Teenager Jourdan Duncan bekommt 42.000 Dollar geschenkt. Er spart fast alles. Seine Bescheidenheit bewegt Amerika


New York, 3. März 2017

In einer Zeit der schlechten Nachrichten möchte ich Euch eine wunderschöne Geschichte aus den USA erzählen. Jourdan Duncan, 19, hatte kein Geld übrig, als sein Auto kaputt ging.

Er ging fortan jeden Tag zu Fuß zur Arbeit. Je Strecke sind es zwei Stunden, also vier Stunden täglich. Polizist Kirk Keffer stoppte ihn eines Abends um 23 Uhr und fragte ihn, warum er so spät zu Fuss unterwegs ist. Duncan sagte: „Ich bin fertig mit der Arbeit und auf dem Nachhauseweg.“ Der Polizist konnte es kaum fassen, dass ein Teenager so viel Energie hatte, ohne sich zu beschweren, jeden Tag zur Arbeit zu laufen. Die Polizeistation sammelte 500 Dollar für ihn. Die Ordnungshüter kauften dem jungen Mann ein neues Rad und schenkten es ihm.

Die Story machte Schlagzeilen. Fernsehsender berichteten. Sogar CNN machte eine Story.


Duncan war über das Rad überglücklich. Er sagte den Polizisten, dass er Polizist werden möchte. Sie sammelten dann im Internet auf GoFundMe für ihn. Sie wollten 5.000 Dollar zusammenbekommen. Die Menschen im Internet waren begeistert und spendeten sogar 45.000 Dollar.

Duncans Freunde schlugen ihm vor, von dem Geld einen neuen BMW zu kaufen. Doch der junge Mann war vernünftig. Er kaufte sich stattdessen einen VW Passat, Baujahr 2003, für 2.900 Dollar. Den Rest des Geldes hebt er auf. Er begann ein Studium. Weise. Dieser junge Mann. Solche Storys von vernünftigen Menschen und Spendern sind wunderschön. Wir brauchen mehr solche Menschen, die nicht ihr Geld verpulvern und von einer Tragödie in die nächste schlittern. Vor Jourdan Duncan und den Polizisten haben ich großen Respekt.

Extrem erscheint der Wandel von Mazzi aus Dubai. Er war Multi-Millionär. Lebte in Saus und Braus. Ferrari, Partys, Yacht, Reisen, 5-Sterne-Hotels etc. Bis er einen Autounfall baute. Das änderte sein Leben. Er wurde Hippie in Südamerika. Er lebt in Frieden. Bodenständig. Minimalistisch. Sein Leben besteht daraus, anderen zu helfen. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann geblieben. Nur verzichtet er auf Luxus und Statussymbole:

Contemplating in Pisac

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Spice of My People bringing rapé to Symbiosis

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So zu leben, ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Klar. Es regt zumindest zum Nachdenken an, finde ich.

Wer finanziell frei ist, lebt eigentlich wie ein Jugendlicher. Nur dass nicht die Eltern die Rechnungen bezahlen, sondern die passiven Einnahmen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Du kannst Deinen Job jederzeit kündigen und umziehen. Du kannst Dinge tun, die Du schon immer machen wolltest.

Die westliche Mittelschicht ist eigentlich reicher, als sie gemeinhin denkt. Es gibt sieben Milliarden Erdbewohner. Wir haben es in Europa schon gut. Nur kommen wir Menschen mit den vielen Freiheiten (Geld, Konsum, Schulden…) nicht klar. Schaut mal hier, wo Ihr weltweit mit Euren Einkommen steht: http://www.globalrichlist.com

Nicht nur das begreifen wir. Wir ernähren uns zudem schlecht: Dosen, Smarties, Snickers, Pommes, Eiscreme. Die Zivilisationskrankheiten explodieren. Wir sitzen zu lange herum, was ungesund ist.

Wer stetig spart und investiert, dem geht es besser. Die Last auf unseren Schultern nimmt ab. Die Sorgen verschwinden mit der Zeit. Kommt die finanzielle Unabhängigkeit, ist doch die freie Zeit unglaublich wertvoll. Wenn Du tun und lassen kannst, was Du willst, ist das unglaublich befreiend. Du kannst Herzensangelegenheiten folgen und nicht mehr dem Gehalt/Chef.

Alles in allem rate ich zu einer positiven Grundeinstellung. Zu einer ordentlichen Sparrate in jungen Jahren. Und zu einem Konsumverzicht. Es muss nicht massiver Natur sein, aber schon beachtlich.

