Wie wäre es mit einer großen Neuanschaffung pro Jahr? Schiebe weitere Dinge ins nächste Jahr auf


New York, 15. April 2018

Kirschblüten. Die Natur ist so erholsam.


Magst Du in Deinem Zuhause etwas renovieren, ist das in Ordnung. Küche, Böden, Bad, Schlafzimmer, Wohnzimmer. Das ist ok. Wenn Du selbst anpackst, umso besser. Auf YouTube gibt es wunderbare Videos. Dort kannst Du lernen, wie man streicht, Fliesen verlegt, tapeziert… Es macht Dich bestimmt zufrieden, etwas geschaffen zu haben. Aber nicht alles auf einmal. Sondern nur ein einziges Projekt pro Jahr schlage ich allenfalls vor.

Du hast bestimmt Jahre später daran noch Freude. Es bringt Dir ein Gefühl der Zufriedenheit und Freude. Du solltest immer dankbar sein für alles Positive in Deinem Leben. Du solltest aktiv lernen, Dich verbessern, Sport machen, Ziele stecken. Irgendwann wird es zur Gewohnheit. Lebe ein positive Leben. Blicke positiv nach vorne.

Wir leben in einer Zeit, in der sich die Menschen über alles beschweren (linke Schlange) und mit nichts mehr zufrieden sind:

Ich hab ein wachsendes Depot. Meine Hypotheken sinken bald auf Null. Mein Haushalt ist klein. Ich sparte immer einen ordentlichen Teil meines Einkommens. Ich gebe Zeit und Geld für Dinge aus, die mich glücklich machen.

Ich beschäftige mich nicht mit Autos, Kleidungsstücken, Konsumelektronik… wofür ich mein Geld ausgeben soll, wenn ich auf die Werbung hören würde. Ich brauche nicht viel. Ich bin glücklich mit dem, was ich habe.

Ich lebe schon radikal schlank, was meinen Lebensstil im Vergleich zu anderen angeht. Was die meisten Menschen für normal halten, ist für mich nicht normal. Ich lebe auf einer Mini-Fläche. Ich hab kein Auto. Keine Waschmaschine/Trockner. Keinen Toaster. Keine Kaffeemaschine. Keinen Mikrowellenherd. Keinen TV. Mein Kleiderschrank ist mini. Ich habe keinen Keller, keinen Stauraum.

Ich verdiene nicht viel und spare trotzdem. Ich investiere alles, was übrig bleibt in Berkshire Hathaway, Bank of Amerika… Meine Sparquote ist prächtig.

Statistisch sind Aktien allen anderen Assetklassen langfristig überlegen. Aktien bringen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs fast zehn Prozent Rendite pro Jahr in den USA. Da können Immobilien, Anleihen, Rohstoffe und andere Anlageformen nicht mithalten. Daher sind ja ETFs empfehlenswert.

Wenn mich jemand um Rat fragt, um ehrlich zu sein, selbst wenn jemand den Rat braucht, fällt es normalerweise auf taube Ohren. Es bringt einfach nichts. Die Motivation muss von innen kommen. Von außen kann man kaum jemanden motivieren, etwas zu ändern.

Die Konsumenten wollen immer alles Neu, Besser, Toller, Moderner… haben. Ich denke, die Glückseligkeit kommt nicht, wenn Du zu viele Dinge auf einmal erneuerst/kaufst. Dann schätzt Du sie vielleicht nicht im vollen Umfang.

Bisher habe ich es so gemacht: Ein Neukauf (Smartphone, Computer…) pro Jahr. Ich plane es so. In diesem Jahr ist es ein neues Smartphone, im nächsten Jahr vielleicht ein neuer Laptop dran. Dann vielleicht eine kleine Renovierung im Jahr danach. Mein Prinzip ist: Nicht alles auf einmal. Nicht alles sofort.

Immer mehr Menschen finden heraus, dass sie nicht viel Plunder zum Glücklichsein brauchen. Sie wandern aus. Reisen. Relaxen. Bloggen:

https://nomadtogether.com

https://unsettledown.com

http://www.terratrekkers.com

http://worldschoolfamilysummit.com/

Manch einer erlebt wirklich viel wie diese Familie:

Das Schöne ist am Nomadenleben: Wenn Du das Depot für die Freiheit hast, musst Du nicht mehr arbeiten. Jedenfalls kann Dir die Bezahlung egal sein. Du kannst für Projekte arbeiten, die Dir nichts zahlen. Du hilfst, selbst wenn Du nur 0 Euro je Stunde bekommst, sofern es eine Herzensangelegenheit ist. Du suchst Dir womöglich eine Stiftung/Verein und hilfst. Umweltschutz. Tierschutz. Bildung….

Eine wichtige Sache, die man sich merken sollte, ist: Dass es keinen perfekten Weg für alle gibt. Wenn Du mit Deinem Lebensstil und Deiner Sparquote zufrieden bist, gibt es keinen Grund, mehr zu opfern, um eine höhere Sparquote zu erreichen.

Wenn Du mehr sparen willst und Du steckst fest, weil Du keine Fortschritte machst, führe ein Haushaltsbuch. Dann wird es Dir bestimmt gelingen, mehr zu sparen. Probiere es einfach aus, um zu sehen, wohin Dein Geld fließt. Restaurants, Autos und andere Dinge summieren sich auf. Vielleicht machst Du eine Fortbildung, um beruflich voran zu kommen.

Gestern habe ich einen deutschen Leser getroffen. Wir sind am Hudson River entlang gelaufen. Meine Leser sind wirklich beeindruckend. Es ist immer wieder motivierend andere zu treffen, die mehr machen wollen, als blindlings zu konsumieren:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie wäre es mit einer großen Neuanschaffung pro Jahr? Schiebe weitere Dinge ins nächste Jahr auf

  1. Ruben

    42% der Deutschen nutzen Verbraucherkredite, Tendenz steigend. Nicht jeder geht offen damit um. Darüber hinaus neigt der Mensch dazu mit Menschen zusammen zu kommen, die ähnliche Interessen und Haltungen haben. Hier lesen Menschen, die sparsam leben, immer etwas sparen können, immer genügend auf der hohen Kante haben und manch einer plant sogar die finanzielle Freiheit.

    Verbraucherkredite werden in Prospekten und im Netz von Elektronikmärkten, Möbelhäusern, Reiseanbietern, Autohäusern und natürlich auch von Banken teilweise aggressiv beworben. Ich denke auch immer wer nutzt denn sowas, es muß aber einen Markt dafür geben.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verbraucherkredite-immer-mehr-deutsche-leben-auf-pump-1.3081960

    Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag:-)

  2. MattySpaghetti

    Hi Tim,

    nachdem so ziemlich alle Hosen von mir kaputt sind – und auch nicht mehr zu nähen, das sind sie schon zig mal – bin ich gestern mal shoppen gewesen und hab mir ein paar neue Sachen gekauft. Mach ich nicht so oft, ich trage die Sachen auch bis sie auseinander fallen. Trotzdem hat das Einkaufen Spaß gemacht! Man kommt aber leicht in einen Kaufrausch wenn man Dinge findet, die einem gefallen. Ich denke mir dann „jetzt nutz die Gelegenheit!

    Man muss halt immer aufpassen, dass das Geld einem nicht durch die Finger rinnt. Danke für den schönen Artikel und das Video!

    Herzliche Grüße, Spaghetti

  3. Thorsten Rohweder

    @Ruben  Oh, danke für diese Einsicht. Das stimmt. Man sucht sich Menschen gleicher Coleur. Deswegen gehen wir zeitweise auch oft einsamer durchs Leben als andere. Wir machen nicht jeden Mist mit. Wenn andere im Kreis klatschen, drehen wir uns um und schauen uns was Interessanteres an. Während die Kollegen einer nach dem anderen ein neues Auto kaufen und sich übertrumpfen wollen, tun wir es nicht. Wer beim Konsummarathon nicht mitmacht könnte ein Sonderling sein. Natürlich ist ein neues Auto schön, aber das Glücksgefühl ist nach einiger Zeit verflogen. Am besten man hat Freunde, Familie, Community, die den Weg mitgehen. Die tumben Kollegen hauen ihr Geld auf den Putz, ihre Sache. Jeder darf machen, was er möchte und wir gehen halt unseren Weg.

    Die hohe Quote bei Konsumkrediten ist beunruhigend.

    @Tim Verschieben ist gut, machen wir auch, manchmal fallen dann mehrere Sachen gleichzeitig auseinander. Aber das Geld ist ja dann gespart. Und wir können uns sagen, dass wir es jahrelang verschoben haben bis der Zeitpunkt kam an dem es eben nicht mehr anders ging. Bei uns war es die Sitzecke,die nach 20 Jahren auseinanderfällt und nicht gut mehr anzuschauen war. Den Tisch haben wir behalten, ein paar neue Stühle und es sieht aus wie neu.

