Von Dividenden im Alter leben


New York, 13. September 2016
Das Eine-Millionen-Euro-Depot ist cool im Alter zu haben.

Das Eine-Millionen-Euro-Depot im Alter zu haben bleibt für viele ein Traum. Dabei wäre es zu schaffen. Das Gute an dem Depot ist: Es spült jede Menge Dividenden in Ihr Konto.

Es ist der Traum von vielen: das Eine-Million-Euro-Depot zum Rentenbeginn (oder früher) zu haben. Damit können Sie das Leben genießen. Bei einer unterstellten durchschnittlichen Dividendenrendite von 2,7 Prozent würde das Depot 27.000 Euro auf Ihr Konto jedes Jahr spülen. Wenn es sich um Dividendenperlen handelt, wird die jährliche Ausschüttungssumme kontinuierlich steigen.

Mit einem Dividendenportfolio müssen Sie sich nicht den Kopf zerbrechen, welche Aktie sie verkaufen müssen, um an Geld zu kommen. Sie könnten einfach die Dividenden sprudeln lassen. Die Dividenden können Sie ausgeben. Die Aktien bleiben aber liegen.

Wer dann noch ein abbezahltes Eigenheim hat, hat sicherlich keine Geldnöte. Zumal ja die gesetzliche Rente oder Pension obendrauf kommen.

Als gute Wahl gelten Aristokratenaktien. Das sind Unternehmen, die seit mindestens 20 Jahren in Folge ihre Dividende erhöht haben. Zugegeben, diese Aktien sind etwas in Mode gekommen. Insofern sind ihre Bewertungen etwas höher als sonst. Trotzdem sollten Sie auf gesunde Dividendenzahler durchaus einen Blick werfen.

In Betracht kommen grundsätzlich Firmen wie Nike, Microsoft, Johnson & Johnson, Colgate-Palmolive, Exxon oder P&G, finde ich. Wer Dekaden lang in solche Erfolgsfirmen investiert, kann sich jedenfalls auf eine stolze Summe im Alter freuen.

Mit einer einfachen Kaufen-und-Liegenlassen-Strategie fahren Sie nach meinem Dafürhalten am besten. Ausreichend zu streuen ist natürlich nebenbei wichtig.

Ja, es ist viel Selbstdisziplin nötig, um so ein Portfolio aufzubauen. Das geht nicht über Nacht. Es geht Schritt für Schritt. Es bedeutet auf übertriebenen Konsum müssen Sie Ihr Leben lang verzichten. Vor allen Dingen müssen Sie sich abgewöhnen, sich sofort zu belohnen.

Die finanzielle Freiheit erreichen Menschen, weil sie sich finanziell vernünftig verhalten. Sie verahlten sich eben wie Erwachsene und nicht wie Kleinkinder.

Es ist schon Arbeit. Es erfordert gewisse Enthaltungen: Aber es ist es wert. Das kann im Endeffekt die höhere Mittelschicht und Oberschicht schaffen. Wenn Sie früh anfangen und hart daran arbeiten, ist es möglich. So ein Depot lässt sich mit der Zeit aufbauen.

In den USA ist das Eine-Million-Depot leichter als in Deutschland zu erreichen, weil dort das Aktiensparen für die Rente vom Staat und Arbeitgeber massiv gefördert wird. In Deutschland wird der Aktienmarkt leider von der Politik und den Menschen nur mit der Kneifzange angefasst, weil er missverstanden wird. Es liegt schlicht und ergreifend an mangelnder Finanzbildung.

Die meisten Menschen schaffen es natürlich nicht, bis zum Ruhestand eine Million im Depot zu haben. Es ist aber nicht nur der Staat daran schuld. Sondern auch der Konsum. Die Menschen haben ständig Ausreden, warum sie gerade wieder nicht zum Sparen gekommen sind.

Allein schon die hohen Schulden, die manche aufnehmen (Auto, Haus, Urlaub), ist eine enorme Last. Was sich Menschen alles auf ihre Schultern und den Geist laden, ist unglaublich.

Kommen wir zu einem anderen Thema: Blogleser Stefan Katzbauer hat mich in New York besucht. Er war erst mit Freunden an der Westküste und kam dann noch ein paar Tage an die Ostküste, bevor sie alle weiter nach Hause flogen. Wir plauderten und gingen durch das Finanzviertel:

Stefans Aktienstrategie finde ich super, deshalb habe ich ihn interviewt. Er managt mittlerweile das Geld seiner Familie, und zwar mit ruhiger Hand. Früher war er ein Trader, heute ist er ein Langfristanleger:

Stefan ist nicht nur ein guter Börsianer, sondern auch geschäftstüchtig. Er hat eine Bekleidungsfirma für junge Leute gegründet. Sein Ziel ist es die Jugend zum Wandern in den Bergen zu animieren. Er macht schon ordentlich Umsatz mit seiner Firma. Hut ab!

So sieht seine Facebook-Seite aus. Er hat schon einige Tausend Fans:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Von Dividenden im Alter leben

  1. Rainer Zufall

    Hallo zusammen,

    lese gerade das Buch „Souverän investieren“ von Kommer. Insgesamt spricht mich das Buch sehr an. Ich denke, dass das Buch sehr fundiert geschrieben ist und auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, auch wenn man diesen Aspekt gut ausblenden kann.

    Nur eine Sache stört mich: der Autor unterscheidet zwischen passivem Investieren in ETFs und aktivem Investieren in Einzelaktien. Dazwischen gibt es nichts. Ich denke, dass Mischformen durchaus Sinn machen können. z.b. regelmässiges Sparen in Etfs UND in Aktiensparpläne plus ggf. gezielte Käufe bei deutlichen Marktrücksetzern.

    Insgesamt scheint Kommer (bin erst am Anfang des Buches) ein überzeugter Anhänger der Efficient Market Theorie. Mich spricht das Buch sehr an. Wie sieht Ihr das?

    Grüsse von der franz. Mittelmeerküste.

    Rainer Zufall.

     

  2. Fit und gesund

    Grüsse nach Frankreich und schöne Ferien!

    Der Kommer gilt ja als die Investment-Bibel schlechthin für ETF-Anhänger, ich habe ihn nicht gelesen, die Strategie ist ja auch im Netz einsehbar,  sicher ein gutes Buch, steht dennoch nicht auf meiner Wunschliste, ich bin immer vorsichtig wenn etwas so hochgelobt wird und nur die eine Art (ETF’s in dem Fall) zu investieren hochgelobt wird, Einzelaktien oder Immobilien verteufelt werden und alles Andere gleich mit, dafür geb ich dann grundsätzlich kein Geld aus, aber vielleicht sollt ich ja das Buch selber lesen bevor ich mich da reinhänge *lach*

  3. Rainer Zufall

    Hallo fit und gesund,

    ich finde er aegumentiert fundiert, sachlich und ziemlich überzeugend. an der ein oder anderen stelle könnte er aber seine perspektive etwas erweitern.

    Aktives investieren sei grundsätzlich Glücksache, was er durch Verweise auf Studien auch belegen kann. Passives investieren (solange es nicht alle machen) die einzig sinnvolle Art.

    Er umgeht geschickt eine Bewertung Thema Warren Buffett. Bisher zumindest. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern gefällt mir die Berücksichtigung wissenschaftlicher Untersuchungen sehr. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an.

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Mahlzeit,

    den Kommer habe ich geschenkt bekommen und auch brav gelesen. Mir war er zwar überzeugend, aber auch zu trocken. Aber das liegt an meinem Naturell, nicht am Buch.

    Ich denke, mit ETFs macht man nichts verkehrt. Es liegt bestimmt bei vielen Kritikern einfach daran, dass sie bisher das Glück hatten, nicht viele Tausender bei Pleiten in Rauch aufgehen zu sehen. Man kann das zwar seiner könnerhaften Auswahl der Aktien zuschreiben, aber ich glaube, es ist nur Glück.

    So Pleiten tun richtig weh. Und ein ETF macht da höchstens einen Rülpser.

    Ich will den Kern aus ETFs bauen, und für Nervenkitzel und Spaß Einzelwerte dazu. Jetzt vielleicht 50:50, bis später dann mal 90:10.

    Na ja. Mein „Vorbild“ ist nach wie vor der Dividend Hustler.

    MS

  5. Oliver

    Hallo Rainer,

    in ETFs investieren ist sicher eine gute Sache, wenn man diesen Weg gehen möchte. Herr Kommer beschreibt das sehr ausführlich, wie man es machen kann. Obwohl ich nicht denke, das man so viel Wissenschaft als Kleinanleger benötigt.

    Mir persönlich gefällt das Investieren in Aktien wesentlich besser aus den unterschiedlichsten Gründen. Du hast recht, dass man in Aktien nicht nur aktiv investieren kann. Im Grunde wurden ETFs mal geschaffen, damit Marktteilnehmer aktiv investieren und viele machen das auch. Der Unterton mit dem „aktiv = negativ“ gefällt mir nicht, da es für viele größere Gesellschaften durchaus so ist, das sie davon leben.

    Beim Investieren in Aktien muß man sich allerdings bewusst sein, dass man sich trotz „passiv verhalten“ sich aktiver um seine Werte kümmern muß und regelmäßig  in Intervallen von 6 – 12 Monaten die Firmen anschauen sollte. Wie tief das geht, muß jeder selber wissen. Das fällt bei den ETFs natürlich weg. Die Behauptung, das die große Masse der Investoren mit einem ETF besser fährt, halte ich allerdings für eine Legende. Den MSCI World, den ich besitze, habe ich bisher ohne Probleme geschlagen. Trotzdem ist ETF-Sparen eine gute Sache, da besonders in den Anfangsjahren die Sparquote das Ausschlaggebende ist. Ob jetzt z.B. der S&P, Dax oder die P&G oder J&J am Ende besser performen, können wir leider nicht voraussehen. Falls sich eines Tages die Zinshöhen verändern, kann es sogar sein, das es wesentlich bessere Anlagen als Aktien oder Aktienindex-ETFs gibt. Das kommt immer auf die wirtschaftlichen Entwicklungen und den Strategien der Länder/Unternehmen auf dem Markt an.

    Mein Fazit: Kommer ist mir zu einseitig und da ich mich für eine andere Strategie entschieden habe, auch kein wirkliches Buch, was mich weiter bringt. Für ETF-Investoren ist es aber mit das beste, was es gibt.

  6. Rainer Zufall

    Hallo MS,

    Nachdem ich 2016 einige Einzelwerte eingesammelt habe, gehts bei mir jetzt wieder mehr in Richtung ETF.

    Im Grunde möchte ich wie Du einen Kern aus ETFs und dazu Einzelwerte, die mich reizen. Im Moment habe ich 1/3 ETFs und 2/3 Einzelaktien. Der ETF Anteil wird im nächsten Jahr via Sparplan hochgefahren.

    Dividende hustler schaue ich mir heute mal an.

  7. Christoph

    Schöner Artikel TIm.

    Wichtig ist nicht sein Geld für kurzfristige Befriedigung auszugeben. Und einfach anfangen Aktien zu kaufen. Selbst Kleinvieh macht ja Mist.

    zB per Sparplan mit € 50,00 jeden Monat kaufen. Irgendwann gibt es eine Gehaltserhöhung und man reinvestiert auch die erhaltenen Dividenden. Und schwups kann man 100 jeden Monat investieren usw usw.

    Deine Aktienwahl kann ich so unterschreiben. Wobei Exxon die Frage ist. Denn über kurz oder lang wird der Bedarf für benzin bei Autos zurückgehen.

    Nike ist ein tolles Unternehmen, allerdings fällt mir auf dass der Bruggraben nicht mehr vorhanden ist. Under Armour, Adidas und Lululemon sind richtig stark.

    Ich würde auch noch Aktien wie 3M, General Electric und Boeing als sehr sicherere Aktien in der Zukunft bezeichnen.

    Wichtig ist, wie du schreibst, zu streuen.

     

    Toll dass du dir Zeit für deine Leser in NYC genommen hast!

     

  8. PIBE350

    Dividenden machen zur Zeit bei mir 15% meines passiven Einkommens aus. Ich versuche den Anteil weiter auszubauen, weil es nicht schlecht sein kann, wenn auch die Einkommensströme diversifiziert sind.

    Das angesprochene Millionendepot ist zwar kein festes Ziel von mir, aber natürlich habe ich auch schon mit Rechnern (http://m.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php) herumgespielt. Das Millionendepot könnte ohne größere Anstrengungen bis zu meinem 60. Lebensjahr erreicht sein. Das Gesamtvermögen entsprechend früher. 😉

  9. Christoph

    @Pipe: Was machen denn die anderen 85 von deinem passiven Einkommen aus?

    Vermietete Wohnung oder?

    Ich habe ja auch eine Excel Tabelle. Da habe ich dann bis ins Jahr 2047 einen Überblick wo es hingeht.

    Ich schaue da immer nur auf die Dividende. Und manchmal ertappe ich mich dabei das ich sage: Wow Betrag X: ach schade dass wir noch nicht 2035 haben.

     

  10. Rainer Zufall

    @ Oliver, danke für Deine Meinung/Einschätzung. Werde mal weiterlesen und schauen was da noch so kommt. Zum Nachdenken regt es alle mal an.

  11. PIBE350

    An Christoph: Dividenden 15%, Immobilienbeteiligung 30%, Unternehmensbeteiligung 55%. Alles Zirkawerte.

     

    Uih, so genau (Excel) habe ich mich noch gar nicht mit der Zukunft befasst. Bis 2047 ist noch eine wirklich lange Zeit, in der viel passieren kann. Ich schaue nur von Monat zu Monat und freue mich jedes Mal, wenn wieder frisches Investitionskapital zur Verfügung steht. Solange die Einnahmen größer als die Ausgaben waren, kann es ja nur weiter nach vorne gehen. 😉

  12. Rainer Zufall

    @ ms

    habe mir gerade kurz die Seite vom dividend hustler angekuckt, gut finde ich die Auflistung des depots. Aber so wirklich überzeugt hat mich die Seite nicht.

    Ich werfe mal jlcollinsnh.com in den Ring.

  13. Christoph

    @Pipe: Ja ist wirklich lange hin. Aber auch ne gute Motivation. Wenn man sieht das am Anfang nur ein paar Kröten als Dividenden reinkommen. Dann schaue ich wann würde ich soviel bekommen, dass die Miete gezahlt ist, wann bis ich alle Kosten gedeckt habe usw.

    natürlich ist es nicht genau aber eine schöne Sache mal zu träumen^ Wobei es ja eine realistische Träumerei ist.

  14. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Rainer Zufall,

    der „Hustler“ macht nichts Ungewöhnliches, mir gefällt seine Art. Der  hat mich auf die BMO-ETFs gebracht. Ich bin ja gern aktientechnisch in Kanada. Mittlerweile fast gleichauf mit US-Werten.

    Seine Depotgröße werde ich bei normalem Gang der Dinge nie erreichen. Werde Mühe mit Olivers Zahlen haben, aber da bin ich optimistisch. 😉

    Das ist bei mir zum Glück auch nicht sooo wichtig, da die Rente noch ganz passabel ausfällt. Mir geht es um die Lücke, die es zu füllen gilt, nicht um davon leben zu können.

    @PIBE…u.a.

    das Hochrechnen mittels Tabelle usw. halte ich für eine nutzlose Übung. Es kommt immer alles anders. Das kann mal paar Jahre sicher so klappen, aber auf lange Sicht ist da zu viel im Nebel. Es kann viel besser kommen, als man hofft, es kann auch viel tragischer enden, wenn man Pech hat. Jedenfalls wohl immer anders. Solche Tabellen sind nur was für den Zeitvertreib, meiner Meinung nach.

