Wer sind Sie: Hans Dampf oder Hans Sparsam?


New York, 18. März 2016
Sind Sie sparsam oder leben Sie verschwenderisch?

Sind Sie sparsam oder leben Sie verschwenderisch? Was am Monatsende von Ihrem Einkommen übrig bleibt, kann Aufschlüsse geben.

Es gibt zwei Arten von Menschen. Ich nenne sie die Lebemenschen und die Sparsamen. Nehmen wir Hans Dampf. Er verdient 130.000 Euro im Jahr. Er fährt einen neuen BMW. Er zahlt 1.000 Euro im Monat für seinen geleasten Luxusschlitten. Einschließlich Sprit, Steuer, Versicherungen, Reparaturen. Seine Frau fährt auch ein neues flottes Auto.

Sie kauften sich eine Villa. Eine große Hypothek lastet auf dem Objekt. 35.000 Euro verschlingen die Zinsen jedes Jahr. Mit seiner Frau geht er gerne in luxuriöse Urlaube. Nach der Arbeit treffen sie sich oft beim Edel-Italiener, wo sie feinen Rotwein und Büffel-Mozzarella aus Neapel samt Trüffel, Schinken, hausgemachte Pasta genießen.

Hans Dampf fährt einen flotten BWM. Geleast. Stets neu.

Hans Dampf fährt einen flotten BWM. Geleast. Stets neu.

Fast jedes Wochenende macht Hans Dampf ausgiebige Ausflüge. Sie fahren in die Alpen, Schweiz, ins Elsaß, in den Schwarzwald, nach Berlin. Zum Schlemmen. Zum Genießen. Restaurants von Sterneköchen steuern sie dann an. Sie lieben Massagen. Sie haben eine Putzfrau. Jede Woche geben sie ihre Wäsche in die Reinigung. Beide kaufen die neueste Mode. Armani. Gucci. Chanel. Hugo Boss. Sie haben stets die neuesten Smartphones in der Hosentasche.

Am Monatsende bleibt nichts übrig. Sie geben ihr gesamtes Einkommen aus. Einige Konsumkredite haben sie für Möbel und die neue Küche schon aufgenommen.

Hans Sparsam verdient mit seiner Frau das gleiche Einkommen. Er fährt einen uralten Ford. Er hat sich vorgenommen, das Auto zu fahren, bis es auseinander fällt. Bis zum bitteren Ende. Er lebt mit seiner Frau in einer kleinen Wohnung. Das Apartment ist schön. Aber sie haben keinen Luxus. Einige Möbelstücke sind von Ikea. Sie leben bodenständig. Abends kochen sie gemeinsam. Ins Restaurant gehen sie selten. Sie lassen das Auto so oft sie können in der Garage stehen. Mit dem Rad oder zu Fuss gehen sie Einkaufen.

Das Auto kostet ihn vielleicht 250 Euro im Monat. Er achtet mit seiner Gattin strikt auf das Haushaltsbudget. Daher haben sie nur ein Auto. Die Frau fährt mit dem ÖPNV zur Arbeit. Manchmal holt sie eine Kollegin ab.

Hans Sparsam fährt einen alten Ford. Er möchte ihn bis zum bitteren Ende.

Hans Sparsam fährt einen uralten Ford. Er möchte ihn bis zum bitteren Ende fahren. Die Beulen und Kratzer stören ihn nicht.

Die Urlaube sind erholsam, aber die Ausgaben halten sich in Grenzen. Sie nutzen die private Zimmervermittlung Airbnb. Sie fliegen mit Billigairlines wie Ryanair, AirBerlin oder Easyjet gen Süden. Weil Hans Sparsam über die hohen Preise im Flughafen verärgert ist, bringt er eine leere Plastikflasche mit, die er sich dann gratis abfüllt. Manchmal leistet sich die Familie Sparsam etwas Besonderes. Allerdings kommt das selten vor. Beispieslweise gehen ins Theater und anschließend zum Dinner.

Jeden Monat bleiben 30 Prozent des Einkommens übrig. Sie haben ihre Wohnung abbezahlt. Sie haben einen schönen Notgroschen auf dem Festgeldkonto. Ihr Aktiendepot ist auf 500.000 Euro angewachsen. Ihre Aktien schütten jedes Jahr hübsche Dividenden aus. Sie haben eine vermietete Wohnung im gleichen Ort, die sie noch abbezahlen wollen und die bis dato nur eine kleine Rendite abwirft. Sie sind finanziell im Frieden mit sich selbst und ihrer Umgebung. Ihnen ist es egal, was der Nachbar oder Arbeitskollege über den alten Ford denkt. Sie planen etwas früher in den Ruhestand zu gehen.

Beide Familien zeigen beispielhaft: Es ist alles eine Frage der Einstellung. Der Ziele. Der Prioritäten. Ich war eine zeitlang auf dem Pfad von Hans Dampf. Ich wechselte die Seiten. Jetzt lebe ich wie Hans Sparsam.

Übrigens finde ich clever, wie dieser Berufsstarter über Premiumautos denkt. Er rechnet vor, wie die Leasingrate in Relation zu seinem Einkommen keinen Sinn macht. Die Autokosten sind viel zu teuer, resümiert er. Die Diskussion, die sich anschließend in dem Forum entwickelt, ist lesenswert.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wer sind Sie: Hans Dampf oder Hans Sparsam?

  1. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vali

    Danke! Das ist ein wirklich krasser Fall von Konsumwahn, der ins Elend führte. Oft hat der massenweise Kauf von Zeug mit Unzufriedenheit zu tun, denke ich.

  2. fit und gesund

    @Vali,

    Schockervideo, tatsächlich krass, arbeiten die? also wer einen Schuppen bauen kann, könnte doch auch arbeiten? das Zeugs lassen sie vergammeln anstatt bei ebay zu verkaufen, gibt es da ein Alkoholproblem frag ich mich zudem auch noch.

    Ich habe nicht immer gespart, die letzten paar Jahre  (bis Sommer letzten Jahres) hab ich auch gerne geshoppt, aber nur das was über war halt. Bin kuriert da ich nun ein Ziel habe. Ich hab vielleicht wenig Hirn, aber eine ausgezeichnete Disziplin, diesen Monat wird meine Sparrate wieder über 60% sein (Monat noch nicht zuende aber was ich noch brauche ist schon im Geldbeutel) wenn der Zahnarzt dann sein Geld möchte, ist es eben mal nur 30% oder so, immer mit der Ruhe.

    Bei uns auf der Arbeit ist Wellness der Renner, hab ich noch nie gemacht, reizt mich auch nicht,

    schneide ich das Thema steuerbegünstigtes Sparen auf der Arbeit an, bekomm ich eine schroffe Antwort, „jetzt nicht, wir sind jung und wollen JETZT leben“, o.k, vermutlich bin ich also tot…eine andere Kollegin kauft jedes Auto auf Pump, immer ein grösseres Modell, „man entwickelt sich ja auch“, toll, mein Drahtesel wird jährlich auf Arbeitgeberkosten, jawoll, schön gewartet und leistet mir gute Dienste, Auto hab ich nicht, gibt nur wenige Situationen wo ich das vermisse,

    neue Fähnchen brauch ich auch nicht dauernd, hab ja beim Arbeiten eh Spezialkleidung an, ich kaufe wenig aber Qualität.

    Schnell gekaufte „Belohnerli“ machen praktisch nie glücklich, meist ist es nur die Vorfreude bis das Bestellte dann da ist und max. noch 2-3 Tage länger, dann sucht man schon wieder Neues, wenn man das mal kapiert hat, fällt der Verzicht viel leichter.

  3. Christoph

    Ich finde beide Beispiele zu extrem. Klar gibt es solche Leute aber ich finde beides ein wenig besch…t

    Es spricht ja nichts dagegen wenn jemand 130 k im Jahr verdient dass er dann auch „gut“ lebt. Wenn er und seine gattin Freude dran haben: Ist doch in Ordnung. Natürlich ist es Quatsch alles rauszuhauen und nichts auf die Seite zu legen. Aber genauso ist es Quatsch mit dem Gehalt ein uraltes Auto zu fahren. Wieso nicht einen Jahrewagen (Neuwagen wäre bei dem Gehalt aber auch in Ordnung irgend jemand muss ja auch Neuwagen kaufen ausser Firmen)?

     

    Was ich total affig finde wie manche Milliardäre leben. Nehmen wir den Ikea Gründer

    Der fliegt nur mit Billig Airlines und kauft seine Kleidung auf dem Flohmarkt:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ingvar-kamprad-ikea-gruender-kauft-kleidung-auf-dem-flohmarkt-1.2900777

     

    Also irgendwo haben solche Leute einen an der Waffel. Ich finde das zu übertrieben. Wenn er sein Geld nicht nutzen will soll er es spenden/verschenken.

    Ich finde gerade solche Leute sollten in gewissem Maße auch extrem gut leben. Schöne Autos, Schöne Häuser usw. Denn sowas benötigt auch die Wirtschaft.

     

    Es muss ja kein Privatjet sein wobei ich das nicht verteufeln würde wenn jemand das tut. Auch dies kurbelt die Wirtschaft nämlich an. Aber mit 1 Milliarde auf dem Konto Flohmarkt Sachen kaufen?

    Wenn das jeder macht, dann gute Nacht. Dann kauft jeder seine Möbel zukünftig auf dem Flohmarkt und schwups kann Ikea dicht machen. Tausende Arbeitsplätze wären wen. Ebenso die ganzen Zulieferer usw.

    Ich find es sogar wichtig dass sehr vermögende menschen das Geld ausgeben. Aber natürlich nicht alles.

    Wobei die oben genannten 35.000 nur für Zinsen sind doch schon übertrieben. Denn mit Tilgung wären das im Monat fast genau die 6.000 die er netto bekommt. Das macht ja keine Bank mit.

    Wenn die Frau noch was verdient, sieht das ganze auch noch mal anders aus. Die Frage ist ja immer was will man im Leben? Manche wolen früh aufhören und sparen bis dahin wie der teufel. ANdere wollen das nicht und leben einfach sehr gut und arbeiten bis ins Rentenalter.

     

  4. Christoph

    ALso die beiden im Video: Unfassbar

    Ok es kann passieren dass man abrutscht aber irgendwann sollte man sich aufrappeln. Die beiden könnten doch Jobs suchen. Und normalerweise haben die auch anrecht auf eine Wohnung.

    Das größte Problem ist wahrscheinlich das mentale Loch. Aber auch da würden die Ämter sicherlich helfen. Schuldnerberatungen gibt es doch auch. Da einfach hingehen.

     

     

  5. Felix

    Na gut, wenn er 130.000 €, sagen wir netto, verdient und die Frau in der gleichen Größenordnung liegt, dann haben sie zusammen rd. eine viertel Million im Jahr, also etwas 20.000 € im Monat. Ich meine das erste Paar, da muss sie auch nicht mit dem Bus zu Arbeit fahren (Gleichberechtigungsmäßig sowieso eine Frechheit).

    Ehrlich gesagt, dann würde ich auch keinen alten klapprigen Golf fahren wollen – ein bisschen Spaß muss sein.

    Warum sollten die beiden, wenn sie derartige high-potentials  und berufliche Höchstleister sind, warum sollten die dann wie Lieschen Müller leben? Etwa, um im Alter, wenn sie kurz vorm Sterben sind, auf zweistelligen Millionenbeträgen zu sitzen (ohne Kinder, für die Erbschaftssteuer)?

    Das Problem sind doch diejenigen, deren Konsumwünsche ihre Einkommensverhältnisse maßlos überschreiten. also Geringverdiener, die jedes neue TV-Modell etc. brauchen.

    Ich wette, die beiden da oben sind beruflich so engagiert, dass sie gar keine Zeit haben ihr Geld auszugeben, das sie verdienen. Jedenfalls ist bei den Leuten, die mich kenne so, dass sie, wenn sie sehr gut verdienen, auch extrem beruflich eingespannt sind. Und dass die dann keinen Wanderurlaub im bayerischen Wald machen, sondern Taucherurlaub auf den Malediven, das sei ihnen gegönnt. Sie liegen ja nicht anderen auf der Taschen´, sondern verdienen ihr Geld am Markt. Da sollten wir nicht allzu neidisch sein!

     

  6. Christoph

    @Felix: WObei Tauchurlaub auf den Malediven billiger ist als viele denken ;o)

     

    in Meiner Verwandschaft ist auch jemand die sehr gut verdient. Sie wohnt zur Miete, da sie beruflich flexibel sein muss. Wurde schon öfter versetzt usw. Aber sie gönnt sich gewisse Dinge. Tolle Urlaube, Inneneinrichter usw.

    Sie hat keine Kinder also ist das doch total in Ordnung. Und sie ist dennoch so gescheit, dass sie nicht alles raushaut was reinkommt.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ fit und gesund

    Das ist eine hohe Sparquote. Hut ab! Das zeugt von Selbstkontrolle.

     

    @ Christoph

    Ok, die beiden in dem Video hätten nur einen Notgroschen gebraucht: Sparbuch oder Festgeld. Wenn sie dort ein paar Tausender gebunkert hätten, wären sie über eine vorübergehende Arbeitslosigkeit hinweggekommen.

    Mit Blick auf den Konsum: Mark Zuckerberg und Warren Buffett machen auf mich einen sehr glücklichen Eindruck. Es ist kein Premiumwagen nötig, kein Luxus, um zufrieden zu sein. Das hat miteinander nichts zu tun. Und wird immer wieder in einen Topf geworfen.

    http://www.autopten.com/autoblog/what-car-drives-mark-zuckerberg-facebook-ceo-volkswagen-golf

  8. fit und gesund

    Danke Tim Schäfer, 🙂   ich hab halt die Sturheit eines Esels wenn es sein muss,  und nein, ich muss deswegen kein bisschen leiden, ich bin zufriedener denn je, bin mir durchaus im Klaren dass das so nicht für Jedermann  funktioniert, aber ich lebe alleine und bin Niemand Rechenschaft schuldig.

  9. Oliver

    Letztendlich ist das Leben für jeden sehr individuell.  Tim hat auf der Skala die beiden Extreme beschrieben und ich denke, dass die meisten irgendwo dazwischen sind. Man lernt im Laufe seines Lebens eine ganze Menge Vögel kennen, die sich speziell über Marken definieren. Das ist nicht nur bei Schulkindern so. Der ausschlaggebenste Punkt ist für mich, dass man mit seinem Leben zufrieden ist. Zufriedenheit ist im Massstab für jeden anders. Es gibt Leute, die kaufen gerne eine Immobilie und sind super zufrieden damit. Ein anderer fährt gerne teure und schnelle Autos und ist damit glücklich. Andere haben eben das Ziel, möglichst bald unabhängig von finanziellen Fragen zu sein und leben z.T. über Jahre äußerst spartanisch. Wer damit keine Einschränkung erfährt, kann mit dieser Lebensweise glücklich und zufrieden sein. Es gibt nicht das ultimative richtig oder falsch. Wenn jemand, wie heute Herr Westerwelle das Pech hat, mit 54 Jahren zu sterben, für den wäre das Sparen gänzlich umsonst gewesen. Es muß jeder mit sich selbst ausmachen.

    @Vali: Deine Links klicke ich so schnell nicht mehr an. Da wird man ja depressiv. Das H4-Filmchen hat mir schon gereicht und die beiden in der Holzhütte sind nur deprimierend. Aber bei dem Pärchen bin ich mir sicher, dass auch persönliche Probleme mit verantwortlich sind, nicht nur der Kaufrausch.  Das sieht nach privater Insolvenz aus und zum Anfang wohl H4. Die bräuchten nur jemanden, der ihnen mal den Weg zeigt, wie sie aus der Hoffnungslosigkeit ausbrechen können. So was wünsche ich keinem, auch wenns selbstverschuldet ist.

     

  10. Vali

    @Oliver, wollte dich keineswegs deprimieren 🙂

    Ich finde die beiden auch sehr bedauerlich und sie tun mir leid. Mich schreckt so ein Film ab und ich neige zur anderen Extreme. Viel verdienen und alles in Wertanlagen stecken.

    Aber ich denke, bei mir ist es tatsächlich die Angst vor der Armut (die ich als Kind bereits erleben dufte).

