Wie ticken die finanziell Freien? Sie haben keine Lust bis 67 zu arbeiten. Sie wollen reisen, Familien gründen, Neues erleben


New York, 29. Juni 2017

Finanziell frei werden wollen die meisten so um die 35, 40, 50 Jahre. Kaum jemand aus der Community hat Lust bis zum 60. Lebensjahr zu arbeiten. Projekte, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten machen sie natürlich manchmal. Und manch einer kehrt in den Job vorübergehend für ein paar Jahre zurück, falls das Geld nicht reichen sollte. Nichts ist in Stein gemeißelt. Sie sind flexibel. Sie machen auf mich einen lockeren Eindruck.


Die finanzielle Freiheit genießt jeder auf seine Art und Weise. Dieser Amerikaner baut in Mexiko ein eigenes Strand-Hotel namens Gecko Rock Resort. Mit seiner Muskelkraft. Und er reist mit der Partnerin rund um den Globus. Er arbeitete 14 Jahre lang als Ingenieur. Er sparte wie ein Irrer. Jetzt ist er mit 34 Jahren schon frei.

Oder nehmt sie: Die 26-jährige Amerikanerin ist noch auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Im Alter von 35 Jahren möchte sie genug Geld akkumuliert haben, um frei zu sein. Sie möchte reisen. Ihre Eltern sollen auch in der Nähe sein. Sie möchte nämlich bis dahin eine Familie gründen und Kinder haben.

Natürlich wird es kein Paradies sein. Immer wieder werden Probleme aufkreuzen: Probleme machen aber das Leben lebenswert. Wer keine Lust hat bei künstlichem Licht von 8 bis 17 Uhr jeden Tag bis zum 67. Lebensjahr zu schuften, sollte solche Pläne machen. Ziele zu haben ist das Erfolgsrezept. Motiviert zu sein ebenso.

Wie ticken eigentlich diese sparsamen Menschen, die früher in den Ruhestand wollen? Diese Leute haben eine enorme Selbstdisziplin. Sie versuchen immer dem Plan zu folgen. Sie achten auf ihre Gesundheit. Sie lassen sich nicht dazu verleiten, Panik-Verkäufe zu machen, wenn die Börse bebt. Sie sind sparsam. Sie haben eine Notreserve.

Brauchen Sie Hilfe, machen sie Tauschgeschäfte – ohne dass Bargeld fließt. Sprich: Ist ein Freund gut im Fliesenverlegen fragen ihn, ob er helfen kann, die Küche zu renovieren. Sie arbeiten also eine gute Woche in der Küche zusammen. Es wurde schon im Vorfeld vereinbart, was als Gegenleistung getan wird. Es ist ein System des Gebens und Nehmens. Es ist eine Win-Win-Situtation. Niemand verliert dabei. Die Sparsamen reisen fast alle gern. Auch auf dem Weg in die Freiheit machen sie von ihren Reisen wenig Abstriche. Ja, sie gehen eher nicht in Luxushotels. Aber reisen spielt bei vielen eine große Rolle, ist mir aufgefallen.

Um eine Rezession machen sie sich keine großen Sorgen. Sie haben einen Notfallgroschen und ein paar Flaschen Bier im Keller. Sollte die Börse einknicken, machen sie stur und stetig mit dem Investieren weiter. Sie freuen sich sogar, wenn die Kurse fallen, denn dann können sie günstiger ihr Depot ausbauen.

Wie ticken die typischen Konsumenten?
Der durchschnittliche Bürger lebt von der Hand in den Mund. Die Sparsamen sehen es jeden Tag: Arbeitskollegen, Bekannte, Nachbarn, Freunde fahren dicke Neuwagen, die sie finanziert haben. Sie haben Ratenkredite für alles Mögliche aufgenommen und keine Notreserve. Wenn es eine Gehaltserhöhung oder einen Bonus gibt, wird meist etwas Sauteures sofort gekauft. Anstatt das Geld zu sparen, wird es verpulvert.

Wann sie in Rente gehen, richtet sich danach, was die Regierung festlegt. Sie werden also bis 67 arbeiten. Wenn bis dahin in Berlin noch mal die Altersgrenze erhöht wird, dann würden sie noch länger arbeiten. Sie entwickeln keine eigenen Ziele.

Wer hat Zeit für ein Treffen in der Schweiz am 10. Juli?
Übrigens würde ich gerne Leser in Genf, in der schönen Schweiz, treffen. Am Montag, 10. Juli, lade ich Gleichgesinnte von 17.30 bis 19 Uhr zu einem lockeren Erfahrungsaustausch ein. Wenn Du teilnehmen möchtest, schick mir einfach eine Email. Dann teile ich Dir die weiteren Details mit.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie ticken die finanziell Freien? Sie haben keine Lust bis 67 zu arbeiten. Sie wollen reisen, Familien gründen, Neues erleben

  1. Stefan Stulle

    Du musst jung sein, um so früh wie möglich zu beginnen.
    Du musst eine Menge Kohle verdienen. Wenn du dann sparsam lebst, bleibt genug übrig, was du investieren kannst.
    Hat du einen Durchschnittsjob mit weniger Einkommen musst du leben wie ein Mensch in Armut, um genug zur Seite zu legen. Es sei denn, du lebst in einer WG oder bei den Eltern.

  2. ZaVodou

    Wenn man mehr Freizeit hat muss man acht geben, dass man deshalb nicht mehr Geld ausgibt.

    Klar reise ich gerne, aber das kostet Geld.

    Mein Vermögen ist jedenfalls nicht so groß, dass ich ständig auf Reisen gehen kann. Kurztrip nach Genf. Nicht drin. Ich suche mir Freizeitaktivitäten, die möglichst wenig Geld kosten.

    Ich habe immer recht sparsam gelebt und mache das auch weiterhin, sonst ist irgendwann mal Essig mit der FU und das möchte ich auf alle Fälle vermeiden.

    Jeder muss seine Ansprüche selbst definieren, weswegen man seine FU im gewissen Maße auch ein wenig selbst in der Hand hat.

    Wer größere Ansprüche ans Leben stellt muss halt länger sparen bis er von seinem Vermögen leben kann.

    Darf sich dann aber nicht verführen lassen, nur, weil man mehr Freizeit hat, mehr Geld auszugeben.

     

     

     

  3. DerMitleser.

    @ Stefan Stulle

    Das ist doch unfug! Ein jeder kann sparen und investieren. Man muss weder jung sein, noch muss man eine Menge Kohle verdienen (obwohl beides von Vorteil wäre, aber eben keine Voraussetzung).

    Und wenn Du einen Durchschnittsjob hast, hast Du in der Regel auch einen durchschnittlichen Lebensstandard.

    Woher ich diese Frechheit nehme, so etwas zu behaupten? Nun, ich bin weder jung, noch verdiene ich eine Menge Kohle. Ich habe einen Durchschnittsjob und einen entsprechenden Lebensstil. Noch dazu bin ich Familienvater und habe zwei kleine Kinder. Trotzdem (oder gerade deshalb) schaffe ich es, stur jeden Monat mindestens 15% des Gehalts zu investieren.

    Ob ich damit irgendwann mal die absolute Finanzielle Freiheit erreichen werde? Wohl eher nicht (dafür hätte ich tatsächlich viel früher anfangen  oder mehr Geld verdienen müssen).
    Aber, eine kleine Finanzielle Unabhängigkeit ist schon noch machbar 🙂

  4. StefanStefan

    Ich bin auch dafür möglichst Vermögen aufzubauen und finanziell unabhängig zu werden.

    Jedoch habe ich letzte Woche erfahren wie schnell es aus sein kann. Ein guter Bekannter ist (als Beifahrer) bei einem Autounfall gestorben. Von der Landstrasse abgeflogen in den Acker, mehrfach überschlagen -tot. Heute ist Beerdigung.

    Der Mann wurde 54 Jahre alt und hinterlässt eine 15 Jährige Tochter und eine Ehefrau.

    Ein anderer Bekannter hat Darmkrebs im Endstadium. 58 Jahre alt.

    Ich glaube man muss einen Mittelweg gehen im Leben. Wenn alles dem Sparen untergeordnet wird und man nicht „lebt“, könnte man es später bereuen.

    Jeder nimmt sich doch vor „im Alter“ zu geniessen, viel zu reisen, Hobbys nachzugehen. Nicht alle erleben aber diese Zeit gesund. Da bleibt ein Ehepartner allein zurück und die schönen Pläne sind Makulatur.

    Aber natürlich muss man sagen, dass selbst wenn sowas passiert, es natürlich besser ist den Anhang versorgt zu wissen als sie mit Geldsorgen allein zu lassen.

    Anders sieht es aus wenn man komplett allein ist. Dann kann man natürlich auch jeden Tag Nudelsuppe essen und Teebeutel zwei Mal benutzen wenn es einem Spass macht 😉

     

  5. Rainer Zufall

    Hallo Tim
    Ich habe das Bloglesertreffen in Mannheim noch in sehr guter Erinnerung. Ich kann zwar nicht in der Schweiz dabei sein, wünsche allen aber viel Spass und gute Gespräche.

  6. Thomas der Sparkojote

    Früh Anfangen und Früh in Rente gehen 😉 Wobei

    Ich wäre sehr gerne beim Treffen in Genf dabei gewesen, leider bin ich im Juli in den USA und wir verpassen uns 🙁

    Gruss
    Thomas

  7. Laufmaus

    Ich sag es mal so: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Es kann letztendlich jeder machen was er für richtig erachtet. Warum sollte ich mir das Recht rausnehmen und über die Lebenseinstellung eines anderen urteilen? Der eine verjuchtelt eben sein Geld, ein anderer spart wie doof und der dritte findet einen Mittelweg. Letztendlich ist mir das Bratwurst, weil ich mit meiner Baustelle Leben genug um die Ohren habe. Sollte jemand einen Rat wollen, dann kann man sicher hier und da Hilfestellung leisten, aber ansonsten kann jeder sein Ding machen und wer sagt, dass meine Einstellung DIE Lösung schlechthin ist?! Meine Meinung oder Einstellung zu bestimmten Dingen zwinge ich mit Sicherheit niemanden auf, da es zu nichts führt. Ausbaden muss man die  persönliche Entscheidung eh selber bzw. gemeinsam mit seinem Partner. Soll doch jeder so machen, dass er nachts ruhig schlafen kann.

    Wünsche jedenfalls viel Spaß beim Treffen in der Schweiz.

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Du hast Recht. Beim Reisen ist Vorsicht geboten. Das geht schnell ins Geld.

     

    @ DerMitleser.

    Danke. Sehr gut. Da sieht man: Es geht. Wer ein realistisches Ziel vor Augen hat, kann es erreichen. Wer alles negativ sieht, wird kaum etwas erreichen.

     

    @ Stefan

    Das ist traurig. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir sehr alt werden. Und dann mit wenig Geld dazustehen oder bis 67-70 arbeiten zu MÜSSEN, wäre für mich nicht das Gelbe vom Ei.

     

    @ Thomas der Sparkojote

    Viel Spass in den USA.

     

    @ Rainer Zufall

    Danke. Ja, Mannheim war ein super Leser-Treffen.

     

    @ Laufmaus

    Ich möchte hier nur Anregungen, Denkhilfen geben. Oft ist Unwissenheit im Spiel, wenn Menschen mit ihrem Geld nichts besseres zu tun wissen, als es für Konsum auszugeben. Ich denke, es wird schon in der Schule versäumt, den nachhaltigen Umgang mit den Finanzen zu lehren. Klar, muss am Ende jeder selbst wissen, was ihm/ihr wichtig ist. Niemand muss im übrigen meinen Blog lesen.

  9. Gurki

    Man geizt also sein halbes Leben um dann finanziell frei zu sein, aber man kann ja dann gar nicht sein angespartes vieles Geld verprassen. Man lebt ja dann weiterhin schön sparsam, damit das Geld auch ja bis zum ende seines Lebens reicht. Nice Vorstellung!

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gurki

    So ist es. Du kannst die 4% Formel zu Hilfe nehmen, um sicher zu gehen, nicht auf dem Trockenen eines Tages zu sitzen. Mit anderen Worten kannst Du 4% Deiner Finanzassets im Jahr ausgeben. Mehr nicht. Sprich: Wer 500.000 Euro im Depot hat, kann 20.000 Euro im Jahr ausgeben.

    Ist es besser alles Geld auszugeben, Autos zu finanzieren und alles andere auch auf Pump zu kaufen? Und bis 72 zu arbeiten?

  11. Mattoc

    @Tim

    Die 4%-Regel ist auf jeden Fall eine gutes Hilfsmittel, um eine Indikation zu haben, wann man finanziell frei ist. Aus meiner Sicht ist sie auch deutlich besser geeignet als die klassischen Sparquoten-Rechner.

    Im übrigen bin ich auch ganz klar der Meinung, dass es manchen Menschen einfach nichts bringt, die finanzielle Unabhängkeit anzustreben, gerade, wenn der Weg eine Qual ist. Es macht wirklich keinen Sinn, dass Menschen 20 oder 30 Jahre gegen ihren eigentlichen Konsumwunsch und gegen Familie und Freunde sparen, nur um dann den Rest des Lebens von dem mühsam ersparten und investierten Geld ebenfalls bis zum Ende weiterhin sehr sparsam leben zu müssen. Das ist definitiv nicht jedermanns Sache. Und das verstehe ich gut.

