Wir Menschen verhalten uns dumm


New York, 20. Dezember 2016

Kaufen, Kaufen, Kaufen. Manchmal setzt der Verstand aus.

Wir müssen auf uns selbst aufpassen. Und diszipliniert sein. Ob es nun ums Geld, Essen oder Sport geht, Disziplin schadet nie. Es ist wichtig, dass Du an Dich selbst denkst, indem Du jeden Monat ein Gehalt in Form einer Sparrate an Dich selbst bezahlst. Entweder wandert dann das Geld in ein ETF oder in Aktien.

Spare jede Woche 100 Euro. Stecke das Geld in einen ETF. Das sind dann 400 Euro je Monat. Das mal zwölf ergibt 4.800 Euro im Jahr. Wenn Du das mit sieben Prozent arbeiten lässt, wirst Du nach 40 Jahren Millionär sein. So einfach geht das. Es ist gar nicht so kompliziert, wie das gerne dargestellt wird.

Wer mehr spart und sich mehr anstrengt, kann es schneller zur Million schaffen. Ich habe es in meinen 40er Jahren geschafft.

Die Leute fahren dicke Clown-Autos, die sie teuer finanzieren und behaupten dann glatt: „Mir langt mein Geld nicht. Nein, also die 100 Euro je Woche kann ich nicht sparen.“ Manche Leute verhalten sich wie Kleinkinder. Sie haben ständig Wünsche. Sie passen nicht auf. Es ist unglaublich.

Warum fahren die Leute nicht eine Rostschüssel und sparen dafür nebenbei vernünftig? Wer das macht, kann für das nächste Auto gleich auf dem Sparbuch etwas ansparen. So brauchst Du nie mehr ein Auto finanzieren. Bezahle besser alles, was Du brauchst, mit Barem. Wenn Du ein altes Auto fährst, ist Deine Versicherung nebenbei günstiger, weil Du ja nicht Vollkasko brauchst.

So ein einfaches Auto fährt auch. Wozu immer alles schnell und blitzeblank sein muss, frage ich mich. Gerade wenn zur gleichen Zeit die Haushaltskasse knapp ist, ist ein Neuwagen ziemlich dämlich.

Oder wie wäre es mit so einem Honda? Älteres Modell.

Wenn ich als sehe, wie viel neue Kleidung Leute kaufen, wird mir schnell klar, warum Inditex-Gründer Amancio Ortega einer der reichsten Menschen wurde. Der spanische Zara-Besitzer legt keinen Wert auf moderne Mode, wenn es um seine eigene Kleidung geht. Er trägt Langweiliges und lebt sparsam.

Die Leute in der New Yorker U-Bahn kaufen tütenweise Kleidung. Jede Woche, jeden Monat – so mein Gefühl – kaufen sie etwas Neues. Muss das sein? Gut, das muss jeder selbst wissen. Nur das ewige Klagelied, dass das Geld nicht reicht und gleichzeitig kein Haushaltsbuch geführt wird, passt nicht zusammen.

Jetzt geht wieder die wilde Kauferei von Geschenken los. Weihnachten steht vor der Tür. Ich finde, statt all der Geschenke ist es wichtiger, dass Du präsent bist, wenn die Familie feiert. Das Geschenk als solches ist nicht so wichtig wie das Beisammensein. Ich sehe nicht nur vielfach Geldverschwendung jedes Jahr für Sachen, die nicht passen oder gefallen. Ich sehe auch jede Menge Umweltverschmutzung und Plunder. Viele Geschenke werden niemals gebraucht.

Wenn die Leute endlich mal anfangen mit dem Sparen und ihre Angst mit Aktien überwinden, wäre das ein Fortschritt.

Aber dann kommt schon das nächste Problem. Kaum haben sie Aktien, kriegen sie schnell die Panik. Wenn sie merken, wie die Kurse rauf und runter sausen, kriegen sie Angst.

Von Nobelpreisträger Daniel Kahneman wissen wir, dass wir Menschen Verluste viel schlimmer empfinden als Gewinne in der gleichen Größenordnung. Das müssen wir wissen. Dann können wir einen Verlust besser einordnen und brauchen ihn nicht überbewerten. Es ist ein großer Fehler, Entscheidungen auf Basis von Angst/Sorgen zu treffen. Wenn wir mit unserem Depot ins Minus vorübergehend rutschen, müssen wir aufpassen, was wir tun. Wenn wir auf Basis von Angst entscheiden, endet das nie gut. So verschlechtert sich eher noch die Lage.

Wer keine Schulden hat, ein Notpolster, der geht ohnehin mit einer Börsenkorrektur viel lockerer um als jemand, der hochverschuldet ist. Es ist im Endeffekt eine Frage der Bildung und Einstellung.

Aus Kahnemans Forschung wissen wir: Unser Gehirn macht mit uns verrückte Sachen. Wir verhalten uns wie Dummköpfe. Von Natur aus sind wir wohl dumm, zumindest auf emotionaler Ebene. Wir müssen das begreifen. Wir müssen uns vor unserer eigenen Dummheit schützen. Wir machen irrationalen Schwachsinn. Kahneman hat einen wichtigen Rat für uns, um das zu verhindern:

„Denke schnell und langsam.“

Er hat darüber einen Bestseller geschrieben: Schnelles Denken, langsames Denken

Sein Rat ist im Prinzip: Denke erst blitzschnell. Danach überlege länger. Denke tief nach. Meditiere. Ruhe. Mache einen Spaziergang. Schlafe. Vermeide Schnellschüsse.

Eines ist als Rat für jeden gut: Spare! Investiere! Habe einen Notfallgroschen! Meide Schulden! Konsumiere nicht wie ein Irrer!

Das sagen uns im Grunde alle Lehrmeister. Ob Warren Buffett, Charlie Munger oder ETF-Pionier Jack Bogle – sie ermahnen uns, dass wir vernünftig sein sollen. Ich würde das gerne in den Schulen den Kindern erklären. Es ist schrecklich, dass niemand unserem Nachwuchs den Umgang mit Geld beibringt.

Wer nicht spart, muss wohl arbeiten, bis er/sie tot ins Grab fällt. Das ist einfach so. Denn die gesetzliche Rente wird kaum reichen, um über die Runden zu kommen.

Zum Schluss noch ein Tip: Setze Dir Ziele. Schreibe Sie auf. Mache Sie realistisch. Ordne es zeitlich ein. Wer in Richtung eines Ziels arbeitet, dem geht es besser. Das sorgt für Zufriedenheit. Es ist eine Herausforderung. Eine Aufgabe. Schulden tilgen. Sparen. Investieren. Das sind Dinge, die Euch später das Leben erleichtern. Ja, es ist kein Zuckerschlecken. Wenn es so einfach wäre, würde es jeder tun.

Hier habe ich gestern ein kurzes Video zum Sparen mit Aktien gemacht. Darauf kommt es an, denke ich:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wir Menschen verhalten uns dumm

  1. Rainer ZufallRainer Zufall

    Tim, Du schreibst:

    „Es ist wichtig, dass Du an Dich selbst denkst, indem Du jeden Monat ein Gehalt in Form einer Sparrate an Dich selbst bezahlst.“

    Das ist der Trick. Darauf kommt an. Das ist wichtig, vlt sogar wichtiger als jede andere Anlageentscheidung. Ich denke aber, dass das den meisten gar nicht klar ist.

    Bevor ich irgendjemanden bezahle, möchte ich mich bezahlen.

    Ich denke, dass man das gar nicht oft genug wiederholen kann, da die meisten Menschen sich der Wirkung dieser Vorgehensweise gar nicht bewusst sind.

  2. Dave

    „If you don’t find a way to make money while you sleep, your will work until you die“ (Warren Buffett)

    Mein Weg:
    Eisern sparen, überlegt investieren, Angst und Gier überwinden.

    Grüße Dave

  3. Mr. B

    Zum ersten mal habe ich dieses Jahr konsequent Haushaltsbuch geführt. Dementsprechend kann ich auch eine Sparquote rechnen. Für ein gutes Gefühl und dass ich mit den „großen der Szene“ mithalten kann, habe ich meine Statistik ( unter bekanntem Motto ) ordentlich aufpoliert.

    Bei den Einnahmen habe ich nicht nur den monatlichen Gehaltseingang genommen, sondern auch alles andere was ich auf dem Konto finden konnte. Z. B. Steuerrückzahlung, Boni uva. Dividenden ; )

    Und siehe da: Schon habe ich eine Sparquote von knapp 70 %. Ist das nicht geil, ich war selber erstaunt …  ; )

    Außerdem kommt das jetzt cooler als eine Sparquote von unter dem deutschen Durchschnitt zu nennen, was bei korrekter ( ??) Betrachtung, also nur Lohn und keine anderen Einnahmen, der Fall gewesen wäre.

    @Tim & Alle, wisst ihr eure Sparquote? Wie rechnet ihr diese aus?

  4. Fit und Gesund

    @Mr.B

    ich führe auch Haushaltsbuch, meine Sparrate betrug das ganze Jahr 50-52%, ich berechne das wie folgt,

    Lohn xxxx, keine Dividenden oder sonstigen Eingänge, ausschliesslich der Monatslohn

    minus Ausgaben, zu meinen Ausgaben in der CH gehören auch die Steuern und Krankenkassenprämien, die werden nämlich nicht vom Lohn abgezogen.

    es kommt mir nicht auf die absolute Zahl an, wichtig ist für mich dass ich so viel als möglich sparen kann ohne dabei über meine Wohlfühlgrenze zu gehen, bei Geiz mache ich nicht mit, weder mir gegenüber noch Anderen gegenüber.

  5. Prof_S.or

    Der berechenbare Nutzenmaximierer entspringt auch nur der Kompetenzillusion…

    Jene Illusion von welcher unsere alltäglichen Denkfehler herrühren. Kognitive Verzerrungen drängen die Ratio zurück & das Animal Irrationale versinkt in kollektiver intellektueller Kränkung. „Action Bias“ oder „Endowment-Effekt“, beides wurzelt tief in der kapitalistischen Wirtschaftskultur, in welcher Verluste weit aus stärker verabscheut werden, als Gewinne geliebt. Geistige Abkürzungen & Rückgriff auf etablierte Heuristiken dominieren unsere Entscheidungsfindung nahezu absolut.

    Nutznießer dieser Beobachtungen lenken die Massen. Zwanglose Manipulation. Liberaler Paternalismus schützt die Denkfaulen vor ihrer selbst.

    Sinnlichkeit & Verstand – die Quellen der Erkenntnis. Entscheidungsfindung bei Kaffee – tagverträumte Monologe bei ausgiebigen Spaziergängen in der Dunkelheit. Lachen ist gesund. Sapere Aude !

  6. Mr. B

    @Fit und Gesund,

    Respekt, dass ist mehr als ordentlich. Vor allem mit dem Hintergrund, dass du die Sparqoute quasi vom Brutto rechnest. Da wäre meine Minisparquote ja dann noch kleiner. Da sieht man mal wieder wie wichtig es ist, wie man auf seine Zahlen kommt. Du brauchst auf jeden fall nichts schön rechnen. ; )

  7. Ex-Studentin

    @Mr. B Glückwunsch zu den 70%. Bisher kannte ich noch niemanden, der sowas schafft. Bei mustachianpost kann man sich mit anderen vergleichen. http://www.mustachianpost.com/blogger-savings-rates-index/

    @Fit und Gesund

    Ich mache es mir bei der Sparquote einfach: Sparrate durch Gehalt. Denn dann muss ich kein Haushaltbuch führen und muss nur meine ETF Sparpläne, Überweisungen aufs Tagesgeldkonto und Überweisung auf den Bausparvertrag (welche vom Girokonto 2016 abgingen) zusammen rechnen und durch mein Einkommen teilen zzgl. Kontodifferenz. Es könnte ja mehr Geld auf dem Kinto liegen als zu Jahresbeginn.

  8. Gurki

    Ich berechne meine Sparrate ähnlich wie Fit und Gesund: Es werden xx% vom Lohn abgezogen. Und nur vom Lohn.

    @Fit und Gesund: Wie erkennst du Geiz? Ist das nicht ein fließender Übergang? Und was ist Geiz für dich?
    Theoretisch könnte man ja schon sagen, Tim ist auch geizig. Zumindest mit sich selbst. Schließlich sagt er, trägt er nur einfache (alte, billige?!) Kleidung.

