Schütze Dein Vermögen wie einen Schatz. Hast Du ein Depot aufgebaut, lebe nur von den Zinsen und Dividenden. Die Substanz musst Du erhalten


New York, 16. Oktober 2017

Hier ist ein Wachmann vor der Federal Reserve Bank (FED) in New York heute zu sehen. Es befinden sich im Keller der Notenbank enorme Goldbestände aus aller Welt. Ich habe das gelbe Edelmetall schon bestaunt. Die Notenbank bewacht ihren Schatz tief im Felsen mit enormen Aufwand. So solltest Du Dein Depot bewachen.

Ich würde nicht extreme Parteien rechts und links vom Rand wählen. Niemals. Ich verstehe aber durchaus die Ängste der Menschen, die das tun. Innerhalb weniger Jahre entstehen Milliardenkonzerne wie Facebook oder Netflix, die nur wenige Beschäftigte haben. Denke nur an all die Technologie-Riesen wie Uber oder AirBnB in Kalifornien. Sie haben wenig Mitarbeiter in Relation zum Umsatz, den sie stemmen.

Amazon setzt Roboter in Lagerhallen ein. Es hat Drohnen entwickelt und andere autonome Zustellverfahren. Weniger Menschen werden aufgrund des Fortschritts (Roboter, Drohnen, intelligente Software…) gebraucht. Taxi- und LKW-Fahrer werden irgendwann obsolet.

Menschen werden massenweise ihre Jobs verlieren. In der oberen Mittelschicht und der höheren Schicht muss mit harten Bandagen gekämpft werden, und zwar um Jobs samt Gehälter. Mehr Menschen arbeiten Teilzeit oder als freie Mitarbeiter oder Scheinselbstständige. Es wird hart.

Insofern ist es umso wichtiger, dass Du Deine Finanzen in Ordnung bringst. Spar! Investier! Tilg Deine Schulden! Bau ein bequemes Finanzpolster auf.

Wenn Du irgendwann ein sechsstelliges Depot hast, schau ihm zu, wie es wächst. Die ersten 100.000 Euro sind übrigens die härtesten. Irgendwann kannst Du es langsamer angehen. Du kochst, machst Yoga, Sport, schreibst ein Buch, gehst mit der Familie wandern. Andere gehen Angeln oder Golfen, Joggen, Bergsteigen, Tennisspielen. Sie gehen lange Zeit auf ein Kreuzfahrtschiff. Wenn Du finanziell frei bist, kannst Du machen, was Du willst.

Ich wohne an der Südspitze Manhattans. Die Wohnkosten sind natürlich höher als auf dem Land (etwa im Hudson Valley oder in den anderen Bezirken wie Staten Islands). Aber dafür habe ich fast alles in ein paar Gehminuten entfernt: Den Supermarkt, die U-Bahn, den Bus…

Du kannst Geld und Zeit sparen, wenn die Arbeit in der Nähe ist. Zu Fuß oder mit dem Rad in ein paar Minuten zur Arbeit zu kommen, ist ideal. Kein Parken, kein Benzin, keine Versicherung, keine Inspektion sind nötig. Seit elf Jahren hab ich kein Auto mehr.

Allein kein Auto mehr zu haben, führt dazu, dass ich ein paar Tausender unterm Strich spare. Nicht zu vergessen den Mehrgewinn an Lebensqualität. Mein Rat an Dich: Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit„, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das.

In der Stadtmitte zu leben, hat viele Vorteile. Als eine Musterwohnung in meinem Hochhaus aufgelöst wurde, sagte mir der Nachbar Bescheid. Der Hausmeister musste alles wegwerfen. Ich konnte alles haben, was ich wollte, was noch in der Wohnung war. Die Couch, der Teppich. In der Küche entdeckte ich wertvolle Sushi-Messer und Bio-Gewürze sowie Besteck. Ich erkundigte mich mehrfach, ob ich das Zeug wirklich haben kann. Sie sagten „Ja, selbstverständlich. Alles muss in den Müll.“  Wer sich umschaut, findet super Sachen gebraucht, die nicht mal benutzt (oder kaum benutzt) wurden. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Vieles, was noch Brauchbar ist, landet auf der Mülldeponie.

Wenn Du, sagen wir 500.000 Euro im Depot hast, geht es darum, das Geld zu schützen. Maximal solltest Du vier Prozent im Jahr entnehmen. Mehr aber keinesfalls.

Die meisten Menschen denken immer ans Geld ausgeben. Erbt jemand zehn Millionen Euro, würde der typische Konsument schnell das Geld ausgeben. Die wenigsten würden daran denken, den Schatz zu schützen. Ich würde die zehn Millionen Euro beschützen. Das hätte für mich Priorität. Ich würde allenfalls von den Zinsen und Dividenden leben. Das wäre reichlich. So einen Schatz gibt man nicht einfach aus. Das verstehe ich nicht.

Leb den Dividenden-Traum. Darum geht es. Das ist die Freiheit. Die ewige Freiheit. 2,5 Prozent Dividende von zehn Millionen Euro sind 250.000 Euro. Davon kann jeder fürstlich leben – ohne jemals arbeiten zu müssen.

Lass einfach das Geld für Dich arbeiten. Und geh nicht gezwungenermaßen arbeiten. Im Grunde ist die finanzielle Freiheit schon mit 500.000 Euro möglich. Du bekommst brutto jedes Jahr 20.000 Euro (Vier-Prozent Entnahme-Formel). Ok, sollte es Dir nicht reichen, habe ich eine Lösung für Dich: Mit zusätzlich einem kleinen Nebenjob kannst Du bestimmt davon leben. Mit anderen Worten: 20.000 Euro brutto plus Nebeneinkünfte. Du kannst Dich dann im Stuhl zurücklehnen. Du darfst halt nie die 500.000 Euro zu stark dezimieren. Du darfst immer nur maximal vier Prozent ausgeben. Mehr auf keinen Fall. Es geht darum, den Freiheits-Schatz zu schützen.

Ich finde diese amerikanischen Super-Athleten spitze. Sie verdienen zig Millionen im Jahr, leben aber bodenständig. Sie wohnen im Keller des Elternhauses, fahren alte Rostschüsseln oder gehen zum Schnellimbiss Chipotle. Sie beschützen ihren Schatz. Sie wissen: Das Geld wird nicht immer endlos sprudeln. Das ist clever! Einen Schatz gibt man nicht her.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Schütze Dein Vermögen wie einen Schatz. Hast Du ein Depot aufgebaut, lebe nur von den Zinsen und Dividenden. Die Substanz musst Du erhalten

  1. Ex-Studentin

    Huhu Tim, schöner Artikel. Ich muss daran denken, wie schlicht deine Wohnung vermutlich im Vergleich zu den Nachbarn eingerichtet ist. Verrückt, dass man die Möbel wegschmeißen wollte. Du hast ein schönes Leben. Finde es toll, dass du auch auf deine Gesundheit achtest. Da kann nicht viel schiefgehen!

    @Aktienfrage

    Überlegt jemand Voltabox zu kaufen?

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Hier wird viel weggeworfen. Der Müllraum ist proppenvoll.

    Sie haben im Haus ein Online-Portal eingerichtet. Dort wird mittlerweile viel kostenlos oder gegen einen kleines Obolus abgetreten. Das ist super. Es reduziert die Müllberge und hilft Nachbarn.

  3. steve

    @ Ex-Studentin Voltabox Börsenwert 500 Mio Umsatz 25 Mio, da reden wir nicht von Gewinn. Aber ja kann weiter nach oben gehen, muss es aber nicht. Sicher wissen tut mans nicht. Kann genauso wie Tesla Amazone oder auch Netflix ( sorry Tim aber die haben Schulden da wirds mir schlecht) eine Kursrakete werden. Über die Substanz dahinter kann man sich streiten, möglicherweie streitet man sich dann um nichts. Macht aber nichts solange die Geschichte für die Masse sexy klingt.

  4. June

    Guten Abend,

    @Jenny,

    ich musste gerade erstmal nach Voltabox suchen, mir hat das gar nichts gesagt.

    Der Trend ist sicher sehr stark, auch mein Unternehmen hat gerade eine Schnellladesystem für Elektrofahrzeuge einbauen lassen und unsere neuen Transportfahrzeuge lassen sich noch schneller laden und haben eine längere Akkuleistung ca. 16 h. Amazon setzt auch auf selbstfahrende Lagerroboter, vorraussichtlich werden also in Zukunft immer mehr Akkufahrzeuge benötigt werden.

