Sammeln Sie Treuepunkte?


New York, 16. April 2016
Ein Starbucks-Café. Mit einem Trick können Kunden jetzt für ein Jahr ganz schnell den Gold-Status erreichen.

Ein Starbucks-Café an der amerikanischen Ostküste. Mit einem Trick können Kunden jetzt für ein Jahr ganz schnell den Gold-Status erreichen. Es gibt Gratis-Essen und -Getränke. Und Sie kriegen fette Rabatte. Ob sich das wirklich lohnt, keine Ahnung. Ich gehe zu selten hin. Für mich lohnt es sich vermutlich nicht.

In den USA ist Punktesammeln ein heißes Thema. Überall zücken die Leute Loyalitätskarten. Ob im Supermarkt, Café, Hotel oder Massagesalon – kaum ein Geschäft verzichtet darauf. Wer über hotels.com zehn Nächte bucht, erhält eine Gratis-Übernachtung in der gleichen Kategorie.

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So sieht meine Starbucks-App auf meinem Handy aus. 31 Sterne habe ich gesammelt. Und den Gold-Status habe ich erreicht.

Ich habe gerade mit einem Trick bei Starbucks den Gold-Status erreicht. Ob sich das wirklich lohnt, keine Ahnung. Vermutlich nicht. Starbucks möchte nur, dass ich immer wieder zurückkomme – anstatt in ein anderes Café der Konkurrenz zu gehen.

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Hier sehen Sie meine Starbucks-Applikation auf dem Handy. Ich bekomme jede Menge Rabatte angeboten. Hier sehen Sie einen Discount von 25 Prozent für ein Sandwich. Für mich lohnt sich der Goldstatus nicht. Ich gehe selten zu Starbucks. Eine Freundin sammelte übrigens für mich die Sterne, die auf Starbucks-Kaffeepackungen aufgeklebt sind. Ich wollte sehen, wie das Punkte-Jagen und Sammeln bei Starbucks funktioniert.

Ich fliege oft. Ich habe bei United Airlines mehr als 100.000 Meilen gesammelt. Mit einem Trick habe ich die Meilenzahl erhöht: Ich beantragte eine neue United-Kreditkarte und erhielt als Willkommensbonus 30.000 Meilen zusätzlich. Kaum waren die 30.000 gutgeschrieben, kündigte ich die Kreditkarte sofort wieder, weil ich die Jahresgebühr von 95 Dollar vermeiden will. Im ersten Jahr fällt keine Kreditkartengebühr an. Wenn ich meine United-Meilen zügig einlöse, hat es sich gelohnt. Die mehr als 100.000 Punkte lassen sich für einen Flug über den Atlantik eintauschen. Lasse ich dagegen die Meilen „ruhen“, verfallen sie oder werden mit der Zeit weniger wert.

Der Blogger „The Points Guy“ ist beliebt geworden. Er arbeitete früher an der Wall Street, reiste viel und sammelte Meilen wie ein Irrer. Die Meilen nutzte er clever für Freiflüge. Darüber begann er, einen Blog zu schreiben. Im Juni 2011 kehrte er der Wall Street den Rücken.

Seither baut er seinen Blog aus. Einige Angestellte hat er angeheuert. Er erklärt in dem folgenden Video unten, wie Sie das Beste aus Ihren Flugmeilen herausholen können. Er fliegt mit Emirates in der ersten Klasse. Dafür musste er nur 90.000 Meilen einlösen und ganze 58 Dollar Gebühr bezahlen.

Der Punkte-Fan ist ziemlich ausgebufft:

Ich habe das Gefühl, Amis, Asiaten und der Nahe Osten sind großzügiger mit Meilen. In Deutschland ist das nicht sehr üppig, was Sie so bekommen können. Die Lufthansa hat nach meinem Dafürhalten leider nur ein lausiges Programm, wobei die Lufthansa-Lounge super ist. Bei den Deutschen schmeckt das Essen wirklich gut und es ist nicht sehr laut wie in manch einer US-Lounge.

Es gibt von American Express eine Kreditkarte namens „Centurion“. Sie kostet 7.500 Dollar Beantragungsgebühr. Hinzu kommen 2.500 Dollar Jahresgebühr. Im ersten Jahr sind also 10.000 Dollar futsch.

