Willst Du ein Leben lang schuften für Autos, Haus, Mode, Urlaube, Elektronik? Oder weniger konsumieren und dafür früher finanziell frei sein? Ich bin lieber frei


New York, 8. November 2017

Ich bewundere Albert Einstein. Er war immer sparsam. Er liebte einfache Kleidung und machte sich nichts aus Luxus. Er wusste, all der Plunder macht Menschen nicht zufriedener.


Mehr Geld auszugeben fürs Wohnen, Mode, Auto, Urlaub… macht mich nicht zufriedener. Ich hielt es immer so, meine Ersparnisse zu schützen, das war mir wichtig. Ich möchte nicht langsam meinen Schatz verpulvern (Aktien verkaufen). Ich lebe im Prinzip von Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen und meiner Tätigkeit als freier Journalist. Das sind alles kleine Geldströme. Aber in der Summe sind sie ganz ordentlich. So sicherere ich mir dauerhaft meine Freiheit und Unabhängigkeit.

Es war enorme Arbeit, so einen Schatz aufzubauen. Daher passe ich auf meine Schäfchen gut auf. Wie ein Hirte. So solltest Du mit Deinem Vermögen umgehen. Möglichst konservativ. Die Substanz solltest Du erhalten. Mit der Vier-Prozent-Entnahme-Formel kannst Du Deinen Schatz erhalten. Du solltest keinesfalls darüber hinaus gehen und mehr als vier Prozent Deines Aktien-Vermögens versilbern, wenn Du finanziell frei bist. Sicherer sind drei oder 3,5 Prozent.

Während der Arbeitsphase ist es wichtig, wer die finanzielle Freiheit anstrebt, folgendes zu tun: Generell ist es ratsam, nicht die Ausgaben hochzufahren. Das heißt, Du kaufst nicht ständig teure Autos. Du passt auf Deine Ausgaben auf. Du behältst Deine moderaten Lebensgewohnheiten bei – selbst wenn Du eine schöne Gehaltserhöhung erhältst. Die Gehaltserhöhungen und Boni sparst Du neben Deiner regelmässigen Sparquote.

Bei der Masse ist es so, dass ständig die Ausgaben nach oben schnellen. Sie wollen flottere Autos, größere Wohnungen, mehr Kleidung, edleres Essen, feinere Hotels… Sie sind nie zufrieden. Sie sind ständig auf der Jagd. Sie leben in dem Irrglauben, wenn sie jetzt das neue iPhone kaufen, dann werden sie endlich zufrieden.

Hier kannst Du sehen, wie sich Banker bei J.P. Morgan in New York abquälen in kleinen Boxen. Jeden Tag. Vermutlich müssen sie arbeiten, bis sie 70 Jahre alt sind. Ich bin schon mal hier durch das Großraumbüro gelaufen. Ich hatte den Eindruck, das macht keinem Spass hier zu arbeiten. Sie schauen alle deprimiert aus:

Im Grunde geht es in diesen Hochhäusern so zu, wie bei der US-Serie „The Office“. Sie haßen die Arbeit. Sie haben Ärger mit dem Chef und Kollegen. Sie haben die Nase gestrichen voll:

Du musst Dir natürlich nicht alles vom Munde absparen. Aber je sparsamer Du bist, desto schneller wirst Du frei. Desto schneller kannst Du dem Büro-Käfig entkommen. Andere werden Dich vermutlich als Sonderling abstempeln. Das sollte Dir egal sein. Weil Du weißt, dass die Masse mit Arbeit bis 65-70 Jahre bestraft wird. Und Du eventuell mit 35, 40, 50, 55 in die Freiheit kannst.

Im Kern ist es so: Du solltest mit beiden Beinen auf dem Teppich bleiben. Das heißt, dass Du Deine Schulden tilgst. Behalte immer Deinen Traum von der Freiheit im Kopf. Frei zu sein ist so viel schöner als ein doofes Clown-Auto zu fahren.

Ich, mit meiner Schäfer-Spar-Methode, bewundere den weisen Albert Einstein. Das Genie hat einen schönen Rat:

„Stilles bescheidenes Leben gibt mehr Glück als erfolgreiches Streben, verbunden mit beständiger Unruhe.“

Einstein liebte sein Fahrrad. Als der prominente Wissenschaftler zur Princeton Uni nach New Jersey zog, gab ihm die Hochschule das Privileg in schönen Autos fahren zu können. Er lehnte ab. Sein Rad machte ihm Freude. Er wusste, dass sein Gehirn auf dem Rad besser funktionierte. Er war äußerst sparsam. Er hatte nicht genug Lampen in seinem Haus, weil er das Geld nicht ausgeben wollte. Aber dafür lud er jede Menge Studenten ein, bei ihm zu wohnen (was seinerzeit üblich war).

Seine Ex-Frau Mileva Maria lebte derweil auf großem Fuss in Europa. Sie kaufte sich ein fünfgeschossiges Haus in der Huttenstrasse 62 in Zürich. Es war im Prinzip vom Preisgeld, das Albert Einstein vom Nobel-Komitee aus Schweden erhielt.

Sie kaufte zwei weitere große Häuser in der teuren Nachbarschaft. Eigentlich wollte sie von den Mieteinnahmen leben. Aber Reparaturen und Ärger mit den Mietern machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Ihr Geld reichte nicht. Sie pumpte ständig ihren Ex-Gatten Einstein an. Einstein zahlte bereitwillig für eine Dacherneuerung, Mietausfälle und seinen Sohn. Einstein war ein Geber. Er dachte immer an seine Kinder – und ans Spenden.

Einstein sparte eisern für seinen Sohn Eduard. Er wollte, dass er mit seiner Hilfe (Erbe) finanziell frei wird. Doch eines Tages wurde Eduard in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. In der Klinik Burghölzli wurde er als schizophren diagnostiziert. Ob Eduard wirklich schizophren war, bezweifle ich. Damals war in den Psychiatrien das Wissen nicht vorhanden. Gut möglich, dass Eduard an Autismus litt.

Einstein achtete auf seine Fitness (lange Spaziergänge, Rad). Er wurde 76 Jahre alt. Kurz vor seinem Tod spendete er an seine geliebte Uni in Jerusalem.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Willst Du ein Leben lang schuften für Autos, Haus, Mode, Urlaube, Elektronik? Oder weniger konsumieren und dafür früher finanziell frei sein? Ich bin lieber frei

  1. Daniel

    Willst Du ein Leben lang schuften für Autos, Haus, Mode, Urlaube, Elektronik?
    ja[ ]
    nein[x]

    😉

    Es ist im Wesentlichen eine Lebensstil-Entscheidung und vielen ist nicht einmal bewusst dass sie im Hamsterrad laufen. Ich verfahre schon seit Jahren wie Du es beschrieben hast. Jede Gehaltserhöhung nehme ich mit, meine Ausgabenseite steigt nicht, sinkt sogar seit Jahren leicht, da ich zunehmend Versicherungen hinterfrage/verhandele und meinen Konsum einschränke. Ich habe viele teure Gegenstände, insbesondere im Hifi-Heimkinobereich, meinem größten Hobby, allerdings tritt hier eine Sättigung ein.

    Selbst Lautsprecher die etliche tausend Euro gekostet haben werden nach 20-30 Jahren nicht überflüssig/schlecht sein, da ist die Halbwertszeit einfach eine andere als z.B. bei Smartphones.

    Urlaube kombiniere ich häufig mit Dienstreisen sodass die teuren Fahrten wegfallen. Sparen kann man immer viel. Ich habe für mich ein gutes Mittelmaß gefunden und meine Sparquote dürfte weit jenseits der 60% liegen.

