Schaff Dir Freiräume durch Dein Depot. Je größer Dein Depot wird, desto freier wirst Du


New York, 1. März 2018

Warum kaufen die Leute ständig neue Mode, obwohl der Schrank schon voll ist? Warum rennen sie zum Autosalon, obwohl ihr Auto noch in Schuss ist? Es ist nicht das „Ding“, das Du willst, sondern das Gefühl, das es bietet, wenn Du etwas Neues und Aufregendes bekommst. Du jagst einem Gefühl hinterher. Um es zu überwinden, bedarf es einiger Perspektiven und Disziplin, aber es kann erreicht werden.

Trete einen Schritt zurück. Verhalte Dich anders als die Masse. Kauf Dir den ultimativen Luxus: Die Geldmaschine (Depot). Schaffe Dir Freiräume. Den inneren Frieden.

Wenn Du nachdenkst, so machen Dich die meisten Dinge nicht dauerhaft glücklich. Was Dich glücklich macht, sind Freundschaften und schöne Erlebnisse.

Wir Sparsamen werden von der konsumgeilen Meute als verrückt gehalten. Dabei wissen wir, dass der Plunder früher oder später eh auf der Mülldeponie landet.

Unsere Gesellschaft wird stark von der Werbung getrieben. Jeden Tag blasen uns die Werbebotschaften ins Gehirn. Auf Instagram, Facebook, Google, im TV und Radio. Wir leben in einer Zeit des auffälligen Konsums. Wir erfahren ständig, dass wir alles aufwerten müssen. Neues Smartphone, neues Auto, neuer Kühlschrank, neue Nespresso-Maschine…

Neid auf begehrenswerte Dinge sind ein Teil der menschlichen Natur. Die Werbeindustrie hämmert es uns ein. Wir brauchen den neuen Audi und Mercedes, damit wir angesehen werden, behauptet die Werbung.

Dabei ist das unnötiges Spielzeug. Die fette PS-Kiste ist in meinen Augen eher eine Last als ein Traum. Nun, das muss jeder selbst wissen.

Ich genieße es, auf der Terrasse im Liegestuhl zu dösen. Ein schöner Kaffee, Wein, Bier und den Sonnenuntergang zu betrachten. Ich finde es bezaubernd mit Freunden/Familie am Lagerfeuer zu sitzen. Wir haben oft Freunde im Garten und grillen zusammen. Wir gehen in den Park. In den Wald. Nehmen das Rad und fahren ewig durch die Natur. Eine Hängematte im Garten zu haben ist kultig. Den ganzen Tag unter einem großen Schirm im Sommer zu sitzen und zu lesen oder im Wald spazieren zu gehen, das ist Wahnsinn. Ein Tag am Strand oder Baggersee zu sein. Das macht Spass.

Werde leidenschaftlich. Begeister Dich für ein Hobby, das nicht teuer ist (Wandern, Joggen, Schwimmen, Lesen, Stricken usw.). Lade Freunde zum Spielabend ein oder gehe mit ihnen Kaffee trinken. Organisiere einen Fahrradausflug.

Es gibt so viele Möglichkeiten, am Ende ohne eine Rechnung von 50 bis 100 Euro Spaß zu haben.

Ein Problem ist, dass Menschen in immer größerem Wohnraum leben wollen (Wohnfläche je Person). Kaum sind sie umgezogen, haben sie eine hektische Eile beim Möbelkauf. Sie sammeln Möbel und Plunder. Es wird mehr und mehr. Alles muss neu und einwandfrei sein. Kaum jemand möchte etwas Gebrauchtes kaufen. Second Hand ist out. Niemand möchte sich mehr Zeit nehmen, wenn es um Anschaffungen geht.

Dabei ist es so viel angenehmer, wenn Du Dir Zeit nimmst. Wenn Du über den Umweltschutz nachdenkst. Du schlägst mit Deiner Sparsamkeit also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Besitzt Du weniger Plunder, geht es Dir auch besser.

Wenn Du einen Garten hast, kannst Du eigenes Gemüse anbauen. Eine wahnsinnige Menge Tomaten kann aus einer einzigen Tomate gezüchtet werden. Es kann Spass machen. Auberginen sind einfach zu kultivieren. Sie können aus den Samen einer Auberginenscheibe gezogen werden. Pflanze zwei Obstbäume. Wenn Du Regenwasser sammelst, brauchst Du kein Leitungswasser im Garten verwenden. Schon als Kind baute ich im Garten Gemüse an. Es war ein Riesenspass. Ich lernte als Kind nicht nur im Garten zu arbeiten, sondern lernte auch den Zinseszins zu verstehen.

Ich könnte schlecht gelaunt sein, aber mein Gegenstück zu dieser Art von Einstellung ist: Mir könnte es viel schlimmer gehen. Also bin ich zufrieden. Denke genauso. Suche nach dem Positiven. Stell Dir vor, Du bist 30 und hast gerade hier angefangen zu lesen und Du merkst:

„Verdammt ich habe keine Ersparnisse.“

Schockiert wirst Du sein.

Fange eben sofort an. Besser jetzt als nie. Mache einen ETF-Sparplan. Fertig. Fühle Dich gut! Fühle Dich wunderbar. Besser fange heute an, als wenn Du 59 bist. Wir haben massenhaft Menschen, die sind 55 oder 60 und haben kein Depot. Sie haben keinen Plan. Kein Geld. Denke über diese Leute nach. Plane. Du möchtest bestimmt später nicht in deren Schuhen stecken, wenn Du 55 wirst.

Stell Dir vor, Du bist 55. Und hast ein fettes Depot. Du gehst zur Firma. Dein Chef feuert Dich. Aber es geht Dir gut. Du arbeitest noch bis Ende Mai. Dann zehn Wochen Urlaub. Abfindung! Schön zu wissen, dass Du Dir Zeit nehmen kannst. Du gönnst Dir eine Pause. Du überlegst, ob Du überhaupt noch was brauchst. Vielleicht machst Du einen kleinen Nebenjob. Vielleicht ist Deine Hypothek getilgt. Du hast keine Schulden. Deine Sparquote war all die Jahre super. Nun erfüllt sie ihren Dienst. Deine Finanzen sind in Ordnung. Du kannst durchatmen.

Du musst nicht mehr enorme Arbeitszeiten pro Woche leisten. Du musst nicht mehr ewig pendeln. Du kannst wählerisch sein. Lange Fahrten? Nein. Es ist so verlockend für geldgetriebene Leute ewig zu arbeiten. Und Karriere ohne Ende zu machen. Aber auf lange Sicht bringt das nichts. Wer ein schönes Depot hat, braucht ab einer bestimmten Summe nicht ewig weiter zu machen. Ja, Geld kann sehr verführerisch sein. Weil es verführerisch ist, musst Du besonders wachsam sein, um davon nicht verführt zu werden.

Meine eigene Lebenslektion ist: Es ist besser sparsam zu leben, die Ausgaben zu reduzieren und dann die Abhängigkeit von einem hohen Einkommen zu reduzieren. Pass auf, dass Du keinen Burnout bekommst. Workaholic brauchst Du nicht zu werden! Nein! Es ist eine Sucht, die schlimm enden kann.

Gut, es gibt Karriere-Menschen, die schaffen es zu rackern wie verrückt. Die können es in zehn Jahren in die Freiheit schaffen, wie diese beiden jungen US-Millionäre. Sie müssen dann nur den Absprung schaffen.

Wenn Du endlich in die Freiheit gehst, wirst Du merken, wie unausgeglichen Dein Leben mit dem Job war, weil Du so damit beschäftigt warst, Geld zu verdienen. Du kannst, wenn Du ständig unter Strom stehst, niemals eine gut abgerundete Person werden. Sinnvolle Hobbys kannst Du nicht entwickeln. Beziehungen aufbauen. Finanzielle Freiheit ist ein Marathon, kein Sprint. Es ist in Ordnung, wenn es 20 oder 30 Jahre dauert, um dorthin zu gelangen, solange Du das Leben entlang der Fahrt genießt. Aber erspare Dir die Schränke mit endlos Mode zu füllen, wenn Du eh genug hast. Du tust nebenbei für die Umwelt etwas, wenn Du Dich am Mode-Wahn nicht beteiligst.

Du musst Dich keineswegs mit einer „echten“ Karriere befassen. Du kannst etwas faul bleiben. Der Vermögensaufbau geht dann auch. Du kannst als Sekretärin/Handwerker…. einiges sparen. Selbst wenn jemand nicht klotzig Geld verdient, geht das. Ich finde es wirklich einfach, kein Geld auszugeben. Es kommt einfach natürlich. Wahrscheinlich kommt das von meinen bodenständigen familiären Genen. Ich hab immer noch eine schöne Sparquote. Also es ist keine große Sache.

Zum Schluss: Ich bin kein Diktator. Du musst selbst wissen, womit Du zufrieden wirst.

Ein Blogleser empfiehlt übrigens dieses Buch über den schwedischen Minimalismus: Lagom: Glücklich leben in Balance

Lagom: Wie die Schweden in der Balance leben.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Schaff Dir Freiräume durch Dein Depot. Je größer Dein Depot wird, desto freier wirst Du

  1. Thorsten

    Sehr sehr schön.

    1. Glück kann man nicht kaufen -> ganz genau ! Natur, Radfahren, Lesen, Kuchen backen (statt kaufen) etc. wir machen das Glück selbst.

    2. Ich kenne leider einige, die (jung!) an Herzinfarkt gestorben sind oder im Burnout endeten. Letzteres reißt die Leute 1 bis 2 Jahre aus dem Beruf. Keiner von ihnen hat damit gerechnet.  Ich habe anscheinend immer rechtzeitig die Kurve bekommen, zum Glück.

    3. Ich denke noch immer zu viel nach, was andere über mich denken könnten. Lebensstile für die es in der Gesellschaft kein Vorbild gibt werden schwer akzeptiert. Es erzeugt bloß Neid oder Kopfschütteln. Was sage ich bloß was ich von Beruf bin? Wenn ich sage, dass ich nicht arbeite dann fragen die Leute „Hartz 4?“ Für die Rente sehe ich zu jung aus. Sie kennen nur Arbeit – arbeitslos – Rente. „Frührentner“, „Privatier“ ? Ich werde es mir „Frugalist“ versuchen, die Hälfte fragt vielleicht nicht was das ist und dann ist gut. 😉

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thorsten

    Danke. Du bist ein schönes Beispiel, wie es geht: Auf der Arbeit keulen! Sparen und Investieren. Dann den Absprung schaffen.

    Sag Deinem Umfeld einfach: Du arbeitest an einem „großen Internet-Projekt“. Dann sind sie zufrieden. Solange man offiziell arbeitet, sind alle happy. Dann kommt kein Neid auf.

