Warum ich direkt beim Landwirt einkaufe


New York, 14. Mai 2016
Ich kaufe am liebsten beim Landwirt vor Ort ein. Die Ware ist frisch, ich vertraue dem Verkäufer. Und es wird nicht die Umwelt belastet. Wer braucht schon Kiwi aus Neuseeland?

Ich kaufe am liebsten beim Landwirt vor Ort ein. Die Ware ist frisch, ich vertraue dem Verkäufer. Und es wird nicht die Umwelt belastet. Wer braucht schon Kiwi aus Neuseeland?

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Grünzeug vom Bauernmarkt in TriBeCa, Manhattan. Lecker, schmecker.

Ich finde den Selbst-Test von Redakteurin Kathleen Elkins mutig. Sie lebte einen Monat lang von einem Minimum-Gehalt von 8,15 Dollar netto je Stunde. Die New Yorkerin wollte sehen, wie es ist, wenn sich jemand entlang der Armutsgrenze durchkämpfen muss. Ihr Fazit:

„Ich kann sagen, es ist härter, wie es klingt.“

Elkins hatte also 1.466 Dollar je Monat. Für die Miete brauchte sie 1.250 Dollar. Fürs Handy 40 Dollar. Das Internet kostete sie 26 Dollar. Sie hat das Glück, dass sie noch über ihre Eltern krankenversichert ist und daher keine Beiträge zahlen muss. Darüber hinaus hat sie kein Auto. Sie nutzt stattdessen das Rad, den Fahrdienst „Uber“ oder die U-Bahn.

Ihr blieben nach Abzug der Fixkosten (1.316 Dollar) noch 150 Dollar zur freien Verfügung je Monat. Die 150 Dollar hob sie von ihrem Konto in Cash ab. Sie hatte demnach fünf Dollar am Tag.

Ihr Start gelang gut, sie war extrem sparsam. Nach zehn Tagen blieb sie sogar unterhalb ihres Fünf-Dollar-Tages-Budgets. Sie hatte nur 28 Dollar ausgegeben (22 Dollar für Lebensmittel und 6 Dollar für Bahnfahrten).

Sie hat den Vorteil, dass ihr Arbeitgeber kostenlose Snacks in der Redaktion anbietet, was sie natürlich intensiv nutzte. Dann erhielt sie eine Geburtstagseinladung und brauchte ein Geschenk, was ihr Budget schrumpfen ließ. Ein Brunch und Bowling mit Freunden folgten, was eine knappe Kasse zur Folge hatte. Am Ende des Monats war sie finanziell leicht ins Minus gerutscht. Und mit den Nerven fertig. (Ihre Ernährung war in dieser Zeit eine Katastrophe.)

Das zeigt, das sparsame Leben ist gar nicht so einfach. Unser soziales Umfeld ist anders programmiert. Wer frühzeitig finanziell frei sein möchte, muss sich von den typischen Konsumleuten fernhalten. Denn deren Geldausgeberei färbt ab.

In den USA sind erschreckende Entwicklungen zu beobachten, ich übersetze grob:

Ein junger Mann läuft in einen „Mieten-zum-Besitzen“-Laden und kauft einen 65-inch Flachbild-TV für 29,99 Dollar je Woche (das Preisschild verrät, der Preis beträgt 1.399 Dollar). Der Mann mietet das Gerät trotz seiner finanziellen Probleme, die er längst hat.

Schulden breiten sich in der Konsumgesellschaft wie die Pest aus. In Deutschland nehmen immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene Schulden auf. Laut einer Umfrage, welche die GfK gemacht hat, hat fast jeder Dritte zwischen 14 und 24 Jahren schon mal Schulden aufgenommen. Tendenz steigend.

Jeder zweite Bundesbürger hat einen Kredit.

Ein Problem ist das Anspruchsdenken. Konsumenten argumentieren mit Sprüchen wie „Das habe ich mir verdient.“ Dann werden zu große Häuser oder dicke Autos gekauft. Der familiäre Frieden kann aufgrund hoher Schulden in einem Desaster enden. Viele Scheidungen gehen auf Geldprobleme zurück.

Jeden Tag, jede Woche, jeden Monat geben wir für Dinge Geld aus, deren Sinn wir uns überlegen sollten. Brauchen wir den „Kaffee To Go“? Muss ich mir zwei Energy Drinks oder Gatorades am Tag kaufen? Das sind 5 Euro am Tag*30 Tage=150 Euro im Monat *12=1.800 Euro im Jahr. Mit diesem Geld könnte eine Familie womöglich deren Hypothek per Sondertilgung senken. Starbucks hat mit dem Kaffee im Pappbecher eine Goldgrube entdeckt. Die Leute können es einfach nicht lassen.

Ich finde: Bei der Wahl des Lebenspartners ist es wichtig auf die Einstellung zu achten. Ich würde so etwas wie Materialismus, Schulden und Konsum abklären. Ein Paar sollte schon die gleichen Ziele haben, wie soll es sonst funktionieren?

