Zahnarzt Bob Schattner war steinreich. Er fuhr ein altes Auto, lebte 50 Jahre im gleichen Haus. Er hasste teure Restaurants. Er war glücklich


New York, 14. März 2017

Ein Leben in der finanziellen Freiheit. Wer sich anstrengt, kann das in 10 bis 20 Jahren schaffen. Aber es ist hart dorthin zu kommen. Du musst Dich anders als die Masse verhalten. Die Masse denkt nur ans Geldausgeben.


Bob Schattner erfand das Medikament Chloraseptic gegen Halsschmerzen. Der Zahnarzt verdiente mit dem Wirkstoff ein enormes Vermögen. Er wurde einer der reichsten Menschen in Washington DC. Trotzdem blieb er bodenständig. Er lebte bis zu seinem Tod im gleichen Haus, das er für 60.000 Dollar vor 50 Jahren gekauft hatte. Er fuhr ein altes „Lincoln Town“-Auto. Wenn er auf Sportveranstaltungen mit Freunden war, brachte er Snack-Riegel von Zuhause mit, weil das günstiger war, als im Stadium Essen zu kaufen.

Er hasste Steakhäuser, weil sie zu teuer waren. Er war sehr zufrieden. Sein gigantisches Vermögen geht nach seinem Tod an eine Stiftung. Der Mediziner spendete seit geraumer Zeit für wohltätige Zwecke. Schattners Eltern waren Einwanderer aus Österreich.

Mediziner, IT-Fachleute, Programmierer, Architekten, Ingenieure, Wall-Street-Banker und Manager verdienen in den USA verdammt gut. Bei Schattner kam hinzu: Er war nicht nur ein guter Arzt, sondern auch ein erfolgreicher Erfinder mit 70 Patenten.

Aber auch ohne Tüfteln kann ein Karrieremensch in den USA schnell ein erhebliches Vermögen aufschichten. Wie diese New Yorker Bankerin zeigt. Mit 28 Jahren hatte sie 2 Millionen Dollar im Depot. Sie ging jetzt in Rente. Und macht in den USA Schlagzeilen. Sie lebte eben extrem sparsam. Sie investierte an der Börse. Amerikaner sind über ihren Fall überrascht.

Die Kunst besteht darin, das Gehalt nicht zu verpulvern. Solche Leute passen bei den drei großen Ausgabeblöcken auf: Wohnen, Transport, Nahrung. Hier ist Schmalhans Küchenmeister. Wer die finanzielle Freiheit anstrebt, geht nicht drei Cappuccinos oder Cocktails außerhalb trinken. Keine teuren Restaurantsbesuche oder ein übergroßes Zuhause kommen für solche Leute in Frage. Lieber klein, statt groß. Lieber gebraucht, statt neu. Lieber zuhause kochen, statt Restaurant. Lieber weniger Zeug, statt viel. Ryanair, satt Lufthansa. 3-Sterne, statt 5-Sterne-Hotel.

Wenn der Partner/die Partnerin mitmacht bei dem Plan, die finanzielle Freiheit zu erreichen, ist das ein Hebel. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen, hat eine positive Wirkung auf die Motivation. Wer Single ist und gerne in die Karibik geht, kann einen Schub mit einem Job auf einem Kreuzfahrtschiff machen. Essen, Unterkunft, Krankenversicherung werden bezahlt. Urlaubstage am Palmenstrand sind inklusive. Du kannst Dir Miete, Supermärkte etc. alles sparen. 3.500 Dollar allein an Trinkgeldern kannst Du im Prinzip komplett jeden Monat sparen. Zudem Dein Gehalt. Aber die Arbeit ist hart.

Die Mathematik mit der Vier-Prozent-Entnahmeregel ist einfach. Wer finanziell frei werden will und nur 20.000 Euro im Jahr braucht, muss schauen, dass er/sie 500.000 Euro anspart. So kann es dann klappen, frei zu sein. Wer sicher gehen will, schichtet wohl eher 600.000 Euro auf, um etwas mehr Spielraum zu haben. Alternativ kann ein Nebenjob etwas Kohle in die Kasse spülen.

Was ich nie begreifen werde, ist folgendes Ereignis, das ich erlebt habe: Das Ehepaar zeigte mir das neue Haus, die zwei flotten Autos und das neue iPhone. Ein wenig später klagten sie, dass das Geld knapp sei. „Oje“, dachte ich. Mich wunderte das nicht. Sie klagten und klagten. Ich sagte: „Ich habe eine Sparquote von 50 bis 60 Prozent. Jeden Monat gehen ein paar Tausender in Aktien.“

Es ist einfacher sich über etwas zu beklagen, anstatt etwas an der Situation zu ändern. Der normale Konsument hat für dieses Problem natürlich Verständnis. Sie singen alle das Klagelied des leeren Kontos. Ich nicht. Ich schüttle nur den Kopf. Es macht keinen Sinn. Das gleiche gilt für teure Mode, Urlaube, Bars, Restaurants, Cafés. Wer hierfür endlos Geld verballert, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Konto leergefegt ist. Ein Blick in die Schränke, Keller, Dachboden, Garage verrät einiges. Wenn alles zugestellt ist mit Zeug, dann ist meist die Familie arm wie eine Kirchenmaus.

Die Masse verbrennt ihr Geld. Es geht jeden Monat in Flammen auf. Die Finanzen sind chaotisch:

Konsumgeile verbrennen ihr Geld. Es bleibt nichts übrig am Monatsende. Es wird nichts gespart. Die Finanzen sind chaotisch.

Ich denke über die Konsumgeilen so: „Es ist so, als ob ich das Auto voller Geldscheine habe und das Fenster offen habe und die Scheine auf die Straße fliegen.“

Um aus der Misere auszubrechen, kürze Kosten, wo Du kannst. Halte nach einem besseren bezahlten Job Ausschau. Dann geht es im nächsten Schritt vor allem darum, Ruhe zu bewahren beim Investieren. Spare, investiere, spare, investiere… stetig, stur.

Der Frühruhestand lässt sich erreichen, wenn Du einen Plan hast. Eine Vision. Es geht nicht von heute auf morgen. Der erste Monat ist hart. Ein Haushaltsbuch zu führen, nervt. Schulden zu tilgen, nervt. Mit der Zeit geht es in Fleisch und Blut über. Der zweite, dritte, vierte… Monat wird Dir immer leichter fallen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Zahnarzt Bob Schattner war steinreich. Er fuhr ein altes Auto, lebte 50 Jahre im gleichen Haus. Er hasste teure Restaurants. Er war glücklich

  1. Rainer ZufallRainer Zufall

    Hallo Tim, danke für den Artikel! Du hast ja immer Ideen… 😉 Aber das mit dem Kreuzfahrtschiff ist in der Praxis wahrscheinlich nicht ganz so entspannt. In meiner Familie haben’s zwei probiert und nach kurzer Zeit wieder gekündigt…zu eng…zu stressig…und von 3500 Euro Trinkgeld haben beide auch nix erzählt 🙁 trotzdem gut Ideen zu haben! Viele Grüsse!

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Rainer

    Am Anfang bekommt man das hohe Trinkgeld nicht. Es dauert wohl. Mit der Zeit wird man befördert.

    Ja, es ist ein Knochenjob. Es war ja nur ein Vorschlag. Ich habe einen Bekannten in Hawaii. Dem hat es recht gut gefallen auf dem Schiff. Allerdings kündigte er nach ein paar Jahren. Lange halten das wohl nicht viele aus.

  3. Fit und Gesund

    hi Tim,

    also die Mütze lässt nix Gutes ahnen, ich hoffe Du frierst nicht zu stark, kommt sicher bald wieder besser 🙂

    Im Sparen bin ich gut, auch ich koche selber, heute gab Reis mit asiatischem Gemüse, selbergeschnippelt natürlich, bisschen Soya-Sauce und gut ist… reicht noch für morgen. Ess ich zudem sehr gerne.

    Der Job auf dem Schiff wär auch nix für mich, Trinkgeld hängt oft davon ab wie freundlich man ist, oder wie katzbucklerisch, ich bin nicht unfreundlich und lache auch gerne, aber es gibt Grenzen und katzbuckeln könnt ich nicht, niemals! Ausserdem würde ich mich eingeschlossen fühlen. Ich bleib also wo ich bin, zumal ich auch zu alt für solche Spässe bin… hi hi… wer jung ist, soll das gerne machen.

    Auch die 4%Regel erscheint mir nicht so ideal, im Alter gedenke ich meine Dividenden zu verbrauchen, ich will nix verkaufen müssen, zumindest die ersten Jahre nicht.

    Bin morgen gespannt auf die Holland-Wahlen, war auch ohne den Türken-Eklat schon spannend genug, wo das noch hinführt? Ansonsten hab ich gerade Ferien und geniesse das schöne Wetter.

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Sehr bodenständig. Gut so.

    Ich habe auch Bauchschmerzen damit, Aktien zu verkaufen für die monatlichen Ausgaben.

     

    @ Stefan

    Danke für das Video. Der bringt das ausgezeichnet auf den Punkt. Exzellent! Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

  5. Didi

    Vielen Dank für das tolle Video und die vielen Tipps, Tim!

    Nicht an die Substanz rangehen…stetig und konsequent Sparen und

    Investieren.

    Dieses Konzept 10 – 20 Jahre früher…tja, noch ist es nicht zu spät 🙂

    Danke und keep on investing!

  6. Daniel

    Guten Morgen zusammen!

    Sparsamkeit hat für mein Empfinden dennoch zwei Seiten. Auf der einen Seite ist Sparsamkeit und Kauf nur bei Bedarf innerhalb der Ansparphase hin zur finanziellen Freiheit sehr wichtig. Es hilft das gesteckte Ziel schneller zu erreichen. Was mir allerdings nicht in den Kopf will ist, warum man ab einen gewissen Punkt nicht auch einmal das Leben genießt.

    Wer sich etwas an der angesprochenen 4% Entnahmeregel hält und die angesprochenen 500.000 – 600.000€ im Depot liegen hat kann mit ca. 1400-1500€ Netto im Monat rechnen. Hinzu kommt dann für die meisten auch noch später eine (wenn auch gering(ere) ) Rente. Sofern man nicht in einer teuren Stadt lebt ist auch hiermit ein gut-bürgerlicher Lebensstil ohne große Einschränkungen möglich. Das Depot wird dabei ja nicht einmal angegriffen. Selbst wenn ich dann im Rentenalter über einen Zeitraum von 30 Jahren meine Entnahme-Rate auf 5-8% erhöhe. Wo liegt das Problem? Das ziel sollte ja nicht sein alles für andere zu vererben.

    Auch wenn es finanziell sinniger ist „Snacks“ von zuhause mitzunehmen oder nicht jeden Tag ins Restaurant zu gehen. Für mich grenzt dies aber an dieser Stelle an Geiz. Insbesondere dann, wenn man es sich im Gegensatz zu vielen anderen Menschen tatsächlich finanziell leisten kann. Man darf an dieser Stelle ja auch nicht vergessen wie der Wohlstand, wenn auch indirekt entstanden ist. Durch Konsum von Gütern bei Firmen bei denen man investiert ist.

    Würden gefühlt alle so denken wären auch Konsum-Güter-Aktien im Keller 😉

    Auch ich werde meine Sparquote hoch halten, aber sollte tatsächlich einmal der Tag eintreten an dem das Depot ausreichend groß ist wird es genau zu dem Zweck genutzt für das es angelegt wurde. Zu einem Ansparplan gehört ein ebenso sinnvoll aufgestellter Entnahmeplan.

    In diese Sinne und eine frohe Arbeitswoche für die die es noch müssen 😉

    Gruss Daniel

  7. Gerhard

    Ich denke wie Daniel.

    Und Tim ist der Motivator..7 Jahre brauche ich noch um mit einem 15 Std Job ausreichen leben zu können.