    Mir persönlich macht es allerdings extrem viel Spaß, extrem zu sparen, ein Haushaltsbuch zu führen und Ziele dieser Art anzugehen. Für mich bedeutet das auch nicht, dass ich „nicht lebe“ oder die Befürchtung habe, etwas zu verpassen. Und falls mich eins von Stefans Szenarien erwischt, würde ich niemals sagen: „Jetzt hast du dein ganzes Leben lang gespart und hast nichts davon.“ Ich würde es immer wieder so machen.

     

  12. eki.

    @ Gurki:

    Interessant, dass du sparsam und geizig miteinander gleichsetzt. Woher nimmst du das? Ein sparsamer Mensch ist, zumindest nicht zwingend, ein geiziger Mensch. Du musst dich nicht bei uns rechtfertigen, dass du konsumfreudig bist. Es sei dir gegönnt. 🙂

    Ich habe zum beispiel Mitte letztes Jahres angefangen meine Ausgaben in einem Haushaltsbuch aufzuschreiben. Hierbei habe ich festgestellt, dass ich einige fixe monatliche Ausgaben reduzieren kann, ohne einen Qualitätsverlust zu haben.

    Zum Beispiel:

    Handy-Vertrag gekündigt und auf Prepaid umgestellt. (Einsparung 20 Euro im Monat)
    SKY Abo: Gekündigt und auf Netflix umgestiegen (Einsparung 65 Euro im Monat)
    Lebensmittel: Schaue bewusster auf Preis/Leistungsverhältnis (Einsparung 75 Euro im Monat)
    Sportwagen vertickt und Diesel Pampersbomber gekauft (Einsparung Sprit + Versicherung 80 Euro im Monat)
    Tablet: Vertrag gekündigt, da eh nur noch im Wifi im Gebrauch (Einsparung 40 Euro im Monat)

    Das sind im Schnitt Einsparungen von 280 Euro im Monat, nicht weil ich geizig bin, sondern weil ich gemerkt habe, dass es unnötig ist dieses Geld hierfür auszugeben, da ich einen gleichwertigen oder besseren Ersatz gefunden habe.

    Ich könnte auch bei anderen Dingen weiter einsparen, zum Beispiel bei unserer Wohnung 300 – 400 Euro im Monat, allerdings würde das einen erheblichen Qualitätsverlust bedeuten. Ebenso könnte ich mein Budget für unsere Urlaube herunterschrauben, denn auch in Deutschland und Europa gibt es schöne Orte, an denen man hervorragend und günstig Urlaub machen kann. Aber dazu liebe ich das südliche Afrika einfach viel zu sehr 🙂

    Ich persönlich verzichte durch meine Sparsamkeitauf absolut nichts, was mir wichtig ist. Und genauso werden es die anderen in einer anderen Form sicherlich auch machen.

     

    Beste Grüße

     

  13. Gurki

    Von den 20.000€ werden noch mal 25% Steuern (hier in Deutschland) abgezogen oder nicht? Bleiben 15.000€ netto im Jahr. Das sind 1250€ im Monat. Keine so tolle Vorstellung. Auch wenn man dann eventuell nicht mehr arbeiten bräuchte.

    Wenn man nicht unbedingt in einem sozialen Brennpunkt (Hamburger Osten zum Beispiel) in einer 1 Zimmer Wohnung für 500€ warm leben will, darf ja gerne mal etwas mehr bezahlt werden. Um die 800€+.
    Natürlich geht es von 450€ zu leben, schön finde ich das trotzdem nicht. In meinen Augen wäre das doch totaler Stress sich das dann immer alles ausrechnen zu müssen was man ausgeben darf um „überleben“ zu können.

    Das heißt also, es müsste schon min. eine Million sein. Damit hätte man dann wenigstens das doppelte an Geld.

  14. Fit und Gesund

    @Tim,

    leider habe ich Spätdienst, und Genf ist leider auch zu weit weg, viel Spass dennoch.

    @all,

    morgen ist das erste Halbjahr 2017 rum, da rechne ich dann mal genau nach,  auch wenn es im Moment etwas abwärts geht, ich glaube, ich werde zufrieden sein, ich habe vor knapp 2 Jahren angefangen mal so richtig ordentlich zu sparen, das Resultat kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Bin ich mega stolz drauf 🙂

    Seid Ihr auch zufrieden? Ich hoffe es.

    @Gurki,
    aber die Freiheit und Unabhängigkeit ist nicht mit Geld oder Gold zu bezahlen, darum geht es mir persönlich, ich bin von Natur aus eher bescheiden und Luxusleben bedeutet mir nicht viel, ergo auch kein Lebensqualitätsverlust.

  15. Gurki

    @eki: Ich bin nicht Konsumfreudig. Ich überlege Monate lang ob ich mir das kaufen soll, was ich haben möchte. Ich führe ein penibles – fast täglich geführtes – Haushaltsbuch seit 10 Jahren. Auch hatte ich noch nie einen Handyvertrag, sondern immer Prepaid (übrigens für 7,99€ / Monat), fahre einen Seat Ibiza von 2009, finde aber trotzdem das totale Sparsamkeit (nichts anderes ist es hier bei einigen) mit Geiz einhergeht. Ich gehe dann trotzdem mal mit meiner Freundin Sushi essen für 60€+ (30€ / Pro Person).
    Warum auch nicht? Lieber mal sowas, als täglich Süßkartoffel vom Grill 😉

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Schade!

    @ Gurki

    Ja, mit der Million im Depot wird es angenehmer.

    Es gibt ja im unteren Einkommens-Bereich Steuerfreibeträge. Insofern weiß ich nicht, ob die 25% Steuerquote zutreffen bei nur 20.000 Einkommen im Jahr?

    Außerdem gibt es die Möglichkeit andere Einkommensquellen zu haben (vermiete Wohnung/Garagen, Nebenjob, Projektarbeit, 450-Euro-Job, Zinsen, Dividenden…). Mehrere passive Geldströme zu haben ist empfehlenswert.

    Klar muss man auf sein Geld aufpassen, sonst ist es schnell wieder weg. Aber das sehe ich nicht als ein Problem an. Ich haushalte gerne. Das ist in meiner DNA. Jeder tickt nun mal anders.

    Und manchmal knall ich mal richtig viel Geld raus (das ist aber die große Ausnahme, sonst ist es nichts mehr Besonderes).
    http://timschaefermedia.com/meine-geldsuende-in-spanien/

    Wie schaut Deine finanzielle Lebensplanung aus?

  17. Mattoc

    @Gurki

    Gerne würde ich auf die 20.000 Euro 25% Abgeltungssteuer bezahlen, denn dann wären die 20.000 Euro ja Gewinn vor Steuern.

    So ist es in der Praxis aber leider nicht. Von den 20.000 Euro ist nur ein Bruchteil Gewinn, auf diesen Teil zahlst du dann Abgeltungssteuer.

    Vereinfachtes Beispiel:

    Du kaufst 400 Aktien für je 1000 Euro. Ist eine Investitionssumme von 400.000 Euro. Dann steigt die Aktie auf 1250 Euro. Dein Depot hat nun einen Wert von 500.000 Euro. Nun verkaufst du 16 Aktien im Wert von 20.000 Euro. Gewinnanteil ist 4000 Euro (16 mal 250 Euro) Hierauf zahlst du 25% Abgeltungssteuer. Es bleiben 19.000 Euro.

  18. Kiev

    Hi Gurki,

    wenn Du mit den 1250 Euro finanziell frei bist ist das doch sehr gut. Dann benötigst Du ja nicht viel Geld im Monat. Sobald du frei bist kannst Du machen was Du willst. Du kannst hinziehen wo Du möchtest (Preis / Leistung?). Oder einfach weitermachen mit dem was Du machst. Du könntest ja auch einfach weniger arbeiten und dich freuen, dass Du auch ganz aufhören könntest. Dann hättest Du mehr Geld als notwendig und kannst das finanzielle Polster aufstocken und / Oder besondere Urlaube usw. genießen solange Du fit dafür bist.

    Falls der Job nicht so erfüllend ist könntest Du auch einfach kündigen und Dir genau das suchen was Dir gefällt und vielleicht weniger Einnahmen bringt, aber genug um die sonstigen Wünsche zu erfüllen. Oder Dich selbstständig machen in einem Bereich, der nicht viel Kapital benötigt und Dir vor allem Spaß macht.

  19. Mattoc

    Und Tim hat Recht, dass auch noch geprüft werden muss, ob deine persönliche Einkommsteuer niedriger ist als die Abgeltungssteuer. Falls ja, zahlst du aktuell deinen persönlichen Einkommensteuersatz auf Basis deines Einkommsens. Das alles unterliegt aber Politik und damit laufend Änderungen.

  20. Ex-Studentin

    Die Finanzielle Freiheit ist ein erstrebenswertes Ziel. Sollte aber nie Ziel Nr. 1 sein. Gesundheit, ein soziales Netzwerk und ein kleines Finanzpolster können die Lebensfreude bereits enorm steigern. Vermutlich werde ich mit 60 noch arbeiten müssen (Kinderwunsch). Das Arbeitsleben sollte man sich möglichst angenehm gestalten. Ich hoffe, dass es im Alter Teilzeitmöglichkeiten gibt. Notfalls brauche ich Kapital auf. Meine Kinder sollen nicht aufs Erbe angewiesen sein. Wenn ich in 5 Jahren an Krebs sterben sollte, will ich mich nicht über ein verpasstes Leben ärgern.

    Liebe Grüße

  21. Mark85Mark85

    Diese Dame hat zwar nichts mit Kapitalanlagen zu tun, aber sie bringt den Minimalismus als Lebensgefühl gut auf den Punkt: https://youtu.be/KjGC_GdGZXA

    Mit den weiter oben genannten 1.250 Euro für die Ausgabenseite würde sich ein Minimalist niemals selbst als arm bezeichnen und generell nicht das Gefühl haben, auf etwas verzichten zu müssen. Für Normalos ist so ein Leben unbegreiflich oder unvorstellbar, aber genau SO wollen Minimalisten nun einmal leben. 😉

  22. Hilda

    Hallo,Tim

     

    Vor einiger Zeit hast du geraten, nach einer Korrektur in die Fang Aktien einzusteigen. Wäre jetzt ein guter Zeitpunkt? Anderseits meint der angesehene Börsenprofi Gebert, dass die Aktien in nächster Zeit viele Jahre nicht mehr steigen werden. Was tun? Grummel, Grummel…

     

    Hilda

  23. ZaVodou

    @Gurki

    Von den 20.000€ werden noch mal 25% Steuern (hier in Deutschland) abgezogen oder nicht?

    Ich gehe mal davon aus, dass Du die Steuer nur auf Kapitalerträge meinst. Die beträgt 25 % + darauf Soli von 5,5 % = 26,375 %.

    Um diese Frage zu beantworten brauchst Du eine Grundtabelle. Bei 20.000 Euro bezahlst Du 2520 Euro Steuern, 138,60 Euro Soli + evtl. Kirchensteuer von 226,80 Euro. Entspricht einem Steuersatz von 14,4 %. Das wäre dann Dein persönlicher Steuersatz

    Da Du 26,375 % Abgeltungssteuer bezahlt hast, musst Du Dir mit Anlage KAP die zuviel entrichtete Steuer (Differenz zwischen 26,375 % und 14,4 %) bei der Steuererklärung vom Finanzamt wieder holen, da Dein persönlicher Steuersatz niedriger ist.

    Die Rechnung sieht meistens noch günstiger aus, da Deine Sozialversicherungsbeiträge (Krankenkasse) einkommensmindernd sind und Du deshalb nur 20.000 Euro abzüglich Krakenkassenbeiträge versteuern müsstest.

     

  24. eki.

    @Gurki

    Da sind wir dann doch gar nicht weit auseinander. Für mich sind Personen geizig (habgierig), wenn diese nicht bereit sind, sich etwas zu gönnen oder auch mal etwas zu teilen mit anderen Personen. Und ich glaube, dass sich die Mehrheit hier auch mal etwas gönnt. Nur was sich der eine gönnt, sieht ein anderer schon wieder als geiz.

     

    Beste Grüße

     

  25. Mattoc

    @ZaVodou

    Die 20.000 Euro sind kein Gewinn. Daher sind die 20.000 Euro auch nicht die Steuerbemessungsgrundlage.

  26. Delura

    Hallo Mitstreiter,

     

    Habe heute 30 Caterpillar nachgekauft und habe dadurch ein schönes positives Deja vu gehabt…

    Stand heute werden meine drei höchsten Fixkostenpositonen durch meine Mieten/Zinsen/Dividenden gedeckt nämlich meine Warmmiete für meine Mietwohnung, meine private Krankenversicherung und meine Rate für mein Darlehen für meine fremdvermietete ETW…..

    So kann es weiter gehen, ich spare auch nicht wie „bekloppt“,aber es geht ständig voran – Glück Auf !

    Und Spaß  machen tut es allemal …..

  27. Mark85Mark85

    An Delura: Glückwunsch zum bisherigen Abdeckungsgrad! Diesen Monat (Juli) ist bei mir Gold an der Nachkaufreihe, weil es durch den gesunkenen Kurs am meisten von meiner Zielallokation abweicht. 😉

  28. ZaVodou

    Was hast Du denn da gerechnet? Ich sehe keine Zahlen. Schreib einfach wie hoch sein persönlicher Steuersatz bei 20.000 Euro Kapitaleinkünfte sind. Sonst keine weiteren Einkünfte.