    Zudem habe ich noch sehr viel Spaß an der Arbeit und mit den Kollegen, das kann aber natürlich jederzeit kippen, deswegen lebe ich nach dem Motto „Haben ist besser als brauchen“.

    In diesem Sinne…schönen Abend

    Gruss Daniel

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Daniel

    Das klingt sehr vernünftig. Gratulation zu der Einstellung. Weniger Verschwendung = Mehr Lebensgewinn. Schönen Abend nach Europa.

  3. Clemens

    Hi Tim,

    eigentlich schreibst Du alle 2-3 Tage das Gleiche. Mach bitte weiter! Ich lese seit bald zwei Jahren deine Beiträge. Sparen ist wirklich schwer und ich brauche Deine Motivation. In acht Jahren werde ich die FF erreicht haben – erst dann kannst Du in den Ruhestand gehen?.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Clemens

     

  4. David

    @Tim:

    Gemäss Trinity-Studie kommt man mit der 4%-Entnahme-Regel ja durch, wobei du erwähnst, dass eine 3 – 3.5%- Entnahme wohl sinnvoller sei. Vor kurzem habe ich nachstehenden Artikel gefunden:

    http://www.hamsterradblog.com/allgemein/wie-viel-geld-braucht-man-zum-leben/

    Was hältst du von dieser Rechnung? Immerhin geht der Blogger davon aus, dass man nicht das 25-fache des Jahresbedarfs zur finanziellen Freiheit benötigt, sondern rund 4x mehr (d.h. das 100-fache). Inwiefern hältst du seine Berechnung für realistisch? Immerhin muss ich eingestehen, dass ich der Meinug bin, dass eine 4%-Entnahme unter Umständen schon knapp werden könnte…!?

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Clemens

    Danke fürs Lesen und Kommentieren. Die Menschen müssen meine Botschaft sehen, hören, fühlen. Je öfter, desto besser. Die Schuldenaufnahme für den ganzen Plunder (Auto, Haus, Urlaub, Möbel…) ist ein Wahnsinn. Sie denken, es ist normal, weil es jeder macht. Ich halte es für einen Wahn.

    Wenn Du hier fleißig liest, wirst Du es sicherlich bequem in die finanzielle Freiheit schaffen.

    @ David

    Der Hamsterrad-Blogger übertreibt. Ich denke, mit 750.000 bis 1 Million Euro Finanzvermögen kommt man in Europa gut über die Runden.

    4% unterstellt, hast Du dann jährlich 30.000 bzw. 40.000 Euro zur Verfügung.

    Weil ich ein konservativer Mensch bin, rate ich einen Schnaps weniger zu entnehmen. Also 3,5%. Wer mag, nimmt einen kleinen Nebenjob an. Dann kann kaum etwas anbrennen – zumindest nach meinem Dafürhalten.

    35.000 Euro im Jahr zur Verfügung zu haben nebst einem Finanzpolster von 1 Million Euro – das fühlt sich wunderbar an. Es ist sicher, wenn man keinen Mist baut.

  6. Ruben

    Denke ein Nebenjob wirkt mehrfach:

    1. Das Offensichtliche: es kommt  immer noch ein wenig Geld rein. 2. Man ist immer noch günstig versichert und der AG trägt einen Teil, besonders die Krankenversicherung. Ansonsten muss man die Versicherung komplett selbst tragen. 3. Man bleibt im Job noch auf dem laufenden, falls es doch mal hart auf hart kommt und man wieder darauf angewiesen ist. 4. Wenn einem die Arbeit und die Kollegen/Kunden noch ein bisschen Spaß bereiten, dann nimmt man doch noch etwas mehr am gesellschaftlichen Leben teil.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ruben

    Genau. Der Nebenjob hat viele Vorteile. Finanziell, emotionell, psychologisch… Du fühlst Dich „gebraucht“ im positiven Sinne. Aber gleichzeitig gehst Du nicht gezwungenermaßen in ein Arbeits-Gefängnis. Denn Du musst nicht arbeiten. Das ist ein großartiges Gefühl. Die meisten Kollegen gehen zur Arbeit, weil sie müssen. Wenn ich mir allein die Hypothekenschulden-Trends in Deutschland anschaue, wird mir unwohl.

  8. Ex-Studentin

    Aktuell würden mir ohne Job ebenso die sozialen Kontakte fehlen. Denke, dass sich mit der FF der Bekanntenkreis ändert und Freundschaften einer starken Probe unterliegen. Der alleinerziehenden Schulfreundin könnte das Verständnis für die FF fehlen, man hat weniger Gemeinsamkeiten, die einen zusammen schweißen. Neid ist ein schwieriges Thema. Ich werde immer mal als geizig bezeichnet, wenn ich selbst bei Kleinigkeiten über die Anschaffung nachdenke. Dabei gebe ich stets Trinkgeld, geb bei Geschenken auch mal mehr Geld dazu etc. Trotzdem bekomme ich selbst in der Familie ab und zu einen blöden Spruch zu hören. Ich versuch da drüber zu stehen, aber nicht jeder hat Verständnis für Leute wie „uns“. Geizhälse, Zocker. Wir, die so viel sparen und als Aktionäre für schlechte Arbeitsbedingung und Ausbeutung sorgen. Wir, denen alles zugeflogen ist, weil wir zufällig den richtigen Job erwischt haben, während andere es viel schwerer im Leben hatten.

  9. David

    @Ex-Studentin:

    Ich kenne dieses Phänomen als Geizhals abgestempelt zu werden, aber weniger bei der Familie, sondern mehr im Freundeskreis. Meine wirklich guten Freunde kennen mich zwar und wissen, dass ich ihnen gegenüber nicht knausere, aber es kommt durchaus vor, dass einmal ein Kollege eine dumme Bemerkung macht. Ich muss eingestehen, dass mich solche Aussagen dann recht nerven, umso mehr, weil ich mich ihnen gegenüber nie etwas habe zu Schulden kommen lassen, sodass sie für ihre Aussage also eigentlich gar keine Berechtigung haben.

    Was aber meine Familienangehörige betrifft: Diese fokussieren sich meist mehr um das Geldausgeben als ums Sparen. Vor einer Weile habe ich mich dann auch mächtig über meine Mutter genervt: Mein Neffe (8-jährig) hat uns stolz seine Brieftasche gezeigt mit dem Geld, welches er gespart hat. Darauf hin hat meine Mutter ihn dann gefragt: „Und was machst du mit diesem ganzen Geld?“ Als dieser darauf dann keine Antwort hatte, meinte sie nur: „Du musst das Geld schon auch ausgeben, sonst macht das Sparen keinen Sinn!“ Als ich das gehört habe, wurde ich leicht aggressiv und habe meine Mutter zusammengestaucht und ihr erklärt, dass sie das in Zukunft gefällig unterlassen soll, denn wenn ein so junger „Mann“ schon in diesem Alter das richtige Mindset hat, soll ihm nicht noch eingeredet werden, dass das Sparen ohne direkten Wunsch nach Konsum eine schlechte Sache sei!

  10. Kiev

    @Jenny

     

    Die Sprüche kenne ich auch. Ich bin mittlerweile aber aus dem Zustand im familiären Umfeld herausgekommen. Wenn es anfängt zu laufen freuen sich die eigenen Eltern auf jeden Fall wenn ihre Kinder in „Sicherheit“ sind. Unterstützung erhalten aber meist die Bedürftigen was im Grunde der falsche Ansatz ist. Ändern kannst Du es außer bei eigenen Kindern nicht. Ich glaube das wurde auch schön in „Millionaire Next Door“ beschrieben.

