Whole Foods: Mein Fehler und was Sie lernen sollten


New York, 18. Juni 2014

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Unter meinen Artikel über „Das große Fressen“ erhielt ich einen kritischen Kommentar. Dort ließ „Angart“ seinem Ärger freien Lauf:
„Zur Erinnerung: Fast genau vor einem Jahr, am 31.05.2013, pries uns Herr Schäfer hier unter dem Titel FRISCHE WARE, FETTER PROFIT die US-Lebensmittelmarktaktie von Whole Food Markets an. Die Aktie hat seitdem 20 Prozent verloren. Arm werden mit Herrn Schäfer…“
Sorry Angart. Das war keine Absicht. Ich schrieb in der Tat vor einem Jahr über die Ökokette Whole Foods Market.
Hier geschah etwas Unvorhersehbares. Ja, im Rückblick war es ein Fehler, seinerzeit zum Kauf der Aktie zu raten. Ich wiederhole mich gerne: Es war ein Fehler. Der Supermarkt musste in der Zwischenzeit eine Gewinnwarnung abgeben. Die bisherige Höhenflug der Aktie wurde prompt gestoppt.
Das passiert ab und zu. Ein typisches Kurzfristdenken ist der Kritik zu entnehmen. Ich rate, in solchen Fällen zuzukaufen, zumal wenn es sich um ein Qualitätsunternehmen handelt. Eine Enttäuschung kommt bei den besten Firmen vor.
Es ist praktisch nahezu unmöglich, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Ein Jahr eine Aktie zu halten, das ist eine zu kurze Periode in meinen Augen. Das hat keinerlei Aussagekraft. Gehen Sie mindestens fünf oder zehn Jahre an Bord. Wer nicht genug Zeit hat, für den ist die Börse der falsche Ort für die Geldanlage.
Selbst Börsenstar Warren Buffett passiert es oft, dass Aktien unter seinen Einstiegskurs fallen. Buffett weiß, das gehört einfach zur Börse dazu. Er sitzt das gelassen aus. Ihn kümmert das nicht. Oft kauft er in solchen Phasen zu. Schauen Sie, was geschah, nachdem Warren Buffett mit einer Milliarden Dollar bei der Münchener Rück vor einigen Jahren eingestiegen war: Der Kurs gab stark nach. Verkaufte Buffett deshalb? Nein. Keineswegs. Er wartete ab. So macht er das meistens!
Sind wir doch ehrlich: Die meisten Aktien fallen unter den Einstiegskurs. Das ist einfach so. Und es handelt sich um die besten Deals, wenn es kräftig donnert im Kurs. Dann ist nämlich die Panik am Wirken.
Zu den Kernproblemen an der Börse zähle ich das Kurzfristdenken. Das Kurzfristdenken zerstört enorme Werte. Ungeduld ist die vermutlich größte Geldvernichtungsmaschine am Aktienmarkt. Wer würde sich bei einer Immobilie nach einem Jahr beschweren, dass diese unter den Einstiegspreis gefallen ist?
Leute lasst die Emotionen aus dem Spiel. Haben Sie Geduld. Seien Sie zuversichtlich. Schauen Sie nicht täglich nach den Kursen.
Ich verkaufe grundsätzlich nie eine Aktie. Ich verfolge eine extreme Form des „Buy and Hold“. Noch extremer als Buffett. Ich habe festgestellt, es zahlt sich aus. Natürlich streue ich ausreichend. Kommt eine meiner Aktien massiv unter Druck, stocke ich auf. So einfach ist das. Verkaufen werde ich nie – schon gar nicht in einer Schwächephase. Das wäre ja ohnehin der dümmste Zeitpunkt.
Whole Foods ist eine gute Firma. Gründer John P. Mackey ist Vorstandschef, er bezieht keinerlei Gehalt, sondern profitiert über seinen Aktienbesitz von steigenden Kursen mitsamt Dividenden. Der 61-jährige betreibt eine solide Expansionspolitik.
Ein Hemmschuh ist: Konkurrenten wie Wal-Mart oder Kroger setzen verstärkt auf Ökoware. Das belastet. Zudem sind die Konsumenten preissensitiver geworden. Nicht jeder Preis wird mehr bezahlt für Biokost. Insofern muss Mackey mehr Sonderangebote anbieten. Das kostet etwas Marge. Auf meinem Schnappschuss sehen Sie das frische Fischangebot.
Wie gesagt, mache ich mir keine großen Sorgen langfristig. Die Aktie legte seit 1992 um 2.751 Prozent zu. Das ist eine tadellose Performance. Was will man als Anleger mehr?
Die Leute haben leider zu hohe Erwartungen. Die Börse ist kein leichtes Spiel. Das große Geld lässt sich nicht im Handumdrehen verdienen. Zeit, Geduld, Nervenstärke sind nötig. Ohne Nervenstärke geht es daneben.
Ich rate: Tolle Aktien kaufen und liegen lassen. Starke Rücksetzer bieten schöne Nachkaufchancen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Whole Foods: Mein Fehler und was Sie lernen sollten

