Warren Buffetts zehn Erfolgsregeln


New York, 10. November 2014

Ich war gerade in Atlanta. In der US-Metropole sind Delta Air Lines, der Getränkeriese Coca-Cola, Nachrichtensender CNN, Heimwerkermarkt Home Depot und Logistiker UPS zuhause.

In der Innenstadt holte ich mir ein Sandwich bei Jimmy John’s.

Jimmy John's in Atlanta Downtown Peach Street

Sandwich-Kette Jimmy John’s in Atlanta, in Downtown auf der Peachtree Street

Beim Essen in dem Schnellrestaurant entdeckte ich ein Schild mit den zehn Regeln Warren Buffetts‘. Ziemlich verblüffend fand ich das. Warum finden das Kunden in einem Imbiss an der Wand? Das hat mich fasziniert. Leider war es schwierig aufgrund der Lichtverhältnisse ein flimmerfreies Foto hinzubekommen.

Aber schauen Sie selbst:

Warren Buffetts "Zehn Regeln für den Erfolg"

Warren Buffetts „Zehn Regeln für den Erfolg“

Hier sind nun die zehn Regeln übersetzt:

 

Nummer 1: Reinvestieren Sie Ihre Gewinne

Wenn Sie das erste Geld verdienen, könnten Sie versuchen, es auszugeben. Unterlassen Sie das. Stattdessen investieren Sie die Gewinne. Buffett lernte dies frühzeitig. In der High School kaufte er mit einem Kumpel einen Flipper in einem Friseursalon. Mit dem Geld, das sie verdienten, kauften sie mehr Maschinen. Bis sie acht in verschiedenen Geschäften hatten. Als die Freunde ihr Unternehmen verkauft hatten, verwendete Buffett die Erlöse, um Aktien zu kaufen und ein anderes Geschäft zu starten.

 

Nummer 2: Sei bereit anders zu sein

Ihre Entscheidungen sollten niemals darauf basieren, was andere sagen oder tun. Als Buffett begann, Geld zu managen, es war im Jahr 1956, hatte er eine Handvoll Anleger. Er schusterte 100.000 Dollar zusammen. Er wurde als Spinner abgetan. Er arbeitete in Omaha, nicht an der Wall Street. Und er weigerte sich, seinen Partnern zu sagen, wo er deren Geld einsetzte. Die Leute sagten voraus, dass er scheitern würde. Aber als er seine Partnerschaft 14 Jahre später auflöste, waren mehr als 100 Millionen Dollar herangereift.

 

Nummer 3: Entscheiden Sie schnell auf Basis des Verstands

Sammeln im Voraus Informationen, die Sie benötigen, um eine Entscheidung zu treffen. Und fragen Sie einen Freund oder Verwandten, um sicherzustellen, dass Sie ihre Planung einhalten. Buffett rühmt sich, schnell – basierend auf seinem Verstand – zu entscheiden. Er nennt unnötiges Sitzen und Denken „Daumenlutschen“.

 

Nummer 4: Prüfen Sie den Deal, bevor Sie loslegen

Ihre Verhandlungsposition ist immer am besten, bevor Sie einen Auftrag unterzeichnen. Das ist, wenn Sie etwas zu bieten haben, das die andere Partei möchte. Buffett lernte diese Lektion auf die harte Tour. Als Kind. Sein Großvater Earnest engagierte ihn und einen Freund, um das familiäre Lebensmittelgeschäft nach einem Schneesturm vom Schnee zu befreien. Die Jungs verbrachten fünf Stunden mit dem Schneeschippen. Sie konnten anschließend kaum ihre gefrorenen Hände ausstrecken. Danach gab sein Großvater beiden weniger als 90 Cent, das sie teilen mussten.

 

Nummer 5: Achte auf kleine Ausgaben

Buffett investiert in Unternehmen von Managern, die über die kleinsten Kosten besessen sind. Es gehörte ein Unternehmen dazu, dessen Inhaber die Blätter von 500-Blatt-Toilettenpapierrollen zählte, um zu sehen, ob er betrogen wurde (er wurde betrogen). Er bewunderte auch einen Freund, der nur die Seite seines Bürogebäudes, das sich zur Straße wandte, gestrichen hatte.

Mein Foto von Buffett auf seiner Hauptversammlung vor einigen Jahren:

Mein Foto zeigt Warren Buffett vor einigen Jahren auf seiner Hauptversammlung in Omaha im Gespräch mit einem TV-Reporter

Mein Foto zeigt Warren Buffett vor einigen Jahren auf seiner Hauptversammlung in Omaha im Gespräch mit einem TV-Reporter

 

Nummer 6: Limitiere Deine Schulden

Buffett hat sich noch nie erhebliche Summen Geld geliehen. Schon gar nicht um zu investieren. Nicht eine Hypothek. Er erhielt viele herzzerreißende Briefe von Leuten, die dachten, ihre Kreditaufnahme war überschaubar, sie wurden aber von den Schulden überwältigt. Sein Rat: Verhandeln Sie mit den Gläubigern, so schnell zu tilgen, was Sie können. Sobald Sie schuldenfrei sind, nutzen Sie Ihr Einkommen, um Geld zu sparen, das Sie später investieren.

