Wie der US-Schriftsteller Hayford Pierce 86.000 Dollar im Jahr an Dividenden scheffelt. Buy and Hold mit guten Aktien


New York, 27. November 2017

Buy and Hold. Entweder mit ETFs oder Dividendentiteln.


Ich bin ein Fan vom Kaufen und Liegenlassen. Ich kaufe wunderschöne Firmen wie Berkshire Hathaway, Exxon, Adidas, Netflix, Nike, Google, Facebook oder Bank of America und lasse sie reifen wie einen guten Cognac im Holzfass. Je älter der Tropfen, desto wertvoller wird er.

Mein Depot ist schon reif geworden. Ich fing mit 18/20 Jahren mit Aktienkäufen an. Meine jährliche Dividendeneinnahme ist auf einem vergleichbaren Niveau des freien Schriftstellers Hayford Pierce, als er vor 30 Jahren eine Zwischenbilanz zog. Es waren damals 14.000 Dollar. Heute verdient Peirce 86.000 Dollar im Jahr an Dividenden.

Ich finde das kultig. Es zeugt von Disziplin, wenn Anleger wie er einfach gute Aktien durchhalten. Was er erreicht hat, ist motivierend. Ich strebe das ähnlich an.

Niemand braucht übrigens einzelne Aktien auszuwählen. Die Buy-and-Hold-Strategie geht bequem mit ETFs. Einen ganzen Index per ETF-Papier zu kaufen, ist gebührenschonend und weise. Es bieten sich Sparpläne an. Die bringst Du ein Mal ins Laufen. Danach brauchst Du im Endeffekt kaum etwas zu machen. Es läuft von alleine. In guten wie in schlechten Zeiten kaufst Du stur Deinen ETF. Es ist so genial, das so zu tun.

Die meisten Menschen sind nicht in der Lage zum intensiven Sparen. Ich habe daher großen Respekt vor Menschen, die es schaffen, 20, 30, 40, 50 Prozent jeden Monat zu sparen.

Ich spreche mit vielen Leuten übers Sparen und Investieren. Die Leute hören zu. Sie sind schon interessiert an der Botschaft. Aber ich merke oft: Es stimmt die Einstellung nicht. Das schnelle Auto oder die übergroße Wohnung ist ihnen lieber. Ich kann das nicht verstehen. Es muss aber jeder selbst entscheiden. Was ich für einen guten Schritt halten würde: Schon die komplette Tilgung von Schulden wäre für Millionen Deutsche ein enormer Fortschritt.

Die Sparweltmeister wie Peirce sind eine kleine Minderheit. Der Autor ist wohlgemerkt seit etlichen Dekaden finanziell frei. Auch dieser 27-jährige Amerikaner. Er ist ein Programmierer aus dem Silicon Valley. Seine Geldtricks: Er wohnt noch bei den Eltern. Er speist gratis im Unternehmen. Der Millionär spart, wo er kann. Selbst beim Smartphone-Kauf. Er möchte in die finanzielle Freiheit, wenn er drei bis fünf Millionen Dollar gespart hat. Erst dann fühlt er sich richtig frei. Am liebsten wären ihm die fünf Millionen. Ich denke, er wird es schaffen.

Der 27-jährige Programmierer aus dem Silicon Valley hat rund eine Million Dollar Nettovermögen gespart.

Natürlich ist es nicht jedermanns Sache, so lange bei den Eltern zu wohnen. Das muss jeder selbst entscheiden. Wenn es Drama-frei geht und es der Wunsch des Kindes ist, warum nicht? Aber ewig bei den Eltern zu wohnen, würde ich nicht empfehlen.

Es gibt nicht den perfekten Weg in die Freiheit. Alles hat Vor- und Nachteile.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie der US-Schriftsteller Hayford Pierce 86.000 Dollar im Jahr an Dividenden scheffelt. Buy and Hold mit guten Aktien

  1. Olaf

    Hallo Tim,

    wenn jeder so denken würde, dann wäre die Wirtschaft nicht am boomen. Dann würde es allen auch nicht so gut gehen. Ohne Konsum, kein Wirtschaftswachstum. Man lebt so auch tlw. auf Kosten anderer.

    Grüße, Olaf

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Olaf

    Es gibt genug Konsum. Allein schon, was in den Schwellenländern nachgefragt wird, ist gigantisch.

    Es bringt niemanden etwas, wenn sich die Bürger zu stark verschulden und keine Rücklagen bilden (Altersarmut, steigender Schuldendienst, Zahlungsverzug). Übertriebenes konsumorientiertes Verhalten greift leider um sich. Es lähmt langfristig die Wirtschaft. Wir hatten das schon mal gesehen, was dann passiert. Es war 2007/08. Da hatten sich die US-Bürger für den Traum vom eigenen Haus zu stark verschuldet. Danach fiel alles wie ein Kartenhaus zusammen.

  3. Olaf

    @Tim

    Ok, das stimmt natürlich. Ich meinte nun nur den Konsum per Geld, welches man besitzt. An Kredite hatte ich nicht gedacht.

    Ich gehe nur von mir aus…und ich kaufe mir nichts auf Pump….bis auf max. einen überschaubaren Kredit aufs Eigenheim.

     

  4. Maschinist

    Wieder mal ein paar schöne Beispiele was langfristig oder spekulativ möglich ist.

    Und natürlich „Amen“ zur Sparquote-Investieren-Aktien-ETF. Nichts macht mehr Sinn, als sein Geld in die eigene Zukunft zu investieren.

    Schönen Tag!

  5. Anna-Lena

    @Olaf

    Ich denke auch, es gibt genug Konsum. Reiche müssen ja auch konsumieren. Wir brauchen Kosmetika für die Dusche, Pflege, Haare-Waschen, Zähneputzen, Energie, Wasser, Lebensmittel, Reisen, Erlebnisse, Hotels, Spielzeug, Spiele, Dekoration, Kunst, Häuser, Möbel, und und und.

    Mr Money Mustache hat dazu mal einen Artikel verfasst: http://bit.ly/1zqYtX3 Ich fand das ganz interessant.

  6. Kia

    Ich habe jetzt auch einen ETF Sparplan. Dafür musste ich zunächst ein neues Depot eröffnen.  Ich dachte ursprünglich das ich kein Sparplan brauche und jeden Monat einzeln kaufen kann. Habe ich aber nicht gemacht sondern immer davor gesessen, den Chart angeklickt, hin und her überlegt und die Entscheidung auf nächsten Monat vertan. Jetzt bin ich froh das das automatisch läuft und ich freue mich Riesig auf die erste Ausführung 🙂

  7. Gurki

    Ja gut, er hat seine Mio ja nicht mit Aktien gemacht, sondern über die Hälfte mit Bitcoins. Solltest Du vielleicht dazu schreiben!

  8. procash

    Ich habe einen Kunden, ist jedoch um die 80 Jahre und hat Titel wie CCC, MC Donald, Novartis usw. und bekommt und da sind die 27,5% Steuern schon abgerechnet € 120.000,- im Jahr Tendenz steigend :-). Ist der Hammer, wenn d dem mit einem Sparbuch kommst zuckt er aus und wird wütend *smile*.
    LG. Robert

  9. Ulrich

    Falls jemand sich das Portfolio von dem Herrn Hayford Pierce angesehen hat, der Schwerpunkt liegt auf MLPs. Diese bitte als steuerlich in DE Ansässiger niemals kaufen, da wird man bei der Dividende barbiert. 

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ procash

    Dein Kunde ist gut positioniert. Den würde ich gerne meinen Lesern vorstellen hier im Blog.

    @ Sparta

    45.

    @ Ulrich

    Das stimmt. Bei den MLPs muss man als Deutscher mehr Abgaben berücksichtigen, soweit ich weiß.

    Ich finde es beeindruckend, was die beiden für Depotstände haben. Ich wollte jetzt nicht einzelne Positionen hervorheben.

  11. Didi

    Vielen Dank für Deine motivierenden Beiträge, Tim!

    Dank Dir hat sich mein Denken bzgl. Dividendentitel / Buy and Hold verändert.

    Unterm Strich sind der Zinseszinseffekt vs. Gebühren über die Jahre der größte Hebel. Gerade die Managementgebühren die jährlich die Performance auffressen sind bei den Fonds der Hammer. Spricht für Einzelaktien mMn…

    Eine Auswahl aus der Liste der größten Unternehmen der Welt – aus der Fortune Global 500 Liste…

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Unternehmen_der_Welt

    …in Kombination mit weiteren Assets, um das Prtfolio breit zu streuen, da kann man auf lange Zeit gut schlafen, denk ich mir.

    GlG Didi

  12. Tobias

    @Olaf

    Du persönlich musst ja nicht konsumieren. Solange du das Geld nicht unter die Matratze legst, bleibt es im Wirtschaftskreislauf.

    Selbst bei 70 % Sparquote, liegt dein Geld entweder auf der Bank, die verleiht es an andere Konsumenten. Oder du kaufst davon Wertpapiere, dann hat der Verkäufer dein Geld und konsumiert oder investiert damit weiter.

  13. Ruben

    Hallo,

    gerade wenn man nicht spart und sein Geld nicht gut anlegt muss man gegebenenfalls eher auf Kosten anderer leben. Man kann seine Schulden nicht begleichen oder muß gegebenfalls eher den Sozialstaat in Anspruch nehmen. Nicht selten müssen auch andere Familienmitglieder für einen aufkommen,  was auch kein schönes Gefühl ist.

    Ich versuche Ressourcen zu sparen und als Nebeneffekt spare ich Geld. Wenn alle ein bischen weniger unnötige Dinge konsumieren würden, würde ich mich freuen, anstatt mich über weniger Rendite zu ärgern.

    Alles Gute!

    Ruben

  14. Kasper

    @ Tobias:

    Banken verleihen kein Geld. Das Geld kann höchstens als Eigenkapital verwendet werden um mit dem 10-30 fachen dessen an der Börse zu spekulieren oder zu investieren… Es ist ein Irrglaube, zu denken dass Geld was man „auf dem Konto“ hat läge wirklich bei der Bank oder würde an andere Kunden „verliehen“. Jeder Kredit den man bei einer Bank aufnimmt schafft neues Geld, und besteht nicht aus dem Geld anderer Kunden.

  15. Olaf

    @Anna-Lena u. Tobias

    Das stimmt. Nur braucht es Konsumenten… Wenn ich es nicht bin, sind es andere. Wenn niemand konsumiert…dann ist nix mit Wirtschafstwachstum und -boom.

    Klar, die „Lebensmittel“, die jeder tagtäglich braucht, mal ausgenommen….

    Aber wenn jeder nur extrem ans Sparen denkt, dann wäre es eine andere Welt.

    Aber übertriebenes konsumorientiertes Verhalten auf Pump ist das Problem, ja.

  16. Sven

    „…als er vor 30 Jahren eine Zwischenbilanz zog. Es waren damals 14.000 Dollar. Heute verdient Peirce 86.000 Dollar im Jahr an Dividenden.“

    Mich verwundert es immer wieder, wie selbst Fachleute es schaffen, bei solchen Betrachtungen die Inflation zu ignorieren? Ohne die Inflation hat die getätigte Aussage keinen Informationsgehalt.

  17. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Korrektur: Man sollte richtig lesen… 🙁

    Die 14k wurden nicht vor 30 Jahren eingenommen, sondern 1995! („He predicted his high-growth portfolio would pay him about $14,000 in dividends in 1995 (the actual payout ended up being $14,267.50… 62.2% of his total overall income from all sources). Again, in 1995, it was just 13.8%. Consider, too, that over the 22 years, Peirce has not added any principle to his stocks. Not bad.“)

    Das ist natürlich nochmal ein ganz anderes Tempo (22 Jahre). Die 30 Jahre sind seine Kalkulationstabelle.

    @Sven,

    ich denke, so viel Intelligenz sollte man Jedem schon unterstellen dürfen, dass Jeder weiß, dass man heute mit 86.000 $/€ nicht die gleiche Kaufkraft hat, wie man sie vor 30 Jahren hatte.

    Aber die Zahlen an  sich neutral so geschrieben haben doch ihre Berechtigung.

    Habe gerade mal einen Rechner bemüht für Euro. Wenn man mit der historischen Inflationsrate (wie sie da benutzt wird) rechnet, dann muss man heute angeblich 23.778 € aufbringen, um die Kaufkraft von 14k von vor 30 Jahren zu haben.

    Zu 86k ist das doch immer noch eine ganz ordentliche Entwicklung, finde ich. Oder mit anderen Worten, durch den Vermögensaufbau ist es ihm gelungen, aus dem passiven Cashflow heute mehr als 3,5 Mal so gut zu leben wie mit 14k vor 30 Jahren.

    Also ich fände das prima für mich. 😉 86k im Jahr ohne Kapitalverzehr würden mir reichen.

    MS

  18. El Loco

    @ Ulrich: MLP´s nicht zu kaufen, bedeutet auf hohe Ausgangsdividenden plus hohe Dividendensteigerungsraten zu verzichten. Das werde ich auch als Deutscher trotz höherer Steuerschuld mit Sicherheit nicht tun. Die höhere Steuerschuld wird mit der sehr geringen Steuerschuld der MLP, die sich im Gegenzug verpflichten mind. 90% der Erträge auszuschütten, mehr als ausgeglichen. Seit einigen Jahren erfreue ich mich meiner Brookfield Infrastructure Partners LP und Magellan Midstream Partners LP, die Dividendenrendite auf den Einstiegskurs beträgt mittlerweile knapp 10%. Da muss ich bei meiner Nestlé, Unilever, Johnson&Johnson, VF Corp. deutlich länger warten. Die Mischung macht´s eben.

