Wie Sie mit 55 in Rente gehen können


New York, 19. März 2015
In jungen Jahren sollten Sie einen finanziellen Baum pflanzen. Er bietet ihnen im Alter Schatten.

In jungen Jahren sollten Sie einen finanziellen Baum pflanzen. Er bietet ihnen im Alter Schatten und Schutz. Dank des Zinseszinses wächst mit den Jahrzehnten ein bequemes Finanzpolster heran.

Kaufen Sie ganz einfach in jungen Jahren Aktien. Stetig. Permanent. Geben Sie nie auf. Warum das funktioniert?

Sparen und Investieren ist eine langfristige Sache. Das geht nicht auf die Schnelle. Wer meint, die Altersvorsorge flink zusammen zu bekommen, wird auf die Nase fallen.

Zugegeben, es ist schon schwierig in jungen Jahren mit dem Investieren anzufangen.

Das ist dann, wenn Sie gerne Ihren ersten Verdienst auf den Kopf hauen wollen. Die Berufsstarter reisen gerne, sie fahren schnittige Autos, leben am liebsten in den eigenen vier Wänden anstatt länger im Elternhaus. Sie nehmen Hypotheken und Kredite in Anspruch. Der Wunsch nach Konsum ist verständlich.

Wer indes in jungen Jahren Verzicht übt, kann später, wenn der Ruhestand beginnt, sorgenfrei die goldenen Jahre genießen. Es ist eine Übungssache. Am besten lernen Sie das Sparen im Kindesalter von den Eltern.

Sagen wir, Sie legen in jungen Jahren den Grundstein für den magischen Zinseszins. Es ist der Schneeball, der nach Jahrzehnten zur Lawine wird. Beginnen Sie im Alter von 20 Jahren, Aktien zu kaufen, können Sie eventuell mit 55 oder 60 in die Rente.

Die Deutschen machen das aber nicht. Sie sparen nicht genug. Und sie sparen falsch. Sie legen den Löwenanteil ihrer Reichtümer in Immobilien und Bankeinlagen an.

Aktien meiden die Deutschen, weil sie die Assetklasse nicht verstehen. Sie kommen mit der Volatilität nicht klar. Dabei sind Aktien das Beste, was Sie tun können. Mit Buy and Hold können Sie enormes Geld verdienen.

Es gibt Leute, die Gründe suchen, warum das Kaufen und Liegenlassen angeblich nicht (mehr) funktioniert. Sie nennen Pleiten wie Kodak, Enron, Lehman Brothers oder WorldCom.

Wer ausreichend streut, den stört aber eine solche Pleite kaum.

Der DAX springt seit Jahrzehnten von einem Rekord zum nächsten. Allein das zeigt Ihnen, dass Sie mit der nötigen Geduld gar kein Geld verlieren können.

Nur jene, die meinen, schlauer als der Rest zu sein und mit dem Traden beginnen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Geld verbrennen.

Wenn in einem konservativen Depot eine Kodak oder Enron enthalten war, ist das vermutlich kein Beinbruch. Denn die anderen Aktien dürften sich ganz gut entwickelt haben. Wer dagegen zockt, der wird mit dem Vermögensaufbau  nicht weit kommen. Es sind einfach die Wahrscheinlichkeiten, die gegen Sie spielen mit der Zeit.

In der Ruhe liegt die Kraft.

Hätten Sie 1965 100 Dollar in Berkshire Hathaway, der Beteiligungsfirma von Warren Buffett, investiert, wären daraus 50 Jahre später 1,8 Millionen Dollar geworden. Das Kursplus schlappe 1.826.163 Prozent. Was hätte das Rein- und Rausspringen aus der Berkshire-Aktie in der gleichen Zeit gebracht? Vermutlich dramatisch weniger Geld.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie Sie mit 55 in Rente gehen können

  1. Kriss

    Hallo Tim,

     

    kannst du garantieren, dass die sie bisherige Entwicklung an den Börsen der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte so weitergeht?

