Superinvestoren: Bescheiden, schlau, geduldig


New York, 6. November 2016
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Milliardär Michael Bloomberg hat nur wenige Sachen in seinem Haus. Ein paar Lederschuhe, Kleidungsstücke, kaum Möbel. Er lebt minimalistisch.

Langfristanleger wissen, dass viele Aktien, die sie besitzen, schlecht auf Sicht von Dekaden abschneiden werden. Sie haben einen Trost: Wenige Aktien werden dafür zu Überfliegern. Und genau diese Dauerläufer machen so viel Rendite, dass sie die schlechten Läufer mehr als überstrahlen.

Ich habe eine Handvoll Tausendprozenter im Depot. Es spielte natürlich einerseits Glück eine Rolle. Andererseits können Sie manchmal gewisse Vermutungen anstellen, die aufgehen können. Ich habe daneben ein paar wirklich schlimme Missgriffe im Depot. Es ist beschämend im Rückblick. Aber als ich die Kaufentscheidung traf, war ich felsenfest von den Aktien überzeugt, die jetzt nur noch ein Häufchen Elend sind.

Als erfahrener Anleger lassen Sie sich davon nicht herunterziehen. Es ist völlig normal. Schieflagen, Missgriffe, Abstürze sind üblich. Selbst wenn Ihnen einige passieren, können Sie verdammt gut mit Ihrem Depot abschneiden.

Das Problem ist aber unsere Psyche: Die menschliche Natur ist so ausgelegt, dass wir stärker unter unseren Fehlern leiden, als wir uns über unsere Erfolge freuen. Das müssen Sie wissen. Lassen Sie sich nicht verrückt machen, wenn Sie ein paar Schieflagen im Depot haben. Es liegt in der Natur der Sache.

Niemand kann alles vorhersehen. Sie brauchen nur ein paar Tausendprozenter im Leben zu erwischen – und schon haben Sie ausgesorgt.

Die Indexer haben all die Probleme der Stockpicker elegant gelöst, indem Sie einen großen Aktienkorb kaufen und dafür extrem geringe Gebühren bezahlen. Ein ETF-Anleger zu sein, ist eine weise Sache. Indexsparen ist überlegen, weil die meisten Menschen nach Abzug der Gebühren und Steuern schlechter als der Index abschneiden. In den USA ist bei Index-Liebhabern folgende Website beliebt, auf der sich alle in einem Forum austauschen können: https://www.bogleheads.org/

Das Internetportal ist benannt nach der Indexlegende John Bogle. Er ist ein beeindruckender, bescheidener Mann, der Amerikanern über seine Fondsgesellschaft Vanguard hilft, günstig und effektiv für den Ruhestand zu sparen.

Dieses kurze Video unten erklärt den gesamten Ansatz der Indexer. Sie sind eigentlich Faulenzer. Sie wollen sich nicht mit einzelnen Aktien, mit dem Timing etc. beschäftigen: Sie möchten einfach nur monatlich sparen, ohne sich den Kopf über die Börse oder Wirtschaft zerbrechen zu müssen:

Langfristanleger und Indexer haben eine Gemeinsamkeit: Sie machen „Buy and Hold“. Ich finde beide Strategien ansprechend. Jene, die besonders gut in der einen oder anderen Kategorie sind, sind meist bescheidene Menschen. Denken Sie an Warren Buffett. Ich finde ihn kultig. Er ist trotz seiner Milliarden ein sehr einfacher Mensch geblieben. Er ist jedenfalls alles andere als ein Angeber.

Seine zweite Hochzeit feierte Buffett im Jahr 2006 sparsam in einem gemütlichen Fischrestaurant in Omaha namens Bonefish Grill. Anwesend waren neben der Braut Astrid Menks (eine Einwanderin aus Lettland) Buffetts Tochter Susie und die Schwester der Braut.

Warren Buffett ist mit Mark Zuckerberg befreundet. Facebook-Gründer Zuckerberg feierte seine Hochzeit im eigenen Garten mit Freunden. Zuckerberg ist bodenständig. Er isst gerne Hamburger oder kocht zuhause.

Nehmen Sie Milliardär Leonard Lauder. Er erbte von seiner Mutter das Kosmetikimperium Estee Lauder. Anstatt ein großes Haus am Strand vor den Toren New Yorks zu haben (auf den Hamptons wie das bei den Superreichen üblich ist), kaufte er dort eine kleine Holzhütte, die er mit seiner Frau nutzt. Er hat ein Ruderboot und ein Kanu (keine Yacht). Sein Geld managt er selbst. Er hat keinen Vermögensverwalter. Lauder setzt auf Währungen, Aktien, Gold. Sehr konservativ ist seine Auswahl.

Denken Sie an den sparsamen Lebensstil der Aldi-Brüder. Ich finde die Albrechts sympathisch. Sie bezahlen ihre Mitarbeiter überdurchschnittlich gut und bieten den Konsumenten gute Qualität zu niedrigen Preisen.

Jim Walton, Sohn des Wal-Mart-Gründers, Sam Walton, fährt ein altes Auto und managt das Familienvermögen, das mehrere Milliarden umfasst, in einem alten Backsteinhaus in Bentonville.

Als Hedgefondsstar Carl Icahn neue Möbel bestellte, wählte er eine der günstigsten Vorschläge des Möbelgeschäfts aus.

Öl-Tycoon T. Boone Pickens hat wenig Anzüge. Und geht ungern Shoppen. Er macht sich eine Einkaufsliste, bevor es das Geschäft betritt und nimmt nur die nötige Geldsumme mit, um ja nicht mehr Geld auszugeben als geplant.

Milliardär Michael Bloomberg lebt zwar in einem wertvollen Anwesen in New York. Er hat aber wenige Dinge. Er hasst es, zu viel Zeug zu besitzen. Er hat ein paar Schuhe, Kleidungsstücke, wenige Möbel. Seine Kleidung trägt er ewig. Jahrzehnte lang. Er genehmigt sich ein kleines Gehalt. Sein gesamtes Vermögen möchte er spenden. (Er liebt es allerdings seinen privaten Helikopter selbst zu fliegen.)