 

Nummer 7: Seien Sie hartnäckig

Mit Hartnäckigkeit und Einfallsreichtum können Sie gegen einen etablierten Konkurrenten gewinnen. Buffett erwarb im Jahr 1983 das Möbelhaus „Nebraska Furniture Mart“, weil ihm der Werdegang der Gründerin Rose Blumkin gefiel. Sie war eine russische Einwanderin. Sie formte aus einem Leihhaus das größte Möbelhaus Nordamerikas. Ihre Strategie war es, die Riesen zu unterbieten. Und sie war ein gnadenlos darin.

 

Nummer 8: Wissen Sie, wann Sie aufhören müssen

Als Buffett ein Teenager war, ging er auf die Pferderennstrecke. Er wettete auf ein Pferd und verlor. Um seine Gelder zurückbekommen, wettete er erneut auf ein anderes Pferd. Er verlor abermals. Er verlor fast alles. Er fühlte sich krank, weil er fast eine Woche seiner Erträge verplempert hatte. Buffett wiederholte nie mehr diesen Fehler.

 

Nummer 9: Bewerten Sie die Risiken

Im Jahr 1995 wurde dem Arbeitgeber von Buffetts‘ Sohn, Howie, vom FBI Preisabsprachen vorgeworfen. Buffett riet Howie, über das Worst- und Best-Case-Szenario nachzudenken. Er überlegte, was passieren könnte, wenn er bei dem Unternehmen bleiben würde. Sein Sohn erkannte schnell die Risiken. Die Risiken waren größer als ein möglicher Vorteil. Und am nächsten Tag verließ er die Firma.

 

Nummer 10: Wissen Sie, was Erfolg wirklich bedeutet

Trotz seines Reichtums misst Buffett nicht seinen Erfolg am Geld. Im Jahr 2006 versprach er, fast sein gesamtes Vermögen an wohltätige Organisationen, vor allem an die Stiftung von Bill und Melinda Gates, zu verschenken. Er ist unerbittlich darin, keine Mittel zu verwenden, um sich Denkmäler zu setzen. Es gibt keine Warren-Buffett-Gebäude oder -Hallen. „Wenn Sie in meinem Alter zu etwas kommen, werden Sie Ihren Erfolg daran messen können, wie viele Menschen Sie lieben. Daran erkenne ich meinen Erfolg. Das ist der ultimative Test, wie ich mein Leben gelebt habe.“

 

Die Übersetzung habe ich grob vorgenommen. Sie ist nicht perfekt. Ich füge jetzt weitere Punkte an, die auf meinem Mist gewachsen sind:

 

Nummer 11: Seien Sie nicht neidisch

Neid schadet Ihnen. Seien Sie zufrieden mit dem, was Sie selbst erreicht haben. Natürlich sollten Sie nicht aufhören, sich anzustrengen. Sich aber ständig mit anderen zu vergleichen (Gehalt, Haus, Auto…) schadet mehr, als das es Ihnen nutzt. Die meisten Menschen machen genau das. Sie streben danach, das zu besitzen, was andere besitzen.

 

Nummer 12: Arbeiten Sie hart

Je härter Sie arbeiten, desto mehr wird Ihnen das Glück zufliegen.

 

Nummer 13: Seien Sie ein Optimist

Die meisten Menschen haben Angst vor der Zukunft. Sie machen sich zu viele Sorgen. Seien Sie ein optimistischer Mensch. Mut (in einem gewissen Umfang) und Ehrgeiz zahlen sich aus.

 

Nummer 14: Handeln Sie ethisch einwandfrei

Es lohnt sich nicht, zu stehlen, zu lügen, zu betrügen. Sie sehen das zum Beispiel daran, was aus vielen Playern rund um den Globus aus der Finanzbranche geworden ist. Das Vertrauen ist zerstört, die Strafzahlungen stapeln sich bis unters Dach.

 

Nummer 15: Haben Sie Idole. Menschen, die besser sind als Sie

Lernen Sie von positiven Vorbildern. Fragen Sie Vorbilder um deren Rat.

 

Sofern Sie  Punkte ergänzen möchten, tun Sie das bitte in den Kommentaren.

 

Hier ist die Originalversion:

No. 1: REINVEST YOUR PROFITS

When you first make money, you may be tempted to spend it. Don’t. Instead, reinvest the profits. Buffett learned this early on. In high school, he and a pal bought a pinball machine to put in a barbershop. With the money they earned, they bought more machines until they had eight in different shops. When the friends sold the venture, Buffett used the proceeds to buy stocks and to start another business.

 

No. 2: BE WILLING TO BE DIFFERENT

Don’t base your decisions upon what everyone is saying or doing. When Buffett began managing money in 1956 with $100,000 cobbled together from a handful of investors, he was dubbed an oddball. He worked in Omaha, not on Wall Street, and he refused to tell his partners where he was putting their money. People predicted that he’d fall, but when he closed his partnership 14 years later, it was worth more than $100 million.

 

No. 3: NEVER SUCK YOUR THUMB

Gather in advance any information you need to make a decision, and ask a friend or relative to make sure that you stick to a deadline. Buffett prides himself on swiftly making up his mind and acting on it. He calls any unnecessary sitting and thinking “thumb-sucking”.

 

No. 4: SPELL OUT THE DEAL BEFORE YOU START

Your bargaining leverage is always greatest before you begin a job – that’s when you have something to offer that the other party wants. Buffett learned this lesson the hard way as a kid, when his grandfather Earnest hired him and a friend to dig out the family grocery store after a blizzard. The boys spent five hours shoveling until they could barely straighten their frozen hands. Afterward, his grandfather gave the pair less that 90 cents to split.

