Zocken bis der Staat hilft


New York, 18. Mai 2011

Eine interessante Reportage zur Finanzkrise habe ich beim SWR entdeckt (Video unten). Freilich ist das Thema nicht gerade neu. Trotzdem halte ich die Sendung (43 Minuten) für sehenswert, weil die Autoren den Finger schön in die Wunde legen. Der Film zeigt, dass die deutschen Banken bis zum bitteren Ende im US-Hypothekenmarkt mitzockten, als es längst Anzeichen für eine Krise gab. Ich erlebte in New York das Finanzdesaster am eigenen Leib. Ich fuhr seinerzeit zum Stammsitz von Lehman Brothers nahe des Times Square, als die New Yorker Investmentbank zusammenbrach. Es war sehr emotional. Wie in einem Krimi. Private Wachleute. Polizei. Absperrgitter. Gebrüll. Die Lehman-Mitarbeiter weinten, trugen ihre Sachen in Kisten aus dem Gebäude. Journalisten rannten ihnen mit Kameras hinterher. Immer auf der Jagd nach einem bitteren Kommentar. Es herrschte Chaos.
In Deutschland ist die Finanzkrise leider nicht politisch aufgerollt worden. Die Amerikaner haben dagegen reinen Tisch gemacht. Die Bankvorstände mussten vor parlamentarischen Ausschüssen in Washington Rede und Antwort stehen. Knallhart ging es dort zu. Kein Blatt wurde vor den Mund genommen. Angela Merkel scheint kritische Töne zu vermeiden. Die Nähe der Kanzlerin zum Beispiel zur Deutschen Bank ist auffällig. Die enge Freundschaft zu Josef Ackermann ist ja kein Geheimnis mehr: Für den Chef der Deutschen Bank hat Merkel zu dessen 60. Geburtstag ein Fest im Kanzleramt organisiert. Der Steuerzahler hat die private Feier Ackermanns zahlen müssen. Jetzt hat Merkel offenbar Ackermann gebeten, den Chefposten beim IWF zu übernehmen. Nach der angeblichen Sex-Attacke des bisherigen IWF-Leiters Dominique Strauss-Kahn auf eine Hotelangestellte in New York ist der Posten blitzschnell frei geworden. Strauss-Kahn sitzt jetzt im US-Knast. Und Ackermann soll das Ruder ruck, zuck übernehmen. Der Deutsche-Bank-Manager ist wohl Merkels Wunschkandidat. Indes ist eine kritische Distanz zwischen Wirtschaft und Politik meiner Meinung nach wichtig. Ich finde, es war gut, dass Barack Obama und seine Minister einen rauen Ton gewählt haben. Eine schonungslose Aufarbeitung ist nötig. Nur so kann man Krisen verarbeiten und in Zukunft vermeiden.
PS: Ein Blog-Experte hat mir gesagt, dass bestimmte Worte für die Suchmaschine verdammt wichtig sind. Er riet mir, immer wieder viele Promis zu erwähnen. Eigentlich müsste ich täglich über all die Sex-Affären, Lügen, Trennungen, Drogen, Nacktfotos, Sex-Videos und Verhaftungen schreiben. Dann würden die Zugriffszahlen in diesem Blog kräftig steigen. Also statt um Warren Buffett geht es künftig um Arnold Schwarzeneggers Haushälterin. Statt um den Hedgefonds-Star John Paulson geht es um das Zimmermädchen von Dominique Strauss-Kahn im Sofitel Hotel. Ach, habe ich jemanden vergessen? Ja natürlich: Den Ex-Profi-Fussballer Lothar Matthäus mit all seinen jungen Liebschaften. Das war nur ein Scherz, ich bleibe lieber in der Finanzwelt. Vielleicht landet jetzt doch jemand im falschen Blog. Wegen der vielen Promi-Namen. Partytante Paris Hilton und Skandal-Schauspieler Charlie Sheen dürfen zum Schluss nicht fehlen. Wenn Sie weitere Vorschläge haben, bitte in die Anmerkungen packen. Ottfried Fischer oder Jörg Kachelmann vielleicht?