Stellen Sie sich vor: Der Partner plant, in den Frühruhestand zu gehen und spart, während die „bessere Hälfte“ alles ausgibt, was reinkommt. Wie soll das Ziel dann in Erfüllung gehen? Das endet im Streit. Das wird ein Leben in permanenter Unzufriedenheit.

Ich bin sehr sparsam. Ich kaufe schon seit geraumer Zeit mit dem überschüssigen Geld Aktien. Das Depot wächst. Es wird aus einem Schneeball eines Tages eine Lawine. Das Aktiensparen leuchtet mir ein. Ich finde, es ist vernünftig. Der Depotaufbau macht mich richtig süchtig.

Ich suche ständig nach neuen Sparpotentialen. Ich habe neulich das Kabel-Fernsehen gekündigt. Ich spare dadurch 65 Dollar im Monat. Ich habe meine Lufthansa-Kreditkarte gekündigt: Das Pastikstück heisst „Miles & More Kreditkarte Card Blue – World Business“. 70 Euro Jahresgebühr spare ich jetzt. Bei jedem Einsatz im Dollarraum musste ich zusätzlich eine Währungsumrechnungsgebühr von 1,75 Prozent blechen. Sie nennen es „Auslandseinsatzentgelt“. Ich finde, das ist sauteuer.

Ich habe stattdessen eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr und ohne Währungsumrechnungsgebühren. Analysieren Sie Ihre Finanzen. Sie finden bestimmt etwas, was unnötig Geld kostet. So wie ich ständig Dinge entdecke.

Ich kaufe manchmal Lebensmittel, deren Verfalldatum bald erreicht wird. Weil solche Lebensmittel keiner wirklich kaufen möchte, gibt es diese Artikel mit einem fetten Sonderrabatt. Ich esse den Kram eh schnell. So fliegt nichts in den Müll. Ich glaube, viele Menschen sehen das mit dem Verfalldatum viel zu eng.

Natürlich könnte ich mich nur von Reis, Bohnen und Kartoffeln ernähren. (Wie die Redakteurin das wohl in dem Selbsttest tat.) Das wäre günstig. Doch dann hätte ich irgendwann eine Mangelernährung. Achten Sie darauf, reichlich unterschiedliche Gemüse- und Früchtesorten täglich zu essen.

Ich kaufe samstags auf dem Bauernmarkt in Tribeca ein. Hier sehen Sie mich auf dem Weg dorthin:

Am liebsten bei einem Amischen. Er kommt aus Lancaster County. Er braucht mit seinem Transporter zweieinhalb Stunden nach Manhattan. Das Gute an seinen Produkten ist: Sie sind frisch, ohne Chemie, ohne Genmanipulation, aus der Nähe. Alles wird in mühsamer Handarbeit erledigt. Mein Amisch-Freund ließ mich erst kein Foto machen. Diese Woche überredete ich ihn. Mein Trick: Ich kaufte heute jede Menge bei ihm ein: Käse, Zucchini-Brote… Da konnte er zu meinem Foto-Wunsch nicht mehr „Nein“ sagen:

Mein Amisch-Freund von tribeca. Bei ihm kaufe ich Brot und Käse. Alles Bio. Alles lecker. Alles gut.

Mein Amisch-Freund von TriBeCa. Bei ihm kaufe ich Brot und Käse. Alles Bio. Alles lecker. Alles gut.

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Der Amische bietet Käse zum Probieren an. Die Packung ist schon etwas mit 7 Dollar teuer. Aber er hat ja auch jede Menge Arbeit damit. Und es ist Öko-Ware. Die 12er Packung Eier kostet 5 Dollar. Wer mehr einkauft, erhält eventuell einen kleinen Rabatt.

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Die Gewürz-Gurken- und Sauerkraut-Gläser kosten 6 Dollar. Ich weiß, das ist nicht billig. Ich möchte aber die Arbeit dieser Menschen unterstüzen und kaufe dort gerne ein.

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Ein Öko-Käse kostet sieben Dollar von den Amischen.

Zwischen 1737 und 1770 wanderten die Amischen aus Deutschland nach Lancaster aus. Mein Freund spricht ein paar Worte Deutsch. Er sagt „Sack“ zur Tüte und „komm essen“. Ich finde deren Lebensphilosophie großartig. Sie leben extrem sparsam. Sie sind finanziell sehr sensibel. Sie verzichten auf Konsumelektronik.

Amische haben einen enormen Unternehmergeist. Sie arbeiten hart und halten zusammen. Ich glaube, deren Arbeitsmoral ist enorm. Dieser Mann auf dem Foto fährt jeden Samstag fünf Stunden mit dem LKW herum. Er baut ganz alleine den Stand auf und wieder ab. Er wuchtet die großen Kisten in den LKW. Jeden Morgen ist er ab 9 Uhr in Tribeca.

