Turbulenzen an der Börse: Don’t Panic


New York, 24. August 2015
cxc

Nach den Turbulenzen an der Börse sollten Sie das Börsen-Fernsehen meiden. Die Schrecknachrichten gleichen einem Horrorfilm. Anleger sollten nicht auf Tagesnachrichten reagieren, sondern eine langfristige Perspektive haben.

Aktien gibt’s nach dem Kursbeben am Montag im Sommerschlussverkauf. Der DAX stürzte um rund vier Prozent ab. Die Wall Street steckt tief im Minus. Es ist eine Panik zu spüren. Zwischenzeitlich verlor der DAX mehr als sieben Prozent. Willkommen in der Realität. Das ist Börse. Euphorie und Panik wechseln sich ab. Ein Wechselspiel der Gefühle.

Verschärft wird das Auf und Ab durch die Medien. In den USA brüllen die TV-Moderatoren in die Kameras. Die Leute sind zutiefst verunsichert. Manch einer verkauft ängstlich seine Aktien.

Mein Rat an Sie: Bekommen Sie keine Panik. Holen Sie tief Luft. Machen Sie einen langen Sparziergang.

Blicken Sie zurück ins Jahr 2008, als die Börse abstürzte. Jeder, der Ruhe bewahrte und abwartete, schnitt gut ab. Während eines Crashs sind nur diejenigen, die aus dem Markt panisch rennen, die Dummen.

Smarte Anleger fangen an, großartige Unternehmen mit Rabatt einzusammeln bzw. aufzustocken. Sie brauchen nichts überstürzen. Wenn Sie das Geld in den kommenden zehn Jahren nicht brauchen, können Sie es langsam in Qualitätsaktien oder ETFs investieren.

Cash ist keine Alternative. Dafür bekommen Sie keine Zinsen. Barvermögen und klassische Sparprodukte sind ein grauenvolles Investment, jedenfalls auf lange Sicht, weil die Inflation den Wert vernichtet.

Besitzen Sie ein großartiges Unternehmen wie Münchener Rück, Wells Fargo, Pepsi, Henkel, Nestlé oder BASF, ändert sich nach der Börsenkorrektur rein gar nichts. Das sind typische Buffett-Unternehmen.

Diese Firmen verkaufen weiterhin jeden Tag ihre Produkte. Sie verdienen weiterhin Geld. Sie schütten Dividenden aus. Sie steigern die Ausschüttungen sogar nach Möglichkeit. Das Management macht von Aktienrückkäufen Gebrauch. Es verbessert stetig die Produkte. Nichts ändert sich für diese Unternehmen.

Fazit: Belohnt werden die Geduldigen, die Besonnenen. Die Spieler fallen meistens auf die Nase.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Turbulenzen an der Börse: Don’t Panic

  1. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Tim

    Richtig! Am besten die News ignorieren. Lauter Ahnungslose werden jetzt erklären, warum es jetzt entweder schnell wieder steigt/fällt.

    Da der Dow aber gleich wieder ins Plus dreht, „befürchte“ ich, dass es gerade die Spieler waren, die heute viel Geld gemacht haben. Bin gespannt, wie es morgen weitergeht.

  2. Stefan

    Ich glaube wir (Klein)Anleger wurden heute vom Markt mal so ordentlich verarscht. So schnell konnten nur die Großen kaufen und jetzt dreht der US-Markt ja schon wieder ins positive Terrain.

    Das ist eine Lektion vom Allerfeinsten!

     

  3. Marcel

    Oder wir werden jetzt veralbert und nochmal in den Markt gelockt bevor es ordentlich knallt.

  4. SebastiaN

    Spannend ist es aber alle male. 😉 Nur diesmal die Qual der Wahl. Hach…soviele schöne Unternehmen mit Abschlag. So müssen sich Frauen fühlen, wenn Designerschuhe im Schlussverkauf sind. 😉

  5. ValueriaValueria

    Danke Tim, das tut gut 🙂

    Ich habe mal vorsichtig heute 2 Stück Google A gekauft, aber ich kann Timing auch nicht so gut.

    Ich tippe mal, das wars noch nicht, aber so tatenlos zusehen, konnte ich auch nicht.

    Ich hätte nichts dagegen, wenn wir uns jetzt gaaanz langsam wieder nach oben tasten…

  6. Dr. Dausend

    Bärenmärkte laufen nicht gleichmässig abwärts, sondern sind permanent von starken Erleichterungsrallys unterbrochen. Und in der Gegenbewegung weiss man nie sicher, ob das nun „der“ Boden ist oder nur eine weitere nutzlose Gegenbewegung, bevor es weiter runter geht.

  7. Anna

    @ Valueria

    Kannst also doch nicht ruhig bleiben. Aber: Ich habe mein Depot ebenfalls schon nach Kandidaten zum Aufstocken angesehen. Einige Ideen hätte ich.

  8. Stefan

    Tja, wenn so einfach wäre und wir wüssten obs das schon war, dann könnte es ja jeder. . . . . . Für uns sollte es einfach sein, Tims Blog fleißig lesen, jeden Monat wenn möglich großartige Unternehmen kaufen, das Spiel quasi ohne Ende weiterspielen, alles was rund rum los ist ignorieren, das wars, mehr ist es nicht.

    Da ich jeden Monat Kaufaufträge mit entsprechenden Abstauberlimits im Markt habe, wurden mir heute gleich 3 Werte eingebucht.

    Schade ich hab immer mehr Ideen als Kohl zur Verfügung.

    Also Leute bleibt cool, wer sich traut der kauft, wer nicht der nicht, aber bitte tut Euch den Gefallen gebt kein Stück her nur weil der Wind Euch mal ins Gesicht bläst.

  9. Oliver

    Ich habe mich heute schwer zurückhalten müssen, das ich nichts kaufe. Mag sein, dass ich evtl. den Tiefpunkt verpasst habe, kann aber auch sein, dass es weiter nach unten geht. Im Grunde sind die Verluste noch nicht so groß, dass man gleich panisch werden müßte. Der Dow schwankt heute stark hin und her und evtl. geht es doch noch die nächsten Wochen weiter nach unten. Irgendwie erscheint es mir noch zu früh, um euphorisch zu sein, dass ich im großen Stile nachkaufe. In der Ruhe liegt die Kraft. Die Woche werde ich noch abwarten und ein bisschen Geld sammeln. Ich habe mir sogar überlegt, ein paar chinesische Aktien zu kaufen. Ist grad alles so schön billig da.

  10. Markus

    Das wars. Ab heute wieder Erholungsrallye. Die 10.000 dürften wir heute schon Wiedersehen. Verpasste Gelegenheit. Schade.

  11. Mario

    Hallo zusammen. Ich habe eine ganze Weile nichts mehr geschrieben und nur noch mitgelesen. Es scheint jetzt so, als käme bei einigen Kommentaren doch so etwas wie ein „mulmiges“ Gefühl auf. Nun versuche ich einmal meine Sicht der Dinge darzustellen. Was ist denn passiert? Mit meinen Unternehmen, die ich im Depot habe. Exemplarisch greife ich drei heraus.

    Da ist zum einen eine griechische Bank. Egal was passiert, die Griechen brauchen immer noch irgendeine Bank. Ob es am Ende „meine“ sein wird, kann ich mit nicht Bestimmtheit sagen. Aber sei es drum. Also werde ich nachkaufen. Zurzeit mit über 80 % im Minus. Mein zurzeit größter fiktiver Kursverlust, aber nicht realisierter Kursverlust. Bei dem Kurs jetzt ein guter Zeitpunkt zum Nachkaufen. Wenn es klappt, kann es der nächste Highflyer in meinem Depot sein.

    Ein weiterer Titel ist ein Ölwert. Mein größter Zahler mit ca. 170 € im Quartal. Ca. 20 % im Minus. Was ist hier passiert? Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich, dass sich nichts geändert hat. Alle Nachbarn, Bekannten und Freunde fahren weiterhin zur Arbeit und benutzen ein Fahrzeug. LKW, Bahn und Schiffe sind ebenfalls unterwegs. Ganz zu schweigen von den Verpackungen im Supermarkt, die ebenfalls Öl als Grundstoff haben. Nichts hat sich geändert. Ich weiß aus einem Gespräch mit einem Kunden von mir, dass dieser Konzern vor noch nicht allzu langer Zeit Schwierigkeiten hatte hochwertiges Öl auszuliefern. Das lag jedoch nicht am fehlenden Öl. Es war schlicht und ergreifend ein Softwareproblem. Sie hatten ein neues Programm eingeführt. Dieses Problem gab es übrigens auch bei Fuchs Petrolub. Auch in den nächsten Jahrzehnten werden wir Öl benötigen. Dessen bin ich mir ganz sicher. Welcher andere Grundstoff kann/hat das Potential dieses Produkt in unserer arbeitsteiligen Welt (zu) ersetzen? Wenn ich hier eine Neuheit sehe, werde ich über mein Engagement in Ölwerten nachdenken.

    Mein „Stern“ ist zurzeit ein Rückversicherer. Der steht noch mit knapp 60 % im Plus. Nach mehr als 100 % zum letzten Hoch. Was ist hier passiert. Nichts. Es hat sich keine (jetzt mir bekannte, vielleicht Nepal) Naturkatastrophe ereignet für die die Gruppe einstehen muss. Vielleicht bleibt es so bis zum nächsten April. Dann ist wieder eine Hauptversammlung und alles ist in Ordnung.

    Wenn ich mich umsehe dreht sich die Erde weiter um die Sonne, der Rasen wächst und die Menschen tun was sie immer tun. Nur die Kurse purzeln. Den Menschen ist nur ein Stück Vertrauen/Glauben genommen worden. Ist das ein Grund, alle Vorsätze wegzuwerfen? Ein aktuelles Beispiel aus meinem Leben. Mit dem Verkauf eines PKW generiere ich mehr Verlust als mit dem Ausfall eines Wertes in meinem Depot. Da stirbt die Hoffnung zuletzt.

  12. Alpha

    @Mario

    Dein Depot liest sich wieder das Horrorkabinett der Börse. Vielleicht solltest Du Dir mal professionelle Hilfe suchen oder etwas mehr die tollen Anregungen hier von Tim berücksichtigen.

     

  13. Axel

    Habe eben 1000 Stück von DX8DAX gekauft. Ich erwarte eine kräftige Erholungsrallye. Der Crash ist abgesagt.

  14. Mario

    @Alpha

    Danke für den Ratschlag.

    Aber ein Horrorkabinett sieht anders aus. Wenn sich in deiner Welt etwas geändert haben sollte, solltest du handeln.

    Ich freue mich über mehr als 1000 € Dividende im Jahr. Tendenz steigend. Was soll ich ändern? Ich bin erst seit dem Ölcrash der Deep Water Horizon in Aktien unterwegs.
    Nachtrag:
    Gerade einen Ölwert ins Depot geordert. Mal sehen ob der Zuschlag bei meiner Limitorder kommt.

  15. Patently Absurd

    @Mario

    Mir fällt allerdings auch auf, dass in deinem Depot einige Wertpapiere liegen, die zumindest den Anschein haben, dass deine Kaufentscheidungen teilweise spekulativen Charakter haben. Dies kann natürlich auch nur mein persönlicher Eindruck aufgrund der wenigen Information in dem Beitrag sein.

    Hast du dir die Bank in Griechenland wirklich genau angesehen? In der Regel sind Banken viel schwieriger zu bewerten als anderen Unternehmen. Wie hoch schätzt du das Risiko dafür ein, dass die Bank die Rezession in Griechenland überlebt? Ist die Eigenkaptialquote hoch genug? Gibt es faule (Bau-)Kredite? Wie hast du den inneren Wert errechnet? Wie gut ist das Management? Sind die Geschäftszahlen verlässlich? Das alles und viel mehr sollte man sich  genau überlegen, bevor man in eine Bank investiert. Buffett sagt: „If you buy a bank, buy a good one.“

    Klar werden die Griechen immer Banken. Aber es müssen ja keine griechischen Banken sein.

    Bei Ölunternehmen und Zyklikern ist es derzeit ähnlich. Wer kann schon den Ölpreis in einem oder fünf Jahrens vorhersehen? Was nützt es, wenn die Tankstellen weiterhin geöffnet werden, wenn das Öl mit Verlust gefördert, das Benzin mit nur geringen Gewinnmargen verkauft wird. Der Einstieg bei Mineralölaktien nenne ich derzeit eine spekulative Wette auf wieder steigende Ölpreise. Diese Wette kann aufgehen oder halt nicht. Wahrscheinlich braucht man einen langen Atem.

