Zehn Spartipps für lausige Börsenzeiten


New York, 13. März 2014

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Schlechte Nachrichten von der Krim. Kühle Stimmung in China. Vorsichtige Konsumenten in Nordamerika. Das sieht alles nicht gut aus. Viele Unternehmen steigern kaum noch ihren Umsatz, sie steigern stattdessen nur mit Sparmaßnahmen ihre Gewinne.
Säbelrasseln. Konjunkturflaute. Ängste. Der DAX befindet sich im Sinkflug. Die Fünf-Jahres-Rallye ging wohl einen Tick zu schnell nach oben. Die Börse war der realen Wirtschaft vorausgeeilt. Es dauert, bis sich die Arbeitslosenquote nachhaltig bessert. In Griechenland, Spanien, Portugal und Irland sind noch besorgniserregend viele Menschen ohne Job.
Der Dow-Jones-Index verlor am Donnerstag 230 Punkte auf 16.108 Zähler. Jene, die viel Cash horten, sollten die Börse gespannt beobachten. Brechen die Kurse weiter ein, wird es spannend. Aber: Was das Timing betrifft, sollten sich Anleger nicht zu große Hoffnungen machen. Ja, wir können günstig einsteigen. Aber den idealen Zeitpunkt erwischen nur ganz wenige.
Value Investing ist meiner Ansicht nach ein Lebensstil. Ich habe heute eine Spar-Liste für Sie zusammengestellt. Gerade weil momentan die Börse abschmiert. Es sind zehn Tipps. Ich finde, so können Sie unnötige Kosten sparen. Weitere Vorschläge (oder Kritik) sind wie immer jederzeit willkommen.
1. Leitungswasser
Leitungswasser trinken in den USA viele. Selbst im Restaurant ist es Usus es zu trinken. Es kostet nichts. Brita-Wasser-Filter sind in heimischen Küchen beliebt. Das spart nicht nur Geld, sondern einem gleichzeitig das lästige Kistenschleppen. Beim Edelwasser wird übrigens manchmal eine Scheinwelt „verkauft“.
2. Kredite meiden (wenn es doch nötig ist, vergleichen)
Am teuersten wird es, wenn Sie Ihr Girokonto überziehen. Achten Sie darauf, nicht ins Minus zu rutschen. Konsumkredite? Ich bin grundsätzlich kein Freund davon. Man kann sie aber nicht immer vermeiden. Wenn Sie einen vorübergehenden Kredit brauchen, vergleichen Sie die Angebote im Internet. Ich traf vor einigen Wochen Smava-Gründer Alexander Artopé (Foto) in Berlin. Der Entrepreneur betreibt ähnlich wie die amerikanische E-Loan das Vergleichsportal www.smava.de mit 50 Mitarbeitern. Artopé sagt, dank seines Kreditvergleichsportals könnten Verbraucher mehrere 100 Euro sparen. (Ich habe bei smava zwei Blog-Preise gewonnen, bin also befangen.) Artopé sprüht vor Optimismus. Er sagt über den Unternehmenserfolg: „Das Produkt ist alles. Die Kunden brauchen ein gutes Produkterlebnis.“
3. Kontogebühren
Für das Girokonto kann man sich die Kosten sparen. Einfach umschauen. Kostenlose Konkurrenzprodukte werden Sie finden. Die Kontokündigung darf nichts kosten. Sie können zu einer preisaggressiven Direktbank oder genossenschaftlichen Bank wechseln. Sie müssen für Hypotheken keine Kontoführungsgebühren bezahlen. Etliche Gebühren berechnen unsere Institute (nicht alle) munter weiter, obwohl sie umstritten sind. Milliardensummen werden so von Verbrauchern zum Fenster hinausgeworfen, weil es keine klaren Regeln gibt. Nehmen Sie Gebühren kritisch unter die Lupe, akzeptieren Sie die Extrakosten nicht einfach so.
4. Scheidung
Eine Trennung kann teuer werden. Sie kennen ja sicherlich Friedrich Schillers Spruch: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet.“ Der New Yorker Baulöwe Donald Trump macht sich gerne über Promis wie den Ex-Beatle Paul McCartney lustig. Wenn Promis für eine Scheidung tief in die Tasche greifen müssen, kann sich Trump darüber lange amüsieren. Er macht knallharte Eheverträge, um sich einen sündhaft-teuren Rosenkrieg zu ersparen.
5. Traden
