So können Sie ohne Geldsorgen in Rente gehen


New York, 5. November 2013

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Unendlich viele Bücher beschäftigen sich mit der finanziellen Freiheit, mit dem sorgenfreien Rentendasein, mit dem Sparen. Im Schnitt kommt ein erwachsener Deutscher auf ein Vermögen von 150.000 Euro, sofern Sie die Anwartschaften auf Renten bzw. Pensionen einrechnen. Besonders die Beamten schneiden mit ihren vergleichsweise hohen Pensionsansprüchen gut ab.
Ohne den Rentenanspruch liegt das Geld- und Sachvermögen im Schnitt bei 88.000 Euro je Erwachsenem. Ich finde: Gut, diese Summe ist besser, als nichts zu besitzen. Aber: Das reicht nicht weit im Alter. Berücksichtigen Sie die steigende Lebenserwartung, die Lebenshaltungskosten und die tendenziell betrachtet sinkenden Renten.
Wie bekommen Sie mehr Geld zusammen? Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach. Fangen Sie möglichst früh mit dem Sparen an. Sparen Sie sinnvoll. Am besten sind Aktien. Langfristig. Aktien versprechen höhere Renditen als Immobilien.
Leben Sie unterhalb Ihrer Verhältnisse. Das gilt fürs Auto, Wohnen, Urlaub, Kleidung etc. Seien Sie ehrlich und anständig.
Die meisten Anleger verstehen die Börse nicht. Sie meinen, mit dem Aktien-Springen, mit dem ganzen Hin und Her wäre man erfolgreicher. Das stimmt nicht. Langfristiges Investieren (Halten) ist sehr erfolgsversprechend.
Natürlich gibt es immer wieder in meinem Blog Kritiker. Die führen Krisennudeln wie Kodak oder Enron an. Ja, einzelne Pleiten wird es immer wieder geben. Streuen Sie deshalb ausreichend Ihr Depot.
Selbst wenn Sie eine Kodak erwischt haben sollten, gilt: Daueranleger tut das kaum weh. Der Fotofinisher hat herrliche Dividenden jahrzehntelang bezahlt. Außerdem gründete Kodak seine Chemie-Tochter Eastman Chemical aus. Diese Chemie-Aktie gibt es noch heute, sie läuft ganz gut.
Lassen Sie sich von einzelnen Pleitefällen wie Kodak nicht verunsichern. Wer breit streut, braucht sich keine Sorgen machen. Wichtig ist einen langen Zeithorizont zu verfolgen.
Lassen Sie sich in einem Crash oder in einer Rezession nicht aus der Ruhe bringen. Setzen Sie Ihre Strategie des Aktiensparens einfach konsequent fort.
Die meisten Menschen haben einfach seltsame Gedankengänge. Sie verstehen vieles nicht. So denkt der Deutsche Michel, ein Millionär zu sein bedeutet automatisch, Geld wie im Rausch ausgeben zu können. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Reiche sind deshalb reich, weil sie sparsam sind, weil sie weniger ausgeben, als sie einnehmen bzw. besitzen.
PS: Den grauen Straßenkehrer auf dem Foto entdeckte ich in Paris.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „So können Sie ohne Geldsorgen in Rente gehen

  1. Jens.

    Hallo Tim.Bin jetzt ca 2 jahre Stammleser deines Blogs.Finde ihn ganz interessant aber auch einfach und logisch wie es rüberkommt.Habe bis vor ein Jahr meine Sparqoute auch wie so viele brav aufs Tagesgeldkonto geschafft aber durch Infos verschiedener Quellen kam es dann zum Umdenken.Viele in meinen Bekanntenkreis winken immer nur ab wenn sie nur Aktien hören.Auch ich gehörte damals dazu.Ich möchte mich hier einfach mal bedanken das unter anderem dieser Blog mir diese Angst genommen hat.Bis jetzt ist mein Depot noch recht klein aber ich denke dafür mit den richtigen Titeln. Mach weiter so.

  2. tim schaefertim schaefer

    @ Jens
    Danke für den Zuspruch. Ich hoffe, ich langweile nicht zu viele hier. Es wiederholt sich zum Teil schon. Das liegt wohl an meinem Autismus (lol).

  3. Chris

    Ich meine, dass bei diesen Privatvermögen immer die eigengenutzte Immobilie reinzählt… Ob das ein wirkliches Asset ist, ist natürlich mehr als fraglich.

    Die bisherige Historie hat durchaus Aktien gegenüber allen anderen Assetklassen deutlich bevorzugt. Man muss jedoch auch sagen, dass es noch nie so lange so friedlich war in Europa…

    @Tim
    Was hälst du von Minimum Variance Etfs?

  4. Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog

    @Jens:
    Setzt Dich intensiv mit der Dividendenstrategie auseinandern und Du wirst sehen, wie von Jahr zu Jahr Dein Vermögen automatisch wächst. Mein Dividenden Depot läuft auch sehr gut und nach meinen Hochrechnungen müssten es alleine nach 10 Jahren um die ca. 120.000 EUR Netto an Dividendeneinnahmen sein. Kurszuwächse meines Dividenden Depots sind noch gar nicht mit eingerechnet.

  5. Mike

    @Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog
    “ Kurszuwächse sind noch gar nicht eingerechnet.“
    Kursrückgänge aber auch nicht!
    Ihr betrachtet alles nur in eine Richtung.

