Altersvorsorge: Es zählen Gebühren + Sparleistung + Rendite


New York, 22. Februar 2016
Wenn Kinder für Ihre Eltern finanziell aufkommen müssen, weil sie nichts gespart haben, ist das eine schwere Last.

Wenn Kinder für Ihre Eltern finanziell aufkommen müssen, weil sie nichts gespart haben, ist das eine schwere Last. Eigentlich sollten weder Kinder noch Erwachsene finanzielle Ansprüche an die andere Seite stellen. Das ist am besten. Helfen Kinder oder Eltern ohne Erwartungsdruck einander aus, ist das wohl die beste Lösung.

Eines der besten Finanzprodukte in den USA ist ein Indexfonds der Fondsgesellschaft Vanguard namens „Admiral S&P 500„. Warren Buffett ist ein großer Fan des Produkts. Für eine persönliche Wette nahm Buffett den Admiral-Fonds als Vergleichsmaßstab. Buffett glaubt, dass Hedgefondsmanager nicht besser auf lange Sicht als dieser Indexfonds abschneiden. Bislang hat Buffett Recht behalten.

Was der Börsenaltmeister an dem Indexpapier mag, ist die geringe Gebühr. Es fallen ganze 0,05 Prozent Gebühren für Kunden im Jahr an. Anders ausgedrückt, kostet der Fonds je 10.000 Dollar Anlagesumme nur 5 Dollar im Jahr. Das ist wirklich wenig. Gewöhnliche aktive Investmentfonds kosten mehr als 1,00 Prozent Gebühr pro Jahr. Diese 1 Prozent Kosten müssen erst mal verdient werden, woran viele Fondsmanager scheitern. Nicht alle. Es gibt selbstverständliche glänzende Fondsmanager. Aber sie sind leider selten.

Grundsätzlich ist eine Gebühr von 0,05 Prozent besser als eine von 1,00 Prozent. Es gibt eine gute Faustformel: Wer 1 Prozent jedes Jahr ein Berufsleben lang an Kosten ausgibt, verliert 40 Prozent seines Vermögens gegenüber einem Sparer, der nur 0,05 Prozent ausgibt.

In den USA können Sie kostenlos ein Depot bei einem Discountbroker wie Charles Schwab, Fidelity, Scottrade oder eTrade eröffnen. Und dann regelmässig den Admiral besparen. Es wird sich auf Sicht von vielen Jahrzehnten auszahlen. Immer mehr Amerikaner gehen so vor. Zumal der Staat beim Sparen hilft. Es kann direkt aus dem unversteuerten Bruttoeinkommen gespart werden. Der Staat erlässt die Steuer. Und greift keine Gewinne (Kursanstiege, Dividenden) ab, solange das Depot für den Ruhestand bestimmt ist.

Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hat eine schöne Titelgeschichte über die doofen Deutschen, die falsch sparen, veröffentlicht. Sie legen zu konservativ ihr Geld an. Sie meiden die Börse. Und setzen statt dessen auf Sparbücher, Festgelder, Versicherungen, Bausparen und dergleichen. Blogger Stefan Meisel hat die SPIEGEL-Story übrigens gut zusammengefasst.

Es wäre ratsam, wenn die Deutschen über den großen Teich schauen würden, um von den Amerikanern zu lernen. Die „Riester-Renten“ sind vom Grundgedanke richtig. Nur sind die Gebühren absurd, so dass bei den meisten Verträgen nur Almosen hinten rauskommen. Der ehemalige Franktionschef der Partei DIE LINKE, Gregor Gysi, hat das deutsche Rentensystem in einer Rede im Bundestag, wie ich finde, zutreffend als grottenschlecht kritisiert:

Ich bin gewiss kein Wähler der LINKEN. Aber was Gysi sagt, stimmt. Ich bin für eine Stärkung der Gesetzlichen Rente. Die deutsche Rentenkasse ist gar nicht so schlecht wie ihr Ruf. Wir müssen bedenken, dass die meisten Deutschen auf sie angewiesen sind. Warum die Bundesregierung beschlossen hat, die Leistungen schrittweise zu senken, ist mir schleierhaft. Berlin schadet damit dem „kleinen Mann“. Ich finde das unsozial.

Unsozial finde ich auch, wie die Kosten bei Riester aus dem Ruder laufen. Es liegt wohl am Lobbyismus. Die Riester-Anbieter umwerben die Bundesregierung. Daher greift Kanzlerin Angela Merkel nicht ein. Die Regierung müsste dafür Sorge tragen, dass die Gebühren bei Riester-Verträgen radikal sinken, um den Bürger beim Sparen zu helfen. Die Anbieter sollten sich in Erinnerung rufen, dass es um Menschen geht und um deren finanzielle Zukunft. Das sollten sie nie vergessen.

US-Präsident Barack Obama hat viele Sparmöglichkeiten für die Rente geschaffen, die kostenlos, risikolos und deren Zinsen/Erträge steuerbefreit sind. MyRA ist so ein Produkt des Staates:

Kaum ein anderer Staatsmann kämpft wie Obama für eine faire Altersvorsorge. Obama macht sich für geringe Gebühren und Provisionen stark. Er möchte, dass möglichst viel Geld in der Tasche der Bürger bleibt. Das Weiße Haus kämpft für die Interessen der künftigen Rentner. Es weist auf Interessenkonflikte der Finanzbranche hin.

Das macht die Bundesregierung nicht. Aus Berlin höre ich keine Kritik an der Finanzbranche. Das ist schon bedauernswert. Auffällig sind zum Beispiel die Personen, die im Wirtschaftsrat der CDU sitzen. Es sind Manager von Allianz, Morgan Stanley und anderen Konzernen. Das sind verkrustete Strukturen, die in die CDU hineinregieren. Diese einflussreichen Lobbyisten haben gar kein Interesse an niedrigen Gebühren. Sie möchten den Status quo beinbehalten. Es handelt sich um eine Goldgrube. Es geht um Milliarden.

Durch Gebührengräber wird die Altersarmut gefördert. Was ich heftig finde: Wenn zum Beispiel Kinder ihren Eltern helfen müssen, weil sie nicht finanziell über die Runde kommen. Legen Eltern keinen Cent für den Ruhestand zur Seite, kann das dramatisch enden. Kinder fühlen sich dann verantwortlich. Sie wollen ihren Eltern helfen. Das kann eine Belastungsprobe werden. Es kann hart für beide Seiten werden. Emotional wie finanziell. Kinder sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet, den Unterhalt für ihre Eltern zu bezahlen.

Was Leute dazu bringt, nichts zurückzulegen, ist in der heutigen Zeit unverantwortlich. Denn das Problem der drohenden Altersarmut ist in breiten Teilen der Bevölkerung bekannt. Die Ignoranz hat viele Facetten. Es liegt zuweilen an geringen Einkommen, an unverständlichen Finanzprodukten mitsamt ihren hohen Gebühren. Es liegt gewiss am Konsum: Meist werden massenweise Dinge gekauft. Wenn der Einzelhandel mit Sonderangeboten trommelt, gibt es Konsumenten, die meinen, unbedingt zugreifen zu müssen. Sie kaufen Sachen, die sie eigentlich gar nicht brauchen, nur weil sie billiger sind. Aber das große Geheimnis des Einzelhandels ist ja: Sonderangebote gibt es immer wieder.

Es ist ja gerade egal, wie gut ein Angebot ist: Das meiste Geld sparen Sie, wenn Sie gar nichts kaufen.

Wenn Sie den Laden erst gar nicht betreten, nehmen Ihre Sparmöglichkeiten dramatisch zu. Ein Angebot ist nicht gut, wenn Sie das Zeug überhaupt nicht brauchen.

Sonderangebote in den USA: Sie heißen "Clearance".

Sonderangebote in den USA: Sie heißen überm großen Teich „Clearance“.

Natürlich sollten Sie nicht übertreiben beim Sparen. Sie sollten sich etwas gönnen. Urlaube, Ausflüge, Partys… Den Moment sollten Sie genießen. Ein Teil Ihres Einkommens sollte für den Genuss bzw. das Vergnügen ausgeben. Das sorgt für eine gewisse Balance im Leben.

Gleichzeitig sollten Sie aber Eigenverantwortung übernehmen. Sie sollten all Ihre Schulden zügig tilgen, eine Notreserve für einige Monate haben und regelmässig für die Rente sparen. Haben Sie keinen Euro gespart, dann haben Sie keinen Euro, wenn Sie ihn brauchen. Wer solide seine Zukunft plant, soll das Leben genießen und sich keine Sorgen um die Zukunft machen.

Fazit: In der Altersvorsorge müssen die Gebühren drastisch sinken. Die Politik ist gefordert. Und die Bürger müssen mehr tun.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Altersvorsorge: Es zählen Gebühren + Sparleistung + Rendite

  1. Christoph

    Tim: Super Artikel. Stimme Dir vollkommen zu.

    Oft wird man ja mehrmals besteuert. Erst beim Lohn. Da hat man dann das netto. Investiert man dies und bekommt zB Dividenden gleich nochmal Steuern.

    Und wenn die zB vererbt wird und der Freibetrag ist überschritten.. Nochmal Versteuern.

    Dreimal besteuern, das ist Wahnsinn!

    Ich wäre auch dafür wenn die heilige Kuh Beamte mal besteuert wird. Es wird als Ausrede immer gesagt: Dafür verdienen beamte weniger als in der Wirtschaft. Nun das mag teilweise stimmen. Aber dafür sind Beamte unkündbar. Wenn nur die Steuer 50% von normalen Arbeitnehmern in die RV zahlen würden, wäre für alle mehr möglich.

    Ich finde den Weg der USA gut. Denn auch dort hat man das investierte Geld ja mal versteuert. Aber dann nicht mehr beim reinvest.

    Ich denke in der Regierung ist man sowieso nicht mehr up to date. Es wäre zB ein Ministerium für Technik wirklich sinnvoll. Mich würde es daher freuen wenn ein Kanzlerkandidat mal sagen würde: ich möchte das und jenes tun und Deutschland sehe ich in 10 Jahren dort und dort.

    Aber konkret sagt niemand was.

     

     

     

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Danke für das Lob. Ja, das langfristige Sparen für die Rente müsste die Regierung von der Steuer befreien. Die Amerikaner haben unendlich viele Möglichkeiten geschaffen, um steuerbefreit zu investieren. Sie heißen:

    401 (k):
    http://www.investopedia.com/terms/1/401kplan.asp

    SEP IRA:
    https://en.wikipedia.org/wiki/SEP-IRA

    Roth IRA:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Roth_IRA

    Es gibt viel mehr Programme. Die Wahlmöglichkeiten sind in den USA enorm. Die Kosten sind minimal, wenn man sich umschaut. Die Steuerlast ist Null. So etwas brauchen wir in Deutschland. Riester hat sich leider als Flop herausgestellt, weil zu hohe Gebühren den Sparern abverlangt werden. Und die Bundesregierung zu wenig regulierend eingreift.

