So sparen Sie richtig für den Ruhestand


New York, 2. Januar 2016

Meine Ziele für 2016 sind schnell zusammengefasst. Und zwar mit den Worten Fitness, Familie, Freunde, Finanzen. Im Wort Finanzen steckt der Job beziehungsweise die Karriere.

Mir geht es nicht darum, jeden Cent umdrehen zu müssen. Ich gönne mir selbstverständlich gewisse Dinge hin und wieder. Ich möchte mir nicht die drei Dollar für einen Kaffee unterwegs verkneifen. Es geht mir eher darum, im Großen und Ganzen vernünftig mit Geld umzugehen.

Das Problem, das wir Menschen alle haben, sind unsere schlechten Gewohnheiten. Menschen sind wie Roboter. Gewöhnen wir uns schlechte Verhaltensweisen erst mal an, sind sie schwer wieder wegzubekommen.

Wo werfen die Deutschen das meiste Geld zum Fenster raus? Schwer zu sagen. Vermutlich auf der Liste der teuren „Sünden“ ganz oben stehen kreditfinanzierte Neuwagen. Und zu große Wohnungen/Häuser. Konsumelektronik folgt. Dann so Dinge wie Friseurbesuche, Maniküre, Massagen, teure Urlaube etc.

In den USA ist das ähnlich. Hinzu kommen dort noch elektronische Spielzeuge wie „Hover Boards“. Die Leute fahren mit den Dingern mittlerweile überall herum. Dabei sehe ich den Vorteil der fahrbaren Untersätze nicht. Es sind 600 Dollar, die schnell verbrennen können:

Früher gab es so ein Zeug nicht. Trotzdem waren die Menschen glücklich. Das gleiche gilt für Kreditkarten, Smartphones usw.

Wer über ein solides Einkommen verfügt, kann sich natürlich solche fahrbaren Untersätze zulegen. Was ich indes absurd finde: Kein Mensch kann abwarten. Konsumenten wollen am liebsten alles sofort kaufen. Wir leben in einer Zeit, in der Wünsche sofort in Erfüllung gehen müssen.

Angesichts der alternden Bevölkerung werden wir in Europa eine notleidende Rentnerschwemme in einigen Dekaden bekommen. Senioren wird das Geld nicht reichen. Viele sparen gar nicht fürs Alter oder zu wenig oder mit den falschen Konzepten. Ein fatales Werkzeug sind Riester-Verträge. Die Grundidee ist gut. Doch an der Umsetzung mangelt es. Aus den Riester-Renten sind vielfach Gebührengräber geworden, weil sich die Bundesregierung nicht energisch genug für Fairness unter den Anbietern eingesetzt hat. Wer versteht schon das Kleingedruckte in den Verträgen?

Abgesehen von den privaten Zusatzverträgen wie Riester und Rürup gilt: Oftmals setzen Menschen nicht auf weise Investmentstrategien, die hohe Renditen versprechen. Gerade bei der Altersvorsorge sind aber auskömmliche Renditen unterm Strich eine große Hilfe. Sonst dauert das Sparen zu lange. Zumal die Inflation nebenbei unbemerkt einen Gutteil des Sparvermögens mit den Dekaden auffrisst.

Sie sollten für das Alter unbedingt sparen. Je früher, desto besser. Unsere Bundesregierung hat leider eine schrittweise Kürzung der Rentenleistung beschlossen. Im Gegenzug fördert Berlin Riester-Verträge mit Milliarden-Subventionen.

Richtig wäre es gewesen, wenn die Regierung die gesetzliche Rente gestärkt hätte anstatt Gebühren-Monster staatlich zu fördern. Es handelt sich um eine Verschwendung von Steuermitteln. Traurig, wie die Große Koalition das Geld der Menschen verbrennt.

Einzelne Anbieter haben derweil eingesehen, dass es auf niedrige Gebühren ankommt. Das ist löblich. Und ein Schritt in die richtige Richtung. Wobei noch viel mehr zu tun ist. Die Gebühren sollten gegen Null tendieren. Wäre der Wettbewerb fair, müsste der Trend dorthin gehen.

Neben einer starken gesetzlichen Rente sollte Berlin das langfristige Aktiensparen für den Ruhestand födern. So wie es Australien, Kanada, Großbritannien oder die USA machen.

Wie Sie wissen, bin ich kein Fan vom Aktien-Trading. Ich bin der Meinung, dass die Strategie des „Buy and Hold“ überlegen ist.

Diese langfristige Form des Aktiensparens lässt sich mit grundsoliden Aktien wie Berkshire Hathaway, Procter & Gamble, Verizon, Nike oder BASF umsetzen. Dass es funktioniert, zeigt Staranleger Warren Buffett und viele andere.

Warren Buffett ist ein Pfennigfuchser. Er meidet Bankgebühren, wo er kann. Auch privat ist er extrem sparsam. Er lebt in dem gleichen Haus, das er 1955 in Omaha kaufte, obowhl er einer der reichsten Menschen ist. Er liebt gebrauchte Autos, weil die günstiger sind. Er mag Hamburger und Coca-Cola von McDonalds.

Warren Buffett rät, in Unternehmen zu investieren, die Sie verstehen und kennen. Sie sollten zu moderaten Preisen einsteigen und viel Geduld haben. Markenartikel-Hersteller wie Kraft Heinz oder Procter & Gamble sind ein Lieblingsinvestment von Buffett.

Alternativ lässt sich die „Kaufen und Liegenlassen“-Methode mit einem Indexfonds oder ETF umsetzen. Hier folge ich dem Rat von Vanguard-Gründer John Bogle, mit dem ich kürzlich gesprochen habe. Bogle rät: Stetig, am besten monatlich, einen extrem kostengünstigen Indexfonds zu kaufen.

Indexfonds-Legende Jack Bogle: Er rät, monatlich den S&P-500-Index zu kaufen. Und das über mehrere Dekaden bis zum Ruhestand durchzuziehen.

Indexfonds-Legende Jack Bogle rät, monatlich den S&P-500-Index zu kaufen. Und das über mehrere Dekaden bis zum Ruhestand durchzuziehen.

Buffett und Bogle haben eines gemein: Sie ändern ihre Strategie nicht. Sie gehen durch dick und dünn. Sie lassen sich von der wilden Börse niemals verunsichern. So sollten Sie vorgehen! Wählen Sie eine Strategie aus. Stimmen Sie das mit Ihrer Risikotoleranz ab. Achten Sie auf Ihre Zeit, die Sie bis zum Ruhestand haben. Dann ziehen Sie die Strategie durch. Die Volatilität an der Börse sollte Sie kalt lassen.

Warum ich das Trading nicht mag? Es ist nicht möglich die Börse perfekt zu „timen“. Das ständige Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren kostet Gebühren, Zeit und Nerven. Es ist eine Art Glückspiel. Dass die Zockerei schief geht, zeigen prominente Hedgefonds, die ihren Betrieb einstellen. Vergessen Sie das Spekulieren, investieren Sie lieber langfristig.

PS: Natürlich gibt es einzelne Trader, die erfolgreich sind. Denken Sie an Superspekulant George Soros. Aber die Mehrheit fällt auf die Nase.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „So sparen Sie richtig für den Ruhestand

  1. Couponschneider

    Ich kann dem nur zustimmen. Ich finde es verrückt: Selbst Aktienskeptiker sagen, dass Aktien nur kurzfristig riskant wären. Wenn ich Geld für den Autokauf spare, dann sollte ich das nicht mit Aktien tun, sondern das Geld auf ein Tagesgeldkonto überweisen. Das wäre ein kurzfristiger Sparvorgang. Die Altersvorsorge ist aber der längstmögliche Sparprozess. Und da sollte man ruhig aggressiver rangehen, denn man hat Zeit und kann alles aussitzen.

