Thorsten, 51, ist finanziell frei. Der Millionär arbeitet seit über 2 Jahren nicht mehr. Er lebt von seinen Ersparnissen. Seine Frau arbeitet Teilzeit


New York, 5. Februar 2018

Thorsten, 51, ist finanziell frei.

Thorsten, 51, hat mir gestern geschrieben.

„Klasse Videos und für mich nach Jahren eine Bestätigung, dass nicht nur ich bekloppt bin. Nach den Videos habe ich beschlossen, nichts mehr zu verkaufen. Bin seit 2 Jahren finanziell unabhängig.“

Das hat mich neugierig gemacht, wie Du Dir vorstellen kannst.

Ich habe ihm folgendes geantwortet: „Hi Thorsten, Gratulation zur Freiheit. Ich habe festgestellt, es ist für mich am besten, nicht zu verkaufen. Ich mache extremes Buy and Hold. Er meinte daraufhin: „Ja, auch gut. Ich habe leider lange die Banken mit Gebühren gefüttert. Ich Dummkopf. Schluss damit.“

Ich wollte mehr über sein Leben wissen. Wie hat er die finanzielle Freiheit erreicht? Er hat gut verdient. „Ich habe mehr Steuern gezahlt als andere Brutto verdienen. Das lohnt in Deutschland nicht. Leider war es notwendig, um Substanz aufzubauen. Jetzt bin ich in niedrigeren Steuersätzen, es bleibt mehr von den Einnahmen übrig.“ Er lebt mit seiner Gattin und den zwei Kindern unter einem Dach.

Sein Lebenslauf sieht so aus: Nach dem Studium gut bezahlten Job. Ich habe erst 1992 angefangen zu arbeiten, da war ich schon 26! Ging nicht früher. Abitur, Whrdienst, 6 Jahre Informatikstudium (unrealistische Mindestdauer 10 Semester, real 11 bis 13). Nach 6 Jahren gekündigt. Dann für 2 Jahre noch in anderen Firmen gearbeitet. 2000 dann endgültig das Angestelltenhamsterrad verlassen und mich mit meiner Qualifikation auf dem Markt als Selbstständiger feilgeboten. Lief gut. Leider viel Reiserei, wenig zu Hause, aber viel Geld.

Investiert in Beteiligungen (geschlossen und offen), Immobilien (Schwein gehabt, noch billig gekauft).

Höchste Rendite habe ich in regenerativen Energien. 10 bis 20 Prozent pro Jahr und in den ersten Jahren Steuerminderung, als ich noch gut verdient habe. Natürlich gab es überall Fehlgriffe, dort auch.

Bescheiden gelebt. Zeitweise ohne Auto. Golf 3 habe ich 18 Jahre gefahren. Meist aber Zug, ÖPNV, Flugzeug, Rad, zu Fuß. Keine teuren Restaurants, kein Fummel aus den Konsumpalästen. Meine Kollegen alle mindestens BMW oder Porsche, ich Außenseiter, haha.

Ich habe viel wiedererkannt, was Du erzählst. Wenn ich sehe, dass zum Beispiel die Nachbarn beim Einzug alle Möbel ausgetauscht haben. Mir unverständlich. Bei mir steht’s, bis es auseinander fällt.

Hat natürlich seine Grenzen. Ich lebe ja nicht in Geiz und Hunger.

Reichtum kommt bescheiden daher, Armut protzt. Manche Kollegen zahlten 10.000 Euro pro Person und Urlaub. Das Geld ist für immer weg.

Wahnsinn, wie die Leute für Konsum leben.

Ändern kann man nur selbst etwas. In Deutschland wartet man auf den Staat oder ist neidisch auf andere. In USA bewundert man den Erfolg und eifert dann nach. Ich habe auch ein Jahr in den USA gearbeitet. Die sind vollkommen anders drauf.

Und jeder kann was tun. Egal wie viel man verdient. Und sei es nur, um ein Jahr früher in Rente gehen zu können. Viele werden sehr lange arbeiten müssen und dann in Altersarmut fallen, das wird noch ganz böse.

Verdammt noch mal, fangt endlich alle an!?

Am besten nix den anderen erzählen. Ich habe es mal gemacht, man konnte an den Blicken vermuten, was sie gedacht haben: „Wer früher in Rente geht, der hat bestimmt geklaut oder es zu Unrecht erworben.“ Bitteschön mindestens bis 65 arbeiten und dann gleich in den Sarg hüpfen, so sieht es für die meisten aus.

Es ist eine tief verwurzelte Grundstimmung, dass alles umverteilt werden soll und dass Reichtum nicht irgendwo sein darf. Links schafft keine Werte. Links vernichtet Werte. Leider sind wir mit der jetzigen Regierung so weit links, dass wir ganz sicher Steuererhöhungen im ‚Rahmen einer höheren Gerechtigkeit‘ sehen werden: Man macht weder vor den Toten (Erbschaftssteuer) noch vor den Lebenden halt (Reform der Grundsteuer, Abgeltungssteuer evtl. höher…). Wahnsinn.

Egal, Hauptsache die Einnahmen kommen, Immobilien, Aktien und Beteiligungen, diversifiziert.

Thorsten fasst für die Leser des Blogs TimSchaeferMedia.com seinen Rat so zusammen:

Finanzielle Freiheit, wer träumt nicht davon? Das Beste daran ist, das es kein Traum bleiben muss, sondern schon morgen früh mit dem ersten Sparplan (z.B einen ETF auf den MSCI) in einem Depot beginnen kann. Wichtig ist, damit sofort anzufangen und Konsum durch Sparen zu ersetzen, falls es nicht schon geschieht. Schritt für Schritt.

Ähnlich wie Tim bin ich heute finanziell unabhängig: Seit genau 2 Jahren und 4 Monaten. Gedauert hat es 23 Jahre. Es hätte auch früher oder später sein können. Auf den Monat oder das Jahr kommt es nicht an. Das spielt nicht wirklich eine Rolle. Der Weg dahin ist das Entscheidende.

