Wasserversorger


New York, 1. Juni 2008

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Ich kann Ihnen nur raten, sich von US-Wasserversorgern fern zu halten. Ich hab mir viele der börsennotierten amerikanischen Gesellschaften angesehen. Sie machen geringe Gewinne, das Geschäft stagniert. Und es sind gigantische Investitionen in die Netze nötig. Vergessen Sie Adressen wie California Water Service Group, Consolidated Water, Middlesex Water, The York Water Company, Southwest Water oder Conntecticut Water Service! Das Geschäft wirft bei fast allen nur lausige Profite ab. Gigantische Vermögenswerte haben die Versorger indes im Boden verbuddelt: Ihr Leitungsnetz. Und hier sind unzählige Milliarden an Dollar zu investieren, um die Versorgung aufrecht zu halten. Zudem müssen die Betriebe enorme Auflagen der Stadt- und Landesverwaltungen erfüllen. Der Großteil des Geschäfts befindet sich ohnehin nicht an der Wall Street sondern in der Öffentlichen Hand. Nur ca. zehn kleinere Wasserversorger haben ein Listing an der Börse.
Weltweit ist das Geschäft mit dem kühlen Nass etwa 350 bis 400 Milliarden Dollar schwer. Investoren beobachten das Treiben in der Industrie kaum. In den USA dürften ca. 60 bis 80 Prozent des Streubesitzes der paar Börsenunternehmen in der Hand von Privataktionären sein. Die gezahlten Dividenden sind kaum der Rede wert. Manch eine Gesellschaft lebt sogar von ihrer Substanz: Sie schütten mehr aus, als sie eigentlich verdienen, um die Aktionäre bei der Stange zu halten.
Viel interessanter aus Sicht von Aktienanlegern sind freilich die Zulieferer, sprich Anbieter von Pumpen, Dienstleister oder Leitungsbauer. Energieversorger finde ich ebenfalls spannender und lukrativer.


tim schaefer (Author)

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