  29. Andrea

    Gurki, glaubst du wirklich, dass die Leute hier sich jeden Tag von Süßkartoffeln oder Bohnen und Reis ernähren? Das wäre doch arg einseitig und würde zu Mangelerscheinungen führen. Die meisten hier empfinde ich als relativ normal – sparsam, aber nicht übertrieben. Vielleicht mit Ausnahme von Mark (lach, Mark, das ist nicht bös gemeint), der anscheinend von Luft und Liebe oder Wasser und Brot lebt.

    Es gibt doch so viele Möglichkeiten, zu sparen, z. B. bei Lebensmitteln kann man schauen, was gerade beim Obst und Gemüse Saison hat, oder man schaut mal Samstag nachmittag in den Suoermärkten, was reduziert ist.

    Du selber schreibst ja auch, dass du bestimmte Sparmöglichkeiten nutzt.

    Ich erinnere mich an meine Studienzeit. Ich habe von ca. 700 DM gelebt (krankenversichert war ich die meiste Zeit über meine Eltern) und es war mit die schönste Zeit in meinem Leben. Ich bin joggen gegangen, viel mit dem Fahrrad gefahren, habe viel Zeit im Park oder mit Freunden verbracht. Die schönsten Dinge kosten nicht viel. Lediglich die Ernährung würde ich im Nachhinein etwas anders handhaben, wenn ich das noch einmal erleben könnte. Früher hatte ich von gesunder Ernährung keine Ahnung und habe viel Nudeln oder Reis gegessen.

    Ich habe eine Kollegin, die sagt, dass sie nicht gerne ins Restaurant geht, da es ihr dort nicht schmeckt. Sie meint, dass sie besser kocht.

    So kann jeder selber entscheiden, was er problemlos aufgeben kann und was nicht, und ob man die finanzielle Freiheit anstrebt oder nicht.

    Mir sind manche Beispiele hier auch ein bisschen weit hergeholt, z.B. der rasenmähende Junge mit dickem Verdienst, aber ich sehe es so, dass ich mir für mich das herauspicken kann, was mich inspiriert.

  30. Andrea

    Delura, toll.

    Ich kann von meinen Dividendeneinnahmen schon mein Monatsticket für den ÖPNV bezahlen. So etwas motiviert.

  31. Mark85Mark85

    An Andrea: Ich finde Sonnenblumen- und Haselnusskernbrot total gut, aber 1 bis 2-mal pro Woche darf es auch eine Dönertasche oder Ähnliches für zirka 3 Euro als Tageshauptmahlzeit sein. 😉

  32. Kia

    Zu Mattocs Rechnung:

    Die 1000€ auf die 4000€ muss Gurki aber auch nicht zahlen, da er ja keinen Job mehr nachgeht und somit seinen Grundfreibetrag von 8820€ auf seine Anlagengeschäfte ausdehnen kann. Er muss sich die NV-ART Bescheinugung beim Finanzamt holen und diese bei der Bank einreichen. Dan zahlt er nach oben stehende Rechnung gar keine Abgeltungssteuer und kann alles verprassen.

  33. Mark85Mark85

    An Andrea: Wie viel kostet deine? Mich würde hier eine Monatskarte regulär 961 oder ab 10 Uhr 693 Euro pro Jahr kosten, was ich nicht gerade wenig finde. Das lohnt sich wirklich nur, wenn man sie regelmäßig nutzt.

  34. Mattoc

    @ZaVodou

    Es ging nach meinem Verständnis um Tims Aussage, dass man unter Anwendung der 4%-Regel bei einem Depot von 500.000 Euro jährlich 20.000 Euro entnehmen kann. Über Sinn und Unsinn der 4%-Regel kann man bekanntermaßen auch streiten, darum geht es hier aber nicht.mdie Frage ist also, wieviel Abgeltungssteuer muss man zahlen, wenn man von einem 500.000 Euro Depot 20.000 Euro entnimmt. Hier war Gurkis Aussage, dass 25% Steuern zu zahlen wären und damit „nur“ 15.000 Euro netto pro Jahr übrig bleiben würden. Meine Antwort hierauf war, dass das nicht stimmen würde, da die 20.000 Euro ja kein Gewinn vor Steuern ist. Ich habe das dann an einem Rechenbeispiel (siehe oben 16:24Uhr) verdeutlicht.

  35. Andrea

    Mark, ich habe diese Jahr bislang schon 439,76 an Dividenden erhalten (netto) und es wird bis zum Ende des Jahres noch etwas dazukommen. Hier im VRR gibt es ein Firmenticket, das ich über meinen Arbeitgeber erhalte. Es kostet inzwischen 45,70 Eur, also 548,40 Eur im Jahr. Bin gespannt, auf wie viel die Dividenden sich belaufen werden, aber den genannten Betrag dürfte ich auf jeden Fall erreichen. Es motiviert, sich das so vorzustellen.

     

  36. Mattoc

    @Pibe

    ich hatte vor 2 Jahren mal eine Bahncard 100. Das bedeutet auch Freiheit innerhalb von Deutschland, da man jederzeit alle Züge der Deutschen Bahn und in Großstädten sogar den ÖPNV nutzen kann, ohne Fahrkarten zu kaufen.

    Der Haken ist, dass diese Karte ca. 350 Euro im Monat kostet. Wenn man nun nicht mehr berufstätig ist und 4 oder 5 Freunde hat, die bestenfalls in Deutschland verteilt leben und  bei denen man abwechselnd übernachten kann, dann könnte ich mir vorstellen, auch übergangsweise, z.B. Für 1 Jahr, ganz auf eine Wohnung zu verzichten und mir mal Deutschland anzugucken.

    Die Bahncard 100 ist an sich ein super Produkt, nur leider sehr teuer.

    Ich mag jedenfalls räumliche Flexibilität, möglichst wenig Zeug und wenig bzw. günstigen Wohnraum.

  37. Skywalker

    Zitat aus dem wertpapier-forum.de, der meine Gedanken widerspiegelt

     

    Wegen dem EUR wird dieses Jahr ganz bitter für Anleger außer EUR, wie bspw. MSCI World oder S&P 500. In EUR umgerechnet wird das ein bitteres Jahr (wie schon die ersten 6 Monate). Richtiger Sch . . . kleister.

    Und wenn der EUR wieder auf 1,50 steigen sollte verteilt über 5 Jahre, oh weh . . . das wären dann im Prinzip auf EUR Basis 5 Jahre ohne Gewinne – so ungefähr. Ein durchaus mögliches Szenario.

     

    Fallende Kurse in den USA und steigender Euro…. So schnell kann man gar nicht schauen und das Depot schmilzt. Heute wieder 2 Prozent. Sollte man vielleicht nicht doch mehr Anlagen in EUR tätigen?

     

  38. DivSky

    @Tim,

    vielleicht könntest Du deine journalistischen Fähigkeiten inkl. Netzwerk einsetzen und einer besonderen Fragestellung für deine Blogleser nachgehen:

    Gibt es die Möglichkeit bzw. ist es sinnvoll für Privatanleger, das Vermögen (Aktien/ETFS) in einer Firma oder Stiftung zu bündeln?

    Dabei könnten folgende Aspekte eine Überlegung wert sein:

    -Steuern (keine Abgeltungssteuer mehr/Steuern sparen)

    -Staat (Kapital geschützt)

    -Familienaspekt (Nachfolgeregelung)

    -etc.

    Ich habe dazu persönlich nicht viel finden können. Aber diverse Privatanleger wie u.a. Kolja Barghorn oder Herr Kissig haben eine Firma wo wohl das Aktienvermögen angelegt ist. Kann mir nämlich vorstellen, das es schon Vorteile hat und die großen Kapitalanleger haben doch bestimmt auch Stiftungen oder Firmen wo das Vermögen verwaltet wird oder?

  39. Mattoc

    @Skywalker

    Entweder du siehst es sehr langfristig. Dann kannst du dich in dem Szenario über sehr günstige Kaufkurse in Euro freuen, oder du hedged in Euro. Das kostet etwas mehr, wirkt sich aber sichtbar aus. Man kann beispielsweise den MSCI World als ETF sowohl ungehedged als auch in Euro gehedged kaufen. Und dann einmal jährlich Rebalancing machen. Kostet nicht wesentlich mehr und entschärft das Währungsrisiko.

  40. Skywalker

    @mattoc

     

    Danke für die Info! Die günstigen Kaufkurse in Euro bringen einem nur was wenn der Euro irgendwann wieder fallen würde was wahrscheinlich ist aber niemanden garantieren kann. oder?

     

    Vielleicht wäre es langfristig sinnvoll mehr in Euro zu investieren zumindest ein fertiges von ca 50- 50?

    Wobei man natürlich von dem starken Euro profitiert wenn man einmal im Jahr für drei Wochen in die USA fliegt um Urlaub zu machen 😉

  41. Mattoc

    Also unter der Voraussetzung, dass ich wirklich ein dauerhaftes Währungsrisiko sehen würde (also ein Risiko, das meine Performance auf Sicht von Jahrzehnten zerlegt) würde ich mich dennoch nicht regional auf Europa beschränken, sondern die Euro gehedgede Variante des MSCI World kaufen.

    Aber  ich sehe das Risiko langfristig nicht. Beim Finanzwesir und bei justetf gibt es du diesen Themen auch Informationen.

  42. Fit und Gesund

    @Skywalker,

    das mit den Währungskursen ist nicht zu unterschätzen, ich kenne es bereits von CHF/Euro, über Jahre ist der Schweizer Franken immer stärker geworden, Geld was ich damals in Deutschland angelegt hatte wurde immer weniger wert, ich konnte mir aber dann für meinen Schweizer Franken in D immer mehr kaufen, nur im Moment kaufe ich ja nicht viel und das bisschen eben in der Schweiz.

    Für mich war klar dass ich diesen Fehler nicht nochmal machen würde, so habe ich bei meinem Einzelaktienportfolio die Vorgabe dass 60% in CHF sein müssen, der Rest USD/Euro/GBP und nordische Währungen oder AUD.

    Und es gibt doch tolle Unternehmen auch in Euroland!

  43. Mattoc

    @FuG:

    Ein Artikel für,Schweizer Anleger, der deine Aussage bestätigt:

    https://www.nzz.ch/finanzen/schweizer-bleib-bei-deinen-aktien-1.18421736

    Zitat:

    „Essenziell ist dagegen der Umgang mit Währungsrisiken. Während diese laut der Studie im globalen Schnitt kaum einen Einfluss hatten, waren sie für Schweizer Anleger in der Vergangenheit elementar (vgl. Grafik). Aufgrund des starken Frankens lieferte eine gemäss Lehrbuch vorgenommene internationale Diversifikation nur dann gute Ergebnisse, wenn Währungsrisiken abgesichert waren. Würde man die Kosten der Absicherung berücksichtigen, würde sich das Ergebnis nochmals zugunsten der Schweizer Aktien verschieben.“

  44. AlexanderAlexander

    Und wovon bezahlt der Minimalist seine Krankenversicherung?

    FU geht erst ab Minimum 2.000 € an. Wir (2 Personen) bräuchten 3.500 € bis 4.000 €, um ein angenehmes Leben zu führen. Wer meint in Deutschland mit 1.250 € weit zu kommen, der träumt.

  45. Fit und Gesund

    @Mattoc,

    danke, die Basiswährung meiner Vanguard ETF’s (All World und Asien ex Japan) ist der USD, abgerechnet in CHF und nicht währungsgesichert.

    Was ich persönlich nicht machen würde ist mir ein Portfolio mit fast nur US-Werten aufzubauen, auch wenn es noch so tolle US-Firmen gibt, aber das muss Jeder selber wissen. Da verzichte ich auch lieber mal auf ein wenig Rendite.

    und ganz grundsätzlich, es ist unheimlich schwierig diese Währungsrisiken vorherzusagen, man kann sicher hedgen, aber das ist nicht umsonst. Wenn man langfristig regelmässig kauft, dann tritt sicher eine gewisse Glättung ein, sei es bei Kurs oder Währungsverlusten. Mault aber auch Keiner wenn es in die richtige Richtung für Einen selber geht 🙂

     

  46. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Ja, aber ich würde mich aber auch nicht zu verrückt machen wegen Währungsrisiko. Wer noch paar Jahre vor sich hat, der kann das entspannt angehen.

    Ich muss allerdings schon zugestehen, dass ich selbst seit mind. 2 Jahren keine EUR in USD getauscht habe. US-Aktien kaufe ich ja nicht in EUR.

    Habe gerade nachgesehen, mein mittlerer Kurs EUR/USD steht bei 1,34963.

    Das letzte Mal habe ich USD bei gefühlt 1,25 gekauft. Seitdem gehen meine Euros nur noch in CAD. US-Werte habe ich seither immer nur aus USD-Dividenden gekauft.

    Das Verhältnis EUR/CAD hat sich seither recht stabil gehalten. Wenn ich heute CAD kaufen würde, dann würde ich meinen Kurs sogar verbessern, da mein Kurs da 1,45856 beträgt (heute würde ich 1,4872 bekommen).

    Also: Augen auf beim Währungskauf! 😉

    MS

  47. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hilda

    Ich rate nicht zum Timen der Börse. Sondern zu regelmässigen Aktien- oder ETF-Käufen. Das heißt: monatliches Sparen. Und das 1, 2, 3 Dekaden durchziehen.

  48. Mattoc

    @Alexander

    Ok, wenn du sagst, dass das so ist und nicht anders geht, dann machen wir das so. Danke!