Wie Tim sagt, ist eine hohe Sparquote und ein intelligentes Investment mein Weg gewesen. Anstatt den Lebensstandard ständig zu steiegern, solltest Du ihn nur langsam steigern, weiter relatibv bescheiden leben. Dann bleibt am Monatsende eine fettes Futter auf dem Konto übrig, das du in Dein Depot schieben kannst, wo es sich vermehrt.

Das bedeutet aber auch, dass Du nicht für 10.000€ nach Australien fliegst oder das schickste Auto für mehrere 10.000€ fährst, sondern eben dieses Geld so anlegst, dass es sich durch den Zinseszins vermehrt.

Es bedeutet nicht, dass man geizig lebt, aber dass man seinen Konsum überdenkt. Es gibt nur eine Sache, wo ich heute nicht spare: am Essen. Essen ist das, was Deinen Körper erhält. Bioqualität, Frische, keine Fertiggerichte oder anderes Industriefood, jedenfalls nicht in überhöhten Mengen.

Mein letztes Auto habe ich 18 Jahre gefahren. Davor hatte ich zeitweise kein Auto, was bei schlechter ÖPNV-Anbindung die Mobilität stark einschränkte. Wer entsprechend wohnt, sollte ganz auf ein eigenes Auto verzichten und anstatt zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad, Car-Sharing und ÖPNV nutzen. Das nicht vorhandene Auto erlaubt Dir ein ganzes Jahr oder sogar früher, dass Du in Rente gehen kannst.

Ziehst Du um und dann schmeißt Du alle Deine Möbel raus und kaufst neue? Lass das. Möbel kosten auch Geld, es wird nur ausgetauscht, was auseinanderfällt oder wirklich nicht mehr ansehnlich ist, oder eben in die neue Wohnung nicht reinpasst. Es gibt viele viele Stellen, an denen Du sparen kannst, z.B. Versicherungen, Handytarife, teure Abos usw.

Ich habe seit Anfang der 90’er Jahre in Aktien, später in Beteiligungen und in Immobilien investiert. Einiges davon ist bankrott gegangen, manche Unternehmen gibt es nicht mehr. Aber Vieles ist erfolgreich und ergibt noch heute schöne Renditen. Niemand sagt, dass das einfach ist, aber bei jedem Misserfolg oder Erfolg lernt man dazu.

Es ist vollkommen egal, was der Nachbar oder Kollege denkt oder gar die eigene Familie. Niemand zwingt einen dazu im Konsumwahn zu leben und mit teuren Autos oder Urlauben mithalten zu müssen. Lass die Nachbarn ruhig denken, dass Du es Dir nicht leisten kannst. Wenn Du eines Tages nicht mehr zur Arbeit gehen musst, werden ihre Gesichter lang sein, während sie auf den Kredit-finanzierten Konsumtrophäen sitzen und weiter arbeiten müssen. Deren Konsum ist Deine Rente.

Definiere Dich nicht über das, was Du vor der Haustür oder an schicken Klamotten vorzeigen kannst oder durch teurer Urlaube, sondern über inneren Werte: Deine Idee finanziell unabhängig zu werden. Think about it.

Thorsten gibt aber nicht allen Menschen die Schuld an der Misere. Er gibt zu bedenken:

Jeder vierte (!) Job in Deutschland ist mittlerweile im Niedriglohnsektor. Die können nicht oder nicht viel spren. Die prekären Beschäftigungen sind da nicht drin enthalten. Die Löhne sind seit den 80’ern nicht mehr den Preissteigerungen angepasst worden.

Aber den Armen gibt er zum Teil Schuld an ihrer Not:

Arm kann mit Geld nicht umgehen. Sie haben die größten Fernseher und rauchen wie ein Schlot. Sparen kennen sie nicht und die Kindner werden wohl genauso. Aber daran sollte man sich nicht orientieren, so wie die Linken es tun. Man kann nicht für alles Leid der Welt einstehen. Man sollte sich auf gleicher Höhe umsehen und es besser machen, denke ich. Man mus auch nicht auf die ganz Reichen schauen, die ohne Bodygard nicht mehr aus dem Haus können.

Ich habe übringes meinen Computer selbst gebaut (gar nicht schwer). Wenn etwas kauptt geht, muss ich nur das austauschen, was kaputt ist. Wenn ich unterwegs bin, komme ich natürlich um einen Laptop nicht herum. Den habe ich auch noch, wird aber seltener benutzt wird. Er hält daher ewig.

Was brauchst du grob im Monat zum Leben (wohnen, Auto, essen, Urlaub, Zeug…), wollte ich von ihm wissen.

Da erwischtst du mich kalt. Wir sind zu viert, ich habe früher auch EXCEL geführt, bis ich sicher war, da es klappt, wenn ich mit dem Arbeiten aufhöre. Meine Frau ist von Vollzeit auf Teilzeit herunter. Sie trägt einen Teil der Kosten. Ich weiß nicht, was wir z.B für Essen ausgeben. Ich schreibe es nicht auf. Meine Frau kauft ja auch ein. Wir wohnen mietfrei, habe keine ÖPNV-Karte mehr (alle fahren mit dem Rad, außer in kalten oder nassen Wintern). Es bleiben halt Strom, Wasser und so. Ab und zu mal Klamotten vor allem für die Kinder.

Thorsten arbeite gar nicht mehr, seit Oktober 2015 ist er in der Freiheit. „Ich bin immer in Versuchung, aber ich lasse es. Die Zeit bezahlt mir keiner mehr. Ich habe so lange gar keine Freiziet gehabt, dass ich das alles wieder haben will.“

Montags um 4.30 aufgestenden, Donnerstags spät in der Nacht zurückgekommen, 40 Stunden+ gearbeitet und 10 bis 12 Stunden Reisezeit unbezahlt. Freitags im Delirium von der anstrengenden Woche. Samstags und sonntags das Notwendigste zu Hause gemacht.