  19. Sven

    @Matthias Schneider

    Ein Vermögen von vor 30 Jahren mit einem Vermögen von heute direkt zu vergleichen hat schlichtweg keine Aussagekraft und ist daher überflüssig. Mit Intelligenz hat es auch nichts zu tun. Man muss erst nachrechnen, um zu erfahren was das bedeutet.

    Zudem sind die Dividendeneinnahmen isoliert betrachtet ohne jede Bedeutung. Ich könnte genausogut leben, wenn ich jedes Jahr für 86k Aktienanteile verkaufen könnte. Es spielt keine Rolle!

    Und schließlich weiß ich nicht, was das alles mit den aufgeführten Aktien von Berkshire, Netflix, Google und Facebook zu tun hat, die bekanntlich keine Dividende zahlen.

    Ich glaube langsam eher, dass die Beiträge von Tim tatsächlich von einem Social Bot stammen.

  20. El Loco

    An dieser Stelle sei angemerkt, falls überhaupt jemand den englischsprachigen Text gelesen hat, dass die Differenz zwischen 14k und 86k nur 22 Jahre beträgt. Nach 30 Jahren, im Jahr 2025, sollen dann laut Plan des Schriftstellers (Investor) die 250k Nettodividende erwirtschaftet werden, ohne auch nur einen Cent reinvestiert zu haben. Auch wenn dieser wohl nicht ganz erreicht wird, mein Respekt!

    Gerne nehme auch ich die Kritik an, dass ich die Inflationsentwicklung nicht nachgerechnet habe. Der komparative Anteil des Dividendeneinkommens zum Lebensunterhalt hat sich zumindest beim Schriftsteller deutlich erhöht, so dass man hier doch getrost von einem sich lohnenden Geschäft sprechen kann. Darüber hinaus ist es ein sehr authentisches und greifbares Beispiel, wie langfristiges und steuerschonendes Investieren funktioniert. Tim bitte mehr von diesen positiven Lebensgeschichten!

  21. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sven

    Logisch. Ein Roboter schreibt das alles.

    Wenn jemand ein Millionen-Depot aufbaut und beibehält, zeugt das von Disziplin.

    86.000 Dollar an Dividendeneinnahmen im Jahr kleinzureden, ist eine Kunst.

  22. El Loco

    Tim eine Fata Morgana? Das bezweifele ich sehr stark.

    „Do you know the only thing that gives me pleasure? It’s to see my dividends coming in.“ John D. Rockefeller

     

  23. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @El Loco,

    mit den 22 Jahren ist mir dann ja noch aufgefallen, und habe es oben noch eingefügt.

    Übrigens hat er offensichtlich „nur“ ein stattliches Erbe angelegt, welches von einer Treuhandgesellschaft bis zur Volljährigkeit verwaltet wurde, was alles natürlich stark relativiert. Und wie in einem älteren Artikel des gleichen Fool.com Autors auch ausgedrückt wird, dass es nicht übertragbar ist. Es ist also nicht von Null aus eigenen Sparanstrengungen erreicht worden:

    „Hayford’s journey would be tough to emulate — he grew up in a wealthy family and inherited assets upon his father’s death (Hayford was just 4 years old). Before he self-directed the portfolio years later, the Fiduciary Trust Company ran things.“

    @Sven,

    klar mag es gewissen Investoren egal sein, ob sie aus Vermögensverzehr leben wollen. Mir aber nicht. Deswegen ist es eben nicht prinzipiell egal, sondern nur Leuten, denen es eben egal ist.

    Ich verkaufe zwar Titel ab und an, aber nur um andere zu kaufen. Das Depot soll wachsen und nicht schrumpfen, und nur der Ertrag wird mal entnommen.

    Ich mache mir eher Gedanken, wie ich es mal gestalten kann, dass meine Tochter ihren Teil nicht auflösen und verjuxen kann. Würde es ebenfalls für meine Partnerin so wollen, dass nur die Erträge entnommen werden dürfen. Erst wenn die Tochter selbst mal in Rente geht, sollte sie ihr Teil dann entnehmen dürfen, da sie wohl selbst ohne Erben bleiben wird.

    Na mal sehen.

    MS

  24. Ralf

    Ein schöner Artikel! Allerdings bereitet mir das aktuelle Kursniveau an den Börsen ehrlicherweise auch ein wenig Bauchweh.

    Korrekturen werden kommen und mein Cashanteil ist durch jüngere Zukäufe bereits doch recht zusammengestutzt. Käme nun eine kräftige Korrektur, könnte ich nur kleinere Zukäufe tätigen, da das ansparen von Cash eben seine Zeit dauert. Und das Depot ist noch nicht so stark im Plus. Wie ist das bei euch?

     

  25. Mattoc

    Nicht schon wieder diese absurde Dividendendiskussion. Heute stand in der Zeitung, dass Shell seine Aktionäre mit einer Bardividende „belohnt“. Was für eine unsinnige Bezeichnung. Die Dividende wird vom Kurswert abgezogen! Fertig. Also ist das keine „Belohnung“ sondern ein Nullsummenspiel. Der einzig relevante Faktor ist doch die Qualität und Nachhaltigkeit eines Unternehmens. Und diese können sich durch Dividendenzahlungen ausdrücken, müssen es aber nicht.

    Was wäre denn bei einer Dividendenrendite von 100%, El Loco?

  26. Raphael

    @Sven,

    klar mag es gewissen Investoren egal sein, ob sie aus Vermögensverzehr leben wollen. Mir aber nicht. Deswegen ist es eben nicht prinzipiell egal, sondern nur Leuten, denen es eben egal ist.

    Ich verkaufe zwar Titel ab und an, aber nur um andere zu kaufen. Das Depot soll wachsen und nicht schrumpfen, und nur der Ertrag wird mal entnommen.

     

    Dieses Argument ist unlogisch. Auch der Konsum von Dividenden „verzehrt“ das Vermögen:

    Ob ich 3% Dividende aus einem Dividendendepot verkonsumiere oder 3% aus einem nicht-Dividendendepot verkaufe, es läuft genau auf das Selbe hinaus. Die „Schrumpfung“ und das Vermögen ist genau gleich. Der Unterschied des nicht-Dividendendepots ist ein enormer Steuerstundungseffekt (durch die Ausschüttung der Dividende entstehen leider mindestens 25% Steuern, dadurch weniger Zinseszinseffekt + Reinvestitionskosten) in der Ansparphase (zumindest in Deutschland) und eine später besser steuerbare Entsparphase, weil ich die Anteile ja aktiv verkaufen kann.

  27. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Raphael,

    Du zitierst mich!

    Glaubst Du wirklich, dass man darüber nicht nachdenkt?
    Manche wollen eben kein Vermögen, was nichts abwirft. Egal in welcher Höhe. Warum kann man das nicht einfach so akzeptieren?

    Keine Ahnung, was daran so schwer verständlich ist. Es geht einfach um Cashflow als Einkommen.

    @Mattoc,

    auch wenn Du es nicht hören willst, ich halte es nicht für ein Nullsummenspiel. Das haben wir ja auch schon ewig und drei Tage durch diskutiert. Dieses angebliche „linke Tasche – rechte Tasche Nullsummenspiel“ halte ich für einen gepflegten Mythos der Growth-Fans.

    Man kann einfach nicht sagen, dass die Zahlung vom Kurs generell abgezogen wird. Das ist Quatsch. Das sieht man zwar bei deutschen Werten, weil dann an diesem einen Tag die relativ große Dividende für das ganze Jahr natürlich bei Eröffnung vom Kurs abgezogen wird, aber das ist kein Gesetz.

    Wenn am Tag vor Ex-Div von Daimler gemeldet würde, dass sie in der Baugrube für ein Werk in Afrika auf Unmengen Gold gestoßen sind, dann gehen die Kurse trotz Ex-Div in die Höhe. Den Abschlag gibt es, wenn der Ex-Tag auf einen Tag ohne Nachrichten trifft.

    Das ist übrigens genauso ein Käse, die Behauptung „Kurse machen Nachrichten“. Natürlich machen Nachrichten die Kurse (nicht umgekehrt). Das sieht man doch jeden Tag.

    Warum ist denn GE nach dem Dividenden-Cut nicht um den eingesparten Teil der Div um diesen Betrag gestiegen? Das Geld müsste doch im Kurs bleiben, was nicht ausgeschüttet wird?

    Den Kurs/Bewertung bestimmt einzig und allein der Markt.  So Lieblinge wie „MAIN“ oder „O“ sind deshalb überdurchschnittlich bewertet (andere sagen überbewertet), eben weil sie zuverlässig Dividende zahlen. Und wenn die beiden Werte diese kürzen würden, also mehr Geld im Unternehmen bliebe, dann würden sie nicht um diese Beträge steigen, sondern sie würden beträchtlich fallen.

    Ich gehe auch jede Wette ein, das Berkshire steigen würde, wenn sie Dividende zahlen würden. Dann würde zwar der innere Wert etwas sinken um diese Ausschüttungen, aber der Markt würde BRK einfach höher bewerten, eben nicht 1,7er KBV zugestehen, sondern dann vielleicht 2. Fertig!

    Ich habe ja seit kurzem 100 TEVA durch Einbuchung eines Puts. Da konnte ich beobachten, dass am EX-Dividende KEIN Abschlag (zwar nur 8,5 Cent) stattfand, sondern sie stattdessen nach oben sprang, weil eben „zufällig“ die Nachrichtenlage positiv war an dem Tag. Ganz einfache Sache eigentlich.

    Ich kann einfach nicht verstehen, wie so etwas nicht zu verstehen ist! 🙂

    Schönen Abend

    MS

  28. Mattoc

    @MS

    Es ist doch genau so, wie du es schreibst. Du verwechselst nur weiterhin und offensichtlich absichtlich (was ich dir als „altem, erfahrenem „Hasen“ nicht vorwerfe) Ereignisse/Nachrichten, die den Kurs bewegen, mit der nüchternen Tatsache, dass am Ex-DIV-Tag die „verdammte“ 🙂 Dividende definitiv vom Kurswert abgezogen wird.

    Und natürlich kommt es vor, dass Aktien am Ex-DIV-Tag höher als am Vortag notieren. Bestimmt kommt es aber auch vor, dass Aktien am Ex-DIV-Tag niedriger als am Vortag und sogar noch niedriger als nach reinem DIV-Abzug notieren. Das liegt einfach an den Nachrichten, die die Kurse bewegen.

     

  29. Raphael

     

    Dividenden-Titel erzeugen aber nicht mehr Cash Flow als Growth Unternehmen! Nicht, wenn man die Gesamtperformance des Vermögens betrachtet.

     

    Natürlich ist es linke Tasche rechte Tasche. Das muss schon rein logisch so sein. Wenn es nämlich nicht so wäre, dann würde diese ziemlich leicht ausnützbare Marktanomalie sofort von Daytradern und Hochfrequenzhandelsalgorithmen wegarbitriert werden (Unternehmen vor Dividendenausschüttung kaufen und nachher verkaufen). Du siehst, die Dividende wird sofort eingepreist.

    Der Grund, warum es oft so scheint, dass dies nicht eingepreist sein würde, ist, dass am Tag der Hauptversammlung meist auch Quartalszahlen, Prognosen etc. verkündet werden, was den Kurs wiederum sofort beeinflusst. Die Dividendenentnahme verschwindet so oft einfach im Hintergrundrauschen der Volatilität.

     

    Ps. Es gibt tatsächlich ein rationales Argument für Dividendentitel: Dividendentitel sind oft Value-Titel und man holt sich somit das Value Premium ins Depot. Da ich aber eh auf ETF gehe, trifft mich diese Entscheidung nicht (es gibt thesaurierende Value ETF).

  30. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc und Raphael,

    es geht mir ja nicht darum, andere Leute von irgendwas zu überzeugen. Und natürlich hat man in verschiedenen Lebensaltern unterschiedliche Ansichten und Einstellungen. So sollte es sein.

    Wenn mir heute jemand eine tolle Growth Superaktie ohne Dividende aber Kursverzehnfachung in paar wenigen Jahren sagen kann, und mir im Falle des Nichteintreffens mein Geld mit Zinsen zurück gibt, dann würde ich die auch nehmen. Aber leider habe ich keine Ahnung, welche Werte das für die Zukunft sein werden. Deswegen habe ich lieber den Spatzen in der Hand.

    Wichtig für mich ist, dass ich mich mit meinen Entscheidungen wohl fühle. Und das passt so. Allen anderen Anlegern wünsche ich das auch bei deren Entscheidungen.

    Guten Erfolg!

    MS

  31. Raphael

    Auch dieses Argument finde ich leider unlogisch, da Dividendenaktien im Crash nicht weniger abstürzen als Growth Aktien. Ob meine Growth Aktie im Crash -50% macht oder meine Dividendenaktie -53% und dafür 3% Dividende ausschüttet – ich verliere in beiden Fällen 50% meines Vermögens.

    Auch ich bin nicht auf der Suche nach der Growth Superaktie mit Kursverzehnfachung (die lässt sich nämlich nur durch Glück finden) sondern investiere mittels ETF in den ganzen Markt.

