So wirst Du finanziell frei: Mindestens 10% sparen. Schulden tilgen. Haushaltsbuch führen. Keine neuen Schulden aufnehmen. Kaufe nur, was Du brauchst


New York, 18. März 2017

Das ist mein Supermarkt im Finanzviertel. Alles billig.


Sobald Du anfängst ein Haushaltsbuch zu führen, wirst Du Änderungen in Deinem Verhalten merken. Du wirst Dich nicht mehr wie ein Kleinkind verhalten. Und immer alles kaufen. Du siehst plötzlich Licht am Ende des Tunnels. Du wirst härter arbeiten. Du wirst Dich im Job mehr anstrengen. Du wirst sehen, Geld bewegt sich in Deine Richtung und nicht mehr weg von Dir. Du wirst versuchen, Schulden so schnell wie möglich zu tilgen.

Es ist alles so einfach: Schulden tilgen. Haushaltsbuch führen. Keine neuen Schulden aufnehmen. Nur kaufen, was Du wirklich brauchst. Spar mindestens zehn Prozent Deines Einkommens. Besser ist mehr. Du musst Dich einfach anders als die Masse verhalten. Ich genieße es, anders als die Meute zu sein.

Wie Du Dein Geld verwendest, sagt etwas über Dein Herz aus. Dein Geldeinsatz zeigt wirklich Deinen Charakter.

Schuldenberater kritisieren zum Beispiel, dass vor allem junge Menschen zu viel im Internet einkaufen. Handy-Verträge und PayTV kommen dazu. Konsumschulden und Autokredite werden aufgenommen. Schnell ist das Einkommen aufgezehrt. Und das Kartenhaus fällt zusammen. Manche verhalten sich noch unverantwortlicher: Wie kann man 409 Euro Grundsicherung erhalten und allein monatlich 450 Euro für Zigaretten verwenden?

Das kann doch nicht auf Dauer gut gehen. Viele Deutsche geben ihr gesamtes Einkommen aus. Sie glauben, ihre gesetzliche Rente und eventuell Betriebsrente/Riester werden ihnen reichen. Das kann ziemlich knapp werden. Am Ende muss das jeder selbst wissen, was einem wichtiger ist. Mir ist jedenfalls die Freiheit viel wert.

Auf Facebook habe ich anhand von 6 Punkten erklärt, wie Du Stress und Ängste abbauen kannst:

Alleine diese enormen Schuldenberge von Hausliebhabern sind es nicht wert, finde ich. Ich schlafe lieber ruhig.

Dann gibt es jene Deutschen, die viel sparen. Sie geben alles in Bausparverträge, Festgeldkonten, Sparbücher, Versicherungen etc. Es ist einfach nur dumm, wenn man das übertreibt. Denn die Inflation frisst das Geld auf. Du solltest niemals große Summen langfristig in Spareinlagen geben.

Geh besser mit Deinem langfristigen Vermögen in Aktien/ETFs. Lern Abschwünge von 20, 30, 40% zu ertragen. Die Börse dreht wieder nach oben. Sie marschiert immer höher – zumindest im langen Schnitt. Mit der Zeit lernst Du mit dem Auf und Ab umzugehen.

Wie der Vermögensaufbau mit Aktien klappt, erkläre ich Dir in diesem Video. Hab vor allem Geduld. Steiger Dein Aktiendepot so langsam wie eine Schildkröte läuft. Langsam ist besser als gar nicht:

Fehlt Dir Geld, esse Reis und Bohnen. Dann kannst Du Dir eben kein Steak leisten. Die täglichen kleinen Ausgaben zählen wohlgemerkt (der Kaffee to go, Nespresso, Essen, Restaurants, Bars…).

Konsumenten ändern erst ihr Verhalten, wenn sie merken, dass sie von anderen gesteuert werden (ihrer Bank, der Werbung, dem neuen Auto…). Erst wenn die Menschen sehen, wie viel Geld sie unnötig zum Fenster rauswerfen, geht ihnen womöglich ein Licht auf. Meistens verdrängen sie solche Erkenntnisse. Aus Bequemlichkeit. Sie bleiben dann Sklaven ihrer Schulden und unendlichen Wünsche.

Unsere heutige Kultur ist wirklich verkorkst. Es besteht Druck, ein großes Haus, flotte Mode, ein modernes Auto zu besitzen. Immer schick, immer toll. Dabei ist es weise, besser ein kleines Haus/Wohnung zu haben. Vielleicht eher zur Miete. Es ist weise, einen Gebrauchtwagen zu fahren. Die Freiheit, um Dein Leben zu genießen, ist es das wert.

Sparen fiel mir immer leicht. Es war zum Teil gewissermaßen angstbasiert. Meine Eltern waren arm, als ich aufwuchs. Ich hatte als Kind Angst vor der finanziellen Pleite der Familie. Das hat mich sehr beschäftigt. Und geprägt.

Ja, mit Geld kannst Du Dir keine Zufriedenheit kaufen. Aber Du kannst Dir wenigstens die Misere ersparen. Die Angst vor der Pleite weicht mit der Zeit.

Ich muss übrigens noch besser beim Sparen werden. Ich gebe zu, dass ich noch nicht perfekt bin. Ich schaffe es nur, 30.000 Euro im Monat zu sparen. Eigentlich war mein Ziel 35.000 Euro. Ich muss also noch besser werden. (Haha, das war ein Witz.) Die Zahl ist aber schön. Ich schreibe sie gerne, vielleicht gewöhne ich mich daran. Und sie geht eines Tages in Erfüllung. Muss aber nicht sein. Ich bin mit dem, was ich habe, zufrieden.

Ich gehe in 1-Dollar-Läden. Die Zahnpasta Aim kostet weniger als 1 Dollar. Ein Markenprodukt.

Da schlage ich natürlich zu. Ananas für 99 Cent. Das kann man kaum schlagen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „So wirst Du finanziell frei: Mindestens 10% sparen. Schulden tilgen. Haushaltsbuch führen. Keine neuen Schulden aufnehmen. Kaufe nur, was Du brauchst

  1. Mr. B

    Tim, jetzt habe ich zweimal große Augen bekommen. Erst die 20 Mio. Dann die 30 k im Monat. Bin immer kurz zurück im Text … Wir haben doch noch gar nicht den ersten April! ; )

    Weiter so und Grüße

    Mr. B

  2. Schieferhammer

    Hallo,

    bin seit längerem ein stiller Mitleser, und möchte mich nun auch mal zu Wort melden.

    Komme aus dem schönen Land Brandenburg und bin 34 jahre jung und bin im öffentlichen Dienst tätig. Leider habe ich erst voriges Jahr damit angefangen mich mit meinen Finanzen zubeschäftigen. Im Mai eröffnete ich ein Konto bei der Onvista Bank und kaufte meine ersten Aktien. Es waren 10stck von Bayer zu 85.50€. Es kamen noch Shell und die Deutsche Pfandbriefbank dazu. Monatlich legte ich ein ETF Sparplan an, es fließen je 50€ in 4 ETF´s.

    Ich habe mir 2 Nebenjobs gesucht, das schwer verdiente Geld wandert sofort auf das Onvista Konto und wird investiert.Ziel ist es das dass Depot dieses Jahr 10.000€ erreicht.

    Natürlich kommt auch der Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto nicht zu kurz, je 100€ monatlich.

    Ich habe noch zu meiner Schande ein Riestervertrag 2013 abgeschlossen, dort fließen auch nochmal 100€ monatlich rein, ich weiß das dass mein größter Fehler war, werde den wohl demnächst still legen. Kündigen würde ich nur verluste machen.

    Ich denke mal ich bin auf einem guten Weg, eine neue Aktie habe ich mir auch schon raus gesucht. Schönes Wochenende euch 🙂

     

  3. Growthinvestor

    Wieder einmal sehr gut geschrieben, ich lese hier seit ca. 2 Jahren mit, auch wenn immer wieder dasselbe kommt. V.a. die Kommentare sind auch sehr interessant.

    Ich bin in der komfortablen Lage ca. 50-65% meines Einkommens sparen zu könne, auch wenn ich mich nicht sehr einschränken muss. Ein Teil kommt aufs Depot, der andere Teil wird kommt aufs Tagesgeldkonto für den anstehenden Hauskauf.

    Meine Strategie ist wie bei Tim Buy & hold, verkauft wird ganz selten. Mein letzter Verkauf war 2014 Nestle, hier agiert mir das Management zu planlos. Ich habe mir diesen Verkauf aber bereits 2-3 Jahre überlegt. Sonst kauf ich immer in Kursschwächen, wo es dzt. schwierig ist aufzustocken. Also sammle ich dzt. Cash. Sonst fahr ich ein sehr konzentriertes Depot mit nicht mehr als 20-25 Werten, wobei die ersten vier Positionen ca 50% des Depotvolumens ausmachen.

     

  4. Mario

    Wenn man den Preis von 0,99 USD für die Ananas betrachtet, weiß jeder, warum es immer Arme in diesem Geldsystem geben muss. Nur so können Vermögen entstehen.

    Bitte nicht falsch verstehen. Die Zahnpasta wird industriell hergestellt. Dort arbeiten Maschinen mit einer Effizienz die ihresgleichen in der Geschichte sucht. Jedoch bei den Lebensmitteln die relativ unverarbeitet sind kann man solche Preise kaum verstehen.

    Ein schönes WE!

  5. Markus Mueller

    Guten Morgen Zusammen,

    ich verfolge auch seit wenigen Jahren die Idee und den Rat von Tim und bin für die Zukunft durchaus positiv gestimmt.

    Aktuell muss ich mich „leider“ intensiv mit dem Thema Fahrzeugkauf beschäftigen. Mein PKW, mittlerweile 12 Jahre alt und 200tkm kommt langsam in die Jahre. Es ist eine Reparatur fällig, die in etwa 1/3 des Fahrzeugrestwerts entspricht. Selbst nach der Reperatur gibt es natürlich keine Garantie, dass das Fahrzeug noch problemlos die nächsten Jahre läuft. Bekanntlich kommen mit der Laufleistung und den Jahren die Wehwehchen. Am liebsten würde ich das Fahrzeug noch X Jahre weiterfahren, auf der anderen Seite sind für mich Faktoren wie Langlebigkeit und Zuverlässigkeit sehr wichtig. Leider musste ich feststellen, dass gute Gebrauchte ähnlich meinem letzten Fahrzeugkauf vor 9 Jahren, aktuell noch mal 4000 – 6000 Euro teurer geworden sind seit meinem letzten Kauf. Es widerstrebt mir, für einen guten gebrauchten PKW mehr als 15.000 Euro zu bezahlen. Auf der anderen Seite möchte ich jedoch wieder die nächsten X Jahre meine Ruhe haben, Laufleistung beträgt 18tkm im Jahr.