Das Trading lohnt sich nicht. Wissenschaftliche Studien zeigen das ganz klar. Trader verdienen im Vergleich zu geduldigen Anlegern deutlich weniger. Das haben die beiden Wissenschaftler Brad Barber und Terrance Odean festgestellt. Sie hatten fünf Jahre lang 60.000 Konten bei einem Discountbroker analysiert. Ihnen standen zehn Millionen Transaktionen zur Verfügung. Eine so umfangreiche Studie hat sicherlich eine Aussagekraft. Das Resultat war, dass Daytrader in der überwiegenden Zahl der Fälle (80 Prozent) Geld verlieren. Nur bei 1,0 Prozent der Trader konnten die beiden Professoren wirklich mit Garantie resümieren, dass sich deren Strategie rechnete.
Daytrading hat vermutlich etwas mit der Spielsucht des Menschen zu tun. Es ist die Wunschvorstellung, die Welt steuern zu können. Dabei handelt es sich um eine Illusion. Es hat mit Selbstüberschätzung zu tun. Manch ein Trader leidet unter Narzissmus, einer Selbstverliebtheit.
Langfristanleger sind vielen Faktoren ausgesetzt – dem Auf und Ab, der Angst, der Euphorie. Die Kurse springen oft wild. Geduldige müssen hilflos zusehen, wie ihre Aktien Achterbahn fahren. Momentan zum Beispiel. Am schlimmsten ist es, wenn die Börse bebt und wir das ertragen müssen. Klar!
Mein Rat: Es bleibt uns kaum etwas anderes übrig. Investieren Sie langfristig, es zahlt sich aus. Entwickeln Sie eine Gelassenheit, wenn die Börse volatil verlaufen sollte. Betrachten Sie Ihre Aktien als Anteile an Unternehmen und nicht als Lotterielose. Großartige Unternehmen verkaufen immer ihre Ware. Nehmen Sie Colgate-Palmolive, die Zahnpastafirma zahlt seit 1895 Dividende – ohne Unterbrechung. Trotz zweier Weltkriege, trotz mehrerer Depressionen.
Eine hohe Tradingaktivität bereitet Fondsprofis genauso Kopfzerbrechen wie Privatanlegern, weil es mit höheren Kosten verbunden ist und erfahrungsgemäß zu weniger Rendite führt.
6. Qualität zahlt sich aus
Der ehemalige Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, besitzt in seinem Haus in Manhattan ganz wenig Sachen. Er ist ein Fan eines einfachen Lebensstils – eben mit wenig Krimskrams. Obgleich der Milliardär zum Beispiel nur zwei Paar Lederschuhe besitzt, sind diese von höchster Qualität. Bloomberg ist der Meinung, dass sich Qualität langfristig auszahlt. Dass hochwertige Computer bzw. Handys ihr Geld wert sind, weil sie länger halten, kann ich bestätigen. Mein Blackberry ist vier oder fünf Jahre alt und funktioniert noch immer einwandfrei. Der Samsung-Röhren-TV ist weit über zehn Jahre alt.
7. Immer vergleichen
Egal, was Sie kaufen. Ob Fernseher, Flug oder Hotelübernachtung, Vergleichsportale im Internet sind einen Blick wert. Ich nutze zum Beispiel ebay.com, kayak.com, hotels.com und tripadvisor.com.
8. Sparsame Einstellung
Kaufen Sie ein gebrauchtes Auto – das kann kultig sein. Kochen Sie häufiger zuhause, achten Sie auf Ihre Gesundheit.
9. Bahn statt Auto
Ich pendelte mit dem Auto jahrelang nach Frankfurt, es war eine enorme Strecke, kostete mich Nerven und Zeit. Ein Kollege rechnete mir damals aus, wie viel Geld ich jedes Jahr verbrannte, weil ich auf den Zug verzichtet hatte. Es war ein gigantischer Betrag (zumal wenn man die Abnutzung des Autos berücksichtigt). Von der Ökobilanz ganz zu schweigen. Der ÖPNV bietet manchmal eine gute Alternative zum Auto.
10. Frisch kochen
Frisch zubereitete Speisen sind nicht nur gesünder, sondern auch günstiger als Fertiggerichte. Ich finde, Gefriergut (Pizza, Baguette, Gemüse etc.) ist teuer und schmeckt wie alte Schuhsohlen. Ein Freund arbeitet als Ernährungswissenschaftler für eine Stiftung. Er sagt, bei einer ausgewogenen Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel unnötig. Er bezieht seine Aussage auf Menschen, die in westlichen Industrieländern leben. Einzelne Ausnahmefälle mag es geben.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Zehn Spartipps für lausige Börsenzeiten

  1. Fabian S.

    Ok finde alles super was Du schreibst Tim,

    aber was ist mit der Problematik bei Leitungswasser?