Investor und Politiker Mitt Romney kauft im Discounter seine Golfschläger.  Er ist im Biligflieger unterwegs, rennoviert sein Haus selbst. Er sagt: „Nur weil man sich etwas leisten kann, heißt es nicht, dass man das Geld ausgeben sollte.“

Ronald Read ist kein Milliardär, er wandte aber die Strategie der Reichen wie Buffett oder Lauder an. Er arbeitete sein Leben lang an einer Tankstelle und in einem Kaufhaus als Putzmann. Als er 92-jährig starb, hinterließ er fast acht Millionen Dollar – für einen guten Zweck. Er war ein Buy-and-Hold-Anleger. Er mochte Dividendenaktien. Darunter waren J&J, J.M. Smucker, CVS Health, P&G, JP Morgan Chase, GE und Dow Chemical.

All diese Superinvestoren wissen, dass Angeberei Geld kostet. Und dass die größten Angeber arme Schlucker sind. Wenn jemand eine extrem teure Hochzeit hat, geht es um Angeberei. Und das alles für einen einzigen Tag. Beim Auto, Haus, Kleidung usw. ist das ähnlich. Was bringt die ganze Angeberei? „Nichts“, sagt Warren Buffett.

Im Lieblingsrestaurant des Value-Stars in Omaha gibt es Hausmannskost für den kleinen Geldbeutel:

Eine Party auf einer Wiese, um ein Lagerfeuer sitzend, ist doch was herrliches. So macht es Kosmetik-Milliardär Lauder. Er fährt liebend gern in seinem Kanu herum.

Die Reichen können rechnen. Warren Buffett wusste, wenn er 1.000 Dollar irgendwo im Monat einsparte und das Geld für sich arbeiten ließ – sagen wir in Berkshire-Aktien (ich unterstelle zwölf Prozent Rendite), werden daraus nach 40 Jahren zwölf Millionen Dollar. Das Geld hinterlässt er lieber seiner Stiftung, als sich teure Villen, Autos, Schiffe, Pferde, Hochzeiten zu leisten.

Wer reich ist, legt eine andere Einstellung an den Tag, sonst hat er nicht lange was von seinen Millionen. Ob dies erstrebenswert ist, muß jeder für sich selbst entscheiden. In der konsumorientierten Mittelschicht spielen Statussymbole eine zentrale Rolle: dicke Autos, neue Küche, Bad, Mode…

Zeug ist Status für die Mittelschicht. Menschen definieren sich über „Dinge“. Sie hauen öffentlich auf die Pauke. Sie kommen im neuen Auto zur Arbeit, geben enorme Summen für einen Luxusurlaub aus. In Wirklichkeit haben sie aber nichts auf dem Konto. Es ist so in der Art: „Seht her, ich bin der große Hecht. Ich kann es mir leisten.“

Reiche Leute haben das nicht nötig. Sie sind cleverer. Sie kümmern sich einen Dreck darum, wie alt ihre Schuhe, das Auto oder sonst was ist.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Superinvestoren: Bescheiden, schlau, geduldig

  1. Markus

    @Tim

    „Warren Buffett weiß, wenn er heute 1.000 Dollar irgendwo einspart und das Geld für sich arbeiten lässt – sagen wir in Berkshire-Aktien (ich unterstelle zwölf Prozent Rendite), werden daraus nach 40 Jahren 2,8 Millionen Euro.“

    Wie kommst Du auf 2,8 Millionen???

    Woher nimmst Du die Unterstellung von 12 % p. a. ?

     

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Da ist ein Fehler. Sorry. Ich korrigiere das. Danke für den Hinweis. Buffett hat das Eigenkapital um 20% ein halbes Jahrhundert lang gesteigert. Ich nehme nur 12% an. Keiner weiß, wie viel es sein wird in den nächsten 40 Jahren. Vielleicht weniger.

  3. ein leser

    „Milliardär Michael Bloomberg hat nur wenige Sachen in seinem Haus. Ein paar Lederschuhe, Kleidungsstücke, kaum Möbel. Er lebt minimalistisch.“

     

    Dafür hat er eine beindruckende Villa und einen eigenen Helikopter. Wie es in seinem Haus aussieht, weiß ich nicht. Aber sicher sieht man auch da mehr Reichtum als bei mir. Ob die Bilder im Internet alle der Wahrheit entsprechen kann ich auch nicht beurteilen. Aber sicher ist nicht alles erfunden.

     

    Also bitte realistisch bleiben.

    Auch Zuckerberg hat eine Vorliebe für teure Sportwagen.

     

    Ich denke, die meisten Multimillionäre und Milliardäre leben auch entsprechend pompös.

  4. Max Wesker

    @tim

    Das ist der beste Artikel, der mich noch weiter motiviert! Weiter so!

    https://knightofbogen.tumblr.com/post/152174842542/was-für-eine-erleichterung

    Sachwerte, Fahrzeuge und eigene Wohnungen sind bei juristische Personen (GmbH oder AG, USA: Inc [C-Corporation] oder LLC) besser aufgehoben, als alles im eigenen Namen zu besitzen!

    Noch besitze ich im meinen eigenen Namen Aktien-ETF und Gold, bei einstieg in meiner Unternehmerkarriere werde ich nur noch auf juristische Personen setzen und Arm auf dem Papier sein!

    Ich nehme bald nur noch Dividenden entgegen und finanziere so meine Frührente!

    Als Versicherungen reichen Private Haftpflichtversicherung und gesetzliche Krankenkasse (bei Umzug ins Ausland stattdessen Internationale Krankenversicherung)

    Damals hast du mir gezeigt, wie man Überversicherung vermeidet!

    Denn wie schlechte Nachrichten schüren die Insurance Marketer Panik, damit Sie Provisionen auf unsere Kosten kassieren kann!

    https://knightofbogen.tumblr.com/post/152593985122/gute-gründe-minimalist-zu-werden

  5. ein leser

    „Sie geben weniger aus, als sie einnehmen. Wer zu viel Geld ausgibt, kann nicht dauerhaft reich sein.“

     

     

    Das ist vollkommen klar. Wer dauerhaft mehr ausgibt als er einnimmt, der kann nicht reich werden.  Das ist einfachste Mathematik.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ein Leser

    Dann sind wir uns ja einig.