Finanzberater William Bernstein beschreibt anschaulich, wo das Problem bei jungen Menschen überlicherweise beginnt (grob übersetzt):

„Hürde Nummer 1: Die Leute geben zu viel Geld aus. Sie entscheiden, dass sie das neueste iPhone, die modischste Kleidung, das schönste Auto oder einen Cancun- Urlaub (in Mexiko am Strand) brauchen. Sagen wir, sie verdienen 50.000 Dollar pro Jahr, 15 Prozent davon sind 7.500 Dollar oder 625 Dollar pro Monat. Das ist gar nicht so viel. Es kann schnell ausgelöscht werden, indem wir mehrere scheinbar kleine Ausgaben machen, von denen jeder Ersparnisse um 100 Dollar pro Monat bringen könnte: einen Latte-Kaffee pro Tag, ein reichhaltiges Kabel-TV-Paket, eine zu flotte Wohnung, ein Kleid oder ein Paar Marken-Sneakers, die man wirklich nicht braucht, ein paar unnötige Restaurant-Mahlzeiten und ja, ein unnötiges Luxus-Smartphone-Abo. Auf alles könnten wir verzichten, wenn wir müssten. Ohne das Zeug würde sogar unser Leben besser funktionieren. Das Leben ohne dieses Zeug mag spartanisch erscheinen, aber es ist doch schlimmer alt und arm zu sein. Du würdest sogar lieber 625 Dollar durch das Leben mit einem WG-Mitbewohner für eine Weile sparen… Es ist doch viel schrecklicher im Alter von 70 Jahren Katzenfutter essen zu müssen.“

Da lobe ich den jungen Mann mit dem Rad und dem uralten Auto.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Teenager Jourdan Duncan bekommt 42.000 Dollar geschenkt. Er spart fast alles. Seine Bescheidenheit bewegt Amerika

  1. Christoph

    Naja ich wäre angeblich der 11 Mio reichste Mensch der Welt. Aber auf was bezogen? Es ist wie mit Ost und West in Deutschland. Da verdienen die im Osten meistens weniger, haben dafür aber deutlich niedrigere Miet/ Kauf Kosten von Wohnung oder Haus.

    EIn Mensch in Kenia verdient im Durchschnitt weniger als ein Deutscher, kann aber im Verhältnis im eigenen Land deutlich reicher sein.

     

    Ich hab das in Thailand gesehen. Da sind manche Rentner aus Deutschland wohlhabend und lachen sich eine Thailänderin an. Die denkt: Oh der hat Geld und folgt ihm nach Deutschland. Hier erschrickt sie dann, da er auf einmal gar nicht mehr reich ist, sondern eher ärmlich.

    Daher bringen diese Vergleiche nicht wirklich was.

    Was der Junge Mann gemacht hat, Sehr gut. Vor allem dass er abreiten ging und dennoch lief. Andererseits war das in der Generation meiner Eltern zB noch völlig normal. Aber dennoch gut so.

    Bei dem Millionär: Er ist jetzt glücklicher als vorher, freut mich für ihn. Aber es gibt auch andere die mit Luxus glücklicher sind. Das ist immer individuell was einen glücklich macht. Den einen Geld wie Heu, den anderen Familie, den nächsten als Hippie zu leben.
    Ist doch toll dass es Vielfalt gibt.

  2. StefanStefan

    Schöne Geschichte mit dem jungen Mann.

    Vor allem in Zeiten in denen solche Spannungen zwischen Schwarzen und der Polizei bestehen…

     

    Ich sehe oft, dass gerade die die es sich eigentlich nicht leisten sollten auf großem Fuss leben. Da hat die Alleinerziehende immer das neuste I-Phone, gemachte Nägel, besucht die Kosmetikerin, hat Prime und Netflix Abo und fährt im Ort alles mit dem Auto. Essen wird sehr oft bestellt.

    Das Kind hat Spielzeug ohne Ende und natürlich eine Playstation.

    Und dann wird gejammert, dass man kein Geld hat. Wenn man dann einen vorsichtigen „Hinweis“ gibt was unnötig ist heisst es: „Ich muss auch mal was für mich haben und mir was gönnen!“

  3. Delura

    @Christoph

    Ich bin auf Platz 5.117.158 vom Jahreseinkommen her (wow) – aber Du meintest in Deiner Stellungnahme über den jungen Mann mit dem Fahrrad wohl arbeiten und nicht „abreiten“ – Glück Auf!

