Wie Sie Dividendenmaschinen für den Ruhestand aufbauen


New York, 1. November 2014

Eine gute Ausbildung. Engagiert arbeiten. Nicht übertreiben beim Konsum. Produktivkapital (Aktien, Immobilien…) kaufen. Hierbei darauf achten, dass schöne Cashflows fließen. Wenn Sie das mit Vorsicht und Weitsicht tun, ist das alles, was Sie brauchen, um einen goldenen Ruhestand genießen zu können.

Geld auf das Festgeldkonto oder in eine Lebensversicherung zu stecken ist nicht rentierlich. Macht also wenig Sinn. Gering-verzinsliche Anlagen sind als Notgroschen OK, aber nicht ideal als Ruhestandskissen. Ferner rate ich von Riester-Versicherungen ab, wenn Abschlusskosten und Gebühren aus den Fugen geraten. Leider ist genau das bei Millionen von Verträgen passiert.

Wie finden Sie gutes Produktivkapital?

Kerngesunde Weltkonzerne mit einer starken Marke, einem ethischen Management und schönen Dividenden. Im S&P-500-Index, Dow Jones oder DAX finden Sie klasse Unternehmen. Der langweilige Heimwerker-Markt Home Depot legte zum Beispiel seit dem Börsengang um 324.000 Prozent zu.

Hätten Sie zum Börsengang im September 1981 5.000 Euro investiert, wären daraus nach unzähligen Dividenden und Aktiensplits 16 Millionen Euro herangereift.

Ich traf kürzlich David Gottesman (88). Er lernte Anfang der 1960er Jahre Warren Buffett kennen. Schnell freundeten sich die beiden an. Gottesman kaufte damals ein Aktienpaket, als Buffett gerade mit seiner Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway loslegte. Er behielt seine Berkshire-Aktien bis heute. Er ist mehrfacher Milliardär. Nach Warren Buffett und Fidelity ist Gottesman der drittgrößte Aktionär von Berkshire.

 

Auf meinem Foto sehen Sie David "Sandy" Gottesman. Der Geschäftsmann kaufte Anfang der 1960er Jahre ein Berkshire-Aktienpaket, nachdem er sich mit Warren Buffett angefreundet hatte. Sein Privatvermögen schätze ich auf vier Milliarden Dollar.

Auf meinem Foto sehen Sie David „Sandy“ Gottesman. Der Geschäftsmann (88) kaufte Anfang der 1960er Jahre ein Berkshire-Aktienpaket, nachdem er sich mit Warren Buffett angefreundet hatte. Sein Privatvermögen schätze ich auf vier Milliarden Dollar.

Natürlich ist es verdammt schwierig solche Aktienraketen wie Berkshire oder Home Depot frühzeitig zu finden. Wir Anleger machen Fehler. Wir erwischen eine Pleitefirma, einen Krisenfall usw.

Was wir machen können, ist das Streuen von Qualitätsaktien. Langweilige, etablierte Anbieter von Lebensmitteln, Chemikalien, Energie, Transport, Unterhaltung… bieten sich an. Wer sich die Auswahl einzelner Aktien nicht zutraut, setzt auf einen Indexfonds.

Am besten kaufen Sie kontinuierlich gute Aktien. Machen Sie das ein paar Jahrzehnte lang. Reinvestieren Sie stetig. Geduld zu haben ist natürlich wichtig. Nichts fliegt einem über Nacht zu.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie Sie Dividendenmaschinen für den Ruhestand aufbauen

  1. Thomas

    Haha die Blonde will bestimmt was von der Kohle haben, deswegen tut sie so interessiert an dem alten Knacker!

  2. Elchi

    @Thomas

    Unwahrscheinlich Deine Theorie mit der Kohle, die Blonde hat bestimmt eine Gasheizung!