    Ich bin mir sicher, einige würden ihn als äußerst geizig deklarieren!

  9. ZaVodou

    Ich denke nicht, dass die Menschen sich dumm verhalten. Wenn ich es richtig verstanden haben – die Börsenpsychologie – werden da Urinstinkte geweckt gegen diese sich viele Menschen schlecht wehren können. Diese Instinkte sagen uns: Bei Gefahr wegrennen bzw. im Fall Börse eben verkaufen.
    Gegen diese Urinstinkte gilt es also anzukämpfen und ihnen zu widerstehen.

     

  10. StefanStefan

     

    @ Fit und Gesund

    In der Schweiz habt ihr ja den gigantischen Vorteil, dass Kursgewinne komplett steuerfrei sind. Echt zu beneiden…

    Da würde ich alles in Berkshire, Markel, Leucadia und Danaher stecken. Wenn man amerikanische Titel verkauft wird keine (amerikanische) Quellensteuer abgezogen, oder? Das dürfte ja nur Dividenden betreffen…

     

  11. Andreas

    Also ich führe seit zwei Jahren Detailgenau eine persönliche Bilanz, ist wenig Aufwand, macht sogar Spaß und schärft wirklich den Blick für Einnahmen und Ausgaben. Meine Sparrate ist ca. 30 Prozent. Nächstes Jahr werde ich die noch etwas erhöhen können, weil zwei Ausgabenposten wegfallen. Außerdem kommt eine kleine Gehaltserhöhung dazu. Mein Ziel ist es ab jetzt immer mindestens 10.000 Euro pro Jahr zu sparen und anzulegen. Dazu kommen noch Gewinnbeteiligung des Unternehmens, die in einen Fond einfließt und Einzahlung in ein bezuschusstes Wertkonto. So wächst mein Vermögen jedes Jahr um rund 20.000 Euro, und da sind Dividendenzahlungen und Kurssteigerungen noch nicht eingerechnet. Da ich „erst“ 33 Jahre alt bin, bin ich eigentlich ganz optimistisch, dass ich tatsächlich mal die 1 Million durch Sparen und investieren ansammeln kann. Nächstes Etappenziel ist ein sechsstelliges Vermögen, danach ein sechsstelliges Depot.

    Die Ausgabenseite ist bei mir recht gut optimiert. Klar, geht es noch besser, aber allein die Miete in München macht halt leider mehr als die Hälfte der monatlichen Ausgaben aus…

    Entscheidend ist aber einfach die Kontrolle über seine Ausgaben zu haben und vor allem überhaupt zu wissen, wie viel man monatlich so ausgibt. Das wissen die meisten mit Sicherheit nicht, weil sie sich das nicht aufschreiben. Wenn man sich das alles schwarz auf weiß vor Augen führt, hat das einfach Wirkung und lässt einen fokussierter an den eigenen Finanzen arbeiten.

  12. Dave

    Ich führe ein Haushaltsbuch auf Excel-Basis, alle fixen und variablen Ausgaben werden nach Kostenarten erfasst und den Netto-Einnahmen gegenübergestellt. Unterm Strich bleibt  der Cash-Flow, dass Budget, welches ich im jeweiligen Monat  zur freien Verfügung habe.

    Anschließend verteile ich das freie Budget auf verschiedene Bereiche z.B. Rückstellungen für Urlaub, Reserven und Hobby. Der größte Teil überweise ich mir als „zweites Gehlalt“ auf mein Verrechnungskonto.

    Für die Berechnung der Sparquote ziehe ich also nur mein Netto-Gehalt heran.

    Mein Netto-Einkommen verteilt ich üblicherweise wie folgt:

    40% Ausgaben

    45% Sparrate

    15% Rückstellungen für Urlaub, Hobby und für Reserven

    Dividenden erfasse ich nur in meinen individuell entwickelten Portfolio-Monitoring.

    Um meine Ziel von der finanziellen Unabhängigkeit zu erreichen, setze ich auf vor allem auf Selbstdisziplin, besonders beim Sparen.

    Immer deutlicher, nach inzwischen 6 Monaten intensivem Selbststudium, kristallisiert sich mehr und mehr meine Anlagestrategie heraus. Ich definiere klare Regeln, entwickle mein eigenes Screening und eine Art Qualitätsmanagement für meine Investitionsentscheidungen. Dabei nutze ich auch intelligente Tools wie z.B. FastGraphs.

    Ich sehe das inzwischen als Nebenjob der mir viel Freude bereitet. Irgendwann möchte ich in der Welt zuhause sein und nur noch mein Portfolio managen.

    Viel Erfolg an alle Leser und Leserinnen

    Dave

     

     

  13. Michi

    Haushaltsbuch führen ist mit das wichtigste überhaupt. Außerdem setze ich mir für jeden Monat ein kleines Budget für Konsum, der über die normalen Lebenshaltungskosten hinaus geht (mein sog.Spaßkonsumbudget), wie z.B. Essen gehen, Kleidung, Bücher, Elektronik u.s.w

    Wenn ich in dem Monat dann das kleine Spaßkonsumbudget aufgebraucht habe und sehe noch was nettes, was ich eigentlich gerne kaufen möchte, dann beisse ich mir auf die Zunge und verschiebe den Kauf auf den nächsten Monat. Manchmal ist der Wunsch dann sogar nicht mehr vorhanden und ich kann mir den Kauf komplett sparen…

  14. Fit und Gesund

    @Gurki,

    was wäre Geiz für mich? ein paar Beispiele:

    kein Trinkgeld geben,

    im Sommer kein Eis am See geniessen obwohl ich gerne Eins hätte,

    wenn ich in der Stadt eine ehemalige Kollegin treffe mit der keinen Kaffee trinken gehen und vorgeben es eilig zu haben…

    mir das Buch was ich gerne hätte nicht bestellen

    immer nur das Alleebilligste zu kaufen, ich lege Wert auf Qualitätsware z.B bei Schuhen, für gute Schuhe gebe ich gerne mehr aus, da ich viel laufen muss, ich achte aber auf Sonderangebote wie Schlussverkauf für Winter/Sommersachen..aber ich brauche nicht 27 Pullis, 16 Hosen und 21 Paar Schuhe, ich trage meine Sachen solange wie ich denke sie sehen ordentlich aus, ich bin kein Gammler und möchte auch auf Niemand ungepflegt wirken (Vorteil auch dass wir im Spital unsere Klamotten bekommen)

     

    z.B gerade jetzt auf der Arbeit, bis anhin war Frühstück frei, teils vom Chef, teils aus der Kaffeekasse, nun hat sich das Team sehr vergrössert, es reicht nicht und wir müssen jeden Monat einen sehr kleinen Betrag zahlen, da haben Einige gemosert, ich nicht, ich fände es unanständig  wenn der Chef nun mehr zahlen sollte, wir verdienen einen Lohn.

    Was ich nicht mache, ich gehe nicht andauernd Essen, ich koche selber und nehme es zur Arbeit mit, ich fahre mit dem Velo auch bei Regen zur Arbeit, nur nicht bei Schnee und Glatteis, bei Schnee kann ich aber noch Laufen.

    Ich kaufe kein Schnickschnack, ich habe keine Abos, ich habe aber ein kostenintensives Hobby, die Katzen, auch hier, es wird weder am Futter noch beim TA gegeizt, basta!

    Bei Geburtstagsgeschenken knausrig sein.

    Es hat Grenzen die Sparerei, eine Wohlfühlgrenze für mich, ich kenne sie und halte mich daran, ich habe sogar überlegt das Haushaltsbuch wieder abzuschaffen, aber ich werde es dennoch nicht machen, es kostet via App wenig Mühe und ich bin so oder so gewissenhaft.

     

    @Stefan,

    bis jetzt hab ich keine US-Aktien, Kursgewinne sind steuerfrei, stimmt, Berkshire würde mir schon gefallen, aber ich weiss nicht was passiert wenn Buffett stirbt, es gibt noch genug Aktien die ich vorher kaufen kann.

    @

    Ex-Studentin,

    jeder hat so sein System, es gibt ja auch Rechnungen die ich 1x jährlich zahle wie Haftpflicht oder eben jetzt die Krankenkasse (grosser Betrag) dafür lege ich aber das ganze Jahr über schon wieder ein wenig Geld weg für das darauffolgende Jahr damit es dann nicht so viel wird, im Übrigen, ich habe ein extra Konto für Rückstellungen, das fällt natürlich nicht unter Sparrate. Man muss seinem einmal für gut befundenen System treu bleiben.

     

     

     

  15. PIBE350

    An Mr. B: Zwischen 2/3 und 3/4.  Je nachdem, ob ich mit oder ohne Dividenden rechne.

    An Rainer: Richtig. Dieses Prinzip ist so simpel, dass es viele nicht glauben wollen. 😉

    Gleich geht es zurück nach Hause. Ein letztes Foto: http://www.pic-upload.de/view-32327355/IMG-20161220-WA0004.jpg.html

  16. comper

    Ich denke Fit und Gesund beschreibt es hier ziemlich treffend.

    Es gibt Dinge, bei denen man sehr minimalistisch herangehen kann. Dennoch gibt es gewisse Dinge im Leben auf die ich nicht verzichten will und gebe dafür gerne etwas Geld aus. Sei es für gutes essen, trinken oder eine Unternehmung mit Freunden. Dennoch würde ich es nie auf Kosten meiner Sparrate übertreiben dazu ist sie mir zu wichtig.

    Aber gerade mit den Autos das ist ein sehr guter Punkt und die meisten kennen es wohl auch aus dem Bekanntenkreis dass Autos immer seltener Bar bezahlt werden. Das war auch früher schon immer meine Regel dass nur das gekauft wird, was man Bar bezahlen kann. Habe mir schon ganz zu Beginn ausgerechnet wie viele Zinsen man auf ein Auto zahlen würde und für mich ist es nie eine Option gewesen. Alleine bei dem Wertverlust im ersten Jahr würde ich wohl anfangen zu heulen 😉

    Habe in letzter Zeit das Haushaltsbuch etwas schleifen lassen, aber werde wohl auch mal wieder eine App installieren um auch auf das Jahr zu sehen was wirklich genau rausgeht.

  17. Fit und Gesund

    @Mr.B

    70% ist gigantisch, das ist eine Meisterleistung, aber mir geht es nicht um die absolute Zahl, auch möchte ich mich nicht mit Anderen vergleichen, wozu? ich kenne die Lebensumstände Anderer nicht, gibt Leute die spenden, ich spende ganz selten, gibt Leute die benötigen teure Medikamente, ich nicht…

    wichtig ist einfach zu Sparen, stetig und nicht ein Monat sparsam und dann wieder prassen, kein Hü und Hott, das ist das Grundprinzip, aber Ausrutscher sollten nun auch nicht zum Drama gemacht werden, gesunder Menschenverstand eben.

     

  18. Gurki

    @Fit und Gesund: Ok, dann bin ich da eigentlich fast ähnlich. Bis auf das Trinkgeld geben. Das gewöhne ich mir nämlich mittlerweile mehr und mehr ab.
    Einfach weil mir die Dinge (Friseur, Restaurant) teuer genug sind und ich mit dem Ergebnis meist sowieso doch wieder unzufrieden bin.

    Beim Friseur sitzt man so weit vom Spiegel entfernt, dass man erst Zuhause bei näherem betrachten erkennt wie zippelig das Haar geschnitten wurde.

    Beim Restaurant fallen mir immer mehr gelangweilte und muffelige Kellner auf. Ergo gibt es auch dort kein Trinkgeld mehr.

  19. Fit und Gesund

    @Gurki,

    Trinkgeld nur wenn ich zufrieden bin, ein muffeliger Service-Angestellter bekommt gar nix, aber Aufmerksamkeit und Freundlichkeit belohne ich grosszügig.

     

  20. Fit und Gesund

    @Dominic

    die App ist sicher nicht der Hit, aber für mich funktioniert sie, ist Wally…www.wally.me

    ich habe schon überlegt ein excel – sheet zu machen, gibt ja auch vorgefertigte Sachen, aber mit der app kann ich schon unterwegs eingeben und vergesse nix.

     

  21. Dominic | Der Portfoliomanager.de

    @ Fit und Gesund

    Da machen wir es genau anders herum. Ich nutze ein über die Jahre gewachsenes Excel. Per VBA spuckt mir das zu Stichtagen grafische Reports und Statistiken aus. Doch leider fehlt mir da dein Aspekt des „unterwegs Erfassens“.