    Ich weiß noch, dass ich früher mal dachte, das war Ende der 80er, wenn ich doch 100.000 DM schaffen würde, und damals gab es Zinsen, dann könnte ich Urlaube usw. alles aus Zinsen bezahlen. Ich hielt das aber nicht für realistisch, für einen Traum. Ich konnte kaum etwas weg legen.

    Danach habe ich einfach versucht, nur noch das Nötigste auszugeben. Nach einigen Jahren hatte ich dann ca. 30.000, was mir wie ein Wunder vorkam.

    Um die 2000 nach einigen Jahren Bundesogligationen usw. wurde ich gierig und ging im Hype an die Börse, wo ich dann kurz danach ca. die Hälfte durch Firmenpleiten verlor. Dann habe ich tief durchgeatmet, aber ab 2003 trotzdem wieder neues Geld vorsichtig investiert. Das lief dann gut, bis zur Krise 2008. Dann hatte ich zumindest keine schlimmen Pleiten mehr, nur tiefrot. Habe da aber dann einiges Cash gehabt, und habe wirklich glücklich gekauft. Daimler für 17, Bank Amerika, International Paper, Dow Chemical, Harley Davidson und wie sie alle hießen. Richtig billig eingesammelt. Meistens habe ich irgendwann dann mal mit ordentlichem Gewinn verkauft und dann angefangen die Dividendenstrategie zu fahren.

    Wie gesagt, bin zwar (noch) nicht auf Olivers Treppchen, aber ich würde sagen, trotzdem alles über alles positiv aus der ganzen Geschichte raus gekämpft.

    Heute will ich mir nur noch kleine Wunden schlagen lassen, keine KOs mehr einstecken müssen. Drum mehr Gewicht in ETFs.

    MS

     

     

  15. PIBE350

    An alle: Wie steht ihr eigentlich zu Gold? Ich weiß, dass es keine Zinsen/Dividenden/Mieten abwirft, aber zur weiteren Diversifkation und Absicherung habe ich vor ein paar Monaten damit begonnen, eine Goldposition aufzubauen. Ich denke dauerhaft an zirka 10-15% des Gesamtvermögens.

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @PIBE350,

    ich habe nur eine kleine Alibi-Position XETRA-Gold (DE000A0S9GB0).

    @Rainer,

    Danke für jlcollinsnh.com, schaue ich mir an.

    MS

  17. Christoph

    @Matthias: Aber gerade mit so einer Tabelle erkennt man doch dass es sich sehr wahrscheinlich lohnen wird zu sparen und zu investieren.

    Denn wenn man hört dass man 3% bekommen und diese um 5% erhöht wird, kann man sich ja nicht vorstellen, was am Ende daraus werden kann.

    Mit so einer Tabelle hat man dann aber eine gute Übersicht.

     

    Mir dient es neben der Motivation auch als Nachweis und Kontrolle.

     

     

    APPLE: Gerade las ich dass die Vorbestellungen für das IPhone 7 4x höher bei US Tmobile als beim 6er sind!

    WOW! Vielleicht wird das Ding also doch ein Kracher bei den Verkäufen.

    Macht ja Sinn, denn das 5er ist ja schon ziemlich alt.

  18. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    klar kann man das machen. Aber es ist doch einfache Logik, dass es immer schön mehr wird, Zinseszins usw. Das weiß man doch. Es darf halt nichts dazwischenfahren. Aber i.d.R. hält sich die Wirklichkeit nicht an die Wunschregeln, bzw. die Formeln.

    Man sollte sich einfach vor Enttäuschungen schützen, wenn es zum Termin X nicht die 100.000 geworden sind, sondern (durch was auch immer) „nur“ 60.000, oder so. Gründe gibt es da immer.

    Ich denke, einfach das Beste geben wozu man in der Lage ist, und über jeden Erfolg und jedes Vorwärtskommen freuen, sich nicht an Kalkulationen festbeißen.

    MS

  19. Fit und gesund

    @PIBE350

    ich bin irgendwie völlig gespalten was Gold angeht, ich würde mir einerseits auch gerne eine Position von 5-10% aufbauen, andererseits wirft es ja nun keinen Ertrag ab, als ETF (physisch hinterlegt bei der Zürcher Kantonalbank) wäre es ja „nur“ Papiergold…eigentlich…ich traue den Banken nicht unbedingt im ERNSTFALL,

    Kaufe ich Barren oder Münzen so zahle ich ordentlich Aufgeld, ich habe das Problem der sicheren Aufbewahrung, besser eben nicht bei der Bank, und im Krisenfall… was auch immer der sein mag, aber nehmen wir mal Krieg und Hunger an, soll ich dann mit meinem kleinen Barren zum Bäcker gehen und nach Brot fragen? man würde mir als vielleicht dann alte Frau das Gold schneller wegnehmen als ich Hilfe rufen könnte.., und ob die Regierungen dann Gold nicht sowieso verbieten? es wäre also völlig illegal und ich könnte womöglich nichtmal die Polizei rufen..

    Oder soll ich mir ein Flugticket damit kaufen, nur wohin…hin käme ich vielleicht schon, aber nicht rein?

    Von daher gesehen werde ich mir sicher nicht unbedingt viel mehr als 5% aufbauen, also auch eher so eine Alibiposition.

     

    Allgemein, nette Diskussion, also im Jahr 2047 weiss ich wo ich bin, sicher unter der Erde…. hi hi…oder ganz kurz davon, mit 89 möcht ich glaub nicht mehr leben…

  20. Christoph

    @Fit und gesund: Sei nicht so pessimistisch. Die Medizin wird immer besser, Ernährung ebenfalls. Dazu gibt es shcon heute tolle Endoskelette. Also wird man im Alter immer fitter.

    Vielleicht gibt es dann auch schon die Möglichkeit sein Gehirn in einen Cyborg zu implementieren.. SPOOKY ;o)

    Ich sehe das mit dem GOld auf als unpraktisch an. Ist ein Klumpen Material. EIn anderer muss dass erstmal toller finden als ich.

    Dazu kommt ja wie du sagst das Aufbewahrungsproblem. Und in Kriegszeiten? Nun damit könnte man dem Feind das Ding über denSchädel braten. Aber auf dauer bringt das einen nicht weiter.

    Dann vielleicht eher Lithium Als Invest.

    @Matthias: Ja ich habe da auch Luft gelassen. zB mit 5% Steigerung anstatt 8% gerechnet usw. Aber für mich bringt diese Tabelle auf jeden Fall etwas positives.

     

     

     

  21. Rainer Zufall

    zum Thema Gold, ich handhabe das so:

    ich habe eine kleine position ca. 5 % als etc im depot, waehrungsgesichert. Auf diese Absicherung wuerde ich zukünftig verzichten. Diese Goldposition dient als (einzige) Absicherung des Depots(ausser etwas Cash). Ansonsten verzichte ich auf andere Absicherungen.

    Ausserdem kaufe ich mir 1x im Jahr zu Weihnachten physisches Gold. Es handelt sich sozusagen um mein Weihnachtsgeschenk. Das hat auch den Vorteil, dass ich nicht unnötig Geld fuer Konsum ausgebe 😉 Das physische Gold betrachte ich als letzte Versicherung, ähnlich wie eine Haftpflicht, nur ultimativer. Ich nutze momentan ein Bankschliessfach, das ich mir mit Familienangehörigen Teile, habe aber auch schon an einen kleinen Tresor gedacht. Mal kucken.

    Als Absicherung im Depot (Beimischung) und als Versicherung finde ich Gold sinnvoll. Meine Haftpflicht wurft schliesslich auch keine Rendite ab und trotzdem habe ich sie.

  22. Freelancer Sebastian

    @ Matthias

    Ich denke, einfach das Beste geben wozu man in der Lage ist, und über jeden Erfolg und jedes Vorwärtskommen freuen, sich nicht an Kalkulationen festbeißen.“

    Volle Zustimmung! 🙂

    @ PIPE350

    Gold kommt mir nicht ins Depot. Die Gründe wurden schon zig mal genannt.

    Wer  Tauschmittel für das Chaos sucht, sollte Zigaretten, Schnaps und Medikamente bunkern 😉 .

    @ Smitheye, Christoph, Matthias

    Ist zwar Off-Topic, aber ich wollte mich auch noch als SciFi-Fan outen. Star Trek liebe ich seit der Kindheit und schaue es heute noch gerne (fast egal, welche Serie). Egal, ob Dystopien (so könnte es uns ergehen) oder Utopien (da wollen wir hin), ich versinke unheimlich gerne in den SciFi-Welten.

    @ Tim

    Bin gespannt, wer uns hier als erstes berichtet, wie es sich von den Dividenden rentnern  läßt.

  23. Fit und gesund

    @Christoph,

    ich bin nicht pessimistisch, auch sicher nicht depressiv hi hi… aber der Tod als Solches macht mir keinerlei Angst, er ist ein guter Lebensbegleiter vor dem man sich nicht so fürchten sollte.

    Es gibt nur ganz wenig Alte die im Kopf gesund sind oder körperlich noch einigermassen fit sind, bei den Einen setzt der Zerfall früher ein als bei den Anderen und er hat auch nicht immer nur mit gesunder Lebensweise zu tun.

    Hier aber ein lustiges Erlebnis, ich arbeite auf einer Intensivstation und kam zum Dienst, Patient 1 sehr sehr krank und sehr sehr aufwändig, völlig instabil, Patient 2, 92Jahre alt, nur zur Überwachung da, schlafend bei Übergabe, ich war heilfroh schlief er, Decke übern Kopf gezogen…

    Nach einer Stunde rippelte sich was unter der Decke,  ein zartes Stimmchen fiepte klar und deutlich, Schwester, können Sie mir behilflich sein und mein Tablet aufladen..

    hab ich das richtig verstanden? oder hat der gesagt Schwester kann ich meine Tabletten haben? Dieser Patient hat mir an dem Abend noch viel Spass bereitet, der blieb mir im Gedächtnis haften, der Andere nicht.

    Aber das ist sehr sehr selten, ich sehe topfitte Alte am Bodensee radeln, ich sehe meine Mutter im Pflegeheim, sie kennt mich immer noch, man muss es nehmen wie es kommt.

     

     

  24. Fit und gesund

    @Freelancer,

    also den Schnaps trink ich dann glaub lieber selber..:)

    als Krankenschwester könnt ich dann im Rentenalter noch zwangsrekrutiert werden, hätte dann aber vermutlich auch was zu Essen…. ich möcht das lieber nicht erleben…

  25. PIBE350

    An Fit und gesund: Ich denke beim Goldkauf nicht gleich an Kriegs- und Hungerszenarien, so pessimistisch sehe ich unsere Zukunft nicht. Mir fallen eher Dinge wie Währungsreformen (hohe Staatsverschuldung) oder ein immer gieriger werdender Staat ein, der an unsere sichtbaren Vermögen möchte.

     

    Was das Aufgeld angeht: Ich habe mich für Käufe in ganzen Unzen (Barren) und als monatlicher Sparplan für kleinere Summen für Euwax-Gold mit anschließender Auslieferung ab 100g entschieden. 

     

    Zur Aufbewahrung: Ich werde weder ein Schließfach mieten (kein direkter Zugriff), noch mir einen Tresor zulegen (der macht einen Einbrecher erst recht neugierig), sondern ein neutrales Versteck im Haus überlegen. Selbst ein 1-Kilo-Barren wäre noch ziemlich klein.

     

    An Rainer Zufall: So denke ich auch. Als reine Absicherungsmaßnahme, die hoffentlich nie gebraucht werden wird.

  26. Markus

    @Christoph

    Ich arbeite auch mit Tabellen und einer Toleranzbreite.

    Bis 2047 oder auch, dass im Leben manchmal etwas anders läuft, wie geplant (@Matthias) ist einfach die Erfahrung, die fast jeden Menschen mit zunehmenden Alter mal erwischt.

    Mit Mitte 20 denken viele da nicht so dran.

    Auch Schicksalsschläge, Pflegefälle in der Familie, Jobverlust, Trennungen etc. können einen noch so guten Plan über den Haufen werfen.

    Als sehr wichtig erachte ich die Widerstandskraft und dass immer wieder aufstehen für den langfristigen Erfolg.

    Dass ist aber sehr individuell und viele Menschen geben bei Unlust oder Problemen früher oder später langfristige Ziele auf oder vernachlässigen diese. Die Widerstandskraft bei Schicksalsschlägen ist sehr individuell…

    Bei den 27 k Dividende oder dem 1000 k Depot ist aber bei 20 – 30 Jahren ein Kaufkraftverlust (Inflation) durchaus auch gegeben…

    Mit der 4 % Faustformel wären`s ein bisschen mehr…

  27. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Freelancer Sebastian,

    ich konnte mir immer gar nicht vorstellen, wie man kein SciFi-Fan sein kann. 😉

    Heute machen die alten Serien einen köstlich angestaubten Eindruck. Die herrlich primitiven Requisiten lassen einen heute lachen. Da sieht man, wie schnell aus Fiction dann Reality wird (Smartphone etc.).

    Neulich kam eine tolle Doku zum 50. Jahrestag. Weiß gerade nicht wie die hieß.

    Meine Tochter hatte ich damals auch infiziert. Die ist sogar zu Conventions im passenden Outfit gegangen. Der Sohn meiner Partnerin ist auch ein „Bruder im Geiste“. Studiert entsprechend auch Luft und Raumfahrt kurz vorm Master.

    Na ja, ich habe die ganze Denke im Herzen, aber bin da nicht so wirklich ein Fan, dass es eine Rolle im Alltag spielen würde. Versuche aber jeden Film, der was mit dem outer space zu tun hat, zu sehen.

    MS

  28. Fit und gesund

    @PIBE350

    das ist sicher eine Möglichkeit, man könnte sich jeden Monat so ein g Gold kaufen, ich kann es dann im Katzenstreu vergraben…da wird der Einbrecher nicht unbedingt drin wühlen…*lach*

  29. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Gold nochmal,

    habe die letzten Jahre auch zu Weihnachten meiner Tochter immer noch einen kleinen 5 Gramm Barren geschenkt. Hoffe, sie hat die nicht immer umgehend gleich verkloppt.

    MS

  30. Christoph

    @Freelancer: COOL!

    Ich mag Sci Fiction gerne, weil es einfach oft eine bessere Welt zeigt. Wobei es irgendwie auch immer Kriege etc gibt.

    Besonders lustig finde ich es wenn man 80er Filme sieht und es heisst: Im Jahre 2016… und dann denkt man sich: Huch: DIe Welt ist gar nicht dunkel. Oder Haha klar wir können schon alle mit dem Auto fliegen.
    @Fit und Gesund: Da hast du ja echt nen coolen Patienten gehabt. FInde es toll wenn ältere auch die heutigen nützlichen Dinge nutzen.

    Ich finde vieles wird ja heute schon extrem leicht gemacht. Allein wenn man Informationen sucht. Da muss man nicht den Brockhaus holen.

    Aber auch für Menschen mit Handicap. Zb Blinde. FÜr diese ist das autonome Fahren Gold wert. EIn bißchen unabhängigkeit zurück. Wobei auch bei Blindheit extrem geforscht wird. Das fängt bei den Nervenzellen an und hört bei künstlichen Augen auf. Irgendwann kann ich mir sogar vorstellen dass man zukünftig teilweise ein Cyborg ist. Oder zumindest wirklich Endoskolette trägt. Damit kann man dann viel schwerere Dinge heben, länger laufen usw.