  6. Felix

    In den letzten 5 Jahren lief es nur in eine Richtung. Ich war deshalb ganz gut dabei, weil ich mir vor dem 1.1.09 ein Depot aufbauen wollte, das nicht der Kapitalertragssteuer unterliegt. Das habe ich gemacht und hatte damit großes Glück mit dem Einstiegszeitpunkt, der durch die Politik iniziiert war.
    Inzwischen liege ich damit komfortable 80 % im Plus und würde einen 20%igen Rückschlag einfach aussitzen.
    Das sieht anders aus, wenn man gleich bei der Investition kalt erwischt wird und das Depot jahrelang unter Null liegt.
    Ohne das Quentchen Glück geht's halt nicht.

  7. dieter

    Dies sehe ich auch so,langfristig Anlegen mit Aktien,und die Dividenden sammeln. Dies geht aber nur,oder besser,wen wir Frieden in Europa haben,dazu zähle ich auch den Euro. Viele sehen nicht,das der Euro uns Europäern auch den Frieden sichert. Solange hatten wir noch nie Frieden,hoffen wir,das dies so bleiben mag,in Europa.

  8. Wurstbrot

    Zum Thema „unter den Verhältnissen leben“… ich bin mir nicht sicher ob das die rechte Wortwahl ist. Es hört sich immer so an als würdest du (Tim) in der letzten Klitsche wohnen, nur einen Anzug besitzen und dein Mittagessen nach Möglichkeit von deinem Gegenüber bezahlen lässt. Ich habe festgestellt, dass das Gesamtbild schon passen muss. Wenn ich als niedergelassener Arzt mit einer Rostlaube vor Aldi parke, möglicherweise die immergleichen Klamotten aus dem Asienmarkt trage, dann muss ich (auch wenn meine fachlichen Kompetenzen gut sind) nicht erwarten die Zahlungskräftigen Privatpatienten anzuziehen. Und überhaupt scheinst du so geizig zu sein, dass das schöne Leben mit allem was es bietet an dir vorbeizieht. Ich nehme an Kinder passen auch nicht in dein „Rentenkonzept“, kosten ja schließlich ein kleines Vermögen. Ich hoffe du lebst lang genug um deine angehäuften Taler auch irgendwann nochmal als Konsument in unsere Wirtschaft zurückzuführen 😉 Ich lese deinen Blog fleißig weiter um irgendwann vielleicht mal deine Beweggründe zu verstehen. MfG

  9. Jens

    Ja genau das ist auch mein Plan mit diesen „Dickschiffen“ einen passiven Einkommensstrom durch Dividenden zu haben.Mit folgenden Titeln wollte ich mein Leben „verbringen“ und halt nur zukaufen:BASF,Siemens,Altria,Coca Cola,P&G,Mc D,J & J und Nestle.Ich weiss das es vielleicht etwas wenig ist aber ich mag es halt übersichtlich 🙂

  10. tim schaefertim schaefer

    @ Chris
    Mit „Minimum Variance Etfs“ kenne ich mich nicht aus. Sorry.

    @ Wurstbrot
    Jeder sollte so leben, wie es ihm/ihr Spass macht.

    Meine Prioritätenliste sieht so aus:
    1. Menschen (Beziehung, Kinder, Familie, Freunde etc)
    2. Geld
    3. Sachen (Luxus, Kleidung, Zeug)

    Ja, Geld macht nicht glücklich, es schafft aber gewisse Freiheiten (Möglichkeit früher in Rente zu gehen, leben wo ich mag, Hobbys…)

    Ich kenne Leute, die haben die „Sachen“ auf ihrer Prioritätenliste ganzen oben stehen. Da wird dann halt der Ferrari jeden Tag mit einem Politur-Tuch eine Stunde gepflegt.

  11. Markus

    @Chris

    Als einer der wenigen etf-Befürworter hier, würde ich die Finger von Modethemen wie Minimum-Variance-etf`s lassen!!!

    Wichtig sind sehr breite Indices (kein DAX oder Dow), für mich voll replizierend und ohne swaps, Kostenseite, kein kleiner etf mit geringem Anlagevermögen…

    Auch Einzelaktien mit buy & hold sind eine Option. Henkel, Beiersdorf, Procter, Nestle, Coke, Berkshire, J & J, Colgate Palmolive, Nike, Mc Do, Unilever, BAT, Royal Dutch… Kommt natürlich auf die Anlagesumme, Verteilung und Bewertung an und ob man auf das Geld 20 – 30 Jahre verzichten kann.
    Siemens wäre nicht mein Fall, aber jeder hat so seine Lieblinge oder Unternehmen von denen er gar nichts hält. Jemand anderer will wieder keine Zigaretten oder Öl-Firmen…

  12. Andi7

    @Wurstbrot
    „unter den Verhältnissen leben“ heißt nicht auf „Bettlerniveau“ herunterzukommen. Es heißt nur man gibt nicht 100% des Gesamteinkommens aus, sondern spart davon 10-25%.
    D.h. ein niedergelassener Arzt, der 25% von seinem Einkommen spart, hat zweifelsohne immer noch viel bessere „Verhältnisse“ als ein Durchschnittsverdiener, der nur 10% spart.

    Allerdings sind in dem Text – „Sparen Sie sinnvoll. Am besten sind Aktien.“ – zwei Themen vermischt.
    Sparen ist eine Seite. Ist sinnvoll und hat eigene Gründe.
    Investieren von dem Eingesparten ist die andere Seite der Medaille und hat eben andere Gründe.

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