    Dann bin ich 54…es macht Spass zu investieren

  8. Thomas

    Hi Daniel,

    Ich teile deine Einstellung! Werde in knapp 5 Jahren mit 60 nach 45 durchgehenden Arbeitsjahren, wobei ich allerdings seit meinen 49ten auf 80% arbeite, über ein Langzeitkonto meines Arbeitgebers wo ich immer noch 85%  meines Lohns drei Jahre weiter bezahlt bekomme in den Vorruhestand gehen. Ich nehme dann die Rentenabschläge gern in Kauf, da ab 65 noch drei Pensionkassenzahlungen hinzukommen. Meine Partnerin und ich leben in einem schuldenfreien und neuwertigen Haus und unser Gesamtdepot beläuft sich momentan auf 200000€ Da wir keine Kinder bzw. Erben hinterlassen, werde ich bei der späteren Entnahme des Depots ab 63 den Kapitalverzehr mit jährlichen 6-8% Entnahmen anstreben und das Leben genießen. Man darf sich mit 60 dann einer Realität nicht verschließen, man weiß nie wieviel gesunde und produktive Jahre noch kommen.
    Gruß Tom

  9. Gabriele

    Hallo Tim,

    du schreibst wir sollen unsere Kostenblöcke im Blick haben: Wohnen, Transport und Restaurants/Konsumgüter. An den Stellen passt bei uns wohl alles so weit und lässt sich nicht weiter optimieren. Mein Mann ist selbständig und letzte Woche wollte ich wissen, wie es sein kann, dass bei seinem Geschäft im Grunde Jahr für Jahr nichts übrig bleibt. Ich habe mir alle Fixkosten angesehen, dabei entdeckt, dass unsere 4-köpfige Familie pro Jahr allein für Versicherungen aller Art über 40.000 Euro ausgibt mit über 30 verschiedenen Policen. Bei einigen noch fleißig 5 % Dynamik drin und oft Dinge versichert, die wir auch ohne Versicherung im Schadensfall stemmen könnten. Habe diese Woche angefangen Policen beitragsfrei zu stellen und zu kündigen. Z. B. Unfallversicherungen, Hausratversicherung, Rechtsschutz Fahrzeug, Vollkasko und Teilkasko für alte Autos, Rentenversicherungen, Rürup und Lebensversicherungen. Bis ich auch teilweise günstigere Anbieter für notwendige Versicherungen finde, werde ich wohl noch beschäftigt sein, denke aber dass ich mindestens 20.000 € pro Jahr einsparen kann, die dann ins Depot sollen fürs Alter bzw FF. Habt ihr alle gute Ideen, wie und wo die neuen Sparraten angelegt werden können. Vielen Dank für Eure Antworten.

    LG Gabriele

  10. Caro

    Hi Tim,

    Deine Artikel sind so motivierend! Es macht einfach viel mehr Spass zu Sparen und zu Investieren, wenn man alle zwei, drei Tage solch wertvollen Input bekommt! (oder alle paar Stunden auf Facebook).

    So ist Selbstdisziplin kaum noch ein Problem!

    In meinem Umfeld sind kaum Gleichgesinnte und viele haben null Ahnung vom Investieren und können nicht mit Geld umgehen, sie haben einfach nichts begriffen. Da fühle ich mich auf deinem Blog pudelwohl und habe nicht mehr das Gefühl eine Ausserirdische zu sein.

    Nun ist es nicht immer einfach mit 2 Kindern auf gute Sparquoten zu kommen, aber ich versuche den Kids schon jetzt viel beizubringen was Geld angeht, damit sie nicht, wie ich, erst mit 38 auf den Trichter kommen ;-).

    Hast du Ideen für Nebenjobs, die wenig Zeit in Anspruch nehmen und gutes Geld abwerfen? Wir haben ja schon das Ferienhaus als zweite Einkommensquelle, obwohl da noch ein paar Jahre Kredit drauf ist (Zinssatz 1,25%). Ich muss mal zeitnah brainstormen, bin aber momentan nicht wirklich inspiriert.

    Grüsse,

    Carola

  11. Andrea

    Gabriele, das ist ja Wahnsinn, wieviele Versicherungen ihr habt und was sie kosten. Da lohnt es sich auf jeden Fall, zu optimieren.

    Tim, tolles Video!

    Men Mann möchte in ein paar Jahren ein Sabbatjahr einlegen, natürlich soll ich mitmachen. Leider glaube ich nicht, dass wir Nebenjobs haben können, da wir in der Zeit bezahlt würden, die Stunden werden schon in den Jahren vorher abgearbeitet. Das wirft uns ein bisschen zurück, aber wird sicherlich auch eine tolle Erfahrung. Bis dahin will ich aber auch schon einiges gespart haben. Im April werden wieder Aktien gekauft.

     

  12. Stefan

    Hey Tim, toller Artikel wie immer 🙂

    Und zu deinem Video:

    Die Leute wählen extremer, weil die Polit-Elite macht was sie will. Siehe Deuschland: Im Zuge der Griechenlandkrise werden ständig EU-Gesetze gebrochen und bezüglich der Flüchtlingskrise wird Art.16a GG vorsätzlich missachtet! Die Leute wollen nicht mehr von Verbrechern reagiert werden….

  13. Mr Pino Cavallo

    Tim,

    als Interessierter und Journalist hast du ja einen sehr guten Überblick über die erfolgreichsten Value Investoren etc. Gibt es auch gute Portfolio Manager in Deutschland, die ihr Geld nach den Regeln des Value Investings verdienen? Kennst du da welche?

  14. Björn

    Ich habe mal mit meiner Frau ausgerechnet, mit wieviel Geld wir monatlich auskommen würden. 1500 Euro würden uns vollkommen langen für später. Mit der 4 % Regel würden wir daher gut hinkommen, allerdings müssten wir erstmal 500.000 € zusammen bekommen. Und wie oben schon beschrieben, man müsste sich ja dann von Aktien trennen.

  15. Michael

    @Björn:

    Du/Ihr könnt ja nebenbei noch ein wenig arbeiten. Somit benötigt ihr dann keine 500k…

    Sollte man nicht vergessen. Hier wird immer davon ausgegangen, dass man dann überhaupt nichts mehr tut wo Geld hereinkommt.

  16. Christoph

    @Daniel: genau so sehe ich es auch. Was bringen mir 5 Mio auf dem Konto wenn ich damit nichts mache? Man kann dann auch ruhig mal was ausgeben.

    Ich verstehe die Reichen nicht die kohle wie heu haben aber extrem Sparam leben. Dann sollen Sie doch bis auf 1 Mio alles schon jetzt schon spenden damit andere damit was gescheites machen.

    @Gabriele: 40.000 für Versicherungen???? Heftig. Also entweder hat euch die Versicherung abgezogen oder ir zahlt einfach extrem viel bei Riester usw ein.

     

    Am besten mal an nem WE hinsetzen und alles durch rechnen. Hab ich mit 2 Renten Versicherungen gemacht und beide gekündigt. eine mit Verlust die andere ohne Verlust aber auch ohne Gewinn. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als nix zu verdienen.

     

    Wegen den 4% Also ich würde nicht das Depot anfassen. Denn was ist denn wenn man statt 80 auf einmal 90 wird und noch sehr fit ist. Dann doch lieber nur Dividenden auszahlen lassen wobei diese im Laufe der Zeit sicher über 4% vom Depotwert im Jahr bringen werden.

     

  17. chaostrader

    Selbst wenn ich dann im Rentenalter über einen Zeitraum von 30 Jahren meine Entnahme-Rate auf 5-8% erhöhe. Wo liegt das Problem?

    Das Hauptproblem ist, dass am Ende des Geldes noch ’ne Menge Leben übrig sein könnte bei der Entnahmerate.

    Das ziel sollte ja nicht sein alles für andere zu vererben.

    Für manche schon.

    dass ich mindestens 20.000 € pro Jahr einsparen kann, die dann ins Depot sollen . Habt ihr alle gute Ideen, wie und wo die neuen Sparraten angelegt werden können.

    Klar. Man sollte eine Strategie haben, dann ist doch offensichtlich wo die Kohle hingeht.

  18. chaostrader

    Was bringen mir 5 Mio auf dem Konto wenn ich damit nichts mache? Man kann dann auch ruhig mal was ausgeben.

    Bei 5 Mio., sicherlich. Bei den angesprochenen 500-600T würd ichs mir verkneifen, unnötig auf die Kacke zu hauen.

    Du hast also die 5 Mio. angepeilt? Respekt.

  19. Skywalker

    @Gabriele:

    Wenn deine Zahlen echt sind  ist das das Absuredste, was ich in Sachen Privatfinanzen in letzter Zeit gehört habe!

  20. Christoph

    @Chaos: Nein wobei wieso sollte man sich keine hohen Ziele stecken.

    Ich meine natürlich nicht mich mit diesem Beispiel sondern Millionäre die nichts mit dem ganzen Geld anfangen. Man muss ja nicht protzen aber etwas mit dem Geld sollte man machen.

    Mir imponieren extrem reiche Menschen nicht die genauso leben wie wenn sie hatz4 bekommen würden.

     

    Mir imponieren eher reiche Menschen die sich ruhig auch mal teure Autos kaufen, aber nicht dem Protz Wahn verfallen. Wieso denn nicht viel reisen, schönes Auto kaufen usw.

    Aber natürlich alles im Rahmen.

     

     

  21. Jan

    Nein, nicht Privat. Sie schreibt ja von Selbstständigkeit. Und das werden mit Sicherheit nicht alles Risikoprodukte sein, wie mit der Rürup z.B. angedeutet. Als Selbstständiger kann man da viel Kapital vorm Fiskus verstecken. Obs Sinn macht, dafür reichen die Daten nicht.

  22. Mr Pino Cavallo

    Kann es auch nicht verstehen, wenn extrem reiche Menschen sich aus Prinzip abmühen auf Hartz-4-Niveau zu leben. Auch ich bin kein Freund von dummen Konsum, aber warum sollte man sich nicht ein gutes Stück Rindersteak gönnen und sattdessen auf die Bohnen aus der Dose zurückgreifen? Das macht doch keinen Sinn. Sparen um des Sparen Willens macht überhaupt kein Sinn. Wenn ich meine 5 Mio. € erreicht habe, dann suche ich mir neue Ziele. Das wäre für mich dann aber ganz sicher nicht die 10 Mio.-Marke zu knacken.

    Man soll es mit dem Sparen nicht übertreiben!

    Wie mit allem im Leben soll man Kompromisse eingehen. Momentan schaffe ich etwa 16.000 € pro Jahr zur Seite. Ich könnte locker auch 18.000€ sparen, aber will ich dann auch nicht auf meinen Urlaub verzichten. Dafür muss ich im Endeffekt vielleicht 2-3 Jahre länger arbeiten, aber das ist es mir Wert. Was bringt es mir zu sparen wie ein Berserker, damit ich dann mit 50 in Frührente gehen kann, ich dann aber dafür die letzten 20 Jahre nicht gelebt habe?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die FF mit 50 dasselbe ist wie mit 30. Mit 50 kannst du vielleicht nicht mehr mehrere Wochen am Stück mit dem Rucksack durch Lateinamerika. Mit 30 hingegen schon. Dann ist es sicherlich ein besserer Deal die FF etwas später zu erreichen und währenddessen ein gutes Leben geführt zu haben.

  23. sdenker

    Das Beispiel der 28jährigen Bankerin zeigt wieder einmal die Pervesität des Systems.

    Die 28jährige Bankerin gibt an, dass sie in sieben Jahren Anstellung bei einer Bank 2 Millionen Dollar ergaunert hat.

    Davon sollen 60% aus „sparen“ und 40% aus investementerträgen stammen.

    Wenn das stimmt, dann hätte sie in nur sieben Jahren 1,2 Millionen Dollar „erspart“.

    Oder per Jahr durchschnittlich über 170000 Dollar.

    zusätzlich zu dem was sie für ihren Lebensunterhalt ausgegeben hat.

    Sie hat also wohl mindestens 200000 Dollar Jahresgehalt erhalten.

    Das ist für eine junge Frau mit College-Abschluss und ihren 20er-Jahren einfach unvorstellbar unanständig viel.