Er lässt mich seine Produkte probieren. Wenn ich einiges kaufe, gibt er mir einen Rabatt. Ich habe ihm versehentlich einmal zu viel Bargeld gegeben – darauf machte er mich sofort aufmerksam.

Er macht einen sehr glücklichen Eindruck. Die Amische sind bodenständig, sie haben einen gesunden Menschenverstand. Sie wollen Geld verdienen, indem sie ehrlich und anständig sind.

Das ist ja genau die Philosophie von Warren Buffett. Sparsam, ehrgeizig, anständig, fair, wissbegierig, bereit zu teilen und familienorientiert. Das ist genau das, wovon die Welt mehr braucht. Siehe die dubiosen Gier-Manager bei VW.

Ich wünsche diesen Amischen wirklich den Erfolg von ganzem Herzen. Deshalb gehe ich dort gerne einkaufen. Ich werde demnächst mit meinem Freund nach Lancaster fahren, um das Leben der Amischen in Augenschein zu nehmen.

Ich gebe zu, manchmal kommt bei mir der Sparfuchs durch. Dann kaufe ich im Supermarkt alles, was im Sonderangebot ist. Das ist natürlich keine Bio-Ware. Sehen Sie, was ich hier ergattert habe für ganze acht Dollar:

Was ich mit dem kleinen Video zum Ausdruck bringen will: Niemand ist perfekt. Alles hat zwei Seiten. Etwas Positives und etwas Negatives. Mit Blick auf eine ausgewogene, vielfältige Ernährung möchte ich auf diese irre Geschichte eines deutschen Auswanderers hinweisen:

Der Minimalist August Engelhardt (1875-1919) ernährte sich nur von Kokosmilch. Er lebte im Südpazifik. Er liebte die Sonne und eben Kokosnüsse. Er hasste Steaks und Würstchen. Er war ein ganz strikter Kokosnuss-Esser. Ein Vegetarier. Kein Brot, kein Gemüse, kein Obst. Nur Kokosnüsse. Gemeinsam mit August Bethmann schrieb Engelhardt ein Buch über ein sorgenfreies Leben in der Sonne.

Mindestens 15 weitere Menschen folgten den beiden vor einem Jahrhundert. Unter ihnen war der Berliner Pianist Max Lützow. Etliche starben. Unter den Toten: Lützow, Bethmann und Engelhardt. Die anderen kehrten krank in ihre deutsche Heimat zurück. Engelhardt brachte zwischenzeitlich nur noch 66 Pfund auf die Waagschale. Daher ist es wichtig: vielfältig sich zu ernähren. Fleisch ist kein Muss. Nur eben auf viele Gemüse-, Getreide-, Bohnen- und Fruchtsorten sollten Sie achten.

Von den Amischen können wir Menschen lernen, wie man ein besseres Leben führen kann. Ohne die Angebrei mit unnötigen Dingen. Diese Leute, finde ich, leben ein vorbildliches minimalistisches Leben. Wobei ich nicht weiß, ob es mir auf Dauer auf einem Bauernhof ohne Internet dann doch zu minimalistisch wäre. Aber was ich sagen möchte: Mit weniger Zeug kann das Leben einen sehr zufrieden machen. Der ganze Konsum-Wahn bringt uns doch gar nichts:

Wir sollten einfach lernen, mit weniger Kram auszukommen. Und das Gesparte in Aktien langfristig investieren. Die Amischen investieren in Ländereien und Bauernhöfe. Ja, sie nehmen Hypotheken für Grundstücke auf – aber diese Kredite geraten nie in Probleme. Das sind vernünftige, fleißige Menschen.

In Deutschland wird leider zu wenig für die Aktienkultur getan. Bestes Beispiel ist der Autozulieferer Continental. Der Streubesitz befindet sich zu 30 Prozent in den Händen von Briten und Iren. 24 Prozent der Conti-Aktien halten Amerikaner und Kanadier. Die Deutschen halten nur bescheidene 13 Prozent an dem DAX-Konzern aus Hannover. Zu finden im Geschäftsbericht auf Seite 12 (PDF). Das ist schon schade. Eine vertane Chance.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Warum ich direkt beim Landwirt einkaufe

  1. Slazenger

    Grandios guter Artikel Tim , danke dafür, einer der Besten den ich seit langem gelesen habe!

    Ich beginne wieder einmal über meine eigenen Gewohnheiten nachzudenken !

    Ich denke mal auch bei mir besteht Handlungsbedarf in der ein oder anderen Sache!

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Slazenger

    Danke fürs Lesen und das Lob. Das höre ich gerne.

  3. Fit und gesund

    Du bist so fleissig Tim, andauernd ein neuer blog-artikel 🙂 aber ich schliesse mich Slazenger an, superschöner Artikel, ich habe mich eine Zeitlang sehr für die Amish people interessiert, sie stellen wunderschöne Quilts her, ich habe selber einige dieser Bettdecken nach deren Vorbild genäht, aber lange ist es her. Mir imponiert ihre einfache Lebensweise, das Bodenständige, die Religion dann aber weniger.