  3. freaky finance

    Hi Tim,

    schön beschrieben. Das Leben hat so viel zu bieten. Du hast tolle Beispiele aufgeführt. Ich sehe immer mehr Weggefährten ernsthaft erkranken. Die haben dann im Prinzip nur das Arbeitsleben gekannt. Das möchte ich für mich vermeiden. Seit bald 2 Jahren arbeite ich 3 Tage in der Woche.

    https://www.freakyfinance.net/3-tage-woche/

     

    Das ist ein guter Anfang. In Vollzeit werde ich wohl nicht mehr zurückkehren. Andere hätten genau die gleiche Möglichkeit gehabt. Weißt du was die teilweise gesagt haben? „Da wüsste ich gar nicht was ich mit der ganzen Freizeit anfangen soll!“ Oder „Dann muss ich ja noch mehr Zeit mit meiner Frau verbringen.“

    Wäre ja auch ok, wenn sie im Job zufrieden wären. Aber nein! Da ist auch alles Scheiße! Manchen kann man einfach nicht helfen…

    Toll, dass du deine Artikel nutzt die Möglichkeiten aufzuzeigen!

    Beste Grüße

    Vincent

  4. PS

    Hallo Tim, hallo Leute

    verfolge deine Beiträge schon etwas länger lese sie sehr sehr gern  bin 29 und selber dabei meine Ziele zu erreichen bin besessen davon  finanziellen unabhängig zu werden, spare ziemlich viel 1500-2000€ im Monat da ich noch ein neben Job habe ist die Differenz von 500€ im Monat manchmal unterschiedlichen ich investiere ziemlich viel in Zukunft Aktien, daher meine Frage an dich Tim, und an euch Leute was ihr von 3D Systems hält? Ich halte ziemlich viel von 3D Drucker in  allgemein  da ich in der Branche selber tätig bin in Prototypen Bau von Einzelteile, und die Prozesse kenne was von Aufwand das momentan noch ist mit komplexen Einzelteilen mit dem herkömmlichen veralteten zerspannungs verfahren, Zeitlicher  Aufwand, Material kosten, Lager Bestände, Verschleiß an verschiedene Werkzeugen, nützung von mehreren Maschinen bis fertig Stellung, mehrer Mitarbeiter und und und, das sind alles kosten die einen unternehmen in der Zukunft viel geringer werden durch denn 3D Drucker

    Ich bedanke mich schon mal und weiter solche Beiträge die motivieren unheimlich

  5. Anna

    Hallo Tim,

    ich war bisher ein stiller Mitleser. Aber nun muss ich Dir doch einmal sagen,

    wie toll ich Deinen Blog finde. Geld ist nicht alles im Leben, nur die Erlebnisse

    und Erinnerungen zählen. Ich war 1x in meinem Leben in New York. Für mich

    ist sie eine der schönsten Städte der Welt. Aber für immer könnte ich dort nicht

    wohnen. Ich lebe seit knapp 2 Jahren in Schweden. Und „lagom“ bedeutet

    „genau richtig“. Die Schweden sind ein glückliches Volk. Die „Fikapause“

    (Kaffeepause) ist ihnen heilig. Und Clowns mit Clownautos gibt es dort auch

    nicht. Der Schwede protzt nicht, im Gegenteil. Er stellt lieber sein Licht unter

    den Scheffel. „Jag vet inte“, ich weiss nicht, ist eine normale Aussage in

    Schweden.

    Schöne Grüsse aus Schweden

    Anna

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vincent

    Prima, wenn Du mit den 3 Tagen zufrieden bist. Es geht ja in erster Linie nur darum, dass es einem gut geht.

    Nur reden sich die Leute oft ein, dass der emsige Konsum einen glücklich macht, was ein Trugschluss ist.

    @ PS

    Prima Sparsumme. Gratulation. Über das Unternehmen weiß ich leider wenig.

    @ Anna

    Danke für den netten Kommentar.

    Ich finde Schweden angenehm. Die Leute sind dort nicht so hektisch. Sie machen einen ruhigen Eindruck auf mich. Ich war in Stockholm und bin dann mit der Familie auf die Insel Grinda. Das war super. Schwimmen. Relaxen. Spazieren. Kaffee, Dösen… Die vielen wilden Gräser/Pflanzen, die ich dort entdeckte, finde ich in Deutschland kaum noch.

    https://www.visitstockholm.com/stockholm-archipelago/grinda/

  7. David

    @Tim:

    Ist es dir – als du die finanzielle Freiheit erreicht hast – am Anfang nicht ein wenig „schwer“ gefallen mit der Arbeit aufzuhören? Damit meine ich weniger, weil du deinen Job so geliebt hast, sondern mehr aus monetären Gründen. Ich frage mich manchmal nämlich, ob ich – wenn ich dann einmal eine gewisse Summe zusammen habe – auch aufhören könnte oder dann (als Kapitalist) so „gierig“ bin, dass ich 100% weiterarbeiten möchte, nur um weiterhin die gleiche Sparquote an den Tag zu legen…

    @Marc:

    Oliver hat auch einen Blog: https://frugalisten.de

    Und ich gehe einmal stark davon aus, dass es sich um den gleichen Oliver handelt, welcher im Artikel erwähnt wird!?

  8. Mark85Mark85

    Ich hatte heute einen netten Grillnachmittag in einem Wäldchen für insgesamt 8 Euro. Schöne Erlebnisse müssen nicht viel kosten: https://youtu.be/KnXC4BqFrkI

  9. freaky finance

    @David und Marc:

    Ja, das ist Frugalisten-Oliver. Super Typ. Habe ihn schon 2 Mal persönlich getroffen bei meinen Blogger/Lesertreffen in Hamburg!

    In letzter Zeit ist er sehr präsent. 2 Mal TV, Radio und diverse Podcasts und Zeitschriften.

  10. chn

    Meine Frau und ich sind momentan dabei, uns von vielen Sachen zu trennen. Wir waren schon ein paar Mal auf der Mülldeponie und verkaufen vieles bei Ebay-Kleinanzeigen. Es erleichtert. Man wird flexibler und es gibt mehr Platz, auch im Denken. Wenn man weniger Kram hat, sieht man überall mehr Möglichkeiten, man ist phantasievoller und hat mehr Ideen. Freunde sind letztens bei uns zu Besuch gewesen und haben Vorschläge, was wir wohl noch alles bräuchten. Komisch, wir gehen durch unsere Wohnung und sehen überall Dinge, die wir alle _nicht_ brauchen 🙂

    Einen Besuch bei der örtlichen Mülldeponie kann ich übrigens besonders kurz nach der Weihnachtszeit empfehlen. Das führt einem plastisch vor Augen, was für eine Konsumgesellschaft wir tatsächlich sind..

     

  11. Fit und Gesund

    @Mark85,

    ja ja… das nennt man Folter, hier ist saukalt, ich werd mich aber gleich auf mein Velo schwingen und gute Batzeli verdienen, so komm ich meinem Ziel immer näher….

    lass es Dir gut gehen 🙂

    liebe Grüsse

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ David

    Ich arbeite noch etwas als freier Journalist weiter. Aber nicht 100%. Ich reise viel. Kümmere mich um andere Dinge als Arbeit.

  13. Kiev

    @PS

    3D Drucker verfolge ich privat von Zeit zu Zeit. Ich würde gerne Keramiken drucken. Das ist aber aktuell leider inklusive Material viel zu teuer. Wenn so ein Drucker mal unter 1000€ zu bekommen ist und das Material günstig ist mache ich vielleicht noch ein kleines Gewerbe als Spaß auf.

    Da Du in der Branche arbeitest kannst Du wohl selbst am besten abschätzen, was die Produkte der Firma taugen. Ob Du damit dann richtig liegst ist eine andere Frage.

    @Mark85

    Videos vom Grillen sind schon etwas gemein. Ich bin ja nicht neidisch und aktuell auch ohne zu klagen immer bei Gegenwind mit dem Rad unterwegs. Aber Freude beim Grillen kommt in Deutschland momentan nicht auf. Genieße Deine Freiheit!

  14. Thorsten Rohweder

    Schöne positive Kommentare. Grillen, Sparen, Gemütlichkeit, Müll vermeiden . Ich war heute bei Lidl und die Aktionstische haben mich angezogen. Ich habe einige Minuten gestöbert und Dinge begutachtet bis ich erschrocken realisiert habe was ich da mache. Schnell mit den Lebensmitteln zur Kasse geflüchtet, haha.

  15. PS

    @ Kiev

    ja das ist ne sehr gute Überlegung

    damit lässt sich gut Geld verdienen, vor allem bist du den herkömlichen  verfahren ziemlich überlegen auf dem Markt der noch nicht so überlaufen ist wie das jetziges, du kannst deine Zeit und kosten drastisch reduzieren und kannst dich von der Konkurrenz abheben, natürlich brauchst du dann auch dementsprechende Industrie Drucker da die Genauigkeit und die Oberflächegüte und Schnelligkeit… gegeben ist und wie auch  das stütz vefahren bei der adaptiven Fertigung wichtig ist demnächst soll ein Drucker von der  Marke 3D Systems auf dem Markt kommen der für die Zahntechnik speziell ausgelegt ist, für die Zahnprothesen oder übliche zahnmedizinischer  Werkzeuge. Für 10000€ wird er zu haben sein

    ja ich bin davon überzeugt das es unsere Zukunft revolutionieren wird es wird sich sehr viel ändern in nächsten Jahren, klar wird es viel Arbeitsplätze kosten, aber genau so werden viele  neue Möglichkeiten enstehen wie mit allem bisher

  16. Mark85Mark85

    An Fit und GesundKiev: Von der sibirischen Kältewelle habe ich gehört. Bis zu -20 Grad sind wirklich heftig.

  17. Schwaberle

    @Mark85, du bist längerfristig auf den Kanaren?

    Ich bin großer Kanarenfan. Ich mag das dauerhaft milde/warme Wetter. Bisher war ich auf Teneriffa und sehr oft auf Fuerteventura. Die Inseln laden sehr zum Überwintern ein.

     

    Grüße aus dem Schwabenländle

     

  18. Mark85Mark85

    An Schwaberle: Ja, seit September. Stimmt, wenn man nicht mehr als 5 Stunden fliegen möchte, fällt mir kein besseres Überwinterungsziel ein. Das Gesamtpaket (Entfernung, Sicherheit, westlicher Lebensstandard und Kultur, Lebenshaltungskosten, Klima und EU-Gebiet) finde ich sehr stimmig. Landschaftlich ist auch für jeden etwas dabei: Wüsten, Berge, Trocken- und Feuchtwälder und Meer und Strände.

    Meine Lieblingsinsel bleibt zwar Mallorca, aber zwischen November/Dezember und März/April kommt dort temperaturbedingt wenig Freude auf.

  19. Michael

    Hey Tim.

    Das mit dem Gemüsegarten ist auf dem Land etwas schwer wenn die Rehe das Gemüse heimlich essen. Ich bestellte dann lieber mal ein Reh oder Wildschwein beim Jäger. Dann müssen weniger Schweine und Hühner in Kisten leiden und die Leute aus Spanien können ihr Gemüse an uns verkaufen.

    Beste Grüße

    Michael

  20. v

    Darf ich mal alle Finanziell Freien, die aktuell nicht mehr arbeiten und im echten Ruhestand fragen, was sie so den ganzen Tag machen?

    Ich meine damit nicht ständig in Prospekten nach allen Sonderangeboten schauen, weil sie vielleicht die FF zu „frugalistisch“ geplant haben.