    Ich habe heute so einen Hoover gesehen. Ein Jungtürke kam mir am Bahnhof damit entgegen. Ich find’s albern. Er hat sich im Menschengedränge bewegt und sich irgendwo durchmogeln ist mit diesem Gerät schwieriger. Man ist darauf angewiesen, dass die Leute platz machen. Treppen kann man damit auch nicht steigen. Die Bewegung auf dem Kopfsteinpflaster will ich auch sehen. Ganz ohne Federung und bei aufrechter Wirbelsäule… Viel Spaß! Und dann wurde ich in den letzten Tagen noch an etwas erinnert: Stehen ist anstrengender als Gehen. Ich kann problemlos einstündige Spaziergänge machen, vor ein paar Jahren sogar noch mit Hund. Aber wenn ich 20 Minuten stehe, dann brennen mir die Sohlen.

  2. K

    Buy and Hold. Ein guter Schritt.

    Aber was ist mit schrittweiser Umschichtung in riskoärmere Bereiche wie Anleihen oder Anleihe-ETFs wenn es auf den Ruhestand hin geht um Verluste durch „Crahs“ kurz vor der Rente zu vermeiden. Weitere Alternativen oder Konzepte dazu wären sicherlich interessant.

    Zumindest sofern man vom Kapital leben möchte und nicht oder – in Kombi – von Dividenden leben will.

  3. Nico

     

    Als „Jung-Investor“ (26 J.) – v.a. angefixt durch Blogs wie diesen, den Finanzwesir und wie sie noch alle heißen – bespare ich seit ca. 7 Monaten (ca. zeitgleich mit meinem Einstieg ins Berufsleben – und Ausstieg aus dem Stundentenleben) einen MSCI World ETF mit 700 EUR monatlich und plane, die Sparrate jährlich um 50 EUR anzuheben. Gewinnbeteiligung, Jahresbonus und sonstige „Sonder-„Einkünfte fließen ebenfalls ins Depot – alle weiteren Kosten (Miete, Fahrzeug, Verpflegung, etc.) sind durch das restliche Monatseinkommen gedeckt.

    Zahlreiche Finanz-Blogger fahren eine Dividenden-Strategie, welche v.a. auf Einzel-Aktien basiert (im Gegensatz zu klassischen Dividenden-Fonds „modernen“ oder -ETFs).

    Ist es ratsam, einen Index-ETF zu besparen und sukzessive auf eine Dividenden-Stragie umzusatteln? Wie steht ihr zu Dividenden-ETFs? Ist die „langweilige und faule“ Spar-Strategie mittels ETF für den Anfang aus eurer Sicht i.O.?

    Selbstverständlich weiß ich, dass solche Fragen nie allgemein beantwortet werden können – dennoch freue ich mich über eure Erfahrungen und Ratschläge an einen Sparer, der noch ganz am Anfang steht :).

  4. Oliver

    Erstmal allen ein gutes neues Jahr. Das Filmchen, das Tim zeigt ist wirklich plastisch. Da gehen 600$ in Rauch auf. Ich denke aber, der Besitzer kann das sicher umtauschen. Den Effekt gabs mit Notebooks (Akkus) auch mal. Man liest immer häufiger von Hoverboards und da war ein Artikel über einen Geistlichen auf den Phillippinen, der eine Messe auf dem Hoverboard zelebriert hat. Ist ihm nicht so gut bekommen, sein Chef hat ihn suspendiert. Andererseits habe ich mal gegoogeld und bin dann auf das Ninebot One gekommen. Sehr lustig anzusehen, kostet aber 1.000 €. Also nichts für Tim :).

    Ja, die Rente und momentan auch die Krankenkassenbeiträge werden immer heißer diskutiert. Die Systeme sind seid langem krank und ich kann mir nicht vorstellen, dass der gesellschaftliche Frieden gewahrt bleibt, wenn man zur Rente nur 7 – 800 €/Monat bekommt. Das läuft sichtbar aus dem Ruder. Vorbeugen ist da eine Massnahme, indem man spart. Aber ich denke, die meisten sind zur gleichen Lösung hier gekommen, deshalb wird es keine großen Diskussionen dazu geben.

    @Nico:

    Du bist für den Beginn schon auf einem guten Weg, was ETFs betrifft. Wenn Du dich mit Einzelaktien beschäftigen möchtest, kannst Du ganz langsam damit anfangen und ein oder zwei Unternehmen kaufen, von denen Du überzeugt bist. Am besten erstmal was langweiliges wie die Johnson & Johnson, Procter&Gamble, Coca Cola oder etwas ähnliches. Die zahlen viermal im Jahr Dividende, wie die meisten amerikanischen Aktien und da kannst Du nicht viel verkehrt machen. Die Sparrate von 700 € ist super und Du wirst Ende des Jahres feststellen, das sich eine ganz schöne Summe angesammelt hat. Am Anfang sind die Sparraten wichtiger, da diese primär für die Erhöhung deines Portfolios verantwortlich sind. Es gibt viele Artikel/Kommentare, die die Vorteile/Nachteile von Aktien und ETFs besprechen. Ich persönlich bin eher für die Einzelaktien aus unterscheidlichen Gründen. Aber man muß sich in das Thema einarbeiten, da es viele Strategien gibt, wie auch an den Kommentaren hier im Blog zu lesen ist. Letztendlich hat jede Strategie seine Berechtigung, wenn sie das hält, was der Ausführende sich verspricht. Mit Aktien rechne ich konservativ mit 6% Plus in der Theorie, obwohl ich praktisch langfristig um einiges höher liege.

    Ich bin vor ein paar Tagen über eine Alternative zu den ETFs gestolpert:

    https://www.motifinvesting.com/

    Das geht momentan nur als amerikanischer Staatsbürger. Aber das ist nicht so schlimm. Man kann sich seinen eigenen kleinen ETF mit bis zu maximal 30 Werten zusammenstellen und den besparen, auch mit kleinen Summen. Im Gegensatz zum ETF gibts keine jährlichen Gebühren und dieser Mini-ETF benimmt sich so als wenn man die Aktien real hat (man besitzt sie auch real). Für mich am interessantesten waren die von Motif  zusammengestellten Vorschläge. Damit bekommt man als Anfänger gleich wichtige Namen einzelner Branchen genannt und die Performance. Der Hintergedanke ist die Diversifikation, die man natürlich nicht hat, wenn man mit Aktiensparen anfängt. Die kommt normalerweise erst mit der Zeit und manche hören bei 20 – 30 Werten auf, andere haben viel mehr Positionen.

  5. Vali

    @Tim, danke, guter Beitrag! Verizon ist mein nächster Kauf :-), so gesehen hast du mich zusätzlich motiviert 😉

    @Oliver, danke, das wäre eine tolle Alternative, aber die Amerikaner sind uns Aktientechnisch einfach voraus. Wir dümpeln um Jahre hinterher. Bis wir unseren eigenen ETF zusammenbauen und besparen können, wird es wieder dauern… aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.