    Das bedeutet nicht, dass ich mir nichts gönne – ich habe auch die typischen Frauensachen: schminke mich, trage auch mal Higheels, kaufe gern Bücher, lasse mir teure Parfums schenken;-) aber alles sehr reduziert und sehr überlegt. Mehr Stil als Quantität. Ich habe keine Spontankäufe, außer mal für meine Kinder.

    Wie gesagt, ich arbeite unheimlich gern und dies führt dazu, wie Felix sagt, das ich keine Zeit habe, Geld auszugeben oder in den Urlaub zu fahren… Im Urlaub verpasse ich oft Aufträge – das deprimiert mich;-)

    Mein Kaufrausch ist nur bei Aktien sehr ausgeprägt momentan 😉

  11. Slazenger

    Sorry Leute, es gibt sicher genügend Menschen die unverschuldet in Not geraten, die tun mir auch leid und wenn möglich helfe ich da, sofern das möglich ist, aber diese beiden im Film, never, die sind so was von selbst Schuld , warum sollte man da Mitleid haben!!!!

  12. Couponschneider

    Ich finde die Diskussion beim WiWi-Treff grauslich. Da treffen sich lauter Selbstdarsteller zum monetären Schwanzlängenvergleich. Ich glaube auch, dass die ihre Gehälter großzügig nach oben „korrigieren“. Wer mit 27 Jahren 130000 € p.a. bekommt, der gibt sich doch nicht mit diesen Leuten ab und wenn, dann mit einer besseren Rhetorik. Da geht es sehr prollig zu bei diesen Gehaltskategorien.

    Und nie vergessen: Man wird nicht durch das vermögend, was man bekommt, sondern durch das, was man behält. Mit Konsumidiotismus kommt man nicht auf einen grünen Zweig. Steckt das Geld langfristig in Aktien. Umso früher, umso besser. Ich bin nun ein paar Jahre dabei und ich ärgere mich weniger um einzelne schlecht laufende Aktien. Ich ärgere mich viel mehr, warum ich das Thema nicht schon 2003 für mich entdeckte. Die Zinsformel ist:

    k1 = k0 * p ^ n

    kn – Endkapital, k0 – Anfangskapital, p – Zinsfaktor, n – Anzahl in Jahren

    k0 geht linear ein, p polynomiell und n exponentiell. Und exponentiell ist richtig rassig. Viele ärgern sich, dass sie besonders guten Zinsfaktor verpasst haben (z. B. Facebook-Aktie nach dem erstmaligen Absturz nach IPO), aber man sollte vielmehr ein kleines n beklagen.

    Für ein großes Anfangskapital muss man viel Talent haben, erben, Glück haben oder sich richtig den Arsch aufreißen. Für einen guten Zinsfaktor braucht man ein gutes Näschen, Glück oder illegales Insiderwissen. Für einen Anlagezeitraum braucht man nur ordentlich Sitzfleisch. Und das ist doch Gold für jeden Anleger: Das, was man am besten beeinflussen kann und das geringste Talent erfordert, geht am stärksten auf das Endergebnis ein.

    Verdoppelt man k0, dann verdoppelt man k1. Linear!

    Verdoppelt man den Zinssatz (also Erhöhung des Zinsfaktors von 1,08 auf 1,16), hat man den doppelten Endwert erst nach 10 Jahren.

    Verdoppelt man die Anlagedauer, kann man kn um den Faktor p^n vergrößern. (p^(2n)/p^n = p^n) Bei einem p = 1,08 und n = 5 heißt das ein Faktor von 1,46 Bei n = 10 schon 2,15.

    Buffet ist übrigens deshalb so vermögend, weil er sich auf alle drei Faktoren konzentriert: Maximaler Einsatz (wenig Gehalt für sich selber, keine Dividendenausschüttung, sondern Reinvestierung), zielsicheres Finden starker Renditen, gepaart mit enorm viel Sitzfleisch.

     

  13. PIBE350

    Bei dieser hohen Einkommensklasse kann ich nicht mitreden. Im Gegenzug muss ich für meinen Lebensunterhalt nicht arbeiten und kann frei aufleben. Was Autos und Reisen angehen: Ich brauche kein Auto, egal ob VW up! oder Phaeton. Ich verreise oft und lange, wobei mir Fluglinien und Hotelsterne egal sind. Gute Angebote finden sich immer, weil ich zeitlich und örtlich flexibel agieren kann. Abgeschottete Luxusresorts kämen für mich niemals infrage, weil ich mich unter den einheimischen Bevölkerungen am wohlsten fühle. Ich war vorhin im Hotelhallenbad schwimmen. Umzingelt von 50 tunesischen Kindern. Das war ein Mordsspaß und -Lärm. Nur für die Rentner aus Deutschland nicht, die draußen in Ruhe auf ihren Liegen schlafen wollten. Deren Gesichter waren köstlich. 😀

    An einer Sache spare ich aber nicht: Trinkgelder für Reisebusfahrer, Putzfrauen und Kellner. 🙂

  14. Thomas

    Mir ist einfach schleierhaft wie du für solchen Müll ein „lesenswert“ aussprechen kannst!

    Tim, wer denkt er gehöre zur Mittelschicht wenn er unter Facharbeiterlohn verdiene, bzw. bald sogar zur Oberschicht… dem solltest du kein Gehör schenken.

     

    Aller spätestens nach dem der erste über Neuwägen und Jahreswägen anfängt zu reden -> tab schließen, der Wertverlust ist im 1. Jahr der Geringste – da niemand Listenpreis zahlt. Klassische Fehlkalkulation.

  15. Hans

    „Er verdient 130.000 Euro im Jahr“ 10.833 monatlich? Dann ist er ein Minister der Regierung.

    Und dann gibt es auch der normale Mensch, der unterdurchschnittlich verdient (das sind heute 1.600 Euro netto im Monat bei 40 Stunden Woche). In 15 Jahren 1984-1999 war er auf allen schönen Plätzen der Welt und überall zweimal (Tahiti, Moorea, Bora Bora, Oahu, Kauai, Rio de Janeiro, Acapulco, San Francisco, Grand Canyon, Monument Valley, Niagara Fälle, Hong Kong, Cape Town) und überall schlief er nur in einer billigen Touristen-Unterkunft (26 USD pro Nacht in Waikiki, auf Bora Bora auch in San Francisco). Er lebte allein, hatte kein Auto und 2000-2012 in München 600 Euro Miete für 50 Quadratmeter Wohnung zahlte. Er hatte 12 Jahre keinen Urlaub und deswegen 2000-2012 monatlich 1.000 Euro in Bluechips Aktien investierte. Später durch die Dividenden investierte er noch mehr und 2000-2014 hatte 220.000 Euro in Aktien investiert. Nun ist er verheiratet und hat zwei Kinder und wegen den Dividenden und 2x Kindergeld von 190 Euro arbeitet er nur noch 30 Stunden pro Woche. Er wird eine unterdurchschnittliche Rente von 500 Euro haben, doch die Dividenden werden mehr als 500 monatlich und ständig steigen und dazu noch 2x Kindergeld = 380 Euro. Auto ist nicht nötig. Man muss nicht mehr weit Reisen, nur einmal im Jahr eine Stadt zwischen Sevilla und Prag besuchen. Nach Frankfurt, Prag, Sevilla oder Paris kommt man mit dem Bus oder Zug. So wird er als Rentner vielleicht 1.500 Euro monatlich haben, davon Frau und zwei Kinder leicht ernähren und Miete für die Wohnung zahlen. Doch irgendwo beim Mittelmeer und nicht mehr in München. Wer in Deutschland Steuer zahlt und das kann nur Dividendensteuer sein und die deu. Staatsangehörigkeit hat, angeblich bekommt er Kindergeld auch auswärts.

  16. Christoph

    @Thomas: Wieso soll der Thread geschlossen werden? Ich habe doch Recht, dass jemand in solch einer Gehaltsklasse sich ruhig Jahres bzw Neuwagen kaufen kann.

    Wo sollen denn die ganzen Autos herkommen wenn sich jeder nur 5-8 Jahre alte Gebrauchte kauft? Alles von den Firmen?

     

  17. Couponschneider

    @Christoph

    Wo hat sich Thomas für die Schließung des Threads bei wiwi-treff ausgesprochen? Ich bin der Leseempfehlung Tim Schäfers auch gefolgt und war schon enttäuscht.  Ich habe nichts sinnvolles dort lesen könne, sondern nur die Ergüsse irgendwelcher Neureichen, die es zeigen wollen. Wahrscheinlich auch nur Fassadenbaumeister. Es ist mir schleierhaft, wie Leute so herumprollen können und ein Studium in Wirtschaftswissenschaften vorzeigen wollen. Irgendwas passt da nicht. Ein abgeschlossenes Studium, egal in was, sollte für ein gewisses Maß an Niveau sorgen.

  18. Vali

    @Hans, dein Bericht hat mich neugierig gemacht 🙂

    „Und dann gibt es auch der normale Mensch, der unterdurchschnittlich verdient (das sind heute 1.600 Euro netto im Monat bei 40 Stunden Woche).“

    „Er lebte allein, hatte kein Auto und 2000-2012 in München 600 Euro Miete für 50 Quadratmeter Wohnung zahlte. Er hatte 12 Jahre keinen Urlaub und deswegen 2000-2012 monatlich 1.000 Euro in Bluechips Aktien investierte. Später durch die Dividenden investierte er noch mehr und 2000-2014 hatte 220.000 Euro in Aktien investiert. Nun ist er verheiratet und hat zwei Kinder und wegen den Dividenden und 2x Kindergeld von 190 Euro arbeitet er nur noch 30 Stunden pro Woche. Er wird eine unterdurchschnittliche Rente von 500 Euro haben, doch die Dividenden werden mehr als 500 monatlich und ständig steigen und dazu noch 2x Kindergeld = 380 Euro.“ 

    Von 2000-2012 investierte er monatl. 1000€ in Bluechips mit einem Lohn von 1600€ und einer Miete von 600€. Was hat er gegessen? Das Kindergeld?

    Und wenn wir schon beim Kindergeld sind. Hat er ernsthaft mit 2 Kindern in 50qm gelebt?

    Ich kenne keine einzige 4-köpfige Familie in München und Umgebung, die weniger als 1000 € Miete kalt zahlt. Die meisten um die 1500€.

    Irgendwie hinkt deine Rechnung 😉 Oder habe ich was übersehen…

    @Slanzenger, mir tun sie leid in ihrer Hoffnungslosigkeit jetzt, die auch noch selbst verschuldet ist… durch pure Dummheit und Null vorausschauender Fähigkeiten. Langfristig denken, Sicherheiten, ein zusätzliches Standbein aufbauen – können viele überhaupt nicht!

    Ein Abschreckungsfilm, aber hoffentlich mit Lernpotential für viele, die einfach Geld verprassen und von de Hand in den Mund leben!

    Hier im Blog, haben das alle zum Glück längst begriffen 🙂

  19. Felix

    @CS

    Mir gefällt die Zinseszinsformel auch. Für n große Werte (40 aufwärts) eingesetzt und es kommen wunderbare Beträge heraus.

    Freilich muss man sehen, dass für Zinsanlagen derzeit p = 0 gilt und dann hilft auch ein großes n nichts. Dass Anleihen mit null Prozent oder weniger verzinst werden könnten, hat man sich vor ein paar Jahren noch nicht vorstellen können. Ich habe noch gelernt, der langjährige durchschnittliche Zinssatz beim Verleihen von Geld beträgt 7 %. Auch da konnte man auf eine lange Historie zurückblicken. Das einfach in die Zukunft fortzuschreiben, war falsch.

    Warum sollten für Aktien die 8 oder 10 % durchschnittliche Rendite der letzten 100 Jahre unbedingt Bestand haben, während in der Anleihewelt keinerlei historischer Bezug mehr vorhanden ist. Nichts gegen Aktien, aber da kann p auch negativ sein und dann kehrt sich die Zinseszinsformel gegen den Besitzer dieser Wertpapiere.

    Wir leben in zu volatilen Zeiten, als dass ich an 40 oder 50-jährige Prognosen glauben würde. O.K. bei mir hat es funktioniert; ich hatte das Glück die guten Zeiten der letzten 25 Jahre im Aktienmarkt mitgenommen zu haben. Inzwischen diversifiziere ich soviel wie möglich.

  20. fit und gesund

    Guten Morgen,

    ach Vali, mit dem leid tun ist immer so eine Sache, die haben ja nicht nur sich selbst geschädigt, irgendjemand wird da ja auf sein Geld verzichten müssen, die machen nicht den Eindruck als könnten sie die Schulden je wieder zurückzahlen, wer die als Mieter hatte ist doch der Dumme.

    Ich muss doch auch jeden Tag aufstehen und zur Arbeit, manchmal hab ich auch keine Lust, soll ich dann anrufen und krank machen? kann ich leider nicht, ist nicht meine Art, von den Eltern eben so gelernt,

    die sollten zur Schuldenberatung gehen und tatsächlich neu anfangen anstatt zu jammern, in D muss niemand in einer Laube wohnen ohne Wasser, in Konstanz gibt es viele Bettler, da geb ich nix, in D muss Keiner auf der Strasse betteln, mit Hartz IV und Hilfe vom Staat seh ich da keinen Sinn drin was zu spenden, für Médecins Sans Frontières geb ich schon was, für die hab ich schliesslich auch mal gearbeitet und die leisten Grossartiges.

  21. fit und gesund

    @ Felix,

    Du hast Alles richtig gemacht, aber mich würde interessieren wie Du nun diversifizieren tust, ich sehe im Moment nur Aktien, Tagesgeld oder Sparbuch bringt nix bis minus, Hochzinsanleihen? Gold? was käme noch in Frage, Immobilien hatten wir ja jetzt schon.

  22. Frank

    @ Vali,

    ich lebe in München (Giesing), mit Frau und 2 Kindern auf 60 qm. Meine Kinder haben beide ein eigenes Zimmer, ich schlafe mit Frau im Wohnzimmer (Ausziehcouch). Der Große zieht bald aus (22) , dann habe ich wieder mein eigenes Schlafzimmer. Bisher wars zwar eng, aber es ging gut

    Miete : 715 € warm ( 50er Jahre Bau) Dies ist bereits nach Münchener Mietspiegel die höchstmögliche Miete)

  23. Christoph

    Ich habe heute morgen nochmal über das Video nachgedacht und ich komme fast zu dem Schluß dass es gestellt ist. WIeso?

    In dem Video wird ja gesgat, dass er Hartz4 bezieht.

    Soweit mir bekannt ist, wird die Miete in diesem Fall direkt vom Amt an den Vermieter gezahlt. Wieso also haben die keine Wohnung?

    Ist mir schleierhaft

  24. Vali

    @Frank, danke 🙂 Hut ab! Ein Beweis, dass man den Gürtel sehr eng schnallen kann…

    Zahlst du seit 20 Jahren diese Miete?

    @Christoph, soweit ich weiß (kenne mich aber nur theoretisch aus), muss man bei Hartz4 eine angemessene Wohnungsgröße vorweisen, um die Miete erstattet zu bekommen. Bei Paaren bis zu 60qm.  Ihnen stehen die tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung zu, „soweit diese angemessen sind“ Wahrscheinlich war die Wohnung größer? Entweder zieht man nach einer gewissen Frist in eine kleinere Wohnung um, oder die Wohnungskosten werden gekürzt – d.h. man kann die eigene volle Miete nicht mehr bezahlen.

    In diesem Fall hat es dem Vermieter wohl gereicht.

    Man muss natürlich auch H4 beantragen, also zum Amt gehen. Das machen einige aber nicht und verlieren so ihre Wohnungen…

    Ob es echt ist… keine Ahnung. Sie sehen aber beide nicht besonders gesund aus, um unglaubwürdig zu sein.

    @fit und gesund, dass sie selber schuld sind, ist klar… jemand hat für sie bezahlt, oder wird für sie zahlen…

  25. chaostrader

    Den Ford in dem Bild da oben, das soll ein altes Auto mit Beulen und Kratzern sein? Das ist ja ne richtige Nobelkarre. Von der Optik der Schnautze her auch keine 15 Jahre alt, vermutlich nicht mal 10 Jahre!