  3. Dirk

    Ich denke einzelne Aktien zu kaufen und sehr lange zu halten ist ziemlich riskant, selbst wenn man gut streut. Einige Pleitekandidaten erwischt man wahrscheinlich immer und je laenger man einzelne Werte haelt, desto groesser das Risiko. Wer weiss schon ob es RWE, Metro oder Coca-Cola noch gibt und zu welchen Preisen? Trends aendern sich….. (Unternehmen produzieren ihren eignen Strom, Amazon, Leute leben gesuender).

    Da setze ich lieber auf Indexfonds (siehe Kommer/Weber oder Bogle/Malkiel), da gibt es zwar auch Kursrueckschlaege, aber ein Totalverlust einzelner ETFs ist ausgeschlossen. Alle 2 Jahre ein Rebalamcing, fertig. Nachteilig sind natuerlich die laufenden Kosten, die man bei Einzelwerten nicht hat, ist aber der Preis fuer die Diversifikation.

    Einzelne Aktienwerte habe ich auch, sie kaufe ich aber nicht aufgrund meines leider begrenzten Wissens, sondern mittels einer sogenannten „quantitativen Value Strategie“ (siehe Greenblatt, Piotroski etc…). Man kauft 30-40 Aktien nach bestimmten Kriterien, haelt sie ein Jahr, verkauft sie wieder etc… Soll angeblich eine hoehere Rendite als die 9-10% Marktrendite bringen. Vorteil hier: Man weiss was man kauft, wann man kauft, wann man verkauft. Emotionen werden ausgeschaltet. Nachteile: (geringe) Transaktionskosten, Abgeltungssteuer (oder man lebt in HK, Singapur, China etc. wo man nix zahlt).

    Tim: Was denkst du ueber die quantitativen Strategien, wo siehst du Risiken?

    Ein kleiner Teil ist noch auf dem Tagesgeldkonto um im Crash guenstig ETFs nachzukaufen

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Dirk

    Ich stimme zu: Ein Indexfonds ist eine super Sache. Einen soliden Index wie den S&P 500 lange zu halten und stetig aufzustocken ist eine der besten Anlagen, die man machen kann.

    Ebenfalls stimmt: In einzelnen Aktien stecken Risiken. Daher ist das Streuen wichtig. Für die meisten Menschen ist der Indexfonds die bessere Lösung gegenüber dem eigenen Portfolioaufbau (mit einzelnen Aktien).

    Ich bin kein Fan von quantitativen Strategien (die auf Computermodelle setzen).

  5. Couponschneider

    Die Dividendenmaschine ist nicht nur während der Rente gut. Ich habe vor sechs Jahren mein Studium beendet und kann schon heute mit Anfang 30 durchschnittlich 230 € Bruttodividende pro Monat ernten. Ich fand den Weg dorthin recht einfach. Viele andere scheitern, weil sie gar nicht erst damit beginnen, gerne aufschieben und unduldsam sind. Die Sorgen hatte ich nie. Zuhilfe kamen mir mir dabei folgende Eigenschaften:

    1. Ich mache mir relativ wenig aus den Werturteilen anderer. Ich habe schon als Kind und Jugendlicher meine eigene Meinung zu bilden versucht und ich hatte nicht die Scheu, exotische Meinungen zu vertreten. In einem aktienfeindlichen Umfeld ist das eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt seine Ersparnisse in Aktien anzulegen.

    2. Ich schiebe nichts auf. Ich mache ungern Dinge auf den letzten Drücker. Ich kann planen und ich plane.

    3. Ich bin ein geduldiger Mensch.

    Man muss nicht genial sein, um dahin zu gelangen. Mitunter haben viele Menschen, gerade Deutsche, diese wichtigen Eigenschaften. Die werden leider aber nicht bzgl. des Finanzhaushaltes umgesetzt. So wie die Deutschen ihre Buden putzen, sollten sie mal ihren Finanzen pflegen. So wie die Deutschen fürs Alter  zurücklegen, sollten sie anfangen, das Geld in lukrativere Anlagen stecken. Statt 100 € in Riester, lieber 100 € in einen ETF.