    Voltabox will seinen Umsatz versiebenfachen, dass ist ein erhebliches Risiko, zumal das Unternehmen im Moment nur 90 Mitarbeiter an 2 Standorten hat. Aber durch das hohe Risiko hat man auch große Chancen. Solltest du dich zu einem Kauf entscheiden, würde ich dies mit kleinem Kapital tun. Wie hoch soll denn deine Investition sein? Ich würde vllt. 1000 € anlegen. Versiebenfacht sich in den nächsten Jahren auch dein Einsatz, hast du eine tolle Performance. Entpuppt es sich als Pleiteunternehmen, ist das zwar schade, aber den Tausender kann man verkraften.

    @Tim,

    Hier in Deutschland wir immer mehr gebraucht verkauft. Ebay, Ebaykleinanzeigen, Kleiderkreisel, Sozial-Kaufhäuser und sogar Amazon sind Plattformen, wo sich so manches an den Mann oder die Frau bringen lässt. Manchmal sogar Neuware zu stark reduziertem Preis.

    Mein letzter Gebrauchtwarenkauf, war ein Silberbesteck bei Oxfam. Ein Designklassiker aus den frühen 60er zum fairen Preis. Ein neues WMF Besteck hätter mich sicher den 3 fachen Preis gekostet.

    Manchmal muss man Glück haben, okay ich habe sicher 3 Jahre gesucht bis ich fündig wurde.

    Jetzt erfreue ich mich jeden Tag an dem schönen Besteck.

    Take care,

    June

  5. Kevin

    Schöner Artikel Tim. Ich lese deine Blog mittlerweile (mehrfach) täglich.

    Mal eine allgemeine Frage, Wie sucht / findet ihr interessante Aktien?

    Ich suche z. B. gerade noch etwas in E-Mobility und Krypthowährungen…

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Felix

    Gut gesagt.

     

    @ June

    Super Deal gemacht. Gratulation. Und vor allem hast Du so lange warten können, was beachtlich ist.

    Gebraucht ist meistens in der Tat die bessere Lösung. Vieles braucht man noch nicht mal gebraucht.

    Je weniger Zeug ich besitze, desto wohler fühle ich mich. Liegt an der Mini-Wohn-Fläche.

    @ Kevin

    Krypto verstehe ich nicht. Ich kann die Währungen nicht einschätzen.

  7. Michi

    „Mein Rat an Dich: Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit„, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das“

    Hört sich zwar gut an, ist aber in vielen Teilen Deutschlands nicht mehr  so einfach umsetzbar, weil es viel zu wenig und viel zu teuren Wohnraum gibt. Gerade mit Familie tut man sich schwer, da muss man teilweise froh sein, dass man preislich in einer normalen Wohnlage überhaupt was einigermaßen vernünftiges hat, da kann man sich die genaue Wunschlage (Nähe Arbeitsplatz) dann nicht mehr aussuchen.

    Ansonsten super Artikel, stimme mit vielem überein.

  8. Rainer Zufall

    Zum Thema E-Mobility

    Habe vor ein paar Tagen gelesen, dass Shell die Firma NewMotion übernommen hat. Shell scheint sich da ebenfalls zu positionieren. Finde ich gut, habe nach der Diskussion hier ein paar Shell Aktien gekauft.

    „Das Unternehmen NewMotion mit Sitz in Amsterdam bietet mehr als 30 000 Ladestationen für Zuhause oder in Unternehmen an – außerdem Zugang zu über 50 000 öffentlichen Ladesäulen in 25 Ländern, davon 10 000 in Deutschland. Rund 100 000 Kunden besitzen eine Kundenkarte von NewMotion, mit der sie die Dienstleistungen des Unternehmens nutzen können, davon 39 Prozent in Deutschland.“

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/elektromobilitaet-shell-investiert-in-stromtankstellen/20448592.html

     

  9. Rainer Zufall

    Tim

    „Mein Rat an Dich: Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit„, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das.“

    Habe mich mir dem Thema lange beruflich beschäftigt. Ich teile Deine Aufassung, dass es sinnvoll ist am Arbeitsort zu leben. Das schont die Nerven (die eigenen und die der Familie) und den Geldbeutel. Allerdings ist ein Wohnortwechsel häufig nicht möglich. Z.B.Wenn

    Kinder bereits in die Schule gehen.
    Wohneigentum erworben wurde
    Eltern zu pflegen sind
    sich die Freundschaftsnetzwerke am jetzigen Wohnort befinden

    Das erschwert einen Wohnortwechsel und führt dazu, dass Pendler zum Teile über jahre und Jahrzente weite Strecken zwischen Wohn- und Arbeitsort zurücklegen, trotz der damit verbundenen Probleme.

    Pendeln wird zudem sehr unterschiedlich bewertet, je nachdem

    ob man sich freiwillig zum Pendeln entscheidet
    oder die Entscheidung erzwungen ist (wenn z.B. der Arbeitgeber den Standort verlegt)
    mit welchem Verkehrsmittel man unterwegs ist

     

  10. Thomas der Sparkojote

    @Thomas
    Mir wäre neu das diese 4%-Regel wiederlegt worden ist, hast du Quellen oder Referenzen/Studien auf die du verweisen kannst?

    @Tim
    Ich bin der ähnlichen Meinung wie du allerdings ist in der Schweiz 500’000 definitiv zu wenig. Mit der 4%-Regel braucht man für einen normalen sparsamen Lebensstil mindestens 800’000-1’000’000, also gut das Doppelte.

    Grüsse
    Thomas

  11. Mr. Pino Cavallo

    Vermögen ist Freiheit. Das merke ich in meiner aktuellen Situation sehr.

    Habe zum Jahresende meinen aktuellen Job gekündigt, ohne bereits einen neuen Job in Aussicht zu haben. Das stößt bei einigen Kollegen auf Unverständnis. Sie meinen, dass ich nun gezwungen sei, das nächstbeste Angebot anzunehmen. Aber genau das muss ich nicht. Ich habe in den letzten Jahren seit meinem Berufseinstieg fleißig gespart.

    Theoretisch könnte ich bei meinem aktuellen Konsumverhalten mehrere Jahre von meinem Ersparten leben. Das ist natürlich nicht das Ziel, trotzdem aber eine enorme Beruhigung. Mein Job hat mich unzufrieden gemacht (Arbeitszeiten, Vorgesetzte) und ich habe es letztlich dort nicht mehr ausgehalten. Ich hätte bis vor kurzem niemals daran gedacht, dass ich zu einem solchen Schritt fähig bin.

    Vermögen aufzubauen, anstatt es auszugeben, ist das beste was man mit Vermögen machen kann. Es beschert einem den Luxus, den sonst kein Luxusgut der Welt zu bescheren vermag: Freiheit!

  12. Depot Trucker

    Das die ersten 100.000 € am schwersten sind kann ich bestätigen.Bin selber LKW Fahrer.Ich mach mir mit meinen 39 Jahren keine Gedanken arbeitslos zu werden.Der Job ist so speziell ,das kann vorläufig kein Roboter ersetzen. Die stumpfen autobahnfahrten werden werden in nächster Zeit vielleicht voll autonom gefahren.

  13. Daniel

    Ich würde nicht extreme Parteien rechts und links vom Rand wählen. Niemals. Ich verstehe aber durchaus die Ängste der Menschen, die das tun.

    Hier in Deutschland fallen mir hierzu nur zwei Parteien ein. Die Linke und die NPD. Beide haben in ihrer jetzigen Form vor, sofern man die Gedanken der Parteien zuende spinnt, den Staat abzulösen. Bei der NPD wäre das ein diktatorisches System dass genau vorschreibt was, wie und wer man zu sein hat. Der einzelne Mensch zählt nicht mehr, das Kollektiv zählt. Eben National-„SOZIALISMUS“.

    Die Linke unterscheidet sich kaum, wird aber häufig als besser wahrgenommen, da es ja angeblich um „das Gute“ geht. Ergebnis ist aber fast das Gleiche. Eigentum gibt es nicht mehr, alles gehört dem Kollektiv und der Staat bestimmt was, wie und wer man zu sein hat. Der Einzelne interessiert ebenfalls nicht mehr, er arbeitet für das Kollektiv. Die Grenzen von extrem links und extrem rechts sind schwimmend.

    Was jetzt in Deutschland passiert, insbesondere Stichwort AFD, hat mit beiden Strömungen nichts zu tun. DIe Menschen haben sich kaum verändert, die gesamte Parteienlandschaft hat aber in den letzten Jahren einen Linksruck erfahren und tut nun so als ob Menschen die früher ganz klar in den rechts-Flügel der CDU gelandet wären nun extremistisch veranlagt wären. Sie wählen nun eine konservative Partei wie die AFD. Daran ist nichts verwerflich und es ist für mich ein Zeichen von funktionierender Demokratie bzw. der Bundestag hat das gesamte Spektrum abzudecken. Hierzu gehört für mich ein rechter Flügel.