  3. chaostrader

    Ich finde den Weg der USA gut. Denn auch dort hat man das investierte Geld ja mal versteuert. Aber dann nicht mehr beim reinvest.

     

    Nein. In den sog. 401K und Ähnliches investiert man VOR Steuern, aus dem Brutto. Das ist ja das Geile für die Amis, was der doofe Michel einfach nicht blickt. Alles, was man da reintut, verringert die persönliche Steuerlast. Und der Arbeitgeber packt oft noch was drauf. Der Maximalbetrag ist momentan so um die 18.000$ pro Jahr. Steuerfrei! Und die Dividenden und andere Erträge darauf  ebenfalls. Keine Steuern. Man darf halt eigentlich erst mit knapp 60 an die Kohle ran. Aber natürlich gibt es da Mittel und Wege…

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ chaostrader

    Das stimmt. Die Amerikaner sparen aus dem Bruttoeinkommen für die Rente. Sie haben dadurch einen enormen steuerlichen Vorteil. Und die verdienten Renditen (aus Kurssteigerungen und Dividenden) sind ebenfalls steuerfrei.

    Nur zum Rentenbeginn, wenn man die Entnahmephase beginnt, möchte der amerikanische Fiskus seinen Anteil abhaben. Im Alter sind aber die Steuersätze im Regelfall geringer. Insofern lässt sich diese Kröte schlucken. Und jeder kann die Entnahme steuern. Entnehme ich wenig, sind wenig Steuern fällig. Entnehme ich mehr aus meinem „Renten-Depot“, sind mehr Steuern fällig.

  5. Christoph

    Wird ja immer besser bzw für uns in Deutschland schaffende immer schlimmer im Vergleich….

    Klar gibt es hier auch Direktversicherungen aber das kann man ja nicht vergleichen.

     

    @ Tim: Da du in den USA arbeitest kannst Du das auch nutzen oder?

    Ich würde ja gerne das reinvest Programm von den vielen US Unternehmen zahlen. Da sind die Gebühren extrem niedrig.. Aber das geht ja nicht von hier aus.

  6. K.

    Bravo. (Wieder) ein sehr guter Artikel der das Problem aber auch Lösungsansätze auf den Punkt bringt.

    Sonst schaut sich Deutschland doch auch viel (manchmal Schmarn) bei den USA ab. Warum dann nicht mal diese Arten des Rentensystems. Lieber gestern als heute.

  7. Stefan

    Hi Tim,

    ein starker Beitrag. Ich hoffe, dass er von vielen Menschen gelesen wird. Leider wird den meisten Leuten, die ihn lesen sollten, ein Blick in die große deutsche Boulevardzeitung mit den 4 Buchstaben lieber sein.

    Vielen Dank auch dafür, dass du meinen Beitrag erwähnt und verlinkt hast. Das ehrt mich, denn du hattest einen großen Anteil daran, dass ich mit Buy&Hold und mit dem Bloggen begonnen habe.

  8. WW

    @ Wolf

    Christoph hat doch unterschieden, gemeint ist sicher nicht die/der „einfache“ Poilzeibeamte/in, die Ihre Köpfe herhalten müssen. Gemeint sind sind die höheren Positionen und da hat er recht. Alle möglichen Vergünstigungen, Kredite, privat krankenversichert, etc. Das ist nicht nachvollziehbar. Außerdem ist die Rente sicher, das ist schon für viele ein „Ruhekissen“

    @Tim, den ETF werde ich mir ansehen, muß noch was für die Rente tun, bei mir läuft es nicht automatisch.

    Warum die Politik nicht handelt ist mir ein Rätsel??? Nur der Lobbyismus kann es doch nicht sein, das wäre einfach nur banal.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Ich bin in den USA steuerpflichtig, also kann ich die Möglichkeiten, die sich jedem Steuerpflichtigen dort bieten, nutzen. Ich mache davon Gebrauch.

     

    @ K.

    Danke für das Lob. Wir haben ein altbackenes Rentensystem. Es ist nicht zeitgemäß. 50 Kostenarten in einen Riester-Vertrag zu packen, ist ein Unding. Schade, dass die Branche so etwas macht. Der Kunde wird als Milchkuh betrachtet:
    http://www.sueddeutsche.de/geld/altersvorsorge-riester-rente-wer-blickt-da-noch-durch-1.1102750

     

    @ Stefan

    Danke. Das Lob gebe ich zurück: Du hast exzellente Blogbeiträge.

     

    @ Wolf

    Die Beamten sind nicht an allem Schuld. Sie sind ein typischer Südenbock. Da gebe ich Dir Recht. Das Beamtensystem hat Vor- und Nachteile. Allerdings glaube ich schon, dass die gesetzliche Rente und Riester-Renten fairer wären, wenn Minister, Politiker und hochrangige Beamte einzahlen müssten.

     
    @ WW

    Der Lobbyismus spielt eine große Rolle. Hinzu kommt eine große Unwissenwissenheit. Nur wenige Politiker im Reichstag kennen sich nach meinem Dafürhalten gut auf dem Kapitalmarkt oder mit dem Rentensystem in den USA, in Kanada, Australien, England aus.

  10. chaostrader

    Bei den Beamten ist die Rente nicht nur sicher, die Höhe der Bezüge ist enorm im Vergleich zu Normalsterblichen.

    *************************

    zum Rentenbeginn, wenn man die Entnahmephase beginnt, möchte der amerikanische Fiskus seinen Anteil abhaben. Im Alter sind aber die Steuersätze im Regelfall geringer.

    Da hatte ich gestern was zu geschrieben, der Post ist aber verschwunden. Also nochmal:

    In der Early Retirement Bloggerszene gibt es zwei ganz große Themen. 1) wie mach ich das Ersparte vor dem offiziellen Rentenalter von 60 verfügbar und 2) wie optimiere ich die Sache steuerlich. Manch einer postet seine Einnahmen und Strategien ganz öffentlich, da bleibt unsereins der Mund vor Staunen offen stehen.

    Beispiel: zu versteuernde Einnahmen von über $96.000 aus Zinsen, Dividenden, Roth Conversions etc, ergeben durch Abzüge, Freibeträge usw. eine zu bezahlende Steuer von $211, die durch geschickte Gestaltung auf $0,00 (!!) gedrückt werden.

    Glaubst Du nicht? Guckst Du hier:

    http://www.gocurrycracker.com/go-curry-cracker-2014-taxes/

    http://www.gocurrycracker.com/never-pay-taxes-again/

    Und da er schlau ist und keine Steuern bezahlt, kriegt er auch noch freie Krankenversicherung obendrauf (Obamacare).

  11. Elf on the Shelf

    @WW & Christoph: das Problem mit „den Beamten“ gibt es aber in den USA, UK oder sonst wo, wo – sagen wir mal dem Individuum mehr Eigenverantwortung zugestanden wird – genauso. Auch in den USA gibt es abgesicherte Jobs für Beamte, auch Beamte in den USA haben diverse Extras und auch in den USA gibt es korrupte Politiker.

    In den USA herrscht sicher nicht nur eitel Sonnenschein. Schon gar nicht politisch. Ich glaube, in unserer (also als Bürger eines Mitteleuropäischen Landes, mit funktionierendem Sozialsystem, mit einem Job, der vielleicht sogar noch recht gut bezahlt ist, Krankenversicherung) Situation ist es einfacher auf das eigene System zu bashen und neidvoll in die USA zu blicken, als auch die entsprechenden Nachteile des dortigen Systems und die Vorteile bei uns zu übersehen.

    Dass in den USA „der Lobbyismus“ auch keine ganz unwesentliche Rolle spielt, ist hoffentlich auch allen hier klar. 😉

  12. Christoph

    @Wolf: Habe ja geschrieben es gibt Vor und Nachteile. Meiner Meinung nach müssen Polizeibeamte, eigentlich auch Feuerwehrmänner Beamte sein.

    Aufgrund des viel größeren Risikos was Sie haben.

    Wegen dem Gehalt: Da kann man immer streiten. Ist es gerechtfertigt was Polizisten verdienen im Verhältnis zu Politikern? Aber was ist mit Kindergärtnern? Oder Sozialarbeitern? Die haben ja auch eine große Verantwortung. Bezüglich der Rente zählt, (soweit ich weiß) das letzte Jahr zum Berechnen der Pension.

    Bei Angestellten aber die volle Zeit, so dass es hier deutlich niedriger ist. Dazu zahlen Beamte ja nichts ein.

    Klar kann man sagen: Ist ja finanziert. Aber was spräche denn dagegen wenn Beamte anteilig auch was einzahlen?

    In der kleinsten Besoldungsgruppe zB 10% und je höhe die Besoldungsgruppe desto höher der Anteil. Dann könnten nämlich auch die Beiträge für die Arbeitnehmer sinken oder aber zumindest nicht mehr steigen. Natürlich wird dies nie geschehen denn die Politiker selbst müssten ja dann zahlen.

    @Elf: ja kein System ist perfekt das stimmt. Versteh zB nicht wieso in den USA KV Pflicht wie bei uns ist.
    Beim Rentensystem würde ich mir aber das 400 K System für Aktien wünschen.

     

     

     

  13. Vali

    @Wolf

    Fakten statt Vorurteile?

    Ich habe auch nichts gegen Beamte. Sie tun ja nichts 😉

    „Die Höhe der Versorgung ist gerechtfertigt“

    Womit denn? Sie bekommen immer noch mein Steuergeld (das sie selbst schön zurecht berechnet haben), das ich mit meinen Händen erarbeitet habe. Und weh, ich zahle es ihnen nicht, dann kann ich mir den Knast schmackhaft machen. Beamte erpressen uns und lassen uns die Brösel, mit dem Argument, ihr Job sei so verantwortungsvoll…

    Ich muss immer zuerst die Beamten versorgen – mit meiner Einkommensteuer. Alle anderen Arbeitnehmer, Unternehmer und Selbständige erarbeiten ihr Einkommen. Und erst nach allen Steuern und Kosten dürfen sie was für die Rente ansparen, wo der Beamte gleich wieder die Hand aufhält – Divis, Mieteinnahmen – geht wieder an den Beamten. Und ich strenge mich noch mehr an, damit er im Jahr darauf noch mehr verlangen kann…

    Sorry, aber womit ist das gerechtfertigt???