  4. Bajazzo

    Würden Sie auch mal weg aus New York ziehen, um noch mehr Geld zu sparen? Neuengland ist doch so schön und New York nicht weit entfernt.

  5. Rainer Zufall

    Normalerweise kaufe ich im Schlussverkauf, wenn ich fürs nächste Jahr mal was brauche. War gestern nach gefühlten (oder tatsächlichen 2 Jahren?) auch mal wieder Klamotten einkaufen. Ein paar neue Tshirts plus neue Hose plus neue Sneakers. Freu mich über die Sachen.

    Mir schien aber als hätten die ganzen Leute nix anderes im Sinn als Samstags shoppen zu gehen. War zumindest mein Eindruck.

     

  6. Sven

    Hm…keine Waschmaschine?

    Hast Du denn eine Dusche und eine Zahnbürste, oder sparst Du das auch?

  7. Markus

    Ich erstelle immer zum Jahreswechsel einen Finanzplan für das folgende (Geschäfts-) Jahr. Es ist wichtig auch als Privatperson zu versuchen, „wie ein Unternehmen zu denken“, ständig die fixen und variablen Kosten im Blick zu haben.

    Wenn man seine Kosten für das kommende Jahr definiert hat, ist es wichtig diszipliniert und konsequent zu bleiben. Man darf sich zu keiner (Konsum-) Versuchung hinreißen lassen.

    So habe ich bereits Anfang des Jahres die Sonderausgaben für 2018 definiert, diese sind Fortbildungen (größter Brocken dieses Jahr), Kleidung / Schuhe und Sportklamotten), PKW Instandhaltung, Urlaub und optional ein IPad oder einen MacBook Air (ich muss an dieser Stelle dazu sagen, dass mein Desktop-PC den ich aktuell nutze, schon über 10 Jahre alt ist…).  Die Kosten hierfür dürfen niemals 10% des gesamten zur Verfügung stehenden Einkommens übersteigen. Natürlich gibt es auch immer wieder mal außerordentlich anfallende Kosten, dafür wurden bereits in der Vergangenheit ausreichend Rücklagen gebildet. Meine Sparquote beträgt zwischen 30 – 40 %. Viele Grüße und einen schönen Sonntag!

  8. Thorsten Rohweder

    Ich habe eine xls Liste, da sind die Ausgaben und Einnahmen drin. Bei jährlicher Zahlweise teile ich per Formel durch 12. Ich sehe zwar nicht, was wann kommt, dafür muss das Geld auf dem Girokonto reichen, aber ich sehe, ob ich im Schnitt mit dem Geld hinkomme und bei Beitragserhöhungen wo ich mich am meisten ärgern kann  😉 Es sind immer wieder mal Positionen dazukommen (z.b Kita 660€ monatlich) und dann wieder weggefallen. Zum Glück. Nur die Scheißsondersteuer GEZ kann ich nicht wegsparen. Updaten tu ich nur noch selten,  ein bis zweimal im Jahr.

  9. Heinz

    Hallo miteinander,

    da wieder Saison ist und Einladungen versendet werden, würde ich gern mal von Euch wissen, wie Ihr damit umgeht: Interessiert Ihr Euch für Eure Stimmrechte, geht Ihr auf die Hauptversammlung oder habt Ihr eine Dauerstimmrechtsvertretung z.B. an eine Aktionärsvereinigung vergeben ? Es gibt ja immer die Problematik mit hohen Vorstands/AR-Gehältern (SAP, Allianz, Merck, K+S, VW inkl. goldenem Handschlag-Bonus).

    Tim, gehst du auf die HV von Deutz ? Was war deine damalige ausschlaggebende Investitionsentscheidung pro Deutz ?

    Hast du deine jährliche Investionsentscheidung schon getroffen ?

    Ich überlege immer mal wieder anfallende Dividenden nicht in Einzelaktien zu investieren, sondern per Sparplan in einen Index-Etf, aber welcher ist dort am ehesten empfehlenswert ? Eher World oder SP500 ? Derzeit werden die TER von vielen ETF ja wieder gesenkt; den SP500 gibt es derzeit ab 0,04 %, da ist es müßig, wenn man schon einen gewissen Betrag in einem ETF angespart hat mit TER 0,40% und dann verkauft, um dann in einen günstigeren auf denselben Index zu investieren…das lohnt wohl nicht.

    Hast du diesen Artikel gesehen, du hast ja früher öfter über Paulson & Co. geschrieben. Schon stark wie schön man die Steuerzahlung hinausschieben kann… :

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/john-paulson-muss-mehr-als-1-milliarde-steuern-nachzahlen-15538144.html

    Schönen Restsonntag an alle !

  10. Andrea

    Danke für den Artikel, genauso machen wir es, eine größere Anschaffung pro Jahr und alles andere wird verschoben.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ruben

    Danke für Deine wertvollen Hinweise. Solche Statistiken sind für die Leser wichtig zu sehen.

    @ MattySpaghetti

    Danke!

    Selbst ich Sparfuchs hab ein Problem, wenn ich notgedrungen einkaufen gehe: Ich muss unheimlich aufpassen, dass ich nicht mehr kaufe, als ich eigentlich brauche. Besonders im Supermarkt oder beim Discounter kaufe ich schon mal zu viel.

    @ Thorsten

    So ist es. In New York gibt es viele Waschsalons, wo man seine Wäsche selbst waschen kann.

    @ Heinz

    Ich kaufte Deutz, weil ich an die Landwirtschaft glaube angesichts des Bevölkerungswachstums und des wachsenden Hungers.

    Meine Freunde und ich stimmen online bei Hauptversammlungen ab. Ich stimme oft gegen höhere Vorstandsgehälter oder absurde Boni (Aktienoptionen) etc.

  12. June

    Guten Abend zusammen,

    Gestern waren wir zuerst auf der Invest 2018 in Stuttgart. Sehr interessant mal so eine Messe zu sehen. Danach sind wir dann noch in ein größeres Einkaufszentrum in der Nähe gefahren und ich habe versucht mir ein paar Shirts zukaufen. Ich habe nämlich im Moment viel Pech mit meiner Kleidung. Nachdem vor ein paar Wochen meine Jeans ein Loch hatte, habe ich seitdem 3 Shirts und Blusen aussortieren dürfen. Wenn man wie ich einen sehr übersichtlichen Kleiderschrank besitzt zieht das direkten Handlungsbedarf nach sich. Ich habe aber nur ein Shirt bekommen. Der Rest der mir gefallen hat, hat irgendwie nicht gepasst.

    So kann es also auch gehen. Geld ausgeben wollen und nicht können. Allerdings hatte ich nicht besonders viel Geduld. Im 4. Laden hatte ich die Nase voll. Trotz des tollen Wetters und der ehr späten Stunde war es nämlich sehr voll.

    @ Markus,

    Ich mache das genauso wie du, ich budgetiere jedes Jahr alle meine Ausgaben, die ich vorhersehen kann. In diesem Jahr, war die größere Ausgabe eine neue Brille und eine Sonnenbrille in meiner Sehstärke.
    Am Ende eines jeden Monats trage ich dann die tatsächlichen Kosten ein, so ist meine Excelliste quasi eine Kombination aus Budgetplanung und Haushaltsbuch.

    Ein neues Laptop hatte ich für dieses Jahr nicht budgetiert, muss dies aber vielleicht trotzdem kaufen. Mein Dell schwächelt nach 10 Jahren.

    @Konsumschulden,

    Der Nachbar, die Freunde oder die Familie erzählt meist nicht, wie man den Fernseher, das Auto, die neue Couch bezahlt hat. Viele finanzieren das heimlich über die Bank. Ich kenne leider einige Beispiele wo es dann zufällig und indirekt zugegeben wurde. Oder man sich sogar empörte, dass man doch soooo viel Geld gar nicht sparen könne.

    Gerade gestern habe ich die Freundin meiner Tochter sehr gelobt, da die junge Frau wirklich sehr viel spart und ganz wichtig auch investiert. Sie plant vorausschauend und ich finde ihr Vorgehen sehr bemerkenswert für eine 23 jährige. Da erzählte sie mir, dass ihre 20 jährige Praktikantin gerade Kleidung im Wert von 1000 € gekauft hätte und dies nun über einen Kredit abbezahlt.

    Ich glaube wirklich, wir hier leben in einer Blase und die Realität sieht so aus, wie  in dem Artikel, den Ruben verlinkt hat.