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Zocken bis der Staat hilft

  1. Tassilo Kurz

    Ich weiß nicht, in welcher amerikanischen Zeitung oder auf welcher amerikanischen Internetseite Sie das gelesen haben, aber dass Joe Ackermann IWF-Präsident werden soll, höre ich jetzt zum ersten Mal. Eher ist die Rede davon, dass es ein Kandidat aus den Schwellenländern werden soll wegen deren zunehmendem weltwirtschaftlichen Gewicht. Welche Kandidaten in der Diskussion in Deutschland gehandelt werden, können Sie Spiegel online entnehmen.

    Und dass die Amerikaner die Finanzkrise aufgearbeitet haben, stimmt ja wohl auch nicht. Das Problem war ja, dass viele Banken „too big to fail“ waren in der Finanzkrise, man konnte sie nicht pleite gehen lassen wegen des systemischen Risikos. Und was machen die Amerikaner? Sie machen die Banken noch größer. Das ist doch ein Skandal! Beispiele: JP Morgan übernahm Bear Stearns, Wells Fargo übernahm Wachovia, und die Bank of America übernahm Merrill Lynch.

    Und dass die Bankvorstände vor parlamentarischen Ausschüssen Stellung nehmen müssen, ist schön und gut, aber ob sie da die Wahrheit sagen, ist fraglich.

    Außerdem hat die Kultur mit den übermäßig hohen Boni wieder Einzug gehalten, die Amerikaner haben aus der Finanzkrise überhaupt nichts gelernt, die Boni sind so unanständig hoch wie zuvor. Als Beispiel: Goldman Sachs zahlte an seine 33000 Angestellten im vergangenen Jahr im Durchschnitt(!) 420000 Dollar an Boni. Das ist doch exorbitant.

    Das Einzige, was man wirklich in den USA an Konsequenzen aus der Finanzkrise gezogen hat, ist, dass man den Investmentbanken den Eigenhandel verboten hat.

    Dass allerdings Kanzlerin Angela Merkel eine gewisse Nähe zu führenden Bankern in Deutschland pflegt, ist nicht zu bestreiten.

