Warum Garantieprodukte Müll sind (Riester)


New York, 28. Juni 2016
Die Riester-Rente: Da bleibt unterm Strich keine Rendite übrig. Zu viele Kosten stecken in den meisten Produkten, dass kein Mensch mehr durchblickt.

Die Riester-Rente: Da bleibt unterm Strich keine Rendite übrig. Zu viele Kosten stecken in den Produkten, dass kein Mensch mehr durchblickt.

Wenn Ihnen jemand ein Garantieprodukt anbietet, lehnen Sie das am besten sofort ab. Solche Finanzprodukte taugen nichts. Sie wollen als Anleger schon etwas Risiko haben. Denn das Risiko wird mit mehr Rendite versüßt.

Unsere Bundesregierung hat aber genau den Fehler gemacht. Sie schuf mit der Riester-Rente ein Garantieprodukt. Denn die eingezahlten Prämien sind ja am Ende des Tages garantiert. Das ist ein Fehler. Deshalb fehlt dem Produkt die nötige Rendite.

Für die Altersvorsorge sind zwei Dinge wichtig: Die Rendite muss stimmen, sie sollte ordentlich sein. Bei den Gebühren ist es extrem wichtig, dass sie nahezu Null betragen. Denn Gebühren summieren sich mit der Zeit zu gewaltigen Summen. Nur gebührenschonend macht das Sparen fürs Alter wirklich Sinn. Sie können viel Schwung mit der Zeit entwickeln. So wirkt der Zinseszins am besten. Bei der Riester-Rente sind leider beide Voraussetzungen nicht erfüllt. Deshalb wollen immer mehr Politiker die gescheiterten Riester-Dinger eindampfen. Die Grünen möchten sie zum Beispiel zügig beerdigen.

Mit einem ETF auf den S&P 500 oder den deutschen Allshareindex können Sie recht gut für den Ruhestand sparen. Zwischenzeitlich müssen Sie aber akzeptieren, dass die Börse schwankt. Und es kann ganz schön ruppig zugehen, wie Sie gerade derzeit erleben.

Sie müssen schon mal einen Crash von 30 Prozent verschmerzen können. Wenn Sie lange genug Zeit haben, bis Ihr Ruhestand beginnt, können Sie so einen Kursrutsch locker aussitzen. Im langen Schnitt rentiert sich nämlich die Börse, wie Sie an diesem Langfristchart sehen.

Die meisten Menschen sind emotional nicht in der Lage, 30 Prozent unter Wasser mit ihren Ersparnissen zu sein. Das ist das Problem. Wir brauchen daher mehr Finanzbildung in Deutschland – auch im Reichstag.

Grundsätzlich ist das monatliche Aktiensparen zu empfehlen. Das sture Sparen. Am besten fangen Sie sofort damit an, wenn Sie es noch nicht tun.

Geben Sie weniger Geld für Zeug aus. Dann ist ihr Leben freier. So können Sie mehr Geld investieren. Das eröffnet Ihnen mehr Wahlmöglichkeiten im Alter.

Ich erlebe oft Menschen, die mit Geld nicht umgehen können. Sie verstehen nicht, wie das Geldsystem funktioniert. Weil sie es nicht verstehen, werfen sie ihr Einkommen so schnell wie möglich aus dem Fenster (für Konsum). Einigen Leuten kann ich den Umgang mit Geld nie beibringen. Sie haben schlicht keinen Respekt vor Geld. Respekt ist Voraussetzung, um ein bequemes Ruhestandspolster aufbauen zu können.

Im Endeffekt ist es alles eine Einstellungssache. Es geht um die Vernunft.

Die Altersarmut greift rund um den Globus um sich. In Singapur arbeitet schon eine 92-jährige im McDonalds an der Pommesstation.

Jetzt gibt es schon vergoldete Sneaker. Irre. Was Konsumenten alles wollen.

Vergoldete Sneaker? Irre. Was Konsumenten alles wollen. Da wird es wohl kaum etwas mit der Ruhestandskasse.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Warum Garantieprodukte Müll sind (Riester)

  1. Torsten

    @Tim

    Ich stimme dir vollkommen zu: Garantieprodukte im Rahmen der Altersvorsorge sind i.d.R. Müll. Die „Garantie“ wird nämlich meist nicht benötigt und kostet garantiert Rendite. Gerade bei der Altersvorsorge geht es um das langristige Investieren in Wachstumswerte. Die längste Zeitspanne, in der man beim DAX bei einer Einzelinvestition im Durchschnitt im Minus war, waren 12 Jahre.

    https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/renditedreieck/2015-12-31%20DAX-Rendite-Dreieck%2050%20Jahre%20Web.pdf

    Durch den Cost-Average-Effekt beim stetigen Kaufen ist die Zeitspanne noch viel kürzer. Historisch gesehen war man also niemals im Minus, falls man frühzeitig angefangen hat, mit Aktien Altersvorsorge zu betreiben.

    Und um die Riesterrendite trotzdem irgendwie anzuheben, darf der Steuerzahler (also du und ich) noch die Finanzindustrie subventionieren, die diese Produkte vertreibt. Und wenn ich selbst in Form von Aktien vorsorge, muss ich bangen, was der Staat sich als nächstes bei der Quellensteuer ausdenkt.

    Gruß!

  2. Oliver

    Für Garantien muß man immer zahlen, egal was es ist. Das ist nicht nur bei Riester so, sondern natürlich auch bei den Lebensversicherungen oder Bausparkassen. Selbst ein Garantievertrag für das Handy kostet Geld. Die Frage ist: Wie viel Garantie benötige ich wirklich? Vordergründig kann man das bei den Rücklagen für die Renten absolut notwendig finden. Häufig liest man: Was ist denn, wenn genau bei 67 dein Portfolio um 50% wegen einem Crash abschmiert? Das kann einem passieren, obwohl die Wahrscheinlichkeit relativ gering ist. Und das sehen manche als reelle Gefahr. Oder was man auch oft hört, sind bestimmte Jahresformeln für den Anteil Festverzinslicher/anderer sicherer Anlagen zu Aktien oder ganz extrem alle Aktien verkaufen und in Rentenpapiere anlegen bei Rentenantritt. Klingt alles erstmal logisch: Wenn ich in Rente bin, sollte ich bei meinen Anlagen kein Risiko haben, wenn ich davon lebe.