    Es ist noch nie der schlechteste Ansatz gewesen eine gewisse Prise Patriotismus, Heimat-„zuerst“ und konservatives Denken wie es z.B. auch die CSU seit Jahren erfolgreich verfolgt hat mit einer freidenkenden und wirtschaftsliberalen Partei wie der FDP zu kombinieren. Eine solche Konstellation ist hierzulande aber nicht mehr möglich, denn neben der AFD gibt es diese konservative Partei nicht mehr seitdem Merkel den Sozialismus für sich entdeckt hat.

    Das hat auch nur bedingt etwas mit Ängsten der Menschen zu tun sondern einfach der Tatsache, dass viele Parteien den Elefanten im Raum, die massenhafte Zuwanderung und die damit völlig explodierenden Kosten inkl. der Kosten für die Einwanderung in die Sozialsysteme ohne absehbare Gegenleistung nicht wahrhaben wollten. Ich nenne es nicht Angst sondern bewusste Ablehnung gegen etwas was einem nicht gefällt. Diese Meinung muss man nicht haben, aber man hat sie zu akzeptieren. Das Thema Digitalisierung, auch wenn es wie ein Unwort stetig immer wieder auftaucht, ist vom Deutschen noch unglaublich weit weg, deswegen kann man es auch irgendwie kaum noch hören.

     

    Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit„, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das.

    Mich überrasscht das nicht, da ich mich auch hier selbst wiederfinde. Fakt ist wohl, dass die meisten Dienstleistungsjobs zukünftig in Ballungsgebieten zu suchen sind. Ballungsgebiete sind aber oftmals absolut überteuert. Die Wohnungen werden kleiner, die Umgebung wird dichter und lauter und dreckiger. Zudem muss man als Stadtmensch geboren sein. Ich bin es nicht.

    Für mich wäre es eine Qual in einer kleinen, mitlerweile uralten Mietwohnung zu leben in der kaum noch etwas renoviert wird, weil jeder Vermieter in einer boomenden Stadt komplette Narrenfreiheit bei der Auswahl der Mieter hat die hinter einem Schlange stehen wenn man was zu nörgeln hat.

    Auch Nebenthemen wie das halten von Haustieren (Hund/Katze) wäre für mich in der Stadt ein absolutes No-Go. Nen Kater hat bei mir Freigang. Wenn ich joggen will dann bin ich in 10 Minuten im Wald. Sowas habe ich in der Stadt nicht und fehlt mir an Lebensqualität. Zudem, und jetzt brauche ich das Wort „Digitalisierung“ mal selbst, ist wohl bei vielen Jobs absehbar, dass HomeOffice in Teilen oder gar vollständig möglich sein wird. Der Ort der Arbeit wird damit zunehmend irrelevant. Damit entfallen auch Pendler-Zeiten.

    Gruss Daniel

  14. MatthiasJ

    @Tim:

    Mit dem Leben am Arbeitsort gebe ich dir nur bedingt recht. Ja, es ist komfortabel, man hat mehr Zeit und spart Fahrtkosten. Aber das bezahlt man zumindest in Großstädten auch mit deutlich höheren Wohnkosten. Zudem finde ich das Leben in der Stadt nicht sehr lebenswert. Alles ist so laut, so stressig, es gibt wenig Grün, wenige Orte zum Entspannen und die Natur genießen. Und eine eigene Immobilie kann man sich da eigentlich gar nicht leisten (wenn man das will). Persönlich möchte ich keine Kinder in der Stadt groß ziehen, aber das ist natürlich von der individuellen Lebenssituation abhängig. Für uns waren das alles Gründe, außerhalb der Großstadt (Frankfurt) zu wohnen. Ich pendle täglich 25min mit dem Zug, das ist nicht wirklich lange. Das hat man teilweise sogar in der Stadt. Ich kann im Zug lesen, arbeiten, ausruhen, … Und wir wohnen im Grünen, alles ist entspannter. Die Kinder haben einen Garten und mehr Freiraum, wir sind froh nicht in Frankfurt wohnen zu müssen und wöllten es auch nicht, selbst wenn wir es könnten.

    ~ Matthias

  15. Rainer Zufall

    Daniel

    „Zudem, und jetzt brauche ich das Wort „Digitalisierung“ mal selbst, ist wohl bei vielen Jobs absehbar, dass HomeOffice in Teilen oder gar vollständig möglich sein wird.“

    Ich habe Homeoffice als Lösung pendelbedingter Probleme regelmässig empfohlen und denke, dass es eine gute Sache ist. Durch (einzelne) Homeoffice Tage lässt die Fahrzeit und der dadurch bedingte Stress reduzieren.

    Homeoffice ist in vielen Bereichen aber ausgeschlossen  (Fertigung in der Industrie, Landwirtschaft).

    Auch wenn das in vielen anderen Bereichen (DL, Verwaltung) eine Möglichkeit ist, die Möglichkeit wird kaum genutzt. Ich kann dir gerade keine Zahlen nennen und müsste da nachschauen. Fest steht aber; Homeoffice ist selten. Aus meiner Sicht fehlt die Altzeptanz.

    Hinzu kommt, dass einige Unternehmen Homeoffice inzwischen wieder abschaffen. Über die Gründe kann ich nur mutmassen.

    Trotz der technischen Entwicklung, die Pendlerzahlen werden nicht automatisch abnehmen.

     

  16. Frank

    Was noch wichtig ist:

    Mit einem kleinen Job zusätzlich zu den Dividenden zahlst du auch nur kleine Steuern.

    Deine Dividendenbesteuerung reduziert sich auf deinen persönlichen Steuersatz, so dass du zusätzliches Geld zur Verfügung hast.

     

    FRank

  17. Gurki

    Habe letztes Wochenende meinen Keller aufgeräumt und ausgemistet. Tatsächlich ein schönes Gefühl, wenn jetzt weniger drin steht als vorher und das auch noch alles geordnet. Hat aber seine Zeit gekostet.

    Zum Beitrag:
    Ich bin der Meinung das ein Auto zur Lebensqualität beitragen kann! Wenn ich überlege wie voll es in meiner Großstadt ist. Jeder hustet und pustet in den Öffentlichen seine Bakterien durch die Gegend. Die Polster sind schmutzig, weil die Jugendlichen mit ihren Schuhen auf die Polsterung der Sitze „aus Gemütlichkeit“ verschmutzen. Es stinkt nach Döner und den ganzen Fraß. Mir reicht es schon unter der Woche mit den Öffentlichen zur Arbeit zu fahren.
    Am Wochenende fahre ich dann lieber in meinem kleinen Auto. Es ist sicherer, sauberer, stinkt nicht und ich komme deutlich (!!) besser zu meinen Eltern als mit Bus & Bahn.

    Mal abgesehen von der weiten Strecke, beneide ich jeden, der auf einem Dorf in einem Einfamilienhaus wohnt! Die haben schönste Landschaft um sich rum. Ruhe und Natur! DAS ist ein Traum von mir.

    Mich nervt die Großstadt mehr und mehr an. Alles wird lauter, voller und stinkender.
    Und ich bin noch jung.

  18. Andre

    @ Daniel: Toller Kommentar! Kann mich dem geschriebenen nur anschließen!

    @ Gurki: Ich bin auch noch jung und sehe es trotzdem genau wie du…mag die Großstadt immer weniger und kann es kaum erwarten in einigen Jahren wieder in die Idylle zu ziehen.

    Tim schwärmt eigentlich auch immer von der Natur und dem Haus am See…aber glaube er ist noch net soweit und braucht den Trubel um sich herum…solange er selbst die Ruhe in Person ist denke ich lässt es sich gut aushalten

  19. Sterbai

    Hallo Zusammen,

    ich hab vor vier Jahren den Arbeitgeber gewechselt und muss nicht mehr Pendeln. Ich hab mein Auto verkauft und fahr Fahrrad zur Arbeit in der „Großstad“ . Wir haben als Familie noch ein Auto da 3 Kinder im Haushalt wohnen sonst wäre der auch schon weg.

    Wir lieben die Natur, sind praktisch jedes WE in Pfälzer Wald wandern oder am Rhein fischen, und trotzdem würde ich nie aus der Stadt raus (Infrastruktur ist alles). Ich (36 Jahre) fahre lieber 1 mal die Woche in den Wald wie 5 mal die Woche zum Job.

    Lieb Grüße

  20. Ruben

    @Matthias: ich denke so wie du und ich denke es kann auch nicht jeder in der Stadt leben. Die Wohnungssituation ist jetzt schon sehr angespannt. Es kann nicht gut gehen, wenn alle in der Stadt leben wollen und dazu mit deutlich mehr Wohnraum als noch vor ein paar Jahrzehnten.

    Ich habe kürzlich einen Bericht gehört wonach Zukunftsforscher dazu ausgehen, dass die Landflucht abnimmt, wenn es selbstfahrende Autos gibt. Ab dann kann auch schon diese Zeit produktiv nutzen oder gemütlich ein Buch lesen. Wenn bereits eine Zugverbindung steht ist das super, wenn es keine gibt ist alles ab einer halbe Stunde pendeln ein Graus.

