Schon wieder rauscht die Wall Street in die Tiefe


New York, 1. Juli 2008

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Öl schnellt auf 143 Dollar je Barrel. Der Dow Jones Future fällt heute Morgen im Gegenzug um 91 auf 11.248 Punkte. Nach wie vor hat sich der Markt nicht beruhigt. Vor allem Finanzwerte brechen weiter ein. Dramatisch sieht die Situation bei Lehman Brothers aus. Ich glaube, dass wir spätestens bei einem Zählerstand im Dow Jones von 10.000 einen Boden finden sollten. Gewiss, weiß keiner, wann sich der Markt ausgekotzt hat. Für Anleger, die auf Barmitteln sitzen, sind das allmählich paradiesische Zeiten.
Für eine enorme Verunsicherung sorgt die Drohung Israels, einen militärischen Angriff auf die Atomanlagen im Iran zu erwägen. Das treibt den Ölpreis weiter in die Höhe. Die iranische Regierung rasselte seinerseits mit den Säbeln – für den Fall eines Angriffs und drohte mit einem Gegenschlag sowie der Blockierung der Seewege, um die Ölversorgung zu behindern. Auf dem Foto sehen Sie, wie die israelische Armee seine Bomber schicken könnte (Foto: jpost.com). Ein Großteil der weltweiten Ölreserven befinden sich bei unkalkulierbaren Ländern wie dem Irak, in Russland, Venezuela, Algerien oder im Iran. Vor dem Hintergrund des Säbelrasselns im Nahen Osten kann der Ölpreis zügig auf 200 Dollar je Barrel laufen. Mit einem großen Rücksetzer beim Öl rechne ich indes nicht. Lediglich kleinere Korrekturen sind möglich. Diese bieten sich dann als Einstiegszeitpunkt in Öl- und Gaswerte an.


tim schaefer (Author)

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