Weniger ist mehr: Fokussiere Dich auf das Essentielle. Was ist Dir wirklich wichtig? Verschwende Deine Zeit und Dein Geld nicht für unnötiges Klimbim


New York, 7. März 2017

Ich hatte in New York ein kleines externes Büro. Es war mehr oder weniger ein Schreibtisch. Ich gab das auf. Ich arbeite nun im Starbucks oder zuhause. Mein Büro ist meine Laptoptasche. Immer mobil. Weniger Druck. Mehr Freiheit.


Ich habe mich mein Leben lang mit einem Hauptjob und ein bis zwei Nebenjobs durchgeschlagen. Ich habe lange Zeit in WGs und im Studentenwohnheim gelebt. Ja, ich weiß, ich habe das schon oft gesagt. Mein Blog ist wie das Alte Testament. Ich kann es nicht oft genug wiederholen. Schwerpunkte im Leben zu setzten ist wichtig. Wir leben in einer irren Zeit, in der Menschen den Überblick verlieren. Allein der Geschenkewahn zu Weihnachten ist eine enorme Last.

Ich lebte immer auf Sparflamme – bis auf eine kurze verschwenderische Phase. Geschenke gebe ich. Aber nicht übertrieben und nichts Unnötiges.

Natürlich gönne ich mir mal was. Ich mag dieses Selbstbedienungsrestaurant im Finanzviertel. Wenn ich ins Restaurant gehe, was selten passiert, bestelle ich nie einen Nachtisch. Ich denke dann: „Stattdessen kaufe ich lieber ein paar Berkshire-Aktien dieses Jahr mehr.“

Wenn ich Leute sehe, die zwei Cappuccino und Eiscreme bestellen, sehe ich das Geld wegfließen. Im Restaurant bestellen New Yorker normalerweise einfach Leitungswasser – das kostet nichts und ist gesünder als Soda. Zuhause zu kochen ist Usus in meinem Haushalt. Aldi und Lidl sind eine großartige Sache, finde ich. Ich trage Kleidung vom Discounter. Das Zeug ist gut. Mit meinem Vermögen gehe ich vorsichtig um. Minimalismus führt dazu, dass ich nicht mehr wie ein Irrer arbeiten muss. Die Nebenjobs habe ich alle aufgegeben. Ich arbeite nur noch als freier Journalist. Und nur noch an Projekten, die mir wirklich Spaß machen. Ich kann „Nein“ sagen zu Angeboten, die mir nicht zusagen. Ich konzentriere mein Leben auf wenige Aspekte, die mir wichtig sind.

Meine Sparquote pendelt zwischen 40 und 50 Prozent. Mein Gehalt war nie sonderlich üppig, aber die Plackerei hat es möglich gemacht, dass ich finanziell frei bin. Ja, es ist manchmal anstrengend. Aber es fühlt sich gut an. Hast Du ein Ziel vor Augen und siehst Dich auf das Ziel zubewegen – es gibt nichts Großartigeres.

Es gibt ein paar Tricks, wie Du Dein Leben vereinfachen kannst: Wer einen kleinen Wohnraum hat, kann nicht viel Klimbim kaufen. Wer kein Auto hat, spart. Kaufe niemals Konsumgüter auf Kredit. Wenn Du nicht das Bargeld hast, kannst Du eben nichts kaufen. Automatisiere das Sparen. Jeden Monat geht Deine Sparleistung automatisch vom Girokonto weg. So kannst Du das Geld nicht mehr verpulvern.

Klar ist es manchmal nicht leicht zu sparen. Aber es ist die Anstrengung wert. Die gewonnene Freiheit ist es wert. Die Freiheit ist mir mehr wert als der neue Audi, Mercedes oder BMW vor der Haustüre. Meistens macht es sogar Spaß zu sparen.

Wer auf die finanzielle Freiheit keine Lust hat, soll einfach sein Leben so weiter leben wie bisher. Aber eines solltest Du Dir zu Herzen nehmen: Gehe nach Möglichkeit nicht mit Schulden in den Ruhestand.

Ich tilge meine Hypotheken schnell. (Ohne Schulden ist das Leben stressfreier.) Den Rest habe ich zu 100 Prozent in Aktien investiert. Daneben habe ich ein kleines Notpolster. Der Aktien-Schneeball ist zur Lawine geworden. Das passiert mit den Dekaden. Ich fing ganz klein an.

Leute beschweren sich ständig über Gott und die Welt. Das nervt mich. Warum ändern nicht die Menschen etwas. Sie beschweren sich nur, ändern aber nichts. Es gibt keine Verpflichtung dazu, die gleiche Person zu sein wie vor zehn Minuten. Höre nicht auf die Nein-Sager. Höre nicht auf Dauer-Pessimisten.

Verändere Dein Verhalten und Du wirst sehen, es funktioniert. Veränderung ist der Schlüssel zum Erfolg. Keine Ausreden mehr. Dein Leben ändert sich schlagartig, wenn Du dem Geld sagst, wo es hin soll. Lerne dankbarer zu sein mit dem Zeug, das Du besitzt. Jedes Jahr dem neuesten Modell hinterherzutragen ist Zeitverschwendung.

Auf Facebook hat jemand seine Kreditkarten zerschnitten und gepostet: „Ich bin kein Sklave mehr.“ Ich finde das super:

Selbst wenn Du nur fünf Euro am Tag sparst, ist das besser als nichts. Am Ende des Monats hast Du 150 Euro mehr als zu Beginn des Monats.

Wir Menschen meinen, immer alles besitzen zu müssen. Wir glauben ferner, alles machen zu müssen. Warum suchen wir uns nicht ein paar Dinge, die uns enorm wichtig sind? Das macht das Leben schöner. Ignoriere das Unnötige. Den Kleinkram. Autor Greg McKeown bringt das gut auf den Punkt:

Wir besitzen zu viel Zeug. Wir werden aufgefressen vom Besitzwahn. Vom Materialismus. Von neuen Autos, Uhren, Smartphones, Mode, Möbel, Wohnen… Wir leben in einer Blase des vielen Zeugs. Wir haben zu viele Pläne. Wir folgen anderen Konsumenten in unserem Umfeld passiv. Wir kaufen, was sie kaufen. Wir fliegen in den Urlaub, wo sie hinfliegen. Lebemenschen ziehen ihr Umfeld und ihre Familie zuweilen mit in Geldnöte.