    In der Praxis sind alle die Garantien oder Strategien zur Umgehung des Risikos mindestens zweifelhaft. Angenommen, ich fange recht spät mit 40 an zu sparen, weil ich es vorher nicht kapiert habe. Dann habe ich immer noch 27 Jahre Zeit, mir ein Depot aufzubauen, wenn ich die volle Arbeitszeit als Angesteller ausnutze (kann). Bei 50 sind es immer noch 17 Jahre. Was wird denn passieren? Ich fange im Jahr 1 an zu sparen und dann jeden Monat. Diese Anlagen werden sich in 27 oder auch 17 Jahren ziemlich verzinsen durch Dividenden und Kurssteigerungen im Gesamtdepot, obwohl man auch Hungerharken besitzt. Wenn die Dividenden wieder angelegt werden und das entsprechend lange macht, kommt der Zinseszins immer mehr zum tragen. Für mich persönlich sind z.B. die monatlichen Erträge ausschlaggebend. Die Kurse sind nice to have, aber temporär. Obwohl mein Depot vom Gesamtwert immer weiter steigt. Ich habe am Anfang akribisch die Monatsendwerte eingetragen. Mache ich nicht mehr. Ich notiere mir nur noch die erhaltenen Dividenden, und die sind von Jahr zu Jahr steigend. Das ist wichtig für mich. Ich muß praktisch nicht bis 67 arbeiten. Wenn ich mir es richtig ausgerechnet habe, ist bei 52 die Zeit gekommen, das ich es mir aussuchen kann, ob und was ich arbeite. Das sind noch drei Jahre. Tendenziell steigen die Dividenden jedes Jahr mehr als die Inflation beträgt. Das heißt, ich komme sogar fünf oder zehn Jahre nach dem Erreichen der finanziellen Freiheit dahin, dass ich mehr ausgeben könnte, als ich benötige. Das ist das Sicherheitspolster. Dividenden schwanken nicht so stark wie Kurse. Ich kann nur meine Dividendeneinnahmen beeinflussen, indem ich mehr Aktien kaufe. Die Kurse kann ich nicht beeinflussen und ich traue mir auch nicht zu, diese vorauszusehen. Von daher muß man lernen, das zu tun, was einem möglich ist.

    Meine Sicherheit ist das angesprochene Sicherheitspolster, die sog. Garantie. Ich schätze nicht, dass ich schlagartig aufhören werde zu arbeiten. Vielleicht etwas weniger und nur die Projekte, wo ich wirklich zu Lust habe. Das könnte ich auch heute und wäre wahrscheinlich schon finanziell frei. Aber da bin ich ein vorsichtiger Mensch und schließe Aufgaben lieber komplett ab. Wenn das erledigt ist, dann gibt es auch erst die Freiheit, sich komplett das auszusuchen, was ich arbeiten mag. Eine Karotte braucht man schließlich.

    Was den Einbruch betrifft, sehe ich den aus Anlegersicht durchaus interessiert zu. Die Kurse fallen und man bekommt mehr für das gleiche Geld an Aktien. So einfach ist das. Im vorherigen Artikel hat jemand gefragt, welche englischen Aktien interessant wären, weil die vermeintlich soliden Werte kaum gefallen wären. Meine Antwort darauf: Alles, was als Unternehmen profitabel und stark gefallen ist. davon gibts eine Menge Werte. Und nichts überstürzen.

  3. Boris

    Vielleicht muss man den vielen enttäuschten Sparern überzeugend klarmachen, dass sie bisher mit Sparkonto und Riester-Produkten gar nichts wirklich Garantiertes hatten (was ihnen jetzt angeblich durch irgendwelche ominösen Diebe in der EU bzw. der EZB geraubt wird), sondern ebenso risiko-behaftete Produkte. Die lediglich höher abgesichert waren oder sind und dementsprechend weniger rentierlich.

    Aber diese Anlageformen sind eben, wie viele jetzt erst erkennen, auch markt- und – natürlich – politikabhängig.

    Aktien und ETFs sind natürlich riskanter und beweglicher, das liegt in der Natur der Sache, aber, und das ist ja der Punkt, man ist mit ihnen unmittelbar am Wirtschaftsgeschehen beteiligt. Ohne irgendwelche zwischengeschalteten Vertragspartner mit ellenlangen unverständlichen Vertragswerken, wo man eigentlich nie so ganz sicher sein kann, wer nun wirklich am Ende vom Produkt profitiert.

    Dieses unmittelbare Beteiligtsein bei Aktien, womit ja auch Transparenz verbunden ist, und die auch daraus folgende Möglichkeit, jederzeit handeln und reagieren zu können — auf eigene Verantwortung — ist etwas Positives, das viel stärker öffentlich propagiert werden sollte.

    Dein Blog leistet da gute Überzeugungsarbeit, vor allem auch hinsichtlich des Umganges mit Geld und Werten ganz allgemein. Ich würde mir so etwas regelmäßig in Medien mit großer Reichweite wünschen — und im Schulunterricht.

     

  4. Dirk

    Hallo Tim,

    das Grundproblem in Deutschland und in (fast) allen Ländern ist die mangelnde wirtschaftliche und Finanzbildung der Schüler. Es ist die Aufgabe der Schule/des Staates den Kindern dieses Wissen zu vermitteln, von den Eltern lernen sie es nicht, die haben ja selbst keine Ahnung. Das zeigt sich gerade wieder mal beim Brexit wo nur ca. 35% der jungen Leute zur Wahl gegangen sind, schlicht weil sie faul sind (es hat geregnet) und weil sie keine Ahnung haben was der Brexit für sie wirtschaftlich bedeutet. Naja, sie werden es bald merken. Leider beschleicht einem manchmal das Gefühl das die Lobby-gesteuerte Regierung gar kein Interesse an gut informierten Bürgern hat, da es für gewisse Interessengruppen finanziell schädlich ist.

    Wir brauchen in der Schule ein Pflichtfach „Wirtschaft“, welches die wichtigsten Themen abdeckt: banale Sachen wie Sparkonten, Kredite, wie finanziere ich ein Haus, ist eine Lebensversicherung sinnvoll?, dann „Grundlagen des Investierens Aktien, Etfs, Anleihen, Optionen, StockPicking vs Indexing, Risiken von Pennystocks etc“ und schliesslich auch wichtige Theorie wie „was macht die Zentralbank“, „wieso wird der Real schwächer wenn die USA die Zinsen erhöht“ etc. etc. Wohlgemerkt als Pflichtfach, nicht als Wahlfach.

    Vielleicht wäre das etwas für dich Tim solch ein Buch zu schreiben, leichtverständlich und kostengünstig. Fragt sich nur wie man eine sehr hohe (junge) Leserschaft damit erreicht. Vielleicht kann man es auch als Gemeinschaftsprojekt realisieren.