    Ich könnte auch nicht das Vermögen anfassen, solange ich es nicht muss, selbst wenn ich unverhofft zu einer größeren Summe käme.

  21. Kevin

    @Tim: bzgl. Krypto: auf eine „Währung“ möchte ich mich vorerst auch nicht langfristig festlegen, das wäre meiner Meinung nach einfach reine Spekulation.

    Hier würde einfach mal ein wenig „Spielgeld“ einsetzen. Auf jeden Fall sind die Chancen dort besser als beim Lotto 😉

    Ich meine da eher so Firmen wie Nvidia / AMD, die von diesem Hype profitieren.

    @Rainer Zufall:

    Shell-Aktien habe ich bereits, die sind besser auch schon ganz gut im Plus 😉

     

    Habt ihr weitere Anregungen?

  22. June

    Landleben ist aber nicht gleich Landleben und auch das Leben in der Stadt kann sehr unterschiedlich sein. Meine Eltern leben auf dem Land, sehr idylisch direkt am Wald. Aber in dem kleinen Ort gib es weder Bäcker noch Mezger. Sie müssen für alle Besorgungen ins Auto steigen. Bisher war das kein Problem doch nun werden sie älter.

    Auch das Stadtleben bedeutet nicht automatisch Hochhäuserschluchten und grau in grau. Ich habe lange in einer Stadt gelebt und wir konnten lange Spaziergänge in den Grünzonen um die Häuser und durch Schrebergärten machen ohne von Autos gestört zu werden. Aber die Infrastrucktur war eben auch schnell zu Fuß erreichbar. Danach lebten wir auch in einem kleinen Ort der kaum infrastruktur geboten hat und daher leider auch keine Grünzonen, Parks und schöne Spielplätze.

    Vor 4 Jahren bin ich wegen dem Job und der langen Pendelzeit umgezogen. Jetzt leben wir in einem kleineren Ort, in der Nähe meiner Arbeit, der uns aber alles bietet. Bäcker, Supermarkt, Apotheke, Frisör usw., wir haben diesen Ort sehr bewust und vorausschauend so ausgesucht. Da wir am Beispiel meiner Eltern gerade sehen, wie wichtig Infrastruktur im Alter wird.

    Daher unterschreibe ich Tims These, dass man in die Nähe der Arbeit ziehen sollte. Denn man spart unter Umständen nicht nur Geld sondern ganz wichtig auch echte Lebenszeit.

    Take care,

    June

  23. Michi

    @Daniel

    überragender Beitrag zur Parteienlandschaft in Deutschland. So sieht es nämlich aus.

    Grüße

    Michi

  24. ChristianChristian

    Ich komme vom Dorf. Meine schönste Zeit hatte ich aber bis jetzt in einer Kleinstadt im Thüringer Wald. Die hat ohne Studenten knapp 17.000 Einwohner, mit 30000. Rundherum Wald und Berge. Ich lebte mitten in der Altstadt unterm Dach, in der Fußgängerzone. Alles war sehr sauber draußen. Alles, was man kaufen wollte, war direkt da und es war eine wirklich nette Atmosphäre. Trotz der Zentrumsnähe war ich in 10 Minuten im Wald und konnte auf ’nen Berg steigen. Das war herrlich! Ein kleines verschlafenes Städtchen mitten im Wald. Super Luft da. ÖPVN gab es, und zwar ’nen Bus. Brauchte man aber nicht, konnte überallhin laufen.

    Dann bin ich, oh Schreck oh Graus, mitten nach Berlin gezogen, in den Wedding. Horror! (Es ging leider nicht anders, ganz schmales Budget). Die Leute urinieren da hin, wo sie gerade gehen und stehen. Sie übergeben sich auch. Sie entledigen sich auch ihres Stuhlgangs im Gebüsch. Dann die Fixer, überall Nadeln. Und Kampfhunde ohne Leine.  Im Herbst, wenn es dauer-dunkel und dauer-regnerisch wird, läuft der ganze Siff ineinander. Und die hupenden und stinkenden Autos, wenn man über die Straße will. Die heizen einen fast um. Und die vielen unsympathischen Menschen, die auf mich zu laufend kurz vor einem auf den Gehweg spucken – das empfinde ich als persönliche Beleidigung (und so war es wahrscheinlich auch gemeint. Jeder sah mir an, das ich da nicht hingehöre). In meiner Wohnung unter mir wurden Männer-Pornofilme gedreht, vorwiegend Nachts in lauter Techno-Begleitung. Ich konnte da nicht schlafen. Ich bin da fast seelisch eingegangen, war kurz davor. Ich hatte ein sehr, sehr stressiges Studium. Und kein Geld. Zum Glück wohne ich da nicht mehr.

    Jetzt wohne ich auf einem Dorf in Oberbayern. Landschaftlich ist es bombastisch da. Aber extrem teuer, da könnte und wollte ich mir niemals ein Grundstück kaufen. Es ist aber nicht weit nach München und deshalb ein Jobparadies. Aber auch hier: die Nachbarin nervt ungemein, es ist unglaublich. Sie schaut von morgens halb 8 bis Nachts um 12 TV. Sie hat den Fernseher direkt an dem Balkonfenster stehen, hat das Fenster geöffnet und den Fernseher bis hinten aufgedreht. Wie kann man nur so dermaßen nerven? ich kann kein Fenster öffnen, der Lärm ist omnipräsent! Ich habe die schon zwanzig mal angesprochen, immer freundlich. Aber die macht eher noch lauter. Ich glaube, das ist Geltungsbedürfnis.

    Mein Traum ist es, eine kleine Dachwohnung mit großer Dachterrasse mit vielen Pflanzen in einer schönen, ruhigen Kleinstadt zu kaufen. Mit Fahrstuhl, damit ich als Rentner auch noch rauf komme. Eine Wohnung, bei der es ein Nachbar, dessen starkes Bedürfnis es ist, mir so richtig auf den Zünder zu gehen, es aus bautechnischen Gründen nicht schaffen kann. Das ist mein Traum. Am besten kaufe ich die Wohnung unter mir dann auch noch!

  25. Mark85Mark85

    An Tim: Ich wünsche dir, dass du in deiner Banksache eine für dich zufriedenstellende Lösung finden wirst.

    An Mr. Pino Cavallo: Schöne Ergänzung zum Artikel. 🙂

  26. Fit und Gesund

    Wohnen auf dem Land, aber stadtnah finde ich ideal, ich glaube wohnungsmässig hab ich paradiesische Zustände, nah an der Grenze zu D um billig einkaufen zu können, (je nach Wechselkurs) aber shopping ist im Moment nicht, (vermisse ich auch nicht)

    in 5Minuten am See, in 5 Minuten im Wald, in 15 Minuten bei der Arbeit, mehrere Discounter in 5-10 Minuten zu erreichen, Post und Bank ebenso, Haus nicht zu gross (6Parteien) und vor allem kein Zoff in der Hausgemeinschaft, Dachgeschosswohnung (im Winter höhere Heizkosten!)

    Nachteil, ja doch den gibt es, kein Lift, das hab ich früher nicht so bedacht. Auch ist die Wohnung ein wenig zu gross für mich. Nichtsdestotrotz, ich fühle mich hier so wohl, ich möchte  ehrlich gesagt nicht weg, auch wenn es in D billiger wäre, weiterer Nachteil, Nebel im Winter, manchmal sieht man wochenlang die Sonne nicht, heute morgen z.B dicke Nebelsuppe als ich heimgeradelt bin, jetzt scheint aber die Sonne. Hochneblige Jahreszeit kann man aber im Alter umgehen, Teneriffa ne Möglichkeit.

    Völlig in der Pampa möchte ich im Alter nicht leben, hab mir mal  Orte in D in der Nähe von Konstanz angeschaut, dort sind kleine Wohnungen teilweise recht günstig zu haben, aber nie nimmer nicht würde man mich dorthin kriegen, egal wie idyllisch, mir hat es sofort auf’s Gemüt geschlagen, ich brauch schon bisschen Leben um mich herum.

    @Christian,

    das hört sich übel an, ich hatte mal 1 Jahr eine Mieterin neben mir die laut Musik (Techno)  hörte und auch sonst laut war, im Sommer konnte ich anfänglich kaum auf meinen Balkon, aber nicht faul, stellte ich ein kleines Radio mit Jodelmusik an, drehte auf und verschwand mal ins hintere Zimmer, 2 malige Beschallung genügte, sie fand dann einen Freund der auch einzog und von da ab wurde es angenehm ruhig, jetzt ist sie weg und die Nachfolgerin ist nicht zu hören.

    Mit Nachbarn kann man Glück oder Pech haben. Vielleicht zieht sie ja bald aus, ich drücke Dir die Daumen.