Du wirst zufriedener mit weniger Zeug. Mit mehr Zeit. Weniger ist besser. Studien zeigen das. Es geht darum, Zeit zu gewinnen. Trenne Dich von unnötigen Dingen und unnötigen Aktivitäten, die Dir nicht wichtig sind. Wir leben in einer Hyperaktivität. Gehe weniger shoppen, spare mehr. Dein Leben wird bedeutungsvoller. Du wirst nicht vom Klimbim beziehungsweise KlingKling erfasst.

Erfolgreiche Menschen können sich besser fokussieren. Sie haben weniger Zeug im Kopf. Dieses Buch ist empfehlenswert: Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag. Überarbeitete Neuausgabe 2015


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Weniger ist mehr: Fokussiere Dich auf das Essentielle. Was ist Dir wirklich wichtig? Verschwende Deine Zeit und Dein Geld nicht für unnötiges Klimbim

  1. Skywalker

    Hallo Tim! Sehr guter Artikel! Motiviert mich, an gewissen Stellschrauben anzusetzen. Finde ich sehr interessant und hilfreich, wenn du auch andere Themen anschneidest!

  2. Gabriele

    Vielen Dank für Deine immer wieder tollen Artikel, die ich immer schon mit Spannung erwarte.

    Ich lebe auch nach dem Motto, weniger ist mehr. Bevor ich etwas kaufe, überlege ich, ob ich wenigstens nächste Woche auch noch Freude daran habe. Letzte Woche haben meine erwachsenen Kinder und ich unsere Bücher durchsortiert und große Kartonweise bei Momox übers Internet verkauft. Bekommen haben wir nicht so viel, aber enorm Platz gewonnen. Vor allem aber das Gefühl Balast losgeworden zu sein.

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Skywalker

    Danke. Genau. Mir ging es nicht nur ums Geld, sondern um die Zeit. Wofür wir unsere Zeit ver(sch)wenden. Das sollten wir überdenken. Ich habe selbst viel Verbesserungspotential.

  4. Fit und Gesund

    ja Tim, das alte Testament, ich musste schmunzeln, 🙂  ich bin eigentlich über die Minimalismus-Schiene auf’s Sparen gekommen, ich war immer eher dem Minimalismus zugetan, ebenso bin ich glaub sehr ordentlich und Kram macht mich einfach unglücklich. Am liebsten hätte ich nur gerade soviel Zeugs wie in ein Auto passt, aber das geht natürlich auch nicht, das wäre zu extrem.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Gabriele

    Danke. Gut gemacht mit den Büchern!

    Wir haben hier im Hochhaus eine Online-Tauschbörse. Das ist super. Habe schon einiges dort Gebraucht bekommen (Schränke etc.). Es ist ein Geben und Nehmen.

    Ich habe alte Zeitungen aussortiert. Wenn ich verreise, hebe ich sie alle erst mal auf. Und dann komme ich doch nicht mehr dazu, sie zu lesen. Ich habe alle entsorgt. Der Tiefkühlschrank ist leer (der bleibt auch leer). Das Ding brauche ich nicht. In der Küche muss ich aber mehr aussortieren. Im Bad. Je weniger Plunder, desto besser. Das stimmt. Du fühlst Dich freier. Ich habe beim Aussortieren Verbesserungspotential. Vor allem mein Kleiderschrank ist einfach zu voll.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund
    @ Croissance

    Der Minimalismus ist wie ein innerer Frieden. Ich denke, ich habe ihn noch nicht wirklich erreicht. Ich habe noch zu viel Plunder. Aber ich arbeite daran.

    Stichwort Altes Testament: Ich bin eigentlich ein Atheist. Was die Bibel aber zum Ausdruck bringt, dem stimme ich zu: „Die biblischen Aussagen betreffs Geld und Besitz sind deutlich: Wenn man Gott und seine Mitmenschen nicht aus den Augen verliert ist Wohlstand ein Segen. Nur dann!“

    Wer Geld hat, kann anderen helfen. Das ist von Vorteil. Das ständige Rennen nach Plastikzeug und Schnickschnack ist sicherlich nicht im Sinne der Bibel. Auch nicht die Gier. Sondern Vermögensaufbau ja, wenn man an die Mitmenschen und Umwelt denkt.

    http://www.toplife.at/glaube/frage33.html

  7. Fit und Gesund

    @Tim,

    ich bin nicht besonders religiös, aber in Vielem hat die Bibel irgendwie doch recht, es ist so, kein Geld der Erde kann Dir das Leben erkaufen, wenn Deine Zeit abgelaufen ist, dann ist es so, für Alle ist das gleich, tröstlich finde ich.

    Und kein Geld der Erde vermag Dir innere Ruhe und Zufriedenheit schenken, Geld mag sicher hilfreich sein, aber wahres inneres Glück ist nicht von Geld abhängig.

    Ich versuche nicht nach Reichtum um des Reichtum willens zu streben, ich suche nur mein kleines privates Glück und das ist abhängig zwar schon von Geld, aber vielmehr noch von der Freiheit, das zu tun was ich möchte, nicht Alles mitmachen zu müssen, meine Zeit so zu verbringen wie ich es mag, nicht abhängig zu sein,

    Protz und Glamour brauch ich nicht, ich gönne es denen die das anstreben, für mich ist es einfach nicht.

  8. Mark85Mark85

    An Fit und Gesund: Ich bin auch mehr dem Minimalismus zugetan, aber der Kapitalismus lässt sich durchaus mit ihm kombinieren.

    Minimalismus: Minimierung von materiellem Besitz (schafft mehr Zeit in Form von eingespartem Geld)

    Kapitalismus: Maximierung von Kapital (schafft mehr Zeit in Form von Geld)

    Minimalismus wirkt sich positiv auf die Ausgaben-, Kapitalismus positiv auf die Einnahmenseite aus. Am Ende steht mehr freie Zeit.

    Nur vom Konsumismus sollte man sich fernhalten: Er kostet nur Zeit UND Geld. 😀

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Ja, die Bibel ist eine wahre Fundgrube. Herrlich dieses Werk. Wer übrigens die 10 Gebote befolgt, ist bestimmt auch ein guter Geschäftsmann/Geschäftsfrau. Es geht um Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Fairness, Würde, Ruhe/Feiertag…

  10. Dr. Bialetti

    Naja, das alte Testament ist mir ein bisschen zu hoch gegriffen. Tim Schäfers Blog ist mein Vaterunser des Buy and Hold.