    Was, du lieber Tim machst (scheinst mich irgendwie zu ignorieren, da du schon zwei mal auf direkte Ansprache nicht reagiert hast), hierzu kann ich mir noch keine Meinung bilden. Ich weiß aber nicht unbedingt ob ich das für die Endausprägung der Freiheit halte.

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob du das hier ausschließlich aus Liebe zu deinen Lesern der Community machst. Wenn es so ist, dann ist es schön, dass du darin nun deine Lebensaufgabe siehst.

    Da ist halt noch ein anderer Aspekt – der des Geldes durch diese Social Media Präsenz. Du betreibst meiner Beobachtung nach einen ziemlichen Aufwand für deine Videos und deine Artikel. Das scheint den halben Tag einzunehmen.

    Die Inhalte sind (sei mir bitte nicht böse, das soll nur konstruktive Kritik sein) auf Dauer etwas sehr einseitig und die Inhalte wiederholen sich gebetsmühlenartig. Wird das dir nicht auf Dauer langweilig?

    Ist das wirklich nur Hobby oder kalkulierst du mit den Einnahmen aus Klicks von YouTube und aus dieser Internetpräsenz. Ich weiß, dass man damit einiges an Einnahmen generieren kann.

    Wie stehen finanziell Freie dazu? Wie verbringt ihr Euren Tag? Ist euch langweilig? Habt ihr euch neue Hamsterräder gesucht? Wie verbringt ihr Eure Zeit und was macht Euch glücklich?

    PS: ich wollte hier niemand, auch nicht Tim, auf den Schlips treten. Falls ich es tat entschuldige ich mich hierfür. Ich habe lediglich offen einige Gedanken und die in mir entstandenen Fragen geäußert….

  21. Marco

    Hi Tim,

     

    mich würde deine Meinung interessieren: Würdest Du jetzt gerade noch in ETFs (Aktien) investieren oder aufgrund der derzeitigen Unruhen (Korrektur Börse, Trumps neuer Protektionismus) (vorerst) andere Alternativen aussuchen ? Ich habe so bisschen die Befürchtung, dass das ganze jetzt doch wieder eskalieren könnte….oder ist es nur wieder die German Angst ;)?

     

  22. Kiev

    @ PS

    Ich habe mit Prototyping und 2D nichts zu tun. Mich würde es nur als Hobby interessieren. An die Fertigung von Zähnen habe ich aber auch schon rein renditemäßig gedacht. Ich weiß, das das Material sich nach dem brennen zusammenzieht. Wenn es zu einfach wäre könnte es schließlich jeder. Ich würde vermutlich Design Lampen herstellen und anbieten. Falls Du in CAD Erfahrung hast und Dich in 3D gut auskennst und gutes Design kannst, oder Dein Partner wäre ja vielleicht der direkte Einstieg eher etwas als ein Kauf einer einzigen Aktie. So hast Du die Rendite selbst in der Hand. Für mich (ohne Erfahrung mit 3D Druckern) ist es jetzt noch zu teuer (Zeit und Kosten Einarbeitung) und damit zu unsicher:

    Das Material würde ich gerne bearbeiten:

    Porcelite Ceramic Resin for SLA/DLP

    Ich hatte auch einen 3D Drucker gefunden. Das sah mir neben den hohen Kosten aber noch zu heikel aus, so dass ich lieber andere weiter experimentieren lasse bis die Technik zuverlässig läuft und ich vielleicht selbst einsteige.

    So etwas nenne ich eine gelungene Lampe:

    Flos Skygarden 2

    Das nur mal um ein Beispiel zu nennen. Die Lampe hat keine Keramik, aber mit Keramik in Kombination mit 3D Drucker kann man sehr gute organische Strukturen herstellen.

    Ich würde vermutlich Lampen mit 250€ Gewinn anbieten. Das Material sollte möglichst günstig sein, damit das Gesamtpaket z.B. 319€ kostet. Das wäre ein knallharter Preis für das Produkt. So eine Lampe könnte ich mindestens eine pro Tag fertigen (Der Drucker braucht vermutlich selbst 8h). Da komme ich dann auch 7500€ im Monat. Wichtiger als die Massenfertigung ist aber die Individualität. Ansonsten kommen die großen und lassen es in China fertigen. Ich gehe nicht von der Summe aus, aber bereits ein Drucker kann in einem hochpreisigen Segment eine sehr gute Rendite erzielen. Und einer sollte ausreichen, wenn man nicht in Paketen zu Hause untergehen möchte.

    Ich sehe bei den Druckern auch eine gute Möglichkeit für die Rückkehr der Produktion in die Industrieländer. Individualität spielt heute neben Prototypen eine immer wichtigere Rolle. So kann man eine extrem große Produktpalette anbieten, die man erst auf Bestellung fertigt. Und dann ist das Produkt auch noch am nächsten Tag fertig. Das geht nur vor Ort und bietet wenigen (da es automatisiert abläuft) sehr gute Möglichkeiten.

  23. Oliver

    @v

    Ich bin seid Ende letzten Jahres finanziell frei und habe früher öfters hier geschrieben. Das habe ich aufgrund einiger persönlicher Angriffe weniger Kommentatoren sein gelassen und mein Kommentar ist auch nur auf deine Frage.

    Ganz habe ich das Arbeiten nicht aufgegeben, aber sehr stark reduziert. Ich arbeite aber nur noch für Dinge, die mich persönlich interessieren. Das Geld hat wenig bis keine Bedeutung. Ich arbeite auch nicht mehr Vollzeit und es ist nicht abhängig von festen Zeiten.

    Daneben habe ich z.B. gestern für mein Hobby eine Messe besucht und viele neue Leute kennengelernt. Die Messe ist einmal im Jahr und bis letztes Jahr bin ich aus Zeitgründen immer am Samstag hingegangen. Schon mal sehr angenehm, weil mehr Fachleute da waren und weniger Freizeitleute so wie ich einer es bin. Die haben dann auch mehr Zeit. Ich nutze meine Freizeit jetzt viel mehr, um mich mit Freunden zu treffen, kürzere Ausflüge zu machen und plane durchaus in diesem Jahr, auch mal für 2 Monate eine längere Reise zu unternehmen, wo ich mich von Ort zu Ort treiben lasse. Dazu kümmere ich mich verstärkt um meine Hobbies. Es ist alles sehr viel entspannter geworden und der Hauptunterschied ist, dass ich nicht mehr so den Termindruck spüre. Das Leben ist langsamer, entspannter und sehr viel abwechslungsreicher geworden, da die Arbeit nicht mehr im Vordergrund steht. Wie das langfristig aussehen wird, kann ich Stand heute nicht sagen. Eventuell wird es mir langweilig, aber danach sieht es momentan so gar nicht aus. Ich denke, die Abwechslung wird dafür sorgen, dass ich immer neue Ideen habe. Ich kann mir sogar vorstellen, ein Studium zu beginnen für ein Thema, was ich interessant finde und wo ich keinerlei wirtschaftliche Interessen habe. Aber das ist etwas für die nächsten Jahre, nicht jetzt.

    Ich denke, dass sich jeder ganz individuell nach seinen Bedürfnissen einrichtet. Wenn Du das Ziel FF hast, dauert es sehr lange, bis es erreicht ist. Sprich: Du hast sehr viel Zeit zu überlegen, wie Du das gestalten möchtest. Die persönliche Situation und Interessen sind unterschiedlich, von daher wird es nicht die richtige Antwort geben. Tim kümmert sich halt gerne um den Blog und macht Videos. Er würde es sicher nicht machen, wenn er keine Lust darauf hätte. Lass dich also von anderen Biographien nicht zu sehr beeinflussen. Der eine spielt eben gerne Golf und der andere arbeitet voll weiter. Beides richtig, wenn es den Vorstellungen der Person entspricht.

     

     

  24. yankee

    @Oliver habe deine Kommentare immer sehr gerne gelesen, da sie meiner Ansicht nach sehr hilfreich waren. Wäre toll wieder mehr davon zu sehen 😉

    Persönlich habe ich hier aus Tim’s Blog und den vielen Kommentaren bereits einiges mitnehmen können, wofür ich auch mal Danke sagen wollte.

    Lese hier seit Mitte 2015 mit und die oftmals kritisierte Wiederholung der Themen finde ich nicht schlimm, man muss es ja nicht lesen…

     

  25. Schwaberle

    @Mark85,

    das klingt wirklich nach einem guten Winterdomizil. Auf welcher Insel bist du denn? Ich habe irgendwo mal gelesen, dass du dort in einem Apartment lebst. Wie hoch sind denn die finanziellen Belastungen vor Ort (Miete, Transfer, Fitness?, usw). Wäre super nett, wenn du dazu etwas sagst. Die Lebensmittel (Fuerteventura) fand ich immer in Ordnung und etwas unter den Preisen in Süddeutschland. Allerdings habe ich keine Erfahrungen für Langzeitmieten etc.

     

    Viele Grüße Schwaberle

  26. Mattoc

    Ich finde super, dass Tim die Bedeutung von Sparsamkeit, Investieren am Aktiemarkt und einem „einfachen Leben“ immer wieder thematisiert. Ist jedesmal ein kleiner Push.

  27. Mark85Mark85

    An Schwaberle: In Puerto de la Cruz auf Teneriffa. Die Wohnung kostet mich 400 Euro pro Monat inkl. aller Nebenkosten und diese sind ubegrenzt. Das heißt, dass ich beispielsweise so viel Wasser und Strom verbrauchen darf, wie ich möchte. Es gibt sicherlich noch günstigere Wohnungen zu finden, aber ich wollte zentral in und direkt am Meer wohnen.

    Das Bussystem ist gut ausgebaut und preislich erschwinglich. Im Umkreis Puertos zahlt man mit den erhältlichen Bonuskarten für 15/25 Euro zirka 1,15 bis 1,25 Euro. Taxifahrten im Ort liegen zwischen 3 und 4 Euro. Eine Fahrt per Bus in die 40 km entfernte Inselhauptstadt kostet 3,45 Euro. Ein eigenes Auto braucht es in meinen Augen nicht. Falls man wirklich mal Lust darauf hat, kann man sich eines mieten. Da mich mein Vater bald besuchen kommen wird und er die ganze Insel sehen möchte: 95 Euro für 7 Tage. Womit wir auch gleich bei den Flugkosten sind: Für den Hin- und Rückflug werden 180 Euro fällig, aber es wäre noch 60 Euro günstiger gegangen, wenn ich den Rückflug mit der Abflugzeit früh morgens genommen hätte.

    Insgesamt sieht es bei mir pro Monat ungefähr so aus:

    – 400 Euro Wohnung

    – 200 Euro Haushalts- und Lebensmittel

    – 20 Euro Internet und Telefon

    – 30 Euro Rauchen

    – 30 Euro Freizeit und Verkehr

    Dazu kommen natürlich noch die laufenden Kosten aus Deutschland (Wohnung, Rundfunkbeitrag, ein paar kleinere Versicherungen usw.), womit ich insgesamt irgendwo zwischen 1.000 und 1.200 Euro lande. Mir ist natürlich klar, dass jeder Mensch verschieden ist, weshalb meine Rechnung nicht als allgemeingültig anzusehen ist. 😉

    Zu Lebensmitteln: Diese finde ich in Deutschland günstiger. Gerade Milch- und Fleisch- sowie Drogerieprodukte. Dafür sind Zigaretten, Kraftstoffe und der öffentliche Nahverkehr günstiger.