    Ich trinke es eigentlich auch, aber man liest seit einiger Zeit, dass viel Leitungswasser zu trinken und Alzheimererkrankungen im Zusammenhang stehen sollen?!

  2. Anna

    @ Fabian,
    wer ist den der Verursacher dieser Meldungen? Die Mineralwasserwirtschaft?? Oder Brauereien??
    Irgendwann ist alles tödlich…

  3. Lalucky

    Das mit dem Leitungswasser stimmt nur bedingt. In einigen Ländern wird das Wasser mit Aluminiumzusätzen behandelt (zur Reinigung wg. EU-Vorgaben). Aluminium steht generell im Verdacht Alzheimer und auch Krebs auzulösen bzw. zu begünstigen. Es gab dazu mal einen sehr interessanten Bericht. Zumindest in unserem Verband wird Aluminiumzusatz kaum bis gar nicht verwendet. Aber so ist das nunmal, wenn alles hochgradig rein sein muss und jede Bakterie (und sei sie noch so einsam und ungefährlich) abgetötet werden muss.

  4. Hans Wurst

    …das mit guten Schuhen kann ich auch bestätigen. Ich hab mir vor Jahren ca. 12 Paar Schuhe gekauft. Marken wie Alden, C&J usw. Diese werde ich bestimmt fast mein ganzes Leben lang anziehen. Diese Schuhe waren natürlich nicht ganz billig….aber wenn man es auf mehrere Jahre rechnet kommt da ein lächerlicher Betrag dabei raus. Natürlich ist Pflege für solche Schuhe wie z.B. Schuhspanner usw. sehr wichtig.

    Was ich persönlich auch als Spartipp hier hinzufügen kann ist:

    Rasieren mit Hobel und nicht mehr mit diesen ganz überteuerten Einweg Teile.
    Mein Hobel (Merkur 34c) hat mich damals ca. 24 Euro gekostet. Die Rasierklingen in 500er Paket über ebay ca. 10 Euro. Rasierpinsel ca. 15 Euro…und Rasierseife paar Euro, was auch sehr ergiebig ist. Unabhängig von Ersparnis wird die Rasur mit einem Hobel auch viel gründlicher und viel verträglicher für die Haut.

    Gruß

  5. Markus

    Bei Wasser scheiden sich die Geister…
    Plastikflaschen, Leitungswasser, Ganderwasser, Kangenwasser, Flaschenwasser…
    Esoterischer Krimskrams und Wissenschaft objektiv oder wirtschaftlich getrieben… da soll man als „nicht-Experte“ noch durchblicken…

    Ich tendiere momentan zu Glasflaschenwasser welches von Ökotest mit sehr gut bewertet worden ist.

    Bei Ernährung ist es auch so, dass heute grüner Tee als gesund gepriesen wird und morgen wieder als schlecht für den Magen gepriesen wird…

    Ein guter Grundsatz ist wohl: Nahrungsmittel, wo sehr nah an der Natur sind (d. h. wenig auf der Zutatenliste, Obst & Gemüse), keine übermäßigen Quantität von etwas bestimmten und dafür mehr Qualität aber auch sollte man den Genuss und den Spaß am Leben nicht zu stark einschränken.

    Für mindestens 3 Dekaden gesund altern und buy & hold gehören eine gute Lebensführung dazu. 😉

  6. Tino

    bezüglich ÖPNV vs. Privat-Pkw kann ich sagen, für mich (individueller Fall) rechnet es sich in mehrfacher Hinsicht:
    – keine Kapazitätsbindung ans Lenkrad, produktiv arbeiten am Notebook in der Zeit, d. h. Einnahmen statt Ausgaben
    – weniger Stress (gut, bei Arbeit im Zug gleicht sich das aus), keine quälenden Stop&Go-Fahrten in der Nachmittagszeit oder manchmal auch im Morgenverkehr, Zug fährt i. d. R. staufrei
    – kein teurer Verschleiß des eigenen Pkw (wird gern vernachlässigt, ist aber m. E. sehr schwerwiegend mit Reparaturkosten, Wertverlust verbunden), Diesel-Kosten sind vergleichbar mit den Ticket-Kosten für den Zug
    – Gesundheit, täglich 7km auf dem Rad unterwegs, Mitnahme im Zug, gleicht die oft geringen Möglichkeiten zum Freizeitsport etwas aus, ist also eine kostenlose Investition in die Gesundheit kombiniert mit dem Arbeitsweg