    Nein, Spaß bei Seite. Du meinst das ja sicher nicht so. Dir ist sicher klar, dass in Deutschland viele Einzelpersonen mit (deutlich) weniger als 2000 Euro netto pro Monat auskommen müssen. Man sollte nicht immer seine eigene Situation und seine eigenen Bedürfnisse auf andere übertragen. Im Osten Deutschlands kann man locker für 300 Euro zur Miete wohnen, eine PKV gibt es altersabhägig zwischen 100 Euro und 500 Euro. und vom Rest kann man (gut) leben – in Abhängigkeit von den persönlichen Bedürfnissen. Und: FU bedeutet ja nicht, dass man nur noch im Bett liegt und nichts mehr tut.

  49. ZaVodou

    @Mattoc

    o.k. verstanden. Da habe ich nicht genau gelesen. Ich dachte es ging rein um Kapitalerträge.

    Hier geht es um Kapitalentnahmen, wobei dort nur der anfallende Spekulationsgewinn versteuert werden müsste.

    Um bei Deinem Beispiel von 16:24 h zu bleiben, könnten Zast + Soli auf die 4.000 Euro Spekulationsgewinn würden jedoch komplett durch die Steuererklärung zurückgefordert werden, so dass gar keine Steuern anfallen würden. Das hat Kia richtig erkannt

  50. Mark85Mark85

    An Andrea: Ja, und wenn du die Fahrkarte hereingeholt hast, kannst du dich an den nächsten Kostenblock wagen. 😉

    An Mattoc: Die 1-jährige Auszeit klingt nicht schlecht. Durch meinen Umzug nach Berlin haben sich für mich auch neue Entdeckungswelten aufgetan. Ich bin begeistert, wie viel Wasser und Natur es hier gibt. Gestern bin ich beispielsweise mit der S-Bahn zum Tegeler See gefahren. Durch die schön angelegte Uferpromenade mit dem Anleger für Ausflugsschiffe kam schon fast Urlaubsstimmung in mir auf. 😀

    An Alexander: Hier gehen halt die Meinungen auseinander. Das Existenzminimum für eine alleinstehende Person liegt in Deutschland in der Übernahme angemessener Warmmieten (regional unterschiedlich bemessen), der Krankenversicherung + Rundfunkgebührenfreiung + 409 Euro zur eigenen Verfügung. In der Regel sind das insgesamt unter 1.000 Euro. Und bei 2 Personen fallen nicht in allen Lebensbereichen die doppelten Kosten an. Ich käme mit diesem Leistungsumfang gut zurecht, müsste mich ohne weiteren Hinzuverdienst höchstens bei der einen oder anderen Flugreise einschränken. Ich finde es aber völlig in Ordnung, wenn du dein persönliches Existenz- oder Glücksminimum viel höher ansetzt.

    An Diddl: Nein, weil bei Indexfonds die in den Fonds verwendeten Währungen entscheidender sind als die Fondswährung selbst.

  51. Fit und Gesund

    @Gurki,

    lässt mir keine Ruhe, irgendwie gehst Du davon aus dass die Süsskartoffelesserfraktion sich gar nix gönnt und schier noch den Kitt von den Wänden kratzt und in die Pfanne haut 🙂    dem ist glaub echt nicht so, ich z.B lebe in einer schönen grossen Wohnung, ich habe ein Hobby was Geld kostet, nämlich meine Katzen, wenn ich mir was kaufen möchte, so mach ich das, ich ziehe z.B in Erwägung mir so ein Garmin-Fitnessarmband zu kaufen, ich brauche es nicht, aber ich hätte es einfach gerne….

    Meine Mama war immer sehr sparsam, heute wünschte ich sie hätte sich selber mehr gegönnt, aber unglücklich war sie deswegen noch lange nicht, sie freute sich über das gesparte Geld und dass ich das eines Tages mal erben würde, so ist es nun, aber ich kam und komme alleine klar, es freute sie dennoch.

    Ich muss Dir in einer Beziehung Recht geben, Herumgeizen ist absolut hässlich und das Gegenteil von jeglicher Freiheit, das wäre es mir niemals wert.

    Man darf sich auch mal was Gutes tun oder sich einen Wunsch erfüllen, Zufriedenheit ist eine andere Form von Reichtum, aber Zufriedenheit bedeutet für Jeden von uns was Anderes, da gibt es kein Richtig oder Falsch.

    Nur Prasserei und Konsumieren um zu beeindrucken, das halte ich für falsch.

    Genug für heute und Gute Nacht.

  52. ZaVodou

    @Kia

    „Er muss sich die NV-ART Bescheinugung beim Finanzamt holen und diese bei der Bank einreichen. Dan zahlt er nach oben stehende Rechnung gar keine Abgeltungssteuer und kann alles verprassen.“

    Würde ich nicht machen, da bei einer NV-Bescheinigung keine Verlusttöpfe geführt werden. Link

  53. Mark85Mark85

    An Fit und Gesund: Ich möchte nicht geizig rüberkommen, aber mich treibt zur Zeit die Frage um, was ich mit meinem anfallenden Hausmüll/Restmüll machen soll, weil es hier eine Müllschleuse mit Abrechnung nach der Anzahl der Einwürfe (immer für 5 Liter), nicht nach Gewicht gibt.

    Das finde ich irgendwie ungerecht, weil ich ziemlich lange meinen Hausmüll sammeln muss, um überhaupt auf ein Volumen von 5 Litern zu kommen.

    Und wer Dinge wie Essensreste und Bioabfall kennt, weiß, dass man diesen nicht über Wochen in den eigenen 4 Wänden haben möchte. Erst recht nicht im Sommer. Ich bin stark am überlegen, ob ich für diese Art von Müll die öffentlichen Mülleimer in der angrenzenden Fußgängerzone nehmen soll, wenn ich dort regelmäßig auf meinem Weg zum Supermarkt vorbeikomme. 😀

  54. Mattoc

    @ZaVodou

    Manche Investoren bevorzugen ja die Entnahme per Dividende z.B. mittels Dividenden-ETFs gegenüber der Depot-Entnahme per Verkauf von Anteilen bei thesaurierenden ETFs.

    Wenn aber 20.000 Euro Dividenden fließen, dann werden tatsächlich die von dir berechneten 14,4% fällig, oder?

  55. ZaVodou

    Ich sehe das mit den Währungen EUR/USD nicht ganz so eng. Kommt halt drauf an, was man für US-Aktien im Depot liegen hat.

    Erwirtschaften die Firmen ihre Gewinne hauptsächlich in den USA selbst (z. B. Eisenbahngesellschaften) dann ist das schlecht, wenn der US-Dollar fällt und man auf die Dividende setzt. Die würde in EUR umgerechnet fallen.

    Etwas anders sieht es bei Aktien wie Coca-Cola oder  P&G aus, die ihre Gewinne weltweit erwirtschaften. Diese Firmen haben die ganze Zeit nämlich geklagt, dass ihre Gewinne nicht so stark ausfallen würden, weil der US-Dollar so stark sei. Das wäre dann ja umgekehrt, so dass die Gewinne wieder höher ausfallen und zu höheren Dividenden führen würden.

     

  56. Fit und Gesund

    @Mark85,

    ich weiss absolut was Du meinst, bei uns muss man spezielle Müllsäcke kaufen, 17l und grösser, ich habe viel Müll durch den Katzendreck, bei mir wird alle 2 Tage so ein Sack voll.

    Und wenn Du mich fragst, ganz ehrlich, es spricht gar nix dagegen wenn Du da mal ein Säckchen in eine öffentliche Tonne wirfst, viel schlimmer finde ich was man für Dreck auf der Strasse antrifft, achtlos weggeworfene Dosen, McDonald Verpackungsmüll, Glas, und selbst Felder werden nicht verschont, die Bauern haben schon Schilder aufgestellt dass solch achtlos weggeworfener Müll ihre Tiere unter Umständen tötet. Wobei in der CH finde ich weniger Müll als in D.

    So, ich hoffe der Marder auf dem Dach gibt mal Ruhe, hab ihn schon gesehen, er zeigt seinen Jungen wie man hoch und runterklettert, meine Katzen finden das spannend, ich weniger 🙂

  57. Mark85Mark85

    An Mattoc: Hierfür müsste man einen Steuersatzrechner bemühen, um seinen persönlichen Steuersatz zu ermitteln. Bis zum Grundfreibetrag zahlt man nichts, danach den Eingangssteuersatz, der progressiv steigt. Die Kappungsgrenze der Abgeltungssteuer liegt bei zirka 26 Prozent inklusive Soli und ohne Kirchenmitgliedschaft.

    An Fit und Gesund: Wie gelangen Marder auf Hausdächer? Ich dachte bislang, dass diese kleinen Nager mehr auf Autos stehen. 😉

  58. Andrea

    Mark, das ist der Plan, dass die Dividenden von Jahr zu Jahr mehr werden sollen. 🙂

    Bezüglich des Mülls: Ich finde, es spricht nichts dagegen, 1-2 Teile auch in die öffentlichen Müllbehälter zu werden. Einen ganzen Sack hineinzuwerfen, fände ich nicht so nett den anderen gegenüber, die etwas einwerfen wollen. Aber gegen eine geringe Menge spricht meiner Meinung nach nichts. Bezüglich des Biomülls: Marie Kondo schreibt in ihrem Magic Cleaning Buch, dass sie Biomüll einfriert, bis sie ihn entsorgt, damit er nicht anfängt in der Wohnung zu stinken. Sicherlich eine ungewähnliche Maßnahme, die das Problem aber löst.

  59. ZaVodou

    @ Mattoc

    Ich habe die Grundtabelle für Singles um 17:15 h verlinkt. 14,4 % zahlt man bei 20.000 Euro Einkommen.

    Da die Krankenkassenbeiträge einkommensmindernd sind, zahlt man sogar einen noch niedrigeren Satz. Ich wollte Gurki damit nur zeigen, dass man bei diesen Beträgen eben keine 25 % zahlt, sondern weitaus weniger, weil der persönliche Steuersatz durch den Grundfreibetrag sehr viel niedriger ist.

    Man zahlt zwar erst mal Zast + Soli, bekomt dann aber auf Antrag wieder einen Teil vom Finanzamt zurückerstattet.

     

  60. Mark85Mark85

    An Andrea: In meiner alten Heimat gab es eine grüne Extratonne für Biomüll, hier nur die Restmülltonne. Ich bin auf jeden Fall für Mülltrennung und saubere Straßen. Ich fände es nur schöner, dass wenn es schon eine Müllschleuse mit Einzelabrechnung gibt, diese nach dem Gewicht der Einwürfe abzurechnen. Ich weiß, dass es definitiv auch Schleusen mit integrierten Waagen gibt.

    Gut, dann werde ich wegen der einen oder anderen öffentlich entsorgten Bananenschale kein schlechtes Gewissen haben. 😉

    An ZaVodou: Ich weiß nur nicht genau, inwieweit sich ab 2018 an dieser Praxis durch die Investmentsteuergesetzreform etwas ändern wird. Steuerangelegenheiten gehören definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungsthemen, deshalb lasse ich sie lieber jährlich für mich machen. Wenn man niemanden in seinem engen Umfeld dafür hat, finde ich die Lohnsteuerhilfevereine nicht schlecht. Gegen eine Mitgliedschaft mit einem jährlichen Beitrag, der nicht sehr hoch ist, wird einem alles abgenommen.

    Generell: Auf dem Weg zu immer mehr finanzieller Unabhängigkeit ist auf jeden Fall eine minimalistische Lebenseinstellung ein erheblicher Beschleunigungsfaktor, weil sich jeder nicht benötigte Euro nicht nur positiv auf die Ausgaben-, sondern gleichzeitig auch auf die Einnahmenseite auswirkt. Der benötigte Vermögensstand lässt sich erheblich zusammendampfen.

    Dazu kommt, dass jeder eingesparte Euro mir beim Vermögensaufbau 1:1 zugutekommt. Anders sieht das bei jedem zusätzlich benötigten Euro aus, der erst noch durch Arbeit verdient werden muss, weil er durch Steuern und Sozialbeiträge stark dezimiert wird, bevor er angelegt werden kann.

    Wenn man sich also erst ab zwei-, drei- oder noch mehr tausend Euro an passiven Einnahmen ,,frei“ fühlt, fällt dieser Hebel weg. Nimmt man die ungefähre 4-Prozent-Regel für Aktienanlagen als Grundlage, benötigt man für jeden passiven Mehreuro 25 Euro an Vermögen. Das ist kein geringer Faktor. Möchte man nur 100 Euro mehr pro Monat haben, sind das sogar schon 30.000 Euro.

    bleiben nur noch die Erhöhung des Einkommens und die Maximierung der Rendite auf das Kapital als Zielbeschleuniger übrig.

  61. Vincent

    Für mich gibt es auch einen Unterschied finanziell frei zu sein, so dass für einen selbst auch ohne staatliche Mittle gesorgt wäre oder wirklich nicht mehr aufs Geld achten zu müssen, was nicht mit Verschwendung gleichzusetzen ist.

    Ich wäre ja schon froh, wenn ich die erste Situation erreichen würde, die zweite Situation ist in diesem Leben für mich unrealistisch. Dann darf aber auch wirklich nichts eintreffen, was
    dafür sorgt, das man nicht mehr so sparsam leben kann.