     

    Was würdet ihr mir empfehlen? @ Tim: ich weiß, hier ist kein Gebrauchtwagenhandel, ich hoffe die Frage ist dennoch ok, danke 🙂

  6. Mr. B

    Hatte mein Auto gestern auch in der Werkstatt. Der Rechnungsbetrag war dann 3 mal so als gedacht. Hab dann auch kurz überlegt, aber mich für die Reparatur entschieden. Hilft nichts. Ich will nicht aufs Auto verzichten. Würde mich zu viel Zeit kosten und das Auto ist für mich auch ein bisschen Freiheit. Und unterm Strich kann ich es mir ja auch gut leisten. Der nächste wird aber wohl kein Neuer und die deutsche Premiumklasse kann ich glaub auch gut verzichten.

  7. Dennis

    Ich führe schon jahrelang ein Haushaltsbuch und konnte mein Sparquote vom 30 % auf 60 bis 70 % steigern indem ich verschiedene Versicherungen wechselte, unnötiger Konsum vermeide und es ist ein tolles Gefühl das es langsam immer mehr wird und an so Zahlen früher nur im Traum dachte :-).

  8. Caro

    @ Dennis,

     

    tolle Leistung, Hut ab! Kannst du mal konkrete Beispiele nenne, was für unnötigen Konsum du vermieden hast und wie? Ich bin gerade am minimieren, was das angeht.

    @ Markus,

    wir brauchen Auch leider bald, wenn mein Mann keinen Firmenwagen bekommt, ein neues Auto. Es ist erschreckend, wie teuer auch hier wieder alles geworden ist. Leider brauchen, wir das Auto, weil wir uns für ein Leben auf dem Land entschieden haben. Aber mehr als 15 000 will ich Auch nicht ausgeben, mein Mann spricht von um die mindestens 20 000. ..

    Drückt die Daumen für den Firmenwagen 😉

    Vielen Dank,

    Caro

  9. Fabian S.

    Hallo Tim,

    klasse mit dem Video und toller Artikel wie immer 😉

     

    Ich habe mehrere wichtige Fragen. Würde Dich bitten diese zu beantworten, was Du ja immer auch machst:

     

    Zu Warren Buffett: Tim, Warren Buffett hat doch teilweise auf seine damals großen Aktienpositionen für den richtigen Preis ein Jahrzehnt gewartet wie bei der Washington Post. Und er sagt ja auch, dass man gierig sein soll, wenn es kracht. Wieso nicht solange sparen bis ein großer Crash kommt, auch wenn es etw. länger dauern wird?!

    Außerdem wollte ich später mein Depot dahingehend konzentrieren, dass ich nur noch die größten Buffett- Positionen habe: Das wären ja bald die sogenannten „Big Six“, weil ich gelesen habe, dass er noch ausstehende Aktienoptionen von Bank of America hält, die er bis 2021 umwandeln muss und auch will. Damit hätte er doch technisch gesehen eine neue „dritte Position“ in seinem Depot.

    Generell verstehe ich nicht genau wie man seine gößten Aktienposition zählt: Geht man nach der Anzahl der Aktien, wobei die Positionen 4 oder 5 teils mehr Aktien beinhalten als die vorderen oder geht man nach der Marktkapitalisierung?!

     

    Teils habe ich gelesen, dass Apple die neue Nr. 2 in seinem Depot sein soll, nur weil es angeblich ca. 18 Milliarden Marktkapitalisierung sein soll. Aber das ist doch Quatsch! Er hat zwar viel neue Apple-Aktien gekauft, aber in Hinblick auf sein Depot ist das niemals die Nr. 2. !!!

    Außerdem: Kann American Express noch zu den „Big Six“ gehören, wenn sie nur noch 9% Depotanteil betragen und die nächste Platzierung schon bei 7% liegt?!

     

     

     

     

     

     

     

  10. Obama

    @Markus:

     

    Ich fahre selber ein Auto, dass 16 Jahre alt ist und über 330 000 km gefahren ist. Diesen möchte ich auch noch länger fahren.

    Er hat mich bisher noch nie im Stich gelassen und auch jeden Urlaub gute Dienste geleistet.

    Zur Zeit der Abwrackprämie hatten mir alle dringend geraten, den alten Wagen zu verkaufen. Das ist so lohnenswert. Seitdem bin ich jedes Jahr relativ problemlos über den TÜV gekommen, zuletzt sogar ohne Beanstandung.

    Wert lege ich auf eine regelmäßige Wartung (nicht bei ATU). Teilweise fallen natürlich auch mal größere Reperaturen an. Jedoch liegen die Kosten deutlich unter dem Preis eines „neuen“ gebrauchten Wagens.

    Ich denke, dass es ein Glaubensgrundsatz in D ist, dass man ein Auto nach x Jahren verkaufen muss, da er dann in die Jahre gekommen ist. Mein Nachbar macht dieses Jahr keinen Urlaub, da das Auto (ich glaube) 8 Jahre alt ist und man jetzt einen neuen kaufen muss….

    Ich spare im Monat über 10% meines Gehaltes, jedoch möchte ich auf den Urlaub nicht verzichten.

     

    Alles Liebe und ein schönes Wochenende,

    Obama

  11. Sascha von Bankenmärchen

    Sparen darf man nicht erzwingen… es muss einfach von selbst aus seiner Einstellung kommen. Ich will gar nicht mehr ausgeben… wenn ich mich zwinge nicht so viel auszugeben, bin ich unglücklich. Man sollte sich vielmehr von materiellen Dingen befreien. Dann kommt das Sparen von ganz allein.

  12. Ralf

    Auto sind so eine Sache für sich. Ich habe schon sehr viel Pech mit alten PKW gehabt und viel Geld vernichtet. Trotzdem käme mir aufgrund der hohen Anschaffungskosten wohl nie ein neuwertiges Auto her. Derzeit fahre ich einen 18 Jahre alten Opel Astra G Benziner und spule 20.000 km im Jahr damit erfolgreich und zuverlässig ab. Solche zuverlässigen Autos sind wunderbar. Wenn man dann noch eine günstige Werkstatt hat oder das ein und andere kleinere selber machen kann, um so besser. Selbst wenn es nur um das Auswechseln der Reifen oder einen Birnenwechsel geht (was bei meinem alten Auto noch gut geht), kann bereits einiges an Geld sparen durch selbermachen.

    Was ist das Problem der neuwertigen Autos: Mehr Technik=Mehr mögliche Fehlerquellen in Summe.

    Trollgrüße an alle Sparer und Anleger

  13. Der Hobbyinvestor

    Ich bin kein Freund von einem Haushaltsbuch. Wir haben das schon mehrmals versucht. Aber es ist schwierig alles aufzuschreiben und festzuhalten.
    Wir haben zum Glück eine App gefunden, die alle Kontobuchungen automatisch kategorisiert. Das funktioniert unglaublich gut. So haben wir ständige Kontrolle wo das Geld hingeht.
    Man muss halt ein Freund von Kartenzahlung sein. Aber so bekommt man ohne große Mühe 80-90% seiner Ausgaben voll automatisch als Haushaltsbuch.

  14. Frank

    P.S.

    Hab grade gegoogelt, Aim Zahnpasta ist von Church und Dwight!

    Hab ich auch Aktien von, kannst also weiter hier zuschlagen!

    ;))

    Frank

  15. Boris

    Ich führe kein Haushaltsbuch, ich mache das für mich einfacher: Jeden Monat, wenn die Gehaltszahlung eingeht, schaue ich nach, wie viel Geld seit dem letzten Gehaltseingang weggegangen ist. Das lässt sich bei Onlinebanking sehr übersichtlich abrufen. Wenn ich dabei feststelle, dass die sich ergebende Differenz vom üblichen Mittel deutlich abweicht, prüfe ich, ob es da irgendeine Sonderzahlung gegeben hat oder ob ich einfach nur nachlässig im Geldausgeben war.

    Das ist für mich eine ausreichende Kontrollmöglichkeit meiner Einnahme- und Ausgabensituation.

     

  16. Andreas

    @Fabian S.

    Warren Buffet spart auch nicht und wartet auf den großen Crash;) Er hat aber eben immer einen Cash-Anteil und kann so bei einem Crash seine Investitionsquote nach oben fahren. Warum nicht so lange sparen, bis ein Crash kommt? Ganz einfach: dann sparst du vielleicht 10 Jahre lang und dein Geld liegt solange sinnlos rum, keine Dividenden, keine Kurssteigerungen etc. Ich hadere auch etwas mit den teils recht hohen Kursen, fahre deshalb meine Cashquote hoch, das wollte ich ohnehin machen. Aber investiere trotzdem weiter in starke Unternehmen. Und Kaufkurse gibt es jetzt auch. Und es muss nicht immer der gesamte Markt crashen, sondern es reicht ja bei einer einzelnen Aktie ein Einbruch, um da dann zuzuschlagen. Novo Nordisk oder V.F. zum Beispiel. Auch Apple war ja so ein Fall, nach dem die iPhone Absätze rückläufig waren, da ist dann eben Buffet eingestiegen.

    Und ich würde mich auch nicht auf die größten Buffet Positionen versteifen. Da macht man aus meiner Sicht einen Denkfehler. Denn Buffet hat diese Aktien teils vor Jahrzehnten gekauft, aber würde er heute auch noch mal so groß einsteigen? Oder investiert er heute eben in bspw. Apple, weil er da mehr Potential sieht als bei Coca Cola? Bei Coca Cola macht man zwar nichts falsch, aber die Firma ist eben schon extrem gewachsen und kommt beim Wachstum teilweise auch an die Grenzen.

    Wie du deine Gewichtung errechnest? Du setzt einfach den Wert einer Aktie, die sie derzeit in deinem Depot hat in Relation zum Gesamtwert deines Depots. Dann hast du den prozentualen Anteil dieser Aktie am Gesamtdepot.

  17. Mark85Mark85

    An Boris: Am Anfang, als ich noch ein undisziplinierter Schlumpf war, fand ich ein Haushaltsbuch gut und sinnvoll. Mit der Zeit ging das Sparen in Fleisch und Blut über. Seitdem führe ich keines mehr, weil ich automatisch nur noch das kaufe, was ich wirklich brauche.

    Wer die Probe aufs Exempel machen möchte: Zur Überprüfung eine Reise nach Marokko, Ägypten oder Tunesien buchen und sich nach dem Urlaub fragen, ob man wirklich nur die Dinge gekauft hat, die man haben wollte. Das ist das perfekte Training, weil Araber wahre Verkaufsgenies sind. 😀

  18. fptest

    Also ich würde beim Sparen in erster Linie schauen, wo es was zum Sparen gibt. Bei der Zahnpasta ist das nicht der Fall. Ob ich einmal im Monat 1 Euro oder 67 Cent investiere macht für mich keinen Großen unterschied.

    Ich würde erst immer einmal schauen, in welchen Bereichen ich wirklich viel Geld ausgebe und da versuchen zu sparen.

    Für die meisten sollte das die Wohnung, das Auto, die Energiekosten und das Außer-Haus-Essen sein. Da sollte man sich fragen, ob man etwas einsparen kann. Evtl. woanders hinziehen, kleineres Auto, etc.

