Was Menschen bereuen: Zu viel zu Arbeiten. Zu wenig Zeit für Freunde zu haben


New York, 30. September 2017

Die Natur: Sie entspannt uns. Sie sorgt für inneren Frieden. Das Grün stärkt unser Selbstbewusstsein. Es ist gut für die Seele.

Wie kannst Du Deine Finanzen in Ordnung bringen? Um ein besseres Leben zu haben? Weniger Geld ausgeben, als reinkommt. Das ist der Weg, um Wohlstand aufzubauen. Die Leute denken sich aber: „Ist doch egal, wenn ich mir täglich einen Kaffee bei Starbucks leiste.“ Oder: „Ich kann mir diesen Luxusurlaub dieses Jahr leisten. Ich hab es mir verdient.“ Oder: „Diesen Wagen kann ich leasen, das kostet mich nur 500 Euro im Monat.“

Dabei werden die Fallstricke übersehen. Leasingverträge sind komplex. Der jährliche Luxusurlaub wird auf Dauer richtig teuer.

Die Konsumenten glauben, wenn sie viel Geld ausgeben für Luxus, Autos, Restaurants, Wohnen, werden sie glücklich. Dabei ist das ein Trugschluss. Die Zufriedenheit kommt nicht durch Tüten oder Luxus in Dein Leben. Sondern durch tiefere Aspekte. Indem Du weniger vom Leben verlangst. Indem Du glücklich bist, mit einem moderaten Budget. Bodenständigkeit. Dankbarkeit. Anderen helfen. Soziale Kontakte. Natur. Sport. Bewegung. Gesunde Ernährung macht glücklich: Frisches Obst und Gemüse zu essen ist ratsam.

Professorin Miriam Tatzel fand in Studien heraus, dass Menschen zufrieden werden, wenn sie positive Beziehungen haben. Wenn sie autonom sind. Wenn sie Kompetenzen haben. Sich selbst schätzen. Und persönlich „wachsen“. Der Kauf von Zeug steht der Zufriedenheit im Weg.

Natürlich sollst Du das machen, was Dir Spass macht. Ich glaube, die Autoindustrie legt Dich rein, wenn sie Dir vorgaukelt, dass Du super-glücklich mit dem Neuwagen wirst. Glaubst Du wirklich, dass der neue BMW Dich tatsächlich glücklicher dauerhaft macht?

Ich denke, wichtiger ist es Freunde zu haben. Familie. Zu lernen. Gute Beziehungen zu haben. Freiheit. Natur macht glücklich und entspannt. Du kannst am See, am Strand, in den Bergen leben.

Die meisten Menschen leben ständig am Rand ihrer Möglichkeiten. Sie geben alles aus, was monatlich rein kommt. Und nehmen noch Schulden auf.

Sie kaufen Autos auf Pump. Das ist im Prinzip ein extremes Verhalten. Sie haben das Geld eigentlich nicht, leisten sich aber trotzdem ein Luxusgut, das schnell an Wert verliert. Rational betrachtet ist es eine grauenhafte Entscheidung. Das ist in meinen Augen extrem bescheuert. Wenn Du Konsumschulden hast, ist das doof. Weniger Materialismus führt in die Zufriedenheit, sagt Professorin Miriam Tatzel.

In dem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ gaben die Sterbenden an, sie wünschten sich, ihr eigenes Leben gelebt zu haben – und nicht das Leben anderer. Sie hätten gerne weniger hart gearbeitet. Sie wünschten, sie hätten mehr Zeit für Familie und Freunde gehabt. Stattdessen haben die Menschen immer weniger Freizeit. Sie arbeiten immer länger.

Wie kannst Du die Reuen vermeiden? Lebe bodenständig. Spare. Investiere. Fokussiere Dich auf die Aspekte, die Du in der Hand hast. Optimiere Dein Leben, Deine Kosten. Sei diszipliniert. Reduziere Deine Wünsche. Jedes Mal, wenn Du Geld ausgibst, musst Du mehr Zeit bei der Arbeit verbringen. Je größer Deine Autos, je neuer, desto mehr Jahre bedeutet das, arbeiten zu müssen. Der Ruhestand verzögert sich weiter in die Zukunft.