    Ist nicht vielleicht irgendwann ein Punkt erreicht wo es nicht weitergeht? Was passiert wenn uns das gegenwärtige Geldsystem um die Ohren fliegt?

    Wenn es so „einfach“ ist wie du es beschreibst, warum haben die Deutschen dann Angst vor Aktien?

  2. Felix

    Niemand kann irgendetwas garantieren. Morgen kann der 3. Weltkrieg ausbrechen, übermorgen ein Erdbeben Kalifornien in Schutt und Asche legen und nächste Woche ein Meteorit die Erde treffen (wurde angeblich den Dinosauriern zum Verhängnis, da hätte ihnen auch ein großes Aktiendepot nicht geholfen :-). Es geht aber auch viel banaler, Sie können an Krebs sterben, einen Autounfall erleiden. Oder vielleicht geht doch der Euro den Bach runter; mir scheint die neue griechische Regierung tut alles in dieser Hinsicht.

    Was folgt daraus? Keiner kann sich auf all diese Szenarien einstellen. Dann ist sowieso „game over“. Ich hatte übrigens die gleichen Befürchtungen als ich in den 90er Jahren an der Börse begonnen habe. Das ist wahrscheinlich menschlich. Dass ausgerechnet, wenn ich als Kleinanleger ein paar Euros investiere, am nächsten Tag alles in Luft fliegt, ist eher unwahrscheinlich.

    Alles, was ich nach 25 Jahren Börsenerfahrung sagen kann, ist, immer weiter stur Aktien guter (der besten) Unternehmen kaufen. Alle Nebengeräusche, den ganzen Informationsmüll ausblenden, weiterkaufen gerade dann wenn es runter geht, wenn es nachgerade körperliche Schmerzen bereitet. Niemand kann garantieren, dass es auch in den nächsten 25 Jahren klappt. Wir können nur auf bisherige Erfahrungen schauen, nicht in die Zukunft. Am Ende hat man dann – unter Schmerzen – tatsächlich einen siebenstelligen Depotwert und ein ordentliches monatliches Gehalt in Form von Dividenden. Und das ist ein sehr gutes Gefühl.

  3. Paulchen

    Wie man mit 55 Jahren in Rente gehen kann?

    In die richtige Familie geboren werden, in der Finanzindustrie arbeiten oder Politiker werden.

    Für die meisten anderen ist es nur eine Möhre, die vorgehalten wird.

  4. Michael

    @ Paulchen:

    bist du ein frustrierter Armer?

    Ist ja erbärmlich dein Gejammer…

  5. Wolfi

    Hey, da outet sich Tim Schäfer als schwul und keiner bekommts mit!

    Tim: herzlichen Glückwunsch! Freut mich echt total, dass du einen Freund gefunden hast. Weiss jetzt nicht wie lange ihr schon zusammen seid. Dachte du warst lange Single. Egal. Ich finds super! Beide Daumen nach oben 😉

    Zusammen ist das Leben im kalten New York auch bestimmt erträglicher…

  6. Paulchen

    @Wolfi

    Weil es vielleicht kein Riesending ist, sondern ganz normal?

    @Michael

    Vielleicht hat die Gehirnwäsche bei mir noch nicht so funktioniert, wie bei Dir.

  7. StefanStefan

     

    Jeder ist seines Glückes Schmied. Rumzujammern bringt echt nix.

    Auf Deutschland wird immer geschimpft. Aber in wie vielen Ländern auf der Welt hat man die Möglichkeit sich frei zu entfalten, frei zu leben. Das Eigentum wird respektiert, wir haben einen weltweit angesehenen Rechtsstaat.

    Hier werden Chaoten wie die Blockupy Typen in Frankfurt nicht einfach erschossen oder gefangen genommen, verschleppt und gefoltert.