    Mein Fazit: Man muss nicht reich sein, um solche Träume in die Realität umzusetzen. Letztendlich ist es eine Frage der Prioritäten: ,,Was ist mir im Leben besonders, was weniger und was überhaupt nicht wichtig?“

  28. Felix

    Die FF schreiben immer, dass sie sich mit Freunden treffen und mit Familie etwas unternehmen. Also das, was ich am Wochenende auch mache, machen sie die ganze Zeit. Ich hätte da das Problem, dass meine Freunde und meine Familienmitglieder unter der Woche alle arbeiten. Da hätte kaum einer für gemeinsame Unternehmungen Zeit.

    Oder habt ihr lauter FF als Freunde und Familie?

  29. Schwaberle

    @Mar85,

     

    vielen Dank für diese Aufstellung. Ich denke ich werde das Überwintern mal mit 4-5 Wochen antesten.

    Und ich gebe dir Recht, es liegt oft an den Prioritäten. Hast du deine Wohnung in DE untervermietet?

    Meine Mietwohnung möchte ich gerne behalten, auch wenn ich mal länger im Warmen überwintere.

     

    Grüße Schwaberle

  30. Mark85Mark85

    An Schwaberle: Ja, einfach mal austesten. Ich kam hier per Pauschalreise (1.300 Euro für 8 Wochen) an, bevor ich die Wohnung anmietete.

    Nein, aber die lange Abwesenheit wird sich sicherlich positiv auf die Nebenkostenabrechnung auswirken. 😉

  31. Raphael

    Hallo Tim. Danke für deinen Artikel. Ich schätze es, Dich und lese es gerne.

    Habe eine Frage an Dich die hier sicher den einen oder anderen beschäftigen.

    Hättest du Lust mal einen Artikel zu schreiben der voll in die Wunde geht. Einen Artikel der die Risiken bei einem Regierungswechsel, währungsreform bis hin zu möglichen Enteignungen wie sie es oft nach kriegen gab bei Eigentümern?-aufgrund der akt. Geldpolitik.) Evtl wäre das auch als Aktienininhaber möglich? Auch eine mögliche weltwährung aller verschwörungsTheoretiker und bibelleser in ich meine Offenbarung 13 .

    Schlussendlich würde dieser Artikel eines gemeinsam haben . Nämlich das Leben zu genießen und keinen Götzen hinter her rennen.

    Wir dürfen nicht vergessen wie wichtig das Leben ist. Tim vermittelt es Spitze. Wenn ich könnte und Ff wäre würde ich denke ich 5 Tage die Woche mich mit Menschen treffen austauschen und mich persönlich entfalten außer auf der Arbeit.

     

    Allen ein schönes we – bleibt weiterhin locker

     

  32. Thorsten

    @MArk85 Liegen da immer noch die großen schrägen Betonklötze am Meer, das war vor etlichen Jahren nicht abgesichert (Wäre man im Dunkeln auf der Promenade gegangen wäre man am Ende ins Meer gestürzt). Schönen Gruß nach Purto de la Cruz

     

  33. Thorsten

    Was man macht wenn man finanziell frei ist ? z.B Kuchen backen, spart eine Menge Geld. Es wird Zeit gegen Geld getauscht. Selbstmachen ist hier deutlich billiger als kaufen.

  34. Ex-Studentin

    Leider ist die heutige Zeit geprägt von Stress. Man soll arbeiten wie eine Maschine. Pünktlich, billig, fehlerlos. Ich verstehe nicht, wieso wir Menschen uns das antun bzw. antun lassen. Ich beneide Finanziell Freie Leute. Ich wüsste so viel mit der Zeit anzufangen. Gerade arbeite ich sehr intensiv an einem Projekt und mache viele Überstunden. Danach darf ich die Wochenstunden reduzieren. Das wird eine neue Erfahrung für mich, auf die ich mich sehr freue und die mich antreibt. In der gewonnenen Zeit will ich z.B. Programmieren lernen.

  35. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Raphael

    Ich bin ein Optimist.

    Wenn Du solche Ängste hast (die sind nicht völlig obskur), rate ich Dir:

    Streue Dein Vermögen breit. Vielleicht so:

    • Immobilien (Wohnung, Haus, Grundstück, Garagen…)
    • Aktien
    • Gold/Silber
    • Rohstoffe
    • schöne Cashposition
    • weltweit gestreute ETFs

    Je breiter Du streust, desto besser kannst Du schlafen.

    Mein Vermögen befindet sich in Immobilien und Aktien, grob 40:60.

  36. Ruby

    @Tim

    wegen den Autos.

    Ich glaube einfach nicht, daß das mit den SUVs ein nachhaltig gutes Geschäft ist. Ich würde mir jedenfalls keine US-Autofirmen ins Depot legen – wenn schon Autobauer dann aus Japan oder Deutschland. Der private Sektor in den USA ist derartig verschuldet und die Sparquote unterirdisch irgendwo am 10-Jahres-Tief….ich würde eher damit rechnen, daß es in Zukunft zu verstärkten Kreditausfällen in diesem Bereich kommen wird.

     

  37. Querdenker

    Vielen Dank Tim für deine stetigen Motivationsschübe. Was aber bei den Ausführungen Sparen zu Einnahmen etwas zu kurz kommt sind noch 2 Dinge, Steuer und Verschieden hohe Kosten je nach Lebensabschnitt.

    Ich erlebe gerade einen Lebensabschnitt mit sehr hohen Kosten, die Schweiz ist eben teuer. Zum Teil, die Steuer ist dafür ein Segen, es soll sogar so etwas wie eine Rente geben, wenn auch nicht genug zum Leben wenn man nicht so lange einzahlt. Trotzdem reichts noch für 40% Sparquote, dank Tims Motivation wird es noch leicht ehrhöht. Mein Clown Auto behalte ich, denn man so nebenbei, man kann mit einem Auto Geld sparen. Indem man dort einkauft, wo es Tausende Euros billiger ist. MWST frei in Deutschland. Zugegeben kein feiner Zug, mache ich auch selten.

    Aber rechne mal die relative Sparquote zu einer Absoluten. Gebe ich im Alter 1000 in einem billigen Südstaat aus oder 2000 in der Schweiz? Ein Himmelweiter Unterschied!

    Die Steuer wird dann interessant, wenn man sein Depot wirklich langfristig behalten möchte. Ich habe den Eindruck in den USA lässt man die Menschen leben. Den gleichen Eindruck habe ich auch von Singapur oder der demokratischen Schweiz. Woanders, z.B. in Deutschland steht zuerst das Finanzamt an der Tür und will stetig seinen grossen Stück vom Kuchen. Das ist auf Dauer sehr schmerzhaft. Dazu noch eventuelle Unterhaltsleistungen für Eltern im Pflegefall? In Zypern wurde der kleine Mann faktisch enteignet. Einfach so, um den tollen Euro zu retten. Drum ist es vllt. gar nicht mehr so attraktiv nach Spanien zu gehen, wenn die einen auf mehrere Jahre das Depot völlig aus den Fingern fressen.

    Ich kann auch Leute nicht verstehen, die einen Zweitwohnsitz in Deutschland halten, während sie eigentlich wo anders leben oder leben wollen. 1. Doppelte Miete, 2. Doppeltes Risiko und Steuern. Das ist wesentlich schlimmer als Clown Autos fahren. Ich möchte nicht zurück nach Deutschland. Wozu auch? H4 gibt es erst wenn man das komplette Depot vebraten hat. Nein Danke.

  38. Mark85Mark85

    An Thorsten: Ja, den eingestürzten Kaimauerabschnitt gibt es nach wie vor.

    An Querdenker: Nicht jeder möchte Deutschland komplett verlassen oder nur in einem Land leben. Clown-Dinge hin oder her, entscheidend ist für mich die Gesamtausgabenseite.

    Menschen sind verschieden, setzen individuelle Prioritäten. Vielleicht gibt Person A mehr fürs Wohnen und die Einrichtung aus, Person B für Autos, Person C für Auslandsaufenthalte, Person D für Restaurantbesuche und Einkaufsbummel und Person E für Schönheit und Mode. Trotzdem können alle 5 auf beachtliche Sparleistungen kommen, wenn sie die jeweils anderen Kostenblöcke im Zaum halten. 😉

    An Ex-Studentin: Das freut mich für dich, genieße die frei werdenden Stunden. 😉

    An Felix: In diesem Fall kann man mit neuen Leuten in Kontakt kommen: auf der Straße, in der Nachbarschaft oder durch Hobbys. Mir persönlich liegen ja obdachlose Menschen sehr am Herzen, die zwar nicht finanziell, aber dafür zeitlich so gut wie frei und somit fast immer zu haben sind. 😉

    Ansonsten: Ich finde, dass es auch sehr schön sein kann, wenn man Zeit mit sich selbst verbringt. Ein Gefühl von Einsamkeit kenne ich so gut wie nicht, weil es fast immer etwas zu tun oder eine Sache gibt, auf die ich gerade Lust habe.

    An v: Ich finde unter anderem Bücher, Filme, Ausschlafen, Spaziergänge und Ausflüge in die Natur sehr sinnstiftend. Im Grunde ist es wie mit dem regulären Renteneintrittsalter: Die größten Probleme mit der frei gewordenen Zeit bekommen diejenigen, bei denen die Erwerbsarbeit im Lebensmittelpunkt stand. Es muss noch nicht mal das Gefühl einer verloren gegangenen sozialen Stellung im Spiel sein. Anfangs fühlt es sich für sie wie ein verlängerter Urlaub an, aber dann fallen sie in ein emotionales Loch.

    Davon gibt es viele, gerade unter Auswanderern mit viel freier Zeit. Ich habe gelesen, dass auf Mallorca jeder 2. deutsche Resident Alkoholprobleme hat. Hobbys und soziale Kontakte können hier Abhilfe schaffen.

  39. Obama

    @Tim

    Danke für den Artikel. Ist für mich immer wieder eine Freude, wenn Du einen neuen Artikel online stellst. Mach weiter so.

    Im Aktien MAG vermisse ich Deine typischen „Tim Schäfer-Artikel“.

    Alles Liebe @all,

    Thomas

  40. Querdenker

    Mark85

    Verschiedene Wohnsitze sind Luxus und zwar ein teurer. Mehr Steuern, doppelter Haushalt. Das ist doch der Wahnsinn, was das alles nach sich zieht. Mein Grundgedanke ist da, das Grenzgänger doppelt besteuert werden in ihrer Erwerbsphase. Also Leute die sich nicht entscheiden können in dem Land zu leben, wo sie arbeiten. Beim effektiven Zweitwohnsitz sehe ich das gewaltige zusätzliche Problem, das man dem Finanzämtern erklären muss, das man nur einmal zahlen will.

    – Davon bekommt man doch graue Haare!