    Take care,

    June

  13. Fit und Gesund

    @June,

    auf Pump Krempel kaufen ist für mich völlig utopisch, auf meiner Arbeit gibt es Kollegen mit geleastem Auto, es dürften nur Wenige sein die Schulden haben, die Meisten haben brav ihr Häuschen gekauft und zahlen das ab, an Aktien besteht keinerlei Interesse, aber besser Häuschen abzahlen als gar nix, hab nur ganz ganz wenig Kollegen die kein Häuschen gekauft haben. Vermutlich auch typisch Deutsch, die Schweizer sind da glaub nicht so erpicht drauf.

    Bräuchte auch 2 T-Shirts und 2 Paar Jeans, werde mal nächste Woche loszotteln, aber das macht mir einfach keinen Spass, alleine die blöde Anprobiererei… muss halt sein. Und ein Paar Schuhe, meine Schuhe taugen nun nix mehr.

    Ich habe dieses Jahr hohe Tierarztkosten und an der Wohnung muss nach über 20 Jahren auch mal was gemacht werden, die Rollläden liessen sich nicht mehr gut hochkurbeln, das wurde jetzt behoben und ein Heizungsventil tut auch nicht mehr. Solche Sachen lassen sich nicht wirklich aufschieben, für so Zeugs hab ich immer Reserve, es juckt mich also wenig.

    Auf der Invest in Stuttgart wäre ich auch gerne gewesen, gab es irgendwelche highlights? neue Erkenntnisse?

     

     

    @ All,

    was habt Ihr für Aktien in’s Auge gefasst? ich kann mich nicht entscheiden, BASF oder Fuchs Petrolub oder aber was aus dem Bereich Utilities, MMM steht auch ganz weit oben, würden die doch noch etwas billiger werden, wir werden sehen… ich finde schon was… wie jeden Monat…

    liebe Grüsse

  14. -M

    @fitundgesund

    wenn du monatlich was kaufst würde ich immer die deiner Meinung nach günstige Aktie kaufen.

    3M besitzt eine große Qualität. Ja sie scheint immernoch ambitioniert bewertet, aber wirklich günstig wird man die wohl nicht bekommen. Das wäre meine Aktie für die einsame Insel mit Nestlé und J&J wahrscheinlich.

    @All

    ich stehe vor einer Entscheidung. Ich fahre einen 525i BMW E39 mit 185.000KM und 17jahre alt. Habe mir den vor 7 Jahren gekauft, für 5.500€. Das Auto ist super und hat mich nie im Stich gelassen. Außer Verschleißteile nie was gewesen.

    Meine Denkweise hat sich aber in den letzten Jahren geändert. Würde ich den BMW verkaufen, würde ich nach Marktwert ca. 3.500€ bekommen. Ich könnte mir dann für 3.000€ zB einen Kleinwagen kaufen der weniger Kilometer hat.

    zu meiner Kalkulation:

    Autoverkauf und Autokauf verläuft kostenneutral

    – Steuer ist geringer

    – Versicherung locker 20€ im Monat günstiger

    – Benzinersparnis wären ca. 55€ im Monat

    -Instandhaltungskosten würden bestimmt auch 15€ im Monat weniger sein, da die Teile weniger kosten und Kumpel einiges machen kann.

    summa summarum würde ich im Jahr knappe 1.000€ sparen und hätte ein neueres Auto (ok auf das Fahrgefühl des BMWs muss ich dann verzichten)

    Wenn das neue Auto irgendwann nichts mehr wäre hätte ich durch die Einsparungen schon das nächste wieder in der Tasche und wahrscheinlich noch extra Geld übrig für zusätzliche Investitionen.

    wie seht ihr meinen Gedankengang?

    -M

  15. Neuling

    Ich bin momentan an einem Zustand angekommen, an dem ich kaum noch an meiner Ausgaben-Seite schrauben kann. Ich muss versuchen, mehr Einkommen zu generieren. Ich halte mir jetzt schon immer wieder vor Augen, wann endlich mein Depot die 100.000€ erreicht. Mein Ziel ist es, diesen Depotwert bis in 3-4 Jahren zu erreichen. Das ist aber noch ein langer Weg, denn ich kratze gerade mal an den 25.000€…

    Und auch die 100.000€ im Depot sind eher ein symbolisches Ziel. Großartig was ändern wird sich dadurch nicht, außer dass die täglichen Schwankungen mitunter auch schon mal ein Monatsgehalt betragen könnten 😉

    Ich bin aktuell dabei mich nach einem neuen Job umzuschauen, bei dem ich 15 bis 20% mehr verdienen könnte. Da steht mir kommende Woche noch ein Interview bevor…

    Ich war früher so, dass ich mir alle 2 Jahre das neueste iPhone gekauft habe. 2017 hätte es wieder so weit sein müssen: allerdings gehe ich diesen Konsumwahn nicht mehr in diesem Tempo mit. Mein iPhone besitze ich nun seit 2,5 Jahren und ich werde es so lange behalten, bis es nicht mehr funktioniert. Bin in der Hinsicht durch das Thema Aktien und FIRE etwas vernünftiger geworden.

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Neuling

    Wir drücken Dir die Daumen für Dein Vorstellungsgespräch.

    Mehr Gehalt ist immer gut, umso besser, wenn Dir der Job gefällt. Die 100.000 Euro wirst Du schaffen.

  17. June

    @Fit und Gesund,

    die Invest ist eine Verkaufsmesse für Anleger. Es gab Informationen zu fast allem, Aktien, Fonds, BaFin, die Stuttgarter Börse, verschiedenste Zeitschriften, Gold, Silber, Traderkurse, Aufklärung zu Wirtschaftskriminalität durch die Polizei, Grüne Investitionen z.B. in Regenwald….und natürlich auch dubiose Anbieter ;). Wir sind mit 2 Zeitschriften und einem Flyer, 2 Visitenkarten und den sehr netten und persönlichen Gesprächen mit der ExStudentin und dem Sparkojoten wieder heim gefahren.

    Gut das du für deine Wohnung Rücklagen hast, mich würde es sehr ärgern, wenn ich solche Kleinigkeiten nicht einfach zahlen könnte. Wir wohnen nun im 5. Jahr in unserer Wohnung und an mancher Stelle ist der Lack schon ab.

    Kleinigkeiten machen wir immer selbst, für große Arbeiten holen wir uns aber Hilfe. So perfekt wie Handwerker können wir es nicht und wir sind auch leider nicht so schnell.

    @M.
    Ich glaube mit deinem Auto kann man dir leider keinen Rat geben. Es könnte sein das dein BMW noch 10 Jahre ohne Probleme fährt und der “ neue“ Kleinwagen nach 3000 km einen technischen Totalschaden hat. Man weis sowas leider nie vorher. Ich fahre ein 17 Jahre altes Auto mit 350.000 km. Er fährt und fährt, ich habe keine Ahnung was er Wert ist (meine Vermutung liegt so bei 200 €, dass entspricht der neuen Batterie und einer Tankfüllung ;)) und fahre ihn so lange bis uns das Dieselverbot oder der TÜV uns trennt.

    @Neuling,
    Ab einer gewissen Optimierung ist es schwer neues Sparpotenzial zu finden. Das kann dann erstmal frustrieren. Du machst das aber gut, indem du auch die Einnahmen optimierst. Solltest du es schaffen, deine höheren Einnahmen jedesmal zu sparen und zu investieren, ist das der Turbo für deinen Vermögensaufbau.
    Und manchmal kommt man wenn einige Zeit vergangen ist wieder auf neue Ideen zur Ausgabenoptimierung.

    Die ersten 100.000 € sind die schwierigsten. Stecke dir kleinerer Zwischenziele, damit du nicht die Lust verlierst und feiere die jedesmal so groß, als hättest du dein Ziel schon erreicht.

    Ich drücke dir die Daumen für dein Bewerbungsgespräch.

    Take care,

    June

  18. Fit und Gesund

    @-M

    ja, MMM ist ein Wert den ich unbedingt noch haben möchte, sozusagen was für die Ewigkeit, was auch immer das dann ist  🙂

    wegen dem Autokauf, ich habe kein Auto und kenne mich damit nicht aus, entweder fahren bis es ganz hinüber ist oder so machen wie Du sagst, immer gut wenn man Jemand kennt der auch mal was reparieren kann oder wenigstens Ahnung davon hat,

    vielleicht hilft Dir das hier, aber wiegesagt, ich bin auf dem Gebiet eine völlige Niete…

    http://freiheitsmaschine.com/2017/12/29/pkw-kauf-schlau-geld-sparen-fuer-jede-lebenslage/

    liebe Grüsse

  19. Finanzmixerin

    Große Anschaffung ist Definitionssache. Ist eine Anschaffung im Wert von 200 Euro schon groß?