    Nachteile:
    – manchmal Zugverspätungen, oder selten Streckensperrungen
    – voller Zug, Abstellmöglichkeiten Fahrrad eingeschränkt, Arbeitsmöglichkeiten mit Notebook eingeschränkt

    Das funktioniert in meinem Fall gut, da ich nur 1h (x2) Fahrtweg habe, die Anbindung also gegeben ist und ich diese Zeit auch noch produktiv nutzen kann.

  7. StefanStefan

    Donald Trump muss gerade mit Backen aufblasen! Der hat doch bei seiner Scheidung von Ivana selbst ordentlich geblutet! Der ist auch erst danach schlauer geworden.

    Leitungswasser trinke ich auch gelegentlich aber nicht ausschließlich.

    Zum Rasieren mit einem Hobel:

    das mache ich auch seit einigen Wochen. Muss aber sagen, dass die Mach3 Klingen von Gillette schon wesentlich angenehmer sind und gründlicher rasieren! Wären sie nur nicht so überteuert! Mit dem Hobel dauert die Rasur wesentlich länger, sie ist ungründlicher und die Haut brennt bei mir viel mehr. Auch bekomme ich quasi keine Rasur hin ohne an zwei, drei Stellen zu bluten. Ich werde in Zukunft wohl abwechseln zwischen Mach3 und Hobel. Hatte mich übrigens umfassend mit der Hobelrasur beschäftigt. Eingelesen und Youtube Videos geguckt. Weiss also wie es geht 🙂

  8. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Kleine Anmerkung zu Smava…

    Ich habe mal Auxmoney.de probiert als „Anleger“. Ich kann davon nur abraten. Obwohl ich schon geschaut habe, einigermaßen nur auf sinnvolle Projekte zu bieten, habe ich von 8 Projekten 1x Ausfall, 2x im laufenden Inkasso, 1x M2 Mahnverfahren, 2x aktiv, 2x abbezahlt. Das ist für Schuldner wie Gläubiger ein Minusgeschäft, natürlich nicht für den Betreiber. deswegen auch Respekt für die Geschäftsidee. aber diese Peer-to-Peer Kredite sind ja nichts anderes, als dass der absoluten Subprime-Kundschaft absolut überteuerte Kredite genehmigt werden, weil das Ausfallrisiko ja der private Gläubiger trägt. Die Vermittler kassieren ihre Gebühren. Bei Smava ist die Ausfallquote ja auch über 8%!

    Zu Alu, die Sendung hieß „Akte Alu“, hier zu sehen: Die Akte Aluminium (arte)

    MS

  9. Martin

    Ich habe z.B. meinen Adidas Bestand um 20% reduziert, da ich die Guidance für zu ambitioniert hielt. Das war wohl auch Timing Glück.

    Man muss eben nicht gleich alles auf einen Streich machen. Insgesamt habe ich momentan dennoch nur 3% Cash. Die Goldminen als Krisenhedge haben sich bezahlt gemacht und die Immobilienwerte sind zumindest nicht gefallen.

    Was ich noch zum Sparen empfehlen kann, ist möglichst nicht alleine zu leben und zu kochen. Mit mehreren Personen reduzieren sich Fixkosten wie Kühlschrank/Backofen etc. pro Person und die Auslastung der Assets wird verbessert.

  10. tim schaefertim schaefer

    @ Couponschneider

    Ja, die alten, traditionsreichen Sachen sind manchmal kultig. Ich mag zum Beispiel den Filterkaffee wie ihn Oma gemacht hat: Heißes Wasser über einen Filter direkt in die Kanne gießen. Das schmeckt wunderbar und ist ohne Chemikalien/Plastik.

    Ich benutze einen uralten Gillette-Rasierer und bin zufrieden damit. Die Klinge tausche ich nur alle paar Monate aus. Ich brauche weder den neuesten Rasierer noch brauche ich jede Woche neue Klingen.