    Die Reichen sind extrem diszipliniert. Deshalb sind sie ja reich.

    Die konsumsüchtige Mittelschicht ist da anders. Kaum ist die Kohle auf dem Konto, wird sie verpulvert. 40% der Deutschen haben keinerlei Vermögen.

  7. Gurki

    Ja natürlich geben sie weniger aus als sie einnehmen. Das sind ja auch ganz andere Gehälter und Vermögen. Dann wird halt ne Million verdient und davon „nur“ 300.000€ für den Sportwagen ausgegeben. Immerhin hat er dann 700.000€ „gespart“.

    Sorry aber man kann diese Menschen nicht mit der Mittelschicht vergleichen!

    Und wie ich es schon mal schrieb: Ich persönlich finde es äußerst peinlich, wenn man mit löchrigen Klamotten oder ausgelatschten Schuhen als reicher Mensch durch die Gegend läuft. Und die Reichen tragen eventuell keine „teuren Markenklamotten“, aber dafür andere sehr teure Mode, von Marken die man als Normalverdiener gar nicht kennt.

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gurki

    Ich finde das kultig, dass Buffett ein uraltes Auto fährt. Oder Zuckerberg Badeschlappen und Kaputzenpulli trägt.

    Ich finde das beeindruckend.

    Albert Einstein, ein Minimalist. Seine Haare waren wild etc:

    http://frugaling.org/albert-einstein-minimalist/

    Steve Jobs trug eine alte Jeans.

    Ist die Kleidung und der ganze Schein Dir so wichtig? Was soll das bringen? Wichtiger sind doch die inneren Werte, das Herz, die Freundschaft, die Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft…

  9. Frank

    Hallo Tim,

    du schreibst wieder dass du ein paar 1000 Prozenter im Depot hast.

    NOrmale Aristokraten sind da aber nicht dabei , oder?

    Was sind deine aktuellen etwas risikoreicheren Investments, deine CTS Eventims von heute?

  10. Gurki

    @Tim: Nein mir ist kein Schein wichtig. Aber ordentliche heile Kleidung! Von mir aus von H&M. Aber löchrige Socken, alte verschlissene Jeans und ausgelatschte Schuhe finde ich einfach nur peinlich und zeugt von Geiz zu sich selbst! Wie gesagt, es müssen keine teuren Markenkleidungsstücke sein, aber ordentlich müssen sie in meinen Augen sein!

  11. PIBE350

    Tim, kennst du den verstorbenen Millionär Klaus Zapf? Er sah wie ein Penner aus, gönnte sich nur eine Bahnkarte 100. Der Kerl hatte irgendwie etwas an sich. Auf Youtube gibt es Videos über ihn. 🙂

     

  12. Obama

    Hallo Tim,

     

    Danke für deinen weiteren guten Beitrag.

     

    Mich würde interessieren was deine tenbagger sind und welche Aktien miserabel waren? Würde mich freuen,wenn du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt.

    Wünsche allen hier eine gute Woche

     

  13. Obama

     

    Hallo Tim,

     

    Danke für deinen weiteren guten Beitrag.

     

    Mich würde interessieren was deine tenbagger sind und welche Aktien miserabel waren? Würde mich freuen,wenn du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt.

    Wünsche allen hier eine gute Woche

     

  14. Markus

    @Tim

    Wo findet man den nochmal bei yahoo finance die langfristige Aktien-Rendite von A-Berkshire`s?

    Die Buchwertsteigerungsrate ist ja was anderes und wird komischerweise immer als Referenz angegeben…

  15. ein leser

    Ich kenne zugegebenermaßen auch so einen Millionär in meiner Heimatstadt. Ist ein Bekannter von mir. Er ist etwa 80 Jahre alt. Arbeitet noch immer als selbstständiger Fleischer. Verstecktes Geschäft im Hinterhof. Das offizielle Geschäft musste er vor Jahren wegen Hygienemängel zu machen. Ich habe sein Aktiendepot gesehen. Wert ca 1.5 Mio EUR. Dazu hat er noch 3 Immobilien von jeweils  ähnlichen Wert und fährt irgend so einen Oldtimer.

    Der Typ läuft rum wie der letzte Penner. Hat sein Aktiendepot bei der örtlichen Volksbank. Kann keinen Brief schreiben. Kann keine Eintrittskarten für Hauptversammlungen anfordern, auch wenn man dazu nur ein Kreuz machen muss. Er lässt das alles für nichts von seinen Bekannten oder vom Bankberater machen. Seine neusten Klamotten sind bestimmt 50 Jahre alt. Dabei erzählt er immer wie gut er gekleidet ist 😉 An seinem Haus wurde seit dem Krieg nichts renoviert. Die Elektroinstallation ist in einem lebensgefährlichen Zustand.

     

    Aber das ist nicht repräsentativ für einen Millionär.

     

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Ja, von Klaus Zapf habe ich schon gehört. Ich finde, er macht in den Videos einen bodenständigen, netten Eindruck.

    Für mich sind Dinge wie Kleidung, Auto, Schuhe nicht besonders wichtig. Wir Menschen lassen uns schnell von der Fassade blenden. Viel wichtiger ist der Charakter. Was nutzt ein feiner Anzug, wenn die Person einen schlechten Charakter hat?

    Ich finde zum Beispiel Talkshow-Master David Letterman super. Ihm ist der Umweltschutz sehr wichtig. Er hat einen großen Bart und geht im Discounter mit Bargeld shoppen. Er ist extrem bodenständig – trotz all der Millionen:

    http://nyti.ms/2edsfdR

     

    @ Obama

    Meine Tenbagger sind CTS Eventim, SAP, Netflix…

    Meine Pleiten, Pech und Pannen nenne ich besser nicht. Es ist zu beschämend. Verschone mich damit bitte. Ok, eine Firma verrate ich. Sie heißt Cosi. Es war eine kleine Bistro-Frühstückskette. Sie hat Insolvenz angemeldet. Ich hatte mir mal große Hoffnungen gemacht:

    http://timschaefermedia.com/folgen-sie-den-besten-insidern-das-ist-die-soros-strategie/

    In so kleine Firmen investiere ich nicht mehr. Nur noch Große.
     