  11. Mark85Mark85

    An Tim: Meine Lieblingspassage steht im Babylonischen Talmud: ,,Ferner sagte R. Jichag: Stets teile ein Mensch sein Geld in drei Teile: ein Drittel in Grundbesitz, ein Drittel in Handelswaren und ein Drittel bar zu seiner Hand.“

    Ich bin nicht religiös, aber diese jahrtausendealte Vermögensregel fasziniert mich. Ich hätte dem Schreiber dafür den Nobelpreis verliehen, bekommen hat ihn aber jahrtausende Jahre später Markowitz für seine moderne Portfoliotheorie. 🙂

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dr. Bialetti

    Haha. Ja, genau. Extremes Buy and Hold. Ich denke nicht ans Verkaufen. Das überlasse ich anderen. Ich sammle nur Aktien ein. Ich lebe von den Dividenden.

     

    @ Mark85

    Ich weiß. Deine Vermögensaufteilung ist je zu einem Drittel: Aktien, Immobilien, Gold. Richtig?

    Der Gründer des größten Hedgefonds der Welt, Ray Dalio, ist wie Du ein Verfechter einer sehr breiten Streuung. Er sagt, dann kannst Du besser schlafen. In Krisen geht es Dir emotional und finanziell besser. Das kann man so machen. Warren Buffett besitzt privat Gewerbe-Immobilien. Bauernhöfe in Omaha und Gewerbeobjekt in New York.

  13. Mark85Mark85

    An Tim: Seine Person kenne ich nicht, nur seine Portfoliostrategie.

    Ray Dalio: Allwetterportfolio

    Talmud: 1/3-Portfolio

    Harry Browne: Permantes Portfolio

    Diese 3 fallen mir spontan ein. Im deutschen Sprachraum ist über solche Portfolioaufteilungen leider wenig zu lesen, daher muss ich auf amerikanische Blogs und Foren ausweichen.

    Das nach Warren Buffet benannte Portfolio würde übrigens zu 100 Prozent aus Berkshire Hathaway bestehen. Vielleicht haben seine Anhänger diese Portfolioaufteilung erfunden.

    Jedenfalls habe ich mal eine Liste mit über 100 teils sehr kreativen Portfolionamen und recht interessanten Aufteilungen gefunden. Keine Ahnung, wer sich die alle ausgedacht hat. 🙂

    Eines stelle ich aber oft fest: Die Amerikaner sind bei ihren Aufteilungen mehr auf ihr Heimatland fixiert. Ausgewogenere Weltportfolios wie in der deutschen Szene finde ich eher weniger.

    Mittlerweile fühle ich mich mit einer möglichst breiten Streuung einfach wohler. Früher setzte ich auf eine möglichst hohe Rendite mit entsprechendem Mehrrisiko, um schneller an mein Ziel zu kommen. Jetzt geht es mir in erster Linie nur noch um den Statuserhalt.

    Vielleicht liegt es aber auch am fortschreitenden Alter, dass ich mich mittlerweile mehr nach Ruhe sehne. Der letzte Diskobesuch liegt auch schon längere Zeit zurück. Rambazamba oder Halligalli muss ich nicht mehr unbedingt haben, erst recht nicht im Portfolio. 😉

  14. Bankenmärchen

    Der Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge ist schwierig. Das kann man auf materielle Dinge beziehen, oder aber auch auf Tätigkeiten. Oft ist man versucht erstmal alles andere zu machen um dann den Kopf frei zu haben für das wirklich entscheidende. Der Punk dabei ist, du wirst en Kopf nie frei haben… niemals. Es werden immer wieder Dinge kommen, die dich ablenken.

    Ich erkenne das doch auch bei mir… und deswegen erkämpfe ich mir die Zeit für meine wirklich wichtigen Projekte anstatt sie in der Arbeit für die Träume von jemand anders zu verpulvern!

  15. DrSheldonCooper

    Tipp #1: meide Starbucks, denn Starbucks ist wesentlich teurer als alle anderen Kaffeeanbieter.

    Solltest du eigentlich wissen.

     

  16. Pascal

    In dem Film „Fight Club“ wird der Konsumwahnsinn treffend beschrieben:

    „Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.“

    Fast jeder da draußen rennt mit einem Smartphone durch die Gegend. Kosten: mehrere hundert EUR. Oder subventioniert durch überteuerte Verträge. Die Leute werden süchtig nach den Dingern, bekommen Nackenschmerzen, weil ständig der Kopf nach unten hängt. Was für ein Irrsinn. Aber ein allgemein akzeptierter Irrsinn. Was für eine merkwürdige Zeit. Apple und Samsung lachen sich kaputt.

  17. Michael

    Lieber Tim,

    mir gefällt dein Blogg auch sehr gut. Hast mit vielem recht was du schreibst. Lese immer weider gerne deine Artikel, auch wenn sie sich oft wiederholen. Die Aussagen stimmen und sind gut geschrieben.

    Meine Sparquote liegt auch mindestens bei 50% im Monat – eher mehr. Freue mich, dass mein Kontostand und mein Portfolio von Jahr zu Jahr mehr werden.

    Ich bin ja der, der eine höhere Cashquote bevorzugt. Überlege aber ernsthaft, diese doch etwas zu verringern und noch mehr in Aktien zu gehen.

    Ich habe letzte Woche meine depotführende Bank gewechselt. Die Gebühren waren mir einfach zu hoch. Jetzt kann ich eigentlich richtig loslegen 😉

    LG Michael

  18. Mr. B

    Deutsche Post, Adidas, Schäffler … Heutige Meldungen von Dividendenerhöhungen  zw. 24 % – 43 %     So gefällt mir das. : )

    @Michael, von wo bzw. wohin bist du gewechselt?

     

  19. Michael

    @Mr. B.

    Bin von meiner Hausbank (Erste Bank) wo ich 6 Jahre mein Depot hatte zur Hello Bank gewechselt.

    In Deutschland heißt diese: Consorsbank

  20. Kia

    Ich stehe ja noch am Anfang und muss noch viel optimieren. 2008 habe ich für leider viel zu wenig Geld mal Aktien gekauft, danach nicht mehr. Auf die Idee ETFs zu kaufen kam ich erst vor kurzem.

    Hat jemand zufällig „Souverän investieren mit Indexfonds …“ von Kommer, Campus, gelesen?

     

  21. Christoph

    Toller Artikel.

    Gerade heute wurde mir wieder bewusst dass ich so schnell wie möglich legal zu FU kommen muss. Meine Kollegin nervte mich wieder dermassen so dass ich am liebsten in den Tisch gebissen hätte. Mischt sich in Sachen ein die sie gar nichts angehen und telefoniert hinter meinem Rücken mit den Lägern die ich betreue.