Der Vorteil ist: Mit „Centurion“ haben Sie gute Chancen, bei Delta upgegradet zu werden. Sprich Sie zahlen nur Holzklasse, fliegen aber dafür Erste Klasse. Sie können die Lounge gratis nutzen. Weitere Pluspunkte kommen hinzu.

Hier war einer so stolz auf seine „Centurion“-Karte, dass er die neue Karte gleich in die Kamera hielt. Jeder Zuschauer konnte so seine Kreditkartennummer samt seinem Namen sehen. Ziemlich doof! Erst nach einem Monat merkte er, das dies wohl ein Fehler war. Er beantragte also eine neue Karte, weil Gefahr bestand, dass Youtube-Zuschauer mit seinen Daten illegal einkaufen gehen.

Ich halte den ganzen Punktewahn für fragwürdig. Gut, wer viel fliegt, für den mag es sich rechnen. Aber für „Normalo-Konsumenten“ lohnt es sich nicht. Die Kartenanbieter kalkulieren ganz genau durch, dass es sich für sie lohnt und nicht für den Durchschnittskunden. Ich meine: Am besten ist es, den billigsten Flug zu buchen. Punkt. Schluss. Ende. Gelände.

Sammeln Sie Punkte? Was halten Sie von Payback? Lohnt sich das? Mir geht der Punktquatsch mittlerweile so richtig auf den Sack. Am liebsten mag ich einfach faire Preise. Wie das Aldi, Lidl oder Wal-Mart machen. Da brauche ich dann keine Pünktchenkarte zücken.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Sammeln Sie Treuepunkte?

  1. Boris

    Ich habe keinerlei Karten dieser Art. Man wird damit vom Kunden zum geldwerten Produkt, denn sie dienen zum Datensammeln. Die angebotenen und versprochenen Rabatte sind wohlkalkulierte Lockmittel, dem jeweiligen Unternehmen seine persönlichen Daten zur praktisch beliebigen Verwertung auszuhändigen.

    Das gerne vorgebrachte Argument von der Kundenbindung greift tatsächlich nur, wenn ein Unternehmer glaubt oder gar weiß, dass die Qualität seiner Produkte oder Dienstleistungen nicht ausreicht, um Kunden an sich zu binden — und dass Kunden angeblich nur über den Preis einkaufen, liegt vorrangig daran, dass ihnen Produkte nur mit dem Preis-Argument schmackhaft gemacht werden.

  2. visurgis

    Wenn aus dem Punktesammeln ein Sammelwahn wird, läuft etwas schief. Ich habe eine Payback-Karte und setze sie nur für Dinge ein, die ich auch ohne kaufen würde. Umwege für solche Geschäfte mache ich nicht. Für Online-Käufe gilt dasselbe. Zusammen mit Zusatz-Cupons, die ich einmal im Monat online aktiviere kommen trotzdem interessante Summen zusammen. Die setzte ich für Einkäufe ein, nicht  für irgendwelche Sach“prämien“.

    Das ist aber meine einzige Kundenkarte. Noch mehr Systeme würden noch mehr Aufmerksamkeit erfordern, um Rabatte und Sonderaktionen mitzunehmen: Ich bin kein Vielflieger, mag nicht immer bei derselben weltweit aktiven Hotelkette übernachten und  bin kein Kaffeeketten-Kunde. Außerdem bräuchte ich mehr Apps und hätte ein dickeres Portemonnaie. Nein, das brauche ich nicht.

    Viele Grundnahrungsmittel kaufe ich beim Bauern. Das ist nicht mal teurer. Aber frag‘ den mal, ob er die Preise bei Aldi, Lidl oder Wal-Mart für fair hält … aber das ist ein anderes Thema.