    Ich finde den Ansatz interessant und mache das teilweise bereits mit kleinen Anschaffungen, den Kauf hinauszuzögern.

    Die meisten Dinge sind nicht dringend.

    Ich bin etwas minimalistisch was Neuanschaffungen betrifft.

  20. Ex-Studentin

    Die letzten Jahre hatte ich auch nur 1 größere Anschaffung im Jahr (Handy, Laptop, Fahrrad), was kaum ins Gewicht fällt. Die wirklich großen zögere ich hinaus, z.B. Auto, neue Schlafzimmermöbel oder gar ein Immobilienkauf. Irgendwann kommt sowas aber vermutlich auf einen Schlag, z.B. durch einen Umzug. Jedes Jahr, was man sowas nach hinten zögert, bringt einen finanziell weiter.

  21. A.

    Hallo zusammen

    schließe mich den meisten hier an.

    Ich selbst hätte gerne einen größeren und besseren Fernseher, seit 2 Jahren(!), aber zuerst kommen Dinge im Haus/Renovierungen/Autoinstandhaltung etc, Aktienkauf, Rücklagen, Rücklagen falls ich doch mal eine „günstige“ Wohnung zum vermieten finde um diese etwas anzuzahlen und dann am Ende der Spaß mit dem Fernseher.   Dieses Jahr muss ich leider einiges im und ums Haus herum investieren, aber so ist das halt nun mal. Will nicht warten, bis es alles zusammen auf einmal kommt.

    Mein Smartphone wird „dank“ der Updates immer Langsamer und unerträglicher. Gekauft für 140 Euro vor 3 Jahren. Viele Apps habe ich gelöscht und auch nicht vermisst, aber nun geht es fast nicht mehr.
    Hole mir nun eins für ca 200 Euro. Das reicht dann wieder.

    Gruß

  22. Kiev

    Wir führen nur ein Haushaltsbuch ohne Budgetplanung. Falls etwas benötigt wird kaufen wir es. Ich verschiebe auch alle nicht unbedingt notwendigen Posten in die Zukunft. Das hilft auf jeden Falls dauerhaft Kosten zu reduzieren, da sich manches mit der Zeit erübrigt, oder einfach im Mittel seltener gekauft wird usw.

    Die Zeit hat wieder einen Artikel aus der Serie Kontoauszug:

    http://www.zeit.de/arbeit/2018-03/privater-immobilienbesitz-einkommen-ausgaben-kontoauszug

    Hier würde vermutlich nur die Dauerkarte auf Schalke oder das ein oder andere Feierabend Bier Diskussionsstoff bezüglich Einsparungen liefern.

    Ernüchternd finde ich die Erwägung wieder in den Job einzusteigen. Das genug Geld vorhanden ist sollte hier offensichtlich sein. Arbeiten aus Langeweile? Hier wurde auch keine Arbeit genannt, die ihn wirklich interessieren. Also läuft es vermutlich wieder auf einen Controller Job hinaus. Das man nicht als finanziell freier Mensch nur durch die Welt reist oder in der Hängematte den Tag verbringt ist mir klar, aber es sollten sich doch Beschäftigungen jeglicher Art finden die einen erfüllen.

    An die finanziell Freien ohne Job. Habt Ihr bereits vor Erreichen der Freiheit erfüllende Beschäftigungen gehabt, die einfach weiter ausgebaut wurden oder habt Ihr Euch neue Beschäftigungen gesucht? Habt Ihr jemals daran gedacht wieder als Angestellter in dem altem Job zu arbeiten?

  23. Mattoc

    Hallo Tim, alle,

    ich habe mir gerade mal die Berkshire Aktie angesehen. Kann diese Aktie nicht auch als eine Art „Fonds/ETF“ betrachtet werden?

    Buffett hat ja offensichtlich zahlreiche Unternehmen aus diversen Branchen erworben. Hat er nur Unternehmen aus den USA oder auch aus anderen Ländern?

    Dann habe ich mir mal den Chart der Aktie angesehen. In der Krise 2008/2009 hat sich der Kurs praktisch kaum verändert. Um ca. 70$ bis 75$ lag der Kurs damals. Ist das richtig, oder habe ich die falsche Quelle bei Ariva? Falls das stimmt, ist das ja sehr beeindruckend.

    Vielleicht könnte ich diese Aktie ja als ETF-ähnliche-Aktie erwerben, um mich mal an einen „Einzelwert“ heranzuwagen. 🙂

    Allen einen guten Start in die Woche.

     

  24. Daniel

    ich stehe vor einer Entscheidung. Ich fahre einen 525i BMW E39 mit 185.000KM und 17jahre alt. Habe mir den vor 7 Jahren gekauft, für 5.500€. Das Auto ist super und hat mich nie im Stich gelassen. Außer Verschleißteile nie was gewesen.

    ich denke auch nicht dass beim E39 großartig in den nächsten 10 Jahren etwas anderes passieren wird als Verschleissteil-Tausch.

    Meine Denkweise hat sich aber in den letzten Jahren geändert. Würde ich den BMW verkaufen, würde ich nach Marktwert ca. 3.500€ bekommen. Ich könnte mir dann für 3.000€ zB einen Kleinwagen kaufen der weniger Kilometer hat.

    Die KM Zahl dürfte beim 525i mit dem Reihensecher das geringste Problem sein. Die E39 knacken regelmäßig die 500.000 bis 1Mio. KM Marke. Du würdest quasi nur ein Auto das dir wohl bis dato treu gedient hat und dessen Zustand und Historie du kennst gegen einen Kleinwagen mit ungewisser Historie und möglichen Wartungsstaus tauschen.

     

    Ich würde es nicht machen. Der E39 ist solide gebaut, hat selbst für heutige Maßstäbe sehr viel Luxus an Bord und unterliegt nahezu keinem Wertverlust mehr. Je nach Jahres-Kilometerleistung schlägt natürlich Treibstoff zu buche, aber ein Kleinwagen verbraucht heute auch immer noch 6 Liter Benzin, du vielleicht 8,5-10L. Da muss man schon ziemlich viel fahren bevor das ins Gewicht fällt.

    Auf eine Teilkasko kann angesichts des Fahrzeugalters ggf. verzichtet werden, Versicherungen zum sparen vergleichen. Die Steuer dürfte bei diesem Fahrzeug ebenfalls noch überschaubar sein. Solange keine wirtschaftlichen Totalschäden anstehen (Seitenschaden, Achs-Probleme, Motorschaden etc.) würde ich den Schlurren einfach weiterfahren. Das was bei dir das Fahrzeug noch kosten dürfte verliert ein Neuwagenfahrer in wenigen Monaten.

    Nicht außer Acht lassen darfst du auch die Umwelt-Hysterie hier in Deutschland. Jetzt gehts dem Diesel an den Kragen, als nächstes werden die direkteinspritzenden Benziner zur Schlachtbank geführt. Da bist du eigentlich mit dem Benzin-Saugmotor fein raus.

  25. -M

    Mattoc,

    genau als das kann man Berkshire sehen. Die meisten sehen nur das Portfolio von Buffett, an welchem Firmen er beteiligt ist… aber das Portfolio von Firmen die Berkshire komplett gehören, ist um einiges größer..allein nur MARS ist riesig. Stabil sind die gegenüber den Märkten.

    -M

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @-M,

    meines Wissens ist Mars eine private Company und hat nichts mit Buffett zu tun. Berkshire hatte mal einen Teil von Wrigleys gekauft, was zu Mars gehört. Aber diesen Anteil hat Mars inzwischen zurück gekauft.

    @Mattoc,

    natürlich, nichts anderes ist Berkshire. Hier eine Liste der Beteiligungen (leider noch von 2016). Man kann sich in den SEC Files die Zahlen der einzelnen Segmente anschauen.

    Dadurch, dass die ganzen 100% Anteile ja nicht von der Börse bewertet werden können, ist die Kursfindung von BRK eigentlich Stochern im Nebel.

    Das sieht man daran, dass sie laut Buffetts Zahlen 2008 zwar „nur“ 31,8% verloren hat gegenüber dem S&P von -37%, aber der eigentliche Buchwert (NAV) war nur um -9,6% gefallen. Das wusste halt nur vor Veröffentlichung niemand, weil es niemand bewerten kann.

    Dafür ist 2009 der S&P wieder um 26,5% gestiegen, der Kurswert von BRK aber nur um 2,7%. Und hier hatte der NAV von BRK aber auch wieder um 19,8% zugelegt. Da hätte man massiv kaufen können. Also ich nicht, weil sie mich nicht interessiert aus bekannten Gründen.

