Twitter-Gründer Jack Dorsey fährt täglich mit dem Bus zur Arbeit. Von den Reichen kannst Du das Sparen lernen


New York, 15. Dezember 2017

Milliardär Jack Dorsey. Der Twitter-Gründer lebt bodenständig. Sein Auto (ein 3er BMW) lässt er meist stehen. Am liebsten nimmt er den Bus zur Arbeit. Er lebte lange Zeit in einer recht einfachen Wohnung in San Francisco. Das Apartment hat er vor einiger Zeit für eine Million Dollar verkauft. Sein Leben ist inspirierend. Er hat neben Twitter eine weitere Milliardenfirma gegründet: Den Zahlungsabwickler Square. Foto: Wikipedia.

Bist Du finanziell frei, kannst Du viel reisen. Du kannst Dich um extravagante Sachen kümmern: Boote, Porsche, Wasserski. Du kannst nach Kanada zum Fliegen-Fischen gehen. Oder wie sieht es mit der Entenjagd aus? Oder mit der Safari in Afrika?

Ich hab festgestellt: Die ganz einfachen Dinge machen mir am meisten Spass. Das Schießen auf Schlangen oder Frösche im Sumpf ist total bescheuert (wie oben im Film).

Ich finde Erfüllung darin: Mehr Sport. Mehr Fitness. Das Kochen. Spaziergang. Die U-Bahn-Fahrt. Freunde treffen. Lesen. Joggen. Yoga. Kaffeetrinken mit dem Bekannten im Buchladen. Es sind die Kleinigkeiten, die mir Freude bereiten. Etwa der Besuch des Bauernmarkts. Eine günstige Bleibe über Airbnb mit der Familie buchen – ja das kann Spass machen.

Aber der lange Urlaub irgendwohin, der kann nervig werden. Es kann zum Stress werden. (Gut, jeder muss sein Leben finden. Bei mir ist es jedenfalls so.)

Wenn Du das Geld zusammen hast, was Du ursprünglich angepeilt hattest für die Freiheit, solltest Du tatsächlich den Sprung in die Freiheit wagen. Warum endlos weiter arbeiten? Ok, wenn Dir die Arbeit verdammt viel Spass macht, ist das was anderes. Aber wenn sie dir auf den Keks geht, musst Du schnell den Stecker ziehen. Im Park oder Wald den Tag zu verbringen, ist schöner als im Büro, denke ich mal.

Hast Du die Finanzen zusammen, trete kürzer im Job. Dann geht es darum die Früchte zu ernten, die Du gesät hast. Definiere Dein Leben auf Basis der Zufriedenheit, nicht auf Basis des Depotstands. Das Depot muss nicht endlos weiter wachsen. Wenn Du genug Finanzkraft hast, genieße die Freiheit.

Ich mache jeden Tag Sport. Es ist super. Ich fühle mich besser seitdem ich die Ernährung umgestellt (gesünder) habe. Ich muss nur noch früher ins Bett. Ich bleib zu lange abends auf.

Die Masse versteht die Magie des Zinseszinses nicht. Sie hat so hohe Ausgaben, dass sie gar nicht ans Sparen denken kann. Oft kommt für eine Familie eine außergewöhnliche Ausgabe hinzu wie eine Autoreparatur, dann wird der Dispo-Kredit (Girokonto) in Anspruch genommen.

Das Kernproblem ist hier natürlich nicht das kaputte Auto, sondern die Gesamtkostenbasis: Sie ist zu hoch. Die Verbraucher haben zu hohe Ansprüche an Auto, Wohnen, Elektronik, Urlaub…. Es wäre ein bodenständiges Leben ratsam. Sonst kann man nie ein bequemes Finanzpolster aufbauen.

Eine Studie unter 1.000 Amerikanern brachte zum Vorschein, warum Verbraucher Kredite in Anspruch nehmen. Der Hauptgrund ist, dass eben generell das Geld am Monatsende nicht reicht. Dann wird das Konto ins Minus geschickt. Es folgen als Gründe für Kredite die überraschende Autoreparatur, Arztkosten, Restaurantbesuche, Kleidungskäufe, Reparaturen am Zuhause, Urlaubsausgaben.

So geraten Menschen in die Miesen mit ihrem Konto: Am Monatsende reicht die Kohle nicht. Das Auto geht kaputt….