    Ich bin ja auch eher der Minimalist, Weniger ist für mich eben mehr, aber Qualität soll es schon sein.  Um zu Sparen hab ich auch Alles so gut es ging optimiert, ich ernähre mich sicher gesund, bis letztes Jahr im November hatte ich ja eine Salat/Gemüse und Obstkiste vom Bauern abonniert, aber in der CH eben sehr sehr teuer.

    Ich fahre bei strömendem Regen aber gut verpackt mit dem Velo zur Arbeit, spart gutes Geld und hält gesund, ich war nicht einmal erkältet die letzten beiden Jahre, spart dann wiederum Arztbesuche (ich habe die höchste Franchise, d.h. die ersten 2500 CHF für alle Arztkosten zahle ich selber, im Gegenzug bekomme ich meine Krankenkasse günstiger)

    Aber mal was Anderes, ich habe heute nach langer Zeit wieder eine ehemalige Kollegin getroffen, sie kommt ursprünglich aus Ecuador, ich hab jetzt mal gegoogelt, die Lebenshaltungskosten sind ja günstiger als hier,

    könntet Ihr Euch vorstellen früher dem Hamsterrad zu entrinnen und sei es in Panama, Thailand oder eben Ecuador zu leben? Ich komme ins Grübeln, dafür müsst ich nicht mehr so lange arbeiten, aber da ist noch meine Mutter, die lass ich nicht im Stich und meine Tiere auch nicht, aber später mal? Dazu müsst ich noch Spanisch lernen, aber ich bin sprachbegabt, dafür kann ich kaum Rechnen… hi hi…

    zum Investieren langt es aber gerade noch, ich habe gestern nochmal in meinen Vanguard All World High Dividend Yield investiert, wollt ja erst Brexit ja/nein abwarten aber es hat mich eben doch gejuckt…

     

    Wünsch Euch Frohe Pfingsten 🙂

  4. Reinhard Schuberth

    Der Lifestyle der Amische ist, nehme ich an, weiß es aber nicht sicher, religiös motiviert. Sie lehnen die Moderne ab, um möglichst bibelnah zu leben. Auch Bildung ist für sie Teufelszeug; sie haben nur bodenständige Berufe wie Landwirt, Zimmermann usw., auch Elektrizität meiden sie wohl. Die Frauen sind in erster Linie wohl Mütter und Hausfrauen.

    Natürlich müssen sie körperlich schuften, um ihr Leben zu bestreiten, da sie auf die technischen Hilfsmittel bewusst verzichten. Ich habe einen Bericht gesehen, wonach sie Fahrräder benutzen dürfen, diese dürfen (aus religiösen Gründen?) keine Pedale haben.

    Um den Bogen zu Aktien zu schlagen: Ich nehme an, dass sie die für eine teuflische Erfindung halten. Sie leben wohl in einer sehr eigenen Welt, ähnlich wie ein Stamm im Urwald mit eigenen Gesetzen und möglichst wenig Kontakt mit der Umgebung. Ich weiß nicht, wie sie es mit Geld halten. Sie haben wohl eine sehr strike Gemeinschaft, die auf religiösen Gesetzen beruht.

    Keine Welt, in der ich gerne leben wollte, wenn ich die Wahl habe.

     

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und gesund

    Danke für das Lob. Dein Leben ist in der Tat fit und gesund. Hut ab!

    Es gibt in den USA eine Auswanderer-Bewegung. Es sind Amis, die nach Südamerika oder Asien auswandern. Zum Teil sind es Rentner, zum Teil aber auch um die 20 oder 30 Jahre alt. Es sind oft Programmierer oder Webdesigner. Sie arbeiten dann vom Strand oder in den Bergen an ihren Online-Projekten. Der TV-Sender HGTV bringt manchmal Dokumentationen über diese Aussteiger. Ich finde das sehr spannend. Dir und allen Lesern wünsche ich auch frohe Pfingsten.

     

    @ Reinhard Schuberth

    Alles hat Vor- und Nachteile. Es gibt nicht das perfekte Leben. Was ich an den Amisch bewundere: Ihre Arbeitsmoral, die Naturverbundenheit, die Einstellung, der minimalistische Konsum, die Selbstversorgung, Geschäftstüchtigkeit, die Gemeinschaft, Bodenständigkeit, Ethik, Familienbezug.

    Die Jugendlichen dürfen die Gemeinschaft/Familie für ein Jahr verlassen. Sie nennen es „Rumspringa“. Obwohl sie so streng sind, sind sie auch liberal:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Rumspringa

  6. Iwona

    Lieber Tim,

    du schreibst, das du sehr sparsam bist und mit dem überschüssigen Geld Aktien kaufst. Entsteht dadurch nicht ein übermäßig hohes Klumpenrisiko?

    lt Experten sollte man ja sein Vermögen in unterschiedliche Assetklassen streuen, wie Gold, Immobilien, Anleihen, Festgeld.