 

No. 5: WATCH SMALL EXPENSES

Buffett invests in business run by managers who obsess over the tiniest costs. He once acquired a company whose owner counted the sheets in rolls of 500-sheet toilet paper to see if he was being cheated (he was). He also admired a friend who painted only the side of his office building that faced the road.

 

No. 6: LIMIT WHAT YOU BORROW

Buffett has never borrowed a significant amount – not to invest, not for a mortgage. He has gotten many heartrending letters from people who thought their borrowing was manageable but became overwhelmed by debt. His advice: Negotiate with creditors to pay what you can. Then, when you’re debt-free, work on saving some money that you can invest.

 

No. 7: BE PERSISTENT

With tenacity and ingenuity, you can win against a more established competitor. Buffett acquired the Nebraska Furniture Mart in 1983 because he liked the way its founder, Rose Blumkin, did business. A Russian immigrant, she built the mart from a pawnshop into the largest furniture store in North America. Her strategy was to undersell the big shots, and she was a merciless negotiator.

 

No. 8: KNOW WHEN TO QUIT

Once, when Buffett was a teen, he went to the racetrack. He bet on a race and lost. To recoup his funds, he bet on another race. He lost again, leaving him with close to nothing. He felt sick – he had squandered nearly a week’s earnings. Buffett never repeated that mistake.

 

No. 9: ASSESS THE RISKS

In 1995, the employer of Buffett’s son, Howie, was accused by the FBI of price-fixing. Buffett advised Howie to imagine the worst- and best-case scenarios if he stayed with the company. His son quickly realized the risks of staying far outweighed any potential gains, and he quit the next day.

 

No. 10: KNOW WHAT SUCCESS REALLY MEANS

Despite his wealth, Buffett does not measure success by dollars. In 2006, he pledged to give away almost his entire fortune to charities, primarily the Bill and Melinda Gates Foundation. He’s adamant about not funding monuments to himself – no Warren Buffett buildings or halls. “When you get to my age, you’ll measure your success in life by how many of the people you want to have love you actually do love you. That’s the ultimate test of how you lived your life.”


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Warren Buffetts zehn Erfolgsregeln

  1. Timo

    @Frank

    And don’t invest in Tech companies like IBM, if you do not even use a computer yourself.

  2. Musti

    Ich bin mal gespannt wie wal-Mart reagiert wenn neben Aldi, Lidl richtig loslegt.

    Die bauen aktuell ihre USA Zentrale in Washington auf und werden die nächsten Monate loslegen !

  3. John Doe

    Steh Auf!

    Rückschläge, Tiefschläge und dabei zu Boden gehen, gehören bei einem interessanten Lebenwandel dazu, wichtig ist es, nicht aufzugeben, an sich zu Glauben, aufzustehen und weiterzumachen. So investiert man auch!

  4. Alexander

    Ergänzung zu Nr. 14

    Akzeptieren Sie die Steuer.

    Ich denke WB sagte einmal „Zwei Dinge sind unvermeidlich – die Steuer und der Tod“

     

    Hört sich vielleicht blöd an, aber ich versuche immer ehrlich, freundlich und höflich  zu sein (man kann auch mal nichts sagen 😉 ). Ich beleidige niemanden, höre zu und akzeptiere auch andere Meinungen. Eben ethisch einwandfrei. Ich habe damit bisher beste Erfahrungen gemacht und wenn man anderen mit Respekt begegnet, dann wird einem mit Respekt begegnet.

  5. OsamaOsama

    Ist sowas von egal! Warum? Weil die meißten nicht mehr wissen was „VERMÖGEN“ überhaupt ist. Denn sspätestens in der 1. Klasse am Weltspartag wird Ihnen erzählt, daß Geld arbeitet. Das hören Sie bis zum Rentenalter, dem Zeitpunkt, wo sie feststellen, daß sie ein Leben lang den Marketingweisheiten von Banken und Versicherungen aufgesessen sind. Wenn überhaupt.

    Geld ist heutzutage , anders wie früher, KREDIT. Trotzdem hat Jesus damals die Geldverleiher aus dem Tempel geschmissen. Jeder der Heute ein Sparbuch hat, sollte also Jesus meiden. Oder Allah.

    VERMÖGEN wird nicht in EURO/DOLLAR/RUBEL gemessen, sondern in Stück/Liter/Kilogramm, dem sogenannten REALVERMÖGEN. Na klinkelts? Ein Haus . Ein Gemälde. Ein Grundstück. 1 Unze Gold. 1 Million Liter Öl. Eine Firma.

    Geld geht kaputt. 1000 qm Grund? Wald oder meine ETW? Ein Fass Whisky?

    Wenn jemand NUR Geldvermögen hat, also einen papierenen Anspruch auf Zins oder Renten wie z.B Lebensversicherungen, Bausparer oder Rentenversicherungen, hat das Problem eines jeden Gläubigers: Der Glaube an den Schuldner und die Inflation. Die halbiert den „Wert“ des Geldes innerhalb von ca. 25 Jahren. Geldwerte Anlagen w.o. brauche VOR Steuer aber mindestens 32 Jahre zur Verdoppelung. Auf gut Deutsch: Er spart sich ´ne Maß vom Mund ab- und bekommt 40 Jahre später eine Halbe zurück. Gut, daß es mittlerweile Flaschenpfand gibt.

    Solange die Masse auf „Geld“ gepolt ist,wird sich an der Vermögensverteilung nix ändern. Und das ist auch so gewollt.