     

  31. Rainer Zufall

    Beim Goldkauf sehe ich das wie Pibe, denke auch nicht an Chaos, daran glaube ich nicht.

    Ein sicheres Versteck im Haus waere sicher am sinnvollsten, mir ist in der Wohnung nur noch keins Eingefallen 😉

    Wie MS mache ich das auch, jedes Jahr etwa 10 Gramm zu Weihnachten. Und für mich auch irgendwie dauerhafter. Gut man könnte auch Aktien kaufen, aber das machen wir ja schon das ganze Jahr über 😉

  32. Vali

    Ja, die NYC-Bilder lassen mich auch nicht los! Toll Tim, nette Jungs 😉

    Von den Dividenden leben, ist eine tolle Vorstellung und mich reizt es auch, andererseits bin ich viel zu Systembruch-erfahren, um zu wissen, dass man diversifizieren muss, und ich meine damit auch Immobilien, Mieten usw.

    Was Oliver schreibt, ist super (mal wieder :-). Ich denke genauso über Kommer, obwohl ich nie ein Buch von ihm gelesen habe, aber seine Aussagen auf Youtube haben mir gereicht, um mich weitesgehend von seinen Ansichten fernzuhalten…

    Da nehme ich viel lieber die Kiyosakis 😉

    Und was die Spar-/Investitions-quote angeht: die ist genauso bei Immobilien am wichtigsten, wie bei Aktien. 1000-2000€ im Monat erübrigen zu können, ist in beiden Fällen der Weg zum Reichtum. 50-100€ dagegen eben sehr mühsam.

    In allen Fällen muss man lernen, lernen, lernen.

    Kommer zeigt eher, wie man Durchschnitt bleibt, finde ich und das habe ich nie beabsichtigt. Aber immerhin ist es gut für Menschen, die sonst gar keinen Plan haben, wie sie investieren sollen.

  33. Claus

    @ Tim, sehr guter Artikel, in dem ich mich wiederfinde

    @ alle

    ich kann Tim nur bestätigen. Durchzuhalten und ein Depot aufzubauen kann nach einer Weile sehr viel Freude bereiten. Man benötigt sehr viel Selbstdisziplin, um auch ständig wieder frisches Geld einzubringen, was ja meist nur durch eisernes Sparen geht.

    Je größer das Depot wird, desto ruhiger und gelassener (bodenständiger, nicht überheblicher!) wird man. Das gilt ganz besonders, wenn man einen größeren Bärenmarkt oder Crash (oder beides) durchgestanden hat, ohne aufzugeben.

    Es macht m.E. keinen Sinn, „Sandkastenspiele“, sprich Trockenübungen auf dem Papier oder in einem fiktiven Musterdepot zu absolvieren.

    Es ist etwas völlig anderes, eigenes schwer verdientes echtes Geld einzusetzen. In der Krise zeigt sich, wer es letztendlich wirklich schaffen wird.

    Der Schlüssel zum Erfolg ist für mich ein breit gestreutes internationales Depot mit den hier so oft angesprochenen Dividendenperlen, die man aber nicht zu jedem Preis kaufen sollte.

    Natürlich gibt es auch viele andere Wege, die erfolgreich sein können. Nicht für jeden sind die gestandenen Großunternehmen (Einzelwerte) das Richtige.

    Entscheidend ist ein Plan, den man stur verfolgt. Ohne Plan ist man verloren und wird sehr schnell von Mr. Market überrollt.

    Ich bin seit März 2000 an der Börse und habe meine Erlebnisse vor ein paar Monaten schon einmal hier wiedergegeben, leider weis ich nicht mehr, unter welchem Artikel von Tim.

    Eigentlich habe ich anfangs gar nicht so viel falsch gemacht. Ich habe nie rumgezockt, nie Neuer-Markt-Werte, Optionsscheine o.ä. gekauft. Ich hatte nur Einzelwerte (grosse Unternehmen wie Sun Microsystems, EMC, Solectron, Wordcom…) und weil man ja so viel wie möglich streuen sollte etliche Fonds (natürlich mit teilweise hohen Ausgabeaufschlägen + Gebühren…)

    Doch 2 Riesenfehler haben mich fast ruiniert:

    – Der Depotanteil an Tech-Werten war viel zu hoch

    – Da man ja deutlich im Verlust liegende Positionen verbilligen muss (2000-2003 ging es fast nur abwärts), habe ich dies natürlich mehrfach massiv getan – mit fatalen Folgen:

    Ich verlor fast 300k und hatte 2003 nur noch 42k.

    Da aufgeben für mich keine Lösung war, trennte ich mich von allen Fonds und Depotleichen und strukturierte mein Depot ganz neu.

    Ich investiere nur noch in Einzelwerte mit entsprechender Substanz. Um hier nicht zu raten oder blind anderen zu folgen, studiere ich Bilanzen und führe eine große Excel-Tabelle mit allen Bilanz-Daten, die ich für wichtig halte. Entsprechende Kennzahlen generiere ich selbst aus den Bilanzdaten. So kann ich ganz gut einschätzen, wo ein Kauf sinnvoll sein kann und wo eher nicht.

    Zusätzlich lese ich sehr viel, häufig Börsen- und Finanzbücher. Ca. 80 Stück stehen inzwischen in meinem Regal.

    Von 2003-2005 habe ich meine heutige Strategie entwickelt, kein neues Geld investiert und ein wenig experimentiert. Anfang 2005 hatte ich dann noch 41k.

    Von nun an habe ich wieder eisern gespart und sehr gezielt investiert. Mein Depot stand letzten Freitag bei 490k. Dividenden habe ich dieses Jahr bisher 9k erhalten, bis Jahresende erwarte ich 12k (nach Steuern). Ob dies erfolgreich ist und sich dieser Weg lohnt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden.

    Ich wollte nur mal aufzeigen, wie steinig der Weg sein kann. Dies gilt besonders für Börsenneulinge, die noch nie einen wirklichen Kursrückgang erlebt haben.

    An der Börse tatsächlich Geld zu verdienen ist nicht einfach. Die meisten Anleger scheitern an sich selbst. Sie zocken herum, haben keinen wirklichen Plan, bekommen bei kleinsten Kursrückgängen große Zweifel und lassen sich sehr schnell Angst einjagen. Sie kaufen, wenn alle kaufen (zu hohen Kursen) und verkaufen, wenn alle verkaufen (zu tiefen Kursen).

    Sorry, wenn ich heute vielleicht nicht ganz so gut drauf bin (2. Todestag meiner Mutter).

    Viel Erfolg euch allen!

     

     

     

  34. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Claus,

    beeindruckendes Stehvermögen! Aber erstmal mein Mitgefühl zum Verlust Deiner Mutter, der sich gerade jährt. Mir steht das noch bevor. Ich hatte schon einige Male Vorgeschmack. Musste nach mehrmaligen Notaufnahmen schon Entscheidungen über evtl. lebenserhaltende Maßnahmen treffen.

    Momentan hat sie sich zum wiederholten Male aufgerappelt, mit Sauerstoffgerät in der Wohnung usw. Tja, zähe Generation. In Dresden die Hölle überlebt, froh um paar liegen gelassene Kartoffeln auf dem Acker gewesen. Da rückt es mir immer die Realität und die Ansprüche zurecht.

    Deine Mahnung „…Dividendenperlen, die man aber nicht zu jedem Preis kaufen sollte.“ sehe ich auch so. Man ist oft versucht, einfach die Überteuerung zu übersehen, weil man sich mit dem Unternehmen so emotional verbunden sieht (@Stefan Meisel siehe oben mit Nike), oder weil man sich denkt, dass das Unternehmen bereits in den Preis hinein wächst.

    Nike ist eine fraglos tolle, sehr gefragte Marke. Obwohl ich mich erinnere, dass die jahrelang weg waren. War das, als mal Puma so hip war? Ich mag Nike ebenfalls (kaufe aber bei Turnschuhen Asics), aber das würde mir derzeit nicht reichen die Aktie zu der Bewertung zu kaufen. Ich schaue da immer auf den ganz langweiligen Preis bei KGV 15 Chart. Der zeigt mir eine klar überteuerte Bewertung an. Das wird abgebaut werden, jede Wette. Mr. Market ist da völlig unsentimental, was einen selbst dann immer fast persönlich beleidigt.

    Wenn man nicht verkauft, dann verliert man zwar kein Geld, aber Zeit. Die Zeit, die man braucht, diesen Kursverlust wieder aufzuholen. Und eine echter Dividendenwert ist NKE auch nicht.

    Tut mir leid, dass ich wieder was zu bemängeln habe. Ich würde eher Skechers kaufen, wenn sie Dividende zahlen würden. Aber die sind wieder da, wo man kaufen kann.

    MS

  35. Markus

    Kiosaki… na ja, jeder Mensch findet andere Kategorien von Charakteren toll…

    Trump, Bodo Schäfer und Kiyosaki können eines sehr gut… Menschen beeinflussen… Ist ja auch ein Qualität für sich…

    http://www.zeit.de/2005/19/Kiyosaki

    https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kiyosaki

    Ich persönlich finde Kommer deutlich sachlicher und fundierter, mit deutlich mehr Quellen, Studien und besserer praktischer Umsetzbarkeit… aber zum meinem Börsenbeginn 2000 war halt ein Bodo Schäfer deutlich motivierender und ich hätte nen Kommer mit meinem damaligen Wissen und Erfahrung nicht gelesen.

    Zur Motivierung und zum Antrieb sind die Guru`s für die etwas unerfahrenen Anleger sicher deutlich einem sachlich, nüchternem Kommer überlegen…

    Je nach Entwicklung der Investorenpersönlichkeit und den unterschiedlichen Stadien, wandelt sich aber das individuelle Bild und die Bewertung der hilfreichen Bücher im Zeitablauf.

  36. Fit und gesund

    @Claus,

    ich warte immer noch auf Einstiegskurse bei Medtronic…:)

    meine Laufschuhe sind auch von Asics und auf der Arbeit trag ich Sketchers, da lauf ich supergut drin. Nike wäre mir auch zu teuer, aber man darf ja Jemand sein neues Investment nicht madig machen, ich habe gestern 200 Anteile am Vanguard Asian Pacific ex Japan ETF gekauft, heute ging es noch mehr runter, morgen vermutlich auch, also zu früh …

    @Vali,

    ich habe Einzelaktien, ETF’s und sogar gruselig aktiv gemanagte Fonds (die stehen auf der Abschussliste) ich wollte ich wäre auch ein Überflieger, aber ich muss mit dem zufrieden sein was ich so im Hirn hab…auch wenn ich durchaus mehr als 2000 Euro mehr im Monat investiere.

     

    wegen Gold nochmal, der Malachit schreibt hier ja auch öfter…hab ich auf seinem Blog gefunden,

    https://reichwerdensite.wordpress.com/2016/08/18/vorsorge-mit-edelmetallen/

  37. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    Medtronic ist auch super (wir kennen sie leider von der Insulinpumpe her), aber wie so oft überteuert. Warten sollte sich hier lohnen. Wenn sich diese Schere schließt, würde ich auf 60 USD warten zum Kaufen.

    Warum nicht in der Wartezeit es mal mit Baxter probieren/überbrücken?

    Christoph, FL fände ich ok, aber für mein Konzept zu wenig Dividende.

    MS

  38. Fit und gesund

    @Matthias Schneider,

    Medtronic stellt unsere Herzschrittmacher her, ich warte tatsächlich.

    Baxter hat ein prima Inhalationsanästhetikum (Sevoflurane u.a) sowie Infusionslösungen, wir benutzen einen Teil davon, aber die Aktie wird nicht so oft in der CH gehandelt, warum sind die so billig? weisst Du das?

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und gesund,

    keine Ahnung warum die so günstig aussehen. Habe nur in dem Chart eingeben. Müsste man vor einem Kauf sich schlau machen. Müssen Sondereffekte sein.  Die haben den Outlook angehoben, habe aber noch nicht gelesen. Bin in Eile, muss gleich telefonieren. Kann dauern… 😉

    MS

  40. Claus

    Matthias Schneider

    danke für dein Mitgefühl, solche Tage (und nicht nur die) sind leider immer sehr schmerzhaft. Das mit den Entscheidungen kenne ich auch… 2 Ärzte, 3 Meinungen und man steht mittendrin und kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Letztendlich können wir uns entscheiden, wie wir wollen… es bringt alles nichts, das Ende ist immer das gleiche. Ich wünsche dir viel Kraft das leider irgendwann Unvermeidliche gut zu überstehen.

    Medtronic:

    Top-Aktie, mit 11% meine größte Position, habe ich vor langer Zeit bei 32 gekauft. Würde ich unter normalen Umständen nie mehr hergeben. Einsteigen würde ich jetzt aber nicht.

    Fast noch besser gefällt mir Stryker, ebenfalls ein Medizintechniker. Hat, wahrscheinlich aufgrund der geringeren Größe ( ca. 1/3 des Medtronic-Umsatzes, was aber ja immer noch knappe 10 Mrd. USD sind) etwas bessere Kennzahlen, aber z.Zt. auch zu teuer.

    Stryker fiel mir im Zusammenhang mit meiner Mutter sofort 2 x positiv auf:
    – Liegesystem im Krankenwagen mit fettem Stryker-Logo
    – Sehr gutes el. Krankenbett im Krankenhaus
    Die Aktie hatte ich da aber schon länger.

    @ Fit und gesund

    Bei Medtronic würde ich in mehreren Schritten kaufen, beginnend bei frühestens ca. 60 EUR.

     

     

  41. Freelancer Sebastian

    @ SciFi-Freunde

    Ja, ja, Requisiten und Kulissen…. die dürfte man heute keinem mehr antun. Für mich hat das nostalgischen Charme. Der Meister der Kulissen? Das Höhlensystem! 🙂 .

    Was Steve Jobs wohl von der Bedienungsoberfläche der Computer gehalten hat (hier mal drücken, da mal drücken) ?

    Das Wertesystem, das Roddenberry mit Picard und co. auf den Bildschirm gebracht hat, bleibt aber zeitlos vorbildhaft. Keine Besitzgier durch den Replikator? Das hätte was….

    Im letzten Jahr habe ich „Back to the Future“ mit meinen Kids geschaut (das hat sich der Papa in seiner Kindheit reingezogen). Tja, zum Schluß ging´s ja 30 Jahre in die Zukunft…. ins Jahr 2015 (zum Release des Films war es tatsächlich eine „weit“ entfernte Zukunft).

    O-Ton Doc: „Straßen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keineStraßen!“

    Wenn es nach den Autoren aus den 50er gehen würde, liefen heute lauter Riesenroboter durch die Straßen, Lochkarten würden zugestellt und wir hätten jeder unseren persönlichen Fluggleiter, um auf der Erde herumzudüsen…..

    Fan im Sinne von fanatisch bin ich sicher auch nicht (Wohnung ist nicht zugekleistert mit Devotionalien, keine Uniform im Schrank, kein Alienmodell in der Ecke). Es dreht sich bei mir nicht alles um SciFi.

    Trotzdem ziehe ich mir heute jeden Streifen rein, der nur entfernt mit Weltraum oder der Zukunft zu tun hat. Mal sehen, wie die neue Star Trek Serie wird. Das ist meine Entspannung am Wochenende 😉 .

    In diesem Sinne, alles Gute!