    Wer es hier schaffen will kann es auch schaffen. O.k., die Steuerlast könnte geringer sein und diese Neiddebatte ist schlimm. Aber alles in allem leben wir im Paradies. Millionen würden gerne in Deutschland/Europa leben und dürfen es nicht…

     

    @ Tim:

    freut mich für dich 😉 Alles Gute!

  8. toovoc

    Wer das begriffen hat, was Tim und einige wenige hier im Blog aussagen, lässt sich auch von den vielen Schmalgeistern, die hier ihre Kommentare abgeben, nicht beirren. Einfach weiter investieren und ab 20 Jahren besser da stehen, als die Zweifler und Neider die dann die Zeit nicht mehr haben werden.

  9. StefanStefan

     

    Hab neulich auf einem Familienfest mal wieder diskutiert und dabei festgestellt: es hat einfach keinen Zweck! Die Leute wollen keine Aktien, das ist was böses, gefährliches zum Zocken für Leute mit viel Geld. Und das sehen selbst gebildete, gutverdienende Leute so. Der eine Bekannte ist Sparkassen Mitarbeiter, der andere Steuerberater…

    Die können auch nicht unterscheiden zwischen einem Wert wie Coca Cola und einer Solarworld. Das ist für die das Gleiche. Eine Coca Cola kann quasi nicht pleite gehen. O.k.: in nem Atomkrieg siehts übel aus. Aber dann haben wir eh andere Probleme.

    Auf den Einwand, dass es die letzten 200 Jahre nichts besseres gab als Aktien und dass man im Schnitt 7-8% erwarten kann kommt dann nur, dass das nicht sicher sei und nur weil es in der Vergangenheit so war es nicht weiter so sein muss…

    Genau die Leute die das so sehen kaufen ein Eigenheim in der Pampa auf Kredit. Eine Scheidung und zack: sind sie ruiniert…

    Ist man selbst erfolgreich an der Börse dann hat man eben Glück gehabt. Aber insgeheim wird es einem missgönnt. Ähnlich wie einem der Gewinn in der Spielbank oder beim Lotto missgönnt würde. Es wird als unverdient angesehen.

    Ich hoffe auch nicht mehr auf bessere Rahmenbedingungen für Aktien seitens der Politik sondern hoffe nur noch, dass es nicht immer schlimmer wird. Im Zweifel muss man eben ab ins Ausland…bzw sein Depot dahinverlegen. Solange man da keine Dividenden oder Kursgewinne realisiert hinterzieht man auch keine Steuern und alles ist legal. Im Alter zieht man dann zu seinem Depot;-) was evt Florida bedeuten könnte  oder die Schweiz…

     

  10. Paulchen

    Neoliberales Gesülze. Hat jemand wirklich in Frankfurt vor Ort gesehen, wie es abgelaufen ist? Da passiert jeden Samstag zur Bundesliga mehr um die Stadien herum.

    Es werden lieber 100 Beiträge in der Tagesschau über Kopftuchverbot oder sonstige Ablenkungsthemen gebracht als darüber aufgeklärt, was gerade mit der staatlichen Altersvorsorge durch die EZB-Politik passiert.

    Das soll „schamlgeistig“ und „jammern“ sein, wenn man diese Umverteilung und Enteignung nicht gut findet? Hat ja schon fast etwas Faschistisches so zu argumentieren.

    Freut Euch doch über Eure Aktien solange Ihr noch könnt. Es sei Euch von Herzen gegönnt.

  11. StefanStefan

     

    @ Paulchen:

    du meinst bei jedem Bundesliga Spiel pasiert mehr? Mir ist nicht bekannt, dass da regelmäßig Privatautos angezündet werden, Strassenbahnen angegriffen werden und Polizisten verprügelt werden. In manchen Autos sassen sogar Menschen. Hat die nicht gestört…das sind alles Gestörte Versager die eingesperrt gehören. Die wollen einfach nur Randale machen.

    Was ich nur nicht verstehe: was willst du dann hier? Wärst du nicht im Spiegel Online Forum besser aufgehoben?