    Die allgemein bekannten Jammer Themen kannst Du auch für Dich ausspielen. Deshalb musst Du ja nicht die ganze Zeit rumheulen, aber man kann einfach erklären, weshalb man spart. Man muss ja nicht zu tief in die Materie eingehen. Das führt nur zu Irritationen.

    Du könntest z.B. das Thema (genug) Rente für Dich als Grund zum Sparen verwenden, dass Du für Dich extra vorsorgst. Das klingt nahbarer als die finanzielle Freiheit. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass heute jemand ernsthaft daran etwas kritisieren kann. Daneben kannst Du auch den Wunsch nach Kindern ausdrücken, die gut versorgt sein sollen. Das ist aber ein heikler Punkt, den die eigenen Eltern vermutlich nur zu gerne hören ;-). Du könntest auch über die Immobilienpreise meckern und das Du zwangsläufig sparen musst um genug Eigenkapital zu erreichen. Da die Preise heute so hoch sind musst Du eben umso mehr sparen. Das ist logisch und begreifen die meisten. Falls Du gar nichts kaufen möchtest ist das ja auch ok. Du kannst immer sagen, dass es aktuell nicht möglich ist. Unter möglich kannst Du für Dich ja auch rentieren definieren.

    Und zum Job kannst Du einfach sagen, dass die aktuelle Lage sehr gut ist. Somit möchtest Du verständlicher Weise etwas für schlechtere Zeiten, oder geplanten Zeiten ohne Einkommen wie Elternzeit (Vorsicht bei Eltern) vorsorgen.

    Wie gesagt, Verständnis habe ich erreicht. Der Umkehrschluss funktioniert bei allem Verständnis aber leider dann doch nicht. Bei manchen Endscheidungen meiner Familie kann ich positiv einwirken. Bei anderen nicht. So ist es und das habe ich jetzt auch akzeptiert. Früher hat mich manch absolut überflüssige Konsumentscheidung meiner Geschwister oder Eltern gestört. Heute drücke ich z.B. kurz meine Bewunderung für ein schönes neues KFZ aus und belasse es dabei.

    @ David

    Du warst noch schneller. Habe gerade Deinen Kommentar gesehen. Du hast ja Recht, aber ich würde an Deiner Stelle Konsumentscheidungen weit in der Zukunft als Begründung verwenden. Sonst führt es wieder zu Irritationen, wenn das öfter vorkommt. Die kann man ja dann noch zu gegebener Zeit korrigieren 😉

    Bei meinen sehr jungen Kindern habe ich erst ein KFZ oder Führerschein als Argumente zum Sparen verwendet, bin dann aber zum Berufsstart und Start ins eigene Leben übergegangen, da ich dies interessanter finde.

     

  11. Oliver

    Ich hatte auch lange überlegt, wie es bei mir nächstes Jahr weiter gehen soll. Ich habe sehr viel Freude an meiner Tätigkeit, auch wenn mein Hauptauftraggeber sehr viel negatives bzgl. der Geschäftskultur in den letzten 2 – 3 Jahren getan hat. Da ich selbstständig bin, war ich bei vielen Maßnahmen raus. So findet z.B. heute ein großes Meeting statt, wo sich wahrscheinlich mal wieder das Schicksal für einige Kollegen besiegeln wird. Das bringt natürlich extrem schlechte Stimmung, ist klar.

    Gut, ich müßte jetzt also nicht zwingend mehr arbeiten. Aber ich müßte dann schon etwas auf das Geld schauen, was nach Jahren wieder eine neue Erfahrung wäre. Zusätzlich mag ich das, was ich tue. Technik interessiert mich nunmal und neue Entwicklungen finde ich immer spannend. Nächste Woche z.B. bin ich auf einen größeren Event in Berlin und treffe viele Techniker, mit denen ich munter diskutieren kann. Natürlich könnte ich als Privatmann auch dahin gehen, aber das ist nicht das gleiche als wenn man offiziell da ist.

    Trotzdem habe ich beschossen, dass ich nicht mehr Vollzeit arbeite. Ich werde nur Aufträge annehmen, die mich vielleicht 2-3 Tage die Woche beschäftigen. Oder dann auch Aufträge, wo ich mal eine Zeit voll beschäftigt bin und danach eine größere freie Pause. Ganz aufhören zum arbeiten möchte ich einfach nicht und der Weg, wie es z.B Jason Fieber macht, ganz nach Thailand auszuwandern oder woanders, wo es schön ist, bin ich einfach nicht reif dafür.

    Von daher denke ich, dass mit Erreichen der finanziellen Freiheit man sich davor ausgiebig Gedanken machen sollte, was man tun wird. Das Geldthema ohne Nebenjob würde mich nicht so stark beschäftigen. Zum einen werden die Erträge mit der Zeit höher (ich orientiere mich ausschließlich nach den erhaltenen Dividenden, keine Verkäufe) und damit bewege ich mich von dem Break-even-Punkt immer weiter zu meinen Gunsten weg. Das hieße, die ersten 5 Jahre sind die kritischsten, danach wird es entspannter. Andererseits habe ich einiges Potential nach unten mit meinen Ausgaben, von daher ist es relativ.

    Natürlich ist es vorteilhaft, weiter aktive Tätigkeiten auszuüben. Man rostet nicht ein, man bleibt auf dem aktuellen Stand, man hat immer noch ein gutes Netzwerk und nette Kontakte und vor allem eine Beschäftigung, die einem zusagt. Das aktive Einkommen kann ich z.B. verwenden, um noch ein paar Aktien zu kaufen (werde ich vielleicht sporadisch machen) oder um Dinge zu unterstützen, die mir wichtig sind und die ich gut finde. Aber diese Haltung ist nur meine und jeder wird das gemessen an seiner Situation unterschiedlich handhaben. Manche werden tatsächlich beruflich komplett inaktiv, andere arbeiten normal weiter und ihnen genügt das Wissen, dass in der Firma niemand mehr einem etwas anhaben kann. Es gibt da kein richtig oder falsch, man muß nur hinter seinen Entscheidungen stehen.

    Bzgl. des Freundeskreises rede ich nicht über meine Depotgröße oder was ich so nebenher jeden Monat bekomme. Ist auch nie ein wichtiges Thema gewesen. Viele wissen, dass ich am Aktienmarkt was mache und das man sich mit mir darüber unterhalten kann. Aber die wenigsten sind dort aktiv, von daher kommen solche Themen nur sporadisch auf. Man sollte mit seiner Situation zurückhaltend sein, sonst entsteht sicherlich Neid bei dem einen oder anderen, der viel mehr finanziell zu kämpfen hat. Deswegen ist es einfach nicht schlau, über seine Zahlen im Freundes- und Bekanntenkreis zu reden.

    Die Cubicles fand ich lustig im Video. Die gibts bei Intel auch. Dort werden sie als positiv verkauft, weil man noch einen Stehtisch bekommen kann, wenn man will. Aber ich arbeite von zu Hause aus, von daher betrifft es mich nicht. Zum Glück :). Bin keine Legehenne.