    Also ich fahr (momentan, bald nicht mehr) was viel schlimmeres.

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @chaostrader,

    Das ist das aktuelle Modell, ich würde sagen Mondeo. Wenn der die Ausstattung Titanium hat, und der BMW nur ein mager ausgestatteter 3er ist, dann kann der Ford teurer sein. Apropos Autokosten… habe heute Morgen bei meinen Ford vom Russen meines Vertrauens alle Bremsen komplett wechseln lassen. War schon lebensgefährlich. Teile im Internet bestellt. Letztes Jahr Turbo, Klimaaggregat und alles mögliche kaputt. Altes Auto ist nicht billig zu fahren. Habe nun 260.000 drauf gefahren in 8 Jahren. Die 300 will ich noch sehen.

    MS

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias
    @ chaostrader

    Das war ein Fehler. Ich habe auf dem Nachhauseweg zwei Schnappschüsse gemacht. Es hatte geregnet, wie an den Regentropfen auf dem Ford zu sehen ist. Ich hätte besser aufpassen sollen.

  28. O.T.

    Die meisten Mieter werden trotzdem daherkommen, und sagen – sind doch nur knapp 6 % Rendite und nicht die 11% oder 26% die man mit Aktien gemacht hätte.
    Und dann war da noch was mit Inflation …

    Sie werden weiterhin brav durchschnittlich mehr als 30 % ihres Nettogehaltes für die Miete abdrücken und meinen das wäre besser als Eigentum. Sie werden nie begreifen das sich der Miethai inzwischen 2 neue Wohnungen aus ihrer Miete gekauft hat … weil ja … ja die Statistiken was anderes sagen.

  29. Markus

    @OT

    Beweisführung anhand eines einzelnen willkürlichen Beispieles wo mehr als zig existentielle Variablen für eine korrekte Berechnung fehlen???

    Pauschalisierungen und Extrembeispiele beider asset-Klassen oder Lebensstile… Na ja, jede(r) wie er/sie es will.

     

  30. O.T.

    Nehmen wir das Beispiel: 715 EUR mtl. Miete * 12 Monate = 8580 EUR geteilt durch 4 % Jahreszinssatz * 100 Prozent (Darlehenssumme) sind 214.500 EUR. Das ist auch gleich der Betrag den der Mieter in 25 Jahren OHNE Gegenleistung verbrennt!

    Würde es die Möglichkeit geben, das der obige Mieter die Wohnung (incl. Nebenkosten) um maximal diesen Preis kaufen kann, sollte er kaufen! Da er dann anstatt dem Miethai das Geld in den Rachen zu werfen, selbst Eigentum aufbauen könnte (Differenz zwischen Miete und Bankzinsen, sprich die Tilgung ist der Eigentumsaufbau). Natürlich sollte er auch möglichst wenig den Banken in den Rachen werfen.

    Eines sollte auch klar sein, das der Vermieter nicht aus Jux und Tollerei vermietet, sondern weil es ein sehr gutes fast risikoloses Geschäft ist.

    Früher, in der guten alten politisch inkorrekten Zeit nannte man die Miete noch „Zins“ was diese monatlichen Aufwendungen der armen Schlucker in ihren Zinskasernen treffender beschreibt.

  31. Vali

    @O.T. interessante Rechnung, danke 🙂

    Ich wage es hier gar nicht zu schreiben, aber wenn man diesen Anstieg in MUC für die Zukunft annimmt, von 250% in 22 Jahren, dann dürfte die jetzige Miete von 715€ im Jahr 2038 bei  2500€ liegen!

    Auch, wenn der Anstieg nicht so krass ist, könnte man beim Renteneintritt z.B. nach 25 Jahren immer noch eine Miete von 1500€ für die gleiche Wohnung zahlen und danach hat man immer noch gut 20 Jahre durchschnittlich zu leben, aber bei geringerem Verdienst….

    Da lohnt sich jetzt sogar eine teurere Eigentumswohnung als 214500€!

    Hoffentlich wachsen die ETFs und Dividenden mit der gleichen Geschwindigkeit…

    Frank, lieben Gruss, ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, das hier so auszurechnen 🙂

  32. Christoph

    @O.T. die Gegenleistung ist doch das Wohnen. Und wenn man derzeit 215K aufnehmen will, ohne Eigenkapital sind es bei 2,96% auf 25 Jahre 888,00 im Monat.

    Restschuld sind dann noch 56.000

    Dazu kommen aber auch noch Grundsteuer, Instandhaltung usw usw.

    Natürlich ist selbstbewohntes Eigentum nicht immer super oder nicht immer schlecht. Es kommt immer auf den Einzelfall an

  33. vonaufdenboden

    …Versicherungen, Reperaturen, Ortsgebundenheit, Verlustrisiko bei notwendigen Wiederverkauf durch Scheidung oder Arbeitslosigkeit, Klumpenrisiko, Vergrösserung/Verkleinerung der Familie…und dann noch die Opportunitätskosten!

    Dennoch, wenn man es sich leisten kann, ist eine selbstbewohnte Immobilie angenehm. Als Investition würde ich eine selbstbewohnte Immobilie nicht sehen, sondern eher als Luxus.

    vonaufdenboden

     

  34. Marc

    @ Vali,

    bevor jetzt noch Rechnungsbeispiele über 30/40 Jahre kommen rechne bitte die 250% nochmal nach…..410Dm zu 715€…man kann ja nicht die Währungsumstellung komplett zu seinen Gunsten rechnen wie mans gerade haben will.

  35. Markus

    @Marc

    Frank/Hans wie auch immer hat sich von 410 € auf 410 DM korrigiert… Allerdings ist das mühselig, weil hier einmal von Warmmiete geschrieben wird, ein andermal keine Angabe zu kalt/warm gemacht wird und viele weitere Gesichtspunkte schwammig sind.

    Wir brauchen auch keine Grabenkämpfe Aktie vs. etf oder Aktien/etf`s vs. Immos.

    Wenn jemand das nötige Fachwissen und die Leidenschaft für eine Konzentration als Immo-Investor mitbringt, soll er/sie sein Glück versuchen.

    Anderseits dasselbe für die Aktienmärkte.

    Jedem das seine. Wenn jemand mischen will ist das auch jedem selbst überlassen.

    Andere Lebensstile wie jetzt z. B. den von Frank zu bewerten, wenn er der Tatsache entspricht…, ist auch mühselig bzw. unsinnig, da er es gewählt hat und es täglich (er)leben darf.

    Ich kann nur sagen, dass ich die Pauschalthese: „Der Mieter zahlt einem die Immobilie ab“ und in Verbindung mit Laien-Immo-Investoren, die noch sehr optimistische EK-Renditen annehmen, für doch sehr gewagt erachte…

    Ansonsten sollte man gute Gründe haben, warum man denkt, man ist der neue Immobilien-Tycon der bei jeder Investition besser als die Makler/Bänker etc. sind, die das Geschäft tagtäglich machen und ein Schnäppchen/gutes Geschäft schneller erkennen und zuschlagen.

    Ich schließe es nicht aus, dass es private Immo-Investoren auch gut fahren können. Nur es hängt ein bisschen mehr daran als über XXX % in XX Jahren Bauklötze zu staunen. 😉

    Wieso rechnen die Immo-Fürsprecher hier mit der Warmmiete??? Ist das nicht schon der erste Bock?

  36. Mario

    @Matthias Schneider

    „Bremsen komplett wechseln lassen. War schon lebensgefährlich. Teile im Internet bestellt.“

    Das finde ich sehr sparsam, jedoch nicht fair und richtig. Dazu habe ich eine Episode aus meinem Umfeld.

    Ein Gastwirt (Steakhouse) aus der Region hat seine Ersatzteile, Öl und Verschleißteile mit zu seiner Werkstatt gebracht und dem Inhaber aufgetragen diese einzubauen. Zähneknirschend tat er es. Jedoch war seine Reaktion beeindruckend.

    Vor dem nächsten Restaurantbesuch hatte sich der Werkstattinhaber zwei schöne Steaks besorgt. Als er in die Gaststätte kam, übergab er diese an den Gastwirt und sagte er möchte diese Medium gebraten haben. Das tat der Gastwirt ebenfalls und servierte diese mit den Worten, „Ich habe verstanden“.

    Eine schöne Woche und ein schönes Osterfest.

  37. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mario,

    nein nein. Das war so abgesprochen, und er macht das auf Wunsch so. Hat ja weniger Arbeit damit. Wie sollte er mir auch erklären, dass er dieselben Teile bestellt die ich bestelle, und die an mich nochmal teurer verkaufen will?

    Das Problem ist, dass „Fachwerkstätten“ von Ford (wie alle anderen Marken natürlich) eben abzocken wollen und nicht bereit sind andere Teile als ihre eigenen, bzw. von ihren Zulieferern zu verbauen. Dort wird ja der Gewinn gemacht. Wie bei allen Produkten. Man denke nur an Druckertinte. Auto wird knapp kalkuliert, und die Folgekosten (Ersatzteile) bringen den Reibach. Einem freien Mechaniker ist das egal. Er lässt sich für seine Arbeit bezahlen. Und da hat er von mir einen Stundenlohn von ca. 70 Euro bekommen. Das ist sehr fair, finde ich.

    Ich wollte es eigentlich ganz selbst machen, aber hatte dann keine Lust. Bei der Autoteile-Seite konnte man irgendwo nach Werkstätten suchen. Da hätte Ford 1000 Euro incl Teilen verlangt. So habe ich jetzt 200 Euro gesamt bezahlt. Und Mechaniker Nikolai hat davon für 1,5 Stunden Arbeit 110 Euro verlangt/bekommen incl. Bremsflüssigkeit wechseln. Und alle waren zufrieden.

    MS

  38. Vali

    @Marc, ich habe grob abgerundet und habe 410DM auf 200€ umgerechnet, da ich den DM-Euro Kurs nicht mehr im Kopf hatte.

    Es sind genau 210€. Auf 715€ ergeben das 240,48%.

    So sieht die Sache natürlich ganz anders aus 😉

    Die Miete könnte nach 22 Jahren in MUC bei 2434€ sein. Glücklicher? 😉

    Milderweise habe ich oben extra sogar eine Miete von 1500€ nach 22 angegeben. Mir macht dies trotzdem keine Freude, denn ich ahne, dass die Altersarmut tatsächlich schlimmer werden könnte… Die Einzimmerwohnungen sind nämlich im Vergleich  auch sehr teuer schon, da begehrt.

    In München, Hamburg usw. kann der Vermieter  alle 3 Jahre die Miete um 15%  erhöhen. Macht euch das keine Angst?

    Rechnet ihr mindestens diesen Anstieg auch bei den Dividenden+Kurse?

    @Markus, warm oder kalt – der Mietanstieg ist enorm! In den Metropolen kannst du das nicht leugnen. Die Energiepreise gingen sogar runter.  Ich weiß nicht, was der Gerd Kommer aktuell an Miete zahlt, aber seine Rechnungen sind so was von realitätsfern, das mir schlecht wird. Und dann nimmt er noch die 7% für Finanzierung!!! Wenn man immer das alte 100jährige-Häuschen auf dem Dorf mitrechnet, das damals aus Lehm und Holz gebaut wurde und durch die Zeit, Witterung und Schimmel, bzw. schlechter Lüftung fast wertlos  ist und dies mit den Metropolen dieser Welt vergleicht. Entschuldige, aber der ist doch irre 🙂

    Frag Tim in NYC, frag Salzenger in Stuttgart, Alexander in der Schweiz, Tobias…

    Wer Eigentum in der Stadt hat, der hat diesen Anstieg hautnah miterlebt!

    Vor 100 Jahren waren viele Leute noch Landwirte und Bauern. Ich kenn pers. Bauern mit Bauernhof draußen auf dem Land – alle 3 Kinder sind weg nach München und die Umgebungsstädte. Wir haben eine ganz neue Anordnung der Gesellschaft. Und ganz neue Zinsen.

    Alle rufen, dass Immobilien- und Mietpreise steigen und du erzählst mir was von Bauklötze staunen!  Wie würdest du denn die Immo-Preisanstiege berechnen – mit G.Kommers nutzlosem Zeug?

    Manchmal versteh ich dich nicht – du findest, dass die Dividenden zu optimistisch in die Zukunft gerechnet werden, genauso bei Immobilien. Und hältst an ETFs fest… Wo sollen denn die Anstiege bei ETFs herkommen? Die bestehen aus Aktienkurse, (die uns in letzter Zeit nicht unbedingt überzeugen konnten) und aus Dividenden. (Die Miete ist die Immobiliendividende bei REITs z.B.:-)

    @Christoph, wieso 2,96%? Ich sehe momentan eher 1,8% Baufinanzierung

    Das ist weniger als die 2% Inflation, die uns bevorsteht.

    Immobilien sind eine tolle Assetklasse, die man zwecks Diversifizierung, Schutz und Sicherheit durchaus ernsthaft in Erwägung ziehen sollte. Ich bin weder Maklerin, noch Bankerin – nur eine glückliche Eigentumsbesitzerin, die selbst noch nie Miete gezahlt hat 🙂

    Die Immobilie ist die einzige Aktie, in der ich auch wohnen kann 😉

     

  39. Christoph

    @Vali: Die 2,96& hatte ich von Baufi 24. 215.000 ohne Eigenkapital gerechnet. Da war der Zins 2,96% auf 25 Jahre wohlgemerkt. bei deinem ink ist die Zinsbindung gar nicht angegeben oder übersehe ich diese?

    Ich selbst mache mir mit den Preisen nicht so die Sorgen. Klar die von Dir angegeben Beispiele sind heftig. Aber das sind nun mal 1A Städte. Die teuerste Stadt der Welt ist übrigens London beim Wohnen. Das ist schon der Wahnsinn was da abgeht.

    Aber es ist ja nicht überall so. Klar auf Dauer steigen die Miete. Ich selbst wohne in Wiesbaden und wir sind ja auch eine Großstadt. Ich denke einfach dass das Rad nicht endlos gedreht werden kann, denn es muss ja auch Leute geben die das zahlen können.

    Aber natürlich ist Eigenheim da die beste Lösung.

     

    @Mario: der Werkstattleiter ist ne coole Socke^^

    Allerdings ist es auch so, dass manche Werkstätten nicht das Produkt führen was man möchte. Da ist dann die Frage verzichtet die Werktstatt auf den Verdienst beim Einbau oder baut sie lieber auch Fremdteile ein?

     

     

  40. Markus

    @Vali

    Mir sind Deine Extrembeispiele in Videos, in Links (40 % EK-Rendite) und Pauschalthesen, dass der Mieter die Investition abzahlt, halt einfach zu blauäugig.

    Der Quellenbezug ist für mich auch sehr dürftig und deswegen argumentativ schwach.

     

  41. Markus

    @Vali

    Immobilieninvestition ist nicht per se schlecht!

    Nur bin ich halt ein notorischer Zweifler, wenn Privatleute meinen sie schlagen den Durchschnitt (Wertsteigerung Immo`s ~ 0-1 % p. a. real (sprich nach Inflation) mit links (der Median ist nochmal 10 – 20 % niedriger).

    Wenn man jetzt die langfristigen Durchschnittsrenditen aufs Eigenkapital(und nicht die paar Jahre Übertreibungsphase in den G7 Städten Deutschlands) als Beispiel einer typischen Vorsorgewohnung und einer doch etwas gründlicheren Untersuchung von Uni-Profs nimmt (S. 23) Fischer/Glawischnig 2003 dann hat man bei dieser Form der Kapitalanlage eine Wahrscheinlichkeit von 1 % dass die Rendite 5,33 % p. a. nominal (vor Inflation) beträgt.

    Sprich 99 % liegen darunter mit entsprechendem Klumpenrisiko.

    Der Mittelwert der realen (nach Inflation) Eigenkapitalrendite liegt bei 0,13 % p.a.

    Argumentativ wird auch irgendwo entkräftet, dass ein günstigeres FK-Angebot nicht so gravierend etwas ändert, da dementsprechend oft die Preise der Immos hochgehen.