  42. Freelancer Sebastian

    @ Claus

    Danke für den ausführlichen Börseneinblick. Deine Geschichte motiviert ungemein. Das lese ich immer wieder gerne.

    Was die Medizintechniker angeht ist mir der hier ins Auge gefallen

    https://www.ishares.com/us/products/239516/ishares-us-medical-devices-etf

    Kostet zwar, aber man hätte alle im Boot. Das wäre etwas für mich. Leider scheint man den in Deutschland nicht zu bekommen.

    Da heißt´s wohl auf´s Scheppern warten. Becton Dickinson habe ich auf der Liste.

  43. Vali

    @Matthias und Claus , tut mir sehr leid! So etwas zu lesen versetzt mir immer einen Stich. Das sind die Dinge, die ich komplett aus meinem Leben ausblende und deshalb einfach das Jetzt genießen möchte, solange wir alle da und gesund sind. Alles Gute euch und viel Kraft!

    @Fit und gesund, du machst es prima 🙂 Ich habe auch ETFs, bin aber begeisterte Aktienbesitzerin und finde aber die Einstellungen von Gerd Kommer einfach daneben, bzw. ein Zeichen dafür, dass er es nicht besser kann, nicht fähig ist und keine Ahnung von Cashflow hat: Immobilien+Mieten und Aktien+Dividenden .

    Ein Finanzberater, der Bücher schreibt (wie ETF-Werbeprospekte) und damit Erfolg hat, in dem er andere Strategien schlecht macht. Er ist ja nicht reich geworden mit seinen ETFs+Anleihen, sondern mit seinen Büchern. Er kann weder den Markt schlagen, noch ist er fähig eine Immobilie zu finanzieren und macht sie deshalb schlecht!, geschweige denn Aktien-Crashs auszuhalten und verdreht deshalb Statistiken und vertritt Falschaussagen:

    Immobilien werfen keine Rendite ab, Aktienbesitzer schneiden schlechter als ETFs-Besitzer ab, Mieten ist billiger als Kaufen, Immobilienkäufe sind groteske Entscheidungen … und dann auch noch so selbstsicher und überheblich!  

    https://www.youtube.com/watch?v=KIICRTp5AsE

    https://www.youtube.com/watch?v=tHm9HzPXjlA

    Ich habe viel mehr von Tim Schäfer gelernt, der noch kein einziges Buch geschrieben hat, (und von vielen hier wie Matthias, Oliver, Claus u.a.) als von diesem Bestsellautor, der Tausende mit Durchschnitt begeistert. Für meine Lebenseinstellung ist das unbegreiflich.

    Passiv investieren um später (als Renter und alter gebrechlicher Mensch) aktiv zu verkaufen, in der Mietwohnung!

     

  44. Lad

    Wer in ETF Fonds investieren will, dem bietet sich ein ETF mit jährlicher Auszahlung von 7%  Dividende
    ISIN: DE000ETFL235 , WKN: ETFL23 , DEKA DAXPLUS MAXIMUM DIVIDEND UCITS ETFDekaBank , Europa, Ausgabeaufschlag 2%, jährliche Gebühr 0,30% , letzte Dividende 5,48 euro = 7% vom Kapital am 11.7.2016, Performance +69% in 5 Jahren.
    ETF verkauft Xetra und Tradegate.
    Im Fonds sind 20 deutsche Aktien mit der besten Dividende, ausgewählt aus 110 größten deutschen Unternehmen = vom HDAX.
    Im Fonds sind z.B. die Aktien:
    9,95% (nimmt vom ETF) HUGO BOSS AG
    9,09% E.ON SE
    8,03% Aareal Bank AG
    8,03% Drillisch AG
    7,25% Evonik Industries AG
    7,06% Telefonica Deutschland Holding AG
    5,98% ProSiebenSat.1 Media SE
    5,83% Deutsche Post AG
    5,62% Deutsche Telekom AG
    4,84% LEG Immobilien AG
    und andere 10 Unternehmen.
    http://www.onvista.de/etf/DEKA-DAXPLUS-MAXIMUM-DIVIDEND-UCITS-ETF-ETF-DE000ETFL235

  45. Lad

    Wer es nicht schafft, Dividenden-Aktien für 1.000.000 Euro bis zur Rente zu kaufen, dem helfen auch 200.000 Euro. Und mit 65 Jahren hat er 500 Euro monatlich Dividenden davon. Und diese Aktien werden dann von allein nach 20 Jahren auf 1.000.000 Euro steigen. Und aus der anfänglichen Dividendenrendite 3% netto wird nach 20 Jahren Dividendenrendite 21% netto und monatlich 3.500 Euro ausschütteln, denn einige Dividenden ganz schön steigen.

    Doch wer in Europa lebt (bis 65 Jahren in Deutschland und ab 65 beim Meer in Spanien, das ist klar), der sollte für sein 20-Dividenden-Aktien-Portfolio nur etwa 7 Aktien aus den USA wählen und 13 Aktien aus dem DAX, Eurostoxx50 und Stoxx50. Das ist klar. BASF, BMW ST, Münchener Rückversicherung, AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Royal Dutch Shell, Sanofi, BHP Billiton. Und die restlichen 4 Aktien darfst du allein wählen, eine aus den USA und drei aus Europa.

  46. Markus

    @Claus

    Was hast Du denn für eine Sparquote von 2005 an gehabt, bzw. welche Summen hast Du jährlich ca. investiert?

    Bist Du in den 50ern?

    @Vali

    Für Dich ist der Herr Kommer ein rotes Tuch.
    Ich dagegen finde den Herrn Kiyosaki deutlich unsachlicher und polemischer.

    So hat halt jeder Mensch seine festgefahrene Meinung.
    Ich bemühe mich jedoch immer meine Überzeugungen auf`s neue zu hinterfragen, soweit es mir möglich ist…

    Es gelingt mir nicht immer, aber ich finde Sachlichkeit, Objektivität und Rationalität einfach logischer. 😉

  47. chaostrader

    Starke Worte, vali. Etwas daneben, würd ich mal sagen. Als Banker in London hat der werte Herr Kommer sicherlich ein ganz gutes sechsstelliges Auskommen, und mit seinen Büchern, die ja nicht gerade Bestseller sind, hat er sicherlich keine Million gescheffelt. Vermutlich nicht mal 100K.

    Der Finanzwesir hat einiges zum Kommer-Ansatz geschrieben, und wie man sich die Sache vereinfachen kann. Mit einem 5-stelligen Depot braucht man keine Small Caps, Rohstoffe und Immos, da fährt man mit einem 2-ETF-Portfolio am besten und stressärmsten.

    http://www.finanzwesir.com/blog/6-etf-depot

    Wenns dann mal in Richtung 200K geht darf man ruhig weiter diversifizieren und den fehlenden Kleinkram dazunehmen. Wenn man der kommerschen Lehre folgen will, die sicherlich nicht die schlechteste ist,, wenn man sein Leben lang danach handelt.

     

    Wer es nicht schafft, Dividenden-Aktien für 1.000.000 Euro bis zur Rente zu kaufen, dem helfen auch 200.000 Euro. Und mit 65 Jahren hat er 500 Euro monatlich Dividenden davon. Und diese Aktien werden dann von allein nach 20 Jahren auf 1.000.000 Euro steigen.

    Verfünffachung innerhalb 20 Jahren? Sportlich! Darf ich mein Geld bei Dir investieren? Steigen die Aktien auch so, wenn ich die Dividenden verballere und nicht eisern sofort wieder anlege?

     

    wer in Europa lebt, der sollte für sein 20-Dividenden-Aktien-Portfolio nur etwa 7 Aktien aus den USA wählen und 13 Aktien aus dem DAX, Eurostoxx50 und Stoxx50. Das ist klar.

    Wieso ist das klar? Ich bin absolut einverstanden damit, dass man nicht zu viel USA reinnehmen sollte, aber dafür Europa mit seinen glänzenden langfristigen wirtschaftlichen Aussichten so überbewerten… *hüstel* .. na wers braucht, viel Erfolg damit!

  48. Oliver

    @Chaostrader:

    Du kritisierst nur das, was Du nicht magst oder wo Du anderer Ansicht bist. Viel interessanter fände ich, wenn Du dazu deine eigenen Lösungsvorschläge/Meinung/Ideen dazuschreibst. Dann kann man sich besser damit auseinandersetzen. Ist nicht als Kritik gemeint, sondern als Vorschlag.

    Momentan scheint besonders die amerikanische Börse nach den Anstiegen im Sommer etwas nachzugeben. So ganz kann ich das noch nicht einschätzen, obwohl ich erstmal den Rückgang positiv betrachte. Gegenwärtig bin ich zurückhaltend, was die Neuanlage betrifft. Viele Blue Chips haben ihre Spitzen etwas abgegeben, sind aber natürlich immer noch ziemlich hoch bewertet.

    Ich überlege mir gerade tatsächlich einen Nebenwert anzuschaffen, den Matthias angesprochen hat und schon länger beobachtet. Die North West Co. aus Kanada gefällt mir ganz gut. Geldverdienen mit Eskimos :). Nein, die Gesellschaft erscheint mir sehr solide zu sein, vom Kursverlauf unaufgeregt. Sicher keine Riesenkurssteigerungen möglich, da das Geschäftsmodell langweilig ist. Zum Übergang in den Winter passend zum Thema. Nachdem ich inzwischen einige kanadische Dividenden angesammelt habe und die mal investiert gehören, werde ich ein paar Aktien im Oktober kaufen.

    Bei den großen DOW-Werten finde ich nach wie vor General Electric interessant und werde die nach meinem Erstkauf im August weiter aufstocken. Das sie in den 3D – Druck investieren finde ich als Geschäftsansatz sehr zukunftssicher.

     

  49. Slazenger

    @Christoph, alle

    Wie schätzt du/ihr Bayer jetzt ein nachdem es wohl so ausschaut dass die Übernahme für roundabout 58Mrd. Euro zustande kommt?

  50. chaostrader

    Du kritisierst nur das, was Du nicht magst oder wo Du anderer Ansicht bist.

    Liegt das nicht in der Natur der Sache? Machen das nicht alle so?

    Viel interessanter fände ich, wenn Du dazu deine eigenen Lösungsvorschläge/Meinung/Ideen dazuschreibst.

    Hab ich doch schon zur genüge getan im letzten Jahr und darüber hinaus. Stichworte Mr. Money Mustache, John Bogle, jlcollinsnh, gocurrycracker, rootofgood, Finanzwesir und wie sie alle heißen, die B&H in breitgestreute Indexfonds propagieren und praktizieren. Wobei ich dabei global denke und im Gegensatz zu manchen von den Amis nicht nur in den US-Markt investiere.

    Interessant ist auch Dual Momentum von Antonacci.

    Dann kann man sich besser damit auseinandersetzen.

    Ist anscheinend inkompatibel zu dem, was hier als Nonplusultra gepredigt wird, nämlich Konzentration auf jenseits des Atlantiks, Dividenden kommen aus dem Nichts, Market Timing und bei einigen extrem hohe Aktienquote.

    Ist nicht als Kritik gemeint, sondern als Vorschlag.

    Jetzt hab ichs nochmal wiederholt. Ist es nun klarer?

  51. Markus

    @Oliver

    Na ja, ich finde Vali`s Kritik ohne dass Sie ein einziges Buch von Kommer gelesen hat, etwas übertrieben emotional.

    Ich habe Kiyosaki`s Motivations-Büchle und auch an die 50 andere Börsenbücher gelesen…

    Wie jeder die Bücher individuell aufgrund von Erziehung, Prägung und Charakter einordnet ist eine andere Geschichte.

    Kommer argumentiert für die hier von Vali pauschal hier kritisierten Thesen mit:

    Studien, Auswertungen von 60.000 Privatanleger-Depot`s über 5 Jahre, Studien in zig Ländern, möglichst vielen Fakten und Faktoren, langfristigen Datensätzen, Elite-Uni`s, Aussagen von Professoren…

    Wohingegen es bei den Kiyosaki`s an Datensätzen mangelt und es auch durchaus fragwürdige Punkte an deren Lebensläufen gibt…

    Auch die Kritik, dass Kommer von dem Buchverkauf extrem profitiert finde ich etwas schwach, wenn man sich das Geschäftsmodell der Kiyosakis mit ihrem Cashflow-Spielen und Büchern ansieht…

    Aber egal, jedem seine Meinung…

  52. Claus

    @ Markus

    Seit 2005 habe ich rund 200k neues Geld investiert. Ich spare zwar laufend, investiere aber nicht stur monatlich. Gekauft wird nur, wenn ich einen günstigen bzw. kaufenswerten Wert gefunden habe, der zu meinem Depot passt. Stichworte: Branchen + Währungen/Länder.

    Seit 2005 habe ich „nur“ 2 Negativjahre gehabt. Das erste kam relativ schnell und hat mich erneut deutlich geschröpft:

    2008: -37%

    Das 2. Negativjahr war 2011 mit -3%, harmlos.

    Heute bin ich 57 Jahre alt. Wenn weiterhin alles gut läuft, wovon ich momentan nicht überzeugt bin, sollte mein Depot in 5 Jahren bei ca. 800k stehen und jährlich 24k Dividenden (nach Steuern) erzeugen, wovon ich recht gut leben könnte.

    Ich wohne in einem selbstgenutzen und bezahlten Bungalow, habe keine hohen Ansprüche. Bereits ab 600k Depotgröße und 18k jährlichen Dividenden käme ich ohne weitere Einnahmen klar. Der größte Posten ist die KV, die sich ja leider kaum reduzieren lässt.

     

     

  53. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Oliver,

    das lässt bei mir ja Kaufpanik aufkommen bei NWC. 😉

    Ja, ich verspreche mir bei solchen Werten auch keinen dynamischen Kurszuwachs. Hauptsache schön stabil, Dividende abwerfen und was fürs Gefühl. Ich habe da einfach was davon, wenn ich mir über Google die Stores ansehe und dabei denke, dass immer ein paar Cents vom „Eskimo-Einkauf“ vom anderen Ende der Welt zu mir fließen. Na ja, noch habe ich ja keine.

    @Markus, Vali,

    ich denke auch, Vali hat hier etwas beleidigt reagiert. Niemand will sein eigenes Weltbild für Quatsch gehalten wissen.

    Ich denke, der Kommer ist sicher ein korrekt rechnender Wissenschaftler, und das wird auf dem Papier alles so dabei rauskommen. Aber das kann einem egal sein, wenn man es anders will. Wissenschaft kann alles irgendwie erklären.

    Ich nehme solche Sachen zur Kenntnis, und wenn ich auch in diese Richtung tendieren würde, dann wäre das unterstützend. Wenn nicht, dann will ich das Gegenteil in der Praxis beweisen. 😉

    Für mich wären Immobilien auch nur zum beruhigt selbst drin wohnen interessant. Als (Mietzins-) Anlage wäre mir das zu viel Stress für zu geringe Rendite. Was anderes, wenn ich Bruchbuden billig kaufen würde, günstig sanieren und dann schnell wieder gut verkaufen könnte. Das würde mich interessieren.

    Mein Leben lang habe ich mir beispielsweise gar keinen Kopf darüber gemacht, ob Miete oder nicht. Ich konnte mir kein Eigentum leisten, bzw. wollte mich nicht verschulden und abhängig sein.

    Heute kommen in mir schon Gefühle auf, dass es eigentlich total würdelos ist, in einer fremden Bude für Miete leben zu müssen. Und wenn das zu stark wird, dann werde ich was tun müssen. Deshalb mache ich mir da ja so gewisse Gedanken. Und da spielen dann Renditeberechnungen keine Rolle. Da muss ich mich dann einfach wohlfühlen können.