     

  12. Fit und Gesund

    @Freelancer Sebastian,

    werde gleich Reckitt Benckiser kaufen, der Kurs beruhigt sich zusehends, laut Financial Times haben am 8.11. der Chief Financial Officer und noch Einer der Oberen gut zugekauft, der CFO immerhin 2285 Aktien, ganz schönes Sümmchen, 🙂

    was das in Zukunft bringen wird weiss ich nicht, sie wollen irgendwie im Gesundheitsbereich weiter zukaufen, dafür wohl Anderes verkaufen, aber man muss ja irgendwie auch mal Vertrauen in das Management haben.

    Bin gespannt was Du machst!

     

    hätte heute noch H&M zukaufen können, aber deren Strategie ist einfach völlig falsch, die eröffnen Laden um Laden, die Leute bestellen aber online, darauf sollten sie sich konzentrieren, die Dividenden haben sie seit Jahren nicht erhöht, obwohl die Dividende sehr gut ist.

    vom nächsten Gehalt könnte ich tatsächlich eine kleine Position Barrick Gold kaufen, das wäre so ein wenig ein Kauf spekulativer Natur, die sind auch ziemlich gefallen, vielleicht gibt es eine bessere Aktie, da muss ich nochmal forschen.

    Gut Kauf an Alle!

    und streitet nicht ob ETF oder Einzelaktien, ich habe Beides und bin zufrieden 🙂

  13. Anna-Lena

    @David & Tim

    Ich glaube, Christian vom Hamsterradblog könnte Recht haben.Wenn du, Tim, jetzt von 1M EUR sprichst, hat dieser Wert in 20-30 Jahren eine andere, verringerte Kaufkraft. Abgesehen davon, werden in Deutschland laufend die Steuern erhöht. In 30 Jahren wird man wahrscheinlich nicht 26 % abgeben, sondern 36 % oder so.

    @Jenny

    Das Problem mit den sozialen Kontakten hatte ich auch. Ich würde sagen, dass mein jetziger Zustand der FF etwa gleicht (wenn mir nicht der Abschluss so im Nacken sitzen würde), aber ich gehe ja nicht arbeiten und mein Studium ist stark männerdominiert. (Deines wahrscheinlich auch, oder?) Wie man mit Männern platonische Freundschaften pflegt, ist mir ein Rätsel und hat noch nie geklappt, also sind eigentlich alle Kontakte aus dem Studium für Freundschaften ausgeschlossen. Mit meinen Freundinnen aus der Schulzeit habe ich kaum noch Kontakt (ich schreibe nur noch mit einer.) Also habe ich mich auf einer bestimmten Seite angemeldet (ja, auch solche Bedürfnisse werden heutzutage bedient :D)  und in meiner Stadt zwei liebe Freundinnen gefunden. Zusätzlich pflegt mein Freund noch seinen Freundeskreis aus seiner Schulzeit, d.h. mit den Leuten treffe ich auch häufiger zusammen. Alles in allem fühle ich mich ganz wohl mit der Konstellation.

    Ansonsten glaube ich, ist es förderlich, Kontakte in unserem Interessengebiet zu suchen. Z.B. hier oder bei den Treffen, die man veranstaltet. Oder gezielt nach Leuten suchen, die anders sind und arbeiten. Auf Instagram machen das doch so viele Leute vor. Ich folge da sehr reichen Menschen und schaue mir an, wie die so leben. Gerade mit Instagram Stories bekommt man echt einen guten Einblick.

  14. Mattoc

    @Anna-Lena,

    das ist kein Problem, denn wenn die Preise steigen, so wie vorhergesagt, dann steigen auch die Gewinne der Unternehmen, die die Produkte anbieten, und damit steigen dann die Börsenkurse. Außerdem werden auch die durchschnittlichen Gehälter immer weiter steigen (ja, Ralf, das passiert tatsächlich 🙂 ). insofern ist das alles entspannt.

    Zu sagen, dass ausschließlich die Preise steigen und alles andere unverändert bleibt, ist natürlich nicht richtig.

    Man sollte also die Inflation in die jährlichen Sparraten einrechnen. Dann geht das Depot gut ab in den von dir genannten nächsten 20 bis 30 Jahren.

  15. Andreas Russ

    Finanzielle Freiheit fängt im Kopf an. Wenn Du die richtige Einstellung mitbringst, genießt Du das Leben bereits heute und an jedem Tag.

    Ich finde es schade, wenn manchmal der Eindruck entsteht, dass Sparen und Investieren etwas mit Entbehrung zu tun hat.

    Mir fehlt nichts, wenn ich mir nicht alles kaufe.

    Es geht mir nicht darum, in 5,  10, 15 Jahren (oder bereits heute?;-)) finanzielle Freiheit erreicht zu haben. Es geht mir darum, ein zufriedenes, erfülltes Leben an jedem Tag meines Lebens gelebt zu haben. Und da wäre es grundfalsch, auf eine Zeit in X Jahren zu warten und zu sagen: „In 5 Jahren bin ich finanziell frei – dann kann ich endlich tun und lassen was ich will. Dann fängt das Leben an.“ Nein, das ist nicht richtig. Dein Leben wird an jedem Tag um einen Tag kürzer. Die Uhr tickt. Das heißt aber nicht, auf Teufel komm´raus zu konsumieren.

    Vielmehr ist es auch möglich, Genuss daraus zu ziehen, in seiner Zeit das tun zu können,was einem Spass macht, was einen zufrieden stellt. Aktivitäten, die persönliches Wachstum ermöglichen. Wenn dazu dann ein Arbeitsverhältnis im Angestellten-Status als Einkommensbestandteil enthalten ist, kannst Du Dir jeden Tag überlegen, ob Dir Phasen von Stress mit Arbeitskollegen diese Aktivität noch Wert ist oder nicht. Und wenn nicht, suchst Du Dir was Neues. Das ist ein großartiges Gefühl von Freiheit. Das ist der wirkliche Kick!

    Daher, Investiere jeden Tag in Dich selbst! Just Do It!

    Viele Grüße, Andreas

  16. Kall

    Bonjour,

    Ex Studentin: Glaube  ich, dass es manchmal nervt, wenn man hochgenommen wird. Ging mir auch so, als ich anfing in meiner Familie über den Blog von Tim zu diskutieren. Wenn man nicht dogmatisch ist, werden das aber bisweilen richtig interessante Debatten. Wenn ich bei anderen merke, dass es so läuft, wechsle ich das Thema. Das erspart Stress.

    Fit und Gesund:

    Reckitt verstehe ich. Habe ich leider durch einen blödsinnigen Stopkurs verkauft. Aber Barrick Gold ist doch wirklich nur Spekulation. Oder übersehe ich etwas?

    Wie seht ihr GE? Ich bin eingestiegen. Kann mir nicht vorstellen, dass es ewig so weiter nach unten geht. Das ist ja immerhin eine Marke, die mit Siemens vergleichbar ist. Auch wenn sie aktuell Schwierigkeiten haben.

    Einiges von dem, was Andreas geschrieben hat, kann ich unterstreichen. Es geht nicht „nur“ um die finanzielle Freiheit. Es beginnt bei der eigenen Psyche und Seele. Manchmal bin ich einfach froh in einem Land ohne Krieg und mit funktionierender Verwaltung zu leben. Wenn ich mir die verrückte Welt anschaue, ist das schon sehr privilegiert.

    Beste Grüße über den Teich

    Kall

     

  17. Fit und Gesund

    @Andreas,

    schön geschrieben, meine eigene Zufriedenheit geht mir über Alles, wenn ich auswählen könnte zwischen Arbeiten bis 65 und glücklich und zufrieden, oder aber sofort finanziell frei aber griesgrämig und übel gelaunt, na… dann wäre die Wahl aber glasklar!