    Bei den Rückversicherungen weist du schon, dass das Geschäftsmodell derzeit stark unter Druck geraten ist, oder?

    Dein Optimismus trotz fallender Kurse zeigt, dass du Value Investing grundsätzlich verstanden hast. Aber Cave Canem…

  16. ValueriaValueria

    @Mario, finde ich toll, dass du wieder einsteigst!

    Ich habe heute morgen auch wieder in Essensaktien investiert, da ich bald Dividendenzahlungen erwarte.

    Als ich in der Family hier vom Börsenschlamassel erzählte, meinten die nur: „Was kümmert dich dein Einkaufspreis, du bekommst doch weiterhin Dividenden. Verkaufen willst du ja eh nicht.“  Ja, genauso ist es, und auch wenn es weiter runter gehen sollte, ich investiere weiter, denn die monatliche Miete aus Dividenden, die ich mittlerweile bekomme, ohne mich mit Mietern zu ärgern, stimmt mich immer positiver.

    Das ist wie Schuhe kaufen: zwei Wochen später werden die reduziert! Ich kann nie wissen wann die Preise „fair“ sind…

    Aber, was mir der gestrige Tag gezeigt hat: Die Buy&Holder sind der harte Kern! Alle anderen Trader, Indexer, ETFs? und Kurzfristanleger sowieso, laufen weg, wenn es brenzlig wird. Nur wir bleiben.

    Auch, wenn ich zugeben muss, dass es an mir nicht einfach so vorüber ging, vor allem als die automatischen Algorithmen in Sekunden Gewinne in Luft auflösten. Schrecklich, dass die Börsen ohne Hirn in Millisekunden Milliarden handeln. Bis der Mensch das eindämmt, ist die Zeit auf Januar zurückgedreht… wenn das so leicht in real wäre;-)

    Meine Auftragslage ist super, die Verkaufszahlen klasse, ich glaube an Wachstum und freue mich auf Einstiegskurse. Langsam, stetig, langfristig:-)

  17. Dr. Dausend

    Im Grunde genommen, ist es nur noch absurd & die Manipulation an den Börsen offensichtlich. Bei 10.128 liegt noch ein offenes Gap, das jetzt gerade geschlossen wird. Das heisst die Algos haben sich das Ding wieder hochgepeitscht. An der Marke dürfte es dann zu Abverkäufen mit Ansage kommen.

    Die 9.300 waren wohl gestern ein Geschenk, das man hätte annehmen sollen.

    Aber auch jetzt ist der Dax noch nicht zu teuer. Ohne Glaskugel gehe ich trotzdem davon aus, dass wir zum Jahresende bei 11.500 – 12.000 stehen werden. Das sind immer noch 15-20% Potenzial.

  18. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Valueria

    Erstmal finde ich es gut, dass Du heute wieder positiver denkst.

    Aber…hallo? Ich bin auch (zum Teil) ETFler und habe gestern nachgekauft:-) Kann man auch prima Buy & Hold mit betreiben.

    Nein, im Ernst. Wir werden uns wohl an Tage, wie gestern gewöhnen müssen. Ich habe mich gestern riesig gefreut. Bei Dir hatte ich eher das Gefühl von Verunsicherung. Das würde ich an Deiner Stelle mal überprüfen.

    Wenn Du wirklich so denkst, wie oben beschrieben, dann kann der nächste Crash kommen. Wenn Dir Dividende so wichtig ist (warum eigentlich? oder zahlst Du keine Steuern?), dann könntest Du Deine Kaufentscheidungen darauf basieren, z.B. ich kaufe Aktie x, wenn die Dividendenrendite wieder 3,5% oder 4% usw. – dann kann Dir der Kurs eigentlich egal sein und Du kaufst Dir die Dividende.

    Bleibt auf alle Fälle spannend.

  19. David

    Ich habe grade einen Artikel im Manager magazin gelesen. Dadrin heißt es bezogen auf die Daimler Aktie: „[…] Zumindest diesen Gewinn sichern? Oder standhaft bleiben, auf Erholung hoffen und riskieren, am Ende doch wieder mit leeren Händen dazustehen?“

    Jetzt frage ich mich was mit „am Ende“ gemeint ist. soll den Anlegern angst gemacht werden, Daimler wird bis auf 0,00 sinken? Denn nur wenn so etwas möglichwäre ergibt diese Darstellung Sinn.

     

    @all: Es ist sehr schwer zu sagen, ob der Dax jetzt nochmal wieder weiter fällt, ich habe es gestern nicht gewagt etwas zu kaufen. heute werde ich es auch nicht tun. Abwarten, vielleicht geht es die nächsten wochen nochmal weiter runter. Ansonsten einfach Tims Rat folgen und beständig nachkaufen.

     

     

     

  20. ValueriaValueria

    @Schwarzer Kater, danke, deinen Zuspruch lese ich gern! Gut, dann warst du nicht der, der seine ETFs verkauft hat 😉

    Ja, ich war geschockt von der Spannbreite und Schnelligkeit der fallenden Kurse, das hast du richtig herausgelesen;-).  Warum mir Dividenden so wichtig sind? Ich hätte sehr gern in Immobilien investiert, da ich ja bereits zwei habe und sie sich im Nachhinein als super Investment entpuppt haben. Ich investiere gern für den Cashflow, d.h. im Grunde bin ich ein Langfristdenker. Da ich selbständig bin und in der Vergangenheit, vor allem anfangs meine Auftragslage auch mal ganz schwache Monate hatte, brauche ich (für mein pers. Wohlbefinden) ein zweites Standbein, also relativ sicheren Cashflow (den brauche ich momentan nicht, nur fürs sichere Gefühl+Rente usw.).

    Mit dem in Aktien investierten Geld, hätte ich auch eine Mietwohnung kaufen können und der Immopreis wäre theoretisch gestiegen in dieser Zeit, aber noch besser, er hätte mich gar nicht interessiert. Ich denke in Cashflow, als Ersatz für die Miete, daher Dividenden 🙂

    Eine bessere Diversifizierung habe ich somit auch.

    Immerhin habe ich auch eine Google seit gestern, die ohne Dividende ist, aber ich glaube, die werden irgendwann auch eine zahlen;-)

     

     

  21. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Ich habe gestern ein kleines Video aufgenommen. Thema: Die Leute, die ihre Aktien in Panik verkloppt haben. Leute: Qualitätsfirmen werden wertvoller mit der Zeit. Jeden Tag verkauft ein Lebensmittelhersteller seine Lebensmittel. Und macht mehr Geld. Es besteht kein Grund, gute Firmen schnell zu verkaufen. Werden Sie lieber langsam reich – als gar nicht.

    https://www.youtube.com/watch?v=0Gjfzbj33RM

  22. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    ich glaube nicht, dass besonders viele reale Leute verkauft haben. Höchstens deren Stop Loss Order sind abgeräumt worden. Die schauen heute blöd aus der Wäsche.

    Das Gros werden automatische Tradingsysteme mit Leerverkäufen ausgelöst haben. Die Weltnews werden systematisch verarbeitet zu Orders gemacht (siehe Buch „The Big Short“). Ich würde es so ungefähr machen; 100.000 Stück JNJ leer verkaufen, Kurs drücken. 50.000 billiger zurückkaufen und gleich wieder 100.000 neu verkaufen. So oder so ähnlich weiter und weiter im Sekundentakt.

    Leider kenne ich keine Möglichkeit, die Shortaktivitäten aktuell einzusehen. Der normale Short Interest wird ja immer nur alle 14 Tage aktualisiert. Aber die tatsächliche Short-Aktivität würde mich da mal interessieren. Gestern zeigt es z.B. 25,6 Mio Umsatz bei 90 Tage Durchschnitt von 7,5 Mio an.

    In solchen Fällen zeigt sich die Tücke von Stop Loss.

    MS

  23. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Stimme zu. Ich meine: Als Privatanleger sollte man sich besser nicht an dem kurzfristigen Hin und Her beteiligen. Man wird von den Profis abgekocht. Du musst sehen, wer am Pokertisch auf der anderen Seite sitzt. Du hast es ja schon gesagt: High-Frequenzy-Trader, George Soros, Goldmann Sachs, JP Morgan, Warren Buffett, Carln Icahn… diese Leute sind besser als Hinz und Kunz. Wir Privatanleger haben einen enormen Vorteil, wenn wir gute Firmen kaufen. Und die lange liegen lassen. Gute Firmen werden mit der Zeit wertvoller. Jeden Tag werden Zahnpasta, Lebensmittel, Putzmittel usw. verkauft und der Gewinn der Firmen steigt.

  24. Dr. Dausend

    @Tim

    Mich stimmen solche Tage, wie gestern & heute schon sehr nachdenklich. Das hat nichts mehr mit Geldanlage oder Börse im ursprünglichen Sinne zu tun.

    Das ist wildes Rumgezocke der Algorithmen und HFTs. Ich glaube, dass man als Privatanleger besser damit fährt so wenig wie möglich auf die Kurse und sein Depot zu gucken. Nach dem Motto ich kaufe am Jahresanfang und gucke 1mal im Jahr nach dem Rechten.

    Hätte man gestern z.B. wegen einer schönen Bergwanderung ohne Netzempfang nix von dem „Crash“ mitbekommen, dann steht man doch heute noch immer da wie vorher.

    Die Bewegungen können wir gar nicht rational erklären.

  25. ValueriaValueria

    @Tim, danke für den NYC-Spaziergang, darfst du ruhig mehr von deiner Umgebung zeigen, man hört dir auch so gern zu 😉

    @Dr. Dausend, mich hat es auch nachdenklich gemacht, aber letztendlich mich in meiner Investmentanlage bestätigt. Oben ist das Meer stürmisch, je weiter in die Tiefen, desto ruhiger wird es, sogar wenn es richtig bebt. Die Zeit und die richtigen Aktien helfen einem in ruhigeren „Gewässern“ zu schwimmen.

    Ein Beispiel: meine Altria, EliLilly und KraftHeinz standen da wie Felsen. Die haben kaum Gewinne verloren. Eingekauft  Oktober 2014.

    Ich denke, die  Ur-Langfristanleger unter uns haben sogar wirklich nix mitbekommen 😉

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dr. Dausend

    Ja, besser gar nicht jeden Tag ins Depot schauen. Und möglichst wenig Aktivität im Depot haben. Nichtstun ist meist am besten (in 90 bis 99% der Fälle).

    Es gibt an der Börse jede Menge Manipulateure. Mit etwas Geschick lassen sich Märkte nach unten oder oben jagen. Preise lassen sich beeinflussen: Libor, Währungen, Zinsen, Rohstoffe und auch Aktienkurse. Es ist wie im Wilden Westen.

    Es muss aber nicht notwendigerweise eine Manipulation sein. Das System ist nicht wirklich sicher. Schnell kann die IT crashen oder ein Softwarefehler ein Desaster auslösen. Was sich aber wieder mittelfristig korrigieren sollte. Insofern sind die Gedulidgen besser dran. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

  27. StefanStefan

    @ Valueria

    was du immer mit deinen Immobilien hast 😉

    Mich nervt bei Immo-Invests, dass man gleich mal 10% im Minus ist wegen der weichen Kosten die bei Erwerb sofort weg sind. Nem blöden Immo-Makler, der einen einmal durchs Haus führt dafür ein paar Tausender in den Rachen zu werfen, Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchamt…

    Außerdem werden Mieteinnahmen hoch besteuert. Die erhöhen das zu versteuernde Einkommen. Man kommt schnell in einen höheren Steuersatz und Ruck Zuck hat man von seiner Miete vielleicht noch 60 % übrig. Aber dann kommt natürlich noch die Instandhaltung…

    Glaube übrigens nicht, dass Google die neue Berkshire wird. Dann eher Markel…

  28. Mario

    @Patently Absurd

    Ich bin ehrlich, ich war noch nie in Griechenland. Alle anderen Fragen muss ich ebenfalls mit einem Nein beantworten.

    Allerdings kenne ich auch nicht die Gesetze in Griechenland, das Verhandlungsergebnis der Troika, die ausländische Bank die in dem Chaos dort groß investiert und dort den Marktführer spielen wird. Wie du siehst könnte ich noch viele Ungereimtheiten und Hemmnisse dort aufzählen. Aber ich sehe nicht nur die Hindernisse, ich sehe auch eine Chance. Und das ist für mich der Grund dort zu investieren.