  27. ChristianChristian

    @Fit und Gesund

    Danke Dir! Dass die Nachbarin nochmal auszieht, daran glaube ich nicht. Höchstens ins Altersheim, denn sie ist schon 83. Sie ist halt schwerhörig, aber für Hörgeräte oder gar Kopfhörer zu eitel.

    Ich habe neulich mal was über ganz alte Menschen gelesen. Da hieß es, dass sie gern ihre Umgebung ärgern, um auf sich aufmerksam zu machen. Wie so eine Art Hilfeschrei aus Einsamkeit (so habe ich das verstanden). Das kann man bestimmt auch nicht einfach auf alle alten Menschen übertragen.

    Aber ich kann doch da auch nichts dafür, oder?

  28. Robin

    Hallo Tim,

    ja, alleine würde ich mit 20k p.a. auskommen. Derzeit. Man muss auch nicht z.B. an der Südspitze von Manhatten wohnen. 🙂 Ich wundere mich aber, wie das Menschen hinbekommen sollen, die 2-3 Kinder haben. Oder beinhaltet Deine Lebensplanung und die Deiner Leser hier keine Kinder? Ein zweiter Punkt: Berufsleben kann die Persönlichkeit entwickeln. Man erwirbt Wissen und Fertigkeiten. Das ist auch eine Investition. Nämlich in mich. Ich würde ungerne darauf verzichten wollen, zumal nicht klar ist, ob 20k in 25 Jahren auch noch ausreichen werden…

    Viele Grüße, Robin

  29. Gurki

    Ja mit Nachbarn kann man Glück und Pech haben. Pech hat man auch, wenn man wie ich eine extrem hellhörige Wohnung erwischt. Ich kann leider jedes Wort meiner Nachbarn hören. Ich mag gar nicht telefonieren.

    Die erste Nachbarin war eine demente Oma, die immer an die Wand geklopft hat Nachts. Da schreckt man dann auch schön hoch.

    Der nächste Nachbar war dann ein Drogendealer (wahrscheinlich Gras). Alle paar Minuten für 2-3 Minuten kam einer und holte was ab. Nachts um 3 klingelte es dann in der Wohnung nebenan. Die Klingel der Wohnung höre ich heute noch im Ohr. Dann laute Party, obwohl man wie gesagt, bei normalem Gespräch schon jedes Wort versteht!

    Die Nächste Nachbarin war dann eine die morgens immer 20 Minuten monoton und wiederholend gen Mekka gebetet hat. Tägliche lautstarke Telefonate waren natürlich auch normal.

    Seit gestern sind neue Mieter eingezogen. Ich bin gespannt wie die sich verhalten.

    Ich gucke mittlerweile schon immer sporadisch nach einer neuen – natürlich größeren – Wohnung. Aber die Preise sind ja Wahnsinn. Und vom Preis abgesehen sind die Wohnungen selbst bei einer Kaltmiete von 700€ ohne Ende ranzig. Entweder sind sie: schlecht geschnitten, die ganze Wohnung gefliest, die Küche im Wohnzimmer, das Bad braun, grün, blau oder rosa (!!) gefliest, Dachschrägen vorhanden, Bad und Küche in Schlauchräumen oder es fehlt schlicht eine Küchenzeile.

    Wie gesagt, der Traum wäre ein eigenes Einfamilienhaus in der Pampa. Und auch nur ein Einfamilienhaus würde für mich in Frage kommen. Bei einem Reihenhaus oder einer Doppelhaushälfte habe ich ja schon wieder Nachbarn in unmittelbarer Nähe.

  30. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thomas von DIVDepot

    Ja, die 4%-Entnahme-Formel ist durchgetestet worden durch viele Börsen-Zyklen. Die ist sicher.

    @ Rainer Zufall

    Klar, gibt es Hindernisse in die Nähe der Arbeit zu ziehen. Ich möchte dazu anregen, mit offenen Augen Alternativen trotzdem anzuschauen.

    @ Thomas der Sparkojote

    Zur Schweiz habe ich mich nicht geäußert. Das kann gut sein. Danke für den Einwand.

    In Deutschland würde ich sagen, dass 300.000 Euro für die finanzielle Freiheit zu wenig sind. Bei 4% Entnahme wären das nur 12.000 Euro im Jahr. Das reicht vorne und hinten nicht, denke ich. Daher rate ich, die 500.000 Euro im Depot anzustreben. Es würde 20.000 Euro Einnahmen jährlich bringen. Mit einem Nebenjob könnten davon viele leben.

  31. ChristianChristian

    Ja es gibt ja jetzt diese kleinen Häuser. Die sind so groß wie ein Wohnung und für unter 100.000 zu haben. Wenn man dann noch in einer bezahlbaren Gegend ein Grundstück bekommt, ist man für deutlich unter 200.000 dabei.

    Hier das Haus gefällt mir gut : http://www.mycubig.com/

    Es nütz ja auch nichts, wenn man ev. finanziell frei ist, aber in der Wohnung gehen steigen einem permanent die Nachbarn aufs Dach. Dann ärgert man sich nur von früh bis spät…

     

  32. Fit und Gesund

    @Christian,

    Grenzen sollten einfach nicht überschritten werden, da muss man sich frühzeitig zur Wehr setzen, halt doof wenn es sich dabei um eine betagte alte Dame handelt, aber auch die haben kein Recht auf endlose Tyrannei.

    Ist auch immer eine Art Charaktereigenschaft wie schnell man sich wehrt, ich hatte nun im Zusammenhang mit der Neuvermietung meiner Wohnung in D ein Erlebnis, ein älterer Herr, der mir und der Mutter früher oft behilflich war, das erkenne ich sicher an, aber als er mir vorschreiben wollte wen ich als Makler keinesfalls berücksichtigen dürfte und die vorgesehene Maklerin kurzerhand als Persona non Grata erklärt hat, folgte sofort ein scharfes mail, seither hab ich nix mehr gehört, schade, aber so lass ich einfach nicht mit mir Schlitten fahren, völlig ausgeschlossen.

    Ein Eigentümer hier im Nebenhaus wollte den Kinderspielplatz so versetzen dass er die Kinder von seinem Balkon aus beobachten könnte, natürlich genau zu meinen Ungunsten, in meinem Haus hatte niemand eine Meinung, ich schon, bei der Eigentümerversammlung legte ich dann wohlvorbereitet los und was ich nicht gedacht hätte, ein anderer Nachbar aus dem anderen Haus war genau meiner Meinung, das Projekt wurde abgeblasen.

    @Gurki,

    auch alptraummässig Deine Situation, wobei ich meine Wohnung in D auch hab fliesen lassen, Parkett wär mir zu schade für Mieter und Teppichboden völlig unhygienisch, meine eigene Wohnung ist auch gefliest und ich bin heilfroh drum (Katzenkotze sag ich nur)

  33. Thomas der Sparkojote

    @Fit und Gesund

    Nachbarn sind immer so ne tolle Sache, wir hatten lange nur links Nachbarn. Die haben wir nie gehört, die haben sogar ne schnuckelige Katze 🙂 Vor kurzem ist die Wohnung rechts auch besiedelt, man hört zwar selten was. Aber die rauchen gefühlt 24/7 auf dem Balkon, da muss man echt aufpassen das beim Durchlüften die eigene Wohnung nicht zugestunken wird. Hab ja echt nichts gegen rauchen, aber der Balkon ist echt doof positioniert, direkt neben unserem Schlafzimmer Fenster.

    Grüsse
    Thomas

  34. Fit und Gesund

    @Thomas der Sparkojote,

    brave Nachbarn, meine British American Tobacco’s profitieren hoffentlich davon 🙂    ja, sowas ist auch störend, oder wenn die Grillmeister im Sommer loslegen hi hi, sind halt so die Probleme menschlichen Zusammenlebens.

     

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christian und Gurki,

    mich plagen ähnliche Dinge. Früher wollte ich unbedingt in die Stadt. Das ist so in der Jugend. Da braucht man Action. Jeden Abend irgendwo hin. Kinos, Kneipen usw. Ganz normal.

    Mittlerweile bin ich auch dermaßen stressgeplagt von der Stadt, dass ich froh bin, wenn ich nächstes Jahr umziehen kann, in die schwäbische Provinz.

    Wenn man Geld hat, dann kann man in München natürlich wunderbar in bevorzugten Wohnlagen leben. Ich schätze die Stadt auch sehr. Mir werden die Seen fehlen, die Voralpen, mein Brauneck…

    Aber mich plagt es schon auch sehr. Ich fahre nur mit dem Rad seit ewigen Jahren in die Arbeit, weil mich die U-Bahn Fahrerei quälte. Dieser dumme Pöbel, der sich rotzig benimmt, die Lautstärke der Kopfhörer durch den ganzen Zug zu hören ist, usw. Ich habe es nicht mehr ausgehalten.