Warum geben die Verbraucher zu viel Geld aus? Weil sie ständig sich Gedanken machen, was andere über sie denken. Das führt ins Verderben. Das führt zu leeren Konten. Ich trage einen Pullover, der 25 Jahre alt ist. Ich bin stolz auf das Ding. Meine Jacke und Mütze sind jeweils über zehn Jahre alt. Was andere darüber denken, ist mir wurstegal. Ich finde so Leute wie Jack Dorsey kultig. Von ihm kann man lernen, dass Bus-Fahren eine schöne Sache ist.

Die Menschen vergessen, dass das Auto oder der Luxusurlaub nichts über den Wohlstand aussagt. Es ist in vielen Fällen eine Scheinwelt des finanziellen Erfolgs. Der neue Mercedes oder Porsche steht vor der Tür, dabei herrscht im Konto eine grauenhafte Leere.

Oft fragen mich Leute, wie sie Vermögen aufbauen können. Wenn ich ihnen dann die Schritte erkläre, schalten sie ab. Sie wollen eben nicht verzichten. Sie machen sich Sorgen, wenn sie mit einem alten Auto zur Arbeit kommen würden, was dann die Kollegen denken könnten. Diese Ängste sind absurd. Lass die Arbeitskollegen denken, was sie wollen. Es ist Dein Leben!

Die Masse rennt von Gehalt zu Gehalt. Häufig ist es knapp. Manchmal müssen sie sich strecken, damit das Geld reicht. Sie vergessen die wichtigen Ziele im Leben: Es ist deren Traum. Vielleicht es es Dein Traum eine Holzhütte in den Bergen oder am Strand mit der Familie zu haben und zu bloggen. Oder Schafe zu hüten. Oder einen kleinen Bauernhof zu haben.

Ich verzichte gerne auf ein Protz-Auto, schicke Kleidung, neue Möble, Restaurants und bin dafür frei. Die meisten Menschen verstehen nicht, dass sie anders leben können. Sie verstehen nicht, dass sie deutlich weniger ausgeben könnten, als Gehalt rein kommt. Aber sie sind so programmiert. Sie sind auf Konsum aus. Der Konsum übernimmt ihr Leben.

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Schau Dir Milliardär Jack Dorsey an. Hier mit Frau Merkel. Er ist ein cooler Typ.

Der Twitter-Gründer lebte lange Zeit in San Francisco in einer Wohnung, die „nur“ einen Wert von einer Million Dollar hatte. Er nimmt gerne den Bus zur Arbeit. Dieses Foto hat er morgens im Bus aufgenommen und es per Instagram geteilt (das folgende Foto ist von ihm aus der U-Bahn):

A simple morning pleasure: an empty bus.

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New morning commute on the @SFMTA_Muni

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Das Leben kann so einfach sein. Wir machen es uns selbst so schwer. Weil wir immer andere mit „Sachen“ beeindrucken wollen: Wohnen, Urlaub, Auto, Smartphone, Mode…


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Twitter-Gründer Jack Dorsey fährt täglich mit dem Bus zur Arbeit. Von den Reichen kannst Du das Sparen lernen

  1. Fit und Gesund

    @Mattoc

    das hab ich auch gelesen, aber eigentlich der Schritt in die richtige Richtung, hat das Management leider verschlafen.

    @Tim,

    das hat schon immer gegolten, „von den Reichen kannst Du sparen lernen“, die passen eben auf ihr Geld auf  🙂

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Ja. So ist es. Die Reichen verhandeln überall Sonderkonditionen heraus.

    Mir hat jemand gesagt, dass Carl Icahn neue Möbel haben wollte für seine Privatwohnung. Der Milliardär  entschied sich für die zweitgünstigste Variante (soweit ich es gehört habe). Der Möbel-Profi war geschockt. Andere hätten sich Sorgen gemacht, was der Möbelmann wohl denken würde. Icahn ist das offenbar egal.

  3. Skywalker

    Zum thema handeln:

    Ich finde es mittlerweile peinlich, überall noch 3 % Sparen zu wollen und habe mir das abgewöhnt. Ich verdiene so , dass ich es nicht nötig habe und denke mir oft: Leben und leben lassen!

    Außerdem ist es für das Geschäftsverhältnis auch nicht gut, überall knallhar zu verhandeln, wenn dann doch mal was ist, man auf eine Extraleistung angewiesen ist, es um Kulanz geht etc. erinnert sich der Gegenüber, wenn man ihn vorher ausgepresst hat wie eine Zitrone.