     

     

  22. Fit und Gesund

    @Dominic,

    solche Grafiken sind chic, geb ich zu und hätte das ja auch gerne mal so zum Anschauen, aber es würde mir nicht wirklich einen Mehrwert bringen, ich muss es so simple als möglich haben, Du kannst doch unterwegs im Handy-Notizbuch schnell was aufschreiben, geht doch auch…mach ich wenn ich in D unterwegs bin, zuhause rechne ich das dann zum aktuellen Währungskurs um, das wäre mir unterwegs zu mühsam.

    Was ich noch mache ist, allerdings händisch, seit ein paar Monaten mal Wasser und Heizungsverbrauch notieren, ich wundere mich seit Jahren dass ausgerechnet ich im Haus den grössten Wasserverbrauch habe, und nein… ich dusche nicht stundenlang 🙂    mal sehen ob ich das Rätsel irgendwie lösen kann und ob ich da was sparen kann.

  23. Gurki

    Ich nutze für meine Kosten auch Excel. Für mich angepasst; jede Position für jeden Tag und jeden Monat und jedes Jahr.
    Ich nehme also bei allem was ich kaufe und bezahle einen Bon mit und trage diesen ein.
    Mag für den einen oder anderen ggf. befremdlich sein. „Kostet“ ja Zeit. Aber das sind pro Tag eventuell 2-3 Minuten die ich da verbringe. Und es macht Spaß ein Haushaltsbuch zu führen. Vor allem wenn man dann noch viele schöne bunte Diagramme in der Exceltabelle drin hat 🙂

  24. Swantje B.

    Hallo Mr. B,

    meine Exceltabelle berechnet 2 Quoten:

    Wieviel Prozent meiner Gesamtausgaben bestreite ich (noch) aus Arbeitsentgelt?

    Theoretische Annahme: zuerst gebe ich alle sonstigen Einnahmen aus, das Arbeitsentgelt deckt dann die Restkosten. [Beantwortet ein bißchen die hypothetische Frage: Wie weit müsste ich meine Ausgaben reduzieren um unabhängig von der Beschäftigung zu sein]

    Berechnung: Summe der Ausgaben der letzten 12 Monate – Summe aller Einnahmen der letzten 12 Monate außer Arbeitsentgelt = verbrauchtes Arbeitsentgelt.

    Quote: verbrauchtes Arbeitsentgelt / Gesamtausgaben.

    Diese Quote liegt derzeit bei ca. 51%, so dass 49% meiner Ausgaben bereits aus anderen Quellen gedeckt werden.

    Wieviel Prozent meines Arbeitsentgelts verwende ich um meine Ausgaben zu decken?

    Berechnung: verbrauchtes Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate (siehe oben) / Insgesamt erhaltenes Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate (inkl. Urlaubs-/Weihnachtsgeld, Zulagen, etc.)

    Diese Quote liegt derzeit bei ca. 27%, so dass ich ca. 73% meines Arbeitsentgelts der letzten 12 Monate investiert habe.

    Dabei ist die Berechnung in der Tabelle immer rollierend für die vergangenen 12 Monate, aktuell also 12/2015 – 11/2016 (da 12/2016 noch nicht abgeschlossen ist).

    Ziel: Beide Quoten auf Null bringen. Ich liebe meinen Beruf und würde ihn auch nicht von heute auf morgen aufgeben wenn ich könnte. Aber das Freiheitsgefühl von „ich könnte morgen etwas anderes machen und auf 2/3 meines Gehalts verzichten ohne in finanzielle Bedrängnis zu kommen“ ist schon enorm.

  25. Dave

    Ich halte das mit dem Haushaltsbuch auch einfach mit einem Excel-File.

    Für jedes Jahr ein Tabellenblatt mit Einnahmen, Ausgaben, Überschuss, Rückstellungen, Sparquote und prozentualer Verteilung. Sowie ein „BalanceSheet“ für die Entwicklung der Vermögenswerte.

    Da ich nicht jeden Tag Geld ausgebe, ist der Pflegeaufwand minimal. Ein paar schöne bunte Diagramme werde ich zur Auffrischung demnächst noch hinzufügen 🙂

    @ Fit und Gesund

    Die Idee den Strom- und Wasserverbrauch mal genauer unter die Lupe zu nehmen, finde ich gut. Werde das im kommenden Jahr für unseren Haushalt mal mit erfassen.

  26. EasyWISA

    @Dominic: Also ich kann als Haushaltsbuch MyMicrobalance empfehlen. Sehr übersichtlich, viele Auswertungen, Möglichkeit wiederkehrende Ausgaben und Einnahmen einzutragen und v.a. kostenlos für den Privatgebrauch.

    @Tim: Ich persönlich sehe es so, dass man Sparen sollte, aber eben auch in Maßen konsumieren. Ich persönlich brauche z.B. ein Auto, vermeide aber, Neuwagen zu kaufen. Ich gehe gerne ins Kino und kaufe mir auch mal gerne ne BluRay (meist gebraucht bei Ebay). Im Endeffekt profitiert der gemeine Investor vom Konsum, denn viele Unternehmen sind nur deshalb erfolgreich, weil so viel konsumiert wird.

  27. Dude

    Ich führe kein detailiertes Haushaltsbuch. Ist mir zu viel Aufwand. Ohnehin bezahle ich alles was möglich ist per EC Karte, so kann ich ich Online Banking meine Ausgaben nachverfolgen.

    Was ich Bar bezahle erfasse ich nicht. Ist ohnehin nicht viel. Ich war schon immer ein sparsamer Typ und hatte nie das Problem unnötiges Geld auszugeben. Vorallem bei den kleinen Verlockungen (Snack von der Tanke, etc.) fiel es mir nie schwer zu widerstehen.

     

    Meine Sparquote in aktuellem Jahr habe ich einfach ausgerechnet indem ich mein Gehalt zu Überweisungen auf das Verrechnungskonto ins Verhältnis gesetzt habe.

    Dabei komme ich auf ordentliche 45% Sparquote

    Allein 27% vom Netto gehen für die Miete drauf. (alleine wohnen ist luxus, haha)

    5% für Monatliche Kosten wie Strom, Internet, Fitnessstudio, Rundfunkgebühr)

    Etwa 10% für Essen (incl Restaurant) und Einkäufe.

     

    Nächstes Jahr stehen einige „Investitionen“ ins Hobby an. Da wird die Sparquote sicher wieder etwas niedriger ausfallen. Ich habe ein Ziel und das ist mich für die Mountainbike Weltmeisterschaft zu qualifizieren.  Das habe ich in diesem Jahr leider ganz knapp verpasst. Die Chance ist aber da. Und mit mittlerweile Ende 30 sind die Jahre langsam gezählt…

    Das neue Fahrrad wird etwa 5.000€ kosten. Dazu Trainingslager Aufenthalte und Verschleißmaterial.

    Aber für mein Hobby gebe ich das gerne aus. Mich macht das glücklich, und ich habe ein Ziel.

     

    Diesen Winter spare ich zB an nötigen Winterreifen fürs Auto. Hier im Ballungszentrum fällt eh kaum Schnee, und falls doch dann fahre ich mit dem Rad.

    Klamotten habe ich das ganze Jahr keine gekauft. Der Schrank ist ausreichend gefüllt.

     

  28. Mr. B

    Danke für die vielen Wortmeldungen zur Sparquotenberechnung.

    @Swantje B, sehr interessante Vorgehensweise. Macht m. E. auch mehr Sinn und ist aussagekräftiger als die Sparqoute. ( wie auch immer man die richtig berechnet) Um es nochmal klar und deutlich zu formulieren. Meine „richtige Sparqoute“ liegt nicht bei 70 %!

    Ich bin zufrieden, wenn mein Nettolohn zum leben reicht.  ; )

    Viele Grüße als Teilzeitbeschäftigter,

    Mr. B

  29. Felix

    @ Prof_S.or

    Herzlichen Glückwunsch zu der Formulierungskunst. Ich ahne was gesagt werden soll, bin mir aber angesichts der elaborierten Eloquenz nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe.

  30. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    führe selbstredend auch Haushaltsbuch (mehr oder weniger seit 8 Jahren) Excel Sheet in Eigenkonstruktion. Die Ausgaben sind mit rotem Hintergrund und  schwarzen Zahlen, die Einnahmen mit blauem Hintergrund und weißen Zahlen.

    Rot wird jedes Jahr weniger, blau immer mehr (Ein bisschen Psychologie). Meine Sparquote in 2016 war 48,5% und mein gesamtes passives Einkommen roundabout 14.800€.

    Noch maximal sechs Jahre bis zur FF. Glück Auf!

    P.S.: Kann den Beitrag von Tim fett unterstreichen. Kaufe regelmäßig (bei mir monatlich), steigt die Börse kaufe weniger als Du kannst, fällt die Börse kaufe mehr!! (Das Verhältnis dazu muss jeder selbst entwickeln/ausrechnen)

    Und gehe mit dem Cashanteil nie auf NULL….

     

  31. Mattoc

    Hallo zusammen,

    ich habe gemerkt, dass mir auf lange Sicht das detaillierte Notieren von täglichen Kleinstbeträgen relativ wenig bringt. Es wird schnell klar, dass Starbucks, Mc Donalds und anderes dieser Art auf Dauer nichts bringt. Meine einfache Strategie ist, dass ich grundsätzlich keine EC oder Kreditkarten und nur Bargeld mitnehme. Ich nehme mir montags 100 Euro aus meiner Schachtel und versuche damit  bis Sonntag hinzukommen.

    Das ist ein ziemlich guter Plan für mich persönlich.

    Früher habe ich täglich 15 Euro aus der Schachtel genommen. Das hat nicht gut funktioniert, weil man zum Beispiel tanken muss. 100 Euro pro Woche gehen aber gut.

    Meine Freunde halten mich für vollkommen bescheuert, aber ich ziehe das durch.

    🙂

  32. Couponschneider

    Wie berechne ich meine Sparquote? Bezogen auf das Nettogrundgehalt habe ich eine Sparquote von knapp 50 %. Berücksichtigt man auch die Nettodividenden und die Zulagen  zum Grundgehalt, dann liege ich bei fast 70 %. Aber ist das denn richtig? Ist denn das Zahlen in die Rentenkasse nicht auch ein Sparvorgang, bei dem man – zugegebenermaßen zweifelhafte – Rentenanwartschaften erwirbt? Eigentlich muss das Bruttogehalt als Messlatte dienen und der Beitrag in die Rentenkasse gehört auch in den Zähler der Sparquotenberechnung.

    Wenn man schon das Nettogehalt zur Grundlage macht, dann darf man auf keinen Fall die Steuerrückzahlung vergessen. Eine Steuerrückzahlung erhält man, wenn man im Vorfeld zu viele Steuern zahlt. Diese Steuerrückzahlung gehört in jeden Fall auch in den Nenner.

  33. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Rainer Zufall

    Danke. Ja, genau. Wer das Sparen automatisiert, macht es richtig. Eine Art Dauerauftrag und fertig.

     

    @ Mr. B

    Ich gebe zu: Ich führe kein Haushaltsbuch. Ich bin zu „faul“, um das zu tun. Die meisten hier sind besser als ich. Da kann ich mir eine Scheibe von Euch abschneiden. Hut ab! So merkt Ihr besser als ich, wenn Geld unnötig flöten geht.

    Ich rechne meine Sparquote grob im Kopf aus. Ob das schlüssig ist? Vermutlich nicht.

  34. JosefJosef

    Ich halte auch ein Haushaltsbuch. Ich nenne es aber eher einen Budget Plan.
    Den ich jedes Jahr im Dezember Erstelle, die Preise dann aber anpasse im Laufe des Jahres wenn ich die definiten Beträge habe.
    Vergleiche Sie danach und bin immer unter dem Gesetzten Betrag.
    Eine Sparquote von über 60% ist bei mir im Moment unmöglich.
    Da ich vom Brutto Lohn bereits 30 % Abzüge habe, für Gesetzliche Lohnabzüge und Steuern in der schönen Schweiz.
    Von dem Betrag fehlt aber noch Krankenkasse die Versicherungen und das übliche Miete, Strom, Heizung, Telefon/Internet Essen. etc.
    Was ich an Dividende bekomme rechne ich nicht ein.
    Vom Brutto Lohn habe ich eine Sparquote von 25%.
    Vom Netto mit Steuerabzug ca. 40%.
    Ich müsste mal nachschauen was ich alles an Versicherungen brauche wenn ich Finanziell Frei wäre und die monatlichen Kosten ausrechnen.
    Dann könnte ich von dem Betrag die Sparquote ausrechen.
    Dafür bin ich noch zu Faul da das Ziel noch zu weit Weg ist 🙂

  35. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ EasyWISA

    Klar, jeder soll konsumieren bzw. sparen wie er/sie will. Wir leben in einer freien Gesellschaft.