    Christian, hier das wäre doch was für unsereinen. Wenn ich allein wäre, dann würde ich mir so etwas kaufen.

    Ich versteh das sehr gut mit der Wohnsituation. Bei mir hat es sich zwar gerade etwas beruhigt, aber habe mich auch immer ärgern müssen. Derzeit habe ich Bogenschießen angefangen. Das entspannt.

    Mein Partnerin hat eine Wohnung, wie sie mir auch gefallen würde. Leider zu klein für uns beide auf Dauer. Ist eine Dachgeschoßwohnung mit großer Terrasse ums Eck. Auf der einen Seite uneinsehbar. Man blickt über den Ort und hat seine Ruhe. Aber auch da ist es nicht völlig paradiesisch. Abends wird manchmal die Grünanlage unten von Jugendlichen belagert, die dort dann vorglühen. Na ja…

    MS

     

  36. Thomas der Sparkojote

    @Fit und Gesund
    Altria in meinem Depot profitiert hoffentlich auch davon 😉 Grillparty gabs zum Glück noch nicht, wobei das nicht so schlimm wäre da ein Kohlegrill auf dem Balkon verboten wäre.

    @Matthias
    Ich lebte mein ganzes leben lang in der Stadt (Zürich), bis ich dann mit 20 von zu Hause ausgezogen bin und zwar immer noch sehr stadtnah wohne, aber trotzdem Wald mich umgibt 🙂

    Muss sagen mir gefällt es nicht direkt in der Stadt zu wohnen, wie ich es 20 Jahre zuvor getan habe. nach ein paar Jahren kann ich ein Fazit ziehen 😉

    Grüsse
    Thomas

  37. Sparta

    @Tim

    „Ja, die 4%-Entnahme-Formel ist durchgetestet worden durch viele Börsen-Zyklen. Die ist sicher.“

    Was war denn da eigentlich die Referenz? Der S&P 500 ? Bei anderen Indexen fehlen zum Teil Daten und inwieweit das Ganze auf ein Einzelaktien-Depot zu übertragen ist…?

  38. Wallstreet Greenhorn

    @ Fit und Gesund: wenn man einen Fuß in der Tür haben will, könnte man meiner Meinung nach eine erste Position bei C&D aufbauen, aber ein Schnäppchen ist die Aktie noch nicht. Dagegen sind CVS, Walgreens, Cardinal Health etc. mittlerweile recht günstig- als Folge der Panik um einen Eintritt von Amazon ins Pharma-Retail Business. British American hab ich noch nicht, Altria habe ich vor kurzem zu 55 € gekauft und gedenke sie nicht mehr herzugeben 😉

  39. Wallstreet Greenhorn

    Nochmal an Fit und Gesund: Hast Du Deine „Börsen-Müdigkeit“ überwunden 😉  Ich lese immer gerne, wenn hier über einzelne Aktien diskutiert wird. Daß Tim keine Statements/Ratschläge abgeben will, verstehe ich, aber das bedeutet ja nicht, daß wir uns da im Forum nicht austauschen können! Gerne weiter so…

  40. ChristianChristian

    Matthias Schneider

    Ja, das ist ein schönes kleines Häuschen, ich mag sowas. Ich mag es, wenn es schön abgelegen und gemütlich mit Öfchen ist. Mein Freundin und ich, wir mieten uns immer derlei Häuschen im Urlaub. Die Gegend in der Eifel da ist bestimmt auch sehr schön. Aber ich stehe am noch ganz am Anfang meines Berufslebens, muss noch min. 30 Jahre arbeiten. Da ist Densborn doch zu weit weg für mich in meiner Branche. Und das ist das Problem: im Münchner Umland gibt es so schöne kleine Häuschen kaum. Und wenn, dann sind sie vor dem inserieren schon weg – und wenn dennoch sowas hier angeboten wird, kostet das wenigsten das Fünffache, eher mehr. Job-Leben-Dilemma könnte man das nennen.

    Eine wirklich schöne Lage und Terrasse hat die Wohnung Deiner Partnerin. Schade, dass sie zu klein ist.

    Gruß

    Christian

  41. Max M.

    ich habe Aurelius A0JK2A. Finde das Unternehmen/Management super. Divi-Rendite 2017 bei 10%

  42. Colakugel

    Meine Frau möchte für ihre Rente privat etwas ansparen, zwischen 50€ und 100€ monatlich. Ich selber spare monatlich schon in zwei ETFs (MSCI World / EM). Sie ist jetzt 30. Ihr ist Sicherheit sehr wichtig. Könnt Ihr da etwas empfehlen?

    Vielen Dank!

  43. Fit und Gesund

    @Wallstreet Greenhorn,

    bis jetzt hab ich noch jeden Monat was gefunden, bis zum 25.10. ist noch Zeit 🙂 müsste nur von der Wunschliste was rauspicken, ist immer die Frage, mit ordentlich Zuckerguss (Dividende) oder eher die Diätvariante, aber Church&Dwight würde mir gefallen, vielleicht auch Nike (die steigt heute) , möglich sind auch W.P.Carey, Apa Group oder Aufstocken von Zürich oder Swiss Re, danebst noch Givaudan und Schindler oder Geberit, also es findet sich was,

    ich warte auch noch auf den Rest der Artikelserie von Zavodou ab, der schreibt hier auch, vielen Dank dafür.

    https://dividendeninvestor.wordpress.com

     

     

  44. Ex-Studentin

    Schön zu lesen, wie manche wohnen 🙂 Ob Haus oder Wohnung, Kauf oder Miete kommt sehr oft auf die Umstände an. Wenn der Nachbar Schlagzeug spielt, ist ein EFH besser. Wenn man gerne handwerkelt und selbst bestimmen will, ist Eigentum besser als Miete. Aktuell wohne ich zentral in einer Stadt mit rund 50.000 Einwohnern. Supermärkte, Restaurants, Ärzte, Bahnhof etc. ist alles in der Nähe. So schnell werden wir hier nicht ausziehen, weil man so zentrale Wohnungen kaum noch findet bzw. alles unter der Hand vermittelt wird. 800 Warmmiete gehen zu zweit und notfalls auch alleine. Nette Nachbarn haben wir auch. Nachteil: Laut, schlechte Luft, kein Garten/Balkon. Schaue mir regelmäßig Wohnungen an, aber keine kam bisher gegen unsere Mietwohnung an. Haus brauche ich nicht, denn sowas muss auch gepflegt werden.

    @Jutta

    Ich hoffe, irgendwann mal eine Aktie zu erwischen, die sich ver-10- oder gar 100-facht. Dann käme ich mit 5.000€ weiter als mit 1000. Das Risiko ist natürlich auch viel höher, weswegen ich mich bei der Aktienauswahl schwer tue. Man denkt sich halt im Nachhinein: Hätteste Mal..“ wie z.B. Tesla.

  45. Fit und Gesund

    @ Ex-Studentin,

    auch im Nachhinein, Tesla würde ich nicht mit der Mistgabel anfassen 🙂 Apple ist da was Anderes oder Amazon, aber Tesla…. brrrrhhh nie nimmer nicht.

  46. ChristianChristian

    @Colakugel

    Es gibt grob gesprochen 3 „Risikoklassen“

    Risikofreudig (70%Aktien, 30% Staatsanleihen erster Bonität)
    Mäßig Risikofreudig (50%Aktien, 50% Staatsanleihen erster Bonität)
    Risikoavers/Scheu (30%Aktien, 70% Staatsanleihen erster Bonität)

    Grob gesprochen: je weniger Risiko, desto weniger Rendite(changen). Weniger als 30% Aktien wäre zu risikoreich, weil die Inflation dann alles auffrisst.

    Aktien könnten sein: ETF MSCI World. Und Staatsanleihen müssen bei kleinen Vermögen nicht sein, da geht Festgeldleiter.

    Gruß

    Christian

  47. Mattoc

    Hallo Colakugel,

    auf Sicht von Dekaden ist die Börse (möglichst einfach bespart mit ETFs – Deine Kombi ist ja der Klassiker) eine sichere Anlage. Warum das so ist, kannst du auf sehr vielen Internetseiten nachlesen.

    Sicherheit im Sinne von „ich möchte im Crash nicht so viel Geld vorübergehend (!) verlieren“ gewinnt man nicht dadurch, dass man „ausgeklügelte“ Tipps erbittet. Diese Sicherheit erlangt man nur, indem man SELBST (in dem Fall deine Frau) ein Gefühl für die Börse im Vergleich z.B. zum Tagesgeld entwickelt und mit kleinen Beträgen anfängt.

    Falls deine Frau Sorgen hat, würde ich vorschlagen, dass Sie einen schlichten ETF-Sparplan auf einen MSCI World für 50 Euro eröffnet und weitere 50 Euro jeden Monat auf ein Tagesgeldkonto, z.B. Moneyou, überweist.