    MS

  54. Vali

    Mag sein, dass ich mich zu emotional über Kommer aufrege 😉

    Aber anhand deiner, Markus und chaostrader Posts erkenne ich genau das Dilemma.

    „Studien, Auswertungen von 60.000 Privatanleger-Depot`s über 5 Jahre, Studien in zig Ländern, möglichst vielen Fakten und Faktoren, langfristigen Datensätzen, Elite-Uni`s, Aussagen von Professoren…“………………………………… schlägt Praxis!?

    Die meisten Menschen glauben dann genau solchen Anzugträgern von der Bank (ohne das Anzugtragen an sich kritisieren zu wollen;-) lieber, als der Tatsache, dass Warren Buffet mit Aktien+Dividende einer der reichsten Menschen geworden ist und nicht mit ETFs (Bankprodukte) und „risikolosen“ Anleihen;-). Genauso, dass Immobilien seit Jahrtausenden eine Assetklasse sind, die ihre Eigentümer reich gemacht hat, ist plötzlich statistisch bewiesen falsch?!.

    Sorry, aber ich brauche kein Buch von jemanden kaufen, der „Mieten oder Kaufen“ schreibt, der noch nie eine eigene Immobilie besaß.

    Hat der Mann überhaupt selbst ETFs? Hat er sein Weltportfolio im Depot?

    Ich möchte Menschen lesen, wie hier, die etwas über ihre realen Investments erzählen, ihre Fehler und ihre Erfolge, ihre finanzielle Geschichte erzählen und etwas von Cashflow verstehen, als einem Bankangestellten die Bücher abzukaufen, der nicht durch herausragendes Realleben/Vermögen glänzt, sondern durch nicht nachvollziehbare Statistiken, die nur seine eigenen Entscheidungen und berufliche Interessen begründen.

    Gerd Kommer arbeitet für die FMS Wertmanagement , die aus der Hypo Real Estate Holding AG (HRE-Gruppe)  entstanden ist – eine der berühmtesten deutschen Pleitenbanken, die mit Steuergeld gerettet wurden. Er hat auch bei der Depfa Bank  gearbeitet. Alles mit Skandalen behaftet.

    Und ich soll dem Mann die Bücher abkaufen, um meine Finanzen danach zu richten und dies ganz rational, sachlich und objektiv?! 😉

    Aber, jedem das seine…

    Danke Oliver 🙂

  55. Oliver

    @chaostrader

    Es scheint so, dass Du einiges hier nicht magst. Ist dein gutes Recht. Aber die Aufzählung fremder Blogs sind die Gedanken anderer. Was sind denn deine?

    Wenn hier Dinge als Nonplusultra gesehen werden, wäre deine persönliche Meinung oder was Du als dein Nonplusultra siehst doch ein schöner Kontrast.

    Ich selber habe eine sehr hohe Aktienquote und werde es nicht sonderlich ändern, solange sich nicht die Variablen groß ändern. Das ist mein Nonplusultra und dazu stehe ich. Bis jetzt bin ich damit ganz ordentlich gefahren, wenn auch das Millionendepot etwas entfernt ist. Das heißt, wir haben nicht unbedingt die gleichen Standpunkte. Unabhängig davon höre ich mir aber gerne jeden Standpunkt an, auch wenn ich vielleicht danach nicht handeln werde. Du musst ja umgekehrt auch nicht nach meinen Maximen handeln.

    @Markus:

    Ich finde es müssig, sich über den Kommer oder Kiosaki zu streiten. Beide Bücher haben ihre Schwächen und ihre Stärken. Zum Kommer habe ich weiter oben geschrieben, dass er für meine Strategie nicht hilfreich ist. Die Kritik bei Kiosaki mit dem Lebenslauf ist mehr als berechtigt und ich denke da eher an Grimms Märchen mit der Story seiner zwei Väter. Unabhängig davon, dass dieses Buch in einfachen Worten erklärt, was ein Asset und eine Verbindlichkeit ist, ist es für weitergehende Investmententscheidungen nur sehr begrenzt geeignet. Eher vielleicht als Motivationsbuch, wenn man am Anfang steht.

    Für mich sind beide Bücher nicht sonderlich interessant, da ich mich schon länger mit Investieren beschäftige. Ob jetzt Herr Kommer von dem Buch finanziell stark profitiert hat, ist für mich auch sekundär. Ich schätze, beide Autoren haben nett damit dazu verdient, aber von der Erkenntnis habe ich persönlich nicht unmittelbar etwas. Davon sollte man sich nicht leiten lassen. Jeder Autor bringt seine Vorschläge, die nach seiner Sicht richtig sind. Selber muß man entscheiden, ob man dem folgen möchte oder eben nicht. Das dürfte der wichtigste Schritt zu einer eigenen Investmentstrategie sein und dafür sind solche Bücher allemal gut.

     

  56. Markus

    @Claus

    Danke für Deine Offenheit und die Ausführungen.

    Auf jeden Fall ne ordentliche Sparquote und ein bewundernswerter Durchhaltewillen nach dem Dotcom-Erlebnis!

    Die Dotcom hat viele meiner damaligen Arbeitskollegen übel erwischt und nicht wenige haben der Börse für immer den Rücken gekehrt…

    Für viele heutige Anleger ist dieser damalige Boom und Crash damals gar nicht mehr vorstellbar…

     

  57. Christoph

    @Slazenger. GUte Frage.

    Kurz/ Mittelfristig ist die Aktie sicherlich kein Gewinner, wenn Bayer wirklich eine Kapitalerhöhung machen muss. Aber auf lange Sicht macht der Kauf Sinn. Denn gerade Saatgut usw ist sicherlich für die Zukunft immer wichtiger.

    Da ist solch ein Zukauf wirklich gut. Aber erstmal ist es natürlich teuer.

    Ich mag aber Unternehmen die das Geschäftsfeld vernünftig ausbauen. Und ich denke das ist in diesem Fall so.

     

    @Oliver: Ja GE ist echt klasse. Die Leidenszeit scheint vorbei zu sein. Wenn man mal bedenkt dass es mal die „beste“ und wertvollste Firma der Welt war.

     

  58. Claus

    @ Markus

    „Für viele heutige Anleger ist dieser damalige Boom und Crash damals gar nicht mehr vorstellbar…“

    … genau das ist für sie problematisch. Sie sind „die nächsten“, denen die Profis ihre völlig überbewerteten Aktien mit Freude verkaufen werden.

    Setzt sich der beginnende Hype für Dividendenaristokraten fort, könnten es genau diese Aktien sein, die von den leichtgläubigen unerfahrenen Neubörsianern mit Begeisterung nach minimalen Kurseinbrüchen gekauft werden. Sie glauben dann zunächst, ein Schnäppchen ergattert zu haben…

    Aber so weit sind wir heute noch nicht, das kann noch eine Weile weiterlaufen. Wenn die Bewertungen für mich irrational werden, habe ich keine Probleme damit, auch mal zu verkaufen.

    In einer solchen Situation eine vernünftige Verkaufsstrategie zu haben, ist m.E. genauso wichtig, wie der Kauf einzelner Werte. „Papiergewinne“, die sich dann täglich verringern und sehr bald ins Negative drehen, sind nicht wirklich hilfreich.

    2 Möglichkeiten sehe ich:

    1. Komplett verkaufen und auf eine Bodenbildung warten. Das kann u.U. lange dauern, rettet aber die meisten Gewinne und das eingesetzte Kapital.

    2. Das ursprünglich eingesetzte Kapital aus dem Depot herausziehen. Die restlichen Aktien laufen lassen. Es sind ja dann quasi „Gratis-Aktien“.

    Wahrscheinlich wird die Situation nicht so klar sein, wie im Nachhinein betrachtet das Jahr 2000. Oder es kommt zu einem massiven völlig überraschenden Crash und jeder ist dabei… Mister Market hat immer neue Erfahrungen für uns parat.

  59. StefanGE

    @all, mal ne Frage am Rande.

    Bayer kauft ja nun Monsanto. Bayer will 128 US$ zahlen, die Aktie steht aber bei ca. 107$. Wenn ich jetzt hingehe und nicht nur nichts mache, sondern sogar noch weitere Monsanto Aktien kaufe und Monsanto dann irgendwann Teil von Bayer ist, würden mir dann 128$ je Monsanto Aktie gutgeschrieben bzw. in Bayer Aktien getauscht zum Gegenwert von 128$, also aktuel 1,3 Bayer Aktien für 1 Monsanto Aktie?

    War noch nie Teil einer Fusion und ich bin bei beiden investiert und will da das Maximum rausholen.

  60. Iwona

    @ Claus

    vielen Dank für deine ausführlichen Berichte über deine Investmenterfahrungen.

    Habe eine Frage an dich: Da ja ein großer Teil deiner Aktienanlage aus Einzelinvestments besteht: Wie stehst du zum Thema  Kursrückgänge bzw. Aktienverlust begrenzen mit „Stopp-Los“ Orders?

    bzw. welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Da ich bei dieses Thema zwiespältig sehe.

    VG

    Iwona

  61. Rainer Zufall

    Nochmal zum Kommer: seinen Background kenne ich nicht, Vali, mag schon sein, dass er fest in der Finanzindustrie verankert ist. Nachdem ich weitergelesen habe, finde ich weiterhin, dass das Buch im grossen und ganzen sehr sachlich geschrieben ist. Da ist wenig Polemik drin, er scheint soweit ich das bisher sagen kann einen wissenschaftlichen Anspuch zu haben. Das gefaellt mir gut, das vermisse ich ansonsten häufig. Handwerklich finde ich das Buch sehr gelungen.

    Zugegeben, Inhaltlich ist es recht einseitig, das kann ich bestätigen. Im Grunde scheint er aber einen Buy and Hold Ansatz zu befürworten, nur dass er eben Etfs empfiehlt. Das ist m.E. an sich nichts schlechtes.

    Wollte hier jedenfalls keine Grundsatzdiskussion auslösen.

     

     

     

     

     

  62. Markus

    @Vali

    Jahrtausende… ich wusste Du findest selbst bei mir geduldigen Investor noch Potentiale der Geduldssteigerung. 😉

  63. Slazenger

    @Claus

    Da ich die Krise 2000 auch mitgemacht habe (mit einem blauen Auge davon gekommen), mache ich mir auch Gedanken was mit dem Depot machen wenn wir eine deutliche Überbewertung der Aristokraten sehen? Ich habe folgende Gedanken dazu wenn du das Deport komplett räumst:

    du zahlst eine Menge Steuern auf deine Gewinne
    wie erkennst du eine Bodenbildung, die wie du selbst schreibst recht lange auf sich warten lassen kann um wieder einzusteigen?
    wo findest du eine Anlagealternative für dein Geld?
    ist am Ende nicht Tim’s Strategie von Buy an hold und nie zu verkaufen doch am entspanntesten? Man weiß halt nie wann es wo hingeht und kassiert eben solange die Dividenden!

    ich denke die zweite Variante die du aufführst wäre die bessere, so bleibst du auf jeden Fall investiert und hättest dann immer noch genug Cash um wieder nachzukaufen bei welchem Niveau dann auch immer ! Ich habe es für mich auch noch nicht entschieden, wie ich dann verfahre,wird dann wohl auch eine Bauchentscheidung für jede Aktie einzeln zu treffen sein! Mal sehen, ich sehe bislang keine dramatische Überbewertung am Markt! Auch nicht bei den Aristokraten unter Berücksichtigung der Zinssituation weltweit!

  64. O.T.

    @StefanGE

    Normalerweise bekommt man ein „Bargeld“ Abfindungsangebot von 128 $. Aber ziemlich sicher ist das der Kurs bis zum Übernahmezeitpunkt auf 128 $ klettert.

    Ich habe heute ein paar Monsanto gekauft, 20 % sicherer Kursgewinn in 15 Monaten ist nicht zu verachten. Morgen werde ich überlegen, mit wievielen Schulden ich noch gut schlafen kann …

  65. Rainer Zufall

    @ slaze / claus

    Ich bin seit ca. 5 Jahren dabei, eigentlich erst seit 3, die ersten 2 Jahre habe ich monatlich nur geringe Summen investiert und mich herangetastet. Seit 2013 investiere ich mehr ca. 1000 / Monat. Dementsprechend bin mitten in der “ Ansparphase“ Alles zu verkaufen erscheint mir echt schwer. Kann mir nicht vorstellen wie ich den richtigen Zeitpunkt erwischen soll. Im Moment tendiere auch ich daher eher zu ewig halten, wie Tim.

    Trotzdem, interessante Fragen. Könnte man diese beantworten, würde sich das auszahlen, denk ich mal.

     

  66. Delura

    @slazenger

    @Christoph, alle

    Wie schätzt du/ihr Bayer jetzt ein nachdem es wohl so ausschaut dass die Übernahme für roundabout 58Mrd. Euro zustande kommt?

    Hallo mein Schalker Bruderherz,

    ganz klare Antwort aus em Pott: Sch…., Ami Firma und Deutsche Firma hat noch nie funktioniert, denk mal an Daimlers „WELT AG“ 10 Jahre Schmerzen für die Angestellten und Aktionäre.

    Die Mentalität passt nicht zusammen, die werden nie EIN Unternehmen, Praxair und Linde haben das Gott sei Dank ruckzuck gemerkt. Schuster bleib bei Deinen Leisten, kauf lieber BASF, bin ich zwar auch kein Fan von aber ich glaube der „NEUE“ bei Bayer weiß gar nicht was er sich da angetan hat.

    Bodenständig bleiben.

    P.S.: Unsere Jungs hätten den Bayern beinah die Lederhosen ausgezogen – Der BaBa ist klasse – ist durch die Bayernabwehr durch wie Moses durch das „Rote Meer“

    Glück Auf!

  67. Slazenger

    @@Delura

    haha dich gibts noch, cool!

    Jaja wir kommen noch, dann aber heftig, ich hoffe der Heidel bringt den Jungs noch ne Portion Mentalität bei, dann passt des!

    Zu Bayer, hm, könntest recht haben, hab aber aus Germany nur Fresenius und BASF, und würde gerne noch was aus good old Germany im Depot haben! Aber alle zu teuer (Henkel) oder no Quality!

    Nancy wird nochmals ein harter Brocken, aber dann…

    Blau-weiß ein Leben lang……

  68. Rainer Zufall

    @ delura: das passt zu den aussagen vom onkel meiner Frau:(automobilzuliefereindustrie, hat in den letzten jahren ein werk in den usa hochgezogen. nach jeder rückkehr meinte er immer: die deutsche und die amerikanische mentalität, das passt einfach nicht… bin gespannt.

     

  69. Christoph

    Also das ist nicht korrekt. Es gibt usa Deutschland fast gleich viele übernahmen pro Jahr.  Die meisten bekommt man aber nicht so mit da sie nicht so in den Medien sind.

    Buffet kaufte doch zb den deutschen Motorrad bekleider auf.

    zf Friedrichshafen hat zb trw übernommen und das ist ein Riese.

    oder merck sigma aldrich.

     

    Daimler Chrysler war einfach nicht passend. vielleicht wars auch der Zeitpunkt.

  70. Sergent Garcia

    Bitte bei den „sicheren“ 128 US-Dollar bedenken, dass u.a. noch die Zustimmung der Kartellbehörde aussteht. Der Monsanto-Kurs hat ja nicht umsonst kaum reagiert.

