Wirbel um Tim Geithner


New York, 26. Januar 2010

bild

Zurzeit tritt der Dow Jones auf der Stelle. Es scheint, als ob der Index an der 10.000er Marke festklebt. Aber keine Sorge. Sie brauchen Geduld. Dann geht es weiter aufwärts. Selbstverständlich auch in Deutschland. Was momentan bremst, ist Barack Obama. Der Präsident ist stinksauer auf die Banken. Dass sich Vorstände und Mitarbeiter mitunter mit millionenschweren Boni die Taschen voll stopfen, ist in der Tat angesichts der Krisensituation unangemessen. Obamas Kritik kommt beim Volk gut an.
Hinter vorgehaltener Hand geben ihm auch Manager Recht. Jedoch ist sein Finanzminister Tim Geithner nun in die Schusslinie geraten. Er soll den Banken gegenüber zu freundlich aufgetreten sein, sie geschont und geschützt haben. Dass unmittelbar nach der Rettung des Versicherungsriesen AIG Milliardensummen aus der AIG-Kasse an Goldman Sachs und andere Institute flossen, kann so recht keiner nachvollziehen. Zumal es sich bei den Milliarden um Steuergelder handelte. Angeblich wurde bei dem Deal ein Stillschweigeabkommen geschlossen, insofern verweist Geithner auf seine Schweigepflicht. Wozu denn das? Es kursieren die ersten Rücktrittsgerüchte. Ob der Finanzminister seinen Hut nehmen muss? Es wird sich zeigen. Am Mittwoch findet zunächst eine Anhörung zu den Vorgängen statt. Ob Geithner auspackt? Wohl kaum. Mehr Infos zu den seltsamen Geschäften der Regierung und der Banken finden Sie hier.


tim schaefer (Author)

drucken


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *