Unnötiger Konsum macht unzufrieden


New York, 17. Mai 2016

Was ist an diesem Tumi-Reisekoffer so großartig? Er kostet 600 Dollar? Ist er das Geld wert?

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Ich kenne Leute, die geben einfach Geld aus, ohne sich zu überlegen, was das für langfristige Folgen für sie hat. Wer einen dicken Neuwaagen für 35.000 Euro finanziert, geht eine enorme finanzielle Verpflichtung ein. Wer eine solche Einstellung hat, begeht eine Art finanziellen Harakiri. Es gibt Leute, die leiden unter einer Einkaufssucht. Autos verlieren so schnell an Wert. Es ist ein großer Fehler, so etwas zu tun.

Es gibt Menschen, die versuchen, ihr leeres Leben mit Statussymbolen zu füllen. Diese Angeber-Dinger (Autos, Handtaschen, Häuser) machen einen aber nicht auf Dauer glücklicher. Es ist ein Holzweg, der oft im Desaster endet. Es können hohe Schulden, Privatinsolvenz, Scheidung, Depression, Angst, Altersarmut folgen.

Ich habe einen guten Rat: Geben Sie nur Geld für Zeug aus, das Sie wirklich brauchen. Ich muss mich selbst daran stetig erinnern. Ich mache Fehler wie Sie auch. In meinem Kleiderschrank sind im hinteren Bereich etliche Kleidungsstücke, die ich entweder noch nie oder ganz selten getragen habe. Ich muss den Schrank endlich ausmisten. So ein Unfug habe ich da gemacht.

Wer ein Haus per Hypothek kauft, sollte die Hypothek so schnell wie möglich abbezahlen. Wer nicht zügig tilgt, ist besser zur Miete aufgehoben.

Kommen wir zu den Geburtstagsgeschenken. Es geht bei den Geschenken ja nicht um den Euro-Wert an sich, sondern dass Sie an jemanden gedacht haben und dass das Geschenk zu der Person passt.

Konsumenten messen den reinen Geldbeträgen einen zu hohen Stellenwert bei: Übergroßes Haus. Dickes Auto. Teurer Anzug. Was folgt, sind meist Konsumschulden.

Ich steckte selbst in diesem Hamsterrad fest. Ich konsumierte wie ein Weltmeister. Kaufte alles, was edel war. Bis ich herausfand, dass ich ein leeres, sinnloses Leben führte. Das Leben macht viel mehr Spass mit weniger Zeug. Wenn das Leben einfacher ist, geht es der Seele besser. Kleinere Wohnung, kein Auto. Weniger Schulden. Mehr Zeit. Weniger Ausgaben. Kaufen Sie eben nicht immer das Teuerste und das Beste.

Was ist zum Beispiel so großartig an einem Hartschalenkoffer von Tumi, der 600 Dollar kostet? Gibt es nicht einen billigeren Koffer, der genauso gut ist? Ich sehe den Sinn in so einem Luxusprodukt nicht. Es ist für mich eine unnötige Ausgabe, die mir nie in den Sinn käme.

Das idiotische an den Konsumleuten ist ja, dass sie im Grunde von Monat zu Monat immer knapp bei Kasse sind. Sie schaffen es mit Ach und Krach bis zum nächsten Gehaltseingang durchzustehen. Sie sind wie Seiltänzer. Es ist ein gefährlicher Balanceakt.

Nun kommt es aber: In dieser schwierigen Situation gehen sie dann zum Autohändler und kaufen ein neues Auto für 35.000 Euro. Sie richten folglich ein finanzielles Chaos an. Sie sabotieren sich selbst. Es ist eine große Dummheit.

Ich war auf eine Hochzeit nach Las Vegas in ein Luxushotel eingeladen. Was dort Geld ausgegeben worden ist, geht auf keine Kuhhaut. Ich weiß gar nicht, wie das Paar all die Rechnungen bezahlen konnte. Ich finde das schon seltsam. Mir leuchtet das nicht ein.

Nehmen Sie Milliardär Mark Zuckerberg. Er feierte die Hochzeit mit seiner großen Liebe Priscilla Chan im eignen Garten: Das Brautpaar lud ein paar Freunde und Verwandte in ihr Privathaus in Palo Alto ein. Ganz einfach. Unkompliziert.