  5. ZaVodou

    @Oliver

    „… Alles, was als Unternehmen profitabel und stark gefallen ist. davon gibts eine Menge Werte.“

    Nenn doch mal ein paar Werte, die du jetzt kaufen würdest. Du brauchst dich auch nicht auf den britischen Markt beschränken.

    Meine Erfahrungen für die Werte, die ich so beobachte, sind andere. Diese standen im Januar meist tiefer als jetzt nach dem Brexit und da hatte ich schon nicht gekauft.

     

  6. Claus

    Wenn ich jetzt kaufen müsste, würde ich in dieser Reihenfolge nehmen:

    Prudential
    Vodafone
    H & M
    VF
    Fuchs Pet.
    SAP

  7. ZaVodou

    @Tim

    „Grundsätzlich ist das monatliche Aktiensparen zu empfehlen. Das sture Sparen. Am besten fangen Sie sofort damit an, wenn Sie es noch nicht tun.“

    Ich muss gerade schmunzeln, weil ich heute Morgen auf dieses  sehr schöne Interview von dir gestoßen bin.

    Ich zitier mal daraus:

    „Wie kann es sein, dass beide Cash (Anmerkung von mir: gemeint sind Buffett und Munger) zur richtigen Zeit haben? Es ist ein Zeichen, dass Sie nicht bereit sind Assets zu jedem Preis zu kaufen. Das Cash stapelt sich, wenn Bewertungen teuer sind.“

     

  8. der der hier gerne mitliest

    Danke Tim, für deinen Blog, und die hohe Frequenz, in der du Beiträge veröffentlichst.
    Und auch wieder ein Dank an Oliver, deine Beiträge sind qualitativ immer hochwertig wertvoll für mich.

  9. Patently Absurd

    Ich höre gerade die Plenardepatte im Europäischen Parlament unter:

    http://ec.europa.eu/avservices/ebs/live.cfm?page=2&lang=de

    Es ist absolut befremdlich, dass schon wieder viele EU-Parlamentarier / Brexit-Gegner von der Notwendigkeit sprechen „Europa zu retten“.

    Die EU ist weder synonym mit Europa, was ein EU-Parlamentarier eigentlich wissen sollten (wenn nicht, frage ich mich, mit welchen Qualifizierungen man eignetlich EU-Politiker werden kann).

    Diese Rettungsthematik ist wohl ein wiederkehrendes Thema in der EU. Wer nicht reformieren will, der muss sich halt immer wieder „retten“ lassen. Selbstkritik ist von den Parlamentariern im Elfenbeinturm der EU wohl eher nicht zu erwarten.

     

  10. Couponschneider

    Richtig, Patently Absurd. Mir geht es auch ziemlich auf den Keks, wenn man Europa und EU gleichsetzt. Nach dem EM-Aus Englands gab’s auch ganz viele Brexit-Anspielungen. Was man da übersieht: Island war nie in der EU, gehört kulturell eindeutig zu Europa und haben bislang nur gegen EU-Ländern gespielt: Portugal, Ungarn, Österreich, England und demnächst Frankreich. Oberflächlich betrachtet muss doch jetzt den gleichen Status anstreben wie Island ihn hat.

  11. Tobias F.

    Thema Garantien:

    Ich Frage mich in wie weit die Dividenden von Unternehmen wie CocaCola, McDonalds, J&J oder AT&T nicht auch informellen Garantien gleichkommen.

    Was muss passieren, dass ein solches Unternehmen die Dividende kürzt oder aussetzt? Eine Rezession reichte da bislang nicht.

    Natürlich ist die Dividendenzahlung nicht garantiert, aber ich persönlich halte sie für extrem wahrscheinlich. Was meint ihr?

  12. chaostrader

    Auch vermeintliche Marktführer und Aristokraten können pleite gehen. Garantiert ist da gar nix, auf lange Sicht gesehen.

  13. ZaVodou

    @Tobias

    Sicher ist, dass nichts sicher ist, weswegen ich kein fokusiertes Depot fahre. Ich muss von jedem Unternehmen jeder Zeit eine komplette Streichung der Dividende hinnehmen können, ohne dass es mich finanziell zerreisst.

    Aber Du siehst dass richtig, dass es gewisse Unternehmen gibt, die eher für eine Dividendenstrategie taugen als andere Unternehmen.

    Jemand, der auf Ertrag wert legt, sucht eher unter den Stetigen. Die werden aber kursmäßig nicht so stark performen wie Wachstumswerte. Das sollte auch klar sein. (Frei nach Peter Lynch).

    Die einen werden nur langsam reich. Die anderen können dafür schneller reich werden mit der Gefahr eher mal in die Sch… zu greifen. Nämlich dann, wenn das Wachstum auf einmal nicht mehr so hoch ist wie jahrelang zuvor. Dann fällt der Kurs stark und man merkt, dass man für Wachstum zu viel bezahlt hat.

     

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Friedrich

    Danke für die Unterstützung!

     

    @ Torsten

    Genau. Im langen Schnitt kann man an der Börse gar kein Geld verlieren. Das heißt, wer 15 bis 20 Jahre Zeit hat, der kann mit einem Indexprodukt kaum einen Fehler machen. Hilfreich ist das stetige Sparen. Am besten monatlich.

     

    @ Oliver

    Klar, alle Garantieprodukte (Festgeld, Bausparen, Kapital-LV, Riester, Sparbuch…) sind aus Anlegersicht Schrott. Sie eignen sich jedenfalls nicht für die Altersvorsorge. Denn für die Altersvorsorge ist Rendite wichtig.

     

    @ Boris

    Danke fürs Lesen und das Lob.

     

    @ Dirk

    Danke. Ja, ein Buch überlege ich schon länger zu schreiben. Aber mir fehlt noch der Aufhänger.

     

    @ ZaVodou

    Ja, danke. Mir hat das Gespräch mit Tren Griffin sehr viel Spass gemacht. Er kennt die Gates-Familie gut. Und liest unglaublich viel.

    http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/investor/4863960/Weit-weg-vom-WallStreetWahnsinn

  15. Claus

    Dividenden sind niemals sicher. Wie immer im Leben gibt es keine Garantien. Die einzige Garantie, die wir alle haben ist, dass wir irgendwann sterben müssen…

    Deshalb ist diversifizieren so wichtig. Geht die Welt unter, nützt auch das leider nichts mehr…

    Im Prinzip gehen wir Wetten ein:

    Wir wetten auf die in der Vergangenheit bis heute erfolgreichsten Unternehmen, von denen wir aufgrund ihres Verhaltens annehmen, dass sie in der unbekannten Zukunft weiterhin erfolgreich sein werden, hervorragende Gewinne erzielen und diese mit uns teilen.