    Beamtenbesoldung

    Reich-reicher-Pensionäre

    Beamte halten Vermögensvergleich für unseriös

    Beamte genießen einen Vorteil, von dem Angestellte nur träumen können

    Beamte erpressen mit Gesetzen und lassen es sich gut gehen… Sie sind Richter, Finanzbeamte, Gerichtsvollzieher und Politiker. Wie soll ich mich da wehren? Ich werde praktisch ver(steuer)sklavt.

    Nur Polizisten und Lehrer haben das m.M. verdient. Alle anderen sind Sklaventreiber.

    Klar bin ich neidisch, weil ich es ihnen nicht gönne. Null-Komma-gar-nicht! 
    Aber würde ich das machen, was die Amerikaner machen und vor Steuern meine Aktien kaufen, darf ich wegen Steuerhinterziehung büßen.

    Wenn ich krank bin, arbeite ich weiter, weil das niemanden interessiert. Bin ja selbständig. Selbst und ständig. Weihnachtsgeld – Was ist das? Automatische Besoldung – Häh?

    Sachsens Beamte wollen schnellstens wieder Weihnachtsgeld

    Aber die Steuer und der Tod sind mir sicher. Und da soll ich Verständnis für die Beamten haben?
    Sie zahlen nicht in die Rentenversicherung, bekommen aber eine üppige Rente! und zahlen keine Arbeitslosenversicherung – weil sie nicht arbeitslos werden können.

    http://www.focus.de/finanzen/steuern/steuerprogression/steuersystem_aid_24947.html

    Neiddebatte. Ist klar, dass sie ihr erpresstes Steuergeld für fair halten.

    Wir müssen hier noch lange die gemütlichen Beamten mittragen. Die Amerikaner werden deshalb immer voraus sein!!!

    Sorry, das hat mich jetzt echt aufgeregt…

    Tim, danke für den tollen Artikel 🙂 Den müsste jemand mal an unsere Beamten schicken… aber wetten, dass wir diese nicht interessieren. Sie haben einen super bequemen Platz an der Sonne ergattert. Das gibt keiner so schnell auf…

  14. Christoph

    @Vali: Vor allem finde ich es eine Sauerei dass Politiker dann auch noch Nebentätigkeiten ausführen dürfen. Auch wenn siemittlerweile die Höhe angeben müssen.

    EIn Politiker sollte das nicht dürfen. Er hat einen Fulltime Job. Und finanziell hat er es nicht nötig.

     

    Was ich gerade entdeckt habe: Familienzuschlag: Eigentlich ein Schlaraffenland: Unkündbar, gutes bis sehr gutes Gehalt und dann noch Geld für Kinder. Klar das gibt’s auch für Arbeitnehmer aber die haben nicht diese ganzen Absicherungen, vor allem was das Alter betrifft

    http://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/einkommenstabellen/besoldungstab_bund_140301.pdf

  15. Andrea

    Wow, der Neid ist hier ja sehr groß.

     

    Ich schreibe, weil ich mich freue, dass ich heute die Nachricht über meine erste Dividende seit mehr als 10 Jahren erhalten habe, von Shell. Habe im Januar ein paar Aktien gekauft.

  16. chaostrader

    Wow, der Neid ist hier ja sehr groß.

     

    Naja, wenn man den Mist bezahlen muss und nicht davon profitiert (wie vermutlich einige Neidfreie hier) dann kann einen das schon ärgern.

     

  17. Andrea

    So wie ich es immer gelesen habe, sind die Gehälter der Beamten um den Betrag gekürzt, der für die Rentenversicherung gezahlt werden müsste – da es für den Staat bzw. das Land billiger ist, die Pensionen zu bezahlen als den Anteil an der Rentenversicherung. Gleiches gilt für die Krankenversicherung (Beihilfe) – es ist für Staat/Land günstiger, da Beamte im Schnitt gesünder als der Rest der Bevölkerung sind (Vor der Verbeamtung findet eine ärztliche Untersuchung auf alles Mögliche statt). Bei der Beihilfe gibt es jedes Jahr eine Selbstbeteiligung, und meine Rechnungen, die ich einreiche, werden gekürzt bis zum es geht nicht mehr, so dass ich von den 50% Beihilfe im Schnitt zwei Drittel selber bezahle und ein Drittel erstattet bekomme, d.h. von einer Rechnung über 100 Eur, die ich einreiche, erhalte ich von der Beihilfe ca. 25 Eur (die Selbstbeteiligung eingeschlossen, da ich im Jahr Rechnungen für unter 1000 Eur habe). Die private Krankenversicherung (andere 50%), die ich selber bezahle, übernimmt in der Regel ihren Anteil.

    Hier in Deutschland herrscht ja gleicher Zugang zu allen Ämtern, jeder hätte es ebenso machen können. Wenn jemand im Alter arm ist, weil er nie etwas gespart hat, werden sicherlich hier auch einige sagen, derjenige hätte ja die Möglichkeit gehabt, vorzusorgen und hat sie nicht wahrgenommen und lieber das Geld vorher verprasst.

    Der Neid ist wirklich nicht nötig.

     

  18. WW

    @ Andrea, mir kommen gleich die Tränen und es herrscht kein gleicher Zugang zu allen Ämtern (Richter, etc.), und wovon soll eine Altenpflegerin, Kindergärtnerin etwas sparen? Der Neid ist auch nicht nötig, er ist mittlerweile notwändig, um Schieflagen zu korrigieren. Leider schlafen unsere Beamten Poliker noch, oder Sie treiben sich zuviel auf Lobbyisten Partys rum.

    Deutschland hat keine soziale Marktwirtschaft mehr, wir haben krass unterschiedliche Parallelwelten und  sind auf bestem Wege sich in eine explosive Gemengelage zu begeben, die dann LEIDER auch wirtschaftsschädigend ist, wenn der soziale Friede abgeschafft ganz ist. Beispiel Frankreich: die wehren sich verzweifelt, vermöbeln CEOs, was zur Folge hat, daß US Abgeordnete behaupten Frankreich ist das Land mit der 3-Tage Arbeitswoche. Die Indischen Stahlkonzerne haben sich wg. der Unruhen schon aus Frankreich zurückgezogen.

    Ich finde das Schweizer System nicht schlecht, da müsssen alle, vom Arzthelfer bis zum Chefarzt und CEO in die Rentenkasse zahlen. Die haben diese Unwucht bzg. einer gerechten Verteilung des „Volksvermögens“ nicht. In anderen Nationen ist es ebenfalls besser. Habe gerade in den Nachrichten den aktuellen Armutsbericht gehört…..

    Umso wichtiger finde ich eigentlcih für alle die Auseinandersetzung mit den produktiven Werten, den Aktien. Während der Rentenwert inflationsbedigt stetig abnimmt, der Aktienwert nimmt zu.

    Was haltet Ihr von den Aktien der Hersteller von Robotern; denen wird ein großes Wachstum vorausgesagt? Es gibt auch ETFs dazu (ARD Börse von heute)?

     

     

  19. Elf on the Shelf

    @Vali: grundsätzlich lese ich deine Kommentare ja gerne. Aber bei deinem letzten sind mit dir die Pferde etwas durchgegangen, oder? Du schreibst

    Sie bekommen immer noch mein Steuergeld (das sie selbst schön zurecht berechnet haben), das ich mit meinen Händen erarbeitet habe. Und weh, ich zahle es ihnen nicht, dann kann ich mir den Knast schmackhaft machen. Beamte erpressen uns und lassen uns die Brösel, mit dem Argument, ihr Job sei so verantwortungsvoll…

    Natürlich bekommen Beamte nicht dein Steuergeld. Du trägst zu einem geringen Betrag dazu bei, das Gebilde „Staat“ zu finanzieren. Das machen übrigens alle; Studenten, Angestellte, Arbeitslose, Rentner, Beamte, etc. (Stichwort Konsumsteuern). Und natürlich wird dir der Knast schmackhaft gemacht wenn du die Steuer umgehst. Wenn jemand deine Produkte in Anspruch nimmt ohne zu bezahlen wirst du dich vermutlich auch an Beamte wenden, die dem nachgehen und von Beamten (Richtern) ihre Strafe davontragen. Und gerade in Zeiten wie diesen sollte man es vielleicht bei allen negativen Seiten, die es unbestritten gibt, froh sein, dass es Rechtssicherheit überhaupt gibt. Deshalb finde ich auch deinen Ausspruch

    Beamte erpressen mit Gesetzen und lassen es sich gut gehen… Sie sind Richter, Finanzbeamte, Gerichtsvollzieher und Politiker. Wie soll ich mich da wehren? Ich werde praktisch ver(steuer)sklavt.

    ziemlich beschissen (um es direkt zu formulieren). Gesetze mit dem gesamten staatlichen Konstrukt regeln deinen Alltag, sorgen dafür, dass du deinem Business nachgehen darfst, mit deinem Geld anstellen darfst was innerhalb dieser (von der Bevölkerung mehr oder wenigen akzeptierten) Normen liegt und dass dir zu Guter letzt nicht die Rübe an einem Parkplatz abgeschlagen wird, weil sich jemand einbildet, dass du ihn angesehen hättest (Tim hat vor ein paar Wochen einen Blogpost dazu verfasst).

    Bei deinem Beamten-Bashing finde ich es dann schon beinahe skurril, dass es deiner Meinung nach nur Polizisten und Lehrer (also die mit den langen Ferien und dem ewig gleichen Unterrichttstoff) verdient hätten. Lehrer in der Familie? 😉

    Wenn ich krank bin, arbeite ich weiter, weil das niemanden interessiert. Bin ja selbständig. Selbst und ständig. Weihnachtsgeld – Was ist das? Automatische Besoldung – Häh?

    Du bist selbständig, hast ein anderes Risiko und andere Chancen. Aber dir stand es jederzeit offen Angestellte, Beamte oder Selbständige zu werden. Im Idealfall verdienst du als Selbständige auch das x-fache eines Beamten (und ganz ehrlich: die von dir verlinkte Tabelle schmeißt mich nicht vom Hocker – frag mal einen Anwalt in einer größeren Kanzlei wann er 85k Brutto verdient hat. Mit etwas Glück war das sein Einstiegsgehalt mit Anfang 30).

    Es steht übrigens auch allen Staatsbürgern frei sein Heimatland zu verlassen und in (fast) jedem anderen Land der Welt neu anzufangen. Aber grundsätzlich geht’s uns ja allen gut hier und dann fällt das auswandern nicht so leicht, oder? 🙂

    Ich möchte betonen, dass ich kein Beamter bin oder alles gutheiße was im öffentlichen Dienst so abgeht (ich komme nicht einmal aus Deutschland, ich gehe aber davon aus, dass sich Ö und D nicht allzusehr in diesen Belangen unterscheiden). Ich finde nur deine, meiner Meinung nach schon fast grenzwertigen, Aussagen zu den Grundzügen eines modernen Staates (und der braucht nun mal – auch gut bezahlte – Beamte) bedenklich.