Oft hatte ich noch Freitags einen Zweitjob. Ich hatte so viel verdient, aber hatte keine Zeit mehr. Im Nachhinein hat es sich aber gelohnt.

Jemmand sagte: „Wenn du es bis 50 nicht geschafft hast, hast du was falsch gemacht.“ Der war übrigens angestellt. Er hatte Recht. Ich bin mit 48 ausgestiegen.

Haben seine Kinder seine Philosophie angenommen?

„Eine gute Frage. Ich bin ja kein Vorbild genau genommen, da ich nicht wie alle anderen täglich aus dem Hause gehe und arbeite. Sie sind sparsam. Sie können sich bei Bedarf alles leisten, das bekommen sie wohl mit. Auch, dass es ihnen besser geht als vielen in ihren Schulklassen. Na ja, der Papa baut ja auch die PC zusammen. Muss ja leistungsfähiger sein als gekauftes Zeug.

Wir verzichten auf nichts, brauchen aber auch nicht ständig neue Markenklamotten, das ergänzt sich irgendwie.

Ach ja, meine Frau ist genauso drauf. Wir stammen aus sparsamen Elternhäusern. Das Rausballern von Geld ist eine Sache, die hat frühestens in den 70ern angefangen. Die Kriegs- und Nachkriegeneration war/ist anders drauf. Es wird gespart, wieder verwertet und repariert.

Nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Was meinst du, wie merkwürdig es war, nach einem Vollzeitjob plötzlich zu Hause zu sein? Das sollte allen klar sein. Wer kann, sollte eventuell erst in Teilzeit runterschrauben und erst dann gehen. Ging bei mir halt nicht als Selbstständiger.

Ich hoffe, es hilft dem ein oder anderen. Es geht nur mit Ehrgeiz und Verzicht auf maximalen Konsum. Du sagst es ja auch immer wieder. Wer wartet, dass der Lottogewinn vom Himmel fällt, kann lange warten ?

 


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Thorsten, 51, ist finanziell frei. Der Millionär arbeitet seit über 2 Jahren nicht mehr. Er lebt von seinen Ersparnissen. Seine Frau arbeitet Teilzeit

  1. Max

    Wahnsinnig coole Story 🙂 Danke,das motiviert und zeigt der Weg ist der richtige. Musste vor allem lachen über den Abschnitt dass Leute wie ich schräg angeschaut werden wenn sie keinen Porsche fahren,weil sie es nicht „leisten“ können.

    Könnte ich locker aber dann würde mein Early Retirement Plan um ein paar Jahre nach hinten geworfen werden…

    Danke nochmal

    Grüße Max

  2. Ex-Studentin

    Glückwunsch, Thorsten! Genieße die nächsten 50 Jahre mit deiner Familie! Was machst du nun in deiner Freizeit?

    Dein Weg dorthin war trotzdem mit Opfern verbunden. Ich denke mir: Ich muss nicht bis 50 finanziell frei sein. Ich will lieber meine Stunden in jungen Jahren reduzieren und jetzt Zeit mit der Familie verbringen. Wer weiß, ob man das in 20 Jahren noch kann.

  3. Siggi

    Dazu gehört Disziplien ist aber 100% Erfolgreich.

    Das kann jeder erreichen….natürrlich mehr oder weniger.

     

  4. Markus

    Was ich noch interessant finden würde:

    Wie groß ist das Vermögen denn aktuell, wie viel Geld wird daraus monatlich/jährlich entnommen und wie viel Geld bringt die Teilzeitstelle der Ehefrau ein.

     

    LG

    Markus

  5. Tugumak

    Sowas ist geil!

    Herzlichen Glückwunsch, Thorsten und danke fürs teilen.

    Hält meine Motivation, so weiter zu machen, hoch. Tims und deine Ratschläge sind zeitlos und funktionieren. Und sie sind so einfach, dass es schon zum Himmel schreit, wenn man sie nicht umsetzt. Warum machen das nicht mehr?!

  6. Thorsten

    @Ex-Studentin

    Opfer ja, aber ich habe  immer gewußt, dass Ausbildung, Qualifikation und Gewinn ein Geschenk sind, auch die eigene Gesundheit.  Die IT-Branche ist sehr schnelllebig, in meinem Zweig gilt man mit 35 als alt, wird man mit 40 kaum mehr eingestellt, mit 50 ist man als Angestellter allenfalls geduldet. Es war also eine Aktion gegen die Zeit, eine Wette gegen die Alterung und das sich immer schneller drehende Rad wenn Du so willst. Daher machte Kürzertreten nicht Sinn. Wenn man einen  Job hat, in dem es sich es langsamer  ändert, dann könnte man anders agieren. Die Kunden sind gnadenlos, wer nicht am Ball bleibt kriegt den Auftrag nicht, ist eben so.

    Die Frage nach der Freizeit ist (nicht böse gemeint) eine eher Typische. Sie kommt von der Vorstellung, dass man , wenn man nicht mehr zur Arbeit geht plötzlich grenzenlos Zeit hat. Dem ist nicht so. Es blieb früher sooo viel liegen, wurde verschoben oder gar nicht gemacht.  Ich würde als Gegenfrage stellen : was würdest Du machen, wenn Du mehr Zeit hättest, wo kommen Deine persönlichen Bedürfnisse, Hobbies etc. zu kurz. Und weil man es nicht anders kennt, hinterfragt man es auch kaum. Bei mir z.B : ich spiele ein Intrument, konnte Jahrzehnte nicht mehr vernünftig üben. Ich lerne jetzt noch eine Fremdprache und übernehme weite Teile des Haushalts, so dass ich dadurch mehr Zeit mit meiner Frau verbringen kann.