    Klar, braucht die Wirtschaft Konsum. Es bringt aber der Wirtschaft wenig, wenn sich die Menschen zu viel leisten, was nicht nachhaltig ist. Das haben wir während der Hauspreisblase erlebt. Die Leute kauften wie verrückte Häuser, Autos, Elektronik, Urlaube, Mode… gerne auf Pump. Bis die Blase platzte. Dann ging alles den Bach runter. Keiner hatte Geld übrig. Die Wirtschaft litt. Fazit: Zu viel Konsum schadet der Wirtschaft.

    Ja, ich bin extrem beim Sparen. Ich erziele aber dafür extreme Resultate.
    Ich wuchs in armen Verhältnissen auf. Ich glaube, mein Sparwahn basiert auf Angst.

  36. Swantje B.

    Ein Haushaltsbuch führe ich schon ewig nicht mehr. Das habe ich mit wechselnden Modellen (Excel, Papier, App) längere Zeit versucht, irgendwann war’s mir immer zu lästig und hat mir persönlich vor allen Dingen so gut wie nichts gebracht.

    Ich habe dafür eine Cashflow-Übersicht und einen Ausgabenplan, aber eher grob gezimmert. Herzstück der Ausgabenplanung ist eine Excel-Tabelle in der alle Fixkosten des Jahres mit den anfallenden Beträgen in den jeweiligen Monaten aufgeführt sind (Miete, Strom, Telefonflat, etc. in jedem Monat, Versicherungen, Vereinsbeiträge, etc. in der Regel einmal jährlich im jeweiligen Abbuchungsmonat, Rundfunkbeitrag viermal jährlich, usw.). Die Jahresübersicht mit allen 12 Monaten hängt ausgedruckt in einer Schranktür, wenn sich was ändert (z.B. Stromabschlag) gibt’s  entweder einen neuen Ausdruck oder eine handschriftliche Änderung. So weiß ich immer, was im nächsten Monat ansteht.

    Die Cashflow-Tabelle ist seit 2013 fortlaufend, jeder Monat in einer neuen Zeile. In den Spalten sind auf der Einnahmenseite die unterschiedlichen Einnahmearten, auf der Ausgabenseite Fixkosten, sonstige Kosten, Bargeld.

    Einkäufe bezahle ich wann immer möglich mit Kreditkarte (auch die 5 € im Supermarkt oder in der Drogerie), wenn das nicht geht mit Girocard, nur wenn das auch nicht geht bar. An meiner Magnetpinnwand ist ein kleiner handschriftlicher Schmierzettel mit den Nicht-Fixkosten-Transaktionen (Girocardzahlungen, Barabhebungen, sonstige Überweisungen) die im laufenden Monat bisher angefallen sind. Die Summe der Kreditkartenabrechnung kommt als Gesamtsumme auf den Zettel, wenn sie abgebucht ist. Einzelne Barzahlungen erfasse ich nicht – viel zu mühsam, aber dafür halt die Abhebung. Außerdem schreibe ich hier schnell die Einnahmen auf, wenn ich sie im Onlinebanking sehe (genaues Nettogehalt, evtl. Ausschüttungen, Zinsen oder anderes).

    Und dann nehme ich einmal im Monat (oder alle sechs Wochen, oder wenn mir danach ist) den Zettel und übertrage die Daten in die Cashflowtabelle (in der die Fixkosten schon stehen). Zeitaufwand: 3 Minuten.

    So habe ich einen vollständigen Überblick über alle Einnahmen und Ausgaben. Das reicht mir um zu wissen, wo ich finanziell stehe.

  37. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Swantje B.

    Ich kann von Dir und all den anderen Lesern enorm lernen. Sehr diszipliniert.

    Die meisten Menschen sind anders. Sie kaufen wie die Wilden. Häufen Schulden an. Sie verhalten sich wie Kleinkinder. So wie die Teletubbies:

    https://www.youtube.com/watch?v=rOpPxeYlxVY

    Die WiWo schreibt: „30 Prozent der Deutschen haben gar nichts auf der hohen Kante (…)  11 Prozent besitzen bis zu 2.500 Euro.“

    http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/umfrage-so-gehen-die-deutschen-mit-geld-um/12193818.html

  38. vonaufdenboden

    @Mr. B, 70% sind sensationell!

    Ich denke schon, dass du das richtig machst, indem du alle Einkommen berücksichtigst. Warum sollte man z.B. die Dividenden nicht als Einkommen ansehen.

    Ich verwende seit 10 Jahren excel. Mittlerweile erfasse und berechne ich alles was mir zwischen die Finger kommt: interner Zinsfuss, Jahresrendite, Gesamtvermögen, Einnahmen, Ausgaben, Sparquote, Dividenden, etc. Es macht mir sehr viel Spass am Ende des Monats meine Kennzahlen zu ermitteln und die Entwicklung zu verfolgen. Dadurch bekommt man ein sehr gutes Gefühl, was eigentlich so alles möglich ist.

    Bei mir sind:

    Einnahmen = Nettogehalt, Mieteinnahmen und Dividenden

    Ausgaben=Fixkosten (Warmmiete, Krankenversicherung, Strom, Hypothek, Versicherungen, Schuldentilgung) + variable Kosten (Nahrungsmittel, Kleidung, versch. Kinderkurse, Arztkosten, Benzin, Urlaub, Restaurant, etc.)

    Für 2016 liegt meine Sparquote bei 53%.

    Mit der Pensionskasse (in der Schweiz gibt es eine sogenannte 2. Säule der Vorsorge, wobei der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer Pflichtbeiträge abführen müssen) liegt die Sparquote sogar bei 59%.

    vonaufdenboden

  39. MT1234

    @Andreas…

    „Erst“ 33 ? Ich würde eher sagen, SCHON 33….
    10.000 Euro pro Jahr ? Das ist äußerst wenig…Solche Summen legen meine Frau und ich im Quartal bei Seite (Ca. 5500,00 Euro Haushaltseinkommen, 380,00 Euro Warmmiete)..Unsere Sparquote ist beträchtlich, wobei wir nie geizig sind, 2-3 Reisen pro Jahr machen etc.
    Von Aktienrenditen und Dividenden ganz zu schweigen
    Ein sechsstelliges Vermögen bzw. Depot hatte ich bereits mit U30. Wenn das mit Mitte 30 dein Ziel ist, hinkst du bereits gewaltig hinterher…
    Die 1 Million wird die in einigen Jahrzehnten rein gar nichts bringen, da 1 Million heute in 40 Jahren nur noch ca. 500.000 Euro wert sein wird. Insofern muss die Kaufkraft deines aktuellen Vermögens stark relativiert werden. Du blendest die Inflation völlig aus…

    Alles in allem sind deine Zahlen alles andere als beeindruckend…So wird man weder wohlhabend geschweige denn vermögend.

     

  40. MT1234

    @ Fit und Gesund

    Krankhaft sparen wofür ?

    Wir alle haben ein verdammt kurzes und vergängliches Leben, niemand weiß, wie lange es dauert. Statistisch gesehen erkrankt jeder Zweite an Krebs, sodass man Durchschnitt mit einer Lebenserwartung von 70 Jahren rechnen kann, wobei du jeden Tag tot umfallen kannst.

    Also noch mal..Derart viel sparen wofür ? Um das Vermögen im Alter dem Pflegeheim in den Rachen zu werfen oder es zu vererben ? Für eine Zeit, die man vllt. nie erleben wird ? Vllt. sollte man auch mal daran denken, dass man nur 1x jung und gesund ist und sich in dieser Zeit alle die Träume und Ziele erfüllen, die man selbst verfolgt, denn diese Gelegenheit kommt NIE wieder.

    Manch einer scheint das Sparen allem anderen überzuordnen. Das ist einerseits lobenswert, andererseits beängstigend, da die Leute offensichtlich alle glauben, sie lebten ewig und würden 20 Jahre ein tolles Leben im Ruhestand führen. Bei den meisten wird es dazu nie kommen…

  41. Michael Riesch

    Hallo, ich lebe in Ecuador (und das schon sehr lange).

    Zu Beginn musste ich immer wieder zurück in die alte Heimat (A) um zu malochen. Es war so günstig in Südamerika zu leben, dass ich von wenigen Monaten Arbeit genüsslich den Rest des Jahres hier verbrachte und noch 30 – 50 % sparen konnte. (leider heute nicht mehr). Viele verstanden nicht warum ich spare.

    Jetzt 20 Jahre später habe ich fast alles angelegt und lebe von den Zinsen.

    Fazit, ja Sparen zahlt sich aus !!

    Gruss  Michael

     

     

  42. Björn

    Tim hat in seinem Artikel über Ziele geschrieben. Jetzt meine Frage an euch: Wie schreibt Ihr Ziele auf? Auf Papier, One Note etc.? Ich würde damit auch gerne starten, habe aber noch keinen genauen Plan wie ich das am besten machen soll.

  43. Bankenmärchen

    Mal wieder teile ich die Meinung des Artikels und der meisten Kommentare. Sparen ist so einfach… Man muss nur sein monatliches Budget in 3 Teile splitten. Man muss nicht mal auf etwas verzichten. Die meisten von euch sind Profis. Für die, die sich fragen wie das geht, habe mal folgende kleine Zusammenfassung geschrieben: http://www.bankenmaerchen.de/haushaltsplaner/

  44. vonaufdenboden

    @MIT1234

    wenn jemandem das Sparen Freude bereitet ist das doch schön. Um das Leben in vollen Zügen geniessen zu können braucht man nicht unbedingt viel Geld. Nicht jeder will 2-3 Mal pro Jahr in den Urlaub fahren. Ich z.B. bin froh, wenn ich in den Ferien nirgends hin muss. Jeder gestaltet sein Leben wie er/sie es für richtig hält. In diesem Forum kann ich kaum unglückliche Menschen ausmachen. Fast jeder/jede hat sein/ihr Ziel und eifert dem mit sehr viel Freude nach. Wunderbar!

    Es ist auch gut, dass niemand davon ausgeht mit 60 an Krebs zu sterben. Positives Denken und Freude am Leben helfen dabei ganz bestimmt. Mindestens 38 Jahre Ruhestand erhoffe ich mir schon.

    Finde ich einmalig, dass du mit U30 bereits ein sechsstelliges Vermögen hattest. Da war ich noch unbekümmert an der Uni und wusste gar nicht was eine Aktie überhaupt ist. Wie hast du das geschafft? Mein Vermögen lag bei minus €40k als ich mit 30 die Uni abgeschlossen hatte (so wie Du schon sagtest: Leben geniessen).

    Mit 33 war ich dannn endlich bei null und Andreas ist schon beinahe sechsstellig. Wenn er seine €20k, die er jetzt schon spart (ohne Dividenden), jährlich um 3% erhöht hat er mit 6% p.a. Rendite in 20 Jahren seine Million beisammen. Chapeau!

    Mir z.B. macht es sehr grosse Freude meinen Kindern etwas zu hinterlassen. Einen Grundstock, damit sie etwas Zeit haben, um in Ruhe ihre Berufung fürs Leben fnden. Sie sollten nicht mit 30 bereits einen Schuldenberg mitschleppen.

    Viele Wege führen nach Rom.

    vonaufdenboden

     

     

     

  45. Fit und Gesund

    @Delura,

    14’800€ ist ja eine stolze Zahl, wow…ich habe noch einen Sparplan, da halte ich es ähnlich, eine base-rate und je nach Börsenlage erhöhe ich die monatlichen Zahlungen oder fahre sie wieder zurück, funktioniert super aber der Gesamtbetrag in dem Sparplan ist eher noch klein und man merkt es da schnell, je grösser das Gesamtdepot desto kleiner der Einfluss der regelmässigen Sparraten.

     

    @MT1234

    wofür ich spare? (als krankhaft empfinde ich das nicht),

    damit ich exakt 2 Jahre vor der gesetzlichen Rente aufhören kann zu arbeiten 🙂

    und wie Recht Du hast, das Leben ist vergänglich, wer sollte das wohl besser wissen als ich? ist ja mein Beruf.