  20. Vali

    Andrea, du bist Beamtin?

    Ich war jahrelang eine Ausländerin, dürfte zwar wie eine Deutsche Steuer bezahlen, aber nicht Beamtin werden.

    Die deutsche Staatsbürgerschaft dürfte ich jahrelang auch nicht beantragen. Aber weiter Steuer zahlen.

    Es geht hier um Fairness wie USA oder Schweiz. Um für mein Alter vorzusorgen, werde ich hier doppelt besteuert. Wieso? Weil die Beamten mein Geld haben wollen.  Einkommensteuer und Abgeltungssteuer.
    Gleichzeitig darf ich in die Rentenversicherung zahlen, in die ein Beamter nicht zahlt. Warum? Weil es sich für den Beamten nicht lohnt. Aber jeder Arbeitnehmer muss, egal ob es sich für ihn lohnt.
    Aber in der Regel hat kein Beamter eine Ahnung, was es für einen Selbständigen bedeutet jeden Monat um sein Lohn kämpfen zu müssen, nie zu wissen ob ein Kunde wieder kommt und wann. Keine Ahnung zu haben, ob man nächstes Jahr überhaupt einen Cent verdient. Und erst recht nicht in 10. Und ob man je eine Rente bekommt, die einen nicht verhungern lässt.
    Sie wissen nur, dass ich Steuer zahlen muss. Und machen dafür die Gesetze, die sie immer begünstigen. Arbeitsloser Beamter? Armer Pensionär? So was gibt es nicht… Und die anderen sind selber schuld, dass sie nicht Beamte wurden.

    Das finde ich dreist.

  21. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    sieh das nicht zu einseitig. Dränge Dich nicht selbst in eine „Opferrolle“, in die Du nicht gehörst. Du hast unglaublich viel geleistet, wozu sehr viele „Biodeutsche“ nicht die Kraft, nicht den Mumm hätten. Sei stolz auf Dein Erreichtes.

    Ein ordentlich funktionierendes Staatswesen erfordert ein für Korruption nicht anfälliges Beamtentum, oder anders geartetes loyales, staatstragendes Modell. Das kostet Geld, bringt aber Rechtssicherheit und ein faires Miteinander. Es lässt sich immer über alles meckern. Ob die Beamten nun überversorgt sind oder nicht, das kann ich auch nicht wirklich beurteilen. es gibt aber immer zwei Seiten. Die Arbeitsplatzwahl ist nicht unbedingt frei, man kann wider Willen versetzt werden usw. es gibt nie immer nur Sonnenschein, oder wie es mal ein Österreicher bei mir auf Arbeit so wunderbar köstlich formuliert hat; „Es kann nicht alles Kaffee sein!“ 😉

    Vali, schau lieber wieder nach Aktien und inspiriere uns! 😉

    Liebe Grüße

    MS

     

  22. Vali

    Ach, Matthias, du bist süß 🙂 Danke, tut mir gut!

    Bin etwas emotional, weil ich ein furchtbares Erlebnis mit einem Beamten hatte… ganz frisch… muss mich wieder fangen 🙂

    Danke dir sehr!

    Ja, die Aktien machen Spaß 🙂 und mein Job auch sehr! Nur das Geld habe ich frisch wieder an die Steuerberater überwiesen 😉  … wahrscheinlich auch deshalb so ein übertriebener Frust!

    Lieben Gruß

     

  23. Andrea

    Vali, ich bin Lehrerin und verbeamtet. Ich erzähle das meinen Schülern ähnlich wie Matthias Schneider, nämlich, dass Beamte gut verdienen müssen, damit sie nicht bestechlich sind. 😀

    Ich habe ganz ehrlich aktuell keine Vergleiche mit anderen Berufen, aber ich empfinde meine Besoldung für eine Akademikerin als angemessen und nicht als zuviel.

    Hingegen kann ich mir das vorstellen, dass die Selbständigkeit es mit sich bringt, dass man sich Sorgen ums Geschäft macht. So ein finanzielles Polster durch Aktienanlagen bringt dir bestimmt auf die Dauer mehr Sicherheit. Und in der Zwischenzeit, bis dahin, ein gesundes Gottvertrauen, dass das Geld schon zu dir finden wird.

  24. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    dann erzähle ich Dir auch was, ganz frisch. Am Sonntag auf der Autobahn habe ich wie üblich, dämlich wie das ist, während der Autofahrt am Handy rum gemacht. Das leuchtet wie ein Scheinwerfer im Auto. Diesmal wurde ich von einem Polizeiauto überholt, was mich dann raus geholt hat.

    Der Beamte tat seine Pflicht und wies mich mehrmals darauf hin, dass ich kein Eingeständnis unterschreiben müsse. Ich habe ihm gesagt, er tut seine Pflicht, und ich als Bürger bin froh darüber, dass er pflichtbewusst ist. Die Dummheit liege auf meiner Seite, und die gehört bestraft. Das bringt mir jetzt 1 Punkt und 60 Euro. Der Punkt ist hart. Heute kam meine Handyhalterung für die Windschutzscheibe von Amazon. Trotz der ganzen Misere, oder gerade deswegen bin ich froh und beruhigt, dass deutsche Beamte ein Auge auf Recht und Gesetz haben.

    Gutes Nächtle

    MS

  25. Vali

    Matthias, so was tut man aber auch nicht 😉

    Ja bei Polizisten und vor allem Lehrer werde ich ganz weich. Andrea, lieben Gruss, meine beste Freundin ist Lehrerin 🙂

    Ich wollte auch mal eine werden, bin aber schwanger geworden und hab die Uni abgebrochen. Bin einfach selbständig geblieben, das lief sowieso immer nebenher.

    Ja, manche Gesetze müssen noch angepasst werden. Aber, ich sehe auch lieber positiv in die Zukunft, als zu lästern… ändern kann ich nichts.

    Und Aktien sind immer noch günstig, das gibt Hoffnung 🙂

     

     

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andrea

    Das habe ich auch immer geglaubt: Hohe Bezahlung mindert die Korruption. Aber es gibt in der neuen Forschung an dieser Annahme erhebliche Zweifel. In Ghana ist den Polizisten das Gehalt stark erhöht worden – und die Korruption verdoppelte sich sofort.

    http://www.economist.com/news/finance-and-economics/21689642-theory-higher-pay-cuts-corruption-practice-opposite-happens-wages

    Es sind weitere Studien vorgenommen worden. Es kam heraus: Die Höhe des Gehalts spielt offenbar keine Rolle. Die Polizisten haben mehr Straßenblockaden errichtet und viel mehr Geld von den Lastwagenfahrern erpresst bzw sie eingespert.

    Das Gegenteil ist scheinbar der Fall: Je höher das Gehalt, desto mehr Korruption.

    Die beiden amerikanischen Wissenschaftler haben in Afrika diese Studie gemacht, weil es dort viele kleine Dörfer gibt, die isolierter sind. Und die Gehaltserhöhung von ein paar Tausend Testpersonen geht dort nicht so ins Geld wie einer westlichen Industrienation.

    Schau Dir nur Helmut Kohl oder Wolfgang Schäuble an. Das sind hochrangige Politiker (gut bezahlt, betucht, mächtig) und tief in Schwarzgeldskandale verstrickt.

  27. M

    @Vali
    Ich verstehe Deine Emotionalität wegen einem kürzlichen Ereignis… aber es war ja Deine Entscheidung mit der Selbstständigkeit. Konzentriere Dich auf die Dinge die du beeinflussen kannst!
    Frage mich nicht nach einem Rechtsanwalterlebnis, wo wir zu 100 % im Recht waren, unser Rechtsanwalt einen Stundensatz von knapp 500,- € nimmt, ich ihm alle Fakten fein sauber auf 2 Seiten aufliste und dann kommt der Spruch von unserem Anwalt: Wegen 4.000,- € geht kein Richter vom Golfplatz und liest 2 Seiten… (wir wollten nicht mal einen Richter, und sind zu Unrecht verklagt worden)
    Da fällt man echt vom Glauben ab.
    Riester, Rürup, AWD und die Hannover Kungelei… ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn man den Glauben an Politiker und dem Leitspruch: „Dem deutschen Volke“ verliert bzw. ernsthaft daran zweifelt.
    Trotz dieser „Klientelpolitik“ (wenn man es höflich formuliert) in Deutschland gibt es auch gewaltige Ungleichgewichte in Amerika, die die Reichen & Gutverdiener deutlich bevorzugt, und die Mittelschicht schwächelt auch in Amerika seit ein paar Jährchen…

  28. ModiaModia

    Die Schweiz ist nicht besser als die EU.

    Die Lohnabzüge sind extrem hoch, die Mieten und der Einkauf auch. Arbeitet man nicht ist das gesparte schnell weg. Viele sind hoch verschuldet. Nur Reiche profitieren in der Schweiz. Durch Steuerabkommen in Gewissen Kantonen.

    Das lohnniveau ist auch aus dem Ruder gelaufen.

     

     

     

     

  29. Christoph

    Also ich dachte auch immer Lehrer haben doch immer irre Zeit in den Ferien.

    Aber meine letzte Ex ist Lehrerin. Die hat weniger Zeit als ich! Unter der Woche muss Sie fast jeden tag Unterricht vorbereiten. und an den Wochenenden auch bzw korrigieren.

    Ebenso in den Herbst und Winterferien. Da kann Sie zb in den Winterferien nicht einfach mal wegfliegen weil die Zeugnisse bald kommen und sie alles fertig haben muss.

    Schaut man sich mal das Netto Gehalt von Beamten im mittleren Dienst mit Angestellten mit mittlerer Reife vergleicht, so hat der Beamte mehr Netto raus. Und muss gar nichts für die Altersvorsorge tun.

    Und die Begründung der Beamte muss ja korrekt arbeiten und die Gefahr von Korruption darf nicht bestehen. Hall0? Das gilt doch für jeden Job.

    Verwaltungsangestellte, Jugendamtmitarbeiter usw. haben doch auch entscheidende Jobs.

    Und die Logik dass es für den Staat billige ist Pension zu zahlen ist doch aud deutsch gesagt Quatsch.

    Denn er hat ja da keine Einnahmen sondern nur Ausgaben. Zahlt der Beamte aber etwas in die RV ein so finanziert er seine Pension mit.