    Die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, aber sicher ist nichts.

    Habe vorhin am Rande mitbekommen, dass in irgend einem (ich glaube südamerikanischen) Land die Ü-Eier verboten werden…

    Man stelle sich vor, das in Limonaden aus gesundheitlichen Gründen ab sofort kein Zucker oder andere Süßstoffe mehr enthalten sein dürfen…

    Oder es sind ab sofort von Herstellern stark zucker- oder fetthaltiger Produkte 5%, 10% oder noch mehr des Netto-Umsatzes in jedem Land an die Krankenkassen abzuführen…

    Da purzeln nicht nur die Kurse einiger Aktien, auch die Dividenden dürften drastisch schrumpfen oder schon bald Geschichte sein.

  16. Christoph

    @Tobias F: Ich gebe Dir Recht. Ganz ehrlich wenn AT& Procter& Gamble, Coca COla, 3M usw pleite gehen.. nun dann muss man sich wohl um ganz andere Dinge Gedanken machen wie um „reich“ zu werden. Dann geht es wohl eher ums nackte überleben.

    Klar kann es mal ein oder 2 derr goßen Dividenenaristokraten in 10 Jahren erwischen. Aber wenn in 10 Jahren zB 20 pleite gehen.. puuuh dann ist die Welt extrem.

    Denn die Produkte die da verkauft werden, werden einfach jeden Tag gebraucht bzw konsumiert. Nehmen wir mal 3M. Klar da können man ein paar Produkte schlecht laufen. Aber die haben über1.000 .

    Also ich möchte einfach mein eigener herr sein und entscheiden wie mein Geld vermehrt wird.

    Das ist ja auch das Problem vieler Leute. Da ist ein Berater und dem vertraut man seine Zukunft blind an. Investieren sie da und da.

    OK gemacht

    2 jahre später. Oh sie sollten umschichten. Nun das und jenes.

     

    Nein DANKE! Lieber selbst informieren und selbst verantwortlich sein!

  17. Oliver

    @ZaVodou:

    Nimm aus dem FTSE 100 die 25 schwächsten Unternehmen und checke sie gegen die oben beschriebenen Kriterien ab. Dann findest Du einige. Ich habe übrigens auch nichts gegen erfolgreiche Banken oder Immobilienunternehmen. Du findest aber noch andere. Das ist es, was wir machen müssen: Die für uns geeignetsten Unternehmen selber finden. Daneben sind auch im DAX und bei den Amerikanern einiges interessantes dabei. Aber eigentlich gibts fast immer etwas interessantes.

    Was die Sicherheit der Dividenden betrifft: Niemals annehmen, dass sie selbst bei langjährig erfolgreichen Unternehmen sicher sind. Höhere Wahrscheinlichkeiten bei den Dividenden ist zwar vorhanden, aber selbst so ein hochgelobtes Unternehmen wie GE ist in der Finanzkrise unter die Räder gekommen und räumt heute noch den Schutt weg. Finde das Unternehmen aber sehr interessant.

    Heute gehts wieder aufwärts. Bin mal gespannt, wie es die nächsten Tage weiter geht. Bin nach wie vor inaktiv. Obwohl es ein paar Finanzwerte bei mir ganz schön erwischt hat, ist es insgesamt gesehen erstaunlich stabil. Mein Minus seid Freitag ist etwa 1,5%. Das ist sehr OK.

     

  18. Christoph

    @Claus. In den USA gibt es schon Städte mit etxra Steuer beim VK auf Limonade.

    Und ich bin sicher, die leute kaufen es dennoch. Und Coca COla zb hat ja auch Wasser und tee und das sind die Wachstumstreiber mittlerweile

  19. ZaVodou

    @Tim

    Ich wollte eigentlich  auf den Widerspruch hinaus, den du betreibst bzw. auch empfiehlst.

    Kaufen, wenn günstig gegen regelmäßiges Kaufen. Bei Dir ist es ja  1x jährlich im Frühjahr.

    Warum kaufst Du nicht, wenn es günstig ist?

    Ich zitiere noch mal aus dem Interview:

    „Es setzen mehr Menschen auf Indexfonds. Das ist das, was Charlie empfiehlt, wenn man sich an den Wertpapiermärkten nicht auskennt.“

    Ich denke mal, dass der Ratschlag des sturen und regelmäßigen Kaufens für das gleiche Klientel gedacht ist,  nämlich diejenigen, die sich eben nicht groß mit der Börse beschäftigen wollen und trotzdem anständige Renditen einfahren wollen, die weit über denen von einem Sparbuch liegen.

    Alle anderen sollten es doch anders machen oder wie siehst Du das?

     

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Ja, das mag ein Widerspruch sein.

    Ich kaufe, wie Du richtig darstellt, 1 Mal jährlich im April. Daneben reinvestiere ich die Dividenden sofort über einen DRIP-Plan.

    http://www.investopedia.com/terms/d/dividendreinvestmentplan.asp

    Ich könnte meinen jährlichen Sparbeitrag auch durch 12 teilen und monatlich sparen, was vermutlich besser wäre. Ich muss aber meine Sparleistung mit meinem Steuerberater abstimmen. Der teilt mir das immer im April mit, wenn ich meine Steuererklärung mache.

    Das regelmäßige, automatisierte Sparen ist irgendwie unglaublich effizient. Viele Menschen haben nicht den Ehrgeiz, wenn sie selbst entscheiden müssen. Sie geben das Geld eventuell anderweitig für Konsum aus. Sie machen emotionale Fehler beim Timing. Das Finden der Tiefpunkte ist sehr schwierig hinzubekommen. Es besteht auch die Gefahr der Selbstüberschätzung.

    Nun beide Wege sind möglich. Stetiges, stures Sparen. Oder das Ansparen. Sammeln. Und dann gezielt zuschlagen. Wobei die zweite Variante sehr viel Disziplin erfordert.

  21. Vali

    Tim, wie schön! Die goldenen Schuhe sind im Whitney Museum of American Art im Meatpacking District, wo es sooo cool war!  Ich habe dort auch fast alles fotografiert und auch diese Schuhe, aber von der anderen Seite;-) Nur die Oma nicht;-)

    Die Terrassen dort haben mich begeistert und überhaupt…hach!

    Die Dividenden sind natürlich nicht sicher, aber was ist schon sicher.

    Die Unternehmen werden  aber grundsätzlich immer ein Interesse daran haben, Gewinne zu erwirtschaften und diese Gewinne mit ihren Investoren zu teilen, das wird auch in Zukunft so bleiben. Somit vertraue ich auf die Dividenden. Wichtig ist zu diversifizieren. Wenn ein Unternehmen bei mir 1-2% im Portfolio darstellt, wird mich die Streichung der Dividende auch nicht verhungern lassen.