    Wofür sparen Du und Deine Frau denn? Machst Du ein tolles Leben an Deinen 2-3 Reisen pro Jahr fest? Ich bin sehr wahrscheinlich älter als Du, vielleicht habe ich das was ich sehen wollte ja schon gesehen? Oder es reizt mich nicht?

    Was wäre Dein Ratschlag an mich? sofort damit aufhören, Alles verprassen, Karre kaufen, Tiere abschaffen damit ich Reisen kann?

    Wenn ich morgen 5000 Euro gewinnen würde, ich wüsste ehrlich nicht was ich davon kaufen sollte, was ich brauche hab ich ja 🙂

    jetzt rechtfertige ich mich schon…. super 🙂

     

     

  46. Rainer ZufallRainer Zufall

    Mtk1234 verstehe nicht warum Du soviel sparst. Das bringt doch nix. Gönn Dir lieber was. Das hast Du Dir verdient!

  47. vonaufdenboden

    @Michael

    Tolle Geschichte! Diese Möglichkeit besprechen wir zu Hause auch immer wieder. Meine Frau ist Südamerikanerin und wir könnten jetzt bereits vom Ersparten dort sehr gut leben. Alleine zu wissen, dass es möglich ist gibt einem das Gefühl von Freiheit. Aber unsere Kinder sind noch in der Schule und daher ist alles etwas komplexer. Später werden wir das definitiv machen und einen Teil des Jahres dort leben. Ein wenig geographic arbitrage betreiben.

    Wieviel brauchst Du dort per anno zum Leben, wenn ich fragen darf?

    vonaufdenboden

  48. Swantje B.

    @Björn:

    Für mich ganz klar: Stift, Papier, Magnetpinnwand. Oder eine thematisch passende Postkarte oder Fotografie, die an das Ziel erinnert, an der Pinnwand/am Kühlschrank/etc. Jedenfalls etwas, was das Ziel visuell vor Augen hält. Das funktioniert für mich persönlich am Besten.

    Und ich benutze Passwörter als Mantras. In einer Phase, in der ich gemerkt habe, dass ich zu viel Zeit im Büro verbracht habe und meine Familie zu kurz kam habe ich mein Passwort am Arbeits-PC auf „mmFud1gU“ geändert (Mach mal Feierabend und dann 1 gemeinsame Unternehmung). Als ich gemerkt habe, dass ich für meine Begriffe zu obsessiv gespart habe (Sparen um des Sparens willen, ungesundes Sparen) war mein Zugang zum Onlinebanking „BvlSnvzL!“ (Bitte vor lauter Sparen nicht vergessen zu Leben!). So komme ich auch an (relativ) sichere Passwörter. Inzwischen sind diese Phasen überwunden und die Passwörter geändert, ich verwurste nun andere Ziele in den Zugangsdaten. Sich so in den jeweils passenden Situationen mit dem selbst gesetzten Ziel zu konfrontieren half und hilft mir jedenfalls.

  49. Fit und Gesund

    @Björn,

    ich habe vor 3 Jahren so eine schöne Kladde gekauft und da kurz/mittelfristige und langfristige Ziele drin notiert, immer schön bunt abgehakt was erledigt war als Erfolgserlebnis sozusagen,

    dazwischen auch mal gute Sprüche die ich wo gelesen hatte, manchmal geriet die Kladde aber auch in Vergessenheit, manche Ziele wurden nie erreicht…

    Es ist aber spannend wenn ich nun in dieser Kladde lese, was war mir vor 3 Jahren wichtig, was heute, was ist gleich geblieben, da ist immer noch gut Platz drin…bin gespannt wie es weitergeht.

    @Swantje B.

    mit der Postkarte an der Pinnwand find ich eine gute Idee, da werde ich mich gleich mal heute dran machen 2 passende Karten zu finden. 🙂

    @vonaufdenboden,

    also meine 2te Säule berechne ich nicht in meine Sparquote, aber klar, wenn man plant seinen Lebensabend im Ausland (vielleicht Südamerika) zu verbringen, kann man sich das ja auszahlen lassen, wobei ich das irgendwie vermeiden möchte, ich möchte eigentlich in der CH bleiben, nur im Winter würde es mich in wärmere Gefilde ziehen, wo es nicht so kalt ist und vor Allem kein Hochnebel wie hier am Bodensee.

  50. Dorothea

    Oh, soviel interessante Aspekte und Beiträge, kann gar nicht auf alles eingehen.

    Ich habe nicht schon immer in meinem Leben gespart, deshalb meinen Respekt für die Jüngeren unter euch, die in dieser Hinsicht echt diszipliniert sind und ihre Ziele haben.

    Das Bedürfnis ein Polster zu haben wuchs mit dem älter werden nur ich wusste nicht so richtig wie ich das anstellen sollte. Dann hatte ich ein Schlüsselerlebnis. Ein Kunde von mir, ein einfacher älterer Mann mit kleiner Rente erzählte mir er habe 300.000 € gespart. Ich war erstaunt und fragte ihn wie er das gemacht hat. Er beschrieb mir sein System mit Briefumschlägen (da wusste ich noch nicht, dass dies wohl ein bekanntes Sparsystem oder Budgetsystem ist). Am Anfang jeden Monats holte er eine bestimmte Summe ab und verteilte diese auf Briefumschläge die in Kategorien eingeteilt waren wie Lebensmittel, Kleidung, Reisen, Auto usw. Natürlich hat er immer weniger abgeholt als er einnahm und den Rest gespart, klassisch auf dem Sparbuch (man stelle sich vor er hätte in gute Aktien investiert). Er war glücklich dabei, stolz auf seine Sparleistung und freute sich darüber diese stolze Summe seiner Tochter eines Tages hinterlassen zu können (auch eine Motivation zu sparen).

    Ich fand das toll und habe ab diesem Zeitpunkt meine Briefumschlagmethode entwickelt. Wenn im Umschlag für Kleidung noch nicht genug Geld für die neuen Schuhe drin war, habe ich eben noch einen Monat gewartet. Das Geld für den Tierarzt wurde monatlich eingetütet, so dass ich mein Konto nicht wie früher überstrapazieren musste, wenn es so weit war. Ich habe richtig gespart und es machte Spaß am Anfang des Monats frisches Geld einzutüten und festzustellen, dass vom Vormonat noch was drin war. Ich habe es aber übertrieben, wollte am liebsten gar nichts mehr ausgeben. Geizig werden wollte ich aber nicht. Ich fing an mich so zu verhalten wie das einer von euch oben beschrieben hat. Ich vermied mit Freunden weg zu gehen weil mir das zu teuer war. Ich ging keinen Kaffee mehr trinken usw. Das fand ich schrecklich, habe Leute in meinem Umfeld die sich alles versagen, das wollte ich nicht. Deshalb habe ich mir dann einen Briefumschlag „Taschengeld“ eingerichtet und 100€ reingetan und mich darin geübt dieses Geld mit Freude auszugeben.

    Heute sieht die Sache anders aus. Sparen ist kein Problem mehr sondern macht richtig Spaß, allerdings hat sich auch mein Einkommen beträchtlich gesteigert seit dieser Briefumschlagzeit.

    Ich mache es nun seit Jahren so, dass ich mir von meinem Geschäftskonto ein monatliches Gehalt bezahle, egal welche Gewinne ich mache (die sind aber immer höher als meine Entnahme!) Mit diesem monatlichen Gehalt komme ich gut aus und controlliere auch so manches Jahr mit der App Money Controll wohin mein Geld so geht. Habe z.B. im letzten Jahr festgestellt, dass ich eine große Summe für Geschenke ausgebe. Das ist ein anderes Thema, das ich für mich und vielleicht auch hier im Blog mal angehen will. Ich persönlich will kein Zeugs mehr, warum also sollte ich es anderen schenken. Vielleicht kann man die ein oder andere hin und her Schenkerei abschaffen.

    Alles was an Gewinn übrig bleibt wandert auf mein Depotkonto und wird angelegt. Deshalb kann ich auch keine Sparquote benennen, denn die ist jedes Jahr anders. Sicher macht es Spaß wenn man feststellt eine hohe Sparquote realisiert zu haben. Vielleicht ist aber der ein oder andere enttäuscht wenn sie nicht so hoch ausfällt wie erwartet. Diesen Stress mache ich mir nicht. Solange ich bei meinem monatlichen Budget bleibe, spare ich alles was geht, was will ich mehr. Na gut, im nächsten Jahr werde ich die einzelnen Kategorien mal wieder unter die Lupe nehmen, vielleicht geht ja noch was.

    Freue mich auf weiteren Erfahrungsaustausch mit euch.

  51. Oliver

    Obwohl ich nicht glaube, dass wir dumm sind, hat Tim schon recht mit seinen Ausführungen, jeden Monat nach seinen Möglichkeiten etwas wegzulegen. Er schreibt es ja sehr häufig und eigentlich wäre genau diese Strategie für viele eine gute Lösung, um in Zukunft zumindest finanziell sorgenfreier und unabhängiger leben zu können.

    Ich wundere mich, wie fleißig hier jeder ein Haushaltsbuch führt. Ich muß zugeben, dass ich viel zu faul für so etwas bin. Ich schaue mir im Jahr vielleicht mal alle Fixkosten an und überlege mir, ob ich die optimieren kann oder ob sie noch Sinn machen. Bei den normalen Lebenshaltungskosten wie Essen oder anderer Kram des täglichen Bedarfs bin ich eher nachlässig, da diese bei weitem nicht den Einsparungseffekt bringen ggü. was ich in der Zeit für den Aufwand verdienen könnte. Prospekte von Aldi & Co. schaue ich mir nicht mit dem Ziel an, wo ich was günstiger bekomme. Mein teuerster Kostenpunkt ist immer der Staat und den kann ich nicht vermeiden. Aber dafür habe ich einen Steuerberater.

    Mein Ziel war es immer, in erster Linie an der Einkommensschraube zu drehen. Das ist wesentlich effektiver, wenn man ansonsten verantwortungsvoll mit seinen Kosten umgeht. Wiederkehrende Raten für irgendwas sind Verbindlichkeiten, die einen unfrei machen. Ergo versuche ich diese klein zu halten. Um mit den Verbindlichkeiten immer besser klar zu kommen, spare ich u.a. in Dividendenaktien, um sie zu neutralisieren. Ich denke, das ist auf Dauer die schlaueste Strategie, die man fahren kann.

    Ich rechne meine Sparquote nur aus meinen Einnahmen. Da ich selbstständig bin, sind diese natürlich nicht konstant, von daher habe ich nur einen Mittelwert, der bei 40% liegt. Ich bin nicht übermässig sparsam und ich lebe in München, was bekanntlich einer der teuersten Ecken in Deutschland ist. Ich mache mir auch keinen großartigen Druck, möglichst viel sparen zu wollen. Mit meiner Quote habe ich keinen Stress und es ist inzwischen ein Automatismus. Aber ich bin jemand, der gerne motiviert werden will. Dafür sind dann die stetigen Zahlungen meiner Wertpapiere zuständig.

    Letztendlich ist die ganze Sparerei ein dauerhaftes Instrument, dass dich bei normalen Verdienst erst nach Jahrzehnten in eine finanziell freie Lage bringt. Wenn man spät startet, ist es unwahrscheinlich, noch finanziell frei zu werden. Das ist meistens nicht schlimm. Man hat neben einer Rente, selbst wenn sie mickrig ist, einen Zusatzertrag, der es einem erlaubt, komfortabel zu leben. Sparen ist für mich eine Lebenseinstellung. Wenn man es sich angewöhnt hat und nicht mehr sonderlich merkt, dann kann finanziell kaum noch was schiefgehen. Natürlich gibts Schicksalsschläge und man wird irgendwann krank und stirbt. Der eine früher, der andere später. Selbst wenn man von seinem gesparten Geld nichts mehr hat, ist es doch einerlei. Man bekommt es sowieso nicht mehr mit.

    Ein guter Film dazu, wenns vorbei geht, habe ich auf Youtube gesehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=V3jxS4K1-cI&t=3s

    Die letzte Saison.

    Man sollte in seinen Zielen konsequent, aber gelassen sein. Allen schöne Weihnachten.

     

  52. Jan

    Am wichtigsten ist doch, dass es einem an nichts fehlt.