    Manchmal kann man es sich auch nicht aussuchen, ob man wirklich sehr sparsam leben kann bspw. bei einer Krankheit, bei der man aufgeschmissen ist, wenn man sich nicht auch einen Privatarzt & selbst bezahlte Untersuchungen und Behandlungen leisten kann.

  62. Finanzmixerin

    Was ich mich immer frage: Was, wenn etwas unvorhergesehenes passiert und quasi alle Ersparnisse weg sind? Es gibt diverse Konstellationen, wo das passieren kann.

    Sollte man sich nicht mehr auf die persönlichen Ressourcen, wie Fähigkeiten und Kontakte konzentrieren? Und das Sparen etc. als Nebensache sehen?

  63. Mattoc

    @Finanzmixerin

    Egal, was man im Leben macht: Wenn man mit etwas anfängt, muss man die Annahme haben, dass es funktioniert. Es macht ja ansonsten keinen Sinn. Wer also plant, die finanzielle Unabhängigkeit (definiert nach eigenem Ermessen) zu erreichen, dann sollte sich derjenige nicht auf das Scheitern konzentrieren. Immer das große Ziel in kleine Ziele runterbrachten. Dann kann man täglich an etwas arbeiten. Aber das weißt du natürlich. 🙂

    Ansonsten ein Beitrag, der Reaktionen hervorruft und hoffentlich etwas Traffic auf deinen Blog bringt.

    Viel Erfolg

  64. FelixBerlin

    @Finanzmixerin

    was wäre denn so eine Situation, wo wirklich alle Ersparnisse bei draufgehen?

    Mir fällt da spontan nur eine schwere Erkrankung ein und in einer solchen Situation spielt das finanzielle keine/kaum eine Rolle mehr.

    Da geht es dann um ganz andere Dinge.

    Natürlich muss man auch in seine Fähigkeiten und Kontakte investieren, wobei ich da kein Problem sehe, warum man dann nicht trotzdem weiter fleißig sparen kann.

    Man sollte, wie bei allem im Leben, eine gesunde Mitte finden.

     

  65. Finanzmixerin

    @Mattoc: Sicher 😉

    Das stimmt, dass man sich das Scheitern nicht vorstellen sollte.

    Ich habe typisch deutsch, Angst vor einer Währungsentwertung.

    Ich sollte mich aber wirklich mehr aufs Gelingen konzentrieren und bin ja auch in mehrere Richtungen abgesichert.

  66. Sparta

    @Andrea

    Süßkartoffeln und Bohnen gehören in den blauen Zonen (überdurchschnittlich viele 100jährige) häufig zu den Grundnahrungsmitteln. 😉

    @Skywalker

    Das ist aktuell noch gar nichts!

    Nur ein wenig vom Gewinn dieses Jahr wieder abgegeben.

    Ich diversifiziere Weltweit. Achte auf Deine asset allocation & deine Risikotragfähigkeit, wenn Du jetzt schon etwas nervös wirst, passt die Aktienquote in einem richtigen Crash evtl. nicht und Du machst Fehler, bzw. verkaufst in schlechten Jahren…

    Die hier beworbene 90 – 100 % Aktienquote ist nur für eine Minorität von Individuen in der Praxis & in Crash-Phasen durchhaltbar.

    Wie Laufmaus schon sagte, jedem sein Plässierchen.

    @Hilda

    Gebert… na ja, nicht mein Fall.

    Willihope hatte hier mal gehebelt auf dessen Indikator gesetzt….

    Im Backtest hätte ich auch Apple & Amazon im Langzeittief gekauft und wäre jetzt der neue Warren. 😉

  67. Freelancer Sebastian

    Um die Häufigkeit von Kursrückgängen mal nüchtern zu betrachten, hier eine Statistik, die ich vor einigen Jahren aus einem seriösen Blog entnommen habe. Die Quelle muß ich euch leider schuldig bleiben. Basis ist der S&P 500.

     

    Kursrückgang um 5 % : 3 mal pro Jahr

    Kursrückgang um 10 % : 1 mal pro Jahr

    Kursrückgang um 15 % : alle 2 Jahre

    Kursrückgang um 20 % : alle 4 Jahre

    Kursrückgang um 30 % : 1 mal im Jahrzehnt

     

    Es handelt sich hierbei um DURCHSCHNITTSWERTE. Natürlich kann es auch mal zwei Jahre nur bergauf gehen oder innerhalb von zwei Jahren 2 mal um über 20 % nach unten rauschen. Keiner weiß es im Vorfeld.

    Die Quintessenz: Wer auf einem reinen Aktienportfolio von 100.000 € sitzt, sollte jederzeit mit einem Rückgang um 10.000 € rechnen. Das passiert dann innerhalb von Tagen/Wochen und kommt durchschnittlich 1 mal pro Jahr vor.

    Ist ja auch nur gesund. Nennt sich Regression zur Mitte. Mich läßt das mittlerweile kalt. War natürlich nicht immer so. Man muß es öfter miterleben, um da Gelassenheit zu entwickeln. Nicht ins Depot schauen hilft ungemein…. 😉

     

  68. Sparta

    @Free

    Die Drawdown-Häufigkeits-Historie des S&P500 steht auch bei Börsenmythen enthüllt für Anleger vom Herrn Fisher. Kummuliert und nicht nach Kalenderjahren geht auch mehr Drawdown…

    Hoffe Dir steht das Wasser nicht schon bis zum Hals!?

    Hast Du Stefan „common stocks and uncommon profits“ empfohlen? Kenne ich jetzt nicht, taugt es was?

    Schönes Wochenende!

  69. Stefan Meisel

    @ Sparta

    Ja, hat er 🙂 Hab erst ein Drittel gelesen. Bisher gefällt es mir gut. Vorher war ich skeptisch, denn in den Amazon-Kommentaren heißt es, das Buch sei nur für Profi -Anleger geeignet – mit Tipps nach dem Motto: „Ruf den CEO an und stell ihm Fragen“. Das kann ich bisher nicht bestätigen.

    @ Sebastian

    Diese Statistik ist auch nicht schlecht: http://theirrelevantinvestor.com/2017/05/11/the-map-versus-the-terrain/

  70. Ralf

    „Er arbeitete 14 Jahre lang als Ingenieur. Er sparte wie ein Irrer. Jetzt ist er mit 34 Jahren schon frei.“ Finde den Fehler….

    Wie kann man mit 20 Jahren schon Ingenieur sein? Mir schleierhaft…. So ein Studium dauert normalerweise mindestens 6-8 Semester. Da müsste er vor der Volljährigkeit angefangen haben. Bei uns kam früher noch Wehrdienst dazu.

    @Finanzmixerin: Ein wichtiger Punkt. Ich nenne es Risikomanagement. Zu systematischem sparen gehört das für mich unbedings dazu. Sonst in die Kohle schnell weg. Hier kann z.B. eine Versicherung gegen schwere Krankheiten eine Option sein. Kostet uns für die ganze Familie zwar 60 € im Monat, dafür wird im Ernstfall ein Einmalbetrag von ca. 100.000 € geleistet.

    Für junge Leute kann der Abschluss einer Berufunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein. Wenn man noch jung und gesund ist sind die Beiträge bezahlbarer.

  71. K.

    @DivSky

    Hier findest Du einige erste Infos:

    https://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article148291060/Was-Sie-beim-Gruenden-einer-Stiftung-beachten-muessen.html
    Es gibt noch einen ausführlicheren Artikel, der gerade die Komplexität noch besser darstellt (inkl. der nötigen Summen damit es sich rentiert). Den finde ich aber gerade nicht.

    P.S.: Bei zendepot.de findet sich ein Blogbeitrag bei dem es darum geht, das man etwas nicht tun oder in etwas investieren sollte um des Steuersparwillens. Der Schuss geht meist längerfristig nach hinten los.

  72. K.

    @Mark85

    Bzgl. des Mülls: Manche Städte bieten im Supermarkt kaufbare spezielle Müllsäcke an die man dann am Müllabholungstag an den Straßenrand stellen kann. Ich kenne nur 10L-Beutel. Vielleicht gibt es auch kleinere?
    Die Entsorgungsbetriebe sollten hier Auskunft geben können.

    Kannst Du Deinen Müll nicht mit einem Mietnachbarn teilen? Für jede „Fuhre“ die er für Dich gemeinsam mit seinem Müll (oder Du Deinem gemeinsam mit seinem) einwirft, zahlst Du ihm (oder er/sie Dir) bspw. 2,50 EUR oder so?
    (Quasi wie eine gemeinsam genutzte Mülltonne, die pro forma aber nur auf eine Person läuft).

    Außerdem gibt es auch die Option an manchen (nicht an jedem) Wertstoffhöfen explizit Restmüll gewichtsbezahlt abgebenen zu können. So ist das zumindest bei mir.
    Als ich umgezogen bin und ausgemistet habe, habe ich das auch mal genutzt, da sich leider nicht alles in Papier und Plastik usw… trennen lässt und ich die Restmüllgemeinschaftstonnen des MFHs nicht allein vollmachen wollte (das wäre den anderen Bewohneren gegenüber unfair gewesen die auch ihren Müll loswerden wollen).

  73. Andreas

    Wie schätzt ihr denn die momentane Börsenlage so ein? Bei mir ist eigentlich ein Zukauf fällig, kann mich aber nicht entscheiden. Intel oder Cisco sind günstig bewertet, aber bin da eher unsicher, was die beiden Werte angeht. Ansonsten stehen bspw. Walt Disney, Microsoft, BASF, L’Oreal auf meiner Kaufliste…

  74. Slazenger

    @Andreas

    Ich habe Nike ein wenig aufgestockt, BASF und Disney würde ich aktuell den anderen beiden vorziehen. Eventuell wäre auch der Rohstoff Bereich mit Shell oder BP interessant.

  75. yankee

    @Andreas

    Hab gestern noch eine neue Position General Mills ins Depot geholt… Mal schauen wie es sich entwickelt.

    Ansonsten jeden Monat stur und stetig die ETF’S  😉

  76. Mr. Pino Cavallo

    @ ZaVodou

    Von deinem Blog weiß ich, dass du sehr wenig Geld zum Leben brauchst. Um jetzt mal die Thematik mit dem Reisen aufzugreifen: im Ausland zu leben kann durchaus günstiger sein als hier in Deutschland.

    Schon mal geprüft, ob du mit deinem Budget ggf. nicht einige Zeit in Lateinamerika oder Thailand leben kannst? Mit 500-600€ pro Monat (geht bestimmt sogar noch günstiger) kannst du bspw. in Medellín/Kolumbien gut leben. Und das ist eine tolle Stadt mit ganzjährig gutem Wetter. Das teuerste wäre zuerst mal tatsächlich der Flug dahin, doch wenn du dort einige Zeit bleibst, kann man das als einmalige Fixkosten sehen.

     

  77. ZaVodou

    @ Mr. Pino Cavallo

    Ich reise schon seit 1999 mindestens ein mal pro Jahr nach Thailand. War auch früher mein Traum dort mal zu leben. Mit 500-600 Euro pro Monat wird es schwer dort zu leben. Besonders, wenn man nicht jahresweise mietet, sondern nur für wenige Monate. 15.000 Baht (ca. 400 Euro) bist Du da schnell los, wenn es nicht gerade die letzte Bruchbude sein soll. Vielleicht irgendwo im Isaan. Die Preise haben in Thailand ganz schön angezogen.
    Über Kolumbien und ganz Lateinamerika weiß ich nichts. War da noch nie.
    Zu Hause ist es am billigsten, da die ganzen Fixkosten ja weiter laufen. Bliebe nur komplett auszuwandern. Dazu bin ich aber noch nicht bereit.

    Ich finde es in Deutschland gar nicht so schlecht. Ich beherrsche die Sprache und steuerlich ist das auch nicht so übel. Für mich jedenfalls. Bei meinen Kapitalerträgen. Denke nicht, dass ich woanders sehr viel billiger leben würde. Für mich wäre mehr das Wetter ein Beweggrund aus Deutschland wegzuziehen.
    Ich habe mich dazu entschlossen erst mal hier zu bleiben und von Zeit zu Zeit die Angebote der Nebensaison zu nutzen. Mir gefällt hier die Türkei ganz gut. 3 Wochen AI im Fünf-Sterne-Hotel DZ=EZ für um die 600 EUR im März und im November . Im Winter dann für 1-2 Monate nach Thailand. So habe ich es erst mal vor.

  78. DivSky

    K.

    vielen Dank für den Artikel. Es geht ja nicht nur um das Steuer sparen.

    Es geht letztendlich um die Optimierung des eingesetzten Kapitals und einen Kapitalstock mit allen Möglichkeiten aufzubauen.

    Scheint aber sehr Komplex zu sein. Werde mich mal weiter schlau machen.

  79. Bodo

    Zumindest in Deutschland ist das Entsorgen von Haushaltsmüll in öffentlichen Abfalleimern in den meisten Gemeinden eine Ordnungswidrigkeit. Also nicht wundern, wenn der Stadt-Sheriff ein Bußgeld verhängt… Das ist dann nicht so sparsam.