    Viele Grüsse

    Iwona

  7. Oliver

    Ich habe nur recht wenig über die Amish-People gelesen und irgendwo mal einen Bericht gesehen. Ich finde das schon sehr speziell und schätze, dass man so aufgewachsen sein muß, um mit dieser Art Leben glücklich zu werden. Ich bin zwar auch kein Freund, sich sein Leben mit allem möglichen Konsum vollzustellen, aber mir würde gerade die Technik abgehen. Ich arbeite im IT Bereich und wenn ich das nicht mehr hätte, würde mir einfach was fehlen. Vielleicht, weil ich damit aufgewachsen bin? 🙂

    Bei mir gibt es inzwischen leider nur noch wöchentlich einen Markt. Früher gab es den zweimal, aber leider ist der Samstag abgeschafft worden. Was mir dabei auffällt: Gemüse und Obst ist z.T. sehr preisgünstig. Ich denke, wenn man Vegetarier ist, dann kann man sehr günstig leben. Aber hier halte ich es wie mit meiner Technik: Ich esse auch gerne mal Fleisch und Fisch. Essen ist wirklich einer meiner wenigen Punkte, wo ich mehr Geld ausgebe. Bei der Technik ist es relativ, da ich privat nicht das neueste kaufe.

    Den beschriebenen Selbstversuch fand ich ziemlich krass. Allerdings bezweifle ich, dass jemand mit so geringem Einkommen so viel Miete zahlt. Ich kann mich erinnern, dass ich eine Phase in meiner Studienzeit hatte, wo ich auch nur 150 € im Monat übrig hatte nach Abzug der Fixkosten. Ich fand das Leben anstrengend und schwierig, weil jede unvorhergesehene Ausgabe schnell ein Problem wurde. Es ist gegangen, aber man hat sehr häufig an Geld gedacht. Meine damalige Freundin hatte das auf die Spitze getrieben und wirklich an allem gespart. Sie war aus Wien und dort gab es sog. Viertelfestnetzanschlüsse, die auch nur ein Viertel gekostet haben. Da konnte es dir dann passieren, das jemand anderes in der Leitung war. Dazu einen kleinen Ofen (Zentralheizung gabs nicht), den sie mit Holz geheizt hatte. Wenn es gehen muß, dann wird man es auch irgendwie schaffen. Aber durch die ständigen Geldsorgen ist es ein recht freudloses Leben.

    Andersherum kann es aber auch freudlos werden. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die sehr viel Geld verdienen und genau so leben. Es sei ihnen gegönnt, wenn das ihr Weg ist. Was mich nachdenklich dabei macht ist die Einordnung ihres Bekanntenkreises, wer welche Stellung inne hat und was er besitzt. Bei mir haben sie sich schon daran gewöhnt, das ich keinen großen Wert auf irgendwelche großen Häuser, Autos oder sonstige Statussymbole lege. Dafür gelte ich in dieser Hinsicht als komischer Kauz. Alles hat seinen Preis, aber ich sage mir dann, dass ich mir diesen Status redlich verdient habe. Zumindest habe ich in letzter Zeit keine Geldprobleme gehabt und mit jedem Monat verbessert sich die Situation weiter, da ich regelmäßig etwas zurücklege. Bei einigen möchte ich trotz des Luxus , der sie umgibt, nicht wissen wie die finanzielle Situation ist.

    Letztendlich muß jeder selber wissen, was für ihn das richtige ist. Der Amishe Weg ist es für mich nicht, aber der Protzweg auch nicht. Meinen Lebensstil mögen viele sicher nicht, da ich recht sparsam gemessen an meinem Einkommen lebe. Die Hauptsache ist doch, dass man zufrieden ist und hinter dem steht, was man macht. Ich werde meine neuen gesparten Beträge nächste Woche in neue Aktien anlegen. Das ist für mich so bodenständig wie für die Amish ein neuer Bauernhof.   Und irgendwie macht es mich zufrieden.

  8. Christoph

    Ich finde bei den Amisch den Zusammenhalt toll. DIe einfachen Dinge machen die wohl glücklich. Andererseits macht doch Abwechslung und neue Erfahrungen das Leben lebenswert.

    Und , kann mich auch irren, sind die nicht gegenüber medizin usw extrem eingestellt? Bluttransfusion etc?

    @Fit und Gesund: Auf jeden Fall. allein schon wegen dem Wetter. Ich liebe Sonne und Wärme. Daher ist Deutschland in der Hinsicht nicht mein Traumland ;o)

     

    Thailand wäre aufgrund der geringen Kosten natürlich eine gute Wahl. Allerdings darf man als Ausländer keine Immobilie alleine besitzen.

    Südamerika ist aufgrund der wirtschaftlichen Probleme so ne sache. Egal ob, Argentinien, Bolivien, Brasilien usw überall große Probleme. Aber was gut ist, dass es dort extrem selten Terror gibt.