    In spätestens 18 Jahren könnte ich sagen: Weisste was: leck mich doch am Senkel. Ich kündige dann kannste ma schaun wie du klar kommst. Und dann würde ich jeden Morgen an die mit einem Lächeln im Gesicht denken wenn ich mit dem Wohnmobil an den tollsten Orten der Welt stehe und die Gegend genieße.

     

    @Mr. B: Adidas würde ich auch nicht nein sagen. Hatte mal bei knapp über 40 überlegt zu kaufen aber mich anders entschieden. Ha so kann man schief liegen.

    Post würde ich nicht nehmen. Ist mir zu unsicher wegen deutscher Bank.

    zurück zum Artikel. Mir wird jedes Jahr bewusste was wichtig ist. Den ganzen Kram zu Hause meine ich nicht. Eher kostebare Zeit mit Freunden/Bekannten. Oder auch aktuell mit meinem neuen Hund. Die Fortschritte die er jede Woche macht usw.

    Und dann wenn es warm ist ob er schwimmt usw.

    Allein schon wenn er mit seiner besten Freundin spielt. Traumhaft. Da lacht mein Herz. Ganz ehrlich was braucht man mehr? Beobachte eh gerne Tiere die glücklich sind.

     

    Haben bei uns einen Tierpark. Da ist ein Wasserbecken mit Bibern und Bisamratten. Eine davon ist lustig. Schwimmt immer RUnden und wenn eine zu Ende ist macht sie/er: Beeep.

    Sowas macht mich echt happy. Aber nicht mehr die 100. Bluray daheim etc.

     

     

     

  22. morphyencore

    @Tim

    Mir ist die Logik bzgl. Arbeiten bei Starbucks nicht ganz klar. Das steht aber nicht unbedingt im  Einklang mit sparsamen Leben, oder? OK, ich bin auch häufig bei Starbucks, aber ich betrachte das dann eher als Luxus. Außerdem habe ich ja Aktien von Starbucks 🙂

  23. Pascal

    @ Kia:

    Ich habe das Buch gelesen. Es ist sehr überzeugend. Aber da Investieren in ETF´s so einfach ist, bekommt man dort auch logischerweise keine komplizierten Anlageempfehlungen. Laut Kommer reicht sogar ein ETF auf den MSCI World als extreme Vereinfachung eines Weltdepots.

  24. Kia

    An Pascal : Danke! Geht er auch auf Hintergründe ein ?

    Mich interessieren halt auch die Hintergrundsachen/Rechtsfragen. Z.b. Macht es einen Unterschied ob der ETF in Irland oder sonstwo gelistet ist? Irland ist EU. Was ist wenn der € Hyperinflationiert und Banken über die Klippe springen, bei denen mein ETF gelistet ist? Und was passiert beim Bail-In mit meinem Depot? Betrifft das Schonvermögen von 100 000€ auch das Depot?

     

     

     

  25. Mr. B

    @Christoph, wie meinst das mit der deutschen Bank und der Post?

    Post Dividende ist immer schön, auch weil keine Steuer abgezogen wird. ; )

  26. Seestern

    @morphyencore

    Ich finde, es ist ein Unterschied, ob ich zu Starbucks gehe, wenn ich noch in der Ansparphase bin oder die FF schon erreicht habe. Tim hat die FF doch bereits erreicht und warum sollte er sich dann nicht hin und wieder eine Kleinigkeit gönnen und sich das Leben in NY schön machen? Er hat ja lange Zeit auf vieles verzichtet und tut es heute noch, aber deswegen muss man sich ja nicht JEDEN Kaffee verkneifen. Er prasst ja nicht und sich ab und zu was zu gönnen ist ja nicht verwerflich. Er gibt bestimmt nicht mehr aus, als reinkommt und das reicht in seiner Situation ja aus, da er ja sein Ziel schon erreicht hat.

    Was sollte denn der Sinn der jahrelangen Entbehrungen sonst sein, wenn man dann, wenn man es endlich geschafft hat, sich jeden Kaffee verkneift? Verstehe ich nicht.

    @Tim:

    Weiter so. Ich finde, Du hast eine tolle, eine gesunde, Einstellung. Mich inspirieren Deine Zeilen, Bilder und Videos immer und ich gönne Dir jede wertvolle Sekunde, in der Du Dein Leben und den ein oder anderen Kaffee genießen kannst. Das schmeckt aber auch zu lecker 😉

  27. Christoph

    @Seestern: also ich würde auch vorher mir nicht alles verkneifen. Nur jeden Tag nen Kaffee für keine Ahnung wieviel das ist schlecht.

    @Mr. B. Die Deutsche bank wollte ja die Postbank loswerden, fand jedoch keinen Käufer und will diese nun komplett einvernehmen. Da es bei der deutschen Bank aber eh schlecht läuft wäre mir das Gebilde zu unsicher. Derzeit ne Kapitalerhöhung, CEO geht 2020 usw..

     

  28. Seestern

    @Christoph: 

    Ja genau, es geht darum, einen gesunden Mittelweg zu finden 🙂

  29. Fit und Gesund

    wenn man nur jeden Tag darauf bedacht ist man ja nicht einen cent auszugeben, dann ist das irgendwie wahnhaftes Verhalten, meine Sparrate beträgt 50%, mehr ist nicht, mehr will ich nicht, sonst wird es armselig und für mich wäre es das genaue Gegenteil jeglicher Freiheit. Also mal ein Kaffee bei Starbucks, mal mit dem Bus fahren anstatt Velo, mal ein Buch kaufen anstelle Bibliothek, das muss drin liegen! 🙂

    @Christoph,

    geniesse das Hundeviech, so ein Tier kann so viel geben, ich würde meine Katzen nicht missen wollen, ich liebe es auch die Tiere draussen zu beobachten.

  30. morphyencore

    @Seestern

    Ich gebe die absolut Recht was Starbucks angeht. Auch ich „sündige“ ab und zu ganz gerne. Sonst macht das Leben ja keinen Spass mehr. Musste nur schmunzeln, da Starbucks ja normalerweise immer als NoGo unter den Sparsamen herhalten muß.