  2. Matthäus Piksa

    Das die Investmentbanker von Goldman Sachs so hohe Boni kassieren ist ein Skandal. Und ich erkläre auch sofort warum, möchte aber noch kurz auf die Historie der bereits beendeten Finanzkrise eingehen. Nach meinem Dafürhalten endete diese nämlich erst vor wenigen Wochen, nämlich an dem Tag an dem, ich spreche nur für Deutschland, das Statistische Bundesamt den Schuldenstand im Zuge der Bankenrettung um 300 Mrd. € anhob auf jetzt ziemlich genau 2 Billionen €. Der Bund der Steuerzahler begrüßte diesen Schritt. Ich selbst muss darüber ein wenig schmunzeln. Die Beamten vom Statistikamt und vom BdS haben sich wohl richtiggehend gefreut, das kann ich mir jedenfalls gut vorstellen, nach dem Motto: „Jawoll, endlich haben wir die Rechnung bekommen, jetzt können wir diese im Ordner wegheften, ab jetzt ist rein verfahrensmäßig alles wieder in bester Ordnung.“
    Das Verfahren ist also beendet. Die Amerikaner haben es auf geniale Art und Weise verstanden die riesengroße Restaurantrechnung an viele Abnehmer zu verteilen. Ich komme mit dieser Metapher sehr gut zurecht. Der geplatzte Immobillienboom war der pompöse Restaurantbesuch nach spätrömisch-dekadentem Vorbild mit allen nur denkbar möglichen Gängen, Wildfleisch, Kaviar, Champagner etc. Irgendwann haben logischerweise alle zu Ende gegessen und der Magen hat sich gemeldet. Dem ersten wurde schlecht und plötzlich merkten alle, dass sie es übertrieben haben => die Blase platzte. So weit so gut. Wie bei jedem Restaurantbesuch und so auch bei diesem bekommt man die Rechnung zum Schluss, das sind die oben erwähnten 300 Mrd. €, die das Statistikamt nunmehr verbucht hat inkl. Beifall vom Bund der Steuerzahler.
    Für mich kann das Ende der Finanzkrise also exakt terminiert werden. Es ist der Tag an dem der Schuldenstand aktualisiert wurde, neben der üblichen Nettoneuverschuldung wohlgemerkt.
    Wenn ich aber bei der Metapher mit dem Restaurantbesuch bleibe, dann leuchtet jedem ein, dass es mit der Bezahlung der Rechnung noch nicht geschehen ist. Jetzt fängt nämlich erst die Arbeit an. Und zwar für den Magen. Der muss all die vielen Gänge erst einmal verarbeiten. Und bis die zu vielen Kilos weggejoggt und weggeschwitzt sind vergeht auch noch einige Zeit. Damit will ich sagen, dass der Leidtragende der Steuerzahler ist. Die Menschen, die weiterhin Steuern zahlen müssen, obwohl sie nicht auf der Party waren und an dem Restaurantbesuch teilnahmen. Jetzt muss überall gespart werden, bei den Kommunen, den Krankenhäusern, Schulen, Universitäten, an den Straßen etc. => Die Verdauung läuft auf Hochkonjunktur.
    Und ich spanne den Bogen zurück zu den Goldman-Boni. Es ist zu befürchten, dass die Investmentbanker, die bevor die Rechnung an’s Statistikamt verschickt wurde, was wie gesagt erst vor einigen Wochen geschah, schon auf der nächsten Party angekommen sind, nunmehr neuen Schaden anrichten. Fraglich ist nun, wer den Schaden für die nächste geplatzte Blase bezahlen wird und wo die Blase genau platzen wird. Vielleicht ja beim Gold. George Soros hat sich gerade erst von seinem 800 Mio. $ Goldbestand getrennt. John Paulson hält immer noch an seinem 4.000 $-Ziel fest.
    Vor dem Hintergund verstehe ich nicht warum Portugal seine Goldreserven nicht verkloppt. Portugal hortet Gold im Wert von fast 15 Mrd. $ (http://www.cash.ch/news/topnews/portugal_hat_den_groessten_goldschatz_der_eurozone-932182-771) – im Gegenzug beantragten sie EU-Hilfen im Wert von 78 Mrd. $. Und diesen Deal verkaufte der Ministerpräsident Sokrates als große Errungenschaft, weil die Zinsen viel niedriger sind als diejenigen, die Portugal bezahlen müsste, wenn sie den Betrag zu dem aktuell an den Finanzmärkten gehandelten Zinssatz aufgenommen hätten. Das ist ein klarer Sieg. Wieso aber von Merkel&Co. nicht ausreichend Druck gemacht, dass die Portugiesen gefälligst ihr Gold verkaufen mögen, das verstehe wer will. Der Zeitpunkt wäre doch ideal, der Goldpreis notiert nahe seinem Allzeithoch. Stattdessen begnügt sich unsere Kanzlerin damit, die Urlaubsfreude und die Arbeitsscheu anzuprangern http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,763247,00.html

    @Tassilo Kurz: Die Wahrheit liegt doch längst auf dem Tisch. Es war die Profitgier der Investmentbanker, die sie selbst dazu veranlasste, hochgefährliche Investmentprodukte zu schnüren, weapons of mass destruction, wie Warren Buffett meinte. Darum geht es aber nicht nur. Wichtig ist nämlich, ob irgendjemand gewusst hat oder zumindest hätte wissen können, dass ein solch großer Schaden angerichtet werden könnte, wie es letzten Endes geschah, bedingter Vorsatz reicht schon, der Vorwurf lautet Betrug, Untreue, Insiderhandel, Marktmanipulation etc. Aber ich sag ihnen ganz ehrlich: Das ist nicht mein Bier!