    Es gibt ein Sprichwort: „Amerika wäre nie entdeckt worden, hätte es die Möglichkeit gegeben auf der Reise auszusteigen.“

    Hier denke ich auch an Firmengeschichten wie Stinnes und  BMW. Hier habe ich einmal einen Bericht über die Familie Klatten (BMW) gesehen.

    Zum Beispiel besitze ich keine Autowerte. Für mich nicht interessant. Ich kann die Frage nicht einmal eindeutig beantworten, warum nicht. Aus meiner Sicht zu viele Risiken. Einige werden jetzt etwas anderes denken. Gut so. Aber in keinem Geschäftsbericht der Hersteller steht, dass es im größten Markt zurzeit, China, ein gewaltiges Problem gibt. Es gibt keinen Markt für Gebrauchtwagen. In dem wohnt der böse Geist des Vorbesitzers. Tradition, aber aus den Köpfen nur schwer zu tilgen.

    Bei den Ölwerten ist es so, sie werden ge- und verbraucht. Das ist was ich verstehe. Dieses geht so weiter bis es definitiv „alle“ ist. Zumindest wird den Menschen eingeredet, dass es alle wird. Wenn ich sehe wie der Ölpreis pro Barrel wirklich ist, und zwar der direkte Weg von der Produktion bis in den Hafen nach Rotterdam, kann ich nur schmunzeln. Steht ebenfalls nicht in den Geschäftsberichten.

    Geschäftsberichte sind sowieso so eine Sache. Wechselt der Vorstandsvorsitzende, kann er legal Sonderabschreibungen vornehmen und nach einem Jahr im Amt steht er als Guter da. Kassiert und macht weiter. Dann kommen seine Einsparprogramme und in ein paar Jahren ändert sich wieder alles.

    @Valueria

    Danke für den Kommentar.

    Letztendlich muss jeder seinen Weg finden und für sich gehen. Es gibt viele Aspekte in den Unternehmen, die wir nie erfahren werden.

  29. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Valueria

    Ok, Videos aus New York wird gemacht. Wenn ich Lust und Zeit habe.

    Hier kannst Du Dir noch ein paar weitere Videos von mir anschauen:

    https://www.youtube.com/user/BoerseNewYork/videos

    Übrigens sind Immobilien nicht per se schlecht. Buffett besitzt privat seit langer Zeit in New York ein Gewerbeobjekt und ist damit sehr zufrieden. Er wird es an seine Kinder vererben.

  30. ValueriaValueria

    @Stefan, ich tippe mal, du hast eine Mietimmobilie, wenn du so erfahren schreibst?

    Meine Immos habe ich ohne Makler (kann man aber von der Steuer absetzen) gekauft. Notarkosten setzt man auch von der Steuer ab. Mieteinnahmen werden nicht höher besteuert – Nettokaltmiete gilt : (Abzüge sind: Zinsbelastung aus dem Kredit, Handwerkerrechnungen ohne Material, lineare Abschreibung des Gebäudes, Werbungskosten)

    Ich hatte schon mal Mieter, aber nur kurzfristig wegen Eigenbedarf. War super zufrieden! Miete kam pünktlich und ganz an! Haben mir sogar eine nagelneue Kaffeemaschine dagelassen, weil sie die alte zerbrochen haben + andere Kleinmöbel, die ich jetzt benutze. Aber ich will hier keine Werbung für Mietwohnungen machen. Ich finde Aktien auch super:-)

    Und bei Google kenne ich Leute – die schwimmen in Cash  – ein Unternehmen, das hochmotiviert die „Welt erobern“ will – vielseitig und mit Zukunft!

    Danke Tim 🙂

  31. Dr. Dausend

    Heute sogar ein Artikel auf HBO zum Hochfrequenzhandel.

    Zitat daraus „Solche Unternehmen für Hochfrequenzhandel zählen zu den Gewinnern der Börsenturbulenzen. „Unsere Firma ist für solche Märkte gemacht“, sagte etwa Douglas Cifu, Chef von Virtu Financial, am Montag. In Paniksituationen wird mehr gehandelt, steigen die Umsätze, so dass diese Unternehmen mehr Geschäft machen. Deshalb sagte der Cifu-Chef, der Montag sei einer der ertragreichsten Tage für sein Unternehmen. Die Aktie von Virtu hat in den vergangenen Handelstagen zugelegt.“

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/hochfrequenzhandel-beim-china-crash-die-maschine-und-der-markt/12231532.html

  32. willihope

    @Black cat

    Du musst unser Blumenkind aber darauf hinweisen das Dividenden auch sinken können, meist tun sie das auch nicht mit 5 – 10% sondern 50 – 75%!

    Also beim Kauf sollte man schon das Geschäftsmodel mit in Betracht ziehen, das hat sie hoffentlich jetzt durch das Beispiel CAT eh verstanen.  Ist das Geschäftsmodel unsicher dann werden aus den Felsen in der Brandung plötzlich Sandburgen am Beach. 🙂

    @Vali

    Google schwimmt in Geld aber davon hast du ohne Dividende nichts! Die verballern die Kohle nämlich selber und du musst darauf vertrauen das sie nicht zuviel raus hauen und trotzdem ab und an einen Treffer landen! Das meiste bringt ja nichts ein was sie da so zusammen stoppeln! Und Flops machen die auch nicht zu knapp, Google glass?!

    Wenn MS in sein Windoof 10 und Cortana richtig Bumbs einbaut dann ist Google-Suche Geschichte! Aber momentan schaut das auch leider mehr nach einer Überwachungssoftware aus.

    Die könnten Google in einem Jahr die Butter vom Brot nehmen denn ohne Suche haben die nichts was richtig Geld bringt! Dazu braucht man nur Computer und einige dutzend gute Leute und ein paar Millionen und den Zugang zum Desktop der User. Alles da bei MS nur ein Visionär wie S. Jobs fehlt noch!

    Edit: Übrigends der mit den ETF’s bin ich, ich habe nicht ver- sondern *gekauft* gestern! Hast du vielleicht im Schock verwechselt? 🙂

  33. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @willihope, Valueria,

    ich wollte es mir verkneifen, aber meine Meinung ist ebenfalls: bei Google muss man einen großzügigen Arbeitsvertrag haben, angeblich der beliebteste Arbeitgeber, keine Aktien. Ich mag es nicht, wenn der Aktionär stiefmütterlich behandelt wird.

    Ich nutze zwar auch Chrome (aber sehr oft auch mal duckduckgo), und vor allem Maps Streetview, weiß aber, dass es zu allem gute Alternativen gibt. Natürlich ist das nicht alles von Google, aber ich sehe die Marktmacht nicht mehr so gravierend. Wusste jemand wirklich vorher von dem (wohl sehr guten) Kartendienst „Here“ von Nokia, den die Autobauer jetzt gekauft haben?

    Irgendwann ist bei Google der „Drive“ raus (Wortspiel… Cloud kann Jeder, bei MSFT ist es OneDrive). Irgenwann sind da keine 24 Stunden Nerds mehr am Werkeln, dann wird das in der nächsten Generation eine verstaubte Schnarchbude wie IBM.

    So, jetzt noch eine Runde auf dem Bike.

    MS

  34. ValueriaValueria

    @willi, ist schon gut, ich will dir Google nicht aufzwängen 😉

    Deine Investments muss ich  jedes mal auf Google entziffern, bevor ich verstehe, wo Du gerade dein Geld verballerst, pardon investierst;-)

    Google stellt 3 mal mehr neue Leute in MUC ein. kuckst du hier  http://www.immobilien-zeitung.de/1000013978/google-bezieht-14-000-qm-im-muenchner-arnulfpark

    Google sind Anzeigenverkäufer mit Potenzial. Die Suchmaschine ist nur Sinn zum Zweck. Und wer überlebt die Krisen: die Anzeigenverkäufer, (siehe Gerald Hörhan:-) https://www.youtube.com/watch?v=RPwXgoX3X6Q

    Apple hat ja auch keine Dividende bezahlt, jetzt schon. Und CAT mag ich einfach, die sehe ich/versteh ich… dass dir das so schwer im Magen liegt tztz ;-).

    Aber heute backe ich kleinere Brötchen… bin ja auch seit gestern gebeutelt…

    PS: Ach ja, und Google schenkt seinen Mitarbeitern jedes Jahr Google Aktien – das zeugt für mich für Stabilität!

     

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Valueria,

    der Arnulfpark ist 2,5 Km von mir, bzw. 33 Minuten zu Fuß (laut Google Maps!). Das würde meinen Arbeitsweg mit dem Rad ja erheblich verkürzen. 😉 Ob die noch einen älteren Herrn für „besondere Aufgaben“ einstellen würden? Mir geht es zwar gut in der Firma, aber bei Google-Gehältern könnte ich die Spar-Rate nochmal hochschrauben die letzten Jahre bis zur Rente.

    So, jetzt aber los aufs Mopped

    MS

     

  36. willihope

    Ich will dir da nicht drein reden, mach wie du willst, du willst ja eh B&H Anleger sein.

    Wenn das Management (deine Angestellten) den anderen Mitarbeitern (auch deine Angestellten) Aktien schenkt dann wird dein Anteil meistens kleiner oder auch weniger Wert, also man könnte auch von Diebstahl sprechen. Oder bekommst du eine Entschädigung wenn dein Anteil an der Firma schrumpft? Wenn sie ganz frech sind dann machen sie auch noch eine Rückdatierung wie bei Apple unter S. Jobs, so maximieren sie deinen Schaden noch! Das hat aber mit Stabilität nichts zu tun, besser du kaufst dir mal ein Buch und tust dich etwas einlesen!

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/rueckdatierte-aktienoptionen-apple-schliesst-14-millionen-dollar-vergleich-a-577717.html

     

     

  37. Markus

    @Valueria

    Der langfristige Rendite-Schnitt für allgemeine Immo`s in Deutschland ist deutlich niedriger als der msci world, s&p 500, stoxx europe 600 bei deutlich schlechterer Diversifikation… aber ich erwähne das jetzt zum letzten Mal 😉

    Trotzdem gibt es sehr viele Leute, die mit Immo`s besser abschneiden als mit Aktien. Aus zum Teil sehr unterschiedlichen Gründen. Deutlich häufiger sind es banale Gründe (Spar-Zwang) als die wenigen strategischen „Profi-Immo-Investoren“.

    Die paar Tage abwärts an der Börse… sowas kann sich auch über Monate und Jahre ziehen… Dieser Satz ist schnell hingeklatscht, aber Jahre & Jahrzehnte vergehen und man wird nicht jünger…

    Man sollte seine Risiko-Toleranz in Kombination mit der Rendite-Erwartung schon mal im voraus überdenken und das versuchen möglichst realistisch einzuschätzen! Man kann die max. Drawdown`s über Tagesgeld / Sparbriefleiter / Festgeld / kurzfristige AAA-Staatsanleihen sehr gut absenken… aber dann fällt auch zwangsläufig die zu erwartende Rendite und man kann schlimmstenfalls langfristige Zielsetzungen nicht oder nur mit deutlich größerer Sparleistung schaffen.

    Die meisten sehen nur die Rendite, den Zinseszins und haben aber keine Ahnung wie hoch Ihre Risikotragekapazität bei Kurs-Verlusten im 5 oder 6 stelligen Bereich ist…

    Ich definiere Risikotragekapazität so: Wie stark darf mein Depot einbrechen, ohne dass ich meine „Dekaden-Strategie“ abändere und etwas emotionales nicht ganz so sinnvolles tue? Wie stark beeinträchtigt dass meine aktuelle und zukünftige Lebenssituation oder die meiner Familie?

    Natürlich muss man dann auch sehr sehr überzeugt sein von seinen Investments, breit streuen oder alternativ Buffett`s Lochkarte verwenden.

    @willihope

    Deine Nicks für Val werden je nach Börsenlage kontraindiziert freundlicher/unfreundlicher. 😉

    Zum anderen Gebert-Indikator: Schaust Du jeden Montag drauf bzw. welche Datenquelle verwendest Du?

