Stresstest für Börsianer hält an! Öl fällt, Gold im Höhenrausch


New York, 18. Februar 2009

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Gold erklimmt heute ein Elf-Monats-Hoch bei 982,1 Dollar je Unze. Bis die 1000-Dollar-Marke fällt, ist nur noch eine Frage von Tagen. Die Nervosität an den Märkten ist enorm. Gold suchen die Anleger als sicheren Hafen auf. Öl fällt indes immer tiefer. Normalerweise haben sich Öl und Gold über Jahre hinweg stets im Gleichschritt entwickelt. Beide Güter spiegeln in ihren Kursen eigentlich die Inflation wider. Dass sich nun das Gold so weit vom Öl abgekoppelt hat, hängt mit purer Angst zusammen. Wer Gold kauft, shortet im Endeffekt US-Aktien.
Heute taxiert das Öl mit nur noch 34 Dollar je Barrel. Erinnern Sie sich an den Sommer 2008? Seinerzeit kostete das Fass atemberaubende 140 Dollar. Analysten schlugen damals Alarm und warnten vor einer gefährlichen Preisexplosion auf absurde Höhen.
Der Dow Jones hat sich am Mittwoch nach dem starken Einbruch am Vortag auf dem Niveau von 7555 Punkten stabilisiert. Wohin die Reise nun geht? Es sieht ganz danach aus, als ob wir weiter runter rauschen. Erst im Herbst sehe ich eine kräftige Erholung. Genau weiß das jedoch niemand. Nur eines ist klar: Die Volatilität bleibt hoch. Gold und Cash sind derzeit Trumpf! Beides steht für pure Angst.
Grundsätzlich ist es aber so, dass Aktien gerade dann interessant sind, wenn sie von allen gehasst werden. Tun Sie also das Gegenteil, was die Masse macht. Wenn die Furcht am größten ist, ist es ratsam auf der Käuferseite zu sein. Starke Nerven brauchen Sie allerdings. Und natürlich viel Geduld.


tim schaefer (Author)

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