  32. June

    Guten Abend,

    meine Beobachtung bei meinen Eltern Mitte 70, (sie haben hauptsächlich Wachtumswerte, da auch bei Ihnen der Gedanke vorherrschte man könne prima Steuern sparen) ist:

    Wenn man 30 -40 Jahre und mehr Aktien gekauft hat, tut man sich im Alter schwer diese zu Verkaufen um davon die Rente aufzubessern. Vor 2 Wochen sagte mir mein Vater er würde, wenn er nochmal anfangen könnte heute viel mehr Dividendenaktien kaufen. Sie haben in den letzten 10 Jahren kaum was verkauft. Im Gegenteil mein Dady kauft immer nochmal was Neues.

    Streitet euch also nicht der Blickwinkel wird sich ganz sicher mit der Zeit ändern.

    @Sven,

    manchmal bietet Tim Lesertreffen an. Auf dem letzten war er sehr lebendig. Und hat sogar was gegessen und getrunken, hätte er Platinen würde sich dieses Verhalten negativ auf seine Rechner- Ähmmm Denkleistung auswirken 😉

    Take care,

    June

     

  33. Mattoc

    Was bleibt eigentlich netto wirklich von so einer Aktien-Dividende übrig in Deutschland.

    Sagen wir mal, man hat eine Aktie aus den USA, die eine Dividende von 10 Dollar zahlt. Wieviel landet dann auf dem Konto nach Abzug der Steuern (Quellensteuer, Abgeltungssteuer, Soli)? Freibeträge bitte ungeachtet lassen. Kann mal jemand eine Abrechnung einstellen?

  34. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Raphael,

    es ist mir völlig unverständlich wieso Du annimmst, dass in einem 50% Crash alle Aktien gleich viel abstürzen. Mysteriös. Aber das sei Dir einfach so belassen.

    Schau Dir doch einfach mal eine „Growth Aktie“ wie Valeant an. Die stürzt ganz ohne allgemeinen Crash ab, wie viele andere auch.

    In einem allgemeinen 50% Crash wird es viele Aktien geben, die den völlig unbeschadet überstehen, und andere stürzen sogar 90% ab.

    Dein Vergleich -50% ohne Dividende und -53% bei 3% Dividende ist einfach nur haarsträubend. Sorry. Das ist verschwendete Zeit.

    Viel Glück!

    @Mattoc,

    also bei mir kommen 85% an, also 8,50 USD. Davon muss ich natürlich noch 10% (fehlende deutsche Kest) nachversteuern, bzw. weniger bei Günstigerprüfung in Zukunft bei mir, da geringerer persönlicher Steuersatz bei Altersteilzeit und dann Rente.

    Es ist natürlich völlig legitim, wenn man noch lange vor der Rente steht, und kein Dividendeneinkommen benötigt, sich einfach die Steuern in die Zukunft zu verlegen.

    MS

  35. Raphael

    @Matthias Schneider

    Es ist vollkommen überflüssig über die Entwicklung von einzelnen Aktien zu diskutieren, da sich diese nicht vorhersagen lassen. Wenn man Investitionsentscheidungen machen muss, dann muss man eine ganze Aktienklasse betrachten (einen Index).

    Wenn du nun wissen möchtest, ob es Sinn macht in Dividenenaktien zu investieren, weil diese angeblich im Crash weniger sinken, dann musst du eine groß genuge (und ausreichend diversifizierte) Menge von ähnlichen Dividendenaktien (oder einen Index, der diese abbildet) betrachten und diese dann mit entsprechenden Growth-Aktien vergleichen (alles andere wäre Glücksspiel). Dann wirst du sehen, dass der Absturz keinen signifikanten Unterschied zeigt.

    Angenommen du gehst von einem Börsencrash von -50% aus. Dann ist der Erwartungswert von Growth-Werten logisch bei -50%. Der Erwartungswert von deinen Dividenden-Aktien liegt aber auch bei -50% (vollkommen egal, dass sie noch Dividenden ausschütten).

    Wenn sie jetzt Dividenden ausschütten (was sie ja meist tun), dann liegt der Aktienkurs nach Dividendenausschüttung von 3% (nur ein Beispiel) bei -53%.

    Auch im Crash gilt linke Tasche -> rechte Tasche. Kein Vorteil für Dividendenaktien.

     

    @June:

    Diese Emotionalität ist nachvollziehbar. Zum Glück investiere ich in ETF, sodass mir dies erspart bleibt.

  36. Sven

    @ Tim Schäfer mich wunder es ehrlich gesagt und ist auf keinen Fall abwertend gemeint! Nur , dass du „nur“ 12.000 Dollar pro Jahr an Dividende erhält macht mich stutzig. Hast du nicht so viele Dividendentitel, oder wie kommt das? Immerhin bist du wie wir wissen alles andere als arm.

    Danke und Gruß

  37. steve

    wow

    Die Diskussion heiss, aber Kompliment an alle trotz der Härte informativ und ich finde nach wie vor fair. Resümee kann man sehen wie man will. Ich persönlich finde eine Dividende umso länger ich an der Börse bin umso wichtiger. Erstens hat man zumindest ein Trostpflaster, ich persönlich habe wie Tim leider die Deutsche Bank im Depot solange die aber 1% Netto auf meinem Einstandskurs bezahlt haben war mir der Kurs relativ egal

    Nur wenn der Cyran die Dividende auf null setzt?? Den Kurs dann halbiert oha es gibt Fonds die dürfen keine Aktie mit 0 div halten. Freut mich das die Kläger recht bekommen haben sie mussten einen Miker Betrag nachzahlen. Eine Dividende kann auch Käufer ziehen siehe Aurelius war nach dem Lesertreffen in Reutlingen wegen der Shortattake Thema wird nächstes Jahr wegen ca 10% Dividende Thema sein.

    Schaut auch Berkshire an hat der selbst viele Unternehmen ohne div, Versicherungen Banken Coca Cola, Apple auch erst im Depot nachdem Icahn auf Wiederaufnahme gedrängt hat.

    Zuletzt Freenet Infineon Deutsche Post Telekom zahlen steuerfrei, null Gebühr Kaufpreis wird gemindert. Macht das mal bitte gebührenfrei mit Verkauf und erwischt einen guten Zeitpunkt.

  38. K.

    @Raphael

    Wer sagt, das man zu einem Fonds oder ETF nicht auch einen emotionalen Bezug aufbauen kann?
    Ganz abgesehen davon, das es ja auch hier die (Qual der?) Wahl gibt zwischen Thesaurierung und ausschüttender Version.

    Ich habe morgen die Qual einen Teil der Jahressonderzahlung händisch zu investieren. Mit zuviel Cash will ich nicht an der Seitenlinie stehen. Von dem her lege ich nicht allzuviel davon bei Seite. Es liegt schon genug auf der risikoarmen Seite für private Liquidität oder zukünftige Crash-Nachkäufe.

    Auch bei nur 3 ETFs (zumindest in der engeren Auswahl) ist das immer schwierig, da ich von allen überzeugt bin. Vermutlich werde ich nach meinem bisherigen Investitionsvolumen entscheiden und den „niedrigsten“ austocken.
    Alternativ den mit den „günstigsten“ Kursen im Vergleich…

    Wie treffen andere solche Entscheidungen oder habt ihr feste Investitionspläne ala diesesmal ETF A und nächstes mal (egal was kommt) ETF B usw….?

    An Einzelaktien (habe ich auch welche) möchte ich dabei, bei den vielen guten Unternehmen (überzeugende langfristige Geschäftsmodelle) gar nicht denken.

    Da lobe ich mir meinen Sparplan der stur die gewählte Strategie ausführt und läuft. In guten wie in schlechten Zeiten.

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @June,

    so ist es. Man kann sich halt so schlecht von was trennen.

    @Mattoc,

    hier nochmal als jüngstes Beispiel:

    Einkommen bei Lynx in EUR für Oktober. Mir gefällt es, dass damit schon ein guter Teil der Fixkosten bestritten werden kann. Dass es weniger als 15% Abzug sind hängt damit zusammen, dass manche Sachen ohne Quellensteuer gezahlt werden, wie Bermuda, Marshalls usw. oder ETNs (Exchange Traded Notes).

    Hier ein Beispiel für die Abrechnung einer Dividende:

    2017-11-21
    STK (US19842X1090) Cash Dividende USD 0.46250000 (Ordentliche Dividende)
    46.25

    2017-11-21
    STK (US19842X1090) Cash Dividende USD 0.46250000 – US Steuer
    -6.94

    Gutes Nächtle!

    MS

  40. K.

    Hat jemand CBA im Depot? (Commonwealth Bank of Australia)

    Ich habe Sie im Depot (seit ca. 2 Jahren) und diesbezüglich in den letzten Monaten schon zwei Mails von der depotführenden Bank bekommen das man sich hier beteiligen/registrieren kann, wenn man will:

    https://www.imf.com.au/cases/register/cba-shareholder-class-action-overview

    Wie seht ihr das?

    Ich sehe das so:

    – Es kommen mögliche Strafzahlungen auf die CBA zu wegen der genannten Anschuldigungen. Die Bank dürfte aber trotzdem erstmal weiter „leben“. 🙂

    – Die Kurse bzw. Buchwerte auf Grund der Handhabungen mit den Ankündigungen usw. sind mir egal, da ich ja nicht auf Kurswerte spekuliere oder spekuliert habe. Somit kann mir der Kurs im genannten Zeitraum hin oder her, schnurzpiepegal sein. Dementsprechend habe ich persönlich auch keinen Wunsch nach Schadensersatz o.ä.

  41. Raphael

    @steve

    ich persönlich habe wie Tim leider die Deutsche Bank im Depot solange die aber 1% Netto auf meinem Einstandskurs bezahlt haben war mir der Kurs relativ egal

    Ich will zwar kein weiteres Fass aufmachen, aber dieses Denken ist leider rein emotional. Rein rational betrachtet ist der Einstandskurs dieser Aktie vollkommen egal. Angenommen der Kurs beträgt aktuell noch 2000€ dann müsstest du dir überlegen, ob die 2000€ gut investiert sind, oder ob die 2000€ in einer anderen Aktie/ETF nicht doch mehr zukünftige Rendite machen würde (dass du für diese Aktien vielleicht ursprünglich mal 10000€ bezahlt hast, interessiert den Markt 0). Solche Verhaltensmuster stören leider massiv die Rendite. Sehr gutes Buch hierzu: arero.de/fileadmin/user_upload/07_downloads/genial_einfach_investieren_ebook.pdf

     

    @K.

    Du musst dir natürlich vorher eine Strategie überlegen. Ich mache keine Bauchentscheidungen, wodurch ich mich auch nicht emotional an einzelne ETF binde. Ich versuche mich an aktuellen finanzwissenschaftlichen Erkenntnissen zu orientieren und ein weltweit diversifiziertes Portfolio nach Länder BIP Gewichtung aufzubauen (ähnlich wie von Kommer empfohlen) und mit zusätzlichen „Factor Premiums“ (Value, Size, Emerging Markets, Momentum, Minimum Volatility) zu „loaden“.

    Die Strategie lässt sich dann auch wieder einfach rückwärts entsparen.

  42. steve

    von mir noch ein letzter Nachdenker wenn ein Value Aktie in Minus ist verkaufe ich dann einen Teil oder habe ich da lieber div um die Zeit zu überbrücken?

  43. Raphael

    @steve

    Dies macht sowohl von der kurzfristigen Rendite als auch von der langfristigen Rendite keinen Unterschied (Linke Tasche -> rechte Tasche).

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @K.

    CBA habe ich nur als größte Position in meinem ETF IOZ. Also da kümmere ich mich gar nicht drum. 😉

    Nachkäufe gehen so nach Bauchentscheidung.

    @Steve,

    Deutsche Bank habe ich heute als Turnaround Spekulation gekauft!

    Dafür habe ich die Spin offs Uniper und Ceconomy verkauft. Für Uniper habe ich ein Barabfindungsangebot von Fortum für 21,31 plus Dividende von 0,69 bekommen. Also Wert der Barabfindung von 22 Euro.

    Da habe ich sie lieber heute mal für 24,128 Euro verkauft.

    MS

    Ach…
    für die Leute, die so unsicher wegen CapTrader und Co sind!
    Habe heute Abend wieder eine Mail bekommen, dass auch wieder alles wie beschrieben einfach und unkompliziert geklappt hat. Also, nur Mut zur Veränderung! 😉

  45. StefanStefan

    Was ich an der Geschichte nicht verstehe:

    wenn er 1995 schon 2 Millionen hatte, warum hat er dann nur 14.000 $ an Dividenden bekommen? Das sind ja gerade mal 0,7 %.

    Waren damals die Dividendenrenditen so niedrig?

    Bei 3% hätte dieses Depot damals schon 60.000 $ abwerfen können.

    Oder habe ich was falsch gelesen?

     

    @ Matthias

    was ist denn der Unterschied zwischen Lynx und Captrader? Wo haben die ihren Sitz und was kostet eine US Order?

  46. Lad

    ““Ich kaufe wunderschöne Firmen wie Berkshire Hathaway, Exxon, Adidas, Netflix, Nike, Google, Facebook““ Tim Schäfer

    Nun, Nike ist keine wunderschöne Firma, sondern der größte Steuer-Betrüger der Welt und am 2. Platz der Steuer-Betrüger steht Apple. Kein Anleger sollte an den zwei Firmen beteiligt sein.