  71. Christoph

    Was haltet Ihr eigentlich von Argentinien? Dort geht es seit dem Amtswechsel ja bergauf. Es gab eine Wirtschaftskoferrenz und viele Unternehmen wollen da investieren. Siemens zB 5 Milliarden.

    Ich kenne mich mit Argentinien leider nicht aus. Der Leitindex steigt aber komischerweise seit 2011 stetig. Ist der trotzdem noch günstig?

    Welche großen argentinischen Unternehmen gibt es ?

    Oder macht es mehr Sinn in die ausländischen Unternehmen zu investieren (GE, Siemens, BP etc etc)

    Bin gespannt auf Eure Meinungen und Infos.

     

  72. O.T.

    Natürlich gibt es ein paar Unwägbarkeiten für die 128 $. Ich schätze das Kursrisiko höher ein, als das die Übernahme nicht stattfinden wird. Die Großeuropäer werden den Deal sicher nicht verhindern, endlich ist ihr Schwanz gegenüber den Amerikaner nicht mehr so mickrig anzusehen. Ich sehe vor meinem geistigen Auge wie Juncker und Schulz den Ententanz der Freude aufführen, Merkel kann leider nicht, sie reicht gerade die Bewerbungsunterlagen für den Nobelpreis in Stockholm ein.

    Sicher droht von den USA eine kleine Retourkutsche für Apple – aber ich vertraue den Deutschen, die schaffen das. Vor allem das Duo Hugh Grant und Heinz Rühmann sind in dieser deutsch-amerikanischen Großklotz-Komödie unbezahlbar. Unter 100 Mio. Bonus für die beiden Hauptdarsteller wird da sicher nichts laufen.

    Ich habe jedenfalls meinen Kredit ausschöpft, vielleicht fallen ja auch ein paar Dollar für mich ab.

  73. Claus

    @ IWONA

    Ich habe nur Einzelwerte. Stop-Loss setze ich nie. Da ich nur Großkonzerne und keine „Miniatur-Zockerbuden“ kaufe, kann ich auf SL gut verzichten.

    Meine wenigen Erfahrungen mit SL sind eher negativ: Die Aktien werden meist „eingesammelt“, d.h. die Kurse erreichen kurz das SL, die Aktien werden verkauft und anschließend geht der Kurs wieder über das vorher gesetzte SL.

    Ich setze mir ein „gedachtes SL“ zum Wochenschluss. Wird der Kurs unterschritten, verkaufe ich die Position am folgenden Montag ohne wenn und aber. Das klappt aber nur, wenn man mental stark genug ist. Man darf nicht zögern oder weiter hoffen und bangen: „Wenn der Kurs wieder meinen Einstandskurs erreicht, verkaufe ich…“ Das klappt fast nie.

    Ganz wichtig:
    Viele (nicht nur neue) Börsianer glauben, die Aktien werden zum angegebenen SL verkauft. Das ist leider falsch. Die Aktien werden zum nächsten gültigen Kurs verkauft. Dies kann in einem Bärenmarkt oder bei wenig gehandelten Aktien sehr deutlich unter dem SL sein.

    Kurze Geschichte hierzu (ich glaube sie stammt aus irgend einem Kostolany-Buch):

    Ein „schlauer Mann“ geht zu seiner Bank und beauftragt sie 100 Aktien zu 50 € zu kaufen. Gleichzeitig gibt er der Bank einen SL-Auftrag, da er kein Geld verlieren möchte. Die Bank soll die Aktien bei 47 € verkaufen. Der Bankberater sagt dem Mann er solle am Nachmittag wieder vorbeikommen, zwecks Abrechnung.

    Als der Mann nachmittags wiederkommt, hat die Bank beide Aufträge ausgeführt… 300 € Verlust + 2 x Bankspesen.

     

    @ Slazenger

    ja, ein Komplettausstieg wäre schwer und sollte genau überlegt sein. Der käme für mich auch nur bei einer völlig irrationalen Lage wie im Jahr 2000 in Betracht.

    Man sollte vorher die Steuernachteile sowie alle Bankspesen für den Verkauf und den späteren Neueinstieg mal ausrechnen und ins Verhältnis zum jetzigen Depotwert setzen. Nur wenn das Abwärtspotenzial, was man ja auch nur schwer einschätzen kann, deutlich größer ist, könnte es Sinn machen.

    Ich habe zum Glück noch steuerfreie Altbestände (vor 2009 gekauft).

    Doch wenn es mal abwärts geht, kommt es meist auch zu Übertreibungen nach unten. Ich habe bei einzelnen Aktien Verluste von 80-90% erlebt. Daher halte ich 50%ige Kursrückgänge bei „soliden Dividendenaristokraten“ für absolut möglich.

    Ist die Lage wirklich schlimm, können die Dividenden auch mal leiden, auch bei D-Aristokraten. Ich würde daher dringend dazu raten, nur D-Aristokraten mit hohen Eigenkapitalquoten und nicht zu hohen Ausschüttungsquoten im Depot zu haben. Dividenden sind nicht in Stein gemeißelt.

    Momentan neige ich auch eher zu Lösung 2: Ursprünglich eingesetztes Kapital + evtl. Steuern + Gebühen aus dem Depot nehmen und den Rest „laufen“ lassen, egal was passiert.

    Was man dann in der Zwischenzeit mit diesem Geld anstellt, weis ich heute auch noch nicht. Vielleicht machen dann Unternehmensanleihen Sinn. Oder man geht mal short! Auch (meist kürzere) Erholungsphasen kann man manchmal gut ausnutzen, um ein wenig Geld zu verdienen.

     

     

     

     

     

  74. Fit und gesund

    @Claus,

    Du hast echt ein grosses Wissen und Erfahrung, finde ich super dass Du uns daran teilhaben lässt, ich habe zwar eine grosse Disziplin und Durchhaltevermögen, aber ich bin mit meinen Anlagen nicht so strukturiert, d.h. so der richtige Plan fehlt mir, nach dem ich weiter investieren könnte, habe ETF’s (World, Asien, Dividende), aktiv gemanagte Fonds (die kommen definitiv bis Ende des Jahres weg) und noch Einzelaktien sowie eine kleine Position in Emerging Markets Bonds (ETF). Also ein Sammelsurium von Allem, ich wünschte ich könnte sozusagen ein für allemal da Struktur reinbringen und dann nur noch rebalancing betreiben. Ich glaube diesen Fehler begehen noch mehr Leute.

  75. Rainer Zufall

    @ claus / fit und gesund

    ja, stimme zu, finde es auch super, dass du uns daran teilhaben lässt.

    Bei der Stukturierung gibts bei mir auch noch ziemlich Luft nach oben. Die Regionale Strukturierung mit den Etfs läuft ganz gut, habe 3 Schwerpunkte: Europa, USA, Asia/Pacific. Aber was Branchen angeht fehlt das bei den Einzelaktien… Hier bisher vorwiegend Konsum, Pharma und ein bisschen Industrie… Muss mir das mal aufschlüsseln.

     

  76. Vali

    Ich habe mir heute Bisschen Facebook gekauft 🙂

    Meine dritte Dividendenlose Aktie;-). Aber die wollte ich haben und ich  erwarte, dass ihr drittes Quartal auch super verlaufen ist. Die Leute hatten Ferien, konnten liken und shoppen und  gemütlich vorm Pool Werbung klicken… wie ich;-)

    Bis zum 21. 9. warte ich aber noch geduldig, könnte günstiger werden 🙂

  77. Claus

    Fit und gesund, Rainer Zufall und alle, die es interessiert

    die perfekte Depot-Struktur wird es niemals geben. Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen, andere Vorstellungen und finanziell unterschiedliche Bedingungen.

    Auch das Umfeld spielt eine sehr große Rolle. Als Familienvater gehe ich wahrscheinlich noch viel vorsichtiger vor, als ein unabhängiger „Einzelkämpfer“, wie ich.

    Doch auch ich bilde mir ein, bei Investitionen sehr vorsichtig und risikoscheu zu sein, denn ich habe ein extrem teures Börsenseminar von Mr. Market erhalten, dem ich übrigens heute sehr dankbar dafür bin.

    Wer aus seinen Fehlern lernt, wird mit Sicherheit besser. Das gilt für alle Bereiche.

    Hier meine Gedanken zum Aufbau eines Depots, das auch große Stürme gut überstehen sollte, sofern der Eigentümer nicht in Panik gerät und auch in der dunkelsten Nacht an seinem Plan festhält.

    Oberstes Gebot:
    Qualität. Nur die besten Aktien gehören ins Depot. Bedeutet (für mich) automatisch: Derivate, Fonds, IPOs, Unternehmen unter einer gewissen Größe (ich kaufe Firmen ab ca. 1 Mrd. EUR/USD Umsatz und mind. 100 Mio Gewinn) haben nichts im Depot verloren. Es gibt weitere Kriterien, wie z.B. ein hoher Eigenkapitalanteil (mind. 30%, besser 50% oder mehr (ist selten). Die Firma sollte auch möglichst konstante und steigende Gewinne vorweisen können. Ich schaue mir die letzten 5 Jahre an (Bilanzen). Ein einzelnes Verlustjahr oder ein Umsatz-/Gewinnrückgang in einem Jahr ist kein Beinbruch, das kommt vor. Hier sind auch oft Übernahmen oder Verkäufe von Teilbereichen schuld.

    Dividenden sind willkommen, wobei nicht die Höhe entscheidend ist, sondern die bereits bewiesene Konstanz der Zahlungen. So würde ich eher eine Aktie mit nur 2% Dividende kaufen, die schon seit x Jahren gezahlt wird, als eine Aktie mit 5%, wo aber Zweifel an der Nachhaltigkeit bestehen (Dividendenhistorie + Ausschüttungsquote).

    Ich bevorzuge Werte aus möglichst konjunkturunabhängigen Bereichen, die den Bedarf des täglichen Lebens abdecken. Niemand wird auf einen Herzschrittmacher (Medtronic) oder Windeln (P&G) verzichten, weil gerade Rezession ist…

    Mein Depot ist pyramidenförmig aufgebaut. Hierzu habe ich alle für mich interessanten Aktien in 6 Bereiche aufgeteilt. Jeder Bereich darf einen festgelegten Prozentsatz nicht übersteigen. Jeder Bereich sollte Aktien aus verschiedenen Sparten jedes einzelnen Bereiches sowie aus unterschiedlichen Währungsräumen/Ländern enthalten.

    z.B. Bereich „Konsum“:
    Sparten/Teilbereiche hierunter:
    Getränke, Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Bekleidung, Tabak

    Wählt man aus jedem Teilbereich nur 2 Aktien aus 2 verschiedenen Währungsräumen, hat man schon 10 Aktien und eine sehr gute Basis.

    Reicht das Geld hierfür nicht (sinnvoll sind m.E. wegen der Bankspesen Käufe ab je 1.000 €) kann man auch nur 1 Aktie aus jedem Teilbereich nehmen, dafür aber mind. 2 Währungsräume abdecken. Es müssen auch nicht alle Teilbereiche belegt werden. Es gehen natürlich auch 3 Aktien aus 2 oder 3 Teilbereichen. Je mehr Teilbereiche und Währungen im Depot sind, desto stabiler dürfte es sich entwickeln. Soweit jedenfalls meine Erfahrungen.

    Den Depotaufbau sollte man mit der Basis beginnen (Konsum + Medizin). Die weiteren Bereiche kann man mit der Zeit und je nach Geldmitteln zufügen/ausbauen.

    Mein Depot ist so angelegt:
    Bereich, %mindestens, % höchstens, % ideal für mich:

    IT/EDV, 0, 15, 15

    Energie/Rohstoffe, 0, 15, 10

    Konsum, 30, 50, 40

    Medizin, 20, 40, 30

    Finanzen, 0, 7.5, 0

    Rest, 0, 15, 5

    Max. 50% US-Titel je Bereich.

    Seit ich so agiere, brauche ich mir keine großen Sorgen mehr zu machen. Natürlich sind auch die besten Aktien mitunter starken Schwankungen unterworfen. Das muss man aushalten. Wenn man aber weiß, das man nur beste Qualitätsaktien (die auch nicht zu teuer gekauft wurden) in guter Mischung (Branchen + Währungen/Länder) im Depot hat und schon öfters mit einem solchen Depot Auf- und Abschwünge erlebt hat, dann schläft man nicht nur ruhig, sondern ist es auch tagsüber, wenn die „Horrormeldungen“ einen erreichen sollten und wieder einmal „Weltuntergang“ gepredigt wird.

    In diesem turbulenten Jahr war mein Depot bisher in den Spitzen bei -11%/+7%.

    Vielleicht helfen meine Gedanken und Erkenntnisse ja dem einen oder anderen ein wenig weiter, es würde mich freuen. Jeder nicht verzockte Euro ist ein Gewinn. Ohne Plan geht man aber auf jeden Fall unter…

    Viel Freude und Erfolg beim Depotaufbau!

     

     

     

     

     

  78. Aktien langfristig

    Hallo Claus,

     

    super, dass du dein Vorgehen hier veröffentlichst, du hast eine klasse Strategie! Ich glaube auch, dass man mit einem klaren Vorgehen besser fährt (alleine schon wenn es beim ruhigen Schlafen hilft) und habe auf meiner Homepage auch grade beschrieben was ich im Moment mache.

    Hast du momentan denn Favoriten die du interessant findest? Ich finde die meisten Aktien nach wie vor zu teuer. Ein Nachkauf bei Disney würde mich reizen..

     

    Gruß

    Jonas

  79. Fit und gesund

    @Claus,

    vielen herzlichen Dank, das hat mir nun geholfen, ich werde den Verkauf der aktiv gemanagten Fonds nun in Angriff nehmen,

    ich werde mich heute Abend mal hinsetzen und mir eine Liste mit „Qualitätsaktien“ raussuchen, nur, wann ist es günstig, bis zu welchem KGV gehst Du da? und nimmst Du das aktuelle KGV, wo schaust Du die Zahl nach (sorry, ich bin da sehr unbedarft und was ich hab, das hab ich so nach *hüstel* Gefühl gekauft), wobei Nestle, Novartis und Roche ja wohl schon Qualitätsaktien sind, oder?

    Ich werde mir dann aber mit dem Kauf Zeit lassen und nicht wieder zackig mal was umsetzen, ich bin eben oft zu „zackig“.

    Mal schauen ob ich morgen schon meine Liste zeigen kann 🙂

  80. Claus

    @ Aktien langfristig

    Favoriten oder echte Schnäppchen sehe ich in meinem Bereich gerade nicht. Wenn ich heute kaufen müsste, kämen in die engere Wahl (Bewertungen m.E. fair, aber kein „Sonderangebot mit größerem Rabatt“:

    United Technologies
    Emerson
    Harley
    Novartis
    Walmart
    IBM
    BASF
    Vodafone
    H & M

    Fair bewertet, fast schon günstig erscheint Gilead Sciences. Dennoch würde ich die Aktie nicht kaufen: Die Produkte sind noch immer extrem teuer, d.h., die Krankenversicherungen werden weiter versuchen, die Preise zu drücken. Auch die Konkurrenz nimmt zu. Folge: Verlust von Marktanteilen und Rückgang der Gewinnmargen. Da die Aktie in den letzten Jahren extrem gestiegen ist, erwarte ich in nächster Zukunft keine Riesensprünge mehr, eher weiteres Bröckeln beim Kurs. Es sei denn, sie erhalten Zulassungen für neue Produkte.

