Steuerschnäppchen


New York, 2. April 2008

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Schwer abgestürzt ist das Papier des Steuerbüro-Dienstleisters Jackson Hewitt Tax Service. Der Kurs hat sich binnen Jahresfrist gedrittelt. Der zuletzt gemeldete Quartalsumsatz brach um 15 Prozent ein, die Erwartungen der Analysten wurden um Meilen verfehlt. Zudem ermittelt die Justiz gegen einzelne Franchisenehmer wegen der Abgabe falscher Steuererklärungen.
Im laufenden Jahr sollten allenfalls 1,50 Dollar Gewinn je Aktie zusammenkommen. Die Unternehmensgruppe hat aber durchaus das Potential, mittelfristig wieder mehr als zwei Dollar pro Anteilsschein zu verdienen. Insofern bietet sich in der gegenwärtigen Schwächephase ein idealer Zeitpunkt für Schnäppchenkäufe. Das KGV beträgt weniger als acht. Der aktuelle Kurs 11,81 Dollar.
Landesweit hat das Unternehmen mehr als 6.000 Steuerbüros angebunden. Ohne der gegenwärtigen Probleme gleicht das Geschäftskonzept einer Gelddruckmaschine. So blieben im Geschäftsjahr 2005/06 (endete zum 30. April) unter dem Strich 61 Millionen hängen, bei 274 Millionen Dollar Umsatz. Damit fuhr der Konzern aus Parsippany/New Jersey, eine phantastische Nettomarge von 22 Prozent ein. Der Umsatz wuchs in den zurückliegenden Jahren um durchschnittlich 19 Prozent, der Profit schnellte um 35 Prozent nach oben. 3,7 Millionen Bürger sind Kunden.
Rund 135 bis 140 Millionen Bürger geben in den USA Steuererklärungen ab. Davon greifen 60 Prozent auf Dienstleister zurück. Marktführer in dem Segment ist H&R Block mit einem Anteil von 19 Prozent, gefolgt von Jackson Hewitt mit vier Prozent.
Sie können hier in der Tat ein paar Aktien billig einsammeln. Ich denke, dass sich das Papier im laufenden Jahr durchaus erholt. Ein Kurspotential von 30 Prozent und mehr scheint mir hier auf lange Sicht durchaus drin zu sein. Kaufen Sie! Denn auf Regen folgt Sonnenschein.
Ich traf übrigens das Management voriges Jahr in New York. Sie haben einen guten Eindruck hinterlassen. Ich denke, sie werden das schlingernde Schiff wieder auf Kurs bringen. Gut möglich, dass in ein paar Jahren der Steuerberatungsriese besser als jemals zuvor dasteht.


tim schaefer (Author)

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