Als Warren Buffett seine zweite Frau Astrid Menks im August 2006 heiratete, waren nur ganz wenige Personen aus der Familie dabei. Sie gingen abends in ein moderates Fischrestaurant namens „Bone Fish Grill“ in Omaha essen. Das wars.

Was manche aus der Mittelschicht für ihre Hochzeit ausgeben, ist deutlich mehr als Milliardäre springen lassen. Dabei könnten die Ausgaben besser gespart werden. Sie könnten ein Leben lang als Sicherheitspolster dienen.

Der ganze Hochzeitsfeier-Wahn ist in Wahrheit nur eine Marketing-Maschine. Kann man nicht für 3.000 bis 5.000 Euro wunderschön heiraten?

Wenn ich im Urlaub mit der Familie bin, gehen mir als die Touristenattraktionen auf den Wecker. Ich fühle mich hin und wieder ausgenommen. Manchmal lohnt es sich. Ein Museum oder eine Burg kann beeindruckend sein. Wenn ich aber ein Eintrittsgeld für eine zweitklassige Attraktion von 15 Euro bezahlen soll, denke ich: „Muss das wirklich sein?“ Ein Sparziergang im Schlosspark, Wald oder am Strand kann alternativ sehr viel mehr Spass machen. Und nebenbei Geld sparen.

Ich möchte einfach das unnötige Geldausgeben stoppen. Jedes Mal, wenn ich vor der Kasse stehe, denke ich: „Brauche ich das wirklich?“

Ein guter Weg zu mehr Ersparnissen ist das Führen eines Budgets. So passen Sie viel besser auf ihre monatlichen Ausgaben auf. Was übrig bleibt, können Sie dann sparen. Und so bleibt mehr übrig, als Sie denken.

Was bringt es in einem extravaganten Haus zu leben und sich sonst nichts leisten zu können? Nur eben die Hypothekenzinsen? Was bringt es, eine riesige Villa zu kaufen, um anzugeben? Es ist doch viel angenehmer, in Ruhe und Frieden frühzeitig in den Ruhestand zu gehen, um die goldenen Jahre genießen zu können. Das erfüllt ein Leben viel mehr. Der Frieden im Kopf ist wertvoller. Mehr Freizeit zu haben ist doch etwas Herrliches. Das verstehen die Konsummenschen nicht.

Ich lebe gerne auf einer Mini-Fläche und den Rest spare ich in Aktien. Langfristig. So fühle ich mich wohler, als mit einer großen Wohnung und dafür nur einem Mini-Depot. Ein kleines Budget ist feiner. Einfacher zu leben ist schöner. Weniger Zeug zu haben schafft Freiheiten.

Wer sein Leben vereinfachen will, mehr sparen will, ist mit diesem Buch gut aufgehoben: 100 Tipps, die das Leben einfacher machen.

Nachtrag: Eben habe ich gerade meinen Kräutergarten für den Sommer angelegt:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Unnötiger Konsum macht unzufrieden

  1. Stefan C.

    Hallo Tim,

    toller Beitrag!

    Um mit Immanuel Kant zu sprechen:

    „Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern vielmehr durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.

    Und es könnte sein, daß die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, und daß sie gewinnt, indem sie verliert.“

    Beste Grüße
    Stefan C.

     

     

  2. JosefJosef

    Hallo Tim

    Gute Worte.
    Ich führe auch ein Haushaltsbuch, somit habe ich die Kosten immer im Überblick.  Wichtig auch diese Jährlich Optimieren.
    Ich versuche auch vernünftig Geld auszugeben
    und erhöhe meine Einnahmen durch Dividenden von Aktien, die auch ins Haushaltsbuch einfliessen, dieses Kapital fliesst meisst wieder in die Aktien zurück, oder auf mein Sparkonto (Eiserne Reserve).
    Eigentumswohnung kaufen geht für mich nicht in der Schweiz, habe schlicht zuwenig Geld. Eine vernünftige Wohnung kostet mind. 600 000 Fr. und braucht für Hypothek 20% Eigenkapital.
    Es gibt welche für die hälfte und noch weniger aber die sind vielfach Renovationsbedürftig oder schlimme Gegenden.
    Ich versuche nicht Geizig zu sein, gelingt mir aber auch nicht immer.
    Kenne viele Leute die in die Schuldenfalle gerieten.
    Mit geliehenem Geld, 2-3 gleichzeitige Probleme auf einmal (unverschuldet),
    schon schnappte Falle zu.
    Ich lebe einen Traum finanziell unabhängig zu werden und das werde ich auch irgendwann erreichen, Früher oder später (the Secret).

  3. ZaVodou

    „Ich habe einen guten Rat: Geben Sie nur Geld für Zeug aus, das Sie wirklich brauchen.“

    Das Problem dabei dürfte aber sein, dass man erkennen muss, was man wirklich braucht.

    Wenn man etwas kauft, denkt man doch immer, dass man es unbedingt braucht. Wenn nicht jetzt, dann eben später.

    Probleme bereiten vor allem günstige Sachen, die es z. B. in 1-Euro-Shops gibt oder irgendwelche Sonderangebote.

    Bei dem Preis kann man nun wirlich nichts mehr falsch machen!

    Genau das Konzept von Primark. T-Shirts für 3 Euro usw. Die Leute stehen Schlange an den Kassen.

    Ruckzuck hat man sich die Bude vollgestopft.  Wer sich nicht von Dingen trennen kann, braucht jetzt ’ne größere Wohnung oder besser gleich ein ganzes Haus mit großem Keller und Dachboden. Für all die schönen Dinge.

    Schon merkwürdig dieser Papalagi.

    „Je mehr einer ein rechter Europäer ist, desto
    mehr Dinge gebraucht er. Darum ruhen die Hände des Papalagi nie im Machen von Dingen…. Sie müssen Dinge machen. Sie müssen ihre Dinge behüten. Die Dinge hangen sich an sie und
    bekriechen sie wie die kleine Sandameise. Sie begehen kalten Herzens alle Verbrechen, um zu den Dingen zu kommen….

    In einer einzigen Hütte sind so viele Dinge, daß viele weiße Häuptlinge viele Männer und Frauen brauchen, die nichts tun, als diese Dinge dahin zu stellen, wohin sie gehören und sie
    vom Sande zu reinigen. Und selbst die höchste Taopou gibt viele Zeit daran, alle ihre vielen Dinge zu zählen, zu rücken und zu reinigen…“

    Verrückt, oder?
     

  4. Gurki

    @ZaVadou: Naja das „Problem“ erkennt man ja indem man sich fragt ob man das Produkt wirklich braucht. Diese Frage stelle ich mir auch sehr oft und bei sehr vielen Dinge komme ich zum Schluss; „Nein brauchst du nicht“ und dann kaufe ich es auch nicht. Ein gutes Mittel um das weiter herauszufinden, ist 2 Monate mit dem Kauf zu warten. Wenn man das Produkt in 2 Monaten immer noch haben will oder brauch, ja dann kaufen, wenn nicht hat es sich erledigt.

    So kann man ja gut filtern. Einen Drehmomentschlüssel zum Beispiel habe ich mir so mit dem Verfahren gekauft und den werde ich voraussichtlich mein Leben lang haben (gutes, teures Produkt gekauft).

    Außerdem würde ich auch lieber etwas mehr investieren und gleich was richtiges kaufen, was ich wie gesagt 30+ Jahre nutzen kann. Gutes Werkzeug beispielsweise. Gute Lautsprecher (wenn man Audiophil ist) etc. So spart man dann eben auch Geld, da man 1x was teures kauft, aber nicht 3x was billiges (was im Ganzen dann teurer kommt).

  5. valuetradeblog

    „Wenn ich im Urlaub mit der Familie bin, gehen mir als die Touristenattraktionen auf den Wecker. “

    Das nervt mich auch. Irgendwann fühlt man sich wie eine Melkkuh für die hiesige Wirtschaft. Liegen, sitzen, fahren, gehen – alles kostet auf einmal Geld im Urlaub und irgendwann baut man so einen Abwehrhaltung auf die einem die Urlaubsstimmung vermiest.

