Versuchen Sie niemals andere mit Zeug zu beeindrucken


New York, 17. Februar 2016
Das rustikale Holzhaus am See. Mit der Familie. Das ist mein Traum vom Ruhestand.

Sonnenuntergang am See: Das rustikale Holzhaus am Wasser ist mein Traum. Mit der Familie. Es muss nicht groß sein. Ein kleines Haus genügt. Ich möchte wenig Zeug darin haben. Es geht um die Idylle und das Zusammensein. Mir geht es gewiss nicht darum, andere zu beeindrucken.

Ihre Altersvorsorge sollten Sie automatisieren. Fangen Sie einfach an, jeden Monat Geld zur Seite zu legen. Sie können das über einen Sparplan machen, indem Sie einfach stur einen Indexfonds oder ETF kaufen. So wird es zur Gewohnheit. Und Sie vergessen es nicht.

Haben Sie einen Schuldenberg angehäuft, sollten Sie den so schnell wie möglich abtragen. Wer Konsum auf Pump betreibt, dem fehlt die Selbstkontrolle. Der hört mehr auf die Werbung als auf den Verstand. Ich frage mich als, was Lebemänner machen, wenn sie ihren Job verlieren. Wie wollen sie dann die Rate fürs neue Auto, die Waschmaschine, die Möbel bezahlen?

Solange ich etwas nicht bar bezahlen kann, kaufe ich es nicht. Dann gehe ich ohne Ware aus dem Laden. Und fertig! Es gibt keinen Grund, für Zeug Kredite aufzunehmen. Es ist einfach absurd.

Ja, Geld ist nicht das Wichtigste im Leben. Es macht Sie nicht glücklich. Ebenso wenig macht Sie übertriebener Konsum glücklich: Ständig noch mehr zu kaufen, ist einfach ein Irrsinn. Wenn ich Menschen beobachte, die ständig neue Kleidung, Kosmetik, Autos, Haushaltswaren, Schmuck etc. kaufen, kommt es mir vor, als ob sie im Hamsterrad festsitzen. Menschen träumen davon, berühmt zu sein. Sie glauben dann, im Geld und Schampus schwimmen zu können. Sie denken, es sei das maximale Glück auf Erden. Dabei ist das keine Garantie zur Zufriedenheit.

Superstar Kanye West gab vor einigen Tag zu, 53 Millionen Dollar private Schulden aufgeschichtet zu haben. Der Sänger macht keinen zufriedenen Eindruck auf mich.

Eine Lebensaufgabe zu haben, bringt Zufriedenheit. Familie, Freunde, ein ausfüllender Job, Hobbys, Sport. Ich könnte mit der Familie irgendwo in einem abgelegenen alten Holzhaus am See leben. Und sehr zufrieden sein. Geld kann hierbei helfen. Wer Geld hat, ist freier. Geld sorgt für Frieden im Kopf. Mit Geld können Sie Erlebnisse „sammeln“. Sie können reisen. Sie können eben das Holzhaus in den Bergen oder am Meer kaufen oder mieten. Sie können relaxen. Sprich, Geld kann indirekt zur Zufriedenheit beitragen.

Es geht ja im Grunde nur darum, dass Sie eine ausreichende Altersvorsorge haben, um in Ruhe mit der Familie den Ruhestand genießen können. Auf all den Kram aus der Werbung kann ich weitgehend verzichten. Den brauche ich nicht.

Was ich nicht verstehe, wenn sich Leute zu große Eigenheime kaufen. Was soll das? Wozu jeden Monat zittern, ob das Geld reicht, um die Hypothek und die Rechnungen bezahlen zu können? Kaufen Sie nur ein Heim, das Sie sich sorgenfrei leisten können. So leben Sie glücklicher. Wer später im Leben mehr Platz oder Luxus braucht, kann das immer noch nachholen. Es gibt keinen Grund, sich heute schon bis zur Halskrause zu verschulden.

Ich weiß nicht, wozu ein Paar ohne Kinder vier Schlafzimmer braucht? Allein die Putzerei. Das Heizen. Das Zeug. Wozu? Kleine Brötchen zu backen ist im Leben viel wertvoller. Kaufen Sie einfach nur, was Sie brauchen. Versuchen Sie niemals andere zu beeindrucken. Wozu? Das ist sinnlos. Die anderen bezahlen ja nicht Ihre Rechnungen. Und Sie werden deshalb kein besserer Mensch. Wozu braucht jemand ein Protzauto? Es geht doch nur darum, einen Eindruck auf andere zu hinterlassen. Sie kommen deshalb nicht wirklich schneller und sorgenfreier von A nach B.

Die Werbung sagt dem Konsumenten im Prinzip jeden Tag, dass er/sie nicht perfekt ist. Deshalb braucht eben der Konsument das tolle Produkt der Firma, trichtert uns die Werbung tagtäglich ein. Der Makler wird Ihnen sagen: „Kaufen Sie ruhig das größere Haus. Das ist schön groß und edel.“

Die übergroßen Häuser führen aber nur dazu, dass Sie mehr Zeug kaufen. Ich werfe jeden Tag einen größeren Gegenstand weg, den ich nicht brauche. Ich miste stetig aus.

Sparen und Entschulden kann hart sein. Aber es ist nötig. Sie brauchen hierfür Geduld. Durchsetzungsfähigkeit. Es ist manchmal unbequem. Es kann schmerzvoll sein. Aber Sie sollten damit lieber heute als morgen anfangen. Ihre Seele wird sich bei Ihnen bedanken.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Versuchen Sie niemals andere mit Zeug zu beeindrucken

  1. ZEN Investor

    Das Problem ist ja hausgemacht, bzw. es ist menschlich.

    Wenn ich die Leute in meiner Umgebung frage, was sie mit einer Million machen würden, da würde sich jeder eine Villa kaufen (die hier in der Schweiz eher 10 Millionen kostet), oder einen Maserati (extrem teurer Sportwagen).

    Klar, ich verstehe das.

    Ich habe auch Kaufwünsche, wie ein Elektro-Auto (ich fuhr noch nie Auto!), ein Elektro-Fahrrad, etc.

    Wäre ich extrem reich, würde ich mir ein Mehrfamilien-Haus bauen. Je nach Höhe meines Reichtums mit 6, 8, 20, oder 50 Wohnungen.

    Aber vor allem würde ich einen Swimming-Pool, einen Kino-Saal und eine Gross-Küche einbauen lassen, die für alle Mieter offen wäre.

    Ich persönlich bevorzuge zwar eine Aktien-Quote von 50-100% bzw. ich will keine Immobilien als Investittion.

    Wäre ich aber reich, könnte ich mir vorstellen, 50% in eine Immobilie zu stecken, die anderen 50% in Aktien.

    Denn durch die Immobilie (zB Block mit 20 Wohnungen) würde ich Geld sparen (muss keine Miete bezahlen), zugleich aber Geld von den anderen Mietern kassieren.

    Dh ja ich würde auch Dinge kaufen. Aber Dinge, die mir Geld einbringen. Oder sehr sinnvolle Dinge wie ein Elektro-Auto. Ein gutes, für so 100’000 .- oder so. Aber damit würde ich (solange der Akku noch verkauft wird, weil man den vermutlich alle paar Jahre mal ersetzen sollte) durchaus 20 Jahre lang fahren.

    Und etwas muss man sagen, oder gleich mehrere Sachen:

    Erstens:
    Wer plötzlich viel Geld hat, kann meistens nicht damit umgehen. Es ist eine Überforderung. Und der Mensch kann ja Dinge wie den Zinsenszins nicht richtig einschätzen. Wie soll er da 50 Millionen einschätzen? Man denkt, man hat unendlich viel Geld zur Verfügung.

    Zweitens:
    Geld ist MACHT. Macht zwar nix. Aber trotzdem ist das etwas was unterschätzt wird. Ich glaube, die Reichen haben in Europa auf die Politik weniger Einfluss als man denkt. (Sie sind ja keine homogene Gruppe). Aber sie haben im Alltag macht.
    Verpasse ich als Privatperson die letzte Strassenbahn, dann zu Fuss nach Hause. Mit genügend Geld hat man immerhin die Möglichkeit, sich ein Taxi zu rufen.
    Als Reicher, der mit seinem Beruf unzufrieden ist, hast du alle Möglichkeiten.
    Stell dir einen Top-Banker vor, der pro Jahr ne halbe Million verdient. Er hat schon 2 Millionen gespart die letzten 3 Jahre.
    Sein Job treibt ihn langsam Richtung Burnout.
    Er kann sofort kündigen. Und seine eigene Firma aufmachen.
    Er kann sogar 2 Leute anstellen, die an seiner Stelle arbeiten. Er überwacht nur noch die Geschäfte, unterschreibt Sachen, aber die Haupt-Arbeit machen seine zwei Angestellten.

    Geld = Macht (über sein eigenes Leben).

    Es ist klar, es gibt Grenzen. Wie das Strafrecht. Wobei auch da: Eine Geldstrafe von 365 Tagessätzen mag bei einem Reichen zwar gerne mal 1 Million ausmachen. Dennoch belastet ihn das (wenn sein reales Einkommen wirklich 1 Million ist) weniger bzw. er kann es sofort zahlen, im Gegensatz zu jemand Ärmeren, der einen Jahreslohn zahlen muss.
    Klar bei Gefängnisstrafen schrumpft der Unterschied. Aber selbst da hat der Reiche Vorteile:
    Er kann sich die besten Anwälte (und mehrere!) leisten. IM Gefängnis könnte er sich Macht aufbauen durch Geld.

    Traurig ist halt nun, dass nicht jeder Reich geboren wird. Denn dann könnte man sagen, man sei ja selber schuld, wenn man später nichts mehr habe.

    Der Staat sollte jedem Menschen zum 25.Geburtstag 1 Million CHF / Euro schenken. (Es gäbe keine Inflation, weil pro Jahr nur rund 1,5% aller Menschen beschenkt würden).

    Vorteile:
    Es würde die Wirtschaft ankurbeln. Hartz IV / Sozialhilfe könnte einfach gestrichen werden. (Familienmitglieder wären verpflichtet, 100’000 von der Million abzugeben an arme Familien-Mitglieder die sonst bei der Sozialhilfe landen).

    Zum 75.Geburtstag gibt’s dann nochmals 1 Million. Dies ersetzt die Rente. Dh die Renten werden gestrichen.