    ETFs mit Gebühren würden dann aber relativ schnell unattraktiv, dabei habe ich jetzt gerade meinen ersten ETF-Sparplan eröffnet 😉

    @Nico, du bist auf dem richtigen Weg. Ich bin ein Dividendenfan und würde das bis in den Tod hinein machen… Aber nicht jeder ist bereit, sein angelegtes Geld gegen die Dividende zu tauschen. Wenn du irgendwann deine angesparten Millionen ausgeben möchtest, wären ETFs wahrscheinlich attraktiver…

    Ausschüttende physische ETFs haben meist eine Ausschüttungsquote von 2-3% und meist 1x jährlich. Vielleicht findest du bessere… Dividendenaristokraten erhöhen jährlich und zahlen 4x m Jahr. Als Einzelaktie haben sie aber ein höheres Risiko.

    Mischen und Diversifizieren ist für mich die Lösung. Ich sammle einfach alles, was mir gefällt, attraktiv genug und renditestark, aber sicher erscheint. Und viel davon. Dann wirst du als Rentner wie Warren Buffett nur noch genießen und reinvestieren, weil sich halten auszahlt. Umschichten würde ich pers. möglichst wenig…

  6. AlexanderAlexander

    @Tim

    Gratuliere zu dem Beitrag. Hast Du einen Sinneswandel vollzogen? Du schreibst, dass Du nicht auf alles verzichten willst und jeden Cent umdrehen möchtest, wie den Kaffee unterwegs ab und an. Das man das Leben nicht ganz vergessen sollte. Ich propagiere ja schon immer, nicht dem Sparzwang zu sehr zu unterliegen, sondern das alles in einem gesunden Verhältnis stehen sollte. Bei gutem Einkommen sollte man sich auch etwas leisten dürfen (teurer Urlaub, Iphone etc.). Wenn die Sparquote passt, warum nicht?

    @Nico

    ETFs sind sicher nicht verkehrt, vor allem zum Start, um sich eine Basis zu schaffen. Durch Lesen, wie es andere machen, kannst Du Dir Anregungen holen und dann anfangen zu „experimentieren“,  Deinen eigenen Weg zu finden. Richtig oder falsch gibt es nicht. Man muss sich mit seiner Strategie wohl fühlen. Ob ETF, Einzelaktien mit Fokus auf Wachstum oder Dividende (oder doch gemischt), REITS, Anleihen usw., 100 Werte oder doch nur 10 Werte im Depot. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Mach weiter und Du bist auf dem richtigen Weg.

     

  7. Felix

    Bei den vier F fehlen mir die Ziele im Job. Ich habe immer darauf geachtet, mich auch beruflich weiterzuentwickeln, früher hätte man Karriere dazu gesagt. Genau wie bei den Dividendenaristokraten ist damit mein Einkommen immer weiter gestiegen und tut es immer noch.

    Bei allen schönen Dividendeneinnahmen, die ich nicht mehr missen möchte, ist der Beruf immer noch mein größter Einnahmenbringer. Deshalb sollte man mit dem Erwerb von Fachkenntnissen und Persönlichkeitsentwicklung nie aufhören und auch auf diesem Markt stets versuchen weiter zu kommen. Es gibt dann auch keinen Grund, einen an Geiz grenzenden Sparsamkeitszwang zu pflegen.

  8. GertGert

    @ Nico

    Respekt, 700 € jeden Monat auf die Seite zu legen, ist klasse. Auch wenn ich meistens ganz anders investiere als Tim und viele andere hier (Couponschneider bezeichnet Leute wie mich in seinem Blog als „nützliche Idioten“), weiß ich, dass du eines Tages ein größeres Vermögen aufgebaut haben wirst, wenn du das konsequent durchziehst. Ich wünschte, ich hätte das in deinem Alter auch schon so gesehen:-))

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vali

    Danke. Verizon ist im Buffett-Depot. Vor allem wegen der hohen Dividende.

    @ Alexander

    Sinneswandel? Ich bin sparsam. Aber gönne mir hin und wieder etwas. Ich habe so eine Starbucks-Karte und erhalte, wenn ich einen Kaffee kaufe, einen zusätzlichen gratis. Das macht natürlich Spass. Es gibt so gewisse Tricks, die machen mir Spass: Manchmal fliege ich erste Klasse, zahle aber nur Holzklasse.

  10. Anton

    @Nico

    Mit deinem Sparplan „MSCI World ETF“ hast du eine Null-Problemo-Lösung in der Tasche, bei der langfristig kaum was schiefgehen kann. Ich an deiner Stelle würde noch einen „MSCI Emerging Market ETF“ dazumischen (z.B. 70% World, 30% EM oder 80% World, 20% EM) und regelmässig bei jeder Wetterlage Anteile dazukaufen (damit die Stückelung nicht zu klein wird bzw. die Transaktionskosten nicht zu hoch, würde ich 4x „World“ kaufen und dann 1x „Emerging Market“). Einmal jährlich das Rebalancing nicht vergessen, und fertig ist dein Welt-Portfolio, das dir viel Freude bereiten wird und um das du dich kaum zu kümmern brauchst.

    Ich mache das seit einigen Jahren so und freue mich, dass ich mich nicht ständig um mein Portfolio kümmern muss (ich schaue 1x monatlich drauf). Früher habe ich Einzelaktien gekauft, mit der Zeit wurde mir das zu hektisch und zu nervig. Bin mit der ETF-Lösung sehr zufrieden.

  11. ZEN Investor

    Lieber Tim,

    ich habe eine technische Frage:

    Früher war es möglich, das Archiv deines Blogs nach Jahren und Monaten durchzusehen. Das war sehr interessant, die Beiträge von 2008 und 2009 gezielt anzuschauen.

    Irgendwie fehlt diese Archiv-Funktion. Woran liegt das?

    Gruss

    ZEN

     

  12. vdb

    @Nico

    @Anton

    Welchen MSCI World ETF habt ihr denn?

    Ich habe als Basis für mein Depot einen 700€ Sparplan auf den Lyxor ETF MSCI World D-EUR FR0010315770. Der Lyxor schüttet auch 2 mal im Jahr eine kleine 2,5% Dividende aus. Sonst habe ich auch noch den ISHARES STOXX GLOBAL SELECT DIVIDEND 100 UCITS ETF mit 4% Dividende, und den Pioneer Funds European Equity Target Income A LU0701926320 mit 7% Auschüttung im Depot. Dazu noch einige Dividenden Aktien wie Coca-Cola, Apple, Microsoft, Philip Morris usw. also alles was täglich gebraucht und gekauft wird ebend.

    Gruss
    vdb

  13. Slazenger

    Spielt es eigentlich eine große Rolle ob so ein ETF(z.B. MSCI World) voll replizierend ist oder die Indexnachbildung über SWAP Geschäfte macht???

    Weiß da jemand eine Antwort?

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZEN Investor

    Das stimmt. Ich schaue nach, was aus der Archiv-Funktion geworden ist.

  15. Patently Absurd

    Anton, Slazenger, vdb, Nico:

    Leute, investiert doch lieber direkt in die solide Unternehmen und nicht in diese künstlichen Papiere ohne Gesicht. Und bitte schon gar keine synthetischen ETFs, das sind die schlimmsten.

    Als Aktionäre habt ihr rechtlich und wirtschaftlich eine viel bessere Position. Ihr werdet zu Aktionärsversammlungen eingeladen und dort vom Management beköstigt und unterhalten. Ihr habt ein Stimmrechte und könnt den Kurs „Eures“ Unternehmens mitbestimmen. Zudem erhaltet ihr Dividenden ohne Abzüge.

    Ich würde schon alleine deshalb keine ETFs kaufen, weil ich Typen wie Laurence Douglas Fink nicht über den Weg traue und ihnen meine Stimmrechte nicht übertragen will.