    Danke für den Buchtipp!

    Grüße,

    valuetradeblog

  6. DivSky

    Info:

    Morgen soll es auf ARD/Plusminus um 21.45 Uhr einen Beitrag um/mit Warren Buffet geben. Bin mal gespannt.

     

  7. PIBE350

    Als Reisetipp: Ich bin gerade für 4 Wochen auf Korfu. Hier geht es sehr ruhig zu. Kein Vergleich zu Malle. Ich persönlich mag beides: Trubel und Attraktionen, aber auch Ruhe und Natur. 4 Bücher habe ich auch schon wieder durch:

    – Der reichste Mann von Babylon
    – Der einfache Weg zum Wohlstand
    – Die Kunst, über Geld nachzudenken
    – Die Kunst, mit meinem Geld auszukommen

    Im Urlaub schaffen möchte ich noch:
    – Reichtum ohne Gier
    – Denke nach und werde reich
    – Glaube an dich und werde reich
    – Befreiung vom Überfluss
    – Reich werden und bleiben
    – Verteilungskampf

    Zum Konsumverhalten: Ich führe ein Ausgabenbuch per App (Finanzchecker). Nicht, weil ich keinen Überblick habe, dafür lebe ich zu minimalistisch, sondern als stetig ermahnenden und erinnernden Wächter. 😛

  8. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    ich führe auch Haushaltsbuch. Ich habe zwar jahrelang als Single keins mehr geführt weil ich längst von div. Altschulden befreit war.

    Allerdings hatte ich jetzt eine etwas längere Beziehung (nett Mädche wie mer he in Kölle sache – äver nix an de Fööss) Und aufgrund dessen habe ich mit Ihr (meistens allerdings allein) Haushaltsbuch geführt – war nach einiger Zeit auch erfolgreich – aber die wirkliche Nachhaltigkeit hat bei Ihr leider gefehlt.

    Da ich jetzt wieder Single bin ist mir auch aufgefallen, das ich viel zu sehr immer auf private Einnahmenseite bei mit geguckt habe in den letzten Jahren. Habe jetzt persönlich die Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre aufgelistet – und siehe da: Ich konnte einiges sparen, Stromanbieter gewechselt, vorzeitige Sondertilgung auf Privatdarlehn wegen meiner EX…., Friseur gewechselt (vorher 30€) – jetzt 18€ mit Bonusheft – nächstes Mal gibt es Haareschneiden umsonst, weniger Fanklamotten von Schalke – hab schon alles!

    Gehe jetzt sogar ab und an bei Aldi einkaufen und gucke mir gelegentlich die Werbeblättchen an wegen Sonderangebote die sinnvoll sind.

    Weiter so – toller Blog!

     

     

     

  9. Der Finanzfisch

    Hallo Tim,
    ein guter Beitrag. Ich stimme dem voll und ganz zu. Wobei ich nicht am Ende des Monats sparen würde, sondern, sobald ich erstmal weiß wieviel ich circa im Monat brauche, bereits am Anfang spare.

    Dann ist das Geld schon mal aus dem Budget raus und man „tanzt schon früher auf dem Drahtseil“, mit dem Unterschied, dass man bereits enorm gespart hat.

    Früher habe ich auch einfach nur konsumiert, konsumiert und konsumiert. Dann habe ich aber gemerkt, dass mich der ganze Krempel nur belastet und mehr Konsum das nicht beheben kann. Erst seit dem ich, finanziell gesehen, auf Sparflamme lebe, bin ich sehr glücklich mit der Situation.

    Ich habe ein sparsames und glückliches Leben und kann gut für das Alter vorsorgen. Ich kann jedem empfehlen, das einmal auszuprobieren. Mir geht es so, dass ich mich viel mehr auf Urlaube und Anschaffungen freuen kann, wenn ich da „mühsam“ drauf hingespart habe.

    Viele Grüße
    der Finanzfisch

  10. enrico

    Heute gibt es bei Welt Online einen interessanten Artikel zum Sparen fürs Alter. In den zum Artikel abgegebenen Kommentaren erkennt man die Ahnungslosigkeit des Großteils der Bevölkerung.