    Ich war gestern abend aktiv. Habe Imperial Brands 20Stk. und noch 50 Stk. SSE gekauft. SSE fand ich besonders attraktiv, weil sie sehr unter die Räder kamen und sie aber aus Schottland sind (also nicht nur GB;-)

    Mal sehen wie es weiter geht. Aber meine ersten „Brexit“-Käufe sind getan und ich kann jetzt wieder ruhiger warten.

    Allen weiter viel Glück!

  22. Vali

    @Tim, ja 😉 Der Julian Schnabel!

    Den Sleepwalker auf der Highline fand ich aber auch witzig, zuerst dachte ich, er ist echt;-)

    Ich glaube dieses Geschäft war es, in dem die Limited-Edition-Sneakers waren. Die in Folie eingepackt. Dort habe ich auch goldene mit Flügel gesehen. Ich glaube, dort durfte man aber nicht fotografieren und die Preise waren auch nicht dabei. Das finde ich richtig extrem – so viel Geld für Sneakers… aber manche legen so ihr Geld an;-)

    Finde ich toll, dass du so viel Kunst für deine Themen verwendest! Egal, welches  Thema, Kunst passt immer! Weiter so!

  23. Tobias F.

    Wenn ich euch beide hier über NY schreiben lesen (reden höre passt ja nicht 😀 ) bereuhe ich es fast, dass wir nur 2 Nächte geblieben sind. Wir haben eben den schnelldurchgang gewählt, Central park, Timesquare, Finanzbezirk, Top of The Rock, Bootsfahrt… Highline haben wir nicht mehr geschafft. Übringes sind wir die ganze Stadt mit dem Rad abgefahren, dieses Citybike-Model ist wirklich supergut! HAt auch bei 38 Grad im August viel Spaß gemacht!

  24. silentbob

    Hallo allerseits,

    ich spare auch am liebsten monatlich. Automatisiert über Sparpläne.Lasse die Sparpläne einfach laufen ohne mich gross verrückt zu machen ob nun der richtige Zeitpunkt ist. Habe allerdings noch recht viel Cash angehäuft und überlege nun meine Sparpläne zu erhöhen oder es nach und nach bei guten Gelegenheiten zu investieren. Der Vorteil des Sparplanes ist ich kann in mehrere Unternehmen gleichzeitig investieren, der Nachteil ist, das ich 1,75 % der Sparsumme für den Kauf bezahlen muss. Das kommt mir ja teurer als wenn ich eine größere einmalige Summe investieren würde.

    Was würdet ihr empfehlen?

    MfG silentbob

     

     

     

  25. Felix

    Ich würde dafür plädieren mit unseren Politkern etwas gnädiger umzugehen. D hat nunmal keine Aktienkultur, man kann das bedauern. Als sich eine mit der T-Aktie anbahnte, ist sie mit der dotcom-Blase an die Wand gefahren worden. Kein demokratisch gewählter Politiker kann sich seither erlauben, eine Altersvorsorge mit Aktienanlage vorzuschlagen. Der vereinte linksgrüne Mainstream, der auch hauptsächlich die Medienlandschaft bevölkert, würde sagen, dass jetzt die Ersparnisse von Lieschen Müller an die (ohnehin als böse angesehenen) Konzerne verschleudert werden.

    Der Politiker wird vom Volk gewählt, also muss er wie das Volk sein. Es wird nicht aus den Besten ausgewählt, sondern aus den volkstümlichen. Ein bayerischer Ministerpräsident beispielsweise muss auch durch Bierzelte tingeln und dort starke Sprüche vom Stapel lassen, um seine Wählerschaft zu bedienen. Das setzt entweder eine entsprechende Sozialisation voraus oder aber ein erhebliches schauspielerisches Talent.

    Der CEO von BMW beispielsweise wird ganz anders ausgesucht: Er hat sich nach Eliteausbildung, Auslandsaufenthalten, Promotion und dergleichen gegen ebenfalls hochkarätige Leute durchsetzen müssen. Deshalb setze ich lieber auf exzellente Manager in gut geführten Unternehmen, als dass ich mein Geld in die von Politikern und Beamten ausgedachten Kompromiss-Konstrukte anlege. Wahrscheinlich haben sie es sogar gut gemeint. Dass sie hauptsächlich irgendwelchen Lobbygruppen folgen glaube ich in Gänze nicht, im Einzelfall gibt es das sicher wie überall, wo Interessen im Spiel sind. Soll sogar schon in Weltkonzernen vorgekommen sein.

     

  26. StockMan

    British Land neu, und GE aufgestockt.

    Bin am überlegen, ob ich ING aufstocke, und Nestlé neukaufe. ING sind gut und günstig, aber ich habe schon relativ viel davon, über Nestlé denke ich nur wegen dem neuen CEO nach.

    Gestern habe ich den zweiten BREXIT im Fernsehen gesehen, war voll verdient 🙂

  27. Stefan Müller

    Leider haben die Regierungen der letzten Jahrzehnte die Bedingungen für Aktien- und Fondssparen immer weiter verschlechtert und es soll so weiter gehen. Das Prinzip lautet, Kapitalerträge sollen nicht weniger als Arbeitserträge besteuert werden. Das aber die Inflation am Kapital nagt, wird ausgeblendet.

     

    Vor ca. 20 Jahren hatten wir für Aktien eine Haltefrist von 6 Monaten, dann bis Ende 2008 von einem Jahr und das Halbeinkünfteverfahren. Beides wurde abgeschafft zugunsten der Abgeltungssteuer, die Inflationsunabhänig besteuert.

    Wenn wir also irgendwann 10% Inflation bekommen und die Erträge zufällig ebenfalls 10% beträgt, findet eine beträchtliche Enteignung statt.

    Statt langfristige Altervorsorgeerträge steuergünstig zu stellen, werden mit riesigen Summe Bürokratiemonster wie Riester, Rürup …. gefüttert, anstatt die guten Vorbilder der USA wir IRA und ähnliche Konstrukte einzuführen.

    In der Politik sehe ich keine Partei, die dies erkannt hat.

  28. Sergent Garcia

    @Oliver

    Ich war derjenige mit der Frage. Würde mich auch interessieren, welche Titel Du konkret meinst.

    In UK ist nun mit einer Rezession zu rechnen. Profiteure werden vor allem Titel sein, für die ein schwaches Pfund gut ist und die nicht allzu stark von der Binnenkonunktur abhängen.

    @Claus

    Danke für Deine Ideen. 3 Werte davon befinden sich bereits in meinem Depot.

