der Todesfallschutz aus der KLV benötigt, um Hinterbliebene (Kinder, Partner) finanziell abzusichern, zumal, wenn noch eine selbstgenutzte Immobilie abzuzahlen ist. Wenn man wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustandes aber keine reine Risikolebensversicherung mehr bekommen kann (oder nur mit horrenden Risikozuschlägen), kann das unter Umständen für eine Fortsetzung der KLV sprechen. Aber vielleicht spielt dieser Aspekt in Deiner Situation ja auch keine Rolle. Viel Erfolg mit der Laufzeitverkürzung, falls es darauf in Deinem Fall hinauslaufen sollte!

  82. Oliver

    @ Mr. B

    Nein, sind keine Gebühren angefallen. Wie sich die Gesellschaft entwickelt, muß sich erst noch zeigen. Dafür ist es zu früh.

    Selbst mit Gesellschaften, wo ich nicht so optimistisch war, ist die Entwicklung gar nicht so schlecht gewesen. Aus Blackstone ging die PJT Partners heraus (1 alte Aktie = 0,025 PJT Aktien) und das war eine Blackbox ohne Webseite und nichts. Habe ich so aufgestockt, dass ich die auch mal verkaufen kann, ist aber eine kleine Position. Und immerhin zahlen sie jetzt Dividende, wenn auch nicht umwerfend viel. Zahlen sind OK.

    Bei South32 aus BBL war ich noch skeptischer. Die haben jetzt auch zu zahlen angefangen. Sehr überraschend. Der Geschäftsverlauf ist aber eher durchschnittlich und ich erwarte hier nichts. Die Kurse sind stark ggü. dem Tiefpunkt gestiegen.

    Man kann das immer schwer am Anfang beurteilen. Zumeist bekommt man aufgrund der Quoten nicht sehr viele Aktien und von daher sind die Auswirkungen ob hop oder top sehr übersichtlich. Man kann sich überlegen, wenn sich was gut entwicklet, aufzustocken. QCP ist ein REIT und wird sicher keine Riesenschwankungen haben. Ich werde erst mal abwarten, in welche Richtung es geht und sollte ich Potential sehen, dann kaufe ich welche nach. Eine Entscheidung treffe ich aber frühestens nächstes Jahr. Wenn REIT, dann mag ich lieber momentan weiter HCP oder OHI aufstocken.

  83. Mr. B

    Danke für deine Einschätzung, Oliver.

    Werde ich wohl ähnlich handhaben. Bei S32 oder Uniper habe ich auch keine Gebühr gezahlt. Komischerweise für die QCP sind 10 EUR fällig gewesen und das für den mit abstand kleinsten Depotwert. Ich habe mehr als ein Dutzend Unternehmen die unter 1 % im Depot gewichtet sind. Jetzt habe ich auch einen mit unter 0,1 %.

     

    Hab heute teile von AT&T gekauft.

  84. Vali

    Hallo Oliver und Mr. B,

    ich habe gestern schon HCP aufgestockt. Nochmal 150 Stück gekauft. Ob es der beste Zeitpunkt war, weiß ich nicht. Die Dividende haben sie um die Hälfte gekürzt 🙁

    Die  30 Stück Quality Care Properties habe ich heute im Depot gefunden, die mit fast -50%  nicht wirklich Freude macht. Aufstocken ja, aber so ein Abschlag ist  pure Geldvernichtung… was dieser Spin Off mir gezeigt hat – ich hätte vor einem Monat verkaufen müssen und jetzt evtl. einsteigen…

    Immerhin habe ich heute Imperial Brands nachgekauft um danach, das Pfund wieder schön explodieren zu sehen… Vielleicht kriegen wir doch keinen Brexit und… keinen Trump 😉

    Hoffe, die Dividenden werden weiter erhöht…

    Allen viel Erfolg und Glück!!!

     

  85. ms03

    Hallo zus‘

    welches ETF könnt ihr empfehlen beim S&P 500 bei Ing diba gibt es viele verschiedene.

    danke

  86. Paula Herrmann

    Hier mal das perfide Gebührenflickwerk meines 2005 bei der DEVK abgeschlossenen Vertrages. Aktueller Stand: Sämtliche Zinsen und Zulagen gingen bisher an den Versicherer, das aktuelle Altersvermögen liegt rund 100 € unter der Summe aller eingezahlten Beiträge.

     

  87. Andrea

    Paula, das snd ja unglaublich hohe Gebühren, die DEVK lässt es sich auf jeden Fall gutgehen.

  88. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Paula

    Ich finde, der Vertrag ist zu teuer. Wie der Staat einen solchen Mist mit Milliardensummen jedes Jahr fördern kann, ist unglaublich. Da sparen die Menschen jahrezehntelang – und haben am Ende nur Abzüge.

  89. Opitz

    Also ich kann das pauschale Gemecker über Riester nicht mehr hören; es kommt doch immer drauf an, was man draus macht, bzw. wie ich riestere.

    Ich z.B. (3 Kinder) habe 2006 bei bei Union Invest den Riestervertrag basierend auf dem UniGlobal Aktienfonds abgeschlossen. Nach 10 Jahren mit dieser Bewertung:

    eingezahltes Kapital: ca. 14.000,-

    erhaltene Zulagen: ca. 7.000,-

    Wertsteigerung des Fonds: 10.000,-

    Summe des aktuellen Riestervertrages: ca. 31.000,- (bei eingezahltem Kapital von 14.000,-)

    Mit 60 Jahren kann ich 30% des Kapitals auszahlen lassen und der Rest wird als Rente ausgezahlt.

    Wer in jungen Jahren einen Riestervertrag auf Festzinsbasis abschliesst, dem ist nicht zu helfen.  Aber auf Basis eine Aktienfonds ist Riester klasse und kann ich nur empfehlen!

  90. Stefan Meisel

    In den USA versucht man, die Kosten von 0,2 bis 0,5 Prozent auf unter 0,1 Prozent zu senken.

    In Paulas Beispiel sind es 9,0 Prozent zzgl. „Stückkosten“. Der Spiegel schrieb sogar in seiner Titel-Story  vom Februar von 14% Kosten. Zitat: „Bislang stärkt die Riester-Rente weniger die private Altersvorsorge als die Vorsorgekonzerne. Im Durchschnitt fließt jeder siebte Euro, den ein Sparer einzahlt, in Form von Provisionen und Gebühren in die Taschen der Unternehmen.

    Eine Sauerei ist das!

     

  91. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Natürlich ist das eine ganz große Sauerei. Und die Politik tut nichts dagegen. Der „kleine Mann“ wird geschröpft. Man muss nur mal schauen, wer alles im Wirtschaftsrat der CDU sitzt. Und von wem die Herren Schröder, Rürup und Riester Gelder erhalten haben.

    Wir in Deutschland liegen in der Altersvorsorge gegenüber den USA, England und Australien um 30 Jahre zurück.

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