    Ich vermute weil der Wahabismus dort einfach nicht greift.

    Aufgrund der Lebenseinstellung, des Wetters (ausser natürlich den leider immer mehr werdenden Naturkatastrophen) würde mir USA zusagen. Mir gefällt auch der Patriotismus. Klar manche übertreiben es, aber im allgemeinen finde ich das ne gute Sache.

     

     

  9. ZaVodou

    „könntet Ihr Euch vorstellen früher dem Hamsterrad zu entrinnen und sei es in Panama, Thailand oder eben Ecuador zu leben?“

    Darüber habe ich schon viel nachgedacht.

    Das Problem dauerhaft in einem fremden Land leben zu können sind oft die Aufenthaltsbestimmungen für einen Nicht-Rentner. Gilt für Thailand, bei den anderen Länder weiss ich es nicht so genau, dürfte aber ähnlich sein, weshalb man sich darüber unbedingt erst mal informieren sollte. Da scheiden dann automatisch meist schon einige Länder aus.

    Das ein legaler Daueraufenthalt im Ausland außerhalb der EU gar nicht so einfach ist, darüber erfährt man in Soaps wie „Die Auswanderer“ meist recht wenig.

    Später als Rentner hat man dann das Problem der Krankenversicherung. Trotzdem man jahrelang bei einm Versicherer privat versichert war, wird man ab einem gewissen Alter nicht mehr versichert. Zu risikoreich für den Versicherer oder die Versicherungsprämie wird exorbitant angehoben. Wenn man dann allzu knapp kalkuliert hat, kann das eben zu einem Problem werden oder muss die Krankenhausrechnungen selbst zahlen. Bei einer Herzoperation kann das dann teuer werden bzw., wenn man chronisch erkrankt ist und teure Medikamente braucht. Dinge, über die man sich als junger gesunder Mensch aber meist nicht so sehr den Kopf macht.

     

  10. der der hier gerne mitliest

    Hallo Christoph, persönlich denke ich, dass die Anzahl an Naturkatastrophen nicht wirklich zugenommen hat.

    Als Bsp.

    2014 gab es in Nepal in der Mount Everest Region ein schweres Erdbeben, wo viele Scherper und Touristen starben.

    Jetzt könnte man sich fragen, wäre diese Katastrophe auch vor 60 Jahren bekannt geworden? Wo noch niemand am Mt. Everest unterwegs war?

    Ich denke, dass man heute allg. von mehr Katastrophen ausgeht, liegt zum einen daran, dass jeder Fleck dieser Erde bevölkert ist, und deshalb das Empfinden gestiegen ist.

    Wer hat sich denn vor 60 Jahren schon für einen Tsunami, der über die Philippinen gefegt ist, interessiert? Das soll jetzt überhaupt nicht abwertend klingen, oder irgend etwas verharmlosen.

    Ich finde, eine Zeitskala von ein paar Hundert Jahren, wo der Mensch jetzt Aufzeichnungen über die Erde führt, sagt im Vergleich zu den letzten 4 Milliarden Jahren und den kommenden 2 Miliarden Jahren noch nicht so viel über eine Zunahme der Naturkatastrophen aus.

    Wie gesagt, ich will aber auch nichts verharmlosen.

  11. ZaVodou

    Angeregt durch eine Reportage im Fernsehen über die Hutterer habe ich ein Buch über die Hutterer gelesen. Sie sind von ihrer Lebensweise und religiösen Ansichten  den Amischen recht ähnlich.

    Das Buch verschafft einem einen ganz guten Einblick in deren Lebensweise. Es ist halt alles recht streng reguliert. Nichts für freiheitsliebende Menschen.

    Ich denke, dass ist ähnlich wie das Leben in einem Dorf ist. Jeder kennt jeden. Man hilft sich gegenseitig (Dorfgemeinschaft). Um einen Wälder, Wiesen und Felder. Idylle pur.

    Der Eine kann sich nichts schöneres vorstellen, dem Anderen ist das alles viel zu öde. Es kotzt ihn alles an. Er fühlt sich beobachtet, eingeengt und will da nur raus.

     

  12. Vali

    Sehr schöne bunte Bilder, toller Artikel, Tim! Danke auch für die NewYork-Aussichten, kann mich gar nicht sattsehen! Weiter so!

    Die Amisch sind was besonders, aber ich bin kein Fan von zu vielen Verboten. Talente, Gaben, Fortschritt, Bildung und Offenheit geht bei ihnen verloren. Und trotzdem erinnern sie mich an meine Großeltern – sie haben ihr Glück gefunden! So ähnlich habe ich meine Ferien als Kind im Dorf verbracht – alles selbst angebaut!