    Da Du bereits 2 Bekleidungsunternehmen erwähnt hast, nenne ich noch Burberry als Idee. TUI finde ich ebenfalls nicht uninteressant, habe mich aber noch nicht ausreichend mit den Zahlen befasst.

    Ich möchte nicht „zocken“, sondern investieren, aber eine kleine Wette auf den Rücktritt vom Brexit reizt schon ein wenig.

  29. Christoph

    @Stephan: Die FDP war mir immer sympathisch (ausser unter Rösler).  Wieso? Die sieht die Wirtschaft als extrem wichtig an. Ohne gesunder Wirtschaft läuft es nämlich in keinem Land der Welt gut.

    @Felix: Also ich kann Dir leider nicht folgen. Denn die Aufgabe der Politiker ist es, das Volk und das Land in die Zukunft zu führen. Und nur weil etwas bisher nie so gemacht wurde, heisst es nicht dass das immer so bleiben sollte.

    Gerade in der heutigen Zeit bei der Zinspolitik. In einigen Talkshows haben sowohl CDU, SPD als auch FDP sich für Aktien ausgesprochen. Allerdings auch wieder nicht mit Dividendeneinnahmen begründet sondern nur mit Kursgewinnen begründet. Vielleicht wissen die es selbst ja auch nicht?

    Die betrifft es ja selbst auch nicht, dank der hohen Pensionen. Wenn die selbst vorsorgen müssten, wären die Politiker vielleicht auch besser übber Alternativen informiert.

  30. Stefan Müller

    Auch wenn du mich nicht meinst.

    Dividenden sind Ausschüttungen, entweder des Gewinns oder der Substanz. Das war also vorher im Unternehmen und ist nachher beim Finanzamt und beim Aktionär.

    Damit ist das Unternehmen weniger Wert, der Aktionär hat dafür dasselbe mehr an Vermögen (allerdings um den Abzug der erheblichen Besteuerung)

  31. Christoph

    @Stephan Müller: Ich glaub Stephan Meisel bezog das auf das Vermögen vom Aktionär. Daher rätsel ich gerade…

  32. Couponschneider

    @Stefan Meisel/Müller

    Es ist ein Unsinn, Ausschüttungen (=Dividenden) so pauschal kritisch zu sehen. Bevor ein Manager nicht weiß, was er mit dem Geld anstellen sollen, will ich es. Ende! Ich weiß schon etwas damit anzufangen. Wo kommen wir denn hin, die Reinvestitionen eines Unternehmens in sich selbst pauschal als wohlstandssteigernd anzusehen? Angenommen, die Deutsche Post wüsste nicht, wohin mit ihrem Geld und beschlösse, die Dichte der Postkästen zu verfünffachen. Würde dadurch auch nur ein Brief mehr transportiert werden? Würde der Unternehmenswert steigen? Im Gegenteil. Es würden nicht mehr Briefe und es gäbe zusätzliche Kosten, denn die Postkästen müssen gepflegt und geleert werden. Das Unternehmen würde sogar geschädigt.

    Natürlich fallen Steuern an, wenn man ausschüttet, aber lieber habe ich gute Gewinne und zahle Steuern drauf als dass ein wildgewordener Manager die Gewinne in fragwürdige Investitionen lenkt. Wäre ich Apple-Aktionär, wäre ich auch ziemlich angep___t, wenn die Vollspacken das Geld in aller Welt nur horten anstatt ausschütten würden. Ich habe nichts davon, wenn ich auf dem Papier vermögend bin, aber bei mir nichts ankommt.

    Dividenden aus der Substanz zu bezahlen ist ein anderer Fall, aber sowas ist die Ausnahme.

  33. Sergent Garcia

    Faktisch ist eine Dividendenausschüttung eine Form der Gewinnverwendung. Insofern mehr als der Gewinn ausgeschüttet wird, dann ist es eine Auszahlung aus der Substanz bzw. dem Eigenkapital. Nicht wenige Unternehmen finanzieren die Dividendenausschüttungen fremd.

    Ein Schwarz/Weiß-Denken ist hier doch gar nicht angebracht, sondern unternehmensspezifisch.

    Nehmen wir Microsoft – lieber LinkedIn zu dem Preis kaufen oder ausschütten? Bayer – lieber Monsanto zu einem noch höheren Preis kaufen oder die Mittel anders verwenden? Apple wurde ja schon oben genannt.

  34. Christoph

    Apple schüttet doch Dividende aus. Die horten deshalb soviel Kohle im Ausland weil man es bei einem Transfer in die USA mit 30% versteuern müsste! da ist ein Kredit zu  fast 0% doch die bessere Lösung.

     

    Bei Microsoft usw ist ja die Frage. Was mache ich mit dem freien Kapital? Ich denke Microsoft wird weiterhin die Dividende steigern. Aber mit LinkedIn hat man die Zukunft deutlich verbessert. Genau das ist mit das wichtigste. Die Zukunft!

    Bayer wiederum will ja den Kauf mit Kredit und neuen Aktien finanzieren. Damit schädigt man die Aktionäre.

  35. Jörg Elle

    @ Christoph

    Also ich habe ein Depot bei consors und benutze einen Sparplan für einen world Etf. Dieser ist kostenlos zu besparen.

    Was mich nervt ist das der etf früh morgens zum Eröffnungskurs über die Börse München gekauft wird. Dort gab es bei fast allen 12 Monatsbuchungen hohe Spreads. Man kann leider die Uhrzeit und den Börsenplatz nicht aussuchen.

    Bei der comdirekt sollen die sparpläne wohl mittags über xetra ausgeführt werden.

  36. silentbob

    @Christoph:

    Ich bin bei der ING Diba. Das Angebot an Sparplänen ist dort ziemlich gut, fast alles dort worin ich auch investieren möchte. Bei der Consorsbank ist das Angebot natürlich umfangreicher, aber die geringeren Kosten für die Sparpläne würden bei mir nur ca. 5 Euro pro Monat ausmachen. Außerdem habe ich vor einer Zeit mein altes Zweitdepot von der Ebase zur ING übertragen lassen und dabei gab es leider schon ein paar Ungereimtheiten. Daher scheue ich einen erneuten Depotwechsel. 😉

    MfG silentbob

  37. Jörg Elle

    @silentbob

    Wann und über welchen Börsenplatz führt die Ing diba die sparpläne aus?

  38. smitheyesmitheye

    Ich hätte eine Frage an unsere Multiwährungs-Konten-Besitzer. Kauft ihr GB-Aktien direkt an der LSE in GBP oder doch eher den ADR in USD? Dividenden werden meist in GBP und USD gezahl (z.B. SSE oder BP)

  39. silentbob

    @Jörg

    Bisher immer gegen 9 Uhr und der Handelsplatz ist Xetra.