  6. Valueer

    Höre nur auf die Menschen, die im Leben bereits das geschafft haben, was du auch schaffen willst.

    Wenn es um Unternehmensbeteiligungen/ Aktien geht hör auf Warren Buffett, nicht auf deinen Nachbarn, denn dein Nachbar ist nicht umsonst kein Millionär.

    Hör auch nicht auf deinen Broker/ Tradingexperten etc., denn er hat nicht mit seinem eigenen Geld seinen Wohlstand geschaffen, sondern mit dem seiner Kunden. Hör auf deinen Broker/ Tradingexperten, wenn du an den Gebühren deiner Kunden verdienen willst.

     

    Gruß

    Valueer

  7. Udo Cognac

    Schon unglaublich, wo man Warren Buffets Weisheiten so findet. Da sieht man, dass die Amerikaner eine ganz andere Mentalität haben. Hierzulande würden sofort Brandsätze fliegen, wenn jemand diese eigentlich recht banalen Weisheiten aushängt, mit der dämlichen Begründung, dass es wäre den Ärmeren verhöhnend gegenüber. Die könnte nicht sparen.

    Ich sehe das anders. Auch die Armen können sparen. Armut ist oft gepaart mit ungebührlichem Ausgabeverhalten: Smartphone mit Vertrag, Tablett, Flachbildfernseher… Leichtsinnig wird regelmäßig unterwegs ein Kaffee to go gekauft Und diese Kleinigkeiten sind es, die das große Loch in die Haushaltskasse reißen.

    Und deshalb finde ich gerade Buffets fünften Punkt wichtig, weil er wirklich jedem nutzt.

  8. Udo Cognac

    @Osama:

    Ziemlicher Unfug ist das. Geld ist eine Ware wie jede andere und wie jede Ware kann sie im Wert steigen oder fallen. Gold schwankt im Preis, Gemälde schwanken Preis, Grundstücke schwanken im Preis. Sie wollen mir nicht erzählen, dass der von einer Chemiekatastrophe beeinträchtigte Boden noch großen Wert hätte.

    Geld hat einen Wert, weil die Menschen dem Geld vertrauen. Das ist genug. Sollten die Menschen nicht mehr dem Geld vertrauen, würde es im Wert stark sinken. Tut es aber nicht, deshalb ist alles in Ordnung. Gold lebt genauso von dem Vertrauen, dass es auch Jahrzehnte später noch gefragt ist. Es ist aber auch nur Vertrauen. Den Goldstandard brauchen wir nicht Wenn man Politikern nicht traut, eine nicht goldgedeckte Währung zu managenen, wie kann man denn glauben, dass sie sich an den Goldstandard halten würden? Man hat oft genug mit Gold getrickst.

    Die Deutschen sind so stolz auf ihre DM gewesen. Die hatte keine Golddeckung.

  9. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @“Udo Cognac“, tut mir leid, aber da sind m.E. nach schon paar Plattitüden dabei.

    Geld eine Ware? Das ist doch Quatsch mit Soße. Geld (also unser gesetzliches vorgeschriebenes Zahlungsmittel) ist einfach nur eine Verrechnungseinheit für Ware. Und die Werthaltigkeit kommt natürlich nicht aus Vertrauen oder (natürlich) nicht aus einem (nicht vorhandenen) inhärenten (gedeckten) Materialwert, sondern einzig aus der (noch) funktionierenden Autorität der staatlichen Exekutive, also der Durchsetzungskraft der Staates, vom Schuldner seine Schuld notfalls mit Gewalt einzutreiben, den Haltern von Geld (die Schulden der Anderen) also die Sicherheit zu garantieren, dass mittels Gesetz und Gewalt entsprechende Realwerte liquidiert werden zum Ausgleich. Die Deckung des Geldes sind die gegenüber stehenden Realwerte. Solange dieses Machtmonopol gewährleistet ist (bei leidlich prosperierender Wirtschaft natürlich), funktioniert die Währung/Geld. Erst bei politischem Chaos einhergehend mit wirtschaftlichen Zerfall ist die Währung/Geld das Papier nicht mehr wert.

    Na ja, meine Meinung…

    MS

  10. Udo Cognac

    @Matthias Schneider

    Und was ist das Problem, wenn im Chaos Geld nichts mehr Wert ist? Im Chaos sind viele andere Sachen auch nicht wert. Warum sich alle am Thema Papiergeld reiben, ist mir unerklärlich. Warum will man eine Währung haben, die politische Krisen, das Chaos, übersteht?

    Nach Jahrzehnten ohne Golddeckung muss man doch konstatieren, dass das mit dem Geld funktioniert. Die Leute haben Vertrauen darin, der Staat kann damit seine berechtigten Steuern erheben, der Staat garantiert auch, dass das Geld etwas Wert ist. Repression alleine reicht nicht. Der Staat muss schon dafür sorgen, dass die Währung nicht allzu schnell inflationiert.

    Am besten ist, man nimmt die Währung ganz pragmatisch und ein bisschen Inflation schadet nicht. Das Geld funktioniert, so wie es ist. Ich hungere nicht, ich friere nicht, ich investiere, ich kann mir aber auch leisten, ein paar tausend Euro auf dem Girokonto zu haben. Damit kann ich planen.

    Übrigens bin ich zu 100 % in Aktien investiert, also alles Sachwerte. Von langfristigen Geldversprechen halte ich nicht viel, wegen der Inflation. Aber meine Kritik verzichtet darauf, das große Fass aufzumachen, und Papiergeld an sich zu kritisieren. Das machen die Verschwörungstheoretiker um Dirk Müller und co.