    Es ist mir schon klar, dass die Lebenshaltungskosten und auch Gehaltslevels in NYC eben sehr hoch sind und dass deshalb einige das ganz anders sehen werden.

    Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung.

    Dieses vollkommen überhöhte Gehalt für diese junge Frau ist der eigentliche Skandal in der Geschichte!

     

     

     

     

  24. Mark85Mark85

    An Gabriele: Eine gute Entscheidung, dass du den Kostenvampiren den Kampf angesagt hast. 😉

    Bei privaten Versicherungen bin ich minimalistisch eingestellt: Privathaftpflichtversicherung und Auslandsreisekrankenversicherung. Den Rest brauche ich nicht.

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann vor dem Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit sicherlich noch Sinn machen.

    Bei Anlagen setze ich ausschließlich auf Sachwerte (Unternehmen, Immobilien und Edelmetalle) und meide Papierwerte: Rürup- und Riesterversicherungen, Staatsanleihen, Lebensversicherungen usw.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Sumpftrockenlegung. Danach wirst du dich befreiter fühlen. Das freiwerdende Geld würde ich so anlegen, wie es deine Portfoliostrategie und -aufteilung vorsehen. Hier tickt jeder anders. 🙂

  25. Oliver

    @Mr Pino Cavallo

    Sehr gute Einstellung. Ich bin auch kein Freund davon, jeden EURO umzudrehen. Man lebt auch heute und es ist nicht verboten, sich einen Urlaub zu gönnen oder mit Freunden zum Essen zu gehen oder was einem auch immer einfällt. Ich persönlich schaue zum einen, entsprechend viele Aufträge zu bekommen, damit die Einnahmen stimmen und zum anderen, dass ich jeden Monat etwas zurücklege. Ich hatte schon lange keinen Monat mehr, wo ich nichts gespart habe. Aber manchmal ist es aufgrund einiger Unternehmungen dann weniger, als es normal ist und da habe ich auch kein schlechtes Gewissen.  Natürlich könnte ich auf der Ausgabenseite einiges optimieren (OK, bei den Versicherungen wie weiter oben bin ich bis auf eine nutzlose Mini-Rentenversicherung recht brav) und auch auf der Einnahmenseite kann es immer mehr sein. Aber ich sehe es nicht als Lebensaufgabe, jeden möglichen EURO aus meinen Aktivitäten zu pressen.

    Zu deiner Rucksackreise hatte ich vor einem halben Jahr ein interessantes Gespräch. Ein Lehrer von mir, der inzwischen eine ganze Ecke über 70 ist, ist mit einem seiner Freunde mit Rucksack für Monate nach Thailand gefahren. Der macht solche Dinge regelmäßig. Klar muß man gesund sein, aber glaub nicht, dass Du im hohen Alter nicht unternehmungslustig sein kannst. Zu meinen Studienzeiten war ich Reiseleiter und sehr erstaunt, in welchem Alter manche Leute durchaus strapaziöse Reisen mitgemacht und sich weder beschwert haben noch damit größere Probleme hatten. Ok, die Dame in Stöckelschuhen am Dreiländereck Österreich/Italien/Schweiz auf 3000 Meter hätte ich nicht gebraucht, aber auch die ist den Berg hoch und wieder runter gekommen. Es gab alte Leute, die gar nichts anderes gemacht haben, als durch die Weltgeschichte zu fahren. Hatten sonst nichts zu tun, genug Geld und waren unternehmungslustig. Das war nicht nur der Tegernsee, wo die hingefahren sind.

    Klar ist es besser, mit 30 FF zu erreichen. Aber man sollte real sein: Das schafft so gut wie keiner aus eigener Kraft. Ein paar wenige gibts schon, aber die kann man mit der Lupe suchen.

     

  26. eki.

    Der Skandal an der Geschichte ist wohl eher der Neid anderer Leute auf das Erreichte. So was ist mal wieder typisch deutsch.

     

     

  27. Mr Pino Cavallo

    @ Oliver

    Stimme dir zu. Mein Beispiel mit dem 30er vs. 50er sollte ja auch nur verdeutlichen, dass wir nicht unser ganzes Leben in die Zukunft verschieben sollten und dass wir – bei aller Disziplin – uns schon heute hier und da einige Freiheiten rausnehmen sollten, die uns bei beim Erreichen unseres Hauptziels, die FF, ein wenig nach hinten werfen. Schließlich hat sich auch der Betreiber dieses Blogs eine eigene Wohnung in NYC gegönnt, obwohl er in New Jersey sicherlich deutlich günstiger hätte leben können 😛

    Wir sollten nicht vergessen heute schon zu leben. Dabei denke ich gar nicht mal so sehr an den materiellen Konsum, sondern eben an den Konsum in Form von Erfahrungen. Wenn man die Möglichkeit einer längeren Reise heute schon hat, sollte man sie nutzen und nicht um 20 Jahre nach hinten verschieben. Das Leben ist letztlich nicht ganz planbar uns es treten immer wieder unerwartete Ereignisse auf. Es geht ja auch gar nicht mal zwangsläufig um den Gesundheitsaspekt. Selbst wenn du bspw. mit 50 die FF erreicht hast, können dich trotzdem andere Verpflichtungen an einem längeren Wegbleiben von zu Hause hindern (Kinder, Familie).

  28. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gabriele

    Gut, dass Du bei den Versicherungen aussortierst. Das scheint mir aus der Ferne zu beurteilen in der Tat etwas viel zu sein. Du hast das ja selbst erkannt, was super ist.

    Ich habe nur eine Krankenversicherung. Das wars. Ich habe alle meine Versicherungen schon vor langer Zeit gekündigt. Ich habe persönlich nichts gegen eine Risikoabsicherung. Das kann Sinn machen. Nur sehe ich für mich keinen Vorteil.

    Ich bin skeptisch, weil sich Versicherungen vor Leistungen drücken (zum Teil zurecht, zum Teil verhalten sie sich unfair). Kritisch bin ich zum Beispiel bei Berufsunfähigkeitsversicherungen:

    https://www.youtube.com/watch?v=GSxvfnnZzgc

     

    @ Caro

    Danke für die nette Rückmeldung. Meine Mutter hat mir das Sparen beigebracht. Mir hat das als Kind Spaß gemacht. Wir haben immer Pläne gemacht. Wir haben Zinsen und Anlageformen verglichen. Wenn ich fleißig beim Sparen war, gaben meine Eltern was dazu. Das war großartig. Als Kind habe ich nicht nur gespart: Wir haben jedes Jahr ein Spendenprojekt gesucht. Gemeinsam haben wir entschieden, wo jeder von uns etwas spendet. Einmal war es das Tierheim, dann Greenpeace, schließlich eine andere Stiftung… Ich handhabe das noch heute so.

    Dank der umsichtigen Erziehung haben mir meine Eltern viel Ärger in meinem späteren Leben erspart (Schulden-, Konsumwahn…).

    Zu Deiner Frage über die lohnenden Nebenjobs muss ich die anderen um deren Rat fragen.

    Ich habe einen Bekannten, der hat einen super Nebenjob. Er hilft jede Woche auf dem Wochenmarkt aus. Er baut die Stände auf, wuchtet Kisten vom LKW, sortiert die Früchte aus. Als Dank bekommt er gratis Nahrungsmittel nachhause. Die Landwirte haben sogar seine Hochzeit für ihn bezahlt und organisiert.

    In NYC kannst Du gutes Geld als Dogwalker und als Dogsitter verdienen. Dogsitter ist wohl der einfachste Job.

     

    @ Andrea

    Sabbatjahr klingt super. Das ist sozusagen ein Hineinschnuppern in den Frühruhestand.

     

    @ Stefan

    Danke. Es gibt unter den Politikern sicherlich Kriminelle (wie in der gesamten Gesellschaft).  Es gibt Verwerfungen, Korruption und starkes Eigeninteresse. Es gibt Schwarzgeld (Kohl, Schäuble…). Es gibt dubiose Absahner wie Schröder, der mit Russland private Jobs-Deals macht, obwohl es ein Unrechtsregime ist, das kritische Journalisten und Politiker vergiftet, erschießt, verhaftet. Ja, das ist unwürdig. Aber die meisten Politiker sind ehrlich, anständig und haben ein gutes Herz.

     

    @ Mr Pino Cavallo

    Die bekanntesten Value Investoren in Deutschland sind wohl Max Otte und Hendrik Leber. Zu deren Performance kann ich leider aus dem Stegreif nichts sagen. Es wäre bestimmt spannend da mal zu recherchieren.

     

    @ chaostrader

    Das „Problem“ mit den 5 Millionen ist, wenn Du anfängst, etwas davon großzügiger auszugeben, musst Du aufpassen. Schnell entwickelt man Gewohnheiten, die gefährlich für das Millionenvermögen sind. Das Geld ist schneller weg, als man denkt. Viele Lottogewinner wissen das. Anschaffungen verursachen Folgekosten: Immobilien, Pool, Ferrari, Rennpferde, Yacht, Privatjet… Nicolas Cage, Donald Trump, Mike Tyson, Thomas Middelhoff, Pamela Anderson, Michael Jackson haben das Problem selbst erlebt. Sparsamkeit schützt vor Dummheiten. Natürlich kann und soll man sich etwas gönnen. Aber in Maßen.

     

    @ Goldsternenstaub

    Danke für den Tipp mit den Nebenjobs. Prima!

  29. MadMax

    Liebe Gabrielle,

    wer ohne Probleme 40 000 Euro jährlich für Versicherungen ausgibt, müsste ja über ein entsprechend hohes Einkommen/Vermögen bereits verfügen… da ja nicht nur Versicherungen bezahlt werden müssen ergo müsstet ihr doch schon übers „Ziel“ der finanziellen Freiheit hinausgeschossen sein….

    Mit freundlichen Grüßen

    MadMax

  30. Caro

    @ Goldsternenstaub @ Tim

    Vielen Dank.

    Ich schaue mal in den Link, ob ich Jobideen finde, die ich auch hier machen kann. Ich lebe in Frankreich und habe mit Vollzeitjob und Kindern nicht mehr sehr viel Zeit. Ich dachte eher an Bloggen, Videos auf Youtube, etc. weiss aber nicht recht, zu welchem Thema und wie ich da anfangen kann. Ich muss mal zeitnah in mich gehen.

    Grüsse,

    Caro

  31. Stefan

    Naja Tim, ich finde die Politiker kommen bei Dir trotzdem zu gut weg. Schau auf Angela Merkel, die allgemein als integer gilt und die ich bis 2010 auch positiv eingeschätzt habe, hat durch die Euro und Flüchtlingskrise so massiv Gesetze gebrochen, was unverzeihlich ist.

    Meiner Meinung gehört die gesamte Bundesregierung strafrechtlich verfolgt, was ja renommierte Juristen bestätigen!

     

     

  32. Fabian S.

    Hallo Tim, klasse Artikel!

    Du sagst Du hast nur eine Krankenversicherung. Wie ist das eigentlich in den USA? Wieviel zahlt man dafür und muss man nicht fast alles privat bezahlen. Kenne ja nur unser deutsches System.

     

    Und was ist mit einer privaten Haftpflichtversicherung? Die ist in Deutschland die wichtigste Versicherung überhaupt. Damit man nicht die eigene Existenz gefährdet durch einen Schaden!

  33. Ralf

    Sparen, sparen. sparen….. Fakt ist doch: Wer Hartz4 und Co. intelligent zu nutzen weiß, ist bereits in jungen Jahren finanziell unabhängig. Ich kenne mittlerweile etliche Beispielfälle persönlich. Leute die gesund sind und arbeiten könnten, aber nicht wollen und sich gegenüber Sanktion vom Arbeitsamt sehr geschickt verhalten (Psychoschiene etc.).

    Im Ernstfall wird ja sogar die Wohnung bezahlt. Auf ein Auto kann wegen fehlender Arbeit sehr oft verzichtet werden. So mancher Angestellter muss viele Kilometer mit dem Auto abspulen um zur Arbeit zu gelangen. Gerade angesichts steigender Preise nicht zu verachten.