    Und weil der alte Mann von Berkshire lauter Unsinn macht, JNJ und PG Aktien verkauft, sollte sich jeder von uns seine eigene Holding aus 20 Dividenden-Aktien bilden, wo auch JNJ mit 5% und PG mit 5% vertreten wären. Es ist ganz einfach, ein besseres Portfolio als Buffett zu konstruieren, auch die Aktien BASF, BMW, Munich Re, BHP, Iberdrola, Royal Dutch Shell, Sanofi, JNJ, PG, AT&T, Pfizer, Wells Fargo usw. müssen drin sein.

  47. Sparta

    @K

    Das „Unsicherheitsproblem“ ist für mich kein Problem. Wobei ich die 5/25 Regel unbewusst einhalte (ich glaube Swensen). Außer dieser bezieht die auch auf Hedgefonds und andere assets (wie Smart-Investor). Von Swensen habe ich noch zu wenig gelesen.

    12 etf-Positionen mit Soll-Prozenten und Toleranzband vom Depot zeigen mir tagesaktuell wo was fehlt.

    Sind es mehrere die abweichen, investiere ich entweder in die stärkste Abweichung, splitte oder berücksichtige ich das cape des jeweiligen etf-Marktes.

  48. El Loco

    @ Raphael: Bei allem Respekt für deine Krisenrecherchen, möchte ich anmerken, dass insbesondere Dividenden und deren Reinvestition in der „Krise“ bzw. im „Crash“ dafür sorgten und sorgen werden, dass die Investorenrendite überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Das beste Beispiel hierfür ist die durchschnittliche Aktienrendite von Philip Morris von 1957 – 2007 die unfassbare 19% p.a. erzielte (vgl. Jeremy Siegel: Langfristig investieren). Nur durch eine überdurchschnittliche und stetig steigende Dividende, besonders in Krisenzeiten (PM hatte einige Krisen!) , sind solche Ergebnisse zu erzielen. Unternehmen, mit Ausnahme von Berkshire Hathaway, welche in diesem Zeitraum keine oder unzuverlässig Dividende zahlten, schnitten deutlich schlechter ab. Des Weiteren hat Siegel berechnet: Umso höher die Kombination von Dividendenrendite und Kursrückgang (!), desto weniger Jahre werden benötigt, den Kursrückgang wieder einzuholen. Ziehen die Kurse später nach, so werden die Langfristinvestoren überdurchschnittlich belohnt, die Dividenden erhalten haben und diese stets reinvestiert haben. Neben einem Verlustpuffer, entsteht durch die Wirkung der Dividenden außerdem ein sagenhafter Renditeturbo!

  49. Sparta

    Ach die Dividenden-Streiterei hatten wir ja schon länger nicht mehr…

    Ich (überzeugter etf’ler) finde es grenzwertig wenn etfl‘ er Aktieninvestoren immer belehren wollen.

    Es gibt gute und schlechte Investoren unabhängig von Aktien, etf’s oder Immo’s.

    Missionarisch die einzig wahre Zukunft zu predigen für völlig verschiedene Individuen…. Ich denke dass ist falsch, egal aus welcher Investoren-Ecke man kommt.

  50. Bernd

    Wieder entwickelt sich an den Fragen, ob Aktien oder ETFs und Thesaurierung oder Ausschüttung besser sind, eine kontroverse Diskussion. Beide Seiten haben jeweils gute Argumente und letztendlich muss jeder Anleger schauen, was für ihn am Besten passt. Ich selber bevorzuge Dividendenaktien. Es ist einfach bequemer. Ich möchte später nicht jeden Monat Aktien verkaufen müssen, um mein Einkommen zu verbessern. Außerdem müsste ich ja dann erhebliche Steuern auf die Kursgewinne bezahlen. Vermutlich wird man deshalb von Verkäufen absehen. Man hat dann zwar ein tolles Depot, aber kein höheres Einkommen. Mit ETFs decke ich Regionen ab, in die ich nicht mit Einzelaktien investieren möchte. Aber auch hier habe ich Dividenden-ETFs gewählt, die mir regelmäßige Ausschüttungen bescheren. Negativ an ETFs halte ich die regelmäßigen Kosten, auch wenn sie im Verhältnis zu Fonds gering sind. Bei 100k sind 0,3 % Kosten (die viele ETFs verlangen) immerhin 300 pro Jahr. Auf mehrere Jahre gerechnet kommt da einiges zusammen. Ich möchte einfach keinen Dritten (Banken, Vermittler, Fonds) mehr mit meinem Geld füttern. Gute Aktien kann glaub ich jeder zusammenstellen. Einmal gekauft, entstehen nie mehr Kosten. Das ist ein gutes Gefühl. Die Aktie arbeitet nur noch für mich.

  51. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    beide Broker sind technisch wohl identisch. Lynx war eher da, weshalb sie noch höhere Gebühren haben als CapTrader. Captrader unterbietet Lynx.

    Lynx sitzt als Firma in Amsterdam, CapTrader in Ratingen (DE).

    Für die Steuer ist der Ort der Depotführung relevant. Der ist bei beiden in GB.

    Deswegen wird keine deutsche Kapitalertragssteuer automatisch abgeführt, sondern immer nur die jeweilige Quellensteuer, die für das Land der Aktie gilt.

    Eine US-Order kostet bei mir i.d.R. immer 5 USD. Habe noch nie was anderes bezahlt. Man muss aber schon schauen, dass man bei billigen Aktien mehr zahlen kann, weil es auch nach Stückzahl geht.

    US-Aktien kosten bei Lynx bis 2000 Stück 1 US-Cent pro Stück, bzw. min. 5 USD, aber max. 1,25%.

    Wenn man also 2000 Stück zu 1 USD kauft, dann kosten die 20 USD. Wenn man 2000 Stück zu 0,50 USD kauft, dann kosten sie nicht auch 20 USD, sondern den Höchstsatz von 1,25%, also 12,50 USD.

    Bei CapTrader ist das günstiger. Statt 5 USD dort 2 USD usw. Ich bleibe aber bei Lynx. Sollte ich unerwartet zu Geld kommen, dann würde ich dort noch ein Depot neu aufmachen, oder gleich direkt zu IB.

    Schönen Tag!

    MS

  52. Mr. B

    Hallo Matthias,

    weißt du wie das ist, wenn man Aktien im Depot hat bei denen keine Abgeltungssteuer ( bei der Dividende) anfällt? Wenn auf dem Report alle Dividenden in Summe angezeigt werden und das Finanzamt pauschal abführt, würden doch für die „Abgeltungssteuerbefreiten Divdidenden“ auch Steuer fällig. Oder wie vermeidet man das?

    Danke und viele Grüße

    Mr. B

  53. Claus

    @ K., Commonwealth Bank of Australia…

    … ist für mich ein erstklassiges Langfristinvestment. Für mich macht es grundsätzlich keinen Sinn, sich an Schadenersatzprozessen u. dergleichen zu beteiligen. Falls überhaupt etwas dabei herauskommt, sind es „Cent-Beträge“, für die man hohe Anwaltskosten zu zahlen hat. Ist die Mühe und Zeit nicht wert.

    Besser: Bei gesunkenen Kursen zukaufen und Dividenden kassieren…

    @ Dividenden-Freunde und solche, die es vielleicht noch werden wollen

    Dividenden beruhigen ungemein, auch wenn sie erstmal vom Kurs abgeschlagen werden.

    Je größer ein Depot wird, umso spannender wird es. „Dividenden-Perlen“ entwickeln ihre wahre Kraft erst so richtig, wenn man sie über sehr viele Jahre, am besten Dekaden, gehalten hat.

    Mit dem ständigen „Geldstrom“ kann man wunderbar zu stark abgestrafte neue Aktien kaufen und… weitere Dividenden generieren. Ab einer gewissen Depotgrösse braucht man gar keine Sparleistungen mehr. Leistet man sie dennoch, zündet der „Turbo“.

    Der Vorteil von Dividenden ist auch, dass man sich keine Gedanken machen muss, welche Aktien(teile) man verkaufen sollte, um neue zu kaufen: Soll ich lieber ein paar meiner heissgelaufenen Lieblingsaktien verkaufen, um eine stark gefallene aufzustocken? Oder doch lieber die in Ungnade gefallene Aktie ganz verkaufen und in eine andere umschichten???

    Dank des „Geldstroms“ ist immer genügend Cash für Zukäufe oder Aufstockungen vorhanden.

    Ich selbst erhalte dieses Jahr über 12K EUR nach Steuern, Tendenz steigend. Hierfür bedanke ich mich bei:

    Intel, Cisco, Microsoft, IBM, Shell, Aflac, Prudential, Scotiabank, Comm. Bank of Australia, Home Depot, P & G, Coca-Cola, Heineken, Unilever, Gen. Mills, Hormel, Nestle, McDonalds, BAT, H & M, Medtronic, Becton Dickinson, Stryker, Dentsply, Essilor, Novartis, Novo Nordisk, J & J, Walgreens Boots All., 3M.

    LG + viel Erfolg!

     

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mr. B,

    ich denke, für deutsche Steuerbürger gibt es keine „Abgeltungssteuerbefreiten Dividenden“ (außer die Returns of Capital wie bei Telekom etc).

    Du meinst sicher, wenn man bei Lynx auf eine Dividende aus GB oder Bahamas oder wo immer, wo es keine Quellensteuer gibt, die volle Dividende bekommt bei Lynx.

    Das ist in einem deutschen Depot dann so, dass eben sofort die 25% voll vom deutschen Finanzamt durch den Broker kassiert wird (wenn es keinen Freibetrag mehr gibt). Bei Lynx wird nichts kassiert, aber bei der Steuerklärung zahlt man es nach.

    Wenn man es ganz pingelig genau machen wollen würde, dann müsste man dem Finanzamt genau auflisten, welche Aktien mit 15% Quellensteuer belegt wurden, welche mit mehr (wo dann nur ein Teil angerechnet würde), und welche ohne Quellensteuer waren. Auf die würden die vollen 25% dann verlangt, bei denen mit 15% gezahlten würden 10% nachgefordert, und bei höheren (Frankreich, Italien, Spanien oder andere) würde man eben auch nur die 15% angerechnet bekommen.

    Darauf habe ich aber bisher immer verzichtet. Ich gebe die gesamte Dividendeneinnahme an. Dazu dann die gesamte einbehaltene Quellensteuer. Meistens sind das dann auch so ziemlich genau 15%.

    Ich denke, der Steuerbeamte findet das auch sehr entgegenkommend, dass er nicht mit einem Wust aus Zahlen überschüttet wird, und es ist bisher immer auf die einfache Art (ca. 10% nachversteuert) berechnet worden.

    Alle sind zufrieden. 😉

    Nachtrag… das, was wirklich steuerfrei bleiben muss, also die Returns of Capital, die werden bei Lynx gar nicht als Dividenden ausgewiesen, sondern als Wertberichtigung wird der Einstandskurs gesenkt.

    @Claus,

    HOWGH! Sehr gut gesprochen! 😉

    Grüßle

    MS

  55. Mr. B

    Danke Matthias. Wie immer gut erklärt.

    Vor allem der Nachtrag, dass z. B. die Dividende der Dt. Telekom  gar nicht als Dividende ausgewiesen wird finde ich sehr interessant. Ist das bei einem deutschen Broker eigentlich auch so? Hat jemand „steuerfreie Dividenden“( Returns of Capital) ?

    Grüße

    Mr. B

  56. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mr. B.

    ich habe die deutschen Werte ja bei Flatex. Ich habe auch Telekom. Ich kann Dir jetzt aber nicht genau sagen, wie das dann bezeichnet wird. Man bekommt schon eine Dividendenbenachrichtigung. Da steht halt dann in der Abrechnung drin, dass keine Steuer angefallen ist.

    Dafür sieht man im Einstandskurs, dass der wieder niedriger geworden ist um die Dividendenhöhe. Mein „Kaufkurs“ bei der Telekom ist dadurch inzwischen was um 7,xx Euro. Muss mal nachsehen. 7,243 EUR, gerade nachgeschaut. Irgendwann mal für 11 oder 12 gekauft, oder so.

    Die Steuer, die man bei der Dividende spart, die zahlt man dann mal bei einem Verkauf der Aktien nach, weil ja der Gewinn dann höher ist.

    Habe es gerade für die Deutsche Post gefunden. Da ist es auch so gewesen.

    Steht dann so da:

    „Bei dieser Dividendengutschrift handelt es sich um eine Dividendenzahlung aus dem steuerlichen Einlagenkonto nach § 27neu KStG in Höhe von 1,05 EUR pro Aktie. Aus diesem Grund wurde der Anschaffungskurs um diesen Dividendenbetrag gemindert.“

    MS

  57. Daniel

    @Bernd

    Negativ an ETFs halte ich die regelmäßigen Kosten, auch wenn sie im Verhältnis zu Fonds gering sind. Bei 100k sind 0,3 % Kosten (die viele ETFs verlangen) immerhin 300 pro Jahr. Auf mehrere Jahre gerechnet kommt da einiges zusammen. Ich möchte einfach keinen Dritten (Banken, Vermittler, Fonds) mehr mit meinem Geld füttern.

    Ich finde diese Kosten ehrlich gesagt für völlig vernachlässigbar, in den Größenordnungen in denen diese Kosten für den Privatanleger spannender werden bewegt man sich dann schon als halber Millionär und ob derjenige welche, der dann schon 500k im Depot hat sich an laufenden Kosten von 1200-1500€ stört wage ich zu bezweifeln. Das sind Kosten die auch mal gerne bei einem Steuerberater anfallen.