  3. tim schaefertim schaefer

    Hallo Herr Kurz, danke für Ihre berechtigten Einwände. Das der Herr Ackermann im Gespräch ist, das hab ich in einigen Quellen gesehen. Eine ist DIE WELT. Es stimmt, die US-Banken sind jetzt noch größer geworden. Und die Mitarbeiter kassieren gigantische Boni. Gerne wird der Unfug verbreitet, dass die Wall-Street-Leute die intelligentesten auf dem Planeten sind und daher die hohe Vergütung gerechtfertigt ist. Das ist natürlich Quatsch! Hat ein Banker in Houston oder ein Programmierer in Indien ein niedrigeres IQ, weil die eben nur 80.000 bzw. 12.000 Dollar verdienen?

  4. tim schaefertim schaefer

    Hi Matthäus, schön erklärt haben Sie das mit der Rechnung ohne den Wirt. Die Banken haben den Karren in den Dreck gefahren, herausholen aus dem Dreck muss ihn jetzt die Allgemeinheit. Zum einen müssen wir höhere Schulden bedienen. Sprich steigende Steuern und eine galoppierende Inflation kommt auf uns zu. Zum anderen bleibt weniger Geld für die Bürger. Was beim Goldpreis jetzt passiert, ist spannend. Es ist in der Tat eine Goldblase am Entstehen. Wann dieser Ballon aber platzt, lässt sich schwer hervorsagen. Vielleicht steigt die Unze Gold noch auf 3.000 Dollar, bis die Luft entweicht. Wer weiß? George Soros hat gewiss ein exzellentes Händchen. Aber hellsehen kann der auch nicht. Ich habe zwei Dinge an der Börse gelernt: Erstens die Kurse steigen höher, als du dir in deinen kühnsten Träumen ausmalen kannst. Zweitens die Kurse kollabieren auf einen so niedrigen Stand, mit dem keiner gerechnet hat. Lassen wir uns überraschen – in die eine wie in die andere Richtung.

  5. Matthäus Piksa

    Ja den Lerneffekt, den sie beschreiben, sollte man kennen. Ich darf an dieser Stelle noch ergänzen, dass die Übertreibungen nach oben wie unten in allen Asset-Klassen immer wieder auf's Neue zu beobachten sind und nicht vorhergesagt werden können, auch wenn viele, die unseriösen Finanzmarktakteure (?), etwas Anderes behaupten.

    Womit ich persönlich noch nicht viel Erfahrung habe, ist die Analyse von Bilanzen. Es heißt aber immer, dass man nicht alles wissen muss, sondern lediglich wo es geschrieben steht. Nun kann ich sagen, dass ich als ihr fleißiger Leser weiß, dass sie immer wieder gebetsmühlenartig die Basics der Bilanzanalyse, die wesentliche Bestandteile des Value-Investierens sind, vorkauen, ich will an dieser Stelle nur nochmal die Begriffe kurz nennen, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Umsatz-Verhältnis, Kurs-Buch-Verhältnis, freier Cash-Flow, Verbindlichkeiten etc. Wenn ich mehr wissen möchte weiß ich wo ich nachsehen muss, in ihren Archiven.

    Sollte ich mal weitergehende Fragen haben, werde ich diese stellen, ich kenne mich eher in charttechnischen Fragen besser aus. Das ist für mich transparent, da kann nicht getrickst werden. Die schnelle Analyse der Bilanz eines Unternehmens ist aber sicherlich unerlässlich. Das muss in Fleisch und Blut übergehen. Erst dann kann man ein Unternehmen richtig bewerten. Und erst dann kann untersucht werden, wie ein Unternehmen bilanzsteuerlich dasteht. Das ist noch mal ein ganz eigenes Feld auf dem sich die Experten profilieren können. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gehen Sie so vor? Ich meine, machen Sie sich auch Gedanken, wie intelligent ein Unternehmen in Steuerfragen umgeht? Bekommt man hier eine gute Auskunft bei den PR+IR-Stellen? Fraglich. Unbestritten ist, dass die Unternehmen einen Großteil des Steueraufkommens generieren.
    Ich bin also der Ansicht, dass die Steueranalyse sehr wichtig ist, neudeutsch auch gerne als sog. tax due dilligence bezeichnet. In einem weiten Verständnis ranken sich um diese Vorgehensweise viele Berufsgruppen, Steuerberater, Steuerrechtler, die entsprechenden Akademiker, Finanzbeamte, Wirtschaftsprüfer, Buchhalter und Buchprüfer und alle die ich an dieser Stelle vergessen habe.