  4. Seestern

    Ein wirklich schöner Beitrag Tim.

    Vielen Dank für das Teilen!

    Ich liebe Deine Geschichten 🙂

  5. Kia

    Gestern Erbsensuppe von Aldi und heute Katzenfutter. Ich muss mir nur diese beiden Gerichte auf meinem Speiseplan als zukünftiger Rentner vorstellen und mir vergeht die Lust daran Geld auszugeben. Dein Blog ist herrlich Tim.

  6. Gurki

    @Kia: Wie gesagt, der Linseneintopf vom Aldi ist gut! Aber jeder hat natürlich andere Geschmacksnerven 🙂 Also wenn mein Rentnerleben so aussieht, warum nicht. So schlecht wäre es jetzt nicht.

    @Stefan: Ich rede mir gar nicht mehr den Mund fusselig mit den Leuten. Sollen sie machen und ihr Zeug kaufen. „Ist mir latte“ 🙂
    Ich darf mir nur immer wieder anhören, wie geizig ich doch sei. Naja sei es drum.

  7. Mark85Mark85

    An Christoph: Was die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten angehen, hast du natürlich recht, aber auch die Höhe der Löhne spielen eine Rolle. Trotzdem zeigt diese Seite wunderbar auf, wie priviligiert wir im Weltmaßstab sind.

    Man muss nicht erst ein Multimillionär sein (unser westlicher Maßstab für Reichtum), um global ganz vorne mit dabei zu sein. Mit nur 40.000 Kröten an Vermögenswerten gehört man bereits zu den obersten 10 Prozent, weil dann nur noch ungefähr 700 Millionen Menschen mehr haben. 🙂

  8. Mark85Mark85

    Heftig, aktuell kostet 1 Bitcoin so viel wie eine Unze Gold: http://www.telegraph.co.uk/finance/personalfinance/investing/10492177/Is-Bitcoin-the-new-gold.html

    Schaut euch mal den Chartvergleich an. 😀

  9. Christoph

    @Delura: Hehe stimmt. Was so ein Tippfehler für auswirkungen haben kann ;o)

     

    @M;ark85: Naja fühle ich mich in Deutschland reich? NEIN überhaupt nicht. untere bis mittlere Mittelschicht.

    Würde ich dieses Gehalt aber in Tansania oder so bekommen dann wäre ich reich. Das meine ich.

    Mit dem gleichen Gehalt aber in Toronto, wäre ich unterschicht.

  10. Mark85Mark85

    An Christoph: Du darfst dir aber nicht einfach nur die Rosinen herauspicken. In Tansania würden wir auch niemals unsere jetzigen Einkommens- und Vermögensverhältnisse erzielen können. Global gesehen gehören wir klar zur Elite.

    Und dies ist aus meiner Sicht ein großer Fehler: Wir schauen in der Regel nur auf die Millionen Menschen, die noch mehr als wir haben, vergessen dabei aber die Milliarden Menschen, die weit unter uns stehen. Ich bin jedenfalls dankbar für alles, was ich habe und habe keinerlei Grund mich zu beschweren. 😉

  11. Max

    @Mark85: Das mit dem Bitcoin ist für mich ziemlicher Humbug. Das ist das nutzloseste Ding, das die Menschheit erschaffen hat, wenn erstmal der Strom ausfällt… zu nix zu gebrauchen und Wertvoller wie Gold 🙂

    @All: Wovon hängt es eigentlich ab, wie lange die Dauer zwischen Dividendenausschüttung und Gutschrift ist? Bei Deutschen Unternehmen geht das ja innerhalb von drei Tagen. Bei Ausländischen Unternehmen (auch Europäischen) warte ich zum Teil über einen Monat???

  12. Mark85Mark85

    An Max: Die Idee dahinter finde ich recht gut, aber für eine langfristige Investition ist mir die Volatilität viel zu hoch. Ich könnte nicht mehr ruhig schlafen.

    Keine Ahnung, wovon die Dauer abhängt. Bei meinen Indexfonds muss ich zum Teil auch mehrere Wochen warten.

    Selbstwahrnehmung: Reich sind immer die anderen: http://www.zeit.de/amp/2016/40/selbstwahrnehmung-geld-besserverdiener-gefuehlte-ungleichheit

    Wenn man so denkt, wird man niemals zufrieden sein. 😉

  13. Kall

    Bonjour Tim und Alle:

    Max: Bei mir ist das genauso. Ich weiß es auch nicht. Aber Hauptsache die Ausschüttung kommt. Das hat bisher immer gut geklappt.