     

  42. O.T.

    @Christoph

    Mir ging es um den Weg, um die Entscheidungshilfe für Miete oder Eigentum, eher nicht um die 100% exakte Kalkulation.

    Der Vermieter kalkuliert die Miete als Zinsen für die Immobilie, als würde er bei der Bank die Immobilie zu 100% finanzieren. Am Ende der 25/35jährigen Laufzeit knackt er den Jackpot weil ihm dann die Immobilie vollständig gehört – ohne dafür je einen müden Euro ausgegeben zu haben, oder er hat sich die eingesetzte Eigenleistung fürstlich verzinsen lassen.

    Trifft auf die selbstgenutzte Eigentumswohnung ebenso zu, nur ist man dann selbst Mieter und gewinnt den Jackpot wenn der Kredit abbezahlt ist. Erstens hat man dann den Marktwert der Wohnung, zweitens zahlt man in Zukunft keine Miete mehr – die nichts anderes ist als der „Zinseszins“ den Buy- and Holder von ihren Aktien erwarten.

    Grundsteuer, Instandhaltung, Müllgebühren etc. haben Mieter oder Eigentümer über die Nebenkosten/Betriebskosten so oder so immer zu tragen. Die von Politclowns staatlich verordneten Kosten die NICHT weitergegeben werden dürfen werden einfach auf die Kaltmiete aufgeschlagen. Denn klar ist – alle Kosten werden immer zum Mieter/Kunden durchgereicht unabhängig davon wie sich das Bürokraten theoretisch vorstellen.

    Wie Vali schreibt, wirkt der Zinseszins ganz stark bei der Miete, aber eben gegen den Mieter und für den Eigentümer.

    Deswegen ist eine (dem Einkommen angemessene) Eigentumswohnung Pflicht für jeden, anstatt lebenslang Miete zu zahlen.

    Meiner Meinung nach ist es nicht (nur) das „Zwangssparen“ das die Besitzer von Eigenheimen im Alter vermögender macht, sondern vor allem der eingesparte „Zinseszins“ (Miete) der Eigentümer.

    @vonaufdenboden

    Verlustrisiko bei Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. existiert nicht.

    Angenommen unser durchschnittlicher Mieter/angehender Eigentümer verliert nach 15 Jahren seinen Job, läßt sich scheiden, kann aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten.

    Der Mieter ist natürlich bei nicht bezahlen der Miete seine Wohnung los, mit nix in der Tasche.

    Der „angehende“ Eigentümer geht zur Bank und läßt sich den Kredit stunden – bis er wieder fit für die Arbeit ist. Wenn das nicht möglich ist weil dauerhaft, dann kann er die Wohnung verkaufen, die Restschuld wird im Normalfall durch einen Teil des Verkaufspreises abgedeckt, da er ja anstatt 15 Jahre lang Miete zu zahlen schön brav einen Teil der Darlehenssumme getilgt hat.

    Mit diesem Geld muß er dann nicht unbedingt in die ungeheizte Gartenlaube ziehen. Bei Scheidung muß er zwar das Geld teilen, steht aber nicht mit leeren Taschen wie der Kollege Mieter da.

    Das einzige Risiko das er hat, ist zu teuer gekauft zu haben. Aber es ist unwahrscheinlicher eine Wohnung 100 % zu teuer zu kaufen, als eine Aktie. Es ist wahrscheinlicher das der Aktienmarkt 50 % verliert, als das die Wohnung 50 % an Wert verliert.

    Sicher kann die selbstbewohnte Immobilie Luxus sein, aber nicht weil man dafür mehr bezahlen würde als ein Mieter. Die eigengenutzte Immobilie ist immer GÜNSTIGER als eine Mietwohnung, aber es auch immer ein gutes Gefühl nicht ein Drittel des Einkommens einem Miethai hinterwerfen.

    @Markus

    Klar muß zwischen Warm- und Kaltmiete unterschieden werden. Ich wollte nur darstellen wie man „einfach“ ohne Statistiken und ohne „was ist wenn plötzlich der Himmel einstürzt“ zu einer Entscheidung kommen kann.

    Wie Vali schreibt sind in dieser Rechnung keine Mietpreissteigerungen die mindesten den VPI (Verkaufspreisindex) betragen aber in der Vergangenheit meist höher waren. Alle diese Preissteigerungen der Miete gehen zu Lasten des Mieters und zu Gunsten des Eigentümers mit einem erheblichen Zinseszins-Faktor über zig-Jahre.

    Natürlich können auch die Darlehenszinsen steigen. Bei vermieteten Immobilien können die dem nächsten Mieter aufgebrummt werde, bei eigengenutzten muß man sie selbst zahlen (was man jedoch als Mieter zeitverzögert auch würde).

    Zudem halte ich es für wahrscheinlich das die Mieten nochmals anziehen, wegen zu weniger Wohnungen und zu vielen … hm … politische korrekt … Flüchtlingen, Einwanderer, Migranten, Neubürger … die aus Ankara direkt eingeflogen werden bevor die ganze Chose zusammen bricht und Deutschland in Chaos versinkt.

  43. O.T.

    @Markus

    Die Vorsorgewohnung ist der Schiffsfonds der heutigen Zeit.

    Wenn ich von Eigentum spreche, meine ich nicht Vorsorgewohnungen die von Banken, Versicherungen, Immobiliengesellschaften vermarktet werden, sondern ECHTE Wohnungen die zum „wohnen“ geschaffen wurden.

  44. Christoph

    @O.T. verstehe was du meinst.

    Allerdings ist es halt immer die Frage was man macht. Meiner einer zb ist ledig. Eigentlich würd mir daher eine 2ZM Wohnung reichen. Aber wenn ich kaufe, dann würde es ja Sinn machen gleich eine 3ZM zu kaufen. Ein bißchen verbessern sollte man sich ja schon.

    Aber das würde bedeuten, dass ich anstatt 1/3 meines Einkommens mind. 50% eher mehr für die Wohnung ausgeben müsste. Ich würde dies schaffen, aber müsste mich einschränken. Ich denke auch, dass eine eigene Wohnung einfach Sicherheit gibt. Aber das einschränken ist natürlich schon so eine Sache.

    Und ich will nicht erst 50 km aufs Land ziehen und jeden Tag 1 Stunde zur Abriet fahren, damit ich mir das besser leisten kann.

    Zu Zweit wäre die Entscheidung viel einfacher, da ich mich nicht einschränken müsste und im Prinzip die gleichen Kosten wie bisher etwa hätte und das bei einer eigenen Wohnung.

    Derzeit kann ich mir für das freie Geld jeden Monat Aktien kaufen. Wenn es man einen Monat höhere Ausgaben (Auto, Urlaub etc) dann setze ich einfach einen Monat mal mit dem kaufen aus. Beim Eigenheim geht das natürlich nicht.

    Aber ich bin eigentlich auch ein Pro- Eigenheim Mensch. Hätte vr 2 Jahren beinahe auch gekauft.

  45. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Sowohl Immobilien als auch Aktien sind langfristig herrliche Anlagen. Wichtig ist für beide Assetklassen auf Qualität zu achten. Man sollte hohe Schulden bei Immobilien strikt meiden. Folgerichtig ist ein hoher Eigenkapitalanteil (ab 20% aufwärts) ratsam. Ebenso sollten Hausliebhaber eine schnelle Tilgung anpeilen.

    Ich finde, emotional können beide Asset-Klassen nebeneinander für Sicherheit sorgen. Warren Buffett hat etliche Immobilien. Er besitzt Farmland und ein großes Gewerbeobjekt in New York.

    Was ich eher als Konsum/Verschwendung betrachte, sind übergroße bzw. luxuriöse Immobilien für den Eigengebrauch. Das macht finanziell keinen Sinn.

  46. Markus

    @OT

    „Am Ende der 25/35jährigen Laufzeit knackt er den Jackpot weil ihm dann die Immobilie vollständig gehört – ohne dafür je einen müden Euro ausgegeben zu haben, oder er hat sich die eingesetzte Eigenleistung fürstlich verzinsen lassen.

    Fürstlich??? Wenn alle theoretischen Annahmen in 25/35 Jahren optimal laufen, kann es ok laufen.

    Verlustrisiko bei Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. existiert nicht.“

    Ernsthaft??? Lass mal in einer großen Krise Mieter & Vermieter jeweils eines von diesen Schicksalen treffen.

    „Es ist wahrscheinlicher das der Aktienmarkt 50 % verliert, als das die Wohnung 50 % an Wert verliert.“

    Nur weil wir ein paar Jahre übertreibungen nach oben sehen, kann es dies nach unten genauso geben. Individuelle Immo-Preise schwanken gewaltig! Nur weil man sie nicht täglich sieht, heißt es nicht, dass es diese Schwankungen nicht gibt!

    „Meiner Meinung nach ist es nicht (nur) das „Zwangssparen“ das die Besitzer von Eigenheimen im Alter vermögender macht, sondern vor allem der eingesparte „Zinseszins“ (Miete) der Eigentümer.“

    Der Zinseszins war bei Aktien im Schnitt deutlich besser!

    Ich teile alle diese Meinungen in dieser Form nicht, da ich sie für viel zu optimistisch für die den durchschnittlichen Immo-Investor halte.

    Fürstliche Renditen und keinerlei existentielle Risiken??????
    Fürstliche Renditen und keinerlei existentielle Risiken??????

    Da sind die Leute, die das Schlaraffenland entdeckt haben! 😉

  47. O.T.

    Ich habe folgende Studie zur Untermauerung meiner Thesen (TM Markus) bestellt:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article153526027/Der-entscheidende-Faktor-fuer-ein-wachsendes-Vermoegen.html

    Zitat aus dem Artikel: Wie entscheidend gerade Immobilienbesitz für die Vermögensbildung der privaten Haushalte ist, lässt sich vor allem an jenen 2139 Haushalten nachvollziehen, die zum zweiten Mal an der Bundesbank-Umfrage teilgenommen haben. Während sich die Hälfte der Haushalte, die ihren Hauptwohnsitz auch selbst besitzen, zwischen 2010 und 2014 über Zuwächse beim gesamten Nettovermögen von mehr als 33.500 Euro freuen konnten, mussten sich die Mehrzahl der Mieter in diesem Zeitraum mit einem Vermögensplus von weniger als 1000 Euro begnügen beziehungsweise sogar Rückgänge hinnehmen.

    „Der Zinseszins war bei Aktien im Schnitt deutlich besser!“

    Aber mein Kommentar bezieht sich nicht auf den Vergleich Immos versus Aktien, sondern Miete versus Eigentum. Wenn mir die Bank ein Darlehen für den Kauf von Aktien einräumt, oder einfach weil sie ihr Geld unter die Leute bringen will – was sie ohne sonstige Sicherheiten in der Regel nicht tut, dann würde ein Vergleich der Rendite Aktien/Immos/etc. sinnvoll sein. Fakt ist jedoch das man eine Immobilie die man kaufen will, sofort besichern kann, und mit guten Einkommen sogar mit 100% und mehr.

    Fürstliche Renditen und keinerlei existentielle Risiken??????

    Risiken sind zweifellos vorhanden, aber die Entscheidung trägt jeder selbst wie existentiell er sie bewertet – mit den Konsequenzen muß auch jeder selbst leben.

    Da sind die Leute, die das Schlaraffenland entdeckt haben!

    Genauso leben die Leute die mehrere Immobilien haben. 🙂

  48. Oliver

    Obwohl ich mir keine Immobilien kaufen werde, tendiere ich trotzdem dahin, dass jemand, der etwas von dieser Materie versteht, durchaus Geld verdienen kann. Es ist eine andere Art zu investieren als in Aktien. Man muß aber meines Erachtens am Ball bleiben und es darf auch ein bisschen Glück sein, wie vernünftiger Mieter, gute Wertentwicklung, solide gebaut und so dies und das. Jemand, der hier gut ist, kann sicher die Risiken minimieren.

    Warum die Immobilienbesitzer tendenziell reicher werden liegt nicht unbedingt an der nicht gezahlten Kaltmiete. Es ist viel häufiger das Zwangssparen. Keine Rate gezahlt = Ärger mit der Bank. Das möchte man nicht und deshalb wird man auch in schlechten Zeiten alles dafür tun, die monatliche Rate zu begleichen. Wehe, wenn nicht und die Bank fängt an, dich nach der Nichtbezahlung einiger Raten zu filetieren. Da Banken mit der Abwicklung fast noch mehr Geld verdienen als mit den Krediten, kann man bei vielen auch nicht mit Nachsicht rechnen.

    Wenn ich mir so meine Situation als Mieter betrachte, zahle ich 650 € kalt. ich habe einen Vermieter, der bisher die Miete nicht großartig erhöht hat und ich wohne jetzt etwa 5 Jahre hier. Um 650 € als passives Einkommen mit 4% Rendite auf Aktien berechnet brauche ich 162.500 € angelegtes Geld. Damit würde ich dann theoretisch keine Miete zahlen, aber das Geld wäre natürlich durch Nutzung der Wohnung weg. Klare Sache, aber der Vermieter steckt in der Regel selbst die Kaltmiete nicht zu 100% wg. eigener Kosten ein. Selbst, wenn sie komplett abgezahlt ist.

    Was hat der Besitzer auf der Habenseite? Bei richtiger Lage in den richtigen Städten einen Wertgewinn. In anderen Lagen nicht, aber das kann man selbst als Laie beeinflussen. Bei den exponentiell steigenden Mieten bin ich eher skeptisch. Wenn man sich die Vermögensentwicklung anschaut, werden die Wohlhabenden eher reicher und das resultiert in stagnierenden Einnahmen der Unter- bzw. Mittelschicht sowie geringere finanzielle Möglichkeiten durch steigende Steuererhebungen des Staates. In den letzten 20 Jahren sind die Abgaben und Gebühren ständig gestiegen, gleiches UST. Die EST ist zwar gefallen, aber man kann längst nicht mehr so viel gegenrechnen, so dass unter dem Strich durch niedrigere EST-Sätze die Zahlungen doch steigen. Trifft die Reichen sogar stärker.  Das heißt, die Spielräume, was die Leute zahlen können, wird geringer. Gerade in den Boomstädten stossen wir heute schon an Grenzen und wenn wir keine neuen Lohnsteigerungen bekommen, wird das recht bald kritisch.

    In München kostet eine neue Wohnung ca. 400 – 450.000 € (3 Zimmer, ca. 75 m²), wobei die Unterschiede wirklich gewaltig sind. Eine knapp 50m² – Wohung wurde im Immoscout für 1,225 Mio. € angeboten. Für so eine Wohnung muß man schon viel Miete verlangen und und das Klientel dafür ist eingeschränkt. Außerdem hat man das Problem, wenn der Mieter seine Arbeit verliert, dass er recht schnell nicht mehr in der Lage ist, die hohe Miete zu zahlen. Dann habe ich mir das andere Extrem angeschaut und mal in Görlitz gesucht. Eine vergleichbare Wohnung (wobei saniert, nicht Neubau) kostet zwischen 45.000 und 55.000 €. Das Problem dort: Keine hochwertigen Arbeitsstellen und daher auch niedrige Mieteinnahmen. Wahrscheinlich stehen viele Wohnungen leer, da die Leute wegziehen. Wenn ich ehrlich bin, finde ich beide Varianten äußerst riskant, wenn ich mir nur die nackten Zahlen anschaue. Ich bin zwar kein Spezialist und habe keine praktischen Erfahrungswerte, aber hier sage ich mir, dass ich mich lieber raushalten möchte. Vielleicht ist das Preis-/Leistungsverhältnis in attraktiven Mittelstädten mit Industrie lohnenswerter. Aber für mich ist das wirklich nichts.

  49. toni

    Ist jemand von euch schon millionär geworden mit Aktienhandel? Bin selbst noch stark im minus.

  50. Markus

    @OT

    Ja, ich kenne diese Untersuchungen zum Vermögen.

    Nop, die Leute, die mehrere Immo`s haben, leben in derselben Welt wie Du mit all ihren Problemen, Schicksalsschlägen, Neidern usw.

    Klar, in gewissen Bereichen unterscheiden sich die Probleme, die Chancen usw.