    Das größte Problem ist leider immer noch das schizophrene Verhältnis zu Aktien. In Deutschlands kollektivem Gedächtnis schwirren Hyperinflation und Währungsreformen herum, die über Nacht viel Geldvermögen dahinrafften. Ständig macht man sich Sorgen und jammert wegen 2 % Inflation. Dass Aktien als Sachvermögen Inflationsschutz bieten, wird einfach übersehen. Man klammert sich an Rentenversprechen, Schuldscheinen und Kapitallebensversicherungen. Sowas verrücktes hätte sich selbst Molière nicht ausdenken können. Am ehesten passt der Deutsche wohl auf Molière eingebildeten Kranken. In seiner Angst vor Inflation, ergreift er ständig irgendwelche Maßnahmen, die allesamt nichts bringen, vielleicht sogar Schaden anrichten. Man investiert Energie derauf, die Inflation gering zu halten, um KLVs rentierlich zu halten, anstatt das Geld aus den KLVs abzuziehen und in Aktien zu gehen.

     

  6. Alexander

    Leider bin ich 20 Jahre zu spät dran im Vergleich zu Couponschneider, aber aufgeben ist nicht 😉

    Natürlich ist es immer schön, eine Berkshire, Coca-Cola oder McDonalds am Anfang zu finden, nur dürften die meisten von uns nicht dieses Glück haben.  Sicherlich stecken in Einzelaktien Risiken, aber wenn man z.B.  eine IBM nimmt, die zahlen seit 1913 Dividende! Viele Unternehmen haben eine 100 jährige Geschichte hinter sich. Villeroy & Boch gibt es seit über 200 Jahren. Wenn man in solche Firmen investiert, wird man sicherlich nicht 300.000% Rendite einfahren, aber das Risiko ist überschaubar. Teilt man seine Investition auf  25 Unternehmen auf, ist das Risiko bei der Insolvenz eines Unternehmens auf 4% des angelegten Kapitals begrenzt. Sollte verschmerzbar sein. Sollte ein Geschäftsmodell überhaupt nicht mehr funktionieren, kündigt sich das meist über einen längeren Zeitraum an und selten über Nacht. Dann kann man immer noch ein Unternehmen im Portfolio austauschen.  Ölwerte, Pharma, Nahrung, Telekommunikation – alles was immer irgendwie konsumiert oder für das Leben, wie wir es kennen, erforderlich ist, sollte für jedermann überschaubar und zumindest eine absehbare Zukunft einschätzbar sein. Die nächsten 12 Monate dürfte Öl gebraucht werden, die Kidys nutzen ihre Smartphones, als gäbe es kein Morgen mehr und gegessen wird vermutlich noch länger.

    Ich sehe daher das Risiko in Einzelinvestments sehr gelassen und für überschaubar.

  7. Pingback: Dividenden langfristig investieren - Seite 2

  8. Alex von Reich-mit-Plan.de

    Schöner Artikel Tim, wie immer.

    Das Beispiel mit HomeDepot kannte ich so noch nicht, aber es macht Lust am großen Rad mitzuspielen.

    Auch wenn ich selbst noch keine sechsstelligen Renditen erwirtschaftet habe, so habe ich aber schon mehrere dreistellige Renditer in meinem Depot! Da wird es nicht lange dauern und der erste vierstellige wird zum Vorschein kommen. Bis zur Sechsstelligkeit ist es dann ja auch nimmer so weit.

     

    Gruß

    Alex

  9. Alexander Moshe

    Also an schweizer Aktien empfiehlt sich zunächst BKW, Basler Kantonalbank und Swiss Re.

    Alle deutlich unter Buchwert, alles Marktführer/Monopolisten/Staatsgarantie.

    Ich habe eine fixe Strategie. Cash-Anteil etc. ist nicht festgelegt. Hingegen habe ich sehr strenge Kauflimits und obige 3 Aktien sind die einzigen, die überhaupt in der Schweiz (von 250 Aktien) unterhalb meines Kaufpreises liegen.

    Verkaufen tue ich, sobald der faire innere Wert erreicht ist.