    Zum Artikel und den Kommentaren:

    Ich denke, man muss Reichtum weiter fassen als rein materiell. Finanzielle Freiheit ist schön. Aber ohne Freunde, Familie oder Partner/in kann es ziemlich einsam werden. Das ist dann auch eine Form der Armut. Ebenso, wenn man nicht weiß, was man mit sich und der Welt anfangen soll. Ich mag das Wort Hobby überhaupt nicht. Es ist abgespalten von dem Individuum  und die Industrie macht ihr Geschäft damit. Wichtig ist, dass man Interessen und Leidenschaften hat-von Kunst bis Sport. Ich liebe es, einen schönen Roman zu lesen.

    Was mir wirklich gut an dem Artikel gefällt, sind weniger die 42.000 Dollar. Die gönne ich dem Jungen von ganzen Herzen. Aber emotional berührender finde ich die Empathie der Polizisten. Das ist ein Teil der amerikanischen Kultur, der stark ist. Bei all ihren Mängeln und Überdrehungen.

    Bon weekend

  14. Christoph

    @Max: Bei welchem Broker bist du denn? Ich bin bei Consors da nervt es mich manchmal dass ich manchmal nicht am Stichtag sondern erst am Folgetag die Dividende bekomme.

    Aber die Erklärung ist, dass Consors nicht in Vorlage geht sondern auf das Geld der Clearing Stelle wartet.

  15. Heinz

    „Duncan war über das Rad überglücklich. Er sagte den Polizisten, dass er Polizist werden möchte.“

    „Doch der junge Mann war vernünftig. Er kaufte sich stattdessen einen VW Passat, Baujahr 2003, für 2.900 Dollar. Den Rest des Geldes hebt er auf. Er begann ein Studium. Weise.“

    @Tim: Nur zum Verständnis: Nachdem er das Geld von den Polizisten bekommen hat, hat er seinen -neuen- Berufswunsch an den Nagel gehängt und was gemacht ?
    Muss man studieren um Polizist zu werden ? Was hat er studiert ?

    „Solche Storys von vernünftigen Menschen und Spendern sind wunderschön. Wir brauchen mehr solche Menschen, die nicht ihr Geld verpulvern und von einer Tragödie in die nächste schlittern.“

    Ja, der letzte Satz erinnert mich an ein Video:
    https://archive.org/details/DieBankGewinntImmer

    Unfassbar. Meiner Meinung nach mangelt es nicht am zu heftigen Konsum (!) oder zu geringem Sparen – (Konsum sei allen gegönnt !), sondern an der fehlenden Finanzbildung. Man vertraut einfach immer nur der Bank, die man seit Jahrzehnten kennt (Fehler 1), dann lässt man sich was aufschwatzen, was man nicht versteht (Fehler 2), kümmert sich nicht genug drum (Fehler 3), bezahlt zu hohe Gebühren und Ausgabeaufschläge (Fehler 4) und lässt sich am Ende mit 50% Verlust überreden umzuschichten (Fehler 5) und zwar wieder von denselben Typen denselben Mist verkaufen lassen, der viel zu überbewertet, kompliziert und zu teuer ist.
    Am Ende hilft es auch nicht einen Anwalt einzuschalten, weil man gutgläubig das Beratungsprotokoll unterschrieben hat.

  16. Heinz

    „Gestern Erbsensuppe von Aldi und heute Katzenfutter. Ich muss mir nur diese beiden Gerichte auf meinem Speiseplan als zukünftiger Rentner vorstellen und mir vergeht die Lust daran Geld auszugeben. Dein Blog ist herrlich Tim.“

    lol

    Da kommt alles rein. Und wenn’s nicht schmeckt kann man ja Käse drüber machen 😉

    Bitte noch mehr Speisetipps, ich kann nicht mehr vor lachen.

  17. Mattoc

    @Christoph

    Reis mit Buttergemüse war sehr gut.

    Vor allen Dingen kosten 4 Tüten Reis zu je 125g nur 45 Cent. Das Buttergemüse 300g kostet 49 Cent. Ich habe 125g Reis mit 300g Gemüse gemischt. Leicht zubereitet und Materialkosten von nur 60 Cent. 🙂

    Danke für den Tipp!

    Linseneintopf gibt es Sonntagabend, Gurki!