    @Markus

    ich weiß es nicht, eine Bewertung von Beteiligungen oder Immobilien ist praktisch nicht möglich, da nicht liquide. Die Zahlen, die Finanzprogramme ausspucken sind daher willkürlich, ich ignoriere sie. Ich entnehme auch nichts wirklich vom Vermögen. Ich schaue, was an Einnahmen kommt, lege bloß die Beträge für die Einkommenssteuer zurück (mehr nicht). Ich halte keinerlei „Notreserve“, ich war immer voll investiert. Allerdings hätte ich nach den ersten Berufsjahren, in denen ich Schulden für Auto und gebrauchte Möbel zurückgezahlt habe, immer eine Waschmaschine vom Girokonto neu kaufen können (habe ich aber nicht, die erste war gebraucht), wenn sie denn kaputt gegangen wäre.

  7. Daniel

    Es ist eine tief verwurzelte Grundstimmung, dass alles umverteilt werden soll und dass Reichtum nicht irgendwo sein darf. Links schafft keine Werte. Links vernichtet Werte. Leider sind wir mit der jetzigen Regierung so weit links, dass wir ganz sicher Steuererhöhungen im ‚Rahmen einer höheren Gerechtigkeit‘ sehen werden: Man macht weder vor den Toten (Erbschaftssteuer) noch vor den Lebenden halt (Reform der Grundsteuer, Abgeltungssteuer evtl. höher…). Wahnsinn.

    Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Wir laufen eine europaweite sozialistische Planwirtschaft mit massiven Umverteilungstendenzen hin. Alles soll gleichgemacht werden. Zahlen dürfen es die wenigen Netto-Einzahlungsländer, Melk-Kuh ist und bleibt Deutschland. Das Damokles-Schwert der Target-2 Salden + sonstige EU weite Verpflichtungen dürften in einer Größendimension angekommen sein wie unsere gesamte bisherige Staatsverschuldung. Änderung oder Einsicht ist nicht zu erwarten.

    Jeder der auch nur Tendenzen äußert etwas dagegen zu haben wird als Nazi deklariert, wer etwas gegen unkontrollierte Einwanderung hat ist ebenfalls einer. Wer heute das Wahlprogramm der CDU von 2002 liest könnte meinen es wäre von der AFD. So weit links sind wir inzwischen. Diese Blase wird noch auf unangenehme Weise platzen. Mit der Einlagensicherung dürfte es dann auch nicht weit hin sein. Das Bargeld soll ebenfalls weg, da könnten ja die frechen Bürger auf die Idee kommen das Geld abzuholen und Negativzinsen vermeiden.

    Der sinnvollste Weg dürfte in der Tat der massive Aufbau von Sondervermögen z.B. in Form von Aktien sein. Hier können auch solche Depots schnell umgezogen werden wenn es zu ungemütlich wird. Riester und co sind da schon sehr regional verankert.

  8. Ezracingteam

    Es ist wirklich ein großer Fehler mit anderen über die eigene Sparsamkeit zu sprechen. Erst Samstag wurde ich wieder mit dem „Igel in der Tasche Spruch“ konfrontiert…Finde ich total ätzend, aber spiegelt eben die Einstellung der Leute wider.

  9. Daniel

    Es ist wirklich ein großer Fehler mit anderen über die eigene Sparsamkeit zu sprechen. Erst Samstag wurde ich wieder mit dem „Igel in der Tasche Spruch“ konfrontiert…Finde ich total ätzend, aber spiegelt eben die Einstellung der Leute wider.

    Ich finde es trotzdem nicht schlecht darüber zu sprechen. Wichtig ist nur, dass man nicht zum Missionar wird der den Leuten vorhält dass sie falsch unterwegs sind. Da müssen die schon von selbst drauf kommen.

    Und ein Gutes hat es ja, von 10 Leuten die man in so ein Gespräch verwickelt ist immer einer dabei den das interessiert. Und dann hat man wieder Gesprächsstoff.

  10. June

    Hallo Zusammen,

    @Thorsten,

    herzlichen Glückwunsch zur finanziellen Freiheit. Wenn du lange genug Freizeit hattest und das Nichtstun dich in einen Zustand der Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Entspannung gebracht hat, wachst du eines Morgens sicher auf und hast neue Pläne. Die natürlich völlig  konträr zu deinem Arbeitsleben sein können. Aber wirklich nichts tun, das machen doch die wenigsten.

    @Reden mit anderen über die finanzielle Freiheit,

    vor ca. 14 Tagen haben wir im Verwandtenkreis über Geld geredet und ich habe das Thema finanzielle Freiheit angesprochen.  Und erwähnt, dass ich auf einem guten Weg bin vor dem gesetzlichen Rentebeginn versorgt zu sein. Viele hier wissen auch, dass man in meiner Familie gegenüber den Themen Investitionen, Aktien und der Börse positiv eingestellt ist. Und trotzdem war man in meiner direkten Verwandtschaft entsetzt, dass ich dann ja nicht mehr arbeiten müsste. Und das das gar nicht gut für mich sei. Ich habe dann nur erklärt, dass arbeiten müssen und arbeiten wollen eben zwei völlig unterschiedliche Dinge sind. Und nur weil ich nicht mehr arbeiten muss ich noch lange nicht gedenke mit der Arbeit aufzuhören.

    @Sparsamkeit,

    damit können die wenigsten Mitmenschen umgehen. Denn man hält ihnen gewissermaßen den Spiegel vor. Weil sie nicht sparen können oder wollen, darf das der andere auch nicht. Sie würden ja als Versager dastehen. Freunde und Verwandte bezeichnet das dann gerne auch als Geiz oder entschuldigt das mit „du musst das auch! Mit deinem kleinen Gehalt hast du es nötig zu sparen“

    Letzteren ist mir persönlich immer am liebsten, dann muss ich meine Entscheidungen zu sparen nämlich nicht in Schutz nehmen.