  3. Oliver

    Ich bin auch weit davon entfernt, begeisterter Punktesammler zu sein. Ich habe eine Kreditkarte, mit der ich Amazon-Punkte sammle und bei der Bahn so ein Punktekonto. Bei der Bahn bin ich so lethargisch, dass die Punkte bis auf einmal alle verfallen sind. Gültigkeit ist ein oder zwei Jahre. Einmal habe ich welche für ein Fernglas eingelöst, dass für meine Bergwanderungen praktisch ist. Brauch ich nichts auszugeben. Die Kreditkarte brauch ich wg. Hotelbuchungen und inzwischen zahle ich meine Flüge und Bahnreisen, die hauptsächlich geschäftlich sind. Auch hier bin ich nicht enthusiastisch, da ich bei Amazon nicht sonderlich viel kaufe. Mich lässt das Thema kalt. Von Unternehmerseite macht das natürlich Sinn, da sehr viele Schnäppchenjäger unterwegs sind. Es verleitet die Leute, dort wieder einzukaufen. Wobei mein Eindruck ist, dass viele Rabatte Fakes sind, da der Normalpreis häufig sowieso schon überteuert ist. Das erinnert mich stark an die deutschen Matrazenläden, wo nichts unter 30% Rabatt zu haben ist. In Wirklichkeit ist es ein Preismonopol und die Listenpreise reine Phantasie.

    Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich auch zu faul, meine Zeit damit zu verbringen, wie ich Punkte möglichst effektiv bekommen kann. Meine Zeit ist mein wertvollstes Gut und die verplempere ich nicht mit solchen Sachen. Wenn effektiv sein, dann etwas arbeiten und Geld in der Zeit verdienen. Das bringt wesenlich mehr ein, als sich um so lumpige Billigrabatte zu kümmern. Erfolgreich muß es aber für die Unternehmen schon sein, sonst würden sie es nicht machen.

  4. Tobias

    Lieber Tim,

    tolles Blog, schade, dass ich es erst jetzt entdeckt habe! Ich wünschte ich hätte es schon 2008 gekannt, dann wären meine ersten Aktienkäufe damals nicht so zögerlich gewesen… Ich sage nur: BASF bei 26 Euro gekauft und bei 30 verkauft und über ein paar Hundert Euro gefreut…    🙁     😀

    Punkte sammele ich aus Prinzip nicht, payback etc. hat für mich immer aus datenschutz-Gründen keinen Sinn gemacht, ich fliege 2 x im Jahr mit unterschiedlichen Airlines, daher auch hier keine Punkte.

    Aktien und ETFs sammeln macht da schon mehr Sinn für mich… Ich bin bislang nur in Europa investiert und würde gerne auf dem US-Markt zugreifen, allerdings frage ich mich, ob man nicht lieber die nächste „Delle“ abwarten sollte. Auf All Time Highs zu kaufen wollte ich bislang lieber vermeiden!

    Viele Grüße und nochmals ein großes Kompliment für diesen tollen Blog!

  5. fit und gesund

    Treuekarten hab ich von verschiedenen  Geschäften, wie Migros, Coop, an manchen Tagen gibt es dann 3fach oder gar 5fach Punkte, bei Coop kann ich praktisch nur zwischen Prämien (Haushaltsgeräte, Bettwäsche, Kram eben) wählen, bei Migros bekomm ich Gutscheine die dann an der Kasse einlösbar sind, egal für was, zur Zeit schau ich nicht nach diesen Punkten, die wollen ja nur dass ich dauernd kaufe, der Rabatt ist äusserst gering, es lohnt nicht, das gleiche Spiel bei Angeboten, da gibt es Markenwaschmittel für 50% wenn ich 2 Packungen nehme, hört sich ja toll an, aber mein Aldi-Waschmittel ist immer noch günstiger und genausogut, man muss sich nicht blenden lassen von der Zahl 50%.

    Dann hab ich noch eine Osiander-Karte, da kann ich ab und an dann von einem Sonderangebot profitieren, eher selten da ich meist Bücher auf meinen Kindle runterlade, auch mit der Karstadt-Karte kann man ab und an profitieren, ich hab jetzt im Geldbeutel einen Gutschein über 3Euro für Einkäufe im letzten Jahr, *lach*,

    ich verfolge ein anderes Ziel, jeden Franken den ich sparen kann den spar ich, ich will nicht „kaufen“ nur um Punkte zu bekommen, ich will meine Taler sparen um sie zu investieren, kein unnützes Zeugs kaufen.

    Ich kaufe aber den Bedarf für meine Tiere bei einem Händler der mir ordentlich Mengenrabatt gibt, das nehm ich gerne mit und da kauf ich lieber nur einmal im Jahr für viel Geld ein und spare so, bei Händlern die nur Rabatte an Tierzüchter geben kauf ich hingegen prinzipiell nix, das find ich zu ungerecht.