    Mit BRK kaufst Du tatsächlich keine Einzelaktie sondern ein Portfolio ähnlich einem ETF, nur leider eben nicht so transparent wie ein ETF.

    Grüßle

    MS

  27. Christian Thiele

    Sparen bis der Arzt kommt
     

    War bislang stiller Leser hier im Forum.

    Interessant dass es doch so einige von unserem Kaliber gibt die in der Lage sind nicht gleich alles auf den Kopf zu hauen was sie verdient haben.

    Genau so geht es mir auch. Spare schon seit den jungen Jahren ohne mich größer einschränken zu müssen. Jedenfalls nicht so dass ich mich unglückl fuhlen würde..meist wird einem das ja suggeriert. 😉

    Habe daduexh inzwischen ca. 275k Eur in meinem Aktien und EtF Depot angehäuft. Zusätzlich halte ich noch ca . 25k in Cash und 25k in alten bestehenden Bausparverträgen.

    Eigentum besitzen wir keine was auch gut so ist. Unser Sohnemann ist jetzt 7 monate alt. Er soll später auch was davon haben und wird hoffentlich unsere tugendem annehmen… ansonsten gibt’s kein Taschengeld. 😉

    Wie macht ihr das mit dem sparen bei den kleinen? Wie vermittelt ihr eueren Spartrieb? Tipps?

     

    Viele Grüsse

    Christian

  28. Der Malachit

    @ Thorsten Rohweder

    Hallo Thorsten und die anderen Mitleser!

    Schön dass es dich noch gibt. Hatte vor Jahren deinen Blog abonniert und immer gern gelesen. Als blog.de abgeschaltet wurde, war alles weg – auch dein Blog. Jetzt habe ich dich auf Tims Kanal zufällig wiedergefunden.

    Nun zum Thema. Es ist wohl so, dass sich auf diesem Kanal nur Leute zusammenfinden, die ähnliche Ziele anstreben. Das sind, gemessen am Verhalten der durch Werbung manipulierten Massen, die Sonderlinge.

    Es sind die, die der klassischen Ökonomie folgen.

    Es sind die, die kapiert haben, dass man sich nicht reich konsumieren, sondern nur reich sparen kann. Wenn die Bürger, wie es propagiert und eifrig beworben wird, ihr Geld möglichst schnell ausgeben, werden sie natürlich nicht reich, sondern bleiben in Abhängigkeit vom Zwang, die nächsten Euros heranschaffen zu müssen. Und wenn sie ihren Überkonsum mit Krediten finanzieren – Schuldgeld, dann produzieren sie noch mehr Geld.

    Das gilt übrigens nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für ganze Länder und ihre Regierungen. Wenn, wie es derzeit der Fall ist, das Wirtschaftswachstum eines Landes (Deutschland) weitgehend durch Überkonsum der Bevölkerung realisiert wird, dann ist etwas faul. Die produzierten Waren häufen sich zu Bergen an und müssen, damit man sie überhaupt noch absetzen kann, verramscht werden. Das führt zur wirtschaftlichen Schieflage und Insolvenz der produzierenden Firmen. Greift dann die Regierung ein, um Arbeitsplätze zu retten respektive Wähler zu ergattern, geschieht das mit über Staatsanleihen geborgtem Geld – Schuldgeld, das ebenfalls noch mehr Geld produziert.

    Leider haben die Regierungen das wohl nicht begriffen. Alle Länder, auch die ökonomisch starken Vorzeigestaaten wie Deutschland, sind verschuldet. Egal ob niedrig, mittel, hoch oder überschuldet. Verschuldet bleibt verschuldet und verschuldet ist ökonomisch betrachtet nichts anderes als arm. Auch Regierungen können sich nicht reich konsumieren. Das sollten sie sich einmal hinter die Ohren schreiben, wenn sie wieder jubeln, dass der Konsumklimaindex gestiegen ist.

    Ein Teufelskreis!

  29. Mattoc

    Nachtrag:

    Der Link zu Ariva ist irrelevant. Dort steht unter dem Chart, dass der Chart im fraglichen Zeitraum eine Lücke hat.

  30. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,

    leider schafft sich derzeit Google Finance wegen Nutzlosigkeit selbst ab. Das war immer meine erste Anlaufadresse. Auch Google als Suchmaschine benutze ich kaum noch, da mich die vielen „sponsored“ Links nerven, die vor die gewünschten Suchergebnisse eingefügt werden. Da benutze ich fast nur noch duckduckgo. Keine Ahnung, was Google geritten hat…

    Ich finde derzeit wieder zu Yahoo zurück, die ja schon nahe der Leichenstarre waren. Aber nach der Übernahme ist Yahoo Finance immer (wieder) besser geworden. Die waren ja vor Google mal State of the Art.

    Ich versuche auch bei Tradingview mein Glück. Hier der Chart als Bild.

    Ariva finde ich sonst eigentlich ganz ok, nutze die auch gelegentlich. Jahrelang war auch finanztreff.de (nur 10 Jahre Chart) meine erste Adresse. Seit einiger Zeit verlangsamt irgendwas die Performance der Seite (obwohl ich Blocker aktiv habe) manchmal unerträglich. Vielleicht Programmierfehler?

    MS

     

  31. Der Malachit

    @ Daniel

    Ich würde den BMW weiter fahren. Die Kleinwagen verlieren sehr schnell den vermeintlichen Wert und landen sehr bald bei einer Kiste Bier. Geht am BMW etwas kaputt, was immer einmal passieren kann, dann wird es halt repariert. Das ist meistens  billiger, als der Wertverlust des Kleinwagens vom jetzigen Listenpreises zu dem in zwei oder drei Jahren. Das Problem ist die Automafia aus Industrie, staatlichen Behörden (TÜV), Medien, wie Automagazine und Portale und den Werkstätten. Um denen aus dem Weg zu gehen, benötigst du eine vertraute Werkstatt, die dir die erforderlichen Reparaturen zum günstigen Preis durchführt und nicht an deinem alten Schlitten verchromte Luxusleuchten anbastelt, um dich abzukassieren.

    Mir ging es ähnlich wie dir. 2004 habe ich einen zehnjährigen MB C 180 gekauft. Und was soll ich dir sagen, den fahre ich immer noch. TÜV 2013 ca. 600 Euro. TÜV 2015 ca. 700 Euro. TÜV 2017 knapp 400 Euro. 2016 ging die Lichtmaschine kaputt. Ich habe keine regenerierte, sondern eine neue einbauen lassen. Die Reparatur hat 450 Euro gekostet. Zwischendurch war mal ein Türfangblech kaputt 100 Euro. Kleinigkeiten, die Glühbirnen mache ich selbst.

    Gruß Reinhard.

  32. Mattoc

    @MS

    Hast du auch einen Link zu einer Seite, auf der man die Werte des S&P500 (lieber noch MSCI World) mit Angabe von aktueller Dividendenrendite einsehen kann?

    Danke!

  33. Thorsten Rohweder

    @Malachit

    Ich erinnere mich. Außer daß ich mich hier bei den Avantgardisten rumtreibe habe ist seit ein paar Wochen auch wieder einen eigenen Blog, nachdem mich FB noch mit Müll zugeschüttet hat und außer vergeudete Zeit kein Mehrwert mehr erkennbar war.

    (Achtung :Hatespeech on:  Diese Aktie ist auf meiner schwarzen Liste. Sie ist womöglich genau für die Leute gemacht, die auch hemmungslos konsumieren. Alle anderen müssen erheblich Zeit aufwenden den navigatorischen US-Müll gedanklich auszublenden. Wenn ich mir die neue Seite für Privateinstellungen anschaue , dann denke ich die Zielgruppe sind Kinder, infantile Menschen oder die Seite ist von einem Praktikant erstellt. Daumen runter für dieses halbherzige Konsumprodukt. Ich glaube wir haben in Europa ein höheres Niveau verdient. Microsoft hat im Übrigen Jahrzehnte gebraucht, um nicht in diesem dämlichen Kleinkindton an die Kunden ranzutreten.  Man kann die englischen Werbungen und „Motivationen“, die dort anscheinend funktionieren nicht einfach ins Deutsche übersetzen. Ich fühle mich jednfalls ver*rscht und  frage mich dann ob die Amis wirklich so sind oder das ein kulturelles Problem ist. Ich fürchte das Schlimmste.:Hatespeech off:)

  34. Jens

    Zum Thema Konsumkredite:
    Am Wochenende hab ich in einer Filiale einer großen Autowerkstattkette (welche wohl) ausgestellte Sommerreifen gesehen, bei denen allen Ernstes ein Schild mit der Info hing, dass man diese auch finanzieren könnte. Wohlgemerkt: die Reifen. Ich kapiers einfach nicht.