    Bei diesem Landwirt hätte ich aber auch gern eingekauft! Nur meine Äpfel habe ich im eigenen Garten im Herbst auch 🙂

    @Fit und gesund, finde ich toll, dass du vieles mit dem Fahrrad schaffst! Ich habe kein Auto und gehe unglaublich gern zu Fuß, auch mit vollen Einkaufstaschen!  Oft treffen mich Freunde beim Einkaufen und wollen mich mit dem Auto mitnehmen – wenn ich absage, schauen sie ganz verwundert.

    Auswandern könnte ich sofort und gleich aufhören zu arbeiten. Hier alles vermieten – in Südosteuropa haben wir Eigentum, wenig Steuern, viel Sonne und Natur. Kenne welche, die es gemacht haben und sind glücklich!

    Aber für mich wäre das ein Verzicht auf Sicherheit und dort könnte ich diesen Job kaum ausüben – für mich eher ein Rückschlag. Ich arbeite gern und lebe gern hier, auch wenn es teurer ist. Bin hier glücklich! Aber ab 60,70 … wer weiß…

    Ein Engländer hat ein Haus im Dorf meiner Oma gekauft, für 3000€. Hat renoviert und einen Pool im Garten gebaut. Baut ein bisschen Gemüse an und hat Obstbäume. Von den Bauern kauft er Eier, Milch, Fleisch, Käse, Honig. Lebt sehr glücklich.

    Aber ich würde nicht mit ihm tauschen. Bin sehr glücklich hier in Bayern – die Vorstufe zum Paradies ;-)!

  13. Rugier

    Hallo Tim, wie sieht es bei dir mit dem Aufenthalt in den USA aus, hast du eine Aufenthaltsgenehmigung? Oder anders gefragt was muss ich man tun um als Österreicher legal in den USA leben zu können? Genügt es einfach eine Immobilie zu kaufen? lg

  14. Michael

    Hallo Tim,

    sehr interessanter Artikel !! Hab die Amisch people selbst schon erleben können.

    Da sieht man, welchen Konsumzwang sich unbewußt in unser Bewustsein festsetzt.

    (vom überteuerten Kaffee to go ….bis zur Kredit finanzierten Luxus-Karre ).

    Man sollte die Amisch people einmal erlebt haben ,das öffnet einem die Augen und den

    Verstand ,welchen sinnlosen Konsumrausch die Menschen sich ergeben !!!

    Vielen Danke für Deinen super Artikel !!!

     

     

  15. Ecckehard

    Mal was anders, hat jemand eine gute Seite über die Termine der Us- Dividendenzahler?

     

    Danke und Gruß
    Ecckehard

  16. Delura

    Hallo Tim,

    wirklich konsequenter und guter Artikel (die Amischen) wäre nicht verkehrt wenn  die noch hier wären (in good old Germany) – da könnten wir einiges von lernen auf unserem Weg zur Bananenrepublik von Mama Merkel….

     

    Früher war D – das Land der Dichter und Denker und heute? – Ohne Worte.

    Glück Auf!

  17. Christoph

    @der der hier gerne..

    ich weiss was du meinst. Allein schon durch Internet erfährt man ja heute viel mehr von Katastrophen als vor 20 Jahren. Und als es noch keinen Tv gab natürlich noch weniger.

    Aber nehmen wir allein die USA/ Kanada

    2016: aktuell schwere Brände in Alberta

    2015: schwere Brände Kalifornien

    2014: schwere Brände Kalifornien

    2013: schwere Brände Kalifornien, USA: Yosemite-Nationalpark

    2012: Schere Brände in: Nevada, Utah,  Idaho etc

    2011: schwere Brände in Texas

     

    und das waren nur die USA/Kanada und nur Brände. Dazu dann noch Hurrikans usw

    Ich denke, klar man erfährt viel schneller etwas, aber da man generell extrem viele Informationen bekommen vergisst man schnell auch wieder etwas.

    Früher hätte man sicher über Ebola noch 10 Jahre nach einem Ausbruch gesprochen. Heute? ist Zika derzeit aktuell.

    Es liegt einfach an der Klimaerwärmung. Und ich fürchte es wird noch viel viel mehr und schlimmer werden

     

     

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Iwona

    Zu Deiner Frage mit Blick auf die Streuung Deiner Assets: Die gesetzliche Rente ist ja eine Art ewiges Anleihendepot: Die Rente kommt monatlich, stetig bis zum Tod. Die Rente schwankt nicht wie Aktien.

    Daneben haben die Menschen im Idealfall natürlich einen ausreichenden Notgroschen, der in Form von Festgeld, Tagesgeld bzw. Sparbuch vorhanden ist.

    Daneben kann jeder ein breites Aktiendepot aufbauen. Mit vielen Branchen, evenutell diversen Ländern. Eine Möglichkeit ist ein Indexfonds, der den S&P-500-Index nachbildet. Darin sind die 500 größten börsennotierten US-Firmen. versammelt. Das ist schon eine sehr gute Streuung.

    Zusätzlich kann man je nach Vorliebe eine eigene Wohnung/Haus haben. Im Idealfall ist das Eigenheim bis zum Rentenbeginn komplett getilgt. Muss man aber nicht. Auch zur Miete kann man wohnen. Es ist eine Geschmackssache.