    Wichtig auch die Gesundheit, zum Glück laufe ich gerne, so hab ich heute meinen „kräftigenden Rundgang“ schon erledigt, auch wenn das Wetter nicht so dolle ist, es tut der Seele sooooo gut, danach gab es ein Brötchen mit Hummus und eine Kaki-Frucht, damit bin ich glücklich, hat also nicht viel gekostet mein Vergnügen.

    Was erwarten die Leute denn vom Leben? die Erwartungen sind leider oft überzogen, Konsum und Urlaub, jahraus-jahrein…und immer ein bisschen weiter, schneller, schöner, besser……. das wären trübe Aussichten für mich, so will ich gar nicht leben.

     

    Bezüglich Freundeskreis und Geld, da bin ich selbstbewusst, ich schwatze Niemand in seine Angelegenheiten rein, wenn mich Jemand in Gelddingen was fragt, so geb ich Auskunft, als es letzthin so im Kreis meiner Freundinnen um irgendeine Geldangelegenheit ging, sagte Eine….hier, frag doch unsere Finanzministerin, die kennt sich damit sicher aus… ich musste ziemlich lachen…

    aber überhaupt, wer soll mir denn die Butter vom Brot nehmen? ich hab was erreicht und gönne Anderen Alles, ich freue mich wenn sie einen tollen Urlaub verbracht haben und sage gleich „ach wie ich so neidisch bin“, ich kann halt im Moment nicht mit meinen Viechern, das wissen die genau und ich werde auch nicht dumm angemacht deswegen,

    selbt wenn, ich hab ein dickes Fell was das angeht.

    Schönen Abend an Alle

     

     

  18. Fit und Gesund

    @Kall,

    Barrick Gold sehe ich nicht als reine Spekulation, der Preis der Aktie ist ziemlich gesunken, Gold läuft nicht so gut im Moment, die Firma hatte wohl auch Schwierigkeiten, ich mag halt Gold, ist reine Ansichtssache, werden nicht Viele meine Ansicht teilen, sei es drum, ich habe auch physisches Gold, aber eine Goldminenaktie finde ich nicht verkehrt, werde mich aber vorher schlau machen Welche denn die Beste für mich ist,

    und wenn sie dann im Preis steigen sollte, so verkaufe ich sie NICHT, für mich ist es keine Zockerei.

     

    zu GE kann ich nicht viel sagen, war ja mal die US-Aktie, aber die Zeiten ändern sich auch, hast Du sie oder möchtest Du sie? falls Du sie hast würde ich erst nachkaufen wenn Du merkst es geht aufwärts, und ich persönlich kaufe nur 1x nach.

  19. Ralf

    Warren Buffett ist nach meiner Kenntnis im Sommer komplett aus GE ausgestiegen. Für mich durchaus eine Art Warnsignal, obwohl ich auch etwas mit der Aktien liebäugle. Aber es könnte sein, dass der Markt für GE einfach schwieriger geworden ist. Buffett soll statt dessen bei der GE-Tochter Synchrony Financial eingestiegen sein.

    Bei Roche habe ich die Kursdelle genutzt und einen kleinen Posten gekauft. Ansonsten steht derzeit sparen an. Die Cashseite sieht leider recht mau aus und günstige Kaufgelegenheiten werden sicherlich immer wieder kommen.

    Finanzielle Freiheit definiert wohl jeder anders. Ich bin bereits froh, wenn ich einmal eine finanzielle Teilfreiheit erreichen werde. Dafür habe ich bereits heute mit 40 J. eine 4-Tage-Woche und sehe so zumindest etwas mehr die Familie. Nun arbeite ich daran, nebenberuflich ein zweites Standbein risikoarm aufzubauen. Leider nicht ganz so einfach, aber es wird schon noch werden.

    Und dann hat jeder im Leben ja noch so seine anderen Baustellen. Bei uns sind es derzeit die beiden alten Autos (die gebraucht werden) welche doch nun den Geist aufgeben. Die Wohnsituation (derzeit Mietwohnung) wollen wir verändern (eine Herausforderung aufgrund des angespannten Immobilienmarkts in der Region) und Jobmäßig hoffe ich in den nächsten 12 Monaten auf eine gute Lösung, damit ich nicht mehr so viel pendeln muss. Gut Ding braucht seine Zeit, mittlerweile habe ich mir mehr Geduld bei solchen Dingen angewöhnt.

    Bei allem jedoch gilt: Vergesst das Leben nicht! Das warnende Beispiel für mich ist der verfrühte und plötzliche Tod meines Vater mit 67 Jahren. Er hat fast immer gerackert (auch körperlich) und sich meist recht wenig gegönnt. Es war halt seine Art. Meine Mutter wäre z.B. gerne öfters mal mit ihm ausgegangen. Kann man auch mit kleinem Budget. Er hatte aber meist nur arbeiten und Geld verdienen im Kopf. Was auch am großen Haus lag, was eben trotz Schuldenfreiheit kosten verursachte (Sanierungen etc.). Mit kleiner Rente ungünstig. Und da ist das sparen von Aktien oder ETFs eben ein wichtiger Schritt als Gegenmaßnahme. Wie Tim sagt, je früher desto besser!

    Ich denke da aber auch an einen Spruch aus der Bibel (keine Angst, will keinen bekehren): „Wer sammelt und sich selber nichts gutes tut, der sammelt es anderen und die werden es verprassen“

    Also finanzielle Freiheit ist ok. Aber eine finanzielle Teilfreiheit kann auch ganz ok sein.

  20. chaostrader

    In meinem nächsten Leben werd ich Handwerker. Bzw. deren Chef.

    Sturmschaden an Mietobjekt durch Sturmtief Herwart. Telefonische Anfrage bei  ca. 14 ansässigen Firmen (man bedenke: Wochenende, Brückentag und zwei Brückentage, kein Schwein erreichbar, 2 Wochen davor schon schwerer Sturm mit vielen Schäden). Firma XY sagt telefonisch ab, nächste Firma YZ kommt nicht mal 3 Stunden später zum Schaden besichtigen und fragt: was sollen wir eigentlich tun? In den nicht mal drei Stunden hatte Firma XY den Schaden schon beseitigt (ohne Auftragserteilung, und trotz telefonischerAbsage) und verlangt jetzt umgerechnet 300€ pro Mannstunde. Versicherung bescheissen schön und gut, aber bitte nicht MICH. Verbrecherbande! Gibt wieder Rennerei und Arbeit für den Anwalt.

  21. Ex-Studentin

    @David

    Unsere Kindheit prägt uns im Leben am meisten. Ich hoffe, dein Neffe bekommt das richtige Mindset. Bei mir ist es mein Vater, der das Sparen nicht einsieht und sich drüber lustig macht. Er ist sehr verbittert.

    @Kiev

    Das mache aktuell tatsächlich so: Ich spare für die eigenen 4-Wände (tue ich tatsächlich) und für die Familiengründung. Wenn es in rund 5 Jahren mal so weit ist, habe ich hoffentlich ein großes finanzielles Polster.

    @Anna-Lena

    Wie heißt die Freundschaftsseite? Meine sozialen Kontakte habe ich vor allem über die Arbeit. Ich finde es schwierig als Erwachsene neue Freundschaften zu schließen, weil jeder doch irgendwo sein eigenes Leben hat (Arbeit, Kinder..).

    @Kall

    Wie kamt ihr darauf, über Tims Blog zu diskutieren? Ich erwähne das Wort „Blog“ mittlerweile privat kaum noch. Ich rede nun immer von „Bekannten“, wenn ich über irgendwas aus der Bloggerwelt berichte. Denn manche reagieren auch verstört darauf, dass ich blogge.