    Hier der Artikel: http://www.welt.de/finanzen/article155434152/In-der-Aera-der-Niedrigzinsen-machen-Sparer-einen-schlimmen-Fehler.html

     

    Heute stimmt auch der Bundestag über die Prämie von Elektrofahrzeugen ab. Bereits der i3 von BMW kostet ca. 35000 Euro. Auch mit der Prämie von 5000 Euro kostet mir das Auto zuviel, um mit diesem maximal 200 km am Stück fahren zu können.

     

    Interessant bezüglich von Tims Beitrag ist auch folgendes Video über die Besetzung des Tagebaus in der Lausitz:

    https://youtu.be/y219Q40fpws?t=1m51s

    Aufgefallen war mir hierbei, das einige Anti-Kapitalismus-Demonstranten auffällig teure Ausrüstungsgegenstände wie Deuter-Rucksäcke dabei haben. Wie Platon bereits sagte: Jedem das Seine.

     

  11. Christoph

    @Gurki. Richtig so!

    Denn billig gekauft ist zweimal gekauft.

     

    @Delura: Ja gut machst du das. Ich bin ja FCB Fan. Aber ich werde mir lange Zeit kein neues Trikot kaufen. Habe noch Gomez. Wozu ein neues? Kosten locker 90 Euro.

    Überlege sogar auszutreten. jedes Jahr € 60,00..

     

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan C.

    Danke für das schöne Zitat. Shoppen macht auf Dauer nicht glücklich. Das begreifen nur die wenigsten.

     

    @ Josef

    Ich muss zugeben: Ein Haushaltsbuch führe ich nicht. Ich passe aber schon verdammt gut auf. Neulich sagte die Frau an der Kasse im Supermarkt zu mir: „Sie kaufen ja nur Sonderangebote.“ Ich antworte: „Ja, natürlich.“ Geizig versuche ich indes nicht zu sein. Ich gebe gute Trinkgelder. Im Hotel bekommt das Putzpersonal jeden Tag 2 oder 3 Dollar.

     

    @ valuetradeblog

    Ja, im Urlaub sind die Touri-Attraktionen vielfach zu teuer. Daher liebe ich die Natur. Die gibt es gratis: Wald, Bergwanderung, Strand… Das ist wahre Erholung. Wir leihen uns als ein Rad und fahren einfach irgendwohin. So lernt man Land und Leute viel besser kennen.

     

    @ PIBE350

    Danke für die vielen Buchtipps. Durch Lesen baut man Wissen/Weisheit auf. Das Denken wird schärfer. Durchs Fernsehschauen wird man irgendwie so stumpf und faul. Die TV-Werbung verleitet nur zum Konsum. Daher habe ich den TV ausgestöpselt und den TV-Kabelvertrag gekündigt.

     

    @ Delura

    In die Prospekte der Supermärkte schaue ich auch als – so wie Du. Oder auf die Preisschilder. Am liebsten sind mir die Schilder mit „50% weniger“ wegen des Haltbarkeitsdatums. Dabei sind manchmal noch 5 bis 6 Tage Zeit, bis das Verfalldatum erreicht wird. Seltsam. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft.

     

    @ der Finanzfisch

    Klar, am Monatsanfang einen festen Betrag automatisch zu sparen ist am besten. So kann man das Geld nicht mehr für unnötigen Konsum verpulvern.

     

    @ alle

    Danke fürs Leben und die klasse Kommentare. Ohne Euch hätte ich das Blog-Projekt nicht fortgesetzt. Die Leserzahl geht massiv nach oben. Ich bin allen sehr dankbar für das Vertrauen!

  13. Tobias F.

    @Tim: Ich habe zu Danken! Dir! Und den netten Menschen hier im Blog. Manchmal kontrovers, meistens bereichernd! Ich würde gerne noch etwas mehr über die Märkte austauschen, allerdings gibt es hier schon viele Konkrete Wortmeldungen zu einzelnen Aktien, das ist gut!