    Aufpassen muss man, nur kaufen damit man Punkte bekommt find ich dumm, aber Viele fallen drauf rein.

  6. PIBE350

    Ich habe keine Treuekarten. Mir reicht es aus, nur das zu kaufen, was ich ich wirklich brauche, gelegentlich Preisvergleiche einzuholen und z.B. bei Lebens- und Haushaltsmitteln weiter unten in den Regalen zuzugreifen. In Deutschland ist wohl die PAYBACK-Karte sehr beliebt. Was ich aber liebe, sind komplett kostenlose Girokonten (z.B. DKB und Consorsbank) mit VISA-Karten, mit denen man dann weltweit gebührenfrei Bargeld beziehen kann. Die nutze ich gern. 🙂

  7. AlexanderAlexander

    Mich nervt das auch inzwischen. Meine Punkte der Kreditkarte verfallen regelmäßig, da ich mit den Treueprämien nichts anfangen kann. Wozu einen 5. Koffer oder das achte Reiseset xy? Zumal die eine Zuzahlung wollen und der Verkauf bei e-bay nicht lohnt.

     

    Meine Frau sammelt eifrig Payback und fördert so die Datensammelleidenschaft der Anbieter. Richtig lohnen tut sich das allerdings nicht.

  8. Mario

    Wir besitzen keine Treue-, Punkte- oder Paybackkarten. Es ergibt für mich keinen Sinn. Für den Anbieter ist es natürlich sinnvoll. Er hat ein Geschäftsmodell und natürlich die Daten. Diese Datenwut ist jedoch für den Verbraucher nicht gut. Wenn du innerhalb einer gewissen Zeit eine Suchanfrage bei einem Anbieter startest, bekommst du mit jeder Anfrage einen höheren Preis. Hier reicht anscheinend die IP Adresse aus. Dieses ist uns schon mehrfach bei Flug-, Hotel- oder Kaufanfragen aufgefallen.

    Ein schönes WE!

  9. Vali

    Ich sammle keine Treuepunkte, habe aber noch die DM-Karte (Payback) noch von der Pamperszeit meiner Kinder. Habe bei DM viel Umsatz gemacht und jedes mal meine Gutscheine ausgedruckt, bis zu 10€ pro Einkauf. Das freut mich immer noch die Punkte-Gutscheine zu benutzen, denn Shampoo, Zahnpasta&Co brauchen wir nach wie vor, auch wenn die Pampers endlich aus der Einkaufsliste gestrichen sind… 😉

    Es gibt ja Leute, die regelrecht in „Extreme“ Couponing  vernarrt sind… mir persönlich bringt das nichts und ich mache es nicht.

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Tobias

    Danke für das Lob. Fehler passieren jedem. Daraus zu lernen ist die hohe Kunst. Das wird Dir sicherlich gelingen.

  11. Andrea

    Ich benutze solche Karten aus Prinzip nicht, finde es auch unsinnig, evtl. einen längeren Weg zu einem Anbieter zu gehen, nur um Punkte zu bekommen, für die am Ende dann ein geringer Betrag herauskommt, noch dazu unter Preisgabe meines Einkaufsverhaltens.

     

    Was ich schon zweimal gemacht habe, ist bei Onlinekäufen, wo es eine höhere Anzahl an Paybackpunkten gab (z.B. einer Reisebuchung) die Paybackkartennummer meiner Schwester  anzugeben, damit ihr die Punkte gutgeschrieben wurden. Sie freut sich darüber und außerdem verwässert es die Datensammlung von Payback über meine Schwester. Das finde ich sinnvoll.

    Im Supermarkt gibt es manchmal am Kassenbon einen Gutschein für irgendetwas. Bislang konnte ich keinen dieser Gutscheine brauchen, da ich diese Artikel nie kaufe.

    Einmal habe ich Punkte von Teekanne-Tees gesammelt, um einen WMF-Thermosbecher zu bekommen. Es stellte sich innerhalb von kurzer Zeit heraus, dass die Qualität des Bechers bescheiden war. Er war komplett aus Plastik, hielt den Tee nicht lange warm und ging schnell kaputt. Schade, dass WMF dafür seinen guten Namen hergegeben hat.