     

  10. Markos von Finanzielle Freiheit mit Dividenden

    Wirklich toller Artikel Tim. Die Dividendenmaschine für den Ruhestand funktioniert wirklich. Es wird sich zeigen, ob beim nächsten Crash an den weltweiten Aktienmärkten die deutschen Anleger ihre soliden Dividenden-Aktien behalten und dann günstig nachkaufen, um die monatliche bzw. quartals Dividendenzahlungen anzuheben, oder vor Panik mit Verlust ihre Aktien wieder verkaufen.

    Ich werde definitiv meine Dividenden-Aktien behalten und freue mich auf das Nachkaufen.

  11. Felix

    Gerade wird gemeldet, dass die Politiker (hauptsächlich der SPD) nach der Übereinkunft der Staaten zum Datenabgleich bzgl. der Steuern eine Reform der Kapitalertragssteuer fordern. Demnach sollen zukünftig Kapitaleinkünfte nicht mehr pauschal mit 25 %, sondern mit den persönlichen Steuersatz versteuert werden sollen.

     

    Damit wird es ein ganzes Stück schwieriger finanzielle Freiheit zu erreichen. Die Kapitalerträge werden dann „on top“ mit dem persönlichen Grenzsteuersatzes besteuert, so dass da leicht 40% oder mehr Steuern auf vereinnahmte Dividenden anfallen. Diese Art von Einkünften gelten in der Politik als eher unmoralisch und sollen daher so unattraktiv wie möglich gemacht werden.

     

  12. Pastafari

    Für Renter mit bis zu 52.881 Euro Jahreseinkommen wäre diese Regelung gut. Da gelten für Rentner zwischen 7,2 bis 26,5 Prozent Einkommensteuer.

  13. toovoc

    Ich kenne kein Land auf dieser Erde, das Kursgewinne (über der Spekulationsfrist von 12 Monaten) besteuert wie die BRD. Hinzu kommt der blamabel niedrige Freibetrag von 802 EUR. Eine Frechheit, wie Kapitalanleger hier behandelt werden. Da tröstet auch der Kommentar von Pastafari nicht drüber hinweg.

  14. Sams1974

    Halt du sie arm ich halte sie dumm, sagt der Kardinal zum Minister.

    Alter Spruch. Was interessiert den „normalo“ die Einkommenssteuer. Die Sozialversicherungen sind das Problem.

  15. Kalli

    @toovoc

    Dann schau mal nach Großbritannien – capital gains tax + stamp duty.

    Grundsätzlich ist die Frage, welches Klientel die SPD damit bedienen möchte. Sieht mir doch sehr symbolisch aus, um seiner Ursprungsklientel zu zeigen, dass man doch noch anders sein möchte als CDU/CSU/FDP/Grüne/AfD etc.

    Konsequent wäre eine Vermögenssteuer, wenn es angeblich um eine gerechtere Verteilung geht, aber soweit möchte man ja dann doch nicht gehen.

  16. Mario

    @toovoc

    oder nach Österreich, auf Kursgewinn (sowie Dividenden, Zinsen auf Bankguthaben, …) 25% Kapitalertragssteuer und kein Freibetrag, ab den ersten „gewonnen“ Euro bleiben nur € 0,75 übrig.

    Grüße aus Österreich

    Mario

  17. Valueer

    Die Frechheit ist doch eher, dass Reiche nur 25% Steuern zahlen und damit weniger als der Großteil der Mittelschicht (ich meine nicht den gut Wohlhabenden mit 2, 3, 4 Mio.€ Vermögen, der für sein Alterssicherung Vermögen aufgebaut hat, dem sei es gegönnt) .

    Kapitaleinkommen wird somit deutlich bevorteil vor Arbeitseinkommen. Auch Kapitaleinkommen sollten genau so hoch besteuert bzw. mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

    Im Gegenzug muss dann der Freibetrag deutlich angehoben werden, dann wäre es für Kleinanleger sogar leichter Kapital aufzubauen.

    Ich fürchte nur unsere Politiker erhöhen die Steuer und lassen den Freibetrag wie er ist.