  1. Markus

    Wenn man 20 % Kursverlust nicht aushalten kann oder sich über eine schlechte 1-Jahres-Performance aufregt… dann muss man noch etwas über die Launen der Börsen lernen.

    Es gibt sogar schlechte Zeiträume über 10 – 20 Jahre… Es gibt DrawDowns beim MSCI World von 50 % usw.

    Durch ausreichende Streuung, Diversifikation über mehrere Anlageklassen und zeitliche Streuung in der Anspar-Phase wird das Anlageergebnis besser.

    Es gibt Risiko-Typen von Anlegern, die sich schlichtweg mit Aktien nicht wohlfühlen oder emotional nicht dafür geeignet sind.
    Rein rational ist das nicht, da selbst kleine zweistellige Aufteilungen in Aktien das Rendite-Risiko-Profil verbessern.

  2. tim schaefertim schaefer

    @ Markus

    Stimmt. Wenn Warren Buffett jedes Mal nach einem Jahr Haltedauer die Flinte ins Korn geworfen hätte, würde kaum jemand Buffett heute kennen.

    Die Börse sollte man abgebrüht betrachten. Wer ausreichend streut, braucht sich um einzelne Verlierer im Depot kaum zu sorgen. Wer Geduld hat, braucht sich vor Rezessionen oder Crashs keine Sorgen machen.

    Fazit: Geduld, stetige Zukäufe, Abgebrühtheit sind wichtige Voraussetzungen für den Börsenerfolg.

  3. Fabian S.

    Naja gut…man muss natürlich sagen Tim, dass Warren Buffett meist in Krisen kauft und manchmal Jahrzehnte auf seinen Preis für eine Aktie wartet (siehe Washington Post). Daher kommt er dem günstigsten Einstiegszeitpunkt schon sehr nahe.

    Zum fairen Preis kauft er auch nur, weil er zu viel Cash verwalten muss…kürzlich in einem Interview sagte er, dass er die Graham-Grundsätze bei kleineren Vermögen streng einhalten würde…

    Und zu der Kritik an Dir: Wer Value Investing nicht versteht, soll es lassen…ist ja nicht für jeden das Wahre…

    Tim mach weiter so….solange Du keine Unternehmen empfiehlst die pleite gehen…machst Du doch alles richtig…

    Und zu dem Kritiker noch einmal: Man muss Tim auch nicht alles nachmachen…sondern sich nur Anregungen holen 😉

  4. Frank

    Eben, Fehler macht man selbst, genau wie die Gewinne. Wer das nicht einsieht kauft halt den Index!

  5. Felix

    Ich muss sagen, ich habe mir letztes Jahr auch einen Einstieg bei Whole Foods überlegt. Ein KGV von 40 hat mich dann doch davon abgehalten.
    Die wichtigsten Kennzahlen sollte man eben doch im Auge haben.
    Anderseits sah es bei Gilead genau so aus. Die Aktie ist trotzdem seither um 50 % gestiegen und das KGV ist auf 12 gesunken. Die machen also sensationelle Gewinne.
    Will sagen: Den richtigen Einstiegszeitpunkt trifft man nicht: Markt-Timing funktioniert einfach nicht. Deshalb muss man wirklich Cash in der Hinterhalt halten, um ggf. nachkaufen zu können. Steigt die Aktie jedoch, ärgert man sich auch wieder.
    Schwankungen gehören einfach zur Börse. Und im großen und ganzen ist sie in den vergangenen Jahren ja ordentlich nach oben geschwankt.