    Angenommen man beherrscht Spanisch nicht fliessend, wäre es nicht viel leichter dort zu wohnen und dem Finanzamt die Steuern auf den Tisch zu knallen und zu sagen: „Hier viel Spass“. Einfacher als zu sagen, „aber nein, ich zahle doch schon Steuern in Deutschland.“

    Wenn es einem irgendwo zu langweilig wird, wechselt den Standort von Zeit zu Zeit. Wenn man in einem kühlen Land lebt, macht man eben im Winter Ferien im Süden. Durch nur einen Haushalt bleibt ein wesentlich höheres Budget zum Reisen.

  41. Freelancer Sebastian

    @ Oliver

    Auch ich habe deine Beiträge immer sehr genossen. Es gibt immer wieder mal Scharmützel zwischen Indexlern und Direktinvestierern. Dass dir dabei so zugesetzt wurde, habe ich gar nicht in Erinnerung. Finde ich doof.

    Deine Erfahrungen über Börse, Buy and Hold, Timinggeschichten, Einzeltitelauswahl etc. sind sehr wertvoll. Gerade für die jüngeren Anleger, zu denen ich mich selbst nach zehn Jahren Börse immer noch zähle. Deine Einschätzungen haben mir definitiv weitergeholfen – vielen Dank dafür.

    Deine Ausführungen zur gelebten FF finde ich interessant. Steigert die Vorfreude. Ich kann mir nicht im geringsten Vorstellen, wie da Langeweile aufkommen kann. Den Leuten, die völlig im Job aufgehen, mag das Probleme bereiten. Zu denen zähle ich mich nicht….

    Alles Gute wünsche ich dir. Und den ein oder anderen Kommentar von dir, wenn das große Zetern herrscht, wünsche ich uns 😉 .

  42. Kia

    Du hast ja recht Skywalker, das ist den meisten doch bewusst. Aber nicht jeder hat eine gute Geschäftsidee und kann das dann dementsprechend umsetzen. Manchen ist das Risiko zu hoch und sie fahren lieber auf der Seitenlinie als auf der Überholspur einen Unfall zuriskieren.

  43. Prof_S.or

    24 Stunden aus dem Effeff

     

    1,1h Oktroyiert (~ 7%)

    0,5h    rechtliche Zwänge

    0,3h    dingliche Zwänge

    0,2h    sozio-kulturelle Zwänge

    0,1h    sonstige

     

    22,9h Autonom (~ 93%)

    13h     Körperpflege

    (9h       Schlaf)

    (3h       Ertüchtigung)

    (1h       Regeneration)

    5h       Gedankenpflege

    (3h       Bildung)

    (1h       Finanzen)

    (1h       Ingeniosität)

    4h       Bewusstseinspflege

    (2h       Nahrung)

    (1h       Faulheit)

    (1h       Kognition)

    0,9h    Sonstiges

     

  44. Nikos

    @Skywalker

    Dein Link https://mission-rendite.de/geld-verdienen/vergiss-aktien-fuer-deinen-vermoegensaufbau/  kritisiert sämtliche Finanzblogs:

     

    „Ich weiß, an dieser Stelle widerspreche ich mir selbst. Du siehst also, dieses Buch hat mich wirklich ein bisschen zum Umdenken gebracht. In seinem Buch geht Demarco viele amerikanische Größen direkt an und erwähnt sie sogar namentlich. Das werde ich hier nicht tun. Wenn du dich aber auch in der deutschsprachigen Finanzszene ein bisschen umschaust, wirst du schnell verstehen was ich meine:

    Viele sogenannte „Influencer“ predigen Wasser und saufen Wein. Sie erzählen dir davon, dass du in ETFs anlegen musst. Dass du in Dividendenaktien investieren solltest. Dass du XX Prozent deines Einkommens sparen sollst und dass du mit 50 Jahren endlich Millionär bist und von deinen Einnahmen leben kannst.

    Alles schön und gut, doch sie leben selbst nicht nach diesen Regeln…
    Sie selbst verdienen ihr Geld mit unternehmerischen Beteiligungen, Seminaren, Video-Kursen, YouTube-Videos usw. in welchen Sie dir die oben genannten Punkte beibringen. Oder konkret: Sie befinden sich auf dem Weg der Fastlane und haben ein Unternehmen aufgebaut welches ihnen Renditen deutlich über jedem ETF bringt.

    Sie selbst leben das Leben der Fastlane indem sie andere Menschen von der Slowlane überzeugen…“

    Bin mal gespannt auf Tims Meinung zu diesem Artikel

    Grüße !

    Nikos

  45. Thorsten

    Einer meiner Nachbarn wurde von einem Beauftragten seiner Ex-Firma drangsaliert Gespräche zu führen mit der Begründung „viele die in Rente gehen werden depressiv“. Es sollte ein Art Hilfsprogramm sein für Mitarbeiter , die in Rente gehen. Er hat es als Frechheit empfunden, dabei war er aus meiner Sicht voll betroffen, er hat sich 100% über die Arbeite definiert. „ich hätte sooo gerne weitergearbeitet“. Glaube ich gerne, er weiß mit seiner Zeit ansonsten NICHTS anzufangen, sitzt nur drin. Für mich ist die Frage „was machst Du wenn Du viel Zeit hast, z.b als Privatier“ schon ein offenes Buch. Ich fürchte sie kommt von eben den Menschen die sich über den Beruf definieren und sich vorstellen, dass man dann plötzlich „viel Zeit“ hat. Sie erwarten, dass Du Dich in die nächste aufregende Sache stürzt. Beliebt ist hier z.B die Vorstellung einer Weltreise, die man dann unbedingt sofort machen muss. Nein, es geht auch anders. Man kann entschleunigen, die Dinge, die gar nicht oder hastig passierten bewusst machen. Kontakte pflegen, der Familie mehr Zeit einräumen. Man nennt das auch „Müßiggang“ und das ist komplett negativ besetzt, weil es mit „Faulheit“ gleichgesetzt wird. Diese Sichtweise kommt aus dem Hamsterrad und gehört zum Programm „Selbstkasteiung“. Es ist eine aus einer religiösen Ethik  und der Gesellschaft stammende Sichtweise, dass man gefälligst früh morgens aufstehen und dann bis abends durcharbeiten soll.

  46. Obama

    @All

    Ich habe eine Frage an Alle bzgl. einer Fondrente, die ich gekündigt habe.

    Nach 12 Jahre habe ich mich dieses Jahr entschlossen, meine Fondrente zu kündigen und mir die Fondanteile auf mein Depot übertragen zu lassen.

    Die Fondrente wurde mir vor 12 Jahren aufgrund der steuerlichen Vorteile,….. angepriesen.
    Da ich mein Geld seit 10 Jahren lieber selber verwalte, habe ich mich auch hier entschlossen, die Beitragzahlung zu stoppen und auch diesen Betrag lieber selber anzulegen.

    Die Versicherung  brauchte dann 28 Tage, bis mir nun die Fondanteile übertragen wurden. Seltsam fand ich, dass mir gut 4 Fonds weniger übertragen wurden. Diese wurden verkauft, um die Kapitalertragssteuer, Kirchensteuer,…. zu bezahlen.

    In der Abrechnung steht nur das Fonguthaben (ohne Bezug auf einen Kurswert) und die angefallenen Steuer.

    Was mich wundert: Warum muss ich Steuern zahlen, obwohl ich keinerlei Fonds verkauft habe und warum kann die Versicherung für das Bezahlen der Steuern, ohne Information an mich, meine Fondanteile verkaufen.

    Meine jetzige Bank hat auch keinen neuen Einstandskurs mitgeteilt bekommen. Wonach wird der Fond – im Falle eines Verkaufs – versteuert ?

    Die Versicherung wusste auf nachfragen auch erst nicht Bescheid. Nach 1 1/2 h hat mir dann eine Mitarbeiterin telefonisch erklärt, dass die üblich ist: Man summiert die eingezahlte Summe und zieht dies von dem Kurswert zum KÜndigungstermin ab und versteuert dies. Und bzgl. der Besteuerung bei meiner Bank haben sie nichts am Hut, das ist Sache der Banken.

    Kennt sich hier an Bord jemand mit der steuerlichen Behandlung von gekündigten „Fondrenten“ aus ?
    Würde mich über Hinweise, etc. freuen.

     

    Alles Liebe,

    Thomas

  47. PS

    @Kiev

    ja das kann ich schon nachvollziehen, da muss Mann sich schon bisschen auskennen, ja habe Erfahrung mit CAD, und werde mir das im Sommer mit dem Drucker für Zahnmedizin näher anschauen und höchstwahrscheinlich einen zulegen, und investiert bin ich schon

    ja das stimmt die werden Jahr zu Jahr immer besser und günstiger die Entwicklung stimmt

    die Lampe sieht sehr gut aus, und kostet dementsprechend, also lässt sich damit schon mal gut Geld verdienen ja als Einzelne Lampen oder auch nach wüschn zu fertigen lässt sich immer gut zahlen, weil dann kannst du auch den Preis dementsprechend auch bestimmen wie schon von dir beschriebene hast die Massenproduktion nicht mehr als ernstnehmende Konkurrenz

    ja da wird sich einiges verändern, wird noch so weit kommen, das wir nur noch Daten von Amazon kaufen werden und selbst Drucken nach Möglichkeiten natürlich

  48. Kiev

    @ Nikos Skywalker

    Viele Wege führen nach Rom. Mir sind auch viele Selfmade Millionäre suspekt, die Nebenbei sehr teure Seminare usw geben. Ich nutze auch etwas Business als FF Turbo. Das ist nicht jedermans Sache. Man braucht eine oder mehrere gute Ideen, Kapital und Mut und Selbstvertrauen für Risiko. Man kann auch nur als Angestellter schnell die Freiheit erreichen. Der Weg zur Freiheit sollte auch das Ziel sein. Also trotz Renditeturbo kann man sich überlegen was man wirklich machen möchte. Entschleunigen ist hier vielleicht ein Ansatz. Wenn der Job nicht so schlimm ist kann man ja auch in Teilzeit langsamer in die Freiheit gehen. Bevor man 5-10 Jahre alles gibt und auf alles verzichtet kann man ja auch bereits vom ersten Tag zufrieden mit weniger auskommen und braucht vielleicht 15 Jahre. Aber lieber 15 Jahre zufrieden als 8 unglücklich zu sein.

    Ich gebe selbst auch gut Gas. Aber ich verzichte auf nichts. In Relation zu normalos verzichte ich auf sehr viel. Aber für mich nicht.

    Durch den Blog und der immer wiederkehrenden Fokussierung auf das wesentliche kann ich immer mehr für mich selbst umsetzen und entdecken.

    An den Ausgaben kann ich so gut wie nichts mehr optimieren. Daher schaue ich immer auf der Einnahmen Seite ob ich noch etwas finde. Ob 50€ oder 1000€ im Monat. Ich nehme alles wenn sich der Aufwand in Grenzen hält. Da ich viele Einkommen habe generieren nur kleine Steigerungen in allen Bereichen wahnsinnige Entsummen. Die nutze ich dann wieder zum Abbau von Schulden. Und dadurch steigt wieder der Vermögenszuwachs da ich Annuitätendarlehen habe.