    Insgesamt sind Rabattaktionen für mich witzlos. Dementsprechend möchte ich mein Kaufverhalten auch in keiner Weise durch sie manipulieren lassen.

     

     

     

     

     

  12. Ex-Studentin

    Bisher sträube ich mich gegen Payback und Co., wobei da schon ein kleines Sümmchen zusammen kommen kann. Was ich aber sammle sind Punkte bei der Bahn, weil dadurch ab und zu mal eine kostenlose Fahrkarte bei rausspringt. Ich bin bei Payback kritisch wegen des Datenschutzes. Gleichzeitig hat mir meine liebe Oma Wasserkocher und Kochtöpfe fürs Studium dadurch ersammelt.

  13. K.

    Ich habe die Lufthansa-CreditCard. Angefangen hat es mit einem elterlichen Urlaub wo „es sich auf Grund der Flugmeilen“ plus Willkommensmeilen lohnte ein Meilenkonto zu eröffnen und man hatte gleich  ca. 35000 Meilen an Gutschrift.  Nachdem ich später eine Kreditkarte brauchte (für Reisen und für Internetbestellungen (Online-Banking war damals noch nicht so sicher), bin ich zur Kreditkartenvariante gewechselt. Über fast 10 Jahre haben sich nun über 100.000 Meilen angesammelt und irgendwann freue ich mich diese zu verfliegen. Mittlerweile bekommt man zwar weniger Meilen aber das ist mir egal.
    Ich nutze die Karte auch nicht der Meilen wegen, aber bewusst für Meilen. Sprich Fixkosten wie Benzin oder Kosten die über PayPal laufen gehen über die Kreditkarte. So sammle ich bei Ausgaben die ich so oder so hätte Meilen.

    Die Jahresgebühr könnte man sich ggf. sparen. Ein früherer Vergleich bei meiner Hausbank brachte aber keinen Benefit (Kartenkosten dort plus damals Giro-Kontoführungsgebühren kam sogar teuerer).
    Ein Pluspunkt ist für mich die Reiserücktrittsversicherung, die ich leider auch schon einmal brauchte. Hier hat diese unkompliziert geholfen und gezahlt. Alleine für diesen einen Nicht-Urlaub haben sich m.M. nach die Jahresgebühren schon bezahlt gemacht.

    Andere (reine) Punkte-Sammelkarten vermeide ich wie der Teufel das Weihwasser. Hier sehe ich keinen Benefit. Die meisten Sachprämien sind nicht interessant (oder nicht hochwertig bzw. man hat viele Dinge eh schon, was will ich mit zwei Kaffemaschinen und zwei Messersets,….) und die vermeintlichen Rabatte mir es nicht wert, gläsern zu sein.
    Davon abgesehen habe ich auch mal erlebt, das selbst Kunden ohne Karte, dieselben „10%-Mindest-Rabatt“ bekommen, wenn man „Stammkunde“ ist bzw. die eh jeder bekam zu manchen Zeiten. In diesem Fall war es eine Autowerkstatt mit Reifenverkauf.

    Da spare ich lieber mit anderen Dingen und durch andere Dinge.
    Coupons mögen ggf. „Mehrwert“ bringen. Aber ich würde z.B. nicht mit dem Auto einmal durch die Stadt fahren, nur um irgendwo ein paar Cent zu sparen und dann ggf. auch nur bei einem Produkt. Einerseits brauche ich auch andere Produkte die ggf. den Preisunterschied wieder wettmachen und Benzin usw. kostet es auch. Meiner Meinung nach eher ein Verlustgeschäft. Lediglich wenn man große Mengen einees Produktes kauft und auch kaufen darf, kann es sich lohnen (z.B. Windeln), wie ich im Bekanntenkreis mitbekam. Coupons findet man in Deutschland gefühlt weniger als in Amerika. Vielleicht landet bei mir aber auch die „falsche“ Konsumwerbung gleich im Papierkorb und ich bekomme es deshalb nicht mit. Manche USA-Extrem-Couponing-Videos kann man hie in Deutschland so sicher nicht auf einen kompletten Einkauf umsetzen.