  4. Sparta

    @Sky

    Geiz finde ich auch abstoßend.

    Die Grenzen zwischen Sparsamkeit und Geiz definieren die Menschen aber unterschiedlich.

    Mehr als die eigene Balance zu finden, kann man eigentlich nicht machen. Manchmal sündigen kann auch Spaß machen!

  5. Ralf

    Mit dem Bus zur Arbeit…. Das geht nicht immer ganz so einfach, tendenziell viel leichter in der Stadt oder im Ballungsraum von Städten mit gut ausgebautem ÖPNV. Hier bei uns auf dem Lande fährt der Bus jedoch nur 4-5 mal am Tag und braucht auch noch recht lange. Und die Ticketpreise sind gar nicht so günstig.

    Wohnen in der Stadt oder Stadtnähe wäre super, ist aber mittlerweile z.B. für Familien mit entsprechend höherem Raumbedarf vielerorts unerschwinglich geworden. Generell gewinnt das Thema Wohnen aus meiner Sicht gewaltig an Brisanz in einigen Metropolregionen Süddeutschlands. Bei uns z.B. drängen laut Aussage eines Maklers nun massiv gut bezahlte SAP-Leute aufs Land, weil ihnen die Stadt zu teuer wird. Was wiederum neue Konkurrenz auf dem knappen Wohnungsmarkt schafft.

    Prinzipiell stimme ich dem Artikel voll zu. Aber wenn man vom Gehalt mehrere Köpfe versorgen muss, kann es naturgemäß schon schneller mal eng werden. Daher ist Differenzierung kein Fehler. Bei der großen Tocher steht nun z.B. eine Skiaufenthalt seitens der Schulklasse an. Kosten: 650 €. Finde ich ganz schön happig für ein paar Tage. Aber ausschließen möchte man sie davon auch nicht. Also beißt man in diesen Apfel. Dies sind aber für mich fremdgesteuerte Kostenblöcke die ich wenig beeinflussen kann.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ralf

    Ok, du kannst Dich auf das gedanklich fokussieren, wo Sparpotential besteht:

    • TV abschaffen (weniger Werbung, weniger Zeitverschwendung, mehr Zeit für anderes wie Familie oder Fitness).
    • Umzug erwägen (eventuell kleinere Wohnung, nahe Arbeitgeber)
    • weniger Kleidung kaufen
    • ausmisten
    • Restaurants reduzieren
    • altes Auto, keinen Neuwagen (oder kleineres Modell. Wir haben in Dtld den SUV-Wahn)
    • altes Handy länger nutzen
    • Sprit: Weniger Fahrten, eventuell Fahrgemeinschaft, ÖPNV
    • Versicherungen ausmisten/vergleichen
    • Geldanlage optimieren
  7. SDee

    Ich habe mich gestern mit einer Freundin unterhalten. Sie ist Anfang 20 und denkt schon über den Sinn des Lebens nach- wie viele andere und ich selbst in diesem Alter auch. Immer ist es die gleiche Aussage: Ich gehe den ganzen Tag arbeiten. Abends komm ich heim und bin müde. Dann leg ich mich ins Bett. Um meinen Sommer bzw. alle Urlaube muss ich betteln. Ich muss Überstunden machen wenn mein Chef das wünscht. Ich muss die Überstunden abfeiern wann mein Chef das wünscht. Falls ich irgendwann mal eine Rente bekomme werde ich nicht davon leben können.

    Im Endeffekt sind alle genervt vom ganz normalen Wahnsinn und wissen keinen Ausweg. Viele denken über ein Studium oder einen Work-and-travel-Jahr nach einfach um aus dem System rauszukommen. Ich sage immer…ich werde ca. bis 50 arbeiten. Eventuell. Andere verstehen das nicht. Dieses Jahr hab ich ca. 400 Euro im Monat zusätzlich passiv eingenommen. Okay da waren auch Zinsen für Bausparverträge, Versicherungen und Fonds dabei, sprich es ist nicht alles auf mein Girokonto gelandet. Aber es tut trotzdem gut. Ich sehe das Leben dadurch aus einer anderen Sichtweise. Meine Fixkosten betragen ca. 700 Euro ohne Luxus wie Reisen/Feiern/Essen gehen. Das könnte ich locker mit einem Halbtagsjob und dem passiven Einkommen stemmen.

    Um das zu erreichen müsste man natürlich vorher was sparen und das Geld dann auch in Aktien langfristig anlegen. Auf irgendetwas verzichten wollen viele auch wieder nicht.