    Dritte spielen sowieso immer mit, ob das Clearingstellen, Börsenplätze, Broker etc. sind. Viel wichtiger als das (niedrige) laufende Kostenargument finde ich eher was passiert mit den Dividenden/Ausschüttungen die durch die Aktien geschehen. Hier offenbart sich mal wieder die massive Übergewichtung von Deutschland/USA  bei den Privatanlegern. Warum? Weil es hier relativ einfach abläuft.  Bei vielen Ländern ist es aber mit viel bürokratischem Aufwand verbunden an die Steuerrückerstattungen zu kommen. Dinge, die einem ein ETF abnimmt. Betrachtet man die eigene Zeit auch als Geld relativeren sich die paar Hundert € ganz schnell wenn man dafür in zig Herren Länder irgendwelche Steuerrückerstattungen einsammeln muss, auch wenn sich das auf 3 Jahre häufig zusammenfassen lässt.

    Gute Aktien kann glaub ich jeder zusammenstellen. Einmal gekauft, entstehen nie mehr Kosten. Das ist ein gutes Gefühl. Die Aktie arbeitet nur noch für mich.

    Ich bin nicht sicher ob ich das kann. Und definiere gut. Unter gut würden jetzt wahrscheinlich viele die üblichen Verdächtigen von McDonals über CocaCola bis J&J aufzählen. Aber sind sie gut? Liefern sie eine Performance ab die dem Markt entspricht? Liegen sie darüber oder darunter? Der Turbo im Depot sind meistens eher die Tech oder Bank-Aktien die aber beim Großteil eher gemieden wird. Ich würde mir auch nicht zutrauen die Qualität eines Unternehmens auf mehr als 5 Jahre im voraus planen zu können. Wäre ich Stock-Picker wäre mein Ansatz allerhöchstens „glaube ich daran dass es die Firma XY in 20 Jahren noch gibt“. Mehr kann ich eigentlich nicht tun. Ob das jetzt eine Depotzusammenstellung ist die man als gut bezeichnen kann wage ich zu bezweifeln. Ich bin auch nicht sicher ob es gut ist sich emotional zu sehr an „seine Aktien“ zu klammern. Es verleitet eher dazu beim Niedergang des Kurses oder des ganzen Unternehmens an den Aktien kleben zu bleiben (Nokia, Telekom etc.) weil nicht sein kann was nicht sein darf.

    Ich stehe dem Ganzen etwas skeptisch gegenüber.

    Gruss Daniel

  58. Bernd

    @Daniel

    Ich verstehe Deine Sichtweise und danke Dir für die ausführliche Replik. ETFs sind eine großartige Sache und es wird für Privatanleger schwer, z.B. einen gut diversifizierten Weltindex nachzubauen. Ich habe selber drei ETFs und setze sie bei meinen Kindern ein. Ich gestehe, dass ich mich „gefühlt“ (und hier lässt sich der Mensch ja schnell täuschen) mit Aktien wohler fühle. Du hast auch recht, dass ich mich der Einfachheit halber weitgehend auf US-Aktien beschränke. Alles zutreffende Gründe, die für ETFs sprechen. Gleichwohl sind ETFs „nur“ Finanzprodukte. Mir fehlt der reelle Bezug zu einem Unternehmen. Ich beschäftige mich gerne mit Firmen und deren Geschäftsfeldern, möchte mir selber Gedanken über eine mögliche Zukunft machen. Man ist (gefühlt) halt näher dran und sieht manche Dinge plötzlich mit anderen Augen. Und wenn man sich nur an den Mitbürgern mit Nike-Turnschuhen und North-Face-Jacken freut, die in einem Einkauscenter bei McDonalds eine Cola-Cola bestellen ?.

    Gruß Bernd

  59. K.

    @Claus @Matthias Schneider

    vielen Dank. Sehe ich genauso.

    @Raphael

    Das ist mir klar. Wie gesagt, das einzige Kriterium wäre momentan die Investitionssummen, da alles andere an Kriterien gleich (gut) abschneidet. Zuviel aufteilen will ich aber nicht.
    Deine Strategie wäre mir zu kompliziert und zu viel Rebalancing.

    Ausserdem will ich Cashflow und nicht entsparen. Aber das ist ja jedem selbst überlassen, wie weiter oben in anderen Kommentaren andere Personen ja auch so schön nachzulesen ist. 🙂

    Würde ich mich rein am Cashflow orientieren, so müsste ich den ETF (aus meinem Depot) nehmen mit der höchsten Rendite. Es ist kein HighYield dabei aber es gibt durchaus Unterschiede. Da ich aber etwas diversifizieren will, will ich nicht nur auf die (bei mir) höchste Ausschüttungsquote setzen… (kurzfristig gedacht…)

    @Sparta

    Interessante Idee mit den Prioritäten. Zumindest war es das mit den 5/25-Regeln, was ich dazu fand. Dazu müsste ich aber mehrere Kriterien haben. Habe ich auch (s.o.) aber es bleibt nur eines (bei mir) heute übrig.
    Mir ging es darum, andere Ideen / Kriterien zu sammeln als Inspiration für ähnliche Situationen. Ich bin sicher ich bin nicht alleine mit diesem „Luxus“-Problem. Auf lange Sicht vermutlich egal….

  60. Daniel

    @Bernd

    Deine Sichtweise bzw. dein Gefühl beim Aktien-halten ist nachvollziehbar. Auch mir juckt es in den Fingern nicht mit Einzelaktien zu handeln obwohl die ETF in vielerlei Hinsicht logischer sind. Auch ist die Frage ob die Begeisterung für Aktien mit 50 immer noch genauso hoch ist wie mit 20, 25 oder 35. Das wage ich zu bezweifeln. Irgendwann möchte ich einfach in völliger Routine etwas kaufen und für sich weiterarbeiten lassen. Mit Einzelaktien wird das recht schwierig, da ich mich zumindest jährlich mit allem im Depot auseinandersetzen müsste.

    Mein Fahrplan bleibt daher vorerst

    Bis nächstes Jahr die 75.000€ in den 3 ETF haben (Stoxx600, World, EM)
    Parallel: Viel mehr mit Anleihen beschäftigen, ich möchte einen fließenden Übergang zwischen RK1 und RK3 haben.
    Ab 2019 Small Caps (World bzw. Euro/EM/World) dazu mit 10%
    Ab 2020 die 100k vollmachen (sofern die Börse nicht absackt)

    Ab dann habe ich ein solides ETF Fundament das natürlich weiter bespart werden kann aber es ermöglicht mir etwas mit Einzelinvests zu spielen. Gesamtanteil soll später aber auch hier 20% nicht übersteigen.

    Wobei Einschub: Im Januar werde ich für 1000€ eine deutsche Namensaktie kaufen um zu sehen ob und wie das mit der Namenseintragung so tuts 🙂 und ich werde irgendwann im Sommer für 1000$ eine US-Aktie an der NYSE kaufen um später zu sehen ob das ganze Steuerformular-Zeug mit den Dividenden zwischen meinem Broker (comdirect) und den US-Behörden funktioniert. Ist aber eher als Vorbereitung für spätere Käufe zu sehen.

    Gruss Daniel

  61. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Daniel,

    beim Neukauf einer Namensaktie merke ich das eigentlich erst, wenn die Einladung zur HV direkt von der Firma kommt, da man ja dort samt Adresse bekannt ist. Wenn Du nicht lange warten willst, dann müsstest Du eine der früheren Termine nehmen.

    Flatex verlangt seit kurzem ebenfalls 0,60 € für die Eintragung beim Kauf. Verkauf nix. Scheinbar aber nur bei Kauf über Börsenplätze siehe Sternchen unten. Gestern habe ich ja Deutsche Bank gekauft. In der Abrechnung stand 0 bei Regulierung, da ich bei Flatex direkt, also außerbörslich gekauft habe.

    Umschreibung von Namensaktien
    Kauf von Namensaktien 0,60 EUR inkl. MwSt.*
    Verkauf von Namensaktien kostenfrei

    *Gebühr wird pro börslich ausgeführter Kauforder berechnet. Die
    Abrechnung der Gebühr finden sie im Posten „Regulierung“ auf ihrer
    Wertpapierabrechnung. (siehe Flatex)

    Ich finde es sehr charmant, als namentlicher Aktionär im Aktienregister der jeweiligen Firma zu stehen. Es ist auch der einzige echte Nachweis seiner Ansprüche.

    MS

  62. June

    @Claus,

    deinen Beitrag kann ich nur unterschreiben. Ich bin durch und durch ein Cashflow Fan. Mir missfällt die Idee, das man im Alter ja weniger Steuern zahlt, und damit Zahlungen verschiebt, inzwischen gar nicht mehr. Denn bei mir ist inzwischen abzusehen, dass dieser Ansatz so nicht aufgeht. Ich werde, wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle ähnliche Einnahmen haben wie im Moment.

    @ Daniel,

    wenn du dich für das Thema Aktien begeisterst, dann wir es keine Unterscheid machen ob du 30, 40 oder 50 bist. Mit 50 gehörst du ja noch nicht zum alten Eisen. Vielleicht wirst du dann sogar erst wieder richtig Zeit für das Thema haben, weil dich eventuelle Kinder nicht mehr so fordern wie mit 30 und 40. Beruflich ist dann meist alles in trockenen Tüchern, du musst dich nicht mehr beweisen und dann ist Zeit für dein Hobby. Und das können eben auch Aktien sein. Ich denke je nachdem wie fit man bleibt sind Aktien erst im fortgeschrittenen Alter beslastend. Bis dahin muss man sein Depot so angepasst haben, dass es sehr wenig Zeit benötigt.

    @ Matthias,

    mit dem Depot für deine Tochter, hast du da schon Ideen? Wie willst du das absichern? Was schwebt dir vor?

    Take care,

    June

  63. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @June,

    das ist nur mal so ein Gedanke. Ich halte mich zwar für nahezu unsterblich, aber manchmal überkommen einen ja durchaus Gedanken, dass es mal zu Ende sein könnte. 😉

    Im Prinzip müsste man nur ein (Unter-)depot  einrichten, das man entsprechend bestückt (umgeschichtet). Solange man es selbst bewirtschaftet ist alles ganz normal. Man legt einfach nur testamentarisch fest, dass es im Erbfall zwar an die Person fällt, aber eben nur Erträge entnommen werden dürfen. Müsste man mal beim Broker anfragen, bzw. beim Nachlassgericht (Amtsgericht) wegen Erbschein, ob und wie sowas umzusetzen wäre. Andererseits bin ich so abergläubig, dass ich damit eigentlich nicht anfangen will. Ich glaube, wenn ich sowas geregelt habe, dann werde ich „geholt“. 😉

    Also ich denke schon durchaus noch in Jahrzehnten in die Zukunft, und zwar aktiv.

    Na ja, vielleicht verpulvere ich es ja doch selbst noch. Oder die Tochter kommt selbst zu so viel Wohlstand, dass sie über die paar Brosamen vom alten Daddy eh nur milde lächeln würde.

    MS

  64. Rainer Zufall

    MS

    iteressante Überlegung mit dem Unterkonto und der testamentarischen Verfügung.

    Nach der Geburt unserer Kinder in diesem und im letzten Jahr habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht zur Vorgehensweise. Habe dann jeweils ein JuniorDepot mit Etf Sparplänen aufgemacht. Als Referenzkonto habe ich mal meine Kontoverbindung angegeben. Falls der Filius mal auf den Gedanken kommt Aktien verkaufen zu müssen, würde es erstmal auf Mein Konto wandern (zumindest bis zur Volljährigkeit). So ganz zufrieden bin ich mit dieser Lösung allerdings nicht (auch wenn’s steuerlich ganz gut ist. Stichwort Freibetrag).

    Deine Lösung könnte ich mir aber auch sehr gut vorstellen. Müsste man sich mal informieren.

  65. Daniel

    @MS

    Ich finde es sehr charmant, als namentlicher Aktionär im Aktienregister der jeweiligen Firma zu stehen. Es ist auch der einzige echte Nachweis seiner Ansprüche.

    Damit sprichst Du genau DEN Punkt an, der mir selbst als absoluter Fan von ETF sauer aufstößt bzw. auch bei den meisten anderen Aktien stört. Wenn ich Aktionär bin, dann möchte ich es auch richtig sein und in einem Register beim Unternehmen stehen und nicht bei irgendeiner Clearingstelle (möglicherweise mal verstaatlicht oder sowas) oder einem Broker. Eine direkte 1:1 beziehung zwischen Unternehmen und Aktionär.

    Gruss Daniel

  66. Slazenger

    @Claus

    Respekt für dein Depot, und die generierten Erträge. Man kann an deinem Beispiel deutlich erkennen dass man aus den Fehlern die man/du so gemacht hat, während der Zeit nach der Technologieblase 2000, sehr viel lernen konnte! Du hast das konsequent durchgezogen und die Fehler von damals nicht mehr wiederholt, und der Erfolg ist das Resultat!

    Kann es sein dass du dich mit deiner Aktien Auswahl sehr stark am Stuttgarter Aktienclub orientierst?

    Wo siehst du deine nächsten Ziele bezgl. deines Depots, eher bestehende Werte sukzessive zukaufen, oder weitere Titel hinzufügen?