  6. tim schaefertim schaefer

    @ Frank

    Fehler passieren. Buffett hat einige Firmen und Investments eingesammelt, die später kaputt gingen. Die ruinierte Textilmühle Berkshire Hathaway gehört dazu, der Namensgeber der heutigen Holding.

    Investieren ist eine ziemlich demütigende Angelegenheit, weil einem die Fehler anschießend ins Gesicht schreien.

    Schaut Euch nur mal einige namhafte Fondsmanager an, wie die langfristig dem Index hinterherlaufen. Es ist schmachvoll. Buffett schneidet seit 5 Jahren schlechter als der S&P-500-Index ab.

  7. tim schaefertim schaefer

    @ Frank
    Stimmt. Buffett hat wenig „Beta“ im Portfolio. Ich als Berkshire-Aktionär hoffe, dass er den Markt deutlich übertrumpft im nächsten Abschwung. Ob es ihm allerdings gelingen wird, den fünfjährigen Rückstand mehr als zu auszugleichen, keine Ahnung. Das wird sich zeigen.

  8. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Frank
    Buffett wird sich nur noch bald in den Reigen seliger Geister einfügen, und seine Jünger werden in den Staub fallen und wehklagen; „Meister, warum hast Du uns verlassen?!“ 😉

    Ich verstehe nach wie vor das Zerrbild von Buffett nicht. Ich habe mal die Käufe und Verkäufe während des Absturzes 2008-2009 gegenüber gestellt. Ich sehe da mehr Verkäufe als Käufe, von wegen in der Panik schlägt er zu.

    Apropos Cash… wer jahrelang auf Cash hockt, in der Hoffnung einen Crash zum billigen Einstieg erwarten zu können, dem ist letztlich auch nicht zu helfen.

    Na ja, jeder Jeck ist anders.

    MS

  9. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim

    Das waren aber keine klassischen Investments in das Eigenkapital (Aktien), sondern knallharte (bin schon fast geneigt zu sagen), „räuberische“ Notkredite zu entsprechenden Bedingungen. Er hatte kein Interesse in das sinkende Boot zu steigen, sondern an der Not zu verdienen. Nach dem Motto, einem Ertrinkenden mit dem Rettungsring zu winken, und zu fragen, ob er ihn teuer mieten möchte. Nun ja, unser Kapitalismus halt…

    Starinvestor Buffett verdient Milliarden mit Krisenhilfe.

    MS

    Da bei mir heute Feiertag ist, werde ich jetzt in die Berge bei Lenggries fahren. Einen schönen Tag!

  10. Matthias

    @Matthias Schneider

    Genau so sehe ich das auch. Jahrelang Cash sammeln und auf einen Crash warten funktioniert überhaupt nicht. Wie oft kommen denn solche Zeiten vor? Und vorallem ist es durchaus möglich, dass die Börse vorher noch um 50% anzieht um dann um 30% zu fallen. Da investiere ich lieber regelmäßig kleinere Beträge und reinvestiere vorallem die Dividenden. Der Durchschnittskurs passt dann. Wichtig ist natürlich in Krisenzeiten nicht den Mut zu verlieren und weiter zu investieren.

  11. Frank

    Buffet wartet nicht auf einen Crash, er kauft eben nur bei bestimmten Preisen. Jeder Kaufmann weiß: Im Einkauf liegt der Gewinn.

  12. tim schaefertim schaefer

    @ Matthias

    Das stimmt. Buffett ist ein knallharter Investor. Er nutzt sein Geld und seinen guten Ruf. Er weiß, dass er ein idealer Partner für GE oder Goldman ist, wenn deren Image angeschlagen ist.

    Er hat z.B. einen riesigen Besitz an Aktienbezugsrechte der Bank of America herausgeschlagen. So ist er ein heimlicher Großaktionär geworden. Wenn Buffett von seinem Bezugsrecht Gebrauch machen sollte, kann er 700 Millionen neue Aktien bis September 2021 für 5 Milliarden Dollar erwerben. Es ist davon auszugehen, dass er (bzw. sein Nachfolger) die Option erst im September 2021 ausüben wird. Schon heute ist das Aktienpaket 11 Milliarden Dollar wert, es handelt sich um Buffetts fünftwichtigste Beteiligung.