    Wobei ich auch schon irgendwo aufgeschnappt habe, dass die Gebert-Strategie genauso viel wie eine reine buy & hold Strategie beim DAX gebracht hatte und der Unterschied allein durch die damaligen Zinsen zu Stande kam…

  38. willihope

    @Markus

    Nunja manchmal wundere ich mich schon sehr über unser Blumenkindchen. 🙂

    Indikatoren hatte ich gerade einmal gepostet, EZB, Bundesbank und Eurostat/EZB. Ich schau nur 1 x im Monat denn nur dann gibt es Daten, ohne Daten kein Indikator. 🙂

    Eurokurs zum Dollar:

    http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Statistiken/Zeitreihen_Datenbanken/Makrooekonomische_Zeitreihen/its_details_value_node.html?tsId=BBEX3.M.USD.EUR.BB.AC.A01&listId=www_s331_b01012_4

    Zinsen:

    http://www.ecb.europa.eu/home/html/index.en.html

    Inflation:

    http://sdw.ecb.europa.eu/quickview.do?SERIES_KEY=122.ICP.M.U2.N.000000.4.ANR

    Also meine grössten Verluste hätte ich mit GI nicht gehabt, der hat zuverlässig vor 2008 und 2011 gewarnt, leider wusste ich damals darüber noch nichts! Der Vorteil ist für mich das ich nur 1 x im Monat was machen muss, ansonsten kümmere ich mich nicht um die Kurse, ausser die Welt geht unter, dann kaufe ich natürlich soviel wie geht. Nachteil ist natürlich ich kann höchstens etwas besser als der DAX sein denn ich kaufe den ja und habe Kosten, mal sehen wie sich Hebel 2 auswirkt. Das ganze ist eher was für alte Herren die ihre Grenzen kennen gelernt haben. 🙂

    Ich wüsste heute nicht welcher DAX-Konzern in 10 Jahren gut da steht und wer am Boden liegt, die Versorger waren ja noch vor 10 Jahren ein guter Kauf und jetzt sind sie nicht mehr zu gebrauchen.

    Desswegen der DAX, geht ein Verlierer raus kommt der nächste Gewinner rein, so die Theorie. 🙂

    Viel Glück!

     

  39. AlexanderAlexander

    Also ich hab gestern Panik geschoben. Nicht weil ich Angst vor Kursverlusten habe, sondern weil ich nicht wusste, ob ich nachkaufen soll oder nicht. Letztendlich habe ich eine Investition getätigt und noch etwas Cash behalten. Am meisten ärgert mich, das MSFT zeitweise bei Tradegate -11% waren und ich nicht beherzt zugegriffen habe. Naja, was solls. In zwei Wochen ist mein Septemberkauf angesagt.

  40. Florian

    Gestern wäre ein optimaler Einstiegszeitpunkt gewesen. BASF so günstig. Es gab dann heute von Vorstandsseite weitere Zukäufe die veröffentlicht wurden. Geschäftsführendes Organ Wayne Smith hat beispielsweise 10.500 Stk gekauft zu 75,99 USD.

  41. ZEN Investor

    Hoi Tim,

    du schriebst:
    „Cash ist keine Alternative. Dafür bekommen Sie keine Zinsen. Barvermögen und klassische Sparprodukte sind ein grauenvolles Investment, jedenfalls auf lange Sicht, weil die Inflation den Wert vernichtet.“

    Dazu möchte ich dir aber ein Zitat von Warren Buffett zu Herzen reichen. Quelle:

    https://www.bing.com/search?q=warren%20buffett%20cash%20call%20option&form=EDGENT&qs=PF&cvid=9c47da13bcbf4d45a9247b0437bd901c&pq=warren%20buffett%20cash%20call%20option&nclid=rCfixlbwThJjsdq6T8efjw%3D%3D&ts=1440531995421&nclidts=1440531995&tsms=421

    (BING-Suche nach Warren Buffett Cash Call Option)

    „Buffett’s perception of cash can also be summed up in one of his aphorisms – “Cash combined with courage in a crisis is priceless.” As Schroeder explains in her book, Buffett’s best opportunities have always arisen during periods of crisis and uncertainty, such as after the 2001 dot-com bust and corporate fraud epidemic (Enron, WorldCom, etc.).“

    Buffett sagt ganz klar: Cash ist eine Call-Option. Und ohne Ablauf-Datum und ohne Gebühren, etc.

    Warum ist das so?

    Nun, Tim schreibt hier gegen zu häufiges Handeln. Jedoch muss man das auch relativ bzw. aus der Entfernung sehen:

    Unter Traden versteht man heutzutage das sekündliche bis wöchentliche Kaufen und Verkaufen.

    Tim Schäfer propagiert nun das „Halten für die Ewigkeit“.

    Jetzt gibt es aber noch Dinge dazwischen:
    So hat Mister Buffett viele Firmen gekauft und nach wenigen Jahren wieder verkauft.

    Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, eine Firma nach 5-10 Jahren zu verkaufen. Kürzer sollte die Haltezeit echt nicht sein.

    Aber wer eine Firma bei KBV 1, KGV 12 usw. kaufen konnte zum Kurs von 22$ im Jahre 2009, und diese Firma, übrigens ein Top-Unternehmen, kostet heute 99$ (dh der Kurs ist um Faktor 4,5 gestiegen), während Gewinn und Umsatz sich nur um 50% steigern konnten…
    Dann handelt dieses süsse Unternehmen heute also zu KBV 3, KGV 36 usw.
    Dh das Unternehmen ist überbewertet, oder zumindest auch für ein absolutes Top-Unternehmen eher teuer.
    Meiner Meinung nach kann es da Sinn machen, zu verkaufen.

    Genau so finde ich es sinnhaft, grundsätzlich einen Cash-Anteil von 25-50% zu halten, wenn der Bullenmarkt schon so viele Jahre alt ist.

    Jetzt werden die meisten ausrufen: „Aber 50% Cash-Anteil nur weil theoretisch ein Crash kommen könnte)….“

    Tja, rechnen wir das mal in Ruhe aus:

    Depot-Vermögen 100’000.-.

    Wir gehen davon aus, dass zB der Crash 2018 kommt, die Börsen aber vorher sich nochmals verdoppeln, was 26% p.a. wären (durchaus realistisch in einem starken Bullenmarkt).
    2018-2020 würde es um 50% runter gehen, in einem heftigen Crash.
    2021-2025 geht’s wieder mit 20% p.a. aufwärts, ein neuer Bullenmarkt, der vom Tiefpunkt aus startet, wie 2003 oder 2009. Dh 2021-2024 verdoppeln sich die Indizes wieder vom Tiefpunkt aus gesehen.
    Konkret am Dax: 2018 Höhepunkt mit 20’000 Punkten.
    2020 Tiefpunkt mit 10’000 Punkten (dh nicht tiefer als der heutige Stand).
    2024 wieder bei 20’000 Punkten.

    Jetzt sitzen hier 2 Typen von Menschen:

    Typ 1: Tim Schäfer
    Er ist 100% investiert. Jährlich kann er nur etwa 10% zukaufen (neue Ersparnisse und Dividende).
    Sein Depot wäre 2024 ungefähr bei 200’000.-, was 2015-2024 rund +100% oder rund 8% p.a. entspricht.

    Typ 2: ZEN Investor
    Er ist 2015 nur zu 50% investiert.
    2018 ist sein Aktien-Anteil zusammen mit dem Index verdoppelt, das gesamte Vermögen ist nun 150’000.- wert (Aktien 100’000, Cash 50’000).
    Er kauft nun 2020 nach. Er erwischt natürlich nicht den Tiefpunkt, sondern kauft zu früh, wenn es erst 30% runter gegangen ist.
    Dh er kauft bei einem Dax-Stand von 14’000 nach, dieser fällt danach auf 10’000, um dann von 2021-2024 wieder auf 20’000 anzusteigen.
    2020 wandelt er also die 50’000 Cash in Aktien um. Die alten Aktien haben bei einem Dax-Stand von 14’000 einen Wert von noch 70’000.-).
    Somit hat er Aktien für 120’000.-.
    Im Tiefpunkt 2020 hatte er 85’000 Gesamt-Wert.
    Im Höhepunkt 2024 hat er 170’000 Gesamt-Wert.

    In diesem Beispiel hat Tim den ZEN eindeutig geschlagen.

    Allerdings wäre es umgekehrt, würde der Index deutlich unter den heutigen Wert fallen. (Was aufgrund der Überbewertung durchaus wahrscheinlich ist).
    Noch mehr gilt das bei Einzelaktien, die besonders tief gefallen sind, obwohl es ihnen fundamental gesehen gut geht.

    Das Wesentliche ist wohl dies:

    Charles Munger bezeichnete den Index als „Rückenwind“ (tail wind).
    Dh man sollte diesen zumindest ein Stück weit nutzen, dh eher bei tiefen Index-Ständen kaufen.
    Ich garantiere euch: Langfristig wird der DAX noch etwa 1-3 mal unter 10’000 fallen, bevor er das erste mal 20’000 durchbricht.
    Und wer unter 10’000 kauft, kommt besser weg, als jemand, der sein gesamtes Geld bei 15’000 oder 18’000 in den DAX steckt.
    Ob man jetzt bei 8’000 oder 10’000 kauft, ist nicht so relevant, aber 10’000 oder 15’000 schon.
    Steigt also der Dax nächstes Jahr auf 15’000, so würde ich dann keine neuen Aktien dazu kaufen.

    Und das Wichtigste sind günstige Einzelaktien.
    Was nützt eine Nestle oder Coca-Cola, eine Procter & Gamble oder eine BASF, bei einem KBV von 4-5 oder einem langjährigen KGV von 50?
    Das heisst nicht, dass so eine Aktie gleich abstürzen muss.

    Aber auch eine Coca-Cola-Aktie wird auf Sicht von 10-20 Jahren eine bessere Performance aufweisen, wenn du sie bei einem KBV von 2 statt 4 und einem KGV (über mehrere Jahre geglättet) von 20 statt 40 kauft.

     

     

  42. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Valueria,

    mir fällt gerade ein, ETFs verkauft hat @willihope, aber Short-ETF, also einen, der teurer wird wenn es abwärts geht. Also das war ein guter Zug, wie ich meine.

    @willihope,

    Morgen wird es wieder billiger, das Plunge Protection Team hat zu früh Feierabend gemacht.

    Ich habe mich jetzt mal wieder mit Optionen beschäftigt. Wir haben ja 2 Experten im Umkreis, die mich inspiriert haben. Der Gert und der Rico.

    Ich will das mal ganz klein anfangen als Zusatzeinkommen neben der Warterei auf besseres Wetter.

    Ich wollte es gern mit SLDP oder KNOP gemacht, aber die „Option Chain“ ist zu dünn.

    Ich habe mir als Test jetzt Santander ausgesucht. Ich habe schon ein paar davon und würde aufstocken wollen. Deswegen habe ich heute eine PUT-Option verkauft mit Strike 7 USD für 100 Aktien zu 1.55 USD.

    Das bedeutet, wenn die Santander steigt, dann kann ich die 155 USD behalten, wenn die Option verfällt, oder ich löse sie wieder viel billiger ein. Wenn Santander weiter fällt, dann mache ich unter 5.45 USD Verlust. Der PUT kann dann ausgeübt werden, und ich muss 100 Santander für 7 USD kaufen. Der effektive Kaufkurs wäre aber eben 5.45, weil ich ja schon 155 USD für den Verkauf der Option bekommen habe. Eine Option kostet übrigens 3.50 USD Gebühren, also netto wäre die Rechnung nicht korrekt.

    Das ist neuer Terrain für mich. Ich habe klassisch schon Optionen gehandelt. Aber so, wie man es kennt. Man kauft einen Call, man kauft einen Put. Aber das Stillhaltergeschäft muss ich jetzt mal etablieren als Zusatzgeschäft.

    Gutes Nächtle

    MS

  43. Markus

    @Zen Investor

    Warst Du es, der sich hier mal zum Milliardär gerechnet hat???

    Bei diesen ganzen theoretischen Zahlenspielchen:

    26 % soviel Jahre p. a….. 20 % p. a. soviel Jahre…50 % Crash, was langfristig gesehen eher deutlich seltener ist, außer man nimmt an, dass subprime und dotcom jetzt zur neuen immer gültigen Zukunfts-Regel werden… Tim investiert 10 % der Ersparnisse inkl. Dividenden regelmäßig wieder p. a. und der Zen-Investor investiert wie viel p.a. an neuen Sparmitteln?