    Und kannst ja auswandern. Wie wärs mit Kuba, Iran oder vielleicht Nordkorea? Da gibts keine Enteignung, hehe. Da wird nämlich gar nicht erst zugelassen, dass man sich was aufbaut…

  12. Thomas

    Der Deutsche Michel hat angst vor Aktien weil er seinen Kopf nicht einschaltet. Wird diversifiziert ist die Gefahr eines komplett Verlusts gering. Dabei diversifiziert der Deutsche eigentlich bei anderen Dingen so wie man es soll. Eigene Immobilie, Kapitallebensversicherung, Festgeld, diverseste Kranken.- / Rechts.- und Unfallversicherungen. Nur wenn es um Aktien geht, wird alles auf eine Karte gesetzt ( Telekom, EM-TV, ENRON, MLP etc.). Dann fällt der Kurs und das Geheule ist groß. Aktien wird nachgesagt das sie Geld vernichten. Interessant ist, die meisten Deutschen sind bereit 15.000€ für einen 4 Jahre alten VW Passat mit 100.000KM auszugeben. Mit der Begründung: „Ist das ja eine Top Auto kommt schließlich von VW!!!“. Sind aber nicht dazu bereit für 5000€ Aktien genau dieses Konzern zu kaufen. Daraus könnte man schließen, dass die meisten Deutschen Autos als bessere Wertanlage ansehen als Aktien.  Seltsames Volk.

  13. Couponschneider

    @Paulchen

    Was passiert denn mit der Altersvorsorge? Ich muss gestehen, dass ich diese ganzen Blockupy-Leute für unsäglich albern finde. Denken die überhaupt nach?

    Wenn die Troika einen vermeintlichen Sparkurs fährt, machen diese Leute Terror. Sie fordern Schuldenschnitte, Schuldenaufnahme, auf keinen Fall piefiges Sparen, denn das wäre ja „Neoliberalismus“. Wenn die EZB neoliberale Grundsätze über Bord wirft und Staatsanleihen wie blöde aufkauft, die Geldruckmaschine anwirft, dann sind auch dagegen. Man geht gegen „Neoliberalismus“ auf die Straße. Wie beknackt ist das denn?

    Die Menschen, die Nachteile erfahren durch die EZB, haben nichts zu tun mit diese Linksextremisten. Wer erfährt Nachteile? Der Arbeiter, der Sparer, vor allem der Geldsparer und weniger der Aktiensparer. Vertretern dieses piefigen Kleinbürgertums wird am 1. Mai in Berlin auch der mühsam zusammengesparte Mercedes abgefackelt.

    Die Linksextremisten reden nicht für mich, nicht für andere, sondern alleine für sich. Es geht einzig um Bambule und um vielleicht nach einem linken Umsturz an den staatlichen Futtertrog zu kommen. Für den staatlichen Futtertrog verbiegt man sich auch schon mal und würde auch in der heutigen BRD Karriere machen. Es sind Verbrecher… die sollten ruhig was auf die Mütze kriegen. Wer Gewalt sät wird Gewalt ernten.

    Ich habe es alle die Jahre versucht, deren Argumente zu verstehen… Ich kann es nicht. Linksextreme nehmen die Welt selektiv wahr, was nicht passt, wird verdrängt oder passend gemacht. Menschen, die die Realität nicht wahrnehmen wollen, wie sie ist, kann man eigentlich vergessen; sie sind nicht diskussionswürdig. Es wäre auch sinnlos. Ich merke das bei meinen Streitereien mit Putinverstehern immer wieder. Die schaffen es, vor „Kriegshetze“ zu warnen, legen aber einen martialischen Tonfall an den Tag mit Verbalinjurien („Hurensohn“, „Arschloch“, „Hetzer“) und sogar Morddrohungen, merken aber den inneren Widerspruch nicht, den sie fabrizieren, wenn sie die sachlichste Kritik an Putin als Kriegshetze oder Kriegstreiberei verurteilen.