    Und so mancher Schlauer nutzt seine missbräuchlich erworbene frei Zeit um z.B. regelmäßig Sport zu treiben oder in die Bibliothek zu gehen. Verloddert also nicht. Oder sieht seine Familie aufwachsen, unterstützt seine Kids bei den Hausaufgaben oder geht nebenbei an der Steuer vorbei jobben. Der Arbeitende hetzt sich von der Arbeit oft gestresst nach Hause, meckert dann genervt die Kinder an und hat oft keinen Bock mehr Sport zu treiben.

    Wer hat es besser? Ich bin mir da oft nicht so sicher…

    https://www.crash-news.com/2015/05/04/886-euro-hartz-iv-monatlich-fuers-nichtstun-arbeiten-lohnt-sich-nicht-mehr/

    Der Sparer dagegen, der nach 12 Monaten ALG1 dann in ALG2 fällt ist der Dumme. Sparguthaben muss bis auf einen mickrigen Schonbetrag verbraucht werden.

    Wohlgemerkt: Absolut nichts gegen die echten, berechtigten Fälle von Hartz4. Und viele leiden auch darunter! Aber ich behaupte, das sind keine Einzelfälle wie oben geschildert und etliche nutzen das intelligent aus. Die Missbrauchsrate ist vermutlich höher als gedacht, auch wenn ich keine Zahlen habe! Mir reicht es wenn ich durch die Stadt mit offenen Augen gehe und sehe wer da alles so abhängt z.B. vormittags. Das Thema ärgert mich zutiefst. Letztlich zahlen die Steuerzahler für den Missbrauch. Hier besteht ein massives Problem.

    Meine Tante arbeitet beim Arbeitsamt und hat mir selbst auch von vielen Fällen dieser Art berichtet. Und nach ihrer Aussage werden mangels Personal auch viel zu wenige Sanktionen verhängt. Die Kinder einer bekannten Hartz4-Familie gehen alle in den teuren Musikunterricht. Können wir unseren Kindern trotz Arbeit nicht bieten. Eine Klassenfahrt steht an. Ich kratze das Geld zusammen. Diese Familie bekommt das bezahlt. Einzelfall?

    http://www.deutschlandradiokultur.de/armutsforscher-christoph-butterwegge-armut-trotz-arbeit-ist.990.de.html?dram:article_id=380968

  34. Mark85Mark85

    An Ralf: Mag sein, dass es gewisse Tricks und Kniffe im Leistungsbezug gibt, aber H4 hat für mich überhaupt nichts mit finanzieller Unabhängigkeit zu tun. Mit der Leistungshöhe käme ich durchaus zurecht, nur könnte ich nicht mehr komplett selbstbestimmt leben.

    Nicht mehr meinen Wohnort beliebig auswählen und wechseln. Nicht mehr reisen, wie ich lustig bin. Nicht mehr über meine finanziellen Mittel (Vermögen und Einkommen) bestimmen. Usw.

    Solch ein Leben stelle ich mir gruselig vor, weil ich vom Typ her eine Katze bin: selbstbestimmend und eigenwillig. 😉

  35. Andrea

    Ralf, dann mache es doch auch so, wenn du glaubst, dass es den HartzIV-Leuten besser geht! Keiner hindert dich daran. Ich persönlich glaube, dass es einem besser geht, wenn man sich etwas selber erarbeitet hat. Deshalb kommt für mch ein Leben mit Hartz-IV nicht in Frage. Ich glaube auch, die Leute werden von den Behörden gepiesakt.

  36. Mark85Mark85

    Wo wir gerade bei Armut sind: Zuletzt habe ich ,,Kein Wohlstand für alle!?“ gelesen. Dieses Buch war mir deutlich zu weit links. Von Selbstverantwortung der ,,Armen“ keine Spur. Schuld haben immer andere. Als Lösungsvorschläge wurden nur die üblich verdächtigen Umverteilungsmaßnahmen genannt: Vermögenssteuer wieder einführen und Abgeltungssteuer, Erbschaftssteuer und Einkommenssteuer rauf. Also hat es mir nur mittelmäßig gefallen.

    Gestern habe ich dann mit ,,Armut in Deutschland“ angefangen. Schon besser, weil es sachlicher und emotionsloser geschrieben ist. Es räumt auch mit manch falscher Stimmungsmache in den Medien auf, die die Armut statistisch hoch- oder runterspielen wollen. Je nach eigenem Zweck: ,,Deutschland geht es gut“ (CDU) oder ,,In Deutschland war die Armut noch nie so hoch“ (Sozialverbände). 🙂

  37. Andrea

    Zum Arbeitsamt: Ich habe selber auch Kontakte zum Arbeitsamt, trotzdem will ich etwas Negatives schreiben: Ich selber war in meinem Leben genau einen Monat arbeitslos. In diesem Monat erhielt ich von dem Arbeitsvermittler Adressen, wo ich mich bewerben sollte. Keine davon war eine Stelle, zu der ich gepasst hätte. Als ausgebildete Lehrerin mit zwei Staatsexamina erhielt ich vor allem Adressen von Nachhilfeschulen, wo ich freiberuflich für einen Hungerlohn ein paar Stunden in der Woche hätte unterrichten sollen. Das war sicherlich nicht das, was mir vorschwebte, von der mangelnden sozialen Absicherung einmal ganz abgesehen.  Natürlich habe ich mir eine Stelle selber gesucht.

    Meine Schwester und mein Bruder, die beide für eine gewisse Zeit arbeitslos waren, berichteten beide, dass sie zu für sie nutzlosen Fortbildungen zum Thema Bewerbungsschreiben geladen wurden. Auch mein Bruder fand seine Stelle selber, bei der Konkurrenz seiner alten Firma, er hat es ein paar Mal dort versucht, bis sie eine Stelle für ihn hatten. Dort waren seine in der bisherigen Tätigkeit gebrauchten Fähigkeiten gefragt, so dass ihm auch ein guter Lohn geboten wurde.

    Ich will sagen, ich kann mir nach den gemachten Erfahrungen vorstellen, dass das Arbeitsamt nicht für jeden eine passende Stelle findet. Leider fehlt es manchen Leuten an Eigeninitiative oder an Selbstbewußtsein und manchmal auch tatsächlich an gesuchten Fähigkeiten, sicherlich manchmal auch an Bereitschaft, eine Stelle mit geringem Prestige anzugehen. Alle wollen mindestens im Büro sitzen.

     

  38. Mark85Mark85

    An Tim: Ja, mein Herz gehört auf jeden Fall den Schwerkranken und Behinderten. Ich bin froh, dass es ein soziales Auffangnetz gibt. Dafür zahle ich gern Steuern. Meines Wissens ist dieses in den USA nicht so ausgeprägt. Dort läuft mehr über private Iniativen. 😉

    Faule oder sich zu sehr selbstbemitleidende Menschen gibt es wohl überall. In diesen Fällen machen Sanktionsmaßnahmen durchaus Sinn.

  39. Rainer ZufallRainer Zufall

    Hallo Tim, bin gerade auf dem Heimweg und höre den Podcast vom Finanzrocker mit Dir…gefällt mir gut.

    Wäre doch auch ne schöne Sache…eine regelmässige Gesprächsrunde mit Dir und…

    Grüsse.

     

  40. Mark85Mark85

    An Mattoc: Auf jeden Fall ähnlich in manchen Grundaussagen, wenn ich Ralfs Text mit Tami vergleiche. 😉

    Tami: ,,Wer Hartz4 in Deutschland bezieht, kein Auto benötigt und die Wohnung bezahlt bekommt, kann im Prinzip auch finanziell unabhängig sein. Wer dann noch intelligent genug ist um Sport zu treiben und sich selbst weiter zu entwickeln hat oft ein glückliches Leben. Vor allem wenn er vorher sein Vermögen in Gold und Silber in Sicherheit gebracht hat…..“

    Tami: ,,Finanzielle Unabhängigkeit lässt sich auch über Nutzung des deutschen Sozialsystems realisieren. Ich kenne Beispiele die das erfolgreich leben und ein sehr glückliches Leben führen. Ob das erstrebenswert ist bleibe jedem selbst überlassen. Unser System ist absolut wertvoll und richtig für wirklich Bedürftige, lädt meiner Meinung nach aber durchaus auch zum Missbrauch ein.“

    Tami: ,,Und wer wie vermutlich einige vorher sein Vermögen in Gold versteckt hat (Tafelgeschäft), hat nach der Hartz4-Phase noch Vermögen zur Verfügung. Gold kriegt man immer los, dafür gibt es auch in anderen Ländern genug Möglichkeiten. Die Stückelung sollte eben gut gewählt werden.

    Illegal aber mit Sicherheit machen das einige so. Hinzu kommt das Hartz4-Empfänger eine Wohnung bezahlt bekommen. Angesichts stark steigender Miet-Preise nicht zu verachten. Wohlgemerkt: Das System hat seine Berechtigung! Aber es lädt eben auch zum Missbrauch ein.

    Ich kann daher etliche arbeitenden Leute verstehen, die nach Abzug von Pendel- und Wohnkosten nur wenig mehr haben und deswegen ihr Missfallen bei dem Thema äußern. Für Geringverdiener kann Hartz4 bei optimaler Nutzung (wie regelmäßig Sport treiben, Weiterbilden, die Natur genießen, aber auch illegale Schwarzarbeit) leider durchaus eine Option sein. Auf Kosten der Allgemeinheit.

    Wir kennen eine Familie mit Hartz4. Alle deren Kinder gehen in den Geigenunterricht oder Reiten (bei unseren Kindern finanziell nicht drin). Sie fahren jedes Jahr in Urlaub und haben sich kürzlich einen VW Touran für 10.000 € gekauft. Der Mann ist studierter Informatiker! und findet angeblich keinen Job (war bei Siemens)……

    Der Staat ist hier gefordert andere Anreize zu setzen.“

     

     

  41. Mark85Mark85

    An Tim: Die markanten Stichwörter (Hartz 4 ist finanzielle Unabhängigkeit, Auto, Sport, Bibliothek, ALG1, bezahlte Wohnung, Sozialmissbrauch, H4-Kinder kriegen X und Y und ich nicht usw.) waren einfach zu auffällig. 😉

    In einigen Punkten liegt er sicherlich nicht komplett falsch, aber was wird damit bezweckt? Aufstachelung?

  42. Mattoc

    Ich mag diese politische Hetze gar nicht. Es geht mir tierisch auf den Senkel und gehört imho genauso wie Jammern nicht in diesen schönen Blog.  😉

  43. pommes

    @Mark85, was er damit erreichen will? Ich vermute er findet es einfach lustig zu sehen wie ihr alle über das Stöckchen springt was man euch hin hällt. Das klappt ja auch seit Wochen wunderbar, ein paar Sätze mit ominösen Andeutung und es geht ab wie nichts, manche Leute habe daran Spaß den Hühnerstall aufzumischen. Der Beitrag von Gabriele da oben nimmt ja wohl auch keiner ernst (hoffentlicht). Würde mich nicht wundern wenn der Beitrag eine gleiche IP hat wie andere Trollbeiträge hier ;). Don’t feed the trolls!
    Viele Grüße Pommes

  44. chaostrader

    Kenne auch so einen Fall von H4-FU. Junge Frau Anfang 20, halbes dutzend abgebrochene Lehren und Jobs hat es über die Psychoschiene geschafft an einen Behindertenausweis zu kommen und wird dadurch vom Amt nicht mehr belästigt. Hirnlos shoppen, iPhone, Beauty, Musicals am anderen Ende der Republik besuchen etc. geht aber trotz angeblicher Macke ohne Probleme. Bezahlt wirds vom Unterhalt der Eltern (durch Drohung den vom Amt einklagen zu lassen) und den jeweils momentan aktuellen Sugardaddy. Wenn sie 25 wird übernimmt das Amt komplett.