     

     

    PS: Habe letzte Nacht den 100.Besucher (inkl. Rückkehrer) auf meinem Blog gehabt.

     

  2. PIBE350

    Ich kaufe immer direkt nach den monatlichen Geldeingängen nach. Zwar manuell (Ing-Diba: viele ETFs ab 500€ gebührenfrei kaufbar), aber im Laufe der Monate ist daraus ein festes Ritual geworden. Man denkt gar nicht mehr groß darüber nach. Nach 5 Minuten sind die Nachkäufe durch, und das Geld kann nicht mehr andersweitig ausgegeben werden! 🙂

    Meine Motivation zum weiteren Sparen und Investieren halte ich durch Blogs wie diesem aufrecht. Ansonsten habe ich gestern mit Maschmeyers neuem Buch angefangen. Jede zusätzliche Bestätigung, dass man bisher den richtigen Weg gegangen ist, finde ich hilfreich. Der Weg (je nach Startalter bis zu mehreren Jahrzehnten) ist das Ziel. Nicht, ob man Aktie/Indexfonds X 5% höher oder niedriger im Portfolio gewichtet hat. Und erst recht nicht, was unwichtige Außenstehende darüber denken. Es sind unsere Leben, Gelder und persönlichen Wünsche/Ziele die zählen. 😉

  3. Valueer

    Wir kaufen Sachen, die wir nicht brauchen mit Geld, das wir nicht haben um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen. Völlig absurd…

  4. B

    Guten Tag!

    Ich würde gerne monatlich ca. 150 – 200 € in einen Index Fonds S&P 500 Investieren. Kann mir irgendjemand ein Produkt nennen das ich in Deutschland/Xetra handeln kann?

    Besten Dank,

    Mfg, B

  5. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @B,

    das klingt aber unwirtschaftlich, diese Anteile mit relativ hohen Gebühren selbst an der Börse zu kaufen. Die monatliche Rate ist prima, aber das würde wohl nur als Sparplan mit geringen Gebühren Sinn machen. Was PIBE350 oben schreibt, das klingt doch genau richtig. Nur dann eben alle 3 Monate 500 Euro gebührenfrei kaufen.

    Wenn man unbedingt will, kann man natürlich auch für 150-200€ jeden Monat Gebühren zahlen. Aber ich würde das für unverhältnismäßig halten.

    Hier findet man entsprechende ETFs.

    Wenn man die anklickt, dann auf Börse, dann sieht man die handelbaren Plätze.

    Der von iShares ist beispielsweise auf Xetra handelbar.

    @PIBE350,

    der Maschmeyer bekäme keinen Cent für ein Buch von mir. 😉

    Die Story von der ARD fand ich wirklich interessant. Da geht es um die Cum-Ex-Dividenden-Abzocke (doppelte Steuererstattung).

    MS

  6. fit und gesund

    Toller Artikel Tim! Da kann ich Alles unterstreichen, ich selber lebe ziemlich minimalistisch, ich hasse zuviel Krempel und miste eigentlich fortwährend aus, ich hänge aber auch nicht besonders an Dingen, Ausmisten befreit irgendwie, ins Grab kann man nix mitnehmen, ich habe gestern die Wohnung meiner Mutter aufgelöst, d.h ich habe den Umzugsberater getroffen, der fand andauernd, oh… die schöne Lampe, die sollten sie behalten, die ist wertvoll, nun, vielleicht, aber ich habe schon eine eigene Lampe, ebenso Geschirr, Möbel, Bilder etc, das Entrümpeln / Entsorgen kostet also nochmal Geld, aber es muss sein, emotionale Augenblicke , Kindheitserinnerungen, aber ich werde mich nun nicht mit dem Kram meiner Mutter eindecken, Augen zu und durch…

    Für Konsumschulden hab ich nix übrig, wer das macht ist selber schuld, ich könnte niemals eine dicke Karre auf Pump kaufen, ich könnte mir eine dicke Karre leisten, aber wozu, ich bevorzuge mein Fahrrad welches 10Jahre alt ist, damit komm ich prima zur Arbeit (3km) und sollte ich dennoch mal ein Auto brauchen (Tierarztbesuch mit der 10kg Katze) dann nehm ich einfach ein Taxi. Manchmal ist es mühsam ohne Auto, aber es geht und spart viel Geld und Ärger, meine Kollegen kurven ewig rum um einen Parkplatz zu ergattern.

    Seit ein paar Monaten kauf ich praktisch nix mehr, ausser Essen und Futter für meine Katzen natürlich, ich will dieses Jahr so eine Art Kauf-nix-Jahr machen, zum Geburtstag werde ich eine kleine Ausnahme machen, ebenso beteilige ich mich an Geschenken für Freunde, Klamotten trage ich jetzt erstmal auf, zum Glück brauch ich keine feinen Sachen  beruflich (Spital)

    habe gestern mal ältere Beiträge von Tim Schäfer hier gelesen, ist ja eine wahre Fundgrube, will also sagen, toller Blog, danke!

     

  7. Couponschneider

    Geld ist ein wichtiges Thema. Endgültig glücklich macht es nicht und eigentlich kann die Menschheit glücklich sein, dass es kein Schlaraffenland gibt und man sich Dinge auch nicht einfach herzaubern kann.

    Wo wäre der Anreiz, sich überhaupt noch anzustrengen? Wo wäre das Glücksgefühl, eine Sache gut hinbekommen zu haben? Das Schlaraffenland ist für mich eine Dystopie und keine Utopie. Ohne eigene Anstrengung flattern die einem die gebratenen Täubchen zu.

    Man stelle sich vor, jeder könnte ohne viel eigene Anstrengung so Klavier spielen wie Horowitz. Dann wäre es nichts wert. Als Laien mit Gefühl und falschem Fingersatz Kammermusik zu machen, macht glücklicher als die besten Aufnahmen des Alban-Berg-Quartetts von CD. Die CD und die HiFi-Anlage kann man sich kaufen. Das

    Weil ich das Schlaraffenland für eine Dystopie halte, bin ich auch gegen rote Wahnideen vom bedingungslosen Grundeinkommen.

    Was ich mit einer Million anstellen würde? Ich weiß es nicht. Sicherlich würde ich das meiste in Aktien stecken und ganz normal weiterarbeiten. Das Haus in der Pampa klänge ganz interessant; ich kann mit der ländlichen Ruhe sehr gut umgehen. Ich mag sie. Ich würde mir das Haus aber nicht auf Pump kaufen und dagegen spräche natürlich auch der längere Anfahrtsweg.

    Viele Menschen wissen einfach, wie sie mit finanziellen Reichtum umgehen sollen. Man sieht’s vielen Profi-Sportlern, die aus der Unterschicht kommen. Da wird das Geld sehr schnell für einen Haufen Zeug verballert. Kinder reicher Eltern haben auch oft Probleme, ihren Platz im Leben zu finden, wenn die Erziehung nicht stimmt. Ich kenne aber auch eine Unternehmersfamilie (ca. 100 Millionen schwer). Die drei Söhne – mittlerweile alle zwischen 40 und 50 – machen einen recht soliden Eindruck. Man fährt VW Golf und Kombi, statt Porsche und Mercedes. Ich will niemanden den Porsche oder Mercedes schlecht machen: Solange das mit Cash bezahlt, es sich also leisten kann, ist doch alles in Ordnung. Problematisch ist der Autokauf auf Pump und da kennt jeder haarsträubende Fälle genug.

    Ich erinnere mich auch, wie ich im Jahr 2000 mal in einem fetten Benz mitgefahren bin. Sicherlich ein tolles Gefühl. Konnte die Fahrerin sich das leisten? Sie war die Tochter vom Chef. Sie arbeitete selber in dem 5-Mann-Betrieb. Aber das war in Sachsen-Anhalt (neue Bundesländer) und dann auch noch die zyklische Bauwirtschaft, also fast am Anschlag. Das sollte man mal in Relation setzen zu den Autos, die die Söhne der 100 Millionen schweren Unternehmersfamilie fahren.

     

     

  8. PIBE350

    An Matthias: Als regelmäßiger Leser von Finanzblogs erfährt man darin nichts bahnbrechendes Neues, aber es ist sehr motivierend geschrieben. Bezüglich Maschmeyers Vergangenheit (AWD-Verkaufspraxis und dein genanntes Beispiel) und des Buchpreises möchte ich mich mal so ausdrucken: Ich könnte es niemandem übelnehmen, wenn jemand beim Bucherwerb die gleichen Moralvorstellungen an den Tag läge  😉

  9. WW

    @ Matthias Schneider

    Sehe ich mit mArschmeyer genauso, wie der sein Grundvermögen erstohlen hat, die „kleinen Leute“ betrogen hat, das ist abgrundtief asozial, dieser Typ, Freund von Ex Kanzler Schröder und Vizekanzler Gabriel und dieses ganze Gesocks.

    Ich mißtraue dieses Bankstern und weitern Beratern und Abzockern mittlerweile abgrundtief. Ich bedaure jemals in die Rentenkasse eingezahlt zu haben, obwohl ich den solidarischen Kern gut finde, aber wer hat alles schon in diese Kasse gegriffen!

    Alle anderen um uns herum haben wesentlich bessere Rentensysteme, nur wir sind so doof, uns das gefallen zu lassen. Aber offensichtlich geht es dem Mittelstand immer noch gut genug. Z.B. die Norweger haben eine Staatsfond; das Vermögen setzt sich zusammen aus Aktien (viele BRD) und Immobilien.

    Mit dem Wissen von heute würde ich mich nicht mehr anstellen lassen, sondern früh Vermögen mit Aktien und Immobilien aufbauen; habe das jetzt auch, aber es könnte knapp werden im Alter. Wenn ich meinen Rentenanspruch sehe, nach 20 Jahren regelmäß. Zahlungen, zum Kotzen, ehrlich gesagt. Ein schwerer Fehler. Gut die anderen Säulen zu haben.

    Und zum Thema: lebe eher bescheiden, Konsum macht nicht glücklich. Wenn alles gut geht, dann wäre der Kauf eines kleinen Wohnmobils der Traum und dann Reisen, reisen oder auch wie Tim, eine Holzhütte am Wasser, ein Stuhl oder zwei, ein Bett und möglichst viel Abstand von mArschmeyers dieser Welt.