    Die Fundamentaldaten oder danach zu investieren ist ja ok, auch die 8 % p. a. ist ein langfristig gesehener Wert im Rahmen der Möglichkeiten für den DAX…

    Was denkst Du, was konsequente Indexler mit z. B. 70 % Aktien, 30 % Cash für eine Strategie beim jährlichen Rebalancing fahren?

    Value Aktien haben ca. 2 % alpha in der Vergangenheit gehabt, Rebalancing bringt oft um die 1 %, Small caps um die 3-4 % p. a.  Gibt es für irgendeines der alpha`s eine Garantie für die Zukunft? Nein.

     

     

  44. willihope

    @Matthias

    Ja damit sitzt du zumindest auf der richtigen Seite des Tisches! In dem Spiel steht es dann von Beginn an 2 zu 1 für dich! 🙂 So ganz ohne ist das Geschäft aber auch nicht und die Verluste sind da auch manchmal unbegrenzt möglich, das ist nichts wo du es einfach laufen lassen kannst! Ich lese oft von 2 -4% im Monat, schon ganz schön wenn man das beherrscht. 🙂
    Ich habe mir darüber auch ein Buch gekauft aber leider bin ich zu doof dazu. 🙁 Ich seh gerade ich hab 2 Bücher darüber gekauft, Zertifikate und Optionen /HSBC und Optionen und Futures verstehen /Uszczapowski, leider beide nicht geholfen. 🙁

    Wenn du das verstanden hast dann machen wir eine Investmentpartnerschaft! Du schreibst die Optionen und ich mach dir den Kaffee! 🙂

     

  45. Bankenretter

    Leute, was ist denn das für eine Sorglosigkeit? Der Crash bzw. die Korrektur ist noch lange nicht vorbei. Wir haben noch nicht mal September.

    Ich bin überzeugt davon, dass wir noch deutlich tiefere Kurse sehen. Gestern mussten sich lauter Leerverkäufer eindecken.

    Ohne Cash in solch eine Phase zu gehen, ist Harakiri. Dann sollte man lieber 2-3 Monate das Internet ignorieren.

    Einige machen hier den Fehler und setzen „falsche“ Vergleichskurse. Wir sind noch nicht mal auf dem Level von Oktober 2014 oder 2011.

    Die große & schwierige Frage ist, ob diese Korrektur das Potenzial hat eine neue Rezession und Wirtschaftskrise wie 2008 auszulösen. Die Vermögen der stark in Aktien investierten & überschuldeten US-Bürger schrumpften damals, Immobilien sanken im Wert, der Konsum wurde deutlich gedrosselt usw.

    Gegen einen Crash zum JETZIGEN Zeitpunkt spricht, dass die Notenbanken ihr Pulver noch nicht verschossen haben. Der Wirtschaft geht es noch nicht so schlecht wie vor 7 Jahren. Allerdings hat sich die Schuldensituation der Staaten deutlich verschlechtert.

    Wer im Depotaufbau ist, sollte meiner Meinung nach gestaffelt rein gehen. Den Tiefpunkt erwischt man eh nicht.

    Wer China als Grund für diesen Absturz vermutet, könnte sich anschauen, welche Werte zu Unrecht abgestraft wurden. Was hat eine General Mills groß mit China zu tun? Oder Fresenius?

  46. willihope

    @Bankenretter

    Der Treibstoff der Börse ist Geld, Geld ist momentan billig (Zinsen) und fließt in rauhen Mengen (EZB 60Milliarden/Monat) auf den Markt, also langfristig (Sep. 2016?) kann es fast nur aufwärts gehen, die Zucker derzeit sind doch ganz normal, etwas übertrieben aber normal. August und September sind immer die schlechtesten Monate an der Börse, also günstige Kurse zum nachkaufen nutzen! Einzig Yellen ist der Faktor X, wenn die sich endlich mal entscheiden würde, typisch Frau, soll ich erhöhen, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht… 🙂 Ein klares Signal wäre für die Börsen schon gut. 🙁

    Diejenigen die B&H wegen der Dividende machen sind von den fallenden Kursen sowieso nicht betroffen, da erhöht sich nur deren Rendite wenn sie den Mut haben zu kaufen! Den Tiefpunkt erwischt man sowieso nie wenn man auf Sicherheit achtet, da kauft man immer zu teuer.

    Als Dividendeninvestor müsste man die Dividenden von Jänner bis August sammeln und August & September bei den jährlichen Rücksetzern kaufen, das würde vermutlich die beste Rendite für Dividendenjäger liefern. Ab wann es wieder steigt kann aber keiner sagen, leider. 🙂

    Also keep calm!

  47. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    So, Mr. Market, ich wäre dann soweit. Du kannst uns gerne weitere Schnäppchen servieren.

    @Bankenretter

    Korrekt, wir befinden uns (noch) nicht in einer handfesten Wirtschaftskrise oder Rezession. Das sehe ich ähnlich. Das mit dem „Anker“ habe ich vor ein paar Tagen auch geschrieben.

    Deshalb empfiehlt es sich bei Einzelwerten ja auch auf die langfristig durchschnittlichen Kennzahlen zu schauen. Da liegen einige Werte bezogen auf den KGV auch heute schon drunter (z.B. SAP, P&G), aber andere trotz Kursrückgang noch deutlich drüber (z.B Fresenius, Unilever, Nestlé).

    @willihope

    Wieso nimmst Du eigentlich zum Dax nicht noch etwas „Breiteres“ mit dazu? Den S&P 500 bekommst Du schon für 0,09% p.a. (z.B. A1C22M) und auch gehebelt (DBX0B5). Oder den Stoxx Europe 600 (z.B. 263530).

    Schauen wir mal, wo wir heute Abend am Ende des Tages stehen.

  48. Mr. Dax

    Ein Dax unter 10000 ist doch alles andere als teuer.

    Außerdem ist das mit dem schlimmen September eine Mär, die sich zumindest seit 2010 in der Form nicht mehr bewahrheitet hat (Ausnahme: Griechenpleite 2011).

    Ich setze voll auf eine starke Rallye in den nächste Monaten. Das wir die Stände aus dem Frühjahr erreichen und überbieten, ist doch nur eine Frage der Zeit.

    Was ist denn die Alternative? Aufgeblähte Immobilien oder Anleihen? Tagesgeld für unter 1%? Gold?

    Wir sollten froh sein, dass uns diese günstigen Kurse jetzt nochmal geschenkt werden. Die Meisten gucken wieder nur zu und ärgern sich dann im Dezember bei Dax 12000, dass sie wieder nicht dabei sind.

    Buy, buy, buy!

  49. ValueriaValueria

    @James: Meine Essensaktien: KraftHeinz, Unilever, Coca Cola, Altria (Wein trinke ich gern). Ich habe im oben beschriebenen Fall McDonalds nachgekauft. Magst du mir jetzt auch noch die Leviten lesen?

    Komisch, dass sich über meine Investments viele hier lustig machen, aber aus ihrem eigenen Portfolio hört man nichts. Wo sind eure Aktien, Wohnungen, sonstigen Unternehmensbeteiligungen? Da bin ich froh, dass es so jemanden wie Alexander,  Felix, Mario, Matthias u.a. gibt und Tim sowieso.

    Haben die anderen keine Aktien? Nur ETFs? Tradet der Rest nur? Oder seid ihr zu cool, um was darüber zu schreiben?

    @willihope, deinen Rat würde ich sogar gern befolgen. Ich kaufe bis Ende Oktober evtl. paar Dividendenaristokraten (die ihre Divis kaum kürzen:) und lege die Depots bis August 2016 still. Das wäre mal eine schöne Pause von der Börse.

    @Matthias, bin viel näher :-9

    @Markus, mein LieblingsStatistikenBerechner 😉 Ich weiß, das schreibst du wirklich schon zum dritten mal. Und dem Rest stimme ich auch zu. Mir ging es noch nie um die beste Rendite. Meine Investments sind tatsächlich sehr emotional. Aber nur so kann ich, nur so fühle ich mich wohl. Ich rechne nicht vorher großartig, mache keine Forschungsarbeit über Rendite, Unternehmen, Geschäftsberichte usw. Ich verliebe mich. In meinen Job, in eine Wohnung, in ein Unternehmen, und/oder in seine Dividende, sogar auch mal in einen Manager, der in einem geilen Unternehmen arbeitet und kaufe dort Aktien. Investiere gern um mich herum – deshalb auch gern die Münchner (Rück) 😉

    Beim Einkaufen, Reisen, Surfen, Arbeiten usw. treffe ich wieder auf die Unternehmen und Investments, in die ich involviert bin und freue mich! Bin sogar stolz ein Teil davon zu sein. Nur das treibt mich an. Nicht die zweistellige Rendite und der super Deal.

    Ich investiere absolut weiblich, lerne von euch, aber oft komme ich mich hier vor wie in einer Kältekammer. Klar ist Börse kein Spielplatz, Liebesschnulze und emotionales Wesen, es ist irgendwo kaltes digitales Geld, aber auch wenn es euch jetzt komisch vorkommt, ich möchte mit meinen Investments auch eine emotionale Bindung haben – ja, sehr weiblich 🙂

    So tun mir theoretische Verluste nicht (wirklich) weh, ich ärgere mich auch nicht über Notarkosten,  weil der Notar ein super Typ war, und auch nicht dass Google keine Divi zahlt, sondern freue mich, dass die neben mir bauen und ich ein kleines Teilchen von ihnen bin 🙂

    PS: Und wenn ich momentan die Flüchtlinge sehe und weiß, dass ich den selben Weg gegangen bin, dann denke ich mir manchmal: Börse ist tatsächlich nur ein Spielplatz!

     

     

  50. Heiko

    Was sind denn „Essensaktien“? Ich hoffe nicht, dass damit Werte wie Nestle oder Unilever gemeint sind, die immer noch sehr teuer sind. Oder achtet man heute nicht mehr auf den Einkaufspreis?

  51. willihope

    @Black cat

    Erstens ist der S&P Dollarraum und der GI gilt für den Euro, zweitens wozu, ich habe ja mit dem DAX den gesamten deutschen Markt. S&P, Dow, DAX und Co. korrelieren doch im grossen und ganzen, da bringt eine Streuung erstmal nicht viel. Nein bisher passt es schon und wenn ich mir die Performancedaten der ETF’s & LevETF’s ansehe dann wäre ich schon zufrieden. Ich sollte mit dem Depot einiges darüber liegen solange ich bei den Rücksetzern immer fest nachkaufe.

    Den da hatte ich auch im Auge, hmmmm…

    http://www.finanzen.net/etf/AMUNDI_ETF_LEVERAGED_MSCI_USA_DAILY-EUR

    Edit: Gekauft. 🙂

  52. Stefan

    Valueria

    Ja, Börse ist definitiv ein Platz für Gefühle und Kuscheleien. Wer träumte noch nicht davon, sich mal an einen Hochfrequenzrechner zu schmiegen?

    Dieser ganze Analyse und Bewertungsfirlefanz. Sind mir auch zuviele Zahlen. Einfach nach Gefühl kaufen.

    Viel Erfolg.

  53. Passionately Passive

    Was wäre denn schlimm dran nur ETF zu haben? Es soll ein paar kluge Leute geben, die sogar sagen, dass das für über 99% der Privatanleger der bessere Weg ist. Die anderen 1% sind so gute Stockpicker, dass sich der Aufwand für sie lohnt.

    Und was hast Du davon, wenn Du weisst, was andere Leute im Depot haben?

     

  54. Sebastian

    @Valueria

    Ich finde deinen Ansatz völlig in Ordnung. Beim Investieren zählt nicht nur der Kopf, auch Bauch und Herz sind gefragt. Außerdem sind deine Beiträge immer von einem sehr positiven und lebensbejahenden Ton geprägt, das gefällt mir!

    Also keine Sorge, wir Menschen – nicht nur Mann und Frau 😉 – sind nun mal sehr unterschiedlich. Platz ist (hier) für jeden Typ. Ich gehe auch lieber optimistisch und zuversichtlich durchs Leben, von Nörglern lasse ich mir die Lebensfreude nicht verderben.

    Und weil du so neugierig bist, hier ein kleiner Auszug aus meinem Portfolio:

    Adidas, BASF, Berkshire, Colgate, Google, J&J, Kone, L´Oreal, LVMH, Münchner Rück, Walt Disney und noch so einige weitere….