  45. Mark85Mark85

    An Pommes: Mattoc hat mich erst auf die Idee gebracht, mal Nachforschungen anzustellen. Ansonsten tausche ich mich grundsätzlich erst mal gern mit jedem aus. Ich lese z.B. auch gern Bücher, die komplett andere Ansichten als ich vertreten. Mich bringt jedenfalls nichts so schnell aus der Ruhe, falls dies bezweckt wurde. Gleich kommt erst mal Fußball. 😉

    Zu Gabriele: Sie macht keinen trolligen Eindruck auf mich. Es ist nichts Neues, dass wir in diesem Land eher über- als unterversichert sind. Ich finde es gut, wenn man auch über eigene Fehler und zukünftige Verbesserungen diskutieren kann. Auch ich bin nicht perfekt.

  46. pommes

    @Mark85, jo ich weiß, ist ja auch nichts schlimmes. Ich finde es klasse wie hier mit jedem respektvoll umgegangen wird und alles auch gerne das x’te mal erklärt wird. Bloß gerade in letzter Zeit kommt bei mir häufiger der Verdacht auf das es Leute gezielt ausnutzen und sich einen Spaß drauß machen. Es gibt auch Beiträge von Tami wo der der antwortet mit „Viele Grüße die Tami“ unterschrieben hat, ob sich da einer in seiner Doppelrolle enttarnt hat ;).

    Fussball gutes Stichwort, ab auf die Couch. Hoffe du hast ebenfalls einen schönen Abend…. in einem deutlich wärmeren Land als Deutschland ;).

  47. Mattoc

    @Pommes

    Gabrieles Beitrag ist lustig. Ich habe diesen Beitrag zum Anlass genommen und auch gerade mal mein Excelsheet aufgemacht, um zu prüfen, warum bei mir nichts finanziell hängen bleibt am Ende des Jahres.

    Habe festgestellt: Ich bin total überversichert. Ich könnte alleine durch Kündigung meiner Hausratsversicherung ca. 200.000 Euro im Jahr sparen, die dann als Sparrate in meine Altersvorsorge fließen sollen.

    Habt ihr alle Vorschläge, was ich mit dem Geld machen soll? Ich könnte mich doch am Produktivkapital beteiligen, oder? Ganz rational nicht emotional. Mit Plan. Eine Dividendenstrategie?

    PS: Fußball ist an. 🙂

  48. pommes

    @Mattoc, exakt das habe ich auch gemacht und musste mit erschrecken feststellen, dass durch die Kündigung und die Rückzahlung ich schon theoretisch seit 5 Jahren finanziell frei bin, es aber erst jetzt gemerkt habe ;).

  49. Andre

    Gutes Artikel. Aber eine Sache lese ich nicht: Wer ist wirklich reich wenn man sterbt?

    Was ist dein einiger Trost im Leben und im Sterben?

    Dass ich mit Leib und Seele, beides, im Leben und im Sterben, nicht mein, sondern meines getreuen Heilands Jesu Christi eigen bin, der mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkömmlich bezahlt und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöst hat und also bewahrt, dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Haupt kann fallen, ja auch mir alles zu meiner Seligkeit dienen muss. Darum er mich auch durch seinen Heiligen Geist des ewigen Lebens versichert und ihm forthin zu leben von Herzen willig und bereit macht.

    // Heidelberger Katechismus Frage 1

    Mann kann reich sein, aber wenn Gott Krankheit sendet im Koerper ….

    Ja, ich bin auch Sparsam [ich bin Calvinist und Calvinisten sind Sparsam und fleissig]. Muss auch mit 6 Kinder. Ich bin Niederlaender und kaufe viel in Deutschland. Repariere viel selbst. Bei 50% Angebote [gibt es regelmaessig in die Niederlande] nehme ich viel auf lager, suche immer  guenstige Ferienhauser in Deutschland, usw. In Deutschland gibt es sehr guenstige Hauser [minder dan 50% von Niederlande] und wenig Steuer [z.B. Fahrzeuge], aber daentgegen gibt es in West-Niederlande hoehere Einkommen.

    Aber mit al das Geld muss mann auch andere Leute in Not hilfen. Von Bill Gates ist es bekannt dass er auch viel an gute Ziele gibt. Mann muss auch geben koennen. Ich weiss das es viel „gute Ziele“  gibt wo viel Geld verbrennt wird. Da soll man fuer aufpassen.

     

     

     

  50. Mark85Mark85

    An Andre: Respekt für deinen Wortschatz. Manche Sätze musste ich 2-mal lesen, um sie zu durchdringen.

    Ich selbst bin nicht gläubig, aber stimme deinem letzten Absatz vollumfänglich zu. Mein Ziel ist es seit längerer Zeit, mit steigendem Vermögen immer mehr zu spenden und generell großzügig gegenüber anderen Menschen aufzutreten. Meistens gelingt mir das in meinem Alltag. 😉

    Minimalistische Kapitalisten mit Herz und Calvinisten scheinen ähnlich zu ticken. 😀

    Ich habe gerade folgende Aussage entdeckt: ,,Wer 5 Schillinge „verliert“, verliert nicht nur die Summe, sondern alles, was damit bei Verwendung im Gewerbe hätte verdient werden können, – was, wenn ein junger Mann ein höheres Alter erreicht, zu einer ganz bedeutenden Summe aufläuft.“ (Bd. 1, S. 40–42)

    Hammer, das ist kapitalistisches Denken (Kapitalakkumulation) in Reinkultur! Ich sollte mir den Calvinismus wohl doch mal genauer anschauen. 😉

  51. Andre

    Ja, Entschuldigung fuer meine Deutsche Sprache; ich bin Niederlaender.

    In der Bibel steht das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus.  Da muss man auch an denken.

    Ich war auch nicht glaubig und kann auch nicht aus eigene Kraft glauben; der Glaube wird durch Gott geschenkt [Vorbestimmung usw]. Vielleicht dass die viele Youtube videos von Prof. John Lennox [Oxford] vielen ueberzeugen koennen:
    z.B. https://www.youtube.com/watch?v=vprPveki68A

    Ich meine nur zu sagen: Was ist das ware Glueck ..?

    Ich hatte eine sehr gute und freundliche Zahnartz in Duisburg. Er hat viel Geld verdient. Aber sehr ploetzlich hat er Krebs bekommen und in wenige Monate war er gestorben [rund 50 Jahr].  Natuerlich kennt jeder dass aus seine eigene Umgebung.  Mann muss relativieren.  Viele Leuten leben ob mann hier das des ewigen Leben hat.

    Wenn alles um Geld dreht: dann hatte ich vielleicht kein Kinder [jetzt habe ich 6 Kinder] und ware ich nicht verheiratet. So kann man doch auch nicht denken.

    Natuerlich bin ich in alles sehr Sparsam. Aber die Heizung steht normal auf 20 Grad. Dass heisst ich spare nicht durch in eine kaltes Haus zu sitzen:).

     

     

     

     

     

     

  52. Mattoc

    Der Zahnarzt hatte sicher auch Familie. Wenn er sparsam gelebt hat, wird es seiner Familie nun gut gehen, da sie sein Geld erben.
    Geld ist auf Erden wichtiger als der Heiland. Mit Geld kann man konkrete positive Dinge bewegen.
    Und wenn es einen Heiland gibt und ich irgendwann vor ihn trete, dann wird er erkennen, dass ich nicht anders denken konnte zu Lebzeiten. Er wird Verständnis haben.
     

    Ich freue mich auf einen neuen Artikel, Tim.

     

  53. Mark85Mark85

    An Andre: Nein, das war positiv gemeint. Ich wünschte, ich könnte mich in einer Fremdsprache auch so toll wie du ausdrücken. 😉

    Du schreibst: ,,Viele Leuten leben ob mann hier das des ewigen Leben hat.“

    Ja, das stimmt. Man kann so viele Konsumgüter in seinem Leben anhäufen, wie man möchte, aber nichts davon ins Jenseits mitnehmen.

    Deshalb versuche ich heute so zu leben, wie ich es mir später am Sterbebett wohl vorstellen werde. Geld ist natürlich nicht alles, aber in unseren kapitalistischen Gesellschaften ein wertvolles Gut. Wenn man es sinnvoll einsetzt und gleichzeitig genügsam lebt, kann man sich damit sehr viel Freiheit und Freizeit erkaufen. 🙂

     

     

  54. Mark85Mark85

    Oli garch: Danke, werde ich mir anschauen.

    Ich möchte euch folgenden Dialog nicht vorenthalten, den ich gerade entdeckt habe:

    Ecua schreibt: ,,Bisher hatten wir den Kapitalismus, mit dem Sozialismus und den Kommunismus haben wir es ja noch nicht probiert in der freien Welt, sondern nur in totalitären Systemen.“

    M@ESW anwortet auf Ecua: ,,Weil der Mensch ein egoisitsches Schwein ist und vom für den echten Sozialismus/Kommunismus benötigen Altruismus meilenweit entfernt ist. Daher ist die bestmögliche Umsetzung dieser Konzepte eben ein totalitäres System das den Menschen mit Gewalt versucht dazu zu zwingen. Näher kann man mit dem Menschen nicht da ran kommen.“

    Ich musste Tränen lachen, als ich das gelesen habe. Das Internet ist manchmal echt krank. Danke, dass ich euch hier habe! 😀 😀 😀

  55. Gabriele

    Hallo an alle die mir geantwortet haben,

    da meine Rechnung bezüglich der Versicherungen unserer Familie mit 2 erw. Kindern und einem Handwerksbetrieb angezweifelt wurden, hier die Zahlen.

    Mein Mann ist privat krankenversichert und zahlt nicht mehr in die gesetzl. RV ein. Dies vorweg:

    Ich habe sämtliche Versicherungen der gleichen Art zusammengefasst:

    KV              750,65€

    UV              239,81€

    RV             1661,49€

    LV               284,94€

    Haftpflicht 134,67€ auch Betriebshaftpflicht und Grundbesitzer

    Gebäudev.    60,15€

    Hausrat         13,76€

    Kfz                255,66€ 9 Stück viele Anhänger

    RS Fzg              8,06€

    Summe       3409,19€ X 12 =40.910,28 € p. a.

    Dies entspricht dem durchschnittlichen zu versteuernden Enkommen meines Mannes der letzten 10 Jahre. Trotz extrem sparsamen Lebensstils ist somit ansparen nur schwer möglich. Natürlich stehen Rückkaufswerte von über 200000 € zur Verfügung nach 30 Jahren einbezahlen allerdings sehr wenig, wie ich finde.

  56. Kia

    An Gabriele:

    40 000€ im Jahr für Versicherungen klingt aber auch echt verrückt. Das man bei ungünstiger Ehekombination einen großen Teil seines Haushaltseinkommens an KV bezahlt war mir bekannt. Wobei der Posten bei euch mit 750€ noch ganz moderat aussieht im Gegensatz zur RV.

    Rentenversicherung für 1660€ im Monat, muss ja dann schon mehr sein, als das was bei euch zum Leben bleibt. Wie kommt man auf die Idee so eine Zahlungsverpflichtung einzugehen. Das sind in 30 Jahren fast 600 000€. Und nun das ganze für 200 000€ zurück kaufen?

    Ich glaube ihr braucht einen Profi. Das einfach so kündigen würde ich nicht.

    Auf jedenfall interessant. Leider bin ich da etwas Ahnungslos.

     

     

     

     

  57. Holzwurm

    Ich hätte große Probleme damit, wenn eine 28-Jährige in Österreich oder Deutschland in Rente ginge, so wie es die Dame in den USA gemacht hat. Nicht, weil sie in den paar Jahren Berufstätigkeit ein unverschämt hohes Gehalt bekommen hat, das ihr ja trotzdem gegönnt sei. Sondern, weil sie auch der Allgemeinheit etwas für die tollen Rahmenbedingungen, die sie mit großteils kostenloser Infrastruktur und geringen Studienkosten erhalten hat, zurückgeben sollte. Und nicht dann auf der faulen Haut liegt und vielleicht ein paar Stunden ehrenamtlich arbeitet, aber ok, sieht jeder ein wenig anders.

  58. Christoph

    @Gabriele´: Also da ihr diese Summen ja bezahlt habt ihr auch ein hohes Einkommen. Ist mit RV die gesetzliche gemeint? Dann habt ihr ein extrem hohes Einkommen.