  31. Seestern

    @morphyencore

    Dann bin ich ja beruhigt 😉 Ich dachte, das wäre ernst gemeint gewesen 🙂

  32. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark85

    Ja, die Amis fokussieren sich auf den S&P-500. Das ist ein erfolgreicher Index. Dort sind die 500 größten börsennotierten Firmen aus den USA versammelt. Es sind viele Weltmarktführer darunter. Es sind überwiegend globale Firmen – bis auf die Versorger und Telcos. Insofern ist die Streuung global. Apple, Microsoft, J&J, Amazon, GE, Alphabet, Facebook… tummeln sich weltweit. Ich finde den S&P auch klasse. Ich sehe keine Notwendigkeit für ein Weltportfolio.

     

    @ DrSheldonCooper

    Ich bin nicht perfekt. Ich habe Fehler.

    Ich zahle keine Büromiete mehr. Ein Starbucks ist billiger als ein externes Büro. Klar geht ein Heim-Büro auch. Ich möchte etwas experimentieren.

     

    @ Michael

    Super Sparquote. Gratulation! Meine Sparquote geht voll in Hypotheken-Tilgung und Aktien.

     

    @ Christoph

    Danke fürs Lesen und Kommentieren.

     

    @ morphyencore

    Ich bekomme im Starbucks viel Arbeit erledigt. Es klappt gut. Es gibt ein paar Studien dazu. Angeblich soll es die Kreativität verbessern. Ob es stimmt? Ich weiß es nicht. Ich hoffe es.

    https://well.blogs.nytimes.com/2013/06/21/how-the-hum-of-a-coffee-shop-can-boost-creativity/

     

    @ Seestern

    Danke für Deine Schützenhilfe. Das freut mich. Schönen Resttag an alle Leser.

  33. Christoph

    @Fit und gesund: Der leider im November überfahrene Kater meiner Eltern der Nachts immer zu mir kam, hat mir auch Freude gemacht. Der war herrlich verrückt (aber halt auch ein wenig nervig hehe).

    Immer wenn ich Tiere sehe die das Leben genießen können hab ich das Gefühl dass in dem Moment die Welt gut ist. Dann kommt leider das negative und ich denke mir wie bescheuert ist die Menschheit eigentlich? Anstatt das Leben auch so zu genießen wird sich beschimpft, bekriegt, ermordet etc.

    Da Lob ich mir die Tierwelt. Das ist pure Ehrlichkeit.

    @Tim: hast Du eigentlich mal überlegt in einer anderen Stadt zu wohnen? NYC ist ja schon sehr teuer und es gibt in den USA ja sicherlich sehr sehr viele tolle Orte zum Leben. Oder brauchst du auch ein wenig die MegaCity?

  34. Mark85Mark85

    An Kia: Gegenüber deiner Depotbank und der Fondsgesellschaft stellen deine Anteile Sondervermögen dar. Was bei einer Pleite des Fondsdomizillandes (oft handelt es sich um Luxemburg und Irland) passieren würde, weiß ich nicht. Die Staaten müssten sich mit den Kapitalanlagegesellschaften anlegen, die sie vorher bewusst steuerlich angelockt haben.

    In Zypern gab es ja mal einen staatlichen Eingriff, aber es wurden meines Wissens nur die Bankeinlagen über einer gewissen Höhe eingezogen, nicht aber Aktienanlagen. In diesem Fall ging es um die Bankkunden. Eine komplett risikolose Anlageform gibt es wohl nicht.

    Ich würde Kommers Buch trotzdem lesen, weil die wissenschaftlichen Hintergründe und Vergleiche zu aktiven Anlagestrategien interessant sind. Um sein eigenes ETF-Portfolio erstellen zu können, braucht man es allerdings nicht unbedingt. Diese Infos finden sich alle schnell im Netz.

  35. Ralph

    Ich bin sehr froh, dass ich nach dem Studium meinen Lebensstil nicht angepasst habe und weiter mit dem gleichen Geld wie vorher auskomme. Dadurch kann ich Geld sparen und habe nicht den unnötigen Besitz der anscheinend nicht glücklich macht, sondern eher belastet.

    Danke für diesen Artikel und den Hinweis zum Fokus auf das wesentliche.

    Gruß Ralph

  36. Seestern

    So, durch das ganze Starbucks-Thema hier, hab ich Gelüste bekommen und mir einen herrlich leckeren Cappuccico frisch aufgebrüht… hmmm… lecker 🙂

    Mein Mann kauft immer  1kg O`C Caffè Gran Caffè Espresso BAR Kaffeemischung ganze Bohnen. Beim Kaufland gibts die regelmäßig im Angebot für 8 oder 9 Euro und dann schlagen wir zu. Der ist einfach zu lecker und mit meiner alten heissgeliebten Siebträgermaschine vom Aldi, die damals 49 Euro gekostet hat, und einen Druck von 15 bar schafft, gibt das eine herrliche Crema 🙂 Die Bohnen werden vorm Aufbrühen (mit meiner Bodum Kaffeemühle) frisch gemahlen und dann riecht schon die ganze Bude nach Kaffee-Röst-Aromen. Ich liebe das 🙂 Während der ganzen Prozedur bereitet mir mein Milchaufschäumer, den es mal für etwa 15 Euro beim Tschibo gab, einen herrlich heissen Sojamilchschaum. Zu Weihnachten hat mir mein Mann eine Flasche leckeren Vanillesirup und eine Flasche Haselnusssirup geschenkt, mit denen ich ab und an das Gebräu verfeinere. Besser schmeckt wirklich nur Starbuckskaffee 🙂 

    Das ist für mich auch Luxus, auch wenn es nicht viel kostet und ich kein Hightechgerät zur Zubereitung habe, aber ich liebe es wirklich.

    Ich erfreue mich jeden Tag an meinen schönen großen Tassen, die ich irgendwo mal für 1 Euro mitgenommen habe, wenn ich mal eine ansprechende gesehen habe. Es sind nur wenige, weil ich nicht gerne soviele Sachen habe, aber dafür erfreuen sie mich auch nach 10 oder 20 Jahren noch 🙂

    Luxus muss nicht teuer sein…

    @all:
    Mich würde interessieren, was für Euch Luxus ist und welchen „Luxus“ Ihr Euch gönnt, der das Budget nicht oder nur wenig belastet?

  37. Michael

    @Seestern:

    Ich habe eine Wohnung in der Stadt. Ich genieße es z.B. im Sommer zu meinen Eltern (die wohnen im Grünen) zu fahren und mich hier im Garten niederzulassen.

    Dort genieße ich neben dem dort vorhanden Pool ein kühles Bier und/oder selbstgemixte Mojitos oder einen Basilikumcocktail. Sowohl Minze als auch Basilikum wächst im Gartnen.