    @Ex-Studentin,

    als Frau mit einem Kinderwunsch sieht die Karriere meist anders aus. Man muss dann zwangsläufig gerade wenn die Kinder noch kleiner sind zurückstecken. Nur wenn man sehr gut verdient und sich mit den Kindern bis 40 Zeit lässt, kann man es auch vorher schaffen. Mach dein Ding und freu dich, dass du mit jedem Euro entweder mehr Zeit mit deiner Familie hast, oder du einfach früher in Rente darfst.

    Take care,

    June

  11. Michi

    @Daniel 5.2. um 11:05

    allem was Du in Deinem obigen Kommentar schreibst kann ich zu 100 %  zustimmen.

    Vor allem auch dem Vergleich CDU 2002 mit AfD heute. Hab ich vor Monaten ganz oft auch so meinen unverbesserlichen, gutmenschlichen und Staats-TV-gläubigen Bekannten und Arbeitskollegen gesagt. Jetzt jedoch nicht mehr. Hat mir zu viel Ärger eingebracht. Die meisten kapieren es erst, wenns zu spät ist bzw. erst wenns einen in direkter Weise selber betrifft.

  12. Sven

    „Vor allem auch dem Vergleich CDU 2002 mit AfD heute. Hab ich vor Monaten ganz oft auch so meinen unverbesserlichen, gutmenschlichen und Staats-TV-gläubigen Bekannten und Arbeitskollegen gesagt. Jetzt jedoch nicht mehr. Hat mir zu viel Ärger eingebracht.“

    Das mit dem Ärger liegt eventuell auch an dem „ganz oft“.

    „Wer heute das Wahlprogramm der CDU von 2002 liest könnte meinen es wäre von der AFD. So weit links sind wir inzwischen.“

    Nur weil irgendeine Partei Deiner Meinung nach links ist, sind „wir“ noch lange nicht links.

     

  13. HansPeter

    Eine Frage in die Runde bezüglich der aktuellen Performance Anzeige seit Jahreswechsel im Depo.

     

    Zum Jahreswechsel wurden in Deutschland, wie bekannt, alle Depo-Positionen fiktiv verkauft und wieder eingebucht.

    Dementsprechend sehe ich aktuell (zumindest bei Consors) nur die Wertentwicklung seit dem 01.01.18. Wie geht Ihr damit um? Stört euch das nicht?

     

    Ich habe sehr gerne auf meine Wertentwicklung seit Beginn geschaut und mir Höchststände sowohl % als auch EUR in einer Liste notiert. Das hat mich sehr angespornt.

  14. Hesekiel

    Eine Frage des Standpunkts:

    Wenn ich weit rechts stehe, sehe ich überwiegend Linke 😉

  15. Rainer Zufall

    Hans Peter

    „Dementsprechend sehe ich aktuell (zumindest bei Consors) nur die Wertentwicklung seit dem 01.01.18. Wie geht Ihr damit um? Stört euch das nicht?“

    Doch, stört mich, wenn ich bei Consors kucke. Habe aber bei Comdirect mein Hauptdepot, und dort wurden die Einstsndskurse nicht korrigiert.

     

     

     

  16. Hannes

    Ist „Thorsten, 51“ der Betreiber des ehemaligen FI-Blogs „www.egghead-blog.de“?

    Der existiert allerdings seit ein paar Jahren nicht mehr.

  17. Sparta

    Fairerweise muss man auch sagen, dass fast alle Millionärs-Geschichten mit Mitte 40 oder in den 50ern mit überdurchschnittlichem Gehalt/Einkommen zu Stande kamen.

    Sieht man auch beim Freiheitsmaschinen-Blog und den Millionärsvorstellungen.

    Soll keine Kritik sein, nur viele Greenhorn`s an der Börse kennen nur die aktuelle Hausse und interpolieren fröhlich weiter und mit dem „Normalo-Gehalt“ muss man dann zumindestens eine Lebensform/Sparquote wählen, die deutlich abweichend vom Mainstream ist und vermutlich auch deutlich mehr Geduld/Willen mitbringen, als sich schnell wohlhabend zu rechnen.

    Wenn dann noch der Traum vom Eigenheim oder Familiengründung konkurriert mit der Zielsetzung bei nem „Normalo-Gehalt“ wird es schwierig beim Fokus. Vielleicht kriegt man dann hier den Clown-Stempel aufgedrückt, wenn man anders leben will.

    Millionär wird nun mal nur eine Minderheit, aber zuletzt immer mehr auch in dem miesen Deutschland (Ironie!).

    Hm, die Angst vor noch mehr Umverteilung und Sozialstaat… irgendwie schon sehr kontrovers wenn man den Niedriglohnsektor und fehlende Reallohnsteigerungen auch nicht gut findet….

    In manchen Dingen soll der Staat Banken retten, Kurzarbeitergeld zahlen, Pflegebranche reglementieren und bei anderen soll er tunlichst die Finger rauslassen…. Die Steuervermeidungs-Strategien von Quasi-Monopolisten (Ikea, Apple und einige andere) dürfte man gerne mal international angehen und kleine Firmen, Startups, Mittelständler mit weniger Bürokratie & weniger Steuerbelastung unterstützen.

    Anscheinend gibt es nicht nur Politikerversagen (was wirklich nervig ist und man aktuell auch wieder gut verstehen kann) sondern auch durchaus Marktversagen. Sonst bräuchte man wahrscheinlich auch kein Plunge Protection Team für die Börse.