  19. Jan

    @Caro:

    „Leider brauchen, wir das Auto, weil wir uns für ein Leben auf dem Land entschieden haben. Aber mehr als 15 000 will ich Auch nicht ausgeben, mein Mann spricht von um die mindestens 20 000. ..“

     

    Warum denn so viel? Ein Dacia Dokker oder Lodgy, perfekt für die Familie auf dem Land, kostet neu mit guter Ausstattung rund 13.000 EUR. Dafür bekommst du bewährte Renault-Technik und einen Motor die jede Wald-und-Wiesen-Werkstatt reparieren könnte. Auch meckert das Auto nicht und schickt einen zwangsweise zum Service (wie das Premiumschlitten tun). Wir haben einen Lodgy kurz nach Markteinführung gekauft, da für uns perfekt, und er ist nun 4,5 Jahre alt und hat knapp 100.000km auf dem Tacho (1,6l Benziner). Ich muss sagen: Das Ding läuft wie ein Uhrwerk. Bis dass Verschleißteile (Bremsen, Reifen) getauscht werden mussten, hat der Karren bisher keine Macken gehabt. Nebenbei würde ich niemals auf die ADAC-Werkstattberichte hören, da Premiumfahrzeuge zuerst in die Werkstatt und dann zum Tüv kommen, solhe Autos aber genau umgekehrt: Man geht zuerst zum Tüv, schaut ob er durchkommt und geht dann bei Bedarf mit der Mängelliste zur Werkstatt und lässt nur das richten, was auch notwendig ist.

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mr. B

    Das war halt mal ein Witz. Damit es nicht so langweilig wird mit dem Sparthema.

     

    @ Schieferhammer

    Du bist auf einem guten Weg. Guter Ansatz. Klasse ist, dass Du selbstkritisch überlegst, wie Du es besser machen kannst.

     

    @ Growthinvestor

    Danke fürs Lesen und das Lob.

     

    @ Markus Mueller

    Alles klar. Fragen sind erlaubt. Dazu ist der Blog ja da. Ich bin kein Auto-Experte. Habe seit 10 Jahren keins mehr. Und fahre ganz selten. Ich glaube, ich habe das Autofahren verlernt. Ich fahre am liebsten mit dem Rad, U-Bahn, Bus, Zug. Insofern muss ich die Leser um deren Rat zum Auto fragen.

     

    @ Dennis

    Enorme Disziplin! Prima! Ich sehe die finanzielle Freiheit in Sichtweite bei der Kraftanstrengung.

    So ist es. Wenn man weniger Zeug kauft, fühlt man sich besser. Die meisten denken, das Gegenteil ist der Fall: Je mehr ich kaufe, desto großartiger fühle ich mich.

     

    @ Fabian S.

    Das Warten auf den Crash ist nicht zu empfehlen. Crashs kommen alle paar Dekaden vor. Da musst Du zu lange warten. Korrekturen um 10 bis 19% passieren im Endeffekt einmal im Jahr.

    Lieber stetig sofort investieren. Jeden Monat oder alle paar Monate.

    Buffetts wertvollste Aktienposition ist Kraft-Heinz. Eine große indirekte Position hält er an Bank of America.

    Andere wichtige Positionen sind:

    American Express, Apple, Charter Communications,Coca-Cola, Delta, Goldman, IBM, Moody’s, Phillips 66, Sanofi, Southwest Airlines, United Continental, U.S. Bancorp, USG, Wells Fargo…

    Siehe Seite 19 in dem neuen Aktionärsbrief von Buffett:

    http://www.berkshirehathaway.com/letters/2016ltr.pdf

     

    @ Andreas
    Du hast das super erklärt. Danke!
     

    @ Boris:

    Siehst Du. Da schließt sich der Kreis. Auch sparsame Menschen konsumieren.

  21. Elias Frandsen

    Hallo! Ich lese hier gespannt die Kommentare und frage mich nur wo der Sinn liegt sich dermaßen einzuschränken. Was bringt es mir im Rentneralter Millionär zu sein und die 40 Jahre zuvor nicht gelebt zu haben? Sorry aber Prostata Krebs beim Vater, Brustkrebs bei der Mutter, Diabetes Tod bei der Oma. Ich lebe heute und genieße das Leben als wenn es morgen zu Ende  ist.

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jan

    So sehe ich es auch.

    Warum nicht ein altes Auto kaufen, was nur wenig kostet?

    Dieser Blogger erklärt gut, was man maximal ausgeben soll für ein Auto. Er rät: Ein Monatsgehalt ist ideal für ein Auto auszugeben:

    https://youtu.be/oRIMjdHu2OM

     

    @ Elias Frandsen

    Genau, das ist der Punkt. Ich bin mit Anfang 40 finanziell frei. Ich lebe dort, wo ich leben mag. Die Frührente find ich gut. Ich finde es doof, ständig pleite zu sein. Was soll daran so erstrebenswert sein, bis 60 oder 70 zu arbeiten? Die meisten Menschen gehen mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Es ist doch total bescheuert, sich so lange abzukämpfen, um dann tot ins Grab zu fallen.

    Lieber vorher frei sein. Um das zu machen, was Du schon immer machen wolltest.

  23. Dennis

    @ Tim

    Danke, Tim.

    @ Elias Frandsen

    Man sollte natürlich nicht auf alles verzichten, sondern eher bewusster Konsumieren, wenn ich auf meine Vergangenheit schaue habe ich leider damals auch viel Geld ausgegeben für Sachen dir mir eigentlich gar nichts brachten.

  24. Ex-Studentin

    @Markus Müller

    Wie wichtig ist dir Komfort? Meine Eltern haben sich für rund 10.000€ einen neuen Dacia Sandero gekauft. Wegen vieler Arztbesuche bin ich froh, dass sie endlich ein zuverlässiges Auto und nicht noch zusätzlichen Stress durch die Reparaturen wie bei ihren vorigen Gebrauchten.

    @Tim

    Finde den Tipp mit dem Reis und Bohnen zutreffend! Bzw. jegliches Gemüse. Leckere Soße mit Champignons + Zwiebeln + Frischkäse mit Nudeln und man isst nie wieder was anderes. Man kann günstig kochen oder sich Brote schmieren. Ich war bis letztens Jahr noch Verfechter der warmen Mahlzeit, aber ein leckeres Brot auf der Arbeit tut es nun tatsächlich auch.

    Bei der Zahnpasta nutze ich seit über 15 Jahren Elmex, obwohl diese etwas teurer ist.

  25. Max

    @Dennis & Elias Frandsen:
    Genau das ist das Stichwort: „Bewusster Konsum“. In meinen Augen schafft man somit den Spagat zwischen dem Erreichen der Finanziellen Freiheit und der Zufriedenheit im Heute & Jetzt.

    Zum Thema Auto: Ich habe das große Glück, über meinen Arbeitgeber ein Auto mieten zu können (Kein Firmenwagen!). Es ist schon ein gutes Gefühl, ohne jedliches Risiko (Vollkasko und Wartung inklusive; jedes Jahr wechsel des Wagens) mobil unterwegs zu sein. Ich wohne sehr weit von meiner Arbeitsstätte entfernt. Aufgrund der einfachen Rechnung weiß ich sehr gut, was mich der gefahrene Kilometer kostet. Ich habe mit Kollegen verglichen, die Autos gebraucht kaufen und bin zu dem Schluß gekommen, dass das Mieten für mich eine sinnvolle Art der Mobilität ist. Für mich ist das aktuell bewusster Konsum. Die monatliche Rate ‚tut weh‘, ich schaffe es aber trotzdem, die von mir erreichte Sparrate zu erreichen.

  26. Gurki

    Ich finde 1x am Tag ist eine warme Mahlzeit ein muss! Brot esse ich schon genug auf der Arbeit zur Mittagspause. Und von lecker kann gar keine Rede sein. Zumindest ich habe es satt Brot zu essen. Darum beschränke ich das auch nur noch auf Mittags auf der Arbeit. 25 Jahre Brot reicht 🙂

  27. Max

    @Gurki:
    Du bist mein ‚Mann‘. Ich hasse Brot ebenfalls. Einmal am Tag warm essen in der Firmeneigenen Kantine muss schon sein 😉

  28. chaostrader

    Monatlich legte ich ein ETF Sparplan an, es fließen je 50€ in 4 ETF´s.

    Zu viele ETFs mit Kleckerbeträgen bespart, und 2. was für eine Allokation ist denn das, 4 ETFs mit je 50€, das klingt doch sehr nach „aktivem“ Investieren, ist sicherlich was Exotisches dabei.

    Drückt die Daumen für den Firmenwagen

    1%-Regel kann auch ganz schön teuer werden, ich würd mir das überlegen.

    Haushaltsbuch ist mir viel zu aufwändig. Viel Sparen geht ganz einfach: Jeden Monat, wenn die Kohle eintrudelt direkt einen dicken Batzen aufs Tagesgeldkonto überweisen. Da liegt ja sowieso schon der Notgroschen und der risikoarme (und renditefreie) Anteil des Depots. Man weiss ja ungefähr, was man so ausgeben wird. Wenn z.B. 2500 reinkommen und üblicherweise 1400 gebraucht werden, dann werden halt 1100-1200 gleich mal auf dem TG „versteckt“. Wenn der monatliche Bedarf mal höher ist kann man jederzeit problemlos Geld zurückbuchen. Aber das macht Arbeit, also vermeidet man das, und der geringe Geldbetrag auf dem Girokonto bremst einen automatisch beim Ausgeben. Wenn am Monatsende noch was übrig ist, fein, das geht dann gleich wieder mit dem nächsten frischen Geld aufs TG. Weg ist es und man gibt es nicht mehr unüberlegt aus. Wenn was außergewühnliches passiert und man braucht dringend Geld, dann geht man halt mal schlimmstenfalls einen Tag ins Minus, die paar Cent Zinsen tun auch nicht weh, und bucht dann baldmöglichst wiederwas zurück.
    Wenn mir meine Asset Allocation sagt, ich sollte z.B. 15T auf dem TG haben (10T risikoarm und 5T Notgroschen) und da sind 17T dauf, dann kann ich für 2T ETFs oder Aktien kaufen. Wenn nur 14T drauf sind, dann kann ich eben nichts kaufen und muss warten.

  29. Max

    @Chaostrader:
    Ich mache das ganz ähnlich wie du mit dem Tagesgeldkonto und dem Girokonto. Mein ‚Haushaltsbuch‘ ist ein Gemeinschaftskonto mit meiner Partnerin. Wenn auf dem Gemeinschaftskonto nichts mehr verfügbar ist wissen wir, dass wir zu viel ausgegeben haben. Das kommt zum Glück nicht zu oft vor.