    Zum „warm werden mit der Börse“ ist das eine gute Kombination meiner Meinung nach und sie lernt dann auch die Schwankungen kennen.

  48. ChristianChristian

    @Colakugel

    Mattoc schreibt:

    Falls deine Frau Sorgen hat, würde ich vorschlagen, dass Sie einen schlichten ETF-Sparplan auf einen MSCI World für 50 Euro eröffnet und weitere 50 Euro jeden Monat auf ein Tagesgeldkonto, z.B. Moneyou, überweist.

    Genau das wollte ich auch noch sagen 😉 Dann wäre sie mit 50/50 Risikomoderat.

    Über Risiko kann man lange diskutieren. Auf kurze Sicht ist Risko wohl die Volatilität. Auf lange sicht ( > 20 Jahre ) ist es wohl, nicht investiert zu sein – da spielt die Volatilität kaum noch eine Rolle…

  49. Colakugel

    @Christian & Mattoc

    Danke für die Schnellen antworten!

    Sie wird es jetzt probieren 50€ in in den MSCI World zu investieren und 50€ auf das Tagesgeldkonto. Das ist nicht so schwierig.

    Sie wollte erst eine Private Rentenversicherung, aber ich habe ihr erklärt, dass das da die Bank mehr von hat, als man selbst. Oder gibt es da noch seriöse Angebote?

  50. Mattoc

    Hallo Colakugel,

    zu „privaten Rentenversicherungen“ über Institute, die daran mitverdienen, kann ich keine Auskunft geben. Ich würde es einfach und unkompliziert und vor allen Dingen SELBST machen.

  51. FelixBerlin

    @Kevin

    bezüglich e-mobility kannst du ja mal einen blick auf „bym“ werfen.

    sind zwar in den letzten monaten raketenmäßig nach kben gegangen, aber da steckt mmn. noch eine menge potential dahinter.

    (keine kaufempfehlung – nur ein hinweis 🙂 )

  52. Andrea

    Was für eine schöne Community hier. Matthias, das Haus in der Eifel würde mir auch gefallen, und die Terrasse bei deiner Freundin auch. Fit und Gesund, ich habe Church & Dwight vor kurzem erst gekauft, zu 42 Eur. Es ist vielleicht nicht günstig, aber sie sind ja in den letzten soundsoviel Jahren eigentlich immer weiter gestiegen, also hoffe ich, dass das langfristig anhält. Von Tesla lasse ich auch die Finger. Es kann sein, dass das langfristig ein Fehler ist, aber mir ist die Aktie zu riskant. Man wird sehen.

    Probleme mit Nachbarn haben wir auch. Auf der einen Seite gab es einen, der regelmäßig laute Disco- und Technomusik spielte. Gott sei Dank hat der Vermieter mit einer Räumungsklage Erfolg gehabt (nicht nur wegen der Musik), es hat aber ewig gedauert. Jetzt hören wir von der Seite die kleinen Kinder einer Familie. Auf der anderen Seite im Nachbarhaus wohnen auch junge Leute, die gerne nachts von 1-2 Party feiern und kiffen, so dass der Geruch bei uns hereinweht, wenn wir die Fenster offen haben. Leider schlafe ich oft nachts erst sehr spät ein, so dass ich einiges von der Lautstärke mitbekomme. Es ist schon nervig. Wir mussten schon häufiger das Ordnungsamt anrufen. Jetzt hat noch im Hof jemand den Lagerschuppen, der im Sommer mehrere Wochen lang blaue Müllsäcke dort gelagert hat. Der Herr war resistent gegen jedes Gespräch, meine Nachbarin musste ebenfalls mit dem Ordnungsamt drohen. Tja, es ist nicht die allerbeste Gegend, wo wir wohnen, und man merkt es an den rücksichtslosen Leuten, mit denen man es hier zu tun hat. Ich habe inzwischen Ohropax und eine Augenbinde im Nachttischschränkchen liegen, für den Fall, dass ich sie brauche, um zu schlafen.

     

     

  53. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andrea,

    aus Anlegersicht ist die Tesla-Aktie leider zu riskant. Das ist ein ideologisches Bekenntnis. Ich mag Musk und seine Firmen. Er ist unglaublich und hat die Welt jetzt schon bewegt. Habe seine Biografie als Audible Hörbuch gehört, die gerade von Jens empfohlen wird;

    Tesla Teil 2
    Tesla Teil 1

    Ich würde Tesla fahren, wenn ich im Geld schwimmen würde. Aber so fahre ich halt meinen Diesel wie gehabt. Alexander beschreibt gerade die möglichen Bremsen des E-Mobils. Ich habe mich nicht wirklich damit beschäftigt, wundere mich nur, dass die Cobaltminen usw. nicht wirklich die Highflyer sind. Wer hier wirklich was machen will, dem sei nochmal der Hardcore Typ FIFighter empfohlen.

    Ich muss mich da wirklich ganz eisern beherrschen, NICHT den Sirenen zu lauschen, die da schnelle Kursgewinne einsäuseln.

    Gestern wollte ich schon meine paar Hundert CAD Monatsdividenden in ein Los von NVH stecken (hier: ein Biotech, ähnlich heißes Pflaster), nachdem die so vielversprechend besprochen wurde. Nur der starke Anstieg von 30% hat mich abgehalten.

    Ich habe mir dann doch lieber mein Mantra gepredigt: „Ich bin ein rationaler Income Investor!“, und habe mir meinen ENF(!) aufgestockt.

    Was die Nachbarschaftsprobleme betrifft… letzte Nacht ist bei mir im Haus mal wieder die Polizei angerückt. Da wird man zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen (hier mein Schlafprotokoll). Ich ersehne meine Befreiung aus dem Arbeitsleben nächstes Jahr. So ein Häusle wie das in der Eifel als Rückzugsoase wäre mein Traum. Haben aber ja einen Schrebergarten, welcher auch am Wochenende jetzt schon viel zu meinem Seelenfrieden beisteuert.

    MS

  54. Michi

    @Andrea

    traurig, dass Du den „Krach“ der kleinen Nachbarskinder mit dem Krach des ex Nachbars mit der Technomusik auf eine Stufe stellst! Kinder sind das beste was wir haben. Und die machen halt auch oft Lärm. Meine sind sehr gut erzogen und werden oft zurückgepfiffen, wenn sie zu arg laut sind, aber beim Quatsch machen, raufen und spielen ist es nun mal zwangsläufig oft etwas lauter wird und das kann man nicht immer unterbinden und das ist auch gut so. Und wenn ich mit ihnen rumbalge und sie auskitzle, dann schreien sie halt manchmal das ganze Haus zusammen. Aber es sind Kinder und die sollen sich auch mal austoben dürfen. Die werden in der Schule schon früh genug auf System getrimmt!

     

  55. Andrea

    Nein, habe ich nicht auf eine Stufe gestellt! Sorry, wenn das so verstandne worden ist, das war nicht beabsichtigt. Keinesfalls stelle ich das auf eine Stufe. Es war halt nur ein Beispiel für Lärm, den man hört. Ist aber natürlich anders zu bewerten.

  56. June

    @Jenny,

    Wenn du 5000 € hast kannst diese natürlich auch einsetzen. Du könntest dein Risoko aber auch streuen, indem du je 1000 € in verschiedene kleinen neuen Firmen steckst. Man weiß ja leider nie, welche die nächste Amazon oder Tesla wird.

    @Colakugel,

    vielleich kann dir Jan, wenn er es liest bei Rentenversicherungen weiterhelfen. Er kennt sich da sehr gut aus. Grundsätzlich finde ich aber, bei einer Rentenversicherung verdient in der Regel nur der Anbieter. Je nach Einkommen und Familiensituation kann aber eine günstige Riesterrente sinnvoll sein.

    Riesterrenten sind dann sinvoll,

    wenn deine Frau nur ein geringes Einkommen hat
    und dies voraussichtlich auch so bleibt
    wenn ihr min 2 Kinder habt oder plant
    wenn ihr abschätzen könnt das ihr immer in der EU wohnen werdet
    und wenn ihr das Risiko eingehen könnt, dass sich steuerrechtlich natürlich alles ändern kann.

    Dann könnte deine Frau in einen Riesterfondsparplan ETF’s sparen und zusätzlich die Zulagen bekommen. Mit dem Rest der 100 € könnte sie dann in einen ganz normalen ETF  ansparen, denn Riester ist ja dann bereits ihr risikoloses Kapital.

    Riester ist unantastbar, es deckt das Langlebigkeitsrisiko von Frauen ab und bringt bei den oben genanten Voraussetzungen aber einen großen Zinszuwachs durch die Zulagen.