  10. Michael C. Kissig

    Tim, es ist sicherlich dumm, sich nur teure Sachen anzuschaffen, um damit andere Leute beeindrucken zu wollen. Geradezu armselig. Dennoch bin ich der Meinung, dass man sich auch einmal etwas gönnen muss. Wenn ich Erfolge an der Börse habe und einen guten Schnitt gemacht habe, kaufe ich mir auch einmal etwas Besonderes. Etwas Hochwertiges, das mir dauerhaft eine Freude macht. Ich habe mir die letzten zwei Jahre mehrere solcher Freuden gemacht, ich besitze nun eine wunderschöne Armbanduhr von Baume & Mercier, einen wundervollen Kugelschreiber von Mont Blanc und dann noch eine Aktentasche von Louis Vuitton. Alle drei Dinge habe ich gebraucht gekauft, da habe ich dann doch nicht den Neupreis zahlen wollen. Unter dem Strich sind diese drei Dinge aber hochwertig und langlebig. Sie machen wir stets aufs Neue eine Freude, wenn ich sie nutze. Und ich gehe sehr pfleglich damit um, damit sie ihren Wert behalten. Natürlich hätte ich auch irgendeinen billigen Kram kaufen können, der dann eine gewisse Zeit einen Nutzen gehabt hätte. Ab und zu muss man sich aber auch mal eine Freude gönnen, wohlgemerkt als Ausnahme, um das Leben auch genießen zu können. Denn nicht nur das Ziel zählt, auch der Weg dorthin. So wie beim Sport, was Du ja als Beispiel selbst genannt hast, es kommt nicht darauf an, am Ziel anzukommen, sondern es geht auch um das Erlebnis, um das bewältigen der Strecke. Man sollte weder dem Konsumrausch verfallen, noch zum Geizhals werden. Wie überall ist eine gesunde Mischung der richtige, der goldene Weg.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Danke für die vielen exzellenten Links. Deine Beiträge sind immer eine Bereicherung. Und danke, dass Du dem Blogleser „B“ sofort geholfen hast.

     

    @ fit und gesund

    Danke. Danke. Ja, der ganze Konsum-Plunder bringt wenig. Am schlimmsten ist der Angeber-Kram.

     

    @ Couponschneider

    Immer lesenswert. Danke für Deine Gedankengänge.

     

    @ Michael

    Dein Konsum ist ausgewogen und durchdacht. Du bist mit Sicherheit keiner, der im Konsumrausch lebt. An Dich richtet sich mein Appell nicht. Jeder muss die Balance zwischen Konsum und Sparen/Investieren finden. Du hast die Balance gefunden. Ich hatte mal in meinem Leben eine Zeit, in der ich in Saus und Braus lebte. Und jede Menge Konsumkredite aufnahm. Für Möbel usw:
    http://timschaefermedia.com/wie-ich-mein-geld-verpulverte-konsumkredite-kunst-ebay-bmw-einbaukueche-ledercouch-designermoebel/

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    Danke für die Blumen. Man tut was man kann. 😉

    @WW,

    prinzipiell bewundere ich ja so Leute wie Maschmeyer dafür, dass sie sich von Null an hoch gearbeitet haben. Aber man muss halt dann sehen, dass man in der Spur bleibt. Wahrscheinlich meint man irgendwann, dass man mit genügend Geld unangreifbar wird, und die Moral nicht mehr gilt. Mich hat vor Jahren diese AWD immer genervt, diese Drücker-Kolonnen. Auf Arbeit hatten wir auch solche Nebenrufler. Die haben einen den ganzen Tag genervt, AWD-Produkte abzuschließen („System AWD“).

    @Michael,

    ich finde auch, dass es auf das „Gesamtpaket“ ankommt. Wenn man es sich leisten kann, bzw. der Job und der Umgang einen gewissen Anspruch erheben, dann muss man sich anders geben als wenn man am Fließband steht.

    Solche edlen Manufaktur-Produkte haben einen gewissen Zauber. Ich benötige sie nicht, da ich keinem Dresscode unterliege, wenn, dann höchsten „Business Casual“. 😉 Aber ich genieße durchaus auch mal Gelegenheiten für Anzug und Krawatte. Aber prinzipiell bin ich eher der legere Typ. Ich habe immer einen 3-Tage-Bart, schneide mir die Haare selber, und trage am liebsten Jeans und Freizeithemden oder Polos. Evtl. werde ich als Rentner Lust auf eine Verwandlung zum Gentleman entwickeln. Dann würden die von Dir aufgeführten Accessoires bei mir auch stimmig wirken. Gutes Aussehen, und damit einhergehende Ausstrahlung ist nicht unbedingt vom dicken Portemonnaie abhängig. Man kann auch für relativ wenig Geld gut aussehen.

    Tim gibt sich hier, glaube ich, eh vergebliche Mühe. Wer in solche Blogs oder Finanzseiten findet, dem ist ein gewisses Grundverständnis zu unterstellen. Tims „Gebetsmühle“ müsste er in einer Kolumne der „Bild“ schreiben, da wo es „Bedürftige“ zum Nachdenken bringen könnte.

    MS

     

  13. Christoph

    Guten Morgen,

    @Tim: Habe mir gestern ein paar alte Beiträge von Dir angesehen. Sept. 2008. Thema waren Apple und Google. Du hast damals geschrieben, dass diese zwar gute Unternehmen sind, aber Yahoo und Dell vielleicht die besseren Alternativen wären.

    Schon lustig wie man sich manchmal irren kann. Aber deine damaligen Gründe waren richtig. Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen. Andererseits kann man an Nokia zB sehen das man sich die Ausruhen darf.

    Was sagt eigentlich die Gemeinde zum aktuellen Thema Apple/ US Regierung hacken des Iphones vo San Bernadino TÄter? Ist sehr schwierig für alle Seiten. Apple sgat mit Recht: Wenn wir so eine Software bauen, kann man damit jedes IPhone hacken. Also für Kriminelle und Terroristen ein gefundenes Fressen.

    Ebenso ist die Frage: Wenn eine andere Regierung das auch möchte, hackt Apple dann auch das Handy?

    Zumal die Kunden dann sagen könnten: dann muss ich mir ne Alternative suchen. Blackberry hat übrigens gesagt (Herbst letztes Jahr schon): wir werden der Regierung die die Möglichkeit geben..

    Aus Sich der Regierung könnte natürlich auf dem Handy ein Hinweis zu einem anderen Anschlag sein.

    Auf CNBC sagte jemand, dass es sicher Leute bei CIA, NSA usw. gibt,  die dieses Handy auch ohne Apple hacken können. Aber vielleicht will man generell de Kontrollmöglichkeit für alle haben…

     

    Zum Thema Konsum: Ich finde wenn man wirklich finanziell frei ist kann man sich ruhig was leisten. Wenn man Millionen auf dem Konto hat und Spass dran hat, wieso keinen Ferrari? Ist ja auch gut für die Wirtschaft wenn Luxus gekauft wird. Natürlich nur wer es sich leisten kann.

    @ WW: das mit dem Wohnmobil habe ich auch vor. Allerdings ein groooßes.

    Ne Mischung aus Variomobil und Actionmobil . ist aber nicht gerade billig (aber es ist ja noch zeit bis dahin)

    http://www.vario-mobil.com/de/perfect.html

    http://www.actionmobil.com/

     

     

     

     

  14. Oliver

    Natürlich gibt es mehr als genügend Leute, die wegen Status oder weil sie ihrer Umwelt imponieren wollen, allen möglichen Kram einkaufen. Die werden sich diesen Blog nicht durchlesen, weil sie andere Prioritäten haben. Die Welt braucht auch solche Leute und davon profitiert die Wirtschaft und indirekt auch wir, weil irgendwoher müssen ja die Gewinne und Dividenden herkommen.

    Wenn ich meinen Freundeskreis anschaue, dann geben die meisten zu viel für irgendwelchen Krimskrams aus. Ich sehe das insgesamt nicht zu negativ, da wir uns im Leben durchaus auch mal ein bisschen Spaß gönnen können. Man muß nicht so reich wie Dagobert Duck sein, aber wenn man es vermeiden kann, auch nicht so arm wie Donald Duck. Tim hat einen Bericht verlinkt, wo man sehr schön sehen kann, dass er nicht Zeit seines Lebens askethisch gelebt hat. Gegenüber der finanziellen Unsicherheit und zusätzlichen Belastung durch Konsumkredite hat er erkannt, dass der Mehrwert eines Sofas oder Kunstwerks nicht die Belastungen und den mentalen Stress der Bedienung von Raten rechtfertigen. Ich persönlich finde, das man sich durchaus immer wieder etwas gönnen darf, solange die Finanzen stabil bleiben. Stabil heißt für mich, tatsächlich im Monat etwas zurück zu legen, wobei ich mich nicht an Prozentzahlen gemäß meiner Einnahmen orientiere. Wenn ich größere Geldeingänge habe, dann zwacke ich immer etwas davon ab und überweise es zu Consors oder neuerdings zu Lynx und lege das Geld relativ zeitnah an. Im Gegenzug habe ich trotzdem Spielraum auf meinen normalen Konten. um mir auch etwas außer der Reihe gönnen zu können, wenn ich es mag.

    Was ich bei mir feststelle: Ich mag immer weniger Krimskrams. Ich gehe gerne mit Freunden oder Freundin zum essen, fahre ganz gerne hier und da hin oder einfach nur in die Berge. Also mehr Erlebnisse, um eine schöne Zeit zu haben. Statussymbole finde ich inzwischen ziemlich langweilig. Keine Sau interessierts, was für ein Auto Du fährst. Ich falle sogar wesentlich mehr auf, weil ich kein Auto habe und noch nicht mal das Verlangen danach. Das war schon öfters Gesprächsthema als die gehobenen Autos mancher meiner Freunde.  Das sind ganz lustige Diskussionen, wobei Frauen vor allem ein Problem damit haben, das man als Mann kein Auto hat. Interessiert mich aber weniger, da ich ganz zufrieden mit meiner Freundin bin. Kein Auto ist definitiv ein Thema, wo man effektiv ohne große Einschränkungen, wenn man sich daran gewöhnt hat und richtig geografisch wohnt, sehr viel Geld und Ärger ersparen kann. Das hindert mich aber nicht, Autoaktien zu kaufen :).