    Systeme & Machtzirkel wollen stabil bleiben bzw. überleben. Man kann das selbstverständlich kritisieren so wie es manche mit evtl. Reizwörtern wie „Staatsfunk“ oder spöttisch gemeint „Eliten“ tun. Die unterschiedliche gedankliche Interpretation der Individuen (die einen denken an Vergleiche von totalitären Staatsfunk wie Türkei, China, Russland, ehemalige DDR und die anderen wollen nur bewusst machen, dass bei uns aktuell auch nicht alles astrein ist) macht es schwierig sachlich darüber zu diskutieren. Dann kommt auch noch häufig gleich die Vorurteils-Keule mit links und rechts….

    Dabei bin ich nur ein Liberaler, der auch Sympathien für die alte deutsche soziale Marktwirtschaft hat. 😉 Evtl. auch kognitiv verzerrt…

  18. Thorsten

    @Hannes

    Ja, egghead… , das war mal mein Blog. Ich hatte ihn parallel zum Vermögensaufbau geführt, insbesondere auch als Eigenmotivation. Ich kann das nur empfehlen. Eine Art Tagebuch und  zum Informationsaustausch mit anderen.

  19. Andrea

    Hallo Thorsten, herzlichen Glückwunsch zu den hohen Ersparnissen und der damit verbundenen Freiheit, selber zu entscheiden, ob du arbeiten gehst oder micht.

    Ich finde die Art der Bescheidenheit, die du vertrittst, auch absolut normal und kein bisschen bekloppt. Alles richtig gemacht. 🙂 Das hört sich doch alles sehr vernünftig an.

    Ich würde, wenn ich Millionär wäre, nicht so gerne ein Foto von mir in einem Internetforum sehen. Aber wenn es dich nicht stört … Ich würde eher ein bisschen „low key“ leben wollen.

     

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andrea

    Ich habe keinen Nachnamen, keinen Wohnort erwähnt. In Deutschland gibt es 1,3 Millionen Millionäre.

  21. Andrea

    Tim, es ist sicherlich mit Thorstens Einverständnis geschehen und es sollte auch überhaupt keine Kritik sein. Es kann ja jeder für sich selbst entscheiden, wieviel er preisgeben möchte. Kein Problem für mich. Ich würde es halt für mich nicht wollen und ich erinnere mich, dass in den meisten Artikeln die Leute von sich Bilder posteten, auf denen man sie nicht richtig erkennen konnten. Wahrscheinlich gab es dort ähnliche Bedenken, sich öffentlich zu zeigen.

  22. Sven

    „Fairerweise muss man auch sagen, dass fast alle Millionärs-Geschichten mit Mitte 40 oder in den 50ern mit überdurchschnittlichem Gehalt/Einkommen zu Stande kamen.“

    So ist es wohl! Die Hauptsache ist wenig ausgeben und viel verdienen. Das kann zwar theoretisch jeder aber eben nicht alle.

    Die Geldanlage ist da eher nachrangig. Wenn man langfristig keine großen Fehler macht, was leicht passieren kann, wenn man auf irgendwelche Anlageberater hört, dann ist schon viel gewonnen. Und wenn dann noch eine reale Wertsteigerung herauskommt hat man in Sachen Geldanlage schon relativ viel erreicht.

    Für die meisten Kleinsparer wäre es wohl sinnvoller, ihre Zeit mit einem Nebenjob an der Tankstelle zu verbringen, anstatt sich dauernd um die Optimierung  ihrer Geldanlage zu kümmern.

    Zum Thema „1,3 Millionäre in Deutschland“:

    Was bedeutet das denn schon? Viele Leute haben von der „Generation Wirtschaftswunder“ geerbt. Da kann es schnell mal eine Immobilie geben, die 500k Wert ist. Wenn man dann noch einen guten Job mit gutem Verdienst hat und das Geld nicht völlig zum Fenster hinaus bläst, dann ist man im Prinzip Millionär. So toll ist das heutzutage auch nicht mehr.

  23. Thorsten

    Je nach Definition dürften es sogar deutlich mehr Millionäre sein. Nach meinem Girokonto gerechnet  bin ich fast immer ziemlich pleite.  Die Immobilien sind so stark gestiegen, das es die eine oder andere Tante Erna oder Onkel Erich geben dürfte die mitten in der Stadt ein Häuschen mit 500.000 oder gar mehr haben dürften und es u.U. gar nicht so genau wissen. Die werden wie ich nicht als Millionär gezählt , da das Vermögen illiquide ist. Ich bin weit von der Million entfernt – nach Liquidität betrachtet. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es in meinem direkten Umfeld hunderte von Hausbesitzern gibt, deren Hütte alleine schon deutlich die Millionengrenze übersteigt. Die sind ganz sicher vieeeeel reicher als ich.

  24. Ex-Studentin

    @Thorsten

    Ja, die Freizeit bekommt man stets gut gefüllt. Ich frage mich, was sich bei mir ändern würde. Ich würde gerne eine neue Sprache lernen, Programmieren lernen, ein Buch schreiben, Serien schauen..

    @June

    Ist Stunden reduzieren bei dir mal im Kopf rum geschwirrt? Ich finde arbeiten nicht schlimm, sofern man genügend Privatleben hat. Man hat so dadurch einen geregelten Tagesablauf.

    Liebe Grüße

    Jenny

     

  25. Jan

    „Arm kann mit Geld nicht umgehen.“

    Dieser Satz lässt tief blicken. Hätte ich alle Freizeit der Welt, würde ich sie nicht mit ihm verbringen. Für mich verbirgt sich da hinter einer respektablen Story ein sehr unsympathisches Mindset. Scheinbar ist auf dem Weg zur FF die Menschlichkeit verloren gegangen.

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andrea,

    wenn man im Internet veröffentlicht, dann gibt man ja sowieso seine Identität preis, siehe Tim.

    Wenn die Adresse nicht eh schon im Impressum steht, dann ist sie auch schnell gefunden. Im Fall von Thorsten, wenn die Adresse noch aktuell ist, hat die Hausnummer die Quersumme 6 mit einem Buchstaben dahinter. Im Straßennamen ist der 6. Buchstabe der gleiche, mit dem der dritte Planet des Sonnensystems beginnt. 😉 Und das ganze in der Partnerstadt meiner alten Heimatstadt.