    Auch die Begründung jeder könne Beamter werden ist nicht zielführend. Denn auch jeder Beamter könnte in die Wirtschaft gehen. Aber das macht ja kaum einer. Wieso auch?

    Unkündbar, Vorteile bei Versicherungen, sehr hohe Pension, keine Angst vor Insolvenz des Arbeitgebers etc.

    @Modia,

     

     

    ich kenne einige die in der schweiz arbeiten: Die verdienen wahnsinnig gut. Natürlich ist das Leben dort teurer aber unterm Strich haben die alle deutlich mehr als hier in Deutschland für die gleiche Arbeit.

    Und wenn man Arbeitslos ist hat man auf Dauer überall irgendwann Probleme.

     

     

  30. Vali

    @M, danke dir! Es hört sich bei euch auch übel an.

    „Mein“ Beamter hat mir aus heiterem Himmel, ohne je ein persönliches Gespräch mit mir zu haben, ein schriftliches Dokument geschickt. Einen Brief, in dem übelste Unterstellungen und Verdrehungen + übelster Charakteristiken schriftlich festgehalten wurden. Mit offizieller Unterschrift und Stempel der Instanz.

    Ich war geschockt. Ich habe 3 Tage nichts essen und nicht denken können. Hab geweint und nicht geschlafen.

    Meine Männer in der Family hier habe ich kaum zurückhalten können, um nicht persönlich beim Beamten zu erscheinen. Wir haben uns gegenseitig beruhigt und zurückgehalten.

    Und ich habe um ein persönliches Gespräch gebeten. Er hat mich erst abgewimmelt. Daraufhin haben wir einen Widerspruch eingelegt. Dann bekam ich doch einen Termin.

    Hab eingeredet, erklärt, mich verteidigt, hab gezittert, ich dachte ich bin im falschen Film. Er sah es nicht ein einzulenken, bis ich mit einer Klage gedroht habe, wegen übler Nachrede und 2 anderen Punkten. Dann meinte er, er entfernt das Dokument aus der Akte.

    Ich will nicht auf Details eingehen, weil es sehr speziell ist. Aber mein Glaube an den deutschen Rechtsstaat war erst mal verloren.

    Warum tat er das? Um seine Haut vor seinem Chef zu retten und einer möglichen Klage aus anderer Instanz zu entkommen, hat er einen Schuldgen gesucht. Da kam ihm die Idee, das Ganze abzuwälzen – auf einen Zivilisten mit Migrantenhintergrund.

    Kennt ihr den Spruch: Wenn jemand sagt, dein Bruder ist Mörder – versuche erst mal zu beweisen, dass du keinen Bruder hast 😉

    @Christoph, sehe ich auch so.

    Aber das Thema tut einfach weh, weil man nichts tun kann. Trotzdem – aufgeben darf man nicht!

    Euch allen sonnige Grüße 🙂

     

  31. fit und gesund

    Ich habe den grössten Teil meines Arbeitslebens in der CH gearbeitet, ich verdiene tatsächlich sehr gut, man kann aber nicht 1:1 vergleichen, die Wochenarbeitszeit ist z.B auch höher, Urlaub weiss ich nicht so genau da ich mich mit deutschen Verhältnissen nicht mehr auskenne,

    zudem wohne ich absolut grenznah und   grössere Anschaffungen werden in D getätigt, da kann ich dann die Mwsteuer auch noch zurückverlangen, bis zum Gegenwert von 300 Euro muss ich auch nix verzollen, zudem habe ich im Laufe der letzten Jahre immer mehr Euro für meine CH-Fränkli erhalten, angelegtes Geld in D wurde aber im Gegenzug auch weniger…

    Wohneigentum hätte ich mir in meinem Beruf in D vermutlich nicht leisten können, wo ich meinen Lebensabend verbringen werde steht noch nicht fest, ich werde vermutlich dieses Jahr eine umfassende Rentenberatung machen lassen, nichtsdestotrotz, mir gefällt es hier sehr sehr gut, die Politik in D macht mir eher Angst zur Zeit.

  32. Christoph

    @Fit und Gesund: Ja ich bin da irgendwie zwiegespalten.

    Wegen Urlaub: War die letzten Jahre einige male in Thailand und habe da verhältnismäßi viele Schweizer getroffen. Die waren alle mehrere Monate unterwegs. Vielleicht aufgespart?

     

    Für mich ist es leicht gesagt ich würde es nicht tun, aber wenn ich in der Situation würde ich es vielleicht auch tun.Denn eigentlich finde ich, dass man in dem Land in dem man Geld verdient auch leben sollte und dort konsumieren sollte.

    Ich kenne das aus der eigenen Familie. Meine Schwester und mein Schwager leben in Deutschland. Er arbeitet aber in der Schweiz und verdient richtig gutes Geld.

    Klar so sparen Sie viel Geld, aber ob das moralisch richtig ist? Aber wer weiß ob ich nicht aus so handeln würde..

     

    mein Vater sagt immer. in der Schweiz ist die Welt noch in Ordnung. Finde da ist vieles dran. Allein dass die sich geweigert haben in die EU zu gehen! Oder auch dass es viele Volksentscheide gibt. Das ist gelebte Demokratie.

     

  33. fit und gesund

    @Christoph

    wegen Moral, ich halte mich absolut an das gesetzlich Erlaubte, ich würde niemals schmuggeln da das irgendwie unter meiner Würde wäre, aber Moralvorstellungen ? hm… nicht wirklich…ich zeige auch nicht mit dem Finger auf Andere, zumindest versuche ich das.

    eine kleine Geschichte, vor Weihnachten diskutierte ich das mit einem meiner ebenfalls deutschen Vorgesetzen, Weihnachten kam und unsere Abteilung bekam von ihr einen superschönen Präsentkorb, wir freuten uns natürlich, aber der nette Korb stammte dann eben aus D, ich musste mich beherrschen um nicht laut rauszuprusten, soviel eben zu Moral, die gilt oft nur für Andere…

    Wiegesagt, ich mag die CH, als D ist man nicht unbedingt sooo beliebt, aber wer sich anpasst wird auch hier anerkannt und wird auch Freunde finden.

    Thailand, davon hab ich schon gehört, ich habe einen ehemaligen Kollegen der bei der Rega arbeitet, dort scheint es regelrechte CH- Rentnerkolonien zu geben, wäre durchaus möglich, aber solange meine Mutter lebt, mach ich sowas nicht.

    @Vali,

    Kopf hoch!

  34. Felix

    Was soll daran unmoralisch sein, in der Schweiz zu arbeiten und in D einzukaufen? Man nutzt eben die Vorteile, wenn man in einer Grenzregion wohnt, so wie ich auch bei der billigeren Tankstelle tanke – ist das unmoralisch; ich denke es ist marktwirtschaftlich.

    Jedes Unternehmen geht mit seiner Produktion dorthin, wo es die besten Bedingungen vorfindet, z.B. nach Indien. Davon haben dann auch die Inder etwas.

  35. Christoph

    @Felix: nun unmoralisch ist es insofern, dass man die Vorteile nutzt. Es schadet auf jedem Fall dem jeweiligen Land da die Umsätze und Gewinne woanders erzielt werden.

    Aber ich verurteile dies natürlich nicht, denn wer weiß ob ich es nicht auch tun würde.

     

  36. Robert Michel

    @Christoph: Die Abgrenzung ist doch völlig willkürlich, genauso gut kann man behaupten, es sei unmoralisch in einer anderen Stadt einzukaufen, als der in der man arbeitet. Das Land in dem man Arbeitet hat doch schon den Vorteil in den Genuss der Leistungen zu kommen, die man als Arbeitender dort anbietet.  Und die sind mit dem Gehalt abgegolten.

  37. Christoph

    @Vali: Ja das hoffe ich auch. Ich denke da immer an den Film iRobot.

    Wäre doch super. Die machen einfache Arbeiten wie Straßenreinigung usw. Und daheim Putzen und kochen.

    Oder auch für die Feuerwehr gut. Die gehen auch noch in brennende Häuser in die kein Mensch mehr gehen würde.

    Oder im Schwimmbad als Rettungsschwimmer. Gibt ja unzählige Bereiche.

    Ich selbst würde nur Alphabet kaufen. Bei den anderen weiß man einfach nicht wie die Zukunft aussieht. Bei Alphabet läuft diese Abteilung ja nebenher.

     

  38. B.

    Ach die Moral…

    Onkologika waren 2014 die  umsatzstärkste Wirkstoffgruppe mit 4,7 Milliarden Euro bei den gesetzl. Kassen. Eine Versorgung mit dem besser wirkenden Nivolumab kostet 124.384 € pro Jahr/Patient.

    Es wird immer unbezahlbarer und England hat eine Obergrenze von 40.000 € für ein Jahr guter Lebensqualität eingeführt.

    Quelle:aktueller Focus.

    Jetzt raten wir mal, was die Kosten und die Gewinnspanne ist und wer sich an den Firmen beteiligt bzw. beteiligen kann???

    Rauchen, Diabetes, Alkohol, Fresssucht, Chemieverseuchung, Waffen, Pharma… vieles funktioniert doch nur, wenn viele diese dummen Dinge tun und konsumieren, damit andere kassieren. Die Firmen/Weltmarktführer für die Sparten kennt man hier ja. 😉

    Wieso Grenzen und Zäune ziehen? Um bestimmte Zonen besser stehender Sozialsysteme zu schützen. Wer teilt ein in besserer & schlechterer Mensch?

    Die Schweiz, wo die Welt noch in Ordnung ist (Nazigold, Steuerhinterziehung, griechische Reeder bringen ihr Vermögen außer Landes und die Massen leiden usw.)…

    Tja, die Moral ist so eine Geschichte…oft kommt sie nach dem vollem Bauch.

    Wieso soll Geld für einen arbeiten?
    Ist es nicht die bewusste Ausnutzung der Massen?

  39. Christoph

    @Tim Schäfer: Bei deinem Beitrag: Deutsche Rente nur 1.315 Euro brutto im Schnitt .. sind wieder neue Spams..

    @B: Ja mit den Arzneimittelpreisen ist das so ne Sache.

    Natürlich gibt es welche die sind einfach sehr sehr teuer. Wieso? Weil zB bei der Krebsforschung extrem viel geforscht wird und nur die wenigsten Ideen es zur Marktreife schaffen. Da ist der hohe Preis durch die Forschung auch in Ordnung.

    Aber bei Turing Pharmaceuticals hat der Chef Martin Shkreli  es übertrieben und es ist auch nicht gerechtfertigt.Erhöhung von USD 13,50 auf USD 750,00 pro Pille

    Es ist ein HIV Medikament.