    Ich glaube, das wichtigste ist, eine gesunde Balance zu finden zwischen Einnahmen und Ausgaben, bei der man sich wohlfühlt. Ich habe auch festgestellt, dass bei einem immer höheren Depot und monatlichen Einnahmen daraus das Geldthema immer unwichtiger wird. Am Anfang macht man sich noch Gedanken wegen „eiserner Reserve“ bzw. Notgroschen (wie hoch) und was alles passieren könnte. Das tritt nach und nach in den Hintergrund und man macht sich wesentlich mehr Gedanken, in was man investieren kann. Fallende Märkte nehme ich zwar wahr, aber aus der Vergangenheit weiß ich, dass es auch wieder in die andere Richtung gehen wird. Die Ruhe bekam ich aber erst, als ich mir angewöhnt habe, ständig etwas zurückzulegen und den Erfolg darin gesehen habe. Ich muß noch nicht mal das besondere Renditewunder sein, sondern die regelmäßige Anlage macht den Unterschied.

  15. WW

    @ Matthias Schneider

    JA, ich bewundere ebenfalls Leute, die mittels Talent und Disziplin, großen Erfolg haben, aber nur mit „ehrlicher Arbeit“ und nicht mit Betrug. Spontan fällt mir dazu ein, der Architekt Daniel Libeskind, aus armen Verhältnissen bis nach ganz oben, oder bekannter, Albert Einstein.

  16. K.

    Solange ich etwas nicht bar bezahlen kann, kaufe ich es nicht.

    Solange es noch Bargeld gibt (wenn man die aktuellen Berichte in Deutschland und Europa verfolgt), geht das.

    Aber gerade in Amerika scheint es ja bei vielen Gang und Gebe zu sein, fast alles via Kreditkarte zu zahlen (analog zur deutschen ec-Girokonto-Karte). Da denn Überblick zu behalten ist für die meisten schwer und gerade um Weihnachten liest man berichte über jeweils steigende Kreditkartenschulden in den USA.

    @Tim: Gibt es in den USA schon Trends das Bargeld eher ungern angenommen wird in Geschäften oder Tankstellen?

    @Matthias Schneider

    Tim gibt sich hier, glaube ich, eh vergebliche Mühe. Wer in solche Blogs oder Finanzseiten findet, dem ist ein gewisses Grundverständnis zu unterstellen. Tims „Gebetsmühle“ müsste er in einer Kolumne der „Bild“ schreiben, da wo es „Bedürftige“ zum Nachdenken bringen könnte.

    Wer sich mit seiner Rente oder Vorsorge oder Sparen beschäftigt und etwas googelt findet auch hierher. Die breite Masse würde natürlich in anderen Medien besser profitieren, aber in die o.g. Vier-Buchstaben-„(Zeitung)“ passt Tim sicher nicht hin. In andere dt. Tageszeitungen schon eher. Was nicht ist kann ja noch werden. Und bis dahin werden er und andere tolle Blogs die die „es“ schon jetzt wissen wollen, sich austauschen wollen oder Motivation und Anregung suchen diese finden und nutzen.

    Herzlichen Dank an dieser Stellle mal wieder für diesen tollen Blog und seine Beiträge.

    Grüße,

    K.

  17. B

    @Matthias Schneider

    Guten Tag Herr Schneider.

    Besten Dank für Ihre Antwort.

    Leider habe ich mit ETF keinerlei Erfahrung! Ich habe zurzeit ein reines Dividenden Depot mit ca. 15 Dividenden Titeln laufen. Da ich in letzer Zeit aber vermehrt von ETF´s gelesen habe wollte ich mich mal danach erkundigen.

    Natürlich kann ich auch erst ca. 500 € sammeln und danach Anteile von einem ETF kaufen. Kommen ausser den Gebühren des Brokers auch noch andere Spesen beimI Shares S&P 500 Fond zustande ? Macht es Sinn 20 -30 Jahre ca 500€ alle 2-3 Monate anteile zu kaufen? Habe ich ein total Ausfall Risikio bei diesem Fond?

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    MFG, B

  18. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @B,

    ETFs sind nichts weiter als Fonds die nicht über die Fondsgesellschaft gekauft werden wie früher. Da wurde einmal am Tag ein Kurs festgestellt, und zu dem konnte man die Anteile erwerben oder an die Gesellschaft (Deka, DWS usw.) zurück geben. ETFs werden an der Börse gehandelt ohne diesen alten „Ausgabeaufschlag“ der klassischen Fonds.

    Basiswissen ETFs

    Man zahlt die Gebühren für den Kauf wie bei jeder Aktie. Also bei Flatex z.B. im Direkthandel 5,90 € pro Order. Es lohnt sich also nicht wirklich, für so kleine Summen regelmäßig selbst zu diesen Gebühren zu kaufen. Man sollte einen Sparplan einrichten. Soweit ich weiß, können bei Flatex monatliche Beträge für ETF-Sparpläne zwischen 25 und 500 € betragen.

    Der ETF wird intern mit den Management-Gebühren belastet. Diese Kosten werden einfach dem Fondsvermögen entnommen, und ist von Fonds zu Fonds verschieden. In diesem Fall sind es 0,40%.

    Ich persönlich würde nichts 20-30 Jahre in die Zukunft planen. Man weiß schon nicht, was das nächste Jahr bringt. Ausfallrisiko hat man in soweit nicht, da es sich um Sondervermögen handelt, und bei Insolvenz der Fondsgesellschaft nicht zur Insolvenzmasse gehört. So zumindest mein Wissensstand. Also, ob es in 20 Jahren noch Blackrock/iShares gibt, ob es überhaupt noch die Anlageform ETFs gibt, das weiß der Himmel. Aber zum heutigen Zeitpunkt ist es sicher eine gute Entscheidung, sich einen ETF-Sparplan einzurichten.

    MS

  19. Patently Absurd

    @B

    Du bist mit 15 Titeln bereits sehr gut diversifiziert (wobei ich annehme, dass die Titel mehrere Branchen und Länder umfassen und nicht z.B. nur 15 Stahlhersteller in den USA).

    Das einzige Argument, einen ETF zu kaufen, d.h. die Diversifizierung, trifft für dich deshalb nicht mehr zu. Bleibe einfach bei dem, was du hast und genieße die Aktionärsversammlungen – denn zu denen würdest du nicht mehr eingeladen, wenn du gesichtslose ETFs kaufst.

  20. Patently Absurd

    Totalausfall-Risiko gibt es immer, sei es bei Anleihen, Aktien, Derivaten, oder Fondanteilen.

    Das Risiko ist aber sehr gering bei gesunden Unternehmen in soliden Branchen mit ehrlichem Management.

     

     

  21. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Patently Absurd,

    es geht doch um das viel beschworene „Indexing“ und nicht um Diversifizierung. Wenn man von Leuten wie Buffett und Bogle „gedrängt“ wird, einen Index-ETF zu kaufen, warum lässt Du die Leute das nicht selbst entscheiden?

    Ein Totalausfall-Risiko von 15 Einzelaktien ist zwar unwahrscheinlich, rechnerisch aber bedeutend wahrscheinlicher, als wenn alle 506 Werte des ETFs zusammen insolvent gehen, und damit der ETF wertlos wird. Dann müsste wohl schon ein Komet einschlagen und alles auslöschen.

    Was ist denn an einem ETF gesichtslos? Man sieht genau, welche Werte man in welcher Gewichtung hält. Wenn man heute in dem ETF mit 1000 Euro investiert ist, dann hält man Apple-Anteile für 32,3 Euro, weil die zu 3,23% gewichtet ist. Zweiter Wert ist Microsoft mit 2,47% usw.

    Aber ausschließlich ETFs würde ich auch nicht wollen. Ich finde, als Sicherheitspolster gehören sie in jedes Depot.

    MS

  22. Finanzmixerin

    Wieder mal ein guter Artikel Und noch bessere Kommentare. Ich finde dass in den Kommentaren viele hilfreiche Sichtweisen vertreten sind.

    Besonders hervorheben möchte ich diesmal Zen.

    @Fit und gesund: Magst du nicht mal andere an deinen Erkenntnissen teilhaben lassen und einen Blog über Minimalismus starten? 😉

    Ich denke auch, dass viele noch dieses Statusdenken in materieller Hinsicht haben und dass deshalb auch die Werbung bei vielen wirkt. Entweder geht es um Schönheit oder um das besitzen von Dingen die einen angeblich wertvoller machen.

  23. fit und gesund

    @Finanzmixerin,

    für einen ganzen blog wird mein Minimalismus wohl nicht reichen, aber  diese Art so zu leben praktiziere ich schon relativ lange, als junge Frau habe ich teilweise in England gelebt, sozusagen immer aus einem Koffer, später hatte ich kleine Wohnungen, als ich älter wurde habe dann eine grössere Wohnung gekauft, aber am Wohlsten ist mir mit wenig Sachen um mich herum, es entspricht eher meiner Natur.

    Aber es betraf oder betrifft nicht alle Bereiche meines Lebens, ich hatte Phasen wo ich extrem viel Geld für Schmuck ausgegeben habe, Modeschmuck wohlgemerkt, diese Sammelsysteme wie Trollbeads, da gingen zum Schluss über 1000 Euro pro Monat weg für, etwas wofür ich mich nun schäme, natürlich verdiene ich sehr gut, es war nie ein Problem, aber irgendwann letztes Jahr empfand ich das nur als Last.

    Ich habe auch Katzen, Rassekatzen, in aller Welt zusammengekauft, auch das würde ich heute nicht mehr tun, ich liebe meine Viecher, aber es ist eine Verantwortung, seit Jahren bin ich nicht in Ferien gefahren, es sind teilweise chronisch kranke Tiere dabei, die überlasse ich Niemand, das ist meine Verantwortung und die trage ich auch gerne,

    ich kann nur den Ratschlag geben, bevor man sich ein Hobby zulegt, auch an langfristige Folgekosten zu denken, nicht nur in finanzieller Hinsicht.

    Nun hab ich schon mehr preisgegeben als mir eigentlich lieb ist, *lach*, aber wenn Du mehr wissen möchtest so wäre ich dazu gerne bereit.

    liebe Grüsse

    Annabella

  24. fit und gesund

    @Zen,

    Du sprichst das bedingungslose Grundeinkommen an, ich bin nicht so überzeugt davon, die die mit Geld umgehen können, da könnte es klappen, aber was mit denen die es nicht können? die hätten ihre geschenkte Million binnen 1Jahres verpulvert und dann? Sollten dann die Familienmitglieder haften? Sollte man sie verhungern lassen?