    Solche Deals, die während der Krise unter Dach und Fach kommen, bereuen viele Firmen hinterher.

    Dazu muss man fairerweise sagen, dass Buffett fast sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden wird.

  13. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim

    Keine Frage, Geschäft ist Geschäft.
    Die halbe Welt hat ja auch eine gewisse Schadenfreude empfunden, als es den „Sachsmännern“ auch mal an den Kragen ging. Dass er von denen einen 10% Kupon verlangte, war eher mit den eigenen Mitteln geschlagen. Bei GE auch 10%, bei denen hätte er gnädiger sein können. 15% bei der US-Ikone Harley Davidson empfand ich als schäbig.
    Die 6% Kupon für die 5 Mrd Kredit bei Bank of America, in Form des Bezuges der Preferred Shares, sind ja geradezu billig. Ich vermute, die „fehlenden“ 4% sind der Preis für die ansonsten übliche Optionsprämie auf die Optionen für die 700 Mio Common Shares.
    Ich glaube nicht, dass Buffett die Aktien beziehen wird. Er wird sich wohl auszahlen lassen (den Kursgewinn). Weiß zu wenig wie sowas funktioniert. Die Aktien würden ja für eine Verwässerung der übrigen führen. Wie wird das ausgeglichen?
    Jedenfalls hat Buffett in Q4 2010, also kurz vorher, alle Aktien von BAC ausverkauft, und seither keine Aktien mehr von BAC gekauft (Common Shares), die Vorzugsaktien (Preferreds) sind eher Anleihen/Debt, keine Aktien. Ich glaube nicht, dass er Aktionär von BAC mit den 700 Mio Stück werden will. Das war einfach eine bessere Spekulation, als mehr Zins/Kupon zu verlangen. Hätte auch in die Hose gehen können. Danach war der Kurs der Aktie auch tiefer (etwas über 5 USD) als der Ausübungspreis. Wer weiß schon, wie lange es braucht, und ob überhaupt, sich die Bank wieder erholt.

    Übrigens, zum Thema Banken kam ein ganz netter Film auf Arte. Fand ihn sehenswert. Wer den nicht gesehen hat, hier der Link:

    Der Banker – Master of the Universe.

    MS

  14. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Nachtrag…

    Wer auf DIESE Art die Buffett-Investments selbst machen will, für den gibt es sowas wie Closed End Funds, die speziell Preferred Shares halten. Ich hatte das hier schon einmal andiskutiert. Ich halte es auch mehr und mehr für sinnvoll, die vorrangigen Schulden der nachrangigen Aktie vorzuziehen. Zumal, wenn es einem um Income und nicht Kursgewinn geht (den man ja als Buy-and-Holder eh nicht realisiert, gell?)

    Ich halte z.B.
    FFC (muss aufpasssen, da der Kurs inzwischen über den NAV läuft)
    JPS (Nuveen Quality Preferred Income Fund 2)
    HPS (John Hancock Preferred Income Fund III)
    PSF (Cohen & Steers Select Preferred and Income Fund, Inc.)
    EAD (Wells Fargo Advantage Income Opportunities Fund)

    und anderes…

    MS

  15. Thilo

    Also ich habe mir whole Foods nach dem Kursverfall angeschaut und das Unternehmen bewertet. Ich muss hierzu sagen ich habe eon Jahr in Usa gegenüber einem Whole Food gelebt und dort regelmäßig eingekauft. Ich mag den laden. Aber die bewertung war selbst nach dem Kursverfall sportlich. Es sind extrem hohe wachstumserwartungen nach wie vor eingepreist. Daher ist es nicht einfach Rendite zu erwirtschaften wenn man zu teuer kauft. Gerade wenn es um einen Einzelhändler geht. Trotz des früheren alleinstellungsmerkmals ist die Konkurrenz immer hard und die margen nicht groß. Damit ist die Qualität nicht vergleichnar mit anderen qualitativ hochwertigen unternehmen mit stabilen cashflows. Die gewinnwarnung war nicht sehr schlimm. Aber man sieht was passiert wenn die wachstumserwartungen ausgepreist werden. Aber zu beschwerde des lesers kann ich nur sagen, bitte selbst Hausaufgaben machen und hier nicht auf andere schimpfen. Denn den weiteren Verlauf muss jeder selbst verfolgen. Weiterhin sollte man sich seine eigene Unternehmenswert Vorstellung bilden. Außerdem hat Tim nicht die kauforder eingegeben.