    Ab und zu lade ich Freunde ein. Dort gibts einen großen Garten, oft grillen wir auch. Je nach Lust und Laune.

    Am Pool lese ich dann diverse Zeitschriften (meistens Finanzzeitschriften 😉 ) oder ein gutes Buch.

    Das ist für mich echter Genuss. Und noch dazu fast gratis. Ich genieße jede Minute dort. Mich stören meine Eltern überhaupt nicht. Nein, ich genieße auch die Zeit mit ihnen. Und sie freuen sich jedes mal wenn ich vorbeikomme. Oft nehme ich auch meine Freundin mit und wir genießen gemeinsam die Sonne…

    Was noch wenig kostet und ich sehr genieße – da werden jetzt ein paar schimpfen:

    Der fast tägliche Kaffe im Kaffeehaus vor der Arbeit. Ich nehme mir aber keinen Coffee to go, sondern machs mir im Kaffeehaus gemütlich. Dabei lese ich die Tageszeitung und schlürfe einen Kaffee um satte 4€. Ich sage mir zwar oft, eigentlich unnötig, den Kaffee kann ich in der Firma auch trinken aber das ist für mich nicht das selbe. Ich genieße die Ruhe. Lese gemütlich die Zeitung und mache mich dann auf zum 9 to 5 Job 😉 Ist für mich sowas wie „in die Gänge kommen“.

    Was mehr kostet aber was ich ebenso genieße: Urlaube mit meiner Freundin.

    Wir machen z.B. Ende April einen Roadtrip in die Toskana. Wir mieten uns ein kleinen Häuschen im Grünen und fahren etwas herum.

    Letztes Jahr haben wir einen Roadtrip in der Provence gemacht. Sehr empfehlenswert. Es wahren auch andere Urlaube dabei, aber besonders dieser war toll. Generell finde ich neue Länder kennenlernen oder Länder die man schon kennt besser kennenlernen top. Leider nicht immer ganz billig. Aber für was geht man arbeiten… Nur sparen macht auch keinen Sinn im Leben.

  38. Christoph

    @Michael: Also beim Urlaub unddem Länder kennen lernen stimme ich dir zu. Aber der Kaffe für 4 Euro am Tag? uiuiui. Das ist ein Jahresurlaub.

    Urlaub mit Freunden ist natürlich mit das beste überhaupt.

     

  39. Michael

    @Christoph

    Ja, ich weiß. Teure Angelegenheit wenn man es hochrechnet. Ok, ich gehe nicht jeden Tag, aber sicher 3x die Woche im Schnitt. Sind auch sagen wir mal ca. 4-500 € im Jahr.

    Vielleicht schaffe ich es mir das abzugewöhnen. Irgendwann…

  40. Andreas

    Es gibt immer wieder Beispiele im Umfeld, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Vor allem, wenn man sich auch dank Tims Blog selbst noch mehr hinterfragt und eben auch auf die Ausgabenseite achtet.

    Bestes Beispiel Auto. Ich fahre einen 16 Jahre alten Golf, in München fahren einem da natürlich deutlich schickere Autos entgegen. Aber wenn ich sehe, was diese ganzen tollen Autos kosten, da würde ich mich schlecht fühlen, so viel Geld auszugeben. Hab Kollegen, die kaufen alle zwei, drei Jahre neue Autos oder leasen diese, wollen mich animieren. Keine Chance:) Und sobald mein Gold es nicht mehr mit macht, werde ich mir wohl gar kein Auto mehr kaufen. Hab zuletzt auch wieder einigen unnötigen anderen Kram bei Ebay verkauft…

    Und etwas abseits von Thema. Ich habe heute mal Buy and Hold gebrochen und meine Aktien der Deutschen Bank verkauft. Noch ein Relikt aus der Vergangenheit, aber ich sehe darin einfach kein stabiles Investment mehr und nehme jetzt ein paar hundert Euro Verlust in Kauf und stecke das Geld lieber in andere Werte. Überlege derzeit V.F. Corp, Intel, Gilead Sciences oder Walt Disney zu kaufen. ETFs suche ich derzeit noch aus, die kommen dann in diesem Jahr ebenfalls mit ins Depot….

  41. Seestern

    Michael, das finde ich total schön, dass Du die Nähe zu Deinen Eltern wertschätzt und die Besuche dort genießen kannst. Ja, sowas verstehe ich auch unter echtem Luxus. Kräuter im Garten… hmmmm…. was für ein Genuss 🙂 Da freue ich mich auch jedesmal drüber. Wir müssen leider arbeitsbedingt in der Stadt leben, haben aber einen kleinen Grünstreifen vor unserer Wohnung im Erdgeschoss, wo von Melisse über Lavendel zu Salbei und Minze noch sonstige Kräuter wachsen und ein paar Töpfe mit Basilikum und sogar Ruccola ect. haben wir auch immer rumstehen. Das ist herrlicher Luxus, der nichts kostet, hübsch aussieht, toll riecht und jedes Gericht verfeinert 🙂

    Warum sollte jemand schimpfen, wenn Du Dein Kaffeehausritual hast? Man spart sich den Kauf der Tageszeitung, die dort meist rumliegt und wenn man das Geld an anderer Stelle wieder einspart, finde ich diese kleinen Auszeiten zu wertvoll, als dass man sie sich mit einem schlechten Gewissen kaputtmachen sollte. Solange es wirklich ein Genuss ist und einen kleine Insel der Ruhe im ansonsten hektischen Alltag, kann ich das total verstehen.

    Ich versuche halt, mir immer wieder zu überlegen, ob ich etwas nur noch aus Gewohnheit mache und es mir gar nicht mehr soviel bringt oder ob ich das jetzt wirklich möchte und geniessen kann und dann gönne ich mir das auch. Ich hab z.B. früher sehr viel Geld für Seminare ausgegeben und seit es soviele gute Videos im Netz gibt, zu den Themen, die mich wirklich interessieren, beschränke ich meine Seminare auf ein Minimum und schaue immer erst, ob ich auch in der VHS ein günstiges Seminar finde, falls ich wirklich große Lust habe, mal wieder rauszukommen und mich mit Leuten persönlich über meine Anliegen auszutauschen. Ansonsten finden sich auch im Netz interessante Gesprächspartner, so wie hier. Das ist auch Luxus finde ich 🙂 Gab es früher alles nicht…

    Finanzzeitschriften kaufe ich seit diesem Jahr auch nicht mehr, da sich die Artikel auch, etwas zeitverzögert, im Netz finden und als Langfristanleger reicht das allemal, wenn man die Infos ein paar Tage später erst hat.