    Da spielt ein Foto auch keine Rolle mehr. Nur, dass man auf der Straße womöglich mal angesprochen werden könnte.

    Schönen Abend noch,

    MS

     

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jan

    Der Satz hat sich aus einer Online-Kommunikation ergeben. Ich habe ihm gesagt, dass ich eine Putzfrau im Haus manchmal sehe, die eine große Bio-Kokosmilch-Flasche für 10 Dollar in der Hand hat und ich das nicht verstehe. Sie verdient vielleicht 15 Dollar je Stunde und trinkt so teures Zeug.

  28. Maresa

    @ ex-studentin

    Hi Jenny, zu Deiner Teilzeit-Frage – ich hatte meine 3 Kinder ja recht früh. Zwischen Nr 1 und 2 hatte ich Vollzeit gearbeitet. Ging nicht anders wegen Ausbildung und gleichzeitigem Hausbau, ich war jung und brauchte das Geld :), Kind war bestens versorgt. Zwischen Nr 2 und 3 war ich zuhause und hab nebenbei eine IT-Weiterbildung gemacht. Als Nr 3 dann 18 Monate alt war, hab ich Teilzeit gearbeitet, in verschiedenen Modellen. Bis zur Vollzeit hat es 14 Jahre gedauert.

    Ich muss aber sagen, dass ich damals zutiefst unglücklich war.  Arbeit und Kollegen fehlten mir sehr – und die Hausarbeit hat mich nicht ausgefüllt. Finanzen waren gut geregelt und wir haben extrem gespart … Gemüse selber gepflanzt, Getreide gemahlen und selber gebacken, alles gut. Kinder haben sich wirklich gut entwickelt und wir sind heute eine sehr glückliche Familie mit einer Enkelin. Ich hab dann nochmal Gas gegeben und ein paar Tage vor meinem 50. den Bachelor gemacht.

    Retrospektiv betrachtet sollte ich damals entspannter gewesen sein, bestimmt war ich mit 26 und 3 Kindern auch überfordert. Ich hab immer zuviel gegrübelt und geplant, hatte Zukunftsängste.  Das Gehirn konnte ich nicht so leicht abschalten.

    Gerade heute hab ich ein Angebot bekommen – ich soll bei einer ausländischen Schwester die Finanzabteilung aufbauen … nochmal eine neue Challenge.

    Es gibt zu jeder Zeit imner wieder die richtigen Möglichkeiten, und wenn die Zeit da ist, läuft alles wie von selber … 🙂 nur Mut und Vertrauen in Deine tollen Fähigkeiten.

    VlG Maresa

  29. Ex-Studentin

    @Urtel

    Nichts gegen Excel!! 😀 Beruflich brauche ich eher VBA und C#, da wir viel mit CAD und Office arbeiten. Java fände ich noch interessant. Aber da muss ich mich noch einarbeiten.

    @Maresa
    3 Kinder mit 26 und dann noch beruflich durchpowern. Für mich nach wie vor unvorstellbar. Ich muss gestehen, dass ich froh bin, dass ich mich nun erst mal selbst kennen lernen und erziehen kann.

    Der Aufbau der Abteilung klingt super! Neue Herausforderungen sind immer gut.

  30. Maresa

    @Jenny … das machst Du genau richtig 🙂 Du hast alle Zeit der Welt.

    Das waren in den 80ern andere Zeiten …. und ich hab immer von allem noch einen Schöpfer mehr draufbekommen – im guten und schlechten, ich war so voller Lebenshunger und gefangen im alltäglichen …. Wir hatten schnell unsere Ziele erreicht … und dann blieb noch soviel Leben übrig. Wir hätten die Zeit viel mehr genießen können. 

    Zwischen 2 Jobs war ich mal ein paar Monate zuhause – da war ich der faulste Mensch der Welt, das hat mir nicht gut getan 🙂 – In ein paar Jahren werde ich dann umschalten in die FF … da hab ich auch schon wieder zuviel Pläne, mein Mann stönt schon. Ich hab auch schon einen hohen Preis bezahlt – was mich aber sehr dankbar gemacht hat dafür, dass ich heute so ein gutes Leben führen und für so viele da sein darf. Nahtod und Stroke …..

    Die Flüge sind schon gebucht – jetzt kann ich im Job nochmal viele neue Erfahrungen machen, ich freue mich schon,  das ist genau das, was ich mir gewünscht hab ….

    VlG Maresa

     

  31. Thorsten

    @Allwomen . Es tickt für Frauen leider gnadenlos die BioUhr, für manche ist es dann zu spät, gefährlich oder es wird sehr sehr belastend und/oder teuer. Ein ehemaliger Chef hat das mal in die Runde gesagt, ich weiß nicht warum. Ich war zu jung, um das zu kapieren. Also bitte, nicht  bis 40 warten , nein, macht das bitte nicht. 30, maximal 35, dann geben aber schon viele ein zweites Kind auf . Elternzeit nehmen und dann Teilzeit wieder einsteigen.  Später durchstarten, die Kinder bleiben nicht immer klein. Der Partner muss mithelfen und der Frau das Arbeiten ermöglichen, so weit es geht,

    @Jan das war durchaus provokativ. Ich habe es in Einzelfällen leider so erlebt (Mieter ohne Einkommen und ohne Ambition ein solches anzustreben), es trifft sicher nicht auf ‚arm‘ an sich zu, sagen wir eher „unwillig“, arm kann ja viele Ursachen haben.