    Geld zu haben, nicht unbedingt in solch grossen Mengen wie Du hier angibst, ist für mich eher ein Teil Freiheit, nicht auf Andere angewiesen zu sein, ich kann viel eher Ich sein, ich muss nicht jeden Monat bangen, reicht mein Geld, ich kann mir was kaufen, muss es aber nicht, d.h ich habe eine Wahl.

    Dein Elektroauto würd ich Dir sicher gönnen 🙂

  25. B

    Hallo,

    @Matthias Schneider: Danke für deine Antworten. Ich werde mir das alles noch ganz genau überlegen.

    @Patently Absurd: Ja ich habe meine 15 Titeln ziemlich gut gestreut. Mit dieser Strategie bin ich vertraut und ich kenne mich damit aus. Ich werde natürlich weiterhin daran festhalten. Mein Gedanke war nur zusätzlich noch in ETF´s zu investieren. Aber ich glaube das wird mir wohl nicht mehr Rendite bringen als mein jetziges vorgehen.

    Vielenn Dank,

    Beste Grüße,

    B

  26. Björn

    Es wäre aber bestimmt nicht verkehrt, neben den 15 Dividendentiteln einen ETF zur Region Asia/Pacific z. b. zu kaufen. Ich würde mich persönlich an so eine Region nicht trauen dort einzeln in Aktien zu investieren. Dafür wäre ein ETF ja sinnvoll. Wie seht Ihr das?

  27. Finanzmixerin

    @Björn und B: Für Emerging Markets gibt es ETFs die Asien beinhalten. Ich persönlich würde dann eher dei nehmen als rein Asia Pacific, aus Diversifikationsgründen. Aber dieser Index ist sehr volatil. Das muss jeder für sich entscheiden ob man diese Märkte mit ins Depot holt.

     

  28. Der Malachit

    @Tim

    Toller Artikel! Kann allem bedingungslos beipflichten. Habe vor Jahren einmal eine kleine Postkarte gekauft, die eingerahmt an der Wand im Arbeitszimmer hängt und mich ständig erinnert.

    kein   GELD MACHT

    auch   NICHT GLÜCKLICH

    Geld bedeutet für mich einfach nur Freiheit. Um die Freiheit genießen zu können, ist Zeit erforderlich.  Wenn man die aber gegen Geld tauschen muss, ist der Kauf von Dingen für die meisten Menschen eine Art Ersatzhandlung für fehlende freie Zeit (Freiheit). Diese weit verbreitete Feldhandlung führt aber nicht zu mehr Freiheit, denn anschließend ist das, die Freiheit bedingende Grundlage, das Geld, auch noch weg. Die Folge ist ein Zwang zum erneuten Tausch von Zeit gegen Geld und eine Fortsetzung der Abhängigkeit.

    Die Lösung ist ein möglichst hohes passives Einkommen, zu dem auch die Rente als ein Baustein gehört. Natürlich ginge es auch ohne Rente; wohl aber nur für Millionäre.

    Der Malachit.

     

  29. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @B, @Björn,

    ich habe gerade mal bei Flatex nachgeschaut. So ein Sparplan ist in 5 Minuten angelegt. Man sollte darüber nicht überlegen, als ob es da um Lebensentscheidungen geht. Einfach mal loslegen und fertig. Das lässt sich jederzeit wieder beenden oder aussetzen.

    Mich würde evtl. jetzt langsam mal ein China-ETF (Asia-Pazifik habe ich schon) jucken, da ich auch derzeit noch keine chinesische Einzelaktien anfassen würde. Da traue ich einfach den Profis von iShares mehr zu. Ich habe da für mich diesen EXXU (DE000A0F5UE8) im Blick. Größte Positionen sind da: Tencent Holdings, Alibaba, China Mobile, China Construction Bank, Baidu…

    MS

     

  30. Vali

    @Finanzmixerin „Mich würden z.b. Strategien interessieren wie du es schaffst dir wenig anzuschaffen.“

    Ich würde gern meine Strategie hier kurz aufschreiben 🙂

    Such dir ein Hobby, eine Leidenschaft, eine Beschäftigung mit dem berühmten Flow, das dich absolut vom Kaufen (wollen) ablenkt, also letztendlich deine Zeit schluckt und am besten Geld einbringt oder wenigstens eine andere Erfolgsbestätigung. Für die Motivation dran zu bleiben.

    Ich finde, einen Blog schon mal prima, aber auch andere Medien wie Videos, Bücher, Bilder oder Produkte usw. selbst erstellen.

    Altes weiter benutzen. Erfinderisch sein, wenn man was Neues braucht. Und sich jedes Mal fragen – ob das, was man kaufen will wirklich dringend braucht und ohne nicht überleben würde 😉

    Meist kaufe ich dann nur noch Essen für die Familie 🙂

    Und ab und zu belohnen, mit einem schönen Buch oder Ausgehen mit Freunden.  1 Mal im Monat reicht für mich aus. Mehr brauche ich nicht. Ich beschäftige mich nur mit Dingen, die mir Spaß machen oder wirklich notwendig sind. Und Konsum scheidet da komplett aus. Noch dazu habe ich kein Auto und kann nicht einfach so zum Shoppen. Die Kinder brauchen mich, also versuche ich viel zu arbeiten und zu schaffen, während sie in der Schule sind. Keine Zeit zum Einkauf und kein Bedarf 🙂

    Lieben Gruß

     

     

     

     

  31. Oliver

    @Malachit: An dem Spruch ist was wahres dran. Ein Freund von mir hat mir vor ein paar Jahren eine Karte mit einem anderen Spruch geschenkt:

    Reichtum vernichtet man am schönsten mit Frauen, am sichersten mit Alkohol und am schnellsten durch Spekulation.

    Wenn ichs denn machen sollte, dann nehme ich das erste.

    @Björn, allias B (Ich denke, ihr seid die selben?)

    Klar kann man mit ETFs in Regionen diversifizieren, bei denen man sich erst umständlich lange einarbeiten müßte. Ich habe mir in der Vergangenheit die japanischen Aktien und die chinesischen angeschaut. China ist für mich wilder Westen. Wenn man seinem Spieltrieb fröhnen möchte, dann kann man mitmachen. Viele Chancen, aber auch viele Risiken. Bei den Japanern halte ich mich allerdings wirklich zurück. Ich habe erst einmal japanische Aktien besessen und die habe ich auch schon lange nicht mehr. Die Rendite dort ist extrem niedrig und so richtig performen tut die Börse auch nicht. Es war mal in letzter Zeit etwas besser, aber ich finde, dort zu investieren ist nur nachrangig, weil es bessere Chancen gibt.

    Die Frage dabei ist: Was willst Du damit erreichen, wenn Du neben deinen 15 Titeln noch spezielle ETFs kaufst? Mehr Performance oder gehts dir um die Diversifikation? Außerdem sollte der ETF genug kapitalisiert sein, nicht dass sie ihn dir vor der Nase zumachen.

    Ich bin kein sonderlicher Fan von ETFs. Aber an ETFs verdiene ich gerne, deshalb habe ich mir ein paar Blackrock-Aktien gekauft. Die haben gerade die Dividende erhöht. Damit ich bei ETFs auch in der Praxis mitreden kann, habe ich mir von Blackrock dann einen World ETF gekauft. Es bleibt ja in der Familie. Ich denke, die Unterschiede bei den einzelnen ETFs wegen der Performance kann man sowieso nicht voraussagen. Mal sind die Emerging Markets toll, dann Europa und dann wieder Amerika. Kann man streuen, muß man aber nicht.

    Vielleicht ist auch eine sinnvolle Alternative, deine 15 bestehenden Titel weiter aufzustocken oder wenn Du wirklich mehr Vielfalt möchtest, weitere Unternehmen in dein Portfolio aufzunehmen. Bei deinen 15 bestehenden weißt Du immerhin, wie sie reagieren und (hoffentlich), wo sie geschäftlich stehen. Wenn die Entwicklung bei dem einen oder anderen Unternehmen gut ist, spricht doch nichts dagegen, die Position zu vergrößern. Ich habe z.B. diesen Monat eine Position aufgestockt und eine neue aufgenommen (Royal Dutch – ich wollte ein bisschen mehr Erdöl haben).

     

  32. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Im Jahr 2008 hielt ich Apple und Google für zu teuer. Das war im Rückblick ein Fehler. Ich war damals ein extremer Fan von traditionellen Haushaltsnamen wie J&J, P&G, Henkel… Für teuere Technologiewerte konnte ich mich nicht begeistern. Ich habe seinerzeit zu strikt auf Bewertungskennziffern geachtet.

    Heute sehe ich das anders. Ich finde, Google, Apple oder Amazon sind im Endeffekt Value-Unternehmen, weil sie eine gigantische Marktmacht haben. Sie haben einen tiefen Burggraben. Einen Vorsprung. Sie sind Weltmarktführer, denen so schnell niemand die Butter vom Brot nimmt. Ich sehe, in 10 Jahren Google, Amazon und Apple um einiges größer gegenüber heute.

     

    @ K

    Danke für das Lob. Ja, das stimmt schon mit dem Bargeld in den USA. Es verschwindet. Geschäfte mögen am liebsten Kreditkarten oder DEBIT/(EC)-Karten. Das geht einfacher und sicherer für sie. Ein Problem sind die Blüten geworden: Es ist viel Falschgeld in den USA im Umlauf. Besonders große Scheine wie 50 oder 100 Dollar werden intensiv unter die Lupe genommen an den Kassen.

     

    @ Finanzmixerin

    Danke für das Lob.

    Ich finde, ein Asien-ETF ist gar nicht nötig. Der S&P-500-Index deckt Asien indirekt ab. Die US-Konzerne exportieren nämlich dorthin. In den USA ist das Rechtssystem sicherer. Ich fühle mich einfacher wohler, dort mein Geld zu investieren (anstatt in Länder wie China).

     

    @ Der Malachit

    Interessanter Spruch mit dem Geld. Nun Geld ist, wie Du sagst, ja nur ein Hilfsmittel. Und die Leute müssen lernen, es zu respektieren. Wer Geld respektlos behandelt, wird sein Leben lang arbeiten müssen. Ich kenne eine Seniorin in NY, die 85 Jahre alt ist. Jeden Tag muss sie zur Arbeit: Altersarmut. Sie hilft in einem Laden in Midtown aus. Sie steht früh auf und bleibt bis spät abends im Geschäft. Sie tut mir schon leid. Ihre Rente reicht ihr nicht. Aber in dem Alter, jeden Morgen so früh aus dem Bett und so viele Stunden arbeiten, das ist heftig.