    @ Markus

    Im Geschäftsbericht findest Du die Performance von Berkshire Hathaway. Der Aktienkurs ist im Schnitt um 20,8% gestiegen, der Buchwert um 19,2%. Insgesamt stieg der Aktienkurs in den 50 Jahren um rund: 1.600.000 Prozent.

    http://www.berkshirehathaway.com/2015ar/2015ar.pdf

  17. Alex

    Requiem for the american dream-noam chomsky…ist eine interessante Doku die ich hier mal nennen möchte.

    Sie wirft ein etwas anderes Licht auf die Reichtumsverteilung

     

    lg alex

  18. Selberdenker

    Das Buffet ein altes Auto fährt ist vielleicht aber auch nur Show.

    Für Superreiche wie Ihn sind doch sicher paar tausend Dollar/Euro für ein neueres sicheres Fahrzeug nur Kleingeld.

    Als Investor von Berkshire würde ich mir also ernste Sorgen darum machen wenn der Vorstandsvorsitzende der Fima in welche ich wegen seinem Können und Wissen Investiere leichtfertig seine Gesundheit, sein Leben und damit seine Arbeits- und Leistungsfähigkeit aufs Spiel setzt.

    Da stimmt doch was nicht in der Logik .

    Aber, wie gesagt, vielleicht ist das mit dem alten Auto auch nur Show.

    Habe mal in einem Buch über Buffet gelesen, dass er regelmässig mit dem privaten Jet zu Konferenzen und Treffen mit Menschen fliegt.

    Das würde auch nicht zur Mentalität eines Altauto-Fahrers passen.

    Glaubhaft wäre es eher wenn er statt Privatjet einen Billigflieger, den Zug mit Bahncard100(oder amerikanisches Pendenat) oder gar eine Pferdekutsche benutzen würde.

    Fazit: Mann soll auch nicht alles glauben was herum-propagiert wird, denn es ist immer auch eine gute Portion Show enthalten um das eine oder andere gewollte öffentliche Image aufzubauen oder zu pflegen.

     

  19. Stefan31

    Buffett macht sich nichts aus Autos. Es interessiert ihn einfach nicht. Er liest lieber Geschäftsberichte, so wie andere eine Autozeitschrift durchblättern.

    Ein Auto das mehr Sicherheit bietet wäre sicher nicht verkehrt, aber sein Fokus liegt eben bei seinem Unternehmen und dessen Wertsteigerung.

    Bei Leuten wie Buffett ist Zeit gleich Geld. Mit der Bahn oder dem eigenen Auto durch die USA zu reisen würde viel zu lagen dauern, deswegen hat er auch NetJets gekauft. Es war ihm aber sogar etwas unangenehm und er wusste zuerst  auch nicht wie er diese „Verschwendung“ seinen Aktionären erklären sollte.

  20. Fit und gesund

    Guter Artikel Tim 🙂

    also leider hab ich nicht das Zeug zum Superinvestor, ich erfülle nur ein Kriterium, ich lebe bescheiden, sonderlich schlau bin ich nicht und mit der Geduld ist dann so eine Sache,

    ich trage es mit Fassung, ich mache mal das Beste aus meiner Situation und investiere einfach weiter, sehen wir dann was dabei rum kommt 🙂

    die Börse ist ein wenig unberechenbar, heute hatte ich auf weiter sinkende Kurse gehofft, nach einem arbeitsreichen Wochenende wollte ich mir heute was „gönnen“, schon geht es in die falsche Richtung, warten wir mal morgen und übermorgen ab…

    zu Klaus Zapf, o.k, also so möchte ich jetzt auch nicht rumlaufen, aber seine Einstellung gefällt mir irgendwie, für ihn war die Freiheit wichtig, grossen Reichtum sollte man möglichst nicht zur Schau stellen, man lebt viel unbehelligter wenn man sich unauffällig verhält da man nicht Ziel von irgendwelchen Neidern wird.

    @PIBE350

    der Artikel ist bezahlpflichtig, aber man kann weitergoogeln…

    Verschwundener Goldschatz: Wie ein Unternehmer 40 Millionen Euro verloren hat – SPIEGEL ONLINE

  21. Markus

    @Tim

    Wo kann man denn z. B. 10, 15 und 20 Jahresrenditen für die einzelnen Aktien im Netz anschauen ohne mit Kurs, Dividende usw. rum zu rechnen?

  22. DivSky

    @TIM,

    hast Du den bei deinen Einmalinvestment in neue Firmen investiert? Also solche Firmen die Tenbagger warden können?

  23. RalfS

    „Kaum ist die Kohle auf dem Konto, wird sie verpulvert. 40% der Deutschen haben keinerlei Vermögen.“

     

    Das ist bei den Amerikanern doch auch nicht besser. Die leben eher noch mehr auf Pump.

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Selberdenker

    Leute wie Einstein, Jobs, Buffett, Zuckerberg oder Lauder sind wirklich bodenständig. Ihnen ist ihre Arbeit extrem wichtig. Sie machen sich nichts aus Luxus. Das ist keine Schauspielerei für die Medien. Sie lesen viel. Lernen. Zuckerberg lernte zum Beispiel Mandarin… Du lernst wohl kaum eine Sprache für die Medien?

    https://www.entrepreneur.com/article/239521

     

    @ Fit und gesund

    Danke! Ja, jeder soll so leben, wie es einem behagt. Ich lerne viel von anderen. Oder lasse mich inspirieren.