  11. Timo

    @Udo Cognac

    Geld ist und war noch nie eine Ware. Geld ist ein Tauschmittel und wenn Sie sich mit der gesetzlichen Lage befassen würden, dann wüssten Sie, dass diese bunten Zettelchen nicht Ihnen gehören. Sie dürfen Sie nutzen. Schauen Sie mal in die AGB Ihrer Bank, wem die Einlage gehört sobald Sie eingezahlt wurde.

    Ihre Einstellung zur Aktie als Sachanlage ist Ihnen so medial eingebleut worden oder wissen Sie wirklich, wie es rechtlich aussieht? Selbst die Anleihengläubiger eines Unternehmens sind ja besser gestellt als Sie.

  12. Alex

    Von Valueer

    „Höre nur auf die Menschen, die im Leben bereits das geschafft haben, was du auch schaffen willst.

    Wenn es um Unternehmensbeteiligungen/ Aktien geht hör auf Warren Buffett, nicht auf deinen Nachbarn, denn dein Nachbar ist nicht umsonst kein Millionär.“

    __

    Sas ist meiner Meinung nach auch eine sehr gute Weisheit die ich auch immer versuche zu beachten. Man liest als Aktienbesitzer naturgemäß viel über Börse/Aktien/Anlagestrategien. Aber man muss den Input filtern und einordnen können.

    Was nützt mir eine positive Emfpehlung von einer Investmentbank wenn diese nur entsteht um später einen Bond plazieren zu dürfen. Wieso soll ich auf irgendeinen Broker höhren der in einer Kolumne seinen Senf zum Markt dazugibt. Warum soll ich mich von einem Finanzjournalisten leiten lassen, wenn er sich mit finanzen auskennen würde, würde er für Goldman arbeiten und nicht für finanzen.net.

  13. Markus

    Na ja, ob Aktien 100% Sachwerte sind, darüber lässt sich auch diskutieren… zu 100% ganz sicher nicht, außer man kann sämtliche Buchwerte zu dem Preis realisieren, wenn das Unternehmen zerschlagen werden sollte ( in einer Krise muss man mit zum Teil deutlichen Abschlägen beim Verkauf rechnen / in einer System-bedrohenden Krise wird`s noch billiger, weil da das kaufmännische Prinzip von Angebotsüberhang ganzer Branchen dazu kommt). Übersteht das System und das Unternehmen kann man da natürlich sehr günstig kaufen und einen guten Schnitt machen.

    Geldscheine = bedrucktes Papier + Vertrauen, dass dieses als Zahlungsmittel gegen Handelsware von jedem akzeptiert wird. Ob der Wert jetzt staatlich garantiert sein soll… Staatliche Garantien sind in „alternativlosen“ Zeiten manchmal sehr schnell von den Politikern vergessen… die Rente ist sicher… die Spareinlagen müssen in den Medien garantiert werden…die Wahlversprechen… Die Politikverdrossenheit zeigt, wie groß das Vertrauen in unsere Politiker ist.

    Ob man jetzt wieder als Angsthase oder Krisenprophet bezeichnet wird, ist relativ egal, wenn es nicht einmal mehr erlaubt ist, das aktuelle System zu hinterfragen bzw. mit Fakten das für und wieder abzuwägen.

    Es hat wie alles Vor- und Nachteile und eine sehr starke Lobby (die auch die Politik beeinflusst), die es am Leben hält. Zudem hat es schon viele und sehr starke Krisen überstanden (manchmal auch mit 90% Verlust bei Aktien).

    Allerdings sind die Anzeichen, dass das „System“ kränkelt nicht zu übersehen und es erkennen zunehmend mehr Menschen. Der Glaube der Menschen kann Fakten schaffen…

     

  14. Felix

    Wieso sollte es nicht erlaubt sein, das „aktuelle System“ zu hinterfragen? Das ist nicht die DDR. Sie können sich vor den Bundestag stellen mit einem Schild auf den steht „das System ist …“

    Sie meinen, dass Sie dann kritisiert werden. Ja, das das so in Pluralen Gesellschaften.

  15. Markus

    @Felix

    Erlaubt ist es sicher und zudem noch deutlich angenehmer als in China oder Russland…

    Nur bewegen konnten selbst die Massenarbeitslosigkeit im Süden Europas und die occupy-Bewegung nichts.

    Ich bin kein Revoluzzer und auch die Leidensfähigkeit einer alternden, angepassten und im Verhältnis reichen Bevölkerung ist extrem hoch.

    Dazu war der letzte Crash offenbar zu harmlos bzw. noch schön gefedert durch die staatlichen Rettungsaktionen. Sind die Banken seitdem weniger System-relevant geworden? Nein, dass war ein Grund noch System-relevanter zu werden….

    Wieso sahen sich gleich zwei hochrangige Politiker veranlasst, „Garantien“ auszusprechen? Der Grund war, weil das Vertrauen angeknabbert war! Ist seitdem etwas verbessert worden, oder warum ist das spekulieren auf Kredit wieder höher als vor 2008

    Um Vermögen exponentiell wachsen zu lassen werden auf der anderen Seite exponentiell wachsende Schulden benötigt. Ab einer gewissen Grenze führen diese Kurven zu Ungleichgewichten, die nur durch einen starken Crash, Hyperinflation oder Währungsreform gelöst werden können.