Bist Du finanziell frei, kannst Du arbeiten, musst aber nicht. Arbeit wird also zur Wahl.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Was Menschen bereuen: Zu viel zu Arbeiten. Zu wenig Zeit für Freunde zu haben

  1. Ralf

    Ein Denkanstoß: Eine Alternative zur finanziellen Freiheit nach 20-30 Jahren ist eine sofortige Minifreiheit durch 4-Tage-Woche statt 5-Tage-Woche (vollzeitnahe Teilzeit). Dann hat man auch in jüngeren Jahren bereits mehr Zeit und nicht erst wenn die Gelenke und Knochen schmerzen. So ist jedenfalls mein Weg seit drei Jahren. Regulär arbeiten wir 39 h pro Woche. Ich arbeite 35 h verteilt auf 4 Tage. Kostet etwas Gehalt, aber zurück möchte ich nie mehr. Einen Tag mehr frei. Nebenbei hat es mich sehr wahrscheinlich vor einem drohenden Burnout bewahrt.

    Und was das Thema Konsum angeht: Gerade bei jungen Leuten in meinem Umfeld stelle ich fest, dass z.B. das Thema Auto eine immer geringere Rolle spielt. Hier scheint ein Umdenken statt zu finden. Mehr Fahrrad, Bus und Straßenbahn statt Auto. Viele haben nicht mal mehr einen Führerschein mit 18. Bei uns war das früher der Standard.

    Man darf aber nicht vergessen: Viele Leute sind für ihren Beruf zwingend auf ein Auto angewiesen, weil sie eben weitere Strecken pendeln müssen. Und insofern kann ein günstiges Auto ein wichtiges Instrument sein, Einkommen überhaupt zu generieren. Daher nicht generell verteufeln.

    Leider ist auch der Nahverkehr vielerorts recht teuer geworden. Die Bahn verlangt stolze Fahrpreise. Da sind z.B. für manchem Fernbusse eine gute und günstige Alternative. Habe ich auch schon genutzt. Auch als Familie mit entsprechend höherem Lebensmittelbedarf macht ein Auto öfters Sinn.

     

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ralf

    ich bin für eine schnelle Karriere. Gut verdienen. Anstrengen ohne Ende. 50% Sparquote. In 17 Jahren bist Du frei. Für immer. Dann Bist Du 37-39 Jahre alt. Und hast noch 40 Jahre mindestens vor Dir. Freiheit!

  3. Gurki

    Grade Stasi gespielt und die Nachbarin beobachtet wie sie ausgezogen ist. Die haben da mit 3 Mann für eine 2 Zimmerwohnung (1 Frauenhaushalt). Sage und schreibe knappe 6h gebraucht. Und was die da alles rausgetragen haben. Unglaublich was einige an Krams haben. Hörte gar nicht mehr auf.

    Habe mich dann in meiner Wohnung kurz umgeschaut. Ich denke ich wäre in 2, max. 3h durch.

    Habe außerdem heute mal meine Zettellage aufgeräumt, geschreddert und weggeschmissen was ich nicht mehr brauche. Wohltuend! 🙂

    Im Keller muss ich auch noch mal was ausmisten.

     

  4. Felix

    An den Wünschen Sterbender würde ich mich als Lebender eher nicht orientieren wollen. Ich denke – wie es in der Bibel heißt – alles hat seine Zeit. Und als 20 jähriger hat man andere Wünsche und Bedürfnisse als mit 40, 60 oder 80. Wenn man sich eine Karriere aufbauen will (als 20-30jährige, kann man nicht Teilzeit machen, auch wenn’s finanziell möglich wäre.

