Wie Sie am besten vom Crash profitieren


New York, 12. Juni 2009

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Am Freitag kletterte der Dow Jones abermals leicht um 28 Punkte auf 8799. Wir befinden uns jetzt auf einem Sieben-Monats-Hoch! Fällt bald die 9.000er Marke? Gut möglich! Exzellent schnitt mal wieder die Bank of America ab. Die Aktie der größten US-Bank stieg am Freitag erneut kräftig um 5,8 Prozent auf 13,72 Dollar. Mit 88 Milliarden Dollar ist der Börsenwert noch immer mickrig: Die Bank wird über kurz oder lang saniert sein. Nach massiven Sparmassnahmen und der Übernahme von Merrill Lynch ist es durchaus möglich, dass Vorstandschef Ken Lewis mittelfristig an die Ergebnishöhen der Jahre 2006 und 2007 anknüpfen kann. Seinerzeit klingelten 15 beziehungsweise 21 Milliarden Dollar nach Steuern in der Kasse. Beim aktuellen Börsenwert bedeutet dies ein Kursgewinnverhältnis von vier bis sechs. Ein Witz!
Die USA läuft Gefahr, eine gefährliche Inflationswelle loszutreten. Die Nullprozentzinspolitik der FED ist brisant. Geld gibt es praktisch umsonst. Ein Blick zurück zeigt, dass die aggressive Geldpolitik der FED gefährlich ist. Schon wenn die amerikanische Ökonomie nur eine kleine Verschnaufpause einlegte, pumpte die Zentralbank massiv Geld in das System. Dabei bringt die FED jedes Mal das Finanzgefüge aus dem Gleichgewicht. Die sprudelnden Dollars fließen überall hin: An die Börse, in Immobilien, in den Konsum. Spekulationen treiben dann Blüten. So ist die Blase bei den Immobilien zu erklären. Alan Greenspan hatte die Leitzinsen auf ein Prozent gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Folge war die größte Immobilienspekulation, die die USA jemals erlebt hat. Weil sich die Menschen wegen der hohen Hauspreise und Aktienkurse reicher fühlten, konsumierten sie auch mehr. Sie nahmen mehr Kredite auf und trieben das Spiel soweit, bis die Blase platze. Das löste die größte Krise seit der Großen Depression aus.
Die neue astronomische Verschuldung Amerikas wird Folgen haben. Was aber gegen die wachsende Inflationsgefahr tun? Gold kaufen? Ja, bedingt. Rohstoffe bieten ebenfalls einen Schutz. Aber den besten Schutz sehe ich in Aktien. Aktien sind die beste Assetklasse auf lange Sicht. Wer Mitte 1927 1,00 Dollar in den S&P 500 investiert hat und bis Ende 2004 durchhielt, machte 2.000 Dollar daraus. Und zwischenzeitlich war sogar die Weltwirtschaftskrise (Ende der 1920er Jahre). Selbst wer die Performance um die Inflation bereinigt, kommt auf eine durchschnittliche Verzinsung von um die zehn Prozent. Das ist knackig. Immobilien wachsen nach Abzug der Inflation auf lange Sicht im Schnitt wie die durchschnittlichen Einkommenszuwächse, so um 1,5 Prozent jährlich. Insofern ist die Aktienanlage der bessere Schutz vor der Geldentwertung.
Gerade jetzt macht die Aktienanlage mehr Sinn denn je. Nach der heftigen Korrektur finden Sie zuhauf günstig bewertete Value-Aktien mit hohen Dividendenrenditen. Die vergangenen Jahre waren an der Börse brutal schlecht. Ein weiterer Grund, dass die kommenden Jahre besser aussehen sollten.


tim schaefer (Author)

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