    Wer in 8 oder 12 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und in unterschiedlichen Ländern investiert ist, braucht sich über eine weitere Diversifizierung in der Regel keine Gedanken machen. Bei einer Buy&Hold-Strategie haben ETFs im Vergleich zu Direkt-Investments ohnehin keine Vorteile mehr.

  16. Anton

    @vdb: Ich habe den „iShares MSCI World UCITS ETF (Dist)“ (ISIN: IE00B0M62Q58; Bloomberg-Ticker: IWRD SW). Aber ich lebe in der Schweiz, vermutlich gibt es für Deutschland bessere MSCI-World-ETFs (Stichwort Steuern).

    @Slazenger: Der Finanzwesir weiss eine Antwort: http://www.finanzwesir.com/blog/etf-swap-replizierer-steuer

    @Patently Absurd: Passives Investieren mit ETFs ist einfach so einfach, deshalb möchte ich in keine Einzelaktien (mehr) investieren. Klar, für die Bequemlichkeit muss ich etwas bezahlen, und ja, der Blackrock-Mensch „Laurence Douglas Fink“ hat sicherlich sehr viel Macht. Wenn aber Blackrock (zu) negativ auffällt, werden die (institutionellen) Kunden ihr Geld abziehen und ihre ETFs bei anderen Firmen kaufen.

     

  17. PIBE350

    @Patently Absurd: Auf Stimmrechte kann ich gut verzichten, da ich sie mangels Zeit und Lust nicht wahrnehmen würde. Ansonsten sehe ich für mich nur Nachteile in Einzelaktien: weniger Diversifikation, mehr Zeitaufwand und anfallende Transaktionskosten bei sehr hoher Wahrscheinlichkeit, dauerhaft NICHT den MSCI Welt zu schlagen. 🙂

  18. Patently Absurd

    @Anton:

    Warum ein Investment in ETFs „einfacher“ oder „bequemer“ sein soll als ein Investment in Aktien, verstehe ich nicht. In beiden Fällen wird eine Order aufgegeben, die von der Bank (möglichst kostengünstig) ausgeführt wird und dann bleibt man am besten für den Rest des Lebens auf den Anteilen sitzen. Einfacher geht’s nicht.

  19. Oliver

    @Patently Absurd:

    Im Grunde ist es sinnlos, jemanden versuchen zu bekehren, wenn er seinen Anlagestil gefunden hat. Es gibt nicht wenige, die stur einfach irgendwelche ETFs monatlich oder in bestimmten Intervallen nachkaufen und sich nicht weiter beschäftigen möchten. Finde ich gut nachvollziehbar, wenn man sich nicht sonderlich für Börse interessiert, aber trotzdem möglichst weit gestreut investiert sein möchte.

    Das andere Argument mit dem, dass man den Index kaum schlagen kann, ist aber nicht so richtig. Ein ETF ist immer unterdurchschnittlich zu dem Index, in dem er investiert. Die jährlichen Kosten sind dabei nicht so sonderlich ausschlaggebend. Es ist eher, dass durch die ständigen Wechsel der Aktien im Index diese bei Einführung wesentlich teurer eingekauft werden und mehr Aktivität da ist, als nötig wäre. Man hat mehr Bewegungen im ETF, obwohl man das als Anleger gar nicht mitbekommt. Von daher wäre ein Aktienanleger schon besser, wenn er nur den Index erreicht.

    Ich bin auch Aktienanleger und habe als Vergleich einen MSCI World ETF. Obwohl das an den Haaren herbeigezogen ist, einen Vergleich zu ziehen, schlage ich den immer. Aber – und das muß man wirklich sagen – beschäftige ich mich mit den Unternehmen und habe tatsächlich mehr Aufwand dadurch. Inzwischen ist das marginal trotz recht vieler Posten, aber mehr ist es schon, als eben stur den ETF zu kaufen. Für mehr Geld bzw. Rendite muß man ein bisschen mehr tun. So ist das Leben. Erfreu dich einfach an deinen Werten, wenns gut läuft. Jemand anderen, der nicht will, kann man nicht überzeugen und ich denke, das ist auch nicht nötig. Die ETF-Anhänger machen mir einen sehr zufriedenen Eindruck und das ist, was zählt.

  20. Vali

    Ich finde, dass es Argumente für alles mit Pro und Contra gibt.

    Ich bin auch lieber ein Aktionär mit Dividendenstrategie,

    -weil ich mich besser mit einem Unternehmen als mit einem Index identifiziere

    -lieber feste Stückzahl an Unternehmensanteilen habe als an Indizes

    -mir höhere Chancen, was Zukäufe, regelmäßige Dividendenzahlungen/steigerungen und außergewöhnliche Performance verspreche +regelmäßigen stetig steigenden Cashflow.

    -und mich (noch) gern mit einzelnen Unternehmen, ihren Brands und Produkten beschäftigen will

    Aber ich habe jetzt zum ersten mal einen Nikkei-Index-ETF-Sparplan im Depot und freue mich.

    -weil ich niemals alle japanischen Aktien kaufen würde/könnte, die drin sind

    -weil ich sie auch nicht so billig bekommen könnte (Ordergebühren)

    -weil ich jeden Monat im Schlaf zusätzliche Index-Anteile dazubekomme, die aus den Dividenden anderer bezahlt werden

    Ich finde, dass amerikanische, kanadische, britische  evtl. deutsche Aktien durchaus einzeln ins Depot sollten, weil sie große Chancen bieten.

    Ansonsten sind physische ETFs wirklich eine tolle Sache, vorausgesetzt, sie halten, was sie versprechen.

    Denn sie sind ein neues Produkt. Sie sind nur eine Nachbildung.Wir wissen aus der Börsen-Geschichte, dass nur wahre Werte wie Aktien, evtl. Anleihen überleben. Dass andere „Produkte“ aber wieder verschwinden könnten.

    Irgendjemand muss bereit sein mein ETF auch in Zukunft zu kaufen. Oder sehe ich das zu eng? Zu skeptisch? 😉

    Olivers Beispiel weiter oben ist sehr aussagekräftig. In 20 Jahren gibt es evtl. andere Produkte und dann kauft keiner mehr die „fertigen“ ETFs, sondern baut sich seine eigenen allein zusammen und bespart sie. Ob da all diese ETFs überleben?… Fast 3000 Milliarden Dollar haben Anleger aus aller Welt mittlerweile in sie investiert – seit dem Jahr 2008 hat sich dieser Betrag nahezu vervierfacht. Böses Spiel mit guten Fonds

    Man sollte es nicht mit ETFs übertreiben, finde ich persönlich. Ein, zwei, drei (oder 10%-20% vom Gesamtvermögen) ist gut, aber den Rest sollte man diversifizieren und in andere „Produkte“ anlegen – Aktien, Immobilien, Anleihen, Bares 🙂

    (Anleihen habe ich noch nicht.)

     

     

  21. Wurstbrot

    Wie sollte man bei 500,- bis 1000,- Euro monatlicher Sparrate denn am besten agieren? Wenn ich ein diversifiziertes Aktiendepot aufbauen möchte, dann würde ich jeden Monat eine Aktie für 1000,-Euro kaufen dann nach einem Jahr im Prinzip zukaufen? Oder macht es in einem solchen Fall mehr Sinn regelmäßig in einen ETF zu investieren? Oder sollte man ein Jahr sparen und dann einmalig mit 12.000,-Euro in eine Aktie einsteigen und dann jedes Jahr eine weitere hinzunehmen? Dann verliert man jedoch den cost average Effekt, der ja definitiv nicht zu verachten ist und das Crash-Risiko deutlich minimiert.