    Ich bin nach langen Urlauben auch immer wieder gerne eingestiegen in die Arbeitswelt. Es geht dabei nicht nur um Geldverdienen, es ist auch Teilhabe, Anerkennung, Stolz auf Erreichtes , Menschen führen, Teil oder Kopf eines erfolgreichen Teams sein, das Dinge umsetzt, sich durchbeißen, Widerstände überwinden,…

    Weil hier immer auf Studien verwiesen (es gibt ein Lied, das heißt „Die Wissenschaft hat festgestellt…“, :-), es gibt Studien, wonach viele Rentner eher unglücklich sind, geistig sehr schnell abbauen und krank werden, weil ihnen Sinn, Struktur uns soziale Teilhabe fehlen.

  5. Mattoc

    @Gurki

    Sehr gut! Meinen Keller habe ich bereits komplett leer geräumt. Gelagert sind nur noch Umkartons von vergleichsweise wertvollen technischen Geräten. Das kann ich sehr schnell loswerden, wenn es drauf ankommt.

    Kleidung, Paiere, unnötige Möbel. Alles weg. 🙂

  6. Fit und Gesund

    Ich lebe minimalistisch, nicht weil es gerade „modern“ ist, war mehr oder weniger schon immer so, in den Sommerferien hab ich all meinen Papierkram und die Sachen von meiner Mutter auf absoluten Vordermann gebracht, ein Griff und ich hab ein gesuchtes Dokument, nichtsdestotrotz, wenn man schon bisschen älter ist kommen da einige Ordner zusammen, bei mir ist es ein ganzer mittelgrosser Schrank: Steuern, Geldanlage und Kontoabrechnungen, Wohnung x2, Rentenkram, Kaufbelege um nur mal das Wichtigste zu nennen.

    In der Küche hab ich sogar leere Fächer und der Kleiderschrank beinhaltet Sommer und Winterklamotten (früher musste die nicht gebrauchte Kollektion auf den Estrich)

    @Felix

    da hast Du auch was Wahres gesagt, eine gewisse Struktur im Leben muss sein, mir gefällt auch der Gedanke an Teilhabe am Leben und sich mal durchbeissen zu müssen. Natürlich habe ich mit knapp 60 andere Wünsche und Bedürfnisse als ein 30jähriger, aber das kommt von selber, da muss man sich keine Gedanken drum machen 🙂

    @Tim,

    ja, man sollte als junger Mensch was „Reissen“, früh anfangen, aber oft hat man da andere Dinge im Kopf und eben noch nicht die Weitsicht welche Konsequenz Trödelei haben wird.

    liebe Grüsse

     

  7. Jan

    Ich bin gerade dabei, mein Zimmer (10m^2) für ein Auslandssemester zu räumen. Da ich über das letzte Jahr begonnen habe, unnötigen Kram loszuwerden und meine Dokumente zu ordnen, habe ich für diese Aufgabe inklusive Putzen und Wischen nur 1,5 h gebraucht. Da ich meine gesamten Klamotten fast komplett im Handgepäck unterkriege, habe ich auch wenig zum zwischenlagern. Dieses Gefühl ist gerade sehr befriedigend und der Artikel passt dazu wie die Faust aufs Auge 😀

    Das Auslandssemester finanziere ich mir größtenteils durch Überstunden in meinem Nebenjob, somit habe ich das nächste halbe Jahr die finanzielle Freiheit gewissermaßen auf Zeit 🙂

     

  8. Kiev

    @Ralf

    Die Zeit mit Kindern ist prägend und zeitlich begrenzt. Wenn man die FU als Ziel erst spät entdeckt hat ist es eine sehr gute Entscheidung die Arbeitszeit bereits vor Erreichen der FU etwas zu reduzieren. Diesen Mut muss man sich leisten können und wollen. Zugegeben finde ich Deine Beiträge oft etwas pessimistisch. Natürlich wirst Du jetzt länger brauchen die FU zu erreichen, aber dafür hast Du Dich ja aus gutem Grund entschieden. Wie viele Väter kennst Du die unter der Woche erst spät abends nach Hause kommen? Ich kenne einige.  Würdest Du tauschen um z.b. ein 100k Gehalt zu bekommen? Ich nicht. Bei Deiner Entscheidung über die 35h Woche Du wohl auch nicht.