    Aktuell plane ich ein Tiny Appartement mit ca 20qm und allem was man braucht. Damit möchte ich AirBnB testen. Ich freue mich drauf. Es soll richtig gut werden. Ob sich der Aufwand für die Einnahmen lohnt ist mir egal. Es macht mir Freude. Ich empfinde dies nicht als Arbeit. Und es wird mindestens 350€ im Monat bringen. Mal sehen wie viel besser es wird. Dem stehen aber auch größere Ausgaben entgegen, die aber auch notwendig sind. Ich könnte mir einen positiven Cashflow von 300€ gut vorstellen. Das ist doch etwas. Dann bekomme ich an anderer Stelle durch kleine Änderungen auch einfach 200€ und habe schon wieder insgesamt 500€ für neue Investments. Durch Gehaltsanpassungen und Sondertilgungen kann ich da dann in einem Jahr schnell 800- 1000€ draus machen. Und dann habe ich einen neuen Turbo. Parallel schaue ich nach einer ETW mit 3-4 Zimmern. So kann ich zusätzlich ca. 800€ Cashflow generieren. Das ist aber nicht leicht zu finden. Dann ist aber definitiv Schluss mit Einkauf von Wohneinheiten. Man muss auch wissen wann man aufhören sollte.

  49. June

    @skywalker,

    aus Sicht von Ingo, der den Artikel geschrieben hat, sieht die Welt so aus wie in dem Buch. Also propagiert er die Einkommenseite zu stärken.

    Felix vom Finanzblogroll hat eine andere Meinung, und dazu den Artikel: Normal is beautifull – Warum ich lieber auf der Slowlane fahre, geschrieben.

    Vielleicht kann ihn jemand für mich verlinken, das klappt mit dem iPad immer nicht. Allerdings sitzt der Fehler hier sicher vor der Tastatur. 😉

    Ich verstehe deine Beweggründe warum du an der Einkommensseite stärker als am sparen arbeitest. Du hast auch eine Sparrate von über 50%, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Wenn man wie du, oder viele hier, diese Spären erreicht hat, dann kann man auch nur noch über die Einkommensseite sein Vermögen stärken.

    Die meisten Menschen, und ich vermute es sind sicher 60 – 80 % der arbeitenden Bevölkerung, haben aber keine oder eine sehr kleine Sparrate. Und das unabhängig von ihrem Einkommen. Da ist es dann egal, ob du 1000, 5000 oder gar 10000 € netto pro Monat verdienst. Die Sparrate ist, prozentual gesehen, immer gleich hoch. Und eben genauso schnell ausgegeben, wenn mal was dazwischen kommt.

    Henry Ford prägte den Spruch:

    „Reich wirst du nicht von dem was du verdienst, sondern von dem was du nicht ausgibst.“

    Ich habe immer beide Aspekte im Blick gehabt, die Einnahmen Seite und die Ausgabenseite und bin der Meinung, die richtige Mischung ist entscheidend. Und je nachdem in welcher Lebenssituation man sich befindet, ist mal die eine mal die andere Stellschraube wichtiger.

    @ Obama,

    leider habe ich damit keine Erfahrungen.

    @ Thorsten / Rente

    schade, dass dein Nachbar diese Unterstützung nicht annimmt. Heute ist es hinlänglich bekannt, dass man sich 10 – spätestens 5 Jahre vor Rentenbeginn mit dem Sinn und damit mit dem Thema „wie verbringe ich meine Zeit, nach dem Arbeitsleben“ beschäftigen soll. Nicht umsonst haben so viele Menschen im ersten Jahr der Rente gesundheitliche Probleme. Viele sterben sogar überraschend.

    Take care,

    June

     

  50. Michael D.Michael D.

    Hallo,

    ich bin auch großer Anhänger der finanziellen Freiheit und strebe jede Sekunde danach. Für mich gibt es nichts schöneres als Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen. Ich verstehe gar nicht, wie man Arbeitszeit der Freizeit vorziehen kann.

    Man muss immer bedenken, man hat nur ein Leben. Ich habe immer das Gefühl, dass ich über viel zu wenig Zeit verfüge. Ich arbeite in einem 40-Stunden Job, Standardjob, „9-5“. Wobei ich dazusagem muss, dass mein Arbeitgeber schon eher zu den modernen gehört. Ich habe flexible Arbeitszeiten und kann zwischen 7 und 11 Uhr kommen wann ich will (außer natürlich man hat Termine) und kann zwischen 16 und 20 Uhr gehen wann ich will. Mein Arbeitgeber bietet (während der Arbeitszeit) Fitnessstunden mit Trainer und diverse andere gesundheits- bzw. motivationssteigende Maßnahmen an. Von daher kann ich eigentlich gar nicht meckern.

    Ich verdiene zwar nicht die Welt (2.400 netto * 14 im Jahr) aber ich komme mit meinem Gehalt sehr gut aus. Meine Sparquote liegt jählich zwischen 60 und 75 %. Ich schichte jedes Jahr mindestens 10.000 Euro von meinem Girokonto auf mein Depot um (eher mehr). Je nach Situation investiere ich in für, meiner Beurteilung nach, unterbewertete Aktien. Bisher läuft es sehr gut. Zumindest meiner Meinung nach. Allerdings investiere ich nicht, wie offensichtlich die Meisten hier, in Blue Chips und ETFs sondern eher in risikoreichere Aktien. Ich investiere auch nur in Einzelaktien und in keine Fonds und das eher konzentriert.

    Da ich meine Investments gere offenlege und keine Geheimnisse daraus mache kann ich die auch sehr gerne hier nennen (gereit nach Gewichtung in meinem Depot):

    -BB Biotech

    -Teranga Gold

    -Vale

    -Novo Nordisk

    -Marine Harvest

    -K+S

    -Evotec

    -Idorsia

    -AT&S

    -Gilead

    -Vertex

    -(seit gestern auch Celgene und Bayer)

    Wobei „BB Biotech“ ca. 25 % meines Portfolios ausmacht. Ähnlich wie bei dem Unser „V“ macht bei mir, wie ihr seht, Biotec den Großteil meines Depots aus. Allerdings kann ich von seinen geschilderten Gewinnen nur träumen. OK, ich bin erst seit 8 Jahren an der Börse aber mein Top-Pic bisher ist Evotec mit ca. 400 % Kursgewinn.

    Ich bin allerdings schwer begeistert von den Möglichkeiten der Biotecbranche und bin begeisterter Investor in diesem Bereich (habe beruflich auch damit zu tun und auch in diesem Bereich studiert).

    Aber genug von meinen Aktien…

    Mein großes Ziel ist es, arbeitstechnisch zurückzufahren. Die (Depot-)Summen, die hier teilweise genannt werden, sind für mich utopisch und in meinem Leben nicht realisierbar und ich denke, dass ich diese Summen auch gar nicht benötige, um in den (Teil-)Ruhestand zu gehen.

    Ich habe im Moment ca. 100.000 im Depot und 40.000 Cash und ein wenig Gold. Der relativ hohe Cashbestand begründe ich damit, weil ich doch eher in risikoreiche Unternehmen unterwegs bin und weil ich auch ein Sicherheitsfanatiker bin.

    Ich denke jetzt schon (ich bin 33 Jahre alt) ständig über den Frühruhestand nach. Allerdings bedeutet dies für mich nicht gar nichts mehr zu tun, sondern Teilzeit zu arbeiten. Ich möchte Krankenversichert sein und meine Fixkosten aus dem Cashflow bzw. Gehalt zahlen können. Mein Depot soll sich dabei weiter ungehindert weiterentwickeln und dabei keine Entnahmen erfolgen.

    Ich möchte eigentlich mit spätestens 40 dieses Szenario schaffen (bin aber flexibel und würde je nach meiner finanziellen Situation natürlich auch länger Vollzeit arbeiten).

    Ich finde es unbeschreiblich schön einfach Zeit „für mich“ zu verbringen. Ich liebe es mir einen gemütlich Morgen zu gestalten. Obwohl ich jeden Tag in die Arbeit muss. Im Bett liegen bleiben, meine Freundin umarmen, mit ihr gemütlich einen Kaffee trinken und sich unterhalten ist für mich Pflicht.

    Meist gehe ich danach (noch vor der Arbeit) ins Kaffeehaus und lese gemütlich die Zeitung. Mich nervt es, dass ich zeitlichen Druck (trotz meiner flexiblen Arbeitszeiten) habe. Auch um 10:30 gehe ich ungern ins Büro. Ich habe schlicht zu wenig Zeit am Morgen, obwohl um 7:30 der Wecker läutet. Da ich erst spät ins Büro „wanke“ muss ich relativ lange (im Schnitt) bleiben – muss ja auf die durchschnittliche Arbeitszeit 40h kommen. Meine Wochenenden sind viel zu kurz. Ich besuche regelmäßig und so oft wie möglich meine Eltern und versuche so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen. Zu Weihnachten und zum Geburtstag schenke ich ihenen gemeinsame Reisen mit mir und meiner Freundin. Mir kommt vor, die gemeinsame Zeit, die uns auf Erden bleibt ist viel zu knapp. Ich möchte möglichst viel Zeit mit meinen Liebsten verbringen.

    Ich bin wegen der Arbeit in eine Großstadt gezogen. Ich fahre ca. 10 Min mit öffentlichen Verkehrsmittel (inkl. Wartezeit) in die Arbeit. Allerdings mag ich es nicht in der Großstadt zu wohnen. Mich zieht es in meinen Heimatort. Da mein Heimatort (inkl. Eltern) nicht weit weg sind (40 Min mit dem Zug) fahre ich so oft es mir möglich ist „nach Hause“. Vor allem im Sommer ist das für mich eine Oase des Friedens. Ja, ich würde fast sagen, ich hasse die Großstadt. Der Riesengarten inklusive Pool ist für mich ein wahrer Luxus. Ich benötige nicht viel. Ein Liegestuht, ein gutes Buch oder Finanzzeitschriften erfreuen mich zutiefst. Grillabende und regelmäßige Einladungen von Freunden ergänzen dieses Wohlgefühl.

    Am Liebsten würde ich meine gesamte Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden/Freundin verbringen. Ich habe stets vor Augen, dass meine Zeit auf dieser Welt begrenzt ist. Ich finde es merkwürdig, wenn Menschen für die Arbeit leben und ihre Zeit für Fremde aufopfern bzw. für ihre Firmenbosse.

    Anders als Tim immer wieder predigt, versuche ich allerdings bewusst nicht mich voll und ganz dem Geld verdienen zu widmen. Ich finde es falsch Nebenjobs anzunehmen und 60 Stunden-Dienste zu schieben. Ich verbringe die Abende viel lieber mit meiner Freundin und die Wochenenden sowieso, treffe Freunde, besuche meine Familie – solange dies noch möglich ist. Ich habe – obwohl ich kein Karrieremensch bin – viel zu wenig Zeit um alles unterzubringen. Ich habe viel zu wenig Zeit, generell.