    Diese Frage quält mich jetzt eigentlich schon seit langem.
    Wenn man keine 100.000,- Euro Startkapital hat um sich ein breit gestreutes Depot anzulegen um dann nur noch monatlich oder quartalsweise zuzukaufen muss man sich darüber ja schon Gedanken machen.

    Wie ist eure Meinung / Empfehlung?

     

  22. Vali

    @Wurstbrot, ich finde es immer schwierig den richtigen Start hinzulegen 😉

    Hier wird dir jeder was anderes erzählen. Und jeder hat recht.

    Wenn ich nochmal anfangen würde, würde ich es so machen.

    DAB-Konto+Depot eröffnen. 20-Freetrades fürs erste Jahr hat man dort. Man kann dieAktein aus dem Dax, M-Dax und einige USA-Werte ohne Order-Gebühren kaufen. Zum DAB-Bestprice.

     

    Ich würde meine 20 Lieblingaktien monatlich zukaufen für einen Betrag zwischen deinen oben genannten 500-1000 Euro. Ohne Ordergebühren.

    Das waren bei mir bei der DAB z.b. CocaCola, Microsoft, Apple, McDonalds, Intel, Cisco, Google, Pfizer, Allianz,  MüRück, Siemens, Deutsche Post 😉

    Dazu würde ich von den kostenlosen Sparplan-ETFs was schönes aussuchen: MSCI, oder Euro-Stocks oder Nikkei ;-). Wie gesagt fürs Erste nur evtl. 3 ETF-Sparpläne für 0 Gebühren. Ich mag nur physische und ausschüttende. Das macht jeder natürlich nach Belieben.

    Am Ende des Jahres bist du reicher und diversifizierter für 0 Euro Gebühr!!! 😉

  23. Oliver

    @Wurstbrot:

    Wenn Du wirklich mit Aktien anfangen möchtest, wirst Du ganz am Anfang mit einer geringen Diversifizierung leben müssen. Die Meinungen mit der Diversifizierung gehen sowohl hier als auch allgemein sehr weit auseinander. Ich persönlich bin der Meinung, das man mit zehn unterschiedlichen Werten genug diversifiziert ist, wenn es große erfolgreiche Unternehmen in unterschiedlichen Geschäftsgebieten sind. Trotzdem habe ich inzwischen wesentlich mehr Werte.

    Im Grunde ist es sinnvoll, wenn man starten möchte, pro Posten etwa 1.500 € anzulegen wegen der Gebühren. Ich bin jetzt zusätzlich neu bei Lynx Brokers und habe gesehen, dass man ab 1.000 $/Kauf mit den Gebühren im grünen Bereich ist (etwa 0,5%). Normale Vorgehensweise ist, immer auf die 1.500 € zu sparen und sich dafür jeweils einen Posten kaufen. Nach 10 Käufen solltest Du von 10 Unternehmen Aktien haben. Danach würde ich erst entscheiden, ob ich eine bestehende Position aufstocke oder mir ein weiteres Unternehmen ins Depot hole. Bei den ersten drei Positionen würde ich mir von sehr großen Unternehmen Aktien anschaffen, die seid viele Jahren Dividende zahlen und diese in der Vergangenheit erhöht haben. Das ist ein sehr solider Anfang. Man braucht keine 100k Anfangskapital, um zu starten. Es reichen regelmäßige Sparleistungen, die investiert werden. Dazu solltest Du auf das Geld nicht angewiesen sein, da Aktien auch fallen können.

    Weitere wichtige Punkte:

    Was möchte ich erreichen ? Welche Strategie möchte ich durchführen?

    Durch das Tun wirst Du auch herausfinden, wie gut Du Buchverluste aushälst. Jeder Investor hat früher oder später einen oder mehrere Werte, die im Minus sind. Das ist ein sehr individueller Erfahrungswert, den Du für dich feststellen musst.  Gerade am Anfang wirst Du mehr Fehler machen, weil Du unerfahren bist. Mit der Zeit wird es weniger, aber fehlerlos wird man nie werden :). Da hat man aber die Erfahrung und weiß damit umzugehen.

  24. Oliver

    @Wurstbrot:

    Noch ein kleiner Nachtrag: Die Aktien, die Vali aufgezählt hat sind alle solide und ich besitze auch die meisten davon. Die mir noch fehlen, stehen auf meiner Beobachtungsliste. Das sind alles Unternehmen, mit denen man gerade am Anfang Erfahrungen sammeln kann.

  25. Marcel

    @Couponschneider

    Ist es von Bedeutung, dass es ein „Jungtürke“ war und wie erkennst Du selbige mit blossem Auge? Hätte es nicht auch ein Italiener, Spanier, Syrer oder Iraker sein können? Und wäre der „Jungtürke“ auch noch einer, wenn er in Deutschland geboren wurde und einen deutschen Pass besitzt?

  26. Mario

    @Wurstbrot

    Ein chinesisches Sprichwort sagt, „Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt“.

    Selbst wenn du die Superinvestoren in ihrem Lebenslauf betrachtest, sie haben alle irgendwann Mal ihr erstes Inevestment getätigt. Buffett hat bei seiner ersten Firma nur 100 $ eingebracht.

    Daher ist es nicht so schlecht klein anzufangen. Wenn du z.B. 1500 € als Aktien im Depot hast und diese treffen auf einen unruhigen Markt, wie jetzt Anfang 2016, merkst du, wie dich das trifft. Solltest du 100.000 € dagegen eingesetzt haben, wirst du vielleicht entnervt verkaufen und nie wieder einsteigen.

    Gesundes neues Jahr allen Schreibern und Lesern hier.

  27. wurstbrot

    Ich bin bereits seit meinem 16 Lebensjahr an der Börse aktiv.
    Bisher nur als  Trader neben dem Studium – mehr oder weniger erfolgreich. Schlussendlich habe ich das ertradete Geld auch immer entnommen um mein Leben etwas „angenehmer“ zu gestalten.

    Nun mit 32 Jahren und nem vernünftigen Beruf möchte ich langsam anfangen „reich“ zu werden und irgendwann (deutlich vor meinem 67. Lebensjahr) ein schönes passives Einkommen zu haben.
    Das Problem mit diesen kleineren Sparsummen beim AKTIEN-SPAREN sind doch die vergleichsweise hohen Ordergebühren und die Tatsache, dass man den cost average Effekt nicht so schön nutzen kann.
    Einen Fonds oder ETF kann ich monatlich oder quartalsweise zukaufen und nutze jede Marktlage aus… also auch die Crashs.
    Bei einem Einzelaktiendepot mit lediglich 10-12 Werten (@Oliver – das empfände ich auch als ausreichend diversifiziert wenn man entsprechend nur Qualitätsaktien kauft) kann ich ja nicht quartalsweise alle 10-12 Werte zukaufen. Das wurmt mich noch etwas.

    Der Anfang ist natürlich bereits getan. Ich habe seit einem Jahr Microsoft und  IBM. Die möchte ich nicht mehr hergeben.

    Meine nächste könnte AUTOMATIC DATA PROCESSING  (WKN 850347) werden. Was haltet ihr davon?

    Und wie sollten US-Werte gekauft werden. An der NASDAQ in US-Dollar oder hier in Euro?