    @Felix

    Ich habe auch schon von den Wünschen der Sterbenden gelsen. Ich finde hier gerade die Punkte mehr Zeit mit den Menschen die man liebt zu verbringen sehr wichtig. Die innersten Wünsche und das Handeln unterscheiden sich bei jedem häufig. Ich versuche mein Handeln diesbezüglich immer meinen Wünschen wie mit einem Kompass zu folgen. Ich hoffe, dass ich so meine wesentlichen Wünsche besser erreiche und bin den Sterbenden dankbar mir diese Einsicht schon heute hoffentlich weit vor meinem Tod gegeben zu haben. Ich nehme an, dass Du noch jünger bist. Die Wünsche der Sterbenden funktionieren auch in die andere Richtung. Vielleicht hast Du in Deiner Familie noch Eltern, Großeltern oder andere ältere Menschen. Sie werden alle sterben. Umso älter sie sind um so früher werden Sie wahrscheinlich sterben. Das ist ja bisher keine große Weisheit. Du kannst aber Jetzt diese Menschen treffen mit Ihnen Zeit verbringen, Ihnen sagen dass Du sie liebst. Das manche vielleicht ein Vorbild in gewissen Aspekten sind. Oder dass Du für manche Dinge Ihnen sehr dankbar bist. Du hast Jetzt alle Möglichen solange sie leben. Nach dem Tod kannst Du nur noch bereuen nicht genug Zeit mit Ihnen verbracht zu haben. Oder dass Du Ihnen nie gesagt hast wie wichtig sie für Dich waren.

  9. Thomas der Sparkojote

    In den 20ern Gas geben, kann man übrigens auch wenn man das Leben geniesst. Eines schliesst das andere nicht aus! Und dann Mitte/Ende 30 absahnen.

    Laut Median Vermögen in Deutschland wäre ich bereits zwischen 45 und 54 Jahre alt, in der Schweiz wäre ich ebenfalls zwischen 30 und 35 Jahre alt. Bis ich 30 bin vergehen noch 9 Jahre bzw. 14 Jahre.

    Grüsse
    Thomas

  10. Thomas der Sparkojote

    @Ruben Du musst nach dem Median Vermögen auf das Alter verteilt suchen. Wobei nicht alles Top Aktuell ist.

    https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/vermoegen-in-deutschland-nach-alter-so-viel-besitzt-der-durchschnitt_H487697808_428483/

    https://statistik.zh.ch/dam/justiz_innern/statistik/Publikationen/statistik_info/si_2002_23_alter_einkommen_vermoegen.pdf.spooler.download.1392889703857.pdf/si_2002_23_alter_einkommen_vermoegen.pdf

    http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/haelfte-der-schweizer-hat-mehr-als-100000-franken-682059

    http://www.arm-und-reich.de/verteilung/vermoegen.html

  11. Ruben

    Danke Thomas! Laut den Tabellen bin ich ebenfalls jünger 🙂

    Allerdings fällt es einem manchmal schwer das zu glauben. In meinem Dorf gehe ich davon aus, dass die meisten Häuser abgezahlt und einiges wert sind. Deshalb würde ich doch noch mehr Vermögen aus der Generation der Baby Boomer vermuten.

  12. Bernd

    Ich bin 41 und habe erst von zwei Jahren damit begonnen, für meine finanzielle Freiheit zu sparen. Absehbar kann ich das Ziel erst mit Anfang 60 erreichen. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, meine Arbeitszeit zu reduzieren. Mit 50 will ich dann nur noch 4 Tage und mit 55 noch 3 Tage arbeiten. Das wäre schon mal eine große Erleichterung. Ich kann nur jeden jungen Menschen ermuntern, früh „Gas“ zu geben. Dann kann man es schaffen, in meinem Alter schon finanziell frei zu sein. Dann dürfte auch ein Halbtagsjob reichen. Man hat mehr Zeit für seine Familie und sich selbst.