     

  18. Andrea

    Linseneintopf in Dosen, vom Discounter, (wohl weißen) Reis mit Tiefkühlgemüse … Ein Blogbetreiber eines FU-Blogs erzählte immer von Reis mit Bohnen o.ä. Übertreibt es mal nicht mit der Sparsamkeit. Wenn ihr darauf achtet, viele frische Sachen zu essen, klappt es besser mit der Gesundheit. Das kann auch viel Geld sparen und ist auch nicht so teuer. Ich habe heute auf dem Bauernmarkt 7,30 Eur für frischen Rosenkohl,  Rote Bete, Champignons, Chicoreesalat und weiße Bohnen ausgegeben, in Mengen, die für mich und meinen Mann ausreichen. Rosenkohl kann man super auf dem Backofenblech zubereiten, ähnlich wie Pommes. Er wird geschält, in eine Schüssel mit einem kleinen bisschen Öl getan, gewürzt, und wird dann im Backofen gegart. Chicoreesalat schmeckt sehr gut in Salatdressing mit etwas Apfel. Aus roter Bete kann man eine tolle Suppe machen, gekocht und püriert mit etwas Kokosmilch und einem bisschen Curry. Champignons gehen super auf Pizza, Zwiebeln auch, den Hefeteig am besten mit Dnkelmehl machen und obendrauf Mozzarellakäse und dann backen. Weiße Bohnen mit Suppengrün und Kartoffeln zu einem Eintopf kochen, wer will, tut ein Mettwürstchen dazu. Das sind auch alles preiswerte Gerichte und es vermeidet die ungesunden Konservendosen. Es gibt eine riesig e Anzahl weiterer günstiger Rezepte. Zum Frühstück oder als Zwischenmahlzeit lassen sich aus einer Handvoll Grün und Obs tolle Smoothies machen. Das Grün können auch Blätter von Kohlrabis oder von Rote Bete sein. Seitdem wir die Smoothies machen, lass ich mir auf dem Markt die Kohlrabi immer mit den Blättern geben. Die Blätter sind ebenfalls sehr mineralienreich, also kein Grund, sie nur den Nagetieren oder Vögeln zu überlassen.

     

     

     

  19. Christoph

    Andrea Stimme dir natürlich zu dass dose nicht wirklich gut ist im Verhältnis zu selbst frisch zubereiten.

    Aber gegen tk gemüse spricht eigentlich nicht viel.

    Ausserdem muss sich das lohnen. ich mache mir manchmal ne suppe selbst. Suppengemüse und suppenfleisch.

    da hab ich schon massig portionen die ich allein kaum in 3 Tagen schaffe.

    kaufe ich das Suppengemüse einzeln habe ich viel mehr. aber da schmeiße ich dann extrem viel weg. das finde ich immer schade.

    das mit dem Buttergemüse und dem reis ist einfach ne sache die günstig ist und schnell gemacht ist wenn msn mal keine lust hat groß zu kochen.

    freut mich mattoc dass es schmeckte

  20. Mattoc

    @Andrea

    Die Menschen sind verschieden. Und ich habe aktuell keine Küche im herkömmlichen Sinn (insbesondere wie die meisten Frauen das sehen). Der kleine Raum ist praktisch leer. Ich habe nur einen Kühlschrank und eine mobile Herdplatte, nicht weil ich muss, sondern, weil ich mal ausprobieren möchte, so zu leben, als ob es mir finanziell schlecht gehen würde.

    Und wenn es um Sparsamkeit geht, dann schadet es auch nicht, wenn zwischendurch mal über Aldi und was dort schmeckt gesprochen wird, finde ich.

    Ich danke euch für die Tipps.

  21. chaostrader

    Muss man studieren um Polizist zu werden ? Was hat er studiert ?

    In den USA ist man auch als „high school student“ ein Student 😉 Der Hausmeister ist ein facility manager, und derjenige, der die Einkaufswagen bei Walmart zusammenschiebt und die Mülleimer leer macht, der ist der „lot manager“.

    Vielleicht isser aufs College gegangen. Das ist noch lange kein richtiges Uni-Studium wie wir es verstehen. Obwohl… seit der Bolognese-Reform vielleicht doch?!

  22. Max

    @Christoph: Ich bin bei der ING DiBa. Bei deutschen Aktien geht die Dividendengutschrift sehr schnell. Das ‚Problem‘ mit der verspäteten Zahlung gibt es nur mit ausländischen Titeln (z.B. auch mit NL Unilever). Es ist nicht sehr dramatisch, aber schöner wäre schon eine zügige Abwicklung.