    Was mich zur Zeit umtreibt in Sachen Finanzen:

    Wie würde sich ein Donald als POTUS auf die Märkte auswirken. Kurzfrsitig udn auch langfrisitig? Ich hätte Angst bei ihm als Präsident, sogar Angst vor Krieg.
    Brexit: nicht so unwahrscheinlich, dass er kommt. Und dann?
    Wird es an den Märkten langfrisitig immer weiter berg auf gehen oder gibt es wirklich irgendwann Dekaden mit null- oder negativentwicklung?

    Viele Grüße an Alle!

     

     

  14. PIBE350

    An Tim: Ich weiß, was du meinst. Vor 20-22 Uhr geht bei mir nie die Glotze an. Und dann maximal für 1-2 Stunden. Meist gucke ich nur politische und gesellschaftliche Gesprächsrunden, obwohl dort auch viel rumgesabbelt wird. 😛

    Lieber lese ich Bücher, in Blogs und Foren und auf Nachrichtenseiten über finanzielle und gesellschaftliche Themen.

  15. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Tobias F.

    Danke. Donald als Präsident? Das kann passieren. Aber ich mache mir keine Sorgen um ihn und um die Welt. Amerika hatte schon schlechte Präsidenten und die Wirtschaft und Welt wurden trotzdem langfristig besser.

    Ich bin und bleibe ein Optimist. Nichts kann den Fortschritt und Frieden dauerhaft aufhalten. Kurzfristig ja, aber nicht ewig.

    Brexit wäre wohl ein Rückschlag. Aber auf Dauer kein Problem.

    Eine Dekade mit Null-Rendite an der Börse kommt selten vor. Kann indes passieren. Ich sitze so etwas aus und kaufe zu.

     

    @ PIBE350

    Ja, das Lesen ist irgendwie besser als das Gequatsche im TV.

  16. Vali

    @Tim, deine Salate sind so süß 🙂 Finde das Video so treffend – die selbst angebauten Kräuter und Salate vor der Deutschen Bank – das ist schon fast gesellschaftskritisch 😉

    Bravo! Ich finde gärtnern für den Eigengebrauch so beruhigend. Ich liebe auch meine Pflanzen und pflücke jeden Tag Kräuter aus dem Garten für den Salat – das ist mein liebstes Essen: Tomaten,  griechischer Käse mit Olivenöl und Gartenkräuter drüber, dazu Fladenbrot oder eine Semmel, hach…

    Ich möchte auch danke sagen, an alle, die mich beim User „Schäfer“ so unterstützt haben. Wir werden ihn schon umerziehen 😉

    Und heute schaue ich auch Warren Buffett an. Danke!

    Liebe Gruße! Weiter so!

     

  17. Delura

    @Christoph

    @Delura: Ja gut machst du das. Ich bin ja FCB Fan. Aber ich werde mir lange Zeit kein neues Trikot kaufen. Habe noch Gomez. Wozu ein neues? Kosten locker 90 Euro.

    Überlege sogar auszutreten. jedes Jahr € 60,00..

    Kann ich nur empfehlen – Du hast dann anschließend weniger Langeweile und mehr Kumpels…. 🙂

     

     

  18. Delura

    @Tobias F.

    Wird es an den Märkten langfrisitig immer weiter berg auf gehen oder gibt es wirklich irgendwann Dekaden mit null- oder negativentwicklung?

    Viele Grüße an Alle!

    Ich denke, wichtig ist das Du den langfristigen d.h. den monatlichen oder quartalsweisen Kauf immer beihälst ist EXTREM wichtig. Wenn das irgendwie geht hast Du so gut wie ein Problem.

    Steigen die Aktien über Level „X“ kauf zum Beispiel nur für 2.500€ im Quartal – fallen Sie kauf für 3.500€ (natürlich nur große nachvollziehbare Geschäftsmodelle) und erfreue Dich an dem ständigen Wachstum des Einnahmenfluss (oder wie die Angelsachsen sagen „cash flow“)

    Glück Auf!

     

     

     

     

     

  19. Tobias F.

    @Delura:

    Ich kaufe aktuell nur noch ETFs regelmäßig nach. Das verkrafte ich besser ( 😉 Apple..nicht wahr Vali… 🙂 ) und habe weniger Aufwand damit.