    Ich finde zum Beispiel diese Frau in Washington super. Sie fährt kein Auto mehr. Sie fährt mit der U-Bahn ins Büro. Und läuft die 7 Meilen zurück nach Hause. Sie lebt gesünder. Nebenbei schont sie den Geldbeutel und die Umwelt:

    https://www.washingtonpost.com/national/health-science/i-escaped-my-car-and-now-walk-7-miles-home-when-i-work-in-the-city/2016/11/04/2e13b520-9bba-11e6-9980-50913d68eacb_story.html

     

    @ Markus

    In diesem Video zeige ich ab Minute 12 anhand des Amazon-Charts wie der Kurs lief. Links siehst Du die Performance in Prozent – je nachdem wo Du die Maus auf der Zeitachse hinbewegst:

    https://www.youtube.com/watch?v=Kwb1YV1Dkjw

     

    @ DivSky

    Ich investiere eher in große Firmen. Die Kleinen stehen nicht auf meiner Kaufliste.

    @ RalfS

    Das stimmt. Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Ob in Deutschland, in den USA oder Japan. Vieles ist im Überfluss vorhanden. Wir werden von der Werbung massiv heimgesucht. Wir spüren einen permanenten Druck konsumieren zu müssen. Das soziale Umfeld erwartet das auch von uns: Neue Handys, Sofa, Schrank, Auto, Kleidung…. In den USA haben 37% der Bürger nichts gespart. Sie leben von der Hand in den Mund. Altersarmut ist hier genauso ein Problem.

  25. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    ich versuche eigentlich, mich der Stimme zu enthalten. Aber ich frage mich langsam wirklich, welchen Zweck solche Verklärungen erfüllen sollen.

    Der Bengel Zuckerberg hat einen Haufen Kohle gemacht, ob mit seriösen Mitteln (eigenem Hirnschmalz) oder eben doch nur geklaut wie von den Winklevoss-Zwillingen behauptet (siehe auch Film „The Social Network“).

    Ich neide ihm seine Kohle nicht, aber ich würde solche Leute nicht glorifizieren.

    Allerdings kapiere ich absolut nicht, wie man den neureichen Emporkömmling als bodenständig bezeichnen kann. Der hat eher die Bodenhaftung verloren.

    Ich halte es für dekadent, wenn man vier Nachbar-Häuser um sich herum in Palo Alto für $43.8 Millionen aufkauft und abreißen will, weil man sich ansonsten zu eingeengt fühlt mit fremden Leuten um sich herum. Warum kauft der Depp dann nicht irgendwo was mit viel Platz von vornherein?

    Mark Zuckerberg Bought Four Houses Just to Tear Them Down

    Allerdings scheint das Vorhaben Abriss und kleinere Neubauten von der Baubehörde abgelehnt worden sein.

    Der „bodenständige“ Mark hat ja auch ein $100 (oder 200?) Millionen Anwesen auf Hawaii erworben. Ist ja prima, nix dagegen, was soll man auch sonst machen mit der übermäßig vielen Kohlen. Nach dem Motto; Liebe, Schönheit, Jugend usw. vergeht… Hektar besteht.

    Aber jetzt macht er sich mit einer Mauer um sein Anwesen unbeliebt. Die nichts zur Sicherheit beiträgt, aber ein Schandfleck und Ärgernis für die Einheimischen ist:

    Mark Zuckerberg’s stone wall around $200m Hawaiian home sparks anger in neighbors who lost their ocean views 

    Er soll seine Kohle genießen, aber deswegen muss man solche dekadenten Marotten nicht auch noch als „bodenständig-einfaches“ Leben ausgeben.

    Neben seinen Schrottkarren hat er ja auch durchaus noch was Anständiges als fahrbaren Untersatz. Der Pagani Huayra kostet schlappe $1,3 Mio. Aber was soll’s. Sei ihm gegönnt. Für ihn nur Peanuts. Da hat man wenigstens was vom Geld. Solchen Spaß kann man eben als „American Average Joe“ nicht haben.

    Mark Zuckerberg is bound to be one of the first American customers of the exclusive Pagani Huayra hypercar.

    Also mich würde es absolut irritieren, wenn ein junger Neureicher mit Milliardenvermögen solche Sachen nicht machen würde. Ein alter Haudegen wie Buffett muss sich keine Hörner mehr abstoßen. Der hat solche Sachen nicht nötig. Aber auch er sollte sich nicht rechtfertigen müssen, wenn er mal paar Millionen seines Privatvermögens „just for fun“ verkloppt.

    Na ja…

    Heute mal die grünen Zahlen genießen, wer weiß was morgen/übermorgen los ist.

    MS

     

     

  26. AlexanderAlexander

    Ich habe auch eine kleine Anekdote zur Sparsamkeit. John D. Rockefeller war sogar ein ausgesprochener Geizhals. Er hatte zwar ein dickes Auto mit Chauffeur, aber ließ ihn immer nur wenige Liter tanken. Er hatte nämlich festgestellt, dass die Tankwarte die Schecks mit seiner Unterschrift nicht einlösten, da ihnen eine Originalunterschrift mehr wert war, als die paar Dollar Sprit.

     

    Wegen Verlusten, muss man sich nicht schämen. Mir fallen da spontan AHAG Wertpapierhandelshaus, Amitelo ein. Die eine oder andere Pleite vom neuen Markt habe ich verdrängt. Dafür habe/hatte ich auch schon Tenbagger, Drillisch, K+S, Xing. Die meisten lukrativen Unternehmen habe ich allerdings viel zu früh verkauft. Das waren dann meine größten „Verluste“.

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Klar in jedem Leben findest Du Widersprüche. Keine der genannten Personen ist ein Heiliger.

    Warum Zuckerberg die Häuser ringsherum kaufte? Ich glaube kaum, weil er sich so wichtig fühlt und es allen mitteilen möchte. Nein. Ich denke, weil er seine Privatsphäre schützen möchte. Und weil es um Sicherheit geht.

    Solche Leute sind gefährdet. In Deutschland wurden Albrecht, Reemtsma, Springer, Metzler, Schlecker, Oetker und andere entführt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Entf%C3%BChrungen_in_Deutschland

    In den USA ist Kidnapping ein großes Problem.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Kidnapping

    http://www.therichest.com/expensive-lifestyle/money/the-wealthiest-families-that-were-targeted-by-kidnappings/

  28. Felix

    Der Zusammenhang, der hier implizit transportiert wird, dass die genannten Multimilliardäre ebensolche geworden seien, weil sie sparsam leben bzw. gelebt hätten, ist nicht haltbar. Das ist Pippi-Langstumpf-Denken: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

    Dieser, fast schon nicht mehr haltbare Reichtum von Einzelpersonen, hat andere Gründe, die auch im amerikanischen System begründet liegen. Auch der Milliardäre Trump, der jetzt die kleinen Leute besonders anspricht, hat wenig bis keine Steuern bezahlt. Durch Sparsamkeit oder gar Bescheidenheit ist er auch nie aufgefallen – er ist hauptsächlich obszön.