    Daneben kann man ein Renditeobjekt haben, etwa eine vermietete Wohnung in der Großstadt, die regelmässig Mieten abwirft. Das braucht man nicht, kann man machen.

    Wer Gold mag, kann 5-10% seines Portfolios in Gold stecken. Eventuell über einen Gold-ETF. Muss aber nicht sein.

    Daneben haben Bürger oftmals andere Produkte wie Riester-Renten, Lebensversicherungen, Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds, Betriebspension…

    Ich denke, man ist breit aufgestellt mit der gesetzlichen Rente/Pension, einem Festgeldkonto, einem S&P-500-Indexfonds bzw. breitem Aktiendepot und eventuell einer Wohnung. (All das habe ich.)

     

    @ ZaVodou

    Danke für den Hinweis mit den Hutterern. Die haben Überschneidungen mit den Amischen. Es gibt auch Amische in Kanada.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hutterer

    Ein Freund sagte mir heute, dass er seine neue Garage von den Amischen in Pennsilvannien bauen lässt. Die Garage bekommt er per LKW an sein Haus geliefert. Alles feinste Zimmermannsarbeit zu einem guten Preis. Alles erledigt in 2 Tagen.

     

    @ Vali

    Danke. Das Leben dieser Völker ist nicht perfekt. Du hast schon Recht, es ist begrenzt von der Bildung, Berufswahl, Medizin… Aber sie haben Werte, die wir in der Konsumgesellschaft mehr und mehr verlieren. Ich finde deren Arbeitmoral, Geschäftstüchtigkeit, Langfristdenken, Loyalität, Handwerk, Bodenständigkeit, Familienbezug und Ethik einfach bewundernswert.

     

    @ Rugier

    Ich habe ein Visum für die USA. Wer hier arbeiten will, braucht ein Visum. Es gibt verschiedene Visa-Kategorien – je nach Tätigkeit. Noch besser ist die Greencard. Die kann man mit Glück in der Lotterie gewinnen. Ansonsten kann man in die USA als Tourist für mehrere Monate kommen – allerdings darf man dann nicht dort arbeiten.

    Mit einem Hauskauf bekommt man nicht automatisch ein Visum. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Allerdings können Ausländer recht unkompliziert in den USA Immobilien erwerben.

     

    @ Michael

    Danke! Das geht mir auch so, wenn ich Menschen wie die Amische sehe. Sie zeigen einem, was wichtig im Leben und was unwichtig ist. Tief in unserer Seele suchen wir doch eigentlich nur Geborgenheit/Vertrauen. Wir wollen eine Aufgabe haben. Gesund sein. Anerkannt werden. Wir wollen in Frieden mit Menschen leben. Und Familie gibt uns sehr viel von alledem.

     

    @ Delura

    Ich weiß nicht, ob Frau Merkel so schlecht ist. Ich habe das Gefühl, dass sie sich ethischer als Kohl und Schröder verhält. Bei den beiden Herren denke ich, dass sie sich seltsam verhalten (Schwarzgeld bei Kohl, umstrittene Berater-Jobs bei Schröder, merkwürdiger Buch-Deal für Millionen…).

  19. AlexanderAlexander

    Tim, ein sehr guter Artikel und mal etwas „Anderes“. Wir kaufen auch einen Teil unserer Lebensmittel von Bauern aus der Umgebung. Nicht immer billiger als im Supermarkt, aber gute Qualität und man macht was für die Region. Da darf auch eine Gurke krumm sein und die Karotte lustig aussehen.

     

    Auswandern ist sehr problematisch, aber man kann auch innerhalb der „EU“ umziehen, da z. B. Frankreich und die Niederlande noch „Kolonien“ haben. Sei es in der Karibik oder im Pazifik. Es gilt da der Euro und die EU-Gesetze, also umziehen statt auswandern – das wäre eher eine Option. Kann man sich mal schlau machen. (Martinique, Aruba, La Reunion usw.)

     

     

     

  20. Heinz

    Hallo zusammen,

    das sind ja spannende Themen.

    @Tim: hier noch ein Link zur ersten Hippiekommune…

    https://de.wikipedia.org/wiki/August_Engelhardt

    @Alex: Spannend wäre die Betrachtung, wo man am besten von Dividenden leben kann.
    Als Europäer könnte man toll auf ehemaligen Kolonieinseln in der Karibik leben (Antigua, Curacao ?) oder im Pazifik (Mururoa ?)
    Heisst, geringe Besteuerung der Dividenden oder höherer Freibetrag. In Griechenland liegt die Besteuerung von Divis bei 10 %…

  21. Felix

    Ich kann es momentan nicht mehr verifizieren, habe aber mal gehört, dass man in Portugal als neu angesiedelter Rentner, wenn man mindestens 180 Tage im Jahr dort verbringt, keine Steuern zahlt.

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