     

  22. Bernd

    Auch bei der Finanziellen Freiheit gilt sicherlich: Der Weg ist das Ziel. Seit ich 2015 den Plan gefasst habe, Vermögen aufzubauen, habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt und gestalte mein Leben einfach bewusster. Es sind wirklich nicht die materiellen Dinge, die einen glücklich machen. Viel wichtiger finde ich es, mein Leben gestalten zu können, ein sinnvolles Ziel vor Augen zu haben. Was mir momentan fehlt, ist Zeit. Als Pendler mit einer 41-Stunden-Woche, Nebenjob und drei Kindern bleibt man (zeitlich) irgendwie auf der Strecke. Von daher erhoffe ich mir, in Zukunft Geld gegen Zeit tauschen zu können. Einfach auch wieder Zeit für mich zu haben, für Sport, Hobbys, Lesen, Freunde, Ausflüge mit der Familie. Viele in meiner Situation kompensieren diesen Mangel an Zeit sicherlich mit Konsumausgaben; tollen Autos, teurer Kleidung, exklusiven Urlauben. Irgendwie muss man sich doch für die permanente Anstrengung belohnen. Außerdem machen es doch alle andern vor. Damit bleibt man aber weiter im Hamsterrad gefangen, vertut seine Chance, aus dem Teufelskreis auszubrechen. Ich habe mir vorgenommen, für jede 500 Euro (Netto) die ich durch Dividenden einnehme, einen Tag weniger zu arbeiten. Von den ersten 500 Euro bin ich zwar noch ein gutes Stück entfernt, aber es ist ein erreichbares, lohnendes (Teil-)Ziel. Es motiviert mich, weiter zu machen und sparsam zu leben. Insbesondere unnötige Konsumausgaben zu reduzieren, bereichert das Leben. Jeder Besitz nimmt Besitz von dir, kostet dich unnötig Zeit und Aufwand.

  23. Matthias

    Hi @all,

    nicht nur in Großraumbüros kann man die Unzufriedenheit der Menschen erkennen. Wenn ich mit dem Zug auf Arbeit fahre, sehe ich mir manchmal die Gesichter der anderen an. Sie sind ausgemergelt, voller Zweifel, Sorge und einfach nicht lebendig. Wozu leben wir? Zum Arbeiten? Zum Geldausgeben? Was ist der Sinn des Lebens? Die Frage ist wohl eher, wie viel Sinn man seinem Leben geben kann… und 90% der Beschäftigten mit 9-5 haben hier noch erhebliches Verbesserungspotential 😉

    LG Matthias

  24. Kiev

    @Jenny

    Ich wünsche Dir viel Erfolg! Ein Kauf sollte gut überlegt sein, da in Deutschland die Kaufnebenkosten so hoch sind. Es ist langfristig betrachtet ein sehr großer Unterschied ob man auf 30qm pro Person lebt oder auf 50. Das vermittelt Tim auch daher so oft auf verschiedene Weisen zu Recht. Dazu muss man wissen wie viel qm man benötigt und zu welchem Zeitpunkt.

    Falls Ihr z.B. 40qm pro Person anstrebt und 2 Kinder, dann könntet Ihr eine Wohnung um 160qm suchen. Wenn Ihr die Kinder z.B. 2 und 4 Jahre später bekommt so würden die Kinder die eigenen Zimmer vielleicht erst in ca. 10 Jahren „benötigen“. Somit hättet Ihr 10 Jahre in einer großen Wohnung gewohnt, die Ihr entsprechend bezahlen müsst. Ob in Form von Miete oder Zinsen. Falls Ihr Euch eine „kleinere“ Wohnung kauft wie z.B. 3 * 40qm, so könntet Ihr langfristig bei Erreichen des Kinderwunsches ein weiteres Zimmer benötigen was fehlt. Dann müsstet Ihr eine andere Wohnung suchen und wieder Kaufnebenkosten bezahlen. Die alte Wohnung wäre dann auch unvorteilhaft zu vermieten, da Ihr vermutlich viel tilgt um die Zinsen zu senken. Die neue Wohnung muss ja auch bezahlt werden. Es macht hier auch nicht viel Sinn hohe Darlehen privat zu haben und fast schuldenfrei zu vermieten. Das kann man im Nachhinein auch nicht mehr drehen, soviel ich weiß. Ihr seid durch die Immobilie dann auch an den Standort gebunden und könnt Euch nicht mehr so frei beruflich entwickeln. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin selbst von Immobilien überzeugt und es ist meine Hauptstrategie. Es wird mit Kindern vielleicht auch der Zeitpunkt kommen an dem man sich binden möchte. Wir hatten für uns die Einschulung unseres älteren Kindes als ultimatives Enddatum gesetzt, aber bereits mit dem Wechsel zum Kindergarten den Wohnsitz glücklicherweise gefunden. Wir wohnen aktuell auf 26qm pro Person haben aber Potential für spätere räumliche Ausdehnung. Wir sind allerdings vom Fach und können leicht (auch teilweise in Eigenleistung) modernisieren bzw. umbauen. Das ist ein Hauptgrund für unsere enorme Sparmöglichkeiten. Wenn die Wohnung sehr hochwertig (das heißt nicht zwangsläufig teuer aber durchdacht) und minimalistisch eingerichtet ist, erscheint es den „normalen“ Freunden auch gar nicht als Sparmodell.

     

    @ Bernd

    Ich bin ein Jahr später richtig tief in die Materie eingestiegen und kann den ersten Teil glücklich bestätigen. Du arbeitest 41Stunden die Woche, hast zusätzlich einen Nebenjob und pendelst dabei? Das ist ja unvorstellbar. Da bleibt vermutlich für Deine aufgelisteten Wünsche wirklich keine Zeit auch wenn Du schon kein Fernsehen mehr schaust oder sonst wie die Zeit verplemperst. Ist dieser Zustand temporär? Arbeitet Deine Frau aktuell nicht, da Ihr ein Kleinkind habt? Warum machst du den Nebenjob? Macht er Dir Spaß, oder ist er besser bezahlt als Dein Hauptjob? Ein zweites Standbein hat Vorteile und würde mir persönlich auch gefallen. Aber bei dem Arbeitspensum muss man sich das schon überlegen. Sparen erzielt leider nur langfristig Erfolge. Hier musst Du prüfen, ob sich der aktuelle hohe Verzicht an Zeit sich noch realisieren lässt, dass er etwas bringt. Wenn die Kinder z.B. aus dem Haus sind nützt Dir Deine 1-2 Tage weniger Arbeit nicht für den Punkt Ausflüge mit Familie…

    Unnötige Konsumausgaben stehen natürlich nur Deinen Zielen im Weg und sind ganz einfach zu reduzieren.
    Das passive Einkommen wird Dir aber Freiheiten geben dinge besser zu verhandeln. Vielleicht arbeitest Du ja am Ende auch nicht einen Tag weniger sondern darfst von zu Hause einen Tag arbeiten. Wenn das überhaupt bei Dir möglich ist. Manche Dinge die heute nicht gehen (weil man sich nicht traut), gehen später dann ganz leicht. Wenn Du als Beispiel fest entschlossen einfach nur Deine Arbeitszeit um einen Tag verkürzen möchtest will Dein Arbeitgeber Dich vielleicht mit der Heimarbeit animieren weiter zu machen. Dazu kannst Du die Pendelei mit der Zeit als Grund nennen. Und wenn es nicht klappt arbeitest Du wirklich den einen Tag weniger, wie ursprünglich geplant.