    Persönlich bin ich froh diesen Weg vor Jahren eingeschlagen zu haben. Und ich werde auch weiterhin daran arbeiten. Nach der Devise: Lieber ein paar Jahre eingeschränkt, als ein ganzes Leben!

    Schönes Wochenende euch Allen!

     

     

     

  8. Ruben

    Ich finde es wichtig, fair und nachhaltig einzukaufen, wenn man es sich leisten kann. In vielen Fällen kommt man damit langfristig auch günstiger weg, aber eben nicht immer. Wenn man es sich leisten kann seine Eier beim Bauern um die Ecke mit den freilaufenden Hühnern kaufen, sich dann aber doch für das günstigste Supermarktprodukt entscheidet, dann stimmt mich das traurig. Genauso wenn nur das günstigste Spanplattenmöbel gekauft wird, was dann in wenigen Jahren wieder weggeschmissen zu wird. Nahezu all meine Elektronikartikel sind gebraucht gekauft und haben mich bislang nicht im Stich gelassen. Das Auto wird im Wertverlust nur noch durch das Smartphone übertroffen und ich sehe bei meinen Kollegen immer wieder wie auf das neueste Topmodell aufgerüstet wird. Leider kann man bei den meisten Smartphones nicht mehr selbst die Batterie wechseln.

    Ich benötige leider ein Auto, versuche aber jede unnötige Fahrt zu vermeiden und alles auf dem Weg zu erledigen. Hier wird leider auch überall auf SUV aufgerüstet.

    So langsam aber sicher kommen bei mir die Jahresend-Gedanken und ich lasse alles Revue passieren. Mit grosser Wahrscheinlichkeit werde ich nächstes Jahr eine für mich wichtige Vermögensmarke erreichen. Tim hatte dieses Jahr von einem Lesertreffen berichtet, wonach man beim Erreichen dieser Marke auch noch den Rest zur sparsamen Form der finanziellen Unabhängigkeit erreichen könne. Das bringt mir Hoffnung und Zuversicht auch noch den Rest zu schaffen. Danke dafür!

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ SDee

    Gut, dass Du Dir Gedanken machst.

    Für die Masse ist das Leben in der Tat ein Rattenrennen (es besteht aus sinnlosem Konsum und Arbeit).

    Niemand macht sich Gedanken über Ziele/Träume. Das ist ein gutes Video, wie das Leben für die Masse ist:

    https://www.youtube.com/watch?v=hlMAKpxN8N0

  10. June

    Guten Abend,

    dass der Arbeitgeber immer mehr und mehr Überstunden fordert, ist auch bei mir der Fall. Immerhin ich kann sie abfeiern wenn ich es will. Doch leider zwingt mich mein enger Zeitplan im Büro dazu mir dies immer gut zu überlegen. Aber im Sommer habe ich ein Zeitfenster in dem ich noch sehr gut Überstunden abbauen kann. Ich hoffe dies bleibt so. Dafür arbeite ich aber auch in einem Unternehmen das überproportional wächst. Damit sollte mein Arbeitsplatz noch einige Jahre sicher sein. Und es macht mir Spaß.

    @H&M,

    H&M macht Massen glücklich und dies zu einer vernünftigen Qualität. Das kann man weder vom Preis noch von der Qualität mit Primark vergleichen. Zudem gibt es von Primark nur wenige Geschäfte in Deutschland. Die Mädels und auch Jungs pilgern aus dem Umkreis von 200 km nach Stuttgart um dort einmal einzukaufen. Für junge Menschen die lieber günstige, modische Qualität möchten ist H&M die bessere Adresse. Und bei Baby- und Kinderkleider kann da nur noch C&A mithalten. Meine Kids sind mit H&M aufgewachsen. Die Sachen wurden meist noch vererbt. Ich besitze selbst einige H&M Basic Shirts schon seit 10 Jahren. Einige Marken T-Shirts haben da schon längst das zeitliche gesegnet.

    Dass du, Fit und Gesund, den Klamotten von H&M nichts abgewinnen kannst verstehe ich völlig, du bist aber auch nicht die Zielgruppe.