  80. Andreas

    @Yankee und Slazenger

    Vielen Dank! Ja Intel und Cisco ist es glaub ich sinnvoller abzuwarten, in dem Bereich ist einiges im Umbruch und noch nicht so klar, wer da als Gewinner hervorgeht finde ich. Die günstige Bewertung lockt da nur;) Mit BASF und Disney kann man langfristig nichts falsch machen glaube ich, sind auf jeden Fall zwei Werte, die noch in mein Depot sollen und die ich dann ewig liegen lassen will:)

    ETF’s hab ich bisher noch keine, konnte ich mich noch nicht für ein oder zwei entscheiden…

  81. Pametan

    Mal eine Gegenposition zu dem „Finanzielle Freiheits“-Hype bei Zendepot:

    Einleitung: „Ehrlich gesagt, mir geht der ganze Hype um dieses Thema langsam auf den Keks. Zeit für eine (launige) Gegenrede!“

    Hauptteil: https://zendepot.de/finanzielle-freiheit/?utm_source=ActiveCampaign&utm_medium=email&utm_content=%5Bzendepot%5D+Neuer+Blogartikel%3A+Finanzielle+Freiheit+nur+eine+Illusion%3F&utm_campaign=BC+NL+Finanzielle+Freiheit

    Schluss:

    „Wenn du den unbändigen Wunsch nach finanzieller Freiheit verspürst, frage dich zuerst:

    Habe ich ein Problem mit meinem Job? Was kann ich an meiner beruflichen Situation verändern, um Arbeit nicht mehr als lästiges Übel zu empfinden?“

  82. Felix

    @ Pametan

    Der Artikel zeichnet ein schönes Psychogramm:

    „Die Rationalisierung des Strebens nach finanzieller Unabhängigkeit gelingt … umso besser, je kritischer das Bild von Materialismus und Konsum gezeichnet wird.“

    Ich glaube auch, dass es sich bei denjenigen, die das in der ersten Lebenshälfte realisieren um extreme Lebensentwürfe handelt, die der eher normale Mitbürger zwar bestaunt, wie Triathleten, Extrembergsteiger, Freeclimber usw. auch, die für ihn aber weder von der Motivation, vom Außenseiterdasein und von den Entbehrungen her wirklich in Frage kommen.

    Wenn man nicht anonym in einer Großstadt lebt, hat man vielfältige soziale Bindungen, ist von anderen normalen Leuten und Familien umgeben, hat Kinder, die zur Schule gehen usw. Da ist man der absolute Außenseiter, der seltsame Onkel, der mit 35 Jahren keiner geregelt Arbeit nachgeht. Man wird bestenfalls erstaunt wie ein Zootier beäugt, wohl auch belächelt, da man einfach nicht richtig dazu gehört, weil man anders ist, anders lebt. Das ist nichts Schlimmes, aber man sollte sich dessen bewusst sein, dass man nicht mehr dazu gehört. Man wird auch kaum soziale Kontakte haben in der vielen Freizeit, weil alle anderen (gleichaltrigen) keine Zeit haben zum gemeinsamen Chillen. Wahrscheinlich schreiben deshalb auch viele mit einem derartigen Lebensentwurf einen Blog und sind wohl sehr viel im Netz unterwegs. Ohne Internet wären sie noch isolierter.

    Ja, das Phänomen der FU in der ersten Lebenshälfte gibt es. Es wird wohl eher im Promillebereich liegen.

  83. Mark85Mark85

    An Bodo: Gut, ich kann auch den privaten direkt vor dem Supermarkt verwenden und ihn als Dienst am zahlenden Kunden betrachten. 😉

    An Pametan: Ich kannte diesen Artikel zwar schon, weil ich Holgers Blog sehr gern lese, aber wir können gern hier darüber diskutieren.

    Gut finde ich, dass er die Unterschiedlichkeit der Menschen im 1. Teil herausgearbeitet hat: Jeder hat andere Wünsche, Ziele, Bedürfnisse, Prioritäten und Vorlieben im Leben. Deshalb respektiere ich seine 4 Gegengründe für den Weg des Vorruhestands in der 1. Lebenshälfte (bis 40?).

    1. Ich habe keine Lust auf die notwendigen finanziellen Entbehrungen: Das kann ich verstehen. Wer nicht von sich selbst aus sehr sparsam (minimalistisch) eingestellt ist, muss an der Rendite- und/oder Einnahmen-Schraube drehen, um dieses Ziel möglichst entbehrungsfrei erreichen zu können. In diesem Punkt sind Minimalisten im Vorteil, weil sie die Reduzierung der Ausgabenseite nicht als entbehrungsreich ansehen.

    2. Ich will in der Gegenwart leben und genießen: Hier kommt wieder die eigene Lebenseinstellung zum Tragen. Minimalisten können heute wie morgen mit einem unterdurchschnittlichen Ausgabenstil ihre Leben genießen.

    3. Finanziell ist man nie wirklich frei: Hier stimme ich vollkommen zu, aber es macht natürlich einen Unterschied aus, auf wie vielen und was für welchen finanziellen Standbeinen man steht und wie viele finanzielle Verpflichtungen man sich selbst auferlegt hat.

    Ein gängiges Beispiel aus der Mittelklasse: Ein Familienvater, der 2 Kinder zu versorgen, sich 2 Autos auf Pump zugelegt und sich auf Jahrzehnte für ein Eigenheim verschuldet hat. So eine Familie lebt in meinen Augen nicht nur ziemlich unfrei, sondern sogar sehr fragil, weil alles von einem finanziellen Standbein abhängt und sie sehr viele finanzielle Verpflichtungen eingegangen ist. Für mich käme so ein Leben im Hamsterrad nicht infrage.

    4. Ich würde sowieso weiterarbeiten: Das finde ich vollkommen in Ordnung, weil jeder nach Erlangung dieses Ziels eigene Vorstellungen darüber hat, wie er sich seine Zeit einteilen möchte. Alles kann, nichts muss.

    Da Holger Reiche und Berühmtheiten erwähnt hat, die nicht aufgehört haben, weiterhin gegen Geld zu arbeiten: Ich denke, dass dort oft die Bedürfnispunkte 1 (Anerkennung), 9 (Macht) und 15 (Status) anzutreffen sind, also Verlustängste. In meinem Leben nehmen diese 3 Punkte jedenfalls keinen hohen Stellenwert ein, weil ich ziemlich uneitel bin.

    An Felix: Ich stimme dir zu, wobei es generell nicht viel braucht, um komisch beäugt zu werden. Ein von der Norm abweichendes Äußeres (Kleidung, Frisur, Körper, …) reicht hierfür beispielsweise schon völlig aus.

    Wichtig finde ich im Endeffekt nur eines: Solange man mit sich selbst zufrieden oder im Reinen ist, sollten einem negative Einflüsse von außen ziemlich egal sein. Warum? Weil in diesem Fall nicht man selbst, sondern andere mit sich ein Problem zu haben scheinen, welches sie nur auf dich projezieren und verlagern wollen. Der größte Fehler wäre es aus meiner Sicht dann, es diesen Menschen recht machen zu wollen. Pessimisten, Nörgler, Unzufriedene und Missgünstlinge (negativer Neid) wird es leider immer geben. 😉

  84. Mr. Pino Cavallo

    @ ZaVodou

    Dann ist Kolumbien definitiv günstiger als Thailand. Da kriegst du ein 1-Zimmer-Apartment schon für 150-200€ (nicht die letzte Bruchbude).

    Klar, so wie du es machst, kann man es auch machen und 1-2 Mal pro Jahr außerhalb der Saison weg. Auf der anderen Seite: wenn man schon unabhängig ist, wieso nicht mehr daraus machen und öfters im Jahr verreisen? Neue Leute, neue Kulturen kennenlernen.

    Dazu müsstest du keinesfalls auswandern. Deine Wohnung in Deutschland könntest du ja ggf. in der Zeit untervermieten, so dass dir die Einnahmen daraus deinen Urlaub mitfinanzieren. Ich weiß, meine Überlegung klappt in der Theorie ganz gut, ob sich das auch in der Praxis umsetzen lässt, ist was anderes (z.B. problemlose Untervermietung der Wohnung). 😉

    Ich finde halt schon, dass in Deutschland -trotz ökonomischer Potenz und guter Infrastruktur usw. – die Lebensqualität eher low ist. Das Wetter ist überwiegend schlecht und die Menschen sind stark mit ihren Alltagsproblemen/Jobs beschäftigt. Dem würde ich definitiv öfters entgehen wollen, wenn ich könnte.

  85. Sparta

    @Pino

    „und die Menschen sind stark mit ihren Alltagsproblemen/Jobs beschäftigt“

    In welchem Traumland sind dass denn die abhängig Beschäftigten und die Menschen mit sozialen Verpflichtungen denn nicht? 😉

  86. Mark85Mark85

    An Sparta: Das sehe ich auch so. Von den Alltagssorgen/-problemen vor Ort bekommt man während seiner Auslandsaufenthalte wenig bis überhaupt nichts mit. Man hat nur die Sonne und seine viele Freizeit im Blick. Und schließlich sein Auskommen in Form seiner Bankkarte und Sicherheit in Form seines Reisepasses/Rückflugscheines dabei.

    Was ich nicht verwerflich finde, weil die Urlaubszeit die schönste Zeit im Jahr sein soll, aber man sollte sich nichts vormachen. Es sind schon genügend Auswanderer schneller wieder zurück gewesen, als ihnen lieb war. Es ist eben nicht mehr alles eitel Sonnenschein, wenn aus Urlaub plötzlich Alltag wird.

    Außer man verfügt über genügend finanzielle Mittel, aber dann lässt es sich fast überall auf der Welt gut aushalten. Oder über entsprechende Kontakte und Beziehungen vor Ort, die einem vieles erleichtern und vor Ausländerabzocke schützen. In Deutschland weiß ich über alles Bescheid und kenne mich perfekt aus, aber gilt dies auch im Ausland? 😉

  87. Mr. Pino Cavallo

    @ Sparta

    Ja und Nein. Natürlich hat der abhängig Beschäftigte seine Alltagssorgen. In anderen Ländern wird aber nach meiner Erfahrung 1) weniger gearbeitet (immer mehr Deutsche machen unbezahlte Überstunden) 2) nach Feierabend besser abgeschaltet. Ich würde sagen das Ausmaß an Hamsterrad ist in Deutschland stärker als an vielen anderen Orten.

     

  88. Sparta

    @Pino

    Möglich, aber schwierig objektiv und ohne eigene individuelle Meinungs-Voreingenommenheit zu messen.

    Schweiz und USA haben beide deutlich weniger Urlaubstage als wir.

    Wie Überstunden objektiv gemessen werden, bzw. wie effektiv die Arbeitsstunde ist, ist komplex bzw. auch wieder Länderspezifisch genau/ungenau.

  89. ZaVodou

    @Pino

    Also meine Wohnung zu vermieten käme mir nicht in den Sinn. My home is my castle. Da haben andere nichts drin zu suchen.

    Wie Mark schon schreibt, als Urlauber sieht das alles ganz rosig aus, wenn man mal eine Zeit lang im Ausland lebt, bekommt man auch immer mehr die negativen Seiten zu spüren.

    In Thailand ist das z. B. der katastrophale Straßenverkehr. Die Kriminalität ist im Ausland auch nicht zu unterschätzen. Überall vergitterte Fenster. Straßenraub. Häufiger Gebrauch von Schußwaffen.
    Und du bist allein. Musst dir einen neuen Freudeskreis aufbauen. Manch einer fängt da das Saufen an.
    Da bleib ich erst mal hier in Deutschland. Auch Deutschland hat schöne Flecken. Während der Winterzeit geht es in wärmere Gefilde und ab und an kann ich  auch mal ein neues Land bereisen. Hier habe ich Freunde und Familie, aber vielleicht ändere ich auch meine Meinung. Zurzeit bin ich jedoch recht zufrieden so wie es ist.

  90. Daniel

    @Pametan

    Das Zendepot lässt meines Erachtens den für mich entscheidenen Punkt aus bzw. umschreibt ihn meines Erachtens unter der Definititon „Unabhängigkeit“ falsch.

    Mein größtes Ziel der FU ist nicht die Tatsache dass ich dann meinen Job aufgebe oder dass ich eine andere Tagesplanung habe oder dass ich mit der sogenannten *F*U* Einstellung durchs Leben laufen kann.

    Für mich ist FU die Absicherung vor Jobverlust. Machen wir uns doch nichts vor, der Arbeitsmarkt wird sich bis 2052, also meinem OFFIZIELLEN Renteneintrittsdatum noch komplett verändern. Stichwort Digitalisierung. Und ich möchte nicht in der Situation sein dass ich mit Mitte 40 wieder irgendwo beim Arbeitsamt um eine Stelle betteln muss. Ich möchte meine laufenden Kosten gedeckt haben sodass ich ohne jeglichen Zeitdruck selber entscheide welchen Job ich als nächstes mache und angehe. Das kann ich aber nicht wenn mir die laufenden Kosten über den Kopf wachsen und ich auf einen Job angewiesen bin.

    FU ist für mich erreicht sobald alle Steuern, alle laufenden Versicherungen und Verpflichtungen + was zum futtern aus dem Depot finanziert werden können ohne dass es auf die Substanz geht. Die oftmals genannten ausgedehten Urlaube oder in den Tag hineinleben Nummer ist hiervon gänzlich unberücksichtigt.

  91. GeorgGeorg

    @Matthias

    Du bist ja bei Lynx-Broker (IB). Wird dir dort die ermäßigte Quellensteuer für Kanada berücksichtigt? Ich habe nun bereits mehrmals bei meinem Broker (CapTrader, IB) nachgefragt und die meinen, dass das nicht automatisch passiert. Auch das berücksichtigen des entsprechenden Formulars NR301 sei nicht möglich. Die Quellensteuer für Kanada ist 25%. Da ich noch keine CA-Werte besitze, kann ich das leider nicht verifizieren.