  28. Tobias

    @vali, oliver und mario

    Natürlich vielen Dank für eure Tips. Gerade das mit der DAB und den Freetrades ist echt interessant. Ich bin halt seit je her per Consors und tu mich etwas schwer ein zweites Depot zu eröffnen. Verliert man schneller den Überblick. Trotzdem muss ich das mal durchdenken.

  29. Patently Absurd

    @Wurstbrot:

    Am Anfang sieht das bei kleineren Anlagesummen und 10 bis 12 Qualitätstitel in der Tat schwierig aus. Da ist das DAB-Konto mit den Freetrades wirklich eine gute Lösung, um eine „Anfangs-Diversifizierung“ mit kleinen Summen zu erreichen.

    Wenn du einige Zeit dabei bist, stellt sich das Problem eigentlich nicht mehr. Denn irgendwann verändert jede weitere Investition oder Reinvestition einer Dividende die Gesamtzusammensetzung des Depots nicht mehr viel. Man kauft dann einfach die Aktie, die unter den 10 bis 12 Qualitätstitel gerade besonders günstig erscheint. Zumindest bei mir verschieben sich die Präferenzen manchmal.

    IBM und Microsoft habe ich auch im Depot. Mit AUTOMATIC DATA PROCESSING kenne ich mich leider gar nicht aus.

  30. Anton

    @Wurstbrot und Buttersemmel

    Ich empfehle dir, ein paar Bücher zum Investieren zu lesen. Tim empfiehlt hier gute Bücher, aber auch der Finanzwesir hat eine gute Liste zusammengestellt: http://www.finanzwesir.com/buecher

  31. Vali

    @Tobias, DAB ist wirklich gut! Ich habe auch zwei Depots. DKB war mein erstes mit 10 Euro pro Order. Da habe ich Geld gelassen 😉

    Letztendlich habe ich mich aber seit einem Jahr fast nur noch aufs DAB-Depot konzentriert und das DKB-Depot profitiert voll davon, weil ich dort überhaupt nicht mehr aktiv bin. Ich ziehe von dort nur die Dividenden ab und überweise sie aufs DAB. Das wars.

    Ich finde, mehrere Depots machen einen zwangs-passiver ;-9

    Und sowie Patently Absurd  sagt: Das Problem, welche Aktie und wann man kauft, löst sich meist von allein. Du schaust halt auf die aktuellen Kurse, News und auch auf den Ex-Dividend-Day. Das hilft mir sehr, weil ich dann nach dem Kauf relativ zügig von der Firma eine Bestätigung bekomme. „Hier ist deine Gewinnbeteiligung – du bist jetzt ein Teil von uns. Nett mit dir Geschäfte zu machen“ 😉

    Ich habe mir für 2016 eine Liste gemacht, mit meinen Favoriten, die ich noch haben will und sie nach ihren Ex-Dividend-Day geordnet. Spontankäufe passieren aber auch.

    ADP ist ein Dividendenaristokrat, somit eine stabile Firma mit guter Geschichte und aktionärsfreundlich. Ich habe nichts dagegen. Allerdings sehe ich bei dir die Technologievorliebe. Solange du nicht nur im Technologiesektor diversifizierst, ist alles gut 😉

    Nach einem Jahr kannst du in deinem alten Depot weitermachen. Oder umziehen…

  32. Wurstbrot

    Was haltet ihr denn von dem hier: http://www.traderfox.de/strategieindizes/

    Im Prinzip umfassen die Indices sämtliche Aktien die man haben sollte. Sie werden vierteljährlich „überarbeitet“ und man kann regelmäßig zukaufen ohne sich dabei immer nur EIN Unternehmen rauspicken zu müssen.

    Problem sind die 1,5% Managementgebühr p.a. Andererseits – hätte man 12 Einzeltitel, die man immer mal wieder dazukaufen würde, hätte man ja deutlich höhere Ordergebühren als wenn man nur immer das eine Zertifikat aufstockt.

  33. Felix

    Ich verstehe nicht, warum es gut sein sollte, eine Aktie kurz vor dem Ex-Dividende-Day zu kaufen. Der Betrag der als Dividende ausgeschüttet wird, wird vom Kurs abgezogen, d.h. ich bekomme einen Teil meines investierten Geldes zurück und die Aktie wird um diesen Betrag billiger. Erst mal ein – ziemlich sinnfreies – Nullsummenspiel. Aber es kommt noch schlimmer!

    Auf das Geld, das ich zurück bekomme, zahle ich Steuern, und zwar fast 30 %. Ich habe also ein Verlustgeschäft gemacht. Hätte ich nach dem Dividendenabschlag gekauft, wäre ich billiger an die Aktie gekommen und hätte keine Steuern darauf zahlen müssen.

  34. Elf on the Shelf

    @Felix: guter Einwand! Aus kommerzieller Sicht macht das timen zum ex-Dividenden Datum wirklich keinen Sinn. Nachdem Vali hier als „gefühlsbetonte“ Investorin rüberkommt, denke ich, dass es ihr einfach nur um das „gute Gefühl“ geht noch rechtzeitig die Dividende zu erhalten.

  35. Vali

    @Felix, das ist vollkommen richtig 🙂

    Allerdings arbeite ich an meinem Cashflow und ich möchte den jeden Monat erhöhen und zwar ziemlich akribisch 😉

    Billiger an die Aktie versuche ich so und so zu kommen.

    Es gibt ja zwei Varianten:

    1.Ich kaufe die Aktie zu einem günstigen Zeitpunkt und warte einfach meine Dividende ab, die ich somit evtl. nur 3 mal im Jahr kriegen werde.

    2. Oder ich kaufe die Aktie im Monat vor dem Ex-Dividend-Day und bekomme die Dividende 4 mal im Jahr.

    Wie der Kurs sich entwickelt, ist ja wiederum vollkommen unabhängig. Sonst würde man in jedem Chart klar und deutlich erkennen, wann Ex-Dividend-day war und genau das kann man aber nicht 🙂

  36. Felix

    @ Vali

    Logisch ist das nicht. Du hättest Dir den Dividendenertrag beim Kauf am Tag des Dividendenabschlages einbehalten und deinen Dividendeneinkünften zurechnen können. Dann hättest Du Dir die Steuern erspart; sie wären noch auf Deinem Konto und nicht beim Finanzamt.

    Nur so als Überlegung. Es geht sicher nicht um große Beträge und es tritt auch nur einmalig bei der ersten Dividende auf. Bei Firmen (beispielsweisen deutschen), die nur einmal im Jahr ausschütten ist das schon etwas.

    Wenn ich für 10.000 € Daimler vor den Ex-Div kaufe und die 3 % ausschütten, bekomme ich 300 € Dividende ausbezahlt, so dass ich nur 9.700 € wirklich bezahlt habe. Von den 300 € holt sich das Finanzamt knapp 100 €, die sind weg, so dass mich die Aktien eigentlich 9.800 € gekostet haben.

    Hätte ich am Tag des Dividendenabschlages gekauft, hätte ich (von Kursschwankungen abgesehen) nur 9.700 € für die gleiche Anzahl von Aktien bezahlen müssen und Schäuble wäre leer ausgegangen.

    Nun gut, man kann sagen, was jucken mich 100 € bei diesen Summen. Dann verstehe ich nicht, wieso hier jeder auf der Suche nach dem preiswertesten Broker ist, wenn diese Beträge bei der Steuer wiederum keine Rolle spielen.