    Geduld und Gelassenheit sind gefragt, alles Gute!

     

  55. ZEN Investor

    „Kbv ist in den USA keine gute kennziffer, weil bei Firmen, die ihre Aktien zurückkaufen, der Buchwert sinkt.“

     

    Hi Tim, danke für die Antwort.

    Aber bei Aktienrückkäufen sinkt der Buchwert, weil Geld ausgegeben wird für die Aktien, dh faktisch werden Geld und Aktien vernichtet, oder?

    ABER: Es sind dann auch weniger Aktien im Umlauf, dh der Buchwert pro Aktie steigt wieder.

    Und falls der Buchwert pro Aktie trotzdem sinkt, sinkt auch der Gewinn pro Aktie. Daher ist der Buchwert nicht schlechter als der Gewinn oder der Umsatz.

  56. willihope

    @Vali

    Ich habe mich nicht lustig gemacht sondern dachte du bist hier und wolltest was lernen, welche Aktie in 10 Jahren der Renner war kann sowieso keiner sagen, deine Aristokraten werden es wohl nicht sein aber dafür schwanken sie auch nicht.

    Nur so ist investieren OK, solange du dich wohl fühlst dabei! Das meine ich wirklich so wie ich schreibe! So mach ich es auch, der DAX kann nicht pleite gehen und wenn es Eon und RWE nicht mehr gibt ist es mir auch egal! Ich denke nie an Aktien ausser es ist Crash, dann werde ich nervös und suche nach Barem. 🙂

    Was nützen dir 20% pro Jahr wenn du nicht mehr schlafen kannst!
    Versuch zumindest nur zu kaufen wenn es mehr als 5% die Woche abwärts ging, bisher hast es genau anders rum gemacht. 🙁

  57. Markus

    @Valueria

    Schon ok, ich weiß Du magst Zahlen und Mathematik nicht so. Ich finde es schon sinnvoll, nur allein damit ich weiß wo ich stehe, welche Etappenziele ich erreichen will und wo ich hin will.

    Ist ja so ganz nett, wenn Du ein wenig Leben und Emotionalität hier rein bringst… bevor ich wieder bierernste Grundsatzdiskussionen mit dem Willi anfange. 😉

    Wenn Dir die emotionale Beziehung zu nem geilen Mananger oder Unternehmen hilft dabei zu bleiben und buy & hold zu betreiben… so what. 😉

    Geile Unternehmen… na ja, mal lieber keine Doku`s über das Wassergeschäft von bestimmten „Essens-Aktien“ in Afrika, die tolerierten Kindesentführungen für Kakaoplantagen und viele schmutzige Dinge, die um der Rendite willen von Menschen anderen Menschen angetan werden… aber dass ist schwierig und wenn man es genau nimmt, kommt jeder Mensch in einem Industrieland auf einiges an Menschen in Entwicklungsländern, die wie Sklaven für einen arbeiten, damit man möglichst billig sich krank futtern kann um dann wieder bei den geilen Pillendrehern zu landen, wo die 3. Tablette die Nebenwirkungen der 1. Tablette wieder gerade biegen soll. Komplett oder überwiegend gesunde Menschen wie die „Alten“ von Okinawa… damit lässt sich leider wenig Geld machen. Sorry, habe gerade vergessen, dass der Kapitalismus alles besser für die (bestimmte) Menschen macht, als jedes andere System. Zumindest die gängigen bekannten Systeme…

    @ZEN Investor

    Ich habe eine Quelle, die besagt die Beteiligungen von Berkshire haben eine durchschnittliche Verweildauer von 17 Jahren innerhalb der Holding…

     

     

  58. von Aufdenboden

    @Valueria
    Deine Beiträge lese ich sehr gerne! Positiv durchs Leben gehen ist doch das Allerwichtigste. Wenn dann noch die performance im Depot stimmt, auch gut!

    Hier meine Palette: BMW, Munich Re, Bank of America, Google, Apple, Microsoft, Procter&Gamble, PetroBrasileiro, Siemens, BASF, Walt Disney, E-on, Barrick Gold, Wal-Mart, JoYou (da bin ich dank S. Levermann mit von der Partie; das Buch von ihr ist trotzdem sehr gut und da war halt die Bilanz gefaelscht; das kommt in den besten Familien vor), Rio Tinto, Eli Lilly, Glaxosmith und Orange.
    Ich sehe mir vor einer Kaufentscheidung schon ein wenig die Kennzahlen eines Unternehmens an. Einfach weil ich das gerne mache und es mich interessiert. Zum Beispiel würde ich sehr gerne Tesla kaufen, weil Elon Musk ein Entrepeneur mit Visionen ist wie er im Buche steht. Jedoch die Aktie ist derzeit mit einem astronomischen KBV und KGV ausgestattet, um nur zwei Kennzahlen zu nennen. Aber wie Du schon sagst: vieles ist Sympathie, aber auch die eigene Vorstellung wie die Welt in 30 Jahren aussehen wird.
    Diesen Montag habe ich abends ordentlich nachgekauft und alles ist gut!
    Gruss, vAdB

     

     

  59. Michael

    Nabend,

    kauft den hier Niemand Aloholl ..

    gibt doch jede Menge schöne Papiere. Auch und insbesondere für die Divisammler.

    Anheuser Busch, Carlsberg, Campari, Heineken, Pernod Ricard, Remy Contreau, SABMiller, Diageo, .. :). Man sollte nur schauen wegen der Quellensteuer der jeweiligen Länder. Nuja ich kauf mir Morgen ein paar Hengan und Vinda nach falls nicht gerade irgendein Feiertag ist.

    mfg Michael

  60. ValueriaValueria

    @Sebastian, danke! Schön so etwas zu lesen! Dein Portfolio finde ich klasse und Google darin sieht perfekt aus;-) Warum habe ich noch keine Walt Disney? 😉

    @Passionately Passive , ich finde ETFs ein wenig gesichtslos, finde sie aber Ok für ein ruhiges Investment, als Sparplan auch. Andere Portfolios interessieren mich sehr, weil ich auch gern dort investiere, wo auch andere zufrieden sind.  Ist ja auch in ihrem Sinne, dass sie mehr Fans für ihr Investment begeistern. Und ich bilde mir ein, dass ich so mehr über die Menschen erfahre. Finde ich sehr sympathisch, dass hier erwachsene Männer in Walt Disney investieren. Mag ich, kaufe ich mir auch 🙂

    @willi, wir werden noch anfangen, uns zu verstehen…;-) Danke dir! Ja, ich bin zu hoch eingestiegen, aber 2015 war nun mal Draghis  Superfrühling und ich hatte so einen Spaß Aktien zu kaufen, da konnte ich nicht warten…;-) Aber, es wird mir eine Lehre bleiben und so schalte ich jetzt einen gemäßigteren Gang ein. Wer hätte gedacht, der Dow kratz im August an den 16000 herum…?!

    @Markus, danke 🙂 Deine mir bekannte analytische Haltung ist was besonders. Hat nicht jeder, obwohl Mathematik gut ist, aber manchmal zu trocken. Was du aber bezüglich Nestle und den Kindern ansprichst, trifft bei mir auf eine sehr empfindliche Stelle. Ich habe auch deshalb keine Nestle. Aber ich frage mich, was ist schlimmer KitKat zu essen oder Nestle-Aktie zu kaufen. Wenn diesen Riegel tatsächlich arme Kinderhände gemacht haben, dann dürfte ich ihn auch nicht essen. KitKat ist aber mein Lieblingsriegel. Und Armut bekämpft man nicht, indem man jede Chance auf einen Job vernichtet, sondern mit Investitionen.

    Deshalb habe ich McDonalds so gern – die haben nämlich auch diese Kinderstiftung: http://www.mcdonalds-kinderhilfe.org/start/  In Unternehmen zu investieren ist sowieso sehr zwiespältig. Entweder die Umwelt belasten, oder Kinder ausbeuten, oder gar beides. Aber ich konsumiere und brauche sie.

    Ich komme aus dem Kommunismus – glaub mir – dort bekam niemand das Geld –  weder die Unternehmen, noch das Volk. Nur die korrupten Politiker, die für jede Gegenmeinung Arbeitslager errichteten (Folter, Quallen, Mord).  Das einzig schöne war nur – wir alle waren gleich arm – kein Neid,  kein Leistungsdruck, keine Zukunft – nur der Traum von einem besseren Leben woanders!

    Ich habe nur eines gelernt – nichts ist nirgendwo fair, schon von Geburt an. Man kann sich nur anpassen an einem bestimmen System und das beste aus sich machen. Bevor ich Aktien kaufte, plädierte ich für ein Grundeinkommen für alle – völlige Utopie. Und dann habe ich mich still und leise angepasst… und bin an die Börse gegangen 😉

    @von Aufdemboden, danke dir sehr! Deine Aktien finde ich toll! BMW macht mich seeeehr schwach 😉

    @Michael, Diageo finde ich ziemlich gut! Habe ich aber noch nicht:-)

  61. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sebastian,

    ich benutze eigentlich auch fast immer Colgate. Die haben gerade einen Image-Schaden bekommen. Starke Marke, aber so eine Art „Wachstum“ nötig zu haben, das stimmt bedenklich. So Sachen können sich einige Zeit negativ im Konsumverhalten auswirken, aber wohl nicht dauerhaft.

    @Valueria

    ich hatte es auch mal mit Münchner Unternehmen. Ich messe dem aber keine Bedeutung mehr bei. Andererseits bin ich genauso „gefühlsduselig“ wie Du. 😉

    Rationale Gründe sind eher selten bei mir. Oft Bauchgefühl oder Spieltrieb.

    Oder GIER! 😉 Gerade ist Zittern und Grausen vor den Zahlen bei Seadrill Partners (SDLP) angesagt. Schon 13% im Minus gerade vor lauter Angst. Ich frage mich, ob ich ein Abstauber-Limit eingeben soll. Aber ich bin schon so öllastig. Es ist aber so verlockend. Selbst bei halbierter Dividende dann immer noch gut zum Liegen lassen.

    Na ja, ich glaube ich brauch auch bald eine Börsenpause. Morgen ist eh schon Freitag für mich. Haben größere Familienfeier, und werde eher ruhig bleiben. Nicht dass jemand meint, ich hätte mich von der Fiskalklippe gestürzt.

    MS

  62. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    Börse ist doch Emotion pur. Das haben doch die letzten Tage wieder gezeigt Gier, Euphorie, Angst und Panik usw. Ein echt schönes Buch dazu ist von Jason Zweig. Leider gibt es seine Kolumne nur noch kostenpflichtig: http://topics.wsj.com/person/Z/jason-zweig/1586#

    @willihope

    Schnell gehandelt:-) Verstehe, keep it simple. Wobei die Entwicklung von Dax und US-Börsen die letzten Jahre schon teilweise recht unterschiedlich war. War ja eine komische Entwicklung heute. Hätte gerne meine nächste Tranche gekauft, aber so wird das nix.

    @Valueria

    Wer macht sich denn über Deine Aktien lustig? Außderdem kann Dir das doch egal sein, denn sie müssen für Dich passen. Ich überlege gerade, was eine Aktie war, über die man sich bei mir lustig hätte machen können…ich hatte mal EM.TV (waren die nicht auch aus München?) und ich glaube die hießen Intershop, auf alle Fälle musste man die haben … und Versorger hatte ich mal, weil die ja so sicher sind…ja, waren alles Brüller für die, die sie dann nicht hatten:-)

    Im Augenblick verbringe ich mehr Zeit mit Börsenkram als mir lieb ist. Deshalb möchte ich, dass jetzt endlich dieser olle Crash kommt, ich bis Oktober wieder die Aktienquote hochfahren kann, der Rest läuft automatisiert. Dann möchte ich, dass das Thema mal wieder stärker in den Hintergrund rückt.

    Schönen Abend allerseits!

    P.S.: Was sagt Onkel Warren zu Emotionen? „Sei alarmiert, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“

     

  63. Anna

    @ Schwarzer Kater

    Ja, stimmt, zu bestimmten Zeiten hat sich jeder in den Hintern beißen wollen, der EM.TV nicht hatte!!! Oder wie Du schreibst Intershop, es gab auch mal Brokat. Das waren Zeiten als die alle runterrauschten. Ich war damals dann froh,  den DWS Telemedia (oder so ähnlich) mit plus/minus Null zu verkaufen. Metabox ging voll ins Auge.