    Aber wenn die oberen 10 % schon bei 1,2 Mio. € (inkl. Immo) losgehen… damit macht keine Halligali-Drecksau-Party für den Rest des Lebens…

    Sonst ist es futsch.

    Allerdings tun sie sich sich viel leichter, zusätzliches Vermögen zu akkumulieren.

    Die Frage ist: Wie man es von der Mittelschicht dahin am wahrscheinlichsten packt?

  51. Vali

    Ich komme aus einer Häuslebauerfamilie. Es wurde immer gebaut: meine Großeltern, Eltern, Schwiegereltern, jetzt Bruder, Schwager – alle bauen und kaufen.

    Das einzige, was gemietet wurde, sind Geschäftsräume, weil man die Miete voll vom Umsatz abziehen kann – also von der Steuer absetzen kann.

    Jede andere Miete gilt als rausgeworfenes Geld. Jeder Miet-Monat galt als verloren, als Minus-Rendite, die dem eigenen Heim das Vermögen abzog.

    Als wir aus dem Asylantenheim auszogen, weil wir dort warm 700 DM für einen 30qm Raum zahlen mussten (vor ca. 22 Jahren, aber nicht in MUC;-), zogen wir in eine 110qm Wohnung, die warm 1000 DM Miete kostete. Mein Vater hatte zu diesem Zeitpunkt zwei Jobs, meine Mutter machte freiwillig Überstunden, ich und mein Bruder arbeiteten neben der Schule (teilten Prospekte aus).

    Es hieß: „Wir müssen uns aus der Miete befreien. Wir müssen Eigentum erwerben, um endlich an unserem eigenen Vermögensaufbau zu arbeiten.“

    Als wir endlich in unser eigen gebautes, unfertiges Haus zogen, waren wir überglücklich. Als meine Eltern es abbezahlten, feierten wir eine Party.

    Ich kaufte  dann mit meinem Mann ein kleines Grundstück mit uraltem Haus (50er Jahre;), das wir abgerissen haben, weil es alt und marode war. Ich konnte so richtig an die Substanz des Hauses und habe gesehen,  was guter/schlechter Bau  ist. Mein Mann ist Architekt – für uns war es klar: Neubau!

    Eigentlich kam ich zu den Aktien als überzeugte Immobilien-Käuferin.

    @O.T. danke, toll geschrieben und ich kann nichts mehr hinzufügen! Danke für den Link!

    @Oliver, ich verstehe dich 🙂

    Ganz ehrlich, ich traue dir durchaus zu, dass du genau wie bei Aktien auch viel über Immobilien lernen könntest …

    650 € – wie lange möchtest du die bezahlen? 30, 40 Jahre?

    Z. Beispiel(nur schnell ausgesucht): Du könntest etwas wie die hier nehmen € 3.934 pro qm! 3 Zimmer-Wohnung mit ca. 76qm und zuverlässigen langjährigen Mietern . Die Mieter  3 Jahre lang deine Wohnung mitfinanzieren lassen und dann Eigenbedarf anmelden. Dann zahlst du weiter deine Miete, aber in dein Eigentum 🙂

    So kannst du Notar, Makler usw. von der Steuer absetzen 🙂

    Es gibt immer Möglichkeiten dem Hamsterrad Miete zu entkommen, wenn man möchte … 😉

    @Markus, „Die Frage ist: Wie man es von der Mittelschicht dahin am wahrscheinlichsten packt?“ Deshalb schreiben wir über Aktien, Miet- Eigentums-Immobilien usw. um die Wege aufzuzeichnen. Gehen, muss sie jeder selbst 🙂

    @Tim, danke! Natürlich hat Warren B. Immobilien – er ist ein Langfristdenker!!!

     

  52. fit und gesund

    Ich sehe es völlig wie Vali, allerdings sieht es in der CH wieder ein wenig anders aus, es gibt den sog. Eigenmietwert, den ich als Einkommen versteuern muss, dieser Wert richtet sich danach wieviel ich bei Fremdvermietung für die Whg. erzielen würde, dafür kann ich Schuldzinsen und Unterhalt von der Steuer abziehen, im Moment fahre ich mit den geringen Schulden besser, aber bei nächster Gelegenheit werde ich das dennoch abzahlen,

    Eine Wohnung wie ich sie habe (immerhin in der steuergünstigsten Gemeinde im Kanton…da gibt es grosse Unterschiede, würde sehr viel mehr kosten, ich wundere mich oft wie die Jungen das machen, da geht soviel vom Lohn drauf nur für Wohnen, allerdings krieg ich auch manchmal die Krise, eine ganz junge Kollegin suchte eine Whg und stellte Ansprüche die ich in dem Alter garantiert nie nimmer nicht hatte…

    Die Whg. meiner Mutter in D verkaufe ich nicht, man kann lange spekulieren über Aktien und Immobilien, für mich gehören Steuern auch dazu, ich zahle in der CH viel weniger Steuern, bevor ich in Rente gehe werde ich eine umfassende Finanzabklärung machen lassen, auf welcher Seite des Bodensees ich günstiger leben kann, noch ist es nicht soweit, aber man muss sich Alles ein wenig offen lassen und vorausschauend angehen. Und nie voreilig handeln 🙂

  53. Markus

    @Vali

    Sorry, wenn es manchmal etwas hart von mir rüberkommen sollte.

    Aufgrund Deiner Lebensgeschichte und Deiner familiären Prägung kann ich Deine emotionale Neigung zu Immobilien jetzt besser verstehen.

    Die Vorurteile & Gewohnheiten die jede(r) mit sich rum trägt, beeinflussen auch unsere Entscheidungsfindung im Leben und welche Wege wir im Leben beschreiten wollen.

    Auch ist die individuelle Ausgangssituation sehr unterschiedlich und die sachlogisch richtige & praktisch umsetzbare Lösung die für alle zu 100% passt, gibt es nicht bzw. kann es nicht geben!

    Bei allen Investitionsformen gibt es Vor- und Nachteile (Chancen & Risiken) und auch nicht alle Investitionsformen passen für jeden Typ „Mensch“.

    @OT

    Für mich gilt auch das eherne Gesetz: Mehr potentielle Rendite – mehr potentielles Risiko! Wenn so emotional argumentiert wird, dass Jackpot-Investments ohne Risiko möglich sind, dann fehlt mir die Vernunft und die Rationalität in der Diskussion.

  54. chaostrader

    Ist jemand von euch schon millionär geworden mit Aktienhandel?

    Wenn es einer ist, wird er es vermutlich nicht zugeben.

    Bin selbst noch stark im minus.

    Das sollte dir zu denken geben, ob HANDEL nicht der falsche Weg ist.

    Und wenn es einer ist, dann nur in Kombination aus Sparsamkeit, Diversifikation, eventuell Erbe. Durchs Traden werden die allerwenigsten reich. Traden ist wie der Wunsch nach dem Lottogewinn, momentan sind wieder 75 Mio. im Eurojackpot…

  55. chaostrader

    Wow Vali, 76m2 für über 300.000 (Kaufnebenkosten und Steuern nicht vergessen) und 593,00 Euro Nettomiete. Wohngeld: Euro 331,80,- davon Rücklagenzuweisung in Höhe von Euro 82,04,-.

    Dazu noch Baujahr 67 (energetischer Totalschaden? ach nee sehe gerade Fassade wurde saniert).

    „Kapitalanlage, voraussichtlich kein Eigenbedarf in den nächsten 10 Jahren möglich!!“

    Was für ein Renditeburner!!1!elf!

  56. Vali

    @chaostrader , ich wusste irgendeiner wird sich daran aufhängen, aber no-risk-no-fun 😉 München ist teuer, das ist nicht Görlitz ;-)! Die Preise sind brutal gestiegen! Das ist nun mal so hier – das schreibe ich schon die ganze Zeit! Und die Mieten werden weiter steigen, da kann man sicher gehen!!!

    Ich habe es oben auch nur als mögliches Beispiel genommen – schnell ausgesucht, um die Möglichkeiten zu zeigen, dass man eine vermietete Wohnung kaufen kann und sie nach 3 Jahren frühestens als Eigenbedarf anmelden kann. Dadurch Notar und Makler von der Steuer absetzen kann… Mensch, könnt ihr gar nicht prinzipiell denken? Das Prinzip begreifen – das ist die Kunst und nicht zu jedem Argument ein Gegenargument suchen.

    Wenn man die Wohnung des Lebens kauft, kann man sie nicht innerhalb von 2 Min googeln 🙂

    Was für eine Rendite macht momentan Oliver mit 650 Euro monatlich, oder Frank mit 700 ? Das ist doch eine Negativrendite? Oder wie rechnest du die Miete?

    Rechne die mal dagegen.

    Der Eigentümer macht jeden Monat seinen Vermögenstopf immer ein %-Stückchen voller.

    Der Mieter verliert immer ein %-Stücken.

    Nimm ihr Einkommen und ihr Vermögen. Wirst sehen, dass der Eigentümer reicher wird. Hat auch O.T. oben verlinkt…

    @Markus, danke!

    @fit und gesund, danke! Hut ab! So viel Mut, Verstand und Durchhaltevermögen mit so viel Leichtigkeit!!! Der Bodensee ist wunderschön, egal welche Seite 😉

  57. Jan

    @Chaostrader, das klingt in der Tat übel.

    Trotzdem gibt es meiner Meinung nach immer noch „Schnäppchen“. Z.B. Kürzlich bei uns in der Stadt. 52m2 mit Garage BJ96 für 77k. Nettomiete 5640. Sicherlich auch nicht der Knaller. Aber eben in der aktuellen Marktlage durchaus ein guter Preis.

    Man muss eben die Augen offen halten. Ich bin immer noch der Meinung, dass es kein Aktien vs. Immobilien gibt. Spätestens wenn das Vermögen größer wird ist es ein UND.

     

    VG

    Jan

  58. Elf on the Shelf

    @Vali: sind die ungefähr 300k Euro für ca. 75 m2 in München normalpreisig oder war das jetzt ein Beispiel für ein Schnäppchen/teures Objekt?

    Ansonsten bestätigt die Diskussion wieder einmal hervorragend was der Finanzwesir/Finanzrocker glaube ich vor kurzem erst mal in einem Podcast erwähnt haben: äußere dich zum Thema Immobilien und du entfachst eine hitzige Diskussion 😀

    Der Eigentümer macht jeden Monat seinen Vermögenstopf immer ein %-Stückchen voller.

    Der Mieter verliert immer ein %-Stücken.

    Wobei ich diese Aussagen auch nicht unterschreiben möchte. Mir bleibt als Mieter einer 90 m2 Dachgeschoßwohnung wohl wesentlich mehr Geld über um es in Aktien zu investieren als hätte ich die Wohnung gekauft und müsste eine monatliche Kreditrate von vielleicht 1.500 Euro bedienen.

     

  59. Sebastian

    @ Elf on the Shelf

    Da denke ich ähnlich. Ich habe den Eindruck, es wird so getan, als ob man einfach nur statt Miete den Kredit abzahlt. Ist das wirklich so?

    Da sollte doch noch eine ganze Ecke mehr fällig werden. Klar die Differenz schafft Eigentum. Ich investiere die Differenz aber lieber in ausgezeichnete Unternehmen. Dann sollte man auch das notwendige Eigenkapital nicht unterschlagen.

    Im übrigen: die Debatte kann man bei den niedrigen Zinsen führen. Es gab aber auch Zeiten, da hat der Häuslebauer dank Zinsen gleich ein zweites Haus mitfinanziert. Das gehörte dann aber der Bank…..

  60. Vali

    @Elf on the Shelf ,

    „Mir bleibt als Mieter einer 90 m2 Dachgeschoßwohnung wohl wesentlich mehr Geld über um es in Aktien zu investieren als hätte ich die Wohnung gekauft und müsste eine monatliche Kreditrate von vielleicht 1.500 Euro bedienen.“

    Da ist ein Denkfehler: „Als ob“ ist nicht „ist.“

    @Sebastian, „Es gab aber auch Zeiten, da hat der Häuslebauer dank Zinsen gleich ein zweites Haus mitfinanziert. Das gehörte dann aber der Bank…..“

    Das hat der Mieter auch und zwar – das Zweithaus des Vermieters 🙂

    Nur am Ende, hat er nicht mal ein eigenes Haus!

    „Ich habe den Eindruck, es wird so getan, als ob man einfach nur statt Miete den Kredit abzahlt. Ist das wirklich so?“

    Wenn man selber baut, ist es meist so. Wenn man eine fertig gebaute Wohnung kauft, muss man ein wenig mehr zahlen. Aber irgendwann ist man fertig!

    —————

    Ich habe ein abbezahltes Haus + Wohnung in MUC-City und ein 6-stelliges Depot. Bin keine 40. Mich kann man mit Miete nicht überzeugen 🙂

    Miete ist nicht günstig. Sie ist eine Niete im Vermögenstopf. Nicht nur das, sie ist der Zins fürs Wohnen, denn man bis zu seinem Tod zahlen muss. Der Eigentümer beendet irgendwann diese Tretmühle.

    Die Musiklehrerin (60) meiner Kinder hat neulich einen Satz gesagt, der sich  eingebrannt hat: „Die Miete saugt mir die letzte Karft aus“

    Sie möchte in 5-7 Jahren in Rente gehen (Rente ca. 600 Euro), die Miete ist wieder gestiegen. Sie kann sich es nicht leisten mit dem Arbeiten aufzuhören. Umziehen kommt nicht in Frage, da sie das Klavier mitnehmen muss, außerdem sind die Mieten für Neuvermietung hier so gestiegen, dass sie überhaupt nicht sparen kann, wenn man von einer 3-Zimmer in eine 2-Zimmer Wohnung zieht. Sie müsste ins Apartment!

    So, ich muss jetzt arbeiten 🙂

  61. Markus

    Es ist halt sehr emotional, da die eigene Immobilie auch ein nicht seltener Lebenstraum vieler Menschen ist.

    Je nachdem welche Priorität welcher Lebenstraum hat (Immo – finanzielle Freiheit), wie diszipliniert ein Mensch (inkl. Familie) ist, welche Startbedingungen vom Elternhaus mitkommen, welcher Beruf usw. kann man das schwierig mit Logik und Sachlichkeit für alle die perfekte Lösung ummünzen oder propagieren.

    Bei emotionalen Träumen sachlich zu argumentieren ist schwierig bis unmöglich. Trotz aller Logik und Sachlichkeit gibt es keine Garantien im Leben! Eine einzige nicht bedachte Variable kann aus der guten Rendite eine beschissene Rendite machen.

    Auch wird immer wieder wild durcheinander geschmissen, ob Eigenheim oder Immo als Kapitalanlage und xx vs. yy.

  62. fit und gesund

    Danke Dir Vali, aber ich habe nur das gelebt was mir von den Eltern vorgelebt wurde, KEINE SCHULDEN, das war Teufelszeug, als Kind nicht immer einfach, Nachbarskinder wurden zu Ostern neu eingekleidet, bekamen an Weihnachten und Geburtstagen dicke Geschenke, ich nicht, es hat nicht geschadet, und mein Vater ist früh verstorben, meine Mama hat Grossartiges geleistet, ich bin immer so dankbar. Sie hat sich ein Vermögen (Definition natürlich) erspart, man kann auch als Normalbürger was erreichen, und hier kommt dann der Zinseszins vom Elternhaus, Vali vor Dir hab ich allergrössten Respekt, Deine Eltern haben was geleistet, Du leistest Grossartiges, Deine Kinder werden davon profitieren und da wird auch wieder was Dir zugute kommen von.

     

    Doch, es gibt auch Nachteile mit Immobilien, den Zinssatz von über 6% hab ich auch nicht vergessen, immer die Angst er steigt noch höher…

    mit selbstbewohntem Eigentum an dem man emotional hängt wird man auch abhängig, hat Vorteile und Nachteile, mal kurzerhand ein Stellenwechsel weil der Chef wechselt geht nicht einfach so, aber man lernt wieder sich an eine neue Gegebenheit anzupassen, bleibt nix Anderes wenn man nicht verkaufen möchte, als Mieter hätte ich wahrscheinlich sofort Konsequenzen gezogen, mein Beruf ist ja sehr gesucht in der CH, mit zunehmendem Alter sieht man aber Vieles auch wieder anders.