  35. Kiev

    Zu Konsumkrediten:

    Ich bekomme immer Werbebriefe von diversen Banken. Von Dr. Klein wurde ich bisher verschont. Ich habe darüber mein MFH finanziert.

    Jetzt habe ich ein Schreiben (ohne eigene Anfrage) erhalten, ob ich nicht einmal darüber nachdenken könnte ein weiteres Haus zu kaufen, oder eine Modernisierung durchzuführen, oder ein neues KFZ anzuschaffen, oder eine Reise durchzuführen. Es wurde mit jedem Vorschlag schlechter.

    Diese Art von Werbebriefen kenne ich bisher nur von Targobank und Santander.

    Der Markt scheint vorhanden und lukrativ zu sein, ansonsten würde es nicht so viel Werbung dazu geben. Und es werden vermutlich nicht alle einen Kredit über 0% Finanzierung annehmen, wie es mancher hier (inkl. mir selbst) bereits in Anspruch genommen hat.

    Zu Statistiken:

    An dem Spruch „traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast“ ist viel wahres dran. Wenn die Statistik relevant und korrekt durchgeführt wurde gibt es noch viele Möglichkeiten diese falsch zu deuten. Als absolutes Negativbeispiel würde ich die Haftstrafenalgorithmen der USA benennen:

    https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-25-Wenn-Software-Haftstrafen-verhaengt-3895513.html

    Mir ist dabei schon nicht begreiflich wie man aus einer Statistik Rückschlüsse auf eine konkrete Person ziehen kann. Mir ist klar, dass man Wahrscheinlichkeiten berechnen kann. Vielleicht helfen statistisch auch Programme weiter, so dass man über eine Förderung anhand von Programmen, die in ähnlichen Fällen geholfen haben, nachdenken kann. Aber ein Urteil daran anlehnen? Die Software stammt nebenbei von einer privaten Firma auf nicht freigegebenen Algorithmen. Und mir war bereits der ganze Schufa Score ein Dorn im Auge.

     

  36. Informierter Leser

    Tierarztrechnungen wurden hier schon erwähnt, frage mich wie die Konsumidioten das machen, schläfern die dann ein, oder gibt es auch Tierarztratenkredite?

    Letztes Jahr mehrere Operationen am Rücken plus Rehamaßnahmen für unseren Haushund, mal schnell über schlappe EUR 7.000,00 Sparquote für 2017 damit natürlich futsch. Rücklagen natürlich vorhanden und damit für ein Familienmitglied natürlich zu leisten.

     

  37. Fit und Gesund

    @Informierter Leser,

    Tierarztrechnungen, ein Thema für sich, es gibt Tierärzte die behandeln hier nur auf Vorausbezahlung, warum wohl?

    Ich zahle immer sofort und bar, im Notfall eben mit Karte, aber ich weiss von einer Kollegin deren Kater angefahren wurde und operiert werden musste, das junge Mädel hatte natürlich nicht so viel Geld, es wurde Ratenzahlung vereinbart, das machen Tierärzte schon, der Kater starb gleich darauf und sie zahlt heute noch ab.

    Manchmal werden, besonders ältere Tiere, eingeschläfert wenn der Halter kein Geld hat, nicht sehr nett…

    manchmal wenn das Tier noch jung ist, können die mittellosen Halter eine Verzichtserklärung unterschreiben, das Tier wird dann behandelt und weitervermittelt,

    gibt verschiedene Möglichkeiten,

    aber ganz klar, Tierhaltung besteht eben aus mehr als nur bisschen Futter und mal ne Impfung, da gehen Manche schon sehr blauäugig ran.

    Hier gilt ganz klar, erst die Viecher, dann Ich und dann die Sparrate, da muss ich nicht lange überlegen, Alles klar festgelegt.

    liebe Grüsse

  38. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Danke für den coolen Link. Der Immobilien-Privatier ist kultig. Seine Einstellung ist wunderschön. Klingt stressfrei.

  39. Kiev

    @ Tim

    Ja, der Artikel liest sich gut. Ich kann diese Aussage nur nicht nachvollziehen:

    “Alles in allem habe ich verglichen mit früher ziemlich wenig Stress. Manchmal zu wenig, deshalb hätte ich Lust, mittelfristig wieder in Teilzeit zu arbeiten.“

    Wenn man so abgesichert ist wie in dem Beispiel kann ja nichts mehr anbrennen. Nichts gegen Controller, bin selbst ein Fan von Zahlen. Aber sich den Job in Teilzeit zurück zu wünschen aus reiner Langeweile finde ich traurig. Da muss es doch noch erfüllendere Alternativen geben.

  40. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Es gibt Leute, die fühlen sich wohl mit etwas Arbeit. Selbst wenn es langweilig sein sollte, gibt es ihnen das Gefühl „wichtig“ zu sein bzw. „gebraucht“ zu werden.

  41. Thorsten

    @Kiev

    Es ist Tradition, dass sich Männer über die Arbeit definieren. Eigentlich traurig. Es ist nicht selten, dass Männer nach Eintritt in die Rente in eine Depression fallen. Insbesondere, wenn man Jahrzehnte nichts anderes als Arbeit kannte. Es dauert 2 Jahre um in den Job zu kommen, aber es dauert auch 2 Jahre, um wieder rauszukommen. Das ist kein Schalter, den man einfach so umlegt. Rente muss „gelernt“ werden.

     

  42. Kiev

    Der Mensch definiert sich durch Schaffen. Kreativität ist sicher ein hohes Gut auf das man bei Erreichen der sicheren Freiheit nicht verzichten möchte. Falls ich mich z.B. als bestechend guten Controller sehe und den Job an sich liebe so kann ich doch auch einen Teil meiner Zeit diesen Job gezielt aufstrebenden jungen Unternehmen als Business Angel zur Verfügung stellen. Oder ich könnte kriselnden Firmen unterstützen wieder auf die Beine zu kommen. Aber in einem großen Unternehmen einfach die Zahlen in die gewünschte Form zu bringen kann doch nicht sinnerfüllend sein. Ich könnte als Controller vielleicht auch das THW, oder Rote Kreuz bei Einsätzen oder generell unterstützen. Auch so kann die Arbeit, die man am besten kann, einen Mehrwert für die Gesellschaft und Zufriedenheit bringen.

    Ich werde selbst von Vollzeit in Teilzeit übergehen, um das Risiko zu wenigen Geldes zu mindern. Mir würden aber sicher viele andere Dinge einfallen, die ich auch unentgeltlich bevorzugen würde. Das heißt jetzt überhaupt nicht, dass mein Job einfach nur eine Qual ist.

    Der Mann aus dem Bericht hat doch 26 Einheiten, die er selbst verwaltet. Das sollte doch auch an Arbeit ausreichen. Wozu möchte man sich zusätzlich unnötigen Stress aufbürden? Einfach nur der Arbeit wegen?

  43. Pfiffig

    Sparen ist wichtig- sparen ist gut.

    Ich versuche auf der einen Seite mein Leben zu vereinfachen. Ja, ich arbeite Vollzeit- könnte aber auch mit Teilzeit gut überleben. Allerdings steht in naher Zukunft die Familienplanung und der Hausbau an. Somit benötige ich hierfür Geld und auch in die Rente möchte ich vorher noch einzahlen.

    Dafür vereinfache ich auf anderen Ebenen.

    Es gibt dafür viele Beispiele:

    trennt man Wäsche in verschiedene Farben oder haut man einfach alles zusammen in die Maschine
    trage ich jeden Tag die Werbeprospekte 3 Stockwerke nach oben in meine Wohnung oder werfe ich unten gleich alles weg was ich nicht möchte?
    brauche ich Kosmetik wie Augenbrauen färben/zupfen, Gesichtsreinigungen etc. oder bekomme ich das mit teureren Produkten auch selbst genauso hin?
    muss ich alle Kleidungsteile bügeln?
    muss ich wöchentlich wischen oder reicht staubsaugen aus?

    Kleine Dinge – grosse Wirkung. Da bliebt dann auch neben der Arbeit noch ausreichend Freizeit.

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten; „Es ist Tradition, dass sich Männer über die Arbeit definieren […] es dauert auch 2 Jahre, um wieder rauszukommen.“

    Das ist sicher Typsache. Ich denke, wenn jemand wirklich seine Berufung in einer Tätigkeit gefunden hat, dann fühlt er sich ohne diese wirklich nutzlos.