  30. Jan

    Hallo Tim,

    den Youtube-Beitrag habe ich einmal in den Kommentaren eines früheren Blogeintrags gelesen und muss sagen: Er ist genial! So sehe ich dies auch, hätte des den Lodgy damals gebraucht gegeben, ich hätte ihn genommen. Das Problem war, dass praktisch alle anderen gebrauchten Autos die für die damals noch geplante Familie in Betracht kamen (großer und hoher Kofferraum, ESP, Iso-Fix, einfacher Motor ohne anfällige Turbo-Technik, Klimaanlage für längere Autofahrten mit Kind und gute Airbag-Ausstattung) nur unwesentlich günstiger waren als der neue Dacia. Und dafür sind diese schon ordentlich gelaufen gewesen, man kannte den Fahrstil des Vorbesitzers nicht und gerade Autos werden mit zunehmendem Alter teurer in der Wartung und Unterhalt. Letztlich stimmen die Aussagen im Video durchaus, WENN das Auto nur zur eigenen Fortbewegung dienen muss. Sobald „Sondernutzungen“ dazu kommen, bei uns: Kind, Kinderwagen, Platz für einen Rasenmäher und genügend Raum um Familienreisen zu überstehen, muss man das etwas relativieren. Aber auch unsere Karre wurde bar bezahlt. Mich hätte es damals fast vom Hocker geschlagen als der Verkäufer sichtlich irritiert waren, dass wir NICHT finanzieren wollen (oder besser müssen). P.S.: Absurderweise sind Dacias die Preisstabilsten Automobile auf dem Markt. Klar, wer wenig zahlt, der kann wenig am Wiederverkaufswert verlieren.

    Diese Aussage „Fehlt Dir Geld, esse Reis und Bohnen.“ finde ich hervorragend! Sie bringt etwas plakativ all das zum Ausdruck, was ich mir so oft bei vielen  Zinssklaven im Stillen denke. Aber genau dann denke ich auch, dass genau diese Konsumknechte meine Rendite sichern und zucke mit den Schultern. Gib nicht auf, Tim. Aber zieh nicht zu viele auf deine Seite. 😉 😀

  31. Ex-Studentin

    @Frank

    Haha, sehr gut! 😀 😀 Ich sollte mir wohl auch colgate-Aktien besorgen. Ich bin übrigens besonders hart und nutze elmex auch am Morgen!

  32. Frank

    @ ex studentin,

    hab mir mal den Spaß gemacht zu sehen welche Marken meine Aktien im Portfolio abdecken:

    Chlorhexamed, Sensodyne, Parodontax, Odol, Dr. Best, Corega

    –> Glaxo

    Colgate, Meridol, Aronal, Elmex, Dentagard

    –> Colgate

    Pepsodent, Aim

    –> Church und Dwight

    Blenda med, Oral B, Blenda Dent

    –> Procter

    War mir so auch nicht klar!

  33. j.hotzenplotz

    @ Frank: Hast Du nur Zahnpasta im Depot ? 😉 Gibt es da eine Studie, daß sich die Menschen in Zukunft öfter die Zähne putzen werden? Auf der anderen Seite: mit steigendem Wohlstand werden immer mehr eine elektr. Zahnbürste nutzen, und damit geht die verbrauchte Zahnpastamenge 50% South…gut, daß Du P&G drin hast, dann gleichst Du das mit OralB aus 🙂

    @fptest: das Problem ist nicht die eine Zahnpasta, wo Du einmal im Monat € 1,00 anstatt € 0,67,also 50% mehr ausgibst. Das Problem ist, daß man jeden Tag dutzende Dinge einkauft, die man 50% teurer oder eben nicht einkaufen kann – bei einer mehrköpfigen Familie kann man aber ordentlich €€€ sparen…

  34. Chridope

    @ Frank

    Das Video von Tim zu den Konsumgüterherstellern (P&G, Kimberly, Church and Dwight) im Supermarkt ist ja auch legendär!!!!

    Lieber Tim, bitte mehr davon

  35. Couponschneider

    @Elias Frandsen

    Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit. „Ich lebe heute“ halte ich für einen dummen Spruch, um idiotischen Konsum zu rechtfertigen:

    https://couponschneider.blogspot.de/2013/07/ich-lebe-heute.html?m=0

    In die gleiche Richtung geht: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“:

    https://couponschneider.blogspot.de/2017/01/aufgespiet-das-letzte-hemd-hat-keine.html?m=0

    Aus dem Umstand, dass man heute lebt und nicht erst morgen, sollte man vielmehr die Zahlungen in die Rentenkasse einstellen, oder etwa nicht? Riester und Rürup sind noch größerer Schwachsinn. Aktien sind gut, weil man Vermögen schafft, das sowohl als Altersvorsorge als auch als Hinterbliebenenschutz fungiert.

    Ich kann nicht so leben, als würde ich morgen schon krepieren. Dann könnte ich aufs Zähneputzen verzichten. Da Tim die Markenzahnpasta „Aim“ benutzt, geht er von einem längerem Leben aus.

    Übrigens muss man nicht Bohnen mit Reis essen, um zu sparen. Ich hatte heute Pizza Margherita, selbst gemacht! Schmeckt absolut super und ist superschnell gemacht und wahnsinnig günstig. Ich komme auf Zutatenpreise von ca. 50 Cent pro kreisrunder Pizza Margherita. (Auch wenn man etwas besseres Olivenöl verwendet.) Wo der Spaß ist, die Pizza vom Lieferservice kommen zu lassen, ist mir ein Rätsel. Lebt man mehr, wenn man sich die Pizza fertig liefern lässt? Oder wenn man die fertige Wagner-Pizza nur in den Ofen schiebt?

  36. Chridope

    @ Tim

    Genau diese Videos meinte ich. Sind beide top. Ich habe kurz danach mein Depot angepasst und es nicht bereut. Church und Dwight war mir bis dato unbekannt.

    Beste Grüße an alle, die diesen Blog regelmäßig verfolgen und mit Ihren Berichten bereichern

    Chridope

     

     

  37. Frank

    @j.hotzenplotzm

    ne, nicht nur Zahnpasta ;)),

    @ chridrope,

    danke für den Videohinweis.

  38. Tommy

     

    Hallo zusammen

    Ich schreib hier auch mal was, ich bin 43, stamme aus einer Familie die von Sozialhilfe gelebt hat (alleinerziehende Mutter mit 5 Kindern), bin jetzt selbst geschieden und muss für 2 Kinder Unterhalt zahlen. In meinen 20igern hab ich mal sehr schnell sehr viel Geld an der Börse verdient, in  der Spitze war ich bei 420000 DM, im Jahr 2003 waren davon noch 1300 Euro übrig, ihr wißt schon, Neuer Markt usw., d.h. ich musste wieder bei 0 anfangen mit 30 Jahren.

    Nach 5 Jahren Ehe dann Scheidung in 2008, Neubeginn in einer Kellerwohnung, total am Arsch. Mein Verdienst liegt ziemlich im Durchschnitt, seit 3 Jahren schaffe ich es psychisch und körperlich nur noch 3/4 zu arbeiten. Trotz alledem habe ich es in den letzten 14 Jahren geschafft ein fast abbezahltes kleines (günstiges) Haus zu besitzen, 35000 in Altersvorsorge zu sparen (dazu noch Sonderzahlungen in Betriebsrente) und meine Aktiendepot auf über 70000 Euro zu steigern, mir ein neues Auto zu kaufen, dazu noch 5000 Euro in Gold und Silbermünzen, meine Sparquote beträgt aktuell maximal 400 euro / Monat in Aktien, wenn ich mich sehr anstrenge (z.b. nur 200 euro im Monat ausgebe)

    Wie hab ich das geschafft? Ich habe nicht rumgezockt, sondern nur konsequent den Markt beobachtet und vor allem Turnaroundaktien gekauft (fast nur largecaps) aber auch oft discounter auf Aktien und Indizes wenn die Märkte eher oben war, so dass ich die Korrekturen nicht voll mitgemacht habe (z.b. 2008), Pfandflaschen mitgenommen, mit dem Fahrrad zur Arbeit, möglichst günstig gewohnt immer (die Raten vom Haus sind etwa so wie Miete), ein festes monatliches Budget vorgehalten, Wildkräuter gesammelt, Hosen bei Aldi gekauft, Boni bei Gas und Strom mitgenommen sowie bei Girokonten, besitze so gut wie keine Versicherungen, immer gefragt „brauche ich das wirklich jetzt“ vor Käufen……ich hatte noch nichtmal Glück oder so mit Highflyern (wie damals Ende der 90iger) sondern hab nur mein Ding konsequent durchgezogen mit überschaubarem Risiko wo ich versuche die Wahrscheinlickeit auf meiner Seite zu haben (ich bilde mir auch ein, ein gutes Gespühr für Kursverläufe zu haben, habe die letzten Jahre immer den Dax outperformt, teilweise deutlich) Es ist nicht so das ich nicht gelebt hätte oder mir nichts gegönnt hätte, war in den USA, und 2 x Teneriffa und diverse andere Urlaube, hatte nach der Trennung noch weitere Beziehung, leider gerade wieder im Eimer.

    Es ist wie ein innerer Antrieb, meine Mission die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, vielleicht aus der Notsituation in der Jugend. Sparen ist total out im Moment im Bekanntenkreis, gestern hatte ich die Wahl ins 3 D Kino, Cocktails schlürfen und Essen gehen oder zuhause bleiben, bin zuhause geblieben und hab mir von dem gesparten Geld heute eine neue Jacke gekauft, morgen gehe ich mit Freunden wandern, das ist kostenlos.

    Lieben Gruss, Tommy

  39. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Genau. Es wird in der Konsumgesellschaft alles gerne durcheinander gewirbelt. Was günstig ist, gilt als uncool. Was teuer ist, muss gut sein, denkt der Konsumgeile. Es geht um Status, um Anerkennung durch andere.

    Wenn Du erzählst, Du hast Reis, Bohnen und Gemüse zuhause gekocht, rümpfen Konsumgeile die Nase. Sie wollen hören: „Ich war gestern mit der Familie im Steakhaus. Wir hatten gegrillte Riesengarnelen. Dazu einen schönen Wein für 80 Euro. Riesige Steaks vom Holzkohlengrill. Wilder Lachs aus Alaska. Spargel aus Südamerika. Eisbombe, Käsekuchen…“

     

    @ Chridope

    Ja, Church & Dwight ist ein Dividendenwunder. Gratulation

    http://www.simplysafedividends.com/5-dividend-stocks-that-powered-through-the-financial-crisis/

  40. Apfelbaum01

    Ich führe kein Haushaltsbuch. Dafür habe ich mir ein erfolgreiches Sparsystem  überlegt. Mein Gehalt kommt auf mein Hauptgirokonto, von dem auch alle laufenden Kosten abgehen. Ich buche dann gleich möglichst viel auf mein Tagesgeldkonto. Für die täglichen Ausgaben habe ich ein zweites Girokonto (ohne Dispo), auf das ich mir nur einen geringen Betrag überweise. Dann versuche ich möglichst alles bargeldlos vom Giro2 zu bezahlen. So werden die täglichen Ausgeben gut dokumentiert und ich bin einer geringeren Versuchung ausgesetzt, als mit Bargeld in der Hosentasche. Und für Notfälle habe ich ja auch eine Karte vom Giro 1.