    Nur ín die Forschung geht das Geld nicht. Der Chef ist nämlich eigentlich Hedgefond Manager!

     

    Er hat auch deshalb Ärger mit den US Behörden. Vor einem Ausschuss oder wars sogar vor Gericht?.. berief er sich immer auf den 5. Zusatzartikel. Er verweigerte die Aussage um sich nicht selbst zu belasten. Bei jeder Frage! Und grinste dabei frech.

    Die, die ihn befragten tobten innerlich was ich verstehen kann. Denn da geht’s ja um Leben.

    Sowas ist wirklich unmoralisch.

    Eine Angestellte wurde auch befragt und sie schilderte rauschende Partys. Und das sogar noch vor der Erhöhung!..

  40. Oliver

    @Tim: Ja, so eine Altersvorsorge, wo Hinz und Kunz monatlich steuerfrei in einen einfachen ollen Vanguardfonds einzahlen kann, ohne viel überlegen zu müssen, wäre die beste Methode. Bei uns fangen sie anscheinend an zu diskutieren, das Riester nicht so toll ist. Stattdessen habe ich irgendwas von Schäuble-Fonds gehört. Da stellt sich bei mir unmittelbar das Bild ein, ob man mit der ersten Rate einen Lederkoffer von Schäuble zugeschickt bekommt mit lauter schwarzen falschen Fuffzigern…

    Letztendlich wäre ein System gut, wo jeder später eine auskömmliche Grundrente bezieht und auch jeder darauf einzahlt. Wer mehr mag, nimmt dann eben so einen Vanguardfonds. Damit würde man die Sparenden zusätzlich belohnen. Ist aber von der Finanzindustrie nicht erwünscht und durch Lobbyisten beeinflusst. Wäre gleich das nächste, was ich verbieten würde: Lobbyisten.

    Und da wären wir bei der vielgepriesenen Moral. Die gibt es in vielen Teilen der Gesellschaft immer weniger, weil jeder einzelne versucht, das beste auf Kosten der anderen zu erreichen. Klingt vielleicht pessimistisch, aber  das ist meine Beobachtung. Ob man wirklich z.B. mangelnde Moral vorwerfen kann, wenn man in Land A teuer arbeitet und in Land B billig einkauft, finde ich eher zweifelhaft. Ich arbeite zwar nicht in der Schweiz, aber wenn ich das machen würde, täte ich tatsächlich in Deutschland einkaufen, wenns mir möglich ist. Die an der deutschen Grenze sind natürlich auch nicht doof und in Konstanz einkaufen ist sicher teurer als in Dortmund. Andererseits machen es die Firmen genau so: In Asien fertigen lassen und in Deutschland verkaufen. Nike oder Adidas sind nur zwei davon. Andererseits: Könnten sie bei der Globalisierung überleben, wenn sie in München fertigen liessen oder gar in St, Gallen? Wobei: Turnschuhe werden eh bald ausgedruckt, da fertigt keiner mehr was in Bangladesh, wenns so weiter geht. In den USA soll es schon Geschäfte gebe, wo man sich die Dinger ausdrucken lassen kann. Optimiert für den Fuß, passen also perfekt. Schöne neue Welt.

    @Vali: Mit so einem Steuerbeamten habe ich genau zweimal gestritten: Das erste und das letzte mal. Einen Steuerberater dazwischen schalten und den machen lassen. Ich habe gemerkt, dass Steuergesetze äußerst variabel sind und wenn ein Steuerberater das beantragt, man wesentlich weniger Stress bekommt. Nur als Tipp. Und alle Beamten sind keine Schweine. Die gibts da zwar auch, aber die meisten verdienen wirklich mäßig, wenn sie nicht in der richtigen Gehaltsgruppe sind. Sei froh, dass Du selbstständig bist, da hast Du es wenigstens in der Hand, was Du verdienen kannst. Ich möchte mit keinem Beamten tauschen, trotz der Vorteile, die sie im Alter geniessen. Das System ggü. normale Rentner ist wirklich nicht gerecht und es besteht akuter Handlungsbedarf, da der Unfrieden darüber immer größer wird. Ist aber nicht das einzige Thema.

  41. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Danke für den Hinweis mit den Spammern. Die kommen wie die Motten ans Licht. Und die kleben immer unter dem gleichen Blogeintrag. Ich komme kaum noch nach, den Mist von den Kredit-Angebots-Spammern zu löschen. So nervig.

     

    @ Oliver

    Ja, das mit den Vanguard-Fonds ist so einfach. Dauerauftrag einrichten. Sparen. Dekaden lang. Und fertig. Der Vorteil: Bei Vanguard handelt sich um ein genossenschaftliches Konzept. Das Unternehmen ist nicht darauf aus, den Gewinn zu maximieren. So wie es Allianz, Axa, Ergo und andere tun. Daher sind die Gebühren nahezu Null. Mehr lesenswerte Infos über den Vanguard-Gründer John Bogle gibt es übrigens hier:

    http://johncbogle.com/wordpress/

  42. Christoph

    @Tim Schäfer,

    ist es richtig, dass man Vanguard nicht aus Deutschland nutzen kann? Letzte Woche war John Bogle auf CNBC, glaube es war im Half time Report. Sehr klugen Eindruck hat er gemacht. Ruhig und besonnen.

     

  43. Christoph

    @fit und gesund: Danke. Habe jetzt nur kurz reinschauen können. Aber so wie ich das sehe, kann man den nur über JP Morgan in Irland kaufen. Man muss sich dort registrieren.

    Was aber gut ist, man kann die Dividende direkt wieder investieren.

     

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    also bei justETF werden 13 Fonds aufgelistet. Der meist besprochene ist ja der S&P500 mit 0,07 % Gebühr.  Den kann man bequem in Deutschland kaufen (mittlerweile). Allerdings sehe ich derzeit hohe Spreads um 1 Euro, weil kein Handel in Amerika. In Amsterdam gibt es ihn mit geringem Spread, bei Flatex zeigt es mir angeblich keine Stückzahlen an. Bei Finanztreff sieht man aber Stückzahlen um 16.000 mit 1 Cent Spread!

    Wenn ich den ETF also in EUR kaufen wollen würde, dann würde ich den nicht bei Flatex kaufen, sondern bei Lynx in Amsterdam für 5,80 Euro Ordergebühr.

    Oder ich würde bei Lynx  das Original (VOO) mit USD in Amerika kaufen für 5 USD Ordergebühr.

    MS

  45. Andrea

    Tim, danke für den Link zu dieser Studie. Ich habe sie mir gerade durchgelesen und halte sie nicht für gut. Wenn es so wäre, dass höhere Bezahlung zu einem höheren Ausmass an Korruption führt, dann erklärt dies überhaupt nicht, warum die Korruption in vielen anderen Ländern, in denen die Bezahlung auch gut ist, gering ist. Es scheinen andere Faktoren eine Rolle zu spielen.

    Ganz spontan kann ich mir vorstellen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von Korruption ebenfalls eine Rolle spielt. Diese ist bislang und hoffentlich auch in Zukunft hier in Deutschland und vielen anderen Ländern niedrig.

  46. StefanStefan

    @ fit und gesund:

    Wo wir hier schon mal wieder einen Schweizer haben…hatte das schon mal den ZEN gefragt aber leider keine befriedigende Antwort erhalten:

    Kursgewinne sind ja steuerfrei in der Schweiz. Was aber wenn du eine US Aktie verkaufst? Wieviel Quellensteuer wird dir einbehalten? Auch 15%?

    Wäre dir echt dankbar für ne Antwort…

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andrea,

    ich habe die Studie nicht gelesen, aber für mich ist klar, wenn ein zivilisierter Mensch in einem zivilisierten Land ein gutes Auskommen hat, Verantwortung für eine Familie trägt, dann wird er alles tun (bzw. unterlassen) was diesem angenehmen Status abträglich ist. Menschen ohne zivilisierte Ordnung, aufgewachsen ohne soziale Verantwortung etc. fühlen sich wahrscheinlich noch in ihrer „wilden Art“ bestätigt, wenn man sie besser bezahlt, und treiben es umso unverschämter. Einfach so mein Resümee aus Lebenserfahrung und aus dem Bauch heraus.

    @Stefan,

    für Schweizer ist das wohl das gleiche Spiel bei US-Dividenden. Es gilt erstmal der 30% Satz 15/15. Nur mit ausgefülltem W-8BEN Formular gilt die reduzierte 15% Quellensteuer, bzw. muss rückgefordert werden

    Steuerrückbehalt USA

    Der beim Bezug von amerikanischen Dividenden und Zinsen über eine schweizerische Zwischenstelle (beispielsweise Bank) erhobene zusätzliche Steuerrückbehalt kann zurückgefordert werden.

    Steuerrückbehalt
    Bruttobetrag Dividenden USA (= 100 Prozent)

    ./. 15 Prozent nicht rückforderbare, in den USA belastete Quellensteuer

    ./. 15 Prozent in der Schweiz erhobener, zusätzlicher Steuerrückbehalt

    = Nettoauszahlung (= 70 Prozent)

    Der in der Schweiz erhobene zusätzliche Steuerrückbehalt kann vollumfänglich zurückgefordert werden. Die Rückforderung ist vergleichbar mit der schweizerischen Verrechnungssteuer.

    Siehe Pauschale Steueranrechnung/Steuerrückbehalt USA

    MS

  48. chaostrader

    Vanguard USA und Vanguard Europe sind nicht identisch. Eins ist die Tochter vom anderen und ist letztendlich auch nur ein weiterer ETF-Anbieter, der keine großartigen Vorteile gegenüber den anderen bietet.

    Vanguard-Fonds (USA) kann man als Deutscher nicht so einfach hier kaufen. Und wenn man es irgendwie doch tut, dann dürfte einen ein steuerlicher Alptraum erwarten.

  49. Patently Absurd

    Mich würde interessieren, ob jemand von euch überlegt, einen Teil des Ersparten in Form von physikalischem Gold anzulegen.

    Im Prinzip ist Gold eine Form von Sachwerten, die nicht der Inflation unterliegen. Wenn es wirklich zu einer Bargeldabschaffung kommt, dann werden „Parallelwährungen“ eventuell auch wieder interessanter?

     

     

  50. chaostrader

    Die Rendite von Gold ist lausig, aber ich denke es kann nicht schaden, einen geringen Prozentsatz seines Vermögens in Gold zu halten, und wenns nur als Versicherung gegen den Zusammenbruch unserer Finanzwelt ist. Kleine Stückelung, also Unzen oder kleiner. Vorteil: kann man  anonym und damit steuerfrei kaufen+verkaufen, verschenken, vererben, verbuddeln.