     

    Gruß

    Valueer

  18. Stefan Müller

    @Valueer

    Du vergisst, dass die Kapitalbesteuerung für Langfristanleger ein großer Teil Inflationsgewinnbesteuerung ist.

    Stell dir vor, eine Anlage liefert nur einen Inflationsausgleich und nach 40 Jahren musst du diese voll mit dem persönlichen Steuersatz besteuern. Das entspricht einer Enteignung.

    Der Wegfall der Spekulationsfrist durch Steinbrück SPD im Jahr 2008/09 macht auch das Rebalancing und den langfristigen Vermögensaufbau schwierig.

    Hätte mir eine vielleicht 5 oder 10 jährige Spekulationsfrist gewünscht oder so etwas wie 401k Modelle der USA.

  19. Martin

    zumal immobilienwertzuwächse nach 10 jahren steuerfrei sind, was im Prinzip nur Reichen zugute kommt. Der Freibetrag muss rauf und sämtliche Privilegien abgeschafft werden. Reiche konnten vor 2009 auch ihren eigenen fonds auflegen und somit selbst im altbestand umschichten ganz ohne steuern. Ich als etwas Jüngerer bin nun der Verarschte und muss bezahlen. Aus Steuergründen sind dividenden umso schlechter, sollte der steuersatz steigen.

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Es macht keinen Sinn über die Verhältnisse zu hadern. Die pauschalen 25% haben natürlich Besserverdiener bevorzugt. Wenn die SPD nun mal wieder ihrer eigentlichen Klientel gerecht werden will, dann ist das ja nicht verwerflich. Es ist wie es ist. Es gibt viel schlimmere Probleme. Drum einfach stur weiterhin jeden entbehrlichen Euro anlegen. Momentan wird einem schwindlig wie die Rohstoffwerte gedumpt werden. Höchste Zeit, dass Öl, Gold usw. sich fangen. Bei mir werden demnächst einige CAD frei. Baytex wäre verlockend, aber der Sektor muss sich erst fangen. Momentan lieber die Finger von den Ölwerten lassen. Habe stattdessen die Tage wieder Werte abseits des Mainstreams gekauft. Einen Restaurant-Lizenz(Royalty)-Fund (SRV.UN: SIR Royalty Income Fund) und einen Preferred Shares Fund (FPF: First Trust Intermediate Duration Preferred & Income Fund). Bringt wieder Stabilität und Ertrag ins Depot.

    Guten Erfolg allen,

    MS

  21. toovoc

    @ Mario

    Meines Wissens werden die 25% Kapitalertragssteuer in Österreich auf Kursgewinne nur innerhalb der Spekulationfrist von 12 Monaten fällig. Für Langfristanleger wie uns also zu vernachlässigen. Oder ich bin nicht richtig informiert. Für mich als Nicht Österreicher wäre das kein Wunder. Aber Österreicher können sich ja auch mal irren…

  22. Mario

    @toovoc
    war früher so seit 1.1.2011 ist jeder Veräußerungsgewinn unabhängig von der Behaltedauer mit 25% zu versteuern. Zwecks „Budgetsanierung“.
    Seit 1.4.2012 wird diese sofort bei Veräußerung direkt durch die depotführende Bank an das Finanzamt abgeführt.

    Für Altbestände (vor 2011 erworbene Wertpapiere) gibt es noch Sonderregelungen.

     

  23. DirkS

    @Matthias Schneider

    „Die pauschalen 25% haben natürlich Besserverdiener bevorzugt.“

    Im Zusammenhang mit Dividenden ist das natürlich falsch. Dividenden werden ja schon unternehmensseitig besteuert, bevor die Bruttodividende bezahlt wird. Summa sumarum, kommt man heute schon auf eine Steuerbelastung von um die 50 %.
    Darüberhinaus ist ein Teil des Gewinns der Ausgleich für die Inflation.