    Reale Sachwerte wachsen zumindest auf dieser Erde nicht exponentiell. Bin gespannt wer diesen Satz wiederlegen kann…

  16. Timo

    @Markus

    Danke für den Beitrag. Ist schon witzig, sobald man nicht als überzeugter Kapitalist schreibt und/oder deren Idol (Warren B.) anhimmelt, wird man in die Ecke der Spinner & Untergangspropheten gestellt.

    Ich wohne in Frankfurt. Meine Großeltern haben mir noch ihre Erfahrungen geschildert, wie den Leuten in der Krise nach dem Krieg das ganze Geld (=wertlos) + Gold nicht viel genützt hat, denn die starken und mächtigen Leute waren die Bauern mit Ackerland, die über das Essbare verfügt haben. Und so ging auch schon manches Kilo Kartoffeln oder mancher Laib Brot zu einem stolzen Preis in den Tausch.

    Wir alle werden uns wieder daran erinnern dürfen, was „Sachwerte“ sind, wenn die Geldexperimente der FED, Bank of Japan und bald der EZB in die Hose gehen. Keiner der Entscheidungsträger wird drunter leiden müssen. Auch die Superreichen nicht.

    Wenn die Finanzkrise etwas verdeutlicht hat, dann war es dass „Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden“. Und dazu, dass „sozial ist, was Arbeitsplätze schafft“ – also auch eine mögliche Zwangsenteignung, Zwangshypothek auf Grundbesitz (gab es hier bereits) und weitere kreative Ideen, der Gewählten.

  17. Felix

    Ja, die Kapitalistenkeule ist immer gut. Mich störte eigentlich nur die Einleitung „man wird doch wohl noch kritisieren dürfen …“. Ja man darf, man soll, man kriegt dann Widerspruch – alles Kennzeichen einen freien Gesellschaft.

    Ob man den jetzigen Zustand Deutschlands mit der Zeit nach zwei verlorenen Weltkriegen und einem komplett zerstörten Land vergleichen kann, wage ich zu bezweifeln.

    Ansonsten ist mir eigentlich egal, wer welchen Untergangsfanatsien nachhängt. Ich bin Optimist, der weiß, dass es wenige Länder auf dieser Welt gibt, die besser funktionieren, wo sich besser leben lässt. Deshalb lasse ich mir auch durch ständige Angst vor Altersarmut, vor Hyperinflation, Massenarbeitslosigkeit, Vergreisung der Gesellschaft, … nicht die Laune verderben.

    Und überhaupt: Politiker sind immer und an allem Schuld, nur der Kapitalismus ist noch schlimmer; das ist schon mal mehrheitsfähig, auch, wenn’s nicht stimmt.

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Udo Cognac

    Ich fand das auch merkwürdig, dass diese Buffett-Regeln in einem Schnellimbiss an der Wand hängen. Unsere Politiker sollten das lesen und anwenden. An den Unis sollte das ebenso gelehrt werden.

  19. Markus

    Kapitalistenkeule… dann müsste ich mir selber mit meinen berk`s auch was drüber hauen.

    Immer wieder diese Schwarz-Weiß-Theorien.

    Entweder Kapitalist & gierig oder Sozialist & Untergangsprophet…

    Wie lange dieses „aktuelle“ System bestehen bleibt, oder ob die Menschheit irgendwann ein besseres findet oder dieses aufgrund einer Not abändern muss, ist für mich persönlich nicht einzuschätzen.

    Eine Diskussion ohne Vorurteile wäre nett gewesen, scheint hier aber nicht zu funktionieren. Aber ein Ergebnis wäre sicherlich auch nicht zu erwarten gewesen…

    Ob es „uns allen“ immer besser geht? Wer ist „uns alle“? Gehören wir schon zu den 10 % Reichen in Deutschland? Oder sollen wir einfach mal die letzten 10 Jahre als Wohlstandsgewinn für die Allgemeinheit bezeichnen? Ist die Steigerung des Niedriglohnsektors toll für unsere Gewinne? Sollten wir dankbar sein für all die armen Leute, die sich Smart-Phones kaufen? Arbeitet Geld wirklich oder sind es andere Menschen, die für uns mehr arbeiten müssen?

    Jeder Mensch sollte sich und seine Gedanken immer wieder hinterfragen. Vorurteile machen es natürlich deutlich leichter und angenehmer.

    Ansonsten immer brav weiter buy & hold, sparen wie ein Berserker, mehrere Dekaden Geduld, Diversivikation, Kosten beachten…. Hat zumindest in der Vergangenheit immer geklappt wenn man 3 Dekaden gesund bleibt und die Modethemen meidet oder auf breite Märkte setzt…

  20. Hybrid

    Die BOJ in Kooperation mit dem japanischen Staats-Pensionsfonds sind nun nach der FED zum größten Hedgefonds der Welt aufgestiegen. Die EZB ist auf dem besten Wege dahin.

    Wer Vertrauen darin hat, dass dieses Experiment gelingt, der kann ja kräftig Aktien kaufen.

    Rein rational und auf Basis der faktischen Betrachtung sind jedoch ernsthafte Zweifel angebracht.

  21. Stefan Müller

    Gerade im ZDF ein Bericht über die kommende Altersarmut. Aufgrund der Demographie nur mit dem Schneeballsystem des Umlagesystems unausweichlich. Sozen fordern stärkere Abgabenbelastung für alle, die was geschaffen haben. Von mehr Eigenvorsorge redet niemand und Buffet ist böser Kapitalist und Börse Teufelswerk.