  51. Daniel

    @Matthias Schneider

    Heißt das, dass ich insgesamt 15% steuerabzug habe bei der dividende in der Schweiz bei amerikanischen Aktien anstatt der ursprünglichen 30% abgeltungssteuer?

    Danke dir. Gruß Daniel

     

  52. Vali

    So „Kaffeehinstell“ 🙂

    @Oliver, danke 🙂 Ja, mein Steuerberater ist Gold wert 🙂

    Somit habe ich auch die Frage von Patently Absurd  beantwortet.

    Ich sehe keinen großen Sinn in Gold zu investieren, außer man hat soviel Geld, dass man einfach nicht mehr weiß wohin 😉

    Ich habe kein nennenswertes Gold und auch sonst nichts wertvolles (Silber, Schmuck, Rolex, Auto;) usw.) Habe sogar eher was verkauft und es in Aktien investiert 😉

    Würde mein Geld (momentan) auch nicht in Gold&Co investieren, weil ich eher Angst hätte, ausgeraubt zu werden. Wenn es nichts zu holen gibt und wir eher minimalistisch leben, schlafe ich viel ruhiger. Weniger ist mehr.

    Außerdem produziert Gold keinen Cashflow. Da würde ich eher in Grund und Boden investieren, wenn ich wirklich was handfestes krisensicheres brauche. Wie diese schöne Streuobstwiese, die zu weit weg ist 🙁

    Momentan will ich einfach nur (Dividenden-)Cashflow erzeugen, weil ich nicht weiß, wann die nächste Krise kommt und meine Branche auch darunter leidet…

     

  53. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Daniel,

    ich kann Dir leider kein praktisches Beispiel bieten, aber ich lese das so, ja.

    Ich weiß nur nicht, ob es bedeutet, dass man die 15% mit dem W-8BEN Formular spart, oder ob man die auf jeden Fall in der Schweiz zurück fordern muss. Ich würde mich einfach mal bei einer schweizerischen Behörde schlau machen. Auf welche Art auch immer, scheinbar sollte man nur 15% Quellensteuer zahlen. Diese kommen ja gar nicht in DE oder CH an, die werden gleich in USA einbehalten und können nicht erstattet werden.

    Mit dem Formular W-8BEN, welches einen als Nicht-US-Steuerbürger ausweist, zahlt man zwar in USA nur die 15%, aber in DE kommen dann die restlichen 10%+ dazu. Es ist dafür da, dachte ich immer, dass einem nicht 30% in USA einbehalten werden.

    Diese Ausführungen auf der schweizerischen Seite kapiere ich dann doch irgendwie nicht. Die schreiben ja, als ob von Haus aus nur 15% in USA abgezogen würden, und die zweiten (rückforderbaren) 15% schweizerische Steuer wären. Aber wieso ist dann rückforderbar? Die Kapitalertragssteuer ist das schließlich nicht (Ausnahme teilweise bei Günstigerprüfung).

    Aber wie auch immer, die US-Quellensteuer von 15% ist unumgänglich, und der Rest kann „vollumfänglich“ zurück gefordert werden, wie es da steht. Ich weiß nur nicht, ob es eine automatische Rückerstattung gibt durch dass Formular, oder ob das Formular nur vor 30% US-Quellensteuer schützt, aber nicht vor der rückforderbaren schweizerischen Steuer vorerst.

    Wenn ich Schweizer wäre, würde ich mich einfach mal mit meiner zuständigen Steuerbehörde austauschen. So wirklich klar ist mir das doch nicht.

    @Patently Absurd,

    ich habe auch nur so als Alibi ein paar Gramm Xetra-Gold. Davon erhoffe ich mir keinen spekulativen Gewinn, nur eben, damit man das auch hat. Das ist kein Zertifikat oder sonstiges „Papiergold“. Das ist physisch hinterlegt mit dem Recht auf Auslieferung. Das wird auch kräftig genutzt. Die eingelagerten Barren sind alle gelistet. Als Währung sehe ich es eher nicht. ich bin auch kein Schwarzseher. Bargeldverbot wird es m.E. nicht geben. Es wird sich bargeldloses Zahlen ganz von selbst immer mehr durchsetzen. Für Kleinkram wird man noch Bares benutzen, aber wenn man ehrlich ist, Scheine und Münzen hin und her zu schieben, das ist im elektronischen Zeitalter schon etwas anachronistisch.

    MS

  54. Patently Absurd

    @Vali, Matthias Schneider, chaostrader, Christoph:

    Im Grunde bin ich mit euch d’accord. Anlageobjekte ohne Rendite (Gold, hier aber auch Streuobstwiesen) sind meist schlechter als Anlagen mit Rendite (Aktie).

    Es gibt allerdings einige, möchte fast sagen „notorische“ Schwarzmaler, die Bargeldabschaffung und andere Formen von Enteigungen in Deutschland zumindest für nicht unmöglich halten:

    https://www.youtube.com/watch?v=-xLN4u1sRlY

    https://www.youtube.com/watch?v=KyMNPonl8Gk

    Wenn in Extremsituationen Eigentumsrechte eingeschränkt werden, dann treten Renditeerwartungen wohl in den Hintergrund und (Vermögens-)Sicherheit ist Gebot der Stunde.

    Im Gegensatz zu den USA (hierauf bezieht sich der Optimismus von Buffett) ist Deutschland weit weniger frei, weit weniger rechtsstaatlich, und die Eigentumsrechte weit weniger sicher. Als Exportnation trifft uns eine Wirtschaftskrise zudem meist heftiger als die USA.

    Was ich damit sagen will ist, dass aus Sicht deutscher Anleger Vermögens“absicherung“ im Gegensatz zum Vermögens“aufbau“ vielleicht einen höheren Stellenwert erhalten sollte.

     

     

  55. fit und gesund

    @Stefan,

    ich habe keine US-Aktien, u.a. aber aktiv gemanagte Fonds die US Aktien enthalten, da musste ich nie was unternehmen,

    ich habe mal bei meiner Bank wegen Kauf von US Aktien gefragt, also auch wir haben das W8 Formular, ein Teil der Dividenden wird gleich einbehalten, ein anderer Teil ist rückforderbar, der Banker riet mir ab da Alles zu kompliziert, (seltsame Aussage für einen Banker, ich weiss, aber in der CH wird auch nur mit Wasser gekocht), da ich im Moment aber keine US-Aktien kaufen werde, hab ich mich nicht weiter drum gekümmert, sorry, da kann ich nicht weiterhelfen.

    wegen Gold, ich werde nun mal einen klitzekleinen Anteil an physischem Gold in Form von Münzen kaufen, die bringen nix aber die fressen auch kein Brot, wann die zum Einsatz kämen möchte ich mir lieber nicht ausmalen, Krieg? Flucht? Hungersnot? Gold würde vermutlich sofort verboten, ob Regierung oder Gauner, man würde es mir vermutlich schnell abnehmen fürchte ich…gute Kondition, Beziehungen und Fertigkeiten zur Selbstversorgung wären vermutlich die weitaus bessere Investition, aber ich werde dennoch ein wenig was kaufen *lach*

  56. Patently Absurd

    @Christoph:

    Mit Steuobstwiesen habe ich persönlich Erfahrungen sammeln können. Bei solchen Wiesen ist die Rendite definitiv geringer als bei einer Goldanlage, da mit jedem Grundstück vielfältige Verpflichtungen verbunden sind – die Grundsteuer und kommunale Wegebaukosten fallen beispielsweise auch dann an, wenn keine Ernte eingefahren wird.

    Wer die Bürokratie liebt, der kann sich als Grundstückseigentümer aber gerne mit der Anzahl von rauhfutterfressenden Großvieheinheiten beschäftigen, die pro Ar gehalten werden dürfen, und den Regeln für den jährlichen Grasschnitt (konzentrisch, möglichst im Uhrzeigersinn), die zur Antragsberechtigung für die Gewährung staatlicher Förderhilfen solcher Streuobstwiesen führen.

    Franz Kafka hätte seine helle Freude gehabt.

  57. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Patently Absurd,

    ich halte die kritischen Stimmen der „Wissensmanufaktur“ (habe ich auch abonniert bei Youtube) und dem neuerdings gern auch mal gebashten Dirk Müller für wichtig und bedeutsam.

    Aber was nützt es einem wirklich? Ich denke auch, dass, wenn es richtig knüppeldick kommt, man als kleiner Depp keine Chance hat. Großindustrielle usw. kommen durch jede Krise, weil die vom Staat gebraucht werden, und somit geschont.

    Die von Dir reklamierten sichereren Eigentumsrechte in Amerika wurden ja mit dem Goldverbot 41 Jahre lang ad absurdum geführt! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Von 1933 bis Ende 1974 durften US-Bürger (bis auf Ausnahmen bestimmter Sammelmünzen, Münzen mit Prägung vor 1933, Schmuck, Kunst etc.), kein Gold besitzen! Darauf drohten Strafen von 10.000 USD oder Haft bis zu 10 Jahren. Auch in Deutschland gab es Ablieferungspflicht. Was will man also mit dem Gold, wenn man es nicht einsetzen kann? Natürlich kann man „schwarz“ dafür etwas erwerben, aber dafür müssten auch Nachweise erbracht werden, womit man das erworben hat. Auch Immobilien können enteignet werden. Nichts ist sicher. Ich hoffe einfach für mich, dass wir immer noch eine Lösung finden werden. „Haircut“, also Schuldenschnitte ja, das wird es geben. Also ich würde bei Staatsanleihen was vermuten, Guthaben in Sparkonten könnten am einfachsten beschnitten werden, „Lastenausgleiche“ auf Immobilien und solche Sachen halt. Auch auf Aktien ließen sich natürlich Steuern ganz anderer Größenordnung einführen.Nicht nur auf Erträge, sondern auf Bestand als Vermögenswert.

    Na ja, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    MS

     

  58. Vali

    @Patently Absurd ,  haha 🙂 , konzentrisch, möglichst im Uhrzeigersinn gebe ich dir absolut recht 😉

    Da mein Vater Ackerland besitzt und dieses auch verpachtet hat, weiß ich, dass die Rendite sehr gering ist, aber die hat als einzige (neben selbstgenutzter Immo) die Krisen überstanden.

    Ausgeraubt wurden wir schon mal, daher weiß ich dies auch zu schätzen. Nur Haus und Hof konnten sie nicht mitnehmen.

    Das mit dem Ausrauben gilt mehr oder weniger auch für den Staat. Rein theoretisch kann man sich nie absolut absichern. Aber von allem etwas ist OK. Wenn du besser schläfst, wenn du paar Goldmünzen besitzt, dann spricht eigentlich nichts dagegen.