  63. Markus

    „Ich habe den Eindruck, es wird so getan, als ob man einfach nur statt Miete den Kredit abzahlt. Ist das wirklich so?“

    „Wenn man selber baut, ist es meist so. Wenn man eine fertig gebaute Wohnung kauft, muss man ein wenig mehr zahlen. Aber irgendwann ist man fertig!“

    Pauschal wahrscheinlich nicht korrekt. Jede(r) der von einer Mietwohnung mit bauen anfängt… baut wahrscheinlich größer an seinem Traum und oft ist das Haus teurer als die Mietwohnung.

    Selber Handwerker, Architekt in Familie und mit viel Eigenleistung… es gibt da viele Variablen. die das auch wieder kippen können.

    Was man sich aktuell auch gar nicht vorstellen kann… in 10, 15, 20 Jahren… steigende Zinsen…

    Das ist spekulativ, wie vieles bei dieser Betrachtung.

    @Vali

    Hm, Architekt und Unternehmerin haben komplett andere Voraussetzungen als z. B. eine allein erziehende Musiklehrerin, die evtl. auf keinen so großen Familienzusammenhalt wie bei Dir bauen kann!

    Bei ner Scheidung eine Immobilienfinanzierung am Hut macht keinen Spaß für den Vermögensaufbau und es zeichnet manche Menschen auch fürs restliche Leben.

    Deswegen habe ich was gegen so rosarote verallgemeinernde Weltbilder (der Mieter zahlt dem Vermieter die 2. Immo ab, Jackpot-Investments & fürstliche Renditen ohne Risiko, in MUC werden die Immo-Preise immer weiter steigen usw.), die hier proklamiert werden.

  64. Sebastian

    @ Vali

    Liebe Vali, ich habe doch gar nichts gegen Immobilienbesitz. Ich freue mich für jeden, der sich diesen Traum erfüllt. Aufrichtig.

    Nur habe ich den Eindruck, dass du es dir zu einfach machst und deine Situation verallgemeinerst. Ich nenne dir mir bekannte Beispiele.

    Ich kenne eine Familie (1 Kind), die sich ein Haus+Grundstück gekauft hat. Mit wenig Eigenkapital, da die Zinsen ja gerade so niedrig sind. Der Mann musste den Job wechseln, verdient jetzt weniger. Die können sich den Musikunterricht für den Sohnemann noch gerade so leisten. Vielleicht bald nicht mehr. Sie haben ganz schön daran zu knabbern, den Hauskredit abzubezahlen. Ich möchte nicht wissen, mit welchen Gedanken sie abends ins Bett gehen und morgens aufwachen….

    Dann gibt es Bekannte, die – weil Beamte mit sicherem Lebenseinkommen – mit 10 % Eigenkapital eine 400.000 € Immobilie stemmen wollen. Ich mag mich verrechen, aber selbst bei 2% Zinsen macht das 650 € im Monat NUR FÜR DIE ZINSEN. Abbezahlt ist da noch gar nichts – null Eigentum für die 650 €, so wie der Mieter…..

    Sicherlich gibt es da auch den topbezahlten Angestellten bei einem internationalen Großunternehmen. Der hat es in meinen Augen richtig gemacht. Viel Eigenkapital und nach 10 Jahren schuldenfrei. Für ihn freue ich mich riesig.

    Oder mein alter Studienfreund in NRW. Habe ihn besucht und beglückwünscht zu seinem riesen Haus mit schönem Garten. Die Kinder fehlen noch, aber gut. Er ist stolz auf das geleistete, hat sich von ganz unten nach oben gearbeitet und ist jetzt Hausbesitzer. Meine Achtung hat er.

    Beim Bier am Abend hat er mir aber auch gestanden, dass ihn die finanzielle Situation schon mal aufwühlt. Er verdient sehr gut, aber sein gesamtes Vermögen steckt in dem Haus, ein sechsstelliger Kredit kommt dazu. Er hat Angst, dass er den Kredit irgendwann nicht stemmen kann. Eine Berufsunfähigkeit darf ihm nicht in die Quere kommen….

    Und auch wenn ich von mir gar nicht so viel preis geben möchte. Im eigenen Familienbesitz befinden sich zwei Grundstücke mit Häusern. Die werden noch von der „Vorgängergeneration“ bewohnt. Gut möglich, dass wir in naher Zukunft übernehmen. Neben meinen Geschwistern gibt es keine anderen Erben.

    Für mich kam nach dem Studium überhaupt nicht in Frage, zusätzlich für 300.000 € ein drittes Grundstück zu erwerben und ein Haus hinzustellen.

    Dann ist Hausbeitz auch typabhängig. Ich schäme mich fast zu sagen, dass ich abends lieber mit den Kindern spiele oder in einem Roman schmökere als mich um den Garten zu kümmern…..

    Und welche Kosten ein Haus macht, habe ich nun wirklich live miterlebt. Neues Dach, neue Fassade, Anbau, neue Fenster, neue Gartenwege, neue Heizung. Nur mit dem Erwerb ist es wirklich nicht getan.

    Wir wohnen übrigens als „Genossen“. Da gibt es keinen Hai, der uns in seinem Gewinnstreben das Geld aus den Taschen zieht.

    So, jetzt ist gut. Ein Haus ist etwas schönes, Vermieten kann profitabel sein, keine Frage. Aber ein wenig Ahnung gehört wohl dazu. Und die richtigen Lebensumstände.

    Und du hast doch alles prima gestemmt in deinem Leben. Ich habe den Eindruck, du denkst, dich rechtfertigen zu müssen. Das mußt du nicht! Alles gut. Und die 100k habe ich in 8 Jahren auch zusammenbekommen. Mit einem Halbtagsjob… trotz Miete 😉 .

     

  65. Michael

    Über ein Thema zu diskutieren wo nur eine Seite bereit ist die eigene Einstellung zu hinterfragen hat keinen Sinn. So kann ich auch mit Gewerkschaftern diskutieren, das es nicht möglich ist mehr Geld zu zahlen wenn nur ein Minus erwirtschaftet wird. Trotzdem bleiben die Meisten auf ihrem Standpunkt :D.

    Michael

  66. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Ich würde behaupten, die meisten Menschen verstehen die Preise bei Immobilien (gerade in der Nachbarschaft) besser als die Bewertung von Aktien. Bei Immobilien wissen sie, dass sie lange dabei bleiben müssen – sonst macht es wenig Sinn. Bei Aktien wird das gerne vergessen. Bei Aktien starren die Anleger ständig auf den Kurs. Oder den Quartalsgewinn. Dabei ist das völlig irrelevant für die langfristige Performance.

  67. Vali

    @Markus, gebe ich dir vollkommen recht „Pauschal wahrscheinlich nicht korrekt. Jede(r) der von einer Mietwohnung mit bauen anfängt… baut wahrscheinlich größer an seinem Traum und oft ist das Haus teurer als die Mietwohnung.“

    Ich höre oft zu, wenn ein junges Pärchen bei meinem Mann sitzt und sie ihre Skizzen ausbreiten: „Wir wohnen jetzt in einer 2-Zimmer Wohnung, wollen aber: Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, 3 Bäder, 2 Kinderzimmer, 1-2 Arbeitszimmer, Doppelgarage + Werkstatt und am besten noch Sauna im Keller, einen begehbaren Kleiderschank fürs Schlafzimmer, Waschräume, Partykeller, Vorratsräume, Wintergarten usw.

    Glaubt, mir da gebe ich euch vollkommen recht. Das ist gefährlich. Das predigt auch Tim hier oft. O.T. schreibt auch „dem Einkommen angemessene“ Immo und nicht x mal drüber – so lang kann man gar nicht leben.

    So ein Paar kenne ich auch. Abschreckbeispiel hier Nr. 1. Sie zahlen seit 35 Jahren ihr Haus ab. Sind immer noch nicht fertig, aber schon Rentner.

    @Sebastian, danke 🙂 Natürlich ist es wunderbar, wenn man etwas von den Großeltern erbt oder irgendwo sehr günstig wohnen kann.

    Pauschal für alle geht sowieso nie 🙂

     

     

     

  68. Oliver

    Wow, hier gehts ja richtig zur Sache. Trotz allem kaufe ich mir keine Immobilie, weder vermietet noch für mich (uns) selbst. Zum einen hat das mieten umgekehrt auch eine ganze Ecke Vorteile. Wenn ich wollte, könnte ich mittlerweile die 300.000 € Wohnung kaufen, ohne Schulden machen zu müssen. Aber ich müßte den größten Teil meines Depots auflösen – und dafür bekäme ich in dem Beispiel Stand heute etwas über 6.000 € Kaltmiete. Bei den Aktien/REITs bin ich bei über 10.000 €. Man darf nicht unbedingt nur den Betrag sehen, der für die Kaltmiete draufgeht. Als Mieter muß ich mich nicht um wirklich viel kümmern außer das die Wohnung in einem guten Zustand bleibt. Alles andere ist geregelt und wenn es mir danach ist umzuziehen, dann mache ich das eben. Wenn ich in den nächsten drei bis vier jahren so frei bin, dass meine Kosten abgedeckt sind, kann ich mir durchaus vorstellen, aus dem teuren München sogar wegzuziehen. Ich komme zwar aus München, stelle aber fest, dass mich die Stadt immer mehr nervt und sie immer voller wird. Und bis auf wenige Gegenden in Deutschland ist vieles günstiger. So eine Wohnung in Görlitz kostet gemessen an den Preisen in München kaum etwas und davon gibts verdammt viele Landstriche, gerade auch in Europa. Aber selbst dann würde ich lieber mieten.

    Für mich ausschlaggebend war immer die Flexibilität, nicht das „My home is my Castle“ denken. Deswegen mag ich Wertpapiere so gerne: Ich habe immer Einkünfte wie bei einer Immobilie den Mietzins, kann mich aber weltweit bewegen. Und das habe ich schon noch vor: Von der vollen Arbeitswoche- obwohl ich eine sehr schöne Arbeit habe – weiterzugehen, um mir noch einige Ecken dieser Welt anzuschauen. Wenn ich dann keine Lust mehr darauf habe, suche ich mir vielleicht wieder eine Beschäftigung. Aber ich merke mit meinen 49 Jahren, dass ich langsam ruhiger werde und irgendwann die volle Arbeitstätigkeit gar nicht mehr suche. Eher den eigenen Interessen folgen, und dazu zählt halt nicht, mich um eine eigene oder fremdbewohnte Immobilie zu kümmern. Ich muß auch nicht unendlich reich werden, nur so viel, dass ich mir um das Thema keine großen Sorgen machen muß. Dann ist für mich persönlich alles erreicht und gut.

    Ich kann Vali mit ihrer Angst vor dem Rückfall in die Armut und dem Dagegensteuern aber auch gut verstehen. Jeder von uns hat unterschiedliche Erfahrungen und daraus Lernmuster entwickelt. In dem Fall ist es positiv, da ich nicht denke, dass sie irgendwann nochmal finanziell unter die Räder kommt gerade wegen dem fleißigen sparen – seien es jetzt Immos oder nicht.

    Wenn man jung ist, kann man es mit dem Fremdvermieten durchaus probieren. Aber man muß sich schon im klaren sein, dass die ganze Sache in den ersten Jahren ein Kampf ist. Gerade in der Zeit fallen so Dinge an wie Familiengründung und da wirds schnell finanziell eng. Auch der Job ist so ein Thema: Bei mir in der Firma sind die ganzen Leute – vor allem aus den USA – regelmäßig versetzt worden. Da ist auch nichts sicher, was Du als Festangestellte in zwei Jahren machst. Trotzdem haben sich einige Villen in München hingestellt, dass man sich nur noch wundern kann. Ich möchte nicht wissen, was die machen, wenn sie woanders hinversetzt werden. Aber auch da gibts sicher Lösungen. Jeder soll so machen, wie er sich das vorstellt und wo er für sich und seine Lieben das beste erreicht.

  69. Kevin

    Ach wie schön…

    Es gibt zwei Dinge, die wir glauben sollen:

    Es gibt keine Euro-Krise
    Wir schaffen das

    Was glaubt Ihr denn, wie das alles finanziert wird?

    Immobilien haben für den Staat den Vorteil, dass sie immobil sind.

    Jede Wette, dass es in den nächsten Jahren eine Zwangshypothek oder eine „fiktive Miete“ gibt, die Immobilienbesitzer entrichten müssen oder so eine Art „council tax“ wie in UK.

    Was wir gerade erleben, ist die größte Vermögensumverteilung der letzten Generationen.

  70. Christoph

    @Kevin: Es gibt ja schon die Grundsteuer. Wenn dann wird die erhöht da braucht man sich nichts neues ausdenken etc.

     

    Meine Eltern sind vor über 40 Jahren hier her gezogen. EIgentlich wollten Sie nicht lange in der Wohnung bleiben. 2,5 Zimmer Wohnung.

    Meine Schwester und ich hatten zusammen etwa 10 m². Das ist für mich der Grund wieso wir uns heute überhaupt nicht verstehen.

    Viele Freunde meiner Elten haben in der Zeit ein Haus oder Wohnung gekauft. Meiner Eltern wohnen immer noch in der Wohnung. Und das schlimme ist mein Vater hat im Osten 2 Häuser gebaut wohnt aber in einer echt kleinen Wohnung.

    Es gab sehr viel Gelegenheiten Häuser hier zu kaufen aber nichts war gut genug oder es war zu teuer usw.

    Bei meinen Eltern hat Mieten überhaupt keinen Sinn gemacht. Aber wir sind da eh ein Sonderfall. Recht vermögend aber dennoch zur Miete wohnen und im Osten zwei tolle Häuser haben. Findet den fehler ;o)

  71. Patently Absurd

    @Christoph:

    Es spricht nichts dagegen, eine Immobilie zu kaufen und darin zu wohnen oder auch zu vermieten, solange der Preis stimmt.

    War denn der Häuserkauf im Osten eine Fehlinvestition? Wie hat sich der Mietspiegel entwickelt?

    Der Mietspiegel kann im Allgemeinen nicht schneller wachsen als die Löhne und Gehälter. Hier habe ich in München meine Zweifel, dass bei den hohen Immobilienbewertungen die Löhne und Gehälter in absehbarer Zukunft noch „nachwachsen“ können.

  72. Patently Absurd

    P.S. Es sei denn, die vielen Flüchtlinge lösen ein weiteres Wirtschaftswunder in Deutschland aus und die unzähligen Probleme in Europa lassen sich irgendwie auch kostengünstig lösen.

    Da braucht man schon viel Fantasie, um daran zu glauben. Im Moment müssen erst einmal Bomben entschärft, die Sicherheit wiederhergestellt und noch einige Attentäter in Belgien gefunden werden.

    Die griechische Finanztragödie geht wahrscheinlich im April/Mai weiter…

  73. vonaufdenboden

    @Sebastian

    Für mich kam nach dem Studium überhaupt nicht in Frage, zusätzlich für 300.000 € ein drittes Grundstück zu erwerben und ein Haus hinzustellen.

    Mit dieser Ausgangsposition ist es leicht nachvollziehbar, dass Du Dich gegen eine selbstbewohnte Immobilie entscheidest.

    Ich kann aber jemanden, der seine Kindheit mit Eltern und Geschwister in einer 60m2 Wohnung verbracht hat sehr gut verstehen, wenn ein Eigenheim oberste Priorität ist. Viele Faktoren werden in der Renditeberechnung nicht berücksichtigt. Alles sehr individuell und deshalb immer eine lebendige Diskussion.

    vonaufdenboden

  74. Vali

    @Oliver, danke dir! Ja, du hast mich richtig eingeschätzt. Bei mir ist die Treibkraft eher die Angst vor der Armut, als der Wunsch nach Reichtum 🙂

    Kann dich absolut verstehen, dass du gern für Mobilität auch den (Miet)-Preis zahlst.