  64. Gordon Gekko

    @ZEN:So richtig kann ich Dir nicht folgen. zunächst muss erst mal definiert werden was hie mit Buchwert gemeint ist. Buchwert im klassischen buchhalterischen Sinne ist die Summe aller Aktiva. Unter Börsianer sind hier m.E. aber nicht die Aktiva gemeint sondern das Eigenkapital auf der Passivseite. Bei einem Aktienrückkauf kommt es also zu einer Bilanzverkürzung, d.h. sowohl die Aktivseite(Cash) als auch die Passivseite(Eigenkapital=Aktien) werden reduziert.Im Ergebnis sinkt also das Eigenkapital(Buchwert) und damit auch die Zahl der ausgegebenen Aktien( da die zurückgekauften Aktien durch das Unternehmen vernichtet wurden). Wenn der Aktienkurs dabei konstant bleibt steigt rein mathematisch dadurch das KBV, auf jeden Fall steigt bei gleichem Gewinn das KGV/Aktie( EPS) da ja die aanzahl der aaktien reduziert wurde.

     

  65. Gordon Gekko

    Korrektur: natürlich ist im letzten Satz nur die Aussage zu EPS richtig und nicht der Tippfehler KGV/Aktie

  66. Bankenretter

    Valueria

    Ist Deine These, dass nur Frauen Gefühle haben und Männer an der Börse ohne Gefühle unterwegs sind? Es gibt zahlreiche Studien, die das Gegenteil zeigen. Übrigens sind ja nicht umsonst in vielen Kulturkreisen die Frauen verantwortlich für die Geldanlage.

    Verstehe ich das richtig, dass Du komplett ohne Analyse oder   Betrachtung der Kennziffern investierst? Ich würde mal behaupten, dass Du damit am Ende gar nicht soviel schlechter abschneidest als viele, die einen Riesenhype drum machen. So ein bisschen wie der Affe mit dem Dartpfeil, der regelmäßig die Profis schlägt (sehr beeindruckend!). Seit jeher versucht uns die Finanzindustrie zu vermitteln, wie komplex anlegen ist und dass man deshalb teure Produkte kaufen muss oder Beratung in Anspruch nehmen sollte.

    Ich würde Dir nur empfehlen, darauf zu achten, nicht zu teuer zu kaufen und auf Firmen mit einem diversifizierten Geschäftsmodell zu setzen. Aber das trifft ja auf die o.g. Ausnahme von den Unternehmen her zu.

  67. Dr. Jürgen Nawatzki

    Ich sehe es genauso: Die aktuellen Kurse sind echte Kaufkurse. Jeder, der noch Geld auf der hohen Kante hat, dass er in den nächsten 10 Jahren nicht brauchen wird, sollte darüber nachdenken, ob er jetzt nicht an der Börse einsteigt. Am besten mit Fonds bzw. ETFs, da hat man von vornherein eine solide Risiokostreuung.

  68. Björn

    Ich hätte jetzt gerne mein Depot noch ein wenig aufgestockt, habe aktuell 19 Werte und würde gerne auf 25 maximal hoch. Leider passt die Cashreserve nicht. Die nächste Chance kommt bestimmt ;-).

  69. Liesschen Müller

    @Dr. Jürgen Nawatzki

    Musste gerade mal nachschauen. Heute stehen wir bereits wieder 10% höher als am Montag? Wo war Ihre „Empfehlung“ da?

    Ich möchte Ihnen nicht zunahe treten, aber ich erkenne immer wieder das gleiche Muster. Wenn es fällt, wirds still und die Anzahl der „es könnte noch viel tiefer fallen“-Artikel und Kommentare nimmt zu.

    NIEMAND kann seriös beurteilen, ob es jetzt gleich wieder steigt oder ob das nur eine kleine Erholung vor der eigentlichen Korrektur war.

    Ich finde das höchstgradig unseriös ohne Betrachtung der individuellen Situation des Anlegers und seiner Risikoneigung solche Pauschalaussagen zu treffen.

    Sie waren doch mal provisionsorientierter Finanzverkäufer, da dürften Sie doch über rudimentäre Grundkenntnisse verfügen.

  70. Sebastian

    @Matthias

    Das verbuche ich unter „Großes Rauschen“. Unser Dilemma als Investoren besteht in der Tatsache, dass eigentlich jedes börsennotierte Unternehmen schon mal Dreck am Stecken hatte. Auf der einen Seite sind wir empörte Konsumenten/Bürger, auf der anderen Seite gewinnorientierte Teilhaber von Unternehmungen.

    Gibt es ein Konsumgüterunternehmen, das noch nicht in ein Kartellverfahren verwickelt war? Oder einen Textilhersteller, der sich nicht mit unliebsamen Arbeitsbedingungen in Fernost herumschlagen musste? Wer kann nach den letzten Jahren guten Gewissens in eine Bank investieren? Aktuell hat es mal wieder die Automobilbranche erwischt….

    Ich trenne moralische Bedenken so gut es geht vom Investmentansatz. Das ist nicht der Weisheit letzter Schluß, aber nur so funktioniert es für mich.

    Irgendwann ist aber auch bei mir Schluß. Markus´ Ausführungen kenne ich nur zu gut. Habe Nestles CEO mal zur Privatisierung des Wassers in Südamerika gehört. An Zynismus nicht zu überbieten….. da möchte ich mich nicht beteiligen.

    Daher sind mir persönlich die ETFs auch nicht symphatisch. da ist man zwangsweise überall dabei und kann nicht selektieren.

    Andererseits sind es eben nicht die Unternehmen, die „böse“ sind, es sind immer die handelnden Personen. So sollte vielleicht jeder nicht auf die anderen zeigen, sondern den Dreck vor der eigenen Haustür fegen….

    Tja, für unser Wirtschaftssystem gilt wohl das gleiche wie für unser Regierungssystem. Irgendwie mies, aber ein besseres ist mir noch nicht untergekommen 😉 .

  71. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Guten Morgen,

    betrifft „weibliche Börse“… @Vaueria, ich lege großen Wert auf Deine Sicht und Entscheidungen. Ich bin tatsächlich der Meinung, dass Frauen den intuitiven Zugang haben.

    Heute habe ich mich mal wieder über meine Ignoranz, bzw. Fehlentscheidung geärgert.

    2011 habe ich mal meine Tochter nach für ihre Generation bekannte und beliebte Produkte bei Schmuck gefragt. So nannte mir die dänische Pandora. Ich sah, dass die gerade von knapp 50 Euro um ca. 50% auf ca. 22 Euro abgestürzt war. Ich wollte zugreifen, ließ es aber dann doch. Kurz darauf kam der nächste Sturz unter 10 Euro.

    Ich war froh und hielt das für die Vorboten der Pleite. Habe die Aktie nie mehr angeschaut. Durch den Bericht heute, habe ich sie mir wieder angeschaut, und mich hat fast der Schlag getroffen. Ich dachte, das müssen dänische Kronen sein. Hätte ich damals einfach 100 St zu 6 Euro als Lotterielos gekauft, dann wären das heute aus 600 über 10.000 Euro. Tja… hätte hätte Fahrradkette. 😉 Ich hätte wahrscheinlich auch schon vorher verkauft, und was „Vernünftiges“ genommen dafür.

    Ich bin wieder verschärft sensibilisiert für weibliche Tipps!

    MS

    @Sebastian… Zustimmung.

  72. Fruchtwein

    @Bankenretter

    Ich halte es wohl ähnlich.
    Mir ist wichtig, dass es einen für mich nicht nachvollziehbaren Abschlag auf den Preis gibt und eine stabile Dividende gezahlt wird. Mit viel mehr beschäftige ich mich am Ende aber nicht.

    @Matthias Schneider

    Wer kennt das Gefühl nicht? Wenn ich vor dem Kauf stehe und dann mich dagegen entscheide, weil ich Angst habe oder zu zögerlich bin und dann sehe, wie es danach (wie fast immer) wieder bergauf geht – oh, meine Nachbarn kennen mein Gefluche schon ziemlich gut. 😀

    @Topic

    Ich hoffe, dass es das noch nicht war. Eine Freundin von mir meinte, dass Aktien so stark in den Medien sind und überall liest man von Kaufempfehlungen – sei es in der Welt, Süddeutsche und so weiter. Da werden jetzt sicher Viele einsteigen und dann bei den nächsten schlechten Nachrichten panisch aussteigen. Und bei einem kann man sich sicher sein, schlechte Nachrichten kommen mit Sicherheit. Solange die ganzen Zeitungen schreien „Leute, kauft Aktien!“ sollte man sich zurückhalten.

    Hoffentlich hat sie recht, denn den Rücksetzer hatte ich verpasst.

  73. Markus

    @Valueria

    Tja, die Moral bzw. auch die sehr unterschiedliche Auslegung ist sehr komplex und oft auch zwiespältig. Oft biegen wir es uns ja so hin, dass wir es passend für uns selbst finden. Das ist menschlich.

    Egal ob man spezifisch jetzt Nahrung, Pharma, Tabak, Alkohol, Öl, Banken, Versicherungen, Rohstoffe, Chemie, Medien, Waffen etc. und deren große Vertreter betrachtet.

    Also ob das Grundeinkommen eine komplette Schnapsidee ist, kann ich nicht beurteilen. In Kanada hatte es eine sehr positive Resonanz und auch gute Auswirkungen in der Bevölkerung… Es ist aber leider wegen der damaligen großen Ölkrise wieder beendet worden…

    Finde den Götz Werner als Unternehmer sehr bemerkenswert und ganz auf den Kopf gefallen ist der gute Mann sicher auch nicht. 😉

    Wobei man auch differenzieren muss zwischen Grundeinkommen und Gleichmacherei… Zweiteres ist praktisch so gut wie uneinführbar.

  74. Otto

    „Overall, I caution investors to not fall in love with a dividend paying company. This could impair the judgement of the investor, and make them stick to a position for too long or to add to a position that doesn’t make sense due to deteriorating fundamentals or insane valuation.“

  75. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Otto,

    wenn man kommentarlos zitiert, sollte man zumindest einen Hinweis auf die Quelle geben. Könnte rechtlich unbequem werden, oder ist zumindest uncharmant.

    @Fruchtwein,

    schön, dass Du wieder da bist. Alles einigermaßen überstanden? Ziemlich krasser Einschnitt. Aber glücklicherweise überlebt. Nepal ist jetzt sicher am Boden. Schade drum… 🙁

    MS

  76. Fruchtwein

    @Matthias Schneider,

    Ja, schön, endlich in Rom angekommen zu sein 🙂
    War keine leichte Zeit und einiges hat sich geändert. Ich hoffe, dass ich wieder mehr Zeit zum Schreiben finde – bisher komme ich irgendwie zu nichts.

    Ich würde sagen, wir – persönlich, wie auch das Land – hatten viel Glück im Unglück.
    Der Schaden am Land und der Bevölkerung wird sich aber auf Jahrzehnte ausdehnen. Alleine, dass ein großer Teil der Schulen immer noch geschlossen ist, wird langfristig für große Probleme sorgen.

    Vermögenstechnisch wurde damit alles auf Anfang gesetzt. Mal sehen, was die Versicherung und der Arbeitgeber zahlt… – ich habe noch immer keinen vollständigen Überblick über die Finanzen. Eilige Evakuierungsflüge, Tiere, Hausrat, etc. – sieht alles nach einem großen, roten Loch aus…

  77. Pingback: Aus anderen Finanzblogs – KW 35/2015 u.a. mit Fresenius, Gazprom, BB Biotech, VW, BMW, Daimler, Western Potash, Gold, DAX, China | Kapitalmarktexperten.de

  78. ValueriaValueria

    @Fruchtwein, schön wieder von dir zu lesen! Hauptsache alles gut überstanden, das rote Loch wird auch noch 🙂

    @Matthias, danke, das ist ja witzig! Wow, so eine Steigerung! Deine Tochter könntest du mal wieder ausfragen, noch haben wir nicht die alten Hochs erreicht;-) Und Seadrill lebt, wer hätte das gedacht?! Die habe ich mal bei 24-25 gekauft und bei 28-29 verkauft. Die Dividende war zu schön, um wahr zu sein – pure Intuition 😉

    @Schwarzer Kater, danke! Also, heute wird’s schon mal nix mit dem Crash. Wir haben aber noch nicht September;-) Witzig auch mit EM.TV (musste ich auch erst googeln;) – stand zuerst „Kapitalvernichtung in Rekordtempo“ – verstehe… nicht lustig, mein Beileid! Dann bist du tatsächlich mit ETFs auch gut aufgehoben!