    Fit und gesund

    Mach dir einfach in Ruhe eine Liste mit deinen Wunschaktien.

    Teile die Aktien danach in die verschiedenen Bereiche und Sparten ein.

    Jetzt hast du schon eine prima Übersicht mit wahrscheinlich mehreren Aktien innerhalb gleicher oder ähnlicher Bereiche.

    Wenn du dir jetzt von jeder einzelnen Aktie die letzte Bilanz ansiehst, kannst du schon Zahlen vergleichen! Schau dir auch mal die Umsatz-, Gewinn- und Dividendenentwicklung der letzten 3-5 Jahre an. Wichtig ist auch die Eigenkapitalquote. Hier hapert es bei sehr vielen Unternehmen. Viele arbeiten mit 80% Fremdkapital oder sogar noch mehr. So lange es gut geht, sagt keiner etwas. Wenn es zur Rezession kommt oder die Gewinne aus anderen Gründen schrumpfen oder die Zinsen wieder steigen sollten, wird es hier schnell eng.

    Das KGV alleine sagt m.E. nichts aus. Man sollte es mit anderen Kennzahlen in Verbindung sehen. KGV, KUV, KBV, Eigenkapitalquote, Eigenkapitalrendite, Brutto- und Netto-Gewinnmarge, Nettogewinn…

    KGV & Co. ermittle ich immer aus den letzten Bilanzdaten. ich verwende grundsätzlich keine Schätzwerte fürs nächste oder sogar mehrere Jahre im Voraus. (Analysten liegen fast immer falsch, man könnte auch würfeln…)

    Ich ermittle alle erforderlichen Daten aus den Bilanzen, notiere sie in einer Excel-Tabelle. Die Kennzahlen errechne ich dann über die Bilanzdaten und den jeweils aktuellen Kurs automatisch. Die Bilanzen findest du auf den Webseiten der Firmen oder bei einer Finanzseite, wie dieser oder einer anderen. Wie verlässlich die Zahlen auf den Finanzseiten sind, kann ich nicht sagen. Vielleicht hat ja jemand hierzu weitere Infos?

    Die Bilanzdaten müssen natürlich stets aktualisiert werden, um aktuell zu bleiben.

    Es ist sehr viel Arbeit, aber man weiß sehr genau, was man kauft. Nach einer Weile macht es sogar Spaß, wenn man ein Schnäppchen ermittelt und ins Depot gelegt hat und der Kurs dann tatsächlich steigt.

    Nestle, Novartis und Roche gehören eindeutig zu den Qalitätsaktien. Wenn du alle 3 hast, würde ich über Roche nachdenken (falls du Kapital zum Diversifizieren brauchst). Soweit ich weiß, ist Novartis zu ca. 30% an Roche beteiligt.

    Lass dir Zeit, in der Ruhe liegt die Kraft.

    Einen schönen Abend!

     

  81. Rainer Zufall

    @ Claus, herzlichen Dank. Ich bin im Moment im Urlaub und schaue erst wieder in ca. 2 Wochen ins Depot. Habe mir jetzt mal vorgenommen dann meine Struktur abzubilden und aufzuschlüsseln. Deine Beschreibung ist sehr hilfreich und dient als Interessante Orientierung. Bin gespannt was der Vergleich zeigt.

    @ fit und gesund: Deine Liste fände ich sehr interessant. Bin gespannt. Viel Spass bei der Recherche.

    Ich persönlich schaue primär aufs Kurs-Cashflow-Verhältnis KCV. Als grobe Grenze wird häufig ein KCV von 16 genannt. Darüber = eher teuer. Ergänzend finde ich die Eigenkapitalrendite interesant sovie die dividendenrendite. Aber das sind sicherlich nur grobe Hilfe an denen ich mich orientiere…

    Lg Rainer Zufall.

     

  82. Rainer Zufall

    @ claus, die von Dir verlinkte Finanzseite nutze ich auch. Dabei stelle ich mir auch regelmässig die Frage nach der Zuverlässigkeit. Eine bessere Quelle habe ich bisher nicht finden können. Der Kundenbereich con CortalConsors ist aber auch recht umfangreich was die Kennzahlen betrifft. Das beste waere es vermutlich unmittelbar in die Bilanzen zu kucken, diesen Aufwand scheue ich.

    Was mir bei der von Dir verlinkten Seite schon öfters aufgefallen ist. Die Bewertung einer Aktie ( ob unter oder überbewertung ) wird meinem Empfinden nach immer recht günstig dargestellt. dh trotz eines hohen kgvs oder eines hohen kcvs bekommt das Unternehmen schnell das label unterbewertet oder fair bewertet. ob das der Verkaufsförderung dienen soll? Ein Schelm wer böses dabei denkt 😉

  83. Felix

    @ Vali

    „Passiv investieren um später (als Renter und alter gebrechlicher Mensch) aktiv zu verkaufen, in der Mietwohnung!“, prägnanter kann man das Kommer-Buch kaum zusammenfassen.

    Vielen Dank, das spart mir die Lesezeit für dieses Buch, das doch relativ oft zitiert wird. Ein Buch, wie mir scheint, für Sparkassen-Angestellte, das will ich nicht lesen. Da gibt es besseres Lesefutter.

  84. Fit und Gesund

    @Claus und Rainer Zufall,

    also Nestle macht in meinem Depot schon 10% aus, Roche ebenso 10% und Novartis 3.5%, ich meinte Du hattest geschrieben dass eine Position nicht unbedingt grösser als 3% sein soll.

    Ich habe noch ABB und Adecco in kleinen Mengen, und dann die vermaledeite CS, die aber vermutlich jetzt auch über den Jordan gehen muss, die hat sich in letzter Zeit nochmal bisschen berappelt, aber ich denke die muss auch gehen, Finanzwerte sind vermutlich wirklich nur olle Pestbeulen im Moment. Mit der CS bin ich 35% im Minus, aber die haben gut Dividende gezahlt, dann wär das Minus etwas kleiner.

    Werde mich jetzt auf Basis-Investments konzentrieren, nämlich erstmal Konsumaktien und Medizin und mich damit befassen.

    Gefallen würden mir J&J, haben auch genügend EK, ebenso Procter&Gamble, Cola hat unter 30% Eigenkapital, Zigarettenwerte muss ich noch schauen, Basf und H&M werd ich auch mal unter die Lupe nehmen, vielleicht fällt Novo Nordisk noch ein wenig.

    aber ehrlich gesagt, das macht schon Arbeit, und ob ich das dann richtig interpretiere?

    lieben Dank nochmal!

     

  85. Rainer Zufall

    @ Felix, stimmt, vermutlich solltest Du das Buch in der Tat nicht lesen, da es schon einseitig ist. Der vollständigkeit möchte ich trotzdem darauf hinweisen, dass Kommer

    einen Buy and Hold  Ansatz vorschlägt
    Investmentfonds nicht empfiehlt und sehr kritisch sieht
    der Finanzbranche überraschend kritisch begegnet und
    ebenfalls den gängigen Publikationen und Zeitschriften

    Deine Schlussfolgerung, dass sich das Buch an den Sparkassenabgestellten richtet kann ich damit nicht nachvollziehen. Ber wie gesagt möchte Dir das Buch trotzdem nicht nahelegen, nur so als abschliessende Ergänzung.

    Lg Rainer

     

  86. Slazenger

    @Claus

    Novartis will zum Jahresende 2016 seine Roche Anteile verkaufen! Daher würde ich Roche sicher behalten! Roche ist gut geführt, hat eine beeindruckende Dividendenhistorie, und ist auch sonst recht gut aufgestellt und momentan vernünftig bewertet! Meine Meinung!

    Ansonsten finde ich dein Vorgehen und deine Diversifikation recht gut, eine große Ähnlichkeit zu meinem Portfolio! Wahrscheinlich weil wir vom Millenium Crash geprägt wurden!

  87. Markus

    @Rainer

    Na ja, ich finde die Kritik von Leuten, die es nicht mal gelesen haben, doch noch ein paar Stufen einseitiger…

    Mir ist an keiner Stelle aufgefallen, dass Kommer irgend jemanden die eigene Immobilie verbietet oder schlecht macht.

    Er wägt nur ab, rechnet mit vielen Faktoren (was viele mit den menschlichen Gefühlen spielende „Gier“-Reichtumsbüchle nicht machen, bzw. häufig nur sehr oberflächlich) und schreibt auch, dass die eigene Immobilie für viele Menschen eine Lebens-Stil-Frage oder der große Lebenstraum ist.

    Gefühle vs. Mathematik und Wahrscheinlichkeits-Rechnungen & statistische Signifikanz t- Test`s… na ja, ist sehr wahrscheinlich auch eine Typfrage zwischen der jeweiligen Ausprägung von Gefühls- und Kopfmenschen…

    Dass es individuelle Abweichungen von besseren und schlechteren Immo- und/oder Aktieninvestoren bestreitet niemand.

    Es  geht nur um die Wahrscheinlichkeiten und wie groß diese vermutlich sind…

  88. GeorgGeorg

    @Claus

    Herzlichen Dank für die Einblicke in deine Strategie.

     

    @Fit und Gesund

    Ich „verwalte“ mein Portfolio auch bei Bloomberg in einer Watchlist. Dort bekommt man dann auch automatisch einen Überblick über die Sektoren/Branchen bzw. Länder und den jeweiligen Anteil am Investment. Ich finde das sehr hilfreich. Soweit ich weiß, klassifiziert Bloomberg nach dem Global Industry Classification Standard (GICS).  Ich habe mir auch ein entsprechendes Excel-File erstellt, wo ich mein Portfolio und dessen Struktur verfolge und plane.

  89. Christoph

    Fit und gesund

    also ich kann nur sagen roche Novartis und Nestlé sind top. Ich scheue noch die Schweizer Quellensteuer.

    Würde ich an deiner stelle alle behalten.

    Ich selbst schaue mir auch eps zu dividende der letzten Jahre an.

    J&J ist toll. Kannst du bedenkenlos kaufen. 3m ist auch so eine eierlegende wollmilchsau. Industrie, Medizin usw.

    http://www.nasdaq.com/symbol/mmm/revenue-eps

    ich würde auch noch General electric in Betracht ziehen. Die haben auch extrem viel abgedeckt. Flugzeugantriebe, Raketenantriebe, Internet der Dinge usw.

     

    Bei Nahrung ist coca Cola natürlich sehr beliebt. aber wie wäre Pepsi? Die verkaufen zwar auch Limonade aber hauptgeschäft sind die snacks.

    http://www.pepsico.com/brands

    mcdonalds hat momentan einen kursrücksetzer. Die zahlen sind aber gut. Als bewerk meiner Meinung sehr gut

    Boeing ist auch gut. auftragsbücher sind voll, allerdings hat Airbus in mittelstrecken derzeit die Nase vorn. aber es gibt nur diese 2 hersteller die wirklich weltweit liefern und zuverlässig sind. Dazu tolle dividende.

    Letzte 10 Jahre Steigerung um 10% per anno

    http://www.gurufocus.com/term/dividend_growth_5y/BA/Dividend+Growth+Rate+%25285-Year%2529/Boeing+Co

    at&t und verizon sind ebenfalls sehr stabile unternehmen mit stabiler dividende. und ohne Internet geht nichts mehr.

    klar könnte ich jetzt noch cisco, Microsoft, procter und gamble etc nennen aber die oben genannten sind eines gute Basis. Alles große Unternehmen, stabil, gesund, tolle Zukunftsaussichten und mit sehr guter dividende. und vor allem kann man meiner Meinung beruhigt schlafen.

     

     

     

  90. Rainer Zufall

    @Markus, sehe das sehr ähnlich, bei mir kommen die Aussagen wie bei dir an. Und: denke auch, dass das eine Typfrage ist. Aus diesem Grund wollte ich das Buch auch nicht empfehlen…

  91. Fit und Gesund

    huhu,

    auweia, ich könnt auch chinesisch lernen, 🙂 es gibt verwässerte und umverwässerte Ergebnisse, vermutlich umverwässert, hört sich besser an…was auch immer das ist??

    ich habe 15 Konsumtitel die ich nun „bearbeiten“ werde, was für ein Programm….

    aber danke an Alle die mir hier raten, ich werde weiter berichten. 🙂

  92. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und gesund,

    jetzt willst Du es aber wissen! 😉

    Das verwässerte Ergebnis gibt an, wie hoch der Gewinn pro Aktie wäre, wenn alle ausstehenden Wertpapiere die sich in Stammaktien wandeln ließen (Optionen, Wandelanleihen…) ausgeübt würden und dann Aktien wären.

    Aber das ist ja eher Theorie, bzw. Pflicht bei der Angabe. Aber einen Blick drauf sollte man schon haben.

    Viel Glück

    MS

  93. Fit und Gesund

    ja, ja Matthias, danke für die Erklärung, es sind noch 6 übrig geblieben, die Tabakaktien fallen allesamt weg, hätte ich nicht gedacht, kein Eigenkapital…

    bin aber noch lange nicht fertig damit…:)

     

  94. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und gesund,

    kein Eigenkapital geht natürlich nicht. Da sind die Kreditvergabeklauseln („Covenants“) vor. Das haben sie schon, aber eben bissle viel Schulden im Vergleich dazu; habe gerade mal bei Altria (MO) rein geschaut.

    Aber das ist halt so in Zeiten kostenlosen Geldes. Nach billigem Fremdkapital kann man auch süchtig werden, wie nach Nikotin. 😉

    Auf 1 Dollar Eigenkapital kommen 4 Dollar Schulden, Buchwert steht mit 1,61 Dollar beschrieben. Ergibt KBV um 40.

    Früher in der Maloche haben wir immer gesagt; „unermesslich ist des Schlossers Kraft, wenn er mit der Verlängerung schafft“ (für untechnische Leser: wenn man den Schraubenschlüssel mit einem aufgesteckten Rohr hebelt).

    MS

  95. Christoph

    Matthias

    da muss ich glatt an: gebt mir einen Hebel der lang genug ist und einen Punkt der fest genug ist und ich Hebel die Welt aus ihren angeln

  96. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    ja, der Archimedes…

    So kommt eben auch eine Eigenkapitalrendite bei MO von über 170 zustande.

    Aber, wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe! 😉

    MS

  97. Fit und gesund

    Was meint Ihr denn zur CH Sonova, Hörgeräte? am liebsten sind mir einfach Schweizer Aktien….

  98. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und gesund,

    mit der kannst Du zumindest gut schlafen, weil schuldenfrei. Ich beschäftige mich praktisch fast gar nicht mit der Schweiz. Habe irgendwann mal an Geberit gedacht (weil ich wirklich den Unterschied von billigen Becken zu Qualität gesehen habe), oder sowas wie Valora- oder Intershop Holding.

    Habe da jetzt aber länger nicht mehr geschaut. Ich bleibe in Nordamerika, der Einfachheit und der Kosten wegen.

    Gutes Nächtle,

    MS

  99. Christoph

    Ich bin auch us Aktien Fan.  aber wie wäre clariant? gutes Schweizer unternehmen. kenne ich beruflich. Sind ja weltweit vertreten und Industrie Chemie geht immer

    dividende gibt’s auch noch

  100. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    kenne ich vom Namen her, mal anschauen… Aber wie gesagt, wenn man mindestens Quartalsüberweisungen gewöhnt ist…

    Musste mir neulich schon auf die Finger klopfen. Ich hätte eigentlich ganz gern Evonik.  Aber, ja, wie gesagt.