  41. Christoph

    @TOmmy: Kompliment!!! Andere hätten bestimmt den Kopf in den Sand gesteckt. Echt Hochachtung. Und gute Besserung.

     

    Also wieso ein Haushaltsbuch arbeit macht verstehe ich nicht. Ich habe mir per Google Tabbelen einfach eines selbst gemacht.

    Nach Jahren und Monaten gegliedert. Einfach dann die festen Kosten eingetragen und dann muss ich nur noch die Kosten eintragen die sonst so anfallen. Eigentlich ziemlich easy und nicht wirklich arbeit. Alle paar Tage mal 5 Minuten das reicht dicke.

     

    Also Dacia ist ja schön und gut aber man sollte auch überlegen ob nicht gewisse Sicherheitsstandards sinnvoll sind. Die könnten einem das Leben oder vielleicht ein Bein/ Arm etc retten.

     

    Apropros Ziele: Ich habe nun monatlich meine Lebensmittelkosten durch die Dividenden gedeckt.

    Bisher waren meine Ziele ja: GEZ frei, Strom frei usw. Nun habe ich stattdessen die Lebensmittel frei. Tolles Gefühl.

     

    Meine nächsten Ziele: 2024 Mietfrei wohnen, 2030 Finanziell frei zu sein und 2035 in „rente“ gehen.

    Finde es ist wichtig sich auch gewisse zeitlich Ziele zu stecken. Denn ein Ziel in 20 Jahren das ist noch extrem weit weg. Aber in 5 Jahren zB damit kann man deutlich mehr anfangen.

  42. Caro

    @ Tommy,

    Toll, klasse Leistung. Wie Tim immer sagt, ist halt Selbstdisziplin das A und O. Immer abwägen, lohnt sich das Restaurant oder ist das schon die neue Jacke.

    @ Elias Fransen

    Es gibt einen guten Mittelweg, heute ohne sinnlosen Konsum zufrieden zu sein und es später gut zu haben, da die wirklich schönen Sachen nicht viel kosten und es auch keine Marken und keinen Luxus braucht, um gut zu leben und glücklich zu sein.

    Grüße, Caro

  43. Delura

    @Christoph

    Ich decke mit meinen Nettomieterträgen und den Nettodividenden z.Zt. meine eigenen Mietkosten, meine private KV, das Hausgeld meiner fremdvermieteten ETW, Telefon und GEZ komplett ab.

    Das nächste größere Ziel ist die (noch bestehende) Kreditrate für die ETW zu decken. Ich denke Mitte diesen Jahres ist das geschafft. Die FF strebe ich zum 01.01.2023 an. Noch 2.105 Tage – BRUTTO 🙂

    Highlights der letzten 14 Tage – der Zinseszinseffekt: Sixt und BMW haben beide die Dividende um ca. 10% erhöht. Das entspricht in etwa einem (bei mir monatlichen) Zukauf. Das ist richtig klasse.

    Glück Auf!

     

  44. Dorothea

    Also lieber Tim, das mit dem Käsekuchen lasse ich nicht gelten. Ich liebe Käsekuchen und er ist günstig in der Herstellung und sehr sättigend. Die Zutaten kannst du preiswert einkaufen, Mehl, Zucker, Butter, 2-3 Eier, 1kg Magerquark und vielleicht ein Päckchen Vanillepudding. Das kostet doch alles kaum etwas. Im Ergebnis kommt ein überaus leckerer Kuchen heraus von dem du drei Tage leben kannst, die Kalorien geben es jedenfalls her.

    Also ihr Lieben, mal statt Bohnen mit Reis zum Käsekuchen wechseln. Rezepte mit Varianten (Mohn, Sauerkirschen u.ä.) können bei mir angefordert werden.

    🙂

  45. Schieferhammer

    @chaostrader Exoten sind nicht dabei habe den MSCI World, Euro Stoxx 600, MSCI EM, Select Dividend 100.

     

  46. Frank

    Mist,

    jetzt hab ich Lust auf Käsekuchen. Hoffentlich hat meine Tanke Magerquark 🙂

  47. Oli garch

    @ Tommy

    Alle Achtung! Ich bin auch schon oft auf die Nase gefallen. Vor allem wegen Frauen. Doch du übertriffst mich da bei weitem.

    Du kannst sehr Stolz auf deine Leistung sein. Und mich freut es sehr, dass es Menschen wie dich gibt, dies unterstützt mich in meinem Vorhaben wieder reich zu werden.

    In der Zwischenzeit bin ich glücklich verheiratet, erstmals mit einer Frau der richtigen Frau. 🙂

  48. Markus Mueller

    Guten Morgen Zusammen,

    vielen Dank für die vielen Rückmeldungen zum Thema PKW.

    @MrB: auf das Auto möchte ich auch nicht verzichten. Zur Arbeit benötige ich den PKW. Mit den Öffentlichen wäre  einfache Strecke, ein einstündiger Mehraufwand erforderlich. Das sind in der Woche 10 Stunden…viel Zeit und Freizeit ist ein kostbares Gut 🙂 Auch kommt ein Umzug nicht in Frage. Ich habe eine kleine schöne Wohnung, die genau meinen Vorstellungen entspricht. Die Natur unmittelbar vor der Haustür, darauf möchte ich auch nicht verzichten. Auch sind die Mieten die letzten Jahre in meiner Gegend extrem gestiegen und zugleich das Angebot eher bescheiden.

    @Caro: ich drück dir die Daumen, dass es mit dem Firmenfahrzeug klappt. Wenn nicht, bin ich zuversichtlich, dass du deinen Mann überzeugen wirst, dass auch ein Fahrzeug bis 15k ausreichend ist.

    @Obama: Ja das ist leider ein allgemein deutsches Problem. Nicht nur ein Glaubensgrundsatz, sondern nach wie vor ist das Auto, wie auch Tim schon wiederholt erwähnte, ein Statussymbol „schaut alle her was ich habe“. Der Deutsche ist leider sehr materialistisch veranlagt. Da gibts oft keine „Kosten-Nutzen-Analyse“ es wird einfach gekauft. Ein Auto ist für mich nur ein Fortbewegungsmittel um von A nach B zu kommen, gibt mir sonst nichts, ein toter Gegestand den ich nicht mit ins Grab nehmen kann. Ein toller Urlaub dagegen, Erlebnisse, also diese Erinnerungen bleiben für immer.

    @ Ralf: freut mich, dass du mit deinem 18 Jahre alten Opel so zufrieden bist. Bei den gebrauchten „älter als 8 Jahre“ ist es halt leider oftmals wirklich ein Glücksspiel.

    @ Jan und Ex-Studentin: die von euch genannten Dacia sind mir persönlich zu groß. Auch wenn sie in der Anschaffung gegenüber Premiumherstellern günstiger sind, ist der Wertverlust wie bei jedem anderen Neufahrzeug in den ersten 3 – 5 auch immens hoch. Auch der nächste Gebrauchte sollte mindestens acht Jahre halten. Da bin ich bei Dacia und dann einer Fahrleistung von mehr als 120 – 140 tkm skeptisch. Mein vorheriger Gebrauchter, günstiger Hersteller, hat auch bei 140 tkm das Zeitliche gesegnet.

    @Ex-Studentin: Komfort ist mir nicht wichtig. Mein jetziger hat viel Ausstattung, Sitzheizung, Schiebedach, Navi usw. alles „nice to have“, muss ich aber nicht haben. Glücklicherweise habe ich den damals wirklich sehr günstig bekommen, war ein Glücksgriff.

     

    PS: da es ja auch um Zahnpasta ging, greift zu Odol Med 3  -> Glaxo 😉

  49. Caro

    @ Markus Mueller,

    vielen Dank. Falls es nicht klappt, denkt mein Mann, daran den Job zu wechseln. Aber auch aus anderen Gründen natürlich, nicht des Wagen wegens. Es ist mal an der Zeit. Da sollte dann sogar mehr Gehalt und eventuell auch ein Firmenwagen drin sein. Ansonsten muss ich Überzeugungsarbeit leisten.

    Wir denken eventuell auch über Langzeitmiete nach, er vergleich gerade Preise, denn da sind dann Leistungen mit enthalten wie Wartung, Versicherung etc. Muss  man sich mal näher anschauen. Denn so 15 000 € auf einmal weg, das tut schon weh…

    Dann ist eventuell auch bald noch ein neuer Durchlauferhitzer nötig, der alte streikt immer öfter…

    Ich weiss garnicht wie die Leute das machen, die nichts zur Seite legen…

     

    LG, Caro

  50. Jan

    Lieber Christoph,

    der Dacia erfüllt alle Sicherheitsnormen gut. Ich weiß nicht, was du mit „Also Dacia ist ja schön und gut aber man sollte auch überlegen ob nicht gewisse Sicherheitsstandards sinnvoll sind. Die könnten einem das Leben oder vielleicht ein Bein/ Arm etc retten.“ meinst. Siehe auch: 
    http://www.euroncap.com/de/results/dacia/lodgy/10918

     

    Der Van hätte vermutlich auch den 4. Stern erhalten (leider ist das nicht transparent), hätten die Tester nicht einfach unverschämterweise ein Modell ohne ESP getestet. Man muss wissen: Das ESP gibts für 0,00 Euro „oben drauf“, es ist also kostenlos. Aber nicht für deutsche Kunden: Hier muss das ESP zwingend gewählt werden, ein Abwählen ist nicht möglich! Ebenso interessiert mich der Passantenschutz wenig. Die Sicherheitsleistung bei Insassen und Kinder geht völlig in Ordnung. Und dank großen Maße, sich verschärfenden ncap-Tests und Iso-Fix würde ich behaupten, ist der Van sicherer als so manches alte KFZ.

    Der Dacia Sandero ist z.B. ein Jahr später mit ESP getestet worden und hat trotz bei diesem Modell fehlende Gurtstraffer 4 Sterne erhalten.

    Nebenbei hat der Lodgy den ebenso nicht in die Gesamtwertung einfließenden optionale Geschwindigkeitsbegrenzer in den meisten Ausführungsvarianten außer der Basisausführung (bin ich durch so etwas wirklich sicherer unterwegs?).

    Als Versicherungskaufmann habe ich einmal vor Urzeiten auch in KFZ gearbeitet. Ich kann dir bestätigen, dass die schweren Unfälle eher auf PS-Leistung (hat er wenig), unvernünftige Fahrweise (wer zum Teufel will mit nem Dacia angeben 😀 ) und auch die Bereitschaft mit Alkohol sich hinters Steuer zu setzen zurückzuführen sind. Kein KFZ rettet dir das Leben, wenn du auf der linken Spur auf der Autobahn frontal verunglückst. Die meisten Menschen überschätzen die Sicherheitsleistung von Automobilen, wenn es um die Geschwindigkeit und Kollision mit unnachgiebigen Hindernissen (Wände, Pfeiler, Bäume, usw) geht.
    http://www.focus.de/auto/ratgeber/unterwegs/crashtest-mit-tempo-80-10-km-h-entscheiden-ueber-leben-und-tod_aid_326298.html
    Sicher, es ist wie jede Wahrscheinlichkeit, sie ist immer relativ. Es reicht letztlich ein Unfalltoter, wenn du es selbst bist. Aber das gilt auch für einen Audi.