  16. Tino

    ja, Kurzfristdenken, auch erst wieder ein Gespräch gehabt dazu. Die Aussage „Jetzt besitze ich die Aktie wieder..“ Nur weil es mal eine kleine Kurskorrektur gab und gerade ein Produkthype startet, verkaufen und wieder kaufen, Versuch zu timen, Glücksspiel. Warum hast Du sie nicht einfach behalten meine Frage, zu langweilig? 1 Jahr ist keine Zeit an der Börse, ist ja logisch, der Zyklus eines Geschäftjahres allein schon reicht um das zu erklären, ein Quartalsbericht hier eine Gewinnwarnung dort und schon ist der Kurs im Keller, häufig unbegründet, emotional. Da kann man sich nicht beschweren, wenn die Spekulation schief geht.

  17. tim schaefertim schaefer

    @ Thilo
    @ Tino

    Jedes noch so wunderschöne Vorzeigeunternehmen legt einmal eine Verschnaufpause ein. Das ist völlig normal und gesund. Kein Kurs steigt wie an einer Schnur gezogen nur nach oben.

    @ Matthias
    Danke für die kritische TV-Doku über den deutschen Banker. Der Film ist ziemlich gut gemacht.

    Ich habe mal mit einem Wall-Street-Trader gesprochen und der hat extrem nachdenklich geklungen:
    http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/investor/1565361/Psychogramm-eines-Wall-StreetTraders_Leben-voll-Gier-und-Narzissmus

    Grüße an alle

  18. Pit

    Ich habe mir Whole Foods angeschaut
    Den Innern Wert schätze ich auf ca. 31 USD und ist damit immer noch heillos überwertet und keinesfalls ein Value Papier.

    Wenn jemand in Einzelhandel investieren möchte empfehle ich Tesco oder Morrsion in GB die bieten ordenliche Dividenden und sind unterbewertet.

  19. StefanStefan

    Ich hatte mal eine Diskussion mit einem der mit Aktien zockt. Seine Aussage war: Aktien sind wie eine Hure. Man muss sie benutzen und dann wegschmeissen.

    Das hat er ernst gemeint. Seine Resultate sind allerdings mehr als fragwürdig.

    Allerdings stimmt es schon, dass man mit gewissen Titeln, die man sehr gut kennt schon mal traden kann. Daimler ist zum Beispiel eine zeitlang (schon lange her) immer zwischen 30 und 40 € hin und hergependelt. Da hatte ich schon mal verkauft und billiger wieder nachgekauft und wieder Richtung 40 € verkauft.

    Das selbe mit Lufthansa. Ist immer zwischen 10 und 20 € gependelt.

    Übrigens hat auch Alice Schroeder in einem Interview bei redditt.com gesagt, dass wenn man „investors mindset“ bezüglich einer Aktie versteht schon mal traden kann.

    Mittlerweile muss ich allerdings auch zugeben mache ich das nicht mehr. Ist mir irgendwie zu stressig. Ich halte meine Titel und kassiere die Dividenden…

  20. Frank

    @ Pit,
    die bitischen Einzelhändler(Lebensmittel) machen gerade mit Aldi und Lidl Bekanntschaft.Bei der ausgeweiteten Verarmung der Bevölkerung wird das Rennen zu Gunsten der Deutschen ausgehen, frag mal Wal Mart Deutschland.

  21. DividElephant

    Die von Benedikt verlinkte Übersicht von Buffetts Trades finde ich interessant.

    In Q3/2008 die Position in ConocoPhilips ordentlich auftestockt, um sie in den nächsten Quartalen wieder zu reduzieren.

    Das gleiche ist bei US Bancorp und Johnson & Johnson zu beobachten.

  22. Thilo

    @Pit

    Danke, sehe ich ähnlich. Wachstum bringt nur Rendite, wenn man es nicht zu teuer einkauft !
    Denn das Wachstum wird bei der kleinsten Abweichung (wie die Gewinnwarnung) radikal ausgepreist.

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