    Ich halte dafür so fest an Deutschland (ganz Immobil;-), dass ich bei diesen Flüchtlingsströmen und geschlossenen Grenzen eher Angst hab mal rauszufliegen und nicht mehr wieder nach D zurück zu dürfen… jeder trägt so seine Paranoia 😉

    Nur noch etwas: Mit deinem Depot müsstest du gar nichts verkaufen, sondern würdest so mit offenen Armen von der Bank empfangen werden! Sie werden dir höchstwahrscheinlich die Wunschkreditsumme geben, weil du genau der sparsame Investor bist, den sie haben wollen 😉

    Dein Kredit könnte sogar ziemlich günstig ausfallen. Du hättest einfach zusätzlich noch einen 300000€-Wert dazu. Zu den REITs und Dividenden 😉

    Aber, du weißt am besten was für Dich gut ist 🙂

    Gilt natürlich für alle hier – keiner muss seine Aktien verkaufen. Die gelten nämlich auch als Sicherheiten bei der Bank. Zu welchen %-Anteil, weiß ich nicht genau, aber wenn ich die passende Mietwohnung gefunden habe, probiere ich es aus.
    Depot gegen Vollfinanzierung. Dividenden-Cashflow als Sicherheit. So was lieben Banker 😉

  75. Christoph

    @Patently: Naja beides sind tolle Häuser, Marmorbäder usw. Aber ein Mieter zahlte extrem lange nicht. Das tut natürlich richtig weh. Anfang der90er gabs einen riesen Steuervorteil für Investitionen im Bau. Und mein Vater hat das dann gemacht.

    Ich verstehe bis heute nicht wieso er nicht lieber hier en haus oder Wohnung gekauft hat. Aber hier war ihm alles zu teuer. Er vergleicht heute noch innerlich seine Häuser die drüber stehen mit Häusern die es hier gibt und sagt dann viel zu teuer. Aber Wiesbaden ist nunmal teuer. Glaub unter den Top 10 in Deutschland.

    Ich selbst würde mit Partnerin sofort eine Wohnung/ haus kaufen Aber allein ist mir das derzeit noch zu heftig.

    Und auch wenn ich unterstützt werden würde.. was mir irgendwie auch unangenehm wäre ab einer gewissen Größenordnung.

     

     

  76. O.T.

    @Markus

    Du solltest Dich nicht auf Reizwörter wie „Jackpot“ oder so fixieren. Nimm einfach ganz unemotional eine Stift oder das Excel Deiner Wahl zur Hand und rechne nach.

    Zu Klarstellung, ich rede von einer Mietwohnung/Eigentumswohnung in der Stadt und nicht vom Traumhaus auf dem Land.

    Es ist (nur) ein steuerlicher Unterschied ob Investor oder Eigentümer, aber irrelevant, weil ich immer betonen will das ich Mieter mit Eigentümer/Eigentumsaufbau vergleichen will, und nicht Aktieninvestments mit Immoinvestments.

    Erst dann wenn die Wohnung abbezahlt ist kann man sich überlegen ob man die Wohnung versilbert und das Geld in Aktien investiert weil bessere Rendite etc.

    @Sebastian

    Was würde deine Bekannte Miete für ihre 400.000 EUR Wohnung bezahlen? Nur um das geht es mir, um nichts weiter. Ich behaupte mal, sie würde weit mehr als 650 EUR Kaltmiete für die Wohnung berappen, jetzt als Eigentümerin nimmt sie die Gelegenheit beim Schopf und bildet einen Kapitalstock aus der „eingesparten“ Miete. Ist in meinen Augen sehr vernünftig.

    Unvernünftig ist es, wenn die Wohnung zu groß für sie ist, sie nicht das entsprechende Einkommen hat. Aber dann würde sie genauso in ihrer total übergroßen/überteuerten Mietwohnung herumhängen mit wahrscheinlich der doppelten Kaltmiete was noch mal um eine Potenz unvernünftiger wäre.

    @Vali

    Du und ich haben es in dieser Leasinggesellschaft wahrlich nicht leicht :-), nur eben finanziell ein bißchen …

    @Oliver

    Ich habe ja gar nichts gegen Aktien. Ich besitze selbst ein paar davon. Ich habe nur was gegen das verbrennen von Geld, wofür ich die Miete halte. Sinnvoller wäre es sich „jeden“ Monat ein neues iPhone zu kaufen und mit dem Hammer zu testen ob es noch immer beim ersten Schlag kaputt geht. Die ganzen Risiken die kommen – wie Flexibilität, Scheidung, Krankheit und hundert andere sind ganz normale Lebensrisiken die jeden treffen können, und über kurz oder lang jedem treffen.

    Aber mir will einfach nicht einleuchten warum eine Scheidung plötzlich Einfluß auf meine Eigentumswohnung hat? Warum sollte eine Scheidung mich plötzlich schlechter stellen als einen Mieter? Klar, gemeinsames Eigentum. Geteilt durch zwei ist dann nur noch ein halbes Eigentum. Und was bleibt dem Mieter nach der Scheidung – genau, nix! Ich verstehe nicht, warum mich das als Eigentümer schlechter stellt. Wenn man umziehen will, na und? Kann man eine halb bezahlte Wohnung nicht verkaufen oder vermieten? Ich verstehe es nicht …

    Ich verstehe zwar, daß die Nebenkosten weg sind, ab die machen (nur) 10 %, nichts was einem aus der Bahn werfen sollte, schon gar nicht wenn man sich mit seinen eigenen Finanzen auseinandergesetzt hat.

  77. Patently Absurd

    @Christoph:

    Kann ich alles nachvollziehen, da ist eine Menge Psychologie im Spiel. Habe selbst ein Haus in der Pampa mit geringer Rendite.

    Man muss sich immer darüber im Klaren sein: günstige Kredite und vermeintliche Steuerersparnisse sind schlechte Anlageberater.

    Rational wäre es besser, sich auf die Rendite nach Steuern zu konzentrieren. Wenn eine Anlage vor Steuern schon keine Rendite abwirft, dann helfen einem die Steuerersparnisse und günstigen Kredite im Regelfall auch nicht weiter – das Ganze wird dann Liebhaberei.

  78. Oliver

    @O.T:

    Ich habe gar nichts großartiges über Scheidung geschrieben, ist für mich auch kein Thema, weil nicht verheiratet. Aber um kurz auf das Thema einzugehen sind Scheidungen für viele Leute, wenn sie sich nicht vernünftig trennen können, finanziell immer katastrophal. Ich kenne mich im Scheidungsrecht nicht aus und möchte damit in meinem Leben auch nicht in Berührung kommen. Sehr ungutes Thema und noch individueller als Immobilienkauf. Aber das eine Scheidung selbst bei Gütertrennung Einfluß auf dein Einkommen und damit die Möglichkeit, Raten zu zahlen Einfluß hat, liegt doch wirklich auf der Hand. Mit Kinder wird die ganze Sache noch unberechenbarer für alle Parteien. Häuser haben sich trennenden Ehepaarne zu Hauf ruiniert, weil aufgrund der Scheidungskosten alles aus dem Ruder gelaufen ist.

    Ganz häufig sind auch die Spezialisten, die eine viel zu große Immobilie erwerben. Da sind die Frauen sogar schlimmer, weil sie nicht selten etwas viel größeres möchten als eigentlich notwendig ist. Ich habe gerade aus diesem Grund schon Leute gesehen, die sich damit finanziell komplett platt gemacht haben.

    Was die Miete betrifft: Für mich ist die Wohnung nur ein Gebrauchsgegenstand. Ich verliebe mich in eine Wohnung genauso wenig wie in eine Aktie oder irgend einen anderen Artikel, den es da draussen so gibt. Du hast unterschiedliche Vehikel, mit denen Du unterschiedlich leben kannst. das gilt für Dinge des täglichen Gebrauchs genauso wie für Investments. Für mich ist es sogar vermittelbar, wenn jemand sein ganzes Geld in ein Auto steckt, wenn er damit eine Riesenfreude hat. Genauso das Häuschen auf dem Land oder die ETW in einer Stadt oder was auch immer. Mieten ist für mich z.B. ein Stück Freiheit in der Richtung, dass ich mir je nach Lebenslage und Geldbeutel das suchen kann, was mir genehm ist. Und wenn ich morgen sage, ich möchte woanders wohnen, kann ich das sehr zeitnah realisieren. Das ist für mich persönlich z.B. durchaus ein Vorteil. Wenn hier bei mir in der Wohnung irgendetwas hinüber ist, dann rufe ich bei der Verwaltungsgesellschaft an und die machen mal. Alles sehr einfach für mich.

    Mein Fokus war immer, möglichst so viel zu verdienen, dass ich mir über Miete keine Gedanken machen muß. Das ist die meiste Zeit ganz gut gelungen und damit war ich in der Lage, viel zu sparen. Ich habe mir im Gegenzug immer das geleistet, was ich wollte und große Sachen habe ich selten eingekauft, sondern gemietet oder geleast. Ich mag es einfach und pflegeleicht. Dazu gehören bei mir eben nicht der Kauf von Immobilien, weil das zu meinem Lebensentwurf einfach nicht passt. Mir ist aber bewusst, dass es Leute gibt, die mit Immobilien reich werden. Das sind meistens die, die sich kundig machen und sich darum kümmern. Nur wie ich schon geschrieben habe, ist mein Lebensziel nicht, möglichst reich zu werden. Ich bin ohne eigene Immobilie sehr zufrieden mit meinem Leben. Und das ist für mich persönlich das ausschlaggebende. Wenn das bei dir anders ist und Du gerne in Immobilien investierst, um Miete zu sparen, sei es dir unbenommen.

     

     

     

  79. Markus

    @OT

    Sorry, dass ich mich an Deinen Reizwörtern „Jackpot & fürstliche Rendite“ ohne Risiko aufhänge…

    Hat mich dann doch irgendwie zu sehr gereizt, da ich diese Kombination für grundfalsch halte.

    Im übrigen gibt es hier ein paar mal die Kombi Aktien & Immoeigentum.

    Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn etwas zu schön klingt um wahr zu sein, ist es das auch in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle.

  80. Mr. Braun

    Sehe das ähnlich wie Oliver.

    Zahle lieber Miete als Zins. Vorallem möchte ich aber lieber in Aktien investieren als eine Immobilie abzubezahlen. Die Miete steigt in meinem Fall bei weitem nicht so stark als mein Cashflow aus Dividenden.

    Jeder so wie er meint …

  81. ZEN Investor

    Welche Geschäftsidee erfüllt die nachfolgenden Kriterien?

    a) zu starten mit geringem Kapital
    b) Multiplikatoren oder rasches Geld (zB Versicherung, Software entwickeln)
    c) es kann von 2-3 Personen ausgeführt werden im ersten Jahr und danach wachsen
    d) es bindet nicht viel Kapital bzw. es hat eine enorm hohe Marge (zB Software-Entwicklung und Verkauf via Internet oä)

     

    Und was braucht ‚jeder‘, aber nur wenige wollen dieses Geschäft machen?

     

  82. Couponschneider

    Bitte bei Immobilien bedenken: Die Miete beim Mieter darf man nicht gleichsetzen mit Tilgungsraten beim Eigenheim. Der Vermieter bildet von der Miete auch Rücklagen, denn er muss die Wohnung instandhalten. Wenn der Vermieter nicht gerade ein Krauter ist, sondern eine seriöse Immobilienfirma oder eine Wohnungsbaugenossenschaft, dann passiert genau das.

    Wenn also jemand statt 700 € Kaltmiete 700 € Tilgungsrate pro Monate zahlt, und sagt, das sei doch ein Bombengeschäft, denn irgendwann gehöre ihm das Haus bzw. die Wohnung ja, dann ist die Rechnung schlichtweg falsch. Er hat noch beispielsweise 200 € pro Monat an Rücklagen  zu bilden.

    Am Haus kann viel kaputt gehen und vieles wird teuer. Ich kenne da einige Geschichten. Beispielsweise ist ein Kollege von mir Wohnungseigentümer. Es gibt regelmäßig Eigentümerversammlung. Dort sitzen zu viele Leute drin, die auch noch in ihren Wohnungen wohnen und sich völlig kalkuliert haben. Nach bald 30 Jahren müsste nun einiges renoviert werden. Nun haben blockieren die armen Schlucker mögliche Renovierungen, weil sie selber kein Geld haben. Folge ist, dass es an die Substanz geht und die Eigentümer, die gerne investieren würden, weil die ihren Mietzins schwinden sehen.

    Ich bin auch in der DDR geboren. Ich weiß, wie Häuser aussehen, wenn jahrzehntelang nicht investiert wird. Und in meinem Heimatdorf im Märkischen sieht’s bald wieder so aus, weil nun seit 25 Jahren nichts mehr gemacht wurde, weil sich die Leute verkalkulieren.

    Ich kenne auch eine Familie, da gehen viele Geschwister (einige geschieden, einige verwitwet) auf die Rente zu und wollen sich das Elternhaus, wo noch die Mutter lebt, zurecht machen. Also investiert man. Das Problem: Es ist eine Doppelhaushälfte und der Eigentümer der anderen Hälfte ist Alkoholiker auf Hartz IV und wurde schon lange nicht mehr gesehen. Dort tropft es nun schon 20 Jahre ins Haus rein. Das ist hochriskant, wenn der Schimmel von nebenan kommt. Natürlich denkt man nicht daran, noch ein paar Rücklagen zu bilden, um Folgenkosten abzudecken.

    Und auch ans Alter muss man denken. Ein Altersruhesitz? Was ist, wenn man einen Rollstuhl benötigt? Als Mieter wechselt man die Wohnung, zieht in ein Haus mit Fahrstuhl. Ich kenne aber Häuser, wäre der Lifteinbau mit enormen Kosten verbunden, da schon die Eingangstür nicht ebenerdig ist (Hochparterre) und die Etagen im Haus nur durch eine Wendeltreppe verbunden sind. Und gerade so eine Architektur fordert Oberschenkelhalsbrüche heraus.

    So ein Haus möchte ich nicht unter Druck verkaufen müssen, wenn im Alter die Mittel fehlen und nun plötzlich altersgerechtes Wohnen zur Miete notwendig würde.

     

  83. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Couponschneider,

    bei meiner Frau steht zum Beispiel im Vertrag mit der Hausverwaltung, dass Eigentümer nach 3 Monaten ausstehender Zahlung des Hausgeldes (inl. Instandhaltungsrücklage) die Pfändung droht, bis hin zur Zwangsversteigerung.

    Ich verstehe und teile zwar Valis Begeisterung, und wenn alles läuft, dann ist das wirklich prima, aber ich selbst denke auch wie Oliver. Meine Lebenssituation hatte nie Immobilienbesitz in Betracht gezogen. Wenn ich jung als „Familie Mustermann“ durchgestartet wäre als Doppelverdiener, dann  hätte wohl auch Häuslebau auf dem Programm gestanden. Aber mir kam es nie in den Sinn. Ich hätte das als Klotz am Bein empfunden, bzw. zu große Einschränkung, da zu wenig Verdienst.

    Für mich käme höchstens mal eine billige Hütte hier oder in Spanien in Frage, die man cash auf die Hand kaufen kann. Die dann soweit wie notwendig in Schuss halten, dass es nicht nass rein kommt und gut. Mit Finanzierung auf Jahrzehnte würde ich einfach nicht gut schlafen, da ständig Angst, mal von der Pleite bedroht zu sein.

    Schönen Tag

    MS

  84. Vali

    Einen wunderschönen Guten Morgen allen 🙂

    @Couponschneider, unser Mieter hatte eine Kaltmiete von 500€ bezahlt. Dazu Haus-und Nebenkosten 200€. Also 700€ warm. In diesen 200€ sind auch Rücklagen drin. D.h. das gesamte Haus spart in ein Konto jeden Monat rein. Wenn neue Heizung, vor wenigen Jahren neue Fenster, Aufzug, oder neues Dach,  kommen sollte, dann nimmt man die Rücklagen, die alle gemeinsam gezahlt haben. Aktuell an die 600000€ fürs Gesamthaus. Momentan werden die aber nicht gebraucht und ich hoffe, die Verwaltung hat sie gut angelegt 😉

    Die Tilgungsrate aber ist evtl. 500, bei uns knapp 400€ mit Zinsen. Die Zinsen sind von der Steuer abzusetzen.