  33. WW

    Hallo Tim, Hallo Alle,

    Sind ETF´s wirklich so empfehlensewert? Bin eigentlich selber ein Fan und bin es immer noch, wg. der breiten Streuung und des dardurch geminderten Risikos und der geringen Kosten. Aber was ist denn mit den ETF´s, die geswapt sind, also die realen Unternehmen des Index nicht beinhalten, sondern nur den Wert des Gesamtindex abbilden müssen. Ist es richtig, daß zwar der Wert parallel zum echten Index steigt und fällt, nur du weißt nicht mit welchen Aktien das geschieht? Und wenn die Investmentbank, die dem Emitenten die Kursbewegungen des Wertes zusichert (mit welchen Aktien auch immer) insolvent wird, dann ist doch auch das Geld ……

    Dann könenn doch eigentlich nur ETF´s mit physische Nachbildung sinnvoll sein? Finanztipp.

    Da wird man doch eher zu den Aktien greifen und ein breites Spektrum abbilden, oder. Da weiß man doch genauer im was man investiert ist.

    Und Tim, Dein Blog ist eine echte Ausnahme, mir gefallen die Leitartikel, die Stellungnahmen, die Börsen/Aktien Infos und auch das Persönliche, das Alle so von sich preisgeben. Und auch ohne das ganze Werbegedöns rechts, links, oben und unten, was ja auch inhaltlich zum Blog passt. Einfach gut!

     

     

     

  34. chaostrader

    wenn die Investmentbank, die dem Emitenten die Kursbewegungen des Wertes zusichert (mit welchen Aktien auch immer) insolvent wird, dann ist doch auch das Geld ……

     

    Nein ist es nicht. Das ist ja schon wirklich oft genug breitgetreten worden. Da gibt es gesetzlich vorgeschriebene Sicherungen, es ist Sondervermögen etc.

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @WW,

    leider habe ich gerade kaum Zeit, darum nur kurze Einlassung. Ob replizierend oder geswapt, hat alles Vor-und Nachteile. Ich habe nichts gegen Swaps. Das reduziert den „Tracking Error“ und ist abgesichert, wie bei Leihe auch usw. Da kann man ruhig davon ausgehen, dass da keine Deppen am Werk sind. Ich sehe das ja bei mir im Depot. Ständig sind Werte an Leerverkäufer verliehen, und dafür sind Sicherheitsbeträge in bar über 100% des Wertes der Aktien hinterlegt. Sollte also ein ETF-Kontrahent (Swap) pleite gehen, dann greift die hinterlegte Sicherheit.

    „Die Banken sind sich dieses Kontrahentenrisikos bewusst; deshalb wird bei einem Swap eine Sicherheitsleistung vom Geschäftspartner verlangt. Diese Sicherheitsleistung muss mehr als 100 Prozent des Vermögens abdecken und aus absolut sicheren und liquiden Wertpapieren bestehen.“ (Quelle: Boerse.de)

    Sowieso scheint mir eine Kritik allgemein an ETFs derzeit Mode zu sein. Erst wurden sie gefeiert mit viel „Gloria! Fiat Lux!“ Hype, dann ist man nur chic, wenn man sie als Mist betrachtet. Kommt mir vor wie mit dem Erscheinen der CD anno dunnemals. Jeder war froh, keine Kratzer mehr auf der LP hören zu müssen. Heute ist man nur cool, wenn man kein „Mainstream-Depp“ ist, sondern wieder „Vinyl“ auflegt. Sei es drum.

    Jeder hat die Möglichkeit, sich für seine Vorlieben zu entscheiden.

    Nachtrag an Tim und Oliver wegen China. Das war für mich die letzten Jahre auch ein „no-go-market“. Ich halte ihn auch jetzt noch nicht für vergleichbar transparent und vertrauenswürdig. Aber…
    Der Sohnemann ist seit einiger Zeit mit einer Chinesin aus Shanghai zusammen. Ich habe mittlerweile eine andere Sicht. Die Intelligenz, der Tatendrang und der Optimismus und Hunger nach Zukunft hat nichts mit dem absteigenden Bewahren des Westens zu tun. Ich denke, China hat das Zeug zur kommenden Weltmacht. Die werden nicht die billige verlängerte Werkbank des Westens bleiben. Muss sich natürlich noch einiges ändern. Der Sohn gibt ab und an Nachhilfe bei Schülern als Nebenverdienst. Die Freundin wundert sich immer, was da in hohen Klassen erst gelehrt wird, was sie schon Jahre vorher hatte. Na ja, schaun mer mal.

    MS

  36. WW

    @ M Schneider

    Danke!

    Ich denke auch, daß China die kommende Weltmacht wird, aber das wird noch dauern, schätze ca. 2-3 Jahrzehnte,  China will nach vorne, man muß ja nur mal daran denken, wo China vor 10 Jahren war. Aber für mich persönlich ist das ein zu langer Horizont.

    Grüße

  37. fit und gesund

    @Finanzmixerin

    meine Strategie ist einfach, ich hab ja schon Alles was es so braucht,

    Möbel, ich wählte vor 20Jahren schlichte einfache aber teure Möbel, aus Nussbaum, die halten ewig und ich hab mich immer noch nicht dran satt gesehen, Gartenmöbel aus Teakholz die jetzt schon 25Jahre alt sind, klassisch eben.

    Elektrogeräte für den Haushalt, nur Markenartikel, mein Favorit Miele hier, nur das was es braucht, Staubsauger, Geschirrmaschine, Waschmaschine, kein Trockner! Stabmixer, ich brauche keinen Eierkocher, keinen Toaster, kein teures Gerät um Smoothies herzustellen, obwohl ich lange damit geliebäugelt habe, keine Brotbackmaschine nix, man verwendet es anfänglich oft und dann steht es nur rum, auch keine Mikrowelle, ich brauch das einfach nicht, aber, ein Dampfdruckkochtopf find ich sehr gut.

    Apple PC, Mac und Smartphone seit 2 Jahren, für alles Andere bin ich leider zu doof :), mein PC ist 7 Jahre alt.

    Kleider, 3Jeans reichen, Winter und Sommerklamotte in ausreichender Menge aber nicht mehr, eher sportlich, 1x gute Klamotten für feinere Anlässe, lassen sich mit einem chicen Schal durchaus aufpeppen/variieren, dafür gute Goretex-Sachen da ich mit dem Velo zur Arbeit fahre, das muss einfach sein, immer Qualität kaufen, Billig Tshirts halten max eine Saison, dafür ist mir das Geld zu schade und ich finde auch die Arbeitsbedingungen der Näherinnen zum K….en.

    Die Grundausstattung hat man einfach ab einem gewissen Alter zusammen, man muss nicht immer nur vom Allerneusten haben, wen will ich beeindrucken, warum denn? man nimmt mich wie ich bin oder lässt es bleiben.

    Auto, nicht nötig, meine Kollegen kaufen auf Pump, was soll ich dazu sagen, NIX, ist nicht mein Bier, Jedem das Seine, Leben und Leben lassen, ich bin auch kein Missionar.

    Urlaube, im Moment wegen meiner Tiere nicht möglich, ich wohne direkt am Bodensee, hier lebt es sich ausgezeichnet, ich muss nicht überall gewesen sein, Länder lernt man im Urlaub auch nicht wirklich kennen, also das wahre Leben dort,

    ich bin gerne draussen, Mitgliedschaft im Fitness-Club… nein, ich laufe lieber am See oder fahre Fahrrad, kostet nix und ist gesund.

    Nur, es gibt Phasen im Leben, Phasen in denen man unbeschwert konsumiert und Phasen wo man eisern spart, zumindest war es bei mir immer so, besser wäre kontinuierlich zu sparen, nur rumgeizen find ich auch nicht so geil,

    freuen tue ich mich nicht so sehr über materielle Geschenke, aber ein gutes liebes Wort zur rechten Zeit, eine hilfreiche Hand wenn mal Not am Mann ist, das zählt für mich, das ist mit keinem Geld der Erde aufzuwiegen,

    Zeit haben meinen eigenen Gedanken nachhängen zu können, nicht getrieben sein von Sorge um’s Finanzielle, Meinen Weg gehen der nicht so sein muss wie der meiner Freunde, Musse zu Lesen, Musse Blogs zu verfolgen, ab 60 möchte ich mein Arbeitspensum um 10% reduzieren, macht für mich 2 freie Tage mehr im Monat, dem Hamsterrad schrittweise zu entkommen, so stell ich mir das vor.

    So, genug für heute, wünsche Allen ein schönes Wochenende, ich muss halt arbeiten.

  38. B

    @ Matthias Schneider

    Ich habe mir den i Shares Dow Jones China mal genauer angesehen.Grundsätzlich klingt das für mich interessant weil China bis jetz noch keinerlei Rolle in meinen Depot spielt.

    Dh. also wenn ich diesen Fond sagen wir jedesmal wenn ich 1000€ zusammen habe kaufen würde dann wäre das doch mal ein guter Anfang? Wie sieht es bei desen Fond eigentlich mit Dividenden aus? Steuer gleich wie bei Aktien?

    Vielen Dank für deine Antwort.

    LG, B

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @B,

    ich wollte aber keine Kaufempfehlung abgeben. Oftmals geht genau das, worüber ich paar Worte verloren habe, dann in den Keller. Wie verhext. Also nur kaufen, was man selbst für ok hält!

    Empfehlen würde ich eher einen breiteren ETF wie den iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE). Der schüttet auch etwas mehr aus, so >4%.

    Die Ausschüttungen werden wie Dividenden behandelt. Hat man noch Freibetrag offen, dann eben ohne Abzüge, danach die übliche Kapitalertragssteuer. Ich schaue mir das gar nicht regelmäßig an. Ich glaube, bei teilthesaurierenden Fonds wird der thesaurierte Ertrag zusätzlich automatisch mit versteuert, sodass dann weniger Nettoertrag bleibt, als Bruttobetrag minus die rund 25%. Das steht alles in der Abrechnung, ich lese die nur fast nie.

    Bei Flatex hat man normalerweise die Unverschämtheit, dass auf ausländische Dividenden eine Gebühr abgezockt wird. Gibt es wohl sonst nirgends. Aber das gilt nicht bei IE oder LU ETFs. Das sind dann keine Dividenden sondern Ertragsausschüttungen.