  42. Fit und Gesund

    @Christoph,

    ja, da geht einem das Herz auf, vielen Dank für die Bilder 🙂

    @Andreas,

    Deutsche Bank hätte ich glaub auch verkauft, ich habe meine ollen CS Aktien auch mit Verlust abgestossen, ich hab mich damit einfach nur unwohl gefühlt, war vielleicht auch ein Fehler, soweit ich weiss haben sie die Dividende nicht gekürzt, aber seit ich die los habe, schaue ich viel weniger ins Depot.

  43. Strassenpunk

    @tim

    Erinnerst du dich an die Römer, die zum Vergnügen aller Bürger Gladiatorenkämpfe zur Ablenkung veranstalteten?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gladiator

    Genauso verhält es sich mit luxuriösen Annehmlichkeiten wie Neuwagen, Cafe, Restaurants, Gourmet, neue Handy usw.

    Mit dieser Sucht sollen die Menschen an die Kontrollsystem gebunden werden. Du bist schon längst draußen. Ich kämpfe immer noch raus.

    Noch muss ich solange Schuften (Aktiensparen ist dabei), bis mir das gelingt, aus dem Kontrollsystem auszubrechen.

     

  44. Kai

    Ich komme mit den hohen Kursen nicht klar. Mich zu überwinden jetzt zu kaufen schaffe ich nicht. Mein Anteil an Aktien liegt bei höchstens 30%. Wie viele hier ja schon mitbekommen haben, nimmt Flatex jetzt 0,4% Minuszinsen. Also bin ich am umschichten. Doch ich weiß nicht was ich kaufen soll??Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Mein Cashbestand ist irre, irre hoch. Will in einem Crash auch schlafen können. Alles in einen pysischen ETF  z.B auf den S&P 500 oder doch Einzelaktien ?? Keine Ahnung.

    Ich benötige noch max. 5 Jahre zur FU. Aber ich muss auch dazu sagen das ich mit sicherheit 70 % unseres Einkommens spare. Seit ich Tim´s Blog oder auch andere lese habe ich mal Alles in meinem Leben angepasst. Ich muss aber aufpassen das dass Ganze nicht so arg wird. Seit über 1 Jahr habe ich mir nix gekauft. Außer Artikel des täglichen Bedarfs.Ich bin soweit das ich mir wirklich nichts mehr kaufen kann.Ich schaue mir alles an, informiere mich auch darüber, aber kaufen tue ich nichts.Glaube das ist jetzt schon Geiz.Sparsam war ich schon immer, aber nie so. Auch ein Nebenjob habe ich angenommen.            ( Danke Tim)

    Es ist der Wahnsinn was man nicht durch ein sehr hohes Einkommen sondern durch Sparsamkeit erreichen kann.Jetzt gilt es nur noch das ich es schaffe, das dass Geld auch für mich arbeitet!!

    Haben kommt von Halten!!!!!!

  45. Fit und Gesund

    @Kai,

    ja, die Kurse sind hoch, ich kaufe trotzdem, ich benötige noch 4 Jahre und 5 Monate, manchmal ist mir dabei auch unwohl.

    Bei einer Aktienquote von 30% kann Dir doch nicht so viel passieren, hast Du so eine grosse Angst vor Verlusten? Dann würde ich mir einen ETF-Sparplan einrichten.

    Aber pass auf, aus extremer Sparsamkeit kann schnell krankhafter Wahn werden, das kippt dann unmerklich und das wäre mir kein Geld der Erde wert. (nur gut gemeint)

  46. Slazenger

    @Michael

    So ein Ritual wie das im Kaffeehaus würde ich an deiner Stelle niemals aufgeben, nur um die 4€ für den Kaffee zu sparen, denn das ist pure Lebensqualität, und wofür leben wir denn auf dieser Welt? Nur um zu sparen, nein auch oder vor allem darum , um zu Leben! Sich die ein oder andere Kleinigkeit zu gönnen! Weiter so ….

    @Kai

    es gibt auch jetzt noch viele Einzelwerte die man langfristig kaufen kann, schau dir mal z. b. Qualcomm an ordentlich bewertet mit 4% Div., nur mal so um ein Beispiel zu nennnen!

  47. Seestern

    @Kai:

    Geht mir genauso. Ich würde gerne in die Vollen gehen, aber ich traue mich derzeit nicht recht, bei den Kursen. Ich habe jetzt beschlossen zu warten und weiter zu sparen. Ich habe seit Anfang Dezember 2016 insgesamt 10000 Euro angelegt in Adobe, Amazon, Altria, Berkshire, Fielmann, SAP, Netflix, Visa. Alles bei Flatex und die lasse ich jetzt einfach liegen. Das Cashkonto räume ich erstmal ab, da ich sowieso keinen Mut habe, derzeit zu kaufen. Dann fallen auch keine Minuszinsen an.

    Dass ich so wenig Dividendenaktien im Depot habe, liegt daran, dass ich erst mit der ersten Dividendenzahlung gemerkt habe, dass Flatex Gebühren für Dividendenzahlungen aus dem Ausland verlangt. Dann hab ich halt nur noch Wachstumsaktien ohne Dividende gekauft.

  48. Andreas

    @Fit und Gesund:

    Ja, habe mich mit DB im Depot einfach auch nicht mehr wohl gefühlt und sehe langfristig nicht das Geschäftsmodell, insofern weg damit. Zudem jetzt Kapitalerhöhung, keine klare Strategie und so viele Rechtsstreitigkeiten, da ist das Vertrauen irgendwann einfach weg.

    Und du brauchst noch 4 Jahre und 5 Monate für die finanzielle Unabhängigkeit? Das ist ja echt nicht mehr lang, tolle Aussichten:)

  49. Fit und Gesund

    @Andreas,

    ja, aber ich bin schon etwas älter und gehe dann in Frührente, das ist schon noch mal bisschen was Anderes wie die Jungen die mit 35-40 aufhören können. 🙂

  50. Dennis

    Das stimmt bei denen Kurse fällt mir das kaufe  auch schwer habe knappe 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto liegen und würde sie gerne investieren habe einem Sparplan auf verschiedene Etfs und würde gerne auch mehrere Aktien besparen denke das ist noch am sinnvollsten da ein gewisser Durchschnittswert erreicht wird.