    Ich wundere mich, warum Menschen immer das neueste Modell sofort brauchen. Ich lasse mir viel Zeit und bin damit gut gefahren. Ich glaube, es gibt ein Geschäftsmodell in vielen Branchen, ständig ein neues Modell herauszubringen – wobei es manchmal kaum bis keine Verbesserungen gibt.

    @ Matthias
    smava vermittelt „normale“ Bankkredite über sein Vergleichsportal. Der Prozess ist transparent, gut vergleichbar und dadurch günstig. Für die Kunden ist das kostenlos. smava filtert aus einer Reihe angebundener Banken das beste Angebot für den Konsumenten heraus.

  11. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim

    Nein, das ist natürlich nicht so. Smava ist das gleiche Modell wie Auxmoney. Hast Du Dir das noch nie angesehen? Dann schau doch mal hier.
    Leute stellen ein Kreditgesuch ein, private Bieter geben ihre Anlagebeträge ab. Wenn die Kreditsumme finanziert ist, von vielen verschiedenen Privatleuten, wird der Vertrag über Fidor verwaltet und abgewickelt, und die Finanzierer bekommen ihre monatlichen Raten.


    Hier geht es zu den offenen Kreditprojekten, in die man investieren kann. Man eröffnet ein „Anlegerkonto“ bei der Fidor Bank. Über die wird das dann abgewickelt. Weiß nicht, ob das sein muss. Ich habe keins bei Auxmoney, da wurden die investierten Beträge vom Giro überwiesen.

    Fragen zur Geldanlage mit smava

    MS

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim

    Natürlich muss Jeder einen Kreditantrag stellen. Man wird auf Bonität (Schufa etc) abgecheckt, die besseren Kandidaten bekommen dann Angebote der Banken. Die wollen sich natürlich den Rahm abschöpfen. Wer durchfällt, bzw. den Banken zu wackelig erscheint, der wird an die P2P Plattform durchgereicht und kann seinen Kreditantrag veröffentlichen, auf den dann die Bieter ihre Gebote abgeben.

    Offensichtlich verlegt smava mittlerweile das Gewicht mehr auf Kreditvermittlung von Banken, weil mit weniger Ärger verbunden.

    Auch das Logo hat sich wohl von smava – Direkt Kredit in smava – Ihr Kredit ist da. gewandelt.

    Das Problem, das ich meine, liegt im P2P Bereich, so wie hier gut beschrieben in dem Kommentar:
    „Problem bei Smava ist, dass das Unternehmen für jeden abgeschlossenen Vertrag eine Komission und nachträglich einen Anteil des Zinses bekommt. Smava ist daher an möglichst vielen Vertragsabschlüssen interessiert. Das Hauptrisiko trägt hingegen der Anleger. Zwar kommen alle Anleger einer bestimmten Kategorie für einander auf, aber einen Verlust muss man trotzdem hinnehmen. Inkassounternehmen die ausgefallene Kredite übernehmen, zahlen nur einen geringen Anteil der Raten (15 – 30%). Mussten Kreditnehmer anfänglich erklären, warum sie einen Kredit brauchten, sind solche Erklärungen zur reinen Formsache verkommen. Auch scheint Smava keine große Anstrengungen zu unternehmen, Kreditnehmer zur weiteren Zahlung ihren Verplichtungen aufzufordern. Insgesamt ist Smava daher für Kreditnehmer derzeit attraktiver, als für Kreditgeber.“

    Hier scheint sich smava inzwischen tatsächlich zu wandeln, man sieht nur noch wenige P2P Kredite online, und davon keiner, der nicht schon voll finanziert ist. Auch sind die Zinsen im Gegensatz zu Auxmoney sehr moderat. Bei Auxmoney müssen Subprimer 14,5% zahlen plus Gebühren usw.

    MS

  13. Thorsten

    Also irgendwann artet es in Geiz aus. Ich hab keine Lust Leitungswasser zu trinken oder mir das uninteressante Gelaber fremder Leute im Zug anzuhören.

  14. Tino

    @Thorsten
    Kopfhörer, große Kopfhörer und nur Einzelplätze oder Zweierbank mit Tasche besetzen 🙂 funktioniert einwandfrei, absolut ungestörtes Arbeiten..bis auf den Schaffner.

    zum Rasieren, System-Klingen tausche ich sehr selten und nutze auch Werbegeschenke und Angebote (Rasierer mit paar Klingen für lau). Auf Dauer ist es sicher günstiger mit Hobel, die „Anfangsinvestition“ haut ja ordentlich rein ;). Die Macht der vier Klingen ist für die hektische Rasur am Morgen auch gut, wenn man die Kosten im Griff hat 🙂

    Bei Leitungswasser sind mir die alten Wasserleitungen in Häusern suspekt. Habe auch schon öfters welches getrunken, aber aus welchem „Behälter“ man trinkt macht m. E. einen Unterschied und man kann sich diesen Behälter nicht anschauen, was da alles mit durchgespült wird.