  23. Gabriele

    Habe gerade gelesen, dass flatex ab 15. März 0,4 % Negativzinsen verlangt. Macht es Sinn die Bank zu wechseln, oder werden die anderen Onlinebroker in Kürze nachziehen. Wenn Wechsel, wie sind eure Empfehlungen.

  24. Christoph

    @Gabriele: Das weiss wohl leider nur die Glaskugel. Ich würde aber das Geld immer bis kurz vor dem nächsten Kauf erst aufs Depokonto überweisen und dann direkt den Kauf tätigen.

    ich bin bei Consors da hab ich noch nix gehört.

     

    ja Herr Schäuble: Die EZB kostet keinen einzigen Geld.. Jaa nee is klar.

  25. Gabriele

    @Christoph: Spontan kaufen, bzw. mit Limit, das vielleicht erst in einigen Wochen greift ist dann nix mehr. Aber ob sich der Aufwand lohnt, alles auflösen und woanders neu eröffnen, kurz darauf auch Negativzinsen ist halt fraglich.

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Gabriele,

    Flatex betrifft mich auch. Halte aber nie Cash vor. Mache es doch wie Buffett. Da redet jeder, dass er auf 86 Mrd Cash säße. Es sind aber „nur“ 23. Der große Rest sind US-Treasury Bills, die als „Cash-ähnlich“ gelten.

    Solltest Du nicht wissen wohin mit viel Cash, dann nimmst einfach einen „Treasury-Bond“-ETF solange. Sobald Du weißt, wozu Du das Geld sonst nehmen willst, kannst ihn ja in Aktien tauschen, oder was auch immer.

    @Max,

    wie schon gesagt, der Zahltag bei Unilever ist erst am 15. März. Vorher brauchst Du die Dividende nicht erwarten.

    MS

  27. Christoph

    @Matthias: Ich denke eher bei Buffet und den anderen Super Reichen sind es die Unternehmensbeteiligungen zB Aktien usw die das Vermögen im größtenteil ausmachen. Buffett hat bestimmt keine 23 Milliarden aufm Konto.

  28. Claus

    @ Thema Kredite, Überschuldung, sinnloser Konsum…

    Hatte diese Woche ein „Super-Angebot“ von meiner „Girokonto-Bank“ in der Post:

    10k – 250k Kredit für lächerliche 2,39% (die 2,39% natürlich mit Sternchen, da bonitätsabhängig). Damit man weiss, was man mit dem Geld anstellen soll, gab es ein paar „Kaufbeispiele“:

    -Neuer Fuhrpark für die Firma
    – Neue Büromöbel
    – Neue Küche

    Das Angebot richtete sich an Selbständige, die jetzt endlich auch Kredite erhalten können (juchhuuuu…), da die EZB dies befürworte.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass viele hier zugreifen und ihre Büros „verschönern“ oder die Kredite einfach privat nutzen…

    Das Angebot war für mich natürlich „extrem sinnvoll“, da ich momentan nur noch 65k auf den dortigen Konten habe…

    M.E. wird es den Menschen viel zu leicht gemacht, in die Schuldenfalle zu geraten. Man braucht schon einen eisernen Willen, um freiwillig zu verzichten und für sein Alter vorzusorgen. Ich habe grossen Respekt vor jedem, der dieses Thema ernst nimmt und handelt. Je jünger diese Menschen sind, desto mehr Respekt verdienen sie.

    Allen ein schönen Wochenende!

  29. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    die 23,5 Mrd, die im SEC File unter Cash ausgewiesen werden, die sollte er (die Holding!) tatsächlich an Cash rumliegen haben (Kurzfristanlagen), dann noch Treasury Bills. Damit kommt er auf knapp 71. Bei Total Liabilities von 334,495 Mrd.

    Reine Aktienanlagen, das was man immer in seinem Portfolio sieht (nicht seinem, sondern in Berkshire Hathaway), sind ja „nur“ etwas über 120 Mrd.