    Ich berechne meine Sparquote nur auf mein aktives Netto-Einkommen in jeglicher Form also Job, Nebenjob uns Selbständigkeit. Mieteinnahmen, Dividenden und Anlagegewinne lasse ich außen vor.

    Diese Überlegung hat folgenden Hintergrund, manchmal rechne ich mir zum Spaß eine Vermögensentwicklung hoch. Dafür benötige ich meine Sparquote und meine Rendite. Wenn ich Dividendeneinkünfte bereits in der Sparquote berücksichtigen würde, müsste ich diese aus der Rendite herausrechnen.

    Momentan liege ich nach dieser Rechnung bei etwa 65%-70% Sparquote. In den nächsten Jahren wird sich dieser Teil aber sicher reduzieren. Ich versuche noch ein oder zwei Jahre Gas zu geben, bevor sich die Prioritäten in Richtung Familienplanung verschieben. Im Idealfall kann ich dann schon ein bisschen kürzer treten und meine Kinder auch mal im Tageslicht sehen.

    Thema Trinkgeld: Ich habe vor 7 Jahren für 4,50 Euro die Stunde Pizza ausgefahren und habe ein gutes Verständnis für diese Jobs im Niedriglohnsektor. Leider ist es nun einmal so, dass in Deutschland einige Jobs unglaublich unfair bezahlt werden (trotz langer und anspruchsvoller Ausbildung). Wenn man sich z.B. im Bereich der Pflege oder z.B. Medizin umschaut ist ein Trinkgeld oder ein kleines Weihnachtsgeschenk in meinen Augen Pflicht. Viele arbeiten in diesen Jobs einfach nur, weil sie sich zu schade für Hartz IV sind. (Schaut mal was eine Arzthelferin der Friseuse verdient) Natürlich, wenn die Bedienung im Restaurant/Bar einfach schlecht gelaunt und unfreundlich ist, dann runde ich halt nur auf den Euro auf. Wenn der Service aber passt, sollten es schon 10% bis 20% Trinkgeld sein.

    VG

    Jan

  53. ZaVodou

    Sparen oder Leben in jungen Jahren?

    Ich denke, dass ist wie mit allem, man muss einen gesunden Mittelweg finden.

    Der Vorteil, wenn man schon in jungen Jahren anfängt fleißig zu sparen, ist, dass der Zinseszinseffekt seine Wirkung voll entfalten kann.  Stichwort „delayed gratification“. Man verzichtet jetzt, um später einen um so größeren Vorteil zu genießen.

    Dazu bedarf es einen Anreiz. Mein Anreiz war, dass ich nicht mehr von einem Arbeitgeber abhängig sein wollte.

  54. Claus

    Ich bin bereits 57 Jahre alt, selbständig und wohne seit über 23 Jahren in einem von mir alleine bezahlten Bungalow, in dem auch mein Büro ist.

    Meine Eltern waren arm und so war es für mich von anfang an völlig normal, zu sparen. Hatte ich als Kind einen besonderen Wunsch, z.B. ein Carrera-Auto, sparte ich so lange, bis ich das Geld zusammen hatte. Dann kaufte es mir, sofern mein Wunsch noch Betand hatte. Als Schüler trug ich bei Wind und Wetter Zeitungen aus. Später arbeitete ich in den Sommerferien in einer Druckerei, Neckermann-Kataloge vom Band auf Paletten stapeln… Das Geld sparte ich für ein Motorrad und Urlaub.

    Meine Sparsamkeit (geizig bin ich nicht, je nach Situation eher das Gegenteil) beruht wohl, ähnlich wie bei Tim, aus der Angst heraus, irgenwann einmal „mittellos“ dazustehen. Doch das wird nach heutigem Stand wohl nicht mehr eintreffen.

    Je mehr ich über das Geldverdienen nachdachte, desto klarer wurde mir, dass man eigentlich nur durch selbständige Arbeit zu richtigem Wohlstand oder sogar Reichtum kommen kann, wenn man kein Erbe, keine reiche Heirat, keinen Lottogewinn oder ähnliche Glücksfälle zu erwarten hat.

    So machte ich mich mit 27 selbständig, als ich arbeitslos wurde, weil mein Arbeitgeber immer mehr Aufträge verlor. Startkapital  hatte ich nur sehr wenig, dafür umso mehr Angst, pleite zu gehen. Ich arbeitete fast rund um die Uhr. Oft mußte ich mit dem Auto zu Kundenbesuchen und hatte nur 5 oder 10 DM und einen fast leeren Tank… Es war extrem hart, aber dann ging es aufwärts.

    Zur Börse kam ich leider erst mit 40 im Jahr 2000. Natürlich verlor ich zunächst fast mein ganzes Erspartes, 300k, obwohl ich nicht „herumgezockt“ habe. Doch überteuerte Werte, eine völlig falsche Depotzusammensetzung und viele dumme „Verbilligungskäufe“ führten hierzu.

    Doch wie immer gab ich nicht auf und lernte meine Lektion. Ich wollte es schaffen und so verschlang ich dutzende Finanz- und Börsenbücher, las Wirtschaftszeitungen, testete viele Börsenbriefe u.s.w.

    Hieraus entstand über viele Jahre meine heutige Strategie, die auch immer wieder hier und da angepasst wird. Dividenden sind mir hierbei sehr wichtig, aber nicht entscheidend. Es kommt auf die Qualität der Unternehmen an, wie hier so oft beschrieben.

    Ein Haushaltsbuch finde ich sinnvoll, habe aber nie eins geführt, weil ich meine Kosten vollständig optimiert habe. Hier gibt es kaum Sparpotential. Für spontane Käufe bin ich nicht anfällig. Mich zieht auch nichts in Einkaufspassagen o.ä.

    Ich zahle alles bar und hole mir einmal im Monat 500 € aus dem Geldautomaten. Das muss für alles reichen: Lebensmittel, Haushalt, Benzin, kleine Ausflüge…

    Meine Sparquote berechne ich nicht. Gespartes Geld bleibt auf dem Girokonto, bis sich eine besondere Situation an der Börse ergibt. Dann geht es ins Depot und wird investiert. Dividenden sammle ich im Depot, bzw. dem dortigen Verrechnungskonto und verfahre genauso.

    Seit 2012 hat sich mein Depot fast verdreifacht, incl. meiner Spareinlagen (120k), die hieran ca. ein Drittel ausmachen.

    Da ich keine Erben habe und mein Depot auch komplett „verbrauchen“ dürfte (was ich aber nicht vorhabe), bin ich heute finanziell frei. Es ist herrlich, keinen finanziellen Druck mehr zu haben und nicht unbedingt arbeiten zu müssen.

    Geht etwas kaputt, wie gerade diese Woche meine über 25 Jahre alte Stereoanlage, wird es einfach ersetzt. Auch hier setze ich auf Qualität und kaufe keinen billigen „Schrott“. Ich brauche mir keine langen Gedanken zu machen, ob ich mir das leisten kann oder was das höchstens kosten darf…

    Hierfür bin ich sehr dankbar, es befreit ungemein!

    Schulden habe ich natürlich keine. Ich käme nie auf die Idee, einen Konsumkredit aufzunehmen.

    Diese Zeilen habe ich geschrieben, um den jüngeren und den vielleicht noch nicht ganz so erfolgreichen Mut zu machen und zu zeigen, dass sich das Sparen lohnt und nach einer Weile auch viel Spass machen kann.

    Ganz dumm finde ich den Spruch „ich habe ja kaum etwas, da loht sich das Sparen nicht, ich werde nie etwas zur Seite legen können“. Stattdessen wird jeden Morgen ein Brötchen + ein Kaffee to go unterwegs gekauft… neben vielen anderen unnützen Dingen…

    Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wer nicht bereit ist, diesen ersten Schritt zu gehen, ist schon gescheitert.

    Ich wünsche allen viel Erfolg, ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

    LG

     

     

     

  55. Gurki

    @MT1234: Warum sind 10.000€ sparen im Jahr keine Leistung? Andere sparen gar nichts. Andreas scheint ja für sich allein zu sparen, keine Frau die nochmal das doppelte reinbuttern kann. Und schon mal dran gedacht, dass nicht jeder einen 70.000€ Job hat? Und wie hast du es mit unter 30 zu einem 6-Stelligen Depot geschafft? Als Berufseinsteiger verdient man in der Regel nicht gleich wie ein Geschäftsführer.

    Wahrscheinlich steckt hinter den Aussagen nur heiße Luft 🙂

  56. Marci

    @MT1234: Es wird immer einen geben der reicher, schneller, cooler oder besser ist. Ich denke, dass sich die Leute hier im blog schon wesentlich vom Durchschnitt positiv abheben. Ganz wenige davon sind unter 30 Millionär. Die richtige würden das aber nicht so herausposaunen. Viel wichtiger ist doch, dass man einen Mittelweg zwischen Aufbau Vermögen und Leben im „Jetzt“ schafft und das Leben dabei genießen kann. Da dies alles relativ ist, muss das jeder für sich selbst herausfinden. Auf jeden Fall können hier viele sehr stolz auf ihre Sparleistungen sein.

  57. JosefJosef

    Ich finde es schön dass hier viele gleichgesinnte sind und sich mit Informationen  Austauschen können.
    Finde selbst sehr viele nützliche Informationen aber auch Bestätigungen das ich nicht alleine auf diesem Weg bin und evtl. doch manches richtig mache.
    Besonders Tim Danke ich dafür da er diesen Besonderen Finanz blog ins Leben gerufen hat.
    Sparen ist nunmal eins der wichtigsten Dinge und der Boden des Investierens.
    Denn Ohne Geld kann man nichts investieren.
    Dann gibts keinen Schneball der immer Grösser wird.

  58. Markus

    @Gurki

    „wie hast du es mit unter 30 zu einem 6-Stelligen Depot geschafft?“

    Hatte ich auch, das erste Mal mit 27. Die Diskussion hatten wir auch schon mal wie sowas möglich ist. Es gibt aber durchaus einige Menschen, die es schneller schaffen.

    Ansonsten mag der Beitrag von MT1234 für manche ein wenig provokant erscheinen, evtl. auch widersprüchlich…

    Nur Kuscheln und Schulterklopfen ist aber auf die Dauer auch langweilig! 😉

  59. PIBE350

    An MT1234: Ich kann deiner Wortwahl an Andreas nicht viel abgewinnen. Es geht doch nicht darum, wer hier bis zu einem bestimmten Lebensalter finanziell mehr erreicht hat, sondern um individuelle Lebenssituationen und -ziele. Ich bin froh über die Mischung an Menschen hier.

    Eine grundsätzliche Überlegung: Angenommen hier schreibt eine verschuldete Person mit, die etwas an ihrem Leben verändern möchte. Oder ein Schüler/Student, der noch ganz am Anfang steht und erst mal nur mit 25 Euro pro Monat anfangen kann. Oder eine 50-jährige Person, die sich bislang zu wenig um ihre Altersvorsorge gekümmert hat und dies ändern möchte.

    Dann macht es aus meiner Sicht mehr Sinn, diese Leute motivierend bei ihren Zielen zu unterstützen, anstatt ihnen demotivierend vorzuhalten, dass man selbst mehr erreicht hat. Wenn du dir zuerst deinen und danach Claus‘ Text durchliest, wirst du diesen Unterschied erkennen. 😉

  60. Markus

    @Pibe

    Für viele Schüler, Studenten, Arbeitnehmer oder 50jährige Personen können die 10 – 20 k p. a. von Andreas oder das 6stellige Depot mit 27 von mir oder aber auch ca. 70% Sparquote von Dir schon demotivierende Züge annehmen…

    Wenn man wirklich ein Ziel hat und dieses erreichen will, kann man kritische Kommentare auch als Ansporn zur weiteren Verbesserung sehen…

    Mit einer durchschnittlichen deutschen Sparquote, durchschnittlicher Anstrengung, durchschnittlichem deutschem Anlageverhalten ist es schlichtweg gesagt, unwahrscheinlich überdurchschnittliches zu erreichen…

    Es ist schwierig, anderen Ihre Gewohnheiten & Ihre Denkweise auszureden und zu sagen, meine ist die einzig Wahre und glückselig machende Denkweise… Ich weiß nicht, ob wir hier Coaching für irgendjemanden betreiben oder es einfach größtenteils ein Pool ähnlich denkender und tickender Menschen ist…

    Der Beitrag von Claus macht einen sympathischen Eindruck, weil er selbstkritisch ist und Durchhaltevermögen trotz Krisen bewiesen hat!