    Gruß Slazenger

  67. Fit und Gesund

    @Claus,

    bewundernswert und Du hast sicher meine grösste Hochachtung, Ende des Jahres werde ich das Doppelte an Dividenden des Vorjahres erreicht haben, allerdings inklusive der Steuerrückzahlung für 2016, das kann ich nicht mehr wiederholen,

    nächstes Jahr stocke ich nur auf, es sei denn es findet sich mal ein wirkliches Schnäppchen was gut in mein Depot passen würde.

    Schliesse mich mal Slazenger’s Frage an, immer spannend wenn Du berichtest!

     

    liebe Grüsse an Slazenger und Claus und @all,

    muss im Moment viel arbeiten, heute Abend dann noch Kassensturz November, zugekauft hab ich gestern dann BAT, ab nächstem Jahr gibt es dann bei denen 4x jährlich Dividende.

  68. Claus

    @ Slazenger & Fit und Gesund & alle, die es interessiert

    vielen Dank für Eure lieben Kommentare. Ja, ich habe viel gelernt, aber… der nächste deutliche(re) Einbruch wird irgendwann kommen, das ist unvermeidbar.

    Mit diesem Jahr bin ich bisher sehr zufrieden. Wenn ich nur wüßte, ob ich nur Glück hatte oder einfach die richtigen Dinge getan habe…

    Am Jahresanfang waren über 60% meines Depots US-Werte, incl. Medtronic, die für mich weiterhin ein US-Titel ist. Ich habe dann entschieden, mein Depot auf ca. 30 Titel zu verkleinern.

    Als erstes habe ich mich von allen schwächeren Werten (egal welche Nationalität) getrennt, wie Canon + Vodafone.

    Dann habe ich meine US-Werte überprüft und mich bis zum Sommer von Sysco (+110%) + Ph. Morris (+ca. 55%) getrennt. War wohl ein guter Zeitpunkt.

    Um keine Steuern zahlen zu müssen habe ich mir überlegt, meinen Energiebereich nur noch durch Shell abzudecken und alle übrigen Werte zu verkaufen (Total, Exxon, BHP, Woodside Pet.). Aus gleichem Grunde (Steuern) habe ich mich kurzfristig von H & M getrennt, die ich aber bald darauf etwas günstiger zurückgekauft habe, die Gründe dürften bekannt sein.

    Shell habe ich dann drastisch aufgestockt (15%). Dieses kleine Risiko bin ich bewußt eingegangen, da ich Shell im gesamten Energiesektor als eine der allerbesten Investments sehe. Auch die Dividende ist sensationell.

    Über den Jordan gingen dann noch VF, Swed. Match + GE mit jeweils kleinerem Gewinn.

    Mein US-Anteil ist nun bei 52%, Cash ca. 7%.

    Im Feb. + April habe ich Novo-Nordisk gekauft, fast 30% im Plus.

    Kürzlich 1% Hormel, schon 18% im Plus, man kommt an US-Werten einfach nicht vorbei…

    Eine Trading-Position Gen. Mills (31.10. gekauft) liegt noch bei Captrader, mein erster „Handel“, ca. 7% im Plus. Bei 58 USD würde ich verkaufen, dann ist mein Ziel hier erreicht.

    Da der USD bisher ca. 12% nachgegeben hat, müßte mein Depot bei 50-60% US-Werten eigentlich unverändert oder sogar im Minus sein. Bisher sind es aber knappe 7% Plus. Hiermit bin ich sehr zufrieden.

    Bitcoin-Käufer und Käufer extrem überteuerter Werte wie z.B. Tesla, Amazon & Co. werden hierüber nur müde lächeln… Aber sie wissen noch nicht, was ihnen wohl noch bevorsteht. Mögen sie vorher ihre Gewinne in Sicherheit bringen, aber ich bin mir sicher, die meisten werden zusehen, wie ihre Gewinne dahinschmelzen und erst im tiefroten Bereich entnervt „die Brocken“ hinschmeissen.

    Ich kenne das nur zu gut, habe mal eine EMC mit über 100% Gewinn NICHT verkauft, sondern bis ca. -85% gewartet und dann verkauft…

    Buy and hold ist klasse und funktioniert auch, aber gelegentlich muss man handeln. Es macht keinen Sinn, an Werten festzuhalten, nur weil man sich „geschworen“ hat, nie zu verkaufen.

    Den Stuttgarter Aktienclub kenne ich und schaue mir stets die empfohlenen Werte an. Ich übernehme sie aber nicht blind und kaufe auch nicht „jeden Tag“, wie es meist empfohlen wird. Einige Werte würde ich gar nicht kaufen, andere erst nach massiven Kurseinbrüchen.

    Ich beobachte ca. 100 Werte. Kommt es zu unrealistischen Kursabschlägen, warte ich meist, bis es eine Bodenbildung gibt, das Handelsvolumen über normal ansteigt und auch der Kurs zu steigen beginnt. Für mich ein klares Kaufsignal, da offensichtlich „Großanleger“ einsteigen.

    Mein nächstes Depotziel sind 600k, ca. 10%. Irgendwann würde ich es gerne 7-stellig sehen, aber das ist noch ein weiter Weg, denn vorher wird es wohl erstmal wieder abwärts gehen. Ich hoffe, wir haben noch 2 gute Jahre vor uns, bevor „es kracht“.

    In diesem Sinne…

    Wünsche Euch und allen die dicksten Gewinne!

    Mache jetzt Feierabend, muss mich unbedingt von den 4 nervigen Zahnarztbesuchen diese Woche erholen. Montag gehts weiter… noch 3 x…

    LG + ein schönes WE

  69. Fit und Gesund

    @Claus,

    vielen Dank für Deine Antwort, Zahnarztbesuche sind sicher lästig, aber für mich bedeuten sie vor Allem ziemlichen Geldverlust, wird eben nicht von der Krankenkasse bezahlt und eine Zahnversicherung möchte ich nicht. Erhol Dich erstmal und hoffentlich keine Schmerzen.

    Ich habe sofort gemerkt dass Du nur noch 30 Positionen hast, so Sachen wie „Verlusttöpfe“, was auch immer das sein mag, haben wir in der CH nicht. Du Schlingel, H&M zu verkaufen und wieder zurückzukaufen *lach*, also diese Firma bekommt von mir nie wieder Geld, sollte die Aktie jemals bei mir aus den Miesen kommen, dann fliegt sie, solange nehme ich aber die guten Dividende noch mit. Meine VF behalte ich hingegen, mit denen bin ich schön im Plus, aufstocke tue ich die aber auch nicht.

    Mit Fresenius hatte ich bisschen Pech, 1x nachgekauft und paar Tage später wieder zack nach unten, kann ich nicht verstehen, das Zeug geht bei uns weg wie warme Semmeln, hier heisst es nun Geduld haben, die verkauf ich garantiert nicht, hätte ich sie nicht, so würde ich sie jetzt kaufen.

    Evtl. stocke ich auch nochmal Royal Dutch auf, heute kamen die Dividende von Enbridge, mächtig zufrieden, es gab mehr als ich dachte, die Kanadier haben mir nur 15% Steuern abgezogen, anständige Menschen *lach*, evtl. kauf ich da nochmal zu, aber jetzt möchte ich noch Zürich Versicherung aufstocken und Swiss Re, danach definitiv nochwas Kanadisches, vielleicht doch mal wieder eine Bank? wobei ich da vorsichtig geworden bin.

    Nächstes Jahr möchte ich noch in gute Dividendenzahler investieren, danach werde ich wohl nur noch punktuell nachlegen oder Neues kaufen, ich denke auch dass irgendwann mal eine ordentliche Korrektur kommen muss. Aber ich hab noch Geld um dann kaufen zu können, hätte die Korrektur lieber morgen als übermorgen 🙂

    Ich bin auch zufrieden mit 2017 soweit, hab aber auch ordentlich gespart und jeden Monat 1-2x gekauft, von nix kommt nix.

    Der Bitcoin-Kram ist der helle Wahn, ich frage mich einfach die ganze Zeit, ob das nicht zu einer Art Schwarzem Schwan werden könnte, nicht nur für die die dort investiert sind, irgendwie ist mir das sehr unheimlich und es ängstigt mich auch, und das obwohl ich Keine habe.

    so, nun werde ich mal endlich anfangen mein Buch „Antifragile“ von Nassim Taleb zu lesen, bin ich ja sehr gespannt, stand lange auf meiner Wunschliste.

    Lieber Claus, auch Dir weiterhin ein glückliches Händchen, allen Anderen auch.

    Und Herr, gib mir Kraft dass ich nicht wieder bei den Immo-Inseraten herumschnüffele  🙂   hab schon wieder was entdeckt, aber ich schwöre, nix gibt’s *lach*

     

  70. Slazenger

    @Fit und Gesund

    wie kamst du auf Enbridge? Ich kannte die Firma bislang nicht, musste sie erstmal googlen!
    Die geplanten Dividendensteigerungen von 10-12% pro Jahr bis 2024 hören sich erstmal ganz gut an!
    @Claus
    Thx für deine Infos!
    Viel Glück und Erfolg beim Zahnarzt!
     

    Nice Weekend all

  71. Fit und Gesund

    @Slazenger,

    Matthias Schneider hatte Enbridge mal erwähnt, ich wollte auch unbedingt noch ein kanadisches Unternehmen, direkt nach dem Kauf ging es dann erstmal mit dem Kurs gen Süden, wie immer bei mir…*lach*….aber jetzt scheint es wieder aufwärts zu gehen.

  72. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    freut mich mit Enbridge.  Aber wie gesagt, ich habe ja den ENF (Enbridge Income Fund).

    Neulich kam wohl etwas Zinsangst auf, da ENB recht hohe Schulden hat. Die haben ja auch kürzlich für (glaube ich) über 20 Mrd Spectra Energy übernommen.

    Habe gelesen, dass sie aber immer nur 25% der Schulden in „Floatern“ haben, also mit variablen Zinsanpassungen.

    Enbridge taucht ja auch ab und an bei „undervalued stock of the week“ auf.

    Gerade ist mal wieder Tractor Supply dran.

    Schönes Wochenende!

    MS

  73. Claus

    @ fit und gesund

    Falls H & M jemals wieder steigt… (lach), verkaufe nicht sofort, wenn Du aus dem Verlust bist. Warte geduldig und streiche später Deine Gewinne ein. „Ärger“ und Wartezeiten sollten letzendlich gut bezahlt werden! Vielleicht ist bei dieser Aktie dann testweise mal ein Trailing-Stop interessant. Mal sehen. Langsam wird es aber Zeit für eine deutliche Kursumkehr. Erste Anzeichen gab es ja schon.

    Ich möchte auch noch ein paar überdurchschnittliche Dividendenzahler, aber keine Reits. Bevorzugt aus D (BASF), GB, NL, USA. Hier gibt es für deutsche Depots keine zu hohen Dividendenabschläge und man braucht keine Erstattungen zu beantragen.

    Arbeite gerade an der Reparatur meiner Excel-Systeme, die ja nach der Yahoo-Kursabschaltung am 1.11. ohne Vorankündigung ausser Gefecht gesetzt wurden.

    Habe nach vielen Tests eine sehr gute Lösung gefunden, ist aber eine Sch…. Arbeit, sich wieder in alle eingegebenen Formeln hineinzudenken und alles zu korrigieren. Man hat ja auch sonst nichts zu tun…

    Jetzt gehe ich mal auf Buchsuche, ich habe gehört, es ist bald Weihnachten… Lesezeit

    LG

  74. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    Jason Fieber verfolge ich ja, und ich wusste auch von seinem Beitrag, Tractor Supply ist eine Aktie die auf Stefan’s Börsenblog besprochen wurde, die finde ich auch super, ich muss aber bei U.S Aktien einfach auch ein wenig Zurückhaltung üben, die Gründe hierfür kennst Du ja, von daher werde ich in nächster Zeit sicher eher noch ein kanadisches Unternehmen kaufen.

    Schönes WE  🙂

  75. Fit und Gesund

    @Claus,

    super wenn Du das mit Deinen Excel-Tabellen wieder hinbekommst, und hoffentlich hält das dann!

    Wo Du bei H&M Zeichen einer Besserung siehst? weiss ich nicht, schau Dir mal den 3 -Jahres-Chart an, grässlich, es geht mir nichtmal so sehr um den Verlust (im Moment glaub um die Minus 13%) aber deren Strategie ist falsch, sie eröffnen andauernd neue Filialen an bester Lage, die Leute bestellen aber online, da gehören mal etwas jüngere Leute in’s Management, so wird das nix. Bald kommen neue Zahlen, würden sie die Dividenden kürzen, so würde ich sie sofort zum Teufel jagen, an Dividendensteigerungen ist ebenfalls nicht zu denken.

    Bin froh wenn die Weihnachtszeit vorbei ist, das ist nicht mein Fall, zum Glück arbeite ich, aber Lesezeit ist immer gut, ganzjährig!

    ach ja, in D spekuliere ich auf tiefere Kurse bei Fuchs Petrolub.

    liebe Grüsse

  76. Claus

    @ fit und gesund

    H & M:

    Schaue Dir nicht den 3-Jahres-Chart an, der sagt nicht viel aus. Schau Dir mal einen Langfristchart an. Hier ging es, trotz der letzten 3 Jahre, seit 1996 immerhin um ca. 1.600% nach oben.

    Die Läden sind aber immer brechendvoll, sonst gäbe es auch die stetigen Umsatzsteigerungen nicht.