    Einerseits habe ich immer darunter gelitten, dass ich keinerlei Begeisterung für irgendeinen Beruf entwickelt habe, andererseits wird es mir dadurch in ein paar Wochen sehr leicht fallen, aus der Firma zu gehen. Leider hatte ich auch nie den Antrieb, irgendein eigenes Business zu entwickeln. Dieser ganze Zwang zum Gelderwerb durch Arbeit war mir immer zuwider. Aber es geht halt nicht ohne in dem System.

    Zum zweiten Mal im Leben schneide ich täglich ein Bandmaß ab. Damals (1977) bei der NVA, und jetzt auch wieder. Ich fühle mich wieder als „EK“. Gestern habe ich die 100 abgeschnitten. Ich werde die „Entlassung“  in die Freiheit wirklich genießen. Nie wieder Urlaubsanträge stellen müssen!

    Ich habe nichts zu erleiden gehabt in meinem Berufsleben, habe das aber nie als Lebenssinn, sondern nur als Absicherung meiner Lebensbedürfnisse (möglichst ohne viel Mühe) gesehen. Zum Glück musste ich nie groß buckeln, und habe ausreichend verdient für einen bequemen Job. Da bin ich der Firma auch wirklich dankbar, und habe es mit einem Arbeitsleben ohne Fehltage durch Krankheit gedankt.

    Ich habe absolut keine Bedenken, dass mir jemals langweilig wird (der Börse sei Dank), oder ich mich nutzlos fühle. Ich kenne keine Langeweile. Obwohl ich dauernd gedanklich beschäftigt bin, kann ich auch sehr gern beschaulich leben. Ich könnte auch im Garten stundenlang den Pflanzen beim Wachsen zuschauen. 😉

    Derzeit erfreut mich die Blüte von Mandel, Pfirsich und Kirschen. Die ersten Lebenszeichen meiner Feige habe ich auch schon entdeckt.

    Also dann, Allen frohes Schaffen!

    MS

  45. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    bald hast Du es geschafft, ich kann leider noch nicht am Bandmass abschneiden, muss noch durchhalten, meine Arbeit werde ich definitiv nicht vermissen, einen Teil der Kollegen schon, aber zu denen kann ich gut weiter Kontakt halten.

    Langeweile ist mir auch fremd, völlig fremd, Stress hingegen kenn ich zur Genüge und das ist es was krank macht, ich habe nix gegen Arbeit, aber wenn man nicht weiss wo zuerst hinspringen, dann zermürbt das auf Dauer, und ab einem gewissen Alter will man auch nicht alltäglich was „Neues“ lernen müssen, zumindest geht es mir so.

    Augen zu und durch, heisst meine Devise,

    mein tägliches Gebet „Herr lass die Dividende sprudeln“

    liebe Grüsse

  46. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Danke. Das sind schöne Fotos aus dem Garten. Hast Du das Beet mit den Zweigen gebaut? Sieht kultig aus.

  47. Freelancer Sebastian

    @ Matthias

    Dieser ganze Zwang zum Gelderwerb durch Arbeit war mir immer zuwider. Aber es geht halt nicht ohne in dem System.

    Deine Worte kann ich sehr gut nachvollziehen! Dieses „System“ erschien mir schon als Kind recht seltsam. Aber gut….

    Jetzt weiß ich auch, warum du Star Trek so gerne magst wie ich 😉 .

    „Die Wirtschaft der Zukunft funktioniert ein bisschen anders. Sehen Sie, im 24. Jahrhundert gib es kein Geld… Der Erwerb von Reichtum ist nicht mehr die treibende Kraft in unserem Leben. Wir arbeiten um uns selbst zu verbessern — und den Rest der Menschheit.“ (Jean-Luc Picard in „Der erste Kontakt“).

    Und das mit der Langeweile kann ich nur unterstreichen. Mir fallen zig wunderschöne Dinge ein, um den Tag zu verbringen. Zum Beispiel ein Gemüsebeet anlegen 😉 .

    Ich wünsche dir viel Freude in der baldigen Freiheit. 🙂

    @ Fit und Gesund

    Gutes Durchhalten wünsche ich!

  48. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    leider muss ich gestehen, dass das Beet der Sohnemann meiner Partnerin so gemacht hat. Mich hat das sehr gefreut. Seine chinesische Frau ist auch ganz wild aufs Gärtnern.

    Ich(wir) haben den Garten vor 13 Jahren übernommen. Damals habe ich sehr viel gemacht. Kleines Gewächshaus, Tomaten, Salat, Zucchini, Gurken, Erdbeeren usw.

    Leider muss man da immer da sein. Nach und nach ist es dann immer weniger geworden, da ich bisher ja immer nur am Wochenende dort bin, was sich ja bald ändert.

    Die letzten Jahre ist das dann stark zurück gegangen. Habe nur noch Obstbäume und Beerensträucher „gemanagt“, und dauernd nur Rasen gemäht.

    Ich freue mich gerade sehr, dass meine im Herbst gepflanzte „Dürkheimer Krachmandel“ den Winter so gut überstanden hat. Vor kurzem habe ich als zweiten Versuch ein Aprikosenbäumchen gepflanzt. Das erste hat einen sehr kalten Winter mal nicht überstanden.

    Ja, ab Sommer wartet da viel Arbeit auf mich. Muss große Thuja-Bäume runter schneiden usw.

    @Sebastian,

    genau so ist es. Ich hoffe auf eine Befreiung der Menschheit durch Technologie aus der Würdelosigkeit der Lohnarbeit.

    MS

  49. Thorsten Rohweder

    Star Trek: kein Geld (außer Ferengi Gold gepresstes Latinum). Die Menschen wohnen minimalistisch und besitzen ein paar wenige Dinge an denen sie sentimental hängen, z.b Erinnungsstücke der Vorfahren oder Musikinstrumente. Erlebnisse und Erkenntnisse sind wichtiger als Besitz.  Die Deko besteht aus ganz wenig Alienflora oder mal Kunst. Der Geist ist frei, die Schiffsdatenbank enthält das ganze Wissen, jeder kann sich in allem weiterbilden. Scheint ein tragfähiger Zukunftsentwurf zu sein, fehlt nur noch der Replikator, aber auf den können wir außerhalb von Raumschiffen gerne verzichten. Wenn es um Kulinarisches geht werden in der Serie auch nicht replizierte Nahrungsmittel im Weltraum bevorzugt (Neelix Küche, Picards Alkoholvorrat).

     

  50. Andreas

    Welches System fändet ihr denn besser und praktikabel? Wie kann man eine Gesellschaft gestalten, in der niemand arbeiten muss, um sein Leben zu finanzieren?

    Und was ist daran schlimm, wenn man aus seiner Arbeit Selbstvertrauen zieht und sich auch ein Stück weit darüber definiert? Was ist schlecht daran, wenn jemand sich gut damit fühlt, wenn er seinen Beitrag für die Gesellschaft als Polizist, Krankenschwester, Arzt, Metzger, Ingenieur leistet?

  51. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andreas,

    Arbeit an sich finde ich schon ok. Das entspannt auch und kann meditativ sein.

    Ich glaube, der Mensch muss etwas tun um ausgeglichen zu sein.

    Mir persönlich geht es darum, dass Arbeit keine Notwendigkeit sein dürfte, um sein Überleben zu sichern. Das ist für mich eine Art Versklavung. Also die Menschen in wirtschaftlicher Abhängigkeit zu halten, dass sie sich für Geld verkaufen müssen.

    An den von Dir benannten Berufen und allen anderen ist natürlich nichts schlecht (ähm, bis auf den Metzger imho). Man sollte sie eben einfach nur aus Interesse und ohne Zwang machen können, und ohne Bezahlung, weil alles was man braucht aus dem Replikator kommt. 😉

    Man stelle sich das kollegiale Arbeitsklima vor, wenn man mit Gleichgesinnten Aufgaben für die Gesellschaft bewältigt, einfach weil man es aus Idealismus will, und niemand kann gemobbt werden, weil man es nicht nötig hat diese Arbeit zu tun und zu behalten. Man könnte jedem Kollegen mit Offenheit begegnen, weil man keine Angst haben müsste, dass vielleicht persönliche Schwächen gegen einen verwendet werden könnten. Es gäbe keinen Druck, keine Leistungsbeurteilungen… weil Alle nur das machen würden, wozu sie sich wirklich geeignet und berufen fühlen. Und wer nichts machen will, der macht das ein paar Jahre, bis er wieder Spaß an einer Sache sucht.

    Nun ja, ich bin kein Optimist, sondern Utopist! 😉

    Schönen Abend

    MS

  52. Freelancer Sebastian

    @ Matthias

    Danke! Eine wirklich geniale Antwort. Bin in allen Punkten bei dir – nicht zuletzt beim Metzger 😉 .