  22. Sebastian

    Ob es die Typen im Silicon Valley juckt, was BOF, FED und EZB so treiben?

    Oder den Eisverkäufer an der Ecke?

    Gibt es überhaupt jemanden, der ALLE Zusammenhänge erfasst und dann die richtigen Schlussfolgerungen zieht? Wohl kaum! Warum sich also den Kopf zerbrechen?

    Politisch kann man ja diskutieren, aber die Anlagestrategie nach den Prognosen und Voraussagen aller Möchtegern-Experten ausrichten…………?

    Da lohnt ein Blick in die Historie. Gründerkrach vor 140 Jahren, Depression vor 80 Jahren, Ölpanik vor 40 Jahren, und und und. Wir leben alle noch. Und auch die Aktienanlage lohnt noch. Hätte man auf die Auguren der jeweiligen Epoche gehört, wäre man wohl schlecht gefahren.

    Da halte ich mich wieder an Warren Buffett: Vergiss den Blick auf die Makrobene. Kaufe dich in ein ausgezeichnetes Unternehmen zu einem günstigen Preis ein und sei geduldig.

    Die Prognosen über die Entwicklung der Volkswirtschaft  – oder gar die Systemfrage –  überlasse den anderen.

    Wobei ein Schuss Optimismus – da pflichte ich Felix bei – doch immer ganz gut tut!

  23. Matze

    @Sebastian

    Dann nenne doch bitte mal ein einziges Unternehmen, dass aktuell dieses buffettsche Kriterium (Qualität zum günstigen Preis) erfüllt. Danke.

    Ich kann Dir hunderte Unternehmen nennen, die jetzt bereits mit ihrem 20-, 30- oder 100-fachen Gewinn gehandelt werden – jenseits von Gut und Böse.

  24. Alex

    @ Matze

    IBM (Tatsächlicher Buffetwert, EV/EBIT 10,9)

    Exxon (EV/EBIT 7,5, ROE ~19%)

     

    so du Schaumschläger ich hab geliefert, dann mal her mit deiner Liste von 100 Firmen mit KGV über 20

  25. Matze

    @Alex

    Du willst sagen, dass IBM und Exxon aktuell günstig bewertet sind? Bei IBM lasse ich mir das ja noch gefallen, wobei man da 0 Wachstum für kauft.

    Ich nehme ein paar exemplarische Beispiele:

    Tesla, Netflix, Twitter, Facebook, Nestle, Beiersdorf, Coca Cola, Air Liquide/Linde, Procter & Gamble etc. –> mit KGV > 20 alle zu teuer.

  26. Matze

    Als „günstig“ könnte man Zykliker anführen, wie BASF, BMW etc. –> hier wäre die Frage, ob die moderate Rezession in Europa ausreichend oder übertrieben eingepreist ist.

  27. Sebastian

    @Matze

    BASF hätte ich dir auch genannt – hier habe ich mich nach einem 25%-Rücksetzer für das 12-fache KGV eingekauft -, VW und Munich Re fielen mir noch ein.

    Bei den happigen Bewertungen für amerikanische Aktien gebe ich dir Recht. Meine Disney-Anteile kosten mittlerweile knapp das 20-fache des Jahresgewinns. Nicht wenig.

    Allerdings schrieb ich auch nicht, man müsse sich jetzt komplett eindecken. Tatsächlich habe ich bis auf BASF seit 18 Monaten nichts mehr gekauft. Mich nerven nur diese ganzen Prognosen.

    Diseny ist zu teuer zum Kaufen, deshalb aber verkaufen? Nö, nicht mit mir. Bekäme ich sie den garantiert günstiger zurück?

    Mein Depot wurde 2010 und 2011 gefüllt. Da hörte ich auch schon vom bevorstehenden Weltuntergang. Europa kaputt und so. Es war genau der richtige Moment, um sich günstig einzudecken. Ich kann mich an Debatten erinnern, bei denen manche 2011 die Reißleine zogen und sich dann später wieder billiger zurückkaufen wollten…….

    Beachtung verdient meiner Meinung nach die Dividendenrendite von Topunternehmen im Verhältnis zur Umlaufrendite.

    Bei Graham findest du auch Aussagen zur Bedeutung des allgemeinen Zinsniveaus. Für langlaufende Anleihen bekommst du kaum etwas , da ist auch ein 20er-KGV bei J&J nicht zuviel. ergibt halt 5% Rendite auf das Kapital. Ist dann eben auch keine Wette auf die Zukunft des Fernsehens

    Du sagst ja selbst, dass es um die Suche nach einzelnen Unternehmen geht. Dann kauf die teuren halt nicht. Aber die Timing-Spiele – heute so, morgen so – würde ich lassen.

    Alles Gute!

  28. L. Konecny

    Ich bin immer verärgert, wenn ich irgendwo anders „Warren Buffet“ statt „Warren Buffett“ lese. Man sollte immer nur bis zu dem Wort Buffet lesen und nicht mehr weiter. Der Autor muss noch lernen, dass man Buffett schreibt und sicherlich muss er auch noch viel über Aktien lernen.

    Diese Webseite muss man jedoch loben, hier ist Buffett richtig geschrieben, über Value Investing, „buy and hold“ und Dividenden. Das gefällt mir.