  24. DirkS

    Als Beispiel:

    100,00 € Unternehmensgewinn vor Ertragssteuern
    – 16,10 € Gewerbesteuer (Unternehmssitz Frankfurt a.M.)
    – 15,00 € Körperschaftssteuer
    –   0,83 € Solidaritätszuschlag auf Körperschaftssteuer
    ———–
    68,07 € Bruttodividenden (das ist das was beim Broker/Bank ankommt)
    -17,02€ Abmelkungssteuer
    -0,94€ Solidaritätszuschlag auf die Abmelkungssteuer
    ——–
    50,11€ Nettodividende

    Die Sozen träumen jetzt von:

    68,07€ Bruttodividende
    -28,59€ Einkommenssteuer 42%
    –   1,57€ Solidaritätszuschlag
    ———
    37,91€ Nettodividende

    Tja, eher geht ein Hund an einem Knochen vorbei, als ein Soze sich am Geld fremder Leute bedient.

  25. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Dirk, darum geht es überhaupt nicht.

    Wenn ein „Geringverdiener“ Dividenden über den Freibetrag bezieht, dann zahlt er 25% (Soli mal weg gelassen). Wenn der Kleinverdiener wie früher die auf seinen persönlichen Steuersatz angerechnet bekommen bekäme, und  er zudem noch nicht mal mit seinem Grenzsteuersatz auf den hinzuverdienten Teil auf 25% käme, dann wird er natürlich mit den pauschalen 25% über den Tisch gezogen, wenn er nicht die „Günstigerprüfung“ veranlasst. Und wer macht das schon von denen?

    Wenn früher ein „Besserverdiener“ seine Dividenden mit dem persönlichen Steuersatz, womöglich Höchstsatz, besteuert bekam, dann zahlt der durch das Geschenk der Pauschale nur die 25% stattdessen.

    Wer diese simple Wahrheit nicht begreift, der versteht wirklich einfache Dinge nicht.

    MS

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  27. DirkS

    @Matthias Schneider

    „Wenn früher ein “Besserverdiener” seine Dividenden mit dem persönlichen Steuersatz, womöglich Höchstsatz, besteuert bekam, dann zahlt der durch das Geschenk der Pauschale nur die 25% stattdessen.“

    Googlen Sie doch einfach mal nach „Halbteilung Dividende“.

    Früher wurden Dividenden und Spekulationsgewinne nur zur Hälfte besteuert, eben weil auf Unternehmensseite schon eine hohe Besteuerung durchgeführt wurde. Das wissen eigentlich alle die schon 2008 Aktionär waren und vielleicht etwas mehr als ein Taschengeld angelegt hatten.
    Bei Dividenden hat es durch die Abgeltungssteuer zu einer Steuererhöhung(!) geführt, wenn man noch nicht beim Spitzensteuersatz mit seinem zu versteuernden Einkommen war. Darüber waren nach 1 Jahr Haltefrist Kapitalgewinne steuerfrei!

    Von einer „Privilegierung von Besserverdienenden“ durch die Abgeltungssteuer kann daher nicht im mindesten die Rede sein.

    „Wer diese simple Wahrheit nicht begreift, der versteht wirklich einfache Dinge nicht.“

    Für jemanden der keine Ahnung hat lehnen Sie sich sehr weit aus dem Fenster.

  28. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DirkS, ich weiß schon, worüber Du schreibst, aber mit „Besservedienern“ meine ich Leute, die 6- oder 7-stellige Dividenden beziehen. Muss ja nicht gleich Familie Quandt sein.

    Mir persönlich ist natürlich auch die jetzige Regelung lieber als eine angestrebte Lösung mit dem persönlichen Steuersatz, weil ich davon profitiere. Ich habe in letzter Zeit etwas zugelegt beim Gehalt (bin zwar noch von den 80k der hier anwesenden Junggenies entfernt, aber immerhin), und mir sind die 25% natürlich sehr angenehm. Besser wäre natürlich, gar keine Steuer. Aber man muss halt Realist bleiben.

    MS

  29. Anna

    Spekulationsgewinne nach Aktienverkauf waren schon mal nach 6 Monaten steuerfrei, soweit ich mich erinnere war das noch vor 1999. So viele wissen das wohl doch nicht mehr. Tja, alles wird besser…

     

     

     

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