Was folgt auf Dollar-Sturz?


New York, 3. Juni 2008

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Zu einem Problemkind hat sich der amerikanische Dollar entwickelt. In den zehn Jahren seit Einführung des Euros war der Dollar noch nie zuvor so schwach wie derzeit. Des einen Leid, des anderen Freud: Der Euro taxiert aktuell mit 1,55 Dollar nahe seines historischen Höchstkurses bei 1,60 Euro. Im Chart sehen Sie die Stärke des Euro gegenüber des Dollars auf Sicht von zehn Jahren. Das Geschäft amerikanischer Exporteure brummt wie selten zuvor trotz der inländischen Rezession. Der Grund: Durch die Dollarschwäche können die globalen US-Konzerne im Dollarraum günstig produzieren und im Ausland höhere Preise und Margen erzielen.
„Wir haben ein Interesse an einem starken US-Dollar. Wir wollen weiterhin die Weltreservewährung bleiben“, sagte der amerikanische Finanzminister Henry Paulson. Der historisch einmalige Schwächeanfall des Dollars gegenüber dem Euro hat die Kräfteverhältnisse in der Welt verschoben. Das Interesse an anderen Weltwährungen wie dem Euro nimmt massiv zu. Der australische Dollar befindet sich sogar auf einem 25-Jahres-Hoch gegenüber dem Greenback.
Der Ölpreis und Goldpreis explodierten in Folge des Dollarverfalls. Grund: Der Preis von Rohstoffen wird stets mit der US-Währung taxiert. Im August 2007 kostete Öl noch 70 Dollar je Fass. Jetzt taxiert Öl schon bei 127,76 Dollar. Die Schwindsucht des Dollars zeigt sich also in den Rohstoffen. Viele sehen hier eine Übertreibung. Ich glaube, der Dollar wird sich über kurz oder lang erholen. Wenn die FED die Leitzinsen von derzeit zwei Prozent um einen halben Punkt auf 2,5 Prozent anhebt, dürfte sich der Dollar stabilisieren. Der Druck auf die FED ist enorm, weil die Inflation grassiert. Und die US-Regierung dürfte außerdem versuchen, dass die heimische Währung nicht kollabiert.
Wie können Sie davon profitieren? Kaufen Sie solide US-Aktien. Ich setzte auf eine Value-Strategie.


tim schaefer (Author)

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