    @Bankenretter, mit dir habe ich echt lachen müssen, danke! Ja, das ist so treffend – ich investiere wie der Affe mit dem Drahtpfeil;-) Nur treffe ich nicht gar so perfekt, aber Aktien kaufen ist Zukunft kaufen, hat hier jemand geschrieben. Wie kann man da sicher zielen 🙂

    Ich schaue aufs Unternehmen (suche ich im S&P, Dow, Dax usw.) – kenne ich, nutze ich, mag ich? Google dann die Homepage, Marken, Image, News? Schaue auf die Dividend-history: hoch, stabil, Steigerung, langfristig, Zahlungsfrequenz? Dann schaue ich kurz aufs KGV, wobei mich das nicht unbedingt bremst und vor allem Chart. Schaut`s gut aus zum Einstieg oder nicht so… pro Unternehmen ca. 5-10 Minuten 😉

    Deshalb diversifiziere ich relativ breit, weil ich nur so sicher gehen kann, dass ich nicht komplett daneben liege und alles verbrate.

    @Markus, ja, Götz Werner hat es wirklich drauf 🙂 Das Grundeinkommen würde viele zum gar-nicht-mehr-arbeiten-und-leisten-wollen verleiten. Geld motiviert nun mal, den Allerwertesten auch mal für Unbequemes zu bewegen. Und was Matthias super anspricht – Gier ist da! Unter uns allen. Sobald wir alle 1000 Euro monatlich haben, werden wir mehr haben wollen. So sind wir Menschen nun mal, nie wirklich zufrieden zu stellen… 🙂

    Aber irgendwas macht dich unzufrieden am System? Oder?

  79. Markus

    @Valueria

    Nein, unzufrieden macht mich das System nicht.

    Ich weiße nur darauf hin, dass es auch deutliche Schwachstellen hat.

    Aber das wird jedes von Menschenhand geschaffene System haben.

    Trotzdem Verbesserungspotential sollte eigentlich genutzt werden und auch unternehmerisch denkenden Menschen stößt es auf, wenn das System zu stark unsozial oder einseitig ausgenutzt wird.

    Das aber komplett objektiv zu beurteilen, was „zu stark“ unsozial ist, ist an sich schon wieder eine Herausforderung.

  80. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Valueria

    Ich oute mich mal ein wenig. Du wirst es nicht glauben, aber ich investiere in ETFs und Aktien und Anleihen und Immobilien. Und manchmal sogar Edelmetalle. Nicht unbedingt in der Reihenfolge. Nur Derivate kommen mir nicht (mehr) ins Haus. Maximal zur Absicherung bei Vollinvestition. Aber auch nur, wenn es nicht anders geht. Revolutionär, ich weiss. Aber so bin ich eben;-)

    Da ich aber seit Mitte der 90er (letztes Jahrtausend, ich war jung und hatte kaum Geld) investiere, durfte ich schon so einige Dinge an der Börse miterleben. EM.TV habe ich gefühlt zwei Wochen gehalten. Das machte man früher am Neuen Markt so. Da gabs irgendwie alle paar Stunden eine kursbewegende ad hoc Meldung (sowas wie im Vorstandsbüro wurden Fenster eingebaut, daraus konnte man schließen, dass es da brummen muss usw.). Legendär ist übrigens Kostolanys Auftritt zum Neuen Markt. Alles noch mit Kleingeld und blauem Auge. Lehrgeld. Der Dax bewegte sich damals an normalen Tagen so 20-30 Punkte & es gab da noch Werte im Dax wie „Kaufhof“, „Daimler-Benz“ und „Degussa-Hüls“.

    Direkt nach meiner ersten Anlage (in Aktien von BASF, man war ich stolz, als Studi „soviel Kohle“, die mittels Papierformular ausgeführte Order hat zwei Tage bis zur Umsetzung gedauert) kam dann die Tequila-Krise. Kurz darauf dann die Asien-Krise dicht gefolgt von der Russlandkrise. Da ich damals im Rahmen des Studiums ein Praktikum bei einer später von einer großen US-Bank einverleibten Investmentbank am Emerging Market Debt Desk gemacht habe (deshalb auch mein Faible für Anleihen), war ich da ganz nah dran. Sagen wir mal so, da steppte der Bär und der Umgangston war nicht damenhaft.

    Ich glaube damals gab es 7 oder 8% auf Bundesanleihen. ETFs gab es damals nicht. Fonds nur bei der Sparkasse oder Volksbank. Dann kamen irgendwann zwei US-Anbieter. Nice trip down memory lane…Ist weniger als 20 Jahre her. Kinder, wie die Zeit vergeht…:-)

    Also ich glaube, ich kann ganz gut einschätzen, wann ein ETF bei mir passt.

     

  81. Sams1974

    Wenn ihr schon über das Grundeinkommen diskutiert poste ich wenn ich darf einen Link.

    https://www.mein-grundeinkommen.de/start

    Wenn sich jemand erweichen kann und Crowdhörnchen werden will. Geht auch für 1 Euro, und ihr nehmt auch am Gewinnspiel teil.

    Wem es mehr wert ist ich glaube es ist jeden recht mehr zu geben.

    Danke und gutes Händchen beim Investieren.

    Gruß

  82. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    Als privates Fahrzeug oder Aktie?

    Drei sehr unterschiedliche Werte aus einer sehr zyklischen Branche. Porsche & BMW finde ich nicht uninteressant. Die „China-Sorgen“ alleine sind übertrieben, wobei BMW einen 20% China-Anteil hat.

    Würde mich sehr überraschen, wenn Du die bis Oktober nicht günstiger bekommst.

    Porsche (stehen bei mir auf der Watchlist, waren am Montag unter 60 sehr interessant) hat den Charme, dass Du darüber Anteile an VW inkl. „Zwangsdividende“ erwirbst. Wenn man den VW-Wert einrechnet, müsste die Aktie deutlich höher stehen bei ca. um die 90 Euro. Andererseits gibts wohl einen Abschlag wegen fehlenden Stimmrechten und den ungeklärten Prozessrisiken (habe mal irgendwo was von ca. 5 Mrd. gelesen). Ist eigentlich eher ein Luxusgüterwert wie LVMH oder Tiffany (heute mit schönem Abschlag übrigens).

    GM – no idea.

    Aber warum Autowerte und warum jetzt?

  83. willihope

    @Black cat

    Wann denn sonst? Jetzt weil sie jetzt keiner haben will! Ich habe keine Beziehung zu einzelnen Aktien, ich kaufte immer wenn sie andere nicht wollten und verkaufte sie ihnen wenn sie sie dann wollten. 🙂

    Wenn in USA die Wirtschaft wächst und 100.tausende neue Jobs entstehen werden die Menschen ihre alten Karren gegen neue eintauschen, davon sollte der Elefant profitieren.

    Ich finde die Abschläge zu hoch und denke bis Jänner sind da mindestens 15% drinnen, vielleicht sogar noch eine Divi oben drauf. Ob es sie nochmal billiger gibt kann keiner sagen, ich schaue nur auf die Preise im Jetzt.

    Vom Öl lasse ich die Finger, das kann noch länger dauern und weniger Gewinne heisst auch weniger Dividende, eventuell.
    Aufs Auto bin ich auch gekommen Dank dem TÜV, wenn der TÜV uns scheidet….. 🙁
    Der totale Ökoirrsinn aber was soll man machen, mein Hagelschaden muss gen Osten gehen. 🙁

  84. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    Verstehe. Übertrieben hoch würdest Du beide aktuell nicht kaufen, aber eben auch nicht sehr günstig. Abschläge von über 30% sind aber schon eine Hausnummer. Zykliker haben oder nicht führt ja bei einigen Anlegern schon zu Grundsatzdiskussionen. Eignen sich in meinen Augen nicht unbedingt für Buy & Hold außer Dein „buy“ ist an einem schönen Tiefpunkt, wie zur Subprime-Krise, wenn eine veritable Rezession & der Weltuntergang eingepreist wird.

    „Dein“ Dax-ETF ist schon sehr Automobilwerte abhängig. Eigentlich bräuchtest Du die nicht nochmal zusätzlich, wenn es Dir rein um die Mitnahme der möglichen Kurserholung geht. Es gäb sogar einen passenden Branchen-ETF (A0Q4R2).

     

     

  85. ValueriaValueria

    @Schwarzer Kater, danke dir! Sehr interessant zu lesen! Darf ich davon ausgehen, dass du dich in den verschiedensten Anlagen ziemlich gut auskennst? Zumindest waren deine ETF-Tipps für mich sehr hilfreich. Bankpraktikum? Bist du Investmentbanker?

    Finde ich sehr spannend und hilfreich. Dann sitzt du ja mehr oder weniger an der Quelle….

    Als grüne Anfängerin kann ja dann nur lernen 🙂

     

  86. willihope

    @Black cat

    Nun ich denke die Manager haben die letzten 20 Jahre das ganz gut gemacht und werden das auch nächstes Jahr gut machen, allerdings wollte ich sie garnicht so lange halten. Das ist mehr ein Reboundtrade mit 15 – 20% auf 6 Monate. 🙂

    Ja die Subprime, träum, schöne Zeit. So viele billige Aktien! Meine LVS damals, um 6 USD gekauft und bis 40 gehalten, ich war jung und brauchte das Geld dann. 🙂 GE für 9, Immofinanz für 0,40, Gagfah für 4, BP, Shell, usw..,Dividendenrenditen von 8% bis 12%, ein Eldorado! Solche Gelegenheiten hat man vielleicht 1 – 2 mal im Leben? Hoffe es kommt nochmal und ich habe dann Cash!

    Jetzt hat sich eh wieder einiges geändert, neuer Kunde, ich werde umziehen und die Firma verlegen, Auto kaufen, Wohnung suchen, somit wird das Geld woanders gebraucht. Schade um die opportunity. Muss mal sehen was das alles wieder kosten wird. 🙁

    Edit: Hold bin ich sowieso nicht denn derzeit sind die Rentiten viel zu niedrig! 3% Dividende bedeutet ja das dir nichts über bleibt! Dazu brauche ich keine Aktien!
    Da würde ich dann eher den DRIP nutzen um wenigstens die Steuern zu sparen.

  87. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Valueria

    Nein, nicht mehr. Ich arbeite mittlerweile lieber mit Menschen als mit Zahlen.

    Berufsbedingt kenne ich mich ein wenig aus. Trotzdem fische ich genauso im Trüben, wie jeder andere, was die Zukunft angeht. Und lernen kann jeder von uns bis er in die Kiste hüpft.

    Schau Dir unsere beiden „Hardliner“ an (willihope & MS):-) Was die so alles für „Perlen“ ausgraben.

    Ein paar meiner Ex-Kollegen, waren übrigens grottenschlechte Anleger mit ihrem privaten Geld trotz sehr guter Ausbildung & Know-How.

    Erfolg bei der Geldanlage ist für mich ein Bereich, der nicht unbedingt positiv mit dem Faktor Intelligenz, Zeitaufwand und Wissen korreliert. Da kommen dann u.a. die Emotionen ins Spiel. Ich möchte zum Beispiel nicht wissen, wieviele seit Jahren an der Seitenlinie stehen und auf den großen Crash warten oder bei über 12.000 vor lauter Angst, was zu verpassen noch reinmussten.

    Das ist ja auch genau das, was Tim hier oft schreibt. Die, die nix tun und sich stur an ihre Strategie halten, nachkaufen, wenn es fällt, sind oftmals die besseren Anleger. Wenn wir diese Woche im Urlaub ohne Netzempfang gewesen wären, hätten wir vom „Crash“ gar nix mitbekommen.

    @willihope
    Dann mal viel Glück bei den Veränderungen! In welche Gegend verschlägt es Dich?

    Schönes Wochenende!

  88. willihope

    @Black cat

    Südbayern, Gebirge.

    Matthias habe ich TAL zu verdanken, hoffe ich werde lange Freude daran haben. 🙂 NMM ist mir davon gelaufen, so ist das wenn man zu lange wartet, allerdings waren eh zuviele Zweifel angebracht und besser nichts gewonnen als alles verloren. 🙂 Der nächste Bus ist schon am Weg.

     

     

     

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