    Viele Grüße im Sinne des life-long-learnings.

  6. tim schaefertim schaefer

    Hallo Matthias, logo beschäftige ich mich als Börsianer mit Steuerfragen. Ich bin allerdings kein Steuerexperte. Wenn Sie mal schauen, was die US-Giganten gerade übernehmen, dann stecken dahinter mitunter steuerliche Einsparungen. Nehmen Sie Johnson & Johnson. Die US-Pharmariese schluckt nun einen europäische Medizintechnik-Firma. Jahrelang hat Johnson & Johnson mit seinem Kerngeschäft viel Geld in Europa verdient, die Gewinne beziehungsweise dieses Cash ließen die Amerikaner in Europa auf ihrem Firmenkonto, um es in den USA nicht versteuern zu müssen. Es wurde schließlich immer mehr. Jetzt folgen die Akquisitionen dort, wo das Geld schlummert. In dem folgenden Artikel erläutert der Autor im letzten großen Absatz genau diesen steuerlichen Aspekt. Aus dem gleichen Grund kaufte jetzt Microsoft die europäische Internetfirma Skype. Natürlich spielen direkte Synergien und das Kerngeschäft die wesentliche Rolle. Die Steuerfrage ist aber durchaus mitentscheidend. Grundsätzlich schaue ich mir bei Firmen an, wie viel Steuern sie abführen. Denn man muss aufpassen, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Es gibt immer wieder glückliche Unternehmen, die von der Steuer befreit sind. In China werden hin und wieder Firmen für ein paar Jahre vor dem Zugriff des Fiskus komplett geschützt. Das muss ich als Anleger wissen, denn eines Tages fällt durch die Steuer ein Teil der vermeintlich schönen Gewinne weg. Nehmen Sie Google. Die Suchmaschine zahlte eine 21-prozentige Steuerrate voriges Jahr. Der chinesische Konkurrent Baidu musste dagegen nur 13 Prozent blechen. Wenn Sie also Gewinnmargen vergleichen, sollten Sie das berücksichtigen.

  7. Matthäus Piksa

    Danke für die Antwort und die Verlinkungen. Die Steuerraten, die sie für google und baidu angeben, stimmen, ich habe es nachgerechnet. Und das Microsoft bei einer Körperschaftsteuer iHv 35% knapp 3 Mrd. US-$ einspart war sicherlich ein gewichtiger Grund für den Deal.

    Gruß nach NYC.
    Matthäus (und nicht Matthias)

  8. tim schaefertim schaefer

    Hi Matthäus, sorry für den falschen Vornamen. Alzheimer lässt grüßen. Ich hatte mich vor Jahren mit latenten Steuern beschäftigt. Im Kern sind ja die Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht unbedingt in der gleichen Größenordnung an die Finanzbehörden abgeflossen. Es hängt mit den latenten Steuern zusammen, die hypothetischer Natur sind. Am besten kann man in der Kapitalflussrechnung sehen, wievielt Asche ans Finanzamt floss. Aber das Thema ist kompliziert, als Aktionär muss man sich damit nicht wirklich beschäftigen. http://de.wikipedia.org/wiki/Latente_Steuern
    Charles Ferguson hat in den USA die Finanzkrise in einer Dokumentation aufgearbeitet. Der Titel „Inside Job“. Hier habe ich ein spannendes Interview mit Ferguson entdeckt:

  9. Matthäus Piksa

    Hallo Tim,

    die Finanzkrise wird jetzt auch von Hollywood aufge- und bearbeitet. Das ist typisch amerikanisch und gefällt uns allen doch so sehr!?! Das Rogersen zumindest zum erweiterten Kreis Hollywoods gehört unterstelle ich jetzt mal. Wall Street 2 und der im Herbst in den Kinos erscheinende Margin Call mit Kevin Spacey in der Hauptrolle, der sonst immer die Bösen spielt, fallen mir an dieser Stelle auch noch ein.

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