  14. Paulchen

    Tauscht doch mal eine Woche mit eine griechischen Durchschnittsfamilie. Ist ja deren Schuld, gell?

    Wenns Euch da nicht so gefällt, könnt Ihr ja 3 Draghi-Unser beten und es wird bestimmt wieder gut. Dann schaut Ihr Euch in der Börse vor 8 den Wohlfühldax an und die Stinkefinger-Griechen sind vergessen.

    Genug zu haben ist Glück, mehr als genug zu haben ist unheilvoll. Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld.

     

  15. GertGert

    @ Paulchen

    Nein, es ist nicht die Schuld der griechischen Durchschnittsfamilie. Aber soweit ich mich erinnere, hat das hier auch niemand behauptet.

    Da du ja so genau Bescheid weißt, wüsste ich gerne von dir, was du vorschlägst, speziell zum Thema Griechenland. Wie kann man die Krise beenden?

  16. Fingerhut

    @Couponschneider

    Du hast ja so Recht! Ist ja auch total übertrieben, wegen so ein bisschen Armutssteigerung in Europa auf die Strasse zu gehen. So richtig albern ist das! Die Arbeitslosenquote in Griechenland hat sich seit den „Sparmassnahmen“ zwar verdoppelt, aber was solls. Das muss man doch ertragen können. Müssen sie halt noch mehr sparen. Hat in der Geschichte ja schon immer funktioniert, oder etwa doch nicht?

    Ach so, neben den gewaltbereiten Idioten waren auch noch 20.000 friedliche Demonstranten da? Na, da sehen wir mal drüber hinweg…

    „Linksextreme nehmen die Welt selektiv wahr, was nicht passt, wird verdrängt oder passend gemacht.“ Nur gut dass wir da so ganz anders sind, gell! Die anderen kann man einfach vergessen, die sind einfach nicht diskussionswürdig. Und überhaupt diese ganzen Putinversteher – seit wann hat uns Verständnis jemals weiter gebracht?

    Ich sehe es genau wie Du, es sollen einfach alle Aktiensparen. Gerade diese piefigen Kleinbürger. Auch wenn es ein Grossteil der Bevölkerung schon froh sein kann, überhaupt über die Runden zu kommen.

     

    O Herr lass Hirn vom Himmel regnen!!!

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kriss

    Garantieren kann ich das nicht. Die vergangenen Jahrzehnte und das Jahrhundert lehren uns, dass Aktien langfristig ein exzellentes Investment sind. Sie eignen sich nur für Leute, die wissen, wie man mit ihnen am besten umgeht. Qualität kaufen und extrem lange durchhalten. Am besten in Jahrzehnten denken und nicht ständig auf die Kurse schauen.

     

    @ Fabian S.

    Danke. Danke.

     

    @ Felix

    Danke für die exzellente Zusammenfassung.

     

    @ Wolfi

    Danke. Wir leben seit vielen, vielen Jahren zusammen. Zum Glück befinden wir uns im 21. Jahrhundert, in dem es mehr Toleranz als jemals zuvor gibt.

     

    @ Stefan

    Danke. Danke.

  18. Couponschneider

    @Fingerhut

    Dass es den Griechen schlecht geht, hat ja niemand abgestritten. Aber Sie sind einem Denkfehler um Opfer gefallen. Die Arbeitlosenquote ist nicht deshalb hoch, weil „Sparmaßnahmen“ (leider viel zu wenig) durchgeführt werden, sondern weil man jahrelang Misswirtschaft betrieb. Die Sparmaßnahmen sind ebenso eine Folge der jahrelangen Misswirtschaft.

    Griechenland möchte Hilfskredite. Hilfskredite bekommt aber nur für eine Gegenleistung. Wenn Ihr Nachbar in Saus in Braus lebt, geben Sie ihm doch auch keinen Kredit, wenn er das nicht abstellt.