    @Weihnachtswahnsinn,

    ich habe ja nächste Woche keine Zeit mehr, und bin auch diese Woche schon im Büro zeitlich sehr überrannt worden. Daher habe ich für meine Lieben an unserem Weihnachtsessen auch noch keine Mitbringsel. Geschenke haben wir, außer für die Kinder und die Eltern abgeschafft, doch es gibt immer eine kleine Überraschung.  Exklusiven Tee, Cremant, eine Flasche guten Wein, besonderes Salatdressing, dieses Jahr gibt es eine selbstgemachte Gewürzmischung für Frikadellen und das blitzschnelle Rezept dazu. (Jeder liebt sie, aber meistens nimmt man eine Fix –Tüte damit sie auch wirklich gelingen.) Und die Verpackung für diese Gewürzmischung  habe ich heute gekauft, sonst hätte ich keine Chance mehr gehabt alles zu besorgen, und dafür war ich im Breuningerland einem exklusiven Einkaufszentrum in der Nähe von Stuttgart.  Nach 30 Meter wäre ich am liebsten wieder umgedreht, total verrückte Menschen im Kaufrausch, die ihr Weihnachtsgeld unter die Leute bringen. Niemand der keine Geschenktüte geschleppt hat, meist waren es viele. Und in den Restaurants gab es auch keinen freien Tisch mehr. Ich habe meine Geschenktüten, meine Gläser  und ein paar Aufkleber „Homemade“ gekauft.

    Mr. Juni hat sich noch 2 Bällchen Eis gegönnt und nach einer knappen Stunde und 10 € ärmer saßen wir wieder im Auto und mein Weihnachtsgeld liegt immer noch komplett unangetastet auf meinem Tagesgeldkonto.

    Unabhängig vom Weihnachtswahnsinn, benötige ich aber eine neue Jeans. Mein momentanes Lieblingsmodel, gerade richtig eingetragen, zeigt Auflösungserscheinungen. An anderer Stelle, würde ich das Loch als modischen Style verkaufen ;), so muss wohl eine Neue her.

    Daher lieber Tim genieße deine knallgelbe Jacke, dieses Jahr ist die Farbe auch wieder topmodisch.

    Take care,

    June

  11. dumpfbacke

    Wir haben in Dtld den SUV-Wahn

    Ach ja? Wo? Nur in Stuttgart/München/Frankfurt /Hamburg oder auch im Rest vom Land?

    Ist mir so noch nicht aufgefallen.

  12. Anna-Lena

    Das mit H&M wundert mich überhaupt nicht … Ich glaube auch nicht, dass ein Umsatzrückgang daran Schuld ist, denn von 2007-2016 (78.346 auf 192.267) hatte H&M jedes einzelne Jahr einen Umsatzzuwachs! In keinem Jahr ist der Umsatz stagniert oder zurück gegangen. http://bit.ly/2yKHf98 Beim Free Cashflow sieht es aber schon wesentlich schlimmer aus: 2007 waren es 11.773 und 2016 10.429. D.h. trotz fast dreifachem Umsatz ist der FCF etwas zurückgegangen. Bei solchen Zahlen sollte es dem Management doch leicht gelingen, den FCF auszubauen und das Unternehmen zu stärken, deswegen finde ich diese Zahlen sehr suspekt. In der Regel sollte das Unternehmen, auch wenn es 2017 Stagnation oder Rückgang gäbe, leicht überbrücken können.  Andere Unternehmen haben wirklich krasse Umsatzeinbußen und denken erst nach 5 Jahren ohne Besserung daran, abzubauen.

    Dann wird noch als Grund die steigende Konkurrenz im eCommerce genannt, aber in Anbetracht dessen, dass H&M schon seit mindestens 10 Jahren einen Online-Shop betreibt, klingt das auch irgendwie komisch. Zara und andere Inditex-Töchter haben die gleichen Bedingungen und sind nicht in derartigen Schwierigkeiten… oder was meint ihr?

    Ich glaube, das hatten wir schon mal in den Kommentaren, da meinte ich auch schon, dass mir H&M mit ihren Zahlen nicht geheuer sind ^^

    Schönen Advent an alle, genießt den Sonntag 🙂

    Anna.

  13. Ralf

    Die Protzautos nehmen definitiv zu. Manche aus dem Bekanntenkreis wechseln alle drei Jahre das noch neuwertige Auto und vernichten so viel Geld. Einfach nur Wahnsinn….

    Ich als Altschüsselfahrer kann das nicht verstehen. Oft schon habe ich die modernsten PKW auf dem Autobahnstandstreifen mit einer Panne stehen sehen, mein alter Bock klappert weiterhin noch treu und sparsam vor sich hin. Auch wenn nun ein Wechsel langsam doch fällig wird.