  51. Christoph

    @Jan

    also beim frontcrash bleibt beim dacia die insassenzelle nicht stabil.

    beim ford smax zb schon.

    und natürlich überlebt man dann im smax eher als im dacia.

     

    ich schaue beim auto schon auf gewisse dinge.

    ich zahle zb lieber 30 euro mehr bei den reifen und hab gute anstatt irgendwelche reifen von sonstwem. denn auch 5 meter beim bremsweg können viel geld und vor allem leid ersparen.

    https://www.adac.de/infotestrat/tests/crash-test/detail.aspx?IDtest=541

     

    https://www.adac.de/infotestrat/tests/crash-test/detail.aspx?IDtest=481

  52. Obama

    @Tim

    Du sprichst in dem Podcast mit dem Finanzrocker von dem Buch von Charles Alice (??) „Winning the loosing game“ (?) Kannst Du mir den Namen des Autors exakt nennen und den deutschen Titel ?

    Danke !

     

    Schönen Sonntag @all !

    Obama

  53. chaostrader

    http://www.fuw.ch/article/der-chart-des-tages-1018/

    Immer wenn die US-Börse in der Vergangenheit so teuer war wie jetzt, verlor sie in den drei Folgejahren zwischen 8 und 15% an Wert – pro Jahr. Inklusive Dividenden.

    Hussman hat auch andere Zeitspannen ausgewertet: achtzehn Monate sowie fünf und zehn Jahre. Das Resultat? Wer zu Preisen kaufte, wie sie heute vorherrschen, musste ausnahmslos Verluste einstecken. Das Einzige, was sich änderte, war deren Ausmass.

    Nur weil letztens mal jemand behauptete, Sharpe etc. hätte keinerlei Bedeutung mehr.

  54. StefanStefan

    Tut mir leid aber ein Dacia…das geht gar nicht.

    Finde die Autos wirklich schlimm. Hässlich, unsicher, billig in der Verarbeitung. Im Innenraum gibts giftige Chinadämpfe vom Plastik. Nein danke!

    Ich kann niemanden ernst nehmen der so ein Auto fährt. Ein bisschen Stil muss schon sein.

    Sparen ja, aber nicht um jeden Preis.

    Dann lieber einen billigen Kleinwagen wie VW Up oder Polo.

  55. Heinz

    Hallo Tim,

    du bist ja Nebenwerteexperte. Ich bekomme von einigen kleineren „Klitschen“ wenig Infos, selbst auf der IR Seite des Unternehmens schaut es manchmal mau aus. Teilweise wird auf extern hinterlegte Reports verwiesen, die aber erst nach Registrierung einsehbar sind oder der Link funktioniert nicht. Wo kann man sich denn noch gut informieren, wenn ein Unternehmen nicht so gut von Analysten gecovert wird…

    Hast du da Links oder Tipps ?

    Letztens habe ich hier nach
    L Brands; WKN: A1T7NF gefragt und keine Antwort erhalten.

    Was haltet Ihr denn von denen ? Ich suche noch nach Gründen dafür und dagegen.

    Ich würde mich über Meinungen oder Hinweise freuen…

  56. Jan

    Schon mal mit einem VW Up oder Polo eine Familie inklusive Babyschale, Wanne und Gestell in den Urlaub transportiert? Viel Erfolg! Für Familien bleibt dir nur ein Kombi oder Van. Nebenbei ist der Up mit 80% im ncap nicht wesentlich vom Lodgy mit 77% in Punkto Sicherheit für Kinder entfernt. Ich bin früher Opel Corsa gefahren und kenne die Tücken des Kleinwagens. Nein, danke. Achso und Chemiegeruch habe ich nicht festgestellt. Bei Auslieferung hatte er den typischen Neuwagengeruch. Warum auch nicht? Die Teile des Lodgy kommen fast ausschließlich vom Renault-Sortiment oder dessen Zulieferer. Die Teile haben sogar fast alle die Renault-Teilenummer. Die Motoren finden sich sogar beim Daimler wieder, so schlecht können sie also nicht sein. Nur, dass beim Daimler der gleiche Motor vermutlich ein Vielfaches kostet. Marge eben. Und wer denkt, dass für Dacia z.B. extra eigene Bremssysteme oder Airbags konstruiert und gefertigt werden, der kennt sich leider nur wenig in der Automobiltechnik aus. Diese Systeme werden von jedem Hersteller von Zulieferern aus dem Katalog zugekauft. Neueste Technik ist es nicht, dafür bewährte Technik. Aber die neuste Technik hättest du auch nicht in einem 2011er VW Up. Dafür gleiche Technik die auch noch ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

     

  57. Stefan Meisel

    @ chaostrader

    Falsch. Ich habe das zuletzt selbst ausgewertet. Hier die 10-Jahres-Renditen (inkl. reinvestierter Dividenden) des S&P 500, wenn man zu Zeiten hoher Markt-KGVs investiert hat:

    Ende 1991 (KGV 25,9): 13,5% p.a.
    Ende 1997 (KGV 24,3): 6,0% p.a.
    Ende 1998 (KGV 32,9): -1,4% p.a.
    Ende 1999 (KGV 29,0): -0,7% p.a.
    Ende 2000 (KGV 27,6): 1,2% p.a.
    Ende 2001 (KGV 46,2): 2,8% p.a.
    Ende 2002 (KGV 31,4): 6,7% p.a.

    (alle Zahlen vor Inflationsbereinigung und logischerweise auch vor Gebühren und Steuern)

    (Nur in den letzten 5 Zeiträumen war das KGV mindestens so hoch wie heute.)

    Daraus kann jeder seine eigenen Schlüsse ziehen. Deine Aussage bezüglich der 10-Jahres-Zeiträume ist jedenfalls falsch.

    Hier mein Beitrag dazu: https://stefansboersenblog.com/2017/02/10/sp500-rendite-kgv-cash/

    Davon abgesehen gibt es in jeder Marktphase fair bewertete oder sogar unterbewertete Qualitätsunternehmen.

    „Geben Sie den Versuch auf, die Bewegungsrichtung des Aktienmarktes, der Wirtschaft, der Zinsen oder Wahlergebnisse vorherzusagen, und hören Sie auf, Geld an Menschen zu verschwenden, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Studieren Sie die Fakten und die finanzielle Situation, bewerten Sie die Zukunftsaussichten des Unternehmens und wenn alles zu Ihren Gunsten steht, kaufen Sie. Viele Menschen investieren ungefähr so, als würden Sie den ganzen Abend pokern, ohne ihre Karten anzuschauen.“ (Peter Lynch)

    Viele Grüße, Stefan

     

  58. Christoph

    @Jan

    ob logan oder lodgy macht keinen Unterschied

    ist gleich schlecht. soll ich wegen ein bisschen geld eime instabile fahrgast Zelle nehmen? nein danke.

    @All. das mit dem crash ist ganz einfach.

    ab ca 25% spricht man von einem.

    im juni war der dow bei 17.1 nun isser bei 21k. das sind 25%

     

    Wenn jemand bei 18k sagte ich warte auf den crash  ( 18 auf 21 sind über 20%) und der dow crasht wirklich jetzt dann landet er bei knapp unter 18k.

    Was hat derjenige dann gewonnen?nichts denn er verpasste dividenden in dieser Zeit. Hinzu kommt dass es niemand schafft rechtzeitig zu verkaufen und zu kaufen.

    also einfach stetig weiter kaufen denn man glaubt ja an das Unternehmen.

     

    Mein under armour ist mit 40% im minus. klar unschön aber ich glaub langfristig dran. also ist es mir egal.

    das einzig blöde ich erhalten keine dividende. wenn das der fall wäre würde ich nicht mal mit der Wimper zucken denn die zahlen sind ja nicht rückläufig sondern das Wachstum ist nur nicht mehr ganz so gut wie bisher.

     

  59. chaostrader

    @Stefan

    guck noch mal auf das Bild, da stand nix von Sharpe/CAPE…

    Und der Zeitraum von 91 folgend ist ja jetzt nicht unbedingt aussagekräftig.

    Wollts ja nurmal so in den Raum werfen, ich hoffe mir will niemand Market Timing unterstellen, oder mich einen Crash-Propheten nennen. Aber wärs denn aktives Investieren, wenn man eine Strategie formuliert und durchzieht, die solche Kennzahlen wie Sharpe in die AA einbezieht?

  60. Mark85Mark85

    Ich brauche zwar kein Auto, weiß aber nicht, was an Dacia so schlecht sein soll. Die Marke ist doch egal. Siehe Warren Buffetts alte Schleuder. Wichtiger ist der Mensch dahinter. 🙂

    An Chaostrader: Ich investiere stur weiter, weil ich die Zukunft nicht vorhersehen kann: 1/3 Unternehmen, 1/3 Immobilien, 1/3 Edelmetalle. Da sich die verschiedenen Anlageklassen nicht im Gleichschritt bewegen, passt das für mich. Und durch regelmäßige Nachkäufe glätten sich die Einstandskurse. So kauft man zwar nie zum besten, aber auch nie zum schlechtesten Preis.

    Was bringen mir die allgemeinen Kennzahlen, wenn sie nicht zuverlässig die kommenden Hochs und Tiefs vorhersagen können? Auf Charts sieht, rückblickend betrachtet, alles so einfach aus, aber die Nummer ist gelaufen. 🙂

  61. June

    Hallo Tim und hallo liebe Mitstreiter,

    vor einiger Zeit, habe ich euch versprochen mich hier vorzustellen.

    Auf die vielen Blogs zur Finanziellen Freiheit bin ich eher zufällig, Anfang des Jahres, gestoßen. Alle paar Jahre suche ich nach neuen Blogs zum Thema Geld und Sparen. Da ich immer mal wieder neuen Input zu möglichen Anlagestrategien suche. Nachdem ich lange Jahre mehr oder weniger schlechte Seiten zu diesem Thema gefunden habe, war ich diesmal umso überraschter, was sich alles getan hat. Wie hervorragend die Beiträge  sind und wie gut alle Blogger vernetzt sind.

    Nun, ein wenig persönliches zu mir. Wir leben in Süddeutschland. Zu meiner Familie gehören meine Lebensgefährte und meine beiden studierenden Kinder.  Ich bin in einem Alter in der ich die Finanzielle Freiheit, wir ich sie definiere, voraussichtlich erst mit dem Rentenalter erreichen werde. Und das obwohl ich seit Jahren eine hohe Sparquote habe. Das dies erst so spät der Fall sein wird liegt an verschiedenen Faktoren. Kinder, Kindererziehung, Teilzeitjob, Scheidung, Alleinerziehend, spätes Fernstudium usw. Lebensläufe sind eben sehr unterschiedlich. Mein Job macht mir allerdings immer noch sehr viel Spaß und ist zudem gut bezahlt. So das ich nicht so schnell vorhabe auf dieses Einkommen zu verzichten.