  14. JosefJosef

    Ich habe eine Coop super Karte, aber auch nur weil ich da eine Kostenlose Kreditkarte bekomme. Auf Punkte schau ich nicht.

  15. Christoph

    Ich habe zwei Karten. Payback und Mile Und More Kreditkarte.

    Die Miles kostet eine Jahresgebür (glaub 60) Aber man kann nicht nur durchs Fliegen meilen sammeln. Sondern bei jedem Einkauf! Tanken, Aldi usw.

    Über die Miles & More Seite kostet zB einr Hotelübernachtung (Hyatt San Jose als Bsp) 90 Meilen. für 1 Meile muss man 180,00 Umsatz machen.

    Nehmen wir mal an das Hyatt würde also normal € 60,00 für die Übernachtung nehmen, so wäre das quasi die Jahresgebühr.

    Ich kaufe im Monat für etwa 180,00 bei Aldo ein. Somit habe ich da schon die Jahresgebühr raus. Dann kommt noch das Tanken dazu usw.

    Und ich muss tanken und Essen kaufen, somit gebe ich da nicht mehr aus nur wegen der Karte. Nein im Prinzip mache ich Gewinn, weil ich die Übernachtungskosten spare

     

    Die Payback nutze ich auch. bei DM zb. Da kaufe ich Zahnpasta usw. Und dann drucke ich mir ab und zu den Wertgutschein aus und bezahle damit dei Zahnpasta usw. Auch diese Sachen brauche ich. Somit spare ich da auch Geld.

     

    Klar ist Datenschutz wichtig. Aber von mir aus kann man wissen welche Zahnpasta ich kaufe^

    (ich kaufe meistens Blend-a med und da ich P&G besitze.. hehe) im Prinzip bezahle ich die quasi an mich selbst.

  16. K.

    für 1 Meile muss man 180,00 Umsatz machen.

    Das ist mir neu. Waren es nicht 1 Meile für 2 Euro Umsatz? (Seit neustem. Bis vor kurzem 1 Euro Umsatz =  1 Meile.)
    Oder meinstet Du statt Meile Übernachtung?

  17. Christoph

    oh stimmt. Ich meinte für diese Übernachtung muss man dann 180 Umsatz machen.

    War natürlich nur ein Test ob es jemand merkt *gg*

  18. Mr.K

    @Christoph

    Eine Übernachtung kostet keine 90 Meilen. Das „Komma“ nach der 90 ist ein Tausendertrennzeichen. Es sind also über 90.000 Meilen für eine Übernachtung.

    Ich selbst habe auch eine Miles and More Kreditkarte. Aus beruflichen Gründen fliege ich sehr viel und habe im Laufe der letzten paar Jahre sicherlich über 1 Mio Meilen erflogen. Hinzu kommt der Einsatz der Kreditkarte um weitere Punkte zu sammeln.

    Ansonsten sammel ich noch diverse Punkte bei unterschiedlichen Hotelketten. Ist aber auch berufsbedingt.

    Glücklicherweise erlaubt es mein Arbeitgeber die beruflich gesammelten Meilen privat zu nutzen. Es muss „nur“ der Geldwerte Vorteil versteuert werden.

    Die Meilen löse ich dann gemeinsam für mich und meine Partnerin gegen Business Class Flüge ein und zahle nur noch die Steuern.

    Hätte ich nicht diese Vorteile, würde ich keine Meilen sammeln. Im privaten Bereich machen wir dies auch nicht.

     

  19. Kai

    Wir sammeln auch Payback Punkte. Wenn wir dann eine gewisse Punktezahl haben, lösen wir diese bei Aral ein um zu tanken. Das macht für uns den meisten Sinn. Dann sind die Punkte wie Bares.

    Aber mal noch etwas zu dem Thema sparen.

    Gibt es eine Stelle, z.b. Verbraucherschutzzentrale etc. bei dem ich meine Vorsorgeprodukte prüfen lassen kann?

    Zu einem freien Berater möchte ich nicht gehen, da dieser einem wieder neue Produkte aufschwatzen will.