    Die Forderungen der Demonstranten sind leider größtenteils Stuss. Für die ist alles rechts von der Linkspartei „Faschismus“. Faschismus wird dann gleichgesetzt mit „Neoliberalismus“ und „Turbokapitalismus“. Unter Neoliberalismus wird alles subsummiert, was einem nicht gefällt: Staatsmonopole, Günstlingswirtschaft und Protektionismus genauso wie Freihandel und eine freie Marktwirtschaft.

  19. willihope

    @Couponschneider

    Welchem Denkfehler sind dann alle anderen zum Opfer gefallen?

    Was hat Frankreich falsch gemacht?

     

     

  20. toovoc

    @Paulchen: Du bist nicht die Zielgruppe, die hier angesprochen werden soll. Im übrigen ist die griechische Durchschnittsfamilie (nicht nur die Reichen) nicht bereit, für ihr Land genug Steuern zu zahlen. Das wurde jahrelang so praktiziert und jetzt ist die K.cke am dampfen abgesehen vom total aufgeblähten Regierungs- und Rüstungsapparat, der eine erhebliche Mitschuld an der Misere trägt.

    @Thomas: Interessante Argumentation das mit dem Autokauf, werde ich mir merken!

  21. Paulchen

    @Fingerhut

    Vielen Dank. Da scheint jemand nicht nur die zusammengeschnittenen Bilder aus der Presse zu betrachten. Worum es ja eigentlich ging, ist ja Dank der „Chaoten“ wieder beiseite geschoben worden.

    Schön anzusehen, wie beliebt und friedensstiftend der Euro geworden ist, echt alternativlos.
    Demokratieabbau, Zentralismus, Planwirtschaft, Währungszerstörung, Almosenverteilung, Kommissare, Dauerpropaganda, ausgesuchte Schreiberlinge für die unterwürfige und systemtreue Hofberichterstattung – ja das ist Sozialismus. Allerdings gab es im untergegangenen real existierenden Sozialismus weder schmarotzende Superreiche noch bettelnde Leute auf den Straßen.

    @Couponschneider

    Tut mir leid, Sie richten Ihren Blick nur auf die Bilder der Tagesschau. Wären Sie zum Beispiel auf dem Römer vor Ort gewesen, hätten Sie eine Reihe von wirklich guten Vorträgen und über 10.000 friedlich „demonstrierende“ Bürger erlebt.

    Es dient dem System nun den Fokus auf die bösen, alles zerstörenden Kapitalismuskritiker zu richten. Die sollte man wegsperren usw.

  22. toovoc

    Nein Paulchen, natürlich nicht aber wenn nur mehr Menschen hier in unseren Industrie und Dienstleistungssystemen sich am Produktivkapital beteiligen würden (nicht nur durch Arbeit, sondern durch Investition in Unternehmen), hätten wir nur einen Bruchteil der Probleme, die du schilderst. Diese entstehen doch erst durch die ungleichen Vermögensverhältnisse. Diese hätten wir nicht, wenn die Menschen nicht so Anti Kapitalistisch eingestellt wären.

    Daran sind auch die Regierungsvertreter schuld, denn diese haben die gleiche Gesinnung und reden das Sparen in Beteiligungspapiere schlecht. Stattdessen sorgen sie lieber dafür, das Staatsanleihen massiv gekauft werden (Riester, Rürup, Lebensversicherungen). Für uns Bürger natürlich „Steuerlich attraktiv“, damit diese Zuckerle auch gut vom Bürger angenommen werden.

  23. Fingerhut

    @Couponschneider

    Wie bitte? Die Sparmassnahmen haben/hatten keinen Einluss auf die Arbeitslosenquote? Muahaha – damit machst Du Dich jetzt völlig unglaubwürdig.

     

  24. GertGert

    @ Paulchen

    Dachte ich mir, dass ich auf meine obige Frage keine Antwort erhalte.

    Phrasen dreschen ist halt einfacher als konkrete Lösungsmöglichkeiten zu präsentieren.