    Mein passives Einkommen ziehe ich aus vermieteten Immobilien, die leider noch nicht alle abbezahlt sind. Und nun soll in Zukunft ein Aktiendepot aufgebaut werden, dass mir weiteres Einkommen ermöglicht. Davor möchte ich aber erst mal so viel wie möglich über das Thema hinzulernen. Denn meine bisherigen kleinen Erfolge, waren meist Glückstreffer und eher zufällig.  Ein Depot besitze ich seit 1990, habe aber bis auf Fondsanlagen die damals leider meiner Trennung zum Opfer fielen, diesen Weg nie konsequent verfolgt.

    Mein Glück war bisher, dass ich die meisten Finanzfehler einfach nicht begangen habe. Lediglich den Abschluss eines  Riestervertrages kann ich als Fehler verbuchen. Und den Abschluss einer kleinen Kapitallebensversicherung Ende der 80er als halben Fehler, denn obwohl diese Versicherung nun nicht die tollste Anlage ist, hat sie als Absicherung gegenüber den Banken immer ausgereicht.

    @PKW

    Ich fahre eine ziemlich alte Karre mit wahnsinnigen 350 tausend KM. Aber dieses Auto hatte mich in der Anschaffung damals weniger als ein  Monatsgehalt gekosten und verrichtet nun seit 2009 seinen zuverlässigen Dienst bei mir. Fahranfänger, Umzüge, Fernpendeln, Renovierungen, Urlaubsfahrten und Landpartien mit Riesenschlaglöchern alles steckte  und steckt es immer noch ganz brav weg. Dazu kommt, es benötigt nur 5 Liter Diesel. Mein Haushaltsbuch sagt mir, dass ich dafür im Schnitt 2000 € im Jahr an Unterhalt  incl. Sprit ausgebe.

    Allerdings werden hier die Gesetze immer strenger und 2018 könnte das AUS für mein wackeres Auto bedeuten, da es in seinem Alter natürlich die dann hier in der Region vorgeschriebenen Abgaswerte nicht mehr einhalten kann.

    Take care,

    June

    Die Meridol nutzt 😉

  62. Sparen bis der Arzt kommt

    Die Börsen kennen nur eine Richtung. The only way is up. Von links unten nach rechts oben. Greift noch schnell zu solange es noch Aktien zu kaufen gibt.

    100% Aktien sind top

    Dividenden sind der neue Zins

     

  63. chaostrader

    Ich investiere stur weiter, weil ich die Zukunft nicht vorhersehen kann:

    Ich auch.

    1/3 Unternehmen, 1/3 Immobilien, 1/3 Edelmetalle. Da sich die verschiedenen Anlageklassen nicht im Gleichschritt bewegen, passt das für mich. Und durch regelmäßige Nachkäufe glätten sich die Einstandskurse. So kauft man zwar nie zum besten, aber auch nie zum schlechtesten Preis.

    Na klar, bei der AA kann ja nix schiefgehen. Und das mit dem Nachkaufen hab ich unzählige Male hier auch schon beschrieben, Rechenbeispiele verlinkt etc.

    Was bringen mir die allgemeinen Kennzahlen, wenn sie nicht zuverlässig die kommenden Hochs und Tiefs vorhersagen können?

    Naja,wenn in den vergangenen 100 Jahren auf Sharpe von 30-40 üblicherweise recht magere Jahre folgten, dann kann einem sowas schon etwas mitteilen. Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, das dieses mal natürlich alles anders ist. „This time it’s different“ist auch so eine Phrase, die man in Investmentblogs und Foren öfters liest, gerne auch in Verbindung mit dem „American Exceptionalism“.

    Auf Charts sieht, rückblickend betrachtet, alles so einfach aus, aber die Nummer ist gelaufen.

    Das hab ich jetzt nicht verstanden. So ein Sharpe-Chart-Dingens hat jetzt nicht sonderlich viel mit der unmittelbaren Zukunft zu tun.

  64. Mark85Mark85

    An Chaostrader: ,,Dieses Mal ist alles gleich“ würde mir aber auch nicht weiterhelfen. Ich finde beide Annahmen doof, weil man nicht genau weiß, was wann wie kommen wird.

    Wenn die Charts und Kennzahlen nichts mit der unmittelbaren Zukunft zu tun haben, woher weiß ich dann genau, wann ich kaufen und verkaufen muss? Daher verhalte ich mich lieber passiv. Regelmäßig rein die Kohle und abwarten. 🙂

     

  65. chaostrader

    Na ich meinte z.B. Anpassen der AA. Bei 33:33:33 gibts natürlich nicht viel anzupassen, bei 100% Aktien würd ich mir eventuell doch mal Gedanken drüber machen.

  66. Mark85Mark85

    An Chaostrader: Ach sooo, du spielst auf die Riskotragfähigkeit an. Klar, manche werden sich sicherlich überschätzen, aber das kann ich im Einzelnen nicht beurteilen. 100 Prozent wären mir ebenfalls zu viel. Letzendlich kommen starke Kursstürze ja nur durch panische Abverkäufe zustande. Es wird also immer auch Verlierer geben, indem sie ihre Verluste realisieren.

    Ich selbst habe noch keinen Börsenkrach miterlebt, möchte aber an meiner festgelegten Strategie festhalten und keine allgemeinen Kennzahlen einfließen lassen. Wir werden sehen, was die Zukunft für uns bereithält. 😉

  67. Jdepp

    Ich finde die Diskussionen um die Qualität und Sicherheit von Autos ziemlich lachhaft. Das zeigt nur dass die betreffenden Leute keine Ahnung haben wie heutzutage Autos entwickelt werden. Es ist nicht mehr so, dass die Autohersteller ihr eigenes Süppchen kochen und ihre Technik selber entwickeln – Nein! Die Technik ist heute sehr ausgereift und wird alle von den gleichen spezialisierten Zulieferern hergestellt. Vom Fahrwerk, Bremsen, Motorsteuergerät bis zum Sitzbezug kommt jeweils alles vom selben Zulieferer. Welches Logo hinterher auf dem Auto klebt, ist ziemlich egal. Die Unterschiede sind vernachlässigbar. Und bei sicherheitsrelevanten Bauteilen können die Zulieferer nicht einfach etwas ändern, denn das würde einen enormen bürokratischen Aufwand nach sich ziehen.

  68. Jdepp

    @Mark85

    Ein Börsencrash kommt ja auch nicht von heute auf morgen, sondern kündigt sich an. Ja die Telekom ist seinerzeit von 100 auf 10 gefallen. Aber das hat 2 Jahre gedauert.

  69. Mark85Mark85

    An Jdepp: Ich weiß nicht, ob ich die Deutsche Telekom in meinem Aktienteil habe. Falls ja, würde sie aber nur eine unter Tausenden sein. Das war damals bei einigen Anlegern wohl der Knackpunkt: mangelnde Diversifikation. Aber auch Dinge wie Gier, Ungeduld und Selbstüberschätzung. Na ja, passiert. Ich habe auch schon finanzielle Fehler in meinem Leben gemacht und es werden sicherlich noch welche dazukommen. In der Hoffnung, die ganz großen Sauereien auszulassen.

    Auf jeden Fall traue ich mir nicht zu, absolute Hochs und Tiefs zuverlässig zu erkennen. Ich halte mich an den Finanzwesir: ,,Nur die Ahnungslosen streuen ihr Geld breit.“ 😉

  70. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dorothea

    Käsekuchen schmeckt ja ganz gut. Ich gebe das zu. Nur im New Yorker Steakhaus ist das teuer. Da kosten schon 2 Kochkartoffel als Beilage 10 bis 12 Dollar.

     

    @ Obama

    Es war Charles Ellis: „Winning the Losers Game“ Das Buch gibt es auf Deutsch. Ich traf Herrn Ellis in New York. Er ist ein super Typ. Ellis ist ein Index-Experte. Er spricht im Sinne der Verbraucher. Er sagt: Kaufe ETFs. Spare aggressiv. Fange früh an. Unterschätze nicht das Rentenkassenproblem. Spare monatlich. Er rät mehr als 10% zu sparen.

     

    @ Fit und Gesund

    Genau. Das ist das Buch. Danke! Das war sehr nett.

     

    @ Heinz

    Kleine Klitschen kaufe ich eh nicht. Ich würde immer über die Firmen-Website gehen. L Brands ist ein großer Laden. Da gehe ich gerne auf „Yahoo Finance“, wenn ich mehr Infos brauche. Aber auch auf die Firmenwebsite in den Bereich „Investor Relations“.

  71. easydividend

    Auch wenn es immer wieder der selbe Text ist, ist es gut, dass Tim das so macht, denn nur so kann den Menschen geholfen werden. Wenn sie immer und immer wieder sehen, dass es klappt sich selbst mit seinem Vermögen zu beschäftigen, werden sie eines Tages vielleicht wirklich finanziell frei.

    Also wenn ich es schaffen würde jeden Monat 30k in mein Depot einzusparen, gehe ich spästestens nach 10 Monaten in Rente 😉

     

    Irgendwo oben habe ich gelesen, dass Cash für einen Crash zusammengespart wird um später in die großen Positionen von Warren zu investieren. Meines Erachtens eine schlechte Idee. Erstens kann man nie wissen, wie lange es dauert bis der Crash kommt. Zweitens finde ich es nicht gut einfach in Werte zu investieren, weil es jemand anderer macht. Jeder hat eine andere Risikoneigung, und jeder sollte seine Investments selbst prüfen.

    Ich halte es lieber so, dass ein Großteil meines Vermögens weiterhin für mich arbeitet und jeden Monat gutes Einkommen erzeugt.

     

    mfG Chri

  72. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Heinz,

    wenn es über eine Firma keine (oder nur sehr schlechte) Informationen gibt, dann ist es dringend geboten, diese Firma einfach links liegen zu lassen.

    Ich selbst mag kleinere Firmen. Aber man muss natürlich schon Infos sehen. Wenn die sich keine Mühe für die Investor Relations geben, dann muss ich auch kein Interesse an der Firma haben.

    „L Brands“ (LB) macht auf mich auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Denke, wenn man will, dann kann man da sicher ein paar Stück kaufen.

    Natürlich ohne Gewähr. 😉 Die Vergangenheit sagt nichts über die Zukunft aus.

    MS

  73. Stefan Stulle

    @Markus Müller:

    Nutze die Internetportale für Autokauf. Man stellt seinen Konfigurationswunsch und das Modell ein und die Händler machen ihr Angebot. Meine Freundin wollte sich einen neuen Golf 7 kaufen. Neupreis eigentlich 22.7000 € (ca.). Bekommen hat sie das Auto nicht in Berlin, sondern von einem Händler in Bawü, abgeholt in der Autostadt Wolfsburg. Tageszulassung vom Händler, der sendete nach Zahlung die Nummernschilder und die Zulassung per Post. Bezahlt: 16.500 €.