  29. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Felix

    Herr Trump ist vermutlich gar nicht so reich wie er das darstellt. Er hat wohlgemerkt ein großes Vermögen von seinem Vater geerbt.

    Es gibt etliche Studien zum Thema Reichtum. Die Professoren Thomas J. Stanley und William D. Danko haben das zum Beispiel erforscht. Sie sagen, es geht mitunter auf Sparsamkeit zurück.

    Es hat neben der Sparsamkeit mit Intelligenz, den Eltern und Ausbildung zu tun:

    http://www.cnbc.com/2014/05/16/billionaires-are-smarter-study-says.html

     

    Tom Corley führt Reichsein auf Gewohnheiten und Motivation zurück:

    http://richhabits.net

    Dass man gewisse Verhaltensweisen als Reicher an den Tag legen muss, sonst bleibt das Vermögen nicht erhalten, zeigen all die Lottomillionäre, die nach kurzer Zeit mit leeren Taschen dastehen.

  30. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Danke!

    Die Redakteurin hat Recht. Die Leute sollten unbedingt vorsorgen. Das sagt einem ja schon der gesunde Menschenverstand. Wer will von Almosen des Staates abhängen, wenn man die Zeit hat, um zu reisen, zu relaxen.

    Aber warum sparen die Menschen nicht ausreichend? Ein Grund ist der maßlose Konsum.

    Warum geben Menschen mit Dingen an? Auto, Haus, Kleidung, Schmuck, Urlaub, Handy… Sie möchten sich wichtig fühlen. Sie möchten anders sein. Es geht darum, besser als andere zu sein. Sie möchten in der Parade vorne mitlaufen. Sie suchen Anerkennung. Dabei macht die Angeberei arm. Und im Alter stehen sie mit leeren Taschen da und betteln beim Staat um Stütze.

  31. PIBE350

    An Tim: Ja, alles richtig. Aber trotzdem wollen die Meisten früher in Rente gehen, wie gerade im Fernsehen (Das Erste) bei einer Straßenumfrage gezeigt wurde. Das passt nicht zusammen. 😉

  32. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Die Masse möchte immer die Abkürzung gehen. Niemand möchte sich abarbeiten. Ihr Ziel ist: Im Lotto zu gewinnen. Am Strand liegen. In Frühruhestand gehen. Am besten nix arbeiten. Nix lernen. Nix sparen. Und nur Konsum.

  33. PIBE350

    An Tim: Genau, in Deutschland spielen über 20 Millionen Menschen Lotto. Sie schimpfen über Wohlhabende und Reiche, wollen aber gern leistungsloses Vermögen gewinnen. 😉

    Gleich kommt ,,Hart aber fair“ mit einem sehr treffenden Thema: Kampf um die Rente – wähl‘ mich, ich geb‘ am meisten!

  34. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Ja, sie träumen davon zum Chef zu gehen und zu sagen: „Ich bin raus aus dem Saftladen.“

    Sie fahren dann mit dem sibernen Mercedes nachhause. Kaufen eine Villa. Haben Marmorbäder, Edelküchen, Privatpool, Privatkino, eine Yacht, einen Privatstrand, Cocktails, Schaumwein, Putzfrau, Edelrestaurants…

    Sie glauben, das Geld bleibt ihnen ewig erhalten. Sie denken, sie können endlos viel ausgeben. Es ist eigentlich alles dummes Zeug.

  35. PIBE350

    An Tim: Wer heute mit seinem vorhandenen Geld nicht umgehen kann, wird dies auch mit mehr Geld durch einen Lottogewinn nicht können. 😉

  36. RalfS

    Ich kann es echt nicht nachvollziehen, wie viele (auch in diesem Blog) das Reisen als Lebensinhalt ansehen. Würde ich schon manchmal machen, aber doch nicht jedes Jahr. Und in der Sonne am Strand braten: never ever.

    Habe meine Kindheit zwar in der Entfernung von 50km vom Frankfurter Flughafen verbracht. Aber Fernreisen war nie Thema in meiner Familie. Und an meinen Eltern sehe ich heute, im Alter wollen die Leute das überhaupt nicht mehr.

  37. PIBE350

    An RalfS: Ich bin seit 2 Wochen auf Lanzarote. Und wie die Älteren verreisen wollen! Die Flieger und Hotels sind jedes Mal voll, wenn ich in den kühleren Jahreszeiten verreise. Ich liebe Reisen, verreise aber weder auf Pump, noch zu Lasten meiner finanziellen Zukunft. 😉

  38. AlexanderAlexander

    @RalfS

    Ich sehe Reisen nicht als meinen Lebensinhalt an, mache aber nach Möglichkeit 2 Urlaube im Jahr. Ich lerne gerne neue Orte und Kulturen kennen. Man kriegt für vieles einen anderen Blick. Ich weiß auch nicht, wie lange ich reisen kann, daher nehme ich das jetzt mit. Ich merke schon langsam, dass mir Flugreisen über 14-15 Stunden zu viel werden. Ich bin dann aber auch immer froh, wenn ich wieder zu Hause bin 🙂

     

  39. Skywalker

    Hier wird immer mehr und mehr auf all die Idioten geschimpft, die nicht mit Geld umgehen können. Die Mittelschicht sei pleite. Die Neureichen Angeber. Alle Idioten. Außer wir hier im Forum und noch ein paar Frührentner, die mit 26 In Rente gehen konnten dank ETF-Sparplan…, wir haben es verstanden. Wir sparen wo es nur geht, wir kaufen nur bei Aldi und ein Restaurant sieht uns nie von Innen.