    Bei dem Stichwort Chemie habe ich gerade mal geschaut, was aus der Ferro (FOE) geworden ist, die hatte ich mal spekulativ, aber auch nichts mehr verpasst.

    Jetzt aber echt Koje,

    MS

  101. Christoph

    Matthias war für fit und gesund gedacht da sie lieber Schweizer Aktien möchte.

    clariant ist in Deutschland in moosburg bei München und in Duisburg vertreten. Dazu noch in Frankreich Polen Schweden usw. Haben übrigens eine Loge in der Allianz Arena. hehe

    hab ich bei meiner Stadion Führung gesehen und musste schmunzeln

  102. Aktienfilter

    „Soweit ich weiß, ist Novartis zu ca. 30% an Roche beteiligt.“

    Das stimmt, allerdings ~30% der Stammaktien! 😉 Die Genusscheine haben die 5-fache Marketcap.

  103. Fit und gesund

    Guten Morgen,

    Hier mal meine Liste von „würdigen“ Kandidaten

    Walmart, Unilever,Procter&Gamble(Umsätze sinken), Henkel, VF Corp (Kurssturz gestern?),

    den Verkauf der aktiv gemanagten Fonds hab ich eingeleitet, mach ich in 3 Schritten…

    und wie es so spielt im richtigen Leben, war heute fest entschlossen die olle CS abzustossen, Kurssturz um knapp 4%, da warte ich lieber noch, oder besser Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende? was meint Claus? der ist da wahrscheinlich radikaler.

    Also Sonova gefällt mir immer noch sehr gut. Die Leute werde ja immer älter und benötigen solche Dinger ja auch, muss mal schauen ob die grosse Konkurrenz haben. Oder ist die Firma zu klein?

    Clariant ist sicher gut, aber im Moment will ich wie Claus ja beschrieb, die Basis gut hinkriegen, mit Konsum und Medizin.

  104. Christoph

    Guten Morgen,

    also Walmart? Naja. Klar dort wird immer gekauft, aber mir ist die Dividendensteigerung und Rendite zu gering. Habe 2 Aktien von denen und werde da erst wieder zukaufen wenn die Rendite besser oder Die Dividendensteigerung gesteigert wird.

    P&G ist sehr gut. Momentan sind die Zahlen auch wieder besser bei P&G.

    Wieso nicht J&J? Denn die biete ja Konsum und Medizin in einem. 3M ebenfalls^

    Kannst du über deinen Broker Aktien per Sparplan kaufen? Vielleicht wäre das ne gute Lösung. Dann kannst du einfach in kleinen Schritten was kaufen.

    Das mit dem Kurssturz ist blöd. Da würde ich auch noch warten wenn ich Du wäre.

     

     

  105. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ZaVodou,

    das ist ja gruselig! Fällt das dann nicht mehr unter Kreditvergabe, sondern lebenserhaltende, künstliche Beatmung?

    Was anderes, weil es gerade bei mir auf Facebook aufschien. Der schreibt mir aus dem Herzen, was ich immer versuche zu argumentieren, wieso ich es für falsch halte, fehlende Dividende bei genug Cash mit automatischem Kurswachstum zu verbinden:

    „The argument that the company is holding on to cash for a major acquisition or expansion also does not hold any water for history shows that many such acquisitions/ expansions were designed more to pamper the egos of the Chairman or CEO and destroyed precious capital; in a few rare instances top managements had undertaken acquisitions in downright self interest, as their pay is invariably linked to the turnover (top-line) of the company rather than to net profit (bottom-line). In such situation, investors / shareholders are the ultimate sufferers.“ (What Should Investors Do When A Cash Rich Company Refuses to Pay Handsome Dividends?)

    Schönen Tag

    MS

     

     

  106. GeorgGeorg

    @Fit und gesund

    Deine „erste“ Auswahl ist für mein Dafürhalten nicht so schlecht. Wal-Mart habe ich auch im Depot. Unilever ist einer der wenigen europäischen Titel, die quartalsweise Dividende zahlen. Für mich ein absoluter „No-brainer“. Da kann man eigentlich nix falschmachen. Aktuell ist der Kurs auch zurückgegangen. PG und Henkel hätte ich auch gerne im Depot, aber andere Firmen waren für mich in letzter Zeit interessanter.

    Tabakunternehmen wie BATS, Altria, etc. würde ich nicht von der Liste streichen. Solange Tabak (Nikotin) legal ist, wird auch geraucht (bin selber Raucher – noch). Ich selbst warte auf einen guten Einstiegszeitpunkt bei BATS, Altria und Japan Tobacco. Der könnte allerdings bald kommen. Sind alle zurückgegangen. Am liebsten hätte ich allerdings Altria.

    Wünsch dir weiter noch viel Spaß beim Analysieren. Glaub mir, aller Anfang ist schwer, aber mit der Zeit kommt auch der Spaß dazu 😉

  107. Slazenger

    @Fit und gesund

    Bin ich von einer Aktiengesellschaft nicht mehr überzeugt, verkaufe ich sofort, unabhängig wo sie momentan im Kurs stehen! Damit bin ich auf Sicht auch gut gefahren!
    Ich gebe eigentlich keine Empfehlungen, aber J&J, wäre als Basis aktuell sicher nicht verkehrt!

  108. Claus

    @ fit und gesund, alle…

    P&G ist kräftig am umstrukturieren (Verkauf nicht rentabler Unternehmensteile, daher sinkender Umsatz), was man sehr deutlich an der letzten Bilanz (Juni 2016) sehen kann. Die Zahlen sind für einen solchen Giganten deutlich besser geworden. Der Netto-Gewinn ist um mehr als 3,4 Mrd. USD zum Vorjahr gestiegen und ist fast schon wieder auf dem Niveau von 2012-2014, obwohl der Umsatz fast 30% niedriger ist! Ich finde P & G ist auf einem sehr guten Weg und gebe keine meiner Aktien aus der Hand…

    Zur CS kann ich nicht viel sagen, da ich sie nicht beobachte. Wenn du sie verkaufen willst, kommt es jetzt sicher nicht auf ein paar Wochen an. Warte evtl. bis zum Jahresende. Könnte ein bischen aufwärts gehen. Wann gibt es Dividende? Oft steigen die Aktien kurz davor, weil viele die Div. mitnehmen wollen. Nach dem Div.-Abschlag geht es auch häufig aufwärts, weil „Schnäppchenjäger“ zuschlagen. Verkaufe am besten an einem starken Tag.

    Es macht nichts, wenn eine Aktie 10% des Depots ausmacht. Bei Roche braucht man sich deswegen keine Sorgen zu machen. Achte nur darauf, dass der Medizin/Pharma-Anteil insgesamt nicht zu hoch wird.

    Zwecks besserer Streuung kaufe ich lieber 4 Aktien x 2,5% oder 5 x 2%. Aber ich habe auch Medtronic mit 11% (alter steuerfreier Bestand, den ich wohl nie verkaufen werde) und kürzlich habe ich Shell auf 10% aufgestockt. Das sind bei mir aber Ausnahmen.

    Der Vorteil ist, wenn mal eine abstürzt, ist die verlorene Summe deutlich geringer: Stürzt eine Aktie mit 10% Depotanteil um 20% ab, verlierst du 2% deines Kapitals. Hat sie nur 3% Depotanteil, verlierst du nur 0,6% des Kapitals.

    Fröhliches Zahlensichten…

     

  109. GeorgGeorg

    Am Anfang meiner Investor/Aktien-Zeit – und das ist noch gar nicht solange her – habe ich (leider) Fonds bei meiner Hausbank gekauft. Schnell wurde mir aber klar, dass das nicht der richtige Weg für mich ist bzw. dass einem die Gebühren quasi erschlagen. Je länger man sich mit der Materie beschäftigt, desto klarer wird alles. Auch dieser Blog – den ich sehr schätze – und die vielen hilfreichen Kommentare (großer Dank an alle) haben mich ins rechte Licht gerückt. Ich hab meine Fonds (mit Verlust) verkauft, den/die Broker/Bank gewechselt und mich intensiver mit Aktien beschäftigt. Und siehe da, die Performance war/ist besser. Die Verluste sind längst kompensiert und ein Vergleich mit den „alten“ Fonds bringt mir ein Lächeln ins Gesicht. Die (ständig steigenden) Dividendeneinnahmen kommen da noch dazu ;-). Mittlerweile habe ich meine Strategie gefunden und damit kann ich (wieder) gut schalfen.

    Daher möchte ich an dieser Stelle Menschen wie Tim, Matthias, Vali, Claus, Oliver, Christoph, Markus, Lad, Freelancer Sebastian, Fit und gesund, Stefan Meisel, Tobias F., K., PIBE350, Slazenger, Alexander und all den anderen (auch Franz ;-)) Kommentarschreibern einen herzlichen Dank ausprechen. Vielen Dank dafür … vorallem dir TIM.

    P.S.: Wenn ich Jemanden vergessen habe oder sich jemand nicht erwähnt fühlt, dann kann Tim die Liste sicher ergänzen 😉

  110. Fit und Gesund

    Die richtige Strategie ist sehr wichtig, aber wie ich jetzt beim Zahlensichten feststellen muss auch nicht soooo einfach, da sind aktive Fonds oder Etf’s einfacher, auf jeden Fall hab ich jetzt den Verkauf der aktiven Fonds in die Wege geleitet, ich wollte das ja schon lange mal angehen, ich mache es aber schrittweise, bis Ende Jahr.

    @Georg,

    nix da, diese Tabakaktien kommen mir nun nicht ins Depot, nicht weil es Sündeaktien sind, die Dividende ist mir egal, ich werde den Ratschlag von Claus befolgen, nix was nicht genug Eigenkapital vorweisen kann, jetzt werde ich mäkelig!

    @Claus,

    danke, Deine Kommentare sind sehr hilfreich und was nun noch keiner geschafft hat, ich habe mit dem Verkauf der aktiven Fonds begonnen *lach*

    CS hat mir gute Dividende gezahlt, aber das war im Juni, ich glaube die werden mit der Deutschen Bank heute in Sippenhaft genommen, ich warte, aber weg muss die auch, die fällt immer mal wieder 5% und dann steigt sie wieder mal 5%, das kenn ich schon, ich muss sie ja nicht heute loswerden, aber ich beobachte sie.

    P&G, Johnson und Johnson sind nun weit oben auf meiner Liste, habe natürlich noch nicht alle Bereiche jetzt angeschaut, Sonova kommt auch auf meine Liste, der IT Bereich und Energie und Rohstoffe muss ich auch noch schauen, vom Erlös der Fonds werde ich da weitermachen, mit 2.5% Anteilen das ergibt 5000 CHF pro Position und ein online order kostet 40CHF, ist eben auch teuer in der Schweiz.

    Claus, kannst Du noch ein gutes Aktienbuch empfehlen mit all diesen Kennzahlen, da sind ja die tollsten Abkürzungen, so Ebitda vor und nach Steuern und so Kram…kann ich aber auch sicher im www. finden, muss ja schliesslich sparsam sein *lach*

    also, Danke nochmal an Claus und Alle!

     

  111. ZaVodou

    @MS

    „das ist ja gruselig! Fällt das dann nicht mehr unter Kreditvergabe, sondern lebenserhaltende, künstliche Beatmung?“

    Wieso? Wichtig ist doch, ob man die Zinsen für die Schulden aufbringen kann.

    Viele wissen halt nicht, wie sich Aktienrückkäufe bilanziell auswirken.
    Man schaut auf die EK-Rendite, weil man das irgendwo mal gelesen  hat, dass  eine hohe EK-Rendite positiv zu bewerten ist.
    Wird das EK aber durch die Aktienrückkäufe plötzlich negativ und die EK-Rendite nicht mehr feststellbar -weil negativ – ist es plötzlich eine schlechte Aktie.

     

  112. Rainer Zufall

    Hallo claus, fit und gesund.

    Habe mir gestern Abend nochmal Deine Strukturierung durch den Kopf gehen lassen. Da ich mich (neben Dem Kauf von Märkten via Etf) auf Konsum und Pharma konzentriere, finde uch Deine Strukturierung für die weitere Entwicklung des Depots sehr hilfreich. Ich habe zb gemerkt, dass ich in den einzelnen Bereichen doch noch mehr streuen könmte. Der Bereich Konsum/Getränke ist zb nur durch coca cola vertreten.

    Das Problem: in den Bereichen Konsum , pharma gibts, wie Du gestern auch schon geschrieben hast gerade nicht so viele Schnäppchen. Beispiel: neben coca cola fände ich diageo plc interessant. ich würde aber im Moment nicht unbedingt sofort kaufen wollen, da nicht günstig.

    Mein Fazit, denke eine Ergänzung des Depots muss im Moment nicht sofort sein, macht aber langfristig Sinn.

  113. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ZaVodou,

    gut zu wissen! Aber ich bin in meiner naiven Art immer davon ausgegangen, dass man Aktien zurück kauft, weil man nicht weiß, was man mit seinem Cash sonst sinnvoll anstellen könnte. Hmm. Schulden aufnehmen um eigene Aktien zu kaufen? Wahrscheinlich macht das alles steuertechnisch Sinn.

    Muss wieder auf die Autobahn, schönen Tag.

    MS

  114. GeorgGeorg

    Weils gerade aktuell ist. Ich hab mir gerade 10 Stück Bayer gegönnt. Habe jetzt 25 Stück. Man wird sehen, wo die Reise hingeht. Ich bin jedenfalls positiv eingestimmt.

  115. stoxxfish

    @ MS

    „Schulden aufnehmen um eigene Aktien zu kaufen? Wahrscheinlich macht das alles steuertechnisch Sinn.“

    Oder weil man Geld für 0-2% aufnehmen kann und Dividenden von z.B.  4-6% nicht zahlen muss. Plus aktionärsfreundlicher Kurspflege.

     

  116. Andreas

    @Rainer Zufall:

    Also gerade im Bereich Pharma gibt es derzeit aus meiner Sicht doch gerade schon sehr gute Einstiegsmöglichkeiten. Roche, Sanofi, Novartis, die sind beispielsweise deutlich nach unten gekommen und alle drei kann man aus meiner Sicht bedenkenlos ins Depot legen, wenn man sich in dem Bereich aufstellen will.

  117. Rainer Zufall

    Hallo Andreas, schweizer und französische Firmen kommen für mich auf Grund der Quellensteuerproblematik nicht in Frage. Schweizer Firmen decke ich aber durch einen Sparplan auf den SLI ab.

    Trotzdem vielen Dank für den Hinweis, hatte mich auf Konsumwerte konzentriert und sollte Pharma wieder mehr in den Blick nehmen.

  118. Claus

    @ fit und gesund

    „Claus, kannst Du noch ein gutes Aktienbuch empfehlen mit all diesen Kennzahlen, da sind ja die tollsten Abkürzungen, so Ebitda vor und nach Steuern und so Kram…kann ich aber auch sicher im www. finden, muss ja schliesslich sparsam sein *lach*“

    Schau mal hier.

    Als Buch kann dieses hilfreich sein, ich habe allerdings die 5. Auflage von 2000 mit nur 315 Seiten. Scheint also überarbeitet worden zu sein.

     

  119. Fit und gesund

    @Claus,

    danke, genau das hatte ich mir gestern Abend auch ausgesucht, und jetzt hab ich es gerade  auf meinen kindle geladen, super, da freu ich mich, (auf Englisch sind die immer viel billiger, freu ich mich gleich nochmal!)

    Danke auch für den link, das Wochenende kann nun gleich beginnen, wünsche Dir auf jeden Fall ein schönes WE.

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