    Er spricht aber von 86 Cash. Ich denke, da sind die Cahsbestände von den Firmen noch hinzu gezählt, die er als Ganzes im Portfolio hält: „It’s important for you to understand that 95% of the $86 billion of “cash and equivalents” (which in my mind includes U.S. Treasury Bills) shown on our balance sheet are held by entities in the United States and, consequently, is not subject to any repatriation tax.“ (Letter)

    Schönes Wochenende

    MS

  30. Ralf

    Sparen erfordert Disziplin. Gerade mit Familie ist das oft nicht so einfach, da zum einem ja das Gehalt mit mehreren Köpfen geteilt werden muss und zum anderen Kinder natürlich andere Bedürfnisse bedingen. Was mich in Deutschland wundert: Trotz verheiratet, Steuerklasse 3 und Kinder habe ich rund 40 Prozent Abzüge vom Bruttolohn. Natürlich bekommt man Kindergeld. Aber irgendwie trotzdem komisch. Die Ausgaben sind ja auch deutlich höher da mehr Mäuler und eine größere Wohnung gebraucht wird. Daher bleibt für das sparen weniger übrig als erwünscht.

  31. Wolle

    Mein Arbeitskollege ist gestern mit 47 beerdigt worden. Jahresgehalt bei ca. 150.000 p.a., zwei Kinder, hat viel fürs Alter gespart. War auch immer recht sparsam.

    Der menschliche Verlust schmerzt. Dass es einen sonst gesund lebenden Menschen plötzlich dahinraffen kann, lässt das „sparen für die finanzielle Freiheit bis der Arzt kommt“ in einem anderen Licht erscheinen.

  32. chaostrader

    Na toll, eben eine lange Antwort an Wolle geschrieben und jetzt ist alles weg.

    Nochmal die kurzfassung: Herzliches Beileid. Was interessiert dieses Einzelschicksal, wenns um die eigene Lebensplanung geht. Wenigstens sind die Kinder versorgt, wenn er sparsam war. Hätte er auf Tim gehört, wäre er längst finanziell frei gewesen und hätte mehr Zeit mit der Familie verbringen können. Oder würde noch leben.

    Dann noch ein paar Beispiele aus dem eigenen Umfeld; neue Autos, Yachten, finanzierte Häuser und jede Menge Schulden beim Renteneintritt übrig, so dass die Kinder einspringen mussten. Und andere Rentner, die am absoluten Minimum dahinvegetieren.

     

  33. Ralf

    @Christoph: Keine Ahnung, habe keine Vergleichswerte. Große Sprünge sind aber nicht drin (Alleinverdiener), da wir eben auch sparsam leben um Sparquoten zu optimieren.

    @Wolle: Auch mein Beileid! Das zeigt doch, das Geld nicht alles ist. Darum habe ich einen Arbeitstag dauerhaft reduziert (4-Tage-Woche) um etwas mehr Ruhe und Freiheit zu haben. Es soll ja immer noch Leute geben, die wie ich an einen Gott glauben (trotz Wissenschaft und Ungerechtigkeiten). Da versucht man einen anderen Blick auf viele Dinge zu bekommen (was aber nicht immer einfach gelingt).

    Freiheit kann für den einen oder anderen also auch in immateriellen Dingen und Themen liegen.

  34. chaostrader

    Aber ob sich der Aufwand lohnt, alles auflösen und woanders neu eröffnen, kurz darauf auch Negativzinsen ist halt fraglich.

    Gibt doch nette Umzugsangebote. Vor einem Jahr gabs bei Consorsbank 3% Zinsen für ein Jahr bei Übertrag eines Wertpapierdepots. Die Aktion ist wohl inzwischen ausgelaufen, muss man sich halt mal umgucken, was die anderen so anbieten.

  35. Ralf

    Ich war Kunde der DAB-Bank. Super Angebote, gute Preise und übersichtliche Plattform. Dann wurden diese von der Consorsbank geschluckt und integriert. Nun sind die Preise gestiegen, die Plattform ist deutlich unübersichtlicher und der Service auch nicht das Gelbe vom Ei.

  36. Mark85Mark85

    An Wolle: Hmmm, mir sind natürlich nicht die Todesumstände bekannt, aber könnte es etwas mit der Work-Life-Balance (schreckliches Wort, gibt es hierfür auch eine deutsche Variante?) zu tun gehabt haben? 150.000 Euro pro Jahr gibt es sicherlich nicht für eine 35-Stunden-Woche. Trotzdem mein Beileid und ich möchte eigentlich nicht über Verstorbene spekulieren.

    Grundsätzlich denke ich, dass sich ein sparsamer Lebensstil immer lohnen kann. Geld bedeutet für mich letztendlich gespeicherte und Konsumverzicht eingesparte Arbeitsleistung. Man kann es insgesamt ruhiger angehen lassen.

  37. Bernd

    @Mark85:

    Du bist ja einer der es schon geschafft hat FU zu sein.