  25. Freelancer Sebastian

    @ Fit und Gesund

    Reckitt muss noch drei Wochen auf mich warten, da ich nach dem Absturz anfang der Woche nun doch erst bei Henry Schein eingestiegen bin. Aber im Dezember ist es soweit. Produktpalette und Dividendenrendite sagen mir zu.

    Dann also alles Gute mit deinen Papieren 🙂 .

  26. Kall

    Bonjour,

    Fit und Gesund:

    Ja, ich habe GE nach dem Absturz nach dem Quartalsbericht gekauft. Die Entscheidung ist also schon gefallen. Jetzt warte ich den Montag ab. Da will der CEO die neue Strategie präsentieren. Viele Analysten rechnen mit einem Dividenden Cut.

    Gleichzeitig hat GE in China mehrere Aufträge an Land gezogen. Das ist ja uch meine Hoffnung. Die Qualität der Produkte scheint schon zu stimmen. Das Konglomerat erscheint mir zu groß.

    Wenn du Gold magst, verstehe ich eher, weshalb du Barrick kaufen möchtest.

    Ich bin da einfach vorsichtiger.

    Ex Studentin:

    Verstehe deine Frage nicht ganz. Ja, ich spreche ganz offen über den Blog. Warum auch nicht? Mein Sohn hat inzwischen auch schon mal reingeschaut. Meine Partnerin ist überrascht, dass ich mich für Minimalismus interessiere. Ich werde sicher kein Minimalist, dafür müsste ich zu viele (z.T.schlechte) Gewohnheiten abstellen. Das bekomme ich in diesem Leben nicht mehr hin. Aber einige Anregungen sind inzwischen in die Praxis übergegangen (genauerer Blick auf Ausgaben, Zeug entrümpeln, Strategien für mehr Zeit etc.).

    Salut

    Kall

     

  27. Fit und Gesund

    @Freelancer Sebastian,

    witzig, ich hatte die order für Henry Schein schon aufgegeben, nix tut sich, denke schon ich hätte ein komisches Limit eingegeben, Auftrag annulliert, nochmal von vorne…es ist 10 Minuten vor Börsenschluss …die Aktie wird nicht an der SIX gehandelt, aber an der Berner Börse, und die… tja die macht eine Stunde vor der SIX zu, das wusste ich nicht…ich hab den Auftrag dann gelöscht, es sollte vielleicht nicht sein…

    bei mir wird Henry Schein bis zum 25. 11 nun warten müssen, gestern ging es nochmals abwärts, leicht… nur, ich bin einfach schon zu viel in Med./Healthcare investiert und Dividenden zahlt die Aktie auch nicht,

    krass wie die Börse wegen ein paar cent an verfehlter Erwartung reagiert.

    Viel Glück!

     

    @Kevin,

    danke für die Anregung, und viel Glück mit Deiner Aktie !

     

  28. Jens

    Hallo zusammen,

    irgendwie ist es ja hier immer das selbe Thema(sparsam sein,sinnlosenKonsum vermeiden etc).Und das finde ich gut so.Man kann es irgendwie gar nicht oft genug wiederholen und für mich sind diese Beiträge immer ein kleiner Motivationsschub.Meine kleine Macke ist halt immer:wenn ich mir mal nen Tausender vom Mund Mund abgespart habe dann rechne ich im Kopf durch wieviel Aktien das von XY wären 🙂 .Und da bin ich wahrlich kein Grossverdiener.Ca 1300-1400 Netto plus ca 200-300 durch Pizza ausfahren.Der Nebenjob ist jetzt zwar nicht das Mass aller Dinge aber hey,mir machts Spass,sind ein gutes Team und es gibt nettes Trinkgeld.im Schnitt kann ich mir da ca 400Euro weglegen und ich muss sagen mein Schneeball wächst mit der Zeit.Den einzigen Luxus den ich mir gönne ist halt nen Sky Bundesliga Abo wo es auch net grad rosig aussieht für meine Mannschaft 🙂 (Werder).So,mach weiter mit dieser Seite,ich lese auch gern die Kommentare um zu sehn wie die anderen so ticken.

    Jens

  29. Ex-Studentin

    @Kiev

    An sich habe ich nichts dagegen, zur Miete zu wohnen. Es lebt sich so recht sorglos. Allerdings steigen die Mieten im Stuttgarter Raum stetig. Ich mache mir Sorgen, dass ich es mit Kindern mal sehr schwierig habe. Mieterhöhungen und Eigenbedarfskündigungen sind mit kleinen Kindern nicht so lustig. Deswegen wünsche ich mir eine kleine 3-Zimmer-Wohnung. Rund 70m² würden vermutlich schon reichen, selbst mit 2 kleinen Kindern. Allerdings kosten solche Wohnungen derzeit 250k aufwärts, was bereits über meinem Budget liegt. An 120m² denke ich da also lange nicht.. Deswegen halte ich die Augen offen (vielleicht habe ich ja irgendwie Glück) und rechne gleichzeitig damit, dass ich die nächsten 5 Jahre weiter zur Miete wohne.

     

    @Kall

    Ich kann in meinem Freundeskreis nicht so gut übers Bloggen reden. Ein Teil meiner Familie, Kollegen und Freunde liest meinen Blog. Die meisten anderen können mit dem Bloggen aber nicht viel anfangen. Wenn ich es kurz erwähne, wird die Nase gerümpft, sofort das Thema gewechselt und nicht mal nach dem Namen meines Blogs gefragt. Deswegen erzähle ich meistens von meinem „Bekannten in New York“ statt davon zu berichten, wie ich mich fast täglich auf dem Blog eines „Fremden“ rumtummle und mit virtuellen Bekanntschaften schreibe.

  30. Bernd

    @ Kiew

    Der Nebenjob hat sich zufällig ergeben. Es ist eine Lehrtätigkeit, die mit etwa 30 Euro für 45 Minuten ganz gut bezahlt wird. Bis zu 2400 Euro im Jahr sind sogar steuerfrei. Aber ich mache weniger, als mir angeboten wird. Mir fehlt einfach die Zeit. Nicht bezahlt wird nämlich die Unterrichtsvorbereitung und die Korrektur von Klausuren. Spaß macht er wenigstens, da muss ich mich nicht quälen?. Telearbeit ist leider nicht möglich, da müsste ich den Job wechseln. Meine Frau arbeitet (trotz zweier Kleinkinder) zu 50%. Sie hat aber zwei Tage Telearbeit. Sonst würde es nicht gehen. Zur Zeit wollen wir erstmal den Stein ins Rollen bringen, soviel wie möglich sparen und investieren. Das ist natürlich ein Dilemma. Wäre besser gewesen, wenn wir schon mit 20 auf den Trichter gekommen wären.

  31. Ex-Studentin

    @Jens
    Super, dass du so viel sparen kannst und hier gelandet bist. Ich denke bei jedem 1000er nicht in Aktien, sondern daran, dass ich davon einen Monat länger leben könnte.