    Du hast recht, der Onlinehandel wird immer wichtiger. Doch auch hier investiert H & M ganz massiv.

    Du hast nochmal recht: Käme es zu einer Dividendenkürzung, was ich nicht glaube, würde ich sofort verkaufen!

    Dann hätte ich wieder mal was gelernt: Mode-/Textilaktien sind nichts für mich, ich würde zukünftig die Finger davon lassen.

    Der Wettbewerb ist mörderisch, aber H & M steht finanziell sehr gut da.

    Warten wir weiterhin ab, ob die Aktie mal dreht. Momentan ist auch Window-Dressing: Alles was dieses Jahr nicht lief, wird von den Profis rausgeschmissen, alles was lief, nochmal eingesammelt. Das verstärkt den Effekt von Jahres-Gewinnern und -Verlieren nochmals. Im neuen Jahr kann es aber durchaus anders laufen.

    Auf Fuchs lauere ich auch, evtl. noch Henkel. Doch bei Henkel stört mich die zu grosse Klebstoffsparte mit fast 50% Umsatzanteil (sehr zyklisch!). Von Fresenius halte ich mich fern, mag die Krankenhaus-Sparte nicht und die Schulden sind auch nicht ohne.

    Die Weihnachtszeit würde ich am liebsten überspringen, gönne aber allen Weihnachtsfreunden diese Zeit und hoffe, dass sie sie mit Ihren Familien und Freunden verbringen, anstatt hektisch auf Geschenkejagd zu gehen.

    LG

  77. Fit und Gesund

    hallo Claus,

    das mit dem Window-Dressing hab ich auch schon ein wenig vermutet, halt der Nachteil den Fondsmanager haben,

    sicher warte ich ab, wiegesagt, mich stört nicht das Minus bei der Aktie, aber die Strategie, und vergleiche mal die Marken von V.F und H&M, also V.F. das kann man in jedem Alter tragen, Lee Jeans, Timberland, etc. , die Billigklamotten von H&M kann ich nicht tragen, qualitativ schlechtes Zeug, hält höchstens 5x Waschen aus, natürlich superbillig, das ist nur was für ganz junge Leute, und genau diese Zielgruppe kauft eben online, aber auch V.F werde ich nicht aufstocken, ich denke ich habe hier die gleiche Schlussfolgerung gezogen wie Du, Modeaktien taugen nicht unbedingt für mich, hängt aber vermutlich auch mit meiner Lebenseinstellung zusammen, wenn schon Klamotten, dann eher Qualität.

    Fresenius, respektive Fresenius Medical Care

    sind ja 2 verschieden Aktien, ich habe Fresenius, unser Spital verwendet nur die Produkte von Fresenius, Fresenius Medical Care, also der Dialysekram, das boomt wie gestört, in den letzten beiden Jahren haben wir sehr viel mehr dialysiert, in den letzten Monaten mussten selbst nachts Leihgeräte gebracht werden, das wird selbst bei 85jährigen munter eingesetzt, die Krankenkassenprämien explodieren, aber es wird in den Krankenhäusern massiv gespart, aber nicht an unsinnigen Therapien, ohne mich nun zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, es gibt falsche Anreize, beim Personal wird gespart, in möchte nicht in einer der Fresenius-Kliniken arbeiten,

    ich arbeite 90%, bekomme den Lohn für 90% und habe aber immer Überstunden so dass ich sicher 100% arbeite, aber nur Lohn für 90% bekomme, ab und an bekomme ich dann aber mal 8 Tage Frei am Stück, wenn ich maule, und das mach ich alle 2-3 Monate.

    Henkel werde ich aufstocken, aber nicht gleich, immerhin doch ein deutsches Qualitätsunternehmen, Dividendenrendite natürlich mau…..wie bei Fresenius.

    Perfekte Unternehmen gibt es eh nicht, aber ich denke dass meine Auswahl ganz in Ordnung ist, die meisten Unternehmen würde ich ja wieder kaufen.

    Dein letzter Satz deckt sich haarscharf mit meiner Meinung 🙂

    liebe Grüsse

  78. Andrea

    Mal zu H&M: Ich habe eine Zeitlang H&M-Kleidung gekauft und dann festgestellt, ich trage sie nicht. Sie hing nur im Schrank. Deshalb kaufe ich sie auch nicht mehr.

    Den Modesektor finde ich auch insgesamt etwas problematisch als Aktie, die Beliebtheit der Marken kann sich doch recht schnell ändern. Zwar glaube ich, dass H&M-Sachen noch beliebt sind, doch wenn ich an meine Jugend denke, es gab Vanilla-Jeans und wir kauften bei C&A. Ich habe trotzdem ein paar Espritaktien gekauft, um auf einen Turnaround zu wetten (kleine Zockerei), bislang warte ich noch … Für die Ewigkeit sind diese Aktien wahrscheinlich eher nichts. Ich habe aber auch nicht so viel hineingesteckt.

    Ich will im Moment ein bisschen Geld für den Crash sparen, aber auch ein bisschen weiter investieren.

  79. Skywalker

    @Andrea: Der Crash? Du scheinst etwas zu wissen. Erzähle doch mehr, wir sind hier doch unter uns!

  80. Claus

    @ fit und gesund

    Hallo und guten Morgen,

    Du hast bereits sehr viel erreicht, auch Deine Dividendensteigerungen sind beachtlich.

    Bin froh, dass ich meine Divs dieses Jahr trotz der für mich unüblichen Umschichtungen auf dem gleichen Niveau vom Vorjahr (gute 12k EUR) halten konnte. Je nach Börsenverlauf sehe ich für nächstes Jahr leichte Steigerungen, zumal ich auch noch ein bischen Cash investieren könnte.

    Momentan sehe ich eine schwierigere Phase kommen, alles hängt von den „Profis“ ab.

    Ziehen sie ihr Geld ab, könnte die Party schnell vorbei sein. Einen Crash sehe ich zwar nicht, aber eine schnelle und heftige Korrektur, wie z.B. Anfang 2016 erscheint mir möglich. Erste Anzeichen gab es ja diese Woche: Dax taucht schnell und „unerwartet deutlich“  ab. Die Anleger sind nervös und fast alle erwarten eine Korrektur.

    Nach der „Börsen-Logik“ sollte die Korrektur dann zwar ausbleiben, aber falls sie kommt, eröfnnen sich für uns neue Chancen. Ein bischen Cash schadet daher nicht. Da ich gar keine deutschen Werte habe, werde ich dann hier bevorzugt zugreifen.

    Überlege gerade für H & M ein „Zeitlimit“ zu setzen: Springt der Kurs nicht bis zum 31. Mai an, muss sie einem „Ersatzspieler“ Platz machen. Wahrscheinlich „explodiert“ sie dann im Sommer/Herbst… Die Klamotten würde ich übrigens auch nicht kaufen, kann ich mir nicht leisten… Qualität ist auf Dauer „sparsamer“. Trage z.B. den nun 4. Winter sehr gerne meine Wellensteyn-Jacke. Sieht aus wie neu, keine Abnutzungserscheinungen. War das letzte Weihnachtsgeschenk meines lieben Mütterchens…

    @ Andrea

    Bei Esprit bin ich vor ein paar Jahren mit kleinem Verlust ausgestiegen, weil ich hier keine Zukunft mehr gesehen habe. Trotz der Lage bediente sich das Management am Cash und geschäftlich ging es immer weiter bergab.

    Einen schönen Sonntag Euch allen

     

     

  81. Slazenger

    Fit und Gesundein Elektroauto benötigt sehr viel weniger Schmierstoffe wie ein Verbrenner, z.B. Kein Motoröl, kein Getriebeöl, etc. Die Frage ist wo sieht man in dem Zusammenhang die Zukunft von Fuchs Petrolub! Ich weiß es nicht, aber man macht sich halt so seine Gedanken ! 

  82. Andrea

    Ich meine, man kann gut erkennen, in welcher Börsenphase wir uns befinden. Ich rechne auch noch nicht nächstes Jahr mit einem großen Einbruch, aber ich will vorbereitet sein. Die Mischung aus Euphorie und Zinserhöhungen wird wahrscheinlich den Rücksetzer bringen. Ich habe bis vor kurzem jeden Cent in Aktien gesteckt, aber will jetzt auch ein bisschen sparen für den Fall, dass die Aktienpreise sinken. Es wäre doch schade, wenn ich kein Geld hätte, um die Sonderangebote wahrzunehmen.

    Wenn ich jetzt eine tolle Firma weiß, deren Aktien ich kaufen möchte, dann tue ich das auch weiterhin.

    Fresenius fände ich im Normalfall attraktiv, und ich überlege auch immer noch. Ich habe aber schon im medizinischen Bereich Gilead, Novo Nordisk und Novartis, GE hat auch eine Medizinsparte. Ich bin da also schon stark vertreten. Essilor will ich auch irgendwann noch kaufen.

    Mir fehlen in anderen Sektoren gerade die Ideen.

    Insofern schadet es nicht, wenn ich ein bisschen Geld spare

  83. Andrea

    Claus, Esprit hat ja jetzt wieder Gewinne gemacht, aber es reicht im Moment nicht, um die Anleger zurückzugewinnen. Ich behalte die Aktie erst einmal. Das Management kauft im Moment eigene Aktien auf. Mal schauen, was sich noch tut. Bei meinem Einstandskurs und der geringen Investitionssumme kann ich hier sowieso nicht viel verlieren.

     

  84. Fit und Gesund

    @Andrea,

    Esprit und Street One kauf ich heute noch, oder Tommy Hilfiger, möglichst im Ausverkauf, nur, ich kaufe genau das was ich brauche, nicht mehr und nicht weniger 🙂

    @Slazenger,

    wegen Fuchs Petrolub und Elektroautos, diese Autos werden kommen, aber nicht heute und nicht morgen, irgendwas muss aber immer „geschmiert“ werden, das perfekte Investment… wenn es danach ginge, nix Zyklisches, keine Auto-Aktien, keine Banken, nix Unethisches wie Zigaretten oder Schnaps oder Waffen, hm… irgendwie wird es schwierig, eine gesunde Mixtur sollte es schon irgendwie richten.

    @Claus,

    danke 🙂 ich habe vor etwas mehr als 2 Jahren wieder mit dem Anlegen begonnen, aber es war zufällig, ich bin über den Minimalismus auf all diese Finanzblogs gestossen, kam mir irgendwie bekannt vor, es erinnerte mich an Bodo Schäfer, so fing es ja vor ganz vielen Jahren bei mir an.

    Flugs optimierte ich was zu optimieren ging, lernte ein wenig was dazu und fing an ein kleines Heftchen mit Ideen zu füllen, Starttag war der 23.8.15, Kassensturz: ich hatte 137695 CHF, in Fonds und auf irgendwelchen Konten. Um die Story nun abzukürzen, Ende November 2017 hatte ich knapp mehr als das Doppelte, nun in Aktien, ETF’s und übrig ist noch ein aktiv gemanagter Fonds, den werde ich behalten da er über eine Liechtensteiner Bank läuft, mit Minimalsparrate.

    Ich habe viel gelernt, Deine Sichtweise hat mir sehr geholfen, ich habe auch Fehler gemacht, o.k, so ist eben das wahre Leben, mir ist völlig klar, ein Rücksetzer oder gar ein Crash wird kommen, ich freue mich am Erreichten, aber ich weiss auch, es kann ratzfatz abwärts gehen,

    die nächsten 3 Monate geht die Sparrate in Swiss Re, Zürich und vermutlich diese Nova Scotia Bank, danach kann ich mich eher langsamer und bedächtiger bewegen, eher abwarten bis ich einen wirklich guten Einstiegspreis erwische, dann habe ich die Dividenden, die Mieteinnahmen und später die Rente, zusammengerechnet werde ich dann mehr haben als dass ich jetzt pro Monat benötige, ich bin also nicht gezwungen noch gross zu investieren, mir erhöht es dann nur mein Risiko, ab Mitte nächsten Jahres werde ich sicher nur noch jeden zweiten Monat was kaufen, der Rest geht in Cash, sollte der Rücksetzer früher kommen, so kaufe ich natürlich zu, oder neu,

    zukaufen würde ich bei Nestle, Roche/Novartis, neu würde ich BASF kaufen oder Microsoft, Schindler, Givaudan,  und dann gibt es noch ein paar andere Kandidaten die mir gefallen würden,

    wir müssen abwarten, wirklich Angst ist mir nicht, auch wenn man am Liebsten sein Erreichtes eintüten würde und wegpacken würde, die Lösung ist das ja auch nicht,  ich bleibe vorsichtig optimistisch.

    Ich wünsche Dir von Herzen weiter viel Erfolg mit Deiner Strategie und bedanke mich dass Du uns auch daran teilhaben lässt,

    einen schönen Restsonntag, hoffe Du hast was Gutes auf der Bücherliste, das Nassim Taleb Buch ist interessant, werde es vermutlich 2x lesen müssen, dann mit eigenen Notizen.

    liebe Grüsse

  85. Claus

    @ fit und gesund

    Glückwunsch zu Deinen Erfolgen. Dein Beispiel zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt, für seine Ziele zu „kämpfen“. Wer ernsthaft etwas erreichen möchte (egal auf welchem Gebiet), ist oft deutlich erfolgreicher, als er zuvor jemals gedacht hätte. Meist noch in viel kürzerer Zeit, als geglaubt.