  32. Thorsten

    Ich bin erfreut , dass unter den vielen positiven Reaktionen nur 2 in der Kategorie ‚hate you‘  waren,  ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Sehr positiv.
    Bleibt optimistisch und findet euren eigenen Weg, macht niemandem etwas blind nach, nehmt nur das mit was ihr versteht und was für euch Sinn macht. Und wenn 10 Leute dasselbe sagen , kann es dennoch falsch sein (z.b weil sie voneinander abschreiben). Bitcoin nein, bitte nicht. Aktien, ETF und gut ist für die Meisten.

  33. K.

    @MS @Andrea

    Je nach Ausgangs-Informations-Lage auch für „Laien“ ein Klacks. Ich hätte noch Handy- und Festnetznummer „anzubieten“. 🙂

    Eine schöne Stadt, die ich immer wieder gerne Besuche, auch wenn ich dafür lange Zug fahre. Auch die Mentalität ist nicht zu verachten. Mag ich zumindest.

    @Kinderplanung

    Ich denke Ende 20 Anfang 30 ist nicht verkehrt. Davor kann man selbst die Welt (oder auch sich) kennen lernen, Partnerschaften festigen, ggf. etwas sparen/investieren* aber auch genießen usw….

    Aber nicht alles lässt sich planen und terminieren. Jedes Leben ist anders und jeder Mensch. Passend dazu ein schöner Spruch:
    Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.

    Zeit für die Kinder ist wichtig. Ich sehe gerade live wie die Stunden und Tage mit dem Nachwuchs dahinrasen bzw. „verschwinden“. Nichts mehr wünschte ich mir, als weniger zu arbeiten bzw. „etwas weniger arbeiten zu müssen(!)“. 🙂

    *) Damals hätte ich es als damaliger Single gut und „einfacher“ gekonnt (Stichwort: Verpflichtungen), dachte aber noch nicht an so was wie hier. Aber es kommt wie es kommt. Thats life. Dafür gibt es andere Chancen oder Erlebnisse 🙂

     

  34. Jan

    So klingt es doch schon etwas weniger herablassend. Wie gesagt, jeden Respekt vor deiner Leistung. Ich bin nur der Ansicht, dass Demut in jeder Lebenslage wichtig ist. Das allgemeine Verunglimpfen ganzer Bevölkerungsgruppen erweckt nicht gerade den Anschein, als wärst du mit deiner FF wirklich glücklich, eher als müsstest du hier etwas beweisen. Sehr schnell steht man auf der anderen Seite des Teichs.

    Vielleicht schätze ich dich ja aber auch völlig falsch ein.

  35. Thorsten

    Jan,  es geht gar nicht so sehr um mich, Du solltest das mit etwas Abstand sehen und nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen. Versuchst Du denn etwas zu sparen, wenn ja was machst Du für Deine finanzielle Zukunft ?
    Was Glück in der FF angeht, ich denke Geld macht nicht glücklich, aber es entlastet. Die Gehälter steigen zu langsam, die Lebenshaltungskosten schneller. Viele Haushalte haben begründete Angst vor dem Abstieg. Da könnte man viel diskutieren, z,b Rentenhöhe, Altersarmut, Kinderarmut. Fehlendes Geld belastet. Das in vernünftige Bahnen zu lenken ist aber auch eindeutig Aufgabe der Politik. Es scheint sich immerhin etwas im Bereich Besteuerung von Konzernen zu tun. Aber bitte nicht durch Neidkultur und Verdammen des Kapitals an sich. Wie ich schon geschrieben habe, betrachte ich meinen Weg als Geschenk. Demut und Bescheidenheit anstatt Protz und Angeberei. Das machen Viele so und so erscheint es mir richtig.

  36. Jan

    Hallo Thorsten,

    Das tut mir leid, ich habe dich wohl wirklich falsch eingeschätzt. Deinem letzten Beitrag kann ich mich zu 100% anschließen.

    Mein eigener Weg in Richtung FF sieht den Abschluss eines Medizinstudiums in einem Jahr vor. Sparen als Student ist ehrlicherweise sehr schwer, aber dank Nebenjob werde ich voraussichtlich ohne Bafögschulden oder ähnliches nach dem Studium bei 0 anfangen können. Und dann hoffentlich erstmal wie ein Student weiterleben, was die Ausgaben angeht.

    In meinem Nebenjob bekomme ich sehr intime Einblicke in das Leben der „Armen“ und Unwilligen und erfahre oft sehr traurige Schicksale. Deshalb reagiere ich etwas allergisch bei solchen Aussagen. Ich finde jedoch, dass du dich sehr gut erklärt hast und verstehe deine Intention hinter der Aussage jetzt besser.

    Deshalb sorry nochmal und viel Spaß mit dem Erreichten 🙂

    Jan

  37. Thorsten

    Jan,

    ich hatte mir schon gedacht, dass Du deutlich jünger bist als ich. Als junger Mensch muss man Ideale leben, Ungerechtigkeiten aufzeigen, Stellung nehmen usw. (wenn ich daran denke, dass ich mal als Student in Gorleben gegen Atomkraft demonstriert habe,  hihi). Das machst Du schon richtig. Die jungen Menschen sind die Entscheider von morgen. Wenn ich einen Wunsch hätte und eine Sache ändern könnte, dann wäre es Alleinerziehende deutlich zu stärken. Was die für die Kinder und somit für die Gesellschaft leisten ist unglaublich.

    Ich wünsche Dir einen guten Weg.

     

  38. AlexanderAlexander

    Ich erkenne mich in vielen Teilen in Thorstens Lebensgeschichte wieder. Die FF werden wohl die wenigsten schaffen. Aber alleine schon im Alter genug zum Leben zu haben oder zumindest eher in Rente gehen zu können, das schafft jeder. Ich höre zwar erst mit 63 (vielleicht auch schon mit 61) auf, aber ich habe bis dahin meine Stunden deutlich reduziert und habe viel mehr Geld als ich brauchen dürfte. Dann spende ich eben einen Teil vom Einkommen, denn als Rentner muss ich nicht mehr sparen. Danke für den tollen Beitrag.

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