Wie geht es weiter an der Börse. Das ist meine Anlagestrategie


New York, 7. März 2010

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Diese Krise war gewaltig. Noch immer sitzt den Menschen der Schreck in den Knochen. Noch immer ist die Angst groß vor Jobverlust, Privatinsolvenz oder dem Verlust des Hauses oder der Wohnung. Diese Sorgen haben viele. Schließlich handelte es sich um eine Weltwirtschaftskrise, die wir gerade durchgemacht haben. Doch langsam, aber sicher erholt sich die Wirtschaft. Und selbst die Börse kommt allmählich in Schwung. Der Dow Jones schloss am Freitag bei 10.566 Punkten mit einem schönen Tagesplus von 1,1 Prozent. Seit vielen Monaten war der Jobverlust in den USA nicht so niedrig wie im Februar mit 36.000 Stellen. Experten hatten mit einem deutlich höheren Arbeitsplatzabbau gerechnet, zumal der Winter bitterkalt war. Der Chart (entnommen von Comdirect.de) zeigt den dramatschen Verlauf des Dow Jones.
Ich glaube, dass wir jetzt vor einem Riesenboom stehen. Wachstumslokomotiven wie China, Indien oder Brasilien bringen die Weltwirtschaft voran. Die Auslese in der alten Welt war gesund. Und nun kann es aufwärts gehen. Der Dow Jones wird in einem, zwei oder zweieinhalb Jahren ein neues Allzeithoch bei mehr als 15.000 Punkten ausbilden. Die besorgniserregende Arbeitslosigkeit (9,7 Prozent in den USA) wird sinken. Alles wird gut. Lassen Sie nur die Selbstheilungskräfte der Märkte wirken. Unsere Volkswirtschaft wird weiter wachsen. Ständig werden neue Entdeckungen gemacht, Krankheiten geheilt. Kurzum: Das Leben wird stetig besser.
Was also tun? Ich würde dieses Gerede um den Weltuntergang und den Kollaps der Weltwirtschaft einfach vergessen. Je mehr Geheule Sie hören, desto besser ist die Zeit, um Aktien zu kaufen. Seit mehr als 100 Jahren bildet der Dow Jones immer neue Bestmarken aus. Warum soll es diesmal anders sein? Freilich gibt es immer wieder Rücksetzer. Und die können auch mal heftig und gnadenlos ausfallen. Doch gerade in solchen Situationen bieten sich herrliche Gelegenheiten. Ich würde mein Depot so aufstellen: Zu 70 Prozent würde ich es mit Standardwerten bestücken. Mit starken, profitablen Marktführern. Mit Werten, die nette Dividenden ausschütten. Und den Rest des Portfolios würde ich mit Nebenwerten auffüllen. Da kann auch mal ein Pennystock darunter sein: Wenn es Ihnen Spaß macht, warum denn nicht.
Ich würde die Branchen breit mischen. Legen Sie sich beispielsweise ein Unternehmen aus dem Bereich Pharma, Lebensmittel, IT und Infrastruktur ins Nest. Je breiter die Mischung, desto besser. Aber verzetteln Sie sich nicht. Haben Sie zu viele Werte im Portfolio, können Sie schnell den Überblick verlieren. Wenn Sie im Laufe der Jahre freien Zugang zu neuem Cash haben, dann kaufen Sie von ihren bisherigen Positionen einfach weitere Papiere dazu. In Krisen werden die größten Vermögen geschaffen. Man muss nur den Mut haben. Wenn der Markt ein neues Rekordhoch erreicht hat, dann sind wieder alle fleißig am Aktienkaufen. Die Kunst besteht darin, vorher aktiv zu werden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine Strategie gut verklickern.


tim schaefer (Author)

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