  14. steve

    h&m

    schwer einzuschätzen ob das Management da schlecht gearbeitet hat. Hugo Boss, Gary Weber und ingesamt der Einzelhandel mit grösseren Problemen. Ob da Inditex und Ross Store auch in Zukunft keinen Einbruch haben? Ich würde nicht darauf wetten. Für h&m spricht klar die hohe Dividende vorausgesetzt die wir weiter bezahlt.

    Ich möchte mal eine neue Sparte zur Diskussion stellen. Brennstoffzellen – Autos Vorteile überflüssiger Strom kann gespeichert werden, tanken wie bisher. Also keine Reichweitenprobleme und Ladezeit Dilemma wie bei e-Autos. Ist im aktuellen Aktionär auch ein Thema. Ich frage mich aber schon lange ob unsere Politiker es da nicht versäumen einen vernünftigen und intelligenten Schwerpunkt zu setzen. Im Vergleich zum Biosprit der weitere Vorteil geringere Gefahr das Nahrungsmittel als Energie genutzt werden

  15. Sparta

    @Ruben

    Verrätst Du welche Marke die Schwelle zum erreichen einer sparsamen Form von finanzieller Unabhängigkeit für Dich/Tim darstellt?

    Bin nur neugierig auf den Wert ohne darüber diskutieren zu wollen. 😉

    Schönen 3. Advent noch!

  16. pommes

    @Sparta

    ich meine, es wurde auf dem Treffen 300K erwähnt. Nach dem Motto: wer dies geschafft hat, der schafft auch den Rest.

    @Tim

    super Artikel, mach weiter so!

    Viele Grüße

    pommes

  17. Ruben

    http://timschaefermedia.com/lesertreffen-in-hamburg-finanziell-freie-oder-solche-die-es-werden-wollen/

    „Worüber wir intensiv gesprochen haben: Wann hast Du die halbe Wegstrecke in die Freiheit erreicht? Ich sehe sie bei 300.000 Euro Finanzvermögen. Wer das hat, wird den Rest auch noch schaffen.“

    Der Blogger Finanzfisch hatte mal den Wert 685K errechnet um monatlich nach Steuern 1,5K zu erhalten. Damit lässt es sich nicht in Saus und Braus leben, aber man kommt als Einzelner über die Runden. Ich werde auch nicht ganz so schnell aufhören zu arbeiten, aber ab 500K lässt es sich um einiges befreiter leben.

    https://der-finanzfisch.de/kann-man-von-passivem-einkommen-aus-etfs-leben/

    Viele Grüße,
    Ruben

  18. Daniel

    Die Protzautos nehmen definitiv zu. Manche aus dem Bekanntenkreis wechseln alle drei Jahre das noch neuwertige Auto und vernichten so viel Geld. Einfach nur Wahnsinn….

    Ich als Altschüsselfahrer kann das nicht verstehen. Oft schon habe ich die modernsten PKW auf dem Autobahnstandstreifen mit einer Panne stehen sehen, mein alter Bock klappert weiterhin noch treu und sparsam vor sich hin. Auch wenn nun ein Wechsel langsam doch fällig wird.

    Der SUV Wahn kommt meines Erachtens von einer alternden Bevölkerung. Man sitzt hoch, gemütlich und hat eher ein „Panzer“ Gefühl. Ich sehe darin auch nicht zwangsweise ein Problem. Sie wiegen inzwischen kaum mehr als eine Coupe. Der Windwiderstand ist zwar höher, aber im urbanen Gelände vernachlässigbar, eher etwas für Autobahn Fahrer.

    Der häufige Wechsel ist Geldvernichtung pur, zeigt aber eines, der durchschnittliche Wohlstand in diesem Land ist in den letzten Jahrzehnten massiv gestiegen ODER das Auto ist zunehmend zu einem günstigeren Wegwerfartikel geworden.

    Die Neuanschaffung ist, leichter Kredit hin oder her, für viele eben schon alle 3 Jahre stemmbar. Das es wirtschaftlich eine Katastrophe ist, ist glaube ich unbestritten. Wenn ich aber so an die Aussagen meines Opas denke, dann bedeutete ein Auto in den 50er / 60er Jahre zu besitzen schon mehrjähriges Schuften um sich das leisten zu können.