    Als positiv bei ETFs empfinde ich auch, dass man, gerade bei Eurostoxx-Werten, sich nicht um Rückerstattung von z.B. zu viel bezahlter schweizerischer Quellensteuer kümmern muss. Dazu wäre ich viel zu faul, und bei Minibeträgen betreibt niemand solchen Aufwand. Der Fonds lässt sich natürlich diese Quellensteuern erstatten und das kommt einem dann zugute.

    MS

     

  40. WW

    @ B  + MS

    Bei Flatex hat man normalerweise die Unverschämtheit, dass auf ausländische Dividenden eine Gebühr abgezockt wird. Gibt es wohl sonst nirgends. Aber das gilt nicht bei IE oder LU ETFs. Das sind dann keine Dividenden sondern Ertragsausschüttungen.

    Deswegen haben wir zusätzlich ein Konto bei FINANAZEN.NET (onvista bank) eröffnet, die haben gebührenfreie Dividenenausz., zusätzl. kostenlose Sparpläne und die deutsche Einlagensicherung; sind aber neu am Markt, noch keine Erfahrungen damit, ansonsten ist Flatex gut.

  41. Ex-Studentin

    Wir leben in einer Gesellschaft, in der es durchaus geduldet ist, wenig Geld ausgeben zu wollen. Manche machen dies aus der Not heraus, manche freiwillig. Unser Konsumverhalten entscheidet teilweise auch, mit welchen Menschen wir Zeit verbringen und uns auf Dauer wohl fühlen.

    Es ist wichtig einen Freundeskreis zu haben, bei der die Konsumausgaben reine Privatsache sind. Ich komme besser damit klar, wenn meine Studentenfreunde bei Unternehmungen sehr aufs Geld achten oder es gar nicht erst thematisieren als wenn vereinzelt einige von ihren teuren Hobbys und Markeneroberungen erzählen und man sich rechtfertigen muss, wieso man sowas nicht mitmacht, obwohl ich als Ingenieurin nun genug Geld hätte. Man sollte sich für seinen Lebensstil nie dem Freundeskreis gegenüber rechtfertigen müssen, sonst sind es keine richtigen Freunde.

  42. Finanzmixerin

    @B: informiere dich am Besten vorher über die Risiken der Chinesischen Börse allgemein. Ich vertraue in China und Russland der Politik nicht so weit. Das ist meine persönliche Meinung. Ich finde ansonsten z.B. Gazprom auch super interessant, da die Aktie sehr günstig aber habe zu viele Bedenken wegen der politschen Situation.

  43. Oliver

    @Matthias:

    Der Markt für die chinesischen Aktien schwankt sehr stark. Aber ich muß zugeben, dass es dort eine Reihe interessanter Werte gibt und ich lehne es nicht ab, dass ich dort in Zukunft etwas investiere. Ich habe letztes Jahr schon mal darüber nachgedacht, aber für langfristige Investitionen ist das ein sehr riskanter Markt. Mit einem ETF streue ich die Sache naturgemäß, aber die Bewegungen sind auch dort sehr stark. Man muß nicht alles besitzen, um ans Ziel zu kommen. Von daher hatte ich hier noch nicht den Handlungsdruck. Ich schließe nicht aus, dass ich mal oder zwei Positionen aufbaue. Die haben z.B. eine ganz interessante Biotech-Aktie mit China Biologic Products. Die Aktie ist zwischenzeitlich mit großen Schwankungen stark gestiegen, aber teuer und haben den starken Einbruch nicht mitgemacht. Ich bin mir sicher, wenn man sich mit den chinesischen Firmen beschäftigt, dass man so manche Perle entdecken kann. Man braucht einen gewissen Spieltrieb und sollte etwas streuen, wenn man wirklich was machen möchte. Ich habe mich bisher noch nicht getraut.

    Was die Russen betrifft, kann man durchaus für kleines Geld gute Aktien bekommen. Durch die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise sowie die Embargos sind die Kurse zweifach belastet und wenn man etwas Geduld hat, wird man hier, sollten sich alle Seiten ein bisschen beruhigen, gute Gewinne machen. Ich besitze u.a. die Norilsk Nickel. Vom Kurs wie alle Rohstoffwerte nicht gut, aber die Ausschüttungen sind beachtlich. Sehr großes stabiles Unternehmen zu kleinem Preis. Für Langfristanleger sicher interessant.

  44. SL_Franziskus

    @ B: Ich würde auch eher in (rechts-)sichereren Gefilden auf die Suche gehen.

    Bisher hatte ich selbst mich nicht sonderlich für ETFs interessiert, ziehe das Investment in einzelne, bewusst ausgewählte Unternehmen vor. Da ich jetzt aber für eine Bekannte, die letztes Jahr in Rente gegangen ist, ein möglichst simples, stabiles, ausschüttungsorientiertes Depot zusammenstelle, bin ich auf den SPDR S&P US Dividend Aristocrats gestoßen: Investment in insgesamt 60 Dividendenaristokraten aus den USA, voll replizierend, vierteljährlich ausschüttend, akzeptable Kosten (0,35 % p.a.), Volumen ca. 2 Milliarden Euro, 5 Jahre alt, stetige Outperformance ggü. dem S&P 500. Größte Werte sind momentan AT&T, HCP, Chevron. Bei der ING-Diba kann man ihn wohl sogar ab 500 Euro gebührenfrei kaufen.

    Das wäre eher was nach meinem Geschmack, werde den wohl auch meiner Bekannten empfehlen, evtl. noch mit einem weiteren ETF als Ergänzung (z. B. dem iShares STOXX Global Select Dividend 100, den Matthias Schneider schon angesprochen hat; ist allerdings etwas teurer).

    Einziges Manko beim SPDR-ETF ist vielleicht der hohe Anteil an Finanzwerten (ca. 1/4). Das ist wohl Geschmackssache. Lasse mich aber auch gerne von den ETF-Erfahreneren hier korrigieren und auf weitere Schwachstellen hinweisen, bei ETFs bin ich noch ziemlicher Anfänger ;-)!

    Zukünftig wird zudem wohl auch die Besteuerung von Fonds komplizierter werden. Das müsste man bei der Auswahl ggf. auch berücksichtigen.

     

  45. B

    Vielen Dank für Eure Hilfe 🙂 Jetzt weiß ich besser bescheid wonach ich Ausschau halten muss.

    DANKE

    LG, B

  46. PIBE350

    Zum Thema Dividenden-ETFs: Ich habe mir vor ein paar Monaten ein Zweitdepot aus folgenden Dividenden-ETFs gebastelt:

    20% WisdomTree Europe Equity Income UCITS ETF

    20% WisdomTree Europe SmallCap Dividend UCITS ETF

    20% WisdomTree US Equity Income UCITS ETF

    20% WisdomTree US SmallCap Dividend UCITS ETF

    20% WisdomTree Emerging Markets Equity Income UCITS ETF

    Warum ich mich für diesen Anbieter entschieben habe:

    – sehr breit gestreut (300-700 Unternehmen pro ETF)

    – gewichtet nach Dividendenfluss, nicht Dividendenrendite (dadurch werden kleinere Unternehmen nicht übergewichtet)

    – physisch replizierend

    Der STOXX Global Select Dividend 100 kam für mich wegen der geringen Titelanzahl und der Indexgewichtung (eher komische Firmen ganz oben) nicht infrage.

    Liebe Grüße. 🙂

     

  47. Kakaopulver

    Guten Abend,

    habe in meinem ETF-Depot den STOXX Global Select Dividend 100 ebenfalls als Beimischung (10%), da die Ausschüttung doch schon recht hoch ist. Aber eben da er nur 100 Firmen hat ist es er natürlich ein eher schmall aufgestellter ETF.  Habe dies ausgeglichen durch MSCI USA  UCITS (30%), STOXX 600 UCITS(30%) und MSCI Emerging Markets (30%). Bis auf den MSCI Emerging Markets findet man auch für die obigen Aufteillung auch ETF’s mit Domizil Deutschland sowie voll repliziert, falls dies für die Entscheidung von Relevanz ist, z.B. wegen der Steuereinfachheit.

    Wobei man allerdings auch sagen muss, 100 Firmen sind ja nun auch nicht wenig im Vergleich zur Einzelaktienanlage, da muss man auch erst einmal hin kommen ;).

    Viel Erfolg (und hoffentlich auch etwas Spaß) bei der Suche nach dem ETF der zu dir passt ;).

  48. Lad

    In ETFs zu investieren ist Unsinn. Wer sich aus dem DAX, Eurostoxx50, Stoxx50 und Dow Jones nur die besseren 20 Aktien kauft (plus AT&T, Wells Fargo) der bekommt 50x im Jahr Dividenden. Von ETF aber hast du nix, oder Dividende einmal im Jahr, oder besitzt du auch die kranken Unternehmen und die Aktien mit nur 0.8% Dividende.
    Und die 16 bis 20 ausgewählten Aktien sollte man für immer halten, später werden sie die Kinder erben. Nur so steigt die Dividendenrendite von heutigen 3% nach 12 Jahren auf 10% und nach 40 Jahren auf 100% vom heutigen Aktienwert.

  49. Ben

    @Lad

    Welche Aktien sind denn die „besten Aktien 20“ aus DAX, Eurostoxx50, Stoxx50 und Dow Jones für die nächsten 25 Jahre?

    Übrigens ETFs schütten genauso Dividenden aus, wie die zugrundeliegenden Aktien/Indizes.

     

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Ben,

    genau das ist das Problem. THEORETISCH gibt es immer tolle Ideen (siehe ZEN). Aber die Praxis hält sich leider nicht an die theoretische Vorgabe.

    Auch finde ich das Entweder-Oder-Denken nicht nachvollziehbar.

    Vielleicht fehlt einfach Jedem ein direktes Erlebnis im eigenen Depot, wie die ENRON-, Kodak-, Bear Stearns-, Lehman- oder GM Pleite (nur um damals erstklassige Namen zu nennen). Oder quasi Pleiten wie Fannie Mae und Freddie Mac, oder dem noblen Namen wie AIG. Da hilft kein „hold for ever“ mehr, wenn man für einen Blue Chip Versicherer mal 1500 oder 2000 USD (resplit bereinigt) gezahlt hat, und heute noch 51,50 USD dafür bekommt. Oder sowas wie YRC Worldwide, die war mal (resplit 1 Aktie für 300 alte) über 18.000 USD wert, heute ca. 8 USD. Diese Firmen hätte man „davor“ alle als die Besseren bezeichnet.