  74. Andreas

    Was Bankenmärchen schrieb ist ein sehr sehr wichtiger Punkt wie ich finde. Erzwungenes Sparen macht unglücklich.

    Ja, das glaube ich auch. Ich habe das mal probiert, und ein paar Monate überall nur auf den Preis geschaut. Das Essen hat keinen Spaß mehr gemacht, die Haut wurde pickelig und so weiter. Da ist halt sehr sehr viel Schrott auf dem Markt im untersten Preissegment. Da muss man dann wirklich Rosinen picken und verflucht viel Zeit investieren. Das waren die ersten Monate meiner.. Ich nenne das mal…. „investorenzeit“. Die Sparquote auf Teufel komm raus nach oben. Nein, glücklich war ich damit nicht.

    Erst habe ich mein Geld auch regelrecht verprasst, die ersten ein zwei Jahre nach dem Studium. Habe das auch ein bisschen genossen, plötzlich kam Monat für Monat sehr viel Geld rein und ich konnte plötzlich kaufen was mir gerade in den Sinn kam. Das hat mich erst auch ein Stück weit glücklich gemacht. Aber mit der Zeit war das Interesse für das ganzen „Blingbling“ einfach verschwunden. Dann gingen die Ausgaben ganz automatisch wieder runter.

    Dann hab ich in gewisser Weise aufgehört mich für die Gehaltseingänge zu interessieren, das stapelte sich auf dem Girokonto auf bis die Sparkassenberater schon im Wochentakt anriefen wie sabbernde Köter.

    Ich muss mich an der Stelle mal bei euch Finanzbloggern bedanken, sonst hätte ich letztenendes wohl doch ein paar Lebensversicherungen abgeschlossen. Einfach aus Unwissenheit heraus.

    Das Haushaltsbuch ist für viele sicher ein guter Weg in der Anfangszeit um Kostenkontrolle zu lernen. Ich persönlich habe es ausprobiert und mir war das viel zu anstrengend den letzten Cent herauszupressen. Ich habe dann einfach meine Kontoauszüge der letzten 2 Jahre hergenommen. Bin alle Positionen durchgegangen, habe unnütze Anschaffungen ausgeklammert, und hab das dann auf den Monat runtergebrochen. Heraus kam, das ich in etwa das Durchschnittsgehalt der Region ausgegeben habe. Also etwa 1300,-.

    Damit wars das gewesen. Ich gebe mir seitdem diese 1300 als Monatsgehalt auf mein altes Sparkassen Konto zur freien Verfügung. Damit tätige ich alle Ausgaben. Oft bleibt davon mittlerweile nicht wenig übrig, obwohl ich mir davon ein Auto leiste und zwei Kinder habe. Wir müssen uns nicht zwangsweise einschränken, das Geld reicht einfach locker.

    Der ganze Rest den mein Arbeitgeber so springen läst wird dann alle paar Monate ins Depot umgeschichtet ohne das konkrete Ziel: FF. Sondern einfach weil ich das Geld nirgends anderweitig gebrauchen kann. Aber vielleicht „passiert“ FF auf diesem Wege ganz automatisch.

    Auf jeden Fall habe ich jetzt schon die Freiheit zum Chef F.You zu sagen wenn ich irgendwann keine Lust mehr habe. Da ich auch mit nahezu jeder anderen Arbeit auskommen könnte und dann „nur“ die Sparquote verliere. Alles nur theoretisch. Ich hab das Glück das sich die Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt.

    Gruß

    Andreas

     

     

     

  75. Daniel

    Ahoi!

    Ein Haushaltsbuch ist für mein Empfinden eine sehr wichtige Sache. Es reicht allerdings auch, wenn sich die Lebensumstände nicht gravierend geändert haben, wenn man dies ein, vielleicht zwei jahre detailliert führt. Das reicht meistens schon um versteckte und schleichende Ausgaben gut und effizient zu erkennen.  Regelmäßigen Bargeld-Abholungen, Online-Bestellungen etc. kontrollieren. Kleine Kosten die aber dafür regelmäßig kommen können über die Summe im Jahr auch ein großer Batzen werden und gehen sonst gerne mal unter-> siehe Kaffe „TOGO“.

    Ansonsten hilft das klassische 3er Prinzip:

    Überhaupt anfangen zu investieren/sparen und dies günstig und regelmäßig zu tun. In diesem Punkt gehört für mich auch die Bereinigung des Depots von unwirtschaftlichen Aktiv-Fonds etc. Von Market Timing halte ich nichts, dementsprechend gehe ich nach Festlegung einer Asset-Allocation auch immer „all-in“ und habe nur begrenzte“Kaufreserven“.
    Die Optimierung bei den Ausgaben. Brauche ich diese und jene Versicherung? Kann ich hier durch Wechsel oder Tarifanpassung sparen? Gibt es Dinge bei denen ich die Ausgaben senken kann? Die Einsparungen können 1:1 in die Sparrate fließen weil es Geld ist ohne das man bis dato auch auskam.
    und oft vernachlässigt: Weiterbildung. Niemand muss jetzt zwangsweise abends studieren gehen, aber es hift stark sich im Bereich Finanzen weiterzubilden, losgelößt ob man jetzt passiver oder aktiver Investor ist. Es bringt nichts wenn große Summen im vermeintlich sicheren ETF Depot liegen wenn man beim nächsten größeren Crash die Nerven verliert und verkauft weil man den Markt nicht/nie verstanden hat.

  76. Jessica

    @Chaostrader

    Vergegenwärtige dir erstmal die einzelnen Begriffe und deren Bedeutung bevor du anfängst solchen Stuss von dir zu geben:

    „Naja,wenn in den vergangenen 100 Jahren auf Sharpe von 30-40 üblicherweise recht magere Jahre folgten,“

    😀 😀

    Ein Portfolio mit Sharpe-Ratio von 30? Top Leistung würde ich sagen.

  77. Michael

    Hallo liebes Forum,

    ich melde mich jetzt auch mal zu Wort. Bin vor wenigen Wochen auf diesen Blog gestoßen und finde das Konzept der finanziellen Freiheit sehr interessant. Mein Anspruch ist, zumindest ein passives gutes Einkommen zu bekommen, selbst wenn ich nicht finanziell frei bin (arbeiten macht ja auch Spaß), da ich zum Beispiel nicht auf mein Auto verzichten möchte. Die Unabhängigkeit ist es mir einfach wert.
    Kurz zu mir: 22, dualer Student, 2 Jobs, haushalts“buch“ (app) führe ich bereits für meine Ausgaben. Von meinem 2. Job wollte ich nun 150€ im Monat in Aktien investieren. Da tun sich bei mir 3 Fragen auf, die ihr sicher mit Leichtigkeit beantworten könnt:
    1) gibt es irgendwelche Einsteigeraktien? Irgendwelche Geheimtipps? Gute Erfahrungen? Ich denke für passives Einkommen ist eine hohe Dividende wichtig. Habt ihr hier Empfehlungen?
    2) Ich habe noch kein Depot. Gibt es für eher geringe Investitionen eine gute Empfehlung? Habe mir bis jetzt onvista angeguckt, weil es ohne Kontoführungsgebühr ist
    3) Wegen der hohen Gebühren ist es wahrscheinlich sinnvoller, zunächst 1800€ direkt zu investieren und die 150€ im Monat quasi vorzustrecken, korrekt?

    Danke für eure Hilfe beim Einstieg in dieses spannende Thema!

    Liebe Grüße!

  78. Rainer ZufallRainer Zufall

    Hallo Michael,

    Wenn Du regelmässig 150 Euro im Monat anlegen möchtest, bieten sich aus meiner Sicht 2 Möglichkeiten an.

    1) Sparplan auf einzelne Aktien entweder bei Consorsbank oder Comdirect. Die bieten bei recht vielen Aktien diese Möglichkeit.

    2) 1-3 Etfs im Sparplan. Zb eine MSCI World / EM Kombination, also 2 Sparpläne. Oder 1 ETF auf SP500 oder MSCI USA. 1ETF auf Stoff Europe 600 oder MSCI Europa. 1 ETF auf die Region Asien oder eine andere Region mit der Du Dich wohlfühlst.

    Oder Du nimmst Etf, die Aktien mit hoher Dividendenrendite enthalten, wenn Dir hohe Ausschüttungen wichtig sind.

    Zur Auswahl der Etfs bietet sich die Seite justetf an.

    Zum Depot, kommt drauf an, ob Du Etf Sparpläne, Aktien Sparpläne oder Einzelaktien möchtest. Die Anbieter haben jeweils unterschiedliche Schwerpunkte.

    Grüsse.

     

     

     

     

  79. chaostrader

    @jessica…

    Sharpe, CAPE, Shiller… man ja mal was im Eifer der Diskussion was verwechseln können. Ich denke du wirst sehr wohl wissen, was gemeint war, dein Seitenhieb zeigt das du die Begriffe kennst. Sharpe von 30 wäre natürlich extremst geil.

    Aber zu Shiller PE von 10, 20 oder 30 fällt dir ansonsten nix mitteilenswertes ein?

  80. Michael

    Hallo Rainer,

     

    ich denke am Anfang werde ich mit einzelnen Aktien nicht so gut fahren, da ich mit wenig Kapital wenig Streuung erreiche. Daher würde ich wohl erst einmal mit ETFs oder Aktiensparplänen anfangen. Ich denke für den unerfahrenen Einsteiger (der ich bin) sind ETFs am Besten.
    Okay, zur Auswahl der ETFs werde ich mich dort schlau machen, danke!

    Haben ETFs mit hoher Renditenausschüttung Nachteile, sodass ich welche ohne bevorzugen sollte?

    Über EM-ETFs muss ich noch ne Menge recherchieren, aktuell verstehe ich nichtmal den Sinn.

     

    Zum Depot: Aktien-Sparpläne oder ETF. Für den Anfang ETFs. Vorschläge? Habe mir DeGiro angeschaut, weil die Gebühr sehr günstig ist und man gratis ETFs aufstocken kann. Aber irgendnen Haken muss das ja haben…

     

    Grüße,
    Michael

  81. O.T.

    @Michael

    Nach zwei Jahren DEGIRO kann ich eigentlich nichts Negatives sagen.

    Ich handle allerdings nur Aktien und ein paar Optionsscheine. US-Titel für 50 Eurocents + 0,004 $ je Aktie. Billiger gibt es in europäischen Gefilden nicht.

    Um die Steuern muß man sich selbst kümmern. Belege gibt es keine, nur eine PDF/XLS/CSV Auswertung oder Online-Anzeige der Buchungszeilen. Jahreszusammenstellung für Steuer gibt es einmal jährlich als PDF.

    Amerikanische Quellensteuer (Dividenden) wird automatisch nach einmaligen Antrag für das gesamte Depot auf 15% reduziert. Was mit deutschen oder österr. Aktien ist, weiß ich nicht – da ich keine habe.

     

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