  19. Claus

    @ H&M

    Die Hauptgründe, warum ich bisher an meinen H&M-Aktien festgehalten habe, waren die stets steigenden Umsätze, die finanzielle Stärke (Bilanz) sowie die deutlichen privaten Käufe der Inhaberfamilie.

    Nun gibt es den ersten Umsatzrückgang von ca. 4% im letzten Quartal. Eigentlich kein Drama, so etwas kommt bei den besten Firmen vor.

    Negativ sehe ich:
    Sinkende Gewinne und Margen aufgrund der mörderischen Konkurrenz. Die Konkurrenzsituation wird sich nicht ändern.

    Hohe Restrukturierungskosten (Filialschließungen, weiterer Web-Ausbau). Doch diese Maßnahmen wirken dem Gewinneinbruch entgegen, auch wenn sie erstmal Geld kosten.

    Hohe Ausschüttungsquote, die weiter steigen wird, wenn die Gewinne weiter sinken. Kommt es hierzu, sehe ich die Dividende zumindest teilweise gefährdet. Wird sie weiter bezahlt, geht es an die Substanz.

    Insgesamt keine schöne Situation, weder für H & M, noch für die Aktionäre. Ich denke, H & M hat auf jeden Fall die Stärke, wieder in die richtige Richtung zu steuern. Das kostet allerdings weitere Zeit…

    Ich habe H & M in meinem Depot „rot markiert“ und werde zunächst alle 700 Aktien behalten und die Entwicklung die nächsten 1-2 Quartale abwarten.

    Was ich (mal wieder) gelernt habe:
    Man sollte an seinen Regeln festhalten und KEINE Ausnahmen machen… Es wäre besser gewesen, bei max. -7% zu verkaufen und die weitere Entwicklung von der Seitenlinie aus zu betrachten…

    Ein Nachkauf kommt momentan nicht in Betracht. Auch neu einsteigen würde ich heute nicht.

    Erstaunlich:
    Nach dem fast 15% H&M-Kurs-Einbruch am Freitag hat mein Depot trotzdem einen neuen Höchststand erreicht. Diversifikation nach Brachen und Währungsräumen (bzw. Regionen wo der Hauptumsatz der Unternehmen erzielt wird) macht also viel Sinn!

    LG + viel Erfolg

     

  20. Fit und Gesund

    @Claus,

    danke für Deine Einschätzung, sehe gerade es geht nochmals über 5% nach unten, ich war mal für ein paar Tage um die 1-2% im Plus, hätte ich nur damals verkauft, aber „hätte“ nutzt nix.

    Eigentlich würde ich die Aktie am liebsten sofort raushauen, das wird nix mehr.

  21. Sparta

    @Ruben & Pommes

    Thx, ich denke es ist sehr individuell aber wir brauchen manchmal simple gedankliche Eckpfeiler / Etappenziele.

    Schöne Woche noch!

  22. Claus

    @ fit und gesund

    Hallo,

    Wenn Du diese Meinung hast, solltest Du sofort verkaufen! Der Kurs und die Verlusthöhe spielen dabei keine Rolle.

    Mal sehen, ob sich der Kurs wieder beruhigt. Heute verkaufen erstmal alle Zittrigen, die am Wochenende die Meldungen gelesen haben und nicht schnell genug „den Verkaufsknopf“ drücken konnten (und/oder „Insider“, die bereits mehr wissen, als in der Öffentlichkeit bekannt ist). Sollte der Kursverfall aber in den nächsten Tagen so weiter gehen, bedeutet das nichts Gutes.

    Habe da noch so eine Regel, die für H&M bald zutreffen könnte:
    Kaufe/Halte  keine Aktien unter 15 EUR/USD…

     

     

  23. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    lass die als Mahnmal im Depot. Ich habe auch noch „Esprit“ seit Ewigkeiten drin.

    Das ermahnt einen ständig zu Demut, und hindert einen vor Selbstüberschätzung. Klamotten sind als Modeartikel praktisch verderbliche Ware wie frische Lebensmittel. Solche Firmen sollte man eigentlich meiden.

    Schönen Gruß

    MS

  24. Fit und Gesund

    Danke Claus, Danke Matthias Schneider,

    tut sich hier gerade neues Ungemach auf, hat aber nix mit Aktien zu tun, nu denn…da muss man durch …

  25. Ralf

    H&M berappelt sich nach einer Bereinigung schon wieder. So meine Meinung. Ich habe nun sogar testweise ein paar Call-Optionsscheine drauf gekauft. Durchhalten.