  37. Vali

    @Felix, ja, bei deutschen Unternehmen ist das sehr sichtbar und da gebe ich dir recht. Ich versuche deutsche Unternehmen nicht im Frühjahr zu kaufen, genau aus diesem Grund. Deshalb habe ich aber auch so wenige, weil ich nicht warten mag 😉

    Aber mein Depot besteht zu 90% aus Quartalszahlern.

    Dein Argument mit der Steuer ist OK, aber irgendwann zahle ich so und so die Steuer. Ehrlich gesagt zahle ich lieber die Steuer monatlich auf die Dividenden, als später beim Verkauf der Aktien vor der Rente…(was ich nicht vorhabe:-)

    Steuer zu zahlen bedeutet ja, dass ich Bargeld bekommen habe. Da komme ich nicht drumrum.

    Bei deinem Beispiel mit Daimler müsste ich für die nächste Dividende (vorausgesetzt ich hätte mit dem Kauf den Ex-Day abgewartet),  ein Jahr Dividendenlosigkeit ertragen 😉 In diesem Jahr könnte ich die Dividende nicht reinvestieren, womöglich wäre ich gar tot 😉

    Also ich möchte die Dividenden schnell auf dem Konto und möglichst monatlich sehen … so ist meine Strategie… damit ich schnell reinvestiere und keine Zeit verliere. Wie gesagt – die Kurse spielen sowieso verrückt…

  38. chaostrader

    Felix, mit emotionalen Investoren logisch argmentieren zu wollen ist sinnlos.

  39. Marcel

    Die Märkte meinen es ja im Augenblick recht gut mit Leuten, die noch in der Depotaufbauphase sind.

    Was habt Ihr so auf der Kaufliste aktuell oder wartet Ihr den großen Crash ab?

    Ob der wirklich kommt, weiß natürlich niemand.

    Ich habe eine Order für Bayer bei 106 Euro im Markt. Die sehen wir wohl bald wieder. Dazu würde ich bei Unilever, BAT, Roche und P&G nachkaufen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

  40. Felix

    Ich warte auf Disney, Altria, Starbucks und Fuchs. Wenn’s richtig kracht, nehme ich noch Google, Amazon und Tesla mit – ein bisschen Spaß muss sein.
    Wobei auch Apple ein unglaublich niedriges KGV hat. Ja, ich bin ein Tech-Fan.

  41. Marcel

    @Felix

    Grundsätzlich rechne ich mit einem deutlichen Absacken unter 10.000 Punkte bei Dax bzw. 17.000 Punkte im Dow.

    Mal sehen, was sich noch für Gelegenheiten bieten.

  42. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Felix,

    rein theoretisch hast Du natürlich Recht, aber in der Praxis läuft es oft anders. Ich mache es auch wie Vali. Vor allem, weil bei Quartals- oder sogar monatlichen Zahlern oftmals kein Abschlag, oder nur geringerer anfällt. Habe mal bei der SSL nachgeschaut, die ich beobachte. Hier war es auch so. Die habe ich nur nicht, weil die auch nur halbjährlich zahlt. Bei Monatszahlern spielt das gar keine Rolle mehr (z.B. DRG.UN), weil die Dividende in Relation zum Kurs zu gering ist. Da schaue ich immer unter meinen Kandidaten, dass ich gerade den kaufe, der kurz vorm Ex ist, um das gleich noch mitzunehmen.

    Bei deutschen Werten mit einer einzigen Dividendenzahlung ist das eher so wie Du beschreibst. Da fällt der Abschlag oft voll an, aber in einer Aufwärtsphase wird der oft auch schon am selben Tag, oder in 1-2 Tagen vollständig wieder eingeholt. Um in Deinem Sinne effektiv zu handeln, müsstest Du hier also eine Limit-Kauforder des Schlusskurses vom Vortag minus Dividende für den Ex-Div Tag eingeben. Nur wenn man sie dann wirklich mit dem Abschlag bekommt, hätte das Sinn. Aber aus dem Grund lieben Leute wie Vali und ich eben die US-Werte, weil sie öfter Freude bescheren. Wir lieben einfach den beständigen Cashflow.

    MS

     

     

  43. Vali

    @Matthias, schön von dir zu lesen 🙂

    Wie findest du eigentlich die Shaw_Communications SJR

    Monatlicher Zahler. Hast du sie evtl.? Du bist ja ein Kanada-Fan 🙂

    Marcel, auf meiner Liste war Verizon und General Mills. Die habe ich seit gestern 😉

    Dann kommen: Emerson Electric, Archer Daniels, Consolidated Edisson,  Wal-Mart, Philip Morris, BAT , Welltower, American States Water, JNJ, PepsiCo, Imperial Tobacco und dann kommt das zweite Halbjahr 😉

  44. StefanGE

    Hallo zusammen,

    gestern kamen bei mir United Technologies, ING Groep und CVS Health ins Depot. Habe einen ETF aufgelöst, der zwar 15% im Plus war, dessen Zusammenstellung (Dividenden Welt) sich aber so geändert hat, dass ich da kein gutes Gefühl mehr mit hatte. Viele Finanztitel aus Asien, das ist mir aktuell zu heiß…

    Nun ja, eigentlich wollte ich noch Apple hinzufügen, aber ich hatte es tatsächlich gestern noch im Urin, dass man lieber erst die finalen Zahlen von 2015 abwarten sollte…

    Egal, kommt Apple halt im März ins Depot, vielleicht ja dann nochmal günstiger als aktuell eh schon.

    Ansonsten auf der Liste: BHP Billiton, 3M, Bard, Beiersdorf, Colgate, Deere, Ecolab, Hormel Foods, Intercontinental Exchange, Monsanto, Raytheon, Reckitt Benckiser, Union Pacific und einige mehr….

    Meine Watchlist ist lang. Ich will erstmal überall mit um die 1-2000€ einsteigen und dann so bei 30 Werten im Depot immer das kaufen, was aktuell günstig ist.

    So meine Ruhestandsplanung ;-).

     

  45. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    so Sachen wie Shaw habe ich nur in ETFs wie dem XEI mit 4,4% Anteil. Es gibt einfach zu viele Werte, die ich gern hätte, dass ich nicht weiß, welche ich bevorzugen will. Deswegen sind für mich ETFs sinnvoll. Der Dividend Hustler wollte sich auch kürzlich zwischen Telus und Shaw entscheiden, und hat letztlich wieder eine Bank gekauft. 😉 Aus lauter Qual der Wahl nehme ich im Zweifel dann ETFs, bzw. stocke die auf.

    Kanada ist mir eben gerade jetzt sehr lieb, weil man die EUR nicht so schlecht wie beim USD eintauscht. Für einen EUR bekommt man über 1,51 CAD.

    Und ich finde eben tatsächlich viele CAD-Werte, die mir gefallen.

    Leider weiß ich nicht woher mit der Kohle.