  61. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Claus

    Das ist beeindruckend.

    So ähnlich war es bei mir.

    Meine Eltern waren arm. Mein Vater war Schlosser, meine Mutter Näherin.

    Das Geld war knapp. Ich musste als Jugendlicher oft alleine in den Urlaub – manchmal mit dem Bus.

    Wenn ich etwas haben wollte, musste ich es mir (wie Du) selbst zusammen sparen. Meine Eltern hatten später etwas mehr Geld. Doch dann nahmen sie eine zu große Hypothek auf. Es war als Kind nicht einfach so etwas zu erleben. Ich habe das Sparen aufgrund einer Angst entwickelt. Die Angst treibt mich an. Ich wollte nie mehr durch solche Geldkrisen – wie es meine Eltern mussten. Es ist schrecklich.

    Mir ist dieser Blog ein wichtiges Anliegen. Weil sich mit etwas Vernunft viel Leid später im Leben ersparen lässt.

  62. Fit und Gesund

    @Markus,

    die Wortwahl von MT1234 deutet nicht auf konstruktive Kritik hin sondern eher auf Arroganz…. so nach dem Motto…schau mal was bin ich ein toller Hecht mit meiner Frau zusammen und was bist du für ein kleines Scheisserchen, du wirst es niemals schaffen, ich gebe PIBE350 völlig Recht, wer hier mitliest bekommt immer wieder neue Motivation, durch Tim und eben andere Mitschreiber und ja, es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen dem MT post und dem von Claus, der immer hilfreich und absolut freundlich ist.

    Hätte er nicht mich auch angesprochen und gleich mal versucht rundzumachen, „krankhafte Sparsamkeit“ so hätte ich ihm nie geantwortet.

     

  63. Slazenger

    @Fit und Gesund

    ich sehe es so , was ich von dir gelesen habe,  zeigt mir dass du eine Menge geleistet hast im Leben und mit beiden Beinen fest auf der Erde stehst! Du hast es nicht nötig auf solche Provokationen einzugehen, bringt ja eh nix!

    Ich reagiere niemals im Leben auf Provokationen, das ist einfach sinnlos sich damit auseinanderzusetzen und häufig sind diese Art von Menschen überhaupt nicht zugänglich für konstruktive Auseinanderstzungen ! Egoisten eben!

    Links liegen lassen ist da immer am besten!

    Frohe Feiertage

     

  64. Markus

    @FitundGesund

    Ja, die Wortwahl ist eine andere und durchaus sind die 2 Beiträge von MT widersprüchlich.

    Geschriebener Text kann unterschiedlich vom Autor und Leser je nach emotionaler Verfassung und Denkweise interpretiert werden.

    Bei Medien wird viel aus dem Zusammenhang gerissen um Schlagzeilen & Aufreger zu produzieren.

    Ich kann Dekadenz auch wenig abgewinnen. Trotzdem kann auch Dekadenz für den konsumierenden Leser in Motivation umgewandelt werden, indem man für sich selbst ein anderes Verhalten wünscht, wenn man dieselben Fakten geschaffen hat. 😉

  65. Sparkojote

    @Gurki

    Das ist sehr wohl möglich, ich habe bereits mit 20 Jahren ein vermögen von über 50’000 CHF. Man braucht nur ein guten Geschäftssinn/Job und eine entsprechende Sparquote. Natürlich ist das eher eine Seltenheit und bis zum 6-stelligen Bereich geht es auch nicht mehr lange!

    Gruss

    Der Sparkojote

  66. Ex-Studentin

    Wie viel man sparen kann, hängt sehr von den Lebensumständen ab. Z.B. von den Wohnungskosten. Ich bin z.B. kurz nach meinem 18. Geburtstag ausgezogen und habe meinen Lebensunterhalt selbst bestritten und hatte Bahnkosten, um meine Eltern oder meinen Freund sehen zu können. Einige meiner Kommilitonen hingegen wohnten noch zuhause und bekamen alles gezahlt. Nach dem Studium wurde das Sparen einfacher. Dennoch: Wer z.B. einen Partner mitversorgen muss oder für die Arbeit ein Auto braucht, verbraucht nun mal mehr Geld als 2 DINKs, die im Haus der Eltern wohnen. In der Schweiz oder in den USA verdient man ggf. mehr als in Deutschland und zahlt weniger Steuern. 10-20k im Jahr halte ich für eine tolle Leistung in Deutschland. Bei einem Bruttogehalt von 50k hat man als Single 30k netto. Lebt man von 1000€ im Monat (500 für die Wohnung, 200 für Lebensmittel, 300 für Telefon, Kleidung, Reisen etc.), kann man 18k im Jahr sparen. Mehr als 50k zu verdienen ist sicherlich machbar, aber ich kenne da in meinem Alter (24) nur Leute bei Daimler, Porsche und Co., die das schaffen.

  67. Oliver

    Ehrlich gesagt ist es völlig egal, wann jemand die ersten 100.000 EURO erreicht. Man sollte realistisch bleiben: Die meisten selbst in Deutschland schaffen das sowieso nicht. Wenn jetzt ein einzelner Schreiber glaubt, es wäre normal, in den Mittzwanzigern diese Summe zu erreichen, dann lebt er in einem anderen Land als wie ich es kenne.

    Natürlich schaffen das Einzelne. Das sind die, die sich entweder erfolgreich selbstständig machen, viel Geld erben, im Lotto gewinnen oder irgendwo mit hohem Gehalt und großem Sparvolumen dann dahin kommen. Ich für meinen Teil war da noch im Studium (hab nach einer Berufsausbildung und Bundeswehr erst zu studieren angefangen) und mir waren zu der Zeit ganz andere Themen wichtig als maximal in Aktien zu sparen.

    Ich finde es durchaus gut, wenn jemand z.B. 10.000 Euro/Jahr spart, weil dies weit über den Durchschnitt ist, was der Bundesbürger so zur Seite legt. Was unser übermotivierter Mitschreiber auch unterschlägt: Nicht jeder hat das Ziel, Millionär zu werden. Für viele Menschen reicht es, entweder ein Zusatzeinkommen zu generieren oder genug Polster zu haben, um etwaige Dinge zu finanzieren oder sich etwas schönes zu leisten. Man muß sehen, dass sich auf solchen Blogs wie hier sich Leute tummeln, die im Spar- und Investitionsverhalten ganz anders als der Durchschnittsdeutsche sind. Von daher empfinde ich solche Kommentare von MT wichtigtuerisch und ohne großen Wert. Was will er uns denn sagen? Das er der Held der Sparkasse ist? Sorry, das mußte mal geschrieben werden.

  68. Andrea

    Ich sehe es so wie Oliver. Sparen ist etwas sehr individuelles. Für den einen können 100 Euro im Monat eine enorme Anstrengung bedeuten und der andere hat es leicht, 5000 Eur im Monat zu sparen. Der eine möchte gerne schon in jungen Jahren finanziell unabhängig sein und spart „wie ein Berserker“ (wie Tim sagen würde), und der andere arbeitet gerne und möchte nur im Alter besser darstehen oder seinen Kindern etwas vererben.

    Insofern ist Spott über diejenigen, die nicht schon jung 100000 Euro besitzen, völlig fehl am Platze. Ich finde auch, dass der genannte Beitrag etwas großkotzig und überheblich daher kam. Ein bisschen mehr Bescheidenheit und Dankbarkeit dafür, dass er offensichtlich die Möglichkeiten hat, soviel zu sparen, würde dem Schreiber guttun.

  69. Mario

    Jeder hier im Forum hat seine Vorsätze und Lebensumstände. Daher ist es doch vollkommen egal ob er/sie 600 oder x0.000 € sparen kann. Wichtig ist der von Tim gebetsmühlenartig geschriebene Sparwille. Darauf kommt es am Ende des Tages an. Man sollte jetzt beginnen und nicht morgen.

    Hier waren schon einige Charakter(feste)typen im Blog unterwegs. Hat jemand wieder etwas vom Zeninvestor gehört? Er wollte doch irgendwann einmal Bericht abgeben, ob seine Methode nun funktioniert hat.

    Allen eine besinnliche Weihnachtszeit!

    Eine schöne Woche noch!

  70. Fit und Gesund

    @Slazenger,

    danke, ich mach halt so gut ich kann, ich komme aus eher bescheidenen Verhältnissen und bin dankbar um das was ich von meiner Mutter lernen konnte und um das Glück in einem reichen und sicheren Land leben zu dürfen.

    In meinem Bekannten/Kollegenkreis gibt es wenige Prasser, der grösste Teil spart  bisschen was, und ziemlich Alle haben es doch zu Wohneigentum gebracht, praktisch Niemand legt in Aktien sein Geld an.

    Man hat Vieles in der Hand, aber ich weiss dass man nicht Alles in der Hand hat, noch wichtiger als das dickste Konto ist mir Lebenszufriedenheit, ich treffe immer wieder mal auf Patienten die trotz Krankheit/ Schmerzen auf mich rundum zufrieden wirken, die mithelfen trotz widrigster Umstände, davor ziehe ich so meinen Hut, aber das wäre ein anderes Thema und führt hier zu weit.

    Wünsche Dir einen schönen Tag!

  71. Markus

    @Oliver

    „Wenn jetzt ein einzelner Schreiber glaubt, es wäre normal, in den Mittzwanzigern diese Summe zu erreichen, dann lebt er in einem anderen Land als wie ich es kenne.“

    Das Wörtchen „Normal“ bzw. die unbewusste Implizierung daraus „Durchschnitt“ habe ich nicht genannt.

    Nur, dass es machbar ist!

    „Was unser übermotivierter Mitschreiber auch unterschlägt: Nicht jeder hat das Ziel, Millionär zu werden.“

    Sicher hat dieses Ziel nicht jeder!

    Andreas hat es genannt. Für dieses Ziel behaupte ich, muss man sich schon anstrengen. Mehr Anstrengung, Optimierung, Selbsthinterfragung sind Faktoren, die positiv für dieses „Nummerische Ziel“ zu bewerten sind.

    Ansonsten frägt man sich schon bei manchen selten schreibenden Nick`s und auch leicht provokativen Beiträgen, ob es manchmal nicht auch „Trollbreiträge“ sind, denen eine andere Intention inne wohnt…

    Dementsprechend hätten wir schon viel Aufmerksamkeit darauf verschwendet…

  72. Christoph

    Hallo,

    war länger nicht mehr hier. Habe nämlich seit letztem Samstag wieder einen Hund YEEEAAH. Ist ein liebevolles aber verrücktes Huhn das noch viel lernen muss.

    Sodele: Also Ich abe ca 50% Sparquote.

    Ich führe ein Haushaltsbuch per Google. Das ist das Gegenstück zu Excel, kostet nix und ich kann immer und überall was eintragen.

    Ich führe 3 Dateien. 1. Datei: Erhaltene Dividenden.

    Das ist nach Datum geführt.

    Die hier eingetragenen Werte gehen in a) mein Haushalsbuch(hier führe ich alles auf. VOn der GEZ bis zum Strom usw. und b) Dividendenübersicht. Diese zeigt mir an wo ich in 3 Jahren wohl stehen werde und wo in 20 Jahren usw. Dazu ist hier eine Steigerung der Kurse und der Dividenden hinterlegt.

    So weiß ich jederzeit was ich für kosten habe und mir macht das auch Spass. Einmal angelegt und einmal zum Jahresende die Bezüge zueinander ist es dann einfach gemacht.

     

    Wünsche Euch und Euren Familien frohe Weihnachtstage.

  73. Sparkojote

    @Ex-Studentin

    Man verdient in der Schweiz wesentlich mehr als in Deutschland, dafür zahlen wir auch für alles und damit meine ich wirklich alles viel mehr. Dementsprechend muss man das alles in einer gewissen Relation sehen, in der Schweiz braucht man definitiv einen höheren Betrag um finanziell Frei zu sein als in Deutschland. Hier sind die Fixkosten schlichtweg höher. Alleine schon der Mietzins ist wucher was hier gezahlt werden muss. Idealerweise müsste man in der Schweiz arbeiten und in Deutschland leben 🙂

    Gruss

    Der Sparkojote

  74. Marci

    Für alle die über Weihnachten ein bisschen Zeit finden sich persönlich weiterzuentwickeln, kann ich wärmsten die Video-Reihe „Investors at Google“ bei youtube empfehlen. Hier sprechen bekannte Investoren bzw. die Leute, die bekannte Bücher über Value Investoren geschrieben haben und fassen wesentliche Prinzipien zur Geldanlage, Sparverhalten und Vermögensbildung zusammen (z.B. Howard Marks, Guy Spier, Monish Pabrai, Tomy Gayner). Ich finde die Videos von ca. 1 Stunde Länge echt gut gelungen und habe einiges gelernt.