    Für sehr gut verdienende Frauen finde ich Riester zu unflexibel, um aber erstmal bei kleinem bis mittlerem Einkommen das Armutsrisiko auszuschalten ist es meiner Meinung nach ein gutes Instrument.

    Take care

    June

     

  57. Gurki

    Was ist an rhythmischer elektronischer (Techno-) Musik so schlimm? Das ist doch deutlich schönere Musik, als „Isch ficke disch“ Sprachmusik 🙂

    Persönlich finde ich stundenlanges gebummer und gepolter durch Kinder auch äußerst schlimm. Ich bin jedenfalls froh, dass die Familie mit ihren 3 Kindern ausgezogen ist. Ich weiß nicht, einige Eltern mit Kindern denken sie hätten völlige Narrenfreiheit. Sind ja nur Kinder. Den Krach finde ich, kann man aber auch Einhalt gebieten. Aber von bestimmten Klientel kann man sowas natürlich nicht verlangen…

     

  58. Fit und Gesund

    @ Gurki,

    ich finde an Techno Musik nix Schlimmes, solange es mir nicht aufgezwungen wird zu hören, Ländler oder Schlager, Klassik  oder was weiss ich was: genau gleich, ich hasse einfach solche Berieselung die ich nicht „bestellt“ habe, darum geht es.

    und ja, ich bin auch gegen völlige Narrenfreiheit, von 83 jährigen Omis, ebenso wie von kleinen Kindern die wie Affen durch’s Treppenhaus toben und deren Eltern finden das müsse sein und der Spruch „Kinder sind unsere Zukunft“ oder ähnliches Geblubber, gehen mir voll auf den Zeiger, kann man mich ruhig für hauen, ich habe eben auch gewisse „Ansprüche“  mir ist Ruhe nämlich wichtig.

     

     

  59. Michi

    @Gurki

    es gibt solche und solche Eltern mit Kindern. Das Kientel, das Du meinst, kenne ich auch und da bin ich ganz bei Dir.

    Aber meine Kinder sind wohl erzogen und ich kann sie trotzdem nicht den ganzen Tag ausbremsen. Wenn Kinder toben und rennen, dann schreien sie nun halt auch gern mal dazu. Und wenn ich, wie hier bei uns in Süddeutschland nicht das Geld aufbringen will / kann um mir ein Eigenheim mit großem Grundstück zu kaufen, das weit genug weg von den Nachbarn ist, dann wohne ich halt lieber in einer günstigen Mietwohnung mit 3 Parteien im gleichen Haus. Klar, dass die Mitbewohner das dann auch hören…Wir sind oft draußen und lassen die Kinder dort toben, aber die haben Energie ohne Ende und man kann sie dann danach auch nicht immer schimpfen und zusammenstauchen wenn sie daheim doch nochmals lauter sind.

    Bei uns im Haus haben die unter uns auch manchmal nen schnippischen Kommentar abgegeben, aber jetzt haben sie selber ein Kind gekriegt und da siehts auf einmal gleich ganz anders aus.

    Gurki Du warst auch mal Kind und ich wette, du bist mit 4 oder 5 Jahren bei schlechtem Wetter auch nicht jeden Tag 12 Stunden draußen gewesen zum toben und hast auch nicht 12 Stunden daheim dann ganz still ein Bilderbüchlein angeschaut oder so. Das vergisst man leider immer zu schnell, wie es früher bei einem selbst war.

    Wollte jetzt aber keine Kinderdiskussion lostreten. Wollte es nur mal loswerden.

     

  60. Andrea

    Gurki: Mit Kopfhörer kann jeder siene Technomusik so laut hören, wie er will. Die Nachbarn damit zu beschallen finde ihc absolut nicht in Ordnung. Mein Musikgeschmack ist komplett anders und ich höre die Musik auch nicht extrem laut.

  61. ich

    @Matthias Schneider

    Aber mich plagt es schon auch sehr. Ich fahre nur mit dem Rad seit ewigen Jahren in die Arbeit, weil mich die U-Bahn Fahrerei quälte. Dieser dumme Pöbel, der sich rotzig benimmt, die Lautstärke der Kopfhörer durch den ganzen Zug zu hören ist, usw. Ich habe es nicht mehr ausgehalten.

     

    Man sollte nur aufpassen, das man sich nicht zu sehr vom „Pöbel“ entfernt, und ein griesgrämiger alter Kauz wird. Leider wird in den westlichen Ländern das Individuum gefördert, jeder muss sich selbst verwirklichen. Alles wird auf den Einzelnen zugeschnitten. Als Beispiel sei hier nur die Autobahn genannt, jeder ist der Meinung ein Recht auf die linke Spur zu haben. Leider geht dadurch die Toleranz dem Nächsten gegenüber völlig verloren.

    Ansonsten lese ich deine Beiträge sehr gerne..:)

     

     

  62. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    eine Frage, was ist der Unterschied zwischen der Aktie ENB und Deinem Income Fund ENF? bin ich nun gerade drüber gestolpert als ich Jason Fieber’s Liste der unterbewerteten Aktien durchgegangen bin,

    hört sich auf jeden Fall ganz gut an, und mal was Kanadisches könnte auch nicht schaden 🙂

  63. Mattoc

    Lustig, Fit!

    Rein aus theoretischem Interesse habe ich genau das bei Jason auch gerade gemacht. 🙂

    Es gibt neben ENB und ENF auch noch EN3 habe ich dann auf einer anderen Seite noch gesehen. Was ist das denn im Kontext?, Matthias?

  64. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund, Mattoc

    ENB ist praktisch die „Mutter“ von ENF. Ca. 33% gehören ENB. Man erzeugt bewusst solche Trusts oder Funds, um den in Nordamerika ganz verbreitet auftretenden Cashflow Seekers ein regelmäßiges Einkommen (Monatsdividende) anzubieten:

    „ENF is designed and managed to appeal to investors seeking reliable and predictable cash returns from low-risk energy infrastructure assets.

    Through ENF, investors can participate in a diversified portfolio of energy transportation and power generation businesses owned by the Fund and operated by Enbridge, one of North America’s leading energy delivery companies.“

    Ich gehöre halt in diese Zielgruppe, die sich ja in Nordamerika hauptsächlich aus Retirees rekrutiert.

    @“Ich“,

    der „Pöbel“ ist nicht verallgemeinernd zu verstehen. So wie abgehobene „Eliten“ über die Unterschicht generell denken. Ich meinte ganz speziell Leute, die sich nicht benehmen können, keinerlei Rücksicht auf die Mitfahrer in der U-Bahn nehmen, sich nur schreiend in „Kanak Spak“ verständigen, nur primitivste Ausdrucksweise haben, Leute anrempeln um Zoff zu suchen, alle paar Sekunden auf die Straße rotzen, sich dauernd an die Eier fassen usw.

    Wären Begriffe wie Idioten oder Spackos angemessener gewesen?

    MS

  65. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    danke, kommt jetzt mal auf die watch-list mit guten Chancen 🙂

    ich finde noch eine „Sorte“ im ÖV abstossend, Leute die 2 Plätze für sich beanspruchen (1 Sitzplatz und ein Platz für die Tasche) dann glotzen sie krampfhaft zum Fenster raus, aber ich hab kein leises Stimmchen, ist mir dann immer ein Vergnügen 🙂

  66. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    zu der von Dir beschriebenen Sorte gehören bedauerlicherweise fast immer Frauen. Ich verstehe zwar das Bedürfnis von Frauen, sich in öffentlichen Räumen Zudringlichkeiten zu entziehen, aber so geht es halt auch nicht.

    Vor einiger Zeit musste ich mal Zug fahren. Da hatte ich genau so eine Frau, die das ganze Abteil blockieren wollte mit ihrem Kram. Obwohl in anderen Abteilen noch genug Platz war, habe ich sie dann gefragt, ob sie Platzkarten für die übrigen Plätze hätte. Dann habe ich mich extra neben sie gesetzt. In manierlicher Art natürlich.

    Da gab es mal einen herrlichen TV-Sketch zu diesem Typ Mitmensch, der das schön auf die Spitze getrieben hat. Kann mich noch erinnern, dass diese Sorte Frau immer einen Rucksack dabei hat, aus dem sie dann einen Apfel holt, den sie über mindestens 30 Minuten geräuschvoll verzehrt. 😉

    MS

  67. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    ja, sind tatsächlich meist Frauen, furchtbar….

    hast Du den ENF gekauft wegen der monatlichen Ausschüttung? warum nicht die Aktie?

    muss jetzt aber los…

    liebe Grüsse

  68. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    im Prinzip schon. Rendite war damals noch höher. Habe den bei ca. 26,50 CAD angefangen. In Abständen kaufe ich immer mal paar Teile dazu. Vorläufige Zielhöhe denke ich so an 250 Stück.

    Schöne Nachtschicht!

    MS

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