    Möchtest Du mal erzählen wie es dazu kam? Welche Voraussetzungen hattest Du? Hast Du Dir alles selber erspart oder gab es ein Erbe oder sonstige Sachen?

    Stammst Du aus einer wohlhabenden Familie?

    Ich finde das alles sehr spannend und könnte mich auch mit dem Gedanken anfreunden irgendwann mal FU zu sein.

    Mit wieviel Geld kommst Du denn im Monat ca. aus?

     

  38. Mark85Mark85

    An Bernd: Meine FU gründet sich auf Unternehmensbeteiligungen und Immobilien. Meine Eltern gehören der oberen Mittelschicht an und ich werde später voraussichtlich etwas erben, plane es aber nicht aktiv in meine finanzielle Lebensplanung ein. Ich selbst habe einen mittleren Schulabschluss. Mit unter 1000 Euro pro Monat komme ich bestens aus. 

    Die Voraussetzungen und finanziellen Ansprüche sind natürlich bei jedem anders, aber meinen Segen hast du. Gedanken schriftlich in Ziele formulieren und anschließend Gas geben! 😀

  39. Bernd

    @Mark85: Danke für die Infos, das spornt mich unheimlich an. Ich werde mich bald mal hinsetzen und die Ziele schriftlich fixieren. Alles Gute, man liest sich…

  40. Mr. B

    @Mark Pibe
    Mich würde auch interessieren was das für super Unternehmensbeteiligungen und Renditeobjekte sind und wie du dazu gekommen bist? Ich glaub du hast mal was von 15% oder so geschrieben?
    Und die Geschichte mit der Krankenkasse natürlich auch. Verstehe aber auch wenn du nicht alles preisgeben willst.
    schönes Wochenende an alle.
    Mr. B

  41. Mark85Mark85

    An Mr. B: Also mein Portfolio gestaltet sich so:

    Unternehmen: private Unternehmungsbeteiligung (kleines Geschäft) und Indexfonds

    Immobilien: physische Immobilien (Apartments) und Indexfonds

    Edelmetalle: physisches Gold

    Ich strebe eine prozentuale Gleichgewichtung der Hauptanlageklassen, auch ,,naive Diversifikation“ genannt, an.

    Ich möchte keine genaue Gesamtvermögenssumme nennen, aber ich bin noch unterhalb einer halben Million und erziele daraus jeden Monat zirka 2.100 Euro netto, wovon ich ungefähr 2/3 wieder reinvestiere. Die 15 Prozent im Immobilienanteil kommen ungefähr hin, aber brutto. Ansonsten bin ich gesetzlich krankenversichert.

    Ich bin der Überzeugung, dass man zwar Tipps und Ratschläge geben kann, aber letztendlich jeder seinen eigenen Weg finden muss. Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen, Ist-Zustände, Talente, Bedürfnisse und Wünsche. Dazu kommt noch der Faktor Glück, den ich in meinem Fall nicht verneinen möchte.

    Pauschale Aussagen wie ,,Du musst es bloß wie ich machen und dann wirst du wohlhabend/reich!“ halte ich für unseriös. Ich verfolge jedenfalls keine finanziellen Eigeninteressen, da ich nichts zu vermarkten habe.

    Dir auch ein schönes Restwochenende! 😉

  42. Mr. B

    Das ist ein super Cashflow aus unter 500 TEUR mtl. 2.100 EUR netto zu generieren- Gratulationen dazu. Und dann noch Goldbesitz ( ohne Cashflow)- Wahnsinn.

    Will auch nicht über genaue Zahlen schreiben. Mein Depot ist definitiv  größer, aber der Cashflow kleiner. Mir fehlen wohl die Immobilien und Beteilligung ( an so einem kleinen Geschäft)

    Grundsätzlich will ich aber nicht klagen. Bin auch glücklich und mir geht’s auch so sehr gut ; )

  43. Mark85Mark85

    An Mr. B.: Ja, viele Wege führen nach Rom. Glückwunsch zu dieser Summe.

    Ein weiterer Faktor sind die eigenen Bedürfnisse. Wenn man einen durchschnittlichen Bürger fragen würde, ab welcher Summe er das Arbeiten einstellen würde, würden mit Sicherheit Millionenbeträge aufgerufen werden. Ich denke, dass zu viele Menschen ein Leben wie bei den Geißens im Hinterkopf haben, aber die stellen die absolute Ausnahme dar. 😉

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