    Gute Nacht 🙂

  53. Andreas

    Alles schön und gut, aber wie du schreibst, das ist Träumerei und Utopie 😉 Letztendlich steht es dir aber ja trotzdem frei in einem Beruf zu arbeiten aus Idealismus, der dich total erfüllt. Wenn du wüsstest, was das genau ist, was dich rund um erfüllt und glücklich macht, dann könntest du es doch tun, dir stehen alle Türen offen. Du würdest damit sogar Geld verdienen:)

    Du musst aber auch nicht arbeiten und kannst dich auf einem Bauernhof einfach komplett selbst versorgen, ohne Zwang zu etwas anderem;)

     

     

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andreas,

    das klingt nur auf den ersten Blick logisch. Leider werden eben gerade diese Idealisten (i.d.R. „Helferberufe“) im „Sklavensystem“ am meisten belastet, HEPs usw.

    Was hilft mir ein Idealismus als Krankenpfleger, wenn die Kranken und ich auf der Strecke bleiben, weil der Mammon, sprich die Rendite die Arbeits- und Lebensbedingungen diktieren?

    Hier muss man sich als Anleger in Healthcare-REITs durchaus auch paar Gedanken machen.

    Und wie gesagt, klar ist es ein Joke mit dem „sogar Geld verdienen“, aber damit ist es wirklich ernst. Das Geld gehört aus der Welt.

    Bin dann weg. Werde mir in alter Erinnerung noch „Weissensee“ im Ersten reinziehen und dann entschlummern.

    MS

  55. Andreas

    Noch mal die Frage dann: welches System willst du denn ohne Geld? Ohne Arbeit? Zurück zum Tauschhandel?;)

  56. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andreas,

    wieso denn ohne Arbeit? Das habe ich doch deutlich gemacht.

    Ohne Geld, ja!

    Soll ich irgend einen Namen für ein System erfinden? Dann würde ich sagen „Technologisches Zeitalter zum Wohle Aller“. Produkte werden nicht für die Halde produziert, sondern nur nach Bedarf, und nicht nach Zwängen von Wirtschaftlichkeit.

    Ich wünsche mir, dass technologischer Fortschritt, bzw. die Segnungen daraus, nicht einer Clique von Finanz- und Wirtschafts-Aristokraten zugute kommt, sondern der Allgemeinheit. Grobe Arbeit sollte automatisiert werden.

    Die gesamte Wertschöpfung selbstverständlich dem gesamten Volke zur Verfügung stehen. Wie gesagt, nicht als Geld sondern als Güter.

    Die einzigen Vertreter so einer Spezies sind wohl vorerst die typischen „Freien Coder“ alter Schule, die mit freier Software sich gegen die Konzerne stellen (Libre Office, Pretty Good Privacy usw.)

    Ich fand es interessant zu erfahren, dass Norwegen keine Krankenkassen kennt. Da gibt es eine staatliche Gesundheitsfürsorge. Kein so ein irres System wie bei uns. Ja klar, ist dem Öl geschuldet. Wir könnten es über Ingenieurskunst machen, vorerst. Da ist der Beschäftigtenschlüssel so, dass man gern arbeitet und gern Patient ist, weil man kein Objekt des zu erzielenden Profits ist als Patient und als Beschäftigter. Auch wenn es dort nach wie vor über Geld läuft. Wie nennt man so ein System? Ist Norwegen kommunistisch? Eher nicht. Ich würde sagen, vernünftig.

    Jetzt wirklich finito.

    MS

  57. Kiev

    @ Matthias

    Viel Spaß mit dem letzten Meter des Bandmaßes. Und genieße Deine Privilegien nicht zu sehr auf Kosten der jungen bei der Arbeit 😉

    Bei mir sind auf dem virtuellen Maß wohl noch um die 36m. Vielleicht komme ich an so ein Teil ran. Das wäre für die letzten 150 Tage vielleicht wirklich interessant.

    Ich vermute stark, dass Du aus Langeweile Dir kein neues Bandmaß zulegen wirst nur um wieder eins zu haben, dass man abarbeiten kann. Es gibt genug Möglichkeiten sich zu verwirklichen.

    Ich werde mir „Lookin‘ Out My Back Door“ für Dich anhören. Geb Bescheid wenn es soweit ist.

    Ich denke, dass sich die Gesellschaft weniger verändert als man annimmt. Mir gefällt die Philosophie der Stoa. Warum passt die denn genau so gut zu unserer Zeit? Mit einem IPhone in der Hand hätten sie vermutlich auch nichts anders gemacht. Heute kann man sich immerhin aus eigenen Stücken Privilegien erarbeiten. Wenn man als Beispiel mit 40 oder 30 finanziell frei sein möchte muss man eben mehr leisten als alle um einen herum.

     

     

  58. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,

    der letzte Meter bedeutet natürlich auch weniger Leben vor einem. Glücklicherweise muss ich nicht mit Bitterkeit und Reue auf mein Leben schauen. Es ist alles gut. No regrets…

    Sehr interessant, dass Du „CCR“ erwähnst. „Creedence Clearwater Revival“ war wirklich ein bestimmender, auch prägender Sound für mich. Wir hatten damals den Californian Spirit in uns, ohne dass wir wussten, dass es den gab. 😉

    Das war tatsächlich meine Musik für einige Jahre um die 1970. Ich habe sie eingesogen. Sobald ich konnte, sah ich genauso aus, und trampte jeden Sommer nach Ungarn.

    „Five year plans and new deals, Wrapped in golden chains. And I wonder, still I wonder Who’ll stop the rain.“

    „…Confusion on the ground. Good men through the ages, Tried to find the sun…“ („Who’ll Stop The Rain“)

    Damals hatte ich meine erste Liebe mit 13. Zu diesem Mädchen habe ich heute wieder Kontakt, durch „StayFriends.de“ wieder gefunden.

    Sie erzählte mir, dass noch viele Jahre der von mir in die Kellerwand im Treppenhaus des Dresdener wilhelminischen Altbau-Rückgebäudes eingeritzte Schriftzug CCR zu lesen war, und sie immer an mich denken musste dadurch.

    Schön, wenn man zeitweise in sentimentalen  Erinnerungen zerfließen kann.

    Schönen Tag!

    Muss jetzt noch etwas CCR hören, seit Jahren mal wieder…

    MS

  59. Kiev

    @ Matthias

    Das freut mich umso mehr, dass ich so viele Erinnerungen bei Dir reaktiviert habe. Die Band kenne ich leider nicht aus ihrer Zeit. Bei mir ist das Lied durch den Film Big Lebowski hängen geblieben. Ich komme mir manchmal vor wie der Dude, da bei mir manche Früchte bereits geerntet werden und sich so Zeit für die schönen Dinge ergibt.

     

  60. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,

    dann werde ich mir den Film mal auf die To-Do-List setzen. 😉

    Ja, jede Zeit bietet seine eigenen Möglichkeiten. Jedes Lebensalter verlangt auch nach unterschiedlichen Entwicklungsschritten. Du bist ja auch schon nicht mehr der Jüngste. Da Du die Stoa ansprachst… Diese Phase war bei mir ab 1986.

    Damals zerbrach die Beziehung, aus der meine leibliche Tochter stammt. Da habe ich mich dann mit Reclam-Heftchen der alten Griechen nach Griechenland verzogen für paar Wochen. Flug nach Athen und die erste Fähre genommen, die abgelegt hat in Piräus. Zufällig ging die nach Hydra. Dort habe ich mir dann ein Quartier bei einem gestrandeten Engländer am Hafen genommen, ähnlich dem Spitzweg-Gemälde vom armen Poeten. Tropfte rein, keine Heizung…

    Da habe ich dann Platon durch, über die Stoa natürlich auch gelesen. Platons „Phaidon“ war dann irgendwie „live changing“.

    Die wirklich wichtigen und richtigen Dinge sind zu allen Zeiten gültig.

    Ich weiß nicht, wo ich als Junger von heute stehen würde. Ich vermute aber, bei den Technos. Mein Logo deutet ja auf das Festival „Tomorrowland“ hin. Ich wäre wohl dort (u.a.) anzutreffen. Das ist zwar alles kommerziell und von Regie geführt, und ein gerade auf ernsthafter Sinnsuche Wandelnder würde dieses wohl als“Friede Freude Eierkuchen“-Getue verachten, aber ich finde es prima. Ich liebe die Techno-Magier. Hohepriester der besseren Art. Es macht mich glücklich (Belgien 2017 Official Aftermovie). „People of tomorrow, Children of all ages…“

    Na denn, schönen Tag noch.

    MS

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