    Wegen Arbeitsamt: Ich war mal 3 Monate arbeitslos. Habe nach Jobs gefragt (bekam 2 Adressen zum bewerben) als Weiterbildung zB SAP gab es nix..

    Dann hatte ich einen Termin beim Amt. Im kaufmännischen Bereiche gäbe es derzeit nichts aber wie wäre denn Sicherheitsdienst? Ich sagte mir: besser als weiter nix zu machen und parallel weiter suchen.

    Also sagte ich ja. Ich fuhr nach Hause, geh an den PC und finde einen Job im kaufmännischen Bereich auf der Seite vom Arbeitsamt!!!!!!! und den habe ich nun seit über 13 Jahren.

     

    Da sieht man doch wie unorganisiert der Laden ist bzw was da teilweise für Betreuer sind/waren.

     

     

  59. KM

    @Christoph

    Auch meine Erfahrung. Die Jobangebote vom Amt konnte man in der Pfeife rauchen. Ansonsten besser rumfahren und sich vorstellen und nachfragen.
    Dann kann es passieren das man von der Stelle weg Arbeit bekommt. Und man dort am nächsten Tag schon anfängt. Ist mir mehrfach passiert.

  60. Gabriele

    @Christoph
    Nein, aus der gesetzlichen RV ist mein Mann seit vielen Jahren raus, alles privat. Er war bis jetzt jedoch top abgesichert mit riesiger BU (3500 €) pro Monat etc.Es sind mehrere Verträge, auch von mir ist noch eine private RV mit drin. Jährlich 5 % Progession in den Beiträgen, was den Beitrag schnell steigen lässt.

  61. chaostrader

    Ich glaube Gabi bringt hier irgendwie Betriebsausgaben und Privatgelumpe durcheinander. Na gut, Handwerksbetrieb…

    Lasst Euch mal von der HWKund anderen Profis helfen, so kanns ja nicht weitergehen.

  62. pommes

    @gabriele, danke für die Aufschlüsselung, für mein Empfinden wird hier Sparen/Vorsorge (eure Rentenversicherung) und klassische Versicherungsaufwendungen vermischt. Eure Vorsorge Aufwand sind ja schon einmal die ersten 20.000. Das ist eine tolle Sparsumme pro Monat, leider geht diese anscheinend in ein ineffizientes Produkt, was man da machen sollte: nichts überstürzen, holt euch Hilfe die euch aufzeigen können was man in diesen Fällen machen kann, auflösen für 200000 scheint ja nicht sehr attraktiv zu sein.

    Die restlichen Versicherungen sind in der Tat eine Vermischung von Betriebsausgaben und privaten Versicherungen. Ob man eine LV und UV benötigt muss jeder selber entscheiden. Einzelnd betrachtet sind die Versicherungspolicen aber gefühlt nicht sehr teuer.

  63. Jessica

    @Holzwurm und die ganzen anderen Neider,

    die jungen Damen und Herren haben bei einem Verdienst im Millionenbereich schon jetzt mehr an die Allgemeinheit zurückgegeben (STEUERN) als ihr es je werdet. Noch dazu ist ein Studium in den USA nun wirklich nicht kostenlos…

  64. Ralf

    Der Troll ist auch wieder da! Aber auch als Troll stehe ich zu meinen Beiträgen….

    Und gleich eine Trollfrage weil mir im Zusammenhang mit dem Thema sparen etwas aufgefallen ist: Warum wirken sich eigentlich Kinder fast nicht steuermindernd auf der Lohnabrechnung aus?

    Würde mich einfach mal interessieren, unabhängig davon, was es sonst so an vielen Förderungen für Familien wie Kindergeld etc. gibt. Das ist mir aufgefallen, als ich z.B. einen Bruttolohn von 5.000 € in einem Online-Lohnrechner bei Steuerklasse 3 einmal ohne Kinder und einmal mit 2 Kindern berechnet habe. Der Unterschied liegt nur bei 18 € Netto.

    Liegt das am Steuersystem? Was bringen dann diese Kinderfreibeträge überhaupt? Und wie ist das so in den USA zum Vergleich?

    Der Troll dankt für Informationen!

  65. Michael

    Wieso sollte man wenn man Kinder bekommt auch noch ein höheres Gehalt bekommen? Man bekommt doch eh Kindergeld, Familenbeihilfe usw. usf. Ist doch wie ein höheres Gehalt.

    Wenn ich mir einen Hund anschaffe bekomme ich doch auch nicht deswegen ein höheres Gehalt.

    Möchte nicht einen Hund mit einem Kind gleichsetzten aber es liegt ja im eigenen Ermessen ob und wieviele Kinder man bekommt.

    Die hier oft genannten Ausländer, die den Staat abzocken, bekommen doch auch nur so viel weil sie so viele Kinder im Schlepptau haben.

    Bekomme auch 10 Kinder dann bekommst du ein paar 1000€ Kindergeld 😉

  66. Kia

    An Ralf: ganz einfach, weil Familien nicht zur Zielgruppe der Parteien gehören. Die CDU wird überwiegend von Rentnern gewählt, also kümmern sie sich um diese Wählergruppe. Die Linke und Grüne konzentriert sich auf ihre Gruppe der Transferleistungsbezieher und die FDP überwiegend auf die Unternehmer. Eine Partei, die Familien als Zielgruppe hat ist mir nicht bekannt.
    Und über Steuern wird nunmal „gesteuert“.

  67. Mark85Mark85

    An Ralf: Meines Wissens gibt es Kindergeld und Kinderfreibetrag. Durch eine Günstigerprüfung kann festgestellt werden, welche Leistung sich günstiger auf einen auswirkt. Bitte um Korrigierung, falls ich falsch liege.

    Gerechtigkeit ist immer eine subjektive Empfindungsweise. Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, hast du die Möglichkeit, dich juristisch, gesellschaftlich und politisch für deine Belange einzusetzen.

    Mir passen manche Dinge auch nicht, aber so ist das in unserem gesellschaftlichen und politischen System nun einmal. Man wird es niemals allen recht machen können.

    Was dich persönlich auf jeden Fall nicht voran- und weiterbringt, ist deinen Frust auf andere Bevölkerungsschichten abzulassen. 🙂

  68. Joscek

    Wenn die mit acht in rente geht …..dann geht sie mich acht in rente….. Wenn ein anderer mit 60 in rente geht dann geht er mit 60 ….was soll sie welcher allgemeinheit zurueckgeben…..wenn die im dreck liegen wuerde wuerden die meisten noch drauftretten….scheinbar war sie so intelligent hatte glueck und jetzt ist sie zufrieden…..das gejammere….das sei ungerecht ist traurig und laecherlich….. Wenn es das eigene kind waerewuerde keiner sagen….was du willst rente geh….du nochmal fuer die allgemeinheit schaffen…

  69. Ralf

    Mark85: Danke! Das war nun echt eine Wissensfrage, da mir der Zusammenhang mit dem Kinderfreibetrag nicht klar ist. Nicht zu viel rein interpretieren!

  70. June

    Hallo Gabriele,
    ich mag die ein wenig Hilfestellung geben. Zuerst solltet ihr in betriebliche und private Versicherungen unterscheiden.
    Betrieblich absetzbar sind alle betrieblich bedingte Versicherungen und die Rürup Rente. Diese zahlt ihr unversteuert aus den Firmeneinnahmen.
    Die anderen Versicherungen aus eurem versteuerten Einkommen.
    Die private Krankenversicherung ist in der Höhe ab ca. 50 Jahren üblich. Unfallversicherung kommt mir extrem hoch vor, dass solltest du von eine unabhängigen Versicherusgsmarkler prüfen lassen. Das kostet zuerst mal Geld bring dann aber bestimmt Einsparungen. Bei der Lebensversicherung muss geprüft werden ob ihr noch Schulden habt und wer bzw. was abgesichert werden soll? Ob es Kapital- oder Risikoversicherungen sind? Wie hoch der Garantiezins ist, falls es sich um eine Kapitallebensversicherung handelt. Es gibt Altverträge mit 3,5 und 4,5 Prozent, da sollte man eine Kündigung genau abwägen. Beitragsfreistellen ist dann immer besser.
    Nun zur Rürup Rente. Hier muss man beachten, dass dies eine Möglichkeit ist, dass sich Selbstständige rentenversichern. Die Beiträge sind voll als Betriebsausgeben abziehbar, dadurch versteuert man diese Beiträge erstmal auch nicht. Hier kann dir ebenfalls nur eine unabhängige Beratung helfen und ganz wichtig den Steuerberater immer miteinschalten. Denn wenn diese Betriebsausgabe wegfällt steigt auch die Steuerlast des Betriebes. Je nach Fall kann es durchaus günstiger sein Rürup weiterzuzahlen, weil ihr so quasi das Geld nicht für Steuern ausgebt.
    Betriebshaftpflichtversicherungen sind teuer, ohne geht es aber nicht. Und bei der KFZ Versicherung macht es eben die Menge.

    Also trenne zuerst die privaten von den betrieblichen Aufwendungen. Und dann holt euch kompetente Hilfe.

    @pommes, gut erkannt. Hier werden Aufwendungen und private Ausgaben vermischt.

    @Mark85,

    genau so funktioniert es mit dem Kindergeld. Die Kinder wirken sich in den Lohnsteuerklassen erstmal fast nicht aus, im Gegensatz zum Ehegatten, da man ja das Kindergeld erhält. Dann beim Lohnsteuerjahresausgleich wird durch die Günstigerprüfung ermittelt, ob man mit Kinderfreibeträge oder Kindergeld besser gestellt wird. Je nach Einkommen wird der günstigere, also höhere, Betrag berücksichtigt. Da man aber erstmal Kindegeld bekommt und die Günstigerprüfung oft gar nicht bemerkt, meinen viele Familien es gäbe keine Entlastung für Familien. Dabei ist genaugenommen das Kindergeld bereits die steuerliche Entlastung.

    Take care
    June

    Toller Beitrag Tim

  71. Mark85Mark85

    An June: Na dann lag ich als praxisfremder Kinderloser mit meiner Erklärung doch gar nicht so falsch. Wir könnten uns nun über gerechte Kindergeldhöhen unterhalten, aber es würde wahrscheinlich jeder eine andere Zahl nennen. Auf jeden Fall gönne ich jedem Kind sein Kindergeld.

    Grundsätzlich kann man wohl festhalten, dass jeder gern mehr Geld in seinem Geldbeutel hätte. Manche äußeren Gegebenheiten kann man aber nicht direkt beeinflussen, also sollte man versuchen, das Beste aus seiner jetzigen Situation zu machen. 😉

     

     

  72. Ralf

    Was ist eigentlich von Zahnzusatzversicherungen zu halten? Sinnvoll oder besser in Aktienfonds anlegen für schlechte Zeiten? Oder auch Pflegetagegeldversicherungen? Macht so was im jüngeren Alter Sinn? Da ist man ja gesundheitlich noch weniger belastet und bekommt leichter eine Versicherung?

    Oder dienen solche Versicherungen letztlich nur den Versicherungen? Bei einer Zahnzusatzversicherung kommen z.B. ja auch ordentliche Summen zusammen im Laufe der Zeit.

  73. Freelancer Sebastian

    Mark85:

    Gerechtigkeit ist immer eine subjektive Empfindungsweise. Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, hast du die Möglichkeit, dich juristisch, gesellschaftlich und politisch für deine Belange einzusetzen.

    Was dich persönlich auf jeden Fall nicht voran- und weiterbringt, ist deinen Frust auf andere Bevölkerungsschichten abzulassen

    Genialer Kommentar! Danke dafür.

  74. Fabian S.

    Danke für das Nichtbeantworten meiner Frage!!!!!!

    Kenne ich so von Dir nicht, Tim.

  75. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fabian,

    Tim ist doch nicht der Erzähl-Onkel aus Übersee. Kannst doch einfach googeln.