    Was das Thema Kosten so an sich angeht, stellt sich mir derzeit die Frage, ob der Bau eines Eigenheims zur Selbstnutzung (mit Familie, schlichtes Haus ohne Schnickschnack, Bungalow, altersgerecht, sparsame Heizung, gute Lage) immer ein Fehler ist. Wir hätten derzeit die Chance auf einen halbwegs bezahlbaren Bauplatz in einer Kleinstadt mit sehr guter Infrastruktur. Man könnte womöglich sogar auf ein 2. Auto verzichten. Die Kinder kommen gut in die Schule und später zur Ausbildung, da eine sehr gute Bahnanbindung existiert.

    Die Kosten wären aufgrund der Finanzierung erst mal höher als in unserer kalten Mietwohnung. Die Finanzierung würde 20 Jahre in Anspruch nehmen und ein vergleichbares Mietshaus würde mich derzeit in der Lage nicht weniger Kosten. Dafür wäre es ein Gewinn an Lebensqualität und ich hätte endlich einen vernünftigen Raum wo ich mein Büro für mein zweites Standbein unterbringen könnte. Auch Mieten werden ja nicht günstiger mit den Jahren.

    Wie steht ihr zum Thema Wohneigentum?

  26. Slazenger

    @Ralf

    wenn es ein Objekt ist das euren Vorstellungen absolut entspricht, und es für euch bezahlbar ist, würde ich das sofort machen! Ich kenne hier im Raum Stuttgart zahlreiche Leute die eine größere Mietwohnung suchen, aber es läßt sich nichts finden! Du wärst absolut unabhängig von Vermietern, was immer wichtiger wird, da geeignte und bezahlbare Mietwohnungen/häuser immer seltener werden, zumindest hier in Süddeutschland!

    Wir sind sehr froh, dass wir vor ca. 20 Jahren ein älteres Haus gekauft haben, mittlerweile top in Schuß und abbezahlt!

  27. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    hoffentlich hat sich Dein Ungemach als nicht so schlimm erwiesen?!

    Heute war mal wieder ein aktiver Tag mit Depotumschichtungen angesagt.

    Habe meine eingebuchten Aktien, 4 der 5 Werte (über die „verunglückten“ short PUTs) vom Freitag (Verfallstag) heute alle im Plus (nach 2 Tagen Kursanstieg) verkauft. Letztendlich sind sogar über 200 USD hängen geblieben. Dachte, mich trifft es härter, und müsste länger warten.

    2 Puts sind zu meinen Gunsten verfallen, und eine der 5 Einbuchung behalte ich. Ist der ETF AMZA (ich mag ja die MLPs so gern, aber lohnen sich steuerlich nicht als Einzelwerte wegen 39% Quellensteuer). Da lege ich mal noch 100 oder 150 Stück drauf.

    Ansonsten habe ich mich von L. Brands (LB) bei 60,63 USD getrennt. Die hatte ich nur spontan bei dem Absturz um 40 USD gekauft, weil ich nicht widerstehen konnte. Dividende auch 1x kassiert. Kursziel war 60 USD.

    Aus dem generierten Cash habe ich auch noch 2 andere Funds gekauft. Bei GGN nachgelegt (wenn ich schon jeden Tag den Alert bekomme, dass er in den Discount gerutscht ist), und dann noch den Multi-Asset-ETF GYLD (endlich, wollte ich schon lange).

    Dann habe ich noch paar Santander Bank nachgekauft und einen Put auf Fitbit (FIT) verkauft. Brachte etwas über 40 USD ein. Ich denke, die Ionic wird denen helfen. Würde Fitbit auch ins Depot nehmen und warten, wenn auch ohne Dividende. Aber bis zum nächsten Buy Rating kann man warten, um wieder zu verkaufen.

    Ja, durch die Aktionen hat sich das realisierte Plus in der GuV nochmal erhöht, was mir die Möglichkeit gab, noch eine hoffnungslose Minusposition los zu werden (ein Silberzertifikat).

    Ach, und das Beste… habe mein Minus (Fremdkapital) von über 5k USD auf genau -119 USD abgebaut. 😉 Am 29. kommen einige US-Dividenden, da bin ich im neuen Jahr sauber im Plus beim USD.

    Schönen Abend noch.

    MS

    Gerade ist der Daily Trade Report von Lynx gekommen. Noch als Abendlektüre… und dazu Good old 90er Sound auf die Ohren. 😉

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