    Ich liebe es, eine Stunde am Morgen mit meiner Freundin vor der Arbeit einen/zwei Kaffee zu trinken. Ich liebe es vor der Arbeit ins Kaffeehaus zu gehen und Tageszeitungen zu studieren. Ich liebe es so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Ich liebe es im Garten zu sitzen und ein gutes Buch zu lesen und daneben ein Bier oder einen selbst gemixten Cocktail zu trinken (Mojito und Basilsmash sind weltklasse mit selbst angebauten Kräutern 😉

    Ich liebe es mit einem Freund stundenlang im Kaffeehaus zu sitzen bei ein paar Bieren und über Gott und die Welt zu diskutieren. Ich liebe es in den Wald zu gehen und Pilze zu suchen. Ich liebe die Natur – aber am liebsten habe ich Zeit, Zeit für mich, Zeit zur freien Gestaltung.

    Mein großes Ziel ist es mehr Zeit zu haben. Ich brauche dafür keine drei Millionen. Ich denke, das ist locker mit einem 200.000 Depot + Halbtagsjob möglich. Ich jedenfalls werde nicht auf die Millionen hoffen und früher zurückstecken. Ich lebe jetzt schon super. Einzig mir fehlt die Zeit für ein gänzlich zufriedenes Leben, für meine Freunde, für meine Familie, für mich…

  51. Der HSV steigt endlich ab

    Bin mal gespannt, welche Kommentare es von den ganzen Biotech-Anlegern dann bei der nächsten heftigen Korrektur gibt. Good luck!

  52. Mr. B

    Hallo Michael,

    Danke für deine Ausführungen. Denke sehr ähnlich und bin den Schritt so gegangen. Du sparst ü 50 %, dann passt das mit dem Halbtagsjob. Das Depot wächst quasi von alleine weiter und gibt viel Sicherheit. Gleichzeitig gewinnst frühzeitig an Lebensqualität.

    Wünsch dir alles Gute!

    Mr. B

  53. Neuling

    Danke für deine qualitativen Beiträge Tim. Ich bin mittlerweile ein täglicher Besucher deines Blogs und freu mich, wenn wieder neue Inhalte online sind. Ganz egal ob neue Leserbriefe oder ein Artikel von dir.

    ich bin mittlerweile bei etwa 20.000€ investiertem Kapital und so langsam macht es richtig Spaß. Diesen Monat bekomme ich etwa 75€ Nettodividende.

    Im Mai werden es erstmalig über 100€ Nettodividende innerhalb eines Monats sein, was für mich dann vorerst mein Rekord sein wird.

    Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie es sich dann anfühlt, wenn man 50.000 oder gar 100.000€ im Depot hat und die Dividenden nur so sprudeln… 😉

    Aktuell spare ich etwa 70-80% meines Gehalts; das sind pro Monat etwa  2000€. Allerdings gehen die nächsten Monate etwa 3000€ für ein Hobby drauf… schließlich will man sich ja dennoch was gönnen für die harte Arbeit. Ich hab ne 6-Tageswoche…

  54. chn

    @Michael D.:

    Bravo zu deinem Posting! Ich habe exakt die selben Gedanken und dasselbe Gefühl. Die meisten Menschen scheinen das Leben nur mal so zu probieren, als sei das nur die Generalprobe irgendeines Theaterstücks. Ich bin mir immer bewusst, dass ich genau dieses eine Leben habe, es ist nur kurz und irgendwann unweigerlich vorbei: „Das hier, das ist es jetzt“. Viele mögen denken „Wie traurig ist das denn, sich immer des Endes bewusst zu sein?“. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, weil man viel bewusster lebt und erst dann das Leben richtig zu schätzen weiß. Es ist für mich auch einer der Gründe, die finanzielle Freiheit anzustreben. In etwa 1-2 Jahren ist es soweit. Da bin ich ziemlich kompromisslos.

    Deine Gelassenheit, morgens vor der Arbeit noch gemütlich ins Kaffeehaus zu gehen, hätte ich auch gerne 🙂

     

  55. Obama

    @chn

    Ich stimme Dir voll zu.

    Gestern Abend war ich mit meiner Frau in Oberhausen „bei“ Dieter Nuhr. Die Message seines Programmes passt auch sehr gut zu Euren Beiträgen.

    Falls jmd. Amazon Prime Music unlimited hat, kann er das Programm auch streamen:

    https://smile.amazon.de/Nuhr-hier-nur-heute-Ungek%C3%BCrzt/dp/B078KFL1N3/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1520168656&sr=8-3&keywords=nuhr

    Gestern ist er zu Beginn – abweichend zur CD – ausführlich auf den Zustand der SPD kurz vor der Mitgliedsentscheidung zur GROKO eingegangen,…….

    Wünsche Euch einen schönen Sonntag,

     

     

  56. Ex-Studentin

    @Michael

    Sehr toller Kommentar! Das wäre eines eigenen Artikels würdig!

    Ich wünsche mir auch mehr Zeit. Für mich selbst und für meinen Freund. Wenn wir nebeneinander liegen und einander den Kopf kraulen, dann ist die Welt in Ordnung. Ich wurde die letzten Monate ziemlich wachgerüttelt, seit dem ist mir die Sinnlosigkeit meiner Arbeit richtig bewusst geworden. Mein Job in der Produktion selbst ist mega cool, aber bei mäßigem Gehalt mit unerfahrem Personal Projekte abzuarbeiten, die für Dumpingpreise und mit enger Terminschiene ins Haus geholt wurden, das frustriert mich sehr. Ich will mich zukünftig in Richtung Prozessoptimierung / Programmierung entwickeln.

    Ich habe das bei meinem Chef auch sehr offen angesprochen. Er hat so die Chance, meine Veränderungswünsche im seinen Sinne mitzugestalten anstatt ich direkt kündige. Bin nun 25 und habe über 50k auf der hohen Kante. Dank 4 Wochen Kündigingsfrist könnte ich jederzeit meinen Job dezent hinschmeißen.

    Mein Ziel ist es, wieder gerne zur Arbeit zu gehen. Aktuell muss ich mich morgens auch wie du dazu zwingen. Das war aber nicht immer so. Gerade quäle ich mich durch mein letztes Projekt. Danach reduziere ich auf 35h pro Woche und werde keine Projektleitung mehr für Großprojekte übernehmen.

    Ich habe schon viel zu viele Ideen, was ich mit der gewonnenen Zeit alles machen kann. 🙂

  57. chn

    @Obama:

    Genau, Dieter Nuhr ist mir sowieso total sympathisch. Das ist ja quasi der Philosoph unter den Satirikern – da kann man lachen und nachdenken. Ich wusste noch garnicht, dass er jetzt ein neues Programm hat. Muss ich mir mal angucken, danke für den Hinweis.

     

  58. Ruby

    @ Michael D.

    Ich weiß nicht ob ich richtig rate – aber viele Grüße nach Österreich 🙂

    Du fährst da ja einen heißen Reifen mit deinem Depot – aber du hast tatsächlich wie der Tim damit die Chance eine Art Netflix, Amazon… günstig zu bekommen. Es ist schon richtig, daß du da ausreichend Cash hast. Ich habe mehr ETFs als Aktien denn ansonsten hätte ich noch Angst um meinen Schlaf

    Ich habe selbst in die Vale investiert als sie wirklich schon fast ganz unten war – aber sie fiel noch weiter und ich muß zugeben, daß ich ziemlich Angst vor einem Totalverlust bekam. Da fiel mir der Dumme Witz ein: Was ist eine Aktie, die 90% gefallen ist? – das ist eine Aktie, die 80% gefallen ist und sich dann noch mal halbiert hat. Heute lache ich darüber und bin froh, daß die die Aktie habe.

    Bei den Goldaktien habe ich den Einstieg bei Newmont leider verpasst – diese würde ich deiner Teranga Gold vorziehen. Generell halte ich es schon für richtig etwas Edelmetalle physisch und/(oder) als Aktien zu halten. Für mich gehört das einfach zu einer sinnvollen Diversifikation.

    Marine Harvest hab ich auch seit einiger Zeit auf dem Schirm – die hätte ich aber gerne günstiger 🙂

    Genieße auch weiterhin das Kaffeehaus und gehe auch mal in den Urlaub. Manchmal geht es auch runter im Leben und wenn man dann immer nur verzichtet hat wird man sehr viel mehr mit dem Schicksal hadern. Wenn man älter wird bekommt man so einige Geschichten mit.

     

     

  59. Michael D.Michael D.

    @Mr.B
    Danke! Wünsche ich dir auch.

    @chn

    Ja, manchmal schon belastend öfteres über den Tod nachzudenken aber ich gebe dir recht, man lebt viel bewusster. Ich genieße es sehr im Garten zu sitzen und einfach den Vögeln zuzusehen oder einen Schmetterling auf der Blume zu beobachten. Neben dem Liegestuhl ein kühles Bier…. – ich freue mich schon auf den Frühling.

    Klingen villeicht etwas merkwürdig meine Zeilen aber mich machen solche Kleinigkeiten echt glücklich.

    Das Kaffeehaus ist Plficht, das lasse ich mir nicht nehmen 😉

    Super, dass du schon so knapp vor der FF bist. Meine FF steht noch in den Sternen.

    @Ex-Studentin

    Ich hoffe du findest etwas passendes. Du hast zumindest einen Plan. Top!

    Ich laufe leider sehr planlos durchs Leben. Bin nicht wirklich glücklich in meinem Job. Weiß aber auch nicht so recht was ich anders machen soll. Überlege schon ein paar Jahre etwas neues zu Studieren aber man muss ja auch irgendwann Geld verdienen (vor allem wenn man sein Depot weiter füllen möchte… hehe). Hab ja schon ein Studium hinter mir… Und nein, 40 Stunden Job + Studium „nein danke“ ich möchte ja leben und nicht 3 Jahre „vom Erdboden verschluckt werden“.

    @Ruby

    Ja, genau, bin aus Österreich 😉

    Mein Depot ist relativ risky, da gebe ich dir recht. Mir gefallen aber solche Aktien und ich bin überzeugt von meiner Auswahl. Vale war ein heißer Ritt… Bin auch etwas zu früh eingestiegen. War 40% im Minus, hab dann auch noch einmal nachgelegt. Sind dann auch noch weiter gefallen. Angst, dass Vale in Konkurs geht hatte ich nie. Ich hatte immer das Projekt S11D vor Augen, das ja zu dieser Zeit noch im Bau war. Der Dammbruch in Brasilien (gemeinsames Projekt mit BHP) war dann nochmal ein Schlag in die Magengrube. Ich glaube Vale ist weiter ein Top-Zukunfts-Invest. Dividenden werden jetzt erst so richtig ausgeschüttet. Ich bin hier long und behalte das Teil.

     

    Teranga Gold:

    Ich „liebe“ diese Aktie. Meiner Meinung nach steckt hier enormes Potential dahinter. Gute Goldmine, die einen schönen Cashflow abwirft, 2. Mine wird heuer in Angriff genommen und nebenbei ist Teranga Gold noch Explorer und meldet laufend tolle Bohrergebnisse. Mister Mimran, einer der reisten Senegalesen, hat sich schon fast 25% von Terange billisgst unter den Nagel gerissen. Ich bin hier ultralong und hab schon ein paar mal nachgekauft. Bin hier schon ca. 4-5 Jahre dabei. Bin überzeugt von dieser Goldmine.