  92. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Hallo Georg,

    ich habe bei Lynx nichts für Kanada extra ausgefüllt, soweit ich mich erinnern kann.

    Ich habe immer 15% Quellensteuer bei CAD-Werten.

    Hier ein Beispiel aus der aktuellen Ankündigung für eine CAD Dividende.

    Ich hatte bei Lynx schon mal angefragt. So richtig schlau aus der Antwort bin ich nicht geworden. Hoffentlich ändert sich da nichts.

    Ich würde an Deiner Stelle mal probehalber einen kleinen Testkauf machen mit einem Monatszahler, um es schnell raus zu bekommen. Wenn es nicht klappt, weißt Du wenigstens Bescheid.

    Viel Glück!

    MS

  93. Oliver

    @Daniel

    Das finde ich eine gesunde Einstellung. Ich bin gerade soweit, dass ich alles einigermassen durch Dividenden abdecken könnte, arbeite aber als Selbstständiger momentan normal weiter. Mir gehts auch nicht darum, nur jeden Tag in den Tag hinein zu leben, sondern unabhängig von finanziellen Zwängen zu sein. Ich habe für mich beschlossen, dass ich nur noch Aufträge (bin in der IT) annehme, an denen ich persönlich Interesse habe. Nächstes Jahr werde ich arbeitstechnisch deutlich kürzer treten und sicher auch mal hierhin und dorthin fahren. Gegenwärtig habe ich durch meine Projekte noch normale Sparraten. Das hat den Vorteil, dass ich über kurz oder lang aus dem Bereich herauskomme, wo die Einnahmen nur knapp meine Ausgaben decken. Durch den fallenden $ (ich besitze recht viele US-Aktien, aber nicht nur) sind meine EURO-Einnahmen natürlich wieder etwas rückläufig.

    Ich persönlich hatte das Gefühl bei 100.000 EURO, wenn Projekte ausbleiben, kann ich in Ruhe weiter suchen, ohne mich stressen zu müssen. Klar sollte man versuchen zu vermeiden, das bestehende Kapital anzugreifen. Aber man muß das auch nicht wie eine Monstranz vor sich hertragen, wenn man tatsächlich in eine Situation kommt, wo dies notwendig ist. Dafür ist das Geld da, dass es einen unterstützt, wenns schwierig wird.

    Wie der Einzelne damit umgeht, wenn alle Kosten abgedeckt ist, wird sehr verschieden sein. Ein ehemaliger Vertriebsleiter von mir ist jetzt z.B. sportlich viel unterwegs, entdeckt Fernwanderwege, hat drei Flüchtlinge betreut und schläft inzwischen gerne aus. Er macht einen recht zufriedenen Eindruck. Das wäre natürlich ohne finanzielle Freiheit nicht möglich. Aber ich entdecke bei mir, dass ich noch nicht soweit bin, nur Fernwanderwege zu erkunden, obwohl ich z.B. sehr gerne Berge besteige.

    Ich habe den Artikel im Zendepot auch durchgelesen. Das kann man so sehen, ist aber nicht unbedingt mein Weg. Ich bin auch nicht seiner Meinung, weil ich denke, dass ist einfach zu individuell, was jeder in seinem Leben priorisiert. Es gibt z.B. viele Leute, die haben überhaupt keine Probleme jeden Tag in die Arbeit zu gehen, einfach weil es ihnen Spaß macht. Für die ist FU sicherlich schön, aber nicht überlebenswichtig, solange sich der Zustand der Zufriedenheit nicht ändert. Andere hassen ihren Job und die ganzen Zwänge und möchten lieber gestern als heute machen was sie wollen. Es ist sicherlich nicht so einfach, wenn man mit seinem Job unzufrieden ist und nur Qualifikationen in diesem Bereich hat, so ohne weiteres in etwas anderes zu wechseln. Das wird umso schwieriger, desto mehr Verpflichtungen man hat. Ein sehr guter Freund von mir hat Familie mit drei Kindern, einen ganz guten IT-Job mit gutem Verdienst und eigentlich hat er es satt, dort zu arbeiten. Mit den ganzen Verpflichtungen hat er kaum eine Chance, woanders hinzuwechseln.

    FU ist für mich vom finanziellen das größte Ziel, was viele nicht erreichen (können). Einige, weil das Geld zu knapp ist und weil zu viele Verpflichtungen aufgebaut werden. Das Thema Verpflichtungen ist der häufigste Grund, dass es viele nicht schaffen. Wenn ich ein armer Schlucker mit miesem Job wäre, würde ich versuchen, mich weiterzubilden. Hier wird aber lieber über Zeitarbeitsfirmen mit mieser Bezahlung gejammert als sich selber an die Nase zu fassen.  Und ich schätze, dass viele glauben, die sich tatsächlich ernsthaft Gedanken um das Thema machen (maximal 10% der Bevölkerung) , dass man 5 Jahre oder sogar weniger mit kleinen Mitteln vor sich hinlebt und das gröbste wäre vorbei. Das ist nicht die Realität. Die meisten brauchen doch 20 Jahre oder länger (war bei mir nicht anders). Gründe gibt es viele wie Familie und Verpflichtungen, die man mit 25 nicht so sieht. War bei mir auch nicht anders. Die meisten, die wirklich über Jahrzehnte sparen und das Ziel FU schaffen, sind weit überdurchschnittlich diszipliniert. Die Beispiele hier mit 100.000 EURO oder mehr Einkommen sind z.T. wirklich an den Haaren herbeigezogen, weil die ganz große Mehrheit in Deutschland nicht annähernd an diese Summe kommt. Mit 60.000 EURO Jahreseinkommen ist man beim EST-Höchstsatz und der deutsche Staat tut noch sein übriges, damit der Einzelne nicht schnell in notwendige Depotregionen kommen kann.

    Von daher ist der Zinsrechner im Internet eine schöne Geschichte, um mal nachzurechnen, wo man z.B. nach 25 Jahren steht. Ich schätze, das ist eine Zeitspanne, die realistisch ist, um so viel Geld anzusammeln, dass man monatlich eine Summe ausbezahlt bekommt, die einem signifikant bei der Lebensführung weiterhilft. Immobiliendarlehen im klassischen Sinn dauern auch 32 Jahre, also ist das ähnlich zu betrachten. Aber wenn man FU anstreben möchte, sollte man es auf jeden Fall in Angriff nehmen. Ich habe es nicht bereut und bin jetzt in der Situation, dass es mir egal ist, was der Staat mit den Renten plant. Das befreit ungemein.

     

     

  94. GeorgGeorg

    @MS

    Danke für die Antwort. Ich denke der Sitz des Brokers sollte hier keinen Unterschied machen. Beide sind Partner von IB und die wickeln alle Transaktionen ab.

    Ich werds mal mit einem kleinen Testkauf versuchen. Kannst du mir einen CA-Monatszahler empfehlen? 😉

    Wenn das nicht funktioniert, dann werde ich mir überlegen zu wechseln.

    Hast zufüllig auch Erfahrung mit der Vorabermäßigung der Quellensteuer bei anderen Ländern (z.B. Belgien oder Frankreich)?

  95. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Georg,

    ich glaube, so Empfehlungen bringen Unglück. 😉

    Schau doch mal in der Liste vom David Fish. Da wirst Du bestimmt fündig.

    Also ich würde ansonsten den Dream Global REIT (DRG.UN) kaufen, ist aber gut gelaufen. Ich warte auf einen Rücksetzer zum Nachkauf.

    In Kanada ist heute Nationalfeiertag, irgendwie nix los da.

    Nur um es mit einem nächst besten Wert zu probieren, kannst Du hier ja einen mit einem baldigen Termin nehmen.

    Bei anderen Ländern habe ich keine Vorabermäßigung je beantragt. Nur wegen Nokia mal in Finnland nachträglich erstatten lassen.

    Ich vermeide solche EUR-Werte, bzw. nehme ETFs dafür. Habe die span. Santander, aber extra die ADRs genommen. Früher hatte ich einige Werte aus Italien, Spanien, Frankreich… ist alles weg. Will es möglichst einfach.

    Habe momentan Optionen auf BBVA (spanische Bank) neben Santander laufen. Sollten die mal eingebucht werden, dann würde ich sie über Calls mit kleinem Gewinn wieder ausbuchen, und die nächsten als ADRs nehmen. War  kein Versehen, wollte nur Optionsverkauf auf EUR-Basis probieren.

    MS

  96. FLECK

    Nach dem Lesen vieler Beiträge fällt mir auf , dass scheinbar sehr junge Menschen hier unterwegs sind. Ich fühle mich zwar sehr jung , bin aber in Wirklichkeit 60+

    Seit der Wendezeit steckte ich mein Spargeld nicht mehr aufs Postsparbuch, sondern ich investierte erst zaghaft und dann immer mehr. Mein Sparguthaben war zur Wende 50.ooo,– Ostmark. Seitdem lag mein Verdienst durchschnittlich zwischen  800,– und 1.500,– EUR monatlich Netto.

    Ich träumte schon seit meiner frühen Jugend vom Leben mit Zinsen, unmöglich in der DDR.

    Ich erlebte viele Zusammenbrüche : Bremer Vulkan, Fokker, Baan, Skoda (ein maroder tschechischer Maschinenbaukonzern, ursprünglich dachte ich es sei das Auto), General Motors (kaum zu glauben, gib es heute unter neuer WKN u. neue Eigentümer) u.a.

    Dagegen machte ich viele Gewinne : Apple, Altria, Philip Morris, Continental, Allianz, MunchRu, u.v.a.

    Ich erlebte Aktiensplitts.   Ich erlebte „Aktiengeschenke“. Aus Philip Morris wurde Altria, danach entstand wieder Philip Morris , Altria bestand weiter.

    Ihr erkennt schon, dass ich wohl viel Glück hatte.  Es ist so. Wissen war es nicht. Es war Vertrauen ! Dies war nur möglich da ich sehr stark diversifiziere – Branchen u. Länder.

    Heute habe ich eine „Goldene Gans“ , diese behüte ich, sie wird auch immer mehr.

    Von der Dividende könnte ich tatsächlich leben, diese liegt bei meinem o.g. Maximalgehalt,netto.

    Es sollte jeder wissen, bei einer Aktie ist man Miteigentümer am Konzern, und wo sonst wird tatsächlich richtiges Geld erwirtschaftet.

    Eine Bank gibt das Ersparte auch nur einem Hausbauer, Autokäufer oder einem „Konzern“ und verdient selber daran.

    Noch was , meine Einzelinvestitionen liegen und lagen immer bei 3.000,– bis 5.ooo,– EUR. Weniger ist nicht ratsam , wegen der Kosten.

     

  97. ZaVodou

    @FLECK

    „Ihr erkennt schon, dass ich wohl viel Glück hatte.  Es ist so. Wissen war es nicht. Es war Vertrauen ! Dies war nur möglich da ich sehr stark diversifiziere – Branchen u. Länder.“

    Ich antworte mal mit einem deutschen Sprichwort: „Das Glück ist mit den Tüchtigen“. Weswegen ich meine, dass nicht nur Glück im Spiel war.

    Irgendetwas  musst Du ja gemacht haben, dass Du Dich für die richtigen Aktien entschieden hast. Ich nehme an, dass Du nicht gerade mit Dartpfeilen auf die Kursseite einer Wirtschaftszeitung geschmissen hast.

  98. Rainer Zufall

    Fleck

    Du schreibst, dass eine Einzelinvestition unter 3000-5000 Euro wegen der Kosten nicht ratsam sei.

    Das sehe ich nicht so. Wenn ich 1500 Euro investiere fallen bei Comdirect unter 15 Euro Gebühren an (Bei anderen Brokern noch weniger). Einmalig also unter 1%. Ich finde, dass das bei Buy and Hold zu vernachlässigen ist.

    Als Anfänger stellt eine Investitionssumme von 3000 von 5000 bei einer Einmalanlage eine starke Konzentration war, die ebenfalls Risiken birgt. Mal ganz abgesehen davon, dass sich das viele gerade im jüngeren Alter gar nicht leisten können.

     

     

  99. FLECK

    ZaVodou

    Am Anfang setzte ich nur auf mir bekannte Unternehmen , welche in einem Index gelistet waren , wie :                                                                                                     Deutsche Lufthansa       – Continental          -Commerzbank           – Bayer                 Philip Morris                   – Deutsche Bank    – IBM                             – Siemens           Hannover Rück               -Norddeutsche Affinerie (heute Aurubis )                         gekauft zu unterschiedlichen Zeiten.  Internet gab es da noch nicht.  Ich schaute Teletext und in Tages- bzw. Wirtschaftszeitungen nach. Mit einem Lineal unterstrich ich mir immer wieder interessante Werte , auch die Dividenden waren interessant.                                                                                                                                 D. h. ich recherchierte lange , es machte Spass sich damit zu befassen. Die Fragen waren , was produzieren diese Firmen ? Ich wusste doch nicht , was ein Rückversicherer ist und welche Produkte Bayer produziert. Oder der ehemalige Konzern “ Baan „, Baan war zu damaliger Zeit ein niederländischer Software-Konzern, ich glaube damals grösser als SAP.   Bei Baan kamen damals bessere Zahlen als bei SAP, somit kaufte ich Baan , ein Fehler.