    Ich habe so vieles das für die Altersvorsorge im Monat vom Konto abgebucht wird, das ich dies gerne mal prüfen würde ob es noch Sinn macht.

    z.b.Alterszeitwertkonto, Konzernvorsorgerente, Riesterbanksparplan u. einen Riester-Fonds-Sparplan wegen der Zulagen für die Kinder, des weiteren Bausparverträge (rein zum Sparen)

    hab mal drübergeschaut, das grob 800- 900 € im Monat.

    vielen Dank

     

  20. Patently Absurd

    @Kai:

    „Ich habe so vieles das für die Altersvorsorge im Monat vom Konto abgebucht wird, das ich dies gerne mal prüfen würde ob es noch Sinn macht.“

    Das Problem kenne ich aus meinem Bekanntenkreis. Wenn jemand einen Tipp hat, wie man Riesterverträge, Bausparverträge, Kapitallebensversicherungen etc. bewerten und gegebenenfalls rückabwickeln lassen kann, dann wäre das sicherlich hilfreich.

    Die „unabhängigen“ Berater im Markt haben in der Regel nur Interesse daran, möglichst viele Neuverträge abzuschließen.

  21. Jan

    @Kai und Patently Absurd

    Warum nicht zu einem wirklich unabhängigen Berater?

    Heißt dann Honorar-Berater und wird meist nach Stunden bezahlt. Wenn ihr was abschließt müssen alle Provisionen an euch zurück gezahlt werden. Wenn nicht, dann eben nicht. Es gibt eine Honorarberater-Datenbank da kann man mal schauen.

    VG

  22. Christoph

    Mr. K

    Tausend???? Dann würde ja eine Übernachtung mehr als Businessflüge kosten!

    Muss ich mal abklären. Wenn das so ist, lohnt sich die Karte doch nicht mehr für mich.

  23. Jan

    @Patently Absurd

    Ich muss wohl ein bisschen zurückrudern.

    Ich hatte die Datenbank falsch vor Augen. Man kann wohl nicht direkt einen berater suchen. (Oder ich verwende sie falsch)

    Aber man kann zumindest überprüfen, ob der ausgewählte Berater über Zulassung verfügt.

    Wer sich quasi zur Honorarberatung verpflichtet hat, darf keine Provisionen aus der Beratung erhalten.

     

    http://www.vermittlerregister.info/vermittler

    VG
    Vielleicht hilft die Kombi Google und Verifizierung über das Register weiter.

  24. Christoph

    @Mr. K
    Du hast Recht. So ein …… grummel

    Wir sind in Deutschland. Da ist ein Punkt das Trennungszeichen für Tausend und nicht ein Komma. Bei den Flügen machen die seltsamerweise ein Punkt Als Trennungszeichen. Das ist pure Verwirrung!

    So daher werde ich dann meine Meilen für einen FLug nutzen und danach die Karte kündigen.

  25. Fürst Myschkin

    @Christoph

    Aufmerksame Leser der Kommentare unter Tim Schäfers Artikeln sollten sogar wissen, dass die Schweizer weder Komma noch einen Punkt verwenden.

  26. K.

    Die Punkte bzw. Schuldenfalle wird immer trickreicher.

    Vor ein paar Tagen bekam ich unaufgefordert eine Kreditkarte (schön golden blinkend) zugesendet. Ich müsste nur noch Unterschreiben und ein Formular zurücksenden, schon ist sie aktiviert und man spare (da die Karte von einem Automobilclub als Werbung für das eigene Finanzdienstleistungs-Subunternehmen versand wurde) sogar noch beim Tanken und die erste(!) Jahresgebühr.

    Im Vergleich zu Miles&More ein heftiger Jahresbeitrag, da habe ich dort dank inkludierten Versicherungen mehr davon.
    Sparen kann/könnte ich als „Auto-Club“-Mitglied eh schon wenn ich bei bestimmten(!) Tankstellen meine Clubkarte vorzeigen würde. Dafür aber extra weitere Strecken nur zum Tanken nehme ich nicht in Kauf. Wenn es sich zufällig ergibt dann gerne.

    Bzgl. dieser zugesandten Kreditkarte habe ich gleich mal angerufen (auch wenn man lt. Schreiben nicht aktiv werden muss sondern einfach ignorieren könnte, wenn man es nicht wolle) und freundlich klar gemacht das ich dies nicht wünsche und keine Kreditkarte von denen benötige. Nicht das am Ende doch noch was anläuft….

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