    Es gibt bei Obamacare verschiedene „Erstattungs-Pläne“. Beim Silver plan hat man 30% Selbstbehalt der Kosten und die Beiträge sind bei $4,472 im Jahr gedeckelt (9.5% des Einkommens). Also eine Beitragsbemessungsgrenze.

    Wenn man bis unter 138% der Armutsgrenze verdient (für 2017 gleich $24,600 Familieneinkommen), dann zahlt man nix. Also bei Verdienst von weniger als $16,394 (oder $33,534 für Familie zu viert).

    Bis unter 250% der Armutsgrenze ($29,425 – $60,625 für Familie zu viert), sind es 8.05%.

    Bis unter 400% der Armutsgrenze ($47,080 – $97,000 für Familie zu viert), sind es 9,5%.

    (Quelle)

    Wenn er Dir konkret seine Kosten sagt, dann lässt das ja auf das Einkommen schließen. Ich wäre z. B. auch neugierig, wie viele Tausender er für seine Wohnung an Property Tax zahlen muss. 😉

    Kann mir auch nicht vorstellen, dass man mit Wohneigentum keine „Property Insurance“ abschließt. Kann man je wenigstes bei Geico machen, als BRK Aktionär.

    MS

  76. Fit und gesund

    @Claus,

    huhu, nächste Woche gibt ja Lohn, ich plane nun tatsächlich H&M-Aktien zu kaufen, 120 Stück, also mal eine klitzekleine Tranche, die Dividenden sind gut und auch währungstechnisch gesehen der Diversifikation dienlich, meine Frage, immer noch ein gutes Investment? die Aktie scheint nicht unbedingt sehr beliebt zu sein und somit evtl. gerade ein guter Einstiegszeitpunkt.

    schönes Wochenende Dir

    und natürlich den Anderen auch. 🙂

  77. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S.

    Sorry, Fabian. Habe ich vergessen, Dir zu antworten.

    „Hallo Tim, klasse Artikel!

    Du sagst Du hast nur eine Krankenversicherung. Wie ist das eigentlich in den USA? Wieviel zahlt man dafür und muss man nicht fast alles privat bezahlen. Kenne ja nur unser deutsches System.

     

    Und was ist mit einer privaten Haftpflichtversicherung? Die ist in Deutschland die wichtigste Versicherung überhaupt. Damit man nicht die eigene Existenz gefährdet durch einen Schaden!“

    Meine US-Krankenversicherung kostet um 350-400 Dollar im Monat. Jeder Arztbesuch kostet 50 Dollar aus eigener Tasche. Der Rest wird in der Regel von der Kasse bezahlt. Bei Medikamenten kann eine Zuzahlung nötig sein. Hängt vom Einzelfall ab. Die Krankenversicherung gilt weltweit – auch im Urlaub.

    Haftpflicht habe ich keine. Ich stelle mir folgende Fragen: 1. Was kann so Dramatisches passieren? 2. Wie oft passiert so etwas? 3.Kann die Versicherung im Schadenfall versuchen, sich zu drücken?

     

    @ Dennis

    Hotels sind teuer in NYC.

    1. Ich würde auf Kayak in der Hotelrubrik schauen, um einen Überblick zu haben.
    2. Google „YMCA Hotel New York“. Das ist alles sehr einfach. Eine Art Jugendherberge. Das Gute ist: Es ist bezahlbar.
    3. Überlege AirBnB zu machen. Eventuell in Harlem. Nehme dann die U-Bahn zur Stadtmitte.
    4. Ein Freund ist von der App „Hotel Tonight“ begeistert. Dort gibt es jeden Tag lastminute-Hotelzimmer. (Ist aber immer noch recht teuer, finde ich.)

    @ Matthias

    Du kennst Dich gut aus. Ich bin nicht direkt über ObamaCare versichert. Sondern außerhalb des Systems. Ja, Steuern sind teuer für Immo-Besitz in NYC. Das Gute ist: Du kannst sie von der Steuer absetzen:
    https://www.irs.gov/publications/p530/ar02.html
    Diese Hauseigentümerversicherung wird in der Tat empfohlen.

  78. Christoph

    @Fit und Gesund: Also für mich wäre H&M nix.

    Ausschüttungsquote von 87%! Da bleibt kaum Luft für Steigerungen.

    Dividenden ist mit 3,89% aber in Ordnung. Allerdings auch nur einmal im Jahr.

    Wie läuft das denn mit der schwedischen Qsteuer ab?

    Also ich denke da gibt es bessere Aktien in die man investieren kann. Wobei mir in Schweden nicht wirklich was gefällt um ehrlich zu sein.

     

     

  79. Fit und gesund

    @Christoph,

    Dividenden sollen im Mai und November ausgeschüttet werden, schwedische Quellensteuer ist hoch, denke 30% (kann man einen Teil wieder zurückholen, ist aber aufwändig)

    liebe Grüsse

  80. Christoph

    @Fit: Wieso fällt denn deine Wahl auf H&M ? Ich bin neugierig…

    Mode ist ja eh heikel. Und dann noch die Quellensteuer..

    Andererseits ist H&M natürlich echt groß.

  81. Charly

    Da freuen sich doch die Erben!! Geizkrägen sind die besten Erbonkel. Ich leiste mir gerade einen schönen Urlaub und habe ein neues Auto bestellt auf Kosten eines Verwandten, der sich nie etwas gegönnt hat. Oh gäbe es nur mehr davon!!

  82. Fit und gesund

    @Christoph,

    Quellensteuer in der CH ist auch 35%, kann ich aber zurückfordern…und in USA ziehen sie mir auch 30% ab, also wo ist da der Unterschied für mich?

    sonst viel Eigenkapital vorhanden und grosses Unternehmen,

    die Klamotten würd ich selber nicht tragen, aber für die Jungen ideal,

    möchte eben vermehrt Konsumaktien (mir fehlen aber noch die Saufaktien) und Medizin/Pharma,

    alles schön verteilt auf mehrere Währungen, Länder,

    sicher nicht so US-lastig aus bekannten Gründen, auf die ich nicht mehr eingehen werde,

    Claus hat diese Aktie mal empfohlen, sein System der Geldanlage gefällt mir sehr gut, daran möchte ich mich orientieren, wobei ich aber dennoch auf ETF’s UND Einzelaktien setzen werde, ebenso bisschen Gold, das ist dann mein System und dabei bleib ich auch.

    Und jetzt geh ich Laufen, morgen ist wieder Shit-Wetter angesagt.

    @Charly,
    mach man, und noch viel Spass dann beim Ausgeben 🙂

  83. Christoph

    @Fit: Hat die Schweiz kein Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA??? Kann ich mir gar nicht vorstellen irgendwie.

    Bei uns in D werden dann nämlich keine 30 sonder 15% abgezogen (diese wandern in den Topf ausländische Quellensteuern) dann wird mit dem Kurs umgerechnet und dann die 10% deutsche Kapitalsteuer wenn kein Freibtrag mehr übrig ist. Ist der verbraucht geht es aber zunächst an den Topf mit den Qsteuern. Und erst dann kommen die vollen 25% zu Tragen.

    Aber mehr als 25% sind es nie.

     

    Nur (mal wieder aus Neugierde) zum Verständnis. Bekommst du bei US Aktien 30% abgezogen und dann noch 5% für die schweiz oder nur die 30% USA und mehr nicht?

    Ja Wetter ist echt blöd. Ich geh nachher auch mitm Wuff wieder raus

     

     

  84. Heinz

    @Fit und alle

    Hallo,

    wenn schon Bekleidung im weitesten Sinne der Sektor sein soll…

    Wieso nicht V.F: Corp oder auch – und da bin ich die ganze Zeit am rätseln und recherchieren… L Brands Aktie WKN: A1T7NF ?

    Was haltet Ihr denn von denen ? Ich suche noch nach Gründen dafür und dagegen.

    Ich würde mich über Meinungen oder Hinweise freuen…

  85. Fit und Gesund

    @Christoph,

    nehmen wir mal JNJ, 25 Aktien, Dividende 0.8USD

    US-Quellensteuer 15% von 20USD = 3USD +

    zusätzlicher Steuerrückbehalt in nochmal der gleichen Höhe, macht also 30%, Rückforderung mit Formular DA-1 möglich…

    so wie ich das verstehe ist 1x 15% rückforderbar mit irgendwelchen Formularen, das werde ich dann nächstes Jahr sehen was ich damit mache. Die Schweiz hat mir nix abgezogen.

    wobei es bei Medtronic dann wieder anders aussieht.

  86. Dennis

    @ Tim

    Danke Tim für deine Tipps ich schaue mal bei Kayak nach und gegebenenfalls auch bei Airbnb.

    New York ist bestimmt eine Mega Stadt 🙂

  87. Claus

    @ fit und gesund

    Hallo, ich hoffe, Dir geht es ein bischen besser.

    H & M ist ein Top-Unternehmen mit starker Bilanz und es wächst nach wie vor rasant (wenn ich es richtig in Erinnerung habe, 437 neue Filialen 2016…).

    Das größte Problem ist momentan der starke USD, da der Wareneinkauf überwiegend in USD bezahlt wird, die Erlöse aber zu grossen Teilen in EUR und anderen Währungen hereinkommen. Das „relativiert“ die wahre Stärke des Konzerns. Da dies aber schon eine ganze Weile so ist, sollte dies inzwischen mehr als eingepreist sein.

    Worauf man noch achten sollte sind die Lagerbestände, die z.Zt. m.E. zu hoch sind. Bedeutet wohl: Rabattaktionen, um die Lager zu leeren, was kurzfristig etwas Rendite kosten könnte. So etwas ist nicht schön, kommt in dieser Branche aber immer mal vor. Ich sehe es nicht als längerfristiges Problem. Grundsätzlich ist H & M auf Kurs.

    M.E. sind hier in den nächsten 2-3 Jahren mind. 50% Rendite möglich. Ich überlege, nächste Woche ein paar Aktien dazuzukaufen, 600 habe ich schon.

    Dir auch ein schönes Wochenende und erholsame Urlaubstage.

    LG

  88. Fit und Gesund

    @Claus,

    danke für Deine Antwort, und danke, es geht mir ordentlich 🙂

    vielleicht haben die zu viele neue Filialen, denn wie kauft Frau Kleider?

    1.online, 2. planmässig mit Shoppingerlebnis,  3. zufällig, Laufkundschaft

    Kundin von Nr.2 klappert mehrere Läden ab und wird im ersten oder in mehreren Läden fündig, da nutzt es nix wenn H&M 2 Filialen in Konstanz hat z.B, die wird nur 1 Filiale aufsuchen,

    Kundin Nr.3 kommt zufällig an einer H&M Filiale vorbei, sind mehr Filialen da, dann ist die Chance grösser je mehr Filialen das sind.

    Die Lagerbestände scheinen immer irgendwie das Problem bei denen zu sein, aber gut, die Aktie ist tief gesunken, da werd ich mit meinem kleinen Portiönchen  schon irgendwann mal Kursgewinne sehen und die Dividenden kommen mir gerade recht,

    der März wird ein superguter Dividendenmonat für mich, selbstverständlich werde ich die Knete nicht verprassen sondern wieder anlegen,

    und dann müssen die Saufaktien in Angriff genommen werden und Techno, oder BHP Billiton, ich hab eine ellenlange Wunschliste 🙂

    und morgen schau ich eine kleine Wohnung an, nicht Konstanz, Umland, die Wohnungen sind soooo teuer in Konstanz, im Umland kosten die Wohnungen die Hälfte und bringen genau gleich viel Miete, ich beobachte das schon die ganze Zeit. Aber ich bin vorsichtig, ich stiere das nicht einfach durch, auch wenn mir die Miete helfen würde.