  25. willihope

    Ich bitte um Faktencheck bevor weiter mit „Fakten“ von verlogenen Politikern argumentiert wird. Dazu ist die OECD eine bessere Quelle als die vielen deutschen Lügenmedien.

     

    https://www.youtube.com/watch?v=2NRidsLp1ME

     

    Das arrogante Deutschland sollte zur Kenntnis nehmen dass in Griechenland gewählt wurde und die Regierung demokratisch legitimiert ist!

    Nicht so wie die neuen ukrainischen Freunde zum Beispiel.

     

  26. Felix

    Das ist prima, dass die griechische Regierung demoktratisch gewählt, war die vorherige auch schon. Jetzt müssten sie dann nur irgendwann ihren eigenen Leben selbst bestreiten. Wer versucht auf Kosten anderer zu leben versucht und sich überschuldet,wird unfrei. Was im Privaten gilt, gilt auch für Staaten.

  27. Jens

    Hallo Tim,

    man braucht eine Sparquote von 25% um mit 55 Jahren in Rente gehen zu können (nach 35 Jahren).

    Bei einer Sparquote von 35% kann man schon mit 47 in Rente gehen (nach 27 Jahren). Schafft man eine Sparquote von 50% kann man schon mit 38 Jahren aufhören. Nach 18 Jahren!

    Ich habe dazu gerade einen Blogartikel geschrieben:

    http://jensjaeger.de/die-mathematik-der-finanziellen-freiheit/

    Dort ist ein Excel verlinkt mit dem man das nachrechnen kann. Sozusagen Zahlenspiele statt Gedankenspiele.

    Gruß Jens

  28. AlexanderAlexander

    Hm, ist das ein Politikforum?

    @Stefan

    Deinem Beitrag (ziemlich weit oben) ist nichts hinzuzufügen, sehe ich genauso.

     

    @Paulchen

    Lass uns doch investieren, wie wir wollen.

    @Tim

    Ich hoffe, die New Yorker sind tolerant. Man hört und sieht oft sehr Widersprüchliches im Fernsehen. Ich freu mich für Dich.

  29. willihope

    @Felix

    Ja aber leider können sie ihr Leben kaum mehr selbst finanzieren denn es gibt da ein Land in Europa welches alle anderen mittels Lohndumping fertig macht.

    Dises Drecksland müsste aus dem Euro raus und schon wäre es für alle anderen wieder lebenswert dieses derzeitige Europa des Lohndumpings und Sozialabbau.

    Ein Europa welches seinen Bürgern eine Zukunft und mehr als Mindestrenten bieten kann ist mit einem solchen Schei..land einfach nicht zu bauen.

     

     

  30. Robert Michel

    @willihope: Die Lohnentwicklung in Deutschland, soll also daran schuld sein, dass es in Südeuropa massive Fehlinvestitionen gab? Das nenne ich mal eine steile These.

  31. Couponschneider

    @willihope

    Ich finde den Monitorbeitrag schlecht. Es wird gejammert, dass sich die deutsche Presse die eine oder andere muntere Polemik anwendet. Es wird gewarnt, dies könnte Ressentiments schüren.

    Ich muss sagen: Da sind einige aber ziemlich dünnhäutig und doppelzüngig. Das USA-Bild in den deutschen Medien trieft nur so von Ressentiments und Vorurteilen. Und man muss sich nur mal ansehen, wie über die republikanische Partei geschrieben und berichtet wird. Oder über konservative Parteien in Israel. Die Wiederwahl von Bibi Netanjahu wurde von deutschen Medien kritisiert. Gut begründet war die Kritik nie.

  32. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jens

    Danke für den Link auf Deinen Blog. Du hast einen witzigen Schreibstil.

     

    @ Alexander

    Merci.

  33. willihope

    @Robert

    @Couponcutter

    Ja die Welt kann man nur verstehen wenn man das Hirn einschaltet! Das fällt der Merheit der Deutschen offenschichtlich schwer!