    Bücher muss ich nachher nochmal schauen, die gewünschten Titel gab es leider nicht gebraucht. Von Nassim Taleb habe ich „Narren des Zufalls“ gelesen. War etwas mühsam, aber nicht schlecht.

    Einen schönen Tag in die CH + lG an alle

  86. Claus

    Heute, während eines unangenehmen Zahnarztbesuches, kam ich mit 2 Produkten „in Berührung“, die man nicht täglich sieht, wie z.B. Nestle-, P&G- und Unilever-Produkte.

    Viele hätten bei einem solch unerfreulichen Anlass wohl auch kaum „den Nerv“, an ihr Depot zu denken und sich einmal zu fragen, welche Unternehmen eigentlich die hier notwendigen und unverzichtbaren Produkte herstellen.

    Als erstes gab es eine Betäubungsspritze. Während ich auf die Wirkung wartete, schaute ich mir einfach mal die Ampulle an. Darauf stand….. 3M.

    Anschließend durfte ich in einen anderen Behandlungsraum, den ich noch nicht kannte. Nun ging es auch gleich los. Zahnärztin nebst Assistentin waren gut beschäftigt und ich schaute, natürlich schmerzfrei, in die grelle Lampe, die den beiden offensichtlich eine gute Sicht bescherte. An der Lampe war ein fetter Schriftzug… Dentsply-Sirona.

    Da die Lampe in die gesamte Behandlungseinheit integriert war, nehme ich an, das das Gesamtsystem von D-S. stammt. Sicher nicht ganz so preiswert.

    Beide Aktien liegen seit Jahren in meinem Depot und entwickeln sich bestens.

    Man sollte stets die Augen offen halten und Ausschau nach evtl. neuen Anlagemöglichkeiten halten, so wie es auch Peter Lynch in seinen hervorragenden Büchern beschreibt.

    LG und eine schöne Zeit

  87. Andrea

    Claus, das Schleifpapier für die Metallbearbeitung in dem Schmuckgestaltungskurs, an dem ich teilnehme, ist auch von 3M. Ich hätte die Aktie auch gerne. Sie ist immer so teuer, aber ob sie jemals billiger wird?

  88. Andrea

    Und das Mittel, mit dem wir uns dort die Hände reinigen können ist von Ecolab, diese Aktie hätte ich auch gerne.

  89. Fit und Gesund

    @Claus,

    danke 🙂

    ich hoffe Du hast nun bald Ruhe mit dem Zahnarzt,

    ich halte auch immer Ausschau nach meinen Firmen, also der Aufzug in unserem neuen Spital ist von Kone Oy, der im alten Trakt von Schindler (CH-Firma) ich hab mich bald schlappgelacht.

    Mein Tierarzt hat Henry Schein equipment, die Röntgenapparate sind von GE, von daher ist mir nicht so bange, sollte sich die Menschheit nicht selber ausrotten, irgendwas muss immer gekauft werden, schade gibt keine Aldi-Aktien, von da komme ich jetzt gerade.

  90. Claus

    @ Andrea

    3M ist in fast allen Bereichen tätig. Ist für mich das „Erfinder-Unternehmen“ schlechthin. Im Langfristchart sieht man, dass es nur sehr selten abwärts geht, aber gelegentlich passiert es. Dann sollte man einsteigen oder aufstocken. z.Zt. ist die Aktie recht teuer und ich habe überlegt, meinen Einstandspreis + Seuern abzuziehen, so dass die Restaktien für immer „gratis“ wären… Habe mich dagegen entschieden, behalte alles und stocke ggfl. nach einem Einbruch auf.

    Ecolab beobachte ich auch, gehört klar zu den „besseren“ Aktien.

    @ fit und gesund

    Ja, es macht Freude, zu beobachten, was „unsere Unternehmen“ so treiben. Eigentlich sind wir den ganzen Tag von ihnen umgeben. Kaum eine Situation, in der sie nicht „dabei“ sind. Schalte ich abends mal den Fernseher ein und es kommt mal wieder lästige Werbung, sind ca. 8 von 10 dort werbenden Unternehmen im Depot… Habe dann stets ein gutes Gefühl, denn die nächsten Dividenden müssen ja erst noch verdient werden…

    UT hat glaube ich auch eine Aufzugsparte, sehr interessant.

    Zahnarzt ist fast geschafft, noch 2 (hoffentlich) nicht mehr ganz so schlimme Termine. Danach wird wohl mein Briefkasten mit den Rechnungen geflutet, sehr unangenehm. Ist in D super: man zahlt mtl. 700 EUR Krankenkassenbeiträge und wenn man eine Kleinigkeit benötigt, wird man sofort zur Kasse gebeten. Nicht mal 10 Antibiotika-Tabletten gibts „gratis“, Rezept kostet 5 Eur…

    Hoffe, Deine Katzen bekommen Nestle-Futter… (lach).

    Einen schönen Tag und lG

  91. Fit und Gesund

    @Claus,

    ja, mit der Rezeptgebühr das hat mich fast zum Wahn getrieben als die Mama krank war, hab dann auf LSV umgestellt, sonst hätte ich bald eine Sekretärin anstellen müssen, bald hast Du die leidige Angelegenheit hinter Dir, drücke Dir die Daumen dass es von jetzt ab erträglich wird.

    Die Katzen bekommen Royal Canin Sensitivity, pro Monat 215 CHF + Pfotenliebe, früher hab ich Alle gebarft, d.h ich hab mein Futter (rohes Fleisch) selber hergestellt, aber irgendwann hatte ich die Zeit nicht mehr.

    Die grössten Aufzugs/Rolltreppenfirmen sind Otis, Kone, Schindler, Thyssen Krupp und glaub Mitsubishi Electric, UT kenn ich gar nicht. Entweder Kone oder Schindler werde ich irgendwann mal kaufen, die Einen zahlen mehr Dividende (Kone) und haben die schlechtere Performance, Schindler hat eine geringe Div.Rendite aber der Kursverlauf ist ansprechender, tja, kann man nicht Alles haben.

    Bin beschäftigt mit Krempel verkaufen, wie ich das hasse!!! die Mülltonne wäre so viel einfacher, die Moral von der Geschicht‘, kauf keinen Krempel nicht 🙂

    Wünsche Allen einen schönen Tag,

    liebe Grüsse

     

  92. Andrea

    Die Erfindung der Post-Its durch 3M hat der Menschheit (mindestens mir) auf jeden Fall geholfen.

    Otis gehört zu United Technologies, die haben in unseren neuen U-Bahnhöfen die Rolltreppen gemacht, anfangs funktionierte erts einmal nichts und es waren ständig Techniker da, auch jetzt sind öfter einmal Rolltreppen gesperrt, das ist besonders nervig, weil es zu manchen Ausgängen nur eine Rolltreppe gibt. Ich fand das keine Empfehlung für die Firma.

  93. Andrea

    Fit und Gesund, das geht mir genau so, ich finde es so langwierig, die ganzen Sachen wieder abzugeben, die ich angehäuft habe. Da ich das nebenbei mache, bin ich wahrscheinlich noch Jahre damit beschäftigt.

  94. Andrea

    Claus, ich stimme dir auch zu bezüglich unserer Krnakenversicherung. Es wird zwar viel über den National Health Service in England geschimpft, aber dort zahlen die Leute nicht monatliche Gebühren dafür. Man hat also mehr Geld in der Tasche und knan die restlichen Risiken problemlos privat abdecken. Bei den hohen Kosten, die es verursacht, muss unser System doch wahnsinnig uneffektiv sein.

  95. Claus

    @ fit und gesund

    Otis gehört zu United Technologies (UTX), schau mal hier.

    Der „Krempel“ stört mich auch immer. Gelegentlich kann ich mich aufraffen und stelle wieder mal ein paar Sachen zum Verkauf ins Netz. Meistens wird man es auch los, doch manchmal lohnt sich der Aufwand nicht. Manches ist auch schon in der Mülltonne gelandet (Kleinkram).

    Habe noch einige Kartons mit schönen Dingen von meiner Mutter, die ich nicht auch noch verschenken wollte. Hätte ich doch losgelassen… Die Kartons stehen noch so da, wie ich sie abgestellt habe, kann da nicht so recht ran. Aber irgendwann muss es sein… Ideal wäre ein „Flohmarkttag“, aber dazu habe ich gar keine Lust. Ging schon damit los, dass ich erstmal einen Kombi o. ä. mieten müßte… Habe schon überlegt, alles für eine Mini-Summe an Selbstabholer anzubieten. Vielleicht mache ich das auch so, mal sehen.

    @ Andrea

    Unser Krankensystem finde ich von den Kosten her untragbar. Kein Mensch sollte mehr als ca. max. 300 EUR mtl. zahlen müssen. Wenn man dort mal mit einem „eisernen Besen“ kehren würde, würden die Kosten drastisch sinken und alles wäre bezahlbar.

    Wenn ich so mitbekomme, wie manche Ärzte so leben… Ist kein Neid, ich gönne es ihnen, sie sollen gut verdienen, es sollte aber nicht „durchgehen“, dass manche offensichtlich „sehr fleissig“ (um es vorsichtig auszudrücken) bei den Kassen abrechnen. Kommt mir manchmal vor, wie ein „Selbstbedienungsladen“.

    Die Kassen selbst gehen auch nicht gerade vernünftig mit unseren Geldern um. Brauchen sie alle paar jahre neue „Protzbauten“ mit Marmorfassaden und feinsten Ledersesseln in den Büros? Die Gehälter sind auch fürstlich, zumindest in den oberen Etagen.

    Auch viele Medikamente und med. Geräte sind mit Sicherheit stark überteuert. Aber hiervon profitieren wir wenigstens indirekt über unsere Aktien wieder…

    Die Welt ist, wie sie ist. Wir werden sie nicht ändern. Deshalb sollten wir versuchen, das Beste daraus zu machen…

    LG

     

     

     

  96. Fit und Gesund

    @Andrea,

    3M kaufe ich, für die ist ein Platz in meinem Portfolio reserviert, aber wie Du schon schreibst, im Moment zu teuer, ich habe so einen Magneten von 3M, damit mach ich meine Merkzettel fest, die aber keine teuren post-it sind ….

    ich verticke auch nebenbei diese Trollbeads, sie interessieren mich in keinster Weise mehr, aber es ist sooooo mühsam, mach Foto von oben, unten, rechts, halt mal neben so einen Trollbead, ob er zu meinen beads passt, nur ätzend, 7x hin und hergemailt und schlussendlich doch nicht verkauft, ich könnte da nun stundenlang drüber referieren, aber macht nur schlechte Laune…

    gerade ploppt aber ein mail rein, da ist Eine die noch mehr davon möchte…mal schauen…

    @Claus,

    UTX kenn ich natürlich, die hätte ich ja auch gerne, der Fahrplan für die nächsten 3 Monate steht aber fest, ich will nicht dauernd umentscheiden,

    mit den Sachen Deiner Mutter, das tut mir selbst unbekannterweise weh im Herzen, ich weiss wie schwer das ist, die „geretteten“ Sachen meiner Mutter (Wandbilder, Silberbesteck, Schmuck, selbstgestickte Tischdecken und ihr Sonntagskaffee-Service) liegen auf dem Estrich, das kann ich nicht wegwerfen und auch nicht verkaufen, ich kann Dir da nicht wirklich raten, aber ich denke, irgendwann bist Du bereit, solange lass es liegen, frisst kein Brot.

    also zu Krankenkassen muss ich nix sagen, auch zu gewissen Ärzten nix, nur denkt dran, die Leute fordern heute vehement, google sei Dank, da kann es (selbsterlebt) schon zu unschönen Szenen kommen.

    so, fertig Internet für heute, Ende Aufschieberitis….ab morgen muss ich wieder ewig lange arbeiten.

  97. Fit und Gesund

    Und Einer meiner frömmsten Wünsche :

    Herr, lass Bitcoin steigen und Gold fallen, Bitcoin hab ich nicht und Gold hätte ich gerne, aber zum Schnäppchenpreis…..     🙂

  98. Slazenger

    Fresenius kann man wohl wenig falsch machen zu dem Kurs aktuell. Allerdings geb ich da schon auch Claus recht, diese permanente Kosten Optimierung der Kliniken, die meist auf die Kosten der Angestellten geht, oder möglicherweise auch der Patienten, stört mich schon auch bei der Aktie? Irgendwann fragt man sich vielleicht, will ich als Patient in einer solchen Klinik behandelt werden, wo der Shareholder Value Gedanke im Vorsergrund steht?!

  99. Andrea

    Ehrlich gesagt, ich sehe das auch so.  Ich finde die Krankenhaussituation in Deutschland nicht gut.

  100. Fit und Gesund

    @Andrea,

    ich bin sicher dass Fresenius eine gute Wahl ist, zumindest was die Aktie angeht, hoffen wir der Kurs steigt bald wieder.

    Wenn Alles klappt bin ich auch 196 CHF reicher durch den Verkauf von den Trollbeads, ausnahmsweise mal ein guter deal, ist wie Dividende, nur soooo viel mühsamer.   🙂

     

  101. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    danke,

    also Owens&Minor hab ich noch nie wahrgenommen, die Namen Kimberly-Clark, Purell und Medi-choice aber schon, ich werde heute Nacht unter die Forscher gehen 🙂

    einer meiner nächsten Käufe wird aber Bank of Nova Scotia sein, vielleicht geht es ja noch ein wenig abwärts, Jahresendrally hat glaub schon stattgefunden ….

    liebe Grüsse

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