    Weiter ärgert mich in den anderen Medien der Unsinn: „Warren Buffett hat 2 Milliarden verloren“. Doch nur die Aktie BRK-A ging im Herbst einige Prozent runter, Warren Buffett hat aber nichts mit Verlust verkauft, deswegen auch keine Milliarden verloren.

    Weiterer Unsinn: „Die Aktie BRK-B kaufen und ewig halten“. Wenn es keine Dividenden hat, ist es eine dumme Investition. Wir brauchen ein Einkommen aus der Investition jeden Monat, deswegen nur Blue Chips Aktien mit Dividenden. Es gibt in Eurostoxx50, Stoxx50, Dow Jones und DAX rund 18 Aktien, die so solide sind wie BRK-B und haben 3% bis 8% Dividendenrenditen.

    Noch schlimmer ist es täglich in TV zu hören: „Die Anleger sind nervös“, „Die Anleger haben Gewinne mitgenommen“. Doch wenn wieder ein Unsinn von FED erzählt wird, reagieren darauf nur die Automaten und Daytraders. Die Anleger interessiert es nicht und halten ihre Aktien lange, ganz egal was die FED sagt oder macht. Wenn der DAX 2% am Tag verliert, verursachen es nicht die Anleger, sondern die Automaten.

    Das schlimmste sind jedoch diese Empfehlungen Kaufen, Beobachten, Verkaufen in den Anleger-Magazinen in Deutschland. Diese Empfehlungen muss man umdrehen und kaufen die Aktien, wo „Verkaufen“ steht. Die Magazine B.O., F.M., d.A. und Zeitungen E.a.S., Hbt., F.A.Z. sollten mit den Empfehlungen aufhören und sich auf KGV, KBV, KUV, Dividendenrendite und erwartetes Gewinnwachstum beschränken. Keine Empfehlungen und keine Ratings!!!

    Und zuletzt noch: kein Wunder, dass das Interesse um Aktien gering bleibt, wenn die Anleger-Magazine auf Titelseiten „Der grosse Crash“ oder „Aktien verkaufen“ schreiben und erst einige Seiten weiter erklären, dass man die Aktien ruhig weiter halten kann.

    http://nr1a.com/AKTIEN

     

  29. Matze

    @L. Konecny

    Medien haben nicht den „Auftrag“ den Anleger zu stärken, sondern entweder uns zu bespassen (Ablenkung etc.), zu verunsichern und/oder die Interessen Ihrer Eigentümer und Anzeigenkunden zu vertreten. Aktuelle „Sau, die durchs Mediendorf getrieben wird“ ist zum Beispiel Gold. Es steht ganz schlecht darum, man sollte es verkaufen etc. – wem nützt es? Einfach mal schauen – die Medien von Burda, Springer, Bertelsmann schreiben fast identisch dazu.

    Oder gestern wieder hat Dirk Müller ein Forum im Handelsblatt bekommen:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/dirk-mueller-im-interview-wir-erleben-ein-voellig-verzerrtes-bild/10964964.html

    Es führt auch beim Thema Finanzen eben kein Weg am selber denken vorbei.

     

  30. Gordischer Gekko

    Auch interessant im Zusammenhang mit Medien:

    „Es kann weltweit von rund 5.000 einflussreichen Personen in Medien, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ausgegangen werden, von denen nicht mehr als 300 zum inneren Kreis der Insider gehören und von einigen wenigen Drahtziehern geleitet werden. Hier haben „jüdische“ Interessengruppen den größten Einfluss. Das bedeutet aber nicht, dass alle 5.000 Personen Juden sind, genau wie nicht alle Juden Insider sind oder die wahren Hintergründe erkennen und verstehen. Viel mehr Juden sind ahnungslos, wünschen sich eine friedliche Welt und lehnen die Schandtaten der israelischen und US-Regierung sowie die Hetzkampagnen der „jüdischen“ Interessengruppen ab (siehe Friedensbewegung und Wehrdienstverweigerung in Israel). Viele deutsche Juden stehen den Hetz-und Jammerkampagnen des dt. Zentralrats der Juden kritisch gegenüber (Economist 25.05.02).“

    Die meisten Entscheidungsträger (Chefs, Redakteure, Lektoren, Filmemacher, Literaturagenten, Produzenten, TV-Programmdirektoren etc.) in den US-Medien sind jüdischer Herkunft. Was in New York und Hollywood produziert wird, sieht bzw. liest die „internationale Gemeinschaft“ und der größte Teil der Rest der Welt.

    Das ist nicht antisemitisch gemeint – eher ein Hintergrundinfo.

  31. Kalli

    Hier mal ein nicht ganz so freundlicher Artikel zu Warren Buffett:

    Zitat“ Eigentlich ist er ein Heuchler. Berkshire setzte Derivate im außerbörslichen Handel permanent ein. Während der Krise zeichnete er 15 Milliarden Dollar an Put-Optionen auf Aktien. Wenn er meint, dass Derivate Massenvernichtungswaffen sind, dann erklären sie mir mal, warum Buffetts Gesellschaft Berkshire sie immer wieder eingesetzt hat. Er setzte sie bei Silber-Spekulationen ein und auch bei Transaktionen mit Wandelanleihen. Fragen Sie ihn. Vielleicht spüren Sie jetzt eine gewisse Frustration bei mir, aber es ist immer so einfach, solche Behauptungen wie die mit den Massenvernichtungswaffen in die Welt zu setzen.“

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/zertifikate/nachrichten/nobelpreistraeger-merton-im-interview-warren-buffett-ist-eigentlich-ein-heuchler/10980462.html

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