    Und, wenn ich tatsächlich Rücklagen noch dazu bilden sollte (was ich übrigens gern mache) – was spricht dagegen, dass sie nicht in Aktien angelegt sind?:-)

    Und wenn jetzt jemand hier sagt „Aber Aktien sind zu riskant!“, dann lerne ich Chinesisch;-)

    Und als wir das Bad renovieren wollten in MUC, haben wir auch einen Installateur bezahlt. Den Rest hat mein Mann gemacht. Jetzt kann jeder rufen, „aber nicht jeder hat einen Architekten im Haus“. Aber dafür vielleicht einen Installateur? 😉

    Aber, man liest hier, viele wollen überhaupt keine Immobilie. Ist auch gut so. Ich dachte nämlich schon, wenn alle so denken wie ich, wer soll dann in Zukunft die Miete zahlen? 🙂

    @Zen, welcome zurück!  Hm… mir fällt z.B. Harry-Potter-Schriftsteller ein? 😉

     

     

  85. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    ich empfehle Dir, Deinen Mietvertrag überprüfen zu lassen. Rücklagen dienen der Instandhaltung, welche grundsätzlich auf Kosten des Eigentümers/Vermieters gehen („Instandhaltungsrücklagen und die laufende Instandhaltung sind keine umlagefähigen Nebenkosten“). Das sind keine umlagefähigen Betriebskosten. Und natürlich gibt es auch noch andere nicht umlegbare Nebenkosten. Wenn ein Mieter einfach zahlt was von ihm verlangt wird, dann ist er selber schuld. Das heißt aber nicht, dass es rechtens ist, und vor Gericht Bestand hätte. Aus dem Grund würde ich z.B. immer lieber eine Wohnung von einer großen Gesellschaft mieten, die eine Rechtsabteilung hat, bzw. einen Anwalt für Mietrecht beschäftigt. Privatvermieter wissen oft gar nicht was sie dürfen und was nicht. Dann streitet man sich mit denen nur rum.

    Schönen Gruß

    MS

     

  86. Vali

    @Matthias, danke dir 🙂

    Wir haben aktuell keinen Mieter. Unseren ersten und letzten haben wir praktisch von der Straße gerettet. Er musste aus dem Studentenheim raus (innerhalb von 2 Wochen), hatte einen Job, aber keine Wohnung. Er wurde uns empfohlen, bzw. wir wurden darum gebeten ihn zu nehmen. Wir wollten keinen Mieter 😉

    Er hätte alles bezahlt, was wir verlangt hätten. Wir haben für ihn die Wohnung eingerichtet. Er hatte nichts. Wir haben dann abgewartet, bis er ruhig eine neue gefunden hatte und sind Freunde geworden. Er besucht uns immer wieder hier zuhause 🙂

    Es gibt immer 2 Seiten der Medaille 🙂

    Die Wohnung ist momentan mein Büro. aber genug privates, muss arbeiten 😉

    Lieben Gruß

  87. Markus

    @Vali

    Welchen Mieter mit 500,- € + 200,- € Nebenkosten meinst Du?

    Denn der bei Dir nicht mehr da ist oder Frank, der mi 1.600,- € netto + 300,- € Kindergeld jeden Monat 1.000,- € in Blue Chips steckt und die Warmmiete 715,- € kostet und mit dem Rest eine 4 köpfige Familie mit gerade so ernährt?

    Irgendwas entscheidendes verpasse ich bei den Rechnungen immer… evtl. schwaches Gedächtnis meinerseits. 😉

    Musst Du nicht beantworten!

     

  88. Christoph

    @Markus: Du bist echt extrem pessimitisch.

    Man muss ja nicht gleich immer denken, dass alles super super super wird. Aber nur negativ ist doch auf Dauer nicht gut. Man sollte auch ein bißchen Hoffnung haben, auch wenn es momentan nicht leicht ist

     

    immer dran  denken: nicht den Kopf in den Sand stecken. Sand in den Kopf geht auch^^

  89. Markus

    @Christoph

    Was ist daran pessimistisch, wenn ich bei Behauptungen nachfrage, wie z. B. jemand mit 185,- € monatlich eine Familie ernährt, wo doch viele andere Kosten noch gar nicht berücksichtigt worden sind?

    Da muss ein entscheidender Faktor fehlen oder sie führen ein Leben, dass ich mir nicht vorstellen kann, was ich aber auch nicht verurteile!

    oder

    Wenn ich bei Vali nachfrage, wie sie so wahnsinnig positiv mit Mietrenditen rechnet, selber aber im Gegensatz zu mir nicht mal nen Mieter hat?

    Einfach Schulterklopfen, danke, super und auf keinen Fall fragen, wie sich diese Beispiele rational erklären lassen ist mir halt irgendwie zu rosarot.

    Wenn ich dann der Pessimist bin, nur weil ich vieles abwäge und trotzdem Entscheidungen treffe… dann soll es so sein! 😉

    Zu viel Abwägen und daraufhin immer ablehnend zu reagieren, wäre Pessimismus.
    Keine Entscheidungen zu treffen ist auch nicht besser!

    PS: Im übrigen gibt es da schon diese Technik bei Motivationsseminaren, dass man sich mit den möglichen Hindernissen bei Zielen beschäftigt… die sind wahrlich nicht für Pessimismus bekannt. 😉

  90. Vali

    @Markus, du solltest besser lesen 🙂

    Hans ist nicht Frank, siehe oben.

    Ich hatte absolut positive Erfahrungen mit meinem Mieter. Sorry, wenn dies bei dir nicht der Fall ist.

    Den Fehler machst du nämlich oft auch und schließt aus deinen Erfahrungen für andere.

    Plötzlich heißt es „ach, aber der Mann ist Architekt“, oder „Glück gehabt“.

    Tja, wie auch negative, können auch viele positive Faktoren zutreffen. Die ich hier auch nicht alle aufzählen will, denn jeder muss selbst seine Wahrheit finden.

    Wir wissen beide immer noch nicht voneinander, was wir beruflich machen. Evtl. dürften sich auch andere Türen öffnen, oder wen wir im echten Leben so kennen, mit wem wir befreundet sind oder arbeiten. Das bleibt für die Leser hier verborgen.

    Aber deine sarkastischen Bemerkungen kenne ich schon – alles easy 🙂

     

  91. O.T.

    Ich wollte nur die unglaublichen Chancen für Mieter in dem derzeitigen Zinsumfeld aufzeigen. Naja, ein bißchen missionieren vielleicht auch :-).

    Die sonstigen Mieterrisiken die man als Anfänger bei einer Immobilie mit Mietern hat, wie Mietnomaden die die Wohnung zertrümmern, Mieter die nicht zahlen wollen/können etc., fallen bei einem 100%igen edlen und umsichtigen Mieter der ich selber (ganz sicher!!!) bin – weg.

    Sicher können die Zinsen in 15 Jahren, nachdem der Fixzins ausläuft, andere sein als heute. Aber was ganz sicher ist, daß die Miete in 15 Jahren eine wesentlich höhere ist als heute (Zinseszins). Jeder neue Mietvertag enthält eine Wertsicherungsklausel, das heißt die Miete wird um den Verbraucherpreisindex (VPI) jährlich oder alle zwei Jahre erhöht, oder enthält eine Klausel nach 3 Jahren haben Sie +x, nach 5 Jahren +y zu zahlen. Ich weiß nicht wie es in München ist, aber dort wo ich wohne gibt es nur noch befristete Neuverträge.

    Alles bedauerlich für Mieter, erfreulich für angehende Eigentümer.

    @Couponschneider

    Bei Eigentümern gibt es einen Punkt „Rücklagen“ in der Betriebskostenabrechnung, bei mir ca. 30 % der Betriebskosten, also 50 % der Mieterbetriebskosten. Genau diese Rücklagen werden für die Verbesserungen/Reparatur am Gebäude verwendet. Tatsächlich gibt es diesen Punkt bei den Mieter-Betriebskosten nicht.

    @Markus

    Ich würd‘ sagen Verständnis. Vali meint ihren eigenen Mieter, der noch nicht in diesem Thread eingeführt wurde ;-).

    @Christoph

    Markus glaubt eben genau das Gegenteil von der Behauptung (die rein mathematisch und theoretisch ist) das die Kaltmiete die Wohnung selbst ohne Eigenleistung abbezahlt, die ich aufgestellt habe. Das ist nicht nur sein gutes Recht, sondern auch Pflicht für jeden der mit dem Gedanken spielt, eine Eigentumswohnung zu kaufen und für einen Inverstor erst recht!

    Jetzt noch der letzte Versuch der Missionierung:

    Die Wohnung die Vali weiter oben verlinkt hat ( € 3.934 pro qm! 3 Zimmer-Wohnung mit ca. 76qm ) durchgerechnet mit angemessener Kaltmiete, die die 593 EUR meiner Meinung nicht sind, sondern eher 900+ ( Vergleichsmieten München ), wäre auch ein klarer Kauf.

    Diese Beispiel, gerechnete mit 850 EUR Kaltmiete/Kreditrate. Fixe Darlehens-Zinsen die ersten 15 Jahre 2 %, die nächsten 15 Jahre 3 %, und dann 4 %. Jährliche Steigerung der Miete/Rückzahlung von 2,5 %. Ergebnis ist, das der Eigentümer diese Wohnung nach 33 Jahren abbezahlt hat, ohne einen Euro mehr ausgeben zu haben als ein Mieter. (Darlehen incl. Nebenkosten: 330.000).

    Das gleiche Beispiel mit 593 EUR gerechnet. Die Immobilie wäre nach 49 Jahren abbezahlt.

    Miete ist eben nicht Miete, sondern vielmehr ein Zinseszins gegen den Mieter.

    Ende der Missionierung :-).

  92. Markus

    @Vali

    Meine sarkastische Bemerkung:

    Ich kann nur lesen, was manche Leute von sich geben.

    Die Faktoren, die bewusst/unbewusst weggelassen werden… sind dann Grund für die Missverständnisse und der jeweiligen unterschiedlichen Interpretierung.

    Wenn Du bei Hans nach frägst und Dir Franz antwortet… interpretiere ich es so, dass dies ein und derselbe Mensch ist…

    Vielleicht solltest Du genauer lesen! 😉

    Beide wären wir auf dem Holzweg, wenn Hans/Frank ein Fake ist, Fakten weglässt… oder ganz skeptisch gedacht: Die 300 k – 75m² Wohnung ist von Dir. 😉

    Da vieles im Netz nebulös und ohne echte Aussagekraft ist, kümmere ich mich lieber um mein reales Netzwerk, Menschen, die mir Nahe stehen und meine Ziele! 😉

    Den Kaffee wolltest Du ja nicht, sonst hätten wir Netzwerken können. 😉

  93. Christoph

    @Markus: Ich gebe Dir auf jeden Fall Recht, dass man möglichst alle Fakten berücksichtigen sollte.

    Generell ist es abgesehen vom finanziellen ja auch eine emotionale Entscheidung.

    Manchen macht es nichts aus sich mit Mietern usw zu beschäftigen. Da kommen ja auch Themen wie Nebenkostenabrechnung usw dazu.

     

    Andere wiederum wollen sowas nicht, da es Ihnen einfach zu viel ist. Muss ja jeder selbst wissen.

    Ist genau das gleiche wie selbstständig oder nicht selbstständig.

  94. Markus

    @Christoph

    Mir geht es auch gar nicht um`s Recht bekommen oder haben.

    Ist mir hier auch schon unterstellt worden.

    Ich habe halt eine Vorliebe für echte und reale Fakten („Vali“diert-sozusagen;-)).

    Für diese Vorliebe habe ich mich eigentlich schon zu viel hier rum getrieben…

  95. Vali

    @Markus, „Den Kaffee wolltest Du ja nicht, sonst hätten wir Netzwerken können“ 

    Ich darf mir das noch offen halten? 🙂

    Und ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich nicht gleichsofort mit einem unbekannten Blogleser Kaffee trinken gehe?;-)

    Die Wohnung oben ist (leider) nicht von mir. Die hat mir einfach schnell beim Googeln für Oliver gefallen.

    Und was meine „Vali“dität betrifft: Tim und Matthias kennen meinen echten Namen. Ich begegne beiden mit Respekt, weil ich sie mag und sie meine Individualität schützen. Ich vertraue ihnen einfach.

    Von daher ist vieles, was ich hier schreibe nachprüfbar, zumindest grob kann man meine Persönlichkeit+Biografie googeln, und ich erlaube mir nicht einfach Blödsinn herumzuschreiben. Ob der Rest des Blogs hier ein Fake ist… who knows?

    Zumindest mag ich es, dass viele über (Investment-)Grundwissen und Aktienerfahrungen verfügen, mich oft beim Lesen motivieren und ich mich insgesamt wohl in dieser Gruppe fühle und dadurch auch gern und fleißig an meinem Aktiendepot arbeite.

    Ganz ehrlich – ganz alleine hätte ich diese Summen  nicht ins Depot gesteckt 😉

    Und meine Vorliebe für Immobilien ist einfach eine Begeisterung, die ich gern mit anderen teile. Ich sehe schon, es kommt nicht immer gut an. Aber neue Themen, neues Glück!

    Lieben Gruß und lass dich mal wieder blicken, auch wenn dir die „Echten“ wichtiger und lieber sind… das versteh ich gut 🙂

     

  96. Markus

    @Vali

    Passt schon. 😉

    Ich meine es nicht böse, wenn ich evtl. in Deinen Augen etwas 😉 pedantisch bin.

    Finde nur, bei Investitionsentscheidungen, die 20 oder mehr Lebensjahre im Vermögensaufbau kosten können, bzw. umfassen, sollte man schon alle möglichen Fakten überprüfen und von „Pauschalthesen“ die jeder Makler als super Kaufgrund verkauft, nicht einfach so als neu geltendes Faktum weiterverbreiten.

    Du, dass mit dem Kaffee muss nicht sein. Du willst mir bloß wieder so kleine Hütte andrehen, wo ich doch schon sehr schön wohne. ;-). Spaß beiseite, Deine Lebensgeschichte klingt sehr interessant und spannend. Ich habe ein wenig Anstand wie Du evtl. aus meinen ab und an geäußerten moralischen Bedenken herauslesen konntest. Insofern kann ich in dieser Thematik einiges von der Sichtweise von Matthias abgewinnen. Zudem sage und schreibe ich fast immer was ich denke. Ich kann Falschheit wenig abgewinnen. Zudem kann ich Vorurteile manchmal einfach nicht stehen lassen. Mit so einer Art eckt man allerdings auch an. Dass es vielfach besser ist, die Klappe zu halten, muss ich noch lernen. 😉

    Wenn Dir hier die Gemeinschaft hilft, ist dass doch super und schön für Dich!

    Jedenfalls wünsche ich Dir viel Erfolg und alles Liebe!

  97. K.

    Vielleicht nur ein Aspekt aber für die Zukunft (Altersarmut usw.) ein relevanter.

    Kinder und ggf. Enkelkinder müssen für Pflege/Heim-Kosten aufkommen wenn die Rente und „Vermögen“ der Eltern / Ureltern nicht ausreicht. Da wird die jetzige arbeitende Generation mehr und mehr treffen.

    Aktuell wird die Miete angerechnet die man zahlt und man muss staatlich gesehen weniger „abgeben“ als Elternunterhalt. Den Rest zahlt der Staat.

    Wohne ich im Eigenheim, so fällt diese Anrechnung weg und ich muss mehr von meinem Einkommen abgeben.

    Mir geht es rein um die finanzielle Sicht, nicht umd die ethische oder moralische. Das ich für meine Eltern und ggf. Großeltern (wobei hier der Generationenabstand und Bezug schon sehr weit sein kann) aufkomme und für sie einspringe ohne selbst an den Rand des Existenzminimums zu geraten, tue ich sicher gerne. Schließlich haben sie mich groß gezogen.

    Ein (Aktien/Investitions)Vermögen das man ggf. noch über Generationen im kleinen beginnt und „Reste“ weitergibt und konsequent auch als Geringverdiener-/Mittelschicht-Verdiener weiterführt kann hier auch langfristig gegensteuern und ganze Familien entlasten. Auch eine Art der eigenen Zukunftsvorsorge. Und eine Zukunftsvorsorge für die Kinder (Entlastung).

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