    Es gibt keine idiotensicheren Firmen. Natürlich sind viele sehr viel sicherer als andere, aber das kann sich von heute auf morgen ändern. ETFs werden nicht für bessere Rendite gekauft, sondern als „sleep well at night“ Investment. Die können auch stark ins Minus gehen, aber eben äußerst unwahrscheinlich pleite gehen. Im Gegenteil, für die beruhigten Nerven verzichtet man auf etwas Rendite.

    Was die Zahlungsintervalle betrifft, es gibt genug ETFs mit monatlicher Ausschüttung, weil die eben genau für „Retirees“ und andere an Income Interessierte aufgelegt sind. Ich habe mir ja vornehmlich kanadische zugelegt in letzter Zeit.

    Aber jedes Alter hat unterschiedliche Interessen. Man sollte einfach berücksichtigen, dass dies so ist.

    MS

     

  51. Chrushin

    Ich persönlich überlege mir zwar auch, einen thesaurierenden ETF als Anlage für meine kids anzulegen, bin aber auch nicht 100%ig überzeugt.

     

    Neben den o.g. Propunkten ist es halt schon so, dass man „die Katze im Sack“ kauft, d.h. es sind halt auch eine Menge Unternehmen in den ganzen ETFs, welche ich mir nie ins Depot legen würde. In meinen Augen ist heute Stockpicking wichtiger als die Jahre zuvor. Ich suche mir gerne selber aus, in welche Unternehmen ich mein Geld anlege und quasi Teilhaber bin. Hinzu kommen die Abschläge an Verwaltungsgebühren und die ständig anfallenden Transaktionsgebühren für den Sparplan, wenn man sich denn einen solchen einrichtet. Deshalb würde ich persönlich nicht monatlich, sondern quartalsweise oder halbjährlich investieren, womit man über Dekaden gedacht ebenfalls eine gute Glättung der Einstiegskurse erreicht.

     

     

  52. WW

    @ SL_Franziskus

    Vielleicht bewegt sich ja doch was in Good Old Germany?!

    Es hätte sich schon lange was bewegen müssen. Unsere Nachbarstaaten sind alle viel besser aufgestellt. Mir graut etwas vor der Rentnerschwemme, derer, die keine auskömmlichen Bezüge haben. Kennt Ihr doch: Die zunehmende Anzahl älterer Heren, die in Papierkörben nach Pfandflaschen suchen oder Nachts bei Wind und Wetter Zeitungen austragen. Müssen. Mir graut auch davor welche Lasten wir unseren Kindern aufbürden oder aufbürden wollen. Vielleicht zeigen die uns auch einfach den Vogel?

    Da die Schule das nicht macht, beginnen wir jetzt privat mit der Finanzerziehung unserer Tochter mit eigenem Aktienkonto und thematischer Aufklärung, obwohl Sie das Thema fast haßt; ggf. hat da jemand einen Tipp oder eine Idee, wie man das reizvoll aufbereiten kann. Denke aber, das ist zu wichtig und hätte das auch vom eigenen Vater gewünscht, war aber leider nicht (ohne Vorwurf).

    Das Good Old Germay, das ist aber für immer weniger Good, in den letzten Jahrzehnten. Bin mal gespannt welche Antwort die Politik und auch wann haben wird. Es beschleicht mich insgesamt ein ungutes Gefühl für die Zukunft, aus vielen Gründen.

    Ich traue denen nicht mehr viel zu, deswegen habe ich, meine Familie begonnen, mit dem nächsten Standbein, neben Immobilien, die Aktien und die ETFs. Bin mit noch nicht so ganz sicher, eher Aktien oder eher ETFs. Das Thema interessiert mich, stelle aber immer wieder fest, daß ich an Punkte stosse, wo Wissen fehlt, deswegen ggf. besser die „Kopfkissen-Gut-Schlaf“ ETFs. Habe letztes Jahr Markel gekauft, die Aktien sind aber echt nach oben geschossen, zw. + 40%; dem wird „vorhergesagt“ der 2. Buffet zu werden; die anderen sind leider nicht so abgegangen, das will ich auch nicht, das ist ja schon „ungesund“.

    Ansonsten wir leben bescheiden, neue Autos und neue Handy, no go, viel zu teuer. Wir haben gebrauchte Iphones für 100 €, die funktionieren einwandfrei.
    Wenn ich das manchmal sehe, da laufen Leute, die ganz klar erkennbar kaum Geld haben mit den neuesten Handy rum, und der neueste SUW, u.s.w.
    Da fragt man sich schon machmal, bei diesem Verhalten, ob sich da ein Eintreten für mehr Steuergerechtigkeit, etc. lohnt, oder wird es wieder einfach nur verpulvert.

    LG

     

     

  53. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Das ist schon ärgerlich mit einem Pleitefall im Depot: Kodak, GM oder Abstürze wie Nokia gehören zur Börse dazu. Ein Buy-and-Hold-Anleger kann damit leben. Die anderen Aktien gleichen das Desaster aus. Ein Index ist im Prinzip das Gleiche. GM gehörte zum Index. Breite Streuung ist ratsam.

     

    @ SL_Franziskus

    Ja, das stimmt. Wenn der SPIEGEL das aufgreift, sind die Massenmedien also schon dran. Das stimmt, dass die Deutschen falsch sparen. Sie sind zu sicherheitsorientiert. Sie haben vor den Schwankungen der Börse Angst. Sie können mit dem Auf und Ab nicht umgehen. Daher setzen sie lieber auf Sparbücher, Versicherungen, Festgelder, Bundesobligationen.

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    es ist schon klar, niemand wird so wenige Werte im Depot haben, dass der Ausfall eines Wertes alles in den Keller fährt. Aber selbst wenn man, wie viele Anleger, vielleicht 10 bis 20 Positionen hält, dann sind  das 5 bis 10% des Depots. GM ist heute ja wieder im S&P 500. Aber wenn die heute wieder pleite gehen würden, dann würde das den Halter dieses S&P500 ETF nicht berühren, weil GM nur mit 0,25% des ETFs gewichtet ist, die dann wertlos würden. Das wäre halt der Unterschied. Als Einzelposition ist das schon eine andere Dimension. Ich rede ja nicht gegen Einzelaktien an sich. Ich habe und kaufe ja nach wie vor immer welche. Aber ich bin eben auch bereit, dann evtl. Verluste abzuschreiben. Dazu hat nicht jeder die Nerven.

    Nix für ungut. Vielleicht muss wirklich Jeder erst seine schmerzlichen Erfahrungen machen.

    MS

  55. Finanzmixerin

    Wenn jetzt die Massenmedien aufspringen, also bald auch noch die Bild zu Aktien rät, dann ist es gut möglich dass es erst noch ein Stück nach oben geht und dann schnell abwärts.

    Wenn der Michel aufspringt sollte man skeptisch sein. 😀

  56. Christoph

    Das einzige was ich als neue Schwachsinns Idee gehört habe,  ist die Deutschland Rente. ein Fonds in den jeder einzahlt ausser er widerspricht. undangeblich würde die Regierung nie da etwas entnehmen

    wers glaubt wird seelig und wer es nicht glaubt kommt auch in den Himmel

     

     

     

  57. Anna

    @ Finanzmixerin

    Richtig, dann kann’s gefährlich werden.

    @ Chrushin

    Thesaurierend … Ich halte nichts davon. Gönne deinen Kids die Dividenden. Da sehen sie doch ein Ergebnis. Einen Steuerfreibetrag haben die Kids doch auch.

  58. chaostrader

    Thesaurierend … Ich halte nichts davon. Gönne deinen Kids die Dividenden. Da sehen sie doch ein Ergebnis. Einen Steuerfreibetrag haben die Kids doch auch.

    Noch wichtiger: Macht eure Investitionsentscheidungen nicht von emotionalen Meinungen von Fremden aus dem Internet abhängig. Es ist absolut wurscht, ob irgend jemand Thesaurierungen nicht mag oder momentan aktuelle Besteuerungsregeln (die sich jederzeit ändern können) als Vorwand für irgendwas nennt. Selber nachdenken und OBJEKTIV entscheiden. Kurssteigerungen sind nicht schlechter als Dividenden, auch wenn das mancher hier absolut nicht glauben mag.

    Den Steuerfreibetrag (wenn es ihn dann noch gibt) werden die Gören hoffentlich bei meinem Ableben schon selber, aus eigenem Antrieb voll ausgenutzt haben, ansonsten haben sie was falsch gemacht und verdienen es nicht, mein Erbe auf den Kopf zu hauen.

  59. Elf On The Shelf

    @WW: wie alt ist denn deine Tochter? Eventuell ist sie noch zu jung fürs Thema Aktien? Es gibt ja genug Erwachsene, die dieses Thema öde finden – wie solls da bei einer (vielleicht noch kleinen) Tochter anders sein? Eventuell ist es für euch beide einfacher, wenn ihr mal mit den „Basics“ anfängt… also woher kommt das Geld, was passiert mit dem Geld wenn ich es a. spare/investiere (es wird mehr) oder b. ausgebe (es ist unwiederbringlich weg), was passiert wenn man zu viel ausgibt (Schulden hat), etc. Von Mr. Moneymustache gibt’s auch einen Blogbeitrag, wo er kurz sein „System“ erläutert (Papa ist die Bank, Sohnemann bekommt 10 % Zinsen pro Monat, Einnahmen und Ausgaben werden in einem Excel Spreadsheet verwaltet).

    @Christoph: ohne Details dieser Deutschland-Rente zu kennen; aber grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass sowas schon funktioniert. Soetwas ähnliches (wenn ich die paar Ergebnisse meiner Google Suche richtig interpretiere) gibt es sogar in Österreich – das System ist zwar fraglich, aber die Beiträge sind garantiert diejenigen, des Arbeitnehmers. Und da hat der Staat auch keinen Zugriff.

  60. WW

    @ Elf On The Shelf

    danke dem Beitrag und den Link, Tochter ist 14. Findet das Thema öde, mal sehen.

  61. chaostrader

    Sie wird das Thema auch noch mit Anfang 20 öde finden. Man kann den Menschen nicht zu seinem Glück zwingen, du musst einfach darauf hoffen, das irgend was hängenbleibt und sie später mal (nach vielen finanziellen Fehlern) aus eigenem Antrieb mal zu dir kommt und fragt, „wie war das nochmal mit den Aktien, Papa?“

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