Zeitungshaus verkauft: Hey, haste mal 1,00 Dollar?


New York, 6. August 2013

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Haben Sie ein paar Münzen in Ihrer Hosentasche vom Kaugummikauf übrig? Ja? Wirklich? Dann hätten Sie für 1,00 Dollar die Newsweek kaufen können. Ein führendes US-Magazin. So niedrig sind die Preise für Printmedien mittlerweile. Renommierte Blätter gibt es für symbolische Summen.
Noch im Dezember sprach ich mit dem CEO der „Washington Post“. Die Hauptstadtzeitung ist ein führendes Printmedium in den USA. Jetzt hat Don Graham die über 100 Jahre alte Zeitung an den Gründer von Amazon, Jeff Bezos, verkloppt. Für 250 Millionen Dollar.
Unglaublich. Die Branche steht unter Druck. Der Axel Springer Verlag hat etliche Printtitel im Bündel verkauft, die „New York Times“ gab ihre Tochter „Boston Globe“ weg. Für einen Apfel und ein Ei. Eben Wechselgeld vom Kaugummikauf.
Warren Buffett sammelt derzeit Lokalzeitungen wie im Rausch ein. Das Genie glaubt, hier gibt es Value pur geschenkt. Content, gerade guter lokaler, hat etwas Monopolhaftes. Es gibt nur eine Zeitung in mittelgroßen Städten. Wer die Zeitung besitzt, kann an der Preisschraube drehen und muss nicht unbedingt die Lichter ausmachen. Jedenfalls ist das Buffetts Hoffnung.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Zeitungshaus verkauft: Hey, haste mal 1,00 Dollar?

  1. Andreas

    Regionale Zeitungen sehe ich noch fast in einer stärkeren Position. Magazine die sich auf weitere Bereiche beziehen werden es sicherlich schwer haben für Content gutes Geld zu verlangen, da es immer einen Anbieter gibt, der ähnliches kostenlos und Werbefinanziert anbieten wird. Solange Regionalblätter nicht durch Social Media Journalismus ersetzt wird, könnte Buffet wirklich wiedereinmal Recht behalten. Sicher bin ich mir allerdings keinesfalls.

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