  13. Raphael

    @Tim: „ich bin für eine schnelle Karriere. Gut verdienen. Anstrengen ohne Ende. 50% Sparquote. In 17 Jahren bist Du frei. Für immer. Dann Bist Du 37-39 Jahre alt.“

    Ich sage mal ganz ketzerisch: in Deutschland mit dem mittleren Einkommen nicht möglich und selbst mit sehr hohem Einkommen bis 39 Jahre kaum möglich. Siehe auch mein Kommentar zur Beispielrechnung hier http://timschaefermedia.com/in-20-jahren-kannst-du-finanziell-frei-werden-wenn-du-50-sparst-plus-leserbrief

    Deine Rechnung würde ich gerne nachvollziehen können.

  14. der_realist

    @ Tim: „ich bin für eine schnelle Karriere. Gut verdienen. Anstrengen ohne Ende. 50% Sparquote. In 17 Jahren bist Du frei. Für immer. Dann Bist Du 37-39 Jahre alt. Und hast noch 40 Jahre mindestens vor Dir. Freiheit!“

     

    Ich finde das muss man etwas differenzierter sehen bzw. man sollte hier den goldenen Mittelweg wählen. Erstens einmal ist es nicht gesagt, dass wenn man schuftet ohne Ende, dass man dann schon mit 37 Jahren finanziell frei ist. Hier schließe ich mich also meinem Vorredner Raphael an.

    Zweitens bedeutet diese Variante, dass man von 18 bis 40 schuftet ohne Ende und nichts oder nur wenig von den schönen Seiten des Lebens hat. Aber gerade diese Zeit ist oft die schönste Zeit im Leben und wenn diese Zeitspanne nur im Zeichen von „Schuften ohne Ende“ steht, dann ist das meiner Meinung nach keine sehr schöne Zeit. Außerdem, was ist wenn einem in diesem Zeitraum ein Schicksalsschlag widerfährt, zB eine schwere Krankheit? Dann hat man gar nichts vom Leben gehabt, weil man nicht die Zeit hatte auch die schönen angenehmen Dinge des Lebens zu genießen. Man hätte dann nur gelebt um zu arbeiten und hat nie die Möglichkeit gehabt, die Früchte davon zu ernten.

    Dessen sollte man sich halt immer bewusst sein. Natürlich ist auch das andere Extrem „konsumieren und Geld ausgeben ohne Ende“ keine vernünftige Option. Ich für mich bin daher der Meinung, dass der Mittelweg, sozusagen das beste aus beiden Welten, die vernünftigste Option ist. Das heißt schon arbeiten, sich anstrengen, sparen und investieren, aber nicht um jeden Preis und nicht bis zum Umfallen sondern sich immer auch genügend Freiräume und Freizeiten schaffen, sodass man auch die schönen Dinge des Lebens genießen kann.

  15. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ der_realist

    Die Wahrscheinlichkeit sehr alt zu werden ist viel größer. Ich bin ein Optimist.

    Ich bin glücklich finanziell frei zu sein. Das kann ja jeder so machen, wie er/sie will.

    Ja, ich hab geschuftet. Mir hat mein Job Spaß gemacht. Ich hab gleichzeitig das Leben genoßen. Es hat mir enorm Spass gemacht. Ich habe aber nie tütenweise Zeug in Geschäften gekauft. Das hat mich nie interessiert. Ich lebte in WGs und es war super.

    Ich arbeite gerne. Ich strenge mich gerne an. Aber Konsumkram und Materialismus haben nicht nie beeindruckt (bis auf eine ganz kurze Phase, die im Rückblick schrecklich war). Die meisten Menschen fahren aber auf den Klimbim ab. Die meisten Menschen sind etwas fauler. Sie wollen sich nicht sehr anstrengen. Sie sitzen gerne. Sie schauen gerne TV. Sie essen eher ungesund. Sie gehen wie ein Schlafwandler durchs Leben.

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Ich bin froh, nicht so wie die Masse zu sein.

    Ich benutze gerne eine kaum befahrene Seitenstraße. Die Masse ist auf der Hauptstraße und Autobahn unterwegs.

    Du hast Dich noch nach der 4-%-Entnahmeformel erkundigt. Die ist durchgetestet worden durch alle möglichen Börsenphasen. Das funktioniert. Vielleicht sind die ersten 1 bis 3 Jahre wichtig. Wenn in der Anfangszeit gerade die Börse um 50% einbricht, gibst Du halt nicht die 4% aus, sondern vielleicht nur die Dividenden (oder noch weniger). Aber Du bist eh so vernünftig, dass ich mir keine Sorgen um Dich und Deinen Finanzschatz mache.

  17. Daniel

    Man darf aber nicht vergessen: Viele Leute sind für ihren Beruf zwingend auf ein Auto angewiesen, weil sie eben weitere Strecken pendeln müssen. Und insofern kann ein günstiges Auto ein wichtiges Instrument sein, Einkommen überhaupt zu generieren. Daher nicht generell verteufeln.

    Nicht nur da, es gibt auch viele Länder in denen die Menschen ihr Auto immer noch lieben und brauchen. Ich war jetzt 3 Jahre in Folge in den USA. 2015 San Francisco (beruflich), hier konnte man ganz gut ohne Auto klarkommen, 2016 New York (privat) wer hier mit dem Auto fährt hat scheinbar einen Hang sich selbst zu quälen. Ganz anders aber jetzt 2017 in Las Vegas (beruflich). Schon allein um vom Flughafen Los Angeles (hier geht gar nichts ohne Auto) nach Las Vegas zu kommen ist ein Auto schlicht unersetzbar. Bei Temperaturen um 40-45Grad fährt auch niemand freiwillig mit einem Fahrrad herum.

    Auch wenn man dann, wie ich mit meinem Arbeitskollegen, die schönen Nationalparks (absolut zu empfehlen Zion Park, Bryce Canyon, Grand Canyon North/South-Rim – Yoshua Tree Park) sehen will ist ohne Auto aufgeschmissen. Wer hier keinen Führerschein hat guckt in die Röhre.

    Ich erinnere mich noch auf unserem Road-Trip waren wir, weil wir stundenlang im Auto gesessen haben und am Abend (bei 42 Grad) in Lake Havasu die Beine vertreten wollten noch zu Fuß unterwegs. Vor uns hält dann ein Polizeiauto und der Polizist fragt ob alles in Ordnung ist. Waren recht verdutzt und haben gesagt klar. Na weil wir halt zu Fuß unterwegs wären. Als wir daraufhin gesagt haben das wir einfach so spazierengehen haben wir in ein völlig unverständliches Gesicht geblickt. Es ist einfach in einigen Regionen völlig abnormal auch nur die kürzesten Strecken zu Fuß zu erledigen. Und FREIWILLIG UND OHNE GRUND herumzulaufen passt noch weniger ins Schema :-p

    Gruss Daniel

  18. Michael

    Hmmm….

    Tim, du kannst doch nicht sagen dass die Menschen zu wenig Zeit für ihre Freunde haben und dann empfehlen, wie ein Berserker zu arbeiten o.O

    Ich meine, ich mache das ja. Ich habe als dualer Student noch nen 2. Job angenommen, um schnell was zu erreichen, aber das ist ohne Frage scheiß stressig. Ich denke man kann es aus beiden Perspektiven betrachten die hier geschildert wurden, hat alles seine Vor- und Nachteile…

    Gruß,
    Michael

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