  15. Passiv-Investor

    Value Muster-Depot für preiwerte & hoffentlich unblutige Genuß-Rasieren:

    1) Wichtig ist imho ein gescheiter Rasierpinsel. Ich hatte welche von 7-bis 200 Euro: Sehr gut und preisert sind die aus Wildschweinborste z.B. von der Familienfirma Semgoue 1305 oder von Omega.Die Dinger brauchen etwas Zeit zum Eingewöhnen, so nach 10 mal Einschäumen werden sie immer besser.

    2) Die Rasierseife hängt vem Hauttyp ab, Klassiker sind: Z.B. der Palmolive Stick aus dem deutschen Supermarkt,die Tabac Rasierseife (riecht aber für mich nach Unteroffizier auf Freigang) , legendär hautschonend aber schwieriger aufzuschümen ist Mitchells Woolfatseife, Gut sind auch preiwerte Profibarbierseifen wie Klar Kabinett aus Heidelberg und die italienischen Valobra Seifen aus Norditalien.

    Hochrpeisiger aber sehr langlebig sind Raiserseifen von Dr. Dittmar aud dem Westerwald oder die britischen Seifen von DR Harris, z.B. Windsor, Almond oder Arlington. Rasiercremes enthalten mehr Wasser als Seifen und sind generell teurer.Nutze ich seltener, sehr gut sind Musgo Real und Taylors.

    @Tim: bei Dir In USA sollen Mikes Natural Soaps Rasierseifen preisgünstig und sehr gut sein.

    3) Rasierhobel muss nicht sein, spart aber langfristig Klingen: Deutsche Wertarbeit sind Hobel von Merkur 34c, Merkur Progress oder für harte Bärte Merkur 37. Klingen z.B. ägyptische Lord Platinum, Derby,oder russische Gilette aus französischen Supermärkten 100 Stück kosten 10 Euro vorher Probepacks schicken lassen

    Alaunstein für kleine Schnitte, Rasierwasser braucht man nicht unbedingt.
    Aftershavebalsam leiste ich mir Weleda, gut soll auch das von Mikes sein, Speick,
    oder das von 333 von vintagescent, einfach ausprobieren. Mir ist wichtig, dass wenig Chemie drin ist, und kein David Beckham für zig Millionen dafür posiert.
    Gute, launige Infos gibts im Internet von Shavetutor ehemals mantic59.

    Bezugsquellen sind in USA z.B. Bullgoose Shaving u andere, informieren kann man sich bei shavemyface oder badgerandblade.oder im deutschen Gut-Rasiert-Forum-
    Bezugsquellen In Deutschland und Europa z.B. shaving.ie oder rasierladen.de oder tonsus.at bzw. tonsus.de, und vintagescent für Semogue Rasierpinsel.

  16. Olaf

    Hallo,

    irgendwann muß man aufpassen, daß man nicht in den Geiz abgleitet.
    Wofür arbeite und verdiene ich denn Geld? Um jahrelang alte Autos, Rasierer, etc. zu benutzen und nur Leitungswasser zu trinken, welches mit Arzneimittelrückständen und anderen derzeit noch nicht nachweisbaren Substanzen enthalten sind? Nö, muß nicht sein.
    Ich bin zwar sparsam aber ich will nicht geizig werden.

    Grüße
    Olaf

  17. tim schaefertim schaefer

    Hallo Olaf,

    ich gehe nur mal kurz auf das Leitungswasser ein.

    Es ist so eine Unsitte, dass es das in Deutschland im Restaurant nicht gibt. In anderen Ländern ist das Usus. In Frankreich oder den USA zum Beispiel: http://chezbonnefemme.com/how-to-ask-for-water-in-france/.

    Viele Flaschenwässer stammen aus der Leitung. Die ganzen Sodas (Cola, Fanta, Sprite, Pepsi) bestehen aus Leitungswasser. Es ist eine clevere Strategie Leitungswasser schön verpackt teuer zu verkaufen. Das Trinkwasser wird besser überwacht als Quellwasser-Anbieter.

    VG

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