  75. PIBE350

    An Markus: Natürlich ist dieses Ziel (6-stelliges Vermögen in jungen Jahren) in manchen Fällen machbar. Bei mir war das auch der Fall. Nur: Es macht einen Unterschied aus, ob man über sein Leben berichtet und sich austauscht, oder ob man gezielt jemanden herabwürdigen möchte, der weniger als man selbst geschafft hat. Das ist der entscheidende Punkt.

    Dazu kommt in diesem Fall Absurdität, denn Andreas ist bereits überdurchschnittlich gut unterwegs. Deshalb habe ich 3 Beispiele zum Nachdenken gebracht. Ich persönlich motiviere lieber andere Menschen, egal wo sie zur Zeit finanziell stehen und wo sie hinwollen.

    An Ex-Studentin: Danke für deine 1000-Euro-Rechnung. Ich überlege aktuell, ob ich mir im nächsten Jahr ein Zimmer in Spanien anmieten soll. Diese sind ab 150 Euro (z.B. Mallorca) in Wohngemeinschaften zu haben. Selbst wenn ich seeehr großzügig rechne, bleibe ich unter deiner Schwelle:

    – 300 Euro fürs Wohnen

    – 300 Euro für Lebens- und Haushaltsmittel

    – 300 Euro für Freizeit, Mobilität und gelegentliche Heimatbesuche

    Vielleicht sollte ich eine Auswanderung auf Zeit wirklich mal ausprobieren. 😉

  76. Mattoc

    PIBE, du darfst nicht die Krankenversicherung vergessen. Oder bist du auf Dauer kerngesund?! ?

  77. K.

    Tim hat den „Latest Comments“-Bereich erweitert. Danke dafür. Das macht das Nachlesen einfacher. Besonders in den letzten Tagen.
    Danke für die tollen, persönlichen und schönen Blog-Beiträge sowie Kommentare der letzten Tage. Weiter so. Wer zufrieden ist, den hält nichts auf.

    Nachdem ich viel um die Ohren habe komme ich erst jetzt dazu mal wieder was beizutragen.

    Zum Thema Erlebnisse kann ich nur sagen: Es war zwar anstrengend heute einem guten Freund beim Umzug aus dem 4. Stock zu helfen, aber nach vielen Stufen und vorallem Stunden ist es ein tolles Gefühl. Und war ein schönes Erlebnis.

    So jetzt muss ich mal den obigen Beitrags und die Kommentare nachlesen.

    Schönes Wochenende und schöne Feiertage euch allen. Genießt die Zeit. Nicht nur an diesen Tagen, sondern immer. Bei allem was ihr tut. Das kann zufrieden und glücklich machen, wenn man es bewusst tut. Den jeweiligen Augenblick bewusster genießt bzw. wahrnimmt.

    K.

  78. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ K.

    Ja, das stimmt. Ich habe die Kommentarspalte auf Wunsch einiger Leser verdoppelt. Besonders Matthias Schneider wünschte sich das.

    Ich freue mich wirklich über die Kommentare. Die Beiträge fand ich wirklich hier unter diesem Beitrag super. Ihr habt eine enorme Disziplin, was das Sparen und Haushaltsbuch angeht. Respekt!

    Ich muss sagen, dass ich sehr gerne diesen Blog für Euch schreibe. Bessere Leser kann ich mir nicht wünschen.

     

    @ alle

    Ich wünsche allen schon mal frohe Weihnachten, wunderschöne erholsame Feiertage und alles Gute im Neuen Jahr. Ich werde selbstverständlich weiter zwischenzeitlich schreiben.

  79. Rainer ZufallRainer Zufall

    Hat sich schon jemand mit der Fondsbesteuerung ab 2018 beschäftigt? Was ich nicht verstehe:

    Wie wird mit ausländischen thesaurierenden & SWAP basierten Fonds umzugehen sein? Sind dort ebenfalls wiederangelegte Erträge (die es ja bei swap basiserten Fonds eigentlich gar nicht gibt) in der Steuererklärung anzugeben? Eine Artikel in Finanztest zum Thema klingt so.
    Und: Wie wird zum Teilthesaurierung umzugehen sein? Sind diese ebenfalls in der Steuererklärung anzugeben? In der Regel betrifft die Reform m.E. Fonds mit Thesaurierung. Aber zu ausschüttenden Etfs mit Teilthesaurierung finde ich nix.

    Soll ja eigentlich leichter werden. Aber ich glaube, dass ich ab 2018 mehr Arbeit habe als jetzt.

     

     

     

  80. DivSky

    Habe da auch mal eine Frage.

    Metro will nächstes Jahr Media-Markt, Saturn und Redcoon in ein separates  Unternehmen ausgliedern. Also eine Art „Spin Off“. Wer dann z.b. 100 Metro Aktien hat, bekommt laut meinem Kenntnisstand 100 Aktien der neuen Firma hinzu.

    Meine Frage wäre jetzt die, ob es da was steuerlich zu beachten gibt? Muss man nach dem einbuchen der neuen Aktien was bezahlen?

  81. Rainer ZufallRainer Zufall

    Nachtrag. Lese gerade eine Diskussion im WP Forum. Interessant wird die Diskussion dort ab dem Zeitpunkt nach der Verabschiedung des Gesetztes.

    Soweit wie ich es verstehe erfolgt die Besteuerung bzw. Die Vorabpauschale, über die wir uns alle sicher noch wundern werden, auf Ebene der Depots Bank.  Diese wird ermächtigt die Pauschale auch ohne Zustimmung des Depotinhabers oeinzuziehen.

    http://www.wertpapier-forum.de/topic/38496-reform-der-besteuerung-von-investmentfonds/page__st__180

    Siehe Beitrag vom 9. Juni und Link zum Gesetz.

    Insgesamt trotzdem eine sehr komplexe und wenig erfreuliche Geschichte.

    Interessant auch der Hinweis bei der Debatte im Bundestag:

    Fritz Güntzler (CDU/CSU):

    „Ich habe den Wissenschaftlichen Dienst um Unterstützung gebeten. Er hat die Segel gestrichen und gesagt: Da können wir Ihnen nicht helfen. Da haben wir keine Expertise. – Ich meine, da müssen wir uns schon fragen, ob wir diese Art von Gesetzgebung verantworten können.“

    Weiterhin unklar ist mir, ob das jetzt auch ausschüttende Fonds mit ausschüttungsgleichen Erträgen bzw. Teilthes. Betrifft oder „nur“ bei Thesaurierenden Fonds gilt.

  82. Claus

    @ DivSky

    häufig werden in D neu eingebuchte Aktien von Spin-Offs voll versteuert, als wären es Gratis-Aktien gewesen…  Ein Irrsinn, denn es gab ja überhaupt keinen Gewinn. Ärger und viel Aufwand, die unberechtigten Steuern zurückzuholen, sind vorprogrammiert. Wenn Du Pech hast, siehst Du das Geld nicht wieder.

    Die einzige Lösung ist der vorherige Verkauf der Position!

    Aber warum hast Du Metro-Aktien? Ich kann hier kaum etwas Positives entdecken.

    LG

  83. Swantje B.

    @Rainer: Danke für den Link zum WP-Forum. Die Diskussion ist wirklich ziemlich gut. Einfacher wird’s wohl nicht …

  84. DivSky

    Ich dachte nur, wenn man 100 Metro Aktien hat bekommt man Gratis dann 100 Aktien von der anderen Firma dazu. Also ohne was zu zahlen.

     

    Metro hat an sich ein stabiles Geschäftsmodell. Von daher gar nicht mal so interessant. Der Konsum ist immer da. Ich werde meiner Frau bei Saturn demnächst ein Handy bei Saturn kaufen und den Umsatz ankurbeln 🙂

  85. Max

    Hallo,
    wie ihr wisst, schreibe ich nicht soooo häufig. Trotzdem lese ich fast täglich neue Kommentare. Und hier möchte ich mich auch mal bei den fleisigen Schreibern bedanken. Es ist einfach schön, die Erfahrungen von vielen anderen zu lesen.

    Ich wünsche euch und natürlich auch Tim (der uns eine tolle Plattform zur Verfügung stellt) schöne Weihnachten und eine ruhige Zeit.

  86. Freelancer Sebastian

    Dem schließe ich mich an. Super Gruppe hier. Tolle, lehrreiche Erfahrungen. Freundlicher Umgang. Wertvolle Hinweise. Klasse!

    Ein frohes, friedliches Weihnachtsfest euch allen!

  87. PIBE350

    An Mattoc: Das wünscht sich natürlich jeder, aber an meinem Versicherungsstatus würde sich natürlich nichts ändern. Deshalb habe ich es nicht extra erwähnt. 😉

    An Fit und Gesund:

    1. Methode: keine Amut.

    2. Methode: keine Amut.

    3. Methode: ,,Sie gelten als arm, da Ihr Ergebnis (36,2%) der multi-dimensionalen Armutsmessung über dem Schwellenwert von 33% liegt.“ Was wollen die von mir? Ich fühle mich multidimensional glücklich. 😀

    Ich wünsche Tim und allen Lesern frohe Weihnachten! 😉

  88. Fit und Gesund

    @PIBE350

    ich bin auch nicht arm, bei keiner Methode, Methode 3 dachte ich, ich könnte paar Punkte erhaschen weil ich ja eher klein bin, und nicht in die Kirche gehe…nix da, die sind gnadenlos…ich fühle mich multidimensional zufrieden 🙂
    wie konntest Du denn schon wieder punkten *lach*?

    auch laut n-tv muss jeder zweite Deutsche mit Altersarmut rechnen, ich würde mal sagen, das ist politisch so gewollt.

     

  89. PIBE350

    In der Kategorie ,,Soziale Teilhabe“ kam ich auf 5-mal nie und 2-mal selten. Liebe Armutsforscher, das habe ich bewusst so angekreuzt. 😀

    Ja, die gesetzliche Rente wird zu einem Trauerspiel. Mehrere Einkommensquellen im Alter zu haben, zahlt sich aus.

  90. Andrea

    Fit und Gesund, ich glaube auch, dass das politisch so gewollt ist, dann kann man diese Armen später zu niedrigen Löhnen sich etwas dazu verdienen lassen, so wie es jetzt schon in den U.S.A. ist! Das trifft sich doch gut, wo wir doch jetzt schon Mangel an Fachkräften haben sollen.

     

     

  91. Fit und Gesund

    @PIBE350

    also wie war das mit Deiner sozialen Teilhabe? wobei, auf dem Foto find ich siehst Du ausgesprochen platt aus, will den echten PIBE 350 sehen *lach* nicht nur das Kostüm….viel Spass bei der Bescherung und berichte später mal was Du nun von der kleinen Nichte? gelernt hast bezüglich kindlicher Freude etc.

    also hier gibt es nichts dergleichen, und ehrlichgesagt, hat es sowas auch nie gegeben, finde es aber schön, daran erinnern sich die Kinder ja später. Meine Katzen haben soeben noch bisschen rohes Huhn vertilgt, Einer hat gleich gek….tzt…und ich werde bald abschieben und schauen ob es bei uns schon die ersten Besoffenen eingetrudelt sind, oder ob schon die ersten Pulsadern wieder angeritzt wurden, zu den wirklich Kranken dann…also Weihnachten wie immer 🙂

    @Andrea,

    aber nicht doch, die Fachkräfte sind längst da, alle Berufsgattungen, um keinen Ärger zu bekommen verzichte ich auf genauere Erklärungen. :), ist ja Weihnachten….

  92. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Couponschneider

    Ich habe mir nichts gewünscht. Ich bin zufrieden mit dem, was ich besitze.

    Ich habe wenig geschenkt. Ich habe ein Mittagessen im Restaurant der Großfamilie spendiert und jedem ein Lebensmittel nach Wunsch im Supermarkt gekauft (die meisten wollten ein schönes Olivenöl). So handhabe ich das als der reiche Onkel aus New York.

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