     

    Habe einen DivDax, einen MDAx, einen Eurostoxx50 und zwei US-Dividenden-ETFs, die waren mir am sympatischsten. Echte ETF Jünger schlagen wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen, aber es muss ja nicht jeder einen MSCI World und einen Emergin Markets ETF kaufen 🙂

     

     

  20. Freelancer Sebastian

    @ PIPE350

    Dein genügsamer Lebensstil samt Reiselust imponiert mir. Kompliment! Mit drei Kindern für uns momentan nicht umzusetzen. Aber wenn wir ein bissel älter sind wird auch getourt und viel geschmökert. Deine Berichte wecken Vorfreude….

    @ Tim

    Den Dank kann man wirklich nur zurückgeben. Deine Artikel sind spitze! Du kannst dich sicher rühmen, so einige Leute auf die richtige (Investitions-) Spur gebracht zu haben und/oder sie mit deinen Mantren dort bleiben zu lassen. Dein Blog bereitet sehr viel Freude!

  21. Oliver

    Im Grunde ist es eine Lebenseinstellung, was und wie wir konsumieren. Sicherlich benötigt niemand einen 600 $ – Koffer. Der ist für viele Gegenden sogar völlig unbrauchbar und ich würde den nicht in viele arme Länder mitnehmen, da er Wohlstand ausstrahlt. Fehlt nur noch die Goldkante.

    Mit Koffer habe ich vor etwas mehr als 10 Jahren sehr lustige Erfahrungen gemacht. Es war meine erste Reise nach Indien und natürlich habe ich die Reiseführer studiert, was man so macht und eben nicht so macht. Da stand drin, dass man einen stabilen, verschließbaren Koffer mitnehmen sollte und zusätzlich noch ein Sicherheitsband rumwickeln sollte. Ich hatte mir das genau überlegt und bin zu dem Schluß gekommen, dass ein so gesicherter Koffer eher mehr Begehrlichkeiten weckt, weil er viel Wohlstand ausstrahlt.

    Also habe ich meinen häßlichsten, ältesten Koffer mit gruseligem Blümchenmuster ausgepackt. Überhaupt nichts abgeschlossen und nichts gesichert. Nur Klamotten reingepackt, die mich nicht sonderlich interessierten, wenn sie wegkommen. Wir waren zu dritt unterwegs und die anderen beiden hatten den besagten Koffer dabei, nur auf das Sicherheitsband haben sie verzichtet. Keiner der Koffer ist weggekommen oder geplündert worden. Aber ich habe vor Ort festgestellt, dass die Inder sehr auf Status achten und die besonders schönen Koffer an bestimmten Plätzen verstauen und ganz zum Schluß ausgeben, um dann ohne viel einheimischer Bevölkerung zu versuchen, möglichst große Trinkgelder abzuzocken. Die blöden Gesichter der Packer waren wundervoll, als sie mir viel zu früh meinen Blümchenkoffer ausgehändigt haben. Eine Geldquelle weniger. Meine beiden Begleiter haben immer bis zum Schluß warten müssen. Gleiches bei den zahlreichen Kontrollen: Mein Gepäck hat niemanden interessiert. Soviel zu sehr teuren Sachen in armen Ländern. Gute Hartschallenkoffer gibts aber auch für kleines Geld weit unter 100 €. Man muß nur schauen. Das gilt eigentlich für fast jeden Gegenstand: Wenn man sich informiert, bekommt man gute Qualität zu einem akzeptablen Preis. Mir gehts da wie Tim: wenn der Koffer hinüber ist, dann kauf ich mir einen neuen, ohne groß nachzudenken.

    Ich bin durch Zufall wieder über einen sehr motivierenden Artikel gestolpert, wie man mit dem Leben unter seinen Möglichkeiten erfolgreich sein kann. Leider ein Block, der so nicht mehr existiert, weil er vom Inhaber verkauft wurde:

    http://www.dividendmantra.com/2015/07/is-the-first-100k-the-hardest/

    OK, er beschreibt sehr anschaulich, was er alles auf sich genommen hat, um möglichst viel zu sparen. Das lag an seiner Persönlichkeit und dem Wunsch, möglichst schnell an sein Ziel finanzielle Freiheit zu kommen. Muß man nicht so exzessiv betreiben und habe ich persönlich auch nie so gemacht. Finde ich aber immer noch sehr lesenswert.