    MfG silentbob

  40. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @smitheye,

    ich hatte vor einiger Zeit vor, das Pfund, AUD und Yen neben USD und CAD auch richtig als Positionen zu führen, und an den jeweiligen Heimatbörsen zu kaufen.

    Daraus ist nicht wirklich was geworden. Australien habe ich mal wieder aus den Augen verloren, und in Japan ist dividendentechnisch nicht viel zu holen. CAD ist für mich die beste und billigste Option. Und USD als Hauptwährung natürlich.

    Bei Lynx ist mir die Order in London doch zu teuer, bei kleinen Volumina immer die Mindestgebühr von 10 GBP. Ich bekomme ein paar wenige Pfund an Dividenden. Derzeit Shell B, BP und Morrison Supermarkets. Bei 500 Pfund oder so, verbrate ich die dann für irgendwas, weil sich wechseln nicht lohnt.  GBP ist trotz „Brexit“ nicht wirklich billig! Aber wenn ich heute 5.000 EUR außerplanmäßig bekäme, dann würde ich die schon in GBP wechseln und was in London kaufen. Kann nie schaden, währungstechnisch differenziert unterwegs zu sein.
    Ansonsten die brit. Aktien in EUR kaufen.

    MS

  41. smitheyesmitheye

    @Matthias

    Danke für die Antwort. Die Dividende wird bei britischen Aktien aber trotzdem in GBP ausbezahlt, auch wenn man den Wert in EUR z.B. an der Börse Frankfurt gekauft, oder? Hast du da bereits Erfahrung.

  42. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @smitheye,

    na ja, sie wird schon in GBP oder USD bezahlt, aber der deutsche Broker rechnet sie zu einem bestimmten Kurs in EUR um, und Du bekommst die Gutschrift in EUR.

    Ich bin bei was anderem am Überlegen. Die Schwäche des GBP ist ja nur gegenüber USD wirklich nennenswert. Gegenüber dem EUR nicht, weil der auch schwächer ist (gegen den USD).

    Ich überlege mir, ob ich mich in USD etwas mehr ins Minus begebe, und die in GBP tausche. Ich spekuliere auf einen Rückzieher aus dem „Brexit“.

    Die paar Sollzinsen für den USD-Kredit bekomme ich mit GBP-Dividenden locker rein, und mehr (Leverage).

    MS

     

  43. smitheyesmitheye

    @Matthias

    Naja, bei IB (Lynx, CapTrader) wird das wohl nicht der Fall sein. Ich nehme an, dass da die Dividenden nicht automatisch umgerechnet und in EUR gutgeschrieben werden.

    Interessanter Ansatz bzgl. USD/GBP. Daran hatte ich noch nicht gedacht.

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @smitheye,

    ja, wenn man eine brit. Aktie bei Lynx in EUR kauft, und die dann aber GBP ausschüttet, dann bekommt man auch tatsächlich GBP. Ich weiß nur, dass kleine Währungspositionen unter 10 CAD/USD/GBP? automatisch geschlossen werden nach 1 oder 2 Tagen, oder so.

    Wenn man also 7 GBP Dividende eingebucht bekommt, und vorher keine GBP-Cashposition bestand, dann bekommt man nach einer Weile eine Meldung, dass die Position geschlossen wurde (gebührenfrei), und der Betrag in die Basiswährung des Depots umgerechnet wurde. Wenn es mehr ist, dann bleibt die Position bestehen.

    MS

    Nachtrag: weil ich ja verspielt bin, werde ich morgen (so mich nichts abhält) mal 1.500 USD in GBP tauschen, und dafür den ETF iShares UK Dividend UCITS ETF in GBP kaufen (also „Asset backed Debt“ sozusagen).
    Geht bei Lynx, schon geschaut. Ob das rational und wirtschaftlich ist, ist mir egal. Ich bin Entdecker und muss das probieren. 😉

  45. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @smitheye

    So, habe mal noch eine Order eingegeben. Da es nicht das Währungspaar USD.GBP gibt, ich also nicht genau 1.500 USD verkaufen kann für entsprechende GBP, sondern nur das Währungspaar GBP.USD (Slangname „Cable“), muss ich also GBP kaufen für USD.

    Der Kurs ist gerade bei 1, 3448 USD für ein Pfund. Ich habe mal für den morgigen Tag ein Kauf-Limit von nur 1,3350 eingegeben. Das reicht nicht, aber man weiß nie was über Nacht passiert. Morgen passe ich dann an. Will mal 1.000 GBP kaufen. Zum Abbau der USD-Schulden durch USD-Dividenden brauche ich dann wieder 3 Monate oder so mehr. 😉

    Ca. 250 GBP habe ich noch, da bekomme ich 150 Anteile von dem ETF. Schaun mer mal.

    Gutes Nächtle

    MS

     

  46. Sergent Garcia

    @Matthias Schneider

    Wenn spekulieren, warum dann nicht richtig?:-)

    Du könntest ein konservativ gehebeltes Zertifikat auf Cable mit Deiner Wunschrichtung kaufen.

    Aber Vorsicht bei USD – viel gewichtiger als der Brexit ist, was die FED in puncto Zinsen entscheidet.

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sergent Garcia,

    nein, ich will ja Equities ansammeln. Ein Zertifikat (z.B. Endlos Knock Out) ist nur ein Wettschein.

    Ich will nur zu einem günstigen Zeitpunkt rein kommen mit einem Kauf. Dann soll der ETF (in dem Fall) mir zu meinem Dividenden-Einkommen helfen. Mein Durchschnittskurs bei USD ist z.B. trotz teurerer Nachkäufe immer noch bei 1,34.

    Sollte das Pfund weiter fallen (bzw. USD steigen durch Zinsentscheide), dann kann ich den ETF nachkaufen (Dividenden erhöhen), der KO-Schein geht dahin.

    Eine Alternative wäre, einen solchen Wert gleich in USD zu kaufen. Leider finde ich nur den EWU, aber der zahlt nur halbjährlich. Gefällt mir nicht so.

    Aber vielleicht sollte ich es doch lassen mit dem GBP. USD Sollzinsen sind auch rauf auf 2,91%. Man verheddert sich nur mehr als es wert ist. Läuft eh gerade in die falsche Richtung. Pfund teurer, und der ETF auch von £ 8,00 auf 8,37. Wenn ich jetzt trotzdem kaufe, dann kippt es anschließend. Das ist fast immer so. 😉

    MS

  48. Sergent Garcia

    @Matthias Schneider

    Ich gehe davon aus, dass die Tatsache, dass §50 nun von Grossbritannien über Monate nicht gezogen wird, wieder eine längere Phase der Unsicherheit bedeuten wird. So wie das ganze Grexit-Rumgegurkse (passiert ja jetzt alles im Hintergrund, was maximal noch einen Einzeiler in den Medien wert ist).