    Jeder kann mal eine oder zwei als Notgroschen haben…

    @Christoph, träumen ist schön 🙂 und ich finde, damit sollte man auch beginnen. „Think big. Dream bigger. “ 🙂

  59. Anna

    Was zur Streuobstwiese: Sieht zwar gut aus, aber bei der Größe schlägt garantiert die Landwirtschaftliche BG noch zu. Mit denen ärgere ich mich seit über 25 Jahren rum und unser Grundstück ist keine 3000 qm. Ist aber leider ein Kleinbauernhof gewesen, also eine Umlage fällig. Mein Mann und ich haben nie in der Landwirtschaft gearbeitet oder Landschaft auf dem Grundstück betrieben. Hat einer einen Vorschlag, wie man diese „Unfallversicherung“ umgehen könnte?

  60. WW

    @ Anna

    Idee: leg Biotope an und dann laß dir das von der Naturschutzbehörde bescheinigen, dauert wahrscheinlich zu lange. andere Idee, einen RA einschlalten, manchmal knicken Sie dann ganz schnell ein. Aber ehrlich gesagt kann ich das nicht glauben, wenn Ihr nachweisbar anders berufstätig seid (Lehrerin, oder?).
    Man müßte tiefer in deren Regeln einsteigen, um Lücken zu finden.
    Was ist denn auf dem Grundstück drauf? 3.000 m2 Erdbeeren :).

     

     

  61. Patently Absurd

    @Anna:

    Um die Beiträge zur Berufsgenossenschaft kommt man meinem Wissen nach nicht umhin. Schlimmer sind die LAK und LKK, hier sollte es aber ausreichen, wenn du andere Einkünfte hast und nicht hauptberuflich Landwirt.

    @Matthias Schneider, Vali:

    Ich dachte eher an Golderwerb über Tafelgeschäft, solange das Bargeld nicht abgeschafft ist. Der Erwerb erfolgt dann (zumindest im Moment noch) völlig anonym. Mit Gold unterm Kissen schläft sich es sicherlich besser als mit Geld auf der Bank, und schlechter ist die Rendite auch nicht.

  62. chaostrader

    Kauft keine Münzen, und auch kein Silber! Schaut euch mal die Aufpreise für Münzen an, wenn dann ein Kratzerchen drauf ist, kriegt man „nur“ noch den Materialwert. Dann kann man auch gleich Barren kaufen, die sind billiger.

    Silber ist wirklich nur für Leute, die nicht rechnen können. Man bezahlt Steuern drauf, und der Rückkaufswert ist grottenschlecht. Beispiel, mit aktuellem Preis: 100g Silberbarren kostet momentan knapp 74€, Rückkaufpreis ist aber nur 38€. 250g kosten 166€, gibt aber nur ca. 100€ zurück.

    Platin, Palladium, Iridium, Osmium, Ruthenium finde ich trotz Besteuerung noch interessant, aber das hat persönliche und emotionale Gründe, weil ich mal beruflich mit solchen Edelmetallen zu tun hatte. Die Kurse sind echt volatil, da kanns teilweise achterbahnmässig hoch und runter gehen, aber da stehen industrielle Anwendungen dahinter und der Bedarf könnte in der Zukunft weiter in die Höhe schnellen. Gerade Iridium wird nur in minimalen Mengen produziert, da gibts nicht mal einen offiziellen Kurs dafür. Wird aber auch schwer das wieder zu verkaufen, Gold wird man überall los, Iridium wohl eher nicht.

  63. Patently Absurd

    @chaostrader:

    Der Aufpreis für die Prägekosten sind auch im Ankaufspreis der Goldhändler enthalten, ich denke dieser „Mehrwert“ ist gerechtfertigt.

    Bei Umlaufware kommt es auf die Kratzer nicht an, diese muss man dann aber auch beim Kauf akzeptieren. Ein gutes Geschäft macht man, wenn der Spreat, d.h. die Differenz zwischen An-und Verkaufspreis des Händlers, gering ist.

    Ich bin kein Experte und auch kein „Goldbug“. Edelmetalle sollte man aus meiner Sicht nur als geringfügige Beimischung und als eine Art Feuerbrandversicherung in Erwägung ziehen. Ich denke, maximal 5 % der Anlage kann man vertreten – nicht wie Herr Otte schreibt 10 oder 20 %.

  64. Anna

    @ WW

    Das ist ein ganz „normales“ Grundstück mit Wohnhaus und nun nur noch einem  Nebengebäude, Zufahrtsweg, Gemüsegarten, Obstbäume und paar inzwischen altmodischen Blaufichten. Auch sind wir beide nie in der Landwirtschaft tätig gewesen (auch keine Lehrerin!), immer gesetzliche KV und RV. Dein Vorschlag mit den Biotopen? Ne, lieber nicht, ich meine, da werden die Probleme nicht kleiner.

    @ Patently Absurd

    Ich glaube, Du hast wohl recht.

  65. Christoph

    zum Thema Gold: Also ich weiß ja nicht so recht, wenn man es wirklich als finanziellen Notgroschen für Krisenzeiten nutzen will

     

    Denn wenn zB auch Deutschland von einem Krieg, Epidemie etc betroffen ist, will da wirklich jemand einem Gold abkaufen bzw eintauschen?

    Eher braucht man das Güter zum Essen, Heizen usw.

    Nehmen wir den 2. Weltkrieg. Da erging es dem normalen Bürger ja schlecht. Da waren Lebensmittel, Kleidung usw. notwendig. Gold brauchte da niemand.

     

     

     

  66. silentbob

    @chaostrader:

    Soweit ich weiss sind Silbermünzen und Münzbarren differenzbesteuert und man kann sie daher steuerfrei über das anonyme Tafelgeschäft beziehen. Hab ich zwar selber noch nicht gemacht aber das mal in Erwägung gezogen. Wenn man allerdings beim Wiederverkauf irgendwann solch eine Negativrendite erzielt bringt einem die Sache auch in Krisenzeiten eher wenig. Es würde einen eventuell vor dem Totalverlust bewahren, so wie Gold auch.

    MfG silentbob

  67. Vali

    Bei einer richtigen Krise mit Hunger usw. sind tatsächlich die Bauern im Vorteil. Da sie Milch, Getreide, Fleisch und Gemüse/Obst produzieren und es nicht allein essen können verkaufen sie es, oder tauschen es. Und da kommt das Tafelsilber oder die Goldmünze zum Einsatz, weil sie nicht kaputt gehen, aber als Tauschmittel akzeptiert werden.

    Meine Obstwiese kann ich schwer gegen einen Sack Kartoffeln eintauschen. Da müsste ich die schon selbst einpflanzen 😉

    Die Goldmünze würde schon ein Bauer nehmen. War ja im Krieg auch so.

    Aber, ich glaube, das ist wirklich übertrieben. Lebensmittelknappheit kommt von Misswirtschaft und wenig Produktion. Und nicht, weil das Bargeld abgeschafft wird. Woran ich ehrlich gesagt nicht glaube…

    Bei der letzten Hyperinflation mit Lebensmittelknappheit, die ich erlebt habe, wurde auf den US-Dollar ausgewichen. Man sucht dann einfach andere Währungen. Schweizer Franken… usw. Die haben alle akzeptiert.

    Und schon sind wir wieder bei Dividendenaktien und Diversifikation 😉

    Global das Bargeld abzuschaffen…  das will ich erst mal sehen 😉

     

  68. Hamilton

    Hallo,

    bezüglich Edelmetalle habe ich eine ganz andere Meinung. Meine Vermögensanlage habe ich nach der jüdischen Methode, oder sie wird auch als die 3-Speichenradmethode aufgebaut.

    Das heißt 1/3 Immobilien, 1/3 Edelmetalle, 1/3 Wetpapiere. In meinem Fall ist natürlich der Wert der Immobilie wesentlich höher, da in 1a Lage hat sich der Wert seit 1984 mehr als verdreifacht. Silber konnte man in den 90 ern Jahren das kg um 250 Mark erwerben und heute kostet es um die 600 Euro.

    Also ich bin mit der Wertentwicklung sehr zufrieden und hat meine Verluste bei ENRON, JUKOS und den beiden US-Techfirmen, deren Manager im Gefängnis sitzen, mehr als ausgeglichen. Wenn ich einmal in Not kommen sollte, kann ich die Silberlinge problemlos bei Ebay verkaufen und erspare mir nochdazu die Kest.

    Meine Kinder und Enkel bekommen zu den Geburtstagen und zu Weihnachten nur Silbermünzen, weil ich finde das Edelmetall schon seit über 5000 Jahren als Vermögensanlage verwendet wird und auch in Zukunft von Bedeutung sein wird.

     

  69. Patently Absurd

    Von einer 3-Speichenradmethode habe ich noch nie etwas gehört.

    Eine Vermögensanlage mit 1/3 Edelmetalle ist extrem, um es mal gelinde zu sagen. Viele in meinem Bekanntenkreis sind Immobilieneigentümer (eine kleine Appartmentwohnung für schlappe 600 TEUR ist wohl der Traum vieler hier in München – na ja, wem es Spaß macht und das Geld hat…).

    Ich kenne aber keinen – wirklich überhaupt niemanden der für 600 TEUR oder überhaupt nur 60 TEUR Edelmetalle gekauft hätte.

    Vielleicht redet man auch nicht gerne über seine Goldschätze im Keller?

  70. Hamilton

    @Patently Absurd

    Natürlich heißt das nicht, dass man den gleichen Wert an Edelmetall haben muss wie den Immobilienwert, aber wenn sich Aktien und Edelmetall in etwa die Waage halten, ist das sicher kein Problem.

    Eine Speiche ist immer oben und gleicht den Verlust der anderen Speichen immer aus. Im Idealfall sollte man den Wert der obersten Speiche reduzieren und die untere Speiche die nach oben drängt, auffüllen.

    Diese Anlagemethode ist für Generationen gedacht und läßt einem besser schlafen.

     

     

     

     

     

     

     

  71. chaostrader

    http://grossmutters-sparstrumpf.de/gold-macht-dich-arm/

     

    Was da oben steht. Physisches Gold unter der Matratze wäre eine Absicherung gegen Enteignung durch den Staat durch Steuern, zur Bankenrettung , oder bei einem irgendwie geartetem Zusammenbruch des Finanzsystems z.B. durch Platzen der Derivateblase, USA geht pleite etc. Also persönliches Startkapital für den Neustart, und um in ganz bösen Krisenzeiten noch was Wertvolles zu besitzen.

    Davon 25% ins Depot zu legen würde ich aber auch nicht empfehlen.

     

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