    Wünsch Dir auch ein schönes WE, liebe Grüsse

  89. Jonas

    Hallo zusammen,
    bevor ich meine Frage schreibe, eine kurze Vorstellung, da dies mein erster Beitrag hier ist und vielleicht auch zur Einordnung meiner späteren Frage hilft: Ich bin 24 Jahre alt und interessiere mich schon seit ca. 10 Jahren für die Finanzmärkte. Daher habe ich BWL studiert und arbeite seit ca. 2 Jahren im Risikocontrolling einer Bank.
    Auf passives Investieren bin ich das erste Mal bei Kommer gestoßen (traurig, dass in einem BWL-Studium passives Investieren mit keinem Wort erwähnt wurde) und war sofort angefixt. Habe mich seitdem weiter eingelesen und bin schließlich bei dem ARERO-Fonds (dws0r4) von Weber gelandet. Er stellt meiner Meinung nach für Menschen, die gerade erst mit dem Sparen anfangen und noch nicht so viel Erfahrung haben, um die Bilanzen großer Konzerne korrekt lesen und deuten zu können (ist das überhaupt jemals wirklich der Fall?), eine sehr gute Anlagemöglichkeit dar.
    Daher meine Frage: Gibt es hier auf dem Blog bereits eine Diskussion über dieses Thema oder habt ihr Meinungen zu dem Fonds?

    Falls der Fonds unbekannt sein sollte, nochmal kurze Hardfacts:
    0,5% TER, Anfang Februar Rebalancing, 60% Aktien (über den  MSCI Europa, den MSCI Nordamerika, den MSCI Pazifik und den MSCI Schwellenländer), 25% Renten (über den IBOXX Euro Sovereign), 15% Rohstoffe (über den Bloomberg Commodity Index Total Return 3 Month Forward).
    Für mich als Einsteiger überzeugen folgende Pros:
    – sehr breit diversifiziert
    – geringe Kosten
    – Sparplanfähig ohne Kaufgebühren (bei Blue Chip-Käufen würden prozentual sehr hohe Gebühren für mich anfallen)
    Contra:
    – vor dem Hintergrund meines langen Anlagehorizonts evtl. zu defensiv mit 25% Renten
    – Thesaurierender Fonds mit Sitz in Luxemburg – Steuerthematik
    – Swapprodukt

    Vielen Dank schonmal für all eure Antworten und vielen Dank für den Blog allgemein, habe hier die letzten Wochen bereits viele spannenden Diskussionen mitlesen können!
    Macht allesamt weiter so!
    VG Jonas

  90. Mark85Mark85

    An Jonas: Ich finde den Arero als Basisinvestition für ,,faule“ Anleger nicht verkehrt. Meines Wissens war er in den letzten Jahren steuereinfach, wobei sich die grundsätzliche Problematik mit der nächsten Investmentfonds-Steuerreform erledigt haben soll. Mischfonds mit einer Aktienquote von 60 Prozent sind als offensiv anzusehen. Die Einteilung ist ungefähr so:

    Bis 39 Prozent: defensiv

    Von 40 bis 59 Prozent: ausgewogen

    Ab 60 Prozent: offensiv

    Wenn du uns mehr über dich als Anleger erzählst und uns deine Wunschkriterien nennst, kann ich dir aus rechtlichen Gründen zwar keine Beratung, aber ein paar allgemeine Anregungen geben. 😉

  91. Andre

    Krankenversicherung [ohne Zahnarts] in die Niederlaende:

    – ab 75 Euro pro Monat fuer Erw.
    – Kinder unter 18: gratis

    Fuer meine Autoversicherung [nicht all risks] zahle ich nur 180 Euro pro Jahr.
    // 22 Jahre ohne Schaden

    Wohnhaus Versicherung [das Haus selbst] mit Werte von 475000 euro:  250 Euro pro Jahr.

    Was Aktien [und Anleihen] angeht: Es ist nicht so einfach. Mann muss starke Nerven haben. Denk auch damals an die Volkswagen Aktien. Mann kann auch viel verlieren. Ich habe Erfahrung mit Gewinn und Verlust.

    Mode: Steilmann und viele andere waren in Insolventz gegangen.

     

     

     

     

  92. pommes

    @jonas willkommen! Den Arero hatte ich mir damals auch angeschaut. Mich hatten aehnlich Gründe abgehalten. Bis heute meide ich Swapper, ich mag diese Art der ETF’s nicht (und bin quasi seit der ersten Dividendenzahlung begeistert über diese Art des Einkommens ;-)). Mittlerweile bin ich froh einen anderen Weg gegangen zu sein. Ebenfalls sehe ich persönlich diese Einproduktlösung kritischer als früher, du steckst dein gesamtes Geld in ein Finanzprodukt. Dies kann verändert werden nach dem Willen des Emittenten, es gibt keine Garantien das dieses eine Produkt so lange lebt wie du es braucht und auch können sich die Rahmenbedingungen (Staat/Steuern etc.) auch wieder negativ verändern.

    Aber an sich hat das Arero Prinzip was für sich, finds immer noch klasse, die Umsetzung war aber nicht meins. Vermutlich wirst du aber von jedem eine anderen Rat bekommen ;-).

  93. Fabian S.

    Hallo Tim,

    vielen Dank!

     

    Oh 350-400 Dollar monatlich klingt sehr viel. Ist das vom Verdienst abhängig oder pauschal unabhängig vom Verdienst?!

     

    Naja in Deutschland ist die private Haftpflichtversicherung die wichtigste Versicherung überhaupt.

    Denn falls Du z.b. in alltäglicher Situation beim Müll rausbringen bei Dir zu Hause z.b. aus Versehen einen Jungen auf dem Fahrrad verletzt und der so unglücklich stürzt, dass er mit schweren Kopfverletzungen ein Leben lang im Krankenhaus liegt, hast Du einen existensbedrohenden Schaden verursacht.

    Hat mir ein Anwalt erklärt. So weit hergeholt ist das nicht.  Passiert natürlich eher selten, aber das Risiko ist nur eben sehr hoch! Und eine Versicherung gibt es bei uns schon für 30€ im Jahr!

    Naja denke bei hohen Schäden versuchen sich Versicherungen immer zu drücken!

     

     

     

  94. Mark85Mark85

    An Fabian: Ich als absoluter Versicherungsmuffel habe eine PHV. Lieber zahle ich 30 Euro pro Jahr, als in einem zwar unwahrscheinlichen Ernstfall meine finanzielle Unabhängigkeit aufs Spiel setzen zu müssen.

    Das Gleiche gilt für Auslandsreisen: 8 Euro pro Jahr sind für mich ein Witz im Vergleich zu einer möglichen schweren Krankheit oder einem schweren Unfall im Ausland. Das muss noch nicht mal einen kostspieligen Rücktransport beinhalten, der zusätzlich zu Buche schlagen kann.

    Drauf gepfiffen, wozu gibt es passives Einkommen? Diese beiden Kleckerbeträge sind allemal drin. Schutz des passiven Einkommens durch passives Einkommen. 😀

  95. Andrea

    Ich sehe es wie Fabian und Mark. Ein existenzbedrohendes Risiko sollte versichert werden. Eine Privathaftpflicht sollte man haben. Es muss nur einmal ein Blumentopf von der Balkonbrüstung herunterfallen und einen Passanten treffen, o.ä., dann steht man ohne Versicherung schön blöd da.

  96. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andrea
    @ Fabian
    @ Mark85

    Die Frage ist: Wie oft fällt ein Blumentopf von der Balkonbrüstung auf einen Passenten?

    Meistens passieren allenfalls Kleinigkeiten. (Und selbst die passieren extrem selten, wenn Du kein Tollpatsch bist.) Kleinschäden zahle ich lieber selbst. Ich habe keine Lust als ein Bittsteller aufzukreuzen. Mir ist es lästig von anderen abhängig zu sein.

    Und große Beträge zahlen Versicherungen ohnehin kaum freiwillig. Sie ziehen jahrelang vor Gericht.

    http://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/ratgeber-versicherung/aerger-mit-der-versicherung-was-tun–wenn-der-versicherer-nicht-zahlt–3447642.html

  97. Mark85Mark85

    An Tim: Mir geht es um die Schwarzen Schwäne des Lebens. Die gibt es nämlich nicht nur in der Wirtschaft. Also Lebensrisiken, die zwar sehr selten auftreten, aber wenn sie auftreten, einen finanziell ruinieren können.

    Kleinschäden an dritten Personen oder eigene kleine Krankheitsfälle im Urlaub könnte ich zur Not auch aus der eigenen Tasche zahlen. Solche Fälle würde ich wahrscheinlich gar nicht erst den Versicherungen melden.

    Jedenfalls zahle ich die zirka 38 Euro pro Jahr gern. Das gehört für mich zur externen Portfolioabsicherung.

    Grundsätzlich denke ich, dass das Gesamtpaket passen muss. Die verschiedenen Bausteine des Lebens müssen aufeinander abgestimmt sein.

    Die Fokussierung auf die beste Rendite im Portflio bringt einem beispielsweise nichts, wenn man wegen Scheidung, Langzeitarbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder bereits genannten Dingen seine angestrebten finanziellen Ziele vorzeitig abbrechen oder bereits erreichte wieder aufgeben muss.

    Natürlich sind nicht alle großen Lebensrisiken abwendbar, oft aber durch Vorsorgemaßnahmen zumindest linderbar. Mit einem soliden Gesamtfundament unter den Füßen gerät man einfach nicht so schnell ins Wanken. So denke ich jedenfalls über den Lauf des Lebens. 😉

     

  98. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark85

    Das klingt vernünftig. Leuchtet ein. Aber das Problem ist: Die Versicherungen drücken sich vor großen Summen. Es kann sein, dass Du in einer Notlage keine Hilfe bekommst, sondern Dich jahrelang durch Gerichtssäle quälen musst.

    Das ist oft zu beobachten:

    http://www.auto-motor-und-sport.de/news/schadensregulierung-vorsicht-falle-7519494.html

    Als ich die 20 Millionen Euro zusammen hatte, habe ich alle Versicherungen gekündigt. Ich dachte: „Das brauchst Du dann nicht mehr. Das ist Pillepalle. (Haha. Das war ein Scherz mit den 20 Millionen Euro. Die Zahl ist aber gut. So gut, dass ich sie aufschreiben musste.)

  99. chaostrader

    Und große Beträge zahlen Versicherungen ohnehin kaum freiwillig. Sie ziehen jahrelang vor Gericht.

    So hart es klingt: das ist aber dann das Problem des Opfers und nicht mehr meins.

  100. Jonas

    @Fit und Gesund, Mark85, pommes:
    Wow danke für die genannten Punkte! Frugalisten waren mir bisher neu, danke für den Link. Ich finde den Punkt mit Risiko, wenn „alles Geld in einem Produkt“ ist auch sehr hilfreich. Genauere Ideen kann ich erstmal nicht beschreiben, ich bin noch in der Findungsphase und werde mich einfach konstant weiter einlesen. Danke euch und schönes Wochenende 🙂

  101. Mark85Mark85

    An Tim: Das ist natürlich nicht ganz auszuschließen, aber in der Mehrheit der Fälle wird wohl geleistet. Zu Privathaftpflichtversicherungen konnte ich keine Leistungsquoten finden, aber zu Berufsunfähigkeitsversicherungen, die ich als strittiger ansehe: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bu-versicherung-diese-versicherer-zahlen-a-1047662.html

    Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche freiwilligen Zusatzversicherungen er abschließt. Ich habe genau zwei. Somit habe ich weit weniger als ein Durchschnittsdeutscher. 🙂

  102. Tsubasa10

    Hallo Tim,

    wie es der Zufall so will, arbeite ich bei einem großen Versicherer exakt im Fachbereich Privathaftpflicht.

    Fachbereich insofern, dass wir größere Personenschäden etc. regulieren.

    Ich kann deine Aussage so nicht bestätigen. Die 30€ / Jahr sparst du hier an falscher Stelle. Wenn du unglücklich jemanden vom Fahrrad holst, besteht ganz normal Versicherungsschutz.

    Auch wenn jemand unberechtigte Forderungen Dir gegenüber stellt, hilft die PH: https://www.exali.de/Glossar/Passiver-Rechtsschutz,P1418,5230.php

    Produkten wie einer BU und vergleichbaren Produkten stehe ich auch kritisch gegenüber. Aber bitte seid so schlau und investiert die 30€ im Jahr.

     

  103. Henry Clark

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    Danke…

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