    Generell bin ich sehr zufrieden mit meinen Depot. Gereade auch den Biotecmarkt finde ich ausgesprochen interessant – wie man an meiner Titelauswahl ja sieht.

    Bezüglich Urlaub:

    Ich müsste eigentlich gar nicht immer so viel reisen, aber meine Freundin „zwingt“ mich dazu. Das kostet zwar Geld, aber wir haben auch tolle Erlebnisse dadurch. Ich lasse mich dann oft gerne überreden… hehe

  60. Iceman

    Ich sehe das ähnlich wie manche Vorredner, unsere Zeit hier ist begrenzt, warum sollte man sich mit etwas abgeben, was einen nicht erfüllt??

    Arbeit ist eben mittel zum Zweck.

    Grundsätzlich gehe ich gerne zur Arbeit und ausser bei der Bezahlung ist der öffentliche Dienst nicht so verkehrt.

    Meine Frau ist als Lehrerin verbeamtet und ich Angestellter im öffentl. Dienst. Sie arbeitet aktuell 50% erhöht jedoch bald auf 56% um etwas schneller tilgen zu können.

    Wenn ich jedoch die Wahl hätte würde ich jeden Tag mit unserer kleinen Tochter (2)lange im Bett liegen, danach raus in den Garten gehen und Obst und Gemüse im Gewächshaus und Garten pflegen, anschliessend gemeinsam kochen und einen Mittagsschlaf halten. Nachmittags können wir dann tun wonach uns gerade ist.

    Wir haben uns vor kurzem ein kleines Reihenendhaus gekauft, dies wird abgezahlt, jährlich noch sondergetilgt und von meinem „Taschengeld“ kaufe ich Aktien und ETF’s . Wenn das erste Darlehen in 10 Jahren ausläuft, können meine Frau und ich vll beide nur noch halbtags arbeiten. Projekte in Haus und Garten würden uns genügend einfallen.

    Guten Start in die Woche 😉

  61. Thorsten Rohweder

    Die Geschwindigkeit mit der man vorgehen kann oder musd hängt auch von der Branche ab. Ich war im IT Bereich, da ist es mit 40 schwierig und mit 50 vorbei, vom Management mal abgesehen. Daher habe ich Gas gegeben, die Zeit hat gegen mich gearbeitet, dss wusste ich die ganze Zeit. In anderen Berufen dreht sich das Rad evtl. etwas langsamer. So lange man jung ist, denkt man an Halbtagsjob, Sabbatical etc. Alles o.k. , wenn man den Job mit 50 oder 60 auch noch machen kann.

  62. V

    @alle:
    Vielen Dank für Euren Input bezüglich Zeitgestaltung in der FF.

    Laut Olivers frugalisten.de FIRE Rechner kann ich in minus 27 Jahren in den Ruhestand gehen. Das wäre ziemlich bald.

    Dennoch sehe ich für mich in den nächsten 3-4 Jahren noch keine Reduzierung der Arbeitszeit, da ich vorgenommen habe mein Haus alleine mit dem Arbeitseinkommen abzubezahlen („von meiner Hände Arbeit“), also nicht durch Depot-Entnahmen und ich mich noch nicht gut genug auf die von mir erwartete große Krise vorbereitet habe. Neben diversen Umschichtungen innerhalb der Sachwerte sehe ich für mich einen festen Job als wichtig an.

    Meinen ältestes Kind hat mir gestern klar gemacht, dass es gar nicht gut finden würde, wenn Papa nicht mehr arbeiten geht. Denn alle Papas arbeiten und es möchte keinen „Rentner“ als Papa. Muss bis dahin wohl noch etliche vorbereitende Gespräche führen…;-)

    @Thorsten:
    Ich weiß nicht wie du gerade am Puls der Zeit im IT Bereich bist. Die Situation ist meines Erlebens nach aktuell eine andere. Wir befinden uns m.E. wieder an der Spitze eines Schweinezykluses. Auch ältere IT’ler erfreuen sich im Moment einer sehr sehr starken Nachfrage, da der Markt leergefeegt ist. Aber ansonsten gebe ich dir Recht, das was du beschrieben hast galt lange Zeit.

  63. steve

    @V

    dein Kind ist ja knallhart! Ist aber aus meiner Sicht kein Problem du bist dann halt Trader und wenn du noch hinzufügst wieviel Geld dabei rum kommt ist das Problem wohl gelöst.

    Ich ziehe meinen Hut davor dass du noch ein paar Jahre weiterarbeitest. Nötig wäre es wohl nicht, bei deiner Depotgroesse ist eine Absicherung mit Put Optionen aus meiner Sicht recht leicht zu machen. Einsetzen müsstest du nur Promille deines Kapital, es würde aber mutmaßlich reichen bei einen Crash von den Optionsgewinn zu leben ohne gefallene Aktien verkaufen zu müssen.

  64. Kiev

    @V Hattest Du nicht Teilzeit als Ziel?

    Wenn Du in Teilzeit arbeitest ändert sich doch kaum etwas. Für Deine Kinder arbeitest Du normal weiter. Ich möchte auch nicht meinen Kindern den Eindruck vermitteln wohlhabend und privilegiert zu sein. Sie sollen schon lernen wie es läuft. Du kannst in Teilzeit an fast allen Veranstaltungen Deiner Kinder teilnehmen. Das ist doch nicht so schlecht. Das kann ich aktuell schon (ohne Teilzeit) im Gegensatz zu vielen anderen Vätern. Dafür kann ich nur dankbar sein.

    Warum möchtest Du unbedingt das Haus mit dem hart erarbeitetem Geld abzahlen? Zählen die Gewinne, die Du weit über dem Index erzielt hast nicht als (zumindest mentale) Arbeit? Und die Gewinne sind ja auch nicht aus dem Nichts entstanden. Du musst ja Kapital eingesetzt haben, oder Verbindlichkeiten aufgenommen haben. Somit sind die Gewinne ja auch wieder auf die Arbeit oder Sicherheit durch das aktive Einkommen zurück zu führen. Also lediglich als Umschichtung von Vermögen zu betrachten.

    Sei dankbar über Deinen Gewinn, ziehe Geld raus, zahle halt die Gebühr für den Gewinn und bezahle das Haus schnell ab. Rohstoffe kaufst Du ja schon als Absicherung. Die Verbindlichkeit ist Dir sicher, alles andere zumindest in der aktuellen Höhe nicht. Nach 10 Jahren darfst Du einen Kredit auflösen ohne Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Vielleicht ist das ja schon bald möglich? Es wäre doch eine Schande, wenn der Index oder der Biotech Sektor warum auch immer kurz vorher um 70% einbricht.

     

    @PS

    Behalte einfach die Kosten im Blick. 10000€ ist eine Nummer für ein Hobby mit dem Du vielleicht Geld verdienen kannst. Was mir an den Zähnen nicht gefällt ist das Fehlen eines Herausstellungsmerkmals. Sie müssen einfach wie bestellt passen und aussehen und das wars. So stelle ich es mir zumindest vor. Und dann wird alles nur über den Preis geregelt, der vermutlich mit dem Preis der Geräte weiter sinken wird.

    Bei Lampen kannst Du Dich aber durch sehr gutes Designs abheben. Designs würde ich nie verkaufen. Solche Plattformen gibt es bereits. Aber ob man damit sehr gut Geld verdienen kann? Da bin ich Skeptisch, auch wenn es so schön skalierbar ist. Bei Lampenb musst Du aber auch ein paar Dinge beachten, wie CE Zulassung usw. Du müsstest dann prüfen, wie Du die Zulassen kannst und in welchen Maße sie variiert werden dürfen ohne das sie neu zugelassen werden müssen. Du kannst ja nicht jede Lampe Zulassen.

    Ich würde auch nur Variationen in festen Dimensionen vorgeben. Wenn der Kunde selbst zu viel machen kann wird er nie fertig. Gebe einfach ein Tool an die Hand mit dem man sich was schönes zusammenklicken kann. Und fange mit einfachen Formen an. Also kleiner als die Lampe aus dem Beispiel. Sehr große können auch leichter brechen usw. Das ist dann schwieriger herzustellen. Ich würde mit kleineren schicken Lampen anfangen. Wenn Du keine Marke hast möchte man als Kunde vermutlich auch nicht zu viel Geld ausgeben, da man das Produkt ja nicht direkt sehen und anfassen kann.

    1000€ wäre für mich eine überschaubare Menge an Spielgeld um mich in dem Bereich austoben zu können. Die sollte ich auch gut wieder erwirtschaften können. Man kann ja auch normale Gegenstände produzieren für die man keine Zulassungen braucht. Plastik finde ich aber generell nicht so hochwertig. Die Ergebnisse haben mich bei den Druckern nie überzeugt. Ich würde so ein Erzeugnis auch nicht kaufen wollen.

  65. V

    @steve: ja sie beobachtet halt, vergleicht und denkt da ziemlich mit.

    @kiev+steve: bei Teilzeit funktioniert das wahrscheinlich noch es zu vermitteln. Das Problem besteht  wahrscheinlich dann wenn ich gar nicht mehr arbeiten würde. Kinder haben sich bestimmte feste Weltbilder gebildet und dazu gehört auch, dass ein Papa arbeiten muss. Wenn der aber nun gar nicht mehr arbeitet … aber auch deswegen lasse ich mir besser noch Zeit…

    @kiev: ja, das Depot sehe ich als Spielwiese. Half bisher dabei Gier und Angst aus meinen Entscheidungen weitgehend zu eliminieren. Und ja, ich finde es schöner das was man selbst geschaffen hat nicht durch „Spekulation“ zu verdienen.

    Im Prinzip hast du Recht, ich sollte eigentlich langsam beginnen umzudenken und echte Vermögenssicherung auch des „Spielwiese“-Geldes zu betreiben. Und nicht so halbherzig wie bisher mit geplant sukzessiver Erhöhung Gold/Silber Anteil. Aber noch läuft es einfach zu gut… (ggfs. ein Fehler so zu denken…)

  66. June

    @V.

    Bisher war deine Denkweise kein Fehler. Und na klar können die Kurse noch weiterhin ein oder zwei Jahre gut laufen.

    Dein Depot ist aber sooooo groß, das es von selbst weiter wächst auch wenn du nun 200 oder 300 tausend auf einen Schlag entnimmst.

    Umgekehrt ist das Geld für viele Jahre weg, wenn dein Depot in ein paar Monaten  in einem richtigen Crash 50 % nachgibt. Während du dann immer noch das Haus abzahlst.

    Sprich mit deiner Bank und überlege dir jetzt wie du dein Haus absicherst. In einem Crash hättest du zu viel zu Verlieren. Du kannst ja, wenn du es möchtest die Tilgungsrate des Hauses dann in Aktien investieren. Und so dein Depot wieder Füttern, wenn das für dich psychologisch wichtig ist.

    Ja, ich denke du must jetzt lernen umzudenken.

    Take care,

    June

  67. Schwaberle

    @Michael D.:

     

    Super Beitrag. Mir geht es in vielen Bereichen ähnlich. Dein Beitrag spiegelt mein persönliches Mindset zum Großteil wieder.

     

    Viele Grüße

     

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