    Das wird Cable in der Kombi mit der US-Zinserhöhung weiter unter Druck bringen. Denn nichts hasst Mr. Markt mehr als Verunsicherung & Ungewissheit. Der Brexit ist noch kein fait accompli – in beide Richtungen.

     

  49. smitheyesmitheye

    @Matthias

    Interessante Variante. Hast du deine Limit-Orders noch laufen, oder hast du dein Vorhaben erstmal wieder auf Eis gelegt? Der Leverage sollte auch bei minimalen Kursschwankungen noch gut sein.

    Hab mir übrigens BP und SSE ins Depot geholt. Ich wollte einfach meine GBP Positionen erweitern und der aktuelle kurs zum EUR ist trotzdem um einiges besser als vor einem Jahr.

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @smitheye,

    ich habe vorhin aufs Telefon geschaut, und die Meldung: „Bought 1,000 GBP.USD @ 1.335“ erblickt. Oh Schreck! Was war denn vorhin los, dass der Kurs wie im Fahrstuhl in den Keller ging?

    Zum Glück bin ich ihm heute früh nicht bei 1.348 hinterher gelaufen. Auch wenn es nur Peanuts sind… Bei 1,25 würde ich nochmal kaufen. Als solch ein Schnäppchen war das Pfund schon lange nicht mehr für Dollars zu haben.

    Ja, den ETF habe ich auch gekauft, wenn die Kohle nun schon da ist. 😉

    Allerdings nur 140 Stück, da ich hier dem Kurs nun doch nachgelaufen bin.

    Ich hätte auch SSE stattdessen fast gekauft. Auch um die 6% wie der ETF. Bei 2,91% Fremdkapitalzinsen wären die Kosten mehr als gedeckt. Aber die bekomme ich auch anders, habe auch schon genug Versorger, und im ETF sind die auch mit drin.

    Habe plötzlich ein anderes (technisches) Problem. Mir zeigt es die Schrift hier plötzlich alles kursiv an. Benutze Chrome. Im Internet liest man davon, aber echte Lösung noch nicht gefunden.

    MS

  51. Couponschneider

    @Jörg Elle

    Man müsste einen ganzen Haufen Gesetze ändern. Da wäre auch der Umstand, dass der Garantiesparer bei der Wertsteigerung einer Aktienanlage partizipieren muss, am Kursverfall aber nicht darf. Das habe ich gestern in der FAZ gelesen.

    Es wurde vom Gesetzgeber eine Phantasiewelt vorgegeben, die sich praktisch nicht erfüllen lässt. Und angenommen, die machen die Gesetze liberaler. Was dann? Dann wären Versicherung ähnlich wie aktiv gemanagte Aktienfonds. Und von denen wird auch allgemein abgeraten.

    Man kommt nicht drum herum, sich selbst in die Aktienmaterie einzuarbeiten, bei einer Direktbank ein kostenloses Depot zu eröffnen und anzufangen.

    Was ich bislang alles gelesen habe: Der Gesetzgeber verhindert eine lukrative Geldanlage bei der sich Anleger zurücklegen kann. Aktienfonds sind ja in der Theorie auch gar nicht so verkehrt, aber die Praxis ist doch furchtbar. Und die Aktienfondsmanager sind doch nicht blöd, aber doch ganz arme Schweine, die die mitunter schwachsinnigen Auflagen des Gesetzgebers umsetzen müssen.

     

  52. Oliver

    @Couponschneider

    Der Gesetzgeber führt recht häufig nur aus, was allgemein von der Gesellschaft gefordert wird. Es ist klar, dass die meisten in der Regierung nicht viel von Anlage verstehen, sonst würden solche Rentensparverträge nicht herauskommen. Inzwischen haben sie gemerkt, dass Riester nicht so klasse ist. Vor kurzem habe ich von irgendeinem Konstrukt gelesen, wo der Herr Schäuble vorkam. Dieser Murks bei den Versicherungen und den Riester/Rürup-Anlagen kommen aber auch aus dem sehr tief verwurzelten übermässigen Sicherheitsdenken in der deutschen Bevölkerung. Wahrscheinlich liegt das an den Inflationen, die Deutschland im letzten Jahrhundert zu erleiden hat. Deshalb sagt man: Lieber verdienen die Leute nichts dazu, bekommen aber eine Garantiesumme.

    Man muß auch beachten, das die Versicherungen bei dieser Zinslage über kurz oder lang in Schwierigkeiten kommen. Die Verträge laufen extrem lange und sie schleppen noch Jahrzehnte die hochverzinslichen Verträge mit durch. Schwächere Versicherungen werden Lösungen suchen müssen und es kann sein, das nicht wenige Leute ihr Geld verlieren. Banken haben auch mit dieser Zinslage zu kämpfen. Letztendlich ruiniert die EZB-Politik nicht unerheblich die Finanzindustrie. Andererseits wären sehr viele Länder in der EU sehr schnell pleite, wenn wir ein normales Zinsniveau ohne Flutung der Geldmärkte haben. Die EZB-Politik ist nichts anderes als eine Verzweiflungstaktik.

    Deshalb sind ggw. Aktien so interessant. In den Hochzinsphasen darf man durchaus mit dem Gedanken spielen, einiges mehr in Hochzinsanleihen zu investieren. 1990 hat man Landesbankanleihen mit hoher Wertigkeit für 6-7% Zinsen bekommen. Heute hat sich das erledigt, da die Erträge nicht mehr nennenswert sind, bzw. hoch genug. Aktien sind in Deutschland bei vielen ein missverstandenes Instrument, weil sie ständig an Telekomaktien, Neuer Markt, Japanblase oder Spielcasino denken. Deutsche sind in der Geldanlage extrem konservativ und dadurch zahlen sie lieber für übermässig hohe Sicherheit eben die Kosten dafür. Sei dankbar, dass Du für dich eine andere Lösung gefunden hast, die augenfällig sehr erfolgreich arbeitet. Zumindest im Jetzt ist deine Strategie richtig. Das heißt aber nicht, das es immer so sein muß.

  53. Tom

    Hallo!

    interessanter Blog hier!

    Mich würde interssieren: kann man bei Aktiensparplänen o. ä. die Sparraten von der Steuer absetzen?

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