Wall Street gibt erneut nach, Finanzwerte unter Druck


New York, 28. Juli 2008

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Oje. Die Börse schmerzt mal wieder. Der Dow-Jones-Index bricht um 239 Punkte auf 11.131 Zähler ein. Das sind 2,1 Prozent weniger gegenüber Freitag. Nach wie vor ist die Volatilität hoch. Erst läuft der Markt 200 Punkte rauf, dann geht es wieder 200 Punkte runter. Es ist keine Panik, aber ein wenig hektisch.
Nun liegt der Dow Jones mehr als 20 Prozent unter seinem bisherigen Top vom vergangenen Oktober bei 14.000 Zählern. Ich halte es für möglich, dass wir noch einmal um bis zu zehn Prozent runter gehen. Insofern kann die Korrektur sich bis auf rund 10.000 Zähler im Dow Jones fortsetzen. Und wir brauchen eventuell noch ein wenig Zeit, bis die Korrektur verdaut ist. Die Unsicherheit sitzt nämlich den Amis tief in den Knochen. Keine Fragen, wir haben einen überverkauften Markt. Aber Bärenmärkte dauern in der Regel länger, als die jetzige Korrekturphase.
Merrill Lynch kam heute wieder ins Rutschen. Um minus zwölf Prozent tauchte die Aktie ab. Nach Börsenschluss kam heraus, warum die Investmentbank abgeschmiert war: Sie zapfte erneut den Kapitalmarkt an. Die Transaktion soll 8,5 Milliarden Dollar in die Kasse spülen. Banken sind hier wie Drogenabhängige. Sie brauchen ständig Bares und sind finanziell marode.
In Konjunkturkrisen finden Anleger in der Regel im Pharmasektor einen sicheren Hafen. Ich hatte hier schon CVS Caremark empfohlen, die größte Apothekenkette in den USA. Ebenfalls halte ich den Drogeriemarkt- und Apothekengiganten Walgreen für spannend. Walgreen wuchs bislang um acht Prozent pro Jahr. Obwohl das Management die Erwartungen nun auf fünf Prozent Zuwachs reduzierte, ist das Papier attraktiv. Die Nachfrage nach Generika explodiert. Es gibt immer mehr Medikamente und immer ältere Menschen. Neben Medikamenten bietet Walgreen allerhand Drogeriemarktartikel an: Vom Toilettenpapier über Cremes bis zu Haushaltswaren Wegen der fairen Preise sind die Filialen in Manhattan meist sehr gut frequentiert. Aktuell kostet Walgreen 33,18 Dollar. Der Rivale CVS Caremark notiert mit 37,16 Dollar. Der Chart zeigt Ihnen die Kursentwicklung von CVS Caremark seit 1970. Einfach phantastisch! Profitieren Sie von der Vergreisung der westlichen Welt.


tim schaefer (Author)

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