    Die Politik des beggar thy neighbor ist eine totale Schweinerei und sich als Verursacher dann hinzustellen und den anderen zu sagen sie sind selber schuld zeigt welches mieses Volk  das ist. Es haben ja alle Probleme nicht nur die Griechen, Plattbirne Sinn meint ja die Franzosen sollen mal schnell die Löhne um 30% senken!

    Solche Leute beraten die deutsche Politik und auf die Schei..e hört das dumme Volk.

     

    Die gesamten Kosten in allen Ländern muss man Deutschland in Rechnung stellen, ohne dem deutschen Raubzug durch die Ökonomie der anderen Eruoländer wäre das alles nicht passiert!

     

    Hollandaise ist ja bald Geschichte und Merkl auch und dann müssen alle Euroländer sich zusammen tun und den Deutschen die Rechnung präsentieren!

    Die ganze Welt sieht was Deutschland da abzieht und sie werden es alle nie mehr vergessen!

     

    http://economistsview.typepad.com/economistsview/2014/12/paul-krugman-being-bad-europeans.html

     

    Alles beginnt mit einem Schneeball, ich hoffe das ist der erste!

     

     

  34. Robert Michel

    Ok nochmal. Was haben die Deutschen Löhne damit zu tun, das in Spanien, bei weiten mehr Häuser gebaut werden, als sinnvoll genutzt werden können und die Bauwirtschaft zusammenbricht, nachdem diese Tatsache offenkundig wird?

  35. willihope

    Die Häuser könnten schon benutzt werden – sie können nur nicht bezahlt werden weil die Jobs wegbrechen.

    Die Schulden sind auch nicht Europas Problem sondern jeden Tag nimmt Deutschland den anderen Marktanteile ab, das führt zu einem Exportanteil im deutschen BIP von 50%!

    Ohne Jobs keine Wirtschaft, in 20 Jahren werden Menschen wie du es vielleicht auch verstehen, bis dahin beisst euch an den Schulden fest die übrigends im Verhältnis zum BIP gemessen werden.

     

    Das ist 1 Klasse Ökonumie, das Fach das in Deutschland leider nicht gelehrt wird, desswegen auch Lebenversicherungen die dem Sparer nix bringen, man brauch immer auch Dumme damit man sowas abziehen kann.

     

     

  36. Chris

    “ Es gibt Leute, die Gründe suchen, warum das Kaufen und Liegenlassen angeblich nicht (mehr) funktioniert. Sie nennen Pleiten wie Kodak, Enron, Lehman Brothers oder WorldCom. Wer ausreichend streut, den stört aber eine solche Pleite kaum. “

    Also ich behaupte mal, dass das so nicht stimmt. Wer nicht bereit ist sich von einer Aktie zu trennen, weil man merkt, dass das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert verbrennt einfach nur sein Geld.

    http://www.gieristgut.com/verkauf-einer-aktie/

    Mal ein ganz gutes Beispiel: Heidelberger Druckmaschinen (und andere Konsorten in dem Bereich Druckmaschinen). Ich behaupte mal, dass es bereits ab 2005-2006 ziemlich absehbar war, dass das Geschäftsmodell so nicht mehr funktioniert. Da langt schon ein Blick auf den Absatz der Tageszeitungen: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/72084/umfrage/verkaufte-auflage-von-tageszeitungen-in-deutschland/ Hier sieht man ganz gut, dass der wichtigste Kundenkreis von HDD bereits seit annähernd 20 Jahren Boden verliert.

    Wer in dieser Zeit (2002-2006) aber noch Aktien erworben hat, hat etwa 90% seines Investments verloren.

    Entsprechend sollte man Buy & Hold von Einzeltiteln auf keinen Fall empfehlen. Wo ich bei dir bin, ist ein Buy & Hold-Vorgehen bei ETF`s oder im Zweifel auch noch Aktienfonds (sofern die Gebühren passen).

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