    Heute arbeite ich überwiegend mit onvista , da suche ich mir folgende Zahlen heraus:  Buchwert des Unternehmen, Gewinn je Aktie , Dividende / Dividendenrendite , Kurs / Gewinnverhältnis , teilweise Geschäftsberichte ;

    Somit entwickle ich mich weiter !

    Ansonsten halte ich mich auch sehr an Kostolanys Regel:                                   Kaufen und dann lange schlafen !

    Dies ist aber in der heutigen Zeit nur noch eingeschränkt möglich.  Durch das mobile Internet komme ich oft auf die Idee , mehrmals am Tage meine Gesamtsumme anzuschauen.  Ich muss Euch sagen , dies ist eine Belastung. Ich spüre auch eine bestimmte Gier.  Aus dem Grunde möglichst nicht nachschauen. Übrigens , man sollte für Aktienkäufe keine Kredite aufnehmen ! Diese Regel habe ich gebrochen , ich bin mit 103 % investiert. Der Kredit muss i natürlich wieder weg. So sieht dann Gier aus.

    Rainer – Zufall

    Die Höhe der Einzelinvestition ist für mich eine ungeschriebene Regel. Wenn ich so nachdenke ist natürlich für einen Anfänger auch eine Investition von 1.000,– EUR in Ordnung.

    Jeder sollte selbst seine Regel aufstellen.  Auch ein Limit sollte man setzen !   Und nur Aktien kaufen für die man sich selbst entscheidet , nicht von irgend welchen Beratern beeinflussen lassen.

     

     

     

  100. ZaVodou

    @FLECK

    Sag ich doch. Während Deine Kumpels sich möglicherweise in ihrer Datscha ein Feierabendbierchen gegönnt und den Feierabend genossen haben, hast Du Dich mit Aktien beschäftigt. Hast gelesen was die Firmen so machen/herstellen, hast Dir die Bewertungen angeschaut.

    War also nicht alles nur Glück. Du hast auch etwas dafür getan und kannst heute die Früchte dafür ernten.

  101. GeorgGeorg

    @MS

    Habe mir die Tage ein Paper-Trading Konto bei IB eingerichtet um die CA-Situation bzgl. Quellensteuer zu testen. Damit muss ich nicht mit echten Geld herumspielen und es gelten die gleichen Bedingungen wie beim Live-Trading Konto.

  102. Skywalker

    @MAtthias: Du hast schon viel von Puts verkaufen geschrieben. Ich würde das gerne lernen, hast du irgendwelche Tipps. Ich würde gerne, wie du, Puts verkaufen auf Aktien, die ich im Zweifel ohnehin kaufen würde.

    Geht das bei der Comdirect Bank? Wie findet man die richtigen Puts? Würde hier gerne von dir lernen.

     

    Viele Grüße

     

     

  103. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Skywalker,

    das greift ja ganz schön um sich. Hoffentlich gibt es noch jemanden, der die alle kaufen will, die wir verkaufen. 😉

    Es gibt da aber einige bessere Experten, bzw. Leute, die es aktiver betreiben, wie der

    Christopher bei easydividend.net oder jetzt den Ingo bei mission-cashflow.de/

    Auch der Thorsten vom wachstumswerte.net ist aktiv geworden.

    Und natürlich die echten Profis wie Jens Rabe und seine Optionsstrategien und Nils Gajowiy.

    Ich kann Dir leider nichts zu Comdirekt sagen. Eigentlich muss das mit den entsprechenden Handelsberechtigungen auch gehen. Aber das musst Du bei denen erfragen. Meistens haben die Leute aber alle ein Konto bei einem IB-Ableger wie CapTrader, Banx oder Lynx, oder wenn man besser englisch kann, gleich Interactive Brokers (IB) direkt.

    Ich will nur eins sagen. Ich verkaufe keine Puts um damit gezielt die Aktie zu „kaufen“. Das ist meiner Meinung nach Themaverfehlung.

    Ich will, dass meine Puts nicht greifen, der Kurs also nicht darunter fällt. Ich will, dass die Prämie verdient wird. ABER, ich suche mir Aktien raus, die ich, wenn es doch nicht klappt, dann auch ohne Probleme im Depot haben kann. Zumindest für eine Weile.

    Aber auch dann schaue ich, dass ich die nach einer Weile wieder über verkaufte Calls mit Gewinn verkaufe. Aus dem Grund, weil ich bei Ausübung i.d.R. ins Minus geh. Ich halte dafür kein Cash vor. Wenn ich also nach 2 oder 3 Einbuchungen vielleicht 3 bis 5 Tausend USD ins Minus wandere, dann will ich das über paar Wochen wieder los haben.

    Das kurz soweit. Muss mich gerade noch um was kümmern.

    !!! Der Georg hat ja die geniale Idee gehabt. Erstelle Dir doch ein Demo Konto mit „Paper Trading“– Da kannst Du es wie in echt simulieren.

    Ansonsten einfach konkrete Fragen. Was genau würdest Du wissen wollen?

    Guten Start!

    MS

     

  104. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Skywalker,

    ich kann Dir jetzt an einem frischen PUT-Verkauf meine Taktik verdeutlichen.

    Ich habe schon immer ein Auge auf TGP (Teekay LNG Partners L.P.) Das ist zwar eine LP, aber auf den Marshalls registriert, weshalb es die Dividende ohne Quellensteuerabzug gibt bei Lynx.

    Leider habe ich verpasst, die zu kaufen, als sie unter 10 USD waren. Aber wahrscheinlich hatte ich eh kein Cash.

    Gestern las ich nun den Artikel vom Value Mario. Da habe ich mir gesagt, dann verkaufe ich einen PUT. Wenn ich die dann bekommen sollte, dann ist es auch ok.

    Lieber ist mir aber, ich muss sie nicht kaufen, und behalte nur die Prämie, anstelle der Dividende. Einnahmen auf Aktien, die ich gar nicht habe. Das ist optimal! 😉

    Wie suche ich jetzt, was ich mache. Hier z.B. sieht man die Optionen auf TGP.

    Welchen Preis würde ich zahlen wollen? Ich habe mich entschieden, dass TGP mir 12,50 USD wert wäre. Jetzt schaue ich, was ich für Prämien bei einem Strike von 12,50 USD bekomme. Bei kurzer Laufzeit bekommt man zu wenig, weil der Zeitwert schon zu sehr verfallen ist. Wenn ich eine nennenswerte Prämie will, die ungefähr der Dividende entspricht, dann muss ich entweder mit dem Strike näher an den Kurs, oder weiter weg mit der Laufzeit.

    Da ich nicht ausgeübt werden will, gehe ich mit der Laufzeit bis in den November. Ist lang, aber egal. So, hier habe ich jetzt einen PUT für 0,40 USD, also 40 USD verkaufen können.

    Das heißt, ich habe abzüglich 3,50 USD Gebühr 36,50 USD bekommen.
    Ich werde aber, je nach Kursverlauf, in 2 oder 3 Monaten den nächsten PUT wieder so verkaufen. Wenn alles normal läuft, würde ich alle 3 Monate einen verkaufen, und damit letztendlich mehr als die normalen Dividende bekommen, wenn die ersten Puts wieder verfallen sind, wenn nachfolgenden neu laufen.
    Sollte es zur Ausübung kommen, muss man wieder umdenken.
    Oder ich warte die Laufzeit ab bis Verfall. Bei ca. 4 Monaten würden dann 3 Puts übers Jahr verkauft, was bei gleicher Prämie und Strike über 8% im Jahr als „Dividende“ wäre.

    Das ist die Theorie, mal sehen was die Praxis macht! 😉

    Schönen Gruß

    MS

  105. Markus

    Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen wie in fast jedem Leserbrief das Reisen quasi als Lebensinhalt dargestellt wird. Gut, alle 10 Jahre würde ich mir das ja vielleicht gefallen lassen, warum auch nicht? Aber dann nur irgendwie als Bildungsreise. Mich in der Fremde irgendwo in die Sonne zu legen und ein Buch zu lesen käme mir nicht in den Sinn.  Ich frage mich schon irgendwie, vor was die Leute denken flüchten zu können. Reisen nur weil es andere machen, nur weil die Werbung verkündet dass Deutschland eine Reisenation ist? Ist es nicht geistig arm, sich so von Werbung beeinflussen zu lassen? Einerseits wird hier der Konsumwahn kritisiert, andererseits wird jährlich 1000Euro pro Person fürs Reisen verschwendet. Wie passt das zusammen?

     

    Soll ja jeder sein Leben führen wie er will. Aber vielleicht ist es dem einen oder anderem auch hilfreich wenn er hiermit von mir auch mal eine andere Position hört.

  106. Hilda

    Tim: “  Ich rate nicht zum Timen der Börse“.  Im neuen Aktienmagazin schreibst du dagegen: „Ich warte bei Wachstumsmaschinen wie Facebook, Alphabet, Sap oder Amazon bis sie einknicken“.

    Was denn nun?

     

    Hilda

  107. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hilda

    Ok, ich gebe mich geschlagen. Es ist ein Widerspruch. Wir Menschen sind voller Widersprüche. Nicht wahr?

  108. Mark85Mark85

    An Markus: Lebensinhalt hört sich etwas übertrieben an, aber Reisen sind definitiv mein liebstes und teuerstes Hobby. 3000 bis 5000 Euro können dabei pro Jahr schon zusammenkommen. 😉

    Warum? Die Sommer verbringe ich gern in Deutschland, aber die Winter möchte ich nicht mehr voll mitmachen. Letztes Jahr war ich beispielsweise insgesamt 154 Tage nicht zu Hause, dieses Jahr werden es 216 sein.

    Dazu kommt, dass ich schon immer gern mein gewohntes Umfeld für eine bestimmte Zeit verlassen habe, um andere und neue Einblicke zu erhalten und Eindrücke zu sammeln. Ich möchte fast behaupten, dass ich durchs Reisen mehr Hilfreiches fürs echte Leben gelernt habe, als während der gesamten Schulzeit.

    Gut, so hat jeder seine Hobbys. Ich akzeptiere deine gegenteilige Meinung zum Thema Reisen.

  109. Skywalker

    @MAtthias Schneider: Vielen Dank. ICh werde mich damit beschäftigen, wenn ich mal wieder eteas mehr Zeit habe. Danke für die guten Tipps!

  110. Hilda

    Hallo, Tim!

     

    Ich wollte dich nicht veräppeln, ich lese deine Beiträge wirklich gerne!

    Viele Grüße,

    Hilda

  111. chaostrader

    > Letztes Jahr war ich beispielsweise insgesamt 154 Tage nicht zu Hause, dieses Jahr werden es 216 sein.

    Wenn du dich jedes Mal abmeldest, bist du dann noch steuerpfichtig in Deutschland?

  112. Mark85Mark85

    An chaostrader: Gute Frage. Mit diesem Thema habe ich mich bislang nur oberflächlich beschäftigt, weil mein Hauptwohnsitz in Deutschland bleiben soll.

    Zur Bestimmung des ,,gewöhnlichen Aufenthaltsortes“ (Steuerrecht) gibt es wohl einmal die 183-Tage-Regelung, aber es werden dabei auch persönliche Lebensumstände und der Zweck der Aufenthalte berücksichtigt. Ich bin definitiv komplett in Deutschland verwurzelt, meine Auslandsstaaten wechseln sich munter ab und der Zweck der Auslandsaufenthalte dient ausschließlich touristischen Zwecken.

    Entweder hat man nur einen festen Hauptwohnsitz wie ich oder man legt sich auf einen Haupt- und Zweitwohnsitz fest, dann sollte man sich aber auch daran halten und nicht wie Boris Becker damals schummeln. Der Sinn hinter einem jedesmaligen Ab- und somit auch Wiederanmelden erschließt sich mir gerade nicht.

    Gut, angenommen es würde sich aus steuerrechtlichen Gründen für mich lohnen (hahaha, ich heiße ja nicht Robert Geiss), den Hauptwohnsitz ins Ausland zu verlegen, würde ich trotzdem in Deutschland wohnen bleiben wollen.

    Dann weiß ich noch von den sogenannten ,,staatenlosen digitalen Nomaden“, die sich offiziell aus Deutschland abmelden, danach durch die halbe Welt tingeln und dabei von unterwegs aus arbeiten und somit keine Einkommenssteuern zu entrichten brauchen.

    Die arbeiten weiterhin aktiv für ihr Geld, daher weiß ich nicht, wie dies für passive Einnahmen aussähe, welche ihren Ursprung in Deutschland hätten: Immobilienbesitz, Firmenbeteiligungen, deutsches Wertpapierdepot usw. Ich tippe auf Steuerpflicht in Deutschland.

  113. Skywalker

    Sehr guter Artikel, sehe ich in manchen Punkten genau so:

     

    https://zendepot.de/finanzielle-freiheit/

     

    Ich möchte durchaus mit 50 finziell frei sein, aber nicht mit der im Netz überall propagierten Methode. Nur noch Linsen Essen und kein Auto fahren und alte Klamotten anziehen finde ich nicht gut.

    Was ich erreiche möchte ist, dass ich mein Unternehmen weiter so aufbau, dass ich es in 10 JAhren entweder teuer verkaufen kann oder mir Partner mit ins Boot hole, die das Tagesgeschäft machen.

    Nur Konsumverweigerung, Sparbrötchen-Leben, keine tollen Urlaube und schöne Wonung, das ist doch irgendwie schade. Ich gebe Gas und ackere wie ein verrückter, das lohnt sich immer noch am meisten!

    Allen einen schönen SOnntag!

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