  51. chaostrader

    Leute, belest euch, macht mal eine Feuerübung auf dem Papier (50%-Crash), entscheidet euch für eine Asset Allocation (ein Thema, das hier überhaupt nicht behandelt wird, alles außer 95-100% Aktien scheint verpönt zu sein), und dann legt los.

    Dazu müsst ihr euch halt auch mal woanders umgucken, gibt ja noch andere Blogs.

  52. Skywalker

    Ich mache das erst seit 2,5 Jahren, damals war alles überbewertet und ich kaufte trotzdem, denn wieder DividendManntra: Wenn Du ein Loch graben willst, sammle keine Schaufeln, fang an zu graben! Stimmt: die Dividenden kullern und kullern und werden flugs wieder zum Arbeiten geschickt, kein Sammeln von Schaufeln!
    nur Titel kaufen, die Waren des täglichen Bedarfs herstellen oder vertreiben und davon nur die dicken Brocken, also PG, JNJ, Reckit und UL. Der Kurs und auch die Dividendenrendite ist dabei von untergeordneter, sehr untergeordneter Bedeutung.

    Ein Beispiel: Ich habe JNJ vor einigen Jahren gekauft, da hatten sie, wie übrigens heute auch, eine Rendite von 2.66%. Ich dachte damals auch, dass das doch etwas wenig sei, aber ich investierte dennoch. Heute haben sie eine Rendite von (Yield on cost) von 5,66% und das ist phänomenal.

    Wenn du dann mal einige Erfahrungen gemacht hast, dann kannst du immer noch shoppen gehen und dir deine eigenen Titel aussuchen. So habe ich VVC gefunden CAT, ED und andere. Aber zuerst würde ich in sichere Titel investieren, als da wären JNJ, PG, Reckitt, UL, MCD, KO, CL, um nur einige Beispiele zu nennen.

    In europäische Titel würde ich auch heute nicht investieren (außer Unilever und  Nestle), nicht dass es dort keine guten Aktien zu finden gäbe, für meine Begriffe werden in ganz Europa jedoch die Dividenden zu sehr nach Gutsherrenart bezahlt, oder besser gnädig gewährt. Zudem läuft die Politik auch zu sehr in Richtung Sozialismus und in derartige Länder investiere ich nicht.

     

  53. Mr. B

    Und genau dass ist das „Problem“. Es gibt noch so viel Geld an der Außenlinie, dass zum investieren genutzt werden will. Sobald die Kurse purzeln kommen die ersten Käufer und treiben die Kurse gleich wieder hoch. Solang Aktien so gut wie Alternativlos sind und es eine Geldschwemme gibt, glaub ich nicht an billigere Kurse. Schade eigentlich, ich hab auch noch eine sechsstellige Reserve zum Investieren. Aber zumindest bekomme ich darauf aktuell noch 2,5 % Zinsen. Sprich zumindest die Kaufkraft bleibt vorerst erhalten.

  54. Kai

    @ chaostrader, verstehe nicht recht ??

    @Skywalker , den Text einwandfrei kopiert 😉

  55. Didi

    @Tim

    Meine Sparquote geht voll in Hypotheken-Tilgung und Aktien.

    Frage dazu:

    Wie ist da die Aufteilung bei Dir? 50/50?

    Macht es Sinn Depotwerte zu verkaufen um Sondertilgungen zu tätigen?

    Danke für Deine Antwort.

     

  56. Andreas

    @Dennis:

    Na die Probleme hätte ich auch gerne, dass ich nicht weiß, wohin mit 100.000 Euro;-))

  57. Seestern

    @Paulchen:

    Ich schreibe erst seit ein paar Tagen hier mit. Lese schon länger mit, habe aber vorher nie hier was gepostet. Gab es schon mal eine Seestern hier? Dann könnte ich meinen Namen noch ändern, falls gewünscht, damit es keine Verwechslungen gibt.

  58. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Seestern , @all,

    „Gab es schon mal eine Seestern hier?“

    Es ist doch wirklich ganz einfach, sich hier in paar Sekunden ein Profil anzulegen. Man lädt ein kleines Bildchen hoch, und schon ist man zu unterscheiden unter x Michaels, Stefans usw…

    Macht das doch bitte. Man will doch auch wissen mit wem man es so ungefähr zu tun hat.

    MS

     

     

  59. Gurki

    Ich bin ja auch am überlegen was ich mit der Deutsche Bank mache. Vor allem weil es ein großer Posten in meinem Depot ist. Momentan noch im Plus, aber irgendwie kann ich mich nicht durchringen zu verkaufen. Vor allem weil der Kurs ja schon wieder abgesackt ist.

  60. chaostrader

    Ich bin ja auch am überlegen was ich mit der Deutsche Bank mache. Vor allem weil es ein großer Posten in meinem Depot ist. Momentan noch im Plus, aber irgendwie kann ich mich nicht durchringen zu verkaufen. Vor allem weil der Kurs ja schon wieder abgesackt ist.

    Na dann warte doch noch, bis er noch weiter runtergeht. Oder vielleicht steigt er auch wieder?

    Börsenpsychologie ist ein tolles Thema. Verkaufe ich eine Position, obwohl sie im Minus ist, ich aber nicht an das Unternehmen glaube? Warte ich noch, bis zumindest der Einstandspreis wiederkommt? Oder bin im Plus, aber der Kurs sinkt, warte ich bis der Kurs wieder steigt?

    Das Thema kann man prima mit Strategien umgehen, die Emotionen ausschalten. Man muss sich nur eisern dran halten, das ist aber auch wieder so ein Thema.

  61. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    New York bleibt mein Hauptwohnsitz. Aber der Traum mit dem alten Haus am See bleibt (als Zweitsitz). Ich miete manchmal mit der Großfamilie bei AirBnB ein Haus am Wald/See, um den Traum (wenigstens für eine Woche oder so) zu genießen.

     

    @ Didi

    Ja, das stimmt. Tilgung und Aktienkäufe machen grob 50:50 bei mir aus. Aktienverkäufe zur Schuldentilgung? Ob das Sinn macht? Für mich nicht. Ich mache ja extremes Buy and Hold.

    Als Grundregel hast Du schon Recht: Erst die Schulden tilgen. Zur gleichen Zeit ein Notpolster aufbauen. Dann erst mit dem Investieren beginnen.

  62. Goldsternenstaub (vorher Seestern)

    @Wolle:

    Ich bin neu hier und heiße nicht Valli. Muss mir wohl was überlegen mit meinem Namen. Wusste nicht, dass es schon mal eine Seestern gab hier. Werde mich ab jetzt Goldsternenstaub nennen.

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