    Manchmal ist mir das Ganze zu viel hier. Ich finde viele Ansätze gut, aber warum muss man andere Menschen regelrecht abwerten, weil sie ein anderes Lebensmodell haben? Oder weil sie andere Prioritäten haben? ODer weil sei einfach auf dem Holzweg sind?

    Nachdenkliche Grüße…

     

  40. PIBE350

    An Couponschneider: Auf jeden Fall, sie würde gut in die Finanzblogszene passen.

    An Alexander: Ja, man lernt andere/neue Sprachen, Kulturen, Lebensweisen/-situationen, Flora und Fauna kennen. Durch Reisen habe ich mehr fürs echte Leben gelernt als während der gesamten Schulzeit. Nur 2 Beispiele:

    1. Durch Reisen in ärmere Länder merkt man erst, wie lächerlich viele Diskussionen/Probleme in Deutschland sind. Die ständige Unzufriedenheit in Deutschland kann ich wirklich nicht mehr ernst nehmen. 😉

    2. Ich kann mich mittlerweile in 6 Sprachen mehr oder weniger verständigen. Aus der Schulzeit selbst ist nicht viel hängen geblieben.

  41. Felix

    @ Skywalker

    Weil die anderen klein und dumm darzustellen, einen selbst erhöht, vermute ich.

  42. PIBE350

    Ich habe gerade ,,Die Wahrheit über Geld“ von Raimund Brichta zu Ende gelesen. Er erklärt darin in einfachen und verständlichen Worten unser ganzes (Schuld)geld- und Zinseszinssystem. Angefangen bei der Geldschöpfung durch Bankkreditvergabe. Sehr lesenswert. Die digitale Ausgabe kostet gerade mal 10 Euro. 🙂

     

  43. Frank

    Cool, sehr interessant.

    Eines ist so, man sollte nicht mehr Geld ausgeben als man hat.

    Und manchmal wundert man sich erst über die Ausgaben im Leben, wenn man diese mal über einen zum Bsp. 5 Jahresplan hochrechnet.

    Über Geld nachzudenken lohnt sich immer.

    Und man ist erstaunt was da am Ende dabei herauskommt.

    Man nennt das heutzutage Glaube ich auch den Latte Macchiato Effekt.

    Börse ist ein Thema für sich.

    Meine Meinung ist, dass jeder seinen Weg finden muss.

    Die Psychologie an der Börse darf man nie unterschätzen.

    Die Anlagestrategie von Warren Buffet ist einfach die sicherste die es gibt.

    Ein Unternehmen dann zu kaufen, wenn man einen Dollar für 50 Cent bekommt und es ein Unternehmen ist welches man versteht.

    Aber selbst ein Warren Buffet würde Adidas nicht bei 160 Euro kaufen, nur wenn er wüßte da kommt bald was gigantisches was den Markt aufrollt.

    Er kann nicht nur geduldig sein, er muss es mittlerweile bei seinen großen Investments sogar.

    Von diesem Mann können alle lernen.

    Doch die Börse ist Psychologie und jeder muss seinen eigenen Weg finden.

     

     

     

     

     

     

  44. Oliver

    Ich finde die Vergleiche mit superreichen Leuten auch sehr schwierig. Was Tim bei der ganzen Sache nicht bedenkt ist, dass diese Leute die Reichtumsgrenze überschritten haben. Das heißt, wenn sie einen bestimmten Betrag besitzen, können sie das Geld außer durch Spielsucht oder durch Konkurs kaum noch verlieren. Sie geben automatisch weniger aus, als sie verdienen. Selbst wenn sie sich einen Ferrari oder sonstwas leisten, ist diese Konsumausgabe innerhalb des Rahmens, um positiv zu bleiben.

    Middlehoff z.B. hat seid dem Ausscheiden aus seinem letzten Job keine aktiven Einnahmen mehr gehabt, lauter Verbindlichkeiten mit großen Haus an der Cote d´Azur und Yacht und sicher einigen anderem Spielzeug und das hat ihm am Ende das Genick gebrochen.

    Wenn man von Zuckerberg mit bescheidenen Lebensstil spricht, dann kann ich das nicht so ganz nachvollziehen. Er wohnt in einem sehr großen Haus, hat Sportwägen und jetzt das Mega-Anwesen auf Hawaii gekauft. Für die Allgemeinheit ist das gut. Für ihn selber sicher auch, weil er seine Zeit in einer schönen Umgebung verbringen darf. Aber ob er mit Jeans ins Geschäft geht (er ist immer noch der Chef und kann auch im Bikini hingehen, wenn er das für richtig hält) geht, hat nichts mit Sparsamkeit, sondern mit Bequemlichkeit und weil er es machen kann zu tun. Finde ich auch OK, warum nicht?

    Letztendlich ist einem Reichen auch eine sinnlose Ausgabe egal, weil er weiß, dass er in der Zeit einfach mehr verdient. Das gilt für fast alle Leute hier – mich eingeschlossen – eben nicht. Selbst die, die schon ein großes Depot haben, können nicht so ohne weiteres zum Ferrari-Händler gehen und sich so eine Kiste kaufen. Oder vielleicht einmal, aber dann dürfen sie wieder sparen. Die Vergleiche taugen in meinen Augen gar nix. Sorry Tim.

  45. Ein Mitleser

    Hallo und guten Morgen Tim,

    hier ein aktueller und interessanter Artikel, weil Du ja immer so schön die mehrzahl der Amerikaner als vorsorglich und vernünftig in Bezug auf die Altersvorsorge darstellst…; „Verlorene Generation: USA erleben eine Renten-Krise“, siehe deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/08/verlorene-generation-usa-erleben-eine-renten-krise

  46. Gurki

    @ Matthias Schneider: Vielen Dank für den Beitrag!

    @Skywalker: Recht hast du!