     

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vali

    Ich habe das Gartenanbau-Video auch auf Englisch gemacht. Das ist etwas länger. Und aufgrund der schmutzigen Fingernägel noch gesellschaftskritischer geworden:

    https://www.youtube.com/watch?v=offv8IYYUF4

     

    @ Freelancer Sebastian

    Merci. Mein Blog existiert nur wegen der vielen netten Leser. Ich hatte zwischenzeitlich fast die Lust daran verloren, denn es ist viel Arbeit. Aber jetzt gibt mir die Mühe endlich recht. Es tummeln sich an manchen Tagen schon über 4.000 Leser hier.  Danke an alle!

     

    @ Oliver

    Danke für die blumige Koffer-Story aus Indien. Das ist witzig. Ich verstehe nicht, warum Leute auf so Statussymbole abfahren. Es geht ja wohl immer nur um Anerkennung. Nach dem Motto: „Schau her, wie erfolgreich ich bin.“ Dabei ist ja eigentlich gerade das Gegenteil der Fall. Es bedeutet ja im Endeffekt: „Schau her, wie doof ich im Umgang mit Geld bin.“ Mehr noch: Im Grunde steht die Angeberei mit Dingen ja vermutlich für eine Angst, Unsicherheit, mangelndes Selbstvertrauen…?

    Danke für den Link. Das hat der Blogger wirklich gut beschrieben. Die ersten 100.000 Dollar im Depot sind am härtesten. Dann kommt als nächste große Hürde die 1 Million. Ich finde es großartig, wie der bloggende Aktionär über sich selbst denkt, weil er an all den Konzernen beteiligt ist: Ich bin ein Öl-, Bank-, Eisenbahn-Mogul…. etc.

  23. Stefan Meisel

    Tim, ich kann mir gut vorstellen dass es auch viele stille Leser gibt, die es zu schätzen wissen und dir sehr, sehr dankbar dafür sind, dass du hier seit so vielen Jahren dein Wissen und deine Meinung mit uns teilst – und das kostenlos!

    Du hast hier schon Beiträge veröffentlicht zu einer Zeit, als die größte Sorge von einigen heutigen Lesern noch die Pickel im Gesicht waren.

    Ich hatte es schon mal erwähnt: Ohne deinen Blog wäre ich möglicherweise gar nicht vom lächerlichen Trading zum Buy&Hold umgeschwenkt, womit du gewissermaßen meine Altersvorsorge gesichert hast. Wahrscheinlich hätte ich auch meinen eigenen Blog nicht erstellt, wenn du mich nicht dazu inspiriert hättest.

    Ich denke auch, dein Blog wird mir im nächsten großen Crash sehr dabei helfen, stark zu bleiben.

    Wie oft bist du eigentlich im Sauerkraut-Land? Hättest du nicht mal Lust auf ein Treffen mit deinen Lesern??

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Danke, danke.

    Ob ich Lust auf ein Treffen mit meinen Lesern habe? Klaro! Ich bin ein bis zwei Mal im Jahr in Deutschland (meist Ecke Frankfurt/Stuttgart/München). Und einmal im Jahr in Wien. In anderen europäischen Ländern bin ich auch unterwegs wie Spanien, Frankreich, Italien oder Schweden.

    Ich denke, ich brauche noch mehr Leser, so dass sich die Planerei für ein Treffen „lohnt“. Ansonsten wenn ich in Berlin sein sollte, melde ich mich.

  25. Christoph

    Ich seh es schon kommen: das wird ein Ohama 2.0

    *GGGG*

     

    Ich war 3 mal in Thailand. Lustig ist es wenn die Damen ihre schweren Koffer auf die Fähre schleppen, sich fast den Hals auf den treppen brechen.

    Und ich habe meinen großen Reiserucksack auf dem rücken und schmunzel.

     

    Ok wenn sie süß ist, helfe ich natürlich *fg*

     

    Ja Tim, weiter so!!

     

     

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