  32. Kiev

    @Jenny

    Wenn ich alles richtig im Kopf habe seid Ihr zu zweit und beide Ingenieure. Eure Vorstellung zu wohnen ist fernab von überzogen. Du hast einen eigenen Finanzblog und bist vermutlich entsprechend sparsam. 250k sollte nicht zu weit entfernt liegen. Habt Ihr noch Potential in den Gehälter? Oder möchtest Du nicht alles ins Eigenheim stecken? Wie gesagt, wenn Euch die Wohnung nach 10 Jahren doch zu klein wird müsst Ihr neu kaufen oder mieten. Vielleicht findet Ihr auch eine Wohnung mit Dachspitz, den Ihr noch selbst ausbauen könnt. So kann man die Ausgaben nach hinten schieben. Ihr könntet als Beispiel einen 5-10 Jahreskredit unter anderem nehmen. Nachdem dieser abgezahlt ist nehmt ihr einen neuen auf, um das Dach auszubauen. Dann habt Ihr die Zinsen zumindest aufgeschoben. Zwei Kredite haben den Vorteil, dass man das Risiko auch gut einschätzen kann. Wir haben eine hohe monatliche Belastung. Aber nur für 5 Jahre. Im Anschluss haben wir eine viel kleinere Belastung und können alles maximal Sondertilgen. Den Job, Reparaturen und die eigene Lebensweise kann ich in einem 5 Jahreshorizont wesentlich besser abschätzen als über 10 oder gar 15 Jahre. Ich habe auch einen 15 Jahre Kredit wegen der hohen Schuld und Vermietung. Der liegt natürlich auf einer vermieteten Einheit.

  33. Ex-Studentin

    @Kiev

    Mein Freund und ich sind 25 & 28. Luft nach oben ist noch einiges, haben rund 4k netto zu zweit. Mein Freund hat erst vor Kurzem mit Arbeiten angefangen, wodurch unser EK sich auf mein Erspartes begrenzt. Meinen Eltern musste ich wegen der Krebserkrankung meines Vaters leider Geld leihen, was mir nun auch fehlt. In meiner Branche (Bau von Produktionsanlagen) tue ich mich mit einem AG-Wechsel schwer, da ich dann mehr reisen müsste und auch das Teilzeitarbeiten mit Kindern ein Problem werden könnte. Zumal ich meinen AG nicht wechseln will, da es mir dort gefällt. Das größte Potential hat mein Freund, da er als Informatiker noch viel Luft nach oben hat. Realistisch gesehen werden wir noch ein paar Jahre weiter sparen und dann mal schauen.

  34. Daniel86

    @Ex-Studentin

    Wir (beide 31 und 2 kleine Kinder) haben uns vor knapp 2 Jahren eine Eigentumswohung mit einem kleinen Garten (4 Zimmer, 93 m² für 275000 ohne Kaufnebenkosten) im Umland von München gekauft (bei 20% Eigenkapital). Unser Einkommen ist ähnlich dem euren. Damals betrug die Wertsteigerung um die 5%. Für uns hätte das letzen Endes immer ein Hinterhersparen bedeutet, deshalb haben wir zugeschlagen. Natürlich hat uns die Wohnung sowie die Anlage auch gut gefallen.

    Aus beruflichen Gründen haben wir uns Mitte des Jahres entschieden trotzdem nochmal umzuziehen. Es hätte nicht unbedingt sein müssen, aber die Option war einfach super.

    Aufgrund der guten Lage konnten wir uns unsere Mieter aussuchen und die Wohung (Toi Toi Toi) sehr gut vermieten. Ob wir im Alter wieder zurückziehen, oder die Wohnung mal verkaufen steht noch nicht fest. Mal sehen was wird.

    Was ich damit sagen will ist, dass es manchmal Sinn macht nicht zu lange zu warten und man auch mit einer Immobilie noch in einer gewissen Weise flexibel sein kann. Allerdings hatten wir beide von Anfang an das Ziel mal etwas zu kaufen.

     

    Ich denke in Stuttgart sind die Optionen diesbezüglich ähnlich gut 🙂

  35. Andreas

    Hallo Tim,

    sehr wertvolle Gedanken. Ich finde es immer weider erstaunlich, wie viele Mencshen unbedingt alles möglliche Konsumieren, aber dann jammern nicht genug Geld zu haben. Ich habe das von Anfang an so gemacht, dass ich immer nur das habe, was ich brauche, und ich das gut wähle. Ich lasse es mir auch gut gehen, aber überflüssig Geld ausgeben konnte ich noch nie, (-, dass wurde mir anscheinend in die Wiege gelegt.

  36. Ex-Studentin

    Hi Daniel,

    wohnt ihr nun wieder zur Miete oder habt ihr eine weitere Wohnung gekauft? Wir haben aktuell eine tolle Mietwohnung, weswegen die Messlatte sehr hoch liegt. Gleichzeitig sehe ich wie ihr in München die Immobilienpreise davon rennen. Ich würde mir die Wohnung alleine kaufen (müssen), mein Freund hat keinen Wunsch nach Eigentum, zumal er nun erst mal beruflich Fuß fassen muss. Ich bin mir deswegen nicht sicher, ob der Kauf einer Wohnung in meiner jetzigen Situation überhaupt vernünftig ist. Trotzdem kann ich es nicht lassen, Immobilienanzeigen zu studieren und auf Besichtigungen zu gehen (vielleicht ist ja doch mal was dabei..). Glückwunsch, dass ihr die passenden 4-Wände für euch gefunden habt!

    Liebe Grüße

    Jenny

  37. Daniel86

    @Jenny

    Vielen Dank. Wir wohnen aktuell wieder zur Miete. Man muss aber dazusagen, dass es sich um eine Dienstwohnung handelt.

    Es ist sicherlich nicht verkehrt sich den Markt genau anzusehen und zu vergleichen. Wichtig ist, dass man als Paar in die selbe Richtung schaut. Ob es für einen Sinn macht hängt auch stark von den eigenen Zielen ab.

    Uns gefällt im Moment der Gedanke, dass die Wohnung mal ein zusätzliches Einkommen generiert.

    Gute Nacht

    Daniel

     

     

     

  38. Kiev

    @Jenny
    20% + Nebenkosten solltet Ihr mindestens vorweisen können. In Euren Gehältern ist noch Potential. Das Problem daran ist, dass es meist erst mit einem Jobwechsel verbunden ist. Vielleicht bekommt ja Dein Freund in einer anderen Stadt ein lukratives Angebot. Vielleicht sind die Immobilienpreise dort auch im Verhältnis günstiger. Kinder habt Ihr auch noch nicht. Ihr müsst ja auch nicht direkt etwas kaufen, wenn die Kinder da sind. Ich würde an Eure Stelle sehr viel sparen, wenn Ihr eine Immobilie kaufen wollt. Das Sparen kannst Du wie das Lernen an der Uni betrachten. Schau nach links, schau nach rechts. Am Ende kann nur einer kaufen. Die besten Angebote und Optionen bekommt derjenige mit dem meisten Geld. Ein anderes Problem bei der selbstgenutzen Immobilie ist das Verlangen. Wenn Ihr eine Traumwohnung für Euch entdeckt schaut man nie ganz auf die Rentabilität. Das ist bei Investments viel einfacher, da man keine Emotionen aufbaut bzw. bauen sollte.

    Ich würde auf jeden Fall warten bis Ihr Euch familiär und auch mit den Jobs langfristig binden wollt. Sonst entgeht Euch eventuell eine Chance.

    Ich suche aktuell auch nach einer Immobilie. Ich plane aber erst mit Kapitalentnahmen (über die Tilgung heraus) aus der Miete in frühestens 15 Jahren. Das ist ein sehr langfristiges Investment. Die Preisentwicklungen interessieren mich nicht. Durch Inflation und sehr günstige Finanzierung wird es langfristig einen positiven Einfluss haben. Eventuell muss ich aber in 15 Jahren höher tilgen, falls die Zinsen mir zu hoch sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *