Was haben Value Investing und ein Marathonlauf gemeinsam?


New York, 14. September 2008

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Als Value Investor verfolgen Sie einen langen Anlagehorizont und lassen sich von kurzfristigen Kursabschwüngen nicht beeindrucken. Im Gegenteil. Wenn es an der Börse so richtig bergab geht, dann steigen Sie ein. Ich habe in den vergangenen Wochen beobachtet, dass die Superreichen genau das kaufen, was alle Anleger derzeit panikartig auf den Markt werfen. Hoch in der Gunst der reichsten Menschen der Welt stehen Finanz-, Immobilien- oder Konsumaktien. Als Value Investor haben Sie, wenn Sie einstiegen, einen langen Atem. Value Investing ist wie ein Marathon.
Apropos Langstreckenlauf: Am Wochenende bewältigte ich mit Freunden von meiner Laufgruppe ein 24-Stunden-Wettrennen, das sich auf 209 Meilen erstreckte. Wir hatten ein Team mit zwölf Läufern gebildet. Wir mieteten uns zwei Ford-Busse von Avis und auf der Strecke war stets einer unserer Läufer aktiv, während die anderen im Fahrzeug auf ihren Einsatz zur Ablöse warteten. Die Strecke führte durch Wälder, Dörfer, Städte und Felder. Der Wettkampf fand im US-Bundesstaat New Hampshire statt und endete am Strand im Hampton Beach State Park. 36 Stabübergaben meisterten wir, jeder Teilnehmer hatte drei Strecken zu laufen. Ich musste einen Teilabschnitt in der Nacht mit einer Lampe auf dem Kopf und einer leuchtenden Sicherheitsweste bewerkstelligen. Alles in allem war es eine tolle Sache. Besonders der Teamgeist der Amerikaner beeindruckte mich. In den USA ist die Begeisterungsfähigkeit viel größer als in Deutschland, das ist zumindest mein Eindruck. Selbst Menschen am Straßenrand, die Sie noch nie zuvor gesehen haben, feuern Sie an. Der Sport, der Wettkampf und die Motivation sind in den Genen der Amerikaner fest verankert.
Ich trainiere in New York recht viel. Besonders gerne laufe ich entlang des Hudson Rivers (Foto). Meistens beginne ich ab der 17. Straße. Meine Strecke führt mich entlang des Flusses in nördliche Richtung. Je nachdem, in welcher Stimmung ich bin, drehe ich auf der 72. oder 125. Straße wieder um. Darüber hinaus jogge ich jede Woche im Central Park. Manchmal fahre ich zudem zur 137. Straße mit der U-Bahn und trainiere dort im Stadion, das im Riverbank State Park gelegen ist.
Wenn ich frühmorgens laufen gehe, dann genieße ich anschließend immer den leckeren Bagel mit Schmierkäse sowie den frisch gebrühten Kaffee. Mein liebster Bagel-Bäcker liegt auf der 8. Avenue, Ecke 22. Straße. Das kleine Geschäft heißt Murrays Bagels und ist oft prall gefüllt. Es schmeckt lecker, die Preise sind fair. Die Kaffeehaus-Kette hat in New York City mehrere Ableger. Es ist eine schöne Abwechselung zu den vielen Starbucks-Läden, die es praktisch an jeder Ecke gibt.


tim schaefer (Author)

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