    Ich finde es auch etwas komisch Multimillionäre und Multimilliardäre mit der normalen Mittelschicht zu vergleichen. Ich bezweifle wie gesagt auch ganz stark, dass diese Menschen keine teuren Dinge kaufen oder besitzen. Sicher geben sie weniger aus als sie verdienen, aber ein Gehalt von ein paar Millionen zu ein paar Tausend ist ja auch gar kein Unterschied 🙂

  47. PIBE350

    Tim, ich wünsche dir einen schönen Wahltag! Schade, dass man als Europäer für die ersten TV-Prognosen so lange wach bleiben muss. Vielleicht halte ich bis 4 Uhr deutscher Zeit durch. 🙂

    An Gurki: Das Problem ist das Verhältnis. Wenn ein Multimillionär 100.000 Euro für ein Auto ausgibt, macht das nicht viel aus. Einer aus der Mittelschicht müsste sich demnach einen gebrauchten Dacia (überspitzt ausgedrückt) kaufen. Das machen die meisten Leute aber nicht. Sie leben lieber auf zu großem Fuß. 😉

  48. Stefan

    @ all

    Zur Orientierung… wie groß ist eure größte Position (in % von Gesamt)?

    Bei mir sind’s 15% bei Johnson & Johnson als Größte von 12 Positionen.

  49. Markus

    Bei den bekannten Unternehmern aus der Forbes-Liste würde ich die Sparsamkeit nicht als die Ursache für das Milliardenvermögen proklamieren.

    Es ist das Unternehmen und die Geschäftsidee, die Umsetzung und Vermarktung…

    Weniger Ausgeben als Einnehmen ist sicherlich ein Aspekt, aber nicht die einzige und entscheidende Ursache für Multimillionen- oder Milliardenvermögen innerhalb einer Generation. Es gibt ja auch noch ein paar Vermögen, die über mehrere Generationen entstehen…

    Ein Unternehmer kann viele Kosten auch absetzen. Die Lebenshaltungskosten sind ja für die Masse erträglich. Für besser gestellte Menschen ist es ein Klacks.

    Da geht es dann eher darum keine Dummheiten anzustellen.

    Die persönliche Leistung ist ab einer gewissen Summe nicht mehr entscheidend… da geht es dann eher um die Passion, Anerkennung / Macht etc.

    Rein Vorurteilsmäßig würde ich die Konsum-geile Mittelschicht eher Amerika als Deutschland andichten (sicher gibt es auch einige Konsumfreudige bei uns). Darüber zu motzen, wenn Sie doch das Rad für das leistungslose Einkommen anderer drehen…? Nicht jedes Lebensmodell ist auch für jeden gleich erstrebenswert.

    Keine Ahnung… aber ich vermute die Porsche`s & Yachten sind durchaus nicht ausschließlich nur von Leuten, die es sich alle nicht leisten können… 😉

    Bei den meisten hier geht es ja eher um die ca. 500 k – ein paar 1000er k…

    Ist allerdings je nach Blickwinkel und Betrachtungsweise vermögend oder auch nicht vermögend. 😉

  50. RalfS

    „1. Durch Reisen in ärmere Länder merkt man erst, wie lächerlich viele Diskussionen/Probleme in Deutschland sind. Die ständige Unzufriedenheit in Deutschland kann ich wirklich nicht mehr ernst nehmen.“

    Für diese Erkenntnis muss ich nicht reisen. Das ist mir auch so klar.

    „Ich sehe Reisen nicht als meinen Lebensinhalt an, mache aber nach Möglichkeit 2 Urlaube im Jahr.“

    Mit dieser Aussage widersprichst du dir doch selbst wenn du mit „Urlaube“ Reisen meinst. Ich finde das genauso dumm wie sein Geld für teure neue Autos zu verschleudern.

     

  51. Xaver

    Wolf of the Wall Street:„Wir müssen Sie dazu bringen nicht zu verkaufen, Sie dürfen nicht verkaufen, sonst wird es real.´´
    Als Belfort anfing als Broker zu arbeiten, sein Mentor zu ihm.
    Erinnert mich an die momentane Aktien-Blogger Szene.

  52. PIBE350

    An RalfS: Wir vielleicht, aber die Unzufriedenheit in Deutschland scheint sehr groß zu sein, obwohl hierzulande selbst Sozialleistungsempfänger zur weltweiten Oberschicht gehören. Es wird in der Regel nur nach oben geschaut, nicht auf die Milliarden Menschen unter einem. Gibt man beispielsweise auf http://www.globalrichlist.com das Einkommen bzw. die Kosten eines Sozialleistungsempfängers (Regelsatz, Wohnkosten und Krankenversicherung) ein, landet man schnell bei den obersten 10 Prozent. Wer nach Umverteilung zu seinen Gunsten schreit, sollte sich dessen bewusst sein. Man gehört zur umverteilenden, reicheren Hälfte. 🙂

    Autos und Reisen unterscheiden sich dann nicht, wenn man keinen persönlichen Mehrwert aus ihnen herausziehen kann oder durch sie zu Lasten seiner finanziellen Zukunft lebt. Das finde ich auch ,,unklug“.

    Ansonsten können einem Reisen sehr viel geben. Man verlässt seine Komfortzone und lernt neue Eindrücke kennen. Dazu kommt das Klima. Ich liebe Deutschland, aber zwischen Oktober und Mai bevorzuge ich einfach wärmere Temperaturen. Bei warmem Wetter hat man einfach viel mehr Bock etwas zu unternehmen. Die Lebensqualität und das Wohlbefinden steigen. So empfinde ich das jedenfalls. 🙂

  53. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Ich bin froh, wenn die Wahl vorbei ist. Es war viel Show, viel Wirbel, heiße Luft. Ein Spektakel mit allen möglichen Tricks und Kniffen.

    @ Ein Mitleser

    Ich behaupte nicht, dass die US-Bürger alles besser machen bei der  Altersvorsorge.

    Die Instrumente, die Washington zur Verfügung stellt, sind besser als das, was Berlin mit den Riester-Dingern anbietet. Das US-System ist cleverer aufgebaut. Wer gut verdient und das System nutzt, kann ein erhebliches Vermögen aufbauen. Aber die US-Bürger machen davon nicht ausreichend Gebrauch. Es liegt zum einen an der Armut der Unterschicht. Zum anderen am übertiebenen Konsum (mangelnde Selbstdisziplin und Eigenverantwortung).

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