    Grüßle

    MS

  46. Vali

    @Matthias, danke 🙂

    Der Hustler hat 2015  $ 20573.73   an Dividenden eingenommen!!! WOW…  vielleicht kaufe ich doch nur eine Bank 😉

  47. Martin

    Hallo zusammen,

    bin schon seit etwa einem Jahr stiller Mitleser, nun hätte ich eine Frage an die Runde. Ich würde gerne für meinen zweijährigen Sohn einen ETf -Sparplan auf den MSCI World anlegen. Weiß jemand eine Bank bei der man einen kostenlosen Sparplan auf einen ausschüttenden voll replezierenden ETF abschließen kann. Bei der DAB und Comdirect geht es leider nicht.

    viele Grüße Martin

     

  48. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Martin,

    ich kann Dir auch nur mit einem Link helfen. Ich wäre prinzipiell dagegen, für Leistung jedweder Art gar nichts zahlen zu wollen. Eine Hand wäscht die andere, sagt die Volksweisheit. Wer etwas gemacht haben will, der sollte auch bereit sein, etwas zu zahlen. Es gibt da den Spruch; „If you are not paying for it, you’re not the customer; you’re the product being sold.“ 

    Ich finde es nicht übertrieben, einen kleinen Betrag für einen ETF zu berappen. Irgend jemand hat ja schließlich Arbeit damit. 😉

    MS

  49. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    wegen meinen Aktienvorlieben nochmal kurz. Ich bin ja auch ein Gefühlsdusel. 😉 Gerade kam eine tolle Sendung über Kanada (17.000 km Kanada). Da waren die auch im absolut hohen, arktischen Norden von Kanada in Pond Inlet. Da dachte ich gleich, dort gibt es bestimmt einen „Store“ von North West Company. Die Aktie habe ich ja leider auch nur im XEI mit 1,13% Anteil. Die will ich aber noch als Einzelwert haben. Jedenfalls sieht der „Store“ in Pond Inlet so aus. 😉 Ein Container, aber wohl der einzige Laden dort. Es übt auf mich einen unwiderstehlichen Reiz aus, Aktien einer Ladenkette zu haben, die so einzigartige Standorte bedient.

    Na ja, waren meine Nachtgedanken nach einer Flasche Spätburgunder Weissherbst. 😉

    MS

  50. vdb

    @Martin

    Ich habe einen 700€ Sparplan auf den Lyxor ETF MSCI World D-EUR FR0010315770 bei der DAB. Der Lyxor schüttet auch 2 mal im Jahr eine 2,5% Dividende aus. Der Sparplan kostet bei der DAB 2,50 Euro + 0,25 % des Sparbetrags pro Transaktion. Der Lyxor ETF MSCI World D-EUR ist noch swab basiert, wird aber im 4Quartal 2016 auf voll replezierenden umgestellt. Was noch wichtig ist, der Lyxor ist steuereinfach.

    Gruß

    vdb

  51. Crash Dummy

    Ladies & Gentlemen, it’s showtime;-)

    Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

  52. Vali

    @Crash Dummy, deine Prophezeiungen waren für die Katz, weißt du noch?

    Jetzt traust du dich wieder her… Vielen Dank! Dir auch einen guten Rutsch! Ich hoffe, du nutzt die Einkaufskurse…

    @Matthias, danke, die North West Company war mir bis jetzt kein Begriff 🙂

    Finde ich auch toll!

  53. ZEN Investor

    Sehr gebackenes Wurstbrot,

    deine Anfrage vom 5.Januar 2016, 10:07, beantwortet ZENINVESTOREDUCATION wie folgt:

    „Wie sollte man bei 500,- bis 1000,- Euro monatlicher Sparrate denn am besten agieren?“
    war die Kern-Frage.

    Ich kann dir sagen, wie ich es mache:

    Ich spare 2016 8’000 CHF, danach pro Jahr 4’000 CHF. Meine Sparrate ist also erheblich geringer als die deinige.

    Ich  investiere nicht monatlich, sondern sammle zunächst das Cash, bis 2’500 CHF beisammen sind,
    und kaufe davon eine einzige Aktie.
    Dh ich handle unabhängig von der monatlichen Sparrate sondern habe mir die Frage gestellt:

    Wieviel Geld spare ich zB in den nächsten 5 oder 10 Jahren und welche Summe pro Aktie wäre sinnvoll?
    Und kann ich diese Summe schon von anfang an investieren?

    Bei mir kommen zahlreiche Detail-Regeln hinzu wie zB dass möglichst mehrere Jahre lang
    pro Aktie gleich viel investieren möchte (ausser Nachkäufe), oder dass ich nur bei tiefen Index-Ständen kaufe.

    Grenze im 1.Quartal 2016: (+Steigerung pro Quartal)
    DAX: 9’600 (+150)
    SPI: 8’000 (+125)
    S&P500: 1’600 (+25)
    Dow-Jones: 12’000 (+187,5)

    Der amerikanische Markt ist ja deutlich überbewertet (Vergleiche Shiller-P/E).

    Faire Index-Werte per 1.Januar 2020/2025

    DAX: 12’000 / 18’000
    SPI: 10’000 / 15’000
    S&P500: 2’000 / 3’000
    Dow-Jones: 15’000 / 22’500

    (Quelle:Strategie 15.4 Gedanken 1, eigene Berechnungen vom August 2015)

    Nun ja, auf jeden Fall nehme ich diese Werte als Kauflimite und kaufe nur, wenn der jeweilige Landesindex
    unterhalb dieser Grenze ist.
    (Ich kaufe aber nicht den Index, sondern einzelne Aktien. Aber ein tiefer Index erhöht die Chance
    einer Outperformance über die nachfolgenden 10 Jahre).

    Dh vorläufig kann ich keine schweizer Aktien kaufen, da diese heute noch immer zu hoch bewertet sind.
    Der SPI muss noch rund 600 Punkte oder 8% sinken, dann sind für mich Kaufkurse da.
    Beim Dax sieht es so ähnlich aus.

    Meine Strategie führt halt dazu, dass man zB in der zweiten Hälfte der 90er Jahre einfach mal über 5 Jahre
    nicht mehr kaufen konnte. Dafür entgeht man dann einer Dot-Com-Blase.

    Aber um nochmals auf deine Frage zurück zu kommen:
    Ich sammle Geld und investiere unabhängig von der monatlichen Sparrate.

  54. Martin

    @ Matthias und vdb,

    vielen Dank für eure Antwort, der Link ist super Matthias danke

  55. Anna

    @ Matthias

    Nicht vergessen: Heute gibt’s den 2. Teil von 17000 km Kanada. Wenn man sich das Leben der Inuit z.B. in Pond Inlet anschaut, dann jammern wir hier auf hohem Niveau.

  56. Mein Geldanlage Vergleich

    Ich möchte hier kurz auch mal meine Gedanken zur Altersvorsorge loswerden.

    Vor einigen Jahren habe ich wie sehr viele Menschen in Deutschland den Verkäufern von Banken und Versicherungen vertraut. Ich habe relativ blind Verträge abgeschlossen. In den letzten Jahren habe ich mich immer mehr mit dem Thema der Geldanlage befasst. Ich denke, dass eine gesunde Mischung der verschiedenen Geldanlageprodukte das richtige ist um fürs Alter zu sparen. Ich würde auch Riester und Rürup nicht grundsätzlich verteufeln. Es gibt sicherlich gute Gründe auch diese Produkte zu nutzen.

    Aber ich bin auch derselben Meinung wie Tim, das ohne Aktien die Altersvorsorge nicht funktionieren wird. Auch finde ich, dass es ohne eine vernünftige Strategie nicht klappt. By and Hold ist auch einer meiner Favoriten für Aktien. Aber wie schon gesagt, eine gesunde Mischung machts 🙂

    Viele Grüße

    Klaus-Dieter

  57. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Anna,

    Dank für Erinnerung! 😉 Habe vorhin leider verpasst Avon zurück zu kaufen. Hatte ja erst zu 3.03 USD gekauft, dann für 4.13 USD verkauft. Ich war vorhin leider nicht aktiv, hätte sie sonst für unter 3 gekauft. Mal sehen was morgen ist.

    Grüßle

    MS

  58. Pingback